Kaliummangel

Steckbrief: Kaliummangel

  • Name(n): Hypokaliämie; Kaliummangel; Kaliumdefizit;
  • Art der Krankheit: Elektrolystörung;
  • Verbreitung: 1-3% ambulant und 15-20% stationär;
  • Erste Erwähnung der Krankheit: nicht bekannt;
  • Behandelbar: Ja;
  • Art des Auslösers: meist mangelnde Kaliumzufuhr bzw. übermäßiger Kaliumverlust;
  • Wieviele Erkrankte: nicht bekannt;
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Internist;
  • ICD-10 Code(s): E87.6

Ein Mangel mit vielen Gesichtern

Kalium ist ein essentieller Mineralstoff für den Körper, welcher viele Funktionen für den Körper hat, wie zum Beispiel die Regulation des Herzschlages.

Ein Mangel kann durch viele Ursachen begünstigt oder verursacht werden, was wiederum Auswirkungen auf den Organismus hat.

Der normale Kaliumgehalt im Blut liegt zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l und Werte darunter werden als Kaliumdefizit beschrieben.

Im folgenden Text erfahren Sie mehr über das Kalium, die Ursachen eines Mangels und was Sie dagegen tun bzw. vorbeugen können.

Definition Kaliummangel

Ein Kaliummangel, im Fachjargon auch Hypokaliämie genannt, ist, wie der Name schon sagt, ein Mangel von Kalium im Körper. Kalium ist ein Mineralstoff, was wiederum ein Mengenelement ist.

Der Normwert von Kalium in den Zellen beträgt etwa 150 mmol/l und im Blut zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l.

Wenn der Wert im Blut unter 3,5 mmol/l sinkt, können die Zellen durch den osmotischen Druck (Osmose: Konzentrationsaustausch vom Ort der höheren zum Ort der niederigen; der osmotische Druck herrscht so lange vor, bis der Konzentrationsausgleich erfolgt ist), nicht schnell genug reagieren und ein Mangel herrscht vor.

Was ist ein Kaliummangel?

Ein Kaliummangel ist ein Defizit von dem Mineralstoff Kalium. Kalium selbst ist ein positiv geladenes Ion, welches essentiell für das Herz, die Muskeln, Zellen und Nerven sind. Der Kaliumbedarf eines erwachsenen Menschen beträgt etwa zwei bis drei Gramm pro Tag und wird über die Nahrung aufgenommen. Im oberen Dünndarm wird das Kalium aus der Nahrung resorbiert.

Der Bedarf ist somit gedeckt und ein Kaliummangel ist daher eher selten. Einige Menschen haben einen erhöhten Bedarf an Kalium, welche aber die Ausnahme bilden. Beim gesunden Menschen wird überschüssiges Kalium ausgeschieden und der Kaliumspiegel bleibt konstant. Im Falle eines Mangels herrscht ein Ungleichgewicht, meist durch überschüssigen Kaliumverlust bzw. mangelnde Zufuhr.

Wie in der Definition schon erwähnt, herrschen unterschiedliche Konzentrationen im Blut und in den Zellen vor. Der Körper kann den Kaliummangel nach einer Zeit durch den osmotischen Druck ausgleichen, jedoch dauert das eine gewisse Zeit. In diesem Zeitraum kann der Kaliummangel für den Körper lebensgefährlich werden, zum Beispiel durch Rhythmusstörungen.

Ein leichter Kaliummangel kann durch entsprechende Ernährung ausgeglichen werden. Kaliumsubstitution durch Tabletten oder ähnlichem, sollte ohne ärztliche Kontrolle hingegen nicht stattfinden, da eine Hyperkaliämie ebenfalls sehr gefährlich werden kann.
Der Gesamtkaliumspiegel sollte etwa 40-50 mmol/kg Körpergewicht betragen, wobei Männer einen höheren Kaliumbestand aufweisen als Frauen. Jedoch betrifft ein Kaliummangel Frau und Mann gleichermaßen.

Kalium ist wichtig für den Körper. Zusammen mit Calcium und Natrium halten sie den osmotischen Druck in den Zellen aufrecht und regulieren so den Wasserhaushalt. Zudem sind die drei Elektrolyte essentiell für die Herztätigkeit, die Kontraktion von Muskel- und Nervenellen und den Blutdruck, bzw. dessen Regulation. Weiterhin aktiviert Kalium bestimmte Enzyme und hilft bei der Produktion von Eiweiß. Für die Energieproduktion und den Kohlenhydratstoffwechsel wird Kalium ebenfalls benötigt.


Welche Ursachen gibt es?

Ein Kaliummangel kann viele Ursachen haben. Die häufigste Ursache ist lange andauernder Durchfall bzw. Erbrechen. Hier führt immer wieder der schnelle Kaliumverlust zu dem Mangel, ebenso bei einer erhöhten Diurese. Eine erhöhte Diurese kann bei einem Diabetes insipidus oder durch Medikamente, die nicht nur Urin, sondern zusätzlich Kalium ausschwemmen.

