Hohlkreuz

Steckbrief: Hohlkreuz

  • Name(n): Hohlkreuz; Hyperlordose
  • Art der Krankheit: Verkrümmung der Wirbelsäule
  • Verbreitung: sehr verbreitet bei Kindern und Jugendlichen
  • Erste Erwähnung der Krankheit: im 12. Jahrhundert
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: Überbelastung; falsche Haltungen
  • Wieviele Erkrankte: Von 10 Patienten leiden 4 bis 5 an einem Hohlkreuz
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Orthopäde
  • ICD-10 Code(s): M40.5

Eine Verkrümmung des Rückgrats

Die Wirbelsäule dient dazu, eine aufrechte Haltung des Körpers zu ermöglichen. Sie trägt den Oberkörper und stabilisiert ihn beim Stehen, beim Laufen aber auch bei Handlungen wie dem Aufheben von Dingen, die auf dem Boden legen.

Die aufreche Haltung ist allerdings nicht bei allen Menschen gleich. Es gibt Menschen, die unter einer krankhaften Verkrümmung der Wirbelsäule leiden.

Zu dieser Art der Verkrümmung gehört auch das Hohlkreuz, bei dem das Becken und die unteren Wirbel stärker nach vorne gedrückt sind ALS es normal wäre.

Definition eines Hohlkreuzes

Ein Hohlkreuz, in der Medizin auch als „Hyperlodose“ bezeichnet, ist eine Fehlstellung oder eine Verformung der Lendenwirbel im Körper. Durch diese Fehlstellung beziehungsweise Verformung dieser Wirbel wird das Becken nach vorne gedrückt.

Als Ausgleich richten Patienten mit dieser Fehlstellung ihren Oberkörper stärker nach hinten, um nicht beim Laufen oder beim Stehen umzukippen.

Je nach Ausprägung des Hohlkreuzes leiden die Patienten unter Einschränkungen in ihrer Bewegung oder auch unter Schmerzen beispielsweise bei langem Stehen, beim Gehen oder beim Anheben von niedrig gelegenen Objekten.

Bei extremen Fällen der Verformung kann es auch zu Taubheitsgefühlen als Folge einer gestörten Reizweiterleitung in den unteren Extremitäten kommen.

Was ist ein Hohlkreuz?

Ein Hohlkreuz ist eine Deformierung der Wirbelsäule. Die Wirbelsäule hat bei gesunden Menschen die Form eines „S“. Bei Menschen, die ein Hohlkreuz haben, erinnert die Form der Wirbelsäule dagegen eher an eine „5“, weil sie ihren Bauch und ihr Becken stärker nach vorne drücken. Dieses Vorschieben der unteren Körperhälfte ist ungewollt und wird durch Verformungen oder Fehlstellungen der Lendenwirbel verursacht.

Durch die Verschiebung der Lenden besteht die Gefahr, dass die Betroffenen beim Laufen oder beim Stehen nach vorne kippen, weil sich ihr Körperschwerpunkt nicht mehr richtig ausbalancieren lässt. Darum neigen diese Menschen ihren Oberkörper und damit auch den Körperschwerpunkt nach hinten, um so ein Gleichgewicht zu erhalten.

Es kommt zu einer Überstreckung der Wirbelsäule im Lendenbereich, die unterschiedlich stark ausgeprägt sein kann. Je nachdem, wie groß diese Überstreckung ist, beeinträchtigt sie die Bewegung der Betroffenen sowie ihren Stand. Extremere Formen können sogar von Schmerzen oder Taubheitsgefühlen begleitet sein.

Das Hohlkreuz ist allerdings nicht immer eine krankhafte Erscheinung, sondern wird beispielsweise auch als Schonhaltung angewendet. So findet sich die Haltung häufig bei schwangeren Frauen. Durch das Gewicht des Babybauchs werden die Frauen mit ihrem Oberkörper leicht nach vorne gezogen.

Sie neigen als Ausgleich die Brust und die Schultern nach hinten und überstrecken die Wirbelsäule zum Hohlkreuz, um gehen oder auch von einem Sitz aufstehen zu können. Anders als ein krankhaftes Hohlkreuz verschwindet die Haltung bei den Frauen in der Regel aber wieder, wenn sie ihr Kind zur Welt gebracht haben.

Je nachdem, wie stark es ausgeprägt ist, lässt sich ein Hohlkreuz beim einfachen Anschauen des Rückens erkennen und ist somit sehr einfach diagnostizierbar.

Welche Ursachen gibt es?

Es gibt einige physiologische Ursachen, die zur Bildung eines Hohlkreuzes führen können. Einer der häufigsten Ursachen, gerade bei Kindern und jungen Menschen, ist fehlende Bewegung in Verbindung mit schlechter Haltung. Wenn die Kinder und Jugendlichen sehr häufig und über einen längeren Zeitraum vor dem Fernseher oder vor einem PC sitzen und Filme schauen oder Videospiele spielen oder dergleichen, kommt es schnell dazu, dass sie in eine Art Schonhaltung geraten, bei der sie das Becken nach vorne schieben.

