Hemiparese

Steckbrief: Hemiparese

  • Name(n): Hemiparese
  • Art der Krankheit: unvollständige Halbseitenlähmung
  • Verbreitung: Männer häufiger als Frauen
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Unbekannt
  • Behandelbar: Je nach Ursache; Bewegungstherapie
  • Art des Auslösers: Genetisch; Stoffwechselerkrankung; Neurologische Erkrankung
  • Wieviele Erkrankte: Etwa 4000 Deutsche pro Jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Neurologe
  • ICD-10 Code(s): G81

Wenn nur halbe Bewegungen möglich sind

Sich frei zu bewegen, gehört einfach zum Leben dazu. Da ist es kaum vorstellbar, wenn plötzlich ein Arm oder ein Bein ausfällt; wenn das Gehen und einfache Handgriffe auf einmal zur echten Herausforderung werden.

Personen mit einer Hemiparese müssen mit dieser Art von Beeinträchtigung jeden Tag zurecht kommen. Denn bei ihnen ist ein Arm oder ein Bein auf einer Körperseite teilweise gelähmt. Diese halbseitigen Lähmungen sind entweder genetisch bedingt oder lassen sich auf neurologische Erkrankungen, wie dem Schlaganfall, zurückführen.

Hemiparesen treten als angeborene Beeinträchtigungen auf oder als Begleiterscheinung körperlicher Krankheiten.

Definition Hemiparese

Hemiparese ist die medizinische Bezeichnung für eine bestimmte Art von Lähmung.
Es handelt sich dabei um eine leichte oder unvollständige Lähmung einer einzelnen Muskelgruppe in Armen oder Beinen bzw. einer ganzen Extremität auf nur einer Körperhälfte. Eine Hemiparese ist also eine teilweise Lähmung. Sie betrifft entweder die rechte oder linke Körperseite.

Allerdings gilt sie nicht als eigenständige Krankheit, sondern als Begleiterscheinung oder als Symptom einer anderen Erkrankung. Hemiparesen entstehen meist aufgrund von Schädigungen im Gehirn. Dessen Nervengewebe ist beschädigt oder zerstört. Betroffen haben in der Folge meist Schwierigkeiten beim Laufen. Auch die Bewegung anderer Extremitäten kann stark eingeschränkt sein.

Was ist eine Hemiparese?

In der medizinischen Fachsprache unterscheiden Ärzte zwischen folgenden Begriffen:

Bei einer Monoplegie bzw. Monoparese handelt es sich um eine vollständige oder unvollständige Lähmung einer Gliedmaße.

Eine Paraplegie oder auch Paraparese ist die vollständige oder unvollständige Lähmung beider Beine oder Arme. Diese heißt umgangssprachlich auch Querschnittslähmung.

Bei der Hemiplegie bzw. Hemiparese liegt eine vollständige oder unvollständige Lähmung einer Körperhälfte vor. Ein anderer Begriff hierfür ist die Halbseitenlähmung.

Sind alle vier Extremitäten vollständig oder unvollständig gelähmt, sprechen Ärzte von einer Tetraplegie bzw. Tetraparese.

Der Begriff ,,Parese‘ steht also immer für eine Lähmung. Die Vorsilbe ,,Hemi‘ heißt, dass nur eine Hälfte eines Körpers betroffen ist.

Auf welcher Körperseite eine Hemiparese besteht, hängt davon ab, in welchem Areal des Gehirns Nervengewebe beschädigt ist.

Die linke Hälfte des Gehirns steuert alle Funktionen auf der rechten Körperseite. Alles, was auf der rechten Hirnhälfte liegt, ist für die linke Körperseite verantwortlich.
Kommt es also zur Schädigung von Nervengewebe in linken Hirnarealen, so ist zum Beispiel die Bewegung des rechten Arms teilweise oder gar nicht mehr möglich.

Personen mit einer Hemiparese leiden meist unter massiven Bewegungseinschränkungen. Arme und Beine sind gelähmt. Doch auch andere Körperbereiche können betroffen sein. Viele Patienten klagen zum Beispiel über eine taube Zunge. In anderen Fällen sind Muskeln im Gesicht gelähmt. Eine Gesichtshälfte hängt schlaff herunter. Zusätzlich sind Beeinträchtigungen und Sprachstörungen möglich.

Die häufigste Ursache für eine Hemiparese ist der Schlaganfall, auch Apoplex genannt. Eine Hemiparese kann in jedem Alter entstehen. Allerdings gibt es bestimmte Risikofaktoren, die diese Art der Lähmung begünstigen.

Bei richtiger Therapie ist eine Hemiparese zum Teil reparabel. Es gibt allerdings auch schwere Grade der Lähmung, die zu lebenslangen Behinderungen führen.


Welche Ursachen gibt es?

Zu den häufigsten Ursachen einer Hemiparese zählen neurologische Schäden. Viele Betroffene erleiden im Erwachsenenalter einen Schlaganfall und es treten in der Folge unter Lähmungen auf einer Körperseite auf.

