Laktoseintoleranz (Milchzuckerunvertröglichkeit)

Steckbrief: Laktoseintoleranz

  • Name(n): Laktoseintoleranz; Milchzuckerunverträglichkeit
  • Art der Krankheit: Erbliche Erkrankung
  • Verbreitung: Weltweit (hauptsächlich Asien)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Symptomal
  • Art des Auslösers: Genetische Faktoren
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 65% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – E00-E90 – E70-E90 – E73

Wenn Milch zum Feind wird
LaktoseintoleranzVon einer Laktoseintoleranz – diese wird umgangssprachlich auch ALS Milchzuckerunverträglichkeit bezeichnet – ist der vor allem der Dickdarm betroffen. Normalerweise wird Milchzucker (Laktose) über das Enzym Laktase aufgespalten. Dieses Enzym wird auf Zotten im Dünndarm hergestellt. Treffen Enzym und Milchzucker aufeinander, wird der Milchzucker in Galaktose und Glukose aufgespalten. Danach gelangen die Bestandteile in den Dickdarm. Liegt ein Enzymdeffekt vor, sodass für die Menge an vorhandener Laktose nicht ausreichend Laktase gebildet werden kann, gelangen große Teile an Laktose in den Dickdarm, ohne vorher aufgespalten worden zu sein. Dort wird er von den Darmbakterien des Dickdarms vergoren. Bei diesem Prozess kommt es zu einer Gasbildung, die Symptome wie Blähungen auslöst.

Normalerweise wird in diesem die in der Milch befindliche Laktose durch das im Körper befindliche Enzym Laktase aufgespalten. Während bei Säuglingen Laktose problemlos aufgespalten werden kann, verlieren circa zehn Prozent der Erwachsenen das Enzym Laktase, was dann in einer Laktoseunverträglichkeit resümiert.

Definition Laktoseintoleranz

Die Laktoseintoleranz ist eine chronische Unverträglichkeit gegenüber Laktose, einem Stoff, den man in Milch und vielen Milchprodukten findet. Die landläufige Vorstellung, dass dieses Leiden allein auf den Darm und / oder den Magen beschränkt sei, ist grundlegend falsch.

Im Rahmen einer Erkrankung mit Laktoseintoleranz kommt es sehr häufig zu sehr ähnlichen Symptomen, die sich meistens durch (starke) Unterleibsschmerzen, Durchfälle, Fieber und unfreiwilligen Gewichtsverlust äußern, nachdem man Milch oder Milchprodukte verzehrt hat. Die entstehenden Durchfälle können darüber hinaus auch Blut beinhalten, dies ist jedoch sehr stark von der Schwere der Belastung abhängig und kann nicht verallgemeinert werden. Des Weiteren kann es auch durchaus zu Symptomen kommen, die nicht in direktem Umfeld des Verdauungstaktes auftreten. Hierunter zählen unter anderem: Blutarmut (Anämie), Ausschläge, Arthritis, Entzündungen der Augen oder der Nase sowie das Gefühl bleierner Müdigkeit. Ebenso ist es möglich, dass sich die Krankheit in Form von Darmverschlingungen bemerkbar macht. Auch ein allgemein stark erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, ist eine direkte Folge des vorliegenden Leidens.

Die auslösenden Faktoren für eine Laktoseintoleranz können vielerlei Natur sein. Man geht allgemein hin davon aus, dass es sich um eine Kombination aus negativen Umwelteinflüssen, immunologischen und bakteriellen Faktoren handelt, auch eine genetische Komponente ist nicht grundsätzlich auszuschließen. Die Unverträglichkeit gegenüber Milcherzeugnissen geht in aller Regel darauf zurüCK, dass der Organismus aufgrund evolutionärer Prozesse mit voranschreitendem Alter die Möglichkeit verliert, Milchzucker effektiv abzubauen.

Ein großer Teil aller potentiellen Risikofaktoren lassen sich auf den Genpool des betroffenen Individuums zurückführen. Die Wissenschaft konnte bis zum heutigen Zeitpunkte zahlreiche Gene entdecken, die bei der Entstehung der Laktoseintoleranz involviert sind. Zusätzlich ist anzumerken, dass Kindern von Rauchern in aller Regel etwa ein doppelt so hohes Risiko aufweisen an einer Milchzuckerunverträglichkeit zu erkranken, wie die von Nichtrauchern.

Unglücklicherweise gibt es keinerlei Methoden, weder medikamentöser noch operativer Art, die dazu imstande wären, eine Laktoseintoleranz effektiv zu heilen. Eine schulmedizinische Therapie zielt in primär darauf ab, die Symptome zu lindern, einen leichten Rückgang der etwaigen entzündlichen Prozesse zu bewirken oder in Phasen der Gesundheit einen Rückfall zu verhindern.

Auch sollte man nicht vergessen, dass es zwar keine operativen Methoden gibt, die eine vollständige Heilung des Leidens versprechen, ein solches Vorgehen bisweilen aber dennoch notwendig sein kann. Dies gilt insbesondere in Fällen, da sich im Darm oder anderen betroffenen Teilen des Verdauungsapparates Abszesse, Fisteln oder andere krankhafte Wucherungen gebildet haben. Ist dies der Fall, bleibt ein operativer Eingriff nur sehr selten aus.

Des Weiteren ist es sehr zu empfehlen, dass Betroffene stets und stetig auf der Hut sind und in allem sehr große Vorsicht walten lassen. Auch die effektive Prüfung hin auf diverse andere Darmerkrankungen in rgeelmäßigen Abständen sollte nicht zu kurz kommen. Darum ist es grundsätzlich empfehlenswert, dass Betroffene etwa alle zwei Jahre einer Darmspiegelung unterziehen – hierbei handelt es sich allerdings nur um einen Fixwert. Für das Individuum passende Angaben sind im persönlichen Gespräch mit dem Doktor abzuklären.

Auf einer weltweiten Skala betrachtet sind Asiaten und Afrikaner am häufigsten von diesem Leiden betroffen, dasselbe gilt für australische Ureinwohner. Europäer und europäisch-stämmige Menschen dagegen leiden nur vergleichsweise selten an einer Laktoseintoleranz. Überhaupt lässt sich feststellen, dass die Krankheit in der sog. „ersten Welt“ wesentlich seltener anzutreffen ist, als in weniger gut entwickelten Regionen der Erde. Zusätzlich anzumerken gilt es noch, dass das vorliegende Leiden zu jeder Zeit ausbrechen kann. Zumeist jedoch stellt es sich im Verlauf der Jugend oder des frühen Erwachsenenalters ein. Das Geschlecht spielt hierbei bestenfalls eine untergeordnete Rolle. Tatsächlich scheinen Männer und Frauen gleichermaßen stark betroffen.


Was ist Laktoseintoleranz??

Eine häufige Form der Laktoseunverträglichkeit ist der sogenannte adulte Laktasemangel. Personen, die unter einer Laktoseintoleranz leiden, sind außer Stande, den in der Milch und in Milchprodukten vorkommenden natürlichen Milchzucker (Laktose) mit Hilfe des Enzyms Laktase vollends zu verdauen. Somit stellen sich bei ihnen, nach dem Genuss von Milch oder Milchprodukten, teil heftige körperliche Abwehrreaktionen ein. Diese sind unter anderem wässrige Durchfälle, heftige Blähungen, Bauchkrämpfe und / oder ein Völlegefühl. Zu den Beschwerden kommt es meist erst nach Aufnahme von größeren Mengen des Zuckers Laktose, der in den meisten Milchprodukten enthalten ist. Kleinere Mengen können von den meisten beeinträchtigten Personen problemlos verdaut werden, da das entsprechende Enzym zwar nur noch reduziert im Darm vorhanden ist, aber zu einem bestimmten Prozentsatz noch vorliegt und Laktose aufspalten kann. Dabei ist die Erkrankung, die man hin und an auch als Milchzuckerunverträglichkeit bezeichnet, alles in allem eher harmlos. Dies ändert jedoch nichts an dem Umstand, dass die etwaig eintretenden Symptome und Nebeneffekte dieses Leidens teils sehr unangenehm für den Erkrankten sein können.

