Cluster Kopfschmerz

Steckbrief: Cluster Kopfschmerz

  • Name(n): Cluster Kopfschmerz; Horner-Syndrom
  • Art der Krankheit: Neurologie
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1672
  • Behandelbar: medikamentös
  • Art des Auslösers: Hypothalamus
  • Wieviele Erkrankte: Null Komma Ein Prozent der Bevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Neurologe
  • ICD-10 Code(s): g44.0; G44.01; G44.02

Eine neurologische Erkrankung

Der Cluster Kopfscherz ist gekennzeichnet durch einen extrem streng einseitig auftretenden Kopfschmerzkomplex.

Klinisch definiert ist der Cluster Kopfschmerz als attackenartig auftretender, streng einseitiger Kopfschmerz mit Schmerzschwerpunkt hinter dem Auge.

Die Schmerzattacken dauern in der Regel zwischen 15 bis 180 Minuten und werden durch Symptome wie Augenrötung, Schwitzen im Gesichtsbereich, Hängen des Augenlides und körperliche Unruhe begleitet.

Man unterscheidet 2 Formen des Clusterkopfschmerzes.
Der episodische Clusterkopfschmerz tritt in Perioden mit langen schmerzfreien Intervallen auf.

Der chronische Clusterkopfschmerz zeigt sich über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr mit geringen schmerzfreien Intervallen.

Für den Begriff Cluster Kopfschmerz sind die Begriffe Bingsche Erythroprosopalgie, Erythromelalgie des Kopfes, ziliare oder migränöse Neuralgie nach Harris, Horton-Syndrom, Histaminkopfschmerz, Petrosus-Neuralgie nach Gardner, Vidianus-Neuralgie, Sluder-Neuralgie, Hemicrania periodica neuralgiformis, oder auch Neuralgie des Ganglion sphenopalatinum bekannt.

Das mittlere Alter für ein erstmaliges Auftreten des Clusterkopfschmerzes beträgt 28 bis 30 Jahre.

Bei den Episoden können auch migräneartige Symptome wie Aura, Phono- und Photophobie oder Übelkeit vorkommen.
Im höheren Alter nehmen die Attacken ab.

Definition Cluster Kopfschmerz

Nach der Klassifikation der Internationalen Headche Society werden bestimmte Arten von Kopfschmerzen unter trigeminoautonome Kopfschmerzen (nervus trigeminus: Drillingsnerv) eingeordnet. Zu den trigeminoautonomen Kopfschmerzen gehören:

  • der episodische und chronische Clusterkopfschmerz
  • die episodische und chronische paroxysmale Hemikranie
  • das episodische und chronische SUNA-Syndrom
  • das episodische und chronische SUNCT-Syndrom
  • die Hemicrania continua

Alle die genannten Formen haben die gleichen autonomen Begleitsymptome und treten streng ipsilateral (zur Körperseite gehörend) auf. Der Nervus trigeminus ist der 5. Hirnnerv (V). Seinen Namen verdankt er der Aufteilung in drei Hauptäste.

  • V[1]: Augenast (Nervus ophtalmicus)
  • V[2]: Oberkieferast (Nervus maxillaris)
  • V[3]: Unterkieferast [Nervus mandibularis)

Dem Nervus trigeminus sind 4 Hirnnervenkerne zugeordnet, die verantwortliche Funktionen weiterleiten, die mit Nervus oculomotorius (Augenmuskel), Nervus trochlearis (Kopfhaltung), Nervus abducens (Augenbewegungen), Nervus facialis (Gesichtsmuskulatur) und Nervus hypoglossus (Zungenmuskulatur) und anderen in Verbindung stehen und die empirische Informationen wie Druck, Berührung, Vibration, Tiefensensibilität und Muskelspannung wahrnehmen.

Was ist Cluster Kopfschmerz?

Der Cluster Kopfschmerz ist eine primäre Kopfschmerzerkrankung. Kopfschmerzen allgemein beruhen auf Reizung von schmerzempfindlichen Kopforganen wie Hirnhäute, Blutgefäße im Hirn, Hirnnerven, Schädel oder Spiralnerv. Man unterscheidet Schmerzen nach der Ursache und nach der Art ihres Auftretens.

Ursache:

  • primär: Migräne, Cluster Kopfschmerz, weitere trigeminoautonome Kopfschmerzerkrankungen, Spannungskopfschmerz
  • sekundär: Kopfschmerzen nach Trauma, Blutungen, Tumoren und anderen Erkrankungen

Art:

  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Cluster Kopfschmerz (Bing-Horton-Syndrom)
  • medikamenteninduzierter Kopfschmerz
  • Kopfschmerzen bei degenerativen Halswirbelsäulen-Erkrankungen
  • Glaukomanfall
  • Halswirbelsäulen-Trauma
  • Gesichtsschmerzen wie Trigeminusneuralgien
  • Riesenzellarterits
  • Kopfschmerzen bei Nebenhöhlenentzündungen
  • Subarachnoidalblutung

Cluster Kopfschmerz als primäre Kopfschmerzerkrankung tritt streng einseitig im Bereich von Schläfe und Augen auf. Bei 78 % der Patienten ist der Cluster Kopfschmerz immer auf einer Seite. Kennzeichnend ist eine ausgeprägte Tagesrhythmik.

Kopfschmerzen, ClusterkopfschmerzenSo gilt als erwiesen, dass diese Cluster-Kopfschmerzen 1 bis 2 Stunden nach dem Einschlafen, in den frühen Morgenstunden und um die Mittagszeit gehäuft auftreten.

Die Stärke der Cluster-Kopfschmerzen wird in der Schmerzskala mit der höchsten Stufe belegt. Bestimmte Schmerz leitende Bahnen des Nervus trigeminus werden stimuliert und führen zu einer Veränderung des Hirnstoffwechsels.

Es liegt die Vermutung nahe, dass der Motor der Schmerzattacken im Hypothalamus liegt. Dieser Bereich des Zwischenhirns ist für die Steuerung der wichtigsten Regelkreise wie Schlaf-Wach-Rhythmus verantwortlich.

Für eine Störung der Funktion des Hypothalamus sprechen die tageszeitlichen Verteilungsmuster, die Häufigkeiten der Episoden im Frühjahr und Herbst sowie eine gehäuft auftretende Störung von Hormonen wie Melatonin, die den Tagesrhythmus regeln.

Bildgebende Verfahren konzentrieren sich in aktuell wissenschaftlichen Untersuchungen auf die Aktivitäten des Hypothalamus. Die Positronen-Emissions-Tomografie zeigen die Bereiche auf, welche bei Schmerzen Aktivitäten aufweisen. Das sind speziell Areale, die spezifisch bei Cluster Kopfschmerz aktiviert sind.

Die Gehirne von Cluster Kopfschmerz-Patienten zu nicht erkrankten unterscheiden sich anhand von bildgebenden Verfahren am höheren Anteil der Grauen Substanz im Hypothalamus. Anhand dieser Verfahren konnten biochemische Unterschiede zwischen dem Hypothalamus gesunder Menschen und dem Hypothalamus von Cluster-Kopfschmerz-Patienten nachgewiesen werden.

Nach neuesten Untersuchungen wurden Veränderungen der grauen Substanz im Bereich der Schmerzverarbeitung lokalisiert. Es wurde festgestellt, dass bei chronischen Clusterkopfschmerzen ein Rückgang der grauen Substanz zu verzeichnen ist, während bei episodischen Cluster Kopfschmerz eher ein gegenteiliges Verhalten zu finden ist. Der Hypothalamus gilt als wichtigstes Steuerzentrum des vegetativen Nervensystems. Geringste Störungen des bedeutsamen Zwischenhirnareals beeinträchtigen die Lebensfähigkeit des Individuums.

Es betrifft die Funktionen:

  • Aufrechterhalten der Homöostase (Temperatur, Osmolarität, Blutdruck)
  • Circadiane Rhythmik und Schlaf
  • Regulation der Nahrungs- und Wasseraufnahme
  • Steuerung des Sexual- und Fortpflanzungsverhaltens

Die circadiane Rhythmik umfasst eine Periodenlänge von etwa 24 Sunden. Der bekannteste Rhythmus ist der Schlaf-wach-Rhythmus. Als weitere organische Störungen werden Entzündungen im Sinus cavernosus (erweiterter Venenraum in der Hirnhaut an der vorderen Schädelbasis) und im Bereich der V. ophthalmica superior (Vene für den Blutabfluss aus der Augenhöhle, aus dem Auge und der Tränendrüse) angesehen, die durch Ausbreitung von Entzündungserscheinungen den Cluster-Kopfschmerz verursachen könnten. Spontane Clusterattacken können auftreten, wenn eine entzündliche Grundreaktion im Bereich des Sinus cavernosus fortdauernd besteht.

Welche Ursachen gibt es?

Allgemeingültige Ursachen sind bislang noch nicht bekannt. Es ist jedoch bekannt, dass bestimmte Faktoren Schmerzattacken auslösen können.

Schmerzattacken können entstehen durch:

  • Alkohol
  • Nikotin
  • tyramin- und / oder histaminhaltige Lebensmittel, wie sie in Nüssen, Schokolade, Käse, Tomaten oder Zitrusfrüchte vorkommen.
  • Flimmerlicht
  • körperliche Anstrengung
  • Aufenthalte in großer Höhe
  • gefäßerweiternde Medikamente

Als wahrscheinliche Ursache wird heute eine Fehlregulation des Biorhythmus gesehen. Das wurde zumindest anhand bildgebender Verfahren durch die Aktivierung dieser Bereiche im Zwischenhirn nachgewiesen. Ein Hirnbereich, der für einen Tages- und Schlaf-wach-Rhythmus verantwortlich ist, wurde verändert. Die circadiane Rhythmik steuert mit festgelegtem Muster physiologische und biochemische Vorgänge, die Ausschüttung von Hormonen, die Körpertemperatur und den Schlaf-wach-Rhythmus.