Ein Schlaganfall entsteht aufgrund einer Hirnblutung oder einer Unterversorgung von Nervengewebe. Sind zum Beispiel Blutgefäße verstopft oder verschlossen, kann nicht ausreichend sauerstoffreiches Blut ins Gehirn gelangen. Es kommt zu einem Blutgerinnsel.
Eine Ursache hierfür ist beispielsweise eine Arterienverkalkung, die Ärzte auch als Arteriosklerose bezeichnen.

Durchblutungsstörungen im Gehirn führen dazu, dass wichtige Bereiche im Gehirn nicht genügend Sauerstoff erhalten und dadurch nicht richtig funktionieren. Nervenzellen sterben ab und es findet keiner Weiterleitung von Reizen mehr statt. Es kommt zu Bewegungsausfällen von Armen und Beinen oder zu Sprach- und Sehstörungen.

Doch Hemiparesen sind auch durch Kopfverletzungen in Folge von Unfällen oder durch Tumore möglich. Bösartige Geschwüre breiten sich im Gehirn immer weiter aus und befallen lebenswichtiges Nervengewebe.

Enzephalitiden und Meningitiden sind Entzündungen der Hirnsubstanz bzw. der Hirnhäute. Ohne Behandlung sind schwere Komplikationen möglich. Dazu zählen unter anderen Lähmungserscheinungen auf einer Körperseite. Diese treten meist nach Wochen oder Monaten auf. Verursacher von Entzündungen im Gehirn sind häufig Bakterien oder Viren.

Viele Hemiparesen entwickeln sich allerdings bereits im Mutterleib. Es gibt Babys, die mit gelähmten Extremitäten zur Welt kommen. Dies hat zum einen genetische Gründe. Ebenso führen Komplikationen während der Schwangerschaft, wie etwa Blutungen oder Entzündungen im Gehirn des Embryos, zu schweren neurologischen Schäden.

Ursachen zusammengefasst

  • Neurologische Schäden
  • Schlaganfall
  • Ateriosklerose
  • Durchblutungsstörungen
  • Kopfverletzungen
  • Enzephalitis
  • Meningitis
  • Tumore
  • Komplikationen in der Schwangerschaft

Symptome & Anzeichen

Kennzeichnend für eine Hemiparese sind Lähmungen in Armen und Beinen. Je nachdem, auf welcher Hirnhälfte eine Schädigung von Nervengewebe vorliegt, ist entweder der rechte oder linke Arm bzw. das rechte oder linke Bein gelähmt. Es kommt zu schweren Bewegungseinschränkungen. Einfache Handlungen wie Gehen oder das Heben von Gegenständen ist nur noch teilweise oder gar nicht mehr möglich.

Doch bei einer Hemiparese sind nicht immer nur Extremitäten betroffen. Viele Patienten leiden zudem unter einer so genanten Fazialisparese. Dabei handelt es sich um Lähmungen auf einer Gesichtshälfte. Betroffene haben ein ,,hängendes‘ oder ,,eingefallenes Gesicht‘ und können ihre Muskulatur in bestimmten Bereichen nicht mehr kontrollieren. Daraus folgen auch häufig Sprachstörungen oder eine verlangsamte Artikulation – erst recht, wenn Zunge und Lippen in Mitleidenschaft gezogen sind.

Einige Patienten klagen zudem über starke Probleme beim Sehen. Sie nehmen ihre Umwelt nur verschwommen oder in Doppelbildern wahr.

In Kombination mit Bewegungsstörungen treten häufig Probleme bei der Koordination und im Gleichgewichtssinn auf.

Bei schweren Graden einer Hemiparese sind größere Bereiche einer Gehirnhälfte betroffen. Eine mögliche Folge hiervon sind neben Bewegungsstörungen auch Einschränkungen der geistigen Tätigkeit.

Einige Patienten mit einer Hemiparese entwickeln in bestimmten Extremitäten zusätzlich Spastiken. Deren Muskeln besitzen auch ohne körperliche Anstrengung eine erhöhte Eigenspannung. Die Ursache hierfür liegt immer bei einer Schädigung des Gehirns oder des Rückenmarks. Von einer Spastik Betroffene haben quasi immer eine verkrampfte Muskulatur und führen plötzliche Bewegungen aus, die sie nur schwer kontrollieren können.

Symptome zusammengefasst

  • Lähmungen in Armen und Beinen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Fazialisparese
  • Sprachstörungen
  • Sehstörungen
  • Probleme beim Gleichgewichts
  • Sensibilitätsstörungen
  • Spastik
  • Geistige Behinderung

Diagnose & Krankheitsverlauf

Damit Ärzte und Therapeuten ihre Patienten mit einer Hemiparese erfolgreich behandeln können, müssen zunächst die genauen Ursachen geklärt sein. Dazu bedarf es einer gründlichen Anamnese.

Hierfür beobachten Mediziner zunächst alle vorliegenden Symptome und erhalten in einem ausführlichen Gespräch Informationen über eventuelle Vorerkrankungen und genetische Vorbelastungen.

Darauf folgen Tests, bei denen Ärzte die Bewegungsfunktion aller Extremitäten untersuchen und analysieren. Außerdem erfolgen Reaktionstests. Hier geht es darum, wichtige Bewegungsreflexe zu überprüfen. Dazu zählt zum Beispiel auch die Fähigkeit, sich im Falle eines Sturzes mit Armen und Beinen abzufangen. Sind Extremitäten gelähmt, ist diese massiv eingeschränkt.