Verschiedene Erkrankungen des Darms können sich auf die Verdauung, und somit auch auf die Aufspaltung von Laktose auswirken. Durch Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) oder verschiedene chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn kann die Dünndarmwand so stark angegriffen und geschädigt werden, dass daraus ein Mangel des Enzyms Laktase entsteht. Daraus folgen bekannte Folgen der Unverträglichkeit. Insbesondere wässrige Durchfälle und schmerzhafte Blähungen belasten den Betroffenen zusätzlich zu seiner eigentlichen, primären Erkrankung des Darms. Um welche Form der Laktoseunverträglichkeit es sich handelt, primär oder sekundär, ist für die anschließende Therapie von größter Wichtigkeit.

Die Intoleranz gegenüber Milchzucker resultiert zumeist daraus, dass der daran Leidende ein Defizit an der sog. „Lactase“ aufweist. Hierbei handelt es sich um ein Enzym, dass im Dünndarm gebildet wird und dessen Aufgabe es ist, den aufgenommenen Milchzucker, sprich die Laktose, zu spalten und abzubauen, bzw. zu verwerten. Nichtsdestominder gibt es durchaus einige Personen, die zwar nur über ein sehr geringfügiges natürliches Niveau an Lactase verfügen, aber dennoch problemlos dazu in der Lage sind, Milchprodukte zu konsumieren. Es ist notwendig, dass ein Betroffener über extrem wenig oder beinahe keine natürliche Produktion von Lactase verfügt, damit es zu einer tatsächlichen Laktoseintoleranz kommt. Ist dies der Fall, so lassen sich die gerade angeführten Nebeneffekte und Symptome nach der Aufnahme von Milch oder Molkereiwaren nicht vermeiden.

Dennoch sollte man sich nicht allzu viele Gedanken machen, wenn man an dem vorliegenden Gebrechen leidet. Mithilfe moderner Medikamente ist es möglich, die Laktoseintoleranz sehr gut handzuhaben. Es ist sogar nicht einmal nötig, dass man komplett auf Lebensmittel, die Laktose enthalten, verzichtet. Man sollte sich in deren Konsum zwar etwas einschränken und zurückhalten, ein vollkommener Verzicht erübrigt sich aber, wenn man die einem verschriebenen Tabletten regelmäßig und wie empfohlen einnimmt. Alles in allem also handelt es sich bei der Laktoseintoleranz um kein allzu schwerwiegendes Leiden und es ist relativ leicht behandelbar.

Eine Laktosintoleranz kann in sehr seltenen Fällen bereits im Säuglingsalter bestehen. Diese Form wird als primärer kongenitale Laktasemangel bezeichnet. In diesem Fall wird schon im Säuglingsalter das Fehlen des Enzyms Laktase beobachtet. Dabei kommt es schon während der ersten Fütterung des Säuglings mit Muttermilch zu Unverträglichkeitserscheinungen. Auffällig ist dabei beispielsweise der wässrige Durchfall des betroffenen Säuglings. Dabei kommt es zu einer Dehydration des Kindes. Gleichzeitig kommt es zu einem Meteorismus, auch Blähsucht genannt, bei der es zu einer deutlich erhöhten und schmerzhaften Gasansammlung im Bauch des Säuglings und nachgehend Blähungen kommt. Neben den starken Schmerzen, die daraus für den Säugling entstehen, sind die Kinder außerdem von Entwicklungsstörungen betroffen, da sie nicht ideal ernährt werden können.

Welche Ursachen gibt es?

Wie bereits erwähnt, stellt sich eine Laktose ein, wenn im Dünndarm nicht genug des Enzyms Lactase entsteht, das weiterdings dazu notwendig ist, um durch die Nahrung aufgenommenen Milchzucker zu spalten. Die genaue Aufgabe der Lactase besteht darin, die Laktose in zwei einfache Zucker aufzuspalten, diese sind Glucose und Galactose. Die beiden letzteren werden daraufhin durch die Wand des Darms in den Blutlauf aufgenommenen und dort den Organen und Strukturen zugeführt, die dieser Stoffe bedürfen.

Liegt jedoch eine allgemeine Unverträglichkeit gegenüber Laktose vor, ist der Körper minderversorgt, was das Enzym Lactase angeht. Darum ist der Organismus des an der vorliegenden Krankheit leidenden Menschen nicht dazu in der Lage, die Laktose sinnig zu verwerten. Selbige wandert ungenutzt in den Enddarm weiter. Dort interagieren die normalen Darmbakterien mit diesem Stoff und lösen, da er sich eigentlich nicht dort aufhalten sollte, die oben bereits kurz angerissenen Symptome aus.

Darüber hinaus gilt es, zwischen drei grundsätzlichen Typen der Laktoseintoleranz zu unterscheiden. Diese sind:

Primäre Laktoseintoleranz
Hierbei handelt es sich um die wohl am weitesten verbreitete Form dieses Leidens. Personen, die im laufe ihres Lebens eine primäre Laktoseintoleranz entwickeln, beginnen ihr Dasein meist mit einem normalen Niveau an Lactase. Alles andere wäre auch für die Entwicklung sehr abträglich. Insbesondere wenn man bedenkt, dass ein Säugling mit zu wenig Lactase nur schwerlich oder gar nicht dazu in der Lage ist, Milch oder Milchprodukte zu sich zu nehmen. Da seine hauptsächliche Ernährung aber aus Milch besteht, wäre eine Unfähigkeit diese verdauen zu können tatsächlich nicht sonderlich förderlich.

Nachdem man ein Kind abstillt und sich die Muttermilch als hauptsächliche Nahrungsquelle nach und nach durch andere feste Lebensmittel ersetzt, vermindert sich normalerweise auch das Niveau der gebildeten Lactase im Körper. Dies ändert aber nichts daran, dass die meisten Menschen immer noch über genügende Reserven dieses Enzyms verfügen, um dazu imstande zu sein, Molkereiprodukte bedenkenlos zu sich zu nehmen.

Leidet eine Person jedoch an einer Laktoseintoleranz, sprich an einem Lactasedefizit, so fällt die Produktion dieses Enzyms nach dem Abstellen weitaus rapider und stärker ab, als bei nicht betroffenen Menschen. Hieraus ergibt sich eine allgemeine Unfähigkeit, Milch und Molkereiprodukte korrekt und effizient verdauen zu können. Es ist trotzdem nicht ungewöhnlich, geschweige denn bedenklich, dass die Laktaseproduktion auch nach dem Kindesalter bis ins hohe Alter weiter abnimmt.

Es handelt sich bei der primären Form der Laktoseintoleranz weiterhin um ein vererbbares Leiden. Die Laktoseintoleranz wird autosomal-rezessiv vererbt. Das bedeutet kurzum, dass man zwar Träger des auslösendes Gendefekts sein kann, die Krankheit aber nur dann ausbricht, wenn man sowohl von der Mutter als auch vom Vater das korrespondierende defekte Gen geerbt hat. Dieses tritt zumeist in sehr großen Häufungen innerhalb ganzer ethnischer Rassen und Volksgruppen auf. Insbesondere Personen afrikanischer, asiatischer und iberoamerikanischer Abstammung erblicken oftmals mit einer Prädisposition für eine Lactaseinsuffizienz das Licht der Welt. Aber auch die Bewohner des Mittelmeerraums sind oftmals von diesem Leiden betroffen. Wenngleich weitaus weniger als beispielsweise Asiaten.

