Nasennebenhöhlenentzündung

Steckbrief: Nasennebenhöhlenentzündung

  • Name(n): Nasennebenhöhlenentzündung; Sinusitis
  • Art der Krankheit: Infektion
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Frühe Neuzeit
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Viren; Bakterien; Allergien
  • Wieviele Erkrankte: Ca. 10% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; HNO-Arzt
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – J00-J99 – J00-J06 – J01 ff.

Nasennebenhöhlenentzündung – Wenn das Atmen schwer fällt

Die Nasennebenhöhlen liegen im Bereich der Knochen, die die Nasenhöhlen umgeben. Sie sind mit Luft gefüllt und paarig angeordnet. Bei den Nasennebenhöhlen handelt es sich um verschiedene Höhlen, zu denen die Kieferhöhle (Sinus maxillares), die Stirnhöhle (Sinus frontales), die Siebbeinzellen (Cellulae ethmoidales) und die Keilbeinhöhlen (Sinus sphenoidales) gehören. Die Höhlen sind über verschiedene Öffnungen miteinander verbunden. Zusammen werden sie auch ALS „Sinus paranasales“ bezeichnet. Sowohl Nasenhöhle als auch Nasennebenhöhle gehören zum oberen Atemweg, über den die Luft geleitet wird. Hier wird die Atemluft von Schadstoffen gereinigt, befeuchtet und erwärmt. Da die Nasennebenhöhlen mit Schleimhaut ausgekleidet sind, können in diesem Bereich außerdem Viren, Bakterien und andere Fremdstoffe gebunden werden. In spezialisierten Zellen wird als Abwehr gegen feine Partikel und Erreger ständig Schleim gebildet, der mit Hilfe der Flimmerhärchen über die Nase abtransportiert wird.

Fallen diese Fremdstoffe in großen Mengen, können sie allerdings zu Entzündungsreaktionen der Schleimhäute in den Nasennebenhöhlen führen, sodass eine Sinusitis, sprich eine Nasennebenhöhlenentzündung entsteht. Das übermäßig produzierte Nasensekret kann dann nicht mehr richtig abtransportiert werden, sodass ein Rückstau entsteht. Dies wird hauptsächlich durch die Schwellung der Schleimhäute mitverursacht, durch die es weiterhin zu einer verminderten Belüftung der Hohlräume kommt. So entstehen schließlich ideale Bedingungen für Viren und Bakterien, die sich in diesem Raum nun sehr einfach vermehren können. Da die Nasennebenhöhlen zu den ersten Auffangstationen für Erreger zählen, und ein Kontakt mit Viren oder Bakterien gerade in den Wintermonaten während Erkältungswellen nicht ungewöhnlich ist, ist die Sinusitis eine verhältnismäßig häufige Krankheit, von der jeder siebte Erwachsene etwa ein Mal im Jahr betroffen ist.

Definition Nasennebenhöhlenentzündung

Bei der Nasennebenhöhlenentzündung, auch Sinusitis genannt, handelt sich um eine Entzündung der Schleimhäute, die die Nasennebenhöhlen auskleiden. Während der Entzündung kommt es durch die Schwellung der Schleimhäute und zu einer vermehrten Sekretion von charakteristisch zähflüssigem Schleim. Dadurch kommt es zu einer Flussstörung des Nasensekrets, sodass feine Partikel oder Erreger nicht mehr wie gewohnt nach außen abtransportiert werden können. Gleichzeitig kann die betroffene Nasennebenhöhle nun nicht mehr ausreichend belüftet werden, sodass sich Viren und Bakterien vereinfacht ansammeln und vermehren können. Die Sinusitis wird häufig durch Viren ausgelöst, eine Entzündungsreaktion durch Bakterien ist allerdings auch möglich. In der Regel geht der Sinusitis eine Entzündung der Nasenschleimhaut, eine sogenannte Rhinitis, voraus. Treten beide Fälle in Kombination auf, wird von einer Rhinosinusitis gesprochen. Die Nasennebenhöhlenentzündung kann mittels verschiedener Kriterien definiert werden. So unterscheidet der Mediziner die vorliegende Sinusitis nach Ort beziehungsweise Lokalisation der Entzündung, nach der Art des Erregers und nach dem Verlauf der Entzündung, sprich die Entzündung akut oder chronisch ist.

Bei einer Sinusitis, die auch als Nasennebenhöhlenentzündung bezeichnet wird, handelt es sich um ein sehr weit verbreitetes Leiden. Tatsächlich erkrankt beinahe jeder Mensch im Laufe seines Lebens mindestens einmal oder mehr an dieser Krankheit.

Sie tritt zumeist im Rahmen einer Grippe auf und nur selten selbstständig. Dennoch gibt es diverse Bakterien, die dafür sorgen können, dass eine Sinusitis ausbricht. Auch Allergien sind bisweilen als Auslöser anzusehen. Darum kann es im Zweifelsfall sehr nützlich sein, wenn man sich besonders bei häufig wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündungen gründlich untersuchen lässt.

Alles in allem sind die Chancen auf Heilung sehr gut. Zumeist bedarf es nicht einmal einer schulmedizinischen Behandlung und die Anwendung bewährter Hausmittel reicht vollkommen aus, um diesem Gebrechen fertig zu werden. Kritisch ist die Situation erst, wenn es sich um eine chronische Ausprägung dieser Krankheit handelt. In diesem Falle muss man mit einer marginal längeren Therapie rechnen.


Was ist eine Nasennebenhöhlenentzündung?

Als Nasennebenhöhlenentzündung oder Sinusitis wird eine Entzündung der Nasennebenhöhlen beziehungsweise der sie auskleidenden Schleimhäute bezeichnet. Dabei wird zum einen nach dem genauen Ort der Entzündung unterschieden, zum anderen nach der Art des Erregers. Relevant für die Beschreibung der Nasennebenhöhlenentzündung ist außerdem der akute oder chronische Verlauf der Entzündung.

Die Nasennebenhöhlen bestehen aus mehreren paarig angelegten Hohlräumen im Gesichtsbereich. Die Lokalisation der Entzündung ist variabel, es sind also bei unterschiedlichen Patienten nicht immer die gleichen Nasennebenhöhlen betroffen. Je nachdem, welche der Nasennebenhöhlen von der Entzündung betroffen ist, wird die Entzündung unterschiedlich bezeichnet. So kann es zu einer Entzündung der Kieferhöhlen (Sinusitis maxillaris), der Stirnhöhlen (Sinus frontalis), der Siebbeinzellen (Sinus ethmoidalis) oder zu einer Entzündung der Keilbeinhöhle (Sinus sphenoidalis) kommen. Möglich ist weiterhin, dass sich alle Nasennebenhöhlen während der akuten Entzündungsphase gleichzeitig entzünden. In diesem Fall wird von einer Pansinusitis gesprochen. Eine Entzündung aller Nasennebenhöhlen ist relativ selten und auch eine Entzündung der Keilbeinhöhle und der Stirnhöhle werden nicht häufig beobachtet. Die Siebbeinzellen und die Kieferhöhlen sind dagegen öfter von Infektionen betroffen. Abhängig davon, in welcher Nasennebenhöhle eine Infektion ausgelöst wurde, kommt es zu charakteristischen Symptomen. So kann man häufig bereits über den Ort der Beschwerden und einen „Klopftest“ darauf schließen, welche Höhlen betroffen sind.

Eine Nasennebenhöhlenentzündung wird durch Viren oder Bakterien, wie zum Beispiel Streptokokken oder Staphylokokken, ausgelöst. Dabei gelangen die Erreger entweder über eine Entzündung der Nasenschleimhaut (Rhinitis) in die Nasennebenhöhlen oder über die Zähne des Oberkiefers. Es kommt durch die Erreger zu einer vermehrten Produktion von zähflüssigem Nasensekret. Da während die Schleimhäute von Nasenhöhle und Nasennebenhöhle während des Entzündungsgeschehens anschwellen, kommt es zu einem Rückstau des Nasenschleims. Dabei kann es zu einer Schädigung der Flimmerhärchen im Bereich der oberen Atemwege kommen. Sollten die Erreger im Voraus bereits zu einer Entzündung der Nasenschleimhäute geführt haben, ist eine Mitbeteiligung der Nasennebenhöhlen nicht selten. Es unterscheidet sich jedoch stark von Mensch zu Mensch, wie das Ausmaß dieser Beteiligung ist. Insbesondere die speziellen anatomischen Gegebenheiten führen zu stärkeren oder schwächeren Verlaufsformen der rhinogenen Sinusitis. Die Beschwerden treten bei der rhinogenen Sinusitis meist beidseitig auf. Die dentogene, sprich über Zähne ausgelöste Nasennebenhöhlenentzündung bezieht sich auf eine Entzündung der Kieferhöhle (Sinusitis maxillaris). Dabei staut sich Eiter beispielsweise von der Zahnwurzel aus immer weiter auf. In der Kieferhöhle angekommen, können die eitrigen Produkte insbesondere in der Seitenlage über eine Öffnung verlaufen, sodass es zu weiteren Beschwerden kommen kann. Im Fall der dentogenen Sinusitis kommt es in der Regel zu einer einseitigen Verlaufsform auf der Seite des entzündeten Zahns.

