Hüftdysplasie

Steckbrief: Hüftdysplasie

  • Name(n): Hüftdysplasie; Hüftgelenksdysplasie
  • Art der Krankheit: Fehlstellung
  • Verbreitung: Mädchen viermal häufiger als Jungen
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Ende des 19. Jahrhunderts
  • Behandelbar: Spreizhosen; Gips; Operation
  • Art des Auslösers: Angeborene Fehlstellung
  • Wieviele Erkrankte: Zwei bis drei Kinder auf hundert Geburten
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Kinderarzt; Orthopäde
  • ICD-10 Code(s): Q65.8

Wenn das Hüftgelenk keinen Halt hat

Kinder lernen in der Regel kurz nach dem ersten Geburtstag das Laufen. Liegen allerdings angeborene Fehlbildungen an Beinen oder Füßen vor, haben sie es wesentlich schwerer, auf eigenen Beinen zu stehen und sich fortzubewegen – so auch bei einer Hüftdysplasie. Diese ist auch unter der Bezeichnung Hüftgelenksdysplasie bekannt.

Hier sitzen die Hüftknochen nicht richtig in der Hüftgelenkspfanne. Der Grund liegt hierfür liegt bei weichem und verformtem Knochengewebe. Die gesamte Hüfte ist instabil und kaum beweglich. In der Folge kommt es zu einer Fehlstellung der Beine. Betroffene haben Probleme beim Laufen.


Definition Hüftdysplasie

Mediziner bezeichnen eine Hüftdysplasie auch häufig als Dysplasie des gesamten Hüftgelenks, also als Hüftgelenksdysplasie. Dabei sprechen Mediziner von einer fehlerhaften Entwicklung der Hüftgelenkspfanne, da diese für die Gelenke nicht ausreichend Halt bietet.

Diese Erkrankung ist in den meisten Fällen angeboren. Doch auch schwere Verletzungen in Folge von Unfällen führen zu einer Hüftdysplasie.

,,Dysplasie‘ ist ein medizinsicher Begriff und bedeutet immer eine Fehlbildung in einem bestimmten Körperbereich. Bei einer Fehlbildung der Hüfte ist der Knochen des Hüftkopfes zu weich und instabil.

Normalerweise liegt der Hüftkopf in der Hüftgelenkspfanne. Im Falle einer Hüftgelenksdysplasie ist diese nicht groß genug, um den Hüftkopf zum umfassen. Dadurch besteht bei Bewegung die Gefahr, dass das Hüftgelenk komplett ausrenkt.

Was ist eine Hüftdysplasie?

Wenn die Hüftpfanne zu klein ist und die Hüftgelenke nicht ausreichend verknöchert sind, liegt eine massive Instabilität der gesamten Hüfte vor. Erfolgt keine frühzeitige Behandlung dieser Fehlstellung im Säuglingsalter, entwickelt sich der Bewegungsapparat nicht richtig und es kommt zu lebenslangen Einschränkungen.

Häufig kommt es ohne Therapie zu einem vorzeitigem Verschleiß des Hüftgelenks- auch bereits in jungen Lebensjahren. Betroffene Kinder sind nur eingeschränkt belastbar und ihnen fällt das Laufen zunehmend schwer.

Bei Bewegung besteht die Gefahr, dass der Hüftkopf komplett aus der Hüftgelenkspfanne herausrutscht. Wer unter einer Hüftgelenksdysplasie leidet, hat außerdem, automatisch ein höheres Risiko für Arthrose. Darunter verstehen Mediziner einen massiven und dauerhaften Gelenkverschleiß.

Wenn die Stellung des Hüftgelenks in frühen Lebensjahren nicht korrigiert wird, entstehen Wachstumsprobleme an Knochen und Gelenke, die meist irreversibel sind. Betroffen haben ein leben Lang mit Beschwerden zu kämpfen.

Besitzt der Hüftkopf in der Hüftpfanne nicht genügend Halt, kann er leicht herausrutschen, wodurch Bewegung stark eingeschränkt ist. Das Ausrenken des Hüftgelenks nennen Mediziner Hüftgelenksluxation.

Meist sind Kinder von einer Hüftdysplasie betroffen. Sie entwickeln ein ungesundes Gangbild. Häufig bewegen sie sich hinkend oder humpelnd fort. Allerdings ist es möglich, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und in der Folge zu behandeln. Mithilfe eines Ultraschalls erkennen Mediziner bereits in den ersten vier bis sechs Wochen, ob ein ungeborenes Kind eine Hüftdysplasie entwickelt. Nach der Geburt ist diese gut behandelbar.

Für eine Hüftdysplasie gibt es verschiedene Ursachen. Diese sind entweder mechanischer, genetischer oder hormoneller Natur. Die Art und Dauer einer Behandlung richtet sich immer danach, was die Fehlstellung ausgelöst hat. Vor allem Kinder haben gute Heilungschancen.


Welche Ursachen gibt es?

Mediziner sprechen von inneren und äußeren Faktoren, die zu einer Hüftdysplasie führen. Diese können sich sogar einander bedingen. Für eine gelingende Behandlung der Hüft-Fehlstellung gilt es, die genaue Ursache dafür zu erforschen.

Häufig sind Säuglinge von einer Hüftgelenksdysplasie betroffen. Denn in den ersten Phasen einer Schwangerschaft weisen ungeborene Kinder noch sehr weiche und instabile Knochen und Gelenke auf, da diese noch nicht ausreichend verknöchert sind. Durch mechanische Einwirkungen verformen sie sich schnell und es kommt zum Beispiel zu einer Hüftgelenksdysplasie.