Auch ein Missbrauch von Abführmitteln führt zu einer starken Elektrolytverschiebung und damit zu einer Exikose, einem buchstäblichen Austrockenen des Betroffenen. Ältere Menschen leiden aber auch ohne Abführmittel oft an einer Exikose, daher ist hier zusätzlich darauf zu achten, ob diese genügend Flüssigkeit zu sich genommen haben. Im Sommer, durch Saunagänge im Winter oder starke Anstrengungen ist ein Kaliummangel ebenfalls durch starkes Schwitzen möglich, da der Flüssigkeitsverlust über die Haut erfolgt und nicht ausreichend dazu getrunken wird.

Weitere Ursachen sind chronische Erkrankungen, wie zum Beispiel das Cushing Syndrom (erhöhter Cortisolspiegel und dadurch Fettansammlungen im Gewebe), das Conn-Syndrom (primäre Hyperaldosteronismus mit dem Symptom der Hypokaliämie) oder entzündliche Darmerkrankungen wie Colitis ulzerosa oder Morbus Crohn. Überhöhter Alkoholkonsum, hoher Salzkonsum und wenig Kaliumaufnahme sind weitere mögliche Auslöser, die einen Mangel begünstigen. Störungen des Säure-Basen-Haushaltes führen, wenn der pH Wert steigt, ebenfalls zu einem Kaliummangel. Eine Bariumvergiftung kann ebenso einen Kaliummangel hervorrufen, ebenso Infektionen, die das Kalium aus den Zellen in das Blut freisetzt.

Im nachfolgenden nochmal eine zusammenfassende Liste der Ursachen:

  • lang anhaltender Durchfall bzw. Erbrechen
  • Missbrauch von Abführmitteln
  • erhöhte Diurese
  • starkes Schwitzen
  • Cushing Syndrom, entzündliche Darmerkrankungen
  • Alkoholkonsum
  • hoher Salzkonsum, wenig Kaliumzufuhr
  • Exikose
  • Störung im Säure-Basenhaushalt (Alkalose)
  • Bariumvergiftung
  • Infektionen
  • hoher Koffeinkonsum

Symptome & Anzeichen

 

Die Symptome eines Kaliummangels sind sehr vielfältig und können bei jedem anders und in unterschiedlicher Stärke ausfallen. Ein leichter Kaliummangel verläuft meist Symptomlos, aber ab 3,0 mmol treten verstärkt Anzeichen auf, die ein Handeln erfordern. Eine Erschöpfung und Antriebslosigkeit können auf einen Mangel hinweisen, sind jedoch sehr vielfältige Symptome, die durch andere Erkrankungen ausgelöst wurden. Lähmungserscheinungen, starke Muskelschwäche bzw -krämpfe fallen dem Betroffenen in der Regel ebenfalls sehr schnell auf, vor allem das Treppen steigen und langes Gehen und Stehen fällt schwer.

Durch die Muskelschwäche können auch die üblichen Reflexe ausbleiben bzw. verschwächt auftreten. Dazu gehören auch die Schutzreflexe, was für den Betroffenen gefährlich werden kann. Beispielsweise wäre hier das Ausbleiben des Hustenreflexes, der verhindert, dass der Patient aspiriert und möglicherweise eine Lungenentzündung bekommt. Je größer der Mangel, desto mehr werden die Muskeln gelähmt. Herzrhythmusstörungen, wie Herzstolpern, Vorhof- oder Kammerflimmern sind ebenfalls Anzeichen einer Hypokaliämie. Diese Herzrhythmusstörungen können unter Umständen zum Tod führen, wenn sie unbemerkt bleiben oder schnelle Hilfe ausbleibt.

Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen gehören ebenfalls zu den gängigen Symptomen, ebenso wie Kreislaufprobleme. Synkopen, Unwohlsein und Grippesymptomatik. Diese Symptome können primär fehlgedeutet werden, daher ist an einen Kaliummangel zu denken, wenn diese längerfristig anhalten oder sich verschlechtern. Möglicherweise verspürt der Betroffene einen starken Magendruck und ein Völlegefühl, bis hin zu Verdauungsproblemen.

Das kann sich vor allem in Verstopfung äußern, im schlimmsten Fall sogar zu einem paralytischen Ileus führen. Durch den Kaliummangel können auch Nierenfunktionsstörungen auftreten und damit auch eine Übersäurung des Körpers. Dies äußert sich so, dass der Betroffene viel trinkt, manchmal auch zu schnell atmet und an Übelkeit leidet.

Was wenig bekannt ist, ist dass ein hoher Koffeinkonsum zu einem Kaliummangel führen kann. Das Kalium wird mit Hilfe von Koffein und Glukose ausgeschieden. Wer über zwei Liter täglich trinkt, erleidet schnell einen Mangel.

Nach Operationen kann auch ein Mangel erfolgen, da der Körper gestresst ist und aufgrunddessen Glukokortikoide aussschüttet. Diese wirken auf die Niere, welche wiederum vermehrt Kalium mit dem Urin ausscheidet.

In der Regel enden alle Symptome, wenn Kalium substituiert wird. Jedoch sollte dies unter ärztlicher Begleitung erfolgen.


