Ellenbogenschmerzen

Was sind Ellenbogenschmerzen?

Ellenbogen Schmerzen

Wer kennt das nicht? Ein leichtes Ziehen im Ellenbogen nach monotoner Arbeit oder aber auch der heftige Schmerz nach einem Schlag auf den „Musikantenknochen“.
Fast jeder wird im Laufe seines Lebens mehr oder weniger häufig von Schmerzen in den Ellenbogen geplagt. Und vom berühmten „Tennisarm„, den nicht nur Tennisspieler bekommen, hat auch jeder schon gehört.

Unser hoch technisierter Alltag mit viel Arbeit am Computer hat uns auch noch den „Mausarm“ beschert.
Doch was genau steckt hinter all diesen Bezeichnungen, was ist die Ursache für die Schmerzen und was kann man dagegen tun?
In unserem allgemeinem Ratgeber informieren wir sie umfassend über verschiedene Arten von Ellenbogenschmerzen.

Ursachen von Ellenbogenschmerzen

Die Symptome von Ellenbogenschmerzen sind so vielfältig, wie ihre Ursachen. Der Schlag auf den Musikantenknochen, den jeder schon mal erlebt hat, hat einen heftigen Schmerz zur Folge, der aber schnell wieder abklingt.

Viel häufiger aber sind leicht ziehende Schmerzen im Ellenbogengelenk, die insbesondere beim Durchstrecken des Armes stärker werden. Auch ist das Gelenk dann häufig druckempfindlich. Die Schmerzen können zudem mit unangenehmen Kribbeln rund um das Gelenk verbunden sein. Eine Schwellung des Gelenks kann ebenfalls auftreten. Bei sehr starken Schmerzen ist die Nutzung des Armes stark eingeschränkt. Auf die möglichen Ursachen der verschiedenen Schmerzen wird im folgenden eingegangen.

Ellenbogenschmerzen sind Schmerzen, die im Bereich des Ellenbogen auftreten. Die Schmerzen können aufgrund von Entzündungen, falscher Belastung, Muskelverspannung oder Verletzungen (Knochenbruch, Ausrenkung) entstehen.

Aufgrund der komplizierten Struktur des Ellenbogens können Schmerzen vom Gelenk selbst, aber auch von den dort befindlichen Sehnen, Muskeln und Bändern ausgehen. Diese unterschiedlichen Symptome und somit auch unterschiedlichste Ursachen bedingen daher auch eine genaue Diagnose, damit die richtige Behandlung erfolgen kann.

Der Schmerz kann nur punktuell auftreten oder aber großflächig bis in den Unterarm ausstrahlen. Manche Schmerzen verschwinden sehr schnell von alleine wieder (wie der Stoß auf den Musikantenknochen) andere Schmerzen brauchen lange Zeit bis sie verschwinden (z.B. Tennisarm) oder werden sogar stärker (wie entzündungsbedingte Schmerzen). In den letzteren Fällen ist eine genaue Diagnose durch einen Arzt unumgänglich.

Mögliche Ursachen sind:

  • Gelenkentzündungen vom Ellenbogengelenk (Arthritis)
  • Gelenkverscheiß vom Ellenbogengelenk (Arthrose)
  • Rheuma (rheumatoide Arthritis)
  • Epicondylitis humeri radialis (Tennisarm)
  • Epicondylitis humeri ulnaris (Golfellenbogen)
  • Engpasssyndrom am Ellenbogen (Kubitaltunnelsyndrom)
  • Schleimbeutelentzündungen
  • Bursitis olecrani (Schleimbeutelentzündung)
  • Tendovaginitis (Entzündung der Sehnenscheiden)
  • Neurologische Krankheiten mit Durchblutungstörunge nund Nervenschäden
  • Reizungen des „Musikantenknochen“ (Ellennerv / Nervus Ulnaris)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Luxutation (Ausrenkung) vom Ellenbogengelenk
  • Arthrolith (Gelenkmaus / Freier Gelenkkörper)
  • Verletzungen vom Gelenk, den Bändern und / oder Sehnen (z. B: Bänderriss oder Zerrung)
  • Knochenbruch (z. B. Bruch des Oberarms)
  • Repetitive Strain Injury (Mausarm / Überlastung durch sich über Jahre wiederholende Bewegung)
  • Überbein (Ganglion)
  • Volkmann-Kontraktur (ein Zusammenziehen der Muskeln aufgrund von verminderter Durchblutung)
  • Hauterkrankungen in der Region des Ellenbogens (z. B. Psoriasis)
  • Tumore