Eine Hüftgelenksdysplasie entsteht meist in der Zeit ab dem vierten Schwangerschaftsmonat. Die Ursache hierfür liegt unter anderem in einem Mangel an Fruchtwasser im Mutterleib.

Ausschlaggebend ist außerdem die Lage des ungeborenen Kindes in der Gebärmutter. Befindet sich der Fötus in Steißlage, ist das Risiko für eine Hüftgelenksdysplasie recht hoch. Steißlage bedeutet, dass der Fötus nicht mit dem Kopf in Richtung des Muttermunds liegt, sondern mit dem Becken. Für die Entwicklung des Kindes ist eine Kopflage optimal.

Das Becken von jungen schwangeren Frauen, die noch kinderlos sind, ist meist nicht vollständig ausgedehnt. Folglich hat der Fötus in der Gebärmutter nur begrenzt Platz. Knochen und Gelenke können sich nicht frei entfalten. Oft kommt es zu Verschiebungen oder sogar zu einem Herausfallen aus der Gelenkspfanne – so auch bei einer Hüftgelenksdysplasie.

Eine weitere Ursache stellt Bluthochdruck während der Schwangerschaft dar. Viele Mütter sind davon betroffen. Ihre Kinder haben nach der Geburt häufig eine Fehlstellung der Hüfte.

Auch Hormone tragen zur Entstehung einer Hüftdysplasie bei. Bestimmte Hormone sind für einen instabilen Beckenring bei werdenden Müttern verantwortlich. Dieser ist zu locker und zu weich, sodass der Fötus im Mutterleib nicht genug Halt halt und sich dessen Gelenke und Knochen leicht verschieben.

Hormone wirken auch auf das Skelettsystem eines ungeborenen Kindes. Vor allem sind Mädchen betroffen. Ihre Gelenke sind hormonell bedingt von Anfang an sehr weich und behalten nicht ihre Form. Aus diese Grund besitzen Mädchen auch ein höheres Risiko für eine Hüftgelenksdysplasie.

Nach der Geburt können ebenso mechanische Faktoren eine Hüftdysplasie auslösen. Wenn Säuglinge durch äußere Einwirkungen kaum Möglichkeit haben, ihre Hüfte und Beine zu beugen, hat dies negativen Einfluss auf die Beweglichkeit der gesamten Hüfte. Säuglinge sollten sich deshalb nicht ständig in Strecklage befinden.

Heilt eine Hüftdysplasie im Kindesalter nicht vollständig aus, bleibt eine so genannte Restdysplasie zurück, die sich bis ins Erwachsenenalter hineinzieht. Die Fehlstellung wächst also nicht richtig aus und verursacht dauerhafte Bewegungseinschränkungen.

Ursachen zusammengefasst:

  • Nicht vollständig verknöcherte Knochen und Gelenke
  • Weiche Gelenke
  • Fruchtwassermangel in der Schwangerschaft
  • Platzmangel im Mutterleib
  • Hormone
  • Bluthochdruck in der Schwangerschaft
  • Enges und weiches Becken der Mutter
  • Ständige Strecklage bei Säuglingen

Symptome & Anzeichen

Betroffene mit einer Hüftdysplasie weißen in frühen Lebensjahren meist kaum bis gar keine Beschwerden auf. Je älter sie sind, desto mehr Symptome entwickeln sie. Einschränkungen, vor allem bei Bewegung, spüren erkrankte Kinder erst, wenn sie ins Laufalter kommen

Typisch für eine Hüftdysplasie ist eine Instabilität der gesamten Hüfte. Kochen und Gelenke haben kaum Halt.

Eins oder beide Beine lassen sich nicht richtig abspreizen und verbleiben eher in Strecklage. Oft kommt es dazu, dass beim Abspreizen und Beugen von Beinen der Hüftkopf aus der für ihn vorgesehenen Gelenkspfanne herausspringt. Die Hüfte ist dann quasi ausgerenkt. Ärzte sprechen von einer Hüftluxation und sind in der Lage, diese zu erfühlen. Es ist dann die Rede von einem typischen ,,Barlow-Zeichen‘.

Wenn dann noch Druck auf den Hüftkopf und auf die Hüftpfanne wirkt, können sich beide verformen.

Eine Ausrenkung des Hüftgelenks ist bei beiden Beinen gleichzeitig möglich. Betrifft dies nur ein Bein, also nur einen Hüftkopf, erkennen Mediziner dies oft an Falten, die asymmetrisch am hinteren Oberschenkel verlaufen. Für Außenstehende wirkt es dann so, als ob die betroffenen Personen scheinbar ein kürzeres Bein hätten.

Wer an einer Hüftgelenksdysplasie erkrankt ist, leidet meist unter Bewegungseinschränkungen. Betroffene hinken oder humpeln beim Gehen. Sie entwickeln einen typischen ,,Watschelgang‘. Ihr Rücken weist meist ein Hohlkreuz auf.

Symptome zusammengefasst:

  • Weiches Hüftgelenk
  • Instabiles Hüftgelenk
  • Verformungen der Hüfte
  • Kein Spreizen und Beugen von Hüfte und Beinen
  • Ausrenkung des Hüftgelenks
  • Hüftgelenksluxation
  • Barlow-Zeichen
  • Hohlkreuz
  • Hinken und Humpeln beim Gehen
  • ,,Watschel-Gang‘

Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Hüftgelenksdysplasie lässt sich frühzeitig erkennen. Oft ist sie eine angeborene Fehlstellung, die Mediziner mit wenigen Untersuchungen feststellen.

