Ramipril

Ramipril gehört zu den Angiotensin-Converting-Enzyme-Hemmern, kurz ace-Hemmern. Seit vielen Jahren gehört dieses Präparat zur Erstlinientherapie bei Bluthochdruck und wird außerdem als Prophylaxe nach einem Herzinfarkt oder bei bestehender Herzschwäche verordnet.

Das verschreibungspflichtige Medikament ist nebenwirkungsarm und kann als alleinige Therapie oder in Kombination mit anderen Wirkstoffen eingenommen werden.

Ramipril , ACE-HemmerWas ist Ramipril?

Der Wirkstoff Ramipril gehört zu den Angiotensin-Convering-Enzyme-Hemmen, kurz ace-Hemmern.

Dabei ist Ramipril selbst ein sogenanntes Prodrug, welches im Körper selbst erst durch eine Reaktion aktiviert und damit in seine wirkungsfähige Form, das Ramiprilat, überführt werden muss.

Das Ramiprilat hemmt dann ein Enzym, welches in der Niere dafür sorgt, dass ein Hormon freigesetzt wird, welches den Blutdruck steigen lässt. Wird dieses Enzym gehemmt, steht weniger Hormon zur Verfügung und die Blutdrucksteigerung bleibt aus.

Die Gruppe der ace-Hemmer wird erfolgreich zur Behandlung eines Bluthochdrucks eingesetzt und ist hierbei seit langem das Therapeutikum der ersten Wahl.

Bei einer regelmäßigen Einnahme senkt Ramipril konsequent den Blutdruck und wird von den allermeisten Patienten ohne größere Nebenwirkungen gut vertragen.

Als eines der wenigen Medikamente in der Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen verbessert Ramipril hierbei nicht nur die Symptome, sondern senkt auch das Risiko für Folgeerkrankungen, wie Schlaganfälle, erneute Herzinfarkte oder das Fortschreiten einer Nierenfunktionsstörung. So ist hat es neben der Symptomreduktion auch prognostisch günstige Effekte.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

  • Senkung eines bestehenden Bluthochdruck
  • Entlastung des Herzens bei einer eingeschränkten Pumpfunktion
  • Verlangsamung des bindegewebigen Umbaus nach einem Herzinfarkt

Allgemeines

Allgemeines
NameRamipril
Andere Namen(2S,3aS,6aS)-1-{(S)-N-[(S)-1-Ethoxycarbonyl-3-phenylpropyl]alanyl}-octahydrocyclopenta-[b]pyrrol-2-carbonsäure
SummenformelC23H32N2O5
Kurzbeschreibungweißes bis fast weißes, kristallines Pulver

Wirkungsweise

So wirkt Ramipril

Seine Wirkung entfaltet Ramipril über einen komplizierten Regelkreislauf, dem sogenannten Renin-Angiotensin-Aldsteron-System (RAAS). Dieser Kreislauf sorgt in der Niere für einen ausgeglichenen Wasser-Elektrolyt-Haushalt und reguliert den Blutdruck.

Besteht eine Hypertonie, also ein zu hoher Blutdruck, kann es durch unterschiedliche Mechanismen zu einer Hochregulation dieses Kreislaufes gekommen sein. Es entsteht ein Überschuss an dem blutdrucksteigernden Hormon Angiotensin II.

Hier greift der Wirkstoff Ramipril an einer wichtigen Schnittstelle in das RAAS ein. Es hemmt die Reaktion, in der normalerweise aus dem Hormon Angiotensin I das aktivere Hormon Angiotensin II entsteht.

Ist weniger Angiotensin II vorhanden, so wird von der Niere die Wasserausscheidung erhöht.

Zusätzlich entspannen sich die Gefäße. Durch weniger Volumen im Körperkreislauf und weit gestellte Gefäße sinkt der Blutdruck und der gewünschte Effekt des Ramiprils ist eingetreten.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Ramipril

Ramipril wird als Tablette mit Wasser eingenommen. Nach etwa einer Stunde erreicht der Wirkstoff seine maximale Konzentration im Blutkreislauf. Bevor er seine Wirkung entfalten kann, muss Ramipril jedoch noch durch eine enzymatische Reaktion in seine aktive Form überführt werden.