Es besteht auch die Vermutung, dass erbliche Ursachen eine Rolle spielen können. Darauf verweist die Tatsache, dass das Risiko bei betroffenen Verwandten ersten Grades um das 18-Fache erhöht ist, an Cluster Kopfschmerzen zu erkranken. Bei betroffenen Verwandten zweiten Grades beträgt das Risiko nur noch das 3-Fache. Auch exogene Faktoren können Schmerzattacken auslösen.

Eine Reihe von Faktoren sind zurzeit bekannt, die das Auftreten von Clusterkopfschmerzen begünstigen. Besonders kritisch sind Medikamente, die eine Blutgefäßerweiterung hervorrufen. Dazu gehört zum Beispiel Nitrospray, der als Akutwirkstoff bei Angina Pectoris angewendet wird. Nitroglycerin führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Clusterattacken.

Ebenso verhält es sich mit dem Medikament Sildenafil. Dieser Stoff ist ebenso gefäßerweiternd. Eine Sonderform ist der sekundäre Cluster Kopfschmerz, der durch eine Grunderkrankung ausgelöst wird. Das kann Erkrankungen wie ein Hirntumor, eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung oder verschiedene Zahnerkrankungen betreffen. Mit dem Beheben der Krankheitsursache ist auch das Clustersyndrom beseitigt.

Symptome & Anzeichen

Cluster Kopfschmerzen sind streng einseitig und attackenartig. Die Patienten empfinden die Schmerzen besonders hinter dem Auge wie ein glühend heißes Messer oder einen brennenden Dorn.

Zusätzlich treten in der betroffenen Gesichtshälfte folgende Symptome auf:

  • gerötete Bindehaut des Auges
  • Lidschwellung
  • tränendes Auge
  • laufende Nase
  • Schwitzen im Bereich der Stirn oder des Gesichts
  • Schwindel und Übelkeit
  • körperliche Unruhe und starker Bewegungsdrang
  • Horner-Syndrom

Dem Horner-Syndrom werden drei Symptome zugeordnet. Dazu gehören ein herabhängendes Oberlid, eine verengte Pupille und ein leicht in die Augenhöhle abgesunkener Augapfel. Das Horner-Syndrom ist allerdings auch bei anderen Erkrankungen anzutreffen.

Im Unterschied zu Migräne-Patienten sind Patienten mit Cluster-Kopfschmerzattacken während der Attacke sehr unruhig. Sie wippen apathisch mit dem Oberkörper oder laufen im Zimmer hin und her.

Migränepatienten hingegen suchen die absolute Ruhe. Clusterkopfschmerzen treten größtenteils zu den gleichen Tageszeiten auf. Meistens sind die frühen Morgenstunden oder die Zeiten 1 bis 2 Stunden nach dem Einschlafen betroffen. Außerdem treten die Attacken besonders im Frühjahr und im Herbst auf.

Die Dauer der Schmerzattacken hält vorwiegend 15 bis 180 Minuten an. Die Zeitabstände zwischen den einzelnen Attacken sind unterschiedlich. Solche Attacken können achtmal am Tag oder jeden zweiten Tag auftreten. Beschwerdefreie Zeiten zwischen solchen Clusterschmerz-Attacken können zwischen Wochen und Monaten anhalten.

Manche Patienten entwickeln aufgrund der erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität durch die Stärke der Schmerzen Depressionen, die in Extremfällen suizidverdächtig sind. Daher müssen auch diese seelischen Beschwerden, die durch die Schmerzen verursacht werden, ernst genommen und behandelt werden. Männer sind von Cluster Kopfschmerzen dreimal so häufig betroffen als Frauen. Clusterkopfschmerzen treten selten auf, nur etwa 1 % der Bevölkerung ist davon betroffen. Sie gehören zu den Trigeminusneuralgien.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Diagnose:

Die Diagnose ist rein klinisch. Das heißt, dass der Arzt anhand des Beschwerdebildes bei Verdacht auf Cluster Kopfschmerz herausfindet, ob es sich um eine solche Erkrankung handelt. Anhand der Krankheitsgeschichte können wichtige Schlüsse gezogen werden.

Folgende Fragestellungen können auf das Krankheitsbild schließen:

  • Wann traten die Kopfschmerzen zum ersten Mal auf?
  • Wie oft sind diese Art Kopfschmerzen bereits aufgetreten und in welchem Abstand?
  • Wie lange dauern die Schmerzattacken an?
  • Wo sind diese Schmerzen lokalisiert und welcher Art sind sie?
  • Sind noch andere Symptome wie tränendes Auge oder laufende Nase aufgetreten?
  • Welche Maßnahmen zur Schmerzlinderung wurden versucht?
  • Sind bestimmte Situationen bekannt, wo die Kopfschmerzen auftreten?

Zusätzlich wird der Arzt, Hausarzt oder Neurologe, eine neurologische Untersuchung vornehmen. Es werden die Lichtreaktionen an den Pupillen und die Muskelkraft und Sensibilität an verschiedenen Körperstellen überprüft. Anhand der Diagnosekriterien der internationalen Kopfschmerz Klassifikation (ICHD-2) kann die Diagnose Cluster-Kopfschmerz gestellt werden.

Diese Cluster Kopfschmerz Kriterien sind:

  1. Wenigstens 5 Attacken der Kriterien 2 bis 5 sind erfüllt.
  2. Starke oder stark einseitige Kopfschmerzen im Augenbereich, die ohne Behandlung 15 bis 180 Minuten andauern.
  3. Mindestens eins der nachfolgend aufgeführten Charakteristika tritt an der schmerzenden Seite auf: tränendes Auge, gerötete Bindehaut, laufende oder verstopfte Nase, Lidschwellung, Schwitzen im Stirn- oder Gesichtsbereich, verengte Pupille und / oder hängendes Augenlid, körperliche Unruhe
  4. Die Frequenz liegt zwischen 8 Attacken / Tag bis zu einer Attacke jeden zweiten Tag.
  5. Es liegt keine Grunderkrankung vor, die diese Symptome ebenfalls provozieren könnten.

Zur Sicherheit auch als Abgrenzung zu möglichen Grunderkrankungen wird der Arzt beim erstmaligen Auftreten oder bei neurologischen Ausfällen entweder eine Computertomografie des Kopfes oder ein Kernspinttomografie des Gehirns anordnen. Notfalles wird auch der Augeninnendruck gemessen, um ein Glaukom auszuschließen.

Andere Untersuchungen wie Blutuntersuchung, Untersuchung von Liquor oder eine Untersuchung der Hirnströme über ein EEG ist ebenfalls mitunter notwendig und obliegt der Entscheidung des Arztes. Außerdem muss die Untersuchung den Cluster Kopfschmerz von den Krankheitsbildern der Migräne, der paroxysmalen Hemikranie und der Trigeminusneuralgie abgrenzen. Die Diagnose ist nicht immer von vornherein vollkommen eindeutig.

Kurz zusammengefasst noch einmal das Wichtigste:

notwendige Diagnose:

  • neurologischer Status mit besonderer Berücksichtigung des 1. Astes des Nervus trigeminus und der Lokalregion
  • nur selten Neurografie: Blindreflex (bei Hinweis auf Schädigung des V1; falls pathologisch, dann weitere Diagnosen
  • gegebenenfalls Ausschluss Glaukom

im Einzellfall erforderliche Diagnose:

Nur anwenden beim erstmaligen Auftreten, beim Auftreten im hohen Alter (>60), bei auffälliger neurologischer Untersuchung oder untypischer Symptomatik:

  • CCT der Schädelbasis
  • MRT des Zerebrums mit kraniozervikalem Übergang, mit MRT-Angiografie (Ausschluss AVM, Ausschluss zerebrale Pathologie, Dissektion (carotis interna))
  • ggf. Liquoruntersuchung (Ausschluss Entzündungen)
  • selten: Doppler / Duplex

stationäre Aufnahme ggf. erforderlich:

  • Ersteinstellung auf Sauerstofftherapie
  • therapierefraktärer Verlauf
  • Erstdiagnose bei atypischer Klinik

Krankheitsverlauf:

Der Krankheitsverlauf ist meist chronisch-rezidivierend. Man unterscheidet 2 Formen. Der episodische Cluster Kopfschmerz, der 80 % der Fälle ausmacht, und der chronische mit 20 % sind größtenteils in der jeweiligen Form getrennt vorhanden. Mitunter kommt es vor, dass aus episodischen Attacken ein chronischer Kopfschmerz sich entwickelt.

Die Kopfschmerzattacken beim episodischen Cluster Kopfschmerz dauern Wochen bis Monate an. Darauf folgt ein Zeitraum von Jahren, der beschwerdefrei ist. Beim chronischen Cluster-Kopfschmerz ist es eher umgekehrt. Die Schmerzperioden dauern über ein Jahr an und die symptomfreien Intervalle sind geringer als ein Monat.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Bezogen auf 100.000 Menschen treten etwas 69 Fälle auf. Oft wird die Krankheit verkannt und als degenerative Erkrankung der Halswirbelsäule beurteilt und behandelt. Männer sind mehr als 6 x häufiger von Cluster Kopfschmerzen betroffen als Frauen.

Augen Schmerzen Kopfschmerzen, ClusterkopfschmerzenAnalysen eines Kopfschmerzarztes zur Folge aus seiner Praxis sollen etwa 6 % der Bevölkerung an Migräne leiden. Von diesen 6 % konsultiert höchstens ein Drittel einen Arzt.