Meist sind sehr junge Patienten davon betroffen. Viele Ärzte können eine Hüftdysplasie bereits bei einem ungeborenen Kind erkennen. Schwangere unterziehen sich vor der Geburt ihres Kindes einigen Untersuchungen, um dessen Gesundheitszustand zu überwachen. Bei einer Ultraschalluntersuchung am Bauch werdender Mütter, haben Mediziner zwar keinen Einblick in das Knochensystem des Kindes, doch schwere Fehlstellungen sind hier bereits sichtbar.

Ist ein Kind gerade erst geboren, stehen bereits die so genannten U-Untersuchungen an. Diese geben Aufschluss darüber, wie gut sich ein Säugling entwickelt. Die so genannte U2 findet zwischen dem dritten und zehnten Lebenstag statt. Hier beobachten und testen Kinderärzte bereits die Beweglichkeit ihrer kleinen Patienten.

In der vierten bis sechsten Lebenswoche steht dann die U3 an. Der Kinderarzt untersucht hier ausführlicher und konzentriert sich auch mehr auf das Skelettsystem eines Kindes. So macht er unter anderem einen Ultraschall. Mediziner sprechen auch von einer Sonographie. Der Ultraschall ermöglich Einsicht auf das Knorpelgewebe und eventuelle Fehlstellungen an Knochen und Gelenken – so auch an Hüfte und Beinen.

Eine Röntgenuntersuchung ist bei Säuglingen eher ungeeignet, da die meisten ihrer Knochen noch sehr weich und schwer erkennbar sind.

Die U3 beinhaltet auch ein Abtasten und Beobachten von Hüfte und Beinen. Kinderärzte achten vor allem auf die Oberschenkel. Im Falle einer Hüftdysplasie entdecken sie hier so genannte Glutealfalten, die asymmetrisch zu einander verlaufen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass ein Hüftkopf nicht richtig in seiner Gelenkspfanne liegt und eine Hüftluxation droht.

Außerdem untersuchen Kinderärzte, wie weit sich die Beine von Säuglingen abspreizen lassen. Besteht eine Abspreiz-Hemmung, also lassen sich Beine nicht so weit von der Hüfte abspreizen, wie es für den Entwicklungsstand eines Säuglings üblich ist, ist die Rede von einer Hüftdysplasie. Dies beinhaltet gleichzeitig die Diagnose eines instabilen Hüftgelenks.

Haben ältere Kinder eine Hüftgelenksdysplasie, wenden Ärzte auch hin und wieder eine Röntgenuntersuchung an, wenn sie es für nötig halten und es einer Behandlung bedarf.

In seltenen Fällen kommt es auch zu einer Kernspintomografie. Diese erlaubt einen genauen Einblick auf Knorpelgewebe, Knochen und Knochenmark.

Ärzte unterscheiden bei der Diagnose einer Hüftdysplasie zwischen verschiedenen Formen: Zum Einen gibt es eine normal ausgereifte Hüfte mit leichter Tendenz zu Knochenverschiebungen im Hüftbereich. Diese sind jedoch meist harmlos und brauchen keine Behandlung.

Bei anderen Kindern stellen Mediziner eine Reifungsverzögerung der Hüfte fest. Hier unterscheiden sie zwischen mehreren Graden. Mitunter besteht die Gefahr einer Hüftluxation.

Ein dezentriertes Hüftgelenk bedeutet eine stark ausgeprägte Dysplasie mit eindeutiger Fehlstellung. Eine Therapie ist unumgänglich.

Zudem gibt es Kinder mit einer vollständigen Hüftluxation, bei der das Hüftgelenk vollständig ausgerenkt ist.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Zahlreiche Statistiken besagen, dass Mädchen dreizehnmal häufiger von einer Hüftsdysplasie betroffen sind als Jungen. Dies hängt unter anderem mit dem hormonellen Einfluss zusammen, der auf weibliche Föten im Mutterleib wirkt.

Zudem bestimmt die Lage eines ungeborenen Kindes im Mutterleib das Risiko einer Fehlstellung der Hüfte. Befindet sich ein Fötus in Beckenlage, zeigt also das Becken in Richtung des Muttermunds, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Hüftdysplasie wesentlich höher. Eine Kopflage hingegen gilt als optimal.

Verschiedene Studien geben Auskunft über den Zusammenhang zwischen der Lage eines ungeborenen Kindes im Mutterleib, der Art, wie es auf die Welt kommt, und der Wahrscheinlichkeit, dass eine Hüftdysplasie auftritt. So sind von 35.000 Kindern sechs Prozent von einer Hüftdysplasie betroffen, wobei sich die Föten vor der Geburt in Beckenlage befanden und deshalb ein Kaiserschnitt von Nöten war.

Im Vergleich dazu haben etwa 6,9 Prozent der Kinder, die trotz Beckenlage auf natürliche Weise zur Welt kommen, eine Hüftdysplasie.

Schwangere Frauen, die zum ersten Mal Mutter werden, bekommen recht häufig Kinder mit einer angeborenen Hüftdysplasie. Bei sechszig Prozent davon treten sogar vollständige Hüftluxationen auf.

