Radieschen

Das Radieschen ist mit der Familie Rettich verwandt, was man auch sofort schmeckt. Das Radieschen gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse und enthält Senföl. Dieses verleiht der kleinen roten Knolle einen sehr scharfen Geschmack. Die Knolle wird roh gegessen, entweder auf der Hand, auf dem Brot oder aber auch in Salaten.

Das sollten Sie über Radieschen wissen

Gepflanzt werden Radieschen im März. Dabei muss man darauf achten, dass sie nicht mehr ALS einen cm in den Boden gesät werden. Die Pflanzen brauchen einen Abstand von 15 cm zueinander, weil sie mit viel Grün wachsen und dies sehr struppig auseinanderfällt.

Die Bodenschicht muss auf jeden Fall auch 15 cm tief sein, denn die Wurzeln brauchen recht viel Platz nach unten. Über die Temperaturen muss man sich bei der Eigenzucht nicht sorgen, selbst wenn es noch einmal kalt werden sollte, was im März nicht ungewöhnlich ist, so kann die Knolle Temperaturen ab 10 Grad sehr gut leiden. Sie wird gut gedeihen.

Vor der Sonne ist Vorsicht geboten. Die Radieschen mögen Sonne nicht besonders gern. Sie ist schädlich für das Wachstum, da sie den Boden die Feuchtigkeit nimmt und den Knollen die Nährstoffe.

Radieschen keimen schon nach nur einer Woche, wenn der Boden feucht gehalten wird. Die recht anspruchslose Pflanze wächst recht schnell und nach einem Monat kann das Radieschen schon geerntet werden. Die Erntezeit ist in Deutschland ab April bis September gegeben. Somit gehört das Radieschen zu den frühen Gemüsesorten in den Supermärkten. Die Radieschen müssen unbedingt nach 4-5 Wochen geerntet werden. Darüber schmeckt das Gemüse nicht mehr so lecker.

Wer während der gesamten Erntezeit von dem Radieschen profitieren möchte, kann noch bis August säen und bis September ernten. Mangold, Bohnen und Spinat können sehr gut mit den Radieschen zusammen angebaut werden. Gurken mag die Knolle aber gar nicht. Diese braucht auch sehr viel Feuchtigkeit. Daher sollte man diese beiden Pflanzen unbedingt getrennt voneinander pflanzen.

Die kleine Geschichte der Radieschen

Radieschen wurden im 16. Jahrhundert bekannt und wurden zuerst in China und dann in Frankreich genossen. Erst danach konnte sich die Knolle immer weiter durchsetzen. Das Gemüse ist als weinrote Sorte bekannt, die einst als Zierpflanze genutzt wurde. Aber neben der weinroten Sorte gibt es in der heutigen Zeit auch andere Arten. Diese gibt es aber nicht immer auf dem Markt und auch nicht in jedem Supermarkt. Es wären dann die gelben und die weißen Radieschen, die ebenfalls recht scharf im Geschmack sind.

Bedeutung für die Gesundheit

Radieschen schmecken nicht nur ungemein gut, sie bringen auch viele gesundheitliche Aspekte mit sich. Radieschen können aufgrund der scharfen, ätherischen Öle sehr positiv auf Husten und Heiserkeit wirken. Schon bei dem kleinsten Husten oder dem leichtesten Halsschmerz wird die kleine Knolle helfen.

Radieschen haben eine antibakterielle Wirkung zu bieten und töten viele Keime ab. Dazu kann die kleine Knolle auch die Gallentätigkeit, wie die Lebertätigkeit, anregen. Eine Verstopfung wird man mit dem Radieschen nicht mehr haben, wenn man dieses regelmäßig isst. Denn auch die Verdauung wird gut angeregt.

Radieschen wirken außerdem positiv auf den Cholesterin Wert und können diesen senken. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten sich vermeiden lassen, wenn man Radieschen regelmäßig isst. Wenn die Radieschen klein sind, haben sie eine noch höhere Konzentration von Senfölen und können so noch besser auf die Gesundheit wirken. Gerade Radieschen aus dem Freiland Anbau sind sehr zu empfehlen. Diese haben die höchste Konzentration von allen Radieschen auf dem Markt.

Das Senföl kann viel bewirken, auch dann, wenn man auf Diät ist. Denn Senföle sind bekannt dafür, entwässernd zu wirken. Man kann Gewicht abbauen, hat einen sehr gesunden und vor allem kalorienarmen Snack. Selbst am Abend vor dem Fernseher können Radieschen ohne schlechtes Gewissen genascht werden. Wer unter hohen Blutdruck leidet, wird sich darüber freuen, dass die kleine Knolle diesen sogar senken kann.

