Botox 100e

Botox 100e beinhaltet den Wirkstoff Clostridium botulinum Toxin Typ A

Botox 100e – Informationen

  • Hersteller: Emra-med Arzneimittel GmbH
  • PZN: 02900802
  • Rezeptpflichtig: Ja
  • Art: Pulver zur Herstellung einer Injektionslösung
  • Menge: 1 Stück

Anwendung

Botox 100e wird zur Erschlaffung der Muskulatur verwendet. Das Mittel eignet sich für Erwachsene und wird gegen Lidkrampf, Schiefhals sowie bei einer erhöhten Muskelspannung beziehungsweise einer unkontrollierbaren Muskelsteifigkeit in Händen oder Armen, wie etwa nach einem Schlaganfall, eingesetzt.

Dosierung

Botox 100e darf lediglich von Ärzten angewendet werden, die über eine entsprechende Fachkenntnis im Bereich der Behandlung mit Botulinum Neurotoxin verfügen. Die optimale, benötigte Dosierung sowie die Anzahl der notwendigen Injektionen in dem betreffenden Muskel legt der behandelnde Arzt individuell fest.

Dabei sollten die Ergebnisse der Anfangsbehandlung am besten genau ausgewertet werden. Dementsprechend kann dann eine unter Umständen notwendige Anpassung der Dosierung erfolgen, bis schließlich der gewünschte Effekt eintritt. Im Allgemeinen werden bei folgenden Erkrankungen zunächst die jeweils angegebenen Dosierungen angewendet:


Krämpfe

Anhaltende Krämpfe (Spasmen)…

Behandlung Thromboseprophylaxe, Nervenschmerzen botox 100

Botox 100 wird vor allem gegen anhaltende Krämpfe verabreicht

  • der jeweiligen Muskeln in den Beinen von Kindern; während einer Zerebralparese: Die maximale Dosierung beträgt bei der Erst- und Folgebehandlung vier Einheiten pro Kilogramm (Hemiplegie) beziehungsweise sechs Einheiten pro Kilogramm (Diplegie). Der kleinste zeitliche Abstand zwischen den notwendigen Behandlungen liegt hier bei etwa drei Monaten.
  • von der Hand bei Schlaganfallpatienten sowie der Muskeln im Handgelenk: Die höchste Dosierung sollte bei der Erst- sowie Folgebehandlung maximal bei 240 Einheiten liegen. Hier liegt der kleinste zeitliche Abstand zwischen den jeweiligen Behandlungen bei etwa zwölf Wochen.
  • der Muskeln im Fußgelenk bei einem Schlaganfallpatienten: Die höchste Dosierung bei der Erst- sowie Folgebehandlung beträgt insgesamt 300 Einheiten; die bei jeder Behandlungssitzung auf drei Muskeln aufgeteilt werden. Allerdings ist es möglich; dass der Arzt eventuell mehrere Injektionen in die jeweils betroffenen Muskeln durchführt. Der minimalste Abstand zwischen den jeweiligen Behandlungen liegt bei etwa zwölf Wochen.
  • im Gesicht und im Augenlid: Die maximale Dosis bei der Erstbehandlung liegt bei 25 Einheiten pro Auge. Bei der Folgebehandlung handelt es sich dagegen um bis zu 100 Einheiten. Der minimalste Abstand zwischen den jeweiligen Behandlungen beträgt drei Monate.
  • von Schultern und Nacken: Die höchstmögliche Dosierung bei der Erstbehandlung liegt bei 200 Einheiten; bei der Folgebehandlung bei bis zu 300 Einheiten. Dabei beträgt der minimale zeitliche Abstand zwischen den jeweiligen Behandlungen zehn Wochen.