Zu den Risikofaktoren für eine Hüftgelenksdysplasie bei Neugeborenen gehören unter anderen Fruchtwassermangel in der Gebärmutter, Mehrlingsschwangerschaften sowie ein ungewöhnlich hohes Gewicht der Kinder.

Laut Statistik kommen ungefähr zwei bis vier Prozent aller Kinder in Deutschland mit einer Hüftgelenksdysplasie auf die Welt. Dabei konzentrieren sich die Fälle auf bestimmte Bundesländer. So ist die Anzahl der Kinder mit einer Hüftfehlstellung in Hessen, in der Oberpfalz, in Franken sowie in Sachsen wesentlich höher als in anderen Regionen Deutschlands.

Generell zählt eine Hüftgelenksdysplasie zu den häufigsten Krankheiten bei Neugeborenen im Bereich der Kinderorthopädie.


Komplikationen bei der Krankheit

Wird eine Hüftdysplasie nicht früh genug erkannt und erfolgt keine Behandlung, kann dies zu irreparablen Langzeitschäden führen.

In anderen Fällen ist eine Hüftdysplasie stark ausgeprägt. Doch durch eine Operation können Ärzte manchmal Schlimmeres verhindern.

Bei einer Hüftdysplasie treten mehrere Beschwerden auf. Dazu zählt unter Umständen auch eine Durchblutungsstörung betroffener Hüftköpfe. Das Knochen- und Knorpelgewebe wird nicht ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt. In der Folge stirbt das erkrankte Gewebe ab und es kommt zu einem vorzeitigem Verschleiß der Hüfte.

Stirbt das betroffene Gewebe ab, sprechen Mediziner von einer Hüftnekrose. Im schlimmsten Fall resultieren daraus lebenslange Bewegungseinschränkungen und körperliche Behinderungen.

Leiden Erwachsene unter einer so genannten Restdysplasie und einem ständigen Ausrenken des Hüftgelenks, sind diese meist frühzeitig von Arthrose betroffen. Außerdem klagen sie über stechende Schmerzen im Leistenbereich und Gelenkschmerzen an der Hüftseite. Diese Beschwerden treten vor allem bei Bewegung auf.

Eine Hüftgelenksarthrose bedeutet, dass das Knorpelgewebe der Hüfte, besonders an der Hüftpfanne, schnell verschleißt. Ohne ausreichendes Knorpelgewebe besteht eine direkte Reibung zwischen Hüftkopf und Oberschenkelknochen. Daraus entstehen starke Schmerzen und Verspannungen. Bewegungen sind dadurch nur schwer möglich.

Aufgrund der körperlichen Beschwerden haben Erkrankte oft einen Bewegungsmangel und kommen deshalb seltener an die frische Luft. Die Motivation für Unternehmungen schwindet und mitunter leiden auch soziale Kontakte. Es besteht die Gefahr, dass sich Betroffene zurückziehen und depressive Züge entwickeln.

Komplikationen zusammengefasst:


Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Werdende Mütter unterziehen sich im Verlauf ihrer Schwangerschaft eh mehreren Untersuchungen, bei besonders die Gesundheit des Kindes im Vordergrund steht. Entdecken Ärzte bereits vor der Geburt sich entwickelnde Fehlstellungen beim Fötus, unterrichten sie dessen Eltern und geben Empfehlungen zur Behandlung nach der Geburt.

Ist ein Kind geboren, ermöglichen die so genannten U-Untersuchungen des Säuglings die Bestätigung eines eventuellen Verdachts auf eine Hüftdysplasie. Einen genauen Einblick in das Knochensystem des Neugeborenen bietet ein Ultraschall. Diagnostiziert ein Kinderarzt eine Hüftgelenksdysplasie, ordnet dieser eine Therapie an, die bereits in den ersten Lebenswochen des Säuglings beginnt.

Im Erwachsenenalter sind Hüftdysplasien ebenfalls möglich. Sie entstehen durch schwere Verletzungen und Unfälle. In diesen Fällen stehen sowieso zahlreiche Untersuchungen an, sodass Ärzte auch eine eventuelle Fehlstellung der Hüfte erkennen. So leiten sie zum Beispiel eine Röntgenuntersuchung ein.


Behandlungsmethoden & Therapie

Bei der Behandlung einer Hüftdysplasie gibt es verschiedene Herangehensweisen. So unterscheiden Mediziner zwischen einer Ausreifungsbehandlung, Reposition und Retention.

Manche Hüftdysplasien sind nur leicht ausgeprägt. Hier ist nicht immer eine Therapie von Nöten. Kinderärzte entscheiden sich in diesen Fällen oft dazu, eine vorhandene Fehlstellung bei Säuglingen auswachsen zu lassen.

Die Hüftdysplasie verwächst sich also von selbst, ohne dass eine manuelle Therapie erfolgen muss. Allerdings steht die Ausreifungsbehandlung stets unter medizinischer Überwachung. In regelmäßigen zeitlichen Abständen führen Ärzte eine Ultraschalluntersuchung durch. Außerdem empfehlen sie Eltern, ihr Kind mit besonders breiten Windeln zu wickeln, um eine sanfte Korrektur der Hüfte zu unterstützen.

Ist eine vorhandene Hüftdysplasie bei Säuglingen stärker ausgeprägt, wenden Kinderärzte meist eine Reposition an – vorausgesetzt, ein Hüftkopf ist bereits aus seiner Hüftgelenkspfanne heraus gesprungen. Bei der Reposition renken Mediziner das Gelenk wieder ein. Betroffene Säuglinge spüren während der Behandlung kaum etwas. Denn ihr Knochengewebe ist noch nicht vollständig verknöchert wie bei Erwachsenen. Dadurch lassen sie sich noch verformen und korrigieren.