Diagnose und Krankheitsverlauf

Die Diagnose einer Hypokaliämie ist sehr einfach zu stellen. Wenn Symptome auftreten, sollte Blut abgenommen und das Kalium bestimmt werden. Der Wert sollte zwischen 3,5 und 5,0 mmol/l liegen. Eine leichte Hypokaliämie ist zwischen 3,0 und 3,5 mmol/l zu definieren und eine mittelschwere bis schwere unter 3,0 mmol/l.

Neben der Blutabnahme ist die Anamnese des Betroffenen ebenfalls sehr wichtig. Die wichtigsten Fragen sind folgende:

  • Leiden Sie an Übelkeit, Magendruck oder Muskelschwäche?
  • Leiden Sie an Kreislaufproblemen, niedrigem Blutdrucke oder haben Sie Pulsveränderungen bemerkt?
  • Leiden Sie unter Verstopfung?
  • Hat sich der Appetit verändert bzw. haben Sie etwas anderes gegessen/ getrunken?
  • Wie viel trinken Sie und müssen Sie häufig Wasserlassen?
  • Leiden Sie an Allergien, hatten Sie Operationen?
  • Welche Medikamente nehmen Sie ein?

Des weiteren sieht sich der Arzt den Betroffenen genau an und macht eine umfassende klinische Untersuchung. Er misst den Blutdruck, den Puls und eventuell die Temperatur. Körpergröße und -gewicht werden ebenfalls bestimmt. Die körperliche Untersuchung umfasst das Aussehen der Augen, die Haut und Schleimhäute und die Reflexe. Zudem werden Herz und Lunge abgehört und der Bauch abgetastet.

Der Krankheitsverlauf ist je nach Symptomatik unterschiedlich. Die allgemeinen Symptome, wie zum Beispiel Kreislaufprobleme, Übelkeit und Erschöpfungszustände, können sich verschlechtern, so dass der Betroffene nicht mehr aus dem Bett kommt. Da die Muskulatur auch betroffen ist, sind Lähmungen die Folge, wenn der Mangel nicht behoben wird. Eine Infektionsgefahr ist durch die Lähmungen ebenfalls gegeben, wenn sich der Betroffene verschluckt und Nahrung oder Flüssigkeiten in die Lunge gelangen. Dadurch kann eine Lungenentzündung entstehen.

Im schlimmsten Fall kann der Tod eintreten, zum Beispiel in Folge der Herzrhythmusstörungen, da sich dadurch ein schweres Herzversagen entwickelt. Aber auch die Verdauungsbeschwerden mit einem möglichen Ileus können zum Tod führen. Ein Kaliummangel sollte daher unbedingt behandelt werden, bevor etwas schlimmers passiert.


Häufigkeit und Diagnosedaten

Genaue Daten und Statistiken zu einer Hypokaliämie sind nur wenige vorhanden, da ein latenter Mangel oft unbemerkt und unbehandelt bleibt. Bekannt ist, dass Frauen und Männer gleichermaßen betroffen sind. Statistiken zu den Anzahlen der Neuerkrankungen (Inzidenz) sind bislang nicht erhoben worden. Bekannt ist jedoch, dass etwa ein bis drei Prozent des Kaliummangels ambulant, also bei dem Betroffenen zu Hause, und 15 – 20 Prozent stationär im Krankhaus erfolgt. Ein Kaliummangel tritt meist tritt zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr auf, wobei ein mangelndes Trinkverhalten oft dazu beiträgt.

Ein Kaliummangel wird in Studien in drei Kategorien eingeteilt bzw. unterschieden: die renalbedingte (nierenbedingte), die enteralbedingte (darmbedingt) und die metabolische (stoffwechselbedingte) Hypolaliämie. Andere Ursachen werden meist nicht beschrieben, da die eher selten sind und es dazu nur wenig Studien gibt.

Laut einer Studie haben etwa 11 Prozent der Patienten, die in eine Notaufnahme kommen, einen Kaliummangel. Die häufigste Vorerkrankung einer Hypokaliämie ist ein arterieller Hypertonus (ein Bluthochdruck), aber auch andere Herzerkrankungen stehen im engen Zusammenhang mit einem Kaliummangel.
Etwa 3,6 Prozent der Patienten versterben an einem Kaliummangel.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikationen bauen auf den Symptomen der Hypokaliämie auf und hängen daher eng mit diesen zusammen. Symptome sollten daher nicht ignoriert und behandelt werden. Vor allem bei gefährdeten Personen ist ein regelmäßige Kaliumspiegel zu bestimmen.

Wenn ein Kaliummangel nicht bemerkt wird, kommt zunächst zu den oben genannten leichten Symptomen, wie Kopfschmerzen, Übelkeit und Muskelschwäche. Bei weiterem nicht behandeln, können sich schwere Verdauungsstörungen, wie ein paralytischer Ileus, entstehen. Ein paralytischer Ileus ist eine Darmlähmung, die aufgrund der Muskelschwäche entsteht. Dadurch kann die Nahrung wiederum nicht weiter transportiert und ausgeschieden werden.

