Dekubitus

Steckbrief: Dekubitus

Dekubitus – Vom Liegen wund

Dekubitus

Unter einem Dekubitus versteht man eine Geschwürbildung aufgrund von Druckbelastung. Die Stärke eines Druckgeschwürs lässt sich in vier Stadien unterteilen, wobei das Endstadium tödlich verlaufen kann. Betroffen sind Menschen, deren Bewegungsfähigkeit so weit eingeschränkt ist, dass keine bewusste oder unbewusste Druckverlagerung mehr möglich ist. Zur Risikogruppe gehören folglich bettlägrige Personen, Menschen, die im Rollstuhl Sitzen, Komapatienten und neurologische eingeschränkte Personen.

Darum ist es von äußerster Wichtigkeit, dass Personen, die einer der gerade genannten Risikogruppen angehören, in regelmäßigen Abständen gedreht und gewendet werden. Diese ständige Neupositionierung läuft der Entstehung eines Dekubitus zuwider und sorgt somit dafür, dass es erst gar nicht zur Entstehung eines solchen Leidens kommt.

Definition Dekubitus

Der Dekubitus ist eine Erkrankung, mit der sich viele Menschen glücklicherweise niemals auseinandersetzen müssen. Zumindest jene nicht, die nicht selbst bettlägerig sind oder Personen pflegen, die nicht mehr aufstehen können.

Es handelt sich bei diesem Leiden um das im Volksmund bekannte „Wundliegen“. Eine Sache, die sich zunächst nicht so tragisch anhört, wie sie sich tatsächlich darstellen kann. Es handelt sich bei den Wunden, die einen Dekubitus ausmachen nicht um solche, die ein Mensch allzu leicht wegstecken kann. Darüber hinaus sollte man auch stets im Hinterkopfe behalten, dass das vorliegende Leiden in verschiedenen Schweregraden auftauchen kann. Diese sind zumeist von der Tatsache abhängig, wie lange eine Person bettlägerig ist und wie oft sie gewendet wird. Auch die allgemeine Qualität der Pflege spielt eine entscheidende Rolle dabei, wenn es darum geht gravierende Formen des Dekubitus zu vermeiden.

Dennoch sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass selbst eine sehr gute Pflege einen Dekubitus nicht immer komplett verhindern kann. Sicherlich lässt sich durch eine optimale Pflege das allgemeine Risiko einschränken, dass es zu besonders schweren Ausprägungen des vorliegenden Leidens kommt, dass es aber überhaupt auftritt kann nicht komplett ausgeschlossen werden. Darum sollten sich Personen, die beispielsweise einer häuslichen Pflege nachgehen keine allzu großen Vorwürfe machen, wenn es wider Erwarten doch zu einem Dekubitus kommt.

Der Dekubitus selbst tritt in verschiedenen Schweregraden auf. Allgemein hin unterscheidet man zwischen 4 klar voneinander distinkten Graden. Erkennt man einen Dekubitus bereits sehr früh, so ist dem Betroffenen in aller Regel noch recht zu helfen und er läuft keine allzu hohe Gefahr, eine schwerwiegendere Form dieser Erkrankung zu entwickeln. Sollte jedoch eine unzureichende Pflege stattfinden oder man das Leiden im Anfangsstadium übersehen, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich das Leiden im Laufe der Zeit verschlimmert.

In diesem Zusammenhang ist abermals die Ausgangslage zu erwähnen, die notwendig ist, damit sich ein Dekubitus überhaupt erst einstellt. Es handelt sich, wie bereits schon erwähnt, um ein Phänomen, dass ausschließlich Menschen befällt, die den Großteil ihrer Zeit entweder liegend oder sitzend verbringen. Sicherlich muss man sich nun nicht fürchten, dass man sich beispielsweise als Büroangestellter einen Dekubitus ersitzt, dennoch sollte man darauf achten, einen guten Ausgleich zwischen Sitzen und Bewegung zu finden. Aber wie dem auch sei – der Tatsache halber, dass dieses Leiden nur Menschen betrifft, die ihr Leben liegend oder sitzend bestreiten, trifft es in aller Regel ältere bettlägerige Personen oder solche, die an einen Rollstuhl gebunden sind. Gleichwohl letztere Gruppe vergleichsweise selten betroffen ist. Zumindest dann, wenn der Rollstuhlnutzer nicht Tag und Nacht in seinem Rollstuhl verbringt, sondern öfter einmal Stellung und Position wechselt.

Menschen, die aufgrund allzu hohen Alters oder aufgrund anderer Faktoren dauerhaft ans Bett gebundene sind, bedürfen daher einer ganz besonders ausgeprägten Pflege. Es ist ist notwendig, diese Personen so oft es geht zu wenden, zu drehen und neu zu positionieren. Allerdings ist dies nicht nur bisweilen unmöglich, sondern auch wenig erfolgversprechend. Besonders Patienten, die künstlich ernährt werden müssen oder an Atemmaschinen angeschlossen sind, können nicht auf auf den Bauch gedreht werden. Überhaupt empfinden es viele Personen als sehr unangenehm, bäuchlings auf einem Bett zu liegen. Dadurch sind Rücken, Gesäß und Beine dauerhaft belastet. Dies wiederum befördert die Entstehung eines Dekubitus. Nicht zuletzt deswegen ist es von ausschlaggebender Wichtigkeit, die richtigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen und damit dazu beizutragen, dass es erst gar nicht zu einem Ausbruch des vorliegenden Leidens kommt.

Hierzu dienen in aller Regel meist besondere Luftkissen oder andere spezielle Unterlagen, die gewisse Körperregionen temporär entlasten und also zur Folge haben, dass die Entstehung entweder ganz verhindert wird oder es zumindest zu keiner Verschlechterung des Leidens kommt. An dieser Stelle sind insbesondere Pflegekräfte dazu aufgerufen sicherzustellen, dass der Patient regelmäßig mit diesen Luftkissen versorgt wird. Es handelt sich hierbei zwar um eine schwere Aufgabe, da es notwendig ist, den Patienten auf das Kissen zu wuchten, aber nichtsdestominder ist es enorm wichtig, dies nicht zu vernachlässigen.

Sollte es wider Erwarten dennoch zu einem Dekubitus gekommen sein, stehen die Angehörigen oftmals einer eher ausweglosen Lage gegenüber. Dies liegt insbesondere daran, dass zumeist ältere Menschen zu den Opfern dieses Leidens gehören und Wunden bei diesen generell nur sehr langsam, wenn überhaupt ausheilen. Dasselbe gilt natürlich auch in Bezug auf einen Dekubitus.