Diagnose und Verlauf

Tennisarm (Tendinose)

Das hat jeder schon mal gehört, aber nicht nur Tennisspieler werden davon heimgesucht. Diese Form der Ellenbogenschmerzen entsteht durch starke Belastung des Gelenks aufgrund gleichförmige Bewegung des Armes. Es ist eines der am häufigsten auftretenden Probleme im orthopädischen Bereich. Betroffen hiervon sind oft junge Menschen, wobei Männer häufiger als Frauen über einen Tennisarm klagen.Tennisarm

Wann kann es zum Tennisarm kommen?

  • beim Sport: wie Tennis, Golf, Klettern oder Werfen
  • bei der Arbeit: am Computer oder bei handwerklichen Tätigkeiten
  • bei Musikern: wie Geiger oder Pianisten)

Also immer dann, wenn über längere Zeit mit gebeugtem Ellenbogen wiederholende Tätigkeiten durchgeführt werden. Betroffene verspüren Schmerzen beim Berühren oder bei Druck auf den äußeren seitlichen Knochenvorsprung des Ellenbogens.

Die Schmerzen entstehen dadurch, dass die Sehne am Ellenbogengelenk bei Tätigkeiten mit gebeugtem Arm an den Knochen reibt und damit die Sehne quasi aufgeraut wird. Diese kleinen Risse in der Sehne führen dann zu den ziehenden Schmerzen, die sehr unangenehm sein können.

Betroffen von einem Tennisarm ist fast jeder einmal in seinem Leben. Da es sich hier um Überlastungsschäden handelt, ist die Akutbehandlung eine Schonung des Gelenkes. Die Vermeidung der Bewegung, die die Ursache für diese Schmerzen sind, versteht sich von selbst.

Aber eine komplette Ruhigstellung ist im Allgemeinen nicht notwendig. Eine Streckung des Gelenkes und leichte Druckmassage auf dem Knochenvorsprung können ebenfalls Linderung verschaffen. Bis ein Tennisarm komplett abgeheilt ist, kann durchaus längere Zeit (mehrere Wochen) vergehen.

Engpasssyndrom am Ellenbogen (Kubitaltunnelsyndrom)

Schmerzen Arm

Hierbei handelt es sich um die zweithäufigste Form des Nervenkompressionssyndroms. Das Greifen mit Zeigefinger und Daumen bereitet Schwierigkeiten und leichte Schmerzen sind auf der Innenseite des Unterarmes zu spüren.

Auch können einzelne Finger (meist kleiner Finger und Rinsfinger) ein zeitweiliges Taubheitsgefühl (eingeschlafene Hände) entwickeln. Diese Symptome treten meist auf, wenn aufgrund von Überbelastung es zu einer Veränderung des Knochenkanals am Ellenbogen kommt.

Diese Veränderungen können unterschiedlich geartet sein. Es kann sich ein Geschwulst gebildet haben, aber auch Verletzungen, Arthrose oder ein Überbein können den Knochenkanal verändern und einengen. Der sogenannte „Handy-Ellenbogen“ zählt ebenfalls zu diesem Krankheitsbild, da durch den permanent gebeugten Ellenbogen, mit Druck des Handys auf das Ohr, es hier zu einer Überbelastung des Ellennerves kommt.