Nach einer Reposition muss das betroffene Hüftgelenk stabilisiert werden, um einem Rückfall vorzubeugen. Die Stabilisierung nennen Mediziner Retention. Dazu erhalten behandelte Kinder oft eine Bandage.

Bei Kindern, die den neunten Lebensmonat noch nicht erreicht haben, verwächst sich eine Hüftdysplasie meist. Eine Repositionsbandage unterstützt diesen Vorgang. Wenn Säuglinge ausreichend Möglichkeit zum freien Strampeln haben, stehen die Chancen auf eine vollständige Heilung sehr gut.

Andere Säuglinge benötigen eine manuelle Therapie, bei der das betroffene Gelenk wieder eingerenkt wird. Anschließend legen Ärzte einen Gips in Sitz-Hock-Position an. Dadurch sind Hüfte und Beine gebeugt. Diesen Gips tragen betroffene Kinder über mehrere Wochen.

Bleibt das Einrenken ohne Erfolg, greifen Kinderärzte schließlich zu einer Extensionstherapie. Dabei dehnen und strecken sie die Muskulatur und lockern die Gelenke.

Wird eine Hüftdysplasie erst sehr spät erkannt, schlagen übliche Behandlungsmethoden meist nicht mehr an. Dies betrifft zum Beispiel Kinder, die älter als drei Jahre sind sowie Erwachsene. Hier greifen Ärzte oft zu einer Operation, wenn alle anderen Therapien nicht helfen. Anschließend unterziehen sich Patienten einer Physiotherapie.

Behandlungsmethoden zusammengefasst:

  • Ausreifungsbehandlung
  • Reposition
  • Retention
  • Einrenken
  • Gips-Therapie
  • Wickeln mit breiten Windeln
  • Extensionstherapie
  • Operation
  • Physiotherapie

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Für eine Hüftdysplasie gibt es keine pauschale Prophylaxe. Schwangere Frauen sollten vor der Geburt ihres Kindes alle wichtigen Untersuchungen wahrnehmen, um den Gesundheitszustand und eventuelle Fehlstellungen, wie etwa eine Hüftgelenksdysplasie, zu überwachen.

Bei den Schwangerschaftsuntersuchungen konzentrieren sich Mediziner unter anderem auf die Menge des Fruchtwassers in der Gebärmutter. Sinkt diese zu stark ab, ist das Risiko für eine Hüftfehlstellung beim Fötus wesentlich erhöht.

Außerdem beobachten Gynäkologen, ob sich das ungeborene Kind ausreichend im Mutterleib bewegen kann. Platzmangel führt dazu, dass Knochen und Gelenke gedrängt werden und sich verformen.

Wichtig ist eine frühzeitige Erkennung und anschließende Behandlung einer Hüftgelenksdysplasie, um Langzeitschäden zu vermeiden.

In manchen Fällen liegt lediglich eine leichte Hüftdysplasie vor. Hier können Eltern ihr Kind mit besonders breiten Windeln wickeln. Damit unterstützen sie die Beugung von Hüfte und Beinen. Denn befinden sich diese zu oft in Strecklage, bildet sich häufig eine Fehlstellung.

Wenn Eltern ihre Kinder wickeln, sollten sie auf deren Lage achten. Eine ständige Bauchlage begünstigt die Entstehung einer Hüftdysplasie. Besser ist eine Rückenlage.

Viele Eltern entscheiden sich beim Transport ihres Kindes für einen Kinderwagen. Doch in den ersten Lebenswochen ist ein Tragetuch eher geeignet. Denn darin halten Säuglinge ihre Beine und Hüfte stets gebeugt.

Prognose zur Heilung

Erkennen Kinderärzte eine Hüftdysplasie frühzeitig, ist eine Behandlung in den ersten Lebenswochen von Säuglingen möglich. Somit ist die Gefahr von dauerhaften körperlichen Einschränkungen gering.

Die meisten Kinder im europäischen Raum entwickeln sich nach einer entsprechenden Therapie normal. Bei ihnen bleibt auch keine Restdysplasie im Erwachsenenalter zurück. Sie sind in späteren Jahren körperlich belastbar.

Erwachsene, die in Folge von schweren Unfällen eine Fehlstellung der Hüfte erleiden, benötigen häufig über einen langen Zeitraum therapeutische Maßnahmen. Diese ermöglichen eine Korrektur der Fehlstellung und lindern Schmerzen. Viele Betroffene entwickeln jedoch eine Arthrose im Hüftbereich. Sie erschwert Bewegungen massiv und bereitet Erkrankten Schmerzen.

Die Erkrankung ist bei Einigen für Außenstehende erkennbar. Denn Erwachsene mit einer Hüftdysplasie haben scheinbar ein verkürztes Bein. Außerdem haben sie Probleme, gerade und schnell zu gehen. Häufig hinken oder humpeln sie. Aufgrund der ungesunden Hüftstellung entwickeln sie auch oft eine Fehlhaltung des Rumpfes. Dies hat Einfluss auf das gesamte Skelettsystem des Körpers.


Was sind U-Untersuchungen?