Die Muskelschwäche kann zu weiteren schwerene Lähmungen führen, bis hin zum kompletten Organversagen. Leichtere Komplikationen wären Muskelkrämpfe und leichtere Lähmungen, die oftmals zunächst als Schwäche wahrgenommmen werden. Jedoch hindern diese den Betroffenen am normalen Leben. Greifen, Husten, Treppen steigen, längeres Gehen oder Stehen bereiten dem Patienten große Probleme. Daraus ergeben sich andere Komplikationen wie Verschlucken, möglicherweise Gewichtszu- oder -abnahmen und ein Versorgungsproblem.

Die Herzfunktion weist durch den Kaliummangel ebenfalls starke Veränderungen und damit Komplikationen auf. Die Herzfrequenz ist unregelmäßig und meist verlangsamt. Oft nimmt der Betroffene es als Stolpern war, was möglicherweise ein Panikgefühl auslöst. Im schlimmsten Fall kann die Bradykardie (langsame Herzfrequenz) zum Herzstillstand führen.

Des weiteren können die Nieren durch den Kaliummangel weiter geschädigt werden. Die Nieren können den Urin nicht mehr eindicken, dadurch werden große Mengen Urin ausgeschieden und mit dem Urin noch mehr Kalium.

Die schlimmste Komplikation eines Kaliummangels kann der Tod sein, daher erfordert jeder Kaliummangel ein schnelles Handeln mit angemessener Überwachung.

Hier sehen Sie nochmal die schlimmsten Komplikationen im Überblick:

  • paralytischer Ileus
  • schlechtere Lebensqualität
  • Lähmungen
  • schwere Herzrhythmusstörungen
  • Nierenfunktionsstörungen
  • Tod

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Da ein Kaliummangel schwere Komplikationen mit sich bringen kann. sollte bei dem geringsten Verdacht eines Mangels oder bei den oben genannten Symptomen zum Arzt gegangen werden. Auch wenn ein Gang zum Arzt für viele unagenehm ist, muss es abgeklärt werden, da ein Kaliummangel viele Ursachen haben kann. Optimal hierfür ist ein Internist, welcher sich mit Erkrankungen der inneren Organe beschäftigt. Dieser wird die Symptome zuordnen und entsprechend ein Blutbild eventuell auch ein EKG anfordern. Aber auch Allgemeinmediziner und Hausärzte können eine mögliche Anlaufstelle sein.

Betroffene, die gefährdet sind, sollten regelmäßige Laborkontrollen durchführen lassen. Ebenso Patienten, die schon öfter einen Kaliummangel hatten, sollten auf die Symptome geschult werden, damit sie rechtzeitig zum Arzt gehen. Manche reagieren früher oder später, wichtig ist auf den eigenen Körper zu hören und zu reagieren.


Behandlungsmethoden & Therapien

 

  • orale Kaliumsubstitution durch Medikamente oder Nahrungsmittel
  • i.v. Subsitution
  • Kaliumausschwemmer vermeiden
  • Ursachen vermeiden

Die Behandlung und Therapie richtet sich nach der Ursache des Kaliummangels. Bei einem leichten Kaliummangel reicht oftmals eine orale Substitution aus, das heißt, der Patient sollte viel kaliumreiche Lebensmittel essen. Vor allem Fleisch, Nüsse und Kartoffeln sind wichtige Lieferanten. Ein wichtiger Tipp ist auch, dass Gemüse eher gedünstet wird, da beim längeren Kochen viel Kalium aus den Nahrungsmitteln herausgeschwemmt wird, vor allem wenn das Kochwasser noch weggeschüttet wird.
Aber auch orale Kaliumpräparate, zum Beispiel in Pulver- oder Kapselform kann der Patient zu sich nehmen, sollte jedoch immer auf ärztliche Anordnung erfolgen und bedarf einer regelmäßiger Kontrolle, da gleichzeitig über die Nahrung auch Kalium aufgenommen wird.

Sollte die orale Zufuhr nicht mehr reichen, ist eine intravenöse Substitution erforderlich. 40 mmval Kaliumchlorid sollte in mindestens 1000 ml Ringer Lösung bzw. Natriumchlorid Lösung aufgelöst und langsam verabreicht werden. Wenn es in weniger aufgelöst und schnell verabreicht wird, sind starke Herzrhythmusstörungen die Folge. Ebenso ist es wichtig, dass für die i.v. Gabe ein Zentralvenöser Katheter gelegt und das Kalium darüber verabreicht wird. Kaliumchlorid ist stark venenreizend und würde diese schädigen.

Wenn der Patient an starken Herzrhythmusstörungen leidet, ist meist eine intensivmedizinische Therapie erforderlich. Das heißt, der Betroffene wird an einen Monitor angeschlossen, auf dem die Herzfrequenz abgeleitet wird. So werden Veränderungen schnell wahrgenommen. Diese Patienten bekommen ebenfalls eine i.v. Kaliumzufuhr.