Bei leichten Fällen reicht eine konservative Behandlung mit Schonung und Vermeidung der verursachenden Bewegung aus. Bei schweren Fällen kann eine Operation angeraten sein, um den Nerv zu entlasten. Die Genesung nach einer solchen Operation kann je nach Schwere der bereits entstandenen Schädigung (fortgeschrittene Verschmächtigung der Muskel) allerdings erheblich länger (bis zu einem Jahr) als die Genesung nach einer OP des Karpaltunnelsyndroms an der Hand.

Schleimbeutelentzündung

Schmerzen im Ellenbogenbereich entstehen häufig auch durch Schleimbeutelentzündungen.
Diese ist recht einfach zu erkennen, da der direkt unter der Haut liegende Schleimbeutel am Ellenbogengelenk in diesem Fall stark angeschwollen ist und eine pralle Kugel bildet. Auch können hierbei Schmerzen, Fieber oder Hautrötungen auftreten.

Schleimbeutelentzündung EllenbogenDie Ursachen einer Schleimbeutelentzündung können vielfältig sein.

Häufig ist eine Überbelastung z.B. durch ständiges Aufstützen des Ellenbogens, ähnlich wie beim Tennisarm, der Grund hierfür.

Ebenso können aber auch Infektionen oder Verletzungen der Auslöser sein.

Eine Schleimbeutelentzündung kann auch eine Gicht als Ursache haben. Hierbei lagern sich Harnsäurekristalle in Knorpelgewebe, Weichteilen oder eben häufig auch in den Schleimbeuteln ab.

Im Rahmen eines akuten Gichtanfalls treten hierbei starke Entzündungen mit sehr starken Schmerzen auf. Das Gelenk ist häufig geschwollen, gerötet und warm. Auch kann Fieber als Begleiterscheinung auftreten.

Das Erstellen einer genaue Diagnose kann eventuell eine Analyse der Gelenkflüssigkeit durch Punktion erforderlich machen.

Knochenbruch

starke Schmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit und eventuelle Schwellungen und Blaue Flecken nach starker stumpfer Gewalteinwirkung, wie z.B. Sturz oder Schlag auf den Ellenbogen, deuten auf einen Knochenbruch im Ellbogengelenk hin. Ein Arztbesuch ist in solch einem Fall immer angesagt.

Der Arzt kann weitere Verletzungen feststellen oder ausschließen. Falls auch Sehnen nach einer solchen Gewalteinwirkung verletzt wurden oder gerissen sind, ist schnelles Handeln erforderlich.

Die Heilungschancen sind nach einem Ellenbogenbruch sehr gut, auch wenn stark belastende Bewegungen wie Tennis oder ähnliches eventuell nicht mehr vollumfänglich ausgeübt werden können.

Gelenkverschleiß (Arthrose)

Arthrose

Schmerzen durch Gelenkverschleiß im Ellenbogen betreffen häufiger ältere Menschen. Arthrose in jüngeren Jahren tritt eher dann auf, wenn Verletzungen oder Überanspruchung bei der Arbeit oder im Sport (z.B. Gewichtheben) vorausgegangen sind.

Die Arthrose zeigt sich nicht nur durch mehr oder weniger starke Schmerzen bei der Belastung des Gelenkes, sie geht auch meist mit einer zunehmenden Bewegungseinschränkung des Gelenkes einher.
Allerdings ist das Ellenbogengelenk seltener von Arthrose betroffen als andere Gelenke.

 Gelenkentzündung (Rheuma oder Arthritis)

Auch diese Form der Gelenkschmerzen am Ellenbogen treten eher selten auf. Die Urschen hierfür können unterschiedlich sein. Stoffwechselerkrankungen wie Gicht können ebenso Auslöser sein, wie eine bakterielle Infektion.
Wenn doch zeigt sich dies neben Schmerzen häufig durch Gelenksteifigkeit am Morgen. Die Gelenke sind aufgrund einer Entzündung geschwollen. Eventuell kann auch Fieber hinzukommen.

Tumore, Knochenentzündungen oder Zysten

Dies sind eher seltene Ursachen für Ellenbogenschmerzen, und werden bei der Erstellung einer Diagnose durch einen Arzt meist als Ursache ausgeschlossen.

