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Echinacea

by Danaae
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Echinacea (Sonnenhut)

Echinacea gehört zu den beliebtesten Heilpflanzen weltweit. Das auch als Sonnenhut bezeichnete Gewächs soll vor allem bei der Vorbeugung von Erkältungen helfen und unter anderem entzündungshemmend wirken. Allerdings ist die Studienlage nicht so eindeutig, wie oft vermutet wird.

Wann Echinacea tatsächlich hilft, wie die Einnahme und Dosierung erfolgen sollte und welche Risiken und Nebenwirkungen möglich sind, erfahren Sie nachfolgend.

Echinacea (Sonnenhut)

  • Systematik: Euasteriden II
  • Ordnung: Asternartige (Asterales)
  • Familie: Korbblütler (Asteraceae)
  • Unterfamilie: Asteroideae
  • Tribus: Heliantheae
  • Gattung: Sonnenhüte
  • Wissenschaftlicher Name: Echinacea
  • Arten: Schmalblättrige Sonnenhut (Echinacea angustifolia); Prärie-Igelkopf (Echinacea pallida); Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea)
  • Synonyme: Sonnenhut; Igelkopf;

Echinacea (Heilpflanze)

Sonnenhüte (Echinacea) – auch Igelkopf

Echinacea, auch als Sonnenhut bekannt, ist eine Pflanze aus der Familie der Korbblütler, welche zu den beliebtesten Heilpflanzen der Welt zählt. Bereits die Indianer sollen das Gewächs vor Jahrhunderten zu medizinischen Heilzwecken genutzt haben, etwa bei bei Halsschmerzen, Husten oder einer Mandelentzündung.

Heutzutage kommt es vor allem zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungen aber auch bei Harnwegsinfektionen und Atemwegserkrankungen zum Einsatz. Allerdings ist die Studienlage hierzu unklar.

Diskutiert wird darüber hinaus auch eine Wirksamkeit gegen das Coronavirus (Covid-19). Doch auch hier ist die Studienlage widersprüchlich. Bisher konnte weder eine positive noch eine negative Wirkung bestätigt werden.

Insgesamt gibt es jedoch Hinweise dafür, dass Echinacea das Immunsystem stärkt, entzündungshemmend wirkt und womöglich niedrigen Blutzuckerwerten (Hypoglykämie) entgegenwirken kann.

Echinacea, Sonnenhut, Heilpflanze, Heilkraut, Blüte, Blume, Arznei, Naturheilkunde, PhytopharmakaDie Name Echinacea leitet sich vom griechischen ἐχῖνος (echinos) ab, was Seeigel bedeutet. Dies ist auf den typischen Blütenkopf zurückzuführen, welcher auffällig stachelspitzig ist. Aus demselben Grund wird die Pflanze auch auf Deutsch synonym als Igelkopf bezeichnet.

Die Bezeichnung Echinacea oder Sonnenhüte bezieht sich dabei auf die gesamt Pflanzengattung. In der Medizin finden jedoch vor allem die Arten Echinacea purpurea (Purpur-Sonnenhut), pallida (Prärie-Igelkopf) und angustifolia (Schmalblättriger Sonnenhut) Anwendung. Diese Arten werden heutzutage im großen Stil für die Herstellung von Medikamenten angebaut.

Verwendet werden die Blätter, die Blüten und die Wurzeln der Pflanze, welche zahlreiche Wirkstoffe enthalten. Als Arzneimittel kommen dabei unter anderem Tropfen, Tees, Tabletten oder aber homöopathische Globuli (Echinacea purpurea) zum Einsatz.


Arten & Sorten

Wie bereits einleitend erwähnt, bezieht sich die Bezeichnung Echinacea bzw. Sonnenhut auf die gesamt Pflanzengattung, welche verschiedene Arten beinhaltet. Zu den wichtigsten Arten von Echinacea zählen:

  • Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) – Wichtigster Vertreter für medizinische Produkte
  • Schmalblättriger Sonnenhut (Echinacea angustifolia) – Als Arzneidroge
  • Prärie-Igelkopf (Echinacea Pallida) – in der Medizin und als Zierpflanze
  • Gelber Sonnenhut (Echinacea paradoxa) – als Zierpflanze

Es gibt weiterhin verschiedene Sorten, welche sich beispielsweise in ihren Farben, der Wuchshöhe oder den Blütenblättern unterscheiden. Hierzu zählen:

  • Augustkönigin
  • Cleopatra
  • Hot Papaya
  • Razzmatazz
  • White Double Delight

Anwendung & Wirkung

Für was hilft Echinacea?

