Spironolacton

Spironolacton gehört zur Gruppe der kaliumsparenden Diuretika. Es blockiert die Wirkung des Mineralkortikoids Aldosteron in den Sammelrohren der Niere und führt damit zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium und einer verminderten Ausscheidung von Kalium.

Der Wirkstoff wird zur Behandlung des Hyperaldosteronismus und in der Therapie der chronischen Herzinsuffizienz verwendet.

SpironolactonWas ist Spironolacton?

Spironolacton ist ein Arzneistoff, welcher zur Behandlung von krankhaften Erhöhungen des Aldosteronspiegels (Hyperaldosteronismus), sowie zur medikamentösen Therapie der chronischen Herzinsuffizienz eingesetzt wird.

Es wird in den Sammelrohren der Niere, indem es dort den Einbau von epithelialen Natriumkanälen (ENaC) in die Membran unterdrückt. Dadurch wird vermehrt Natrium mit dem Harn ausgeschieden, Kalium jedoch zurückgehalten.

Es wird aus diesem Grund den kaliumsparenden Diuretika zugeordnet, da es zu einem Anstieg des Kaliumspiegels im Serum führen kann.

Spironolacton wird vor allem in der Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz verwendet, seitdem in der RALES-Studie zusätzlich zu einer optimierten medikamentösen Arzneimitteltherapie Spironolacton zu einer weiteren deutlichen Senkung der Mortalität und zu einer Verbesserung der Symptomatik geführt hat.

Es wurde anschließend in die internationalen Leitlinien zur Behandlung der Herzinsuffizienz aufgenommen. Der Einsatz erfolgt normalerweise ab NYHA Klasse 2 (Patienten mit Herzinsuffizienz werden anhand ihrer Symptome in vier Klassen eingeteilt) gemeinsam mit ace-Hemmstoffen und Betablockern.

Während einer solchen Kombinationstherapie ist der Kaliumspiegel intensiv zu überwachen, da sowohl ace-Hemmstoffe, als auch Betablocker einen Anstieg des Kaliumspiegels im Serum bewirken können. Bei einem Anstieg über einen bestimmten Wert können Herzrhythmusstörungen resultieren.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

Spironolacton ist ein sehr alter Wirkstoff und schon seit über 50 Jahren bekannt. Er ist zugelassen für folgende Indikationen:

  • primärer Hyperaldosteronismus wenn keine Operation indiziert ist s
  • Chronische Herzinsuffizienz ab NYHA Klasse 2
  • Ödeme und/oder Aszites bei sekundärem Hyperaldosteronismus

Allgemeines

Allgemeines
NameSpironolacton
Andere Namen7α-Acetylthio-3-oxo-17α-pregn-4-en-21,17β-carbolacton
SummenformelC24H32O4S
Kurzbeschreibungweißer pulverförmiger Feststoff

Wirkungsweise

So wirkt Spironolacton

Spironolacton blockiert die Wirkung des Mineralkortikoids Aldosteron in den Sammelrohren der Niere. Aldosteron bindet irreversibel an den intrazellulären Aldosteronrezeptor, wodurch Aldosteron selbst nicht mehr an diesen binden kann.

Dadurch wird die Verschiebung des Aldosteron-Rezeptorkomplexes in den Zellkern verhindert, wo normalerweise die Bildung von epithelialen Natriumrezeptoren induziert wird.

Durch Hemmung dieser Bildung werden deutlich weniger ENaC gebildet und die Wirkung von Aldosteron unterdrückt. Diese Kanäle würden unter normalen Bedingungen Natrium aus dem Harn herausfiltern und stattdessen Kalium ausscheiden.

Parallel strömt Wasser passiv nach. Spironolacton führt dementsprechend zu einer vermehrten Ausscheidung von Wasser und Natrium. Dadurch verringert sich die Blutmenge, das Herz muss weniger intensiv arbeiten und wird entlastet und der Blutdruck sinkt.