Diese Position ist für sie angenehm. Allerdings behält der Körper die Schonhaltung nach einer Weile ein und ist nicht mehr in der Lage, sich automatisch wieder in die gesunde Haltung zurüCK zu bewegen. Das hängt damit zusammen, dass die Muskulatur am Bauch gehemmt wird, während die Rückenmuskeln permanent angespannt sind. Man spricht auch von einer hypertonen Rückenmuskulatur. Die Rückenmuskeln ziehen dabei die Wirbel zusammen, wodurch die Wölbung vom Bauch und die Verschiebung des Beckens entstehen kann.

Eine weitere häufige Ursache ist eine Überbelastung des Rückens. Dabei sind auch am meisten Kinder und Jugendliche betroffen, die zum Beispiel dauerhaft schwere Rucksäcke, Schulranzen oder Sporttaschen auf dem Rücken tragen. Das zu hohe Gewicht eines Rucksack oder Schulranzen führt beim Tragen dazu, dass das Kind oder der Jugendliche beim Gehen oder beim Stehen nach hinten kippen und eventuell rückwärts stürzen würde. Um das zu kompensieren, wird Rückenmuskulatur aufgebaut. Eine Stärkung der Bauchmuskeln bleibt aber aus, wodurch es wieder zur Bildung von hypertonen Rückenmuskeln kommt.

Eine zu hohe Belastung des Rückens kann aber nicht nur die Muskeln überanspruchen, sondern auch die Wirbel beschädigen. Diese können durch den Druck, der während einer Belastungsphase auf sie einwirkt, in ihrer Form verändert werden. Wirbel sind eigentlich so aufgebaut, dass sie ineinander greifen wie Zahnräder und den ganzen Körper in der natürlichen, aufrechten Position halten.

Werden sie durch Überbelastung aber falsch beansprucht, nutzen sich die Wirbel an markanten Stellen ab und können nicht mehr mit anderen Wirbeln zusammenspielen. Das ist so, als wären bei einem Zahnrad ein paar Zähne abgebrochen, sodass das Rad nicht mehr mit einem anderen ineinander greifen kann. Als Folge der Abnutzung kann der Körper die normale Position nicht mehr selbstständig annehmen und fällt automatisch in die Belastungshaltung zurück.

Ein körperliches Trauma ist ebenfalls eine mögliche Ursache einer Hyperlordose. Wenn ein Patient zum Beispiel einen Autounfall erlebt hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass beim Aufprall die Lendenwirbel beschädigt oder verschoben wurden. Wachsen die Wirbel danach falsch zusammen, kann ein Hohlkreuz als Folge davon entstehen.

Es gibt sogar wenige Krankheiten, die die Bildung eines Hohlkreuzes begünstigen können. Dazu zählt die Ganganomalie Morbus Pomarino. Es handelt sich um eine falsche Gangart, die häufig bei Kindern zu beobachten ist. Die Kinder setzen beim Gehen ihre Füße mit den Zehen und den Mittelfußköpfchen auf, statt erst die Ferse aufzusetzen und den Fuß dann nach vorne hin abzurollen. Dadurch wird beim Gehen das Becken leicht nach vorne geschoben, was über einen anhaltenden Zeitraum die Entstehung eines Hohlkreuzes bewirken kann.

Bei Pygmäen und einigen afrikanischen Stämmen konnte darüber hinaus eine genetische Komponente für die Entstehung eines Hohlkreuzes nachgewiesen werden. So ist es innerhalb dieser kleinen Volksgruppen möglich, dass Kinder die Veranlagung für ein Hohlkreuz von ihren Eltern oder Großeltern erben. Bei anderen Volksgruppen außer den genannten konnte diese genetische Komponente allerdings nicht nachgewiesen werden.

Zusammengefasst sind die möglichen Ursachen für ein Hohlkreuz:

  • Dauerhafte fehlerhafte Haltung
  • zu wenig Bewegung
  • Überlastung der Rückenmuskulatur
  • Krankheiten wie Morbus Pomarino
  • genetische Vererbung (bei Pygmäen und einigen afrikanischen Stämmen)

Symptome & Anzeichen

Eine Hyperlordose zeichnet sich vorrangig durch eine Veränderung des Standbildes eines Menschen aus. Das vorgeschobene Becken und der dadurch hervorstehende Bauch in Verbindung mit einem nach hinten verlagerten Oberkörper sind oft sehr einfach zu erkennen.

Ein weiteres Anzeichen sind Einschränkungen in der Bewegung der Patienten. Besonders beim Neigen des Oberkörpers ist diese Einschränkung erkennbar, aber auch das Gangbild kann verändert sein, wenn die Betroffenen durch das vorgeschobene Becken die Füße beim Gehen nicht mehr richtig abrollen, sondern eher mit Vor- und Mittelfuß die Füße aufstellen.

