Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen

Können Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen helfen? Welche pflanzlichen Mittel stärken das Erinnerungsvermögen?

Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen

Manchmal helfen schon einfache Hausmittel bei einer Beeinträchtigung vom Erinnerungsvermögen

Permanent muss das Gehirn Eindrücke und Informationen filtern und diese an unterschiedlichen Orten abspeichern. Unser einzigartiges Gedächtnis macht uns erst zu einem Individuum.

Es gibt allerdings keinen festen Ort, an dem unsere Erinnerungen gespeichert werden. Die Spuren unserer Erinnerungen verzweigen sich weit über das Netz aus Neuronen.

Doch was tun, wenn Erinnerungs- und Merkfähigkeit beeinträchtigt ist? Können Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen helfen? Gibt es pflanzliche Mittel gegen Vergesslichkeit? Welche Mittel gegen Gedächtnisverlust stehen zur Verfügung? Nachfolgend erfahren Sie, was die besten Hausmittel gegen Gedächtnisverlust sind.

Was tun bei Gedächtnisstörungen?

Störungen des Erinnerungsvermögens & Vergesslichkeit

Erinnerungen, die mit starken Emotionen in Verbindung stehen, können wir uns am besten merken. Sind wir aber lange chronischem negativem Stress ausgesetzt, kann das dazu führen, dass sogar Nervenzellen im Hippocampus absterben. Der Hippocampus „sortiert“ die Inhalte unseres Kurzzeitgedächtnis und überführt diese ins Langzeitgedächtnis. Das ist notwendig, da das Kurzzeitgedächtnis eine begrenzte Kapazität besitzt und schnell „überfüllt“ ist.

Das Gehirn besteht aus 80% Wasser und über einer Billion an Nervenzellen. Die Nervenzellen sind über Synapsen miteinander Verbunden. Je öfter so eine Synapse angesprochen wird, desto stabiler wird die Verbindung zwischen zwei Nervenzellen. Ein aktives Gehirn braucht eine gute Durchblutung, Sauerstoff, ein gewisses Maß an Eiweiß und Zuckermolekülen um optimal zu arbeiten.

Die häufigsten Ursachen für leichtere Gedächtnisstörungen können sein:

Sauerstoffmangel, Vergiftungen durch Alkohol, Medikamente oder Kohlenmonoxid, Stoffwechselstörungen (Hormonstörungen), Schlafstörungen, Stress, Falsche oder mangelhafte/einseitige Ernährung oder Durchblutungsstörungen.

Vorausgesetzt die Gedächtnisstörungen sind nicht durch eine Verletzung oder eine andere Krankheit verursacht, so lässt sich mit relativ einfachen Mitteln etwas dagegen tun. Doch wie jede Umstellung erfordert die auch etwas Zeit und Geduld.

Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen

Was hilft wirklich?

Da Gedächtnisstörungen oft von Faktoren wie Stress oder falscher Ernährung verursacht werden, können in vielen Fällen einfache Hausmittel helfen. Gerade bei jungen Menschen sind Gedächtnisstörungen meistens auf eher harmlose Ursachen zurückzuführen und können somit durch einfache Veränderungen der Lebensgewohnheiten behandelt werden. Nachfolgend erfahren Sie, welche Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen, Vergesslichkeit und Co. wirklich helfen können.

Bewegung an der frischen Luft

Gedächtnis stärken

Nicht selten ist ein Sauerstoff- und Bewegungsmangel an den Beeinträchtigungen von Merk- und Erinnerungsvermögen schuld. Daher kann es schon helfen, einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen oder Sport zu treiben. Am effektivsten wirkt leichter Ausdauersport wie Fahrradfahren, Walken oder Schwimmen. Das kurbelt ordentlich den Kreislauf an und fördert die Durchblutung. Gleichzeitig steigt der Sauerstoffgehalt im Blut und das Gehirn wird besser versorgt.

Gesund leben

Ein gesunder und ausgewogener Lebensstil als natürliche Hilfe

Ruhe Gesunde Ernährung

Eine gesunde Lebensweise fördert auch eine gute Gehirnleistung

Ausreichend Flüssigkeit, mindesten 1,5 L Wasser oder ungesüßter Tee, und eine erholsame Nachtruhe tun dem Gehirn gut. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Omega-3-Fettsäure und Vitamin B12 ist, hilft dem Gehirn sich besser zu Erinnern.

Omega-3-Fettsäure findet man in fettreichem Seefisch oder auch in Hanf-, Leinen- oder Walnussöl. Vitamin b12 kommt hauptsächlich in tierischen Lebensmitteln vor zum Beispiel in Milch, Eiern, Fleisch und Fisch. In geringen Mengen findet man es aber auch in Sauerkraut, Bier oder in der Alge Chlorella. Eine ausreichende Zufuhr an essentiellen Näherstoffen ist die Voraussetzung für ein leistungsstarkes Gehirn.

Die richtige Atmung

Stärkt das Merkvermögen

Tiefe Atemzüge bauen Stress ab und versorgen den Körper mit reichlich Sauerstoff. Eine zu flache Atmung dagegen erzeugt Stress und wirkt sich negativ auf den Körper aus. Yoga und Meditation können dabei helfen richtig zu Atmen und Stress abzubauen.

