Nasennebenhöhlenentzündung

Definition Sinusitis

NasennebenhöhlenentzündungBei einer Sinusitis, die auch als Nasennebenhöhlenentzündung bezeichnet wird, handelt es sich um ein sehr weit verbreitetes Leiden. Tatsächlich erkrankt beinahe jeder Mensch im Laufe seines Lebens mindestens einmal oder mehr an dieser Krankheit.

Sie tritt zumeist im Rahmen einer Grippe auf und nur selten selbstständig. Dennoch gibt es diverse Bakterien, die dafür sorgen können, dass eine Sinusitis ausbricht. Auch Allergien sind bisweilen als Auslöser anzusehen. Darum kann es im Zweifelsfall sehr nützlich sein, wenn man sich besonders bei häufig wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündungen gründlich untersuchen lässt.

Alles in allem sind die Chancen auf Heilung sehr gut. Zumeist bedarf es nicht einmal einer schulmedizinischen Behandlung und die Anwendung bewährter Hausmittel reicht vollkommen aus, um diesem Gebrechen fertig zu werden. Kritisch ist die Situation erst, wenn es sich um eine chronische Ausprägung dieser Krankheit handelt. In diesem Falle muss man mit einer marginal längeren Therapie rechnen.

Steckbrief: Nasennebenhöhlenentzündung

  • Name(n): Nasennebenhöhlenentzündung; Sinusitis
  • Art der Krankheit: Infektion
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Frühe Neuzeit
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Viren; Bakterien; Allergien
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 10% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; HNO-Arzt
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – J00-J99 – J00-J06 – J01 ff.

Was ist eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung, die man im Fachjargon auch als Sinusitis bezeichnet, handelt es sich, wie der deutschen Bezeichnung bereits zu entnehmen ist, um eine Erkrankung der Nase. Genauer gesagt der Nasennebenhöhlen. Diese bezeichnet man in der medizinischen Fachsprache auch als „Sinus“ – hieraus leitet sich also wiederum die lateinische Bezeichnung ab.

Bei dieser Erkrankung entzünden sich die Nebenhöhlen der Nase und schwellen teils sehr stark an. Durch diesen unglücklichen Umstand kommt es dazu, dass das in der Nase gebildete Sekret nicht mehr korrekt abfließen kann. Somit kommt es im Laufe der Erkrankung zu massiven Verstopfungen der Nase. Hierdurch erschwert sich sich nur die Atmung, sondern auch auch das Schnäuzen. Der aufgrund dessen entstehende Druck kann darüber hinaus für großes Unbehagen sorgen, sodass der Betroffene sich teilweise einbildet, er bekäme nicht mehr ausreichend gut Luft.

Des Weiteren können aber neben der Nase selbst auch noch andere Regionen des Gesichts betroffen sein. Insbesondere die Augen sind oftmals stark belastet und werden nicht nur rot und schwellen an, sondern neigen auch zu einer gesteigerten Produktion von Tränenflüssigkeit. Zudem kommt es im Rahmen der Nasennebenhöhlenentzündung auch immer wieder zu starkem Kopfschmerz und allgemeinen Schmerzen im Gesicht.

Dennoch tritt die Sinusitis zumeist nicht alleine auf, sondern in direktert Folge einer Erkältung oder eines grippalen Infekts. Zwar kann sie unter besonderen Umständen auch selbstständig entstehen, beispielsweise dann, wenn eine bestimmte bakterielle Infektion vorliegt, dies ist aber nur vergleichsweise selten der Fall. Somit muss man auch nicht befürchten, dass man allzu lange von dieser Krankheit betroffen ist. Oftmals dauert sie nicht viel länger als die ihr zugrunde liegende Grippe an. Alles in allem sollte man also mit etwa 7 bis 10 Tagen rechnen.

Darüber hinaus reicht eine eigenständige Behandlung mit Hausmitteln und alternativer Medizin vollkommen aus, um das vorliegende Leiden zu kurieren. Eine weiterführende schulmedizinische Behandlung kann angestrengt werden, ist aber in den meisten Fällen nicht unbedingt notwendig.

Nichtsdestominder kommt es sehr selten vor, dass eine Nasennebenhöhlenentzündung chronisch wird. Man spricht im Falle dieses Leidens von einer chronischen Belastung, insofern man man 12 konsekutive Wochen oder länger daran leidet. In solchen Fällen können Hausmittel keine Abhilfe mehr leisten und ein Besuch beim Hausarzt ist unvermeidlich.

Welche Ursachen führen zu einer Nasennebenhöhlenentzündung?

Wie bereits eingänglich erwähnt, tritt die vorliegende Krankheit nur selten selbstständig, bzw. alleine auf. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle handelt es sich bei der Sinusitis um eine Begleiterscheinung der gewöhnlichen Grippe. Eine solche wird zumeist durch Viren ausgelöst. Darüber hinaus kann es in sehr seltenen Fällen allerdings auch durchaus dazu kommen, dass eine Nasennebenhöhlenentzündung von alleine und von einem grippalen Effekt unabhängig entsteht. Dies ist dann der Fall, wenn eine Infektion mit Viren vorliegt.

Des Weiteren ist es ebenso möglich, diese Krankheit auszubilden, wenn man eine natürlich geringe allgemeine Gesundheit aufweist oder andere (chronische) Erkrankungen der Nase oder des Atemapparates vorliegen. Diese können unter anderem Allergien sowie Fehlbildungen sein. Alles in allem also lässt sich sagen, dass die überwiegende Mehrheit der Fälle direkt auf eine Grippe oder eine Erkältung zurückzuführen ist. Nur etwa zwischen 10 und 20% der Sinusitis-Erkrankungen gehen auf eine andere Ursache zurück. Das erleichtert in den meisten Fällen die Diagnose immens.

Es ist ebenso wahrscheinlich, dass Menschen mit einem schwachen Immunsystem wesentlich häufiger an dem vorliegenden Leiden erkranken, als solche, die über eine stärkere allgemeine Gesundheit verfügen. Insbesondere Personen, die an HIV und / oder AIDS leiden, sind darum von Nasennebenhöhlenentzündungen betroffen.

Alles in allem also sind die der Krankheit etwaig zugrunde liegenden Ursachen recht überschaubar und es kommt dahingehend nur sehr selten zu außergewöhnlichen Phänomenen, die ggf. negative bzw. erschwerende Einflüsse auf die Diagnose haben.

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