Auch beim Anheben von niedrigen Dingen kann ein Hohlkreuz eine Behinderung darstellen. Weil die Patienten ihren Körperschwerpunkt zur Stabilisierung nach hinten verlagert haben, fällt es ihnen schwer, sich beim Bücken nach vorne zu beugen. Sie sind unsicher und schwanken oder können sich nicht so sehr nach vorne beugen wie Personen mit einem gesunden Rückgrat.

Je nachdem, wie stark ein Hohlkreuz ausgeprägt ist, sind auch Schmerzen beim Stehen und Gehen nicht unüblich. Die Schmerzen sind ein Resultat der überbeanspruchten Rückenmuskeln, die nicht mehr entspannt werden können und darum dauerhaft angespannt werden.

In einigen Fällen kann es durch die Veränderte Haltung auch zu anhaltendem Kribbeln und Taubheitsgefühlen in den Beinen und Füßen kommen. Das lässt sich darauf zurückführen, dass die Nerven durch die Fehlhaltung zusammengedrückt werden. Die Nerven laufen entlang der Wirbelsäule im sogenannten Wirbelkanal den Körper hinab. Werden die Wirbel extrem zusammengedrückt, verengt sich der Wirbelkanal und die Nerven werden dabei teilweise mit eingequetscht, was das Kribbeln beziehungsweise eine Taubheit verursachen kann.

Typische Anzeichen für ein Hohlkreuz sind somit:

  • Veränderter Stand
  • eventuell verändertes Gangbild
  • Einschränkungen bei der Bewegung
  • Schmerzen im Rückenbereich
  • Kribbeln oder Taubheit in den Beinen und Füßen

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose eines Hohlkreuzes ist relativ einfach. Bereits eine einfache Begutachtung des Patienten gibt Aufschluss darüber, ob die Wirbelsäule normal geformt ist oder ob die Patienten beim Stehen den Bauch ungewöhnlich nach vorne schieben. In der Regel werden nach einer ersten Diagnose aber noch weitere Untersuchungsmethoden angewendet, um festzustellen, wie ausgeprägt das Hohlkreuz bereits ist. Eine Möglichkeit zur Untersuchung ist beispielsweise ein Haltungstest nach Matthiass, benannt nach einem Arzt, der diesen Test in den 80er Jahren zur Diagnostik von Haltungsproblemen bei Kindern zwischen 6 und 16 Jahren entwickelte.

Bei dem Test müssen sich die Kinder gerade hinstellen, die Augen schließen und ihre Arme 30 Sekunden lang so gerade wie möglich vor sich strecken. Bei Fehlhaltungen wie einem Hohlkreuz neigen die Kinder dazu zu schwanken und nach hinten zu kippen, wodurch eine Diagnose sehr deutlich wird. Eine andere Möglichkeit, die hauptsächlich bei Menschen über 16 Jahren angewendet wird, ist die Anfertigung von Röntgenbildern. Durch das Röntgen kann ein Arzt genau erkennen, wie weit die Ausprägung des Hohlkreuzes bereits fortgeschritten ist.

Ein Hohlkreuz entsteht meistens zunächst durch hypertone Rückenmuskeln, wodurch die Wirbelsäule nach hinten zusammengezogen wird. Fällt die Ausprägung der hypertonen Muskeln stärker aus, werden zwangsläufig auch die Wirbel und die dazwischen liegenden Bandscheiben zusammengedrückt und überdehnt. Hält die Fehlstellung an, nutzen sich die Wirbel ab und der Rücken kann nicht mehr auf natürlichem Wege in eine gerade Haltung gebracht werden. Die Fehlhaltung ist dann oft nur noch durch einen chirurgischen Eingriff therapierbar.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Obwohl es keine genauen Zahlen gibt, sind leichte Formen eines Hohlkreuzes relativ häufig. Besonders bei Kindern ist es nicht unüblich, dass der Bauch und das Becken nach vorne gestreckt wird. Jedes dritte Kind zwischen 6 und 16 Jahren hat ein leichtes Hohlkreuz. Das verwächst sich in der Regel aber mit dem Älterwerden. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist ein leichtes Hohlkreuz etwas geringer, sodass von 10 Menschen 4 bis 5 unter einem Hohlkreuz leiden. Stark ausgeprägte Formen sind aber nur bei 2 bis 3 von 10 Fällen üblich.

Die Entstehung eines Hohlkreuzes tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Besonders Frauen mit einer großen Oberweite verfallen oft in ein leichtes Hohlkreuz, um sich gerade zu halten. Auch in der Schwangerschaft entsteht oft ein Hohlkreuz, da die Schwangeren den Oberkörper beim Gehen und Stehen nach hinten verlagern, um das Gewicht des Babybauchs auszupendeln. Nach der Schwangerschaft klingt das Hohlkreuz aber in der Regel wieder ab.