Darum entwickeln Forscher immer neue Methoden, die dabei helfen sollen, einen Dekubitus erst gar nicht entstehen zu lassen. Ein aus Australien stammendes sieht hierfür die Verwendung von Lammfellen vor. Diese werden kurzgeschoren und anschließend unter die Patienten gelegt. Lammfelle leiten nicht nur einen Großteil der natürlich entstehenden Feuchtigkeit vom Körper ab, sondern sorgen auch dafür, dass der Patient einen erhöhten Liegekomfort hat, der wiederum dazu beiträgt, dass sich das vorliegende Leiden erst gar nicht einstellt. Darüber hinaus sind Lammfelle kochbar. Hierdurch lässt sich eine hygienische Wiederverwendung garantieren. In Deutschland findet diese Methode bis dato nur sehr selten Anwendung. Dies dürfte sich aber bald schon ändern. Da dieses System nicht sehr große Erfolge erzielen konnte, sondern auch aus wirtschaftlicher Sicht große Vorteile mit sich bringt und also die Kosten stark senkt.

Nichtsdestoweniger sollte man den Umstand nicht außer Acht lassen, dass es zwecks einer Prophylaxe am besten wäre, wenn die potentiellen Patienten bedeutend weniger Zeit in ihren Betten verbrächten. Dies ist aber leider leichter gesagt als getan. Das Pflegepersonal in deutschen Altenheimen ist ohnehin schon chronisch überbelastet und hat oftmals keine Zeit, die Insassen individuell zu betreuen. Dies führt im Umkehrschluss dazu, dass Krankheiten, wie eben dem Dekubitus, der Weg geebnet wird.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassend erwähnen, dass es sich beim Dekubitus nicht um ein grundsätzlich vermeidbares Übel handelt, man allerdings viel zu unternehmen imstande ist, um dafür zu sorgen, dass es erst gar nicht zu einem Ausbruch kommt. Hier sind aber nicht nur die Pflegekräfte in den deutschen Heimen gefragt, sondern auch, die Patienten selbst, insofern diese noch dazu geistig in der Lage sind. Manche Menschen geben sich einfach auf und nehmen einen Dekubitus damit mehr oder weniger in Kauf, gleichwohl sie diesem aus eigener physischer Anstrengung entgegenzuwirken imstande wären.

Wie dem auch sei, bei dem vorliegenden Leiden, handelt es sich um eine ernstzunehmende Bedrohung, die insbesondere in Hinsicht auf dem demographischen Wandel in Zukunft eine wohl sehr viel prominentere Rolle spielen wird, als sie es kurrent tut. Gerade darum ist es sehr sinnig, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen und sich zu informieren. Hierdurch kann man nicht nur etwaig betroffenen Angehörigen helfen, sondern schaff auch für sich selbst im Alter eine Grundlage, die einem dabei helfen kann, den Dekubitus gezielt zu vermeiden.


Was ist Dekubitus?

als Dekubitus bezeichnet man ein schmerzhaftes Druckgeschwür der Haut und des darunter liegenden Gewebes. Bereiche, bei denen die Knochen mehr hervortreten, wie Hüfte, Gelenke oder das Gesäß sind am häufigsten betroffen. Wie bereits die Bezeichnung dieser Krankheit erahnen lässt, entwickelt sich der Dekubitus aus einen permanenten, lang andauernden Druck auf einen bestimmten Körpersektor. Im normalen Alltagsleben kommt dies nicht vor, da der Mensch sich gewöhnlich bewegt und die Belastung von einem Körperteil (auch beim langen Sitzen oder Liegen) in regelmäßigen Abständen auf ein anderes verlagert. Anders verhält es sich hingegen bei Menschen, die in ihrer Bewegung durch Krankheit, Bettlägerigkeit oder eine Behinderung stark eingeschränkt sind oder, wie im hohen Alter, eine sehr dünne Haut haben. Sie sind auf die Hilfe anderer angewiesen, da eine selbstständige Druckverlagerung nicht möglich ist. Daher ist diese Form des Ulcus eng mit mangelner Pflege verbunden.

Welche Ursachen gibt es?

Wie bereits angesprochen, ist der Dekubitus auf eine mangelnde Mobilität eines Menschen zurückzuführen. Ist es dem Patienten über einen längeren Zeitraum hinweg nicht möglich den Druck auf eine bestimmte Körperregion zu entlasten, mündet dies zunächst in eine Weichgewebeatrophie (Weichgewebeschwund). Muskeln und Fettgewebe, die einen Knochen schützend umgeben, werden ergo immer mehr abgebaut. Spastiken und Gelenkversteifung treten schließlich in Folge auf. Körperteile stehen so unter einer erhöhten Spannung und verhärten sich. Dadurch wird noch mehr Druck aufgebaut und es bildet sich ein Geschwür, zunächst der Haut, später auch des darunterliegenden Gewebes.

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die, in Kombination mit der Bewegungsunfähigkeit eines Patienten, zu einem Dekubitus führen können. Zum einen ist dabei ein vermindertes Schmerzempfinden zu nennen. Ist diese Wahrnehmung durch Medikamente oder Nervenschäden blockiert, bleibt ein Druckgefühl unbemerkt und eine nötige Entlastung des Gewebes findet nicht statt. Eine Unterernährung, die bei schweren Erkrankungen und Bettlägerigkeit häufig vorkommt, ist ein weiteres ulcusförderndes Kriterium. Adipositas wiederum wirkt sich durch den noch größeren Druck ebenso negativ aus. Überdies spielt der Zustand der Haut eine Rolle. Besonders ältere Menschen sind von Hautatrophie (Dünnerwerden der Hautschichten) betroffen. Hierdurch mangelt es der Haut an Spannkraft, sie reißt und bildet einen Nährboden für Bakterien und Keime. Ähnliches ist auch die Folge einer stark aufgeweichten Haut. Nässende Fisteln, starkes Schwitzen in Hautfalten oder Inkontinenz können diese bedingen. Verbrennungen und andere Wunden sind ebenfalls anfällig für die Entstehung eines Dekubitus.

Abgesehen vom körperlichen Zustand eines Patienten, vermögen auch äußere Einflüsse Druckgeschwüre zu fördern. Diese ergeben sich oftmals aus mangelnder oder fehlender Pflege. Verschmutzte Unterwäsche oder Bettlaken reizen beispielsweise die Haut zusätzlich.


Symptome & Anzeichen

Ein Dekubitus kann in verschiedenen Stadien vorliegen. Je nachdem welche Phase sich das Ulcus befindet, können sich unterschiedliche Symptome ergeben. In abgestufter Reihenfolge gehören dazu folgende Veränderungen einer disponierten Körperregion:

  • Haut, die zu weich oder zu hart erscheint
  • dunkle Hautverfärbungen, die sich bei Berührung nicht aufhellen
  • Schmerzen im betroffenen Bereich
  • offene Haut
  • Eiter in der Wunde oder an den Wundrändern
  • Infektionen der Wunde

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose eines Dekubitus ist schwieriger, als es auf den ersten Blick erscheinen mag. Besonders im Anfangsstadium bereitet eine klare Abgrenzung beispielsweise von IAD (inkontinenzassoziierte Dermatitis) Probleme. In späteren Phasen ähnelt das Erscheinungsbild de Druckgeschwürs zum Teil schweren Läsionen. Da diese Erkrankungen ebenfalls mit Bettlägerigkeit oder Bewegungsunfähigkeit einhergehen und sich zum Teil überschneiden, muss die betroffene Hautregion eingehend untersucht und längerfristig beobachtet werden. Falls die Haut bereits geöffnet ist, können Tiefe und Größe der Wunde Aufschluss über das Vorliegen eines Dekubitus geben. Just das Ausmaß der Nekrose sichert eine Diagnose. Zudem kann austretende Flüssigkeit im Labor untersucht werden, um eine Krebserkrankung auszuschließen. Hierfür eignet sich auch eine Gewebe- und Knochenbiopsie.
Krankheitsverlauf
Ein Druckulcus durchläuft in der Regel verschiedene Stadien. Zu Beginn ist die Haut noch vergleichsweise intakt. Jedoch zeigt sich an der betroffenen Stelle je nach Hautton eine dunkle rote, blau oder violette Verfärbung. Im anschließenden Stadium ist die Haut bereits geöffnet und es zeigen sich erste Anzeichen einer Nekrose (Gewebetod). Die Wundränder sind hier noch frisch und das unterliegende Gewebe ist noch nicht stark in Mittleidenschaft gezogen. Im weiteren Verlauf extendiert diese Wunde zunehmend und bildet eine eitrige, kraterähnliche Öffnung, die tief in die unteren Hautschichten sowie das Fettgewebe hineinreicht. Die Wundränder sind nun schon deutlich nekrotisiert. Im vierten und letzten Stadium sind alle Hautschichten sowie das Fettgewebe aufgelöst und haben den Knochen freigelegt. Alle angrenzenden Gewebeschichten, Muskeln, Knorpel und Knochen sind zudem von einer Nekrose betroffen.

Die offene Wunde einer Ulzeration ist ein idealer Nährboden für Bakterien und Keime, die sich über die Blutlaufbahn im Körper ausbreiten können. Besonders im Stadium 4 der Erkrankung besteht daher die Gefahr einer Blutvergiftung oder Lungenembolie, die zum Tod führen kann.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Bei etwa 4 Prozent der Bevölkerung wurde Dekubitus diagnostiziert. Bei vollkommen gesunden Personen tritt ein Dekubitalgeschwür nicht auf. Betroffen sind in der Regel Menschen, die an einer weiteren Erkrankung leiden und aus diesem Grund in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen untergebracht sind. Einer Studie zufolge müssten Wundliegegeschwüre beinahe komplett zu vermeiden sein. Dennoch sind in den vergangenen Jahren die Fallzahlen gestiegen. Ebenso lässt sich eine Zunahme der späten Stadien beobachten. Da vor überwiegend ältere Menschen von Dekubitus betroffen sind, könnte das auf einen demografischen Zusammenhang verweisen. Allerdings häufen sich die Fälle auch bei jüngeren Patienten. Zudem zeigte sich kein vergleichbarer Anstieg der Anzahl stationärer Patienten und Pflegebedürftiger.


Komplikationen bei der Krankheit

Besonders im fortgeschrittenen Stadium der Ulzeration treten häufig Komplikationen auf. Besonders wenn Druckgeschwüre in der Nähe der Wirbelsäule entstehen, führen sie oft einer Querschnittslähmung. als weitere schwerwiegende Komplikation gilt das Marjolinulcus, auch Narbenkarzinom genannt, welches allerdings nur in wenigen Fällen auftritt. Es handelt sich dabei um eine bösartige Veränderung des dekubitalen Gewebes. Prekär ist diese Form des Hautkrebses zusätzlich aufgrund seiner Neigung zur Metastasenbildung. Überdies lässt die meist schlechte Verfassung des Patienten kaum eine gängige Krebsbehandlung zu.

Liegen ulcusbedingte Lähmungsschäden vor, steigt auch das Risiko einer vegetativen Dysreflexie (Dehnung eines Hohlorgans wie Blase oder Galle). Patienten leiden dann an einem erhöhten Blutdruck bei niedriger Pulsfrequenz, wodurch Kreislaufprobleme entstehen.

Im Spätstadium des Dekubitus werden neben dem Weichgewebe auch die Knochen in Mitleidenschaft gezogen. Folgende Erkrankungen können dadurch entstehen:


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die betreffenden Patienten sind häufig bereits in einer medizinischen Einrichtung oder Pflegeanstalt untergebracht. Zum Teil können sie sich nicht mitteilen oder bemerken das Ulcus nicht (beispielsweise Komapatienten oder Menschen mit Lähmungen). Es ist folglich Aufgabe der zuständigen Pflegekraft oder des behandelnden Arztes erste Anzeichen eines Druckgeschwürs zu erkennen. Prinzipiell sollte jede Art der Hautveränderung abgeklärt werden, vor allem wenn sie sich auf ein Gebiet erstreckt, dass besonders zur Ulzeration neigt (beispielsweise Becken und Gesäß). Dies gilt natürlich ebenso für jene Menschen, die zur Risikogruppe gehören, aber für sich selbst sorgen können (z. B.: Menschen, die im Rollstuhl Sitzen).

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung eines Dekubitus richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung. Je nach Schweregrad kann Bewegungstherapie, Medikation oder Operationen zum Einsatz kommen. In jedem Fall ist die erste Maßnahme, die betroffene Körperregion zu entlasten.

In Stufe 1 und 2 liegt das Augenmerk zunächst auf einer genügenden Wundversorgung. Hierfür können unter anderem Antibiotika angeraten sein. Zudem muss die Wunde sauber gehalten werden. Ist die Haut bereits geöffnet und das Ulcus nässend, sollte mit Kochsalzlösung gespült werden. In den späten Verlaufsstadien kann eine Nekrose operative Eingriffe unabdingbar machen. Da sich abgestorbenes Gewebe ausbreitet und zudem eine Epithelisierung (Teil der Wundheilung) verhindert , muss es schnellstmöglich entfernt werden. In den Fällen, in denen große Gewebeteile bis auf den Knochen abgebaut wurden, greift die Plastische Chirurgie ein. Mithilfe einer Lappenplastik werden Gewebeteile von anderen Körperteilen entnommen und zum Verschließen des Ulcus verwendet. Hin und wieder ist auch eine Amputation unumgänglich.

Abhängig von der Behandlung wird der Dekubitus anschließend mit einem speziellen Verband umschlossen. Liegen lediglich oberflächliche Verletzungen vor, reicht ein normaler Verband. Reicht die Wunde jedoch tief ins Gewebe, muss die Öffnung mit speziellen Wundfüllern aufgefüllt werden. Bei einem nässenden Ulcus wird ein Schaumstoffverband verwendet, der austretende Flüssigkeiten auffängt.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Gehört ein Patient aufgrund seiner Erkrankung zur Risikogruppe, ist die regelmäßige Druckentlastung natürlich punctum saliens. Es gibt darüber hinaus eine Reihe weiterer Maßnahmen, die dem Dekubitus vorbeugen können. Die Wichtigsten sind hier aufgezählt:

  • regelmäßige Kontrolle der Haut
  • Pflege und Flexibilitätserhaltung der Haut
  • ausreichend Flüssigkeitszufuhr
  • Schmerzkontrolle
  • Sauberhalten von Kleidung und Bettwäsche
  • regelmäßige Reinigung des Körper
  • Erhaltung der Beweglichkeit durch z. B. Physiotherapie
  • Vermeiden von Unter- oder Übergewicht

Generell kann mit einer aufmerksamen Pflege das Risiko eines Druckulcus erheblich minimiert werden. Immer wieder werden in den Medien jedoch Berichte über „chronischen Pflegemangel“ laut. Viele Pflegeeinrichtungen und Kliniken sind von einem Stellenabbau betroffen. Das verbleibende Personal ist in solchen Fällen schlicht nicht mehr in der Lage alle Patienten so umfassend zu betreuen wie eigentlich nötig. Ein Indiz hierfür ist die steigende Fallanzahl. Angehörige des Patienten sollten folglich in Erwägung ziehen, den Betroffenen bei der Verlagerung des Drucks zu unterstützend und falls dies angebracht ist, selbst regelmäßige Kontrollen durchführen.


Prognose zur Heilung

Der Dekubitus verhält sich bei Behandlung im Prinzip wie jede andere Hautverletzung: Die Wundränder wachsen zusammen und vernarben schließlich. Bei circa 70 bis 80 Prozent der Betroffenen des 1. und 2. Stadiums erfolgt dies komplikationslos. Schwieriger gestaltet sich die Situation für Patienten, die an einem fortgeschrittenen Wundgeschwür leiden. Das Ulcus führt per se nur in 7 bis 8 Prozent der Fälle zum Tod. Allerdings erhöht er die Mor­ta­li­tätsrate um etwa 50 Prozent. Dies beruht besonders auf den Begleiterscheinungen wie Infektionen und Verschlechterung des Allgemeinzustandes. Bei gleicher Vorerkrankung ist das Sterberisiko von Betroffenen mit Ulcus um das vierfache höher als von Patienten ohne Druckgeschwür.

Auch bei einer erfolgreichen Behandlung des Dekubitus muss mit einer relativ langen Rekonvaleszenz (Genesungszeit) gerechnet werden. Zudem besteht die Möglichkeit erneut einen Ulcus zu bilden, wenn die Rahmenbedingungen gleichbleibend sind. Beispielsweise wird die sich die altersbedingt verdünnte Haut eines bettlägerigen Patienten nicht revitalisieren und ulcusanfällig bleiben.


Wie schlimm ist es wirklich?

Wie bereits angesprochen, handelt es sich bei dem Dekubitus um ein Phänomen, dass immer häufiger und häufiger in unserer Gesellschaft zu beobachten ist. Ein vollkommen neues Phänomen ist dieses Leiden dabei jedoch natürlich nicht. Gelegen haben die Menschen schon immer. Nur oftmals nicht in den Ausmaßen, wie dies heutzutage der Fall ist. Es sind auch nicht mehr nur ältere Menschen, die ihren Alltag primär sitzend oder liegend verbringen, sondern auch immer mehr junge Menschen, die sich nicht mehr dazu berufen fühlen, ihr Dasein aktiv zu gestalten. Es kommt zwar vergleichsweise selten aufgrund dieses passiven Lebenswandels zu einem ausgeprägten Dekubitus. Sehr schwache Formen dieses Leidens, lassen sich jedoch auch dann erzeugen, wenn man das Leben eines sogenannten „Couch Potato“ führt. Allein der Umstand, dass dieses Lebensmodell in der heutigen Gesellschaft so etabliert scheint und nur wenige Menschen abschreckt oder zum Stirnrunzeln bewegt ist schon ein klarer Indikator dafür, dass sich etwas in die vollkommen falsche Richtung entwickelt.

Sicherlich kann man auch an dieser Stelle nicht verallgemeinern und behaupten, dass die Menschen alle miteinander ganz absonderlich faul wären, dennoch lässt sich ein Niedergang der individuellen Freude an Bewegung nicht nur statistisch nachweisen, sondern auch ganz klar augenscheinlich für jeden Bürger nachvollziehen. In einigen Ländern stärker als in anderen. In Deutschland beispielsweise wird die Situation seit Jahren immer schlimmer und schlimmer. Heute bewegt sich die ansässige Bevölkerung hierzulande im Schnitt zwischen 2 und 8 Stunden weniger pro Woche als noch vor 20 Jahren. Das ist immens. Und dabei unterscheidet dieser Mangel nicht nach Alter. Alle Altersgruppen sind von diesem negativen Phänomen betroffen. Die Menschen werden schlicht generell immer fauler, was ihre Bewegung angeht.

Das mag auf den ersten Blick nicht in direkter Korrelation mit einem Dekubitus stehen, tut es aber, bei genauerer Betrachtung, sehr wohl. Durch dieses Verhalten, werden bereits frühzeitig die Weichen dazu gestellt, besonders im Alter zu einer vollkommenen körperlichen Passivität zu tendieren, die nicht der eigentlichen Leistungsfähigkeit der Individuen entspricht. Sicherlich gibt es Fälle, in denen es einer Person nicht mehr möglich ist, sich aktiv zu bewegen, oftmals aber geben viele Personen sich schlicht auf und nehmen lieber einen Dekubitus in kauf, anstatt sich anzustrengen, aufzuraffen und diesem teilweise widerlichen Leiden aktiv entgegenzuwirken.

Hier findet ein sehr zweifelhafte und nicht zu begrüßender gesellschaftlicher Umbruch statt, der auf mittlere und lange Sicht dazu führen wird, dass es zu immer mehr Fällen von vermeidbarem Dekubitus kommt. Wer nicht bereits als Kind oder Jugendlicher gelernt hat, dass Bewegung sehr wichtig ist, sondern in dem Glauben aufwuchs, dass man auch ohne große physische Anstrengungen irgendwie wird überleben können, der wird später wenig dagegen unternehmen, wenn er in eine Situation gerät, die zu einem Dekubitus führen kann.

Neueste Studien haben bewiesen, dass gerade Kindergartenkinder und Grundschüler heutzutage kaum mehr in der Lage sind, einfachste physische Aktivitäten korrekt auszuführen. Hierzu gehört rückwärts zu laufen, ebenso wie Bälle zu fangen oder ihre Bewegungen entsprechend Vorgaben zu koordinieren. Auch dieser unglückliche Umstand lässt sich direkt mit einem späteren Dekubitus verlinken. Nicht zuletzt deswegen, da die Repressionen für diese offensichtlichen Mangelleistungen entweder sehr geringfügig sind oder komplett ausbleiben. Kinder, die sich als unfähig erweisen, solcherlei Aufgaben auszuführen, werden für dieses Verhalten oftmals noch in Schutz genommen. Hierdurch entsteht bei diesen Individuen der Eindruck, dass nicht sie, sondern ihre Umwelt das Problem ist. Das ist nicht nur ein falscher, sondern ein gefährlicher Ansatz. Die psychologistischen Spätfolgen sind kaum auszumalen. Man züchtet selektiv eine Generation von regelrechten Bewegungslegasthenikern heran, die sich dabei auch noch im Recht fühlt. Das mag übertrieben klingen, bildet die Wirklichkeit aber sehr passend ab, besonders dann, wenn man davon ausgeht, die die Entwicklung so weitergehen wird.

Um diese Behauptungen zu untermauern lohnt es sich einen Blick in die USA zu werfen. Dort kommt es wesentlich häufiger als hierzulande schon jetzt zu Fällen von Dekubitus bei jungen Menschen durch Bewegungsmangel und langes sitzen. Dabei sind diese Personen weder besonders stark übergewichtig, noch gehbehindert, wie man vielleicht vermuten könnte. Nein, sie sehen schlicht die Notwendigkeit einer regelmäßigen Bewegung nicht ein. Die Gründe hierfür sind mit den oben genannten kongruent. Sie haben niemals die Korrelation zwischen ausreichender Bewegung und physischer Gesundheit begriffen, weil sie für ihr schlechtes und passives Verhalten nicht nur nicht getadelt, sondern oftmals auch noch in Schutz genommen wurden. Das wiederum suggerierte den gemeinten Individuen, dass sie im Recht seien. Das macht sie darüber hinaus zu besonders ungünstigen und vorallem unwilligen Patienten. Mit diesen Menschen ist schlicht nicht zu reden. Weder sind sie logischen Argumenten zugänglich, noch lassen sie sich durch Beweise aus Forschung und Empirie von der Falschheit ihrer Wege überzeugen. Selbst ein bereits vorhandener Dekubitus wird nicht auf Bewegungsmangel, sondern auf negative äußere Faktoren oder eine schlechte genetische Veranlagung geschoben. Das ist nicht nur vollkommener Schwachsinn, sondern darüber hinaus auch ein Paradebeispiel für die anerzogene Sturheit und die ebenso anerzogene Unfähigkeit, die eigenen Fehler als solche wahrzunehmen und etwas daraus zu lernen.

Erst unlängst wurden in den USA mehrere Fälle von jungen Menschen bekannt, die sich tatsächlich einen Dekubitus angesessen haben. Dabei waren sie weder besonders stark übergewichtig, noch physisch tatsächlich nicht in der Lage dazu, sich zu bewegen. Sie haben sich den Dekubitus schlicht und einfach durch allzu langes Sitzen und / oder liegen erworben. Die meisten dieser Betroffenen teilten dabei ein Hobby: Sie waren exzessive Computerspieler. Sicherlich soll das nicht die Reihen all derjenigen verunglimpfen, die Freude daran haben, hin und an ein PC Spiel zu spielen, aber auch hier sollte man ein gesundes Maß finden. Die beispielhaft angeführten Erkrankten saßen teilweise 15 Stunden und mehr pro Tag beinahe in unveränderter Sitzposition in ihren Stühlen und bewegten lediglich Hände, Finger und Augen. Das Gesäß blieb für die meiste Zeit auf derselben Position. Nach einigen Monaten stellen sich bei mehreren Patienten die ersten Symptome eines Dekubitus ein. Sie nahmen diese entweder nicht ernst oder zogen es vor, diese zu ignorieren. So kam es bei mindestens zwei der bekannten Fälle im Laufe der Erkrankung zu massiven Folgeschäden und Entzündungen des betroffenen Gewebes. Eine massive Sepsis, die potentiell hätte lebensgefährlich verlaufen können, war schließlich das Resultat davon. Ganz abgesehen von den anderen kosmetischen und olfaktorischen Konsequenzen.

Alles in allem also lässt sich für die Zukunft ein erheblicher Anstieg der Dekubitus Patienten voraussagen, vorallem dann, wenn die Entwicklung weiter so verläuft, wie zur Zeit. Sicherlich handelt es sich jetzt noch um Ausnahmefälle, vorallem in Europa, aber auch hier kommt es immer wieder zu solchen Erscheinungen. Diese sollte man nicht einreißen lassen und aktiv werden, bevor es zu spät wird.

Dabei ist der Dekubitus natürlich kein rein zukünftiges Problem, sondern bereits jetzt und heute eine reale Bedrohung für viele bettlägerige Menschen oder Menschen, mit stark eingeschränkter Mobilität, die nicht ausreichend oder unsachgemäß gepflegt werden. Somit betrifft der Dekubitus heutzutage primär ältere Personen oder solche, die permanent oder zumindest die meiste Zeit in einem Rollstuhl sitzen. Dabei ließ sich ein Großteil der Fälle durch angemessene Pflege vermeiden, aber auch durch ein aktives Entgegensteuern des Patienten, insofern dazu (noch) die Fähigkeit besteht, könnten einige Ausbrüche dieses Leidens verhindert werden.