Sekundäre Laktoseintoleranz
Die sekundären Ausprägung der vorliegenden Erkrankung tritt auf, wenn die Produktion von Lactase im Dünndarm mehr oder minder plötzlich scharf abfällt. Dies kann mehrere Gründe haben. Zumeist liegen einer solchen spontan verminderten Produktion Krankheiten, Verletzungen oder chirurgische Eingriffe zugrunde, die die Fähigkeit, das gebrauchte Enzym zu produzieren, stark einschränken können. Besonders häufig zu nennende Erkrankungen, die zu einem solchen Abfall des Spiegels an Lactase führen gehören unter anderem:

  • Abdominale Erkrankungen
  • Zu starke und krankhafte Vermehrung der natürlichen Bakterien im Darm
  • Morbus Crohn
  • Mercurius solubilis Hahnemanni

Eine Behandlung der für die sich neuerlich einstellende Laktoseintoleranz kann ursächlich erfolgen und im Endeffekt durchaus dazu führen, dass sich die Lacatselevel wieder regenerieren. Nichtsdestotrotz sollte man hierbei einiges an Zeit mit einplanen. Es kann teilweise sehr lange dauern, bis der menschliche Körper wieder in der Lage ist, genügend Lactase zu produzieren, um eine problemlose Aufnahme von Milch und ähnlichem zu gewährleisten.
Angeborene Laktoseintoleranz
Wie bereits erwähnt, kann es vorkommen, obschon es nur sehr selten der Fall ist, dass Kinder mit einer angeborenen Form der vorliegenden Erkrankung das Licht der Welt erblicken. Ist dies der Fall, so zeichnet sich das Krankheitsbild vor allem dadurch aus, dass ein komplettes Fehlen von Lactase vorliegt. Es handelt sich auch hierbei um eine erbliche Krankheit, die autosomal rezessiv von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Des Weiteren ist es nicht selten zu beobachten, dass vorallem zu früh geborene Kinder an einer Laktoseintoleranz leiden. Dies muss jedoch nicht immer von einem defekten Gen abhängen. Zumeist liegt dies daran, dass der Organismus schlicht noch nicht genug Zeit dazu hatte, ausreichende Mengen von Lactase zu bilden. Bei einer jedoch erfolgreich voranschreitenden Entwicklung des betroffenen Frühchens ist es zumeist der Fall, dass sich genügend große Lactaselevel einstellen.


Symptome & Anzeichen

Symptome für eine Laktoseintoleranz sind krampfartige Beschwerden nach den Mahlzeiten, in denen Milchzucker enthalten ist, und vermehrter Durchfall. Dieser kann als weitere Folgen Abgeschlagenheit, Erschöpfung und psychische Probleme mit sich bringen. Da auch die Versorgung des Körpers mit wichtigen Nährstoffen unter dem Durchfall leidet, kann sich der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten, wenn eine Laktoseunverträglichkeit über einen längeren Zeitraum unbemerkt bleibt, rapide verschlechtern. Durch den häufigen Durchfall kann es auch zu sehr unangenehmen Hämorrhoiden im Analbereich kommen, die medikamentös behandelt werden müssen.

Darüber hinaus gilt es zu erwähnen, dass sich die Symptome nicht immer direkt nach dem Konsum eines Milchproduktes einstellen, sondern es zwischen Einnahme und Ausbruch eine gewisse Inkubationszeit gibt. Diese ist sehr stark vom Individuum abhängig und zudem auch davon, welche Mengen an Laktose zu sich genommen wurden. Das sich hieraus ergebende Zeitfenster deckt etwa zwischen 30 Minuten und 2 Stunden ab.

Viele Menschen gehen fälschlicherweise davon aus, dass bei zuvor erhitzten Milchprodukten die Laktose zerspalten würde. Das ist aber ein Trugschluss. Selbst Soßen mit Sahne oder überbackener Käse enthalten noch genügend Laktose, um dem Patienten gehöriges Ungemach zu bereiten. Es ist nicht alleine Milch, die einem die unwillkommenen Symptome beschert.

Ansonsten sind die im Rahmen der vorliegenden Erkrankung entstehenden Symptome relativ mild. Davon sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Bisweilen belächelt man laktoseintolerante Personen etwas, da man allgemein annimmt, dass die Effekte dieses Leidens lediglich aus gesteigerter Flatulenz und weichem Stuhl bestünden. Bisweilen ist das auch tatsächlich so. Dennoch kann es auch zu extremeren Auffälligkeiten kommen. Insbesondere dann, wenn der Betroffene über nur sehr geringe Level an Lactase verfügt. Zum Teil treten heftigste Krämpfe im Bereich des Magens und des Darms auf, die kaum zu ertragen sind. Diese finden sich darüber hinaus oftmals in Begleitung von Brechdurchfällen. Das ist keine allzu schöne Diagnose und bei weitem keine leichte Erkrankung. Alles in allem aber, kann man gut gegen die einzelnen Symptome vorbeugen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Zu Beginn der Diagnose „Laktoseintoleranz“ steht die Anamnese. Zumeist sind die aus der Ernäährungsanamnse gewonnenen Erkenntnisse schon recht klar und weisen deutlich auf das vorliegende Leiden hin. Des Weiteren kommt es bisweilen vor, dass der behandelnde Arzt einen auffordert, für eine gewisse Zeit auf Milch und Milchprodukte zu verzichten. Sollten sich während dieser Phase der Abstinenz die Symptome merklich verbessern, so ist davon auszugehen, dass eine Milchzuckerunverträglichkeit vorliegt. Um diese diagnostische These zu bestätigen stehen dem zuständigen Mediziner jedoch noch weitere Testverfahren zur Verfügung. Diese sind unter anderem:

Laktoseintoleranz-Test
Der sog. „Laktoseintoleranz-Test“ misst die Reaktion des Körpers des Probanden auf eine gereichte Flüssigkeit, die sehr hohe Anteile an Laktose enthält. Etwa zwischen zwei und drei Stunden, nachdem man die Flüssigkeit getrunken hat, entnimmt der Mediziner einem Blut. Dieser Bluttest dient dazu, den Glucose-Wert im Blut des Patienten zu bestimmen. Sollte der Blutzuckerspiegel trotz Einnahme der hochdosierten Laktose nicht merklich ansteigen, ist dies ein klares Zeichen dafür, dass der Körper nicht dazu in der Lage ist, dieselbe korrekt und effektiv zu spalten und umzuwandeln. Somit ist dieser Test recht sicher. Er dauert aber vergleichsweise lange und kann zu großen Unannehmlichkeiten für den Patienten führen. Diese sind unter anderem starke Durchfälle, Erbrechen und dergleichen mehr

Wasserstoff-Atem-Test
Der Wasserstoff-Atem-Test ist in der Praxis einfach durch zu führen und deshalb eine wichtige Maßnahme, um eine Person auf eine mögliche Unverträglichkeit zu testen. Im Rahmen dieses diagnostischen Mittel ist es notwendig, dass der zu testende Patient eine Flüssigkeit zu sich nimmt, die ebenfalls einen sehr hohen Anteil an Laktose aufweist. Ist dies geschehen, so misst der behandelnde Arzt den Anteil von Wasserstoff in der ausgeatmeten Luft. Normalerweise ist nur sehr wenig Wasserstoff im Atem nachweisbar. Dies ändert sich aber bei einer Laktoseintoleranz drastisch. Die gegebene Laktose fermentiert im Darm und regt somit die Bildung von Wasserstoff und anderen Gasen an. Diese werden durch die Wände des Darms aufgenommenen und gehen ins Blut über, schließlich scheidet man sie mittels der verbrauchten Atemluft aus. Es kommt bei einer Laktoseintoleranz also in Folge des Enzymmangels zu Gärungsprozessen im Darm, durch die die Wasserstoffkonzentration in Blut und Ausatemluft deutlich erhöht werden. Sollten die in der Ausatemluft gemessenen Wasserstoffanteile im Blut also deutlich höher liegen, als bei gesunden Menschen, so ist davon auszugehen, dass eine Milchzuckerunverträglichkeit vorliegt.