Auch wenn der Großteil der Nasennebenhöhlenentzündungen viral oder bakteriell ausgelöst wird, gibt es auch nicht-infektiöse Hintergründe für eine Sinusitis. So kann es bei Allergikern zu einer Entzündung im Bereich der Nasennebenhöhlen kommen,

Die Sinusitis wird in eine akute und in eine chronische Verlaufsform unterteilt, wobei die Einteilung über die Dauer der Beschwerden erfolgt. So wird von einer akuten Sinusitis gesprochen, wenn die Nasennebenhöhlenentzündung ohne entsprechende Vorgeschichte neu auftritt. Die akute Sinusitis hält außerdem nicht länger als 14 Tage an, in leichteren Fällen kann sie allerdings auch schon nach einer Woche abheilen. Unbehandelt und ohne entsprechende Ruhepausen kann sie allerdings in eine chronische Form übergehen. Es kommt dann zu immer wiederkehrenden, also rezidivierenden, oder lang anhaltenden Entzündungen der Nasennebenhöhlen, die in Folge einer nicht ausgeheilten Sinusitis entsteht. Dementsprechend handelt es sich bei der der chronischen Sinusitis per Definition um eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, die länger als drei Monate anhält oder mindestens vier bis fünf Mal pro Jahr auftritt. Da auch bei dieser Verlaufsform häufig die Nasenhöhle mitbetroffen ist, wird meist von einer chronischen Rinosinusitis gesprochen. Neben dem Grund, dass eine akute Nasennebenhöhlenentzündung nicht richtig ausgeheilt ist, ist auch die individuelle Anatomie entscheidend dafür, ob eine Sinusitis in die chronische Verlaufsform übergeht. Dies wird durch ungünstige anatomische Voraussetzungen mitbeeinflusst, die bei Betroffenen häufig im Bereich der Nasennebenhöhlen vorliegen. Dabei wird eine Schleimansammlung begünstigt, was beschleunigt zu einer Entzündung führen kann.

Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung, die man im Fachjargon auch als Sinusitis bezeichnet, handelt es sich, wie der deutschen Bezeichnung bereits zu entnehmen ist, um eine Erkrankung der Nase. Genauer gesagt der Nasennebenhöhlen. Diese bezeichnet man in der medizinischen Fachsprache auch als „Sinus“ – hieraus leitet sich also wiederum die lateinische Bezeichnung ab.

Bei dieser Erkrankung entzünden sich die Nebenhöhlen der Nase und schwellen teils sehr stark an. Durch diesen unglücklichen Umstand kommt es dazu, dass das in der Nase gebildete Sekret nicht mehr korrekt abfließen kann. Somit kommt es im Laufe der Erkrankung zu massiven Verstopfungen der Nase. Hierdurch erschwert sich sich nur die Atmung, sondern auch auch das Schnäuzen. Der aufgrund dessen entstehende Druck kann darüber hinaus für großes Unbehagen sorgen, sodass der Betroffene sich teilweise einbildet, er bekäme nicht mehr ausreichend gut Luft.

Des Weiteren können aber neben der Nase selbst auch noch andere Regionen des Gesichts betroffen sein. Insbesondere die Augen sind oftmals stark belastet und werden nicht nur rot und schwellen an, sondern neigen auch zu einer gesteigerten Produktion von Tränenflüssigkeit. Zudem kommt es im Rahmen der Nasennebenhöhlenentzündung auch immer wieder zu starkem Kopfschmerz und allgemeinen Schmerzen im Gesicht.

Dennoch tritt die Sinusitis zumeist nicht alleine auf, sondern in direktert Folge einer Erkältung oder eines grippalen Infekts. Zwar kann sie unter besonderen Umständen auch selbstständig entstehen, beispielsweise dann, wenn eine bestimmte bakterielle Infektion vorliegt, dies ist aber nur vergleichsweise selten der Fall. Somit muss man auch nicht befürchten, dass man allzu lange von dieser Krankheit betroffen ist. Oftmals dauert sie nicht viel länger als die ihr zugrunde liegende Grippe an. Alles in allem sollte man also mit etwa 7 bis 10 Tagen rechnen.

Darüber hinaus reicht eine eigenständige Behandlung mit Hausmitteln und alternativer Medizin vollkommen aus, um das vorliegende Leiden zu kurieren. Eine weiterführende schulmedizinische Behandlung kann angestrengt werden, ist aber in den meisten Fällen nicht unbedingt notwendig.

Nichtsdestominder kommt es sehr selten vor, dass eine Nasennebenhöhlenentzündung chronisch wird. Man spricht im Falle dieses Leidens von einer chronischen Belastung, insofern man man 12 konsekutive Wochen oder länger daran leidet. In solchen Fällen können Hausmittel keine Abhilfe mehr leisten und ein Besuch beim Hausarzt ist unvermeidlich.

Welche Ursachen gibt es?

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung wird häufig durch Viren ausgelöst, die bei Erkältungen meistens vertreten sind. Etwas seltener werden Infektionen mit Bakterien beobachtet, wobei insbesondere verschiedene Streptokokkenarten, Staphylokokken oder Haemophilus influenzae zu Nasennebenhöhlenentzündungen führen. Mit der Atemluft gelangen diese Erreger über den oberen Atemweg in das Hohlraumsystem der Nasennebenhöhlen, wobei eine Ausbreitung über die verschiedenen Öffnungen der Höhlen möglich ist. Da den Nasennebenhöhlen die Nasenschleimhaut vorgeschaltet ist, kommt es im Bereich der Nase durch den Erstkontakt mit Viren oder Bakterien dort in der Regel bereits vorher zu einer Infektion, die dann aufsteigt. Auch eine Pharyngitis, eine Entzündung der Rachenschleimhaut kann in Verbindung mit einer Sinusitis stehen. Dabei handelt es sich um eine virale oder bakterielle Infektion, die sich wiederum auf die Nasennebenhöhlen auswirken kann.

Normalerweise wird stets eine kleine Menge an Nasensekret gebildet, um verschiedenste Fremdstoffe wieder nach außen ab zu transportieren. Der Nasenschleim gehört somit zu einer natürlichen Abwehrbarriere des Körpers. Bei einer Sinusitis, die durch virale oder bakterielle Erreger verursacht wird, kommt es allerdings zu einer Anschwellung der Schleimhäute, sodass das nun zähflüssige Nasensekret nicht mehr richtig abtransportiert werden kann. So wird es den Flimmerhärchen deutlich erschwert, den Nasenschleim mitsamt den Erregern nach außen zu befördern. Gleichzeitig können die Nasennebenhöhlen nun nicht mehr ausreichend belüftet werden. So herrscht nun ein gutes Klima für Viren und Bakterien, sodass eine rasche Vermehrung in der feucht warmen Umgebung stattfindet.

Eine Entzündung der Kieferhöhle wird meist über Entzündungen von Zähnen des Oberkiefers ausgelöst. Es handelt sich dann um die sogenannte Sinusitis maxillaris. Für die dentogene, sprich von den Zähnen ausgehende, Sinusitis sind verschiedene Ursachen bekannt. Ein häufiger Grund sind Zahnwurzelentzündungen, die mit fortschreitendem Prozess die Kieferhöhle mitbetreffen können. Auch wenn Zähne gezogen werden, kann es zu Komplikationen kommen, indem sich Erreger über die Wunde im Bereich der Kieferhöhle ausbreiten. Sollte die Ursache nicht behoben werden, kann es zum chronischen Verlauf der Sinusitis maxillaris, also der Kieferhöhlenentzündung kommen. Insofern ist eine genaue Betrachtung der Ursachen wichtig, um eine situationsgerechte Therapie um zu setzen. Häufig ist eine zahnärztliche Beratung und Behandlung dabei sehr wichtig, da die Ursache von den Zähnen ausgeht. Je nach Art der Beschwerden erweist sich eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Zahnarzt und HNO-Arzt in der Regel als sinnvoll.