Am bekanntesten ist die Anwendung von Echinacea zur Vorbeugung vor Erkältungen. Allerdings wird die Pflanze in der Volksmedizin bspw. auch bei Entzündungen, Migräne oder Zahnschmerzen eingesetzt.

Echinacea, Sonnenhut, Heilpflanze, Heilkraut, Blüte, Blume, Arznei, Naturheilkunde, PhytopharmakaDer Sonnenhut enthält viele verschiedene Wirkstoffe, welche möglicherweise eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben können. Derzeitig liegen jedoch noch keine gesicherte Daten zur Wirksamkeit vor.

Außerdem existieren viele verschiedene Sonnenhut-Produkte, welche sich stark in ihrer Zusammensetzung unterscheiden.

Einerseits enthalten sie andere Sonnenhut-Arten (E. purpurea, E. angustifolia, E. pallida) und unterschiedliche Pflanzenteile (Wurzeln, Extrakte, Blüten). Andererseits variieren die Inhaltsstoffe und deren Mengenangaben auch abhängig von der Art der Zubereitung (z. B. Presssaft, Extrakt).

Da die in den Studien verwendeten Präparate stark variieren, sind wissenschaftliche Einordnungen schwierig und Schlussfolgerungen eingeschränkt.

Mögliche Anwendungsgebiete von Echinacea sind:

  • Erkältungen und grippale Infekte (Vorbeugung)
  • Stimulierung des Immunsystems
  • Schutz vor Freien Radikalen (Antioxidantien)
  • Bei Angststörungen
  • Erhöhte Sauerstoffaufnahme beim Sport
  • Ekzeme (Atopische Dermatitis)

Weitere Anwendungsgebiete des Schmalblättrigen Sonnenhuts sind:

In der Volksmedizin findet die Pflanze weiterhin Anwendung bei:

Nachfolgend erläutern wir die gängigsten Anwendungsgebiete und deren wissenschaftliche Datenlage.

Erkältung & Immunsystem

Echinacea zur Vorbeugung einer Erkältung oder eines grippalen Infekts

Zu den bekanntesten Anwendungsgebieten von Sonnenhut zählen Erkältungen. Nehmen Sie zu Beginn einer Erkältung Echinacea oral ein, könnte dies möglicherweise vorbeugend helfen. Allerdings ist der Nutzen wahrscheinlich gering. Sind Sie jedoch bereits krank, scheint der Sonnenhut die Symptome nicht verbessern zu können.

Die Studienlage zur Wirksamkeit von Echinacea zur Vorbeugung von Erkältungen ist insgesamt widersprüchlich, wie Metaanalysen zeigten. Es gibt weder eindeutige Beweise, noch kann ein Nutzen komplett ausgeschlossen werden.

Es gibt zwar Studien, bei denen durchaus positive Effekte beobachtet werden konnten. Laut ihnen soll der Sonnenhut bei der Behandlung von Erkältungssymptomen im Frühstadium helfen und dabei:

  • den Krankheitsverlauf verkürzen
  • die Symptome abschwächen
  • Folgeerkrankungen und Zweitinfektionen verhindern

Allerdings konnten systematische Übersichtsarbeiten („Reviews“) keine signifikante antivirale oder therapeutische Wirkung gegen die typischen Erkältungsviren nachweisen. Die Forscher kamen zum Schluss, dass der weit verbreitete Einsatz bei Erkältungen nicht gerechtfertigt sei.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) bestätigt dennoch eine positive Wirkung von Echinacea auf den Krankheitsverlauf bei Erkältungen bei Erwachsenen.

Die Kommission E (Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel) rät jedoch von der Anwendung von Wurzel-Pressäften ab, da diese möglicherweise für Allergiker und Schwangere giftig sein können. In den meisten Präparaten sind aber ohnehin Pressäfte aus den oberirdischen Teilen enthalten.


Echinacea & Corona

Hilft Echinacea gegen das Coronavirus?

