Trigeminusneuralgie

Steckbrief: Trigeminusneuralgie

TrigeminusneuralgieSchmerzen wie Blitze
Trigeminusneuralgie
Trigeminusneuralgie ist ein atypischer Gesichtsschmerz in Folge einer Beschädigung des Nervus trigeminus. Es kann sich hierbei sowohl um eine selbstständige Erkrankung als auch um ein Symptom übergeordneter Krankheiten handeln. Die Spezifik dieses Schmerzes liegt im blitzartigen Einschießen und der absoluten Schmerzfreiheit zwischen den Anfällen. Betroffen ist in der Regel nur eine Region der linken oder rechten Gesichtshälfte.

Viele nicht-betroffene Menschen denken jedoch, dass es sich bei diesem Leiden nicht um eine reelle Krankheit handelt und angebliche daran Erkrankte nur simulieren, bzw. ihrer Umwelt etwas vorspielen. Diese Einschätzung ist aber grundlegend falsch. Es handelt sich tatsächlich um eine reale Erkrankung.

Eine Behandlung derselben ist auf verschiedene Arten und Weisen möglich, sodass eine Linderung der Symptome durchaus im Rahmen des Möglichen ist.

Definition Trigeminusneuralgie

Die Trigeminusneuralgie, auch Tic doloureux (französisch für schmerzhafter Tick) genannt, ist ein chronischer Schmerzzustand, der den Nervus trigeminus (der fünfte Hirnnerv) betrifft. Er ist der am weitesten verzweigte Nerv, der sich über den Kopf sowie das Gesicht eines Menschen ausbreitet. Insgesamt verfügt er über drei Zweige, die den oberen, den mittleren und den unteren Abschnitt des Gesichts sowie der Mundhöhle abdecken. Der obere, ophthalmische Zweig versorgt die Stirn, die Kopfhaut sowie die generelle Vorderseite des Gesichts mit Empfindungen und verknüpft diese mit dem Hirn. Der mittlere Zweig stimuliert die Wangen, die Nasenflügel, den Oberkiefer, die Oberlippe, Zähne und Zahnfleisch. Unterkiefer inklusive Zähne und Zahnfleisch sowie die Unterlippe und Kinnpartie wird vom unteren Nervenzweig des Trigeminusnervs durchzogen.

Unter einer Trigeminusneuralgie ist schließlich eine Form des neuropathischen Schmerzes zu verstehen. Er steht folglich in Verbindung mit einer Nervenverletzung beziehungsweise einer Nervenläsion. Die typische oder klassische Erscheinungsform dieser Störung wird als Typ I bezeichnet und verursacht extreme, sporadisch auftretende, brennende oder schockartige Gesichtsschmerzen. Diese halten in den meisten Fällen nur wenige Sekunden an, können aber auch in Episoden bis zu zwei Minuten auftreten. Die als blitzartig beschriebenen Schmerzeinschläge treten gehäuft in Salven auf, die ungefähr zwei Stunden andauern können. Die atypische Variante der Trigeminusneuralgie, der Typ II, zeichnet sich durch eine etwas geringere Schmerzintensität aus. Auch hier klagen Patienten jedoch über ein brennendes, stechendes Schmerzgefühl im Gesichtsbereich. Die genaue Typenzuordnung richtet sich in der Regel danach, welche Nervenzweige betroffen sind und wo die Ursachen für den Nervenschaden zu suchen sind. In den meisten Fällen ist nur ein Zweig beschädigt. Allerdings können auch nur kleine Verästlungen eines Nervs beziehungsweise mehrere Nervenzweige von einer Läsion oder Quetschung betroffen sein. Eher selten tritt diese Störung beidseitig auf. Es wird hernach von der sogenannten bilateralen Trigeminusneuralgie gesprochen. In den meisten Fällen ist jedoch nur eine Gesichtshälfte betroffen.


Was ist Trigeminusneuralgie?