Neben Erkältungen ist es auch möglich, dass eine Infektion, vor allem mit Bakterien, über das Badewasser beim Schwimmen stattfindet. Es handelt sich dann um eine sogenannte Badesinusitis. Die Erreger gelangen dann mitsamt Wasser in die Nase und setzen sich in diesem Bereich fest. Von dort aus kann eine Ausbreitung des Erregers in Richtung Nasennebenhöhlen und Rachen stattfinden. Zu einer Badesinusitis kommt es insbesondere dann, wenn Wasser längere Zeit im Warmen steht, nicht gechlort wird, dafür aber häufig mit Erregern in Kontakt kommt. Beispielsweise kleine Pools im Garten, in die Kinder häufig rein- und rausspringen, können dementsprechend eine deutlich erhöhte Dichte an Bakterien aufweisen. Da Kinder grundsätzlich anfälliger für Infekte sind, kann es so zu einer beschleunigten Entzündung der Nasennebenhöhlen kommen. Ist das Immunsystem beispielsweise durch kalte Außentemperaturen zusätzlich etwas geschwächt, kann es dann zu einer Infektion und Entzündungsreaktion kommen. Insofern ist eine regelmäßige Reinigung von eigenen Badestellen wichtig, um solche Infektionen zu vermeiden.

Insbesondere Leistungsschwimmer sind von Nasennebenhöhlenentzündungen häufiger betroffen und gehören somit zu einer Risikogruppe. Problematisch ist bei Leistungsschwimmern allerdings weniger ein erhöhter Kontakt mit Erregern, der in Studien oftmals nicht nachgewiesen werden konnte. Vielmehr wird vermutet, dass die Ursache im kalten Badewassers liegt, in dessen Folge es zu einer Abkühlung der Gesichtshaut kommt. Da so die Zirkulation des Blutes in diesem Bereich herabgesenkt wird, können mobile Immunzellen schlechter zu den Erregern vordringen, die alltäglich in die oberen Atemwege eindringen. So wird schließlich die Immunabwehr lokal herabgesetzt, sodass sich Viren und Bakterien einfacher vermehren können. Insofern weisen Leistungsschwimmer oder Personen, die sich häufig über längere Zeit im kalten Wasser aufhalten, eine erhöhte Anfälligkeit für wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen und Rachenentzündungen auf, ohne zwangsläufig einer erhöhten Dichte an Bakterien ausgesetzt zu sein.

Die Ursache für eine Sinusitis kann allerdings auch nicht infektiös sein. In seltenen Fällen kann es zu einer Barosinusitis kommen. Bei einer Barosinusitis kommt es in Folge von großen Druckunterschieden zu einer Entzündung der Nasennebenhöhlen. Dabei können mehrere der Nasennebenhöhlen von der Entzündungsreaktion betroffen sein. Variierende Druckverhältnisse herrschen insbesondere beim Tauchen oder Fliegen. Grund für die Barosinusitis ist die anatomische Gegebenheit, dass die Nasennebenhöhlen mit Luft gefüllte Hohlräume sind, sodass sie anfällig für schwankende Druckverhältnisse sind. Diese Voraussetzung ist bei normalen Druckverhältnissen wichtig, um einen Resonanzraum für die Stimme zu schaffen. Die luftgefüllten Hohlräume im Knochen des Schädels sind auch deshalb sinnvoll, um das Gewicht des Schädels zu verringern. Trotz dieser nützlichen Funktionen können sie allerdings Probleme bereiten, wenn sich Menschen in Lebensräumen befinden, an die sie nicht angepasst sind. Normalerweise finden der Austausch von Luft und der Abtransport von Sekreten über kleine Verbindungen, die sogenannten Ostien, statt.

Wenn es in Folge des Drucks zu einer Volumenveränderung in den Hohlräumen kommt, kann der Gasaustausch unter Umständen nicht mehr richtig stattfinden. Um den jeweiligen Druck auszugleichen, kommt es zu einer erhöhten Produktion von Sekreten. Durch die zusätzliche Schwellung der Nasenschleimhäute werden die Ostien allmählich verschlossen. Besonders problematisch ist dieses Phänomen dann, wenn Personen mit einer Erkältung eine Flugreise unternehmen. Dann sind die Ostien bereits durch die vorherrschende Schleimhautschwellung verschlossen, sodass ein Druckaustausch nur unter erschwerten Bedingungen stattfinden kann. Durch diese Reizung kann es dazu kommen, dass die Schleimhäute im Bereich der Nase weiter anschwellen und noch mehr zähflüssiger Schleim entsteht. Folgen sind dann starke Schmerzen. Insbesondere Kinder sind davon betroffen, da die luftgefüllten Hohlräume bei ihnen noch nicht voll entwickelt und kleiner sind. Von Flugreisen mit starken Erkältungen wird dementsprechend dringend abgeraten, um den erhöhten Schmerzwert zu vermeiden.

Eine weitere Form der Sinusitis, die ihre Ursache nicht in der Infektion mit Viren oder Bakterien hat, ist die allergische Sinusitis. Allergiker leiden häufig unter vermehrtem Schleimfluss aus der Nase, der als Reaktion auf Fremdstoffe gilt. Obwohl diese Fremdstoffe, beispielsweise Pollen, als unbedenklich gelten, schätzt das Immunsystem sie dennoch als gefährlich ein, sodass es zu einer Immunreaktion kommt. Mit Hilfe des Sekrets sollen diese vermeintlich gefährlichen Stoffe schließlich ausgeschwemmt werden. Problematisch wird der allergische Schnupfen vor allem dann, wenn er über längere Zeit andauert und nicht behandelt wird. Da die Schleimhäute auch in diesem Fall anschwellen, kommt es mit der Zeit zu einer Verstopfung der Öffnungen zwischen den einzelnen Nasennebenhöhlen. Da der produzierte Schleim nun nicht mehr abfließen kann, steigt der Druck in den Hohlräumen, sodass es zu Schmerzen kommen kann. Allergiker sind durch die überschießende Immunreaktion demenentsprechend häufiger von akuten und chronischen Nasennebenhöhlenentzündungen betroffen. Dieser Begleitumstand der Allergie kann allerdings relativ gut medikamentös behandelt werden, sodass der Gang zum Arzt sehr sinnvoll ist.

Auffällig ist, dass manche Personen deutlich anfälliger für Nasennebenhöhlenentzündungen sind als andere, ohne dass sie ansonsten anfällig für andere Infekte sind. Häufig sind dann die anatomischen Voraussetzungen nicht besonders günstig, sodass sich Erreger schneller in den Nasennebenhöhlen einnisten können. Als Grund können in einigen Fällen eine Verkrümmung der Nasenscheidewand oder große Nasenmuscheln diagnostiziert werden. Auch Nasenpolypen spielen häufig eine wichtige Rolle bei einer erhöhten Anfälligkeit für Nasennebenhöhlenentzündungen. Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut, die je nach Größe zu einer Beschwerdesymptomatik führen kann.

Bei diesen Veränderungen der Anatomie kommt es zu Verengung der oberen Atemwege, wodurch Erreger wie Viren und Bakterien auch durch eine zusätzliche Schwellung der Schleimhäute nicht mehr gut nach außen transportiert werden können. Außerdem können die Nasennebenhöhlen beispielsweise durch raumfordernde Polypen nicht mehr so gut belüftet werden. Infolgedessen kommt es schneller zu einer Einnistung von Erregern, was schließlich zu einer Immunreaktion, sprich zu einer Entzündung der Nasennebenhöhlen führt. Liegt eine Verkrümmung der Nasenscheidewand, eine vergrößerte Nasenmuscheln oder ein Polyp vor, kann eine akute Sinusitis deutlich einfacher in die chronische Form übergehen. Um dies zu verhindern, ist es sehr wichtig, die genaue Ursache für eine Sinusitis aus zu machen. So kann die anschließende Therapie exakt auf die Ursache abgestimmt werden kann. Allein eine Behandlung der Symptome wäre auf lange Sicht hin erfolglos.