Die wirksame Form nennt sich dann Ramiprilat, welche erst nach etwa zwei bis vier Stunden nach der Einnahme der Tablette Wirkung zeigt.

Das Medikament wirkt an der Niere und wird über dieses auch ausgeschieden. Nach etwa 12 Stunden ist bereits die Hälfte des Wirkstoffes so bereits wieder vom Körper ausgeschieden worden.

Eine regelmäßige Einnahme ist wichtig, da nur so eine konstante Wirkkonzentration im Blutkreislauf entsteht, die für eine gleichmäßige Regulation des Blutdrucks notwendig ist.


Anwendungsgebiete

Wann wird Ramipril eingesetzt?

Die häufigste Indikation für eine Anwendung von Ramipril ist die Hypertonie, also der Bluthochdruck. Dieser ist definiert als ein systolischer Blutdruck von chronisch über 140 mmHg.

Meist handelt es sich um einen sogenannten primären Bluthochdruck, welcher nicht durch eine andere Erkrankung, wie eine Tumorerkrankung oder eine Herzerkrankung, zu erklären ist.

Da ein dauerhaft hoher Blutdruck sowohl zu störenden Symptomen führen kann und außerdem schädlich für den Herzmuskel ist, empfiehlt sich eine Senkung des Blutdruckes bei diesem Wert. Hier ist Ramipril oder auch ein anderer ace-Hemmer das Mittel der ersten Wahl.

Es lässt sich außerdem gut mit anderen Medikamenten kombinieren und ist für die Dauermedikation geeignet. Weitere Indikationen sind eine Herzschwäche oder die sekundäre Prävention nach bereits stattgehabten Herzinfarkt.


Richtige Anwendung

So wird Ramipril angewendet

Der Wirkstoff Ramipril wird per os eigenommen, also als Tablette geschluckt. In Deutschland ist Ramipril ausschließlich als Tablette erhältlich und kann nicht anders appliziert werden.

Wird das Medikament neu verschrieben, so beginnt die Dosierung meist einschleichend und es wird mit einer geringen Wirkstoffmenge von beispielsweise 1,25 bis 2,5 Milligramm begonnen.

Über mehrere Wochen hinweg wird die Dosierung dann gesteigert, bis die Zieldosis erreicht ist. Um die gewünschte Wirkung zu erzielen, muss die Tablette – falls nicht anders verordnet – einmal täglich, möglichst zur selben Tageszeit, regelmäßig eingenommen werden.

Sie sollte mit ausreichend Wasser geschluckt werden und kann unabhängig von jeglichen Mahlzeiten genommen werden.


Medikamente

Welche Medikamente beinhalten den Wirkstoff Ramipril?

Ramipril wird oft als Tablette verschrieben, welche einzig und allein diesen Wirkstoff enthält. Je nach Ausprägung des Bluthochdrucks muss der ace-Hemmer mit weiteren blutdrucksenkenden Mitteln, beispielsweise einem beta-Blocker, kombiniert werden.

Da das Patent für die Herstellung von Ramipril bereits abgelaufen ist, sind eine Menge Generika zu günstigen Preisen auf dem Markt. Die verschiedenen Medikamentennamen finden sich in der folgenden Übersicht.

Medikamente mit Ramipril sind:

  • Arelix®
  • Delix®
  • Delmuno®
  • Iltria®
  • Iltria®
  • Ramiclair®
  • RamiDipin®
  • Ramigamma®
  • RamiLich
  • Ramiplus AL
  • Ramipril
  • Ramipril/Amlodipin
  • Ramipril Aristo®
  • Ramipril beta
  • RAMIPRIL-COMP BASICS
  • Ramipril comp PUREN
  • Ramipril comp. AbZ
  • Ramipril-CT
  • Ramipril HCTad®
  • Ramipril Heumann
  • Ramipril-HEXAL®
  • RAMIPRIL-ISIS®
  • Ramipril/Piretanid
  • Ramipril Piretanid
  • Ramipril Q-Pharm® 5
  • Ramipril-ratiopharm®
  • Ramipril STADA®
  • Tonotec®
  • Triapin