Häufigkeit und Diagnosedaten

Allgemeinärzte stellen im Schnitt einmal pro Monat die Diagnose Tennisarm. Somit sind ca. 1 – 3% der Bevölkerung betroffen. Auch die Diagnose Schleimbeutelentzündung am Ellenbogen tritt ähnlich häufig auf.

Und diese beiden genannten Schmerzen sind im Bereich der Ellenbogenschmerzen noch die am häufigsten vorkommenden Schmerzen.

Wenn man allerdings davon ausgeht, dass nicht jeder mit Schmerzen zum Arzt geht, kann man davon ausgehen, dass weitaus mehr Menschen von Ellenbogenschmerzen betroffen sind.
In den meisten Fällen verschwinden diese Schmerzen nach kurzer Zeit.

Komplikationen bei dem Symptom

Gelenkschmerzen können immer zu Komplikationen führen. Da das Ellenbogengelenk ein recht kompliziert aufgebautes Gelenk ist und im Alltag stark beansprucht wird, sollten Schmerzen, die längere Zeit andauern, nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Schwellung und starke Hitzeentwicklung am Ellenbogen sind zwingend behandlungsbedürftig.

Gelenkverschleiß und Abnutzung des Gelenkes sind nicht immer mit Schmerzen verbunden und werden somit häufig zu spät erkannt. Dann jedoch entstehen stärkere Schmerzen und schlimmstenfalls kann es zur Versteifung des Gelenkes kommen.

Ein Tennisarm, der nach einer konservativen Behandlung nicht ausheilt, muss eventuell operativ behandelt werden. Operationen am Ellenbogengelenk können allerdings zu Verletzungen im Gelenk führen, und auch die Narbenbildung nach einer OP können die Beweglichkeit des Gelenkes stark beeinträchtigen.

Minimal invasive Techniken sorgen heute jedoch für eine massive Reduzierung der Komplikationen. Ganz auszuschließen sind Nachblutungen und Verletzungen der Nerven allerdings nicht.

Wann sollte man zum Arzt Gehen?

Bei langanhaltenden Schmerzen (über drei Tage) und Schwellung des Gelenkes sollte ein Arzt konsultiert werden, um eine genaue Diagnose zu stellen und eine entsprechende Behandlung durchzuführen.

Der Arzt wird Art des Schmerzes erfragen und sich nach Besonderheiten der Belastung des Gelenkes und Vorerkrankungen erkundigen.

Nach einer Beweglichkeitsprüfung werden weitere Maßnahmen entschieden. Eventuell müssen bildgebende Verfahren zeigen, ob eine Knochenabsplitterung, Knochenbruch, Verrenkung des Gelenkes oder Verletzung der Sehne vorliegt.

Bei Flüssigkeitsansammlung können Punktionen des Gewebes Entlastung und weitere Erkenntnisse bringen.

Behandlung und Therapie

Die Therapie von Ellenbogenschmerzen kann so unterschiedlich sein, wie die Ursachen für das Symptom. Schmerzen aufgrund von Überbelastung müssen meist nicht besonders behandelt werden und verschwinden nach Weglassen der ursächlichen Falschbelastung oft von allein.

Ellenbogenschmerzen Salbe

Auch die Anwendung von entzündungshemmenden Salben oder kühlenden Gels kann Linderung verschaffen. Wärme- und Kältebehandlungen können sich je nach Diagnose ebenfalls positiv auf die Schmerzen auswirken. Falls das Gelenk ruhiggestellt werden muss, kann ein Salbenverband oder Schienung des Gelenkes erfolgen.

Bei stärkeren Schmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel hilfreich sein. Bei sehr starken chronischen Schmerzen kann stationär mit GelenkspüLungen oder Injektionen mit kortisonhaltigen Medikamenten eine Schmerzlinderung herbeigeführt werden. Wenn die konservativen, also nicht-operativen, Therapiemaßnahmen nicht weiterhelfen, muss womöglich mit einer Operation gerechnet werden. Viele Ursachen von Ellenbogenschmerzen können heutzutage jedoch auch mittels Arthroskopie (Gelenkspiegelung) beseitigt werden.