In seltenen Fällen kann auch eine Tumorerkrankung zu einer erhöhten Anfälligkeit für Nasennebenhöhlenentzündungen führen. Auch in diesem Fall kommt es zu einer Belüftungsproblematik und Schleimhautschwellung. Bei wiederkehrenden Beschwerden ist es dementsprechend angeraten, die Beschwerden von einem Arzt abklären zu lassen.

Wie bereits eingänglich erwähnt, tritt die vorliegende Krankheit nur selten selbstständig, bzw. alleine auf. In der überwiegenden Mehrheit der Fälle handelt es sich bei der Sinusitis um eine Begleiterscheinung der gewöhnlichen Grippe. Eine solche wird zumeist durch Viren ausgelöst. Darüber hinaus kann es in sehr seltenen Fällen allerdings auch durchaus dazu kommen, dass eine Nasennebenhöhlenentzündung von alleine und von einem grippalen Effekt unabhängig entsteht. Dies ist dann der Fall, wenn eine Infektion mit Viren vorliegt.

Des Weiteren ist es ebenso möglich, diese Krankheit auszubilden, wenn man eine natürlich geringe allgemeine Gesundheit aufweist oder andere (chronische) Erkrankungen der Nase oder des Atemapparates vorliegen. Diese können unter anderem Allergien sowie Fehlbildungen sein. Alles in allem also lässt sich sagen, dass die überwiegende Mehrheit der Fälle direkt auf eine Grippe oder eine Erkältung zurückzuführen ist. Nur etwa zwischen 10 und 20% der Sinusitis-Erkrankungen gehen auf eine andere Ursache zurüCK. Das erleichtert in den meisten Fällen die Diagnose immens.

Es ist ebenso wahrscheinlich, dass Menschen mit einem schwachen Immunsystem wesentlich häufiger an dem vorliegenden Leiden erkranken, als solche, die über eine stärkere allgemeine Gesundheit verfügen. Insbesondere Personen, die an HIV und / oder AIDS leiden, sind darum von Nasennebenhöhlenentzündungen betroffen.

Alles in allem also sind die der Krankheit etwaig zugrunde liegenden Ursachen recht überschaubar und es kommt dahingehend nur sehr selten zu außergewöhnlichen Phänomenen, die ggf. negative bzw. erschwerende Einflüsse auf die Diagnose haben.


Symptome & Anzeichen

Allgemeine Symptome für eine Entzündung der Nasennebenhöhlen sind Kopf- und Gesichtsschmerzen kombiniert mit einem Druckgefühl. Der Schmerzcharakter kann unterschiedlich sein und muss nicht nur stechend oder pulsierend sein. Die Schmerzsymptomatik verschlechtert sich dabei in der Regel, wenn sich der Patient bückt oder den Kopf in gebeugter Haltung hält. Charakteristisch ist außerdem ein Klopfschmerz. Dies ist ein wichtiges klinisches Zeichen für den Arzt, um fest zu stellen, welche der Nasennebenhöhlen betroffen ist. Der Arzt klopft dabei vorsichtig die Nasennebenhöhlen ab. Auch Erschütterungen, beispielsweise durch Hüpfen, können zu einer plötzlichen Verschlechterung des Befindens führen. Je nachdem, welche der Nasennebenhöhlen betroffen sind, kommt es zu einem charakteristischen Beschwerdebild.

Ist die Kieferhöhle von der Entzündung betroffen, handelt es sich um eine Sinusitis maxillaris. Es kommt zu einem Druckschmerz im Bereich des Oberkiefers und der Wangenknochen. In diesem Zusammenhang sind auch Zahnschmerzen nicht selten, da Kieferhöhlenentzündungen häufig aus Problemen mit den Zähnen resultieren. Die Besonderheit der dentogenen Ursache liegt darin, dass es sich in diesem Zusammenhang meist um einen einseitigen Verlauf handelt. Sowohl die Entzündung als auch die Beschwerden sind dann entweder links oder rechts. Eine Ausstrahlung ist allerdings möglich. Bei einer Entzündung des Siebbeins wird von einer Sinusitis ethmoidalis gesprochen. Richtungsweisend sind Schmerzen zwischen den Augen und über der Nase. Die Sinusitis maxillaris und die Sinusitis ethmoidalis sind die häufigsten Formen der Nasennebenhöhlenentzündung.

Die Entzündung der Stirnhöhle wird auch als Sinusitis frontalis bezeichnet. Sie zeichnet sich durch Schmerzen im Bereich über der Stirn aus. Auch diese Schmerzen werden durch Erschütterungen, Klopfen und Bücken verschlimmert. Ist das Keilbein betroffen, wird von einer Sinusitis sphenoidalis gesprochen. Bei der Lokalisation dieser Entzündung kommt es zu Schmerzen im Bereich des Nackens und in der Mitte des Kopfes, die in den Hinterkopf ausstrahlen. Die beiden letzteren Formen, also Sinusitis frontalis und Sinusitis sphenoidalis, sind relativ selten.

Je nach dem, was die Ursache der Entzündung ist, kommt es zu unterschiedlichen spezifischen Symptomen. Ist es in Folge einer Rhinitis (Nasenschleimhautentzündung) oder einer Rachitis (Rachenentzündung) zu der Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung) gekommen, sind meist Viren oder Bakterien im Spiel. Dabei fallen im Vorfeld Schnupfen oder Halsschmerzen auf. In manchen Fällen bessern sich diese vorherigen Symptome, bevor es zu denen der Sinusitis kommt. Meist hält der Schnupfen an, der von der Konsistenz her sehr zähflüssig ist und eine grüne bis gelbliche Färbung annehmen kann. Obwohl der Patient den Eindruck hat, dass sehr viel Nasensekret vorhanden ist, ist es häufig nicht möglich, die Nase gänzlich davon zu befreien. Die Nasenschleimhäute sind für einen Abtransport des Sekrets zu geschwollen. Häufig läuft ein Teil des Nasenschleims über den Rachen ab, sodass der Patient ein irritierendes Gefühl im Hals verspürt.

Die Beschwerden sind morgens häufig sehr stark. Der Schlaf von vielen Patienten ist sowohl bei der akuten als auch bei der chronischen Sinusitis meist stark eingeschränkt, da die Ein- und Ausatmung durch die Schwellung in der Nase und die erhöhte Schleimabsonderung deutlich schwerer fallen. Partner oder Eltern stellen während dieser Zeit häufig fest, dass die betroffene Person ungewöhnlich laut schnarcht. Insofern ist während der Entzündungsphase auch durch Schlafmangel ein deutlicher Rückgang des Allgemeinbefindens zu verzeichnen. Gleichzeitig geht während einer Infektion meist nicht nur der Appetit zurück, sondern auch der Geschmackssinn. In diesem Zusammenhang können auch Gerüche deutlich schlechter wahrgenommen werden. Meist verschlechtern sich auch andere Erkältungssymptome, sodass Patienten während einer infektiösen Sinusitis meist unter starken Halsschmerzen und Husten leiden. Auch die Körpertemperatur kann sich als Folge der Immunreaktion deutlich erhöhen. Insgesamt fühlt sich der Patient matt und Krank und ist in Folge der Infektion meist ans Bett gebunden.

Ein deutliches Warnsignal ist es, wenn das Gesicht in Folge einer Sinusitis anschwillt. Dann ist die Gefahr groß, dass sich die Infektion weiter auf andere Gebiete des Kopfes ausbreitet. Kommt es zu Schmerzen im Nacken und der Unfähigkeit, den Rücken im gehockten Sitz zu beugen, kann sich die Sinusitis auf die Hirn- und Rückenmarkshäute ausgeweitet haben. In diesem Fall ist eine schulmedizinische Abklärung dringend erforderlich. Auch Sehstörungen können aus einer Sinusitis entstehen. Dabei greift die Entzündung der Nasennebenhöhlen auf den Sehnerv über. Auch in diesem Fall ist es von größter Wichtigkeit, sich einer ärztlichen Untersuchung zu unterziehen.

Bei einer chronischen Sinusitis ist der Verlauf meist anders als bei der akuten. Dabei steht im Vordergrund, dass die Atmung über die Nase nur eingeschränkt möglich ist. Auch hier fällt auf, dass die Person auch während des Schlafens Atembeschwerden hat, was sich beispielsweise in Schnarchen äußern kann. Auch das Geschmacks- und Geruchsempfinden kann eingeschränkt sein. Weiterhin besteht häufig das Gefühl, sich räuspern zu müssen. Häufig fühlen sich Patienten, die an einer chronischen Sinusitis leiden, weniger leistungsfähig. Obwohl die Symptome der chronischen Sinusitis insgesamt unauffälliger sind als die der akuten Sinusitis, sind auch hier Druckschmerzen im Bereich der betroffenen Nasennebenhöhle auffällig. Gleichzeitig klagen Betroffene häufig über Kopfschmerzen und über ständigen Schnupfen, der teilweise auch im Rachen zu spüren ist. Meist kommt es immer wieder zu rezidivierenden Infekten, die die oberen Atemwege betreffen.

Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung bekommt man häufig vorher einen starken Schnupfen der sich anschließend zu einer Sinusitis entwickelt.
Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung hat man häufig Schmerzen im Gesicht und das Gefühl, dass sich im Gesicht etwas anstaut. Beim Bücken werden die Schmerzen immer schlimmer.
Die Schmerzen treten häufig in der Kieferhöhle (über der Wange), Stirnhöhle (über der Stirn), Siebbein (über der Nase) und Keilbeinhöhle (Nacken und Schädelmitte) auf. Außerdem hat man bei einer Nasennebenhöhlenentzündung ein gelb-grünlich gefärbtes und zähes Nasensekret.
Dadurch, dass die Schleimhäute angeschwollen sind, kriegt man schlechter Luft und man kann schlechter riechen und schmecken.
Bei einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ist es meistens mit den Polypen verbunden, man hat ebenfalls ein eitrig-schleimiges Sekret aber weniger schmerzen und die Nasenatmung ist nur einseitig behindert.

Hierzu im Folgenden nochmalig eine kurze Übersicht:

  • Besonders dickflüssiges Nasensekret: Im Rahmen der vorliegenden Erkrankung kommt es zu einem beinahe kontinuierlichen Ausscheiden von sehr zähem und darüber hinaus grünem oder gelbem Nasensekret. Da die die natürlichen Abflusswege der Nase aber zumeist verstopft sind, kommt es nicht selten vor, dass nämliches Sekret über den Rachenraum abfließt. Das hinterlässt nicht nur einen unangenehmen Geschmack, sondern beinhaltet auch ein potentielles Risiko für weitere Infektionen. Dies liegt daran, da es sich bei dem Sekret um eine hochgradig durch Viren oder Bakterien belastete Absonderung handelt.
  • Erschwerte Atmung: Wie bereits erwähnt, kommt es im Rahmen dieser Erkrankung zu Schwellungen im Bereich der Nase. Diese können mitunter dafür sorgen, dass eine nasale Atmung nicht mehr oder nur noch sehr bedingt möglich ist. Die ist für Betroffene oftmals sehr unangenehm und kann mitunter zu Panikattacken sorgen.
  • Belastungen der Augen: Im Zuge einer Nasennebenhöhlenentzündung kann man auch sehr häufig Probleme mit dem Augen beobachten. Insbesondere sind hierbei Schwellungen, Rötungen und erhöhtes Tränen zu nennen. Teilweise kann es im weiteren Verlauf der Erkrankung auch zu einer zusätzlichen Entzündung der Augen oder Teilen der Augen kommen.
  • Ohrendruck: Auch ein dauerhafter oder sporadisch auftretender Druck auf den Ohren kann ein Symptom der Sinusitis sein. Dieser ist nicht nur sehr unangenehm, sondern führt nicht selten auch zu Schwindel oder temporärer Schwerhörigkeit.
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen im Oberkiefer und Zahnweh: Viele Erkrankungen, die sich im Bereich des Kopfes manifestieren strahlen in andere Körperteile aus, die zunächst in keiner direkten Verbindung mit dem Krankheitsherd zu stehen scheinen. Darum kann es durchaus sein, dass ein Sinusitis-Patient an plötzlichen Zahnschmerzen leidet oder Beschwerden beim Kauen empfindet.
  • Geschwächter Geruchssinn und Geschmackssinn: Wie jeder weiß, ist die Nase nicht nur ausschlaggebend für die Identifikation von Gerüchen, sondern auch für das Wahrnehmen von Geschmack. Ist die Nase jedoch durch eine Krankheit, welcher Art auch immer, nur nooch eingeschränkt leistungsfähig, so kann es zu teils massiven Beschränkungen kommen, wenn es darum geht, zu riechen oder zu schmecken. Dieser Zustand verschwindet aber zumeist wieder mit dem Abklingen der Krankheit.
  • Husten: Obschon bei dieser Krankheit hauptsächlich die Nase betroffen ist, kann es dennoch auch zu einem Husten kommen. Dieser ist nachts für gewöhnlich stärker als tagsüber, was ggf. zu einem Schlafmangel führen könnte.
  • Mundgeruch: Die entzündlichen Prozesse im Bereich der Nase setzen gewisse Gerüche frei, die von Drittpersonen in aller Regel nicht als besonders angenehm empfunden werden.
  • Müdigkeit: Wie jedes krankhafte Leiden, so fordert auch die Sinusitis dem Körper des Betroffen einiges ab. Durch diese zusätzlichen Belastungen kommt es nicht zu selten zu einer verstärkten Müdigkeit und / oder Abgeschlafftheit. Ist dies der Fall, sollte man sich die Ruhe gönnen, derer man bedarf.
  • Fieber

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose wird über die charakteristischen Symptome gestellt, die bei einer Sinusitis zu Stande kommen. Zuerst wird der Patient vom Arzt während der Anamnese hinsichtlich seiner Beschwerden befragt. Dabei sind Kopfschmerzen und ein Druckgefühl in den entsprechenden Regionen bereits richtungsweisend. Anschließend klopft der Arzt die verschiedenen Nasennebenhöhlen ab, wodurch er nicht nur feststellen kann, ob generell eine Entzündung der Nasennebenhöhlen vorliegt, sondern auch, welche der verschiedenen Nasennebenhöhlen betroffen sind. Wenn sich beispielsweise ein Klopfschmerz im Bereich zwischen den Augen einstellt, kann der Mediziner unter Umständen auf eine Entzündung im Bereich des Siebbeins schließen. Wenn sich die Schmerzen zusätzlich beim Vorbeugen des Oberkörpers verstärken, wird der Verdacht weiter bestätigt. Bei der Untersuchung des Nasen- und Rachenraums kann ein zähflüssiger Schleimfluss auffallen. Je nach Beschaffenheit des Sekrets kann dies auf eine bakterielle Infektion hindeuten. Schlussendlich kann die Vermutung, ob es sich um eine bakterielle oder um eine virale Sinusitis handelt, allerdings nur durch einen Abstrich und Blutergebnisse bestätigt werden. Bei einer bakteriellen Infektion wären insbesondere der CRP-Wert (c-reaktives Protein) und der BSG-Wert (Blutsenkungsgeschwindigkeit) in Folge der Infektion auffällig.

Auch über eine Nasenspiegelung kann der Arzt wichtige Diagnosedaten erhalten. So kann er feststellen, ob die Nasenschleimhäute Entzündungszeichen aufweisen. Auffällig wären dabei rote und geschwollene Schleimhäute, auf denen zusätzlich eitriges Nasensekret aufliegen kann. Auch Nasenscheidewandverkrümmungen, Nasenpolypen oder Tumore werden hierbei sichtbar. Bei chronischen Verläufen kann es sich als sinnvoll erweisen, verschiedene Allergietests durchzuführen. Beim sogenannten Pricktest kann über eine entsprechende Manipulation der Haut festgestellt werden, ob eine Immunreaktion auf mögliche Allergene, wie Pollen oder Hausstaub, vorliegt. Außerdem kann beim unklaren chronischen Verlauf, oder beim schweren akuten Verlauf ein CT oder Röntgen angeordnet werden, um andere mögliche Ursachen für das Beschwerdebild heraus zu finden und sich einen Überblick über die Dimension der Entzündung zu verschaffen. Dabei kann gut beurteilt werden, wie viel Nasenschleim sich in den Nasennebenhöhlen angesammelt hat. Außerdem kann sich der Mediziner über die bildgebenden Verfahren einen wichtigen ersten Eindruck über die anatomischen Gegebenheiten des Patienten verschaffen, die insbesondere vor einer Operation bekannt sein sollten.