Unter Trigeminusneuralgie versteht man eine spezielle Form des Gesichtsschmerzes. Sie zählt neben dem sogenannten anhaltenden idiopathischen Gesichtsschmerz zu den häufigsten Gesichtsneuralgien. Im Wesentlichen beschränkt sie sich auf den Nervus trigeminus (Drillingsnerv). Dieser Nerv entspringt dem Kleinhirn und zieht sich jeweils an der rechten und linken Gesichtsseite entlang. Knapp über dem Ohr teilt er sich in drei Äste: Einer endet im Bereich der Augen ((Nervus ophthalmicus)), einer am Oberkiefer (Nervus maxillaris) und einer am Unterkiefer (Nervus mandibularis). Diese Nerven sind primär für die Sensibilität und Motorik des Gesichts verantwortlich. In der Regel sind immer nur eine Seite und ein Strang von dieser Art der Neuralgie betroffen.

Die Eigenheit der Trigeminusneuralgie liegt in dem nur Sekunden anhaltenden blitzartig einschießenden Schmerz, dem eine sofortige Erholung der betroffenen Region folgt. Patienten beschreiben das Gefühl oft als „stromschlagartig“ und sehr heftig. Auf einer Schmerzskala werden zum Teil Höchstwerte erreicht. Problematisch ist dabei auch, dass der Schmerz überraschend einsetzt. Zunächst können Monate zwischen den einzelnen Anfällen liegen. In einem späteren Stadium ist aber auch ein stunden- oder minutenweises Einsetzen des Schmerzes möglich.

Die Medizin unterteilt diese Erkrankung in die idiopathische und symptomatische Trigeminusneuralgie. Die idiopathische Form betrifft vor allem den Nervus maxillaris oder Nervus mandibularis, ohne dass eine spezifische Krankheit als Auslöser identifiziert werden kann. Menschen ab dem 40. Lebensjahr sind am häufigsten von dieser Ausprägung der Krankheit betroffen. Als symptomatisch wird die Neuralgie dann bezeichnet, wenn eine klare Ätiologie zu verzeichnen ist. Hier sind vermehrt Patienten unter 40 betroffen, die ein Schmerzempfinden im Nervus ophtalmicus beklagen.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursachen einer Trigeminusneuralgie können ganz unterschiedlich sein. Grundlegend besteht aber ein Zusammenhang mit einer Verletzung oder Blockierung des Nervs im Hirn oder den jeweiligen Ästen. Da die idiopathische Form nicht durch eine bestimmte Krankheit ausgelöst wird, gilt sie als unabhängige, eigenständige Erkrankung. In den meisten Fällen lässt sie sich auf Druckschäden im Kleinhirn zurückführen. Da der Nerv dort besonders dicht an den Arterien verläuft, kann eine solche bei Verdickung oder Verlagerung zur Blockade werden. Der andauernde Druck bedingt schließlich eine Verletzung des Trigeminus, die wiederum zu Kurzschlüssen im Nerv führen. Solche druckbedingten Schäden können aber auch in den Ästen des Ober- und Unterkiefers durch Entzündungen der Zahnwurzeln oder des Felsenbeins (Knochen, der zum Schläfenbein gehört) entstehen.

Die idiopathische Verlaufsform der Krankheit ist oftmals mit bestimmten Triggern verbunden, die einen Schmerzanfall auslösen. Kaltes Wasser, Mundbewegungen beim Essen, Sprechen oder Kauen und sogar kalte Luft können solche Auslöser sein. Da dieser Gesichtsschmerz extrem sein kann, vermeiden die Betroffenen mögliche Triggersituationen zum Teil gänzlich.

Die symptomatische Trigeminusneuralgie ist stets das Symptom einer übergeordneten Krankheit, die eine Nervenschädigung verursacht. Zu den Häufigsten gehören:

Die Trigeminusneuralgie kann sich bei dieser Form auch atypisch verhalten. Schmerzen können über einen längeren Zeitraum anhalten, ohne dass eine Erholungsphase eintritt. In seltenen Fällen sind dann auch beide Seiten betroffen.


Symptome & Anzeichen

Der unvermittelt einschießende Schmerz ist in den meisten Fällen das einzige Symptom dieser Krankheit. Im Anfangsstadium tritt er nur selten ein. Aus diesem Grund und da eine sofortige Erholung eintritt, wenden sich Betroffene in vielen Fällen nicht an einen Arzt. Im weiteren Verlauf zeigt sich der Schmerz aber zunehmend häufig und gewinnt zudem an Intensität und Dauer.