Liegt eine Arthrose vor, kann darüber hinaus eine sogenannte Osteotomie in Gelenknähe durchgeführt werden. Dabei handelt es sich um ein Durchtrennen von Knochen oder aber um ein Entfernen von einem Knochenstück. Bei starken Verletzungen oder schweren Beeinträchtigungen des Ellenbogengelenks, die nicht anderweitig beseitigt werden können, kommt auch eine Prothese (künstlicher Ersatz des Gelenks) in Frage.

Unterstützende Behandlungsmaßnahmen, die bei Ellenbogenschmerzen in Betracht kommen, sind:

  • Physiotherapie
  • Krankengymnastik
  • Kältebehandlung oder Wärmebehandlung
  • Dehnung und Kräftigung durch Muskeltraining
  • Gelenkschonende Sportarten (z. B. Schwimmen)
  • Bädertherapie und Wassertherapie
  • Ultraschallbehandlung und Elektrotherapie
  • Stoßwellentherapie
  • Hilfsmittel aus der Orthopädie (z. Bandagen)

Vorbeugung und Prävention

Vor allem Ellenbogenschmerzen, die aufgrund von Falsch- oder Überbelastung entstehen, können vorbeugende Maßnahmen Schmerzen verhindern. Gelenkbelastende Sportarten meiden oder falls nicht möglich Gelenkschoner, in Form von speziellen Bandagen tragen. Bei einseitigen, wiederholenden Tätigkeiten wenn möglich den Arm immer wieder mal wechseln. Die richtige Höhe von Bürostuhl und Schreibtisch bei Computerarbeiten können auch schon eine Besserung bringen.

Sollten doch Schmerzen auftreten, sollte frühzeitig mit einer Behandlung begonnen werden, um eventuelle Folgeschäden oder Komplikationen zu vermeiden. Entspannungs- und Dehnübungen beugen einseitigen Belastungen vor, also immer mal wieder den Ellenbogen durchstrecken und dehnen, die Schultern kreisen und den gesamten Körper strecken, während einseitig belastende Tätigkeiten durchgeführt werden.

Alternative Behandlungsmethoden

Ergänzende Maßnahmen können auch physiotherapeutische Behandlungen sein, die eine gelenkschonende Bewegung und Kräftigung der Muskeln unterstützen, um somit die Schmerzen zu lindern und künftigen Schmerzen vorzubeugen. Die physiotherapeutischen Behandlungen fördern die Heilung der verletzten Sehnen und können weitere Schäden durch Überbelastung des Gelenkes vorbeugen. Hierbei werden spezielle Kräftigungs- und Dehnübungen durchgeführt.

Massageanwendungen ergeben keine besondere Verbesserung und sind eher nicht als Therapie angesagt.
Mithilfe von Akupunktur kann die Durchblutung gefördert und somit der Schmerz gelindert werden. Die Motorik des Gelenkes wird aktiviert und der Heilungsprozess beschleunigt.

Akute Schmerzen und insbesondere einhergehend mit einer Schwellung können immer gut mit Kälte behandelt werden und so schnell Linderung schaffen.

Homöopathischen Mittel

  • Arnika: äußerlich als Salbe oder als Globuli (D6)Arnika Pflanze Globulin
  • Johanniskrautöl als äußerliche Behandlung
  • Rhus toxicon als Globuli (D6 als Behandlungsbeginn auch D12 möglich)
  • Hypericom (D6 als Behandlungsbeginn auch D12 möglich)

Ein Heilpraktiker kann auch bestimmte Extrakte direkt unter die Haut spritzen, die den Heilungsprozess beschleunigen. Extrakt aus der Weiderinde unterstützt den Gelenkaufbau. Mit Injektionen aus Mistelzubereitungen werden häufig gute Ergebnisse erzielt.