Der Krankheitsverlauf richtet sich stark danach, wie zum einen das Immunsystem des Patienten funktioniert, zum anderen danach, ob die individuelle Anatomie eine schnelle Ausheilung des Infekts begünstigt. Auch bei einer Sinusitis ist das Verhalten des Patienten sehr wichtig, den Infekt ausreichend aus zu kurieren, damit er nicht aus der akuten Form in die chronische Form übergeht. Gleichzeitig wird der Krankheitsverlauf dadurch maßgeblich mitbestimmt, ob die Ursache für das Problem gefunden und beseitigt werden konnten. Eine akute Sinusitis kommt in der Regel durch Viren oder Bakterien zu Stande und kann von acht Tagen bis zu 21 Tage andauern. Häufig werden die zwei Wochen allerdings nicht überschritten, sodass es nach dieser Zeit bereits zu einer deutlichen Verbesserung des Krankheitszustands gekommen ist. Meist wird die Entzündung der Nasennebenhöhlen von weiteren Krankheitssymptomen begleitet, sodass der Patient beispielsweise unter Fieber und Halsschmerzen leidet. Es ist sehr wichtig, diese Symptome ernst zu nehmen und aus zu kurieren, da sonst die Möglichkeit besteht, dass der akute Infekt in die chronische Form übergeht.

Bei der chronischen Verlaufsform ist der Krankheitszustand nicht so ausgeprägt wie bei der akuten Sinusitis. Dem Patienten fällt häufig auf, dass er nicht gut atmen kann. Gleichzeitig kommt es zu einem vermehrten Schleimfluss, der nicht nur über die Nase auffällt, sondern der sich auch im Rachen bemerkbar macht. Zusätzlich sinkt das Allgemeinbefinden in Folge der chronischen Belastung meist. Bei einer chronischen Form der Sinusitis hält die Entzündung über mehr als acht Wochen an. Ein weiteres Kriterium ist, ob sie mehr als vier bis fünf Mal pro Jahr auftritt. Auch dann wird von einer chronischen Verlaufsform gesprochen. Sollte ein Patient unter einer chronischen Sinusitis leiden, wird der Verlauf der Krankheit maßgeblich dadurch bestimmt, ob der Grund für die Ausprägung der chronischen Form gefunden wird. Wenn er gefunden wird, kann meist auch die chronische Sinusitis mitbehandelt und beseitig werden. Gründe für die chronische Verlaufsform sind vor allem nicht auskurierte, akute Nasennebenhöhlenentzündungen, Allergien, anatomische Veränderungen oder Immunschwächen.

Im Grunde ist eine Diagnose bei der Nasennebenhöhlenentzündung nicht sonderlich schwer zu stellen. Darüber hinaus ist es auch nicht zwingend notwendig, dass man überhaupt eine gesonderte Diagnose stellt. Sollte bereits eine Grippe festgestellt worden sein, so erübrigt sich die Identifikation weiterer Leiden oftmals, die im Rahmen einer solchen ebenso auch noch auftreten können. Damit muss man schlicht rechnen.

Nichtsdestoweniger gibt es durchaus einige klinische Tests, die dazu dienen, um eine Sinusitis als solche ansprechen zu können. Dennoch finden diese Verfahren relativ selten Anwendung und dienen eher als spezielles Werkzeug, wenn es darum geht, nicht durch eine Grippe ausgelöste Nasennebenhöhlenentzündung zu identifizieren.

Hierzu eine Übersicht:

  • Nasale Endoskopie: Hierbei handelt es sich um das nasale Equivalent zur Bauspiegelung. Der behandelte Arzt führt dem Patienten einen Schlauch mit einer Kamera in die Nase ein und überprüft, ob eine Entzündung und / oder Verstopfung der Nasennebenhöhlen vorliegt oder nicht.
  • Bildgebende Verfahren: Bei besonders kniffeligen Fällen kann der zuständige Mediziner hin und wieder ein MRT oder ein CT anordnen. Hierdurch erhält man einen besonders detailreichen Einblick in das Innenleben des potentiell Erkrankten und kann eine potentielle Sinusitis mit relativer Sicherheit ausschließen oder feststellen.
  • Abstriche: Handelt es sich um eine nicht im Rahmen eines grippalen Effekts auftretende Nasennebenhöhlenentzündung, so kann es zwecks Determination der verursachenden Bakterien von Vorteil sein, einen Abstrich anzufertigen. Dieser Abstrich wird weiterdings kultiviert und man ist anschließend dazu in der Lage, selbige Kultur zu analysieren. Hierdurch lässt sich die genaue Art der Bakterien oder Viren identifizieren.
  • Allergiestest: Nicht selten kommt es vor, dass eine Sinusitis als direkte Folge einer Allergie auftritt, darum kann es bisweilen sehr vorteilig sein, wenn man sich dahingehend untersuchen lässt. Ist nämliche eine Allergie der Auslöser für die vorliegende Erkrankung und nicht etwa ein grippaler Infekt oder ein Bakterienbefall, so sind andere Behandlungsmethoden vonnöten.

Verlauf der Krankheit

Der Verlauf einer Nasennebenhöhlenentzündung ist imgrunde sehr stringent und beinahe in jeden Falle gleich oder zumindest ähnlich. Zunächst schwillt die Nase des Betroffenen zu und es kommt zu diesbezüglichen Beschwerden. Danach kommt es zu Absonderungen sehr zähflüssigen Schleims und darüber hinaus auch manchmal zu Entzündungen der Augen und / oder Ohren.

Diese Symptome stellen sich schnell ein und verschlimmern oder verbessern sich während der Dauer der Krankheit nur geringfügig. Nach etwa 10 Tagen klingt die Sinusitis dann wieder ab, die Nasennebenhöhlen öffnen sich und man kann wieder normal atmen.

Schwerwiegende Zwischenfälle sind nicht zu erwarten und allzu gravierende Umschwünge im Krankheitsbild ebenso nicht.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Von einer Sinusitis sind viele Personen im deutschen Raum betroffen. Jede siebte Person leidet ein Mal im Jahr darunter. Da die Nasennebenhöhlen zu den oberen Atemwegen zählen, kommen sie frühzeitig mit Bakterien, Viren und Allergenen in Kontakt. Gleichzeitig sind sie nicht nur durch ihre Lage, sondern auch durch ihre Beziehung zu Nase und Rachen besonders prädestiniert für die Entwicklung einer Entzündungsreaktion. Insbesondere in den Wintermonaten und bei Grippewellen im Sommer steigt die Rate der Erkrankten deutlich an, auch weil die Infektion mit den in Frage kommenden Erregern unkompliziert abläuft. Eine deutliche Häufung an Erkrankungen im Bereich der Nasennebenhöhlen findet sich bei Personen mit angeborener, erworbener oder durch Medikamente herbeigeführte Immunschwäche. Durch die Herabsetzung des Immunsystems kann auf Erreger wie Viren und Bakterien nicht so schnell reagiert werden wie bei einem normalen Menschen. In diesem Fall sind ärztliche Abklärungen dringend notwendig, da der Organismus selbst dann nicht immer im Stande ist, die Infektion selbst zu bekämpfen.

Eine weitere Risikogruppe sind Schwimmer oder andere Personen, die sich häufig im beabsichtigt kalten Becken für ihr Training aufhalten. Da ihr Gesicht ständig dem kühlen Wasser ausgesetzt ist, geht in diesem Bereich viel Wärme verloren. Dies wird auch dadurch negativ beeinflusst, dass das Wasser zusätzlich einen großen Teil der Körperwärme abtransportiert. Dadurch kommt es lokal zu einer Minderdurchblutung, durch die die wichtigen mobilen Immunzellen aus dem Blut nicht mehr so schnell an ihren Zielort gelangen. Daraus folgt eine erhöhte Gefahr für Infektionen, da Erreger nun nicht mehr in schneller Zeit gezielt durch Zellen des Immunsystems abgewehrt werden können. Schwimmer und andere Personen, die sich regelmäßig im kalten Trainingsbecken oder Wasser aufhalten, gehören somit zu der Gruppe, bei denen andauernde und wiederkehrende Nasennebenhöhlenentzündungen häufiger zu beobachten sind.