Der Anteil der Clusterkopfschmerzpatienten beträgt im Verhältnis zu den Migränekopfschmerzpatienten 1 : 50. Aus dieser Analyse ergab sich die Häufigkeit für Cluster Kopfschmerz von 4 Patienten auf 10.000 Menschen. Nach einer italienischen Studie ergaben sich ähnliche Näherungswerte.

Bei einer populationsbezogene Studie von San Marino wurde bei einer Einwohnerzahl von 21793 konkret 15 Patienten mit Kriterien für Cluster Kopfschmerz registriert. Daraus resultiert eine Relevanz von 0,07 %. Übertragen auf die Allgemeinheit ergibt sich etwa 1 Erkrankung an Cluster Kopfschmerz auf 1000 Menschen.

Kulturelle Unterschiede sind bislang wenig bekannt. Es wird vermutet, dass der Anteil an Clusterkopfscherzpatienten bei der amerikanisch-farbigen Bevölkerung häufiger anzutreffen ist. Aus einer chinesischen Studie ergibt sich eine geringe Prävalenz von 0,006 %.

Geschlechtsspezifische gesehen, sind Männer dreimal öfter von Clusterkopfschmerzen betroffen als Frauen.

Nach dem 75. Lebensjahr wurde eine aktive Clusterschmerzaktivität fast nie nachgewiesen. 80 % der Patienten mit episodischem Cluster leiden auch noch nach 10 Jahren an episodischen Clusterkopfschmerz. Bei chronischem Clusterkopfschmerz-Patienten bleibt die chronische Verlaufsform auch nach 10 Jahren dauernden Remissionsphasen bestehen. Bei etwa 10 % der Betroffenen ist eine länger anhaltende Remissionsphase von mehr als drei Jahren möglich. Ungefähr 12 % der Betroffenen entwickeln aus einer anfangs primär-episodischen eine chronische Verlaufsform.

Die Einjahresprävalenz von Clusterkopfschmerzen liegt bei 0,1 % und 0,2 %. Familiäre Dispositionen werden mit 2 bis 7 % angenommen.

Komplikationen bei der Krankheit

Da es sich beim Cluster Kopfschmerz um einen sehr starken und stechenden Schmerz handelt, sind Patienten meist nicht mehr in der Lage, körperliche Tätigkeiten auszuführen. Die Patienten sind im Alltag extrem eingeschränkt. Die verschiedenen Symptome der Erkrankung können Panikattacken auslösen. Panikattacken sind zeitlich begrenzte Anfälle panischer Angst.

Es kann aufgrund der Panikattacken zu Schwindelerscheinungen, Bewusstseinsstörungen, Schweißausbrüchen, Herzrasen, Brustenge oder Atemnot kommen.

Außerdem treten temporär Sehschwächen und Wortfindungsstörungen auf. Patienten mit Clusterkopfschmerzen neigen aufgrund der Stärke und Häufigkeit der Attacken zu Suizid. Die durch diese Erkrankung ausgelösten Panikattacken oder Suizidgedanken, die aufgrund der Schwere der Erkrankung nachvollziehbar sind, gehören sicher in die Hand eines Arztes, nachdem die Schmerzen durch eine Akuttherapie weitestgehend beseitigt sind.

Wortfindungsstörungen sind eine erworbene Störung der Sprache meist in der linken Hemisphäre des Gehirns. Da bei Clusterkopfschmerz normale soziale Kontakte nicht mehr möglich sind, zieht sich der Patient zurück und hat aufgrund der Stärke der Schmerzen eine leicht aggressive Stimmung.

Andere Ursache von Clusterkopfschmerz können allerdings zu unvorhersehbaren Komplikationen und anderen Beschwerden führen, die eventuell lebensbedrohlich sind. Panikattacken sind mitunter Ursache für Herzrasen und Atemnot. Es gilt dann zu allererst, den Kreislauf zu stabilisieren und insgesamt den Patient ruhig zu stellen. Herzrasen kann schlimmsten Falls zu Herzflimmern und daraufhin zu Herzstillstand führen. Da das Herz hierbei nicht richtig arbeiten kann, kommt es zu Atemnot, da der Körper nicht genug mit frischen Blut und Sauerstoff versorgt wird. Der Patient muss lernen, mit dieser Krankheit zu leben. Er muss lernen, die Auslösefaktoren zu verhindern, seinen Lebensstil positiv der Krankheit gemäß anzupassen.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Es gibt bis zu 200 verschiedene Kopfschmerzformen. Sie können eine eigenständige Erkrankung oder ein Symptom sein. Der Betroffene selbst kennt die Ursachen zunächst nicht. Die häufigsten Kopfschmerzarten sind Spannungskopfschmerz, Cluster Kopfschmerz und Migräne.

Da es sich beim Clusterschmerz um eine einseitige heftige Attacke handelt, deren Ursachen auch organisch bedingt sein könnten wie etwa durch eine Hirnblutung oder einen Tumor, ist ein Aufsuchen des Arztes in jedem Fall angezeigt, zumindest dann, wenn das Krankheitsbild noch nicht feststeht und verschiedene Möglichkeiten der Diagnostizierung erst einmal eingeleitet werden müssten.

Der Patient selbst leidet unter heftigen Schmerzattacken, die als äußerst extrem beschrieben werden. Das sollte auf alle Fälle genügen, um einen Arzt aufzusuchen. Da der Patient nicht von selbst auf die Krankheit schließen kann, empfiehlt sich ein Arztbesuch bei Kopfschmerzen besonders dann, wenn er mit folgenden Symptomen einhergeht:

  • Sehstörungen
  • Sprachstörungen
  • extrem starke Schmerzen
  • Die Kopfschmerzen treten häufig auf.
  • Die Kopfschmerzen treten mit Schwindelgefühl auf.
  • Es kommen starke Verspannungen vor.
  • kribbelnde Gefühle oder Taubheit in den Gliedmaßen
  • Die Kopfschmerzen treten regelmäßig, in Intervallen, in bestimmten Zeitabständen auf.
  • Die Kopfschmerzen halten länger als eine Woche an.

Es empfiehlt sich, ein Schmerztagebuch zu führen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Es wird prinzipiell zwischen der Therapie der Akuttherapie und der Prophylaxe unterschieden. Aber auch invasive Verfahren kommen zum Einsatz. Es ist wichtig, dass der Patient ein Kopfschmerztagebuch führt. Damit erleichtert er dem Arzt die Diagnose und zeichnet den Behandlungserfolg auf.

Akutbehandlung:

  1. Über eine Hochkonzentrationsmaske mit Reservoirbeutel und Rückschlagventilen erfolgt als häufigste Behandlungsform die Inhalation mit 100 % medizinischem Sauerstoff. Die Dauer beträgt 15 bis 20 Minuten mit einer Durchflussrate von 7 bis 15 l / min. In 78 % der Fälle wird der Schmerz innerhalb von 15 Minuten ausgeschaltet. Die Sauerstoffbehandlung ist nebenwirkungsfrei.
  2. Lidocain: Der Erfolg tritt innerhalb weniger Minuten zu 25 – 30 % auf. Es erfolgt die Ausschaltung der parasympathischen peripheren Endstrecke der CKS-Symptome durch Nervenblockade. Die Dosierung ist 1 ml 4 – 10%ige Lidocain-Lösung in das Nasenloch.
  3. Sumatriptan: Sichert 75 % innerhalb 5 – 20 Minuten Beschwerdefreiheit. Es hat bei häufiger Gabe keine nachlassende Wirkung und ist unproblematisch in Kombination mit Lithium, Kalziumantagonisten oder Kortikoiden. Dosierung 5 – 10 mg
  4. Zolmitriptan: Nasal appliziertes Zolmitriptan wird in der Dosierung 5 mg angewendet.
  5. SPG-Stimulation: Ein Neurostimulator wird per OP am Ganglion pterygopalatinum eingesetzt. Die Elektrodenspitze wird hinter dem Wangenknochen platziert und das Gerät selbst am Oberkiefer befestigt. Sobald eine Clusterattacke beginnt, stimuliert der Patient das Gerät. Die Schmerzlinderung sollte in weniger als 15 Minuten einsetzen.

Prophylaxe:

  1. Verapamil: bei episodischen und chronischen CKS, Wirkungseintritt nach 2 – 3 Wochen entsprechend der Dosierung, kein komplettes Sistieren der Anfälle, bis zum Wirkungseintritt Überbrückung mit Prednison oder Ergotamin, Dosierung 80 mg oral (1-1-1) täglich, Zieldosis bi 360 mg,
  2. Lithium: vergleichbare Wirkung mit Verapamil von 70 %, bevorzugt bei chronischem CKS, Wirkungseintritt innerhalb einer Woche, Dosierung 600 bis 1500 mg retard oral, steigern der Dosierung, regelmäßige Spiegelkontrollen, Lithiumspiegel 1,2 mmol/l darf nicht überschritten werden
  3. Ergotarmintartrat: Erfolgsraten bei 70 %, ggf. antiemetika begleitend, gut geeignet als Kurzzeitprophylaxe zur Überbrückung der Wirksamkeitsentfaltung von Verapamil, Behandlungszeitraum auf max. 4 Wochen begrenzen, Dosierung 2 -4 mg 1-01, bei nächtlichen Attacken 2 mg vor dem Schlafbeginn, nicht mit Triptanen kombinieren
  4. Kortikoide: additiv zur Überbrückung, Erfolg 70 – 80 %, bei chronischen CKS nur 40 %, begleitend Magenschutz einnehmen, Dosierung morgens 250 oder 500 mg i. v. über 5 Dosierungen, dann reduzieren, Schwellendosis 10 – 20 mg / Dosierung
  5. Valproinsäure: versuchsweise bei Versagen anderer Therapieformen, Wirkungseintritt erst nach 4 Wochen, Dosierung 5 – 10 mg / kg KG, erhöhen auf 20 mg, bei Erwachsenen 1200 mg täglich
  6. Methysergid: Mittel 2. Wahl bei episodischen, 3. Wahl beim chron. CKS, Wirkungseintritt nach 3 – 7 Tagen, mindestens nach Verwendung 1 Monat pausieren, Dosierung 1 m,g /d, erhöhen auf 8 – 12 mg/d (1-0-1 oder 1-1-1-)
  7. Topiramat: Wirkungseintritt nach 2 – 3 Wochen, Dosierung, langsame Aufdosierung mit 25 mg / Woche bis zum Erreichen der Wirksamkeit,
  8. Frovatriptan: Add-on-Therapie für begrenzte Zeit, gute prophylaktische Wirkung, Dosierung 2,5 mg abends