Weiteres

  • Kopfschmerzen bei Erwachsenen mit chronischer Migräne: Die höchstmögliche Dosis beträgt bei der Erst- sowie der Folgebehandlung 155 bis 185 Einheiten. Der maximale zeitliche Abstand zwischen den Behandlungen liegt bei zwölf Wochen.
  • Überaktive Blase zusammen mit Harninkontinenz: Die höchstmögliche Dosis bei der Erst- sowie Folgebehandlung beträgt 100 Einheiten. Der kleinstmöglichste Abstand zwischen den jeweiligen Behandlungen liegt bei drei Monaten.
  • Harninkontinenz bei Blasenproblemen und einem Zusammenhang mit Multiplersklerose oder Rückenmarksverletzungen: Die maximale Dosierung bei der Erst- und Folgebehandlung beträgt 200 Einheiten. Der minimalste zeitliche Abstand zwischen den jeweiligen Behandlungen liegt bei drei Monaten.
  • Starke Bildung von Achselschweiß: Die maximale Dosis bei der Erst- und Folgebehandlung liegt bei 50 Einheiten je Achsel. Der minimalste zeitliche Abstand zwischen den Behandlungen beträgt 16 Wochen.

Die jeweils genannten Einheiten beziehen sich auf das betroffene Anwendungsgebiet. Eventuell entscheidet sich der Arzt für eine Dosierung, bei der insgesamt ein Behandlungsintervall von bis zu sechs Monaten möglich ist.


Nebenwirkungen

Bei Verwendung von Botox 100e kann es unter Umständen zu den verschiedensten Nebenwirkungen kommen. So sind zum Beispiel verschiedene allergische Reaktionen, wie etwa Schwierigkeiten beim Schlucken, Atmen und Sprechen, Schwellungen des Gesichts, der Füße und weiteren Körperteilen möglich.

Ebenso können beispielsweise Kopf– und Nackenschmerzen, Schwindel, Schmerzen, Übelkeit, verstärktes Schwitzen, Ohnmachtsgefühl, Nesselsucht, pfeifendes Atmen, Kurzatmigkeit, Grippeähnliche Symptome und Muskelschwäche auftreten. Je nach Krankheit und Injektionsort können sich unterschiedliche Nebenwirkungen ergeben.

Es sind beispielsweise folgende Nebenwirkungen möglich:


Beine & Zerebralparese

Bei Injektionen in die Beine; bei Kindern mit einer Zerebralparese werden sehr häufig beobachtet: Virusinfektion; Ohrinfektion. Häufig sind: Schwierigkeiten beim Gehe; Schläfrigkeit; Missempfindungen; Muskelschmerzen; Hautausschlag; Muskelschwäche; Schmerzen in den Extremitäten; Harninkontinenz; Schmerzen an der jeweiligen Injektionsstelle; allgemeines Unwohlsein; allgemeine Schwäche; Sturz.

Selten: Bei Kindern; die unter einer schweren Zerebralparese leiden; wurden nach einer Behandlung über bisweilen mit einer Aspirationspneumonie in Zusammenhang stehende Todesfälle bekannt gemacht.


Hand & Schlaganfall

Bei Injektionen in die Hand bei Patienten mit einem Schlaganfall oder Infektionen in das Handgelenk werden häufig folgende Nebenwirkungen berichtet: Blutergüsse; erhöhter Muskeltonus; punktförmige Blutungen; die sich unter der Haut befinden (Purpura oder Ekchymose); Schmerzen in Fingern sowie Hand; Schmerzen an der jeweiligen Injektionsstelle; Muskelschwäche; Grippeähnliche Erkrankung; Fieber; Brennen oder Blutung an der Injektionsstelle.