Bei anderen Ursachen, wie zum Beispiel starken Durchfall, ist es notwendig, die Ursache hierfür herauszufinden. Ist eine Diuretikagabe erforderlich, sollte auf auf Kaliumsparende Diuretika zurückgegriffen werden, damit das Kalium länger im Körper verbleibt. Cola, viel Koffein, Salz und Alkohol sind in Maßen zu genießen. Somit sollte der Kaliumspiegel im Serum wieder steigen.


Vorbeugung – Impfung und Prävention

Einem Kaliummangel kann gut vorgebeugt werden. Ein gesunder Mensch muss sich um seinen Kaliumhaushalt keine Sorgen machen. Betroffene, die an chronischen Darmerkrankungen leiden, Abführmittel oder Diuretika nehmen, müssen hingegen besonders auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung achten, gegebenenfalls zusätzlich Kalium in Form von Medikamenten zu sich nehmen. Jedoch sollte das dringend unter ärztlicher Überwachung stattfinden und nicht kontinuirlich eingenommen werden.

Eine weitere vorbeugende Maßnahme ist, sich salzärmer zu ernähren, nicht zu viel Alkohol und Koffeinhaltige Getränke trinken. Trinken selbst ist hingegen sehr wichtig. Etwa 1,5 bis 2 Liter pro Tag helfen den Kaliumspiegel aufrecht zu erhalten. Es muss dabei nicht unbedingt Wasser getrunken werden. Auch Tees oder Saftschorlen sind zu empfehlen. Bei Sportlern oder im Sommer können isotonische Getränke oder Kaliummhaltiges Wasser helfen. Kaliumhaltiges Wasser deckt jedoch nicht den kompletten Tagesbedarf, daher ist die Ernährung nebenher sehr wichtig.

Wenn andere Erkrankungen vorhanden sind, die einen Kaliummangel begünstigen, müssen diese eingestellt und immer wieder nachkontrolliert werden. Das heißt zum Beispiel beim Diabetes eine Insulineinstellung.

Eine Impfung gibt es nicht, daher liegt es an den Ärzten, den Patienten, aber auch den Angehörigen, auf Symptome und Anzeichen zu achten.


Prognose zur Heilung

Die Heilung und Linderung eines Kaliummangel ist sehr hoch. Da Betroffene viel mit einer ausgewogener Ernährung erreichen, können sie selbst zur Heilung beitragen. Die Gefahr bei einer leichter Hypokaliämie ist sehr gering, vor allem wenn sie kurzzeitig auftritt. Meist kann der Körper selbst den Mangel ausgleichen, in dem das Kalium aus den Zellen in das Blut übertritt.

Lediglich bei schwerer erkrankten Patienten, vor allem mit Herzproblemen und schwerem Kaliummangel besteht Lebensgefahr.


Kaliumbedarf & gefährdete Personen

 

  • Ältere Menschen
  • Schwangere und Stillende
  • Betroffene mit entzündlichen Darmerkrankungen
  • Diabetiker
  • Patienten, die Diuretika oder Abführmittel einnehmen
  • Patienten mit Essstörungen
  • Sportler, Menschen die stark schwitzen

Da ein Kaliummangel meist zwischen dem 50. und 80. Lebensjahr auftritt, sind diese Personen besonders gefährdet. Vor allem durch schlechtes Trinkverhalten, die Veränderung im Stoffwechsel und möglichen Vorerkrankungen steigt die Gefahr eines Mangels.

Weitere gefährdete Personen sind anorektische und bulimische Patienten, da diese nicht genug essen bzw. sehr viel wieder erbrechen und eine Kaliumzufuhr fehlt. Auch Patienten, die an chronisch entzündlichen Darmerkrankungen leiden, können aufgrund von Durchfällen einen Kaliummangel bekommen, bzw. dem Metabolismus, dass das Kalium schlechter in den Organismus aufgenommen werden kann. Dazu zählt vor allem Morbus Crohn, Colitis ulzerosa aber auch Patienten, die Unverträglichkeiten haben.

Schwangere und Stillende haben keinen höheren Kaliumbedarf, sollten aber etwas mehr auf ihren Bedarf achten um sich und ihr Ungeborenes nicht zu gefährden. Sportler und Menschen, die viel schwitzen, verlieren durch das Schwitzen auch Kalium.

Vorsicht besteht auch bei Diabetikern. Ein Kaliummangel kann dazu führen, dass der Patient mehr Insulin braucht. Ein erhöhter Blutzuckerwert führt auch zu einem Ausschwemmen von Kalium. Ein Mangel des Elektrolyts kann zudem zu hohem Blutdruck führen, was für Diabetiker noch schlechter ist, als für den gesunden Menschen. Daher sind hier regelmäßige Kontrollen sehr wichtig.

Der Kaliumbedarf hängt sonst vom Alter ab. Folgender Bedarf ist für die einzelnen Altersgruppen vorgesehen:

  • Säuglinge von 0 bis 12 Monate: 400 – 650 mg Kalium pro Tag
  • Kleinkinder 1 bis 4 Jahre: 1000 mg Kalium pro Tag
  • Kinder von 4 bis 10 Jahre: 1400 – 1600 mg Kalium pro Tag
  • Teenager von 11 bis 15 Jahre: 1800 – 1900 mg pro Tag
  • Jugendliche und Erwachsene: 2000 mg pro Tag

In Deutschland können die Menschen problemlos ihren Bedarf decken, denn es werden ungefähr 3000 – 3500 mg Kalium pro Tag und Person aufgenommen. In anderen Ländern sind Mängel ein größeres Problem.