Aldosteronrezeptoren finden sich ebenfalls im Herzen. Hier bewirkt die Bindung einen Verstärkten Umbau des Herzmuskelgewebes, was sich schlecht bei chronischer Herzinsuffizienz auswirkt.

Eine bedeutende Nebenwirkung, abgesehen von einer Erhöhung des Kaliumspiegels, ist die relative unselektive Bindung von Spironolacton an Mineralkortikoidrezeptoren. Spironolacton weist eine strukturelle Ähnlichkeit mit anderen hormonell aktiven Substanzen, wie Testosteron und Östrogen auf.

Deshalb kann es auch an deren Rezeptoren binden und teilweise hormonelle Wirkungen auslösen. Diese zeigen sich bei der Frau in einer Zunahme von männlichen Geschlechtsmerkmalen, beim Mann umgekehrt in einer Zunahme von weiblichen.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Spironolacton

Die orale Bioverfügbarkeit von Spironolacton liegt zwischen 60 und 90% und wird nur unwesentlich durch gleichzeitige Aufnahme von Nahrung beeinflusst.

Es kann folglich unabhängig von etwaigen Mahlzeiten, entweder davor, zu oder auch nach einer Mahlzeit eingenommen werden.

Nach Resorption im Dünndarm wird Spironolacton ziemlich rasch in der Leber verstoffwechselt und in seine wirksamen Hauptmetaboliten zerlegt. Spironolacton ist als ein Prodrug, welches im Körper in seine aktiven Verbindungen umgebaut wird.

Diese haben eine terminale Halbwertszeit von circa 15-17 Stunden und sind für die pharmakologische Wirkung verantwortlich.

Spironolacton bzw. seine Metaboliten werden, nachdem sie ihre Wirkung erfüllt haben, hauptsächlich nach hepatischer Biotransformation über die Niere ausgeschieden. Ein geringer Anteil wird auch biliär über die Galle eliminiert.


Anwendungsgebiete

Wann wird Spironolacton eingesetzt?

Die ursprüngliche Anwendung beim primären und sekundären Hyperaldosteronismus ist das klassische Indikationsgebiet von Spironolacton.

Hier greift es ursächlich in das Krankheitsgeschehen ein, indem es die Wirkung von im Körper in großen Mengen gebildeten Aldosterons blockiert und so das Gleichgewicht wieder herstellt.

Bei weitem häufiger wird es heutzutage in der medikamentösen Therapie der chronischen Herzinsuffizienz eingesetzt, da es sowohl die Mortalität als auch die Symptomatik der Herzinsuffizienz verbessert.

Es wirkt hier auf dreierlei Art und Weise. Erstens blockiert es den Einbau von ENaC in die Membran der Sammelrohre der Niere und unterdrückt die Wiederaufnahme von Natrium aus dem Harn.

Dadurch nimmt die Natriumkonzentration im Blut ab. Parallel dazu folgt Wasser osmotisch nach und es nimmt auch die Menge an Wasser im Blut ab, das Blutvolumen wird reduziert und der Blutdruck sinkt.

Dadurch muss das Herz weniger stark arbeiten und wird geschont, was besonders positiv bei chronischer Herzinsuffizienz ist.

Zweitens inhibiert Spironolacton auch die Wirkung des Aldosterons direkt im Herzen, wodurch negative Umbauvorgänge und Verdickungen des Herzens unterbunden werden.

Dadurch kann das Herz länger seine Pumpleistung aufrechterhalten. Drittens greift Spironolacton direkt in die neurohumorale Achse zwischen Hypothalamus-Niere-Leber-Herz ein, indem es die Bildung von Renin und damit vom Blutdruckerhöhenden Angiotensin 2 unterdrückt.


Richtige Anwendung

So wird Spironolacton angewendet

Spironolacton wird einmal täglich, üblicherweise in der Früh, unabhängig von den Mahlzeiten eingenommen. Das heißt es kann sowohl zu, während oder auch nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen werden.

Die Dosierung richtet sich nach der Indikation beziehungsweise nach der Verträglichkeit.