Hin und wieder werden dann auch äußere Merkmale des Einschießens offenbar: Das Gesicht kann in dem entsprechenden Bereich erröten und Zuckungen oder krampfartige Verzerrung der Muskeln stellen sich ein. Bisweilen führen nun auch die genannten Trigger in einen Schmerzanfall.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Verschiedene Arten des Gesichtsschmerzes klar voneinander abzugrenzen kann sich als sehr schwierig erweisen. Ein Allgemeinmediziner wird im Normalfall generelle mögliche Ursachen für plötzlich eintretende Neuralgien suchen und beispielsweise eine Infektion mit Borreliose abklären. Eine Überweisung an entsprechende Fachärzte (Neurologe, Neurochirurg) erfolgt aber fast immer gleichzeitig.

Der zuständige Facharzt wird nun eine gründliche Anamnese vornehmen. Neben Fragen zu Art, Ausprägung und Häufigkeit des Schmerzes wird ebenso die medizinische Vorgeschichte des Patienten näher beleuchtet. Hierdurch erfolgt bereits eine Abgrenzung zu Clusterkopfschmerzen oder dem anhaltenden Gesichtsschmerz. Der Befragung schließen sich umfassende körperliche Tests an. Da die Trigeminusneuralgie, wie bereits erwähnt, heterogener Ätiologie sein kann, gestaltet sich die Untersuchung vielfältig. Es werden gemeinhin folgende Bereiche überprüft:

  • Sensibilität des Gesichts
  • Gesichtsmotorik und Reflexe
  • mögliche Funktionsabweichungen des Nervensystems
  • Gleichgewichtssinn
  • eventuelle neurologische Ausfälle
  • Intaktheit alle 12 Hirnnerven
  • kognitive Reaktionen
  • psychische Verfassung des Patienten

Abhängig von den Ergebnissen kommen anschließend gezieltere Untersuchungsmethoden zum Einsatz (beispielsweise Labortests, Ultraschall, Kernspintomografie, Angiografie oder Elektroenzephalografie).


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Prävalenz einer Trigeminusneuralgie liegt bei circa 0,04 Prozent der Bevölkerung. Frauen sind in der Regel häufiger betroffen als Männer (mehr als doppelt so oft). Neben einer höheren Lebenserwartung von Frauen gibt es dafür noch weitere Ursachen. In einer Studie wurde herausgefunden, dass im Blut weiblicher Probanden erhöhte Aktivität eines bestimmten Rezeptormoleküls vorliegt. Dieses führt Immunzellen ins Hirn, die wiederum in die schützende Myelinschicht der Nerven eindringen und diese in Folge beschädigen können. Aus diesem Grund besteht unter anderem ein größeres Risiko an multiple Sklerose, einem Auslöser der Trigeminusneuralgie, zu erkranken.

Einzeln betrachtet gibt es weniger Patienten mit symptomatischer Form als mit idiopathischer. Aus diesem Grund sind ältere Menschen häufiger betroffen. In den letzten Jahren konnte beispielsweise in Deutschland keine Erkrankung bei Jugendlichen und Kindern unter 15 Jahren festgestellt werden. Insgesamt lässt sich in den vergangenen 20 Jahren nur ein leichter Zuwachs an Erkrankten erkennen. Circa ein Drittel aller Betroffenen hat zudem nur eine einmalige Schmerzattacke.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen ergeben sich vor allem aus der spezifischen Ausprägung der Erkrankung. Ist sie lediglich ein Symptom, resultieren Probleme in erster Linie aus der jeweiligen Grunderkrankung.