Im Fokus der Diagnose steht auch die Untersuchung der Muskelspannung von Extremitäten, um eventuelle Spastiken auszuschließen.

Bei Gesprächen mit seinem Patienten kann ein Arzt auch bereits feststellen, ob Lähmungen im Gesicht, an Augen und im Sprachapparat vorliegen. Zusätzliche Sprach- und Sehtests bestätigen erste Vermutungen.

Zur genauen Ursachenforschung wenden Mediziner Untersuchungsmethoden an, die vor allem Einblick in das Nervengewebe des Gehirn ermöglichen.

Das CT, auch Computertomographie genannt, zeichnet ein Schnittbild des Gehirns. Beim MRT messen Ärzte die Hirnströme des Gehirns und stellen somit dessen Funktionstüchtigkeit fest.

Mithilfe von Röntgenstrahlen durchleuchten sie Knochen und Muskeln betroffener Extremitäten. Die Untersuchung der Nackenbeweglichkeit ist ebenso hilfreich.

Vermuten Ärzte eine Enzephalitis oder Meningitis als Ursache für eine bestehende Hemiparese, gehen sie auf die Suche nach dem genauen Erreger. Eine Blutuntersuchung gibt Aufschluss darüber, ob Bakterien oder Viren eine Entzündung des Gehirns hervorgerufen haben.

Als weitere Ursache für eine Hemiparese gilt ebenso eine Arterienverkalkung. Um mögliche Erkrankungen von Blutgefäßen und Lympfgefäßen herauszufinden, greifen Mediziner zur einer so genannten Angiographie. Das ist ein radiologisches Verfahren. Mithilfe eines Katheters und von Kontrastmitteln wird das Innere von Blutgefäßen sichtbar gemacht.

Diagnosemethoden zusammengefasst

  • Diagnosegespräch
  • Symptombeobachtung
  • Bewegungstests
  • Reaktionstests
  • Sehtests
  • Sprachtests
  • CT
  • MRT
  • Blutuntersuchung
  • Angiografie
  • Röntgenuntersuchung

Häufigkeit & Diagnosedaten

Die meisten Fälle einer Hemiparese treten in Folge eines Schlaganfalls auf. Häufig handelt es sich dabei um Menschen, die das 70. Lebensjahr überschritten haben. Im Allgemeinen gilt: Das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, steigt mit zunehmendem Alter. Allerdings gibt es bestimmte Risikofaktoren, die einen Apoplex und eine daraus folgende Hemiparese begünstigen.

Die Zahl der Patienten in Deutschland mit einem Schlaganfall liegt bei etwa 200.000 bis 250.000. Nur etwa fünfzehn Prozent aller Betroffenen sind jünger als fünfundvierzig.

Arteriosklerose gilt als eine Hauptursache für die Entstehung eines Schlaganfalls. Das Risiko, an einer Arterienverkalkung zu erkranken ist bei älteren Personen wesentlich größer. Die Wahrscheinlichkeit, an Arteriosklerose zu erkranken, ist bei Männern fünf mal höher als bei Frauen.

Etwa dreißig Prozent aller Betroffenen mit einer Hemiparese entwicklen zusätzlich eine Spastik.

Treten Komplikationen in der Schwangerschaft auf, entwickeln ungeborene Kinder bereits im Mutterleib eine Hemiparese. In den meisten Fällen ist nur der Bewegungsapparat von Lähmungen betroffene. Viele Kindern vollziehen im Bereich ihrer geistigen Fähigkeiten eine weitestgehend normale Entwicklung.

Andere hingegen leiden auch unter epileptischen Anfällen, die mitunter zu intellektuellen Einschränkungen führen. Der Anteil der von einer Epilepsie betroffenen Kinder mit Hemiparese liegt zwischen dreißig und fünfzig Prozent.

In zwanzig bis dreißig Prozent aller Fälle begrenzt sich die Lähmung vor allem auf die Arme. Bei dreißig bis vierzig Prozent hingegen tritt insbesondere eine Lähmung eines Beins auf. Vierzig Prozent aller betroffenen Kinder haben sowohl einen gelähmten Arm als auch ein gelähmtes Bein.

Kinder mit einer spastischen Hemiparese besitzen meist eine verkürzte bzw. verkrümmte Muskulatur in den betroffenen Extremitäten, da diese nicht vollständig ausgewachsen ist.


Komplikationen bei einer Hemiparese

Im Falle einer schweren Hemiparese sind starke Lähmungserscheinungen wahrscheinlich. Betroffenen fällt das Gehen sehr schwer. Bei einer unzureichenden oder fehlenden Behandlung können sich die Lähmungen auch auf andere Körperbereiche und sogar auf innere Organe ausweiten.

Da die Muskulatur in betroffenen Extremitäten gelähmt ist, sind schnelle Reaktionen nicht möglich. Dies kann in bestimmten Situationen zur echten Gefahr werden. Kommen Betroffenen zum Beispiel ins Stolpern, sind sie nicht dazu in der Lage, sich selbst mit Armen und Beinen abzufangen. Schwere Stürze sind die Folge.