Vor allem bei der chronischen Herzinsuffizienz wird besonders langsam und niedrig eindosiert und unter enger Kontrolle des Kaliumspiegels die Dosis schrittweise auf den maximal verträglichen Wert gesteigert, welcher üblicherweise zwischen 50-100mg liegt.

Die Therapie erfolgt in den meisten Fällen lebenslang, solange keine Unverträglichkeit oder nicht tolerierbare unerwünschte Nebenwirkungen auftreten.


Medikamente

Welche Medikamente beinhalten den Wirkstoff Spironolacton?

Medikamente, welche den Wirkstoff Spironolacton enthalten, sind:

  • Aldactone
  • Osyrol
  • Spiro comp.
  • Spiro-CT
  • Spiro-D-Tablinen
  • Spirobeta
  • Spironolacton
  • Spironothiazid

Handelsnamen

Monopräparate

Zu den Medikamenten, welche Spironolacton als einzigen Wirkstoff enthalten gehören:

  • Aldactone
  • Jenaspiron
  • Osyrol
  • Spirobene
  • Verospiron
  • Xenalon

Kombinationspräparate

  • Aldactone Saitucin (in Kombination mit Butizid)
  • Aldozone (in Kombination mit Butizid)
  • Furospirobene (in Kombination mit Furosemid)
  • Lasilacton (in Kombination mit Furosemid)

Nicht alle genannten Spironolacton-Präparate sind in jedem europäischen Land erhältlich. Auch die Packungsgrößen können sich voneinander unterscheiden.


Indikationen

Spironolacton ist indiziert zur medikamentösen Behandlung des primären und sekundären Hyperaldosteronismus.

Des Weiteren wird Spironolacton in der Therapie der chronischen Herzinsuffizienz ab einem NYHA Klasse 2 eingesetzt, um die Symptome der Erkrankung und gleichzeitig die erhöhte Mortalität zu senken.

In letzterer Anwendung kommt es immer in Kombination mit anderen Medikamenten zum Einsatz.


Gegenanzeigen

Wann darf Spironolacton nicht verwendet werden?

Spironolacton darf nicht eingenommen werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Spironolacton.

Des Weiteren ist besondere Vorsicht geboten bei fehlender Harnausscheidung und akutem Nierenversagen, gleichfalls bei schweren Nierenfunktionsstörungen mit stark erhöhten Kreatininwerten im Serum.

Spironolacton sollte außerdem nicht bei stark erhöhten Kaliumwerten (Hyperkaliämie) eingenommen werden oder umgekehrt bei besonders niedrigen Natriumspiegeln im Serum.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Spironolacton ist für die Anwendung während einer Schwangerschaft nicht zugelassen und sollte deswegen nicht eingenommen werden. Es gibt Berichte über Störungen des Hormonhaushalts, sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Neugeborenen Kindern.

Die Anwendung von Spironolacton während der Stillzeit ist ebenfalls zu vermeiden, da Spironolacton in der Lage ist in die Muttermilch überzutreten und der Wirkstoff so in den Säugling gelangen kann. Bei gleichzeitiger Anwendung sollte abgestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Spironolacton darf bei Kindern ab der Geburt zum Einsatz kommen. Es wird jedoch eine Anpassung der Dosierung anhand des Körpergewichtes vorgenommen und die Dosis individuell angepasst.

So werden üblicherweise 3mg pro kg Körpergewicht über fünf Tage gegeben und diese bei Bedarf auf bis zu 9mg pro kg Körpergewicht gesteigert.

Die Anwendung sollte grundsätzlich eine Dauer von 30 Tagen nicht überschreiten, kann im Einzelfall aber darüber hinaus verlängert werden.


Risiken & Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Spironolacton?

Wie jedes Arzneimittel, so kann auch Spironolacton zu Nebenwirkungen führen.

Häufige Nebenwirkungen:

Zu den häufigen unerwünschten Nebenwirkungen unter Spironolacton Therapie gehören Nebenwirkungen hormoneller Art, aufgrund der strukturellen Ähnlichkeit des Wirkstoffes zu Testosteron und Östrogen.