Handelsnamen

Monopräperate

  • Delix
  • Hypren
  • Lannapril
  • RamiLich
  • Triatec
  • Vasotop
  • Vesdil

Kombinationspräperate

Oft wird Ramipril in einer festen Dosierung mit dem Wirkstoff Hydrochlorothiazid kombiniert:

  • Delix plus
  • Hypren plus
  • Lannapril plus

Es sind außerdem Kombinationspräparate mit dem Schleifenduiretikum Furosemid erhältlich:

  • Lasitace

Ein bekanntes Beispiel für die Kombination aus Ramipril und Amlodipin ist Tonotec. Des Weiteren existieren sowohl für die Monopräparate, als auch für die Kombilösungen zahlreiche Generika mit Eigennamen.


Indikationen

Ramipril wird vor allem bei einer Herzinsuffizienz, also einer Schwäche der Pumpleistung des Herzens, eingesetzt.

Diese Herzschwäche kann ganz unterschiedliche Ursachen haben und entsteht oft nach einem stattgehabten Herzinfarkt, bei einem langjährig bestehenden Hypertonus oder auch bei jüngeren Patienten durch eine entzündliche Erkrankung des Herzmuskels.

Bereits in frühen Stadien hat sich in Studien gezeigt, dass der Einsatz dieses Medikaments nicht nur die Beschwerden verbessert, sondern sich auch langfristig auf die Prognose auswirkt.

Nach einer Verletzung des Herzmuskels kommt es zur Einwanderung von Zellen, die eine Umwandlung des Muskelgewebes in Bindegewebe bewirken.

Dadurch wird der Herzmuskel steifer und kann sich nicht mehr adäquat anspannen und relaxieren.

Dieser Umbau wird von Ramipril verhindert und sollte deswegen bei jedem Patienten mit Herzschwäche verordnet werden. Außerdem treten bei Patienten mit einer Ramipril-Behandlung weniger Rezidive von Herzinfarkten auf.

Weitere Indikationen für einen Einsatz des ace-Hemmers sind die arterielle Hypertonie sowie die Schädigung der Nieren durch eine bestehende Zuckerkrankheit, auch diabetische Nephropathie genannt.


Gegenanzeigen

Wann darf Ramipril nicht verwendet werden?

Es gibt wenige absolute Kontraindikationen für den Einsatz von Ramipril. In der Schwangerschaft darf das Medikament nicht angewendet werden. Außerdem muss bei einem anamnestisch aufgetretenen angioneurotischen Ödem von einem Einsatz abgesehen werden.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Sollte eine Schwangerschaft bestehen, muss der Einsatz jeglicher Medikamente gut bedacht und mit der behandelnden Frauenärztin abgesprochen werden. Ramipril darf in der Schwangerschaft nicht eingesetzt werden.

Es kann beim ungeborenen Kind zu schweren Nierenfunktionsstörungen sowie einer Störung der Schädelknochenentwicklung führen. In der Stillzeit ist es nicht absolut kontraindiziert, wird jedoch nicht empfohlen, da keine gesicherten Daten über das Sicherheitsprofil während des Stillens vorliegen.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Ramipril ist für eine Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren nicht zugelassen, da es unter anderem zu Wachstumsstörungen führen kann. Es sollte deshalb nicht verschrieben werden.


Risiken & Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Ramipril?

Jeder Patient reagiert individuell auf neu verschrieben Medikamente. Auch bei Ramipril können Nebenwirkungen auftreten. In den meisten Fällen wird das Präparat jedoch gut vertragen.

Bei schwerwiegenden Veränderungen, die nach dem erstmaligen Einnehmen des Wirkstoffes bemerkt werden, sollte der Arzt umgehend kontaktiert werden.

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen können bei Ramipril vor allem dann auftreten, wenn die Dosierung zu schnell gesteigert und das Medikament initial nicht ausreichend eingeschlichen wird.

Es kann dann zu einem zu starken Abfall des Blutdrucks kommen, welcher sich mit Kopfschmerzen, Müdigkeit aber auch Kreislaufschwächen äußern kann. Bei einer langsamen Dosis-Erhöhung ist Ramipril jedoch meist gut verträglich. Trotzdem kann es zu Nebenwirkungen kommen.

