Wechseljahre (Klimakterium)

Die Wechseljahre einer Frau – das Klimakterium

Wechseljahre (Klimakterium)

Die Wechseljahre (Klimakterium) sind ein natürlicher Zustand bei Frauen höheren Alters.

Die Wechseljahre treten dann auf, wenn der Hormonhaushalt sich stark verändert und die Regelblutung ausbleibt.

Oft Gehen diese mit Beschwerden wie Hitzewallungen und einem erhöhten Blutdruck einher.

Auch Schwindel und allgemeines Unwohlbefinden können auftreten. Jedoch sind einige Frauen auch komplett beschwerdefrei während dieser Zeit.

Was sind die Wechseljahre (Klimakterium)?

Die Wechseljahre sind ein natürlicher Zustand im Leben einer Frau.

Meist tritt dieser ab dem 45. Lebensjahr auf. Die Frau tritt in diesem Alter von der Geschlechtsreife in das Alter über. Dann kann diese keine Kinder mehr bekommen. Der Körper bildet in diesem Alter immer weniger Östrogene, also weibliche Geschlechtshormone.

So tritt die Regelblutung immer seltener auf und bleibt schließlich komplett aus. Das nennt man Menopause.

Bei einigen Frauen treten während der Wechseljahre Beschwerden auf, die behandelt werden müssen. Einige Frauen bleiben jedoch auch komplett beschwerdefrei und einige andere klagen nur über leichte Beschwerden.

Die Wechseljahre dauern durchschnittlich etwa zehn bis fünfzehn Jahre an.

Welche Ursachen führen zu den Wechseljahren?

Mit zunehmendem Alter beginnt der Körper der Frau immer weniger weibliche Geschlechtshormone, Östrogene, zu bilden. Dies geschieht, da die Funktion der Eierstöcke nachlässt und diese für die Bildung des Hormons verantwortlich sind.

Die Eierstöcke einer Frau enthalten bei der Geburt noch mehrere Millionen Follikel, diese nehmen während der Pubertät drastisch ab. Während des Lebens werden jeden Monat mehrere Follikel nach dem erfolgten Eisprung abgeschieden.

Gegen Ende des vierzigsten Lebensjahres sind keine von den Follikeln mehr vorhanden und so kommt es schließlich zur letzten Monatsblutung, der sogenannten Menopause. Während der Wechseljahre produziert das Gehirn vermehrt bestimmte Hormone, um den Mangel an Östrogenen auszugleichen.

Diese lösen die Beschwerden während der Wechseljahre aus. Die Symptome klingen erst ab, wenn der Körper sich an die neuen Hormone gewöhnt hat.

Symptome & Anzeichen

Die typischen Symptome der Wechseljahre sind Störungen im Zyklus und Hitzewallungen mit Schweißausbrüchen. Ebenso Herzrasen und Schwindel und Kopfschmerzen. Auch die Belastbarkeit nimmt ab und Schlafstörungen können auftreten. Auch Innere Unruhe und Depressionen sind mögliche Symptome.

Es kann aber auch zu Scheidentrockenheit und einer Verlust der Libido kommen. Die Symptome wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche fasst man auch ALS vegetative Beschwerden zusammen, da das vegetative Nervensystem diese körperlichen Funktionen regelt und der Mangel an Östrogenen das vegetative Nervensystem leichter stimulierbar macht.

Im Verlauf der Wechseljahre können sich die Brüste und die Gebärmutter zurückbilden. Hierfür ist ebenfalls der Mangel an Östrogenen verantwortlich. Da sich auch die Haut und die Schleimhäute verändern und diese dünner werden und an Elastizität verlieren, kann es zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr kommen.

Weiter mögliche Symptome sind Bluthochdruck, Arthrose und Gewichtszunahme. Auch Osteoporose kann auftreten, hierbei handelt es sich um Knochenschwund. Dieser tritt auf, da das Hormon Östrogen die Stabilität der Knochen generiert.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose der Wechseljahre gestaltet sich recht einfach. Entscheidend hierfür ist zum einen das Alter der Frau und die Beschwerden. Leidet die Frau unter Hitzewallungen und Zyklusveränderungen und ist die Patientin älter als 45 Jahre, sind dies deutliche Anzeichen für die Wechseljahre.