Bei beiden Formen der Trigeminusneuralgie kann jedoch eine operative Behandlung durch eine ungünstige Lage der Hirnarterien erschwert oder gar verhindert werden. Darüber hinaus bergen die Trigger, die zu Schmerzanfällen führen ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Betroffene nehmen unter Umständen eine Meidehaltung ein. Wird zum Beispiel das Kauen als Auslöser identifiziert, verweigern einige Menschen die Nahrungsaufnahme, wodurch der Körper ungenügend versorgt wird. Andere Patienten verlassen aus Angst vor kaltem Luftzug ihre Wohnungen nicht. In diesen Fällen sollte ein Psychotherapeut zurate gezogen werden.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Der neuralgische Gesichtsschmerz ist zu Beginn der Erkrankung in wenigen Sekunden wieder abgeklungen und hinterlässt keine bleibenden Beeinträchtigungen. Daher wird er oft ignoriert. Bereits bei der ersten Schmerzattacke sollte aber unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Im günstigsten Fall wird kein zweiter Anfall auftreten.

Häufiger aber manifestiert sich die Krankheit und kann weniger erfolgreich behandelt werden, als im Anfangsstadium. Es muss bedacht werden, dass eine Schädigung des Nervs sich ausbreiten kann und zudem irreparabel ist. Vor allem jüngere Menschen sollten nicht zögern, sich medizinisch untersuchen zu lassen. Für sie besteht ein erheblicheres Risiko, dass der Schmerz durch eine noch nicht diagnostizierte Krankheit bedingt ist.

Behandlungsmethoden & Therapie

Wurde noch bis in die 90er Jahre allgemein das Zähneziehen als probates Mittel gegen Trigeminusneuralgie angesehen, weiß man heute, dass diese Methode nicht sinnvoll ist und gewöhnlich zu keinem Erfolg führt. Die Behandlung orientiert sich nun grundlegend an der spezifischen Form und Ausprägung der Erkrankung. Bei der symptomatischen Neuralgie wird vor allem die auslösende Erkrankung entsprechend behandelt. So kommen bei multipler Sklerose verschiedene Medikamente (z. B. Misoprostol) oder eine radiochirurgische Behandlung zum Einsatz.

Gegen die idiopathische Form wird in erster Linie mit Medikamenten vorgegangen. Schmerzmittel bringen allerdings keine Erleichterung, da Anfälle nicht vorhersehbar sind und nach ihrem Abklingen keine Schmerzen zurückbleiben. Wirkung zeigen hingegen Pharmazeutika gegen Epilepsie (insbesondere Carbamazepin). Weitere Wirkstoffe, die der Schmerzprophylaxe dienen, sind Oxcarbazepin, Gabapentin und Baclofen. Kommt es zu einer plötzlichen Verschlimmerung der mit einer Trigeminusneuralgie zusammenhängenden Schmerzattacken, kann die Schmerzprophylaxe um Phenytoin oder Pimozid ergänzt werden.

Lässt sich die Ursache für den Gesichtsschmerz ermitteln, kann operativ behandelt werden. Perkutane Thermokoagulation ist die am häufigsten praktizierte Methode. Hier werden gestörte Fasern durch Erhitzen gezielt ausgeschaltet. Nicht betroffene Bereiche werden dabei bestmöglich verschont. Des Weiteren kann auch eine mikrovaskuläre Dekompression (Operation nach Jannetta, blockierende Arterie und Nerv werden getrennt) oder die Behandlung mit Strahlentherapie angewendet werden. Alle operativen Verfahren sind indes mit der Gefahr von schwerwiegenden Nebenwirkungen verbunden, die von Taubheit und Gefühlsverlust sogar bis hin zu einer Hirnhautentzündung (selten) reichen können.

Ist die Neuralgie tatsächlich auf Entzündungen zurückzuführen, die von Zähnen und Zahnwurzeln versursacht wurden, erfolgt eine Behandlung durch den Zahnarzt. Parodontose– und Zahnfleischspezialbehandlungen zur Behebung der Ursache sowie eine Wurzelspitzenresektion haben sich dabei bewährt.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Bisher gibt es noch keine Möglichkeit einer Trigeminusneuralgie direkt vorzubeugen. Lediglich eine frühzeitige Behandlung kann im weitesten Sinne als Präventionsmaßnahme verstanden werden. Darüber hinaus kann es allgemein hilfreich sein, durch gesunde Ernährung und Sport das Herzkreislaufsystem zu schonen. Hierdurch sinkt das Risiko für Veränderungen der Blutgefäße und somit auch für Druckschäden des Trigeminus.