Differentialdiagnosen zum Kaliummangel

Differentialdiagnosen sind mögliche Diagnosen, die neben der eigentlichen Erkrankung bei bestimmten Symptomen in Frage kommen. Bei einer Hypokaliämie gibt es viele Differentialdiagnosen, die im nachfolgenden vorgestellt werden:

Psychiatrische und neurologische Erkrankungen

Stoffwechsel- und endokrine Erkrankungen

  • Alkalose (Störung des Säure-Basen-Haushalt)
  • Cushing Syndrom (zuviel an Cortisol)
  • Conn Syndrom (vermehrte Bildung von Aldosteron)
  • Hyperinsulinismus (hohe Insulinresistenz)

Magen und Darm Erkrankungen

Urogenitalsystem (Nieren, Harnwege – Geschlechtsorgane)

  • Akutes Nierenversagen
  • Hypokaliämische Nephropathie (Nierenerkrankung) mit eingeschränkter Konzentrationsfähigkeit
  • Polydipsie (übermäßiger Flüssigkeitsaufnahme durch Trinken)
  • Polyurie (vermehrten Harnausscheidung)

Weitere Differentialdiagnosen

  • Enterale Fisteln z.B. Hämorrhoiden
  • Enterostomie (künstlicher Darmausgang)
  • Sondenableitungen (Magne, Duodenum (Zwölffingerdarm), Galle, Pankreas/Bauchspeicheldrüse, Dünndarm)
  • Parenterale Ernährung („unter Umgehung des Darmes“) ohne Kaliumzusatz
  • Lakritzabusus
  • Genussmittelkonsum: Alkohol, koffeinhaltige Getränke (z. B. Kaffee, schwarzer oder grüner Tee, Cola)

Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungsmethoden werden immer beliebter und oft wird die Lösung in dieser, anstatt der Schulmedizin, gesucht. Unter diesen alternativen Behandlungsmethoden verbirgt sich eine Sammlung diverser Methoden umd Symptome oder Erkrankungen zu lindern. Im folgenden eine kleine Auswahl verschiedener Verfahren, die bei einem Kaliummangel vorbeugen oder helfen können:

Eine Möglichkeit, einen Kaliummangel zu lindern, ist die Akupunktur. Akupunktur hilft gegen nahezu alle Erkrankungen und sie kann helfen, dass das Kalium schneller aus den Zellen ins Blut gelangt. Zudem kann die Akupunktur Symptome lindern.

Des weiteren kann die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bei einem Kaliummangel helfen, da diese Behandlungsmethode auf Gegensätze beruht und alles zusammen hängt. Das heißt, TCM besteht aus verschiedenen Methoden aus Ernährung, Akupunktur, Bewegungsübungen und Massagen. Dies soll bewirken, dass der Körper wieder in Einklang kommt.

Im Bereich der Massagen kann auch eine Reflexzonenmassage bewirken, dass der Körper zur Selbstheilung angeregt wird und ein Ausgleich von Kalium schneller stattfindet.

Auch eine Phytotherapie ist für einen Kaliummangel geeignet. Wenn der Betroffene eine ernährungsbedingte Hypokaliämie hat, kann möglicherweise eine Ordnungstherapie helfen, dass dieser mehr Kalium zu sich nimmt. Eine Ordnungstherapie gehört zum Bereich der Kneipp Therapie, die ebenfalls auf mehrere Behandlungsverfahren aufbaut.

Ayurveda soll ebenfalls gut gegen einen Kaliummangel vorbeugen. Es ist eine ganzheitliche Behandlung aus Massagen, Ernährung und Ölbehandlungen. Ayurveda behandlet Krankheiten und beugt diesen vor.

Alternative Behandlungsmethoden können helfen, jedoch stellt es keinen Vergleich zur Schulmedizin dar. Wenn sich die Beschwerden nicht bessern, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Tee

Eines der besten Hausmittel gegen einen Kaliummangel ist Tee. Tees gibt es in vielen verschiedenen Varianten und Heilwirkungen. Die Inhaltsstoffe, wie zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe und ätherische Öle tragen zur Heilung bei und sind gleichzeitig wichtige Wirkstoffe im Körper. Ein Tee kann in verschiedenen Ausführungen Anwendung finden. Dazu gehört das Trinken, das Gurgeln oder auch Umschläge mit diesen. Bei einem Kaliummangel können Tees Symptome, wie zum Beispiel Bauchbeschwerden lindern.

Kalium – Kartoffelwasser

Wer sich erschöpft fühlt, muss nicht unbedingt zu Chemie greifen, sondern kann zu Kalium – Kartoffelwasser greifen. Hierfür sollte man eine ungeschälte und ungewaschene Kartoffel in Scheibe schneiden und in ein Behältnis mit Wasser legen. Mindestens 12 Stunden sollte sie darin verweilen, danach kann das Gemisch getrunken werden.