Auch plötzliche Bewegungen von Armen und Beinen führen zu Unfällen und weiteren Verletzungen.

Unter Umständen entwickelt sich eine bestehende Hemiparese weiter zu einer Hemiplegie, also zu einer vollständigen Lähmung eines Körperteils – zum Beispiel, wenn ein Schlaganfall unbehandelt bleibt.

Es gibt Fälle von schweren Hemiparesen, bei denen Patienten lange Zeit bettlägerig sind, da sie sich kaum noch bewegen können. Wenn diese zu lange auf einer Körperstelle liegen, ist das Risiko eines Dekubitus hoch. Viele Patienten sitzen dauerhaft im Rollstuhl. Auch hierdurch kann es zu Druckstellen und Haltungsschäden kommen.

Wer über einen langen Zeitraum ans Bett gefesselt ist, leidet unter Sauerstoff- und Bewegungsmangel. Damit besteht die Gefahr, an einer Lungenentzündung, auch Pneumonie genannt, zu erkranken.

Aufgrund des Bewegungsmangels staut sich außerdem vermehrt Blut in den betroffenen Extremitäten an. Der Blutrückfluss zum Herzen ist gestört. Eine mögliche Folge hiervon ist die Entstehung einer Thrombose.

Sind Gesichtsmuskeln von einer Lähmung betroffen, ist deutliches Sprechen kaum bis gar nicht möglich. Es gibt Patienten, die trotz Therapie nie wieder richtig sprechen können und auf Hilfsmittel angewiesen sind.

Für einige Patienten stellt eine Hemiparese nicht nur eine körperliche Belastung dar. Vielen fällt es schwer, ihre Erkrankung psychisch zu verarbeiten. Sie fühlen sich unselbstständig und schwach. So entwickeln sie häufig eine Depression.

Komplikationen zusammengefasst

  • Hemiplegie
  • Sprachausfall
  • Bettlägerigkeit
  • Dekubitus
  • Pneumonie
  • Thrombose
  • Depression

Wann sollte man zum Arzt gehen?

In jedem Fall gilt, dass Personen mit einem erhöhten Risiko für Schlaganfälle besonders auf ihre Gesundheit achten sollten. Ärzte empfehlen, jedes kleine Anzeichen für einen Apoplex ernst zu nehmen.

Zu den ersten Warnsignalen zählen zum Beispiel Wahrnehmungsstörungen und Probleme beim Sehen. Ist die Sicht eingeschränkt bzw. erkennen Betroffene ihre Umwelt nur noch in Doppelbildern, sollten diese so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen.

Weitere Anzeichen sind Taubheitsgefühle in Armen und Beinen. Auch starke stechende Kopfschmerzen gelten als Indiz für einen sich anbahnenden Schlaganfall.
Hinzu kommen Schwindel und Übelkeit.

In Kombination mit diesen Symptomen können Betroffenen häufig nur noch vor Schmerz schreien oder stöhnen. Eine klare sprachliche Artikulation ist nicht mehr möglich.

Liegt ein Schlaganfall vor, hilft zunächst der Notarzt. Ein Neurologe kümmert sich der Folgezeit um Betroffene.


Behandlungsmethoden & Therapie

Ist ein Blutgerinnsel oder ein Tumor die Ursache für eine unvollständige Halbseitenlähmung, hilft oft eine Operation. Hierbei entfernen Chirurgen bösartige Geschwüre aus bestimmten Körperregionen oder Tromben aus Blutgefäßen.

Die Nachbehandlung von Krebs bzw. bösartigen Tumoren beinhaltet meist eine Chemo- oder Strahlentherapie.

Bei der Behandlung von Blutgerinnseln verordnen Ärzte ihren Patienten oft Medikamente zur Blutverdünnung. Diese ermöglichen einen ständigen Blutfluss und beugen der Entstehung einer Arterienverkalkung bzw. von Tromben vor.

Im Allgemeinen therapieren Mediziner eine Hemiparese stets anhand derer Ursachen und orientieren sich an den Symptomen ihrer Patienten.

Ist eine Hemiparese einmal da, erhalten Patienten eine Reihe von Therapien, die der Linderung von Beschwerden und der Wiederherstellung wichtiger Körperfunktionen dienen.

Dazu zählt zum Beispiel die Physiotherapie, bei der Betroffene ihre Muskulatur und einfache Bewegungsabläufe, wie etwa Gehen oder das Heben von Gegenständen, trainieren.

In der Ergotherapie geht es vor allem darum, die eigene Selbstständigkeit wieder zu erlangen und alltägliche Handlungen zu üben.

Logopäden konzentrieren sich auf die Sprache und Artikulation. So trainieren Betroffene ihre Muskeln im Bereich der Zunge und Lippen. Sie erlernen von Neuem, Sprachlaute zu bilden und sich zu verständigen.

Zur Behandlung von Spastiken wenden Mediziner immer häufiger Botox an. Dabei handelt es sich eigentlich um ein Nervengift. Bei Patienten mit einer spastischen Hemiparese allerdings spritzen Ärzte Botox in bestimmte Muskelregionen. Das Botox unterdrückt dort die Reizweiterleitung zwischen mehreren Nerven. In der Folge kommt es zur Muskelentspannung und spastische Schübe werden gelindert.

