Rotkohl

Rotkohl ist mit dem Weißkohl verwandt und hat eine lila Farbe. Hervorgerufen wird diese Farbe durch Anthocyan, einen Farbstoff. Rotkohl zählt zu den Kreuzblütlern, manche Leute nennen ihn auch Blaukraut. Was vielleicht etwas selten ist, denn er weist eine Lila Farbe auf und nicht Blau oder Rot.

Der Rotkohl ist kleiner als der Weißkohl und wird auch schon fertig verarbeitet in Gläsern oder Dosen angeboten. Dies erspart vielen Käufern sehr viel Mühe, denn ein Festtagsessen ist oft noch mit anderen Arbeiten verbunden, für die man dann mehr Zeit hat, wenn der Rotkohl aus dem Glas kommt.

Das sollten Sie über Rotkohl wissen

In der heutigen Zeit ist der Rotkohl in ganz Europa beliebt. Er stammt aus dem Mittelmeerraum, ebenso aus Kleinasien. Schon im Mittelalter wurde das Gemüse als Heilmittel eingesetzt. Damals nutzt man das Gemüse gegen Asthma, gegen die Pest und gegen Furunkel. Das recht erfolgreich, weshalb die Naturheilkunde auch heute wieder gerne auf den Rotkohl setzt.

Den Rotkohl gibt es in verschiedenen Arten, die Farben der Blätter fallen deshalb nicht immer unbedingt gleich aus. Aber auf die violette Farbe der Rippen und Blattadern, können sich die Käufer immer verlassen. Außerdem kann die Farbe des Gemüses mit einem Schuss Zitronensaft beim Kochen noch verstärkt werden. Auch Äpfel können dies bewirken, was der Grund ist, warum so oft ein kleingeschnittener Apfel zum Rotkohl gegeben wird. Viele Leute glauben, es wäre wegen des guten Geschmacks, aber im Grunde sollte einst nur die Farbe hervorgehoben werden.

Die Farbe, die der jeweilige Rotkohl in den Geschäften aufweist, ist nicht etwa durch verschiedene Anbauten entstanden. Nein, die Farbe hängt von der Qualität des Bodens ab. Wird der Rotkohl auf eher sauren Böden angebaut, wird er eher rötlich erscheinen. Wenn er eine bläuliche Farbe aufweist, dann stammt er von alkalischen Böden.

Den Rotkohl gibt es als Frühgemüse, als mittelfrühes und als Herbstgemüse. Auch den Dauerrotkohl gibt es. In Deutschland ist der Dauerrotkohl in allen Supermärkten zu bekommen. Dieser wird auch in Deutschland angebaut. Der Kopf kann bis 2 kg wiegen, als Leichtgewicht wiegt er ca. 500 Gramm. Welcher Rotkohl genau für Gläser und Dosen verarbeitet wird, geben die Hersteller nicht an. Angenommen wird aber, dass es sich um den Dauerrotkohl handelt.

Rotkohl wird im Frühling eingepflanzt, nicht nur auf dem Acker, sondern auch in den heimischen Gärten. Der Rotkohl benötigt sehr viel Zuwendung, er muss immer gut gegossen werden. Außerdem muss der Boden auch gedüngt werden. Die Ernte erfolgt von Mai bis Dezember, was eine sehr lange Zeit ist. Viele Sorten sind erst im Herbst reif.

Der Unterschied der Ernte, lässt sich herausschmecken. So ist Rotkohl, welcher im Frühjahr geerntet wird, meist in Gewächshäusern, ist mild und zart. Der Sommer Rotkohl hingegen ist fester und dabei auch viel würziger. Der Kohl der im Spätherbst geerntet wird, hat einen sehr guten Geschmack und vor allem auch sehr große und dicke Blätter. Wer seinen eigenen Rotkohl anbaut, hat natürlich den Vorteil, immer ein leckeres Gemüse im eigenen Garten zu haben.