Beim Mann kann dies häufig zu einer Vergrößerung der Brustdrüse führen, welche jedoch nach dem Absetzen reversibel ist. Bei der Frau hingegen können Schmerzen und Spanungsgefühle auftreten. Auch bei Männern wurde über Spanungsgefühle in der Brust berichtet.

Während einer Therapie mit Spironolacton ist der Kaliumspiegel sorgfältig zu überwachen, um potentielle Anstiege rasch und zuverlässig erkennen zu können. Vor allem Patienten mit Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen sind von dieser Nebenwirkung betroffen.

Auch können andere Medikamente, welche den Kaliumspiegel beeinflussen, dieses Risiko weiter erhöhen. Dies sollte in der Behandlung immer Berücksichtigung finden.

Gelegentliche Nebenwirkungen:

Gelegentlich kann es unter Einnahme von Spironolacton zu Unregelmäßigkeiten der Menstruationsblutung kommen.

Des Weiteren wurde vor allem bei Frauen eine verstärkte Behaarung des Körpers und des Gesichtes beobachtet. Psychische Nebenwirkungen umfassen Kopfschmerzen, Schwindelgefühle und vermehrte Müdigkeit.

Es kann zu Störungen und Problemen des Bewegungsablaufes kommen. Gelegentlich wurde auch eine Sehstörung in Verbindung mit Spironolactoneinnahme dokumentiert.

Ebenfalls können gelegentlich gastrointestinale Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder Verstopfung auftreten.

Bei Männern kann es zu Potenzstörungen kommen. Männer und Frauen können gleichermaßen allergische Reaktionen zeigen zu denen Hautausschläge, Rötungen der Haut, Nesselsucht und Quaddelbildung gehören.

Seltene Nebenwirkungen:

In seltenen Fällen kann Spironolacton die Anzahl der Blutplättchen reduzieren oder bei Patienten mit Leberzirrhose die Eosinophilenzahl im Blut erhöhen.

Selten kann bei Frauen eine die Menstruation komplett ausbleiben. Untersuchungen haben gezeigt das Sprinolacton in der Lage ist zu Stimmveränderungen bei Männern und Frauen zu führen.

Diese Stimmveränderungen sind auch nach dem Absetzen nicht reversibel, weshalb besonders bei bestimmten Berufsgruppen, welche auf ihre Stimme angewiesen sind, eine Behandlung mit Spironolacton sorgfältig abgewogen werden muss.

Sehr seltene Nebenwirkungen:

Sehr selten wurde unter Behandlung mit Spironolacton das Auftreten einer Agranulozytose beobachtet. Bei entsprechenden Symptomen wie Heiserkeit, Bläschenbildung auf den Mundschleimhäuten und hohem Fieber, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Gegebenenfalls kann Spironolacton auch stark erhöhte Leberwerte. in Verbindung mit einer Entzündung der Leber, verursachen. Regelmäßige Kontrollen der Leberwerte sind deshalb Teil der Therapie mit Spironolacton.


Wechselwirkungen

Welche Wechselwirkungen zeigt Spironolacton?

Spironolactan zeigt eine Reihe von Wechselwirkungen mit anderen Arzneistoffen, welche in der Therapie zu berücksichtigen sind. So sollte eine Kombination mit Mitotan vermieden werden, da Spironolacton dessen Wirkung blockiert.

Eine gleichzeitige Gabe mit anderen Medikamenten, welche die Kaliumausscheidung vermindern, kann zu einer Hyperkaliämie mit damit verbundenen Nebenwirkungen wie Herzrhythmusstörungen assoziiert sein.

Zu diesen Medikamenten gehören die kaliumsparenden Diuretika Amilorid und Triamteren, aber auch das Immunsuppressivum Ciclosporin, die blutdrucksenkenden Arzneistoffe aus der Gruppe der ace-Hemmer und AT-1-Blocker und bestimme Antibiotika aus der Klasse der Sulfonamide (Trimethoprim).