Patienten mit einer Hemiparese leiden unter vielen körperlichen Symptomen sowie unter einer mangelnden Selbstständigkeit. Daraus ergibt sich häufig auch eine psychische Belastung. Vielen werden in der Folge depressiv. Aus diesem Grund erhalten sie zusätzlich Psychotherapie, um ihr seelische Gleichgewicht wieder herzustellen.

Behandlungsmethoden zusammengefasst

  • Operation
  • Medikamente zur Blutverdünnung
  • Chemotherapie
  • Strahlentherapie
  • Ergotherapie
  • Physiotherapie
  • Logopädie
  • Psychotherapie
  • Botox

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Um einer angeborenen Hemiparese vorzubeugen, können Schwangere vor der Geburt ihres Kindes viel Folsäure zu sich nehmen. Folsäure fördert die Entwicklung des Nervensystems sowie von Knochen und Muskeln. Doch häufig sind die Ursachen für eine angeborene Lähmung genetischer Natur. Dies bezüglich gibt es keine präventiven Maßnahmen.

Erwachsenen sei geraten, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Übergewicht begünstigt die Entstehung von Durchblutungsstörungen und Schlaganfällen. Außerdem verringert eine ausreichende Zufuhr von Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen das Risiko der genannten Erkrankungen.

Auch Stoffwechselerkrankungen, wie etwa Diabtis mellitus, begünstigen einen Apoplex und eine daraus folgende Hemiparese. Doch wer auf eine gesunde und zuckerarme Ernährung achtet, betreibt bereits eine gute Prophylaxe.

Viel Bewegung und der Verzicht auf Nikotin machen es möglich, dass das Blut in den Gefäßen ungehindert fließt. Gefäßverengungen, Thrombosen oder Arterienverkalkungen sind somit unwahrscheinlicher.

Um einer Enzephalitis vorzubeugen, sollten Eltern ihre Kinder gegen typische Kinderkrankheiten, wie Polio, impfen lassen. Enzephalitiden führen unter Umständen auch zu Lähmungen bestimmter Körperbereiche. Zecken gelten ebenfalls als Erreger für Entzündungen des Gehirns. Gegen Zecken existiert ebenfalls ein Impfstoff.


Prognose zur Heilung

Angeborene Lähmungen sind meist genetischer Natur und nicht heilbar. Betroffene erhalten zwar Physio- und Ergotherapie, bei der sie ihren Bewegunssapparat trainieren, doch trotzdem bleiben lebenslange Einschränkungen zum Beispiel beim Gehen zurück.
Hier ist der Einsatz von Hilfsmitteln, wie etwa Orthesen oder ein Rollstuhl unverzichtbar.

Hemiparesen in Folge eines Schlaganfalls oder einer Arteriosklerose lassen sich in einigen Fällen sehr gut therapieren. Doch bis Betroffene wieder vollständig einsatzfähig sind, dauert es manchmal Monate. Andere hingegen sind für den Rest ihres Lebens pflegebedürftig.

Ob sich Patienten von einer kurzzeitigen Hemiparese erholen, hängt vom Schwergrad der Begleiterkrankung und einigen Risikofaktoren ab. Ist die Ursache einer Hemiparese geklärt, können Ärzte dementsprechend auch Empfehlungen für die weitere Lebensführung geben. So kann es sein, dass Patienten ihr Leben komplett umstellen müssen, um eine Verschlimmerung der Symptomatik zu vermeiden.

Personen zum Beispiel, die sich gesund ernähren, viel bewegen und auf den Konsum ungesunder Stoffe verzichten, können eher mit einer Verbesserung ihres Gesundheitszustands rechnen als Personen mit Übergewicht und chronischem Bewegungsmangel.


Hemiparese und Hemiplegie

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Hemiparese und Hemiplegie?

Bei einer Hemiparese handelt es sich um eine unvollständige Lähmung einer Muskelgruppe oder einer einzelnen Extremität auf einer Körperhälfte – entweder auf der rechten oder auf der linken.

Liegt jedoch eine Hemiplegie vor, sprechen Mediziner von einer kompletten Lähmung von Armen und Beinen auf einer Seite des Körpers. Es ist auch die Rede von einer vollständigen Halbseitenlähmung.

Ebenso wie bei einer Hemiparese lösen auch genetische Defekte eine vollständige Lähmung auf einer Körperseite aus. Weitere Ursachen sind Schäden an Nervengewebe in Folge von Unfällen oder neurologischen Erkrankungen.

Typische Symptome einer Hemiplegie sind Lähmungen an Armen, Beinen, Füßen und auch im Gesicht.

Auch hier hängt die Ausrichtung der Lähmung von der Beeinträchtigung des Gehirns ab. Ist lediglich Nervengewebe in der linken Hirnhälfte beschädigt, kommt es zu einer vollständigen Lähmung der rechten Körperhälfte. Liegen hingegen Schäden im rechten Bereich des Gehirns vor, sind Gesicht, Arme und Beine der linken Körperseite betroffen.