Aber auch dieser Test bietet dahingehend ein gewisses Gefahrenpotential, dass es aufgrund der Gabe von Laktose zu schadhaften Symptomen kommen kann.

Stuhlprobe
Ein weiteres Mittel, das die Stellung einer Diagnose erleichtert, ist der Stuhltest. Hierbei legt man ein besonderes Augenmerk auch die im Stuhl selbst enthaltene Säure. Allerdings sollte man anführen, dass dieser Test nur selten zum Einsatz kommt. Zumeist bedient man sich dieses diagnostischen Mittels, wenn es um die Untersuchung von Kleinkindern und Säuglingen geht, die mittels der beiden oben genannten Tests noch nicht untersucht werden können.

Sind Kleinkinder und Säuglinge nicht dazu in der Lage, die mit der Muttermilch aufgenommene Laktose korrekt zu spalten, erhöhen sich die Werte der Milchsäure im Stuhl teilweise sehr stark. Dies gilt als Indikator dafür, dass das beprobte Kind an einer Laktoseintoleranz leidet.

Grundsätzlich ist es möglich, als Diagnoseinstrumt für eine Laktoseunverträglichkeit auf eine Biopsie des Dünndarms zurück zu greifen. Dadurch soll die Aktivität der Enzyme, insbesondere der Laktase, bestimmt werden. Da es sich hierbei um einen Eingriff handelt, der nicht ohne aufwändigere Vorbereitung durchgeführt werden kann, und andere Diagnoseverfahren sehr verlässlich sind, kommt die Dünndarmbiopsie im Zusammenhang mit Laktoseunverträglichkeiten nur selten zum Einsatz.

Sollte der Verdacht bestehen, dass es sich beim vorliegenden Fall um eine sekundäre Laktoseintoleranz handelt, werden zusätzlich mögliche ursächliche Erkrankungen untersucht. Diese Untersuchungen können sich kompliziert gestalten. Die Untersuchung der Laktoseintoleranz an sich erfolgt allerdings wieder nach den bekannten Standards.

Verlauf der Krankheit
Der Verlauf der Krankheit ist meist sehr mild. Betroffene können zwar sehr unter dieser Erkrankung leiden, aber zumeist müssen sie, insofern sie medikamentös korrekt eingestellt sind, keine allzu gravierenden Einbußen hinnehmen, was die Lebensqualität betrifft. Nichtsdestominder sollte man sich als Erkrankter darauf einstellen, dass man nicht so essen kann wie andere Leute es tun. Man sollte tunlichst darauf achten, auch trotz Medikamenten, möglichst wenig Laktose zu sich zu nehmen. Alles andere würde den Organismus unnötig belasten. Hin und an jedoch ist es erlaubt, das eine oder das andere Molkereiprodukt zu sich zu nehmen.

Ansonsten ist der Verlauf der Krankheit zumeist sehr stringent. Es gibt natürlich fallspezifische Unterscheide, wie sie bei allen Krankheiten vorkommen können, aber alles in allem variieren die einzelnen Fälle nicht allzu stark voneinander. Das erleichtert eine Diagnose immens und erleichtert dem behandelnden Arzt die Arbeit.

Wichtig für den allgemeinen Verlauf des vorliegenden Leidens ist es zudem klarzustellen, welche Art der Laktoseintoleranz vorliegt und welche nicht. Wie bereits weiter oben im Text erwähnt, muss man zwischen der primären, der sekundären und der angeborenen Ausprägung dieses Leidens unterscheiden. Zwar gibt es hier einige Unterschiede, aber alles in allem bleibt sich der Verlauf, gleichwohl welche Ausprägung der Krankheit nun vorliegt, relativ gleich. Auch hierdurch erleichtert sich eine Diagnose immens.

Kurzum lässt sich der Verlauf der Milchzuckerunverträglichkeit also darauf reduzieren, dass man, nachdem man zu viel Laktose konsumiert hat, nach ein bis drei Stunden mit teils sehr schweren Symptomen rechnen muss, die sich beinahe immer in Form von Diarrhö, Flatulenz, Erbrechen und Magenkrämpfen manifestieren. Die Einnahme eines entsprechenden Medikaments unmittelbar nach dem Essen oder Trinken eines potentiell auslösendes Lebensmittels hilft aber sehr gut dabei, die typischen Symptome zu unterdrücken. Somit kann man trotz dieser Erkrankung relativ symptomfrei durchs Leben gehen und muss nur wenige Einbußen in Kauf nehmen, was die Auswahl an Nahrungsmitteln angeht.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Tatsächlich handelt es sich bei der Laktoseintoleranz um ein sehr weit verbreitetes Leiden. Allerdings sollte man bei dieser Behauptung nicht außer Acht lassen, dass es diesbezüglich sehr starke lokale und ethnische Häufungen gibt. Manche Völker und Ethnien sind in ihrer Gänze nicht in der Lage, Laktose zu verarbeiten, während andere Volksgruppen damit kaum bis gar keine Probleme haben. Um den Ursachen für diese Häufungen auf die Spur zu kommen, ist es notwendig, dass man sich etwas in die Vergangenheit bewegt – genauer gesagt in die Zeit vor die Sesshaftwerdung des Menschen.

In den Epochen, da Menschen noch eine nomadische oder halbnomadische Lebensweise pflegten, war es allgemein zu beobachten, dass alle Individuen an Laktoseintoleranz litten. Diese These ließ sich mittels Genanalysen an gefundenen Skeletten aus dieser Zeit klar nachweisen. Somit konnte man beinahe zweifelsfrei darstellen, dass alle Menschen der Steinzeit noch nicht in der Lage waren, Laktose im Erwachsenenalter zu spalten. Skelette aus der Antike und dem Mittelalter, die dahingehend untersucht wurden, bieten jedoch ein vollkommen anderes Bild. Diese weisen das Gen, dessen es zur Spaltung der Laktose bedarf, in wesentlich größerer Stückzahl auf. Somit lässt sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit behaupten, dass es sich bei der Fähigkeit, Laktose zu zerspalten um ein evolutionär recht neues Phänomen handelt. Dieser Umstand erklärte auch, warum nicht alle Menschen dazu in der Lage sind. Diese genetische Neuerung ist schlicht noch nicht bei jedem Menschen angekommen. Durch eine Vermischung der Rassen könnte dies allerdings in Zukunft grundlegend ändern.

Um eine konkrete Zahl zu nennen, sollte man davon ausgehen, dass ca. 65% der Weltbevölkerung nicht oder nur bedingt dazu in der Lage sind, Laktose korrekt zu spalten. Damit ist es der überwiegenden Mehrheit aller Menschen nicht möglich, beschwerdefrei laktosehaltige Lebensmittel zu konsumieren. Sehr starke Häufungen treten beispielsweise in Asien auf. Insbesondere in China. Dort sind beinahe 95% der Bevölkerung laktoseunverträglich. Dies erklärt auch den sparsamen Einsatz von Milch und Milchprodukten in der asiatischen und afrikanischen Küche.