Eine besondere Häufung an Nasennebenhöhlenentzündungen fällt bei Personen auf, bei denen eine anatomische Besonderheit vorliegt. Eine krumme Nasenscheidewand, eine vergrößerte Nasenmuschel oder Polypen, sowie Tumorerkrankungen wären Beispiele dafür. Grundsätzlich wird der Abfluss von Nasensekret eingeschränkt. Da hierin ein wichtiger Abwehrmechanismus des Körpers gegen Fremdkörper besteht, kann dies sehr problematisch sein und zu Infektionen führen. Dabei verbleiben Erreger im feucht warmen Bereich der Schleimhaut von Nase oder Nasennebenhöhle und können sich dort anfangs ungestört vermehren, ohne dass sie direkt ausgespült werden. Anatomische Veränderungen können nicht nur dazu führen, dass die Anfälligkeit gegenüber Erregern im Bereich der oberen Atemwege erhöht ist. Sie können außerdem dazu führen, dass Betroffene chronische Formen der Nasennebenhöhlenentzündung ausbilden. Insbesondere die lang anhaltende chronische Form kann sich stark auf das Allgemeinbefinden auswirken. Insofern ist es wichtig, die Veränderung zu erkennen und bei Notwendigkeit zu behandeln und zu entfernen.

Auch Allergiker müssen sich einem erhöhten Risiko ausgesetzt sehen, an einer Entzündung der Nasennebenhöhlen zu erkranken. Dabei sind Schwellung und Schleimbildung im Bereich der Nasennebenhöhlen die ausschlaggebenden Kriterien, andere Erkältungssymptome wie Fieber, die bei einer infektiösen Sinusitis mit Viren oder Bakterien auftreten würden, bleiben in der Regel aus. Häufig sind Allergiker von einer chronischen Form der Sinusitis betroffen.
Es handelt sich bei der Nasennebenhöhlenentzündung um ein relativ häufiges krankheitliches Phänomen. Da viele Menschen diesbezüglich aber nicht extra einen Mediziner aufsuchen, sind die Statistiken etwas verzerrt. Dennoch lässt sich mehr oder weniger grob estimieren, dass etwa 10% der Weltbevölkerung pro Jahr an der Sinusitis erkranken. Hiervon etwa 2,5% an der chronischen Form dieses Leidens. Eine geschlechtliche Häufung lässt sich ebenso wenig beobachten, wie eine Abhängigkeit vom Standort oder vom Alter.

Diagnosedaten
Die aus einer Diagnose gewonnen Daten sind in aller Regel sehr eindeutig und bedürfen nur sehr selten bis nie weiterer Untersuchungen. Damit lässt sich durchaus behaupten, dass es sich bei einer Sinusitis um eine vergleichsweise leicht zu identifizierende Krankheit handelt. Lediglich bei nicht durch eine Grippe ausgelösten Fällen kann die Diagnose etwas schwerer fallen. Aber auch hierbei sollte es nicht zu allzu großen Komplikationen kommen. Fehlerhafte Diagnosen sind somit beinahe ausgeschlossen und man kann also Patient davon ausgehen, dass der ärztliche Befund vollkommen zutrifft.


Komplikationen bei der Krankheit

Da die Nasennebenhöhlen in direkter Nachbarschaft zu den Schädelknochen sein, kann eine Sinusitis auf diese Knochen übergreifen. In diesem Fall führen Erreger nicht nur zu einer Entzündung der Schleimhäute im Bereich der oberen Atemwege, sondern zusätzlich zu einer Entzündung der Knochen. Es wird dann von einer Osteomyelitis gesprochen. Häufige Erreger sind Streptokokken, Staphylokokken oder Haemophilus influenzae. Beim Betroffenen tritt ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl mit starken Schmerzen und Fieber ein, wobei eine rötliche Schwellung im Bereich des Auges auffallen kann. In diesem Fall ist es wichtig, eine Diagnose mittels CT, MRT und Knochenszintigrahie zu erstellen. Gleichzeitig werden Bluttests vorgenommen und das Sekret aus dem Bereich des Knochens wird über eine Punktion entnommen und untersucht. Therapeutisch ist in diesem Fall eine Operation indiziert, bei der der Entzündungsherd entfernt wird. Gleichzeitig wird eine individuell angepasste Antiobitikatherapie eingeleitet.

Eine schwerwiegende Komplikation der Sinusitis ist eine Entzündung der Augenhöhle (Orbita). Diese Folgeerkankung wird als Orbitalphlegmon bezeichnet, wobei es sich um eine Weichgewebeinfektion der Augenhöhle handelt. Sie wird bakteriell vor allem durch Erreger aus den Gruppen der Staphylokokken und Streptokokken ausgelöst. Beim Orbitalphlegmon verschlechtert sich das Allgemeinbefinden deutlich und es kommt zu starken Schmerzen. Das Lid und die Bindehaut des Auges schwellen an. Dabei kommt es zu einer eingeschränkten Bewegung des Auges. Eine fortschreitende Infektion kann zur Erblindung des betroffenen Auges führen. Da sich die Erreger über die Augenhöhle im Schädel ausbreiten können, besteht in Folge des Orbitalphlegmons eine akute Lebensgefahr. Auch beim Orbitalphlegmon werden Blutproben entnommen und das Sekret aus Drainagen wird untersucht. Außerdem werden CT- und MRT-Bilder angefertigt. Wegen der hohen Komplikationsgefahr ist eine Operation dringend indiziert, wobei auch beim Orbitalphlegmon anschließend eine individuell an die Erreger angepasste (Antibiotika-) therapie eingeleitet wird.

Möglich ist weiterhin, dass sich die Erreger auf die Hirnhäute oder das Gehirn selbst weiterverbreiten. In dem Fall kommt es zu einer Meningitis (Entzündung der Hirnhäute) oder zu einer Enzephalitis (Entzündung des Gehirns). Auch diese möglichen Komplikationen fordern dringend eine ärztliche Abklärung, Überwachung und Behandlung.

Im Rahmen einer Nasennebenhöhlenentzündung können sich einige Komplikationen einstellen. Hierzu im Folgenden eine kurze Übersicht:

  • Chronische Sinusitis: Wie bereits mehrfach erwähnt, ist es möglich, dass eine Sinusitis chronisch wird. Hierfür muss die Krankheit mindestens 12 konsekutive Wochen anhalten. Ist dies der Fall muss man auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
  • Meningitis: Aufgrund der relativen Nähe von der Nase zum gehirn des Menschen kann es durchaus vorkommen, dass die Infektion sich auf dieses ausweitet und eine Meningitis bedingt. Da seine solche nicht selten tödlich endet, sollte man im Verdachtsfall einen Arzt konsultieren.
  • Weitere Infektion: Eine Nasennebenhöhlenentzündung schwächt den Organismus empfindlich und sorgt damit dafür, dass er wesentlich anfälliger für Infektionen aller Arten ist.
  • Dauerhafter oder temporärer Verlust der Sinne: Hierbei sind durchaus nicht alle Sinne gemeint. Lediglich der Geschmackssinn und der Geruchssinn. Diese können im Rahmen der vorliegenden Erkrankung zeittlich beschränkt oder komplett verloren gehen.
  • Probleme mit den Augen: Wie bereits mehrfach erwähnt, sind die Augen oftmals auch sehr stark betroffen. Darum kann es hierhingehend zu diversen Komplikationen kommen.

Nichtsdestotrotz sollte man allgemein davon ausgehen, dass es nur selten zu schwerwiegenden Komplikationen kommt. Zumeist verläuft das Leiden relativ problemlos und zieht keine nennenswerten Konsequenzen nach sich.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Zu Beginn einer Infektion reicht es häufig aus, Bettruhe zu halten. Zum einen kommt es zu einem schnelleren Heilungsverlauf, zum anderen heilt der Infekt dann meist komplikationslos aus, sodass auch das Risiko sinkt, an einer chronischen Form der Sinusitis zu erkranken. Hausmittel sind in diesem Zusammenhang sehr hilfreich, um Beschwerden zu lindern.

Da auch Nasennebenhöhlenentzündungen in der Regel von selbst ausheilen, ist es anfangs nicht notwendig, einen Mediziner auf zu suchen. Ein Arztbesuch ist allerdings dann ratsam, wenn sich die Beschwerden nach ein bis zwei Wochen nicht deutlich bessern, sondern von den Symptomen gleichbleibend sind oder sogar schlechter werden. Sollte der Infekt allerdings bereits in der Akutphase von sehr hohem Fieber oder starken Kopfschmerzen oder unverhältnismäßig starkem Druckgefühl begleitet werden, ist es bereits zu Beginn sinnvoll, den Mediziner auf zu suchen. Sollte sich die Erkrankung bereits gebessert haben, plötzlich aber wieder deutlich schlechter werden, kann es sich um eine Zweitinfektion handeln, die von einem Arzt beurteilt werden sollte. Auch ständig wiederkehrende Probleme im Bereich der Nasennebenhöhlen sollten vom Arzt untersucht werden, damit mögliche Ursachen festgestellt werden können. Säuglinge und Kinder stellen einen Sonderfall dar und sollten bei dem Verdacht auf eine Sinusitis vom Arzt untersucht und nicht auf eigene Faust werden. Für Erwachsene sinnvolle Hausmittel können für Säuglinge und Kinder gefährlich sein, weshalb hier der Rat von Ärzten oder Apothekern eingeholt werden sollte.