Die Bewegungseinschränkungen der Betroffenen sind wesentlich größer als bei Patienten mit einer Hemiparese.

Bei der Behandlung einer Hemiplegie richten sich Ärzte nach den Symptomen ihrer Patienten. Langfristig geht es darum, so viel Mobilität und Selbstständigkeit wie nur möglich zu erhalten.

Eine Hemiplegie ist nicht heil-, aber therapierbar.

Alternative Behandlungsmethoden

 

Vertreter der Orthomolekularen Medizin sprechen davon, dass ein Ungleichgewicht oder Fehlen von bestimmten Vitalstoffen zu einem gestörten Stoffwechsel führt. Außerdem ist das Nervensystem beeinträchtigt. Reize werden nicht mehr schnell genug von Nervenzelle zu Nervenzelle übertragen. So genannte Vitalstoffe sind vor allem Vitamine und Mineralien. Wenn Patienten dieser in einer erhöhten Menge einnehmen, ist laut orthomolekularer Medizin die Linderung neurologischer Symptome möglich.

Akupunkturen dienen der Stimulation bestimmter Körperregionen durch Reize in Form von Nadel. Diese bringen innere Energie wieder zum fließen und entspannen. Eine alternative Methode zur Behandlung von Lähmungserscheinungen und Verkrampfungen der Muskulatur ist die Akupunktur-Massage nach Penzel.

Diese entspringt der Chinesischen Medizin und konzentriert sich vor allem auf funktionelle Störungen von Muskeln. Allerdings sieht sie sich nicht dazu in der Lage, geschädigte Nervenzellen wiederherzustellen.

Die Sanum-Therapie oder Enderlein-Therapie behauptet, dass für die Entstehung von bakteriell oder viral bedingten Krankheiten nicht nur Erreger an sich verantwortlich sind, sondern auch das Milieu, in dem diese sich einnisten und ausbreiten. Ein schädliches Milieu im menschlichen Körper trägt somit zum Beispiel auch zur Entstehung von Enzephalitiden bei.

Unter anderem bestimmt der ph-Wert im Blut die Qualität des Milieus. Diesen können Patienten beispielsweise durch eine Ernährungsumstellung nach der Enderlein-Theorie oder durch die Einnahme von Sanum-Präparaten positiv beeinflussen.

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Frische Luft
  • Regelmäßiges Lüften
  • Lagerung
  • Spaziergänge
  • Therabänder
  • Massagebälle
  • Knoblauch

Hausmittel können eine Hemiparese nicht heilen. Patienten können Hausmittel lediglich als Unterstützung zur schulmedizinischen Behandlung einsetzen. Sie dienen der Linderung von Symptomen oder stärken das allgemeine Wohlbefinden. Eine natürliche Wunderwaffe gibt es allerdings nicht.

Bei langer Krankheit oder Bettlägerigkeit besteht besonders bei älteren Personen die Gefahr, dass ein Dekubitus entsteht. Erleiden diese einen Schlaganfall und bleiben sie nach einer Behandlung im Krankenhaus noch für längere Zeit krank geschrieben, ist es wichtig, dass sie zu Hause weitestgehend mobil bleiben – zumindest soweit dies die Erkrankung und der allgemeine Gesundheitszustand zulassen.

Angehörige achten am besten darauf, dass Betroffene nicht ständig liegen, sondern auch ihre Position wechseln, um Druckstellen zu vermeiden. Ist der Angehörige sogar für einige Zeit pflegebedürftig, ist eine regelmäßige Lagerung im Bett wichtig. Diese fördert den Blutrückfluss zurück zum Herzen.

Auch frische Luft und leichte Bewegung sind nicht zu vernachlässigen – selbst wenn Jemand für einen längeren Zeitraum auf Hilfsmittel, wie einen Rollstuhl angewiesen ist. Trotz dessen sind regelmäßige Spaziergänge wichtig. Angehörige sollten die Aufenthaltsräume immer wieder lüften. Bewegung und viel Sauerstoff verringern das Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken und das Immunsystem zu stärken.

Für leichte Bewegungen auch im Sitzen oder Liegen helfen Therabänder. Mit diesen können Betroffene gelähmte und gesunde Arme und Beine sanft trainieren, um einem Muskelschwund entgegen zu wirken.

Zur Stimulation bestimmter Körperstellen eignen sich Massage-Bälle oder Massage-Handschuhe. Sie stärken die Durchblutung und Sensibilität.

Ein weiteres geeignetes Hausmittel ist Knoblauch. Dieser gilt als prophylaktisches Mittel gegen Schlaganfälle.

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Arnika
  • Chili
  • Fichte
  • Gänsefingerkraut
  • Honigklee
  • Johanniskraut
  • Kiefer
  • Lavendel
  • Teufelskralle
  • Wacholder
  • Mistel
  • Passionsblume
  • Rauwolfia
  • Weissdorn
  • Apfel
  • Arnika
  • Bärlauch
  • Ginkgo
  • Knoblauch
  • Mistel
  • Schwarze Johannisbeere
  • Stiefmütterchen
  • Weissdorn

Die Naturheilkunde ist immer beliebter. Sie gilt als natürliche Ergänzung zur klassischen Schulmedizin. Doch Heilkräuter und Heilpflanzen sind keine Wundermittel. Sie sind nicht dazu in der Lage, genetische Defekte zu beheben und eine Hemiparese zu heilen.