Bedeutung für die Gesundheit

Für die Gesundheit ist der Rotkohl sehr erträglich. Er deckt den Tagesbedarf an Vitamin C ab, wenn man nur 200 Gramm davon zu sich nimmt. Wichtig ist jedoch die schonende Zubereitung, damit das Vitamin nicht zerstört wird. Der Rotkohl enthält auch Vitamin K, Kalium, Eisen, Selen, Magnesium und Ballaststoffe.

Ballaststoffe sind dafür bekannt, positiv auf die Verdauung zu wirken. Dank dieser hat der Mensch weniger Durchfall oder aber auch Verstopfung. Mit Rotkohl kann der Blutdruck reguliert werden und die Zellen werden geschützt.

Wer den Rotkohl zu lange kochen lässt, wird nicht nur die Vitamine zerstört haben, sondern einen Kohl essen, der etwas matschiger schmeckt. Das Aussehen ist natürlich auch weniger schön, aber doch mögen manche Menschen den sehr weichgekochten Rotkohl. Gesund ist er nicht, daher sollte man ihn besser kürzer garen lassen. Denn seine Bedeutung für die Gesundheit ist schon enorm.

Der Rotkohl stärkt das Immunsystem, wirkt Entzündungen entgegen und senkt den Cholesterinspiegel. Weiterhin kann das Gemüse entwässernd wirken und den Alterungsprozess verzögern. Letzteres dürfte vor allem die Frauenwelt begeistern. Denn Frauen möchten am liebsten nie Falten bekommen.

Sehr hervorzuheben wären die sekundären Pflanzenstoffe. Die Radikalenfänger, um es noch etwas genauer zu sagen. Chlorophyll, Indole, Phenole und Bioflavonide, wie auch der Farbstoff Anthozyan, bewirken viel. Sie schützen die Zellen und sollen dem Krebs vorbeugen. Dies sind sehr gute Nachrichten und genau deshalb sollte der Rotkohl auch regelmäßig serviert werden.

Wenn man es so möchte, ist Rotkohl auch gut für das Herz. Denn mit diesem besonderen Kohl, lässt sich Cholesterin senken, was ja bekanntlich für so manchen Schlaganfall und Herzinfarkt zuständig ist. Noch ein Grund mehr, warum man auf jeden Fall den Rotkohl essen sollte.

Wer noch immer nicht überzeugt ist, dem wird es erfreuen, dass Rotkohl entwässernd wirkt. Dies ist gerade im Sommer erheblich von Vorteil, ebenso für schwangere Damen.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Nährwertangaben Menge pro 100 Gramm
Kalorien 31 Fettgehalt 0,2 g
Cholesterin 0 mg Natrium 27 mg
Kalium 243 mg Kohlenhydrate 7 g
Eiweiß 1,4 g Vitamin C 57 mg

100 Gramm Rotkohl haben nur 31 Kalorien und einen Fettgehalt von 0,2 g. Weiterhin überhaupt kein Cholesterin, 27 mg Natrium, 243 mg Kalium und 7 g Kohlenhydrate. Dazu noch 1,4 g Eiweiß und stolze 57 mg Vitamin C. Mit den Ballaststoffen, den Vitamin C, b6, K und E, wie dem Provitamin A, kann der Rotkohl dem Vitaminmangel vorbeugen. Er ist bei Diäten ein sehr nützliches Gemüse. Auch Selen, Kalium, Folsäure, Eisen und Magnesium sind wichtige Inhaltsstoffe für die Käufer.

Die vielen Vitamine sorgen dafür, dass so manche Erkältung vermeiden werden kann. B Vitamine sind grundsätzlich gut für die Augen. Eisen ist wichtig, damit man nicht ständig müde und schlapp ist. Viele Menschen neigen zu Eisenmangel, vor allem, wenn wenig oder gar kein Fleisch gegessen wird. Mit dem Rotkohl hätten Vegetarier und Veganer eine ausgezeichnete Eisenquelle gefunden.