Diagnosedaten
Wie bereits erwähnt, geht eine Diagnose meist sehr unkompliziert von Statten und erfordert nicht allzu viel Aufwand. Auch die Chance auf eine fehlerhaft gestellte Diagnose ist vergleichsweise gering. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass die auf eine Laktoseintoleranz hinweisenden Symptome in aller Regel sehr eindeutig sind. Wenn man jedes Mal, nachdem man ein Lebensmittel konsumiert, dass einen hohen Laktosewert aufweist, Probleme bekommt ist das sehr doch schon sehr eindeutig. Somit kann es tatsächlich ausreichen, wenn der Arzt lediglich eine Anamnese durchführt. Nichtsdestominder bleibt es oftmals nicht dabei und der zuständige Mediziner bedient sich der oben genannten zusätzlichen klinischen Testverfahren, um seine Diagnose zu bestätigen.

Die hieraus hervorgehenden Daten sind ebenso relativ genau und sicher und bedürfen oftmals keiner allzu großen Interpretation. Darüber hinaus sind auch fehlerhafte Diagnosen in Bezug auf das vorliegende Leiden so gut wie ausgeschlossen. Somit sollte man sich als Patient keine Sorgen machen, dass man eventuell falsch diagnostiziert und also auch falsch behandelt wird. Dieser Fall ist beinahe komplett auszuschließen.

Kurzum lässt sich also sagen, dass das Potential für Fehler, was die Diagnose einer Laktoseintoleranz angeht, verschwindend gering ist und man beileibe nicht fürchten muss, der Arzt könnte dahingehend etwas übersehen, dass einem später schadete.

Etwas komplizierter kann es jedoch sein, wenn eine Laktoseintoleranz des zweiten Typs vorliegt. Um eine solche zu identifizieren ist es nämlich nötig, dass man nicht nur die Intoleranz an sich attestiert, sondern auch die korrespondierende Krankheit, die diese ausgelöst hat. Hierbei kommt es vollends auf die Krankheit an. Ist diese prinzipiell schwer festzustellen, dann erschwert sich auch die Findung der Ursachen für eine etwaig vorhandenen Milchzuckerunverträglichkeit.

Aber auch hier ist das Stellen einer Diagnose kein allzu großes Hindernis und geschieht in aller Regel im Rahmen einer weiterführenden Untersuchung, nachdem man die Laktoseintoleranz feststellen konnte.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikationen, die im Rahmen einer Laktoseintoleranz auftreten können sind in aller Regel nicht allzu gravierend. Das sollte jedoch nicht heißen, dass Betroffene nicht durchaus mit diesem Übel zu kämpfen haben. Tatsächlich ist es nicht selten so, dass eine allzu unkontrollierte Einnahme von Laktose dazu führt, dass der Betroffene sehr starke Bauchkrämpfe erleidet. Das ist nicht sonderlich angenehm.

Des Weiteren muss man einige Einschränkungen die Ernährung betreffend hinnehmen. Der Verzicht auf Milchprodukte ist jedoch für die meisten Menschen zu überwinden. Zudem sollte man an dieser Stelle nicht vergessen, dass die überwiegende Mehrheit der Weltbevölkerung ebenfalls nicht dazu in der Lage ist, Milch und Molkereiprodukte zu konsumieren und dennoch ein gutes und gesundes Leben führt. Darüber hinaus ist auch kein vollkommener Verzicht notwendig. Mit der richtigen Medikation ist es nicht allzu tragisch, wenn man hin und an etwas Laktose über die Nahrung konsumiert. Eine diätische Verminderung von Laktose in der aufgenommenen Nahrung ist dennoch sinnvoll, um Beschwerden möglichst gut ein zu dämmen. Dabei ist es wichtig, auf eine ausreichende Kalziumzufuhr aus alternativen Lebensmitteln zu achten. Da Milch ein wichtiger Kalziumlieferant ist, muss sie sinnvoll ersetzt werden. Geeignete Lebensmittel sind beispielsweise Brokkoli oder verschiedene Fischsorten.

Weniger erfreulich sich die aus dieser Krankheit hervorgehenden Brechdurchfälle. Diese können insbesondere bei Personen, die nicht wissen, dass die an einer Milchzuckerunverträglichkeit leiden, immer wieder auftreten. Diese dauern oftmals bis zu einer Stunde an und berauben den Körper jeglicher Flüssigkeiten. Darum tritt in direkter Folge dieser Symptome nicht selten eine massive Dehydration auf. Solche können mitunter lebensgefährlich sein. Dennoch sollte man nicht davon ausgehen, dass eine Laktoseintoleranz eine aktive Gefahr für Leib und Leben des Betroffenen darstellt.

Alles in allem also ist die Liste der zu erwartenden Komplikation der primären Laktoseunverträglichkeit eher gering und es besteht kein allzu großer Grund zur Sorge. Das heißt jedoch nicht, dass man dieses Leiden auf die leichte Schulter nehmen und sich vollkommen sorglos verhalten sollte, insofern man betroffen ist. Man sollte dieser Krankheit den Respekt entgegenbringen, der ihr gebührt. Insbesondere im europäischen Kulturraum, in dem Milch eine sehr große Rolle spielt und man ständig mit diesem Lebensmittel oder einer Form dieses Lebensmittels konfrontiert wird. Betroffene sollten sich die Inhaltsstoffe von Fertigprodukten stets genauer durchlesen, da hier oftmals Milchbestandteile eingesetzt werden, die man in vielen Produkten nicht erwarten würde. Darunter würden beispielsweise Wurst– oder Teigwaren fallen.

Sollte es sich bei der Laktoseunverträglichkeit um eine sekundäre handeln, ist es sehr wichtig, den eigentlichen Auslöser ausfindig zu machen. Anders als eine Laktoseintoleranz, kann beispielsweise eine Glutenunverträglichkeit, fachsprachlich auch Zöliakie genannt, zu ernsthaften organischen Problemen führen. Die Ursache für den Enzymdefekt muss deshalb dringend abgeklärt werden, um Folgeschäden einer möglichen primären Erkrankungen weitestgehend ein zu dämmen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Man sollte dann einen Arzt aufsuchen, wenn man feststellt, dass man anders als andere Leute auf Milch und Milchprodukte reagiert. Insbesondere Eltern sind an dieser Stelle aufgerufen, ein besonderes Auge auf ihre Kinder zu werfen, um sie davor zu schützen, unnötigerweise an Schmerzen usw. zu leiden. Diese sind, insofern ihnen eine Laktoseintoleranz zugrunde liegt nämlich sehr leicht zu verhindern.

Ansonsten kann es immer von Vorteil sein, den zuständigen Mediziner im Rahmen einer Routineuntersuchung auf eine etwaige Milchzuckerunverträglichkeit anzusprechen, wenn man dies für nötig erachtet.

Ein Doktor ist auch sofort dann zu Rate zu ziehen, wenn man an sich selbst eines oder mehrere der oben genannten Symptome bemerkt. Darüber hinaus kann eine atypische Veränderung im Stuhlgang ebenso ein möglicher Indikator für eine Laktoseintoleranz sein, dem schnellstmöglich nachzugehen ist.

Weitere Gründe einen Arzt aufzusuchen sind:

  • Schmerzen im Bereich des Darmes und / oder des Unterbauches
  • Blut im Stuhl
  • Chronische oder phasenweise chronischen Durchfälle, die nicht auf rezeptfreie Medikamente oder Hausmittel ansprechen
  • Plötzliches Fieber, das mehr als 24 Stunden anhält
  • Unerklärlicher Verlust von Gewicht, ohne Umstellung der Ernährung

Alles in allem ist es also von größter Wichtigkeit, einen Besuch beim zuständigen Mediziner nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sofort bei einem solchen vorstellig zu werden. Gerade unter Bezugnahme der recht aufwendigen und damit langwierigen diagnostischen Phase. Denn es gilt an dieser Stelle, wie es ebenso für alle anderen Krankheiten gilt, dass Vorsicht besser ist als Nachsicht. Überhaupt sollte man sich stets und stetig des Umstandes bewusst sein, dass es immens förderlich für die Heilung und / oder Behandlung einer Krankheit ist, wenn man diese früh erkennt und also früh attackieren kann. Jede Minute, die verstreicht, ohne das eine Behandlung stattfindet, ist eine Minute zu viel. Diesbezüglich sollte man sich keinen Illusionen hingeben.