Allerdings gibt es Pflanzen, denen Naturheilkundler zum Beispiel eine lindernde Wirkung bei einer Spastik im Rahmen einer Hemiparese nachsagen. Dazu zählen insbesondere die Wurzel der Arnika, die Chili-Pflanze, Fichte und Gänsefingerkraut. Weitere natürliche Mittel gegen dauerhafte Muskelverkrampfungen sind Honigklee, Johanniskraut, Kiefer und Lavendel. Doch auch die Teufelskralle und Wacholder sorgen für Entspannung in Armen und Beinen.

Gegen hohen Blutdruck, der beispielsweise einen Schlaganfall begünstigt, helfen Heilkräuter wie die Mistel, Passionsblume, Rauwolfia und Weißdorn.

Einige Heilpflanzen eignen sich auch als natürliche Mittel zur Vorbeugung und Nachsorge eines Apoplex. Sie lindern Symptome und tragen positiv zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Dazu gehören Apfel, Barlach, Ginkgo und Knoblauch. Daneben gelten die schwarze Johannisbeere und Stiefmütterchen als heilsam.

Ätherische Öle

 

  • Lemmongras
  • Italienische Zypresse
  • Römische Kamille
  • Wintergrün
  • Salbei
  • Fichte
  • Kiefer
  • Rosmarin
  • Teufelskralle
  • Wacholder

Ätherische Öle eignen sich sowohl als Duftöl oder als natürliches Mittel für krampflösende und stimulierende Massagen. Beliebt sind zum Beispiel Öle mit Lemmongras oder Italienischer Zypresse.

Manche Öle können Betroffene auch in eine Duftlampe oder Diffuser geben. Diese verteilen die ätherischen Düfte im Raum, die dann eingeatmet werden. Dafür eignet sich unter anderen die Römische Kamille.

Bei auftretenden Gesichtslähmungen behandeln Physiotherapeuten ihre Patienten auch gern mit einer Massage. Sie nehmen beispielsweise eine Öl mit Wintergrün und massieren es in die Haut ein. Das Öl wärmt, entspannt und stimuliert die Muskulatur.

Gegen Lähmungen helfen außerdem Fichte, Kiefer, Rosmarin, die Teufelskralle sowie Wacholder.

Bei der Vorbeugung und Nachsorge eines Schlaganfalls ist Salbei sehr beliebt. Therapeuten wenden es auch gern als anregendes Massage-Öl bei leichten Lähmungen an.

Homöopathie & Globuli

 

Arnica montanaHomöopathie ist unter vielen Ärzten und Therapeuten als ergänzende Methode zur Schulmedizin beliebt. Allerdings wissen viele um die Grenzen homöopathischer Mittel. Sie sind kein Heilmittel gegen alle Krankheiten, sondern dienen eher einer körperlichen und psychischen Regulation auf sanfter Basis.

Homöopathische Mittel lindert sanfte Symptome und stimuliert das körpereigene Immunsystem. Viele Patienten berichten, dass sie sich durch die Anwendung von Homöopathie insgesamt wohler und gesünder fühlen. Eine Kombination auch klassischer Arznei und Homöopathie ist möglich.

Homöopathische Mittel gibt es als Streukügelchen, auch Globuli genannt, als Tabletten oder Tropfen. Einige enthalten Alkohol. Patienten sollten hierbei auf eventuelle Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten achten.

Zur sanften Behandlung von Symptomen nach einem Schlaganfall sind die Mittel Kalium nitricum und Xanthoxylum fraxineum beliebt. Sie unterstützen die Therapie von Lähmungen und Sprachstörungen.

Arnica montana gilt zudem als geeignetes Mittel gegen eine halbseitige Lähmung nach einem Apoplex.

Schüssler-Salze

 

  • Nr. 1 Calcium fluoratum D12
  • Nr. 11 Silicea D12
  • Nr. 2 Calcium phosphoricum D6
  • Nr. 2 Calcium phosphoricum D6
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum D6
  • Nr. 8 Natrium chloratum D6
  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum D3
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum D6
  • Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6
  • Nr. 5 Kalium phosphoricum D6
  • Nr. 8 Natrium chloratum
  • Nr. 9 Natrium phosphoricum D6

Schüssler Salze gelten wie andere homöopathische Mittel als ergänzende Mittel zur Schulmedizin. Für Personen, die an die Wirkkraft der Natur glauben, eignen sie sich als sanfte Methode zur Linderung leichter Symptome in Folge eines Schlaganfalls, wie etwa bei einer Hemiparese.

Das Schüssler Salz Nr. Eins, Calcium fluoratum D12, stillt laut Naturheilkundlern Blutergüsse insbesondere im Gehirn.

Es ist vor allem beliebt in Kombination mit den Salzen Nr. 11 Silicea (D12) und Nr. 2 Calcium phosphoricum (D6). Diese können über mehrere Monate eingenommen werden.