Bei bestimmten Patienten helfen Medikamentenkombinationen besser als einzelne Medikamente. Die Kombinationen empfehlen sich, wenn die Wirkungen mit nur einem Medikament unzureichend sind und das zweite Medikament eine spätere Wirkphase des ersten Medikaments überbrückt.

bei episodischem Cluster Kopfschmerz:

  1. Verapamil + Predison
  2. Verapamil + Ergotamin
  3. Verapamil + Lithium

bei chronischem Cluster Kopfschmerz:

  1. Verapamil + Lithium
  2. Verapamil + Ergotamin
  3. Verapamil + Lithium + Ergotamin

Kurz zusammengefasst die Therapie nach DGN 2015:

Es wird bei den Behandlungen zwischen Mittel erster Wahl und Mittel zweiter Wahl unterschieden.

Akuttherapie – Mittel erster Wahl:

  1. Inhalation 100 % med. Sauerstoff
  2. Sumatriptan 6 mg s. c.
  3. Zolmitriptan 5 – 10 mg nasal

Akuttherapie – Mittel zweiter Wahl:

  1. Lidocain Nasenspray 4 – 10%ige Lösung
  2. Sumatriptan nasal 20 mg

Prophylaxe – Mittel erster Wahl:

  1. Verapamil bis 960 mg, EKG Kontrolle
  2. Kortikoide, 100 mg evtl. höher dosiert

Prophylaxe – Mittel zweiter Wahl:

  1. Lithium nach Spiegel
  2. Topiramat 100 – 200 mg

Invasive Verfahren:

Es werden außerdem, wenn andere Methoden versagen, drei invasive Therapieformen vorgeschlagen. Dazu gehören:

  • destruktive Verfahren
  • lokale Blockaden
  • neuromodulatorische Verfahren

Operative Verfahren sollten in Hinblick auf die Vielfalt der anderen Behandlungsformen letztes Resort in der Therapie sein. Nur bei weniger als 1 % der CKS-Patienten entstehen therapiefraktäre Situationen. Etwa 27 % der Betroffenen kommen überhaupt für einen operativen Eingriff infrage.

Destruktive Verfahren:

Statt der Durchtrennung des N. intermedius oder des N. petrosus wegen unbefriedigender Langzeitergebnisse werden neuromodulatorische Verfahren bevorzugt.

Blockade des N. okzipitalis:

Injektionen von Kortikosteroiden und Lokalanästhetika in Bereich des N. okzipitalis erzielen zu 85 % eine Schmerzfreiheit innerhalb einer Woche.

Tiefenhirnstimulation: noch wenig erfolgreich

Okzipitalis-Nervenstimulation:

Es handelt sich um ein peripheres invasives Nervenstimulationsverfahren gegen CKS. Im Bereich des 1. Halswirbelkörpers wird eine elektrische Stimulationselektrode platziert. Nach externer Probezeit kann ein Impulsgenerator implantiert werden. Zumindest hat diese Methode bessere Erfolge als eine Tiefenhirnstimulation und wesentlich weniger Nebenwirkungen. Man kann nach Erprobung von einer mittleren Reduktion der Attackenintensität von 50 % ausgehen. Die Akutmedikation wird um 77 % reduziert.

Neurostimulation des Ganglion sphenopalatinum (GSP):

Hier liegen Erfahrungswerte vor, dass innerhalb von 15 Minuten bei 67 % der Probanden eine Schmerzlinderung eintrat. Gleichzeitig verringerte sich die Häufigkeit der Kopfschmerzen. Dieses System befindet sich noch in der Erprobungsphase. Es besteht aus einem implantierbaren Mini-Stimulator. Dieser Neurostimulator wird ohne Narben oder Beeinträchtigungen in das Zahnfleisch implantiert. Der Patient kann über eine externe Steuerung bei Bedarf die Stimulation durch ein Fernsteuergerät von außen an der Wange auslösen.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Zurzeit wird eine neue Behandlungsform gegen Migräne und Clusterkopfschmerz untersucht. Im Rahmen einer neuen Antikörper-Therapie soll mittels einer vier bis sechs Wochen Spritze der Botenstoff CGRP gehemmt werden. Dadurch sollen laut Studien die Häufigkeit und Intensität der Schmerzen gelindert werden.

Das neue Medikament, das laut Information erst 2018 seine Zulassung erhält, kann der Patient sich wie Insulin selbst spritzen und wirkt vorbeugend. Es verhindert, dass die Attacken sich überhaupt einstellen.

Die Nebenwirkungen sind gering. Es tritt nur eine leichte Rötung im Injektionsbereich auf. Die Prophylaxe wird als vorwiegende Behandlungsform einbezogen, nachdem die Erstepisoden mit einer Akuttherapie erfolgreich behandelt wurden.

Der Patient, der seine Erkrankung kennt, sollte über auslösende Faktoren gut informiert sein, die es zu vermeiden gilt. Das gilt für Alkohol, Rauchen, Histamin und Nitroglyzerin wie für andere auslösende Faktoren und Unverträglichkeiten. Der Betroffene muss herausfinden, welche Unverträglichkeiten bei ihm besonders zu beachten sind.

Nikotinkonsum gilt als Faktor, der vom Betroffenen beeinflussbar den Übergang von einem episodischen in eine chronische Form des Clusterkopfschmerzes verhindern kann. Die Verhaltensregeln bei Clusterkopfschmerz sollten sich auf das Vermeiden von Triggerfaktoren konzentrieren.

Prognose zur Heilung

Der erste Anfall einer Schmerzphase ist oft besonders schmerzhaft. Die Phasen täglicher Kopfschmerzattacken dauern Wochen bis Monate. Die Schmerzphasen werden mit den entsprechenden Medikamenten beherrscht.

Die Krankheit gilt als nicht heilbar. Jedoch nehmen die Attacken im zunehmenden Alter ab.

Wer unter dieser Krankheit leidet, sollte die Faktoren, die als Auslöser gelten, möglichst meiden. Das gilt besonders für Alkohol, Rauchen, Histamin und Nitroglyzerin. Daher sollten Patienten, die aufgrund einer Angina pectoris mit Nitroglycerin behandelt werden, Vorsicht walten. Die Schmerzen führen bei dieser Erkrankung nicht zu Schäden oder haben sonstige negative gesundheitliche Folgen.

Ineffektiv zur Schmerzbewältigung sind Entspannungsverfahren, physiotherapeutische oder physikalische Maßnahmen, Stressbewältigungsverfahren oder Akupunktur. Man kann lediglich anhand von Studien Aussagen über eventuelle Prognosen des Erscheinungsbildes dieser Erkrankung treffen.

  • 80,7 % der Studienteilnehmer blieben episodisch, 12,9 % entwickelten chronischen Cluster-Kopfschmerz.
  • Von den anfangs chronisch diagnostizierten Patienten blieben ungefähr 52 % chronisch, 32 % wurden episodisch und 14 % entwickelten eine Kombinationsform.
  • 10 % der Studienteilnehmer hatten mehr als 3 Jahre keine Attacken. 18,5 % der Patienten hatten Remissionen von mehr als drei Jahren Dauer.
  • Ungünstige Verlaufsformen waren bei männlichen Teilnehmern, bei einer Erkrankungsdauer von mehr als 20 Jahren episodischer Formen und bei einem höheren Alter des Erkrankungsbeginns zu verzeichnen.

Zudem wurde ermittelt, welche Faktoren den Übergang von der episodischen zur chronischen Form begünstigen können.

  • erstmaliges Auftreten im höheren Alter, besonders bei Frauen
  • Vorhandensein von mehr als 4 Begleitsymptomen, besonders bei Männern
  • Episoden länger als 8 Wochen, besonders bei Männern
  • hohe Frequenz von Episoden, das Auftreten sporadischer Attacken
  • Remissionen weniger als 6 Monate
  • Rauchen, Alkohol und Kopfverletzungen mit Bewusstseinsverlust können zur Verschlechterung der Prognose führen.
  • Patienten über 65 – 70 haben kaum Cluster Kopfschmerz.

Übersicht Kopfschmerzarten

Hier erfolgt eine kurze und übersichtliche aufgelistete Zusammenstellung aller Kopfschmerzarten, unterteilt in primäre und sekundäre Kopfschmerzarten.