Komplikationen bei der Krankheit

Die leichten Formen eines Hohlkreuzes machen sich kaum bemerkbar. Bedenklich wird es erst, wenn die Fehlhaltung chronisch wird. Die Einschränkungen in der Bewegung und häufige Rückenschmerzen sind bereits bedenklich. Gefährlich wird es allerdings erst, wenn ein anhaltendes Kribbeln oder ein Taubheitsgefühl in den Beinen oder in den Füßen auftritt. Das bedeutet nämlich, dass die Bandscheiben und vielleicht auch bereits die Nerven durch das Hohlkreuz gequetscht werden. Es besteht das Risiko eines Bandscheibenvorfalls.

Aber auch bleibende irreparable Nervenschäden können auftreten. Die Nerven entzünden sich oder werden permanent beschädigt, sodass die Betroffenen beispielsweise kein Gefühl mehr in ihren Beinen haben. So ein Phänomen wird auch als Polyneuropathie bezeichnet. Das Problem hierbei ist, dass die Menschen ihre Beine und Füße zwar noch bewegen können, aber nichts mehr in ihnen spüren. Wenn sie mit dem Fuß gegen einen Tisch stoßen, bekommen sie es nicht mit und auch nicht, wenn sie auf eine Glasscherbe treten. Verletzungen und damit verbundene Folgeerkrankungen wie eine Entzündung sind beim Versagen der Nerven nicht unüblich.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Gang zum Arzt ist dann sinnvoll, wenn Eltern bei ihren Kindern eine auffällige Haltung erkennen oder sie das Gefühl haben, dass ihre Kinder Schwierigkeiten bei der Bewegung oder beim Halten des Gleichgewichts haben. Jugendliche und Erwachsene sollten auch einen Arzt aufsuchen, wenn sie das Gefühl haben, dass ihre Haltung unnatürlich ist und sie den Bauch zu stark nach vorne strecken. Spätestens, wenn anhaltende Rückenschmerzen auftreten, ist ein Besuch beim Arzt sinnvoll.

Eine erste Anlaufstelle kann der Hausarzt oder bei Kindern und Jugendlichen auch der Kinderarzt sein. Diese Ärzte können bereits eine erste Diagnose erstellen und die Patienten gegebenenfalls an einen Orthopäden überstellen, der weitere Untersuchungen und eine eventuelle Therapie des Hohlkreuzes verordnen kann.

Behandlungsmethoden & Therapie

Je nachdem, wie ausgeprägt ein Hohlkreuz ist und welche Symptome vorliegen, sind andere Behandlungsmöglichkeiten angebracht, um die Fehlstellung der Wirbelsäule zu korrigieren. Bei Kindern wird zum Beispiel häufig nichts weiter gemacht, wenn das diagnostizierte Hohlkreuz eher leicht ausfällt. Die Fehlbildung verwächst sich in den meisten Fällen und die Kinder bekommen eine normale Haltung. Aber auch die Verordnung von Sport und Bewegung ist nicht unüblich. Durch den Sport soll zunächst die Brustmuskulatur gestärkt werden. Wenn die Brustmuskeln stärker werden, ziehen sie die Rückenmuskeln automatisch auseinander und korrigieren dadurch die Haltung der Patienten.

Eine Behandlung mit Schmerzmitteln wird dann angewendet, wenn die Betroffenen unter anhaltenden Schmerzen leiden. Bei Schwangeren werden eher leichte Medikamente verordnet, um das Wohl der ungeborenen Babys nicht zu beeinträchtigen. Auch eine Behandlung mit Wärme ist nicht unüblich, wenn die Patienten keine Medikamente einnehmen können oder wollen.

Ist ein Hohlkreuz bereits ausgeprägter, aber noch nicht kritisch, wird den Betroffenen Krankengymnastik in Kombination mit Fango und Massagen verordnet. Fango und Massagen sollen dazu dienen, die angespannten Rückenmuskeln zu entspannen und in die Länge zu ziehen. Das allein reicht aber nicht aus, um ein Hohlkreuz zu korrigieren, da die Muskeln dazu neigen wieder in ihre angespannte Position zurück zu kehren, wenn die Effekte der Massage abklingen.

Darum soll die Krankengymnastik die Brustmuskulatur gezielt trainieren, während die Rückenmuskeln noch weich und entspannt sind. Die gestärkten Brustmuskeln verhindern wiederum, dass sich die Rückenmuskeln wieder so stark zusammen ziehen können und korrigieren auf diese Weise nach und nach die Haltung der Patienten.

Als Alternative oder als Ergänzung der Krankengymnastik können auch sogenannte EMS-Geräte eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um Reizstrom-Generatoren mit kleinen Auflageflächen. Diese Auflageflächen werden den Betroffenen auf den Bauch und die Brust gelegt und leiten dann Stromimpulse vom Reizstrom-Generator direkt in die Muskulatur.