Weitere geeignete Schüssler Salze sind die biochemischen Mineralsalze Nr. 2 Calcium phosphoricum D6 in Verbindung mit dem Schüsslersalz Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 und Nr. 8 Natrium chloratum D6. Sie sind für die tägliche Einnahme in einem Glas Wasser bestimmt.

Betroffene Personen sollten Schüssler Salze stets unter ärztlicher oder heilpraktischer Betreuung anwenden, um eventuelle Wechselwirkungen zu vermeiden.

Bei Bluthochdruck empfehlen Naturheilkundler gern die Salze Nr. 3 Ferrum phosphoricum D3, Nr. 5 Kalium phosphoricum D6 und Nr. 7 Magnesium phosphoricum D6.

Für die Therapie von Lähmungserscheinungen eignen sich die Salze Nr. 5 Kalium phosphoricum D6, Nr. 8 Natrium chloratum und die Nr. 9 Natrium phosphoricum D6.

Diät & Ernährung

 

Übergewicht gilt als Risikofaktor, der einen Schlaganfall begünstigt. Aus diesem Grund ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig, um einem Apoplex und einer daraus folgenden Hemiparese vorzubeugen.

Auf dem Speiseplan sollte viel frisches Obst und Gemüse stehen. Bestimmte Früchte enthalten besonders viel Folsäure. Diese gilt als wichtiges Spurenelement. Es stärkt das Nervensystem sowie Muskeln und Knochen.

Des Weiteren empfehlen Mediziner, Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäure zu sich zu nehmen. Diese sind vor allem in Meeresfrüchten und Vollkorn-Produkten enthalten. Omega-3-Fettsäuren unterstützen auch die Arbeit des Nervensystems und fördern somit die Genesung nach einem Schlaganfall mit Hemiparese.

Es ist allgemein bekannt, dass ein stabiler Flüssigkeitshaushalt den Stoffwechsel unterstützt. Wer viel trinkt, fördert damit auch den Blutfluss in Arterien und Venen. Das Blut strömt leichter durch den Körper und das Risiko der Entstehung von Thromben in den Blutbahnen ist geringer. Besonders Personen, die zur Risko-Gruppe für einen Schlaganfall zählen, sollten pro Tag mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen – am besten in Form von Mineralwasser oder ungezuckertes Tees und natürlichen Säften.


FAQ – Fragen & Antworten

Können Personen mit einer Hemiparese Sport machen?

Ja, denn Bewegung fördert die Mobilität und stärkt das Knochen- und Muskelsystem des menschlichen Körpers. Sanfter Sport ist zum Beispiel auch Bestandteil einer Physiotherapie.

Hier werden bestimmte Muskelgruppen stimuliert und trainiert, um Lähmungserscheinungen Schritt für Schritt abzumildern.

Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass Menschen mit einer dauerhaften Hemiparese Hochleistungssport betreiben.

Was bedeutet ,,Apoplex mit Hemiparese rechts‘?

Apoplex ist die medizinische Bezeichnung für einen Schlaganfall. In dessen Folge treten häufig Lähmungserscheinungen auf einer Körperseite auf.

Wenn Ärzte von einem ,,Apoplex mit Hemiparese rechts‘ sprechen, diagnostizieren sie damit ein Schlaganfall in Kombination mit einer unvollständigen Lähmung auf der rechten Körperseite – entweder am rechten Arm, rechten Bein oder in der rechten Gesichtshälfte.

Sind Menschen mit einer Hemiparese automatisch pflegebedürftig?
Es gibt schwere Fälle einer Hemiparese, bei denen Betroffene trotz Behandlung ihr Leben lang auf Unterstützung angewiesen sind. Tritt eine Hemiparese in Kombination mit schweren Komplikationen oder anderen Krankheiten auf, ist es möglich, dass Patienten sogar pflegebedürftig werden.

Wenn allerdings ein Schlaganfall rechtzeitig erkannt wird, können die darauf folgenden Lähmungserscheinungen auch gering ausfallen. Sie sind meist gut therapierbar.

Können Frauen mit einer Hemiparese Kinder bekommen?

Frauen mit einer Hemiparese können Kinder bekommen. Denn bei einer Hemiparese muss nicht immer der untere Teil des Körpers betroffen sein. In den meisten Fällen sind die Geschlechtsorgane auch nicht von Lähmungen betroffen.

Es ist allerdings wahrscheinlich, dass sich die Geburt unter Umständen etwas schwieriger gestaltet als bei gesunden Frauen. Doch hierfür können Ärzte und Hebammen besondere Vorkehrungen treffen.

Gibt es Medikamente gegen eine Spastik

Ja, es gibt bestimmte Medikamente, die eine Spastik abmildern. Sie sind aber kein Heilmittel. Mediziner nennen diese Art von Arznei Antispastika. Bekannte Mittel sind zum Beispiel Baclofen, Tizanidin, Tolperison, Memantine oder Dantamacrin.

Betroffene sollten die Verwendung dieser Medikamente mit ihrem Arzt genau abklären – erst recht, wenn sie diese mit anderen Medikamenten kombinieren. Denn es besteht das Risiko von Nebenwirkungen.

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