Kurz nach der Geburt eines Kindes stehen bereits die ersten medizinischen Untersuchungen an. Diese dienen dazu, wichtige Körperfunktionen zu kontrollieren und die gesundheitliche Entwicklung zu überwachen. Außerdem geben sie Aufschluss darüber, ob ein Kind vernachlässigt oder sogar misshandelt wird.

Alle Untersuchungen von der Geburt eines Kindes an bis etwa zu dessen Einschulung sind im Allgemeinen unter der Bezeichnung ,,U-Untersuchung‘ bekannt.

Die U1 erfolgt zwischen der zweiten und vierten Lebensstunde. Hier überwachen Ärzte den Gesundheitszustand direkt nach der Geburt. Sie untersuchen zum Beispiel Herz, Lunge und alle Vital-Zeichen. Außerdem kontrollieren sie das Gewicht des Neugeborenen und schauen nach eventuellen Geburtsverletzungen. Auch die Motorik des Säuglings spielt eine Rolle.

In den ersten drei bis zehn Lebenstagen widmen sich Kinderärzte unter anderem der Untersuchung der Haut, Organe und Geschlechtsteile eines Kindes. Relevant sind außerdem der Stoffwechsel und das Hörvermögen. Zudem geben Mediziner Eltern Ratschläge für vorbeugende Maßnahmen, um einen plötzlichen Kindstod zu vermeiden.

Bei der U3, also in der vierten bis fünften Lebenswoche, führen Kinderärzte neben anderen Untersuchungen ein Hüftscreening durch. Hierbei erkennen sie eventuelle Fehlstellungen der Hüfte. So zum Beispiel auch eine Hüftdysplasie.

Die U4 bis U7 konzentrieren sich unter anderem auf den Bewegungsapparat eines Kindes. Kinderärzte möchten mögliche zerebrale Bewegungseinschränkungen ausschließen. Zusätzlich beschäftigen sich Ärzte und Eltern mit dem Thema Schutzimpfungen.

Ist ein Kind etwa ein Jahr alt, führen Kinderärzte zusätzlich eine U7a durch. Hier achten sie besonders auf das Gewicht, die Sprachentwicklung und das kindliche Verhalten, um mögliche Störungen oder Entwicklungsverzögerungen frühzeitig zu erkennen.

Inhalt der U9 sind vor allem Untersuchungen, die Aufschluss über das Koordinationsvermögen eines Kindes, dessen Sozialisation sowie Hör- und Sehvermögen geben. Die U9 findet vor dem Schuleintritt statt.

Alle nachfolgenden U-Untersuchungen werden in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Sie sind freiwillig. Kinderärzte schauen hier vor allem auf eventuelle Störungen im Bereich der Schulleistungen.

Für Eltern sind die U-Untersuchungen in den meisten Regionen Deutschlands nicht verpflichtend. Allerdings erhalten sie eine schriftliche Einladung, wenn sie selbst nicht die Initiative ergreifen. Wenn Eltern auf eine Aufforderung nicht reagieren, erfolgt eine Meldung an das zuständige Jugend- und Gesundheitsamt. Lediglich in Bayern, Hessen und Baden-Württemberg besteht offiziell eine Pflicht zu U-Untersuchungen.


Alternative Behandlungsmethoden

 

Bei einer Hüftdysplasie handelt es sich um ein orthopädisches Problem. Alternative Behandlungsmethoden ersetzen auf keinen Fall eine klassische Behandlung im Sinne der Schulmedizin. Bestimmte alternative Therapieformen sind aber dazu in der Lage, den Heilungsprozess auf sanfte Weise zu unterstützen und das allgemeine Wohlbefinden Erkrankter zu verbessern.

Sind Säuglinge oder Kleinkinder von einer Fehlstellung der Hüfte betroffene, bedarf es meist einer manuellen Korrektur. Auftretende Beschwerden, wie etwa Muskelverspannungen oder leichte Schmerzen, lassen sich mit alternativen Therapien lindern.

Baby-Yoga ist immer beliebter. Es ist ein sanftes Training, das sich vor allem auf Mütter konzentriert, dabei aber auch Babys mit einbezieht. So bietet Baby-Yoga auch Übungen, bei denen Säuglinge ihre Beine und Hüfte gebeugt halten. Dies trägt zur Prophylaxe einer Hüftdysplasie bei.

Erwachsene mit einer Hüftgelenksdysplasie finden beispielsweise in der Chinesischen Medizin einige Methoden, die die Beweglichkeit der Hüfte fördern. Auch Massagen gehören dazu.

Die TENS-Therapie stellt eine besondere Maßnahme dar. Dabei stimulieren elektrische Reizte betroffene Gelenke und Muskeln. Viele Patienten empfinden die Transkutane Elektrische Nervenstimulation als angenehm und entspannend.

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Leichte Baby-Massagen
  • Wärme
  • Strampler
  • Keine beengende Baby-Kleidung
  • Rückenlage beim Wickeln
  • Tragetuch
  • Breite Windeln

Pauschal gesagt, gibt es keine besonderen Hausmittel, die speziell gegen eine bestehende Hüftdysplasie wirken. Wie auch andere alternative Behandlungsmethoden lindern sie allerhöchstens Beschwerden im Zusammenhang mit einer Fehlstellung von Knochen und Gelenken. Sie versprechen allerdings keine Heilung.

Eine Hüftdysplasie liegt im Kompetenzbereich eines Orthopäden. Dieser ist in der Lage, den Schweregrad richtig einzuschätzen und entsprechend zu handeln.