Man sollte einen Arzt konsultieren, wenn man Beschwerden beim Atmen durch die Nase verspürt, Schmerzen im Bereich der Augen oder des Oberkiefers hat, unter dauerhaftem Fieber von mehr als 39C° leidet oder konstant hustet, insbesondere dann, wenn dem Husten Sputum mit Eiter beigemischt ist.

Darüber hinaus gibt es auch Risikogruppen, die selbst beim geringsten Verdacht einen Arzt aufsuchen sollten. Zu diesen gehören:

  • Menschen jenseits der 65
  • Kinder unter dem 10. Lebensjahr
  • Personen mit bereits vorhandenen Erkrankungen der Nase, der Lunge oder der Atemwege
  • Menschen mit einem geschwächten Immunsystem
  • Personen die mit HIV infiziert sind

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Beschwerden einer Sinusitis können häufig bereits mit hilfreichen Hausmitteln gelindert werden. So nehmen viele Patienten das Inhalieren von ätherischen Ölen als angenehm wahr. Wichtig ist, dass Kinder, die unter einer Nasennebenhöhlenentzündung leiden könnten, nicht mit diesen stark riechenden Ölen oder mit Inhalieren allgemein in Kontakt kommen, da diese Therapieoptionen bei ihnen andere Reaktionen hervorrufen als bei Erwachsenen. Diese können mitunter gefährlich sein. Eine Beratung in der Apotheke kann in diesem Fall sinnvoll sein. Bei einer Sinusitis sind die geschwollenen Schleimhäute für den Abtransport von Nasensekret ein großes Problem. Zusätzlich kommt es durch die Schwellung zu großen Atemproblemen, die insbesondere nachts in Rückenlage sehr störend sein können.

Insofern erweist es sich meist als sinnvoll, kurzfristig ein abschwellendes Nasenspray zu benutzen. Häufig wird dieses vom Arzt verschrieben. Dabei ist es sehr wichtig, dass das Nasenspray nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen wird, da die Nasenschleimhaut sonst ausgetrocknet werden könnte. Gleichzeitig tritt schon nach einer Woche der Einnahme ein Gewöhnungseffekt ein, der bis zu einer Abhängigkeit führen kann. In diesem Fall schwillt die Nasenschleimhaut umso stärker an, sodass der Betroffene immer häufiger auf das Nasenspray zurückgreift. Nasenspray ist zwar gut und sinnvoll, sollte aber nur dann benutzt werden, wenn es wirklich nicht anders geht. Antibiotika werden eher selten verschrieben, da der Großteil der Nasennebenhöhlenentzündungen nicht bakteriell verursacht wurde. Da Antibiotika nur in diesem Fall wirken, wären sie wirkungslos und würden nur noch größeren Schaden beispielsweise in Bezug auf die Darmflora anrichten. Außerdem heilen die meisten Infektionen im Bereich der Nasennebenhöhlen von selbst wieder aus, weshalb die Vergabe von Antibiotika sich meist von selbst erübrigt. Dennoch ist es manchmal sehr wichtig, Antibiotika bei einer bakteriellen Sinusitis ein zu setzen. Hohes Fieber, länger anhaltende Beschwerden oder mögliche Komplikationen sind dabei wichtige Indikationen.

Eine Sinusitis wird meist begleitet von Symptomen wie Kopfschmerzen und Fieber. Sollten diese Beschwerden zu stark werden, kann es ratsam sein, auf ein Schmerzmittel zurück zu greifen. Insbesondere das nicht verschreibungspflichtige Ibuprofen ist in diesem Zusammenhang sinnvoll. Es reduziert das Schmerzempfinden und senkt Fieber. Ist das Fieber nicht sehr hoch, muss nicht auf ein solches Mittel zurückgegriffen werden. Da Fieber ein Teil der Immunreaktion des Körpers ist, kann es durchaus sinnvoll sein, es vorerst nicht künstlich ein zu schränken. Steigt es aber stark oder hält es lange an, ist eine Symptombehandlung ratsam. Sollte eine Problematik beispielsweise in den Bereichen von Leber und Magen vorliegen, muss die Einnahme von Schmerzmitteln wie Ibuprofen oder Paracetamol allerdings erst mit dem zuständigen Arzt abgeklärt werden, um Schäden zu vermeiden. Auch Eltern von Kindern und Säuglingen sollten sich erst ärztliche Beratung einholen, bevor sie ihrem Kind ein Mittel gegen Schmerzen oder Fieber geben lassen. Zum einen vertragen Kinder manche Substanzen noch nicht (ein Beispiel dafür wäre Acetylsalicylsäure, die in Aspirin enthalten ist). Zum anderen gibt es teilweise kindgerechte Präparate, die anders verabreicht weniger Organschädigungen mit sich führen.

Bei der chronischen Sinusitis muss die Therapie exakt auf die Umstände abgerichtet werden, die die Entzündung der Nasennebenhöhlen aufrechterhalten. Teilweise sind Operationen sinnvoll, wenn beispielsweise ein großer Polyp in der Nase dazu führt, dass sich Öffnungen verengen. Bei Allergien ist es ratsam, eine Desensibilisierung vor zu nehmen. Diese kann sehr langwierig sein, sodass die Symptome der chronischen Sinusitis während dieses Zeitraums mit unspezifischen Hausmitteln sinnvoll behandelt werden können. Auch in diesem Zusammenhang kann Inhalieren schmerzlindernd sein und zu einer kurzfristigen Verbesserung führen.

Das wichtigste bei einer Nasennebenhöhlenentzündung ist die verstopfte Nase wieder frei zu bekommen.
Um die Nasen wieder frei zu bekommen, werden abschwellende Nasentropfen verwendet z.B Nasic Nasenspray, Nasenspray ratiopharm, Olynth, Otriven.
Zusätzlich kann man auch Sinupret forte und Gelomyrtol. Sie bewirken, dass das Nasensekret wieder dünnflüssiger wird, der festsitzende Schleim löst sich und fließt ab.
Die Entzündung der Nasenschleimhaut geht zurück und die Schleimhaut schwillt ab, die Nebenhöhlen öffnen sich und das Druckgefühl lässt nach.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Da es sich bei einer akuten Sinusitis in der Regel um eine Infektion mit Viren oder Bakterien handelt, ist es sehr wichtig, einige hygienische Regeln ein zu halten. Vor allem in der Erkältungszeit ist regelmäßiges Händewaschen wichtig, vor allem dann, wenn man sich in öffentlichen Gebäuden aufhält. Wenn möglich, sollten die Hände nicht oft an das Gesicht herangeführt werden, da Erreger so in den Bereich der Nase gelangen können. Mit dem Verwenden von Desinfektionsmitteln sollte dennoch Maß gehalten werden. Der Einsatz von Desinfektionsmitteln erweist sich vor allem dann als sinnvoll, wenn eine Person im eigenen Haushalt erkrankt ist. Ansonsten müssen diese Mittel allerdings nicht häufig verwendet werden oder gar das Händewaschen ersetzen. Neben diesen hygienischen Maßnahmen ist es wichtig darauf zu achten, dass weder der gesamte Organismus noch der Gesichtsbereich häufig auskühlen. Kann das Blut durch eine ausreichende Wärme gut zirkulieren, gelangen Immunzellen stets an die Orte, wo Erreger eindringen können. So kann die körpereigene Immunabwehr gut unterstützt werden, sodass viele Infekte gar nicht erst zum Ausbruch kommen.

Außerdem ist es wichtig, sich gesund zu ernähren. Eine ausreichende Zufuhr mit Vitaminen ist für ein funktionstüchtiges Immunsystem sehr wichtig. Grundsätzlich kann in den Wintermonaten darüber nachgedacht werden, zusätzlich Vitamin D ein zu nehmen. Viele Personen entwickeln insbesondere im Winter durch den verminderten Kontakt mit Sonneneinstrahlung einen Vitamin-D-Mangel. Dies kann beispielsweise vom Hausarzt über eine Blutuntersuchung festgestellt werden. Auffällig wäre in diesem