Wir möchten hier gerne einmal alle Vorteile auflisten, die sich durch die Inhaltstoffe und Nährstoffe des Rotkohls ergeben:

• Der Rotkohl wirkt positiv auf die Gesundheit
• Rotkohl ist ein sehr leckeres Gemüse
• Rotkohl kann selbst zubereitet werden oder in Dosen/Gläsern gekauft werden,
Vitamine hat er immer zu bieten
• Das Vitamin C stärkt das Immunsystem, man wird seltener Krank
• Gegen Krebs kann man vorbeugend viel Rotkohl essen
• Er hat wenige Kalorien und ist somit ideal für die Diät
• Vegetarier und Veganer profitieren von dem Eisengehalt im Rotkohl
• Der Körper wird mit Selen und Folsäure versorgt, was gut für die Zähne ist
• Das Magnesium kann so manche Krämpfe fernhalten
• Rotkohl passe zu Fisch und zu Fleisch und natürlich auch ohne beides

Die Vorteile Sprechen ebenso für sich, wie auch die Nährwertangaben. Wer ab jetzt regelmäßig Rotkohl ist, wird sich viel gesünder ernähren.

Unverträglichkeiten & Allergien

Leute mit einem sehr empfindlichen Magen vertragen den Rotkohl nicht besonders gut. Dies liegt an seiner festen Struktur und weil es sich um Kohl handelt. Sein Verzehr kann zu MagenDarm– Problemen führen, ebenso zu Blähungen und Durchfall. Der Darm ist nicht in der Lage, die Faserstoffe zu verdauen, was Darmgase zur Folge hat und Bauchweh. Wer dieses Problem hat, sollte auf Rotkohl verzichten oder diesen auf jeden Fall nicht mehr in Mengen zu sich nehmen.

Ansonsten sind keine weiteren Unverträglichkeiten oder Allergien bekannt. Wie aber bei allen Lebensmitteln, können Menschen natürlich auf alle Lebensmittel allergisch reagieren. Roh sollte Rotkohl nicht gegessen werden. Beim Kochen wird er oft mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Manche Leute geben auch Zucker hinzu.

Wer der Meinung ist, an einer Allergie zu leiden, sollte dringend den Allergologen aufsuchen. Dieser kann dies näher untersuchen. Oft sind es besondere Zutaten oder andere Lebensmittel, die eine Allergie hervorrufen.

Einkaufs- & Küchentipps

Rotkohl sollte mit Vorsicht gekauft werden, damit man die beste Qualität geboten bekommt. Die Deckblätter von einem Rotkohl sollten intakt sein. Außerdem sollte der Strunk sehr kurz geschnitten sein und die Blätter dunkelrot, bläulich oder violett glänzen. Weiterhin müssen die Blätter fest um den Kopf Sitzen und keine Flecken aufweisen.

Sollte der Supermarkt die Außenblätter schon entfernt haben, kann der Käufer den Kohl leicht drücken. Wenn er fest ist, kann man sicher sein, dass es sich um einen festen Rotkohl handelt. Die Blätter des Kohls sollten immer eng anliegen, also den Kopf umschließen. Wenn dies nicht so ist, dann ist der Rotkohl leider nicht mehr frisch.

Um den Rotkohl auch sicher nach Hause zu bringen, sollte er am besten in eine Tüte der Obstabteilung gegeben werden und später in einer separaten Tasche getragen werden. Somit bleibt der Kohl so, wie man ihn in Augenschein genommen hat und die Verarbeitung wird viel Freude machen.

In den Geschäften gibt es nicht nur den frischen Rotkohl, sondern den in Gläsern oder Dosen. Er ist oft mit Äpfeln verfeinert, was gut schmeckt und dafür sorgt, dass der Kohl haltbar bleibt. Auch wenn man den Rotkohl frisch zubereitet, kann man Äpfel, natürlich fein geschnitten, zu dem Rotkohl geben, um einen anderen Geschmack zu erhalten.

Wer Rotkohl lagern möchte, sollte dies im Kühlschrank tun, aber bitte nicht länger als 14 Tage. Im Winter kann der Platz eingespart werden, in dem Fall kann der Kohl auch auf der Terrasse oder dem Balkon gelagert werden. Wählt man den Winterrotkohl, ist dieser sogar über Monate haltbar.