Ein Labor in der Schweiz hat eine Studie zur Wirksamkeit von rotem Sonnenhut (Echinacea purpurea) gegen das Coronaviurs veröffentlicht. Die in-vitro-Studie zeigte eine viuzide (virenabtötende) Wirkung von bestimmten Sonnenhut-Extrakten auf Coronaviren (inklusive sars-CoV-2).

corona , coronavirus , virus , pandemie , epidemie , corona-virus , krankheit , infektion , covid-19 , wuhan , ansteckung , immunsystem , quarantäne , sars-cov-2Da die Daten jedoch ausschließlich aus dem Labor bzw. Zellkulturen stammen, lassen sich derzeitig keinerlei Aussagen zur tatsächlichen Wirksamkeit beim Menschen treffen.

Einige Experten behaupteten jedoch auch, dass Echinacea die Immunantwort des Körpers gegen das Coronavirus beeinträchtigen könnte. Auch hierzu gibt es jedoch keine belastbaren Daten, welche dies bestätigen.

Da mögliche negativen Auswirkungen aber noch nicht ausgeschlossen werden können, wird derzeit davon abgeraten, Echinacea gegen COVID-19 einzusetzen.


Weitere Einsatzgebiete

Für was ist Sonnenhut noch gut?

Neben der Prävention einer Erkältung werden auch weitere Einsatzgebiete von Echinacea diskutiert:

Schutz vor Freien Radikalen:

Echinacea ist reich an Antioxidantien wie Cichorinsäure und Rosmarinsäure, welche den Körper vor Freien Radikalen und oxidativem Stress helfen können. Mithilfe von Antioxidantien kann Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes vorgebeugt werden.

Der Sonnenhut enthält darüber hinaus auch sogenannte Alkamide. Dies sind Stoffe, welche die antioxidative Wirkung verstärken können.

Bei Angststörungen

Echinacea, Sonnenhut, Heilpflanze, Heilkraut, Blüte, Blume, Arznei, Naturheilkunde, PhytopharmakaErste Untersuchungen zeigen, dass Echinacea möglicherweise bei Angststörungen helfen könnte. So soll die Einnahme von mindestens 40 mg eines bestimmten Sonnenhut-Extrakts (ExtractumPharma ZRT) das Auftreten von Angstzuständen verringern.

Sauerstoffaufnahme & Sport

Einige erste Studien legen nahe, dass der Sonnenhut möglicherweise zu einer erhöhten Sauerstoffaufnahme während einer Belastung führt und so die sportliche Leitungsfähigkeit verbessern könnte. Die Probanden erhielten hierbei für 28 Tage lang 4 mal täglich 2 Gramm Sonnenhut. Höhere Dosen von 8 bis 16 Gramm schienen jedoch keine zusätzliche Wirkung zu haben.

Ekzeme (Atopische Dermatitis)

Erste Forschungen lassen vermuten, dass das Auftragen einer Echinacea-Creme dabei helfen kann, die Symptome von leichten Ekzemen zu lindern. In der Studie ließen sich Beschwerden wie Rötungen, Schwellungen, Juckreiz und Hauttrockenheit nach einer Anwendung von 12 Wochen vermindern.

Krebs (Vorbeugung)

Derzeit gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Echinacea bei Krebs helfen kann; weder vorbeugend noch behandelnd. Auch die Behauptung, dass der Sonnenhut die Nebenwirkungen einer Krebsbehandlung (z. B. Chemotherapie oder Strahlentherapie) lindern kann, ließ sich nicht bestätigen.


Einnahme & Dosierung

Wie nimmt man Echinacea ein?

Nehmen Sie Echinacea stets nach der Packungsbeilage bzw. dem Rat Ihres Arztes oder Apothekers ein. Der Sonnenhut wirkt vermutlich am besten, wenn die Einnahme bereits im Frühstadium einer Erkältung begonnen wird.

Einnahme und Dosierung von Echinacea

Aufgrund der fehlenden wissenschaftlichen Belege zur Wirksamkeit und der zahlreichen unterschiedlichen Produkte, lassen sich auch keine konkreten Einnahme- und Dosierungsempfehlungen machen.

Purpursonnenhutkraut-Presssaft wird jedoch typischerweise wie folgt eingenommen und dosiert:

  • Kinder unter 12 Jahren: vor einer Einnahme wird abgeraten, da keine ausreichenden Informationen vorliegen
  • Jugendliche über 12 Jahren und Erwachsene:
    • 2,5 ml x 3 pro Tag
    • Tagesdosis: 7,5 mg
    • Anwendungsdauer: bis zu 14 Tage

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Der Presssaft sollte unverdünnt eingenommen werden; die Einnahme kann dabei unabhängig von der Mahlzeit erfolgen.