Inhaltsstoffe & Nährwerte

Radieschen sind sehr kalorienarm. 100 Gramm enthalten nur 14 Kalorien, was noch weniger ist, als bei Tomaten oder Gurken. Radieschen bestehen zum größten Teil aus Wasser und haben einige Ballaststoffe zu bieten, die durchaus sättigend wirken. Wir möchten Ihnen nachfolgend die Inhaltsstoffe und Nährwerte der Radieschen aufzeigen. Alle Angaben beziehen sich auf 100 Gramm Radieschen.

Inhaltsstoffe

Broteinheiten 0,2
Kilokalorien 17
Kilojoule 73
Eiweiß 1,05 g
Fett 0,14 g
Kohlenhydrate 2,13 g
Wasser 94,18 g
Ballaststoffe gesamt 1,50 g
Cholesterin 0,00 mg
Mineralstoffe 0,90 g

Vitamine

Vitamin E Aktiv. 0,01 mg
Folsäure 24,00 µg
Vitamin B1 0,03 mg
Vitamin B2 0,03 mg
Vitamin B6 0,06 mg
Vitamin C 29,00 mg
a-Tocopherol 0,01 mg
Vitamin K 0,00 µg
Nicotinamid µg
Pantothensäure 0,18 mg
Biotin 1,00 µg
Retinoläquivalent 4,00 µg
ß-Carotin 23,00 µg
Niacinäquivalent 350,00 µg

Mineralstoffe/ Spurenelemente

Natrium 22,00 mg
Kalium 239,00 mg
Magnesium 9,00 mg
Calcium 25,00 mg
Eisen 0,44 mg
Phosphor 17,00 mg
Kupfer 26,00 µg
Zink 0,19 mg
Chlorid 44,00 mg
Fluorid 70,00 µg
Jodid 1,20 µg
Mangan 46,00 µg
Schwefel 37000,00 µg

Aminosäuren

Arginin 78,00 mg
Cystin 14,00 mg
Histidin 26,00 mg
Isoleucin 58,00 mg
Leucin 73,00 mg
Lysin 71,00 mg
Methionin 14,00 mg
Phenylalanin 46,00 mg
Threonin 58,00 mg
Tryptophan 6,00 mg
Tyrosin 26,00 mg
Valin 65,00 mg
Alanin 46,00 mg
Asparaginsäure 97,00 mg
Glutaminsäure 258,00 mg
Glycin 43,00 mg
Prolin 33,00 mg
Serin 39,00 mg
essent. Aminosäuren 535,00 mg
n. essent. Aminosäuren 516,00 mg

Unverträglichkeiten & Allergien

Allergien können bei Nahrungsmitteln immer auftreten. Menschen, die schon auf Rettich allergisch reagieren, dürfen keine Radieschen essen. Der vollständige Verzicht lässt sich nicht vermeiden!

Unverträglichkeiten können durchaus auftreten. Da die Radieschen sehr scharf sind, kann es zu Blähungen kommen. Außerdem zu MagenDarm-Problemen. Sollte man diese Beschwerden bei jedem Verzehr bemerken, sollte man diese kleine Knolle besser nicht mehr essen.

Wer es mit dem Verzehr nicht übertreibt, wird kaum an Symptomen leiden.

Einkaufs- & Küchentipps

Auch wenn man Radieschen recht leicht anpflanzen und ernten kann, ist dies nicht die Sache von allen Menschen. Man möchte manchmal doch lieber frisches Obst und Gemüse kaufen oder hat leider gar keine Möglichkeit, selbst zu pflanzen. Im Grunde bekommt man die Radieschen das ganze Jahr über, im Winter stammen sie aus dem Gewächshaus. Wer wohlschmeckende Radieschen wünscht, sollte bis April warten, da kommt die erste frische Freiland Ernte auf dem Markt. Diese schmeckt einfach besser, man wir das intensive Aroma genießen.

Radieschen können natürlich auch immer giftige Substanzen enthalten, weil sie gespritzt worden sind. Um Pestizide zu meiden, sollte man am besten im Bio Markt einkaufen Gehen. Wichtig ist zu wissen, dass man keine Radieschen kaufen sollte, die schon Dellen aufweisen oder deren Blätter schon welken. Auch zu Hause sollten die kleinen Knollen schnell gegessen werden, denn sie sind in der Haltbarkeit enorm begrenzt.