Insbesondere Eltern sind aufgefordert, auf etwaig chronische Beschwerden ihres Nachwuchses zu achten. Dies gilt besonders für Kleinkinder. Denn diese leiden verhältnismäßig oft an Laktoseintoleranz. Auch Jugendliche sollten diesbezüglich überwacht werden – oftmals ist es Pudertierenden peinlich, ein solches Leiden zu haben und sie verschweigen es und vermeiden einen Arztbesuch. Das ist natürlich der grundlegend falsche Ansatz. Ein gutes Zureden seitens der Eltern ist also bisweilen durchaus angebracht und kann dabei helfen, das Kind gesund zu halten. Und das sollte nicht nur im Interesse des Kindes selbst, sondern auch im Interesse der Eltern oder Erziehungsberechtigten liegen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Wer vermutet, unter einer Laktoseunverträglichkeit zu leiden, sollte schnellstmöglich auf laktosehaltige Produkte weitestgehend verzichten und seinen Hausarzt konsultieren. Dieser wird gegebenenfalls auf einen Laktoseintoleranztest zurückgreifen oder auch ohne diesen Test dazu raten, auf laktosehaltige Produkte zu verzichten. Mittlerweile gibt es einige Hersteller laktosefreier Milch und Milchprodukte, wie zum Beispiel Quark, Kräuterquark, Joghurt und Puddings. Eine Laktoseintoleranz wird zuerst mit einem diätischen Verzicht sämtlicher laktosehaltiger Produkte therapiert.

Wenn man zum Beispiel als Gast bei Veranstaltungen oder Freunden doch einmal Laktose zu sich genommen hat, sollte man dem Körper Lactase in Tablettenform zuführen. Diese spaltet dann die Laktose problemlos im Darm auf. Peu a peu kann man dann nach Rücksprache mit dem Hausarzt versuchen, auch laktosehaltige Produkte wieder auf den Speiseplan zu setzen, um den Körper an die Laktose zu gewöhnen. In der Regel haben Betroffene allerdings lebenslang eine verminderte Produktion des Enzyms Laktase, sodass eine grundsätzliche Reduktion der Aufnahme von Milchzucker sinnvoll ist.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Im Grunde ist es unmöglich, gegen eine Laktoseintoleranz vorzubeugen, da es sich um ein genetisches, also angeborenes Leiden handelt. Lediglich in wenigen Fällen ist es im Rahmen des Möglichen, dass man im Vorhinein etwas dagegen tun kann. Dies ist dann der Fall, wenn es sich um die sekundäre Ausprägung dieser Erkrankung handelt. Somit kann man beispielsweise gegen bestimmte Erkrankungen des Darms vorbeugen, die ggf. eine Laktoseintoleranz nach sich ziehen könnte.

Alles in allem sollte man sich aber des Faktums bewusst sein, dass es nicht möglich ist, gegen die vorliegende Krankheit präventiv tätig zu werden.

Aufgrund der Tatsache, dass die Ursachen, die zu einem Ausbrechen dieser Krankheit führen noch nicht vollends nachvollzogen sind, fällt es der Fachwelt sehr schwer, allgemein gültige Aussagen über etwaige Mittel zur Prävention zu treffen. Darüber hinaus handelt es sich bei der Laktoseintoleranz um eine chronische Krankheit, wodurch auch prophylaktische Mittel nach einer erfolgreichen Therapie, die der Wiederkehr des Leidens entgegenwirken sollten, nicht infrage kommen.

Es lässt sich also lediglich bemerken, dass es nach dem Stande der modernen Schulmedizin keinerlei Mittel gibt, die effektiv dazu imstande wären, gegen die Krankheit vorzubeugen. Nichtsdestotrotz ist es sicherlich kein Fehler, wenn man einen allgemein gesunden Lebensstil pflegt und dabei ein besonderes Augenmerk auf seine Ernährung legt.

Mit diesen Beschränkungen im Hinterkopfe kann man, wie gerade erwähnt, dennoch präventiv tätig werden, gleichwohl diese Prävention nicht klassischer Natur ist. Sprich eine Impfung oder ähnliches. Viel mehr muss man ein solches prophylaktisches Vorgehen als allgemeine Maßnahme zur Verbesserung des Lebensstils verstehen. Zwar kann eine grundsätzlich gesunde Lebensführung auch keine 100%ige Garantie bieten, dass es niemals zum Ausbruch der Krankheit kommt, dennoch verringern sich die Chancen aber um ein Vielfaches. Und das gilt nicht nur bezüglich der Laktoseintoleranz, sondern auch für beinahe alle anderen Krankheiten.

Die meisten Menschen unterschätzen, welche maßgebliche Rolle eine gute Lebensweise für die Gesundheit spielt. Die meisten Krankheiten könnten sich vermeiden lassen, wenn die Menschen schlicht einem besseren Lebenswandel nachgingen. Besonders viele chronische Krankheiten – wozu auch die Laktoseintoleranz bekannterweise zählt. Es schadet also nichts darüber nachzudenken, etwas an seinem Leben grundsätzlich zu verändern.

Sollte die Krankheit allerdings bereits ausgebrochen sein, ist auch noch nicht alles verloren. Durch eine gesunde und ausgewogene Ernährung, kann man zwar keine Heilung, dafür aber ein sich verlangsamen neuer Schübe herbeiführen. Bisweilen ist es sogar möglich, die Krankheit komplett zum Erliegen zu bringen. Allerdings bedarf es hierfür eines großen Maßes an Disziplin und Willensstärke. Wer nicht in der Lage ist, diese aufzubringen, wird keine großen prophylaktischen Erfolge für sich verbuchen können. Es heißt also: Dranbleiben und den Anweisungen des behandelnden Arztes strikt Folge leisten.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist an und für sich durchwachsen. Zwar kann man die Krankheit als solche nicht heilen, aber mithilfe von Medikamenten ist es möglich, beinahe symptomfrei durchs Leben zu gehen. Darüber hinaus kann man auch ein vollkommen freies und uneingeschränktes Leben führen, wenn man schlicht und einfach auf Produkte verzichtet, die Laktose enthalten. Das sollte nicht sonderlich schwer sein. Besonders deswegen nicht, weil 65% der Weltbevölkerung ein ähnliches Schicksal betrifft und diese auch nicht verhungern.

Der einzige Grund, weswegen die Laktoseintoleranz in der westlichen Hemisphäre eine so große Prominenz genießt, ergibt sich auch dem Umstand, dass hierzulande Milch und Milchprodukte eine große kulturelle Bedeutung haben. In anderen Teilen der Welt spielen diese kaum eine nennenswerte Rolle.

Wie bereits erwähnt, ist die Prognose eher dürftig – dies liegt allerdings nicht daran, dass die Mortalitätsrate besonders hoch wäre, ist sie nämlich nicht, sondern daran, dass es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Das heißt mehr oder weniger, dass man sie niemals komplett auskurieren kann. Alle angebotenen Therapien zielen primär darauf ab, die Symptome des Patienten zu lindern und ihm damit eine gewisse Lebensqualität zurückzugeben, die er durch die Krankheit einbüßen musste.