Häufige Nebenwirkungen

Eine der häufigsten Nebenwirkungen beim Einsatz von Ramipril ist der sogenannte ace-Hemmer induzierte Husten. Nach einiger Zeit kommt es bei bis zu 20% aller Patienten zu einem Auftreten eines ständigen trockenen Reizhustens, den die Patienten als sehr störend empfinden.

Der genaue Wirkmechanismus für diese unerwünschte Arzneimittelwirkung ist nicht abschließend geklärt. Die Beschwerden führen häufig dazu, dass Patienten das Medikament eigenständig absetzen oder nur noch unregelmäßig einnehmen.

Hier ist dringend mit dem Hausarzt Rücksprache zu halten. In den meisten Fällen muss Ramipril abgesetzt und meist durch ein Sartan ersetzt werden.

Diese Medikamentengruppe greift an einer anderen Stelle in das Renin-Angiotension-Aldosteron-System ein und ist in seiner Wirksamkeit vergleichbar. Weitere häufige Nebenwirkungen sind Schwindel, ein Schwächegefühl, Nierenfunktionsstörungen, Schläfrigkeit und Oberbauchbeschwerden.

Gelegentliche Nebenwirkungen

Gelegentlich kann es zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

Seltene Nebenwirkungen

Selten kommt es durch eine zu starke Blutdrucksenkung zu einem Bewusstseinsverlust, welcher notfallmäßig im Krankenhaus abgeklärt werden sollte.

Es kann zu einem angioneurotischen Ödem, das heißt einer Schwellung der Gefäße in Lippen, im Gesicht oder auch an den Extremitäten kommen. Auch dies ist eine Notfallsituation, in der umgehend zu handeln ist, da es zur Verlegung der Atemwege kommen kann.

Außerdem selten beobachtet wurde eine Verminderung der Blutplättchenzahl, ein Geschmacksverlust, ein Zelluntergang in der Leber sowie eine Blutarmut.


Wechselwirkungen

Bei einer sogenannten Multimedikation, das heißt einer medikamentösen Therapie von unterschiedlichen systemischen Erkrankungen, sollten Wechselwirkungen der einzelnen Wirkstoffe immer von dem behandelnden Arzt geprüft werden.

In der Regel sollte der Hausarzt immer einen genauen Überblick über die aktuelle Medikation haben. Sollte ein Facharzt also ein neues Medikament verordnen, sollte dies dem Hausarzt ebenfalls mitgeteilt werden.

Er kontrolliert eine mögliche Wechselwirkung mit bereits verordneten Medikamenten und sollte jedem Patienten außerdem einen individuellen Medikamentenplan, der genaue Hinweise zu Wirkstoffnamen sowie den Einnahmehinweisen beinhaltet, ausdrucken.

Welche Wechselwirkungen zeigt Ramipril?

Ramipril kann die Wirkung von Medikamenten beeinflussen, die die Kaliumkonzentration im Blut verändern.

Dies können zum Beispiel einfache Kaliumbrausetabletten sein oder aber auch die Gabe von Heparin zur Blutverdünnung sowie Kalium-sparende Diuretika.

Zusätzlich können Wechselwirkungen mit Allopurinol (Behandlung von Gicht) sowie Immunsuppressiva sowie Zytostatika (beispielsweise zur Behandlung einer Krebserkrankung) auftreten.

Auch bei einem behandlungspflichtigen Diabetes müssen Wechselwirkungen mit Insulin oder anderen Medikamenten individuell betrachtet und eine Nutzen-Risiko-Analyse durchgeführt werden.

Patienten, welche sogenannte NSARs, also nicht-rheumatische Antirheumatika, einnehmen, müssen mit einer verringerten Wirkung von Ramipril rechnen. Zu den NSARs gehören klassische schmerzstillende Medikamente wie ASS, Ibuprofen oder Diclofenac. Hier empfiehlt sich eine alternative Behandlung mit Paracetamol.


Wichtige Hinweise

Ramipril ist nicht mit anderen Medikamenten, die in das RAAS-System eingreifen, zu kombinieren. So ist eine Anwendung mit einem AT1-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren, einem direkten Renin-Inhibitor, nicht zu empfehlen.

Hier kann es zu einem Kaliummangel, einem Blutdruckabfall und einer Verschlechterung der Nierenfunktion kommen.