Primäre Kopfschmerzarten:

  1. Migräne: Migräne ohne Aura, Migräne mit Aura, Chronische Migräne, Migränekomplikationen, wahrscheinliche Migräne, episodische Syndromen migräneähnlich (wiederkehrende gastrointestinale Symptome, zyklisches Erbrechen, abdominelle Migräne, Benigner paroxysmaler Schwindel, Benigner paroxysmaler Torticollitis)
  2. Kopfschmerz vom Spannungstyp: sporadischer episodischer Kopfschmerz vom Spannungstyp, chronischer Kopfschmerz vom Spannungstyp, wahrscheinlicher Kopfschmerz vom Spannungstyp
  3. Trigemino-autonome Kopfschmerzen: Clusterkopfschmerz, episodischer Clusterkopfschmerz, chronischer Clusterkopfschmerz, paroxysmale Hemikranie, episodische paroxysmale Hemikranie, chronische paroxysmale Hemikranie, short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks, short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks with conjunctival injection and tearing (SUNCT), short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks with cranial autonomic symptomes (SUNA), Hemicrania continua, wahrscheinlicher trigemino-autonomer Kopfschmerz, wahrscheinlicher CKS, wahrscheinliche paroxysmal Hemikranie, wahrscheinliche short-lasting unilateral neuralgiform headache attacks, wahrscheinliche Hemicrania continua
  4. andere primäre Kopfschmerzerkrankungen: primärer Hustenkopfschmerz, primärer Belastungskopfschmerz, primärer Kopfschmerz assoziiert mit sexueller Aktivität, primärer Donnerschlag-Kopfschmerz, Kälte-Kopfschmerz, Druck-Kopfschmerz, primär stechender Kopfschmerz, nummularer Kopfschmerz, schlafgebundener Kopfschmerz, neuer täglicher und persistierender Kopfschmerz (NDPH)

Sekundäre Kopfschmerzarten:

  1. Kopf- oder HWS-Trauma
  2. Kopfschmerz wegen Gefäßstörung
  3. Kopfschmerz rückführbar auf vaskuläre, intrakranielle Störung
  4. Kopfschmerz rückführbar auf eine Substanz oder deren Entzug
  5. Kopfschmerz rückführbar auf eine Infektion
  6. Kopfschmerz rückführbar auf eine Störung der Homöostase
  7. Kopf- oder Gesichtsschmerz rückführbar auf Erkrankungen des Schädels, Hals, Augen, Ohren, Nase, Nebenhöhlen, Zähne, Mund und andere Strukturen
  8. Kopfschmerz rückführbar auf psychiatrische Störungen

Alternative Behandlungsmethoden

Eine Selbstbehandlung mit Medikamenten kann nicht stattfinden, da die Medikamente verschreibungspflichtig sind. Positive Alternativen bieten jedoch die folgenden Möglichkeiten, die der Patient zur Linderung der Beschwerden vornehmen kann:

  • Ernährungsumstellung auf eine purin- und / oder histaminreduzierte Diät
  • Einnahme von Vitamin B- und / oderVitamin-D3-Präparaten
  • Trinken von viel Wasser
  • Einnahme von Mineralstoffen (Magnesium zum Beispiel)
  • Trinken von Energy-Drinks
  • Einnahme von Minocyclin
  • Einnahme von Taurinpräparaten
  • Einnahme von Extrakten oder Tee aus der Pflanze Kudzu
  • die Psychedelika Psilocybin, LSA, LSD

Minocyclin gehört zur Klasse der Tetracycline und ist ein Antibiotikum mit einem breiten Wirkungsspektrum. Es wird zur Behandlung von Infektionen im HNO-Bereich, Infektionen der Atemwege, Lungenentzündung, Harnwege, Magen-Darm-Trakt, Geschlechtsorgane sowie Hauterkrankungen, Bindehautentzündungen oder Borreliosen eingesetzt. Die antibakterielle Wirksamkeit ist vorwiegend auf grampositive, gramnegative oder zellwandlose Keime gerichtet.

Taurin hat eine entzündungshemmende Wirkung, es beeinflusst die Signalübertragung und regt den Einstrom und die Membranbindung von Kalzium an. Es unterstützt den Transport von Natrium und Kalium. Taurin ist ein starkes Antioxidans. Ein Mangel an Taurin kann zu Störungen des Immunsystems führen.

Unwirksam bei akuten Schmerzattacken sind jedoch Medikamente wie Diclofenac, Ibuprofen, Metamizol, Paracetamol, Carbamazepin, Betablocker, Antidepressiva, physikalische Therapie, Psychotherapie, Neuraltherapie oder Akkupunktur und andere. Es muss allerdings der Patient selbst für sich herausfinden, welche alternativen Behandlungsformen bei ihm zum Erfolg verhelfen.

Zu den alternativen Therapiemöglichkeiten bei Kopfschmerzen allgemein kommen folgende zur Auswahl:

  • Akupunktur
  • Ayurveda
  • Bachblüten
  • Ernährungsberatung nach den 5 Elementen
  • Fußreflexzonentherapie
  • Homöopathie bei Beschwerden
  • Kräuterheilkunde
  • medizinische Heilhypnose
  • Osteopathie
  • therapeutische Massagen
  • Vitalwellentherapie
  • Weidenrindenextrakt
  • TENS
  • Chirotherapie
  • progressive Muskelentspannung
  • Botulinumtoxin

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt verschiedene Mittel, den Schmerz zu lindern. Es kann nicht vorausgesagt werden, welche der Mittel wirklich helfen. Der Betroffene sollte selbst diese Mittel ausprobieren, um die Wirksamkeit für seinen Fall zu testen.

Akupressur gegen Kopfschmerzen:

Zwischen Daumen und Zeigefinger befindet sich ein dicker Muskel mit dem L14 Akupressurpunkt. Massage dieses Punktes kann eventuell Kopfschmerzen linder. Wie geht man vor?

  1. Den Daumen eng an die Hand legen und eine lockere Faust formen.
  2. Mit Daumen und Zeigefinger der anderen Hand am obersten Punkt des Muskels kreisende Bewegungen ausführen.
  3. Druck ausüben, aber keinen Schmerz ausüben.
  4. Seitenwechsel

Äpfel gegen Kopfschmerzen:

Äpfel enthalten Vitamine und Ballaststoffe sowie Substanzen zur Herstellung des Säure-Basen-Gleichgewichts. Der Apfel sollte mit Schale verzehrt werden. Zusätzlich sollte eine Prise Salz auf den Apfel gestreut werden.

Apfelessig gegen Kopfschmerzen:

Biologischer Apfelessig kann die Balance zwischen Basen und Säuren herstellen und damit Kopfschmerzen beseitigen. 2 EL Apfelessig in ein Glas Wasser gemischt ist sehr wirksam. Apfelessig ist schonend und kostengünstig und wirkt auch in vielen anderen Bereichen. Täglich ein Glas Apfelessiglösung trinken oder direkt bei akutem Kopfschmerz.

Basilikum gegen Kopfschmerzen:

Die ätherischen Substanzen von Basilikum aktivieren Gefäße, entspannen Muskulatur und sind ein natürliches Schmerzmittel. Anwendung:

  • Drei bis fünf frische Basilikumblätter zerkleinern und kochen in einem 1/4 Liter Wasser für einige Minuten. Tee mit Honig süßen und trinken.
  • Ein bis zwei Handvoll Basilikumblätter klein hacken, mit einem EL Ingwer und einem TL Nelkenpulver vermischen. Paste auf Stirn und Schläfe auftragen und eine Viertelstunde wirken lassen. Bei Empfindlichkeiten kann die Paste auf ein Tuch aufgetragen und auf die Stirn gelegt werden.
  • Ein paar Tropfen Basilikumöl mit Öl wie Mandel, Olive oder Jojoba mischen und diese Mixtur auf Stirn und Schläfe einmassieren.
  • Frische Basilikumblätter langsam und gründlich kauen.

Einlauf gegen Kopfschmerzen:

Belastende Zutaten oder ungünstige Kombinationen führen mitunter dazu, dass sich Giftstoffe im Körper ansammeln. Das kann die Verdauung beeinflussen und Kopfschmerzen bereiten. Ein Einlauf befreit den Darm von Ablagerungen und Schlacken und wirkt sich auf die Darmflora günstig aus. Das kann in jedem Fall vom Darm ausgehende zusätzliche Kopfschmerzen beseitigen. Eine gesunde Darmflora ist die Grundlage für ein gut funktionierendes Immunsystem.

Eis gegen Kopfschmerzen:

Kopfschmerzen führen oft zu erhitztem Kopf. Damit sollte vorsichtig umgegangen werden, denn ein Eisbeutel kann zu einem zusätzlichen Kältekopfschmerz führen. Es empfiehlt sich eher, ein feuchtkaltes Tuch auf die Stirn zu legen. Alternativ könnte auch eine Kühlkompresse oder Tiefkühlerbsen helfen. Die Tiefkühlerbsen sollten in ein doppelt gelegtes Geschirrtuch eingelegt werden. Diese Art der Kühlung ist für eine kurze Dauer vorgesehen.

Entspannungstechniken gegen Kopfschmerzen:

Ganz gleich, um welche Art Kopfschmerz es sich handelt. Entspannungstechniken können Schmerzen lindern und vorbeugend wirken. Dazu gehören autogenes Training, progressive Muskelrelaxation, Mediation, Yoga oder Atem-Mediation. Die Atem-Mediation rät zu:

  1. Einnahme einer bequemen Position
  2. tief in den Bauch einatmen
  3. Luft anhalten und bis 5 zählen
  4. langsam ausatmen, während man bis 10 zählt
  5. 5 Minuten lang diese Atemtechnik wiederholen

Der positive Nebeneffekt ist, dass die Sauerstoffaufnahme verbessert wird.

Frische Luft gegen Kopfschmerzen:

Mitunter kann hinter Kopfschmerz auch ein Sauerstoffmangel stecken. Dann hilft durchlüften, spazieren gehen oder eine Atem-Mediation bei geöffnetem Fenster.

Gemüsesäfte gegen Kopfschmerzen:

Gemüse versorgen den Körper mit Mineralstoffen, Ballaststoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. sie üben einen positiven Einfluss auf den Säure-Base-Haushalt aus. Dafür besonders geeignet sind Karotten, rote Beete, Spinat, Petersilie und Sellerie. Dabei sollte man auf Bioqualität achten.