Nach dem Kauf kann man die Radieschen im Kühlschrank aufbewahren. Man sollte das Gemüse aber unbedingt in ein feuchtes Tuch einschlagen oder aber die kleinen Kugeln in eine Schale Wasser einlegen. Diese beiden Vorgänge sorgen dafür, dass das Gemüse nicht austrocknet und lange frisch bleibt. Am besten entfernt man auch sofort die Blätter, denn diese könnten den Knollen Wasser entziehen. Aber auch bei diesen Maßnahmen sollten die Radieschen spätestens nach drei Tagen verbraucht werden.

Zubereitungstipps

Radieschen werden roh gegessen. Wir hatten ja schon erwähnt, dass man diese auf das Brot legen kann, entweder auf Margarine oder aber auch auf Wurst und Käse. Die Knolle muss nicht geschält werden. Ganz im Gegenteil, viele Käufer lieben es die Schale abknabbern zu können, weil diese besonders viel Schärfe enthält. Die Knollen sollten nur richtig abgewaschen werden, wegen der Pestizide, aber auch wegen der Erde, die noch an dem Gemüse haften kann.

Wer die Schärfe der Knolle etwas abmildern möchte, kann das Gemüse etwas salzen. Das sorgt auch gleich wieder dafür, dass das Gemüse aromatischer wird.

Radieschen sind im Salat sehr wohlschmeckend. Sie passen zu Eisbergsalat, zur Gurke, zu Feldsalat und mehr. Wichtig ist, dass man das Gemüse dünn hobelt und mit Salz, Pfeffer, Essig und Öl serviert. Sogar die Blätter können in den Salat gegeben werden.

Radieschen dürfen auch gekocht werden, aber sie verlieren an Geschmack und Konsistenz. Daher wird dies nicht gemacht. Anders ist es bei einem Smoothie, dieser schmeckt sehr gut mit Radieschen. Spinat, Sellerie und Radieschen zum Beispiel, sind eine sehr gute Kombination. Aber es gibt genügend Rezepte für leckere Smoothies.

Da Obst und Gemüse immer öfter gegessen wird, gibt es zahlreiche Kochbücher, die aufzeigen, wie man Radieschen verwenden kann. So könnten diese hübsch auf dem Teller drapiert werden, wenn man ein leckeres Steak auf den Tisch bringen möchte. Auch als Beilage zu Rührei schmecken die kleinen Knollen. Im Internet gibt es viele Rezepte in Kochforen, die sich leicht umsetzen lassen. Oder man experimentiert einfach selbst, zu welchen Mahlzeiten die Radieschen schmecken.

Häufige Fragen und Antworten

Können Radieschen angebraten werden?
Ja im Prinzip schon, aber auch dann schmecken sie oft nach nichts. Das ist der Grund dafür, dass man selten Rezepte findet, in denen mit Radieschen gekocht, gebacken und gebraten wird.

Dürfen Kleinkinder Radieschen essen?
Richtig schädlich ist die kleine Knolle nicht. Aber doch ist es nicht ratsam, Kleinkinder die Radieschen essen zu lassen. Diese ist viel zu scharf für den Kindermund. Damit sollte man besser warten, bis das Kind ein Schulkind ist und dann selbst probieren mag.

Können Radieschen eingefroren werden
Nein, die Radieschen haben keine lange Lebensdauer, verlieren schnell an Konsistenz und können sich schnell in Wohlgefallen auflösen. Wer es einmal beobachtet hat, wird wissen, das Radieschen einfach an Luft verlieren und zusammenfallen. Das macht es leider nicht möglich, das Gemüse einzufrieren.

Was ist, wenn man Radieschen zuckert?
Dann bleiben sie trotzdem scharf, würden aber denkwürdig schmecken. Süß und scharf passt mit dem Radieschen eher schlecht zusammen. Aber Geschmäcker sind ja sehr verschieden. So mögen manche Leute die Rostbratwurst mit süßen Senf und dazu einen kräftig und scharfen Radieschen Salat. Daher muss man einfach selbst schauen, was genau man mag.

Unser Fazit

Radieschen sind so klein und bringen keine lange Haltbarkeit mit sich. Am besten ist es, wenn man diese kleine Knolle selbst pflanzt und genießt. Da sie schnell wächst und nicht ganz so viel Aufmerksamkeit braucht, ist dieses Gemüse leicht zu ziehen. Das Radieschen wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus und dafür, dass es sich um eine so kleine Knolle handelt, bringt diese viele Inhaltsstoffe und Nährstoffe mit sich. Die wenigen Kalorien machen Radieschen für Menschen, welche gerade eine Diät machen, sehr interessant. Und wer das Gemüse nicht essen mag oder nicht nur immer essen möchte, kann sich auch einen Smoothie daraus bereiten.

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