Die gemeinsame Gabe von Spironolacton mit Schmerzmitteln aus der Gruppe der NSAID (Diclofenac, Naproxen, Ibuprofen, ASS) kann die Kaliumwerte im Blut ebenfalls erhöhen und bedarf einer genauen Indikationsstellung durch den Arzt.

Eine Abschwächung der Wirkung von Spironolacton durch diese Medikamente ist möglich. Neomycin kann die Aufnahme von Spironolacton aus dem MagenDarm-Trakt verzögern.

Ein größerer Verzehr von Lakritze kann die Wirkung von Spironolacton vermindern, die Wirkung von Herzwirksamen Glykosiden, wie Dogixin und Digitoxin wird durch Spironolacton verstärkt.


Wichtige Hinweise

Was ist bei der Einnahme von Spironolacton zu beachten?

Die gleichzeitige Einnahme von Spironolacton und Mitotan, ein Medikamente das bei speziellen Krebserkrankungen zum Einsatz kommt ist zu vermeiden, da hierdurch die Wirkung von Mitotan aufgehoben wird.

Zu beachten sind des Weiteren schwere Leber- und/oder Nierenfunktionsstörungen während oder vor einer Behandlung mit Spironolacton. Es besteht die Möglichkeit eines akuten Nierenversagens mit Anurie, Addison-Krise und Blutdruckabfall.

Die Kombination mit Arzneistoffen aus der Gruppe der ace-Hemmstoffe (Enalapril, Ramipril, Lisinopril) oder AT-1-Blocker (Losartan, Valsartan, Telmisartan) muss mit einer engmaschigen ärztlichen Kontrolle einhergehen, um potentielle Nebenwirkungen nicht zu übersehen.

In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Spironolacton nicht zur Anwendung kommen, da es zu hormonellen Veränderungen des Neugeborenen kommen kann bzw. weil Spironolacton in die Muttermilch übertritt und so vom Säugling aufgenommen werden kann.

Bei Kindern und Jugendlichen erfolgt eine Anpassung anhand des Körpergewichtes mit normalerweise 3mg pro Kilogramm Körpergewicht bis hin zu 9mg pro Kilogramm Körpergewicht.


Abgabevorschriften

So erhalten Sie Medikamente mit Spironolacton

Spironolacton-haltige Arzneimittel unterliegen ausnahmslos der Rezeptpflicht und können in der Apotheke nach Vorweisen eines gültigen Rezeptformulars bezogen werden.


Geschichte

Seit wann ist Spironolacton bekannt?

Spironolacton ist schon lange in der Medizin bekannt. Es wurde 1957 entdeckt und bereits zwei Jahre später im Jahr 1959 in der Therapie am Menschen zugelassen und eingeführt.

Aufgrund seiner frühen Einführung gibt es zahlreiche Generikapräparate am Markt, welche Spironolacton als einzigen Wirkstoff, oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen enthalten.

Spironolacton zählt zu den unentbehrlichen Arzneimitteln der WHO, welche in jedem Gesundheitssystem weltweit vorrätig sein sollten.


Warnhinweise

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Die folgenden Warn- und Vorsichtsmaßnahmen gelten für Mono- und Kombinationspräparate mit Spironolacton als wirksamen Bestandteil:

  • Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Spironolacton
  • Fehlende Harnausscheidung der Niere (Anurie)
  • Schwere Leberfunktionsstörung
  • Schwere Nierenfunktionsstörung
  • Akutes Nierenversagen
  • Hyperkaliämie (vermehrtes Kalium im Blut)
  • Hyponatriämie (vermindertes Natrium im Blut)
  • Kombination mit anderen Arzneistoffen, welche die Wirkung von Spironolacton verstärken oder abschwächen können
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Quellen

  • Aktories, K. et al.: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, 11. Auflage, Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, 2013
  • Arzneimittel-Fachinformation (CH, D, USA)
  • Brown J. et al. Spironolactone versus placebo or in combination with steroids for hirsutism and/or acne. Cochrane Database Syst Rev, 2009, CD000194
  • Batterink J. et al. Spironolactone for hypertension. Cochrane Database Syst Rev, 2010, CD008169

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