Eine gründliche Zahnhygiene gilt ebenfalls als vorbeugend im weitesten Sinne. Da zum Beispiel Zähneknirschen Risse im Schmelz bilden, die wiederum Entzündungen herbeiführen, welche den Trigeminus beeinträchtigen, kann das Tragen einer Zahnschiene günstig sein.


Prognose zur Heilung

Je nach angewandtem Verfahren liegt die Erfolgsrate der Behandlung bei 60 bis über 90 Prozent. Die genannten Operationen gehören allerdings zu den schmerztherapeutischen Maßnahmen und sind nicht auf die Heilung einer Krankheit ausgerichtet. Auch wenn sie viele Jahre den Schmerz einzudämmen vermögen, die eigentliche Nervenschädigung ist dauerhaft und nicht reversibel.


Die Nervenzellen

Die Nervenzelle gehört zu jenen Zelltypen, welche erst sehr spät von der Wissenschaft en detail ergründet und verstanden wurde. Bis vor kurzen noch dachten beispielsweise die meisten Neurowissenschaftler, dass ein Mensch bei der Geburt bereits alle Nervenzellen besitzt, mit denen er jemals ausgestattet sein wird. Als Kind könnte man, dieser Meinung zufolge, noch einige weitere Nervenzellen bilden, die schließlich dabei helfen, die neuronalen Schaltkreise, also wichtige Signalwege im Gehirn, auszubauen. Nach dem Aufbau eines solchen Informationsnetzes, sollte jedoch keine weitere Bildung von Nervenzellen mehr möglich sein. In der Mehrheit der Meinungen wurde sogar angenommen, dass ein weiteres Hinzufügen von Nervenzellen, das bestehende Netzwerk zerstören und damit wichtige Kommunikationswege des Gehirns deaktivieren könne.

Den ersten Hinweis darauf, dass Nervenzellen auch in einem erwachsenen Gehirn heranreifen können, sah der Wissenschaftler J. Altman zu Beginn der 1960er Jahre, nachdem er die einzelnen Regionen des Hirns lange Zeit eingehend untersucht und die Funktionsweise der Zellbildung an Ratten studiert hatte. Er vertrat schließlich die These, dass Nervenzellen im Hippocampus entstehen und von dort aus in andere Teile des Hirns wandern. Der Hippocampus ist ein paarig auftretendes Hirnareal, das sich am unteren Bereich des Gehirns befindet und zum limbischen System gehört. Dass hier tatsächlich Nervenzellen gebildet werden, konnte in den späten 70ern schließlich bewiesen werden.

Diese Entdeckung über die Bildung von Nervenzellen, die sogenannte Neurogenese, im Hirn eines adulten Lebewesens war nicht nur überraschend für die Wissenschaft, sondern sorgte darüber hinaus für einen Aufschwung der Forschung. Beispielsweise konnte damit erklärt werden, wie es möglich war, dass erwachsene Tiere vollständig neue Dinge lernen konnten, die im Kindheitsstadium irrelevant waren. Als Beispiel kann hier unter anderem der Kanarienvogel herangezogen werden. Die männlichen Vertreter dieser Spezies lernen erst mit der Geschlechtsreife das Singen, welches ihnen zur Brautwerbung dient. In diesem Prozess steigt die Anzahl der Nervenzellen im Hirn stark an. Es muss folglich eine Neurogenese stattfinden.

Heute gilt die Neurogenese bei Erwachsenen als prinzipiell möglich und nur wenige Forscher bezweifeln dies. Aus diesem Grund sucht die Wissenschaft aktuell nach Möglichkeiten, die Nervenbildung gezielt anzukurbeln, um im Falle eines irreparablen Nervenschadens eine Neubildung der Nerventeile anregen zu können. Dies könnte auch für die Heilung einer Trigeminusneuralgie entscheidend sein. Bislang befindet sich die Forschung hier jedoch noch im Anfangsstadium.

Das zentrale Nervensystem

Das zentrale Nervensystem ist ein Sammelbegriff, der das Gehirn, Rückenmark und die einzelnen Nervenäste umfasst. Es besteht grundlegend aus zwei verschiedenen Zelltypen, nämlich den Gliazellen sowie den tatsächlichen Nervenzellen, die zur spezifischen Abgrenzung häufig auch als Neuronen bezeichnet werden.