Oftmals wird eine Blutuntersuchung durchgeführt.

Hierbei wird die Konzentration der weiblichen Geschlechtshormone bestimmt.

Die Wechseljahre lassen sich medizinisch in vier verschiedene Stadien unterteilen:

  1. Prämenopause: Diese Phase beginnt etwa zwei bis sieben Jahre vor der Menopause. Anzeichen dieser Phase ist ein unregelmäßiger Zyklus. Viele Frauen spüren hierbei schon erste Symptome.
  2. Menopause: Die Menopause ist die letzte Regelblutung im Leben einer geschlechtsreifen Frau.
  3. Postmenopause: Diese Phase beginnt nach der Menopause und umfasst etwa zehn bis fünfzehn Jahre.
  4. Perimenopause: Diese Phase tritt zwischen der Menopause und der Psotmenopause auf.

Ohne Behandlung lassen diese typischen Beschwerden der Wechseljahre meist nach zwei Jahren wieder nach.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Da jede Frau ab 45 Jahren in die Wechseljahre kommt, gibt es in der entsprechenden Altersgruppe eine Häufigkeit von 100%. Es handelt sich nun mal um einen natürlichen Zustand im Leben einer jeden Frau.

Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen an sich treten in den Wechseljahren nicht auf. Es kann zu einer Reihe von Symptomen kommen, die eventuell behandelt werden müssen.

Vor allem Symptome wie Bluthochdruck und Schwindel sollten mit dem Arzt besprochen werden. Auch Hitzewallungen können in dieser Zeit möglich sein.

All diese Symptome können dem Arzt mitgeteilt werden, wenn sich die Patientin dadurch zu sehr belastet fühlt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Zum Arzt muss nur gegangen werden, wenn die Symptome zu intensiv sind.

Fühlt sich die Patientin unwohl und leidet diese unter den Symptomen, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Dieser kann beim finden der optimalen Therapie helfen. Sind die Symptome nur leicht, braucht kein Arzt aufgesucht werden.

Behandlung & Therapie

Ein Drittel aller Frauen benötigen während der Wechseljahre keine Therapie, da diese keine Beschwerden haben. Ebenfalls benötigt ein weiteres Drittel keine Therapie, da diese Frauen nur leichte Beschwerden spüren. Um Symptome wie Hitzewallungen zu lindern, empfiehlt es sich, auf ein gesundes Gewicht zu achten. Übergewicht verursacht generell Hitzewallungen und so ist ein optimales Gewicht empfehlenswert. Ebenso kann regelmäßige körperliche Bewegung helfen, Hitzewallungen einzudämmen. Auch eine eher niedrige Temperatur im Schlafzimmer verringert Hitzewallungen.

Generell wird Frauen, die unter eher schwachen Symptomen leiden, empfohlen, auf ihre Ernährung zu achten und viel Sport zu betreiben. Die Ernährung sollte calciumreich und Vitamin D reich sein. Beides sind wichtige Stoffe für den Knochenaufbau.

Für Frauen, die unter starken Beschwerden leiden, empfiehlt sich eine Hormontherapie. Hierdurch soll jedoch nicht die geschlechtsreife wiederhergestellt werden, sondern lediglich die Symptome gelindert werden. Auch die Rückbildung der Scheide wird so verhindert und das Risiko für Knochenbrüche gesenkt. Welches Hormonpräparat verwendet wird, hängt vom Status der Wechseljahre ab und dem Alter der Patientin.

Nebenwirkungen der Hormontherapie:

Unter anderem können sich folgende Nebenwirkungen einstellen:

Die Hormontherapie bietet viele Vorteile, unter anderem der Vorbeugung von Osteoporose und Darmkrebs. Ebenso wird das Risiko für Diabetes gesenkt.
Jedoch bietet auch diese Therapie einige Nachteile. Das Risiko für Schlaganfälle und Brustkrebs wird hierdurch leicht erhöht. Wird die Hormontherapie eher spät eingesetzt, steigt auch das Risiko für einen Herzinfarkt.