Weitere Informationen zu Entspannungstechniken und Atemübungen finden Sie in folgenden Ratgebern:

Gehirnjogging

Ein bewährtes Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen

Je besser man sein Gehirn trainiert um so besser funktioniert es auch. Kreuzworträtsel, Memorie oder das Einkaufen ohne Einkaufsliste, all das trainiert das Gehirn. Dabei ist es wichtig, das Ganze als Spiel zu betrachten und das Gehirn nicht zu überfordern. Weitere Informationen hierzu finden Sie im RatgeberGeistig fit mit Gehirnjogging„.

Schnelle Hilfe bei Gedächtnisstörung

Das Merkvermögen sofort steigern

Schnell hilft leider nichts, man braucht schon etwas Geduld dafür. Jeder Mensch muss dafür seinen eigenen Weg finden. Das Hausmittel, was bei dem einen hilft, hilft nicht automatisch bei jemand anderem. Vorübergehende und nicht schlimme Gedächtnisstörungen können ein Hinweis sein, dass dem Körper etwas fehlt. Währen der eine nur eben seine Speicher auffüllen muss, brauch der anderer vielleicht wochenlanges Gehirnjogging, um wieder auf der Höhe zu sein.

Nur bei schwerwiegendem Gedächtnisverlust zum Beispiel nach einem Unfall sollte man dringend einen Arzt aufsuchen. Ein Doktor sollte auch dann konsultiert werden, wenn sich die Gedächtnisleistung trotz „Gegenmaßnahmen“ eher verschlechtert.

Nachfolgende Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen können in manchen Fällen jedoch vergleichsweise schnell gegen die Vergesslichkeit helfen und das Gedächtnis stärken.

Rosmarin und Basilikum

Zwei Gedächtnis stärkende Mittel

Alleine der Duft soll schon eine anregende Wirkung auf das Gehirn haben. Rosmarin und Basilikum enthalten aber auch essentielle Mikronäherstoffe. Als Gewürz passen sie zu fast jedem Essen. Ein Rosmarintee ist zusätzlich noch herrlich entspannend.

Rosmarin war schon im antiken Griechenland für seine Gedächtnis steigernde Wirkung bekannt. Heute belegen Studien seine fördernden Eigenschaften. Die Heilpflanze enthält nämlich einen Stoff Namens Carnosolsäure. Dieser soll freie Radikale und Toxine abwehren und somit gegen Gedächtnisprobleme bis hin zu Alzheimer und Demenz helfen.

Aber auch Basilikum zählt zu den uralten Heilpflanzen. Schon die alten Indern nutzten Das Kraut zur Schärfung ihres Geistes. Basilikum kann das Merkvermögen verbessern und hilft auch bei Stress, nervösen Störungen und Ängsten. Es stimuliert das sympathische Nervensystem und fördert einen klaren Geisteszustand.

Heilpflanzen und Heilkräuter, Nierenschmerzen

Knoblauch gegen Oxidation

Die Pflanze gegen Vergesslichkeit

Auch Knoblauch ist ein allzeit bekanntes Hausmittel, das bei allerlei Leiden helfen kann. So verbessert es die Gehirnleistung und versorgt das Gehirn mit Näherstoffen. Neue Studien weisen nun darauf hin, dass die Knolle sogar einer Demenz und Alzheimer vorbeugen kann.

Diese Wirkung ist auf den im Knoblauch enthaltenen Stoff FruArg zurückzuführen, welcher entzündungshemmend und antioxidativ wirkt. Gedächtnisstörungen wie Alzheimer und Demenz werden nämlich durch oxidativen Stress und Entzündungen verursacht. Die Inhaltsstoffe des Knoblauchs schützen den Körper jedoch davor.

Wer von der Heilwirkung des Knoblauchs profitieren möchte, muss die Knolle jedoch sehr regelmäßig verzehren. Alternativ bieten sich jedoch auch entsprechende Kapseln an.

Walnüsse als pflanzliches Hilfe

Nüsse sind das A und O, wenn es um die Gehirnleistung geht. 5 Walnüsse pro Tag und nach einer Weile spürt man schon erstaunliche Ergebnisse. Eine Studie vom Neuroscience Laboratory bestätigt diese positive Wirkung von Walnüssen auf das Gedächtnis. Die Nüsse verringern außerdem das Risiko, an Alzheimer und Demenz zu erkranken.

Es empfiehlt sich, die Walnüsse unverarbeitet und roh zu essen. So können sie optimal vom Organismus aufgenommen werden. Die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt etwa 30 Gramm bzw. eine Handvoll Walnüsse am Tag zu essen.

Vitamin C & E helfen

Vitamine als Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen

Vitamin E & C senken das Risiko für Demenz und Alzheimer und verbessern die Konzentrationsfähigkeit. Gedächtnisstörungen sind nämlich meistens auf freie Radikale und oxidativen Stress zurückzuführen, welchen die Vitamine C & E entgegen wirken können.