Gliazellen gelten als Stützgewebe für die eigentlichen Nervenzellen. Sie bilden darüber hinaus eine Art Schutzhülle und sorgen für die Aufrechterhaltung des Nährstofftransports sowie der Flüssigkeitszufuhr im Zentralnervensystem. Die hauptsächlichen Akteure in Hirn und Nerven sind jedoch die Neuronen. Sie sind die Informationsboten, welche elektrische Impulse und chemische Signale verwenden um Informationen zwischen einzelnen Bereichen des Hirns beziehungsweise zwischen Hirn und restlichem Nervensystem zu übertragen. Alles Denken, Fühlen und Handeln geht ergo aus der Arbeit dieser Zellen hervor. Jedoch kann eine einzelne Nervenzelle nicht gleichermaßen für alle eben genannten Aufgaben herangezogen werden. Vielmehr herrscht eine Art Arbeitsteilung innerhalb des Nervensystems. So existieren sensorische Neuronen, die für den Transport der Informationen verantwortlich sind, welche von den Sinnesorganen wie Augen und Ohren weitergegeben werden. Motorische Neuronen hingegen sorgen dafür, dass Information über das Gehirn und die Nerven an Muskelzellen weitergeleitet werden. Dadurch ist schließlich Bewegung möglich. Die übrigen Nervenzellen werden als Interneuronen bezeichnet. Sie können vielfältigste Aufgaben übernehmen. Die Wissenschaft geht aktuell davon aus, dass Interneuronen in hunderte Klassen eingeteilt werden können, von denen jede eine spezifische Aufgabe übernimmt und einen jeweiligen Nachrichtentyp weiterträgt, der hernach das betreffende Lebewesen zu typischen Handlungen befähigt.

Speziell der Trigeminusnerv umfasst drei Äste sowie vier Hirnnervenkerne, von denen drei mit sensorischen und einer mit motorischen Neuronen bestückt ist. Dies erklärt, weshalb die Trigeminusneuralgie auch mit sensorischen Funktionseinschränkungen einhergehen kann.

Entstehung neuer Nervenzellen

Doch wie genau gestaltet sich eine solche Geburt von Nervenzellen? Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Hippocampus reich an neuronalen Vorläuferzellen, also an Nervenstammzellen ist. Diese Zellen verhalten sich ähnlich den normalen Stammzellen, haben also die Anlage dazu, jede Zellform anzunehmen. Es ist also möglich, dass eine solche neuronale Stammzelle zur motorischen Nervenzelle wird, sie kann sich aber ebenso auch zu einem sensorischen Neuron oder zur Gliazelle entwickeln. Wie sich dies im Einzelnen gestaltet, ist bislang noch nicht abschließend von der Forschung geklärt. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass eine Spezifizierung beim Teilungsvorgang vonstatten geht. Teilt sich eine Stammzelle, kann sie also erneut Stammzellen hervorbringen. Es ist aber auch möglich, dass sich aus ihr zwei oder eine direkte Vorläuferzelle entwickelt, die differenzierter gestaltet ist, als die Ausgangszelle. Sie hat also einen definierteren Funktionsumfang.

Ist bei diesem Prozess schließlich eine neue Nervenzelle entstanden, muss diese in das für sie vorgesehene Gebiet des zentralen Nervensystems wandern, um dort ihre vorgesehene Arbeit nachgehen zu können. Bislang sind der Wissenschaft zwei Möglichkeiten bekannt, die eine Nervenzelle nutzt, um vom Hippocampus in einen anderen Teil des Nervensystems zu gelangen:
Einige Neuronen wandern, indem sie den langen Fasern von Zellen folgen, die als radiale Gliazellen bezeichnet werden. Die Fasern erstrecken sich von der inneren bis zur äußeren Schicht des Gehirns. Neu entwickelte Neuronen gleiten an diesen Fasern entlang, bis sie ihr spezifisches Ziel erreicht haben. Es ist aber auch möglich, dass Nervenzellen gemeinsam mit chemischen Signalen reisen. Dies ist genau dann der Fall, wenn ihr Aufgabenort nicht im Gehirn, sondern in anderen Bereichen des Nervensystems zu finden ist. Möglich macht diese Art der Reise (sogenannte Migration) die Oberflächenstruktur einer Nervenzelle. Hier finden sich spezielle Moleküle, die Neuronen mit gleicher Funktion teilen. Ein chemisches Signal, dass auf die Oberflächenstruktur eines Neurons abgestimmt ist, kann sich folglich auch an eine neue Nervenzelle andocken und diese hernach mit sich führen, bis der intendierte Einsatzort erreicht ist.