Heilpflanzen gegen Kopfschmerzen:

Teeaufgüsse der Pflanzen sind besonders bei Spannungskopfschmerz oder Migräne wirkungsvoll. Geeignet sind unter anderem:

  • Bitterklee
  • Bockshornklee
  • Cayennepfeffer
  • Fenchel
  • Kamille
  • Mariendistel
  • Mutterkraut
  • Rosmarin
  • Schlüsselblume
  • Thymian
  • Wacholder

Entweder sollten frische Kräuter oder getrockneter Tee verwendet werden.

Ingwer gegen Kopfschmerzen:

Ebenso wie Chili kann Ingwer die Nebenhöhlen befreien, die Durchblutung verbessern und Entzündungen entgegenwirken.

  • Frischen Ingwer reiben und mit Öl von Jojoba, Mandel oder Olive mischen. Die Mischung ist auf Stirn und Schläfen aufzutragen für eine Dauer von 15 Minuten. Anschließen sollte gründlich mit lauwarmem Wasser abgespült werden.
  • Ingwer reiben und klein schneiden. Die Wurzel mit kochendem Wasser überbrühen und den Aufguss nach Abkühlen über den Tag verteilt trinken.
  • Essen von frischer Ingwerwurzel als Anwendung.

Inhalation gegen Kopfschmerzen:

Wenn Kopfschmerzen unter anderem durch Schnupfen, Allergie oder einer Nasennebenhöhlenentzündung hervorgerufen ist, helfen Inhalationen mit Pfefferminzöl, Kamille, Salz oder Thymian.

Koriander gegen Kopfschmerzen:

Zu empfehlen ist das Kauen frischer Korianderblätter, das Würzen von Speisen und die Aufbereitung von Aufgüssen. Falls frischer Koriander nicht verfügbar ist, kann gemahlener oder getrockneter Koriander als Teeaufguss helfen.

Kümmel gegen Kopfschmerzen:

Kümmelsamen können zur Linderung von Kopfschmerzen beitragen. Der Kümmel wird zerstoßen, in ein Leinentuch gewickelt und in heißes Wasser getaucht. Den Umschlag ist so heiß wie möglich auf die Stirn zu legen, bis er abgekühlt ist.

Lavendel gegen Kopfschmerzen:

Lavendel entspannt und beruhigt. Eine Tasse Lavendelblütentee trinken oder Lavendelöl in die Schläfen einmassieren, hilft gegen Kopfschmerzen.

Magnesium gegen Kopfschmerzen:

Muskelkrämpfe und Kopfschmerzen treten auch bei Magnesiummangel auf. Einer Unterversorgung kann mit Nüssen, Samen, Kernen, Marzipan oder Bitterschokolade vorgebeugt werden. Ebenso sind Vollkornprodukte, Wildreis und Fisch reich an Magnesium.

Mineralerde gegen Kopfschmerzen:

3 EL Mineralerde mit 1 EL Wasser oder Öl vermischen und die Paste auf Stirn und Schläfen verteilen. Erde kühlt, entspannt und wirkt gegen Entzündungen. Die Paste bleibt bis zum Trocknen auf der Haut.

Pfefferminzöl gegen Kopfschmerzen:

Es gilt als das beste Hausmittel gegen Kopfschmerzen. Einige Tropfen sind bei geschlossenen Augen in jede Schläfe einzumassieren. Aus Schutz vor Reizungen sollten anschließend die Hände gut gewaschen werden.

Schläfen-Massage gegen Kopfschmerzen:

Mit Öl oder ohne ist die Schläfenmassage ein wirksames Hausmittel. Mit leichtem Druck sind mit dem Mittelfinger kreisende Bewegungen auf den Schläfen auszuführen.

Ruhe gegen Kopfschmerzen:

Zu empfehlen ist eine entspannende Ruhestelle in einem ruhigen und dunklen Raum. Auch bei Spannungskopfschmerz sollte man sich zur Ruhe zwingen und herunterschalten.

Traubensaft gegen Kopfschmerzen:

Roter frisch gepresster Traubensaft ist reich an Flüssigkeit, Vitaminen und Mineralstoffen. Er enthält Fructose gegen einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel.

Vanille gegen Kopfschmerzen:

Vanille enthält Eugenol und ist antiseptisch, gefäßbefreiend und schmerzlindernd. Hochwertiger Vanilleextrakt oder eine Vanilleschote sollte in wenig Wasser ausgekocht werden. Die Auszüge sind anschließend als Schläfen-Massage einzusetzen oder bei Bedarf auf ein Glas mit Wasser vermischt zu trinken.

Viel trinken gegen Kopfschmerzen:

Eine Dehydrierung ist mitunter Ursache von Spannungskopfschmerz. Eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung wirkt vorbeugend. Bei bereits bestehenden Kopfschmerzen sollte die Flüssigkeitszufuhr erhöht werden. Ein bis drei Gläser Wasser, Tee, Gemüsesaft, Smoothie oder Schorle sollte man nicht allzu kalt langsam hintereinander trinken.

Wechselduschen gegen Kopfschmerzen:

Durch Wechselduschen regulieren sich die Blutgefäße und der Druck wird aus dem Kopf genommen. Das Duschwasser sollte zuerst warm und dann langsam die Temperatur erhöht werden, bis es heiß ist für eine Dauer von 3 bis 5 Minuten. Danach sollte ebenso lang eine Kaltdusche erfolgen. Für empfindliche oder ältere Menschen ist ein Duschbad im Sitzen geeignet. Um Schwindelanfällen vorzubeugen, ist anschließen langsam aufzustehen.

Zimt gegen Kopfschmerzen:

Ein EL Zimtpulver mit ein paar Tropfen Wasser vermischen und auf Stirn und Schläfen auftragen. Durch den durchblutungsfördernden Effekt des Zimts entsteht eine sanfte natürliche Erwärmung.

Zitrone gegen Kopfschmerzen:

Zitronenöl oder abgeriebene Zitronenschale auf die Stirn auftragen als Kombination mit einer Schläfen-Massage, lindert oder befreit von Schmerzen.

Zitronenmelisse gegen Kopfschmerzen:

Zitronenmelisse löste Verspannungen und ist ein bewährtes Hausmittel gegen Kopfschmerzen. Das Kraut oder das ätherische Öl lässt sich außerdem mehrfach ansetzen und ist sehr ergiebig. Zu empfehlen ist:

  • Zitronenmelisse als Teeaufguss trinken
  • mit Zitronenmelisse durchfeuchtete Teebeutel als Auflage für Augen, Schläfen, Stirn
  • Zitronenmelisse Salbe zur Pflege eines verspannten Nackens
  • frische Zitronenmelisse klein schneiden, mit Öl vermischen, auf Stirn, Schläfen und Nacken auftragen, für etwa eine Viertelstunde wirken lassen
  • ein paar Tropfen Zitronenmelisseöl auf ein Tuch träufeln oder in eine Wasserschale geben, als kalte Inhalation die Wasserschale in der Umgebung positionieren

Heilkräuter & Heilpflanzen

Zu den wichtigsten Heilpflanzen, die bei CKS helfen können, gehören:

  • Lavendel
  • Pfefferminze
  • Traubensilberkerze

Lavendel kann in Gärten angepflanzt werden, sieht hals Pflanze hübsch aus und verbreitet einen angenehmen Duft. Der Duft von Lavendel wirkt reinigend, beruhigend und heilsam auf den Menschen. Er ist auch unter den volkstümlichen Namen Speick, Narden, Nervenkräutel, Lavander, Schwindelkraut, Spiklavendel, Spikatblüten oder Tabaksblüten bekannt. Die Heilwirkung ist antiseptisch, beruhigend, harntreibend, krampflösend und blähungstreibend. Er wird unter anderem verwendet bei Migräne, Nervosität, Nervenschwäche, Neuralgien oder rheumatischen Schmerzen. Man kann Lavendel verwenden als:

  • Ölauszug
  • Lavendel-Tinktur für innerliche und äußerliche Anwendung
  • Lavendel-Creme
  • Lavendel-Kissen

Bei der Anwendung von Lavendel als Tee oder für eine äußerliche Anwendung verwendet man die getrockneten Blüten. Aber auch Teemischungen wie Hexenschuss-Tee. Lavendel in ein Kissen eingenäht wirkt nicht nur beruhigend, sondern vertreibt auch die Kleidermotten in den Schränken. Lavendel kann als Badezusatz entspannende Wirkung entfalten.

Gegen Hautentzündungen bewähren sich Salben und Cremes zum Beispiel als Blüten-Milch-Creme oder Lavendellotion. Ätherisches Lavendelöl in einer Duftlampe wirkt beruhigend und reinigend. Es wird als Badezusatz, Cremezutat oder Hautöl benutzt. Für die Herstellung eines Kräuter-Essigs verwendet man 10 gr. Lavendelblüten mit 10 gr. Weingeist in 80 ml Weinessig. Diesen Ansatz lässt man 5 Tage stehen und filtert dann die Blütenteile ab.

Für gereizte und Trockene Haut bietet sich eine Lavendel-Lotion an. Dazu setzt man einen Lavendel-Ölauszug mit getrockneten Lavendelknospen an. Dieser Ansatz muss mindestens 6 Wochen lang ziehen. Als Basis-Öle sind Mandelöl oder Jojobaöl, ein schlichtes Rapsöl oder Sonnenblumenöl geeignet. Olivenöl wäre auch sehr gut geeignet. Harnstoff verwendet man nur bei trockener Hauf, davon sind dann 5 bis 20 gr zuzusetzen. Zusätzlich kann noch 5 gr Sheabutter oder 5 gr Kakaobutter verwendet werden. Diese Lotion kann auf die trockene Haut oder Schläfenpartie aufgetragen werden.