Eltern, die ein Kind mit einer angeborenen Hüftdysplasie haben, hören am besten auf den Rat des Kinderarztes. Es gibt zudem die Möglichkeit, mit einfachen Mittel die Korrektur der Hüftfehlstellung zu unterstützen.

So können Eltern den Hüftbereich ihres Kindes leicht massieren und somit betroffene Gelenk- und Muskelgruppen entspannen. Wärme hilft zusätzlich. Intensivere Massagen bleiben allerdings erfahrenen Ärzten und Therapeuten überlassen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Eltern aus Versehen betroffene Knochen und Gelenke noch mehr verschieben.

Es ist wichtig, dass Säuglinge ausreichend strampeln können, um Beine und Hüfte zu beugen. Strampler und lockere Baby-Kleidung helfen dabei. Beim Wickeln sollten Eltern breite Windeln verwenden, um eine Beugehaltung von Beinen und Hüfte zu ermöglichen.

Wer sein Kind oft auf den Bauch legt – begünstigt damit eine häufige Strecklage. Besser ist eine Rückenlage.

Ein Tragetuch ist manchmal besser als ein Kinderwagen. Denn darin befinden sich Babys stets in Sitz-Hoch-Stellung und das Risiko einer Hüftdyslasie ist geringer. Außerdem stärkt ein Tragetuch die Nähe und das Urvertrauen zwischen Kind und Eltern.

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Melisse
  • Zitronenmelisse
  • Ackerschachtelhalm
  • Arnika
  • Beinwell
  • Brennnessel
  • Heublumen
  • Kampfer
  • Löwenzahn
  • Rosmarin
  • Teufelskralle
  • Wacholder
  • Weidenrinde

Die Verwendung von Heilkräutern und Heilpflanzen erfolgt bei Babys und Kleinkindern mit aller größter Vorsicht. Denn sie reagieren in der Regel empfindlicher als Erwachsene.
Unter Umständen sind schwere Reaktionen möglich. Dazu zählen unter anderem Hautirritationen, allergische Reaktionen oder Atemnot.

Auch Erwachsenen sollten bei der Behandlung einer Hüftdysplasie eher auf ihren Orthopäden vertrauen, denn bei einer Fehlstellung der Hüfte handelt es sich um ein Problem, dass das Knochen- und Gelenksystem betrifft.

Heilkräuter und Heilpflanzen dienen lediglich der Linderung von Beschwerden und der inneren Entspannung.

Wer Hüftschmerzen hat, greift am besten zu Melisse und Zitronenmelisse. Diese eigenen sich als schmerzlindernde Tees oder Massage-Öle.

Ebenso beliebt sind Arnika, Beinwell oder Brennnessel.

Ätherische Öle

 

  • Wintergrün
  • Pfefferminze
  • Fichte

Auch bei ätherischen Ölen ist Vorsicht geboten. Nicht jeder Mensch verträgt die natürlichen Öle gleich gut. Selbst, wenn sie als Duftöl verwendet werden, können ätherische Öle zu allergischen Reaktionen oder Probleme beim Atmen führen.
Vor allem Babys und Kleinkinder können darauf empfindlich reagieren.

Eine Hüftdysplasie lässt sich allein durch die Verwendung von ätherischen Ölen nicht heilen. Viele eignen sich jedoch als Massage-Öl. So verwenden es auch viele Therapeuten mit Hang zu alternativen Behandlungsmethoden.

Manche ätherische Öle wirken schmerzlindernd und hemmen Entzündungen in Gelenken.

Homöopathie & Globuli

 

Die Homöopathie beinhaltet vor allem die Anwendung von Arznei mit organischen Substanzen. Dazu zählen sowohl pflanzliche als auch tierische Stoffe.
Viele Homöopathische Mittel eigenen sich zur täglichen Einnahme. Doch es gibt auch Salben und Öle mit homöopathischen Wirkstoffen.

Wer Homöopathie anwendet, sollte sich stets Rat und Anleitung von geschulten und erfahrenen Ärzten oder Therapeuten holen.

Globuli sind bei vielen Eltern beliebt, die auf die Heilkräfte der Natur vertrauen. Denn die kleinen Kügelchen schmecken süß und lassen sich gut herunterschlucken. Die meisten homöopathischen Mittel haben keine Nebenwirkungen. Allerdings ist von einer blauäugigen Einnahme, besonders bei Kindern und Babys, abzuraten.

Homöopathie allein kann keine Hüftdysplasie heilen. Manche Mittel gelten aber als förderlich, wenn es um die Unterstützung der Knochenentwicklung geht. Andere wirken da, wo Knochen und Gelenke versteifen und sich Beine und Hüfte nur schwer bewegen lassen.

Schüssler-Salze

 

  • Nr. 11 Silicea
  • Nr. 6. Kalium Sulfuricum
  • Nr. 8. Natrium Chloratum
  • Nr. 12. Calcium Sulfuricum
  • Nr. 17. Manganum sulfuricum
  • Nr. 1. Calcium Fluoratum
  • Nr. 17. Manganum sulfuricum
  • Nr. 20. Kalium aluminium sulfuricum

Schüssler Salze sind Teil Naturheilkunde. Die natürlichen Mineralien gelten als sanfte Ergänzung zu klassischen Behandlungsmethoden. Doch sie können ein tief sitzendes Problem im Skelettsystem eines Menschen nicht heilen. Natürliche Heilmittel ermöglichen Linderung von leichten Symptomen, Entspannung und fördern den allgemeinen Gesundheitszustand.