Nicht allen Neuronen gelingt es jedoch, den vorgesehenen Einsatzort zu erreichen. Die Forschung hat herausgestellt, dass in etwa nur ein Drittel der neugebildeten Neuronen ans Ziel gelangt. Andere Zellen sterben entweder bei der Entwicklung oder auf der Reise ab. Andere Neuronen wiederum überleben zwar die Reise, landen aber in Bereichen, die nicht ihrer Funktionsweise entsprechen. Mutationen in den Genen, die jenes Reisen kontrollieren, erzeugen beispielsweise seltsam geformte und fehlplatzierte Neuronen, die Krankheiten wie Epilepsie auslösen können. Es gibt sogar Ärzte, die der Meinung sind, dass Krankheiten wie Schizophrenie oder Legasthenie auf fehlgeleitete sensorische Neuronen zurückgeführt werden können.

Sobald ein Neuron seinen vorbestimmten Platz einnimmt, muss es sich schließlich zur Arbeit einfinden. Dieser letzte Schritt wird Differenzierung genannt und gilt bislang als der am wenigsten erforschte Prozess in der Neurogenese. Klar ist bislang, dass die Oberflächenstruktur einer spezifischen Nervenzelle darauf ausgerichtet ist, chemische Signale und elektrische Impulse, also Neurotransmitter (neuronale Informationsträger) zu empfangen, die einen funktionsspezifische Nachricht tragen. Ist bislang noch kein Informationsschaltkreis entstanden, werden hernach neue Informationsbahnen erschaffen. Im adulten Hirn sind jedoch bereits Informationspfade verbunden. Hier muss sich eine neue Nervenzelle in bereits vorhandene Schaltkreise integrieren, also den existenten Zellen gleich werden. Es wird angenommen, dass hierfür eine spezifische Art der Kommunikation zwischen benachbarten Nervenzellen stattfindet, die jedoch noch nicht erforscht werden konnte.

Bei einem entstandenen Nervenschaden müsste zur Regeneration folglich zum einen die Zellbildung von Neuronen und Gliazellen im Hippocampus angeregt werden. Hernach müssten die neugebildeten Zellen speziell in das vom Schaden betroffene Areal geschickt werden, um dort Aufgaben der abgestorbenen Zellen zu übernehmen. Es handelt sich dabei jedoch nicht um neue Schaltkreise, die es zu bilden gilt, sondern um bereits vorhandene, die rekonstruiert werden müssen. Gerade bei einem großflächigen Schaden, sind jedoch nicht mehr genügend Nachbarzellen für eine Kommunikation vorhanden. Bei der Trigeminusneuralgie sind in aller Regel nur kleine Abschnitte des Nervus trigeminus betroffen. Hier könnte die Forschung also durchaus erfolgreich sein, insofern die Spezifik der Neurogenese erst einmal umfänglich verstanden wurde und von außen angeregt werden könnte.


Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungen können durchaus Teil einer Schmerztherapie sein. Wenn Schmerzen zwar gemildert, aber nicht vollständig bekämpft werden können, bieten sich zum Beispiel verschiedene Maßnahmen der traditionellen chinesischen Medizin an. Deren tatsächliche Wirksamkeit ist bisher nicht umfänglich erwiesen, jedoch können sie zum Teil aufgrund des Placeboeffektes positiven Einfluss haben.

Welche Hausmittel können helfen?