Weitere Dosierungen:

  • Trockenextrakt (in Pulverform): 300 bis 500 mg drei Mal täglich
  • Flüssigextrakt (Tinkturen): 2,5 ml drei Mal am Tag; maximal 10 ml täglich

Wie lange darf man Echinacea nehmen?

Echinacea-Präparate sollten nicht zu lange eingenommen werden, da dies die körpereigene Immunabwehr schwächen kann. Da es insgesamt keine ausreichenden wissenschaftlichen Daten zur Wirksamkeit gibt, lassen sich auch keine genauen Aussagen zur Einnahmedauer machen.

In den entsprechenden Studien wurden die Präparate für durchschnittlich 10 bis 14 Tage verabreicht. Einige Präparate lassen sich jedoch auch 2 oder gar 6 Monate lang anwenden. Die in der Packungsbeilage angegebene Dauer sollte nicht ohne ärztlichen Rat überschritten werden.

Darreichungsformen:

Es gibt viele verschiedene Sonnenhut-Produkte. Hierzu zählen:

  • Tropfen
  • Tabletten
  • Tees
  • Mundsprays
  • Lutschtabletten
  • Urtinkturen

Die Präparate sind z. B. Unter folgenden Namen in Apotheken erhältlich:

  • Echinaforce®
  • Echinacin®
  • Echinadoron®

Einnahmehinweise

Beachten Sie bei der Einnahme vom Sonnenhut folgendes:

  • Kombinieren Sie ohne ärztlichen Rat nicht verschiedene Echinacea-Präparate wie Tees, Tinkturen und Tabletten miteinander. Topische Produkte für äußerliche Anwendung sollten nicht zur innerlichen Einnahme verwendet werden.
  • Sonnenhut-Produkte sollten vor Hitze und Feuchtigkeit geschützt werden. Es empfiehlt sich eine Lagerung an einem schattigen Platz bei Raumtemperatur.
  • Sie sollten Echinacea nicht einnehmen, wenn Sie eine Korbblütler-Allergie haben oder unter Autoimmunerkrankungen wie Arthritis, Lupus erythrodermatodes oder Psoriasis leiden.
  • Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit sollten sich vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen, da der Sonnenhut möglicherweise schädlich sein kann.
  • Echinacea sollte ohne ärztlichen Rat nicht Kindern unter 12 Jahren verabreicht werden.
  • Sind Sie unsicher und leiden Sie bspw. An einer anderen Allergie, empfiehlt es sich, sicherheitshalber Ihren Arzt oder Apotheker vor der Einnahme um Rat zu fragen.
  • Schwangeren und Allergikern wird von einer Einnahme von Presssäften der Wurzel (Echinaceae radix) aufgrund möglicher Risiken abgeraten,

Weitere Informationen zu genannten Hinweisen finden Sie nachfolgend unter „Risiken und Nebenwirkungen“.

Risiken & Nebenwirkungen

Ist Echinacea gefährlich?

Die Einnahme von Sonnenhut gilt in den meisten Fällen als risikoarm und sicher.

Orale Einnahme über den Mund

Wird der Sonnenhut oral eingenommen, gilt meist eine Einnahmedauer von 10 Tagen als problemlos. Es gibt jedoch auch Präparate, welche bis zu 6 Monate lang sicher angewendet werden können. Bei einer Daueranwendung kann es allerdings zu einer Schwächung des Immunsystems kommen.

Mögliche Nebenwirkungen von Echinacea sind:

Es gibt auch vereinzelte Berichte zu schweren allergischen Reaktionen und Leberschäden.

Kann man Echinacea überdosieren?

 Sonnenhut, Heilpflanze, Heilkraut, Blüte, Blume, Arznei, Naturheilkunde, PhytopharmakaJa, nehmen Sie zu viel Echinacea ein, kann u. a. es zu folgenden Symptomen kommen:

Bei einem Verdacht auf eine Echinacea-Überdosierung sollten Sie sich umgehend ärztlichen Rat einholen.