Lebensmittel, die reich an Vitamin C sind, sind zum Beispiel Zitrusfrüchte, Paprika, Grünkohl und Brokkoli. Viel Vitamin E ist hingegen in Lebensmitteln wie Walnüssen, Müsli, Vollkornprodukten oder Mandeln enthalten.

Folsäure als Hausmittel

Unterstützt die Gehirnfunktion

Auch Folsäure verbessert das Gedächtnis und unterstützt die Gehirnfunktion. Das belegt unter anderem eine dreijährige wissenschaftliche Studie aus den Niederlanden. Die Probanden, die zusätzlich Folsäure bekamen, wiesen ein deutlich höheres Erinnerungsvermögen und eine beschleunigte Informationsverarbeitung auf. Folsäure ist zum Beispiel in Brokkoli, Petersilie und auch in Nüssen enthalten.

Kohlsuppendiät Blähungen Flatulenzen

Soja & Kohl enthalten den Gedächtnis-fördernden Stoff Phosphatidylserin

Kohl und Sojabohnen

Stärken das Gedächtnis

In diesen Lebensmitteln ist Phosphatidylserin, ein Phospholipid, enthalten. Dies ist ein essentieller Bestandteil des Stoffwechsels der Gehirnzellen. Das Phosphatidylserin ist auch ein Hauptbestandteil der Zellmembran der Nervenzellen im Gehirn.

Mehrere Studien weisen darauf hin, dass das Phospholipid die Kognition, also die mentalen Prozesse des Menschen, verbessert. Es dauert allerdings ein paar Monate, bis sich die erwünschte Wirkung zeigt. Sojabohnen stellen die Hauptaufnahmequellen für Phosphatidylserin dar. Der Stoff ist aber ebenfalls in Kohl sowie in Vollkornprodukte, Karotten, Gerste und Reis enthalten.

Salbei und Salbeiöl-Kapseln

Um das Denkvermögen zu steigern

Kapseln mit Salbeiöl bringen den Denkprozess wieder in Schwung. Bei täglicher Einnahme helfen sie, die Gedächtnisleistung zu unterstützen. Bisher war diese Heilpflanze vor allem für ihre positive Wirkung bei einer Erkältung oder ähnlichem bekannt. Eine britische Studie belegte jedoch, dass die im Salbei enthaltenen ätherischen Öle sich auch positiv auf unsere grauen Zellen auswirken. Die Probanden, die die Salbeiöl-Kapseln eingenommen hatten, schnitten bei den Gedächtnistest deutlich besser ab.

Die Gedächtnis fördernde Wirkung vom Salbeiöl ist darauf zurückzuführen, dass die ätherischen Öle das Enzym Acetylcholinesterase hemmen. Acetylcholinesterase baut nämlich Acetylcholin ab, ein Botenstoff der wichtig für die Gedächtnisfunktion ist. Durch die Einnahme von Salbeiöl-Kapseln wird das Enzym Acetylcholinesterase jedoch gehemmt, sodass das Acetylcholin für eine längere Zeit über verfügbar ist. Daher wird der Stoff auch für Alzheimer-Medikamente genutzt, den sogenannten Acetylcholinesterasehemmern.

Natürliche & Alternative Heilmittel

Gedächtnisstörungen werden dann zum Problem, wenn sie uns im Alltag behindern. Darum sollte man auch langfristig etwas dagegen tun.

Ginko als natürliche Hilfe

Ein bekanntes Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen

Bei Gedächtnisstörungen denken die meisten an Ginko, kein Wunder, denn mit der Pflanze wurde viel Werbung gemacht. Durchaus wurde in keinem anderen Land, wie in Deutschland so oft Ginko gegen Vergesslichkeit verschrieben. Ginko fördert die Durchblutung und ist ein mildes mentales Stärkungsmittel. Falsch machen kann man damit also nichts und gesund ist Ginko alle mal. Nur wie stark die Wirkung aufs Gehirn direkt ist, das ist von Experten noch stark umstritten.

Homöopathie & Globuli

Gegen Vergesslichkeit & Erinnerungsprobleme

Auch die Homöopathie hält einige Mittel zur Bekämpfung der Gedächtnisstörung bereit. Da zur Auswahl des geeigneten Mittels viele Faktoren eine Rolle spielen, ist es empfehlenswert einen Heilpraktiker aufzusuchen. Es gibt jedoch einige Globuli, die typischerweise bei Gedächtnisproblemen in Frage kommen.

Bewährt haben sich hier:

moenchspfeffer globuli symptome Kreuzschmerzen, Panikattacken

Auch die Homöopathie kann bei Gedächtnisstörungen helfen

Schüssler-Salze

Ein Gedächtnis stärkendes Mittel

Die Schüssler Salze erfreuen sich auch immer größerer Beliebtheit. Zurecht denn auch sie können bei Gedächtnisstörungen helfen.

Empfehlenswert sind hier:

Weitere Ratgeber

Weitere Informationen zum Thema Hausmittel gegen Gedächtnisstörungen finden Sie in folgenden Ratgebern:

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