Apfelessig

Apfelessig ist ein vielfältiges Hausmittel, welches an vielen Teilen des Körpers wirkt. Zunächst liefert Apfelessig Kalium, was im Akutfall Muskelkrämpfe und -schmerzen lindern kann. Zudem hilft Apfelessig gegen Übergewicht und niedrigem Blutdruck. Am besten ist, wenn der Betroffene täglich ein Glas lauwarmes Wasser mit einem Teelöffel Apfelessig trinkt.

Bewegung

Das natürlichste Hausmittel gegen Beschwerden jeglicher Art, ist Bewegung. Bewegung beugt Verstopfung vor, aber auch hilft eine regelmäßige Dehnung der Muskeln gegen Muskelkrämpfe. Ein täglicher Spaziergang reicht aus, wobei sich der Patient nicht überanstrengen sollte, denn Schwitzen wäre kontraproduktiv.

Rote Beete Saft

Rote Beete Saft hilft, aufgrund des hohen Kaliumgehalts, ebenfalls gegen Kaliummangel. Zudem steckt er voller anderer gesunder Nährstoffe. Zudem entgiftet er den Körper noch etwas und steigert die körpereigenen Systeme.

Rinder- bzw. Hühnerbrühe

Rinder- bzw. Hühnerbrühe sind ebenfalls ein gutes Hausmittel. Durch die Flüssigkeit gleicht sich dieser Mangel schon etwas aus und durch die Nährstoffe in der Suppe auch der Kaliummangel. Zudem steigert eine Brühe auch das innere Wohlbefinden.

Hausmittel können bei einem Kaliummangel kurzfristig helfen, jedoch sollte die Ursache des Mangels herausgefunden werden. Zudem kann eine Überdosierung der Hausmittel dazu führen, dass zu viel Kalium im Körper ist, was wiederum diesen schädigt.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Kräuter sind sehr wirksam gegen eine Hypokaliämie, denn sie sind wahre Nährstoffbomben, die viel Kalium enthalten. Jedes Kraut besitzt seine eigene Wirkung, da sie sekundäre Pflanzenstoffe besitzen, die über die Nahrung nur selten aufgenommen werden können. Petersilie hilft gegen Nierenbeschwerden, Dill wirkt bei Magenbeschwerden, Kresse gegen Blähungen und Basilikum speziell bei Verdauungsbeschwerden. Ganzheitlich helfen sie bei Symptomen des Kaliummangels und es empfiehlt sich tägliche Gerichte mit Kräutern zu würzen. Das sorgt für einen guten Geschmack und lindert etwaige Symptome.

Auch Bärlauch hat eine positive Wirkung auf den Körper. Dieser unterstützt den Stoffwechsel und hilft bei Magen – Darm Beschwerden. Jedoch ist beim Pflücken vorsicht geboten, da er ähnlich aussieht wie Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Diese sind giftig und eignen sich nicht zum Verzehr.

Ein etwas unbekannter Kaliumlieferant ist das gemeine Unkraut Gundermann. Das wächst vor allem auf Wiesen und Gehölzrändern und ist reich an Kalium und Vitamin C. Gundermann passt gut in Salate oder Eintöpfen.

Das Unkraut Knopfkraut ist ebenfalls essbar und reich an Kalium. Zu finden ist es zwischen Mai und Oktober in Gärten und auf Wiesen. Sie können es dünsten, im Salat oder zu Pesto verarbeiten.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sind keine Kaliumlieferanten, aber sie steigern das Wohlbefinden und lindern Symptome, die ein Kaliummangel mit sich bringt. Die Wirkung in Duftlampen ist meist am größten und angenehmsten, da sie so verdünnt und optimal in der Luft verteilt werden. Im folgenden finden Sie eine Aufzählung, die bei Beschwerden helfen können:

  • Anisöl: wirkt auf die Verdauungsorgane und entspannt
  • Teebaumöl: wirkt entzündungshemmend und bei diversen Symptome
  • Eukalyptusöl: wirkt vor allem bei Muskelbeschwerden
  • Dillsamenöl: wirkt bei Verdauungsbeschwerden
  • Zedernholzöl: das stärkt die Blase und die Nieren (vor allem bei Nierenfunktionsstörungen)
  • Baldrianöl: wirkt krampflösend

Öle haben verschiedene Wirkungen und können manche Symptome lindern. Jedoch sollten die Symptome nicht ignoriert werden. Die Öle sollten lediglich zur Unterstützung verwendet werden.