Wer Rotkohl anschneidet und den Rest verwahren möchte, sollte Klarsichtfolie verwendet werden. Äpfel und Tomaten müssen getrennt gelagert werden, da der Rotkohl ansonsten schnell verwelken könnte. Nach der Zubereitung kann Rotkohl auch eingefroren werden, wenn er nicht in Mengen gegessen wird.

Zubereitungstipps

Bei der Zubereitung werden erst die dicken Blätter entfernt. Dann kann das Gemüse geviertelt werden, um es leichter zu verarbeiten. Im nächsten Schritt wird der Rotkohl abgespült, danach entfernt man den Strunk und dicke Blattrippen. Der Rotkohl kann anschließend so geschnitten werden, wie man ihn mag. Manche Käufer schneiden in sehr dünn, andere mögen den Rotkohl etwas dicker geschnitten.

Die beliebteste Variante Rotkohl zuzubereiten ist das Ansetzen mit Äpfeln und Schmalz. Es gibt aber auch Leute, die auf die Äpfel verzichten, weil sie diesen Geschmack an ihrem Rotkohl nicht mögen. Rotkohl wird immer langsam und lange geschmort, damit er schön weich wird und auf der Zunge zergeht.

Das Gemüse wird zu vielen verschiedenen Fleischsorten gereicht. Dazu gehören Klöße oder Kartoffeln. Der Rotkohl kann aber auch in eine Gemüsepfanne gegeben werden, passt zu Salaten oder ist für einen Auflauf geeignet. Es gibt Länder, in denen wird der Rotkohl mit Kartoffeln zusammen gekocht und dann gestampft serviert. Dieses schmeckt mit und ohne Fleisch. In anderen Ländern wird die Rotkohlsuppe gekocht, verfeinert mit Schmand oder Sahne.

Wer Smoothies mag, kann sich aus dem Rotkohl einen kalorienarmen Drink zaubern. Vielleicht kombiniert mit Äpfeln, um einen besonderen Geschmack zu genießen.

Interessante Punkte für die Zubereitung von Rotkohl:

• Mit dem Messer kann man den dicken Strunk sehr leicht herausschneiden
• Rotkohl wird vor allem zu dunklem Fleisch, Ente oder Gans gereicht
• Der Rotkohl schmeckt im Grunde zu allen Fleischsorten
• Rotkohl kann auch mit Backpflaumen zubereitet werden
• Ingwer gibt dem Rotkohl eine gewisse Schärfe
• Der Rotkohl schmeckt auch in einem Auflauf
• Er kann frei von Fleisch gegessen werden und schmeckt trotzdem sehr lecker
• Wegen seiner vielen Vorzüge ist er ideal für Vegetarier und Veganer

Häufige Fragen und Antworten

Warum ist Rotkohl gerade bei Festen so beliebt?
Weil dieses Gemüse zu deftigen Mahlzeiten passt und diese mit seinem süßlichen Geschmack gut abrundet. Vielleicht aber auch, weil Rotkohl wenige Kalorien. Wenn schon Fleisch und Sauce viele Kalorien mit sich bringen, sollte es das Gemüse nicht auch noch tun.

Ist gefrorener Rotkohl schlechter als frisches Gemüse?
Eigentlich nicht, zumal das Gemüse schockgefroren wurde und alle Vitamine vorhanden sind. Die meisten Haushalte verarbeiten den Kohl aber trotzdem lieber gerne, vor allem, wenn es sich um ein Festmahl handelt. Gefroren enthält das Gemüse auf jeden Fall mehr Vitamine als im Glas oder in der Dose!

Unser Fazit

Rotkohl ist und war schon immer sehr lecker. Da er positiv auf die Gesundheit wirkt, wird man ihn in Zukunft wohl noch lieber essen. Viele Menschen kennen Rotkohl mit Fleisch und Klößen. Der Kohl ist aber ebenso lecker in einem Sommersalat und schmeckt ebenso zu Fisch. Dank des süßlichen Geschmacks, wird Rotkohl auch Kindern sehr gut schmecken, vor allem, wenn man das Gemüse mit Frikadellen oder Bratwurst serviert.

Dass man aus Rotkohl auch einen Smoothie bereiten kann, hat den Vorteil, dass man immer genügend Vitamine zu sich nimmt.

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