Die Muskeln werden durchs diese Impulse immer wieder angespannt und entspannt, wie es auch bei einer sportlichen Tätigkeit der Fall wäre. Somit werden die Muskeln der Patienten zu einem gewissen Grad trainiert, ohne dass sie selbst etwas machen müssen.

Ist die Ausprägung eines Hohlkreuzes bereits zu weit fortgeschritten, um die Haltung durch Muskeltraining zu korrigieren, müssen die Patienten versteift werden. Dieser Eingriff ist aber nur bei wirklich extremen Fällen sinnvoll.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

In den meisten Fällen lässt sich ein Hohlkreuz sehr einfach vermeiden. Dafür reicht es schon aus, wenn sich die Menschen ausreichend bewegen und Sport treiben. Bei Kindern und Jugendlichen reicht es, wenn sie ausreichend draußen spielen, weil sie dabei automatisch ihre gesamten Muskeln beanspruchen.

Ebenfalls wichtig zur Vorbeugung ist es, eine Überbelastung der Rückenmuskulatur beispielsweise durch zu schwere Rucksäcke oder Schulranzen zu vermeiden. Darum sollten Eltern darauf achten, wie viel Gewicht die Kinder auf dem Rücken zur Schule tragen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um das Gewicht zu verringern.

Jugendliche und Erwachsene können einem Hohlkreuz vorbeugen, indem sie sich einen Sport suchen, der sowohl die Brust- als auch die Rückenmuskulatur gleichmäßig beanspruchen. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein Schwimmtraining oder Heimübungen wie Liegestütze. Regelmäßig ausgeführt wird der Oberkörper gleichmäßig trainiert, sodass es nicht zur Bildung von hypertonen Rückenmuskeln kommt.

Prognose zur Heilung

Ein Hohlkreuz lässt sich in den meisten Fällen sehr gut behandeln. Bei Kindern und Schwangeren bildet sich die Verformung der Wirbelsäule in der Regel von alleine wieder zurück. Bei Jugendlichen und Erwachsenen kann durch das richtige Training der Rücken auch in eine normale Haltung gebracht werden.

Das Hohlkreuz wird aber nicht „geheilt“, sondern lediglich behandelt. Liegt nämlich bei Menschen über 16 Jahren ein Hohlkreuz vor, dann besteht das Risiko, dass die Wirbelsäule wieder in die ungesunde Form zurückfällt, wenn das Training vernachlässigt wird. Ausgenommen hiervon sind die Fälle, bei denen ein Hohlkreuz durch eine Versteifung behandelt wird. Diese Behandlung hat einen permanenten Effekt zur Folge.

Versteifungen beim Hohlkreuz – Ablauf und Problematik

Eine Versteifung des Hohlkreuzes ist ein operativer Eingriff, bei dem die Wirbelsäule wieder aufgerichtet wird. Sie kommt bei sehr ausgeprägten Formen der Fehlstellung zum Einsatz, wenn die Wirbel oder die Bandscheiben der Wirbelsäule bereits stark in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bei dem Eingriff wird der Patient zunächst mit einer Vollnarkose betäubt. Anschließend schneidet ein Chirurg den Patienten entlang seiner Wirbelsäule auf und legt die betroffenen Wirbel frei. Dann werden sogenannte Bogenwurzelschrauben in die Wirbelsäule verpflanzt.

Zum Abschluss der Operation wird die OP-Wunde wieder vernäht.Die Bogenwurzelschrauben ersetzen nun die Funktion der beschädigten Wirbel und biegen die Wirbelsäule wieder in die ursprüngliche Form. Der Wirbelkanal wird dadurch wieder geweitet und die Nerven können idealerweise wieder normal arbeiten.

Der Vorteil dieser Operation besteht darin, dass auch ein schweres Hohlkreuz dadurch korrigiert werden kann. Allerdings birgt der Eingriff auch Nachteile. Zunächst einmal stellt eine Operation eine Belastung für den Kreislauf dar. Deswegen kann sie beispielsweise nicht durchgeführt werden, wenn ein Patient gesundheitlich angeschlagen ist oder eine Vorerkrankung wie eine Herzeinschränkung hat.

Ein weiterer Nachteil ist, dass die Bewegung der Patienten durch die Schrauben erheblich eingeschränkt wird. Sie können ihren Oberkörper nur noch bedingt nach vorne oder hinten neigen und ein Beugen ist völlig unmöglich. Somit müssen die Patienten manche Bewegungsabläufe wie beispielsweise das Anheben von niedrigen Dingen komplett neu lernen.

Auch Alltagssituationen wie Sitzen und Liegen müssen eventuell neu gelernt oder angepasst werden. Wenn sich die Patienten mit dem versteiften Rücken falsch hinsetzen oder einen zu harten Untergrund haben, drücken sich die operierten Schrauben in der Wirbelsäule eventuell schmerzhaft in den Rücken, was sehr unangenehm ist. Darum ist nach einer Versteifung der Wirbelsäule auch eine ausgeprägte Reha-Therapie notwendig, um den Betroffenen die neuen Bewegungsabläufe und Haltungen beizubringen.