Was ist bei der Einnahme von Ramipril zu beachten?

Ramipril wird – wie viele andere Wirkstoffe – vor allem über die Niere aus dem Körper ausgeschieden. Patienten mit einer bekannten eingeschränkten Nierenfunktion bauen den Wirkstoff deshalb langsamer ab und sollten nur eine möglichst geringe Dosierung einnehmen.

Aktiviert wird Ramipirl hingegen über die Leber, sodass Patienten mit einer Lebererkrankung länger brauchen, um den Wirkstoff zu aktivieren. Hier ist mit einem verzögerten Wirkungseintritt zu rechnen.


Abgabevorschriften

Ramipril wird durch einen approbierten Arzt persönlich für den individuellen Patienten verschrieben. In der Regel übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Bezahlung und es ist nur mit einer üblichen Zuzahlung von 5-10 Euro in der Apotheke nach Vorlage eines gültigen Rezeptes erhältlich.

So erhalten Sie Medikamente mit Ramipril

Ramipril wirkt systemisch, also auf den ganzen Körper und kann zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Gerade initial sind die Wirkung, aber auch die unerwünschten Nebenwirkungen, genau zu beobachen und zu dokumentieren. Deshalb ist der Wirkstoff in jeglicher Dosierung verschreibungspflichtig.


Geschichte

Seit wann ist Ramipril bekannt?

Der Wirkstoff Ramipril wurde im Jahr 1991 von Aventis in den USA patentiert. Nach dem Bestehen in klinischen Studien wurde es erfolgreich eingesetzt und vermarktet, bis das Patent der Firma nach den gesetzlich geregelten 16 Jahren ablief.

Seitdem darf der Wirkstoff auch von anderen Herstellern angeboten werden und wird als Generikum von unterschiedlichen Pharmafirmen verkauft.

Neben Ramipril gibt es noch weitere ace-Hemmer der zweiten Generation, welche auf einer Weiterentwicklung des zunächst entwickelten Captoprils beruhen. Sie werden alle bis heute weltweit verwendet.


Warnhinweise

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Wie bereits in den Nebenwirkungen erwähnt, kann es vor allem bei einer zu schnellen Aufdosierung des Wirkstoffs zu akuten Blutdruckkrisen kommen.

Vor allem bei einer bereits bestehenden Diuretika-Behandlung, einer schweren Herzinsuffizienz oder einer massiven Nierenfunktionsstörung ist dieses Risiko erhöht und kann potentiell lebensbedrohlich werden.

Es ist deshalb unbedingt darauf zu achten, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und diese dann langsam und kontrolliert zu steigern. Jeder Patient ist darüber aufzuklären, welche unerwünschten Arzneimittelwirkungen theoretisch auftreten können und wie diese einzustufen sind.

Bei einer zu schnellen Blutdrucksenkung kann es zu einer plötzlichen Ohnmacht kommen. Hier ist sofort der Notarzt zu rufen. Vorsicht ist außerdem geboten bei einer bereits bestehenden hochgradigen Einschränkung der Nieren– oder Leberfunktion.

Da das Medikament oral als Tablette genommen werden muss, sollte bei einer eingeschränkten Schluckfähigkeit sowie bei einer behandlungspflichtigen Demenz das Medikament nur unter Aufsicht eingenommen werden, um Aspirationen zu vermeiden und eine geregelte Einnahme zu überwachen.


Quellen

  • Fachinfo zu Ramipril, http://www.fachinfo.de, Stand 08.10.2013
  • Kuschinsky, Lüllmann, Mohr: Pharmakologie und Toxikologie, 13. Auflage, Georg Thieme Verlag, 1993
  • Forth, Henschler, Rummel: Allgemeine und spezielle Pharmakologie und Toxikologie, 8. Auflage, Urban & Fischer Verlag, 2001
  • Arzneimittel-Fachinformation (CH)
  • Europäisches Arzneibuch PhEur
  • S2-Leitlinie „Behandlung der arteriellen Hypertonie“ der Deutschen Gesellschaft für Hypertonie und Prävention – Deutsche Hochdruckliga (DHL), http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/046-001.html, Stand: 08.10.2013
  • Mutschler: Arzneimittelwirkungen, 8. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, 2001

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