Gelegentlich: Schlaflosigkeit; Depression; Kopfschmerzen; Reizempfindlichkeit der Haut; Missempfindungen; Gedächtnisverlust; Unkoordiniertheit der Bewegungen; Schwindel oder auch Drehschwindel; Unkoordiniertheit der Bewegungen


Blutdruck-Abfall

Blutdruck-Abfall beim Aufstehen in Kombination mit Benommenheit; Schwindel oder auch Ohnmacht; Missempfindungen im oder am Mund; Übelkeit; Juckreiz; Entzündungen der Haut; Hautausschlag; Juckreiz; Gelenkentzündung oder -schmerzen; allgemeine Schwäche; Schmerzen; allgemeines Unwohlsein; Überempfindlichkeit an der jeweiligen Injektionsstelle; Schwellungen der Extremitäten. Manche der gelegentlichen Nebenwirkung können durchaus krankheitsbedingt sein.


Fußgelenk

Injektionen in das Fußgelenk; bei Patienten; die unter einem Schlaganfall leiden/gelitten haben; treten häufig auf: Gelenkschmerzen oder -entzündung; Hautausschlag; schmerzende oder steife Muskeln; Schwellungen der Extremitäten.


Gesicht & Augenlid

Symptom Augenzucken Augenringe Augen Ringe botox 100

Je nach Einsatzgebiet kann es zu diversen Nebenwirkungen kommen

Bei Injektionen in das Gesicht oder Augenlid tritt häufig auf: Herabhängen des Augenlids. Sehr häufig: Schwierigkeiten; das betroffene Auge komplett zu schließen; etwa stecknadelkopfgroße Schädigungen der Hornhaut; genauer: Von der durchsichtigen Oberfläche; welche das Vordere des Auges bedeckt; Lichtempfindlichkeit; trockene Augen; Tränen der Augen; Augenreizung; Hautreizung; Blutergüsse unter der Haut; Gesichtsschwellung.

Gelegentlich: Schwäche der Gesichtsmuskeln; Schwindel; Entzündung der Hornhaut (auch hier: Der durchsichtigen Oberfläche; welche das Vordere des Auges bedeckt); Erschlaffung der Muskeln in einer Hälfte des Gesichts; anormale Umstülpung der Augenlider nach innen oder außen; Sehstörungen; Doppeltsehen; Hautausschlag; Müdigkeit; verschwommen Sehen.

Selten: Schwellung des Augenlids. Sehr selten: Schädigung der Hornhaut (der durchsichtigen Oberfläche; welche das Vordere des Auges bedeckt); Geschwüre.


Schulter & Nacken

Bei Injektionen in Schulter und Nacken treten sehr häufig auf: Muskelschwäche; Schluckbeschwerden; Schmerzen. Häufig: laufende oder verstopfte Nase; Reizung und Schwellung in der Nase; Halsschmerzen; Husten; Reizung oder Kribbeln im Hals; erhöhte Muskelspannung (Krämpfe); Schwindel; Schläfrigkeit; verminderte Reizempfindlichkeit der Haut; Kopfschmerzen; Schläfrigkeit; allgemeines Unwohlsein; grippeähnliche Erkrankung.

Gelegentlich tritt auf: Fieber; Doppeltsehen; Kurzatmigkeit; Herbhängen des Augenlids; Stimmveränderung.

Bei Injektionen in den Nacken sowie in den Kopf zur Behandlung von Kopfschmerzen bei Patienten mit chronischer Migräne treten häufig auf: Migräne; Kopfschmerzen; Herabhängen des Augenlids; Schwäche der Gesichtsmuskeln; Juckreiz; Hautausschlag; Nackenschmerzen; Muskelschmerzen; Muskelsteifheit; Muskelkrämpfe; Muskelverspannung; Muskelschwäche; Schmerzen an der jeweiligen Injektionsstelle.

Gelegentlich: Hautschmerzen; Schluckbeschwerden; Schwellung des Augenlids; Kieferschmerzen.

Die Anwendung von Botox 100e kann zu weiteren Nebenwirkungen führen. Genaue Hinweise hierzu befinden sich auf dem Beipackzettel des Medikaments.


Ähnliche Medikamente

Weitere Medikamente Wirkstoffen wie Botox 100e sind zum Beispiel Aminoven 3,5% Ge, Clinimix 5% G-e und Botox 50e.

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