Alternative Behandlungsmethoden

Bei den Alternativen Behandlungsmethoden steht nicht die Behandlung des eigentlichen Hohlkreuzes im Vordergrund. Stattdessen soll es darum gehen, Symptome wie Verspannungen und Schmerzen zu behandeln und somit andere Therapien wie beispielsweise ein Sportprogramm oder Krankengymnastik zu unterstützen.

Zu den möglichen Behandlungsmethoden zählt zum Beispiel die Akupunktur. Das Ziel hierbei ist es, mit Hilfe der Akupunkturnadeln Verspannungen im Körper abzubauen. Neben der Rückenpartie können aber auch die Füße und Beine behandelt werden, da nicht immer das Zentrum der Verspannungen vom Rücken ausgeht.

Ebenfalls eine Möglichkeit stellt die Osteopathie dar. Dabei steht die Stärkung des Gewebes im Vordergrund. Ein Osteopath behandelt das Gewebe ähnlich wie ein Masseur und stärkt es durch eine Kombination aus Wärme und Druckaufbau beziehungsweise -verringerung. Die Stärkung des Gewebes soll Schmerzen lindern und Verspannungen wieder auflösen.

Darüber hinaus kann auch ein Wechselspiel aus Sauna und reinigenden Bädern zur Verringerung der Rückenschmerzen führen. Die Sauna soll dabei dazu dienen, die Muskel schonend zu lockern und Blockaden im Körper aufzulösen. Durch die Bäder kühlt der Körper wieder ab, die Muskeln werden wieder angespannt, wobei die Brustmuskeln die Chance haben, als Gegenspieler zu den Rückenmuskeln zu fungieren. Durch mehrere Saunagänge lassen sich somit Verspannungen und Schmerzen für einen gewissen Zeitraum beseitigen.

Gängige alternative Behandlungsmöglichkeiten sind somit:

  • Akupunktur
  • Osteopathie
  • Saunagänge

Welche Hausmittel können helfen?

Auch bei den Hausmitteln steht im Vordergrund, Schmerzen und Verspannungen zu beheben, um andere Behandlungen zu unterstützen.

Das wichtigste Hausmittel ist wohl eine Wärmebehandlung, um die Muskulatur im Rücken aufzulockern. Die Wärmebehandlung lässt sich relativ einfach anwenden, indem die Patienten sich eine Wärmflasche oder ein Heizkissen gezielt in den Rücken legen und dort für mehrere Minuten halten. Die Wärme löst Verspannungen auf und die Rückenmuskeln lassen sich leichter wieder auseinander ziehen. Auch Wärmepasten oder Wärmepflaster können für diesen Zweck genutzt werden, aber Wärmflaschen und Heizkissen haben den Vorteil, dass sie mehrfach benutzbar sind und leicht verwendet werden können.

Ein anderes Hausmittel sind leichte Massagen und Dehnungen, die man bequem selbst machen kann. Indem die Betroffenen die schmerzhaften Stellen selbst massieren, werden die Muskeln punktuell gelockert und der Schmerz lässt nach. Durch Dehnübungen erzielt man den gleichen Effekt, allerdings muss man vorsichtig sein, die Muskeln nicht zu überdehnen, da sich sonst noch ein Muskelkater einstellen kann.

Ebenfalls effektiv ist leichte Bewegung. Hierbei reicht ein Spaziergang für eine halbe Stunde oder eine Dreiviertelstunde völlig aus. Durch die Bewegung werden die Muskeln im Körper leicht beansprucht und eventuelle Verspannungen quasi wegtrainiert. Wichtig ist, dass die körperliche Anstrengung nur leicht ist, um die Muskeln nicht zu überanspruchen.

Die gängigen Hausmittel sind:

  • Wärmebehandlungen
  • Eigenmassagen und Dehnübungen
  • leichte Bewegung

Heilkräuter & Heilpflanzen

Es gibt eine Vielzahl an Heilpflanzen und Heilkräutern, die angewendet können, um die Symptome eines Hohlkreuzes zumindest vorübergehend zu behandeln.

Dazu gehören zum Beispiel:

  • Efeu
  • Arnika
  • Kamille
  • Königskerze
  • Teufelskralle
  • Wacholder

Die Anwendung der Heilkräuter ist dabei unterschiedlich. Efeu und Teufelskralle lassen sich beispielsweise zu einer Paste verarbeiten, die direkt auf die schmerzenden Stellen geschmiert werden kann. Die Wirkstoffe der Heilpflanzen dringen durch die Haut in das darunterliegende Gewebe und lösen die Verspannungen langsam aus. Heilkräuter wie Kamille und Wacholder können aber auch zu einem Tee verarbeitet und getrunken werden. Die Wirkstoffe der Kräuter gelangen dann über den Stoffwechsel zu den schmerzenden Stellen des Körpers und verschaffen eine Linderung.