Äußerliche Anwendung auf der Haut

Auch die äußerliche Anwendung von Echinacea ist wahrscheinlich sicher, zumindest bei kurzfristiger Verwendung. In einer Studie wurde eine Sonnenhut-Creme 12 Wochenlang problemlos angewandt.

In einigen Fällen kann es bei einer äußerlichen Anwendung zu Hautrötungen, Ausschlag und/oder Juckreiz kommen.

Echinacea Allergie

Echinacea kann zu allergischen Reaktionen führen; insbesondere bei Kindern oder Personen, welche allergisch auf Korbblütler wie Arnika, Kamille oder Löwenzahn reagieren. Sind Sie Allergiker, empfiehlt es sich, sich vor der Einnahme ärztlichen Rat einzuholen.


Kontraindikationen (Gegenanzeigen)

Wann sollte man Echinacea nicht einnehmen?

In folgenden Fällen sollten Sie auf die Anwendung von Sonnenhut verzichten, da eine Gegenanzeigen vorliegt oder die Datenlage unzureichend ist:

  • Korbblütler-Allergie: Reagieren Sie allergisch auf Korbblütler, sollten Sie auf Echinacea verzichten, da diese zu der Familie der Korbblütler gehört.
  • Schwangerschaft: Eine bis zu 7-tägige Einnahme von Echinacea während der Schwangerschaft ist wahrscheinlich sicher. Da dies jedoch noch nicht eindeutig bestätigt werden konnte, wird schwangeren Frauen aus Sicherheitsgründen dennoch von einer Anwendung abgeraten. Dies gilt umso mehr für den Presssaft der Wurzeln, da dieser potentiell giftig (toxisch) sein kann und möglicherweise Risiken birgt.
  • Allergikern und Frauen in der Schwangerschaft wird von der Verwendung von Wurzel-Presssäften (Echinaceae radix) abgeraten.
  • Stillzeit: Zu der Anwendung von Sonnenhut während der Stillzeit, liegen derzeit keine ausreichenden Informationen vor. Aus diesem Grund sollten stillende Frauen sicherheitshalber auf Echinacea verzichten.
  • Kinder: Eine bis zu 10-tägige äußerliche Anwendung von Echinacea bei Kindern ist wahrscheinlich sicher. Auch die innerliche Einnahme bei Kindern zwischen 2 und 11 Jahren gilt in den meisten Fällen als unproblematisch; allerdings kann es häufiger als bei Erwachsenen zu allergischen Reaktionen wie Hautausschlägen kommen. Da es jedoch einige Indizien für schwere allergische Reaktionen gibt, wird von einer Anwendung von Sonnenhut bei Kindern unter 12 Jahren abgeraten.
  • Autoimmunerkrankungen: Da Echinacea möglicherweise Immunmodulierend wirkt, also einen Einfluss auf das Immunsystem haben könnte, wird Personen mit Autoimmunkrankheiten von einer Anwendung abgeraten. Die Pflanze kann womöglich Erkrankungen wie Multiple Sklerose (ms), Lupus erythematodes (SLE) oder rheumatoide Arthritis (RA) negativ beeinflussen.

Wechselwirkungen (Interaktionen)

Wechselwirkungen von Echinacea mit anderen Wirkstoffen bzw. Medikamenten

Echinacea kann möglicherweise mit folgenden Medikamenten und Wirkstoffen interagieren und zu Wechselwirkung führen:

  • Koffein: Echinacea kann den Abbau von Koffein möglicherweise verlangsamen und dadurch zu einem erhöhten Koffein-Spiegel im Blut führen. Hierbei kann es zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Herzrasen oder Nervosität kommen.
  • Immunsuppressiva: Da der Sonnenhut möglicherweise das Immunsystem beeinflusst, sollten Personen, welche Immunsuppressiva einnehmen, auf den Sonnenhut verzichten. Die Pflanze könnte nämlich die Wirkung der Medikamente, welche das Immunsystem unterdrücken, verringern.
  • Weitere Medikamente: Viele Arzneimittel, welche über die Leber bzw. bestimmte Enzyme der Leber (CYP3A4, CYP1A2) abgebaut werden, können möglicherweise mit Echinacea wechselwirken. Neben Sie Medikamente wie bspw. Clozapin, Clarithromycin, Cyclosporin, Fluvoxamin, Haloperidol oder Zyprexa ein, sollten Sie sich vor der Anwendung von Sonnenhut sicherheitshalber ärztlichen Rat einholen.
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