Homöopathie & Globuli

Homöopathie ist eine alternative Behandlungsmethode, die auf dem Ähnlich heilt Ähnlich Prinzip beruht. Das heißt, es werden niedrig dosierte Medikamente eingesetzt, um Krankheiten zu lindern oder sogar zu heilen. Homöopathie hat keine Nebenwirkungen und ist für jedermann geeignet. Es gibt homoöpathische Salben, Tabletten, Tropfen oder die bekannten Globuli. Globuli werden in Potenzen angegeben, was eine Verdünnung in mehreren Stufen ist. Folgende können beim Kaliummangel helfen:

  • Acidum sulfuricum (Schwefelsäure): wirkt gegen Magenschmerzen
  • Aloe Vera: hilft bei Durchfall, aber auch bei Verstopfung
  • Antimonium crudum (Schwarzer Spiessglanz): hilft besonders gegen ein Völlegefühl
  • Argentum nitricum (Silbernitrat und Höllenstein): wirkt gegen Verdauungsbeschwerden
  • China officinalis (Chinarinde): hilft bei Kopfschmerzen und Erschöpfung
  • Conium macalatum (Schierling): hilft bei Muskelschwäche
  • Cuprum metallicum (Kupfer): wirkt bei Krämpfen und Erschöpfung
  • Hyoscamus niger (Binsenkraut): wirkt gegen Muskelkrämpfe
  • Kalium phosphoricum (Kaliumdihydrogenphosphat): hilft bei Erschöpfung

Es gibt noch einige weitere homöopathische Mittel, die meist gegen Schwäche und Muskelbeschwerden helfen. Sie helfen bei Beschwerden, bekämpfen jedoch ebenfalls nicht die Ursache.

Schüssler Salze

Schüssler Salze sind homöopathische Salze, die im menschlichen Körper vorkommen. In ihrer Potenz sollen sie Mangelzustände ausgleichen. Schüsslersalze setzen sich aus 12 Funktionsmittel und 15 Ergänzungsmittel zusammen.
Folgende helfen gegen die Symptomatik des Kaliummangels:

  • Schüsslersalz Nummer 5: Kalium phosphoricum (Kaliumphosphat) hilft gegen Antriebsschwäche und allgemeine Schwäche.
  • Schüssler Salz Nummer 7: Magnesium Phosphoricum (Magnesiumphosphat) hilft gegen Schmerzen und Krämpfe
  • Schüssler Salz Nummer 13: Kalium arsenicosum (Kaliumarsenit) hilft gegen Schwäche
  • Schüssler Salz Nummer 15: Kalium jodatum (Kaliumjodid) hilft gegen Schwäche
  • Schüssler Salz Nummer 23: Natrium bicarbonicum (Natriumbicarbonat) hilft gegen Übersäuerung und Stoffwechselschwäche

Diät & Ernährung

Die Ernährung spielt beim Thema Kaliummangel eine große Rolle, da viel darüber gesteuert werden kann. Unser täglicher Bedarf an Kalium wird normalerweise gedeckt, aber in manchen Fällen (s.o.) ist dies nicht der Fall. Hier kann gezielt auf Kaiumreiche Lebensmittel zurück gegriffen werden. Einer der besten Kaliumlieferanten ist die Kartoffel, die zusammen mit Kräuterquark eine der gesündesten Mahlzeiten darstellt und den Kaliumspeicher auffüllt. Nüsse sind ebenfalls reich an Kalium und nebenbei reich an ungesättigten Fettsäuren, die essentiell für den Körper sind. Es sollte lediglich darauf geachtet werden, dass die Nüsse ungesalzen sind, da das Salz das Kalium dem Körper wieder entzieht.

Im alltäglichen Müsli findet sich ebenfalls ein guter Kaliumlieferant: Kerne und Samen. Sie sind kohlenhydratärmer als Nüsse, aber noch reicher an Kalium.
Wer Muscheln gerne isst, darf ebenso zugreifen. Sie sind nicht nur reich an Kalium, sondern haben auch viele andere Mineralien in sich, die gut für den Körper sind. Generell sind Fisch und Meeresfrüchte eine gute Wahl, von denen sich gerne eine Portion mehr aufgetan werden darf.

Obst ist ein Kaliumlieferant, jedoch heißt viel Obst auch viel Fruchtzucker, daher sollte das nicht als erste Wahl genommen werden und nicht dauerhaft. Wovon man sich gerne ein oder zwei Stückchen gönnen darf, ist Schokolade. Sie beinhaltet auch einiges an Kalium und ist für den Seelenfrieden gut.


FAQ – Fragen & Antworten

Welcher Kaliumwert ist normal und ab wann beginnt ein Mangel?
Ein Kaliumwert von 5 – 3,5 mmol/l ist normal und alles darunter ist eine Hypokaliämie.

Was kann bei einem Kaliummangel passieren?
Ein Kaliummangel ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Von Verstopfung, bis hin zum Magendruck und Muskelkrämpfe kann alles dabei sein. Im schlimmsten Fall kann der Tod eintreten.

Kann der Körper einen Mangel selbst ausgleichen?
Ja, kann er, jedoch dauert das eine Weile und bis dahin kann der Körper schon schwere Symptome aufweisen.

Kann ich bei einem Mangel Kaliumpräparate nehmen?
Können schon, aber davon kann nur dringend abgeraten werden, da diese Präparate schnell zu einem Kaliumüberschuss führen kann. Daher sollte die Einnahme nur unter ärztlicher Kontrolle stattfinden.

Was passiert wenn ich zu viel Kalium zu mir nehme?
Kalium wird über den Urin ausgeschieden. Jedoch dauert das eine Weile und der Körper zeigt Symptome eines Überschusses.

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