Alles in allem lässt sich also sagen, dass Betroffene durchaus als aktive Mitglieder der Gesellschaft auftreten können und nicht außer Stande sind, sich in den Alltag zu integrieren. Gleichwohl müssen sie mit einigen Einbußen rechnen, die sie ggf. in ihrer Freiheit einschränken. Nichtsdestotrotz sollte man stets im Hinterkopfe behalten, dass dank der modernen Schulmedizin ein Leben mit Laktoseintoleranz kein Jahre andauerndes Martyrium für die betroffenen Personen mehr bedeutet, wie es noch vor nicht allzu vielen Jahren der Fall gewesen ist. Das ist ein immenser Fortschritt und hat die Prognose deutlich verbessert.

Darüber hinaus gilt anzuführen, dass die Stärke und die Intensität des vorliegenden Leidens im Laufe des Lebens zumeist periodisch abnimmt und sich schließlich auf einem allgemein niedrigen Niveau einpendelt, sodass Betroffene selbst ohne allzu starke Medikamente und / oder sonstige medizinische Betreuung mit dieser Erkrankung leben können.

Man sollte also niemals den Mut und die Hoffnung verlieren. Es lohnt sich am Ball zu bleiben und kämpfen. Zwar mag man das Leiden niemals komplett hinter sich lassen können, aber es ist durchaus möglich, es soweit einzuschränken, dass es einem kaum mehr Probleme bereitet als ein sporadisch auftretender Kopfschmerz oder Husten.

Somit könnte man für die Prognose zusammenfassend sagen, dass sich die Krankheit, so sie denn einmal aufgebrochen ist, nicht mehr kurieren lässt, man aber dennoch gut damit leben kann, wenn man sich an bestimmte Maßregeln hält. Alles in allem also könnte man die Prognose dennoch als tendenziell eher positiv ansehen. Hier liegt es aber zuletzt am betroffenen Individuum selbst, was er aus seiner Krankheit, bzw. seiner Gesundheit macht.


Laktoseintoleranz im Alter

Bei nahezu jedem Menschen sind die Gene zur Bildung von Laktase vorhanden. So ist die Fütterung von Säuglingen mit Muttermilch unproblematisch, da während dieses Zeitraums ausreichend Enzym zur Verdauung von Milchzucker gebildet wird. Mit der Zeit nimmt die Bildung von Laktase und damit einhergehend die Verträglichkeit von Laktose jedoch ab. Studien legen die Vermutung nahe, dass bei bis zu drei Viertel der Menschen eine deutliche Abnahme der Bildung von Laktase mit zunehmendem Alter zu verzeichnen ist. Der Grund dafür wird darin gesehen, dass für den Körper keine Notwendigkeit mehr für die Herstellung von Laktase besteht, da der Mensch nun nicht mehr auf die Muttermilch angewiesen ist. In asiatischen Ländern ist die Bevölkerung deutlich stärker von diesem Enzymrückgang betroffen, sodass dort eine flächendeckend Laktoseintoleranz der Menschen besteht. Obwohl die Zahlen im deutschen Raum deutlich moderater ausfallen, wird auch hier zu Lande jede fünfte Person als laktoseintolerant eingestuft.

Die Wahrscheinlichkeit, im Alter an diesem Enzymdeffekt zu leiden, ist dabei deutlich höher. Dennoch ist es selten, dass die Produktion von Laktase auf den Zotten des Dünndarms gänzlich zurückgeht. So bleibt meist noch ein Restvermögen an Enzymproduktion, das den betroffenen Personen ermöglicht, trotz Enzymdeffekts Milchprodukte zumindest in deutlich reduzierter zu konsumieren. Symptome wie Bauchschmerzen oder Blähungen sind dabei ein wichtiger Richtungsweiser dafür, wie viel Milchprodukte ohne Probleme aufgenommen und aufgespalten werden können. Auch ältere Personen, die vorher ihr Leben lang Milchprodukte zu sich genommen und vertragen haben, können von einer Laktoseintoleranz betroffen sein.

Sollten nach dem Essen von Nahrungsmitteln mit Milchprodukten Bauchschmerzen mit Blähungen auftreten, kann es sinnvoll sein, eine Laktoseintoleranz in Betracht zu ziehen. Dabei führt nicht nur ein Glas Milch zu Beschwerden, sondern auch versteckte Laktose, beispielsweise eine Sahnetorte oder Ähnliches. Insofern ist es wichtig, dass gerade ältere Personen ausprobieren, was ihnen gut tut. Eine Abklärung beim Hausarzt ist bei anhaltenden Beschwerden jedoch angebracht


Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Heilungsmethoden gibt es, was die Milchzuckerunverträglichkeit betrifft, nicht viele. Des Weiteren gilt zu erwähnen, dass bestimmte Methoden Risiken beinhalten. Das ist dann der Fall, wenn die Behandlung Stoffe benutzt, gegen die der Patient allergisch ist. Daher ist es von höchster Priorität, im Vorfeld mit dem Heilpraktiker abzuklären, welcher Methoden er sich bedient.

Es gibt mehr als ein Forum im Internet, in welchem sich Betroffene zum Austausch über die Krankheit zusammengeschlossen haben. Eine Beteiligung daran kann sich als unterstützend beim Umgang mit Laktoseintoleranz darstellen und oftmals nützliche Tipps bereithalten. Die Naturheilkunde empfiehlt verschiedene entzündungshemmende Heilpflanzen. Bewährt hat sich beispielsweise eine Therapie mit Weihrauch, welche Bauchkrämpfe u.a. effektiv verbessern kann. Laborversuche ergaben, dass komplexe Zucker aus Kochbananen und Broccoli ein Eindringen sowie das Anheften von Bakterien in Darmschleimhaut-Zellen verhindern können. Gleichfalls stellen sie einen guten Nährboden für Bakterien (probiotische) dar, was ihnen die Eignung zur Darmsanierung bei Morbus Crohn verschafft.

Besonders die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und das aus Indien stammende Ayurveda bieten bei Darmproblemen durch Laktoseintoleranz häufig große Erleichterung an. Aber auch gewisse Massagetechniken zielen speziell auf die Entlastung des Darmes hin und sind deshalb empfehlenswert. Des Weiteren hilft alles weiter, das potentiell dazu imstande ist, dem Betroffenen dabei zu helfen, Stress abzubauen – sprich Yoga, Meditation und autogenes Training.

Welche Hausmittel können helfen?

Durch die relative Häufigkeit, mit der Durchfälle als Symptom der Laktoseintoleranz immer wieder auftreten, liegen eine ganze Reihe sehr probater Hausmittel gegen diesen Leiden vor. Diese sind unter anderem:

  • Wärmflaschen – Bei Schmerzen im Bauch oder Darm kann es Betroffenen helfen, wenn sie Wärmflaschen auflegen. Die Hitze beruhigt das Gewebe und verschafft dadurch Linderung.
  • Fötenstellung – Bei akuten Schmerzattacken ist es nicht selten hilfreich, wenn man sich selbst in die sog. „Fötenstellung“ begibt. Hierdurch legt sich der Darm in eine führ ihn angenehmere Position, was zur Reduktion von Schmerz führen kann.
  • Klistieren – Obschon die Methode des Klistierens eher umstritten ist, findet sie immer noch Anwendung und viele Personen schwören darauf. Man sollte allerdings bei einem solchen Vorgehen äußerste Vorsicht walten lassen und nach Möglichkeit zuvor Absprache mit einem Mediziner halten.
  • Fastenkuren: Hin und wieder können Fastenkuren dabei behilflich sein, einen überstrapazierten Darm zu entlasten. Dennoch sind solche nur unter Aufsicht von Fachpersonal durchzuführen, am besten im Rahmen eines Kuraufenthalts.