Um einen idealen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte die Hormontherapie bereits zu Beginn der Wechseljahre beginnen. Aufgrund der Nebenwirkungen muss jede Frau für sich selbst entscheiden, ob eine Hormontherapie gewünscht wird. Die Therapie sollte jedoch regelmäßig überprüft werden und nicht länger als fünf Jahre andauern.

Alternative Therapiemethoden:

Es können auch pflanzliche Wirkstoffe zum Einsatz kommen, die eine ähnliche Wirkung wie die Hormontherapie zeigen. Diese sind jedoch nicht so wirksam wie künstliche Hormone. Da diese Mittel jedoch meist nur wenig wirken, sind diese nur für Frauen mit leichten Beschwerden zu empfehlen.

In seltenen Fällen kann es zu schweren und belastenden Blutungen während der Wechseljahre kommen. Dann kann es nötig sein, die Gebärmutter operativ zu entfernen.

Wann ist eine Hormontherapie nicht möglich?

Wenn bei der Frau eines oder mehrere der folgenden Symptome auftreten, ist eine Hormontherapie nicht möglich.

  • Brustkrebs oder Gebärmutterkrebs
  • starker Bluthochdruck
  • Lebererkrankungen oder schlechte Leberwerte
  • Allergien gegen die Bestandteile der Präparate
  • Erkrankung der Hirngefäße

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Da es sich hierbei um einen natürlichen Prozess im Leben einer Frau handelt, können die Wechseljahre nicht verhindert werden. Lediglich gegen die Symptome kann bis zu einem gewissen Grad vorgebeugt werden.

So empfiehlt es sich, viel Sport zu betreiben, um so einer Osteoporose vorzubeugen. Auch eine Gesunde Ernährung mit viel Calcium und Vitamin D hat positive Auswirkungen auf den Hormonhaushalt.

Genauso wie ausreichend Schlaf. Auch eine Therapie mit Wärme kann Schmerzen vorbeugen.

Prognose zur Heilung

Da es sich bei den Wechseljahren nicht um eine Krankheit, sondern um einen natürlichen Zustand im Leben einer Frau handelt, spricht man auch hierbei nicht von Heilung.

Die Symptome klingen mit dem Einsetzen der Menopause in der Regel wieder ab. So verschwinden Bluthochdruck und die Hitzewallungen wieder von alleine.

Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

  • Granatapfelkerne
  • Heilkräuter
  • Nachtkerzenöl
  • Rotkleetee
  • Rosmarin
  • Salbeitee
  • Ausdauersport
  • Sexuelle Aktivität

Die Granatapfelkerne und die Heilkräuter helfen bei generellem Unwohlbefinden. Das Nachtkerzenöl sollte in die Nahrung integriert werden, so hilft dieses am besten gegen die Symptome während der Wechseljahre.

Die Tees helfen ebenso wie die Kräuter gegen die Symptome und steigern das allgemeine Wohlbefinden.

Ausdauersport fördert die Durchblutung und hält den gesamten Körper gesund. Dieser ist gut für den Blutdruck und mindert Schwindel. Bewegung an der frischen Luft ist ebenfalls gesund für den Körper und bringt den Kreislauf in Schwung.

Sexuelle Aktivität hilft ebenfalls dabei, dass sich die Frau während der Wechseljahre wohl fühlt. Sex hilft gegen Schwindel und reguliert den Blutdruck.

Generell fühlt sich die Patientin danach besser und diese kann die Symptome eine Zeit lang Vergessen.


Alternative Behandlungsmethoden

Bei der Traubensilberkerze handelt es sich um Präparate, die in der Apotheke gekauft werden können. Diese enthalten Extrakte aus dem Rhizom der Traubensilberkerze. Dieses Präparat sorgt dafür, dass der Östrogenspiegel auf eine natürliche Art wieder ansteigt. Dem Körper werden jedoch keine künstlichen Hormone zugefügt.
Der Mönchspfeffer enthält Wirkstoffe die ähnlich wie das Hormon Progesteron wirken. Da auch Progesteron während der Wechseljahre immer weniger gebildet wird, gleicht der Mönchspfeffer diesen Mangel auf eine natürliche Art wieder aus. Zudem lindert dieser Schmerzen in den Brüsten und während der Regelblutungen.