Ätherische Öle

Auch ätherische Öle können zur Behandlung von Schmerzen und Verspannungen durch ein Hohlkreuz angewendet werden.

Hierbei sind zu erwähnen:

  • Geranien-Öl
  • Minz-Öl
  • Myrte-Öl
  • Oregano-Öl
  • Salbei-Öl

Bei den Anwendungen gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten. Eine Anwendung besteht darin, die ätherischen Öle als Wickel zu nutzen. Dafür nimmt man einfach ein Handtuch, auf das man beispielsweise Myrte-Öl träufelt und es sich dann an um die schmerzhaften Stellen wickelt. Wenn das Handtuch noch leicht angewärmt wird, können die ätherischen Öle besser durch die Haut auf die Muskeln einwirken und der Linderungseffekt tritt noch schneller ein.

Die andere Möglichkeit sind warme Bäder mit ätherischen Ölen. Dabei wird eine Badewanne mit möglichst warmen Wasser gefüllt. Wichtig ist, dass die Temperatur nicht zu heiß sein darf, um keine Verbrühungen zu erzeugen. Anschließend werden ein bis zwei Teelöffel eines ätherischen Öls in das Wasser gegeben und verrührt, bevor sich die Patienten ins Wasser legen.

Durch die Wärme werden die Muskeln gelockert. Gleichzeitig sorgt sie dafür, dass die Wirkstoffe der Öle durch die Haut schnell und einfach in die Muskeln eindringen und so die Schmerzen und Verspannungen aufheben. Ein solches Wärmebad sollte aber nur zwischen einer halben Stunde und einer Dreiviertelstunde dauern, damit die Muskeln nicht zu weich werden. Andernfalls besteht das Risiko, dass die Muskeln beim Abkühlen verkleben und sofort neue Verspannungen entstehen.

Homöopathie & Globuli

Globuli finden bei diversen Rückenbeschwerden ihre Anwendung, um die akuten Symptome zu lindern. Je nach Art der Beschwerden sind dabei immer andere Globuli besser geeignet.

Für die Beschwerden eines Hohlkreuzes empfehlen sich beispielsweise:

  • Nux Vomia D12
  • Sepia D12
  • Lachesis D12
  • Arnika D12

Bei der Anwendung empfehlt es sich, die Globuli mindestens drei Mal pro Tag zu nehmen. Als Dosierung reichen ein bis zwei Teelöffel. Treten die Schmerzen und Verspannungen akut auf, können auch direkt mehr Globuli eingenommen werden. Eine Überdosierung ist fast nicht möglich. Wenn die Beschwerden aber trotz der Anwendung der Globuli nicht besser werden, müssen die Betroffenen dennoch zum Arzt gehen. Entweder verschreibt er die Globuli in einer leicht erhöhten Dosierung oder er empfiehlt andere Behandlungsmethoden, um das Hohlkreuz zu behandeln.

Schüssler-Salze

Bei der Behandlung mit Schüssler-Salzen geht es darum, ein Ungleichgewicht an Nährstoffen im Körper auszugleichen. Rückenschmerzen oder Verspannungen, wie sie bei einem Hohlkreuz auftreten können, können zum Beispiel auf einen Mangel an Kalium oder Magnesium zurück zu führen sein. Durch der Mangel ziehen sich die Muskeln im Rücken stärker zusammen und können sich nicht mehr richtig entspannen. Aber auch die Einlagerung von möglichen Gift- und Schadstoffen in den Muskeln und den umliegenden Bindegewebe soll durch die Anwendung mit Schüssler-Salzen behandelt werden.

Generell gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Schüssler-Salze angewendet werden können. Eine Möglichkeit besteht darin, die Salze einzunehmen. Das geht beispielsweise als Zugabe zum Essen. Die Salze werden dann über den Stoffwechsel im Körper verteilt und lockern die Rückenmuskulatur, damit Schmerzen und Verspannungen sich auflösen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Schüssler-Salze als Salbe auf die betroffenen Muskeln aufzutragen. Die Salze werden dann über die Haut aufgenommen und in die tieferen Gewebeschichten transportiert, wo sie gezielt die schmerzhaften Partien auflockern. Eine leichte Wärmezugabe bewirkt, dass sich die Hautporen öffnen und die Salze auf diese Weise schneller aufgenommen werden.

Um die Rückenschmerzen eines Hohlkreuzes zu behandeln, empfehlen sich diese Schüssler-Salze:

Diät & Ernährung

Eine Diät ist nicht empfehlenswert, um die Beschwerden eines Hohlkreuzes zu behandeln. Tatsächlich kann eine einseitige Ernährung dazu führen, dass die Beschwerden noch stärker auftreten. Mit einer richtigen Ernährung kann die Behandlung eines Hohlkreuzes dagegen durchaus unterstützt werden.