Es gibt hier noch eine weitere Anzahl von Heilpflanzen die ein Naturheilprakitker individuell empfehlen wird. z.B.

  • Weißkohlblätter, zerdrückt als Wickel
  • Kamillen-, Rosmarin- und Wacholderöl zum Einreiben wirken schmerzstillend und entzündungshemmend
  • Arnikablüten, Fichtennadeln, Heublumen und Wacholderbeeren zu gleichen Teilen als Badezusatz sind ebenfalls sehr wirksam bei Schmerzen

Schüssler SalzeSchlüssler Salze

Zur Stärkung von Sehnen, Bändern, Knochen und Gelenken sind folgende Schüssler-Salze in Kombination möglich

bei allgemeinen Schmerzen können folgende Schüssler-Salze helfen

Bachblüten

folgende Essenzen nach Dr. Bach (Bachblüten) sind können bei Ellenbogenschmerzen eingesetzt werden

  • elm: bei akuter Überanstrengung (wie Tennisarm)Bachblüten
  • impatiens: bei Entzündungen und Schmerzen
  • holly: bei sehr heftigem, hitzigem Verlauf der Schmerzen
  • Notfallcreme: zum Einreiben im Akutfall
  • Notfalltropfen: bei akuten Beschwerden

Unterstützende Heilmethoden sollten immer in Rücksprache mit dem Arzt erfolgen.

Weitere Behandlungsmethoden bei Ellenbogenschmerzen

 

  • Kältetherapie
  • Wärmetherapie
  • Wassertherapie
  • Elektrotherapie
  • Stoßwellentherapie
  • Ultraschallbehandlung
  • regelmäßige Bewegung und sanfte Sportarten (beispielsweise Schwimmen)
  • Einsatz von orthopädischen Hilfsmitteln (beispielsweise Bandagen)

Die Wirkungsweise des inzwischen häufig verwendeten Tapingverfahren ist wissenschaftlich noch nicht belegt.

Hausmittel

Kälte Ellenbogen

Wer immer wieder einmal unter Ellenbogenschmerzen leidet, weiß im Allgemeinen schon was für sich und sein Gelenk gut ist.
Eine Kältetherapie ist mit einem Eispack (immer in ein Tuch einwickeln) schnell selbst gemacht und hilft insbesondere bei Schwellungen.

Eine Wärmebehandlung kann mit Körnersäckchen oder ähnlichem, welche kurz in der Mikrowelle erhitzt werden, gut durchgeführt werden.
Bei Schmerzen mit Schwellungen können auch Quarkwickel eine gute Alternative sein. Einfach den Quark auf ein Tuch streichen und dann direkt auf den Ellenbogen geben. Mit Mullbinden befestigen und über Nacht einwirken lassen. Eventuell mehrfach wiederholen.

Fragen und Antworten

Welche Arten von Ellenbogenschmerzen gibt es?

akute Schmerzen: Tennisarm, Knochenbruch, Verrenkung
chronische Schmerzen: Gelenkverschleiß, Gelenkentzündung

Was sollte man bei länger anhaltenden Schmerzen tun?

Falls die Ellenbogenschmerzen länger als drei Tage dauern, sollte man einen Arzt konsultieren. Dieser kann schwerwiegendere Verletzungen oder Entzündungen diagnostizieren bzw. ausschließen und entsprechende Behandlungen anordnen.

Welche Bewegungen kann ich mit Ellenbogenschmerzen ausüben?

Während der Schmerzphase sollte die Belastung des Ellenbogens so gering wie möglich sein. Danach sollte am besten mit einem Arzt, Physiotherapeut oder Trainer abgeklärt werden, wie die Belastung künftig reduziert werden kann. Dies kann durch Verbesserung der Bewegungsabläufe oder durch Einsatz von Bandagen unterstützt werden. Grundsätzlich spricht aber nichts dagegen, nach Abklingen der Schmerzen wieder Tennis oder Golf zu spielen, sofern dem Gelenk immer wieder Ruhezeiten gegönnt werden.

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