 


Behandlungen


Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Mönchspfeffer
  • Schafsgarbe
  • Passionsblume
  • Traubensilberkerze
  • Rotklee
  • Soja
  • Frauenmantel

Die Kräuter können entweder als Tee getrunken werden, oder als Tabletten geschluckt werden. Beide Varianten sind in der Apotheke zu bekommen und dort wird auch erklärt, wie die Präparate eingenommen werden müssen. Der Tee wird aber in der Regel nur aufgebrüht und bis zu drei mal täglich getrunken.

 


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Kamille
  • Geranium
  • Rose
  • Melisse
  • Zitrone
  • Pfefferminze

Die Öle können zum einen als entspannende Ganzkörpermassage angewendet werden. Hierbei entspannt sich der gesamte Körper und die Öle entfalten ihre Wirkung. Eine andere Form der Anwendung ist die Inhalation durch ein Tuch. Dabei werden die Öle direkt eingeatmet und wirken direkt im Körper. Auch als Vollbad sind die Öle geeignet. Hierbei entspannt sich der Körper und die Öle wirken auf der Haut und werden auch eingeatmet.


Homöopathie

  • Familienanamnese
  • Präparate aus der Apotheke

Wenn die Patientin zu einem speziellen Homöopathen geht, wird dieser erst eine ausführliche Familienanamnese durchführen. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Jedoch findet dieser nur so das passende Mittel zur Behandlung. Wenn diese Zeit nicht investiert werden soll, dann helfen auch homöopathische Mittel aus der Apotheke. Diese sind nach Anleitung einzunehmen. So lange, bis die Beschwerden nachlassen, oder so lange, wie die Anleitung es vorgibt.


Schüssler-Salze


Diät & Ernährung

Es hilft, viel Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Diese hält den Körper fit und reguliert viele Abläufe im Körper. Frisches Obst und Gemüse versorgt den Körper mit Nährstoffen und Vitaminen und steigert das Wohlbefinden. Eine gesunde Ernährung hilft vielen Frauen während der Wechseljahre. Diese ist für den gesamten Körper von Vorteil und lindert so unter Umständen auch die Symptome der Wechseljahre. Viel Bewegung hilft ebenfalls, den Blutdruck zu regulieren und den Kreislauf in Form zu halten. Dies beugt Schwindel vor


weitere Alternative Behandlungen

 

FAQ – Fragen & Antworten

Was sind Östrogene?

Die Follikel in den Eierstöcken sind am meisten für die Bildung von den Östrogenen verantwortlich. Die Östrogene spielen eine wichtige Rolle in der Steuerung des Menstruationszyklus und dem Eisprung. Diese Hormone werden jedoch während der Wechseljahre immer weniger gebildet. Jedoch sind diese auch maßgebend an der Fortpflanzung beteiligt. Zusätzlich haben Östrogene noch weiter Funktionen im Körper einer Frau. So generieren diese den weiblichen Klang der Stimme und das Unterhautfettgewebe. Ebenfalls generieren diese das Wachstum der Brüste und der Gebärmutter. Die Östrogene steuern ebenfalls die Menstruation und das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut. Zu guter letzt steuern die Östrogene die knochenbildenden Zellen und so die Stabilität der Knochen der Frau.

Wann zum Arzt?

Wenn die Beschwerden zu stark werden, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird dann untersuchen, in welcher Phase der Wechseljahre die Patientin ist und zusammen mit dieser eine optimale und individuelle Therapie bestimmen.

Muss ein Arzt aufgesucht werden?

Nein. Nur wenn die Patientin sich unwohl fühlt und der Meinung ist, dass die Symptome zu stark sind. Wenn die Patientin sich wohl fühlt und gut mit den Symptomen zurecht kommt, ist ein Besuch beim Arzt nicht notwendig.

Was wenn die Patientin sich zu jung fühlt?

Ist die Patientin jünger als vierzig Jahre, kann darüber nachgedacht werden, die Wechseljahre durch Hormone aufzuhalten. Dann werden Hormone verabreicht, die die Entwicklung und die Reife der Frau aufhalten.

Bilder

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie den Artikel

1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (51 Stimmen, Durchschnitt: 4,58 von 5)
Loading...
Top