Viele Schüssler Salze finden als Mittel zur täglichen Einnahme oder Salben Anwendung. Sie gelten als leicht dosierbar und gut verträglich.

Doch Eltern sollten ihren Kindern nicht leichtfertig Schüssler Salze verabreichen. Es ist auf jeden Fall wichtig, sich Informationen über die Wirkweise und eventuelle Nebenwirkungen von einem erfahrenen Therapeuten einzuholen.

Die Reaktionen von Patienten auf Schüssler Salze sind oft sehr unterschiedlich. Deshalb ist eine gründliche Aufklärung und Anleitung unabdingbar.

Diät & Ernährung

 

Übergewicht belastet Knochen und Gelenke. Dies gilt auch für Babys und Kleinkinder. Aus diesem Grund sind überflüssige Pfunde eher kontraproduktiv, wenn es um die Behandlung einer Hüftdysplasie geht.

Eltern und Ärzte achten im besten Fall auf ein gesundes Gewicht von Säuglingen und Kleinkindern. Doch manche Kinder kommen bereits mit Übergewicht auf die Welt. Hier ist das Risiko für eine Hüftgelenksdysplasie wesentlich höher als bei anderen Babys.

Erwachsene sollten auf eine gesunde Ernährung achten. Zu viel Fleisch und fettreiche Lebensmittel begünstigen Beschwerden im Knochen- und Gelenksystem – vielmehr noch fördern sie die Entstehung von Entzündungen.

Auch der Säure-Basen-Haushalt des Körper bestimmt, wie stark bestimmte Symptome an Gelenken ausgeprägt sind. Übersäuert der Körper, bilden sich schneller Entzündungen und Gelenke verschleißen frühzeitig.

Säuglinge erhalten im besten Fall Muttermilch. Wenn sie das Trinken an der Brust verweigern, helfen auch käufliche Zubereitungen als Muttermilchersatz. Babys brauchen in der Regel keine zusätzliche Nahrungsergänzung, da sie über die Muttermilch alle wichtigen Nährstoffe erhalten.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist eine Hüftdysplasie erblich?

Das Risiko, an einer Hüftgelenksdysplasie zu erkranken ist wesentlich höher, wenn es in früheren Generationen bereits Fälle einer Fehlstellung der Hüfte gab. Mädchen sind besonders oft betroffen.

Kommen andere Faktoren hinzu, wie etwa Fruchtwassermangel in der Gebärmutter, steigt sie Gefahr. Werdende Mütter sollten deshalb ihrem behandelnden Arzt Auskunft darüber geben, ob eine genetische Vorbelastung in ihrer Familie besteht. So können entsprechende Vorkehrungen getroffen werden.

Ist Sport mit einer Hüftdysplasie möglich?

Viele vermuten, dass Sport mit einer Hüftdysplasie aufgrund der Bewegungseinschränkung nicht möglich ist. Doch entgegen dieser Erwartung empfehlen Ärzte betroffenen Patienten sogar, sich sportlich zu betätigen. Denn dadurch stärken sie das Muskelgewebe, das um die Hüfte herum liegt. Sport verhindert sogar, dass sich eine bestehende Hüftdysplasie verschlimmert.

Allerdings sind nur bestimmte Sportarten geeignet. Diese sollten Knochen und Gelenke schonen. Dazu gehören zum Beispiel Schwimmen und Nordic Walking.

Haben Babys mit einer angeborenen Hüftdysplasie Schmerzen?

In der Regel haben Neugeborene mit einer Fehlstellung der Hüfte keine Schmerzen, da sich eine Hüftdysplasie nach und nach im Mutterleib entwickelt. Außerdem zeichnen sich die Knochen und Gelenke von Babys dadurch aus, dass sie noch sehr weich und formbar sind.

Kommt es zur Behandlung einer Hüftdysplasie, können Babys diese allerhöchstens als unangenehm empfinden – vor allem, wenn es sich um eine manuelle Therapie handelt, bei der Ärzte und Therapeuten von außen Druck auf Knochen und Gelenke ausüben.

Ist es möglich, dass die Hüfte bei einer Dyslasie vollständig versteift?

Im Normalfall erfolgt bei Säuglingen und Kleinkindern einer frühzeitige Behandlung. Dabei geht es um eine Ursachenbehebung und besonders darum, Knochen und Gelenke beweglich zu halten und damit Langzeitschäden zu vermeiden.

Wird eine Hüftdysplasie nicht oder unzureichend behandelt, ist eine Hüftarthrose die Folge. Dies bedeutet, dass Gelenke sehr schnell verschleißen, bei Bewegung starke Schmerzen auftreten und die allgemeine Mobilität massiv eingeschränkt ist.

Wie fühlt sich eine Hüftdysplasie für Betroffene wirklich an?

Viele Betroffene klagen darüber, dass sie nicht lange stehen und sitzen können. Sie haben Schmerzen und das Gefühl, immer mehr zu versteifen. Die Beschwerden ziehen sich mitunter bis ins Knie hinein.

Um im Alltag zu bestehen, greifen die meisten Erkrankten zu Schmerzmitteln, die oft Nebenwirkungen nach sich ziehen.

Ingesamt betrachtet, ist die Lebensqualität von Erkrankten stark beeinträchtigt. Einfache Handlungen und Aktivitäten sind häufig eine echte körperliche Herausforderung.

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