Typische alternative Behandlungen können unter anderem sein:

  • Wärmflaschen
  • Schonkost
  • Bettruhe
  • Bauchmassagen
  • Klistiere
  • Reinigungen und Waschungen des Afters mit speziellen Lösungen

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Apfel
  • Blutwurz
  • Eibisch
  • Heidelbeere
  • Nelkenwurz
  • Spitzwegerich

Sämtliche erwähnten Heilkräuter sind entweder in ihrer frischen und ungetrockneten Form einzunehmen oder getrocknet in einem Mörser zu zerstoßen und daraufhin entsprechend anzuwenden. Auch kann man selbige in Form eines Tees oder Aufgusses einnehmen. Sie wirken allesamt beruhigend auf den Darm und helfen damit bei allzu großen Schmerzen weiter.

Entsprechende Kräuter findet man beim Heilpraktiker oder in spezialisierten Geschäften. Aber auch bereits fertige Präparate sind bei Heilpraktikern zu erstehen. Hierdurch erspart man sich die mühevolle Eigenproduktion und kann sich zugleich bezüglich Dosierung und Anwendung beraten lassen.

Darüber hinaus sind sämtliche hier erwähnte Heilpflanzen entweder, wie bereits erwähnt, als Tee oder Aufguss, getrocknet oder frisch oder als Pulver bzw. in Form eines Präparates zu reichen. Hierbei sind die Methoden der Verabreichung häufig nur geringfügig wechselnd in Bezug auf die Wirkung. Besonders aber eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen bietet sich im Falle einer Erkrankung mit Milchzuckerunverträglichkeit zum Einreiben des Abdomens an. Dazu gebe man nämliche in zerlassenes Schmalz ein und lasse diese Mixtur auskühlen und sich erhärten. Insofern man eine potentere Salbe oder Creme wünscht, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei einem Heilpraktiker oder Händler beziehen. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Bohnenkraut
  • Geranie
  • Ingwer
  • Kamille
  • Lavendel
  • Nelke
  • Salbei
  • Sandelholz

Die eben genannten ätherischen Öle sind im Falle einer Laktoseintoleranz ausschließlich im Rahmen einer Aromatherapie anzuwenden. Darüber hinaus gilt es, dass man sich vor einer Anwendung über etwaige Allergene in den Ölen informiert.

Homöopathie & Globuli

  • Arsenicum album
  • Bryonia
  • Camphora
  • Chamomilla
  • Colocynthis
  • Ipecacuanha

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Diäten sind bei Erkrankungen des Darmes besonders wichtig, zumindest ist das die landläufige Meinung. Experten sind von dieser Auffassung jedoch nicht restlos überzeugt und gehen teilweise sogar so weit zu behaupten, dass die Ernährung kaum oder keinerlei Rolle bei der Darmgesundheit spielt. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen wie Laktoseintoleranz. Dies ist aber nur eine Theorie von vielen, die sich in der Zukunft bestätigen werden oder nicht.
Dennoch hier einige Beispiele, inwieweit man seine Ernährung umstellen kann, um positive Ergebnisse zu erzielen:

  • Weniger Molkereiprodukte: Viele Personen mit chronischen Entzündungen im Darmbereich oder ebenso chronischer Diarrhö konnten positive Veränderungen beobachten, nachdem sie auf Milch oder Milchprodukte (wie Käse, Joghurt, Quark usw.) verzichtet hatten. Dies kann, muss aber nicht, mit einer Laktoseinteleranz zusammenhängen.
  • Fettarme Kost: Die Aufnahme von Fett ist grundsätzlich nicht schädlich, sondern eher nutzbringend für die Gesundheit. Dennoch sollte man darauf achten, alles in einem gesunden Maß zu halten. Butter, Margarine, Pflanzenöle und frittierte Speisen sind deshalb nur in Maßen zu genießen.
  • Kein Junk Food: Zu dieser Gruppe gehören Süßigkeiten, alkoholhaltige Getränke, scharfe oder überwürzte Lebensmittel sowie Salz und Produkte, die Koffein enthalten.
  • Kleine Portionen: Zur Entlasunt des Darms kann es förderlich sein, wenn man auf zu große Einzelportionen verzichtet. Es bietet sich an, die drei Hauptmahlzeiten auf fünf bis sechs kleinere aufzuteilen.
  • Ausreichend Flüssigkeit: Es ist wichtig, stets dafür zu sorgen, dass dem Körper ausreichend Flüssigkeit zur Verfügung steht, damit dieser effektiv funktionieren kann. Dehydration belastet und reizt den Darm stark. Zudem ist das durch den etwaigen Durchfall verlorene Wasser an den Körper zurückzuführen.
  • Ernährungswissenschaftliche Betreuung: Personen mit Darmproblemen chronischer Natur tun gut daran, sich professionelle Hilfe in Form eines Diätologen oder Ernährungswissenschaftlers zu suchen. Diese können Betroffenen dabei helfen, ihre Ernährung zu optimieren und somit für eine langfristige Verbesserung der allgemeinen Gesundheit sorgen.

Wie bereits erwähnt, ist eine allgemeine gesunde Ernährungsweise oftmals ausreichend, um den Körper zu stärken. Spezielle Diäten für Betroffene dieser Krankheit gibt es einige. Zusätzlich empfiehlt sich alles, was Übergewicht reduziert. Nicht zuletzt deswegen, weil zusätzliches Gewicht Erkrankungen des Darms oftmals erschwert.

Hierfür sollte man zur Nachsorge eventuell einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler aufsuchen und einen Langzeitplan erstellen.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Des Weiteren sollte man nie vergessen, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Darm darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch eine Vorerkrankung belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Darm keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.

FAQ – Fragen & Antworten

Ist Laktoseintoleranz ansteckend?

Tatsächlich denken einige Leute, dass es sich bei dem vorliegenden Leiden um eine ansteckende Krankheit handelt. Dieser Irrglaube erwächst zumeist aus der fehlerhaften Interpretation der im Rahmen dieser Erkrankung auftretenden Durchfälle. Diese interpretiert man nicht selten als einem Darminfekt zugehörig und geht darum davon aus, dass solche ansteckend seien. Dem ist aber glücklicherweise nicht so. Es handelt sich primär um eine erbliche Krankheit, die also nicht durch Ansteckung weitergegeben werden kann.

Muss ich komplett auf Lebensmittel verzichten, die Laktose enthalten?
Nein, hierzu besteht kein allzu triftiger Grund. Natürlich ist es förderlich, wenn man davon absieht, Laktose zu sich zu nehmen, aber selbst wenn man dies einmal freiwillig oder unfreiwillig tut, so muss man keine allzu schlimmen Konsequenzen fürchten – insofern man medikamentös korrekt eingestellt ist. Sollte letzteres nicht der Fall sein, so sollte man tunlichst darauf achten, eine Aufnahme von Laktose nach allen Regeln der Kunst zu vermeiden. Tut man dies nicht, so stellen sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schwere Krämpfe, Durchfälle usw. ein.

Muss ein ein Leben lang Medikamente gegen die Milchzuckerunverträglichkeit nehmen?
Nein, muss man nicht. In aller Regel nimmt man dementsprechende Medikamente nur dann ein, nachdem man etwas zu sich genommen hat, das Laktose enthält. In allen anderen Fällen ist es nicht vonnöten, entsprechende Medikamente einzunehmen. Damit hält sich der Aufwand in Grenzen und man ist nicht zwingend darauf angewiesen, täglich eine Pille zu schlucken. Das erleichtert Betroffenen das Leben oftmals merklich. Kurzum: Das Medikament ist lediglich im Bedarfsfalle einzunehmen, dieser kann aber durch Verzicht und Abstinenz leicht vermieden werden.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (57 Stimmen, Durchschnitt: 4,34 von 5)
Loading...
Top