Tierische Produkte sind ein wichtiger Lieferant für Nährstoffe. Für verspannte Muskeln wie für hypertone Rückenmuskeln ist es wichtig, sie mit ausreichenden Nährstoffen wie Kalium zu versorgen, damit die einzelnen Muskelfasern geschmeidig und flexibel bleiben. Die beste Quelle für Kalium ist Kuhmilch in jeder Variante – Milch, Käse oder auch Milcheis. Als Alternative können aber auch Pflanzen wie Rucola oder Spinat ihren Weg auf den Teller finden, da auch sie reich an Kalium für die Muskeln sind. Wichtig ist auch, dass die Betroffenen ausreichend trinken.

Besteht ein Flüssigkeitsmangel, werden die Muskeln hart und die Muskelfasern verkürzen sich. Die beste Möglichkeit, um das zu verhindern, besteht im Trinken von mindestens anderthalb Litern Wasser oder Tee pro Tag. Softdrinks, künstliche Säfte oder Alkohol sollten dagegen weniger getrunken werden. Diese Getränke enthalten entweder viel Phosphor oder sie regen den Harndrang an. Zu viel Phosphor zu einer Art Übersäuerung der Muskeln führen, wodurch sie hart werden. Den gleichen Effekt hat auch ein chronischer Wassermangel. Darum sollten Wasser und Tee zum Trinken eher verwendet werden.

Empfohlene Lebensmitteln sind somit:

  • Käse
  • Milch
  • eventuell Milcheis
  • Wasser
  • Tee
  • Rucola
  • Spinat

FAQ – Fragen & Antworten

Ist ein Hohlkreuz schmerzhaft?

Ja, ein Hohlkreuz kann mit Schmerzen verbunden sein. Je nachdem, wie stark das Hohlkreuz ausgeprägt ist und wie stark die Muskeln verspannt sind, können dauerhafte Schmerzen beim Stehen und Gehen besonders im Lendenbereich eine Folge sein. Aber auch beim Heben von tiefen Gegenständen kann es zu Schmerzen kommen, weil die ohnehin schon beanspruchten Wirbel und Bandscheiben durch das zusätzliche Gewicht noch stärker in die Fehlstellung gedrückt werden.

Ist ein Hohlkreuz vererbbar?
Bei Pygmäen und einigen Stämmen in Westafrika konnte beobachtet werden, dass die Kinder von Menschen mit einer Hohlkreuz-Erkrankung ebenfalls eine Tendenz aufweisen ein Hohlkreuz zu entwickeln. Bei Europäern, Asiaten oder Amerikanern konnte diese Vererbung der Krankheit dagegen nicht nachgewiesen werden. Es sind lediglich vereinzelte Fälle bekannt, bei denen Kinder ein Hohlkreuz aufwiesen, nachdem auch mindestens ein Elternteil diese Art der Fehlhaltung aufwies.

Kann ein Hohlkreuz geheilt werden?
Ein Hohlkreuz kann nicht wirklich geheilt werden, weil eine anfällige Rückenmuskulatur dazu neigt, in gleiche Strukturen zurück zu fallen, wenn die Betroffenen nichts dagegen tun. Ist bereits eine Verformung der Wirbel zu erkennen, ist es noch wahrscheinlicher, in ein Hohlkreuz zurück zu fallen. Wenn die Patienten dagegen regelmäßig Sport treiben und auf ihre Haltung achten, ist ein Hohlkreuz gut behandelbar und die Patienten können nahezu normal leben.

Haben alle Schwangeren ein Hohlkreuz?
Nein, das Hohlkreuz ist nicht zwangsweise eine Begleiterscheinung einer Schwangerschaft. Es gibt Frauen, bei denen der Babybauch vergleichsweise flach ausfällt, sodass sie keine allzu große Verlagerung ihres Körperschwerpunktes bemerken und dadurch auch keine Verlagerung ihres Oberkörpers vornehmen müssen. Trotzdem ist es nicht unüblich, dass schwangere Frauen in einem Hohlkreuz sitzen oder stehen, weil sie ihren Rücken durch diese Schonhaltung entlasten möchten.

Ab wann wird ein Hohlkreuz bedenklich?
Jede Verformung der Wirbelsäule ist bedenklich, aber die leichten Formen eines Hohlkreuzes sind eher unbedenklich, solang die betroffenen Personen keine Schmerzen oder andere Symptome wie Bewegungseinschränkungen bemerken. Wenn aber bereits anhaltende Schmerzen, Verspannungen oder Behinderungen in der Bewegung auftreten, sollte ein Hohlkreuz auf jeden Fall behandelt werden. Besonders bedenklich wird es, wenn die Patienten über ein Kribbeln oder ein Taubheitsgefühl in den Beinen oder den Füßen klagen. In solchen Fällen können auch bereits Nerven oder Bandscheiben beeinträchtigt sein, sodass eine schnelle Therapie eines Hohlkreuzes zu empfehlen ist.

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