Pfefferminze entfaltet seine Wirkung nicht nur als Kräutertee. Die Pflanze hat eine starke Heilwirkung. Sie wächst in Hausgärten und kommt jedes Jahr wieder, wenn sie heimisch geworden ist. Pfefferminze wirkt antibakteriell, beruhigend, entzündungswidrig, keimtötend, krampflösend, und schmerzstillend. Sie wird bei Kopfschmerzen, Grippe, Schlaflosigkeit, Nervenschmerzen u. v. a. eingesetzt.

Die Anwendung der Pfefferminze erfolgt vorwiegend als Tee. Für äußerliche Anwendungen werden Teeaufgüsse für Bäder, Waschungen oder Kompressen verwendet. Gegen Kopfschmerzen werden Stirnumschläge mit Pfefferminztee auf Stirn und Schläfen aufgelegt. Ätherisches Pfefferminzöl kann für Inhalationen und Einreibungen Verwendung finden. Das ätherische Öl erzeugt ein Kältegefühl mit nachfolgendem Wärmegefühl.

Es löst Krämpfe und lindert Schmerzen und erweitert die Atemwege. Pfefferminze erleichtert die Atmung und lindert Kopfschmerzen. Auch bei Gelenkschmerzen, Muskelverspannungen und Neuralgien hat sich die Pfefferminze bewährt. Ätherisches Pfefferminzöl kann auch innerlich niedrig dosiert mit viel Flüssigkeit zu sich genommener werden. Es stärkt die Verdauungsfähigkeit und kann Krämpfe lösen.

Der Minzbalsam ist eine feste Salbe mit dem Wirkstoff ätherisches Minzöl. Den Minzbalsam trägt man auf die Haut auf und massiert ihn in die Haut ein. Er wirkt lindernd gegen:

  • Kopfschmerzen (auf Schläfen und Stirn reiben)
  • Nervenschmerzen
  • Ischias
  • Hexenschuss
  • rheumatische Schmerzen
  • Muskelverspannungen

Zutaten Minzbalsam: 25 ml Pflanzenöl, 3 gr Bienenwachs, 2 gr Wollwachs, 50 Tr ätherisches Minzöl

Anleitung Minzbalsam:

  1. Öl, Wachs, Wollwachs in ein Glas geben und ins Wasserbad stellen
  2. Wasserbad erhitzen
  3. feste Zutaten müssen geschmolzen sein
  4. Glas aus Wasserbad nehmen und wenig abkühlen
  5. Minzöl in Öl-Wachs-Masse tropfen
  6. rühren, mischen
  7. Minz-Balsam im noch flüssigem Zustand in ein Salbendöschen gießen
  8. abkühlen lassen
  9. verschließen und beschriften

Die Traubensilberkerze ist besonders bei nordamerikanischen Ureinwohnern geschätzt wegen ihrer Fähigkeiten, Schmerzen und Krämpfe zu lindern. Sie ist besonders durch ihre Wirkung bei Wechseljahrs- und Menstruationsbeschwerden bekannt geworden. Die Pflanze ist ein Multitalent und hilft auch gegen Asthma, Herzbeschwerden und Diabetes.

Ihre Heilwirkung ist beruhigend, entzündungshemmend, krampflösend, schmerzstillend, adstringierend und schleimlösend. Volkstümliche Namen sind auch Frauenwurzel, schwarze Schlangenwurzel oder Wanzenkraut. Der Wurzelstock wird als Pflanzenteil verwendet. Man kann die Wurzel als Tee oder Tinktur einsetzen.

Für einen Tee übergießt man 1 bis 2 TL dieser Wurzel mit einer Tasse kochendem Wasser. Der Tee sollte 15 Minuten ziehen. Von diesem Tee trinkt man in kleinen Schlucken ein bis drei Tassen am Tag.

Nach sechs Wochen Daueranwendung sollte eine Pause eingelegt werden. Damit werden eventuelle unerwünschte Langzeitwirkungen vermieden. Danach kann man wieder mit der Teekur beginnen.

Für eine Tinktur übergießt man die Wurzeln in einem Schraubdeckelglas mit Doppelkorn oder Weingeist, bis alle Pflanzenteile bedeckt sind. Die Mischung lässt man verschlossen 2 bis 6 Wochen ziehen. Danach abseihen und in eine dunkle Flasche füllen. Von dieser Tinktur kann man ein bis dreimal am Tag 10 – 50 Tropfen einnehmen. Sollte sie zu stark sein, kann sie mit Wasser verdünnt werden.

Zum Ernten der Wurzeln sollen die Pflanzen mindestens 3 Jahre alt sein. Im Spätherbst nach der Fruchtreife gräbt man die Wurzeln aus. Die Wurzeln sind gründlich sauber zu bürsten und in kleine Stücke zu schneiden. Danach setzt man eine Tinktur an oder trocknet die Wurzeln.

Die Anwendungsgebiete der Traubensilberkerze sind neben Behandlung von Frauenkrankheiten vor allem Anwendungsgebiete, die die krampflösenden, schmerzstillenden und entzündungshemmenden Eigenschaften dieser Pflanze nutzen.

Ätherische Öle

Ätherische Öle werden einmassiert oder können als Duftöle in der Aromatherapie verwendet werden.

Ätherisches Lavendelöl

Lavendel wirkt beruhigend und schmerzlindernd. Lavendelöl steuert den Serotoninspiegel. Serotonin ist ein Schmerz regulierender Neurotransmitter.

Ätherisches Pfefferminzöl

Pfefferminzöl beruhigt die Nerven und belebt die Sinne. Es entspannt Nerven und Muskeln, lindert Schmerzen und fördert die Durchblutung. Das Öl kann auf Schläfen, Stirn und Nacken aufgetragen werden.

Ätherisches Eukalyptusöl

Ätherisches Eukalyptusöl besitzt entzündungshemmende und antibakterielle Eigenschaften. Es hilft vor allem bei Erkrankungen der Atemwege, gegen Schleimansammlungen in der Lunge und gegen verstopfte Nase. Eukalyptusöl hilft sehr gut gegen Sinuskopfschmerzen, die durch Nasennebenhöhlenentzündungen verursacht wurden. Das Öl ist schmerzlindernd und entspannend. Das Inhalieren von ätherischem Eukalyptusöl ist hilfreich gegen Kopfschmerzen.

Ätherisches Mutterkraut Öl

Das Öl wird aus Gänseblümchen ähnlichen Blumen hergestellt. Ätherisches Mutterkraut Öl wirkt sehr gut gegen Kopfschmerzen, Migräne und Clusterkopfschmerzen. Die Häufigkeit und Intensität bei Migräne werden vermindert.

Ätherisches Rosmarinöl

Ätherisches Rosmarinöl besitzt schmerzlindernde, entspannende und entzündungshemmende Eigenschaften. Es wirkt gegen Muskelverspannungen, lindert Schmerzen und fördert die Blutzirkulation. Es wird vor allem in der Aromatherapie eingesetzt, um Kopfschmerzen und Migräne zu beseitigen. Zur Beseitigung von Angstzuständen ist eine Kombination ätherischer Öle aus Basilikum, Rose, Rosmarin und Lavendel sehr hilfreich.

Ätherische Öle sollten vor Anwendung mit einem Trägeröl wie Jojobaöl, Kokosöl oder Mandelöl vermischt werden, um Hautreizungen zu verhindern.

Anwendungsmöglichkeiten:

  • Massage
  • kalte Kompresse
  • Dampfbad
  • direkte Inhalation

Massage:

  • 2 EL Trägeröl mit 8 bis 10 Tropfen des ätherischen Öls vermischen, mit einem Löffel verrühren.
  • Wattebausch oder Finger in die Lösung tauchen, Stirn und Schläfen damit sanft massieren, ebenfalls Kopfhaut und Nacken.
  • Die Lösung besonders an den stark schmerzenden Stellen verteilen.
  • Reste können in eine Flasche zurückgefüllt werden.

Kalte Kompresse:

  • 8 bis 10 Tropfen ätherischen Öls mit 1 Tasse kaltem Wasser mischen.
  • Sauberes Mulltuch oder Baumwolltuch mit Lösung tränken, auswringen und auf die schmerzenden Bereiche legen.
  • Wenn das Tuch warm ist, Vorgang wiederholen.

Dampfbad mit ätherischem Öl:

  • Topf mit Wasser zum Kochen bringen, dahinein 12 Tropfen ätherischen Öls tropfen und vermischen.
  • Kopf über den Topf neigen, Handtuch über den Kopf legen, damit kein Dampf entweicht. Vorsicht walten lassen gegen Verbrühungen.
  • Den aufsteigenden Dampf 10 bis 15 Minuten tief durch die Nase einatmen.
  • 2 Mal täglich die Anwendung wiederholen.

direkte Inhalation:

  • eine Flasche mit ätherischem Öl öffnen und 5 bis 10 cm unter die Nase halten.
  • 10 bis 15 Minuten das Öl durch die Nase einatmen.

weitere Tipps:

  • Nach der Behandlung der Kopfschmerzen mit ätherischem Öl sollte man 30 bis 45 Minuten in einem ruhigen und dunklen Raum liegend verbleiben, bis die Schmerzen nachlassen.
  • Es hilft auch, ein paar Tropfen ätherischen Öls auf das Kopfkissen zu tropfen.
  • Starke Helligkeit, elektronische Geräte oder laute Geräusche sollten vermieden werden.
  • Ein dunkles Tuch über die Augen legen hilft zu entspannen.