Als Hausmittel werden neben Schwedenkräutern auch Salben zur Venenstärkung und Kamillenteeumschläge empfohlen. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass diese Mittel den extremen Gesichtsschmerz nicht auffangen können. Hier besteht zudem das gleiche Problem, wie bei der Einnahme regulärer Schmerzmittel: Durch die Spontaneität des Schmerzes lässt sich ein gezielter Einsatz von Analgetika nicht gewährleisten. Und für alle Behandlungsmethoden gilt, dass ein bestehender Nervenschaden nicht rückgängig gemacht werden kann.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Holunder
  • Kamille
  • Sternanis
  • Johanniskraut
  • Lavendel
  • Weißer Gänsefuß
  • Heublume

Alle der gerade erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Tablette darzureichen. Hierbei sind die Arten der Einnahme oftmals nur als geringfügig auf die Wirkung einzustufen. Auch eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen. Eine solche ist besonders im Falle von oberflächlichen Krankheiten zu empfehlen, da sie direkt auf die Haut aufzutragen ist. Zur Herstellung einer solchen gebe man die erwähnten Kräuter in zerlassenes Schmalz, wobei es egal ist, ob die Kräuter frisch oder getrocknet sind und lasse diese Mischung auskühlen und verfestigen. Insofern man eine stärkere oder feinere Salbe oder Creme haben will, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Cajeput
  • Geranie
  • Lavendel
  • Kampfer

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Trigeminusneuralgie sollte kann man von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die allgemeine Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

  • Delphinium Staphisagria D6
  • Delphinium Staphisagria D12
  • Kalium iodatum
  • Plantago major
  • Gelsemium sempervirens
  • Chininum arsenicosum

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische Behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 3 und 5
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 10 Globuli

Oder man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf die Trigeminusneuralgie gibt es nicht. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Bei genereller Appetitlosigkeit sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper genug Energie, ohne dass der Patient mit einem Mal üppige Speisen verzehren muss.

Allgemeine Tipps sind:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch eine Krankheit belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Lassen sich alle Trigger (Auslöser) vermeiden, die zu einem Ausbruch führen?

Leider nein. Dies liegt daran, dass es sich bei den Auslösern um nicht vermeidbare Tätigkeiten handeln kann. Darunter zählen so einfach Dinge wie sprechen, kauen, Zähne putzen und das Gesicht zu waschen. Es ist also darum in aller Regel für Erkrankte sehr schwer, der Krankheit und ihren Symptomen stets und stetig erfolgreich aus dem Wege gehen zu können.

Ist Akupunktur wirklich so effektiv?
Zwar gibt es immer wieder Stimmen, die sich negativ der Akupunktur gegenüber äußern. Dennoch lässt sich nicht bestreiten, dass nicht nur viele Menschen auf diese alternative Heilmethode aus Fernost vertrauen und darauf schwören, sondern auch glauben, dass sie ihnen effektive Abhilfe leistet. In Studien ließ sich die Nützlichkeit dieser Behandlung jedoch noch nicht nachhaltig nachweisen. Das heißt allerdings nicht automatisch, dass es sich bei diesem Ansatz um Kurpfuscherei oder ähnliches handelt. Man kann tatsächlich davon ausgehen, schließlich sprechen die zufriedenen Patienten weltweit hier Bände, dass die Akupunktur tatsächlich hilft.

Darum ist es sicherlich kein falscher Ansatz, wenn man sich einer Person zuwendet, die fachkundig in der tcm (Traditionelle chinesische Medizin) ist. Schaden kann es auf keinen Fall.
Handelt es sich bei der vorliegenden Krankheit wirklich um eine tatsächliche Krankheit?
Viele Menschen denken, dass es sich bei der Trigeminusneuralgie um eine mehr oder weniger eingebildete Krankheit handelt und Betroffene ihrer Umwelt etwas vorspielen. Das liegt zum einen daran, dass es sich hierbei um eine primär idiopathische Erkrankung handelt, also um eine solche, der keine direkten Ursachen zu Grunde zu liegen scheinen. Andererseits haben viele Leute noch nie von diesem Leiden gehört und glauben Betroffenen darum nicht, wenn man ihnen berichtet, dass man hieran erkrankt ist. Aber um die Frage zu beantworten: Ja, es handelt sich um eine tatsächliche Krankheit und nicht um eine Einbildung seitens des Patienten.

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