Zunächst einmal sollte sich der Betroffene selbst fragen: Habe ich wirklich alles in meiner Macht stehende getan, um einen Dekubitus zu verhindern? Denn sicherlich ist es leicht, die Schuld alleine auf eine etwaig unzureichende Pflege zu schieben, aber wenn man selbst nicht aktiv wird, obwohl man es könnte, ist es kaum weiter verwunderlich, dass daraus früher oder später negative Konsequenzen erwachsen. Es reicht oft schon aus, wenn man sich selbst alle Stunde etwas dreht und wendet und seine Sitzpostion oder seine Liegeposition selektiv verändert. Selbst dann, wenn die Beine nicht mehr ganz mitspielen, ist es vielen älteren Personen dennoch möglich, sich auf die Seite zu drehen. Mehr braucht es oftmals gar nicht, um zu gewährleisten, dass der Dekubitus fernbleibt oder dass es zumindest zu keinen allzu starken Ausbrüchen desselben kommt.

Wirklich kritisch wird es aber dann, wenn der Patient nicht mehr dazu in der Lage ist, sich selbstständig zu bewegen, bzw. seine Position in geeignet zeitlichen Intervallen zu verändern. Hier geht es bei weitem nicht nur um Patienten, die, warum auch immer, bewegungsunfähig sind, sondern auch um solche, die sehr stark an Demenz leiden. Letzteren ist nicht mehr zu vermitteln, dass sie sich durch ihr passives Verhalten selbst schaden und die Entstehung eines Dekubitus massiv dadurch befördern. Nicht nur verstehen sie es nicht, sie können auch ihre Bewegungen kaum mehr selektiv steuern. In solchen Fällen ist die Pflege gefragt.

Die Altenheime sind überlastet und somit auch die dort beschäftigten Pfleger. Es gibt schlicht zu wenig Personal und trotz der horrenden Kosten, die Angehörige aufbringen müssen, um Personen in einem Altenheim unterbringen zu können, fehlt Geld an allen Ecken und Enden. Oftmals kommt das chronisch überforderte Personal kaum mit den nötigsten Dingen hinterher. Da kann es schon einmal passieren, dass man für ein regelmäßiges Wenden und Drehen der Insassen keine Zeit mehr findet oder es schlicht vergisst. Das muss nicht immer böse Absicht oder Fahrlässigkeit sein. Oftmals handelt es sich hierbei nur um einen aus der Überforderung erwachsende Unstimmigkeit. Darum sollte man die Schuld nicht immer nur ausschließlich bei den Pflegern suchen, sondern das gesamte System kritisieren.

Wie dem auch sei. Theoretisch wäre jeder Dekubitus bei optimaler Pflege zu vermeiden. Die Realität siegt aber, wie bekannt sein dürfte, komplett anders aus. Es kommt immer wieder zu Fällen dieses Leidens. Auch extreme Fälle lassen sich nicht selten beobachten. Wobei man erwähnen muss, dass gerade die besonders extremen Fälle auf eine augenscheinlich mangelhafte pflegerische Tätigkeit zurückzuführen sind. Warum es dazu kam, sei nun aber einmal dahin gestellt. Auch sollte man an dieser Stelle nicht vergessen, dass der Dekubitus, sobald er einmal aufgetreten ist, sich nur sehr schwer wieder loswerden lässt. In den meisten Fällen ist es tatsächlich mehr oder weniger unmöglich, zum Status Quo zurückzufinden und den Patienten komplett davon zu heilen. Ist der Dekubitus also erst einmal da, so heißt das Zauberwort: Schadensbegrenzung. Aber auch diese Schadensbegrenzung bleibt oftmals, aufgrund der oben angeführten Problematiken, aus.

In Folge dessen kommt es leider in meisten Fällen zu einer graduellen Verschlimmerung des Krankheitsbildes. Zwar kann man mit hygienischen Maßnahmen und einigen topisch aufzutragenden Medikamenten, sprich Salben und Cremes, die Ausbreitung etwas hinauszögern, aber ab einem gewissen Punkte, ist das Kind schlicht in den Brunnen gefallen und man kann kaum mehr etwas unternehmen, dass eine tatsächliche Hilfe darstellen oder das vorliegende Leiden auch nur aufhalten würde. Dies ist zuletzt auch deswegen der Fall, da viele Betroffene, aufgrund einer Demenz oder einer Bewegungsunfähigkeit, nicht dazu in der Lage sind, sich nicht auf die betroffene Hautstelle zu legen. Eine neue Positionierung ist jedoch nicht immer sinnvoll oder gar gesund. Einige Fälle von Dekubitus am Gesäß oder an den Schenkeln machten es notwendig, dass der Betroffene sich auf den Bauch legen müsste. Viele Menschen empfinden das nicht nur als unangenehm, sondern können in dieser Position auch nicht richtig atmen oder neigen dazu, sich zu übergeben. Vorallem aber ältere Menschen haben damit die meisten Probleme.

Inzwischen jedoch stehen einige Behandlungsmethoden zur Verfügung, die dabei helfen sollen, genau dieses Problem effektiv in Angriff zu nehmen. Vorallem die Verwendung spezieller Unterlagen soll dabei helfen, dass Opfer des Dekubitus auch weiterhin in einer bequemen Position verharren können, ohne dabei die Ausbreitung ihres Leidens effektiv zu befördern. Hierzu gehören vorallem spezielle Luftmatratzen oder luftgefüllte Unterlagen. Diese sind allerdings mitunter sehr teuer und nur sehr schwer zu reinigen. Vorallem, wenn man bedenkt, dass bei schwereren Formen der vorliegenden Erkrankung mit einem erhöhten Maße an austretender Wundflüssigkeit zu rechnen ist. Wesentlich sinniger sind an dieser Stelle die bereits schon einmal im Text erwähnten Schaffelle. Diese bieten aufgrund ihrer natürlichen flüssigkeitsabsorbierenden Eigenschaften gepaart mit einer guten Luftzirkulation die perfekte Unterlage für die meisten Betroffenen. Auch gilt an dieser Stelle positiv zu erwähnen, dass diese Unterlagen bei sehr hohen Temperaturen waschbar sind und dabei wesentlich hygienischer gereinigt werden können, als beispielsweise die gerade erwähnten Luftmatratzen. Gerade in wärmeren Regionen der Erde erfuhren Schaffelle bei Dekubitus Patienten sehr große Anwendung und konnten die Geschwindigkeit des Ausbreitens der Erkrankung deutlich zurückschrauben.

Alles in allem lässt sich zusammenfassend erwähnen, dass die Situation, um auf die eingänglich formulierte Frage einzugehen, nicht zu unterschätzen ist. Man sollte zwar niemandem eine böse Absicht unterstellen und absichtliche pflegerische Mangelleistungen unterstellen, aber dennoch lässt es sich nicht bestreiten, dass es vermehrt zu Fällen von Dekubitus kommt und die Tendenz immer noch steigend ist. Sicherlich ist es verständlich, dass die Pfleger in Heimen kaum Zeit haben, sich individuell um einen Insassen zu kümmern, dennoch sollte man sie auch nicht als Ausrede benutzen. Bei der häuslichen Pflege beispielsweise kommt ein Dekubitus bei selber Krankheit in der Regel um bis zu 50% seltener vor. Das alleine sollte einem schon zu denken geben. Sicherlich ist eine Einzelbetreuung im Altenheim nicht nur utopisch, sondern schlicht nicht durchführbar, aber dennoch sollte man darauf hinarbeiten, die Quote, so gut es eben geht, zu reduzieren. An dieser Stelle ist das Pflegepersonal genau so aufgerufen, wie die Angehörigen und die betroffenen selbst.

Kurzum: Ja die Situation ist schlimm, aber nicht nicht aussichtslos. Bei einer guten Neuregelung und steigendem Engagement seitens der Pfleger und der Patienten kann man eine durchaus positive Entwicklung in den nächsten Jahren erwarten. Dennoch sollte man auch die heutige Jugend nicht hängenlassen und frühzeitig aufklären, damit es nicht zu Fällen, wie weiter oben im Text beschrieben, kommt.


Alternative Behandlungsmethoden

Für alternative Behandlungsansätze gilt das Gleiche wie für den Einsatz von Hausmitteln: Die Absprache mit dem behandelnden Arzt ist unabdingbar. In schweren Verlaufsformen ist eine Operation sogar die einzige erfolgsversprechende Maßnahme. Lediglich im Bereich der Prävention oder als Unterstützung zur schulmedizinischen Behandlung kann die Alternativmedizin, wenn vom Facharzt empfohlen, angewendet werden. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf bewegungsorientierten Ansätzen. Therapien, die einer Versteifung der Muskeln und Gelenke entgegenwirken oder Gelenke entlasten, können durchaus einen positiven Effekt erzielen. Wenn Bewegungen bei Patienten aufgrund ihrer Erkrankung mit Schmerzen einhergehen, kann beispielsweise Wassertherapie in Erwägung gezogen werden.

Welche Hausmittel können helfen?

In der entsprechenden Literatur finden sich zum Teil zweifelhafte Behandlungsvorschläge wie beispielsweise Apfelessigwickel. An dieser Stelle muss dringlichst von solchen Verfahren und generell einer möglichen Selbstmedikation abgeraten werden. Druckgeschwüre können schwerwiegende Folgen haben wie Lähmung oder sogar Tod. Aus diesem Grund muss immer ein Arzt zurate gezogen werden. Darüber hinaus kann eine nicht vom Facharzt abgesegnete Behandlung mit Salben oder Umschlägen bei offener Ulzeration zu Blutvergiftungen führen. Denn für Laien sind Nekrosen und Entzündungsherde zum Teil nicht erkennbar. Ein Druckgeschwür ist in dem Sinne nicht mit anderen Hautverletzungen vergleichbar.

Zur Prävention kann ein bettlägiger Patient auf ein Wasserbett verlegt werden. Wasserbetten wurden um 1850 explizit für die Krankenpflege entwickelt und schließlich auch zur Behandlung von Druckgeschwüren eingesetzt. Heute gibt es Wasserbetten, die speziell zur Verhütung eines Druckulcus gedacht sind. Grundlage bietet die weiche, nicht starre, sondern bewegliche Oberfläche. Diese minimiert einerseits den Druck auf gefährdete Hautregionen und erleichtert andererseits eine Verlagerung des Patienten.

Als präventive Maßnahme können folgende Behandlungen zum Einsatz kommen:

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Kamille
  • Ringelblume
  • Salbei
  • Spitzwegerich
  • Bärlappsporen

 

Heilkräuter können helfen. Keine Frage. Dennoch sollte man sich, vorallem bei schweren Leiden, wie einem Dekubitus, nicht ausschließlich auf solche verlassen. Eine schulmedizinische Behandlung gepaart mit ausreichenden hygienischen Maßnahmen sollte auf keinen Fall vermieden werden, wenn es darum geht, einen Dekubitus zu behandeln. Am besten die die vorliegenden Kröuter als Salbe aufzutragen. Um eine Salbe herzustellen, wendet man sich entweder an eine kundige Person, wie beispielsweise einen Heilpraktiker oder man macht es selbst. Hierzu gebe man die Kräuter frisch oder getrocknet in zerlassenes Schmalz, wobei sich besonders gut Entenschmalz, Gänseschmalz und Schweineschmalz eignen und lasse es wieder fest werden. Auf die Verwendung künstlicher Fette sollte verzichtet werden. Diese enthalten Chemikalien, deren Wirkung auf die Haut nicht vorherzusagen ist. Man kann die Salbe immer wieder erhitzen und mehr Kräuter hinzufügen, um eine stärkere Variante derselben zu erhalten.

Dennoch sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass eine solche Behandlung zwar helfen kann, aber keine schulmedizinische Behandlung ersetzt. Darüber hinaus sollte man sich, bevor man zu Heilkräutern greift, mit dem behandelnden Arzt beraten, um negative Wechselwirkungen mit anderen Medikamente zu vermeiden oder etwaige Allergien oder Unverträglichkeiten zu umgehen. Wer sich an diese Maßregeln hält, sollte jedoch kein Problem damit haben, Heilkräuter zwecks Wundheilung anzuwenden. Gleichwohl man sich keine Wunder oder gar eine komplette Heilung durch diese Praxis versprechen sollte.

Ätherische Öle

  • Simmondsia chinensis
  • Lavandula angustifolia
  • Cistus ladaniferus
  • Leptospermum scoparium
  • Mentha piperita
  • Ocimum Basilicum

Ähnlich wie bei den Heilkräutern auch, können ätherische Öle nachgewiesenermaßen den Prozess der Heilung einiger Erkrankungen nicht nur befördern, sondern auch unterstützen. Dennoch ist grundsätzlich eher davon abzuraten, sich ausschließlich nur auf solche Mittel zu verlassen. Vorallem dann, wenn es sich um ein schweren Leiden, wie beispielsweise den Dekubitus handelt.

Dazu stellt sich bei ätherischen Ölen auch immer die Frage anch der äußerlichen Anwendbarkeit. Bisweilen kann man diese topisch auftragen, manchmal sollte man dies aber auch unterlassen. Hier kommt im Speziellen auf das vorliegende Öl an. Allgemeine Schlussfolgerungen sind eher unangebracht. Auch kann die Dosierung hier sehr große Unterschiede machen. Am besten ist es, wenn man sich diesbezüglich von einem Fachmann beraten lässt oder die Dosierungshinweise genau studiert. Womit man jedoch niemals etwas falsch machen kann, ist eine Anwendung im Rahmen einer Aromatherapie. Hierzu bedarf es lediglich einer Duftlampe, ätherischen Öls und einer Wärmequelle, vorzugsweise eines Teelichts.

Man gebe das zu verbrennende Öl in einer Konzentration, die einem richtig erscheint, in die Duftlampe, vermische dieses mit Wasser und entzünde die Kerze. Hierauf werden die ätherischen Öle als wohlriechender Duft in die Raumluft abgegeben. Das kann stimulierend und heilend auf Patienten wirken und somit eine Heilung unterstützen. Sollte der Patient den Geruch jedoch als unangenehm empfinden, ist es notwendig, die Prozedur zu beenden. Man erhält durch diese Maßnahme neben einem angenehmen Raumduft auch noch eine die Heilung befördernde Wirkung.

Homöopathie & Globuli

Einige Menschen schwären auf Globuli und andere homöopathische Mittel, andere lehnen diese ab. Es geht hier um eine regelrechte Glaubensfrage. Was allerdings jedem klar sein sollte ist, dass sich die Wirkung von Globuli und anderen homöopathischen Mitteln mit wissenschaftlichen Methoden nicht nachweisen lässt. Das soll kein Seitenhieb gegen die homöopathische Gemeinschaft sein, sondern lediglich auf diesen Umstand hinweisen und darüber hinaus die Notwendigkeit einer schulmedizinischen Behandlung unterstreichen. Alleine mit Globuli und Co. wird man einen Dekubitus mit Sicherheit nicht bekämpfen können.

Wer sich dennoch gerne mit homöopathischen Medikamente behandeln möchte, sollte dies als lediglich unterstützend zu einer schulmedizinischen Behandlung tun, nicht aber ausschließlich. Wer auf eine reguläre Therapie verzichtet, muss damit rechnen, dass die Symptome sich nicht verbessern und es zu keinen sichtbaren Verbesserungen kommen wird.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 3 und 7
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 8 Globuli

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist in jedem Falle eine Präventionsmaßnahme. Das gilt ebenso für ausreichendes Trinken von Wasser. Liegt bereits ein Dekubitus vor, sollte die tägliche Kalorienzufuhr möglichst erhöht werden, da der Körper, durch die Bekämpfung von Infektionen und die Wundheilung, einen höheren Energiebedarf als normal aufweist. Pflanzliche Fette und Vitamine (z. B.: Vitamin A, Vitamin K, Vitamin C) tragen ebenfalls zu Erleichterung der Wundheilung bei. Es sollte unbedingt auf Alkohol und Tabak verzichtet werden.

Da es sich beim Dekubitus um eine Erkrankung handelt, die stark mit einem Geschwür verwandt ist, sollte man verstärkt auf seine Ernährung achten. Dabei gibt es jedoch keine vorgefertigten Ernährungspläne. Eine allgemein gute und gesunde Ernährung, die darüber hinaus die Vermeidung von Auslösern für beispielsweise starkes Schwitzen miteinbezieht, kann allerdings für eine erhebliche Verbesserung des allgemeinen Krankheitsbildes sorgen und dem Patienten somit viel Leid ersparen.

Eine Stärkung des Immunsystems und der allgemeinen Abwehrkräfte sind hierbei zu begrüßende Nebeneffekte. Dennoch ist jeder gut damit beraten, die Aufnahme von raffiniertem Zucker deutlich zurückzufahren. Hierdurch erhöht nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern auch die der Haut im Speziellen. Nichtsdestotrotz kann eine allgemeine gesunde Ernährung diesbezüglich sehr förderlich sein und überdies noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch genetische Faktoren vorbelastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Körper keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Kann man durch zu langes sitzen Dekubitus bekommen?

Nein, vermutlich nicht. Es sei denn, dass man tatsächlich beinahe 100% seiner Zeit sitzend verbringt und niemals von seinem Stuhl oder Sessel aufsteht. Nichtsdestominder sollte man bedenken, dass Personen, die sehr viel Sitzen, damit rechnen müssen, dass gewisse Partien ihres Körpers davon irreparable Schäden nehmen. Nichts zuletzt deswegen ist es von größter Wichtigkeit, dass man sich einen sportlichen Ausgleiche zu seiner sitzenden Tätigkeit sucht. Insbesondere Sportarten, deren Ziel es ist, die Ausdauer zu stärken, sind hierbei vornehmlich zu empfehlen. Sprich Fahrradfahren, Joggen und / oder Schwimmen. Sollte dies aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich sein, ist es dennoch empfehlenswert, dass man sich im Rahmen seiner Möglichkeiten bewegt. Selbst wenn dies nur bedeutet, dass man mit den Fingern oder den Zehen wackelt. Alles ist besser als nichts.

Darüber hinaus sollte man aber den Umstand nicht aus den Augen lassen, dass man durch einfaches Sitzen wohl eher keinen Dekubitus erwarten muss. Hierzu bedarf es einiger Anstrengung.
Wie kann ich Dekubitus bei der häuslichen Pflege vermeiden?
Viele Personen, die Angehörige oder andere Personen privat zu hause pflegen, haben sich zwangsweise schon mit dem Problem Dekubitus auseinandergesetzt. Selbst wenn man sich sehr bemüht, kann es bisweilen vorkommen, dass sich das Wundliegen nicht vermeiden lässt. In diesen Fällen kann es notwendig sein, dass man einen Arzt oder geschultes Pflegepersonal ins Haus holt, um die offenen Wunden entsprechend behandeln zu können. Des Weiteren ist es sehr zu empfehlen, dass man die bettlägerige Person in regelmäßigen Abständen dreht und wendet. Zudem ist es notwendig, dass man den Pflegebedürftigen sehr sauber hält und die Windeln regelmäßige wechselt. Dies hilft oftmals schon sehr dabei, einen Dekubitus zu vermeiden.

Auch sollte man bedenken, dass die warmen Temperaturen des Sommers besonders häufig dazu führen, dass sich durch zu vieles Liegen offene Wunden bilden. Darum kann es überdies hilfreich sein, das Pflegezimmer immer gut zu temperieren, um ggf. Schwitzen und somit Verunreinigungen zu vermeiden.

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