Im Rahmen einer Aromatherapie werden folgende ätherischen Öle empfohlen:

  • Ackerminze
  • Basilikum
  • Ingwer
  • Lavendel
  • Majoran
  • Melisse
  • Minze
  • Muskatellersalbei
  • Rose
  • Thymian

In Duftlampen lässt man diese ätherischen Öle verdampfen, auch um das Raumklima allgemein zu verbessern. Es sollte vorher getestet werden, ob Allergien gegen bestimmte ätherische Öle vorliegen.

Homöopathie & Globuli

Empfohlen wird hier Kalium jodatum als homöopathisches Mittel. Bei der Anwendung eignen sich die Potenzen D6 bis D12. Es gibt auch sehr niedrige Potenzen von D1 bis D4. Bei den niedrigen Potenzen werden 5 bis 20 Tropfen, 1 Tablette oder 5 Globuli empfohlen. Bei der Dosierung pro Gabe liegen folgende Regeln zugrunde:

Tropfen: Erwachsene

  • Niedrigpotenzen bis D3 / C3: 15 – 20 Tropfen
  • Niedrigpotenzen bis D12 /C12: 5 Tropfen
  • mittlere Potenzen ab D15 / C15: 3 Tropfen

Tropfen: große Kinder

  • Niedrigpotenzen bis D3 / C3: 10 Tropfen
  • Niedrigpotenzen bis D12 /C12: 3 Tropfen
  • mittlere Potenzen ab D15 / C15: 2 Tropfen

Tabletten und Pulver: Erwachsene

  • Niedrigpotenzen bis D3 / C3: 3 – 4 Tabletten
  • Niedrigpotenzen bis D12 / C12: 1 Tabletten
  • mittlere Potenzen ab D15 / C15: 1 Tabletten

Tabletten und Pulver: Kinder

  • Niedrigpotenzen bis D3 / C3: 2 Tabletten
  • Niedrigpotenzen bis D12 / C12: 1 Tabletten
  • mittlere Potenzen ab D15 / C15: 1 Tabletten

Globuli: Erwachsene

  • Niedrigpotenzen bis D3 / C3: 15 – 20 Globuli
  • Niedrigpotenzen bis D12 / C12: 5 Globuli
  • mittlere Potenzen ab D15 / C15: 3 Globuli

Globuli: Kinder

  • Niedrigpotenzen bis D3 / C3: 10 Globuli
  • Niedrigpotenzen bis D12 / C12: 3 Globuli
  • mittlere Potenzen ab D15 / C15: 2 Globuli

Je akuter der Zustand, je öfter werden die Mittel gegeben. Man kann bei hochakuten Zuständen die Gabe in einem Glas Wasser auflösen und kräftig umrühren. Davon trinkt man alle 3 bis 5 Minuten einen Schluck. Um die homöopathischen Mittel in ihrer Wirkung zu unterstützen, sollten auf folgende schädlichen Einflüsse verzichtet werden.

  • keinen Kaffee oder Tee (schwarzer) trinken
  • kein Alkohol
  • nicht rauchen
  • keine aufputschenden, beruhigenden o. a. Substanzen einnehmen
  • kein Kampfer, kein Menthol oder andere ätherische Öle
  • keine Heilkräuter mit ätherischen Ölen
  • keine mentholhaltige Zahnpasta
  • Lärm vermeiden
  • Unruhe und Stress vermeiden
  • Exzesse aller Art vermeiden

Hochpotenzen werden anders eingenommen. Nach der Anamnese erhält man ein Globuli und dann erst 1/2 Jahr später wieder eins – als Beispiel. Hier handelt es sich um Potenzen von D200 / C200, die nur von erfahrenen Homöopathen verabreicht werden. Eine Erstverschlimmerung der Krankheitssymptome sollte nur wenige Stunden anhalten. Die Erstverschlimmerung zeigt an, dass der Körper seine Selbstheilungskräfte aktiviert. Die Wirkung des homöopathischen Mittels stoppen kann man mit Kampfer oder Menthol.

Schüssler-Salze

Bei Cluster-Kopfschmerz haben sich folgende Schüssler Salze bewährt:

Die häufigsten Darreichungsformen sind Tabletten, die auf der Grundlage von Laktose hergestellt werden. Sie werden in den Potenzen D3, D6 und D12 angeboten. Wenn Milchzucker nicht vertragen wird, gibt es Schüssler Salze auch in Tropfenform oder als Globuli. 5 Globuli oder 5 Tropfen entsprechen einer Tablette.

Behandlung Cellulite, Clusterkopfschmerzen

Schüssler Salze können bei Clusterkopfschmerzen helfen

Bei der normalen Anwendung werden 3 bis 6 Mal täglich 1 bis 2 Tabletten eingenommen. In akuten Fällen wird aller 5 Minuten eine Tablette empfohlen, bis sich das Befinden verbessert hat.

Es sollte aber nicht länger als einen Tag dauern, anschließend geht man dann auf die normale Dosis über. Sind wie in diesem Fall mehrere Salze einzunehmen, wird von jedem Salz dreimal täglich eine Tablette genommen.

Dabei ist die Auswahl, welche Anzahl, ob alle oder nur wenige, dem Betroffenen überlassen. Bei Kindern halbiert sich in etwas die Dosis.
Im Akutzustand wird alle ein bis zwei Stunden eine Tablette empfohlen.
Ansonsten ist 3 bis 4 Mal täglich eine Tablette einzunehmen.

Da Schüssler Salze bereits durch die Mundschleimhaut aufgenommen werden und schnell ins Blut übergehen, sollten die Tabletten langsam im Mund zergehen. Diabetiker müssen bei der Berechnung der Broteinheiten die Laktose mit berücksichtigen. 50 Tabletten entsprechen einer Broteinheit.

Diät & Ernährung

In der aktiven Schmerzenszeit gelten andere Regelmäßigkeiten und Gesetze als in der Remission. Dafür soll die Ansammlung bestimmter Säuren eine entscheidende Rolle spielen. Das Hauptziel sollte daher sein, eine Übersäuerung des Körpers zu vermeiden. Man erreicht das mit einer vorwiegend basischen Ernährung.

Möglichst wenig oder kein Fleisch, Fleischbrühe, Wurst, Schinken, Eier, Käse, Quark oder Joghurt sollte auf den Speiseplan stehen. Andere Trigger wie Alkohol, Tomaten, Zucker oder Schokolade sind ebenso wegzulassen. Man soll zu einer gemäßigten Mischkost zurückfinden.

Als Super-Nahrungsmittel gelten folgende, die täglich verzehrt werden sollten:

  • Leinsamen
  • Bohnen
  • Heidelbeeren
  • Joghurt (Soja, Lupinen)
  • Haferflocken
  • Brokkoli
  • Eier
  • Spinat
  • Nussmischungen
  • Orangen

Einige Clusterkopfschmerzpatienten berichten über eine Verbesserung durch Ernährungsumstellung auf eine purin- und / oder histaminreduzierte Diät. In vielen Fällen treten Verbesserungen mit einer ketogenen Diät ein. Dabei handelt es sich um eine diätetische Ernährung, die einen Hungerstoffwechsel imitiert.

Der Energiebedarf des Körpers wird nicht mehr durch Fett und Glukose aufgestockt, sondern nur noch aus Fett und dem daraus resultierenden Glukoseersatz, den Ketonkörpern. Diese Diät sollte von einem Arzt berechnet und kontrolliert werden. Bei einer Ketogene Diät enthält die Nahrung 80 % Anteile an Fett und 20 % Anteile müssen mit deckenden Proteinen ergänzt werden.

FAQ – Fragen & Antworten

Was ist Clusterkopfschmerz?

Clusterkopfschmerzen sind eine seltene Kopfschmerzform, die von Spannungskopfschmerz oder Migräne zu unterscheiden ist. Es ist ein plötzlich einsetzender heftiger Kopfschmerz an einer Kopfseite meist in der Schläfenregion rund ums Auge. Cluster bedeutet dabei so viel wie Bündel. Die Schmerzen treten gebündelt als Kopfschmerzattacke auf.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Man unterscheidet zwischen Akuttherapie mit Sumatriptan oder Sauerstoff und der prophylaktischen Therapie mit Verapamil in Kombination mit anderen Medikamenten.

Was kann man tun, wenn auch Medikamente nicht mehr helfen?

Normalerweise wird eine Vielzahl von Medikamenten durchprobiert, bis ein geeignetes Mittel eine gute Wirkung hinterlässt. Es besteht durchaus auch die Möglichkeit, alternativ an Erfolge der Alternativmedizin anzuknüpfen oder mit dem Arzt über einen operativen Eingriff zu sprechen.

Wie wirkt Verapamil?

Verapamil wird oft in Zusammenhang mit Herzerkrankungen verschrieben. Verapamil entfaltet seine Wirkung erst nach 1 bis 3 Wochen. Das Medikament beeinflusst die sogenannten Kalziumkanäle. Diese spielen bei der Herzerregung und der Regulierung der Blutgefäße eine wichtige Rolle. Verapamil ist besonders in der Dauertherapie gut verträglich. Man kann es mit einer Akuttherapie wie Sauerstoff oder Sumatriptan kombinieren.

Ist die Dosierung nicht zu niedrig?

Bei Unterdrückung von Clusterkopfschmerzattacken sind mittlerer Dosierungen bis 480 mg / Tag erforderlich. Dafür muss auch eine regelmäßige EKG-Kontrolle erfolgen. Die Therapieeinstellung, die anfangs niedrig ist, sollte in einem spezialisierten Zentrum vorgenommen werden, damit es nicht zu unerwünschten Herz-Kreislauf-Reaktionen kommt. Die offizielle Zulassung befindet sich noch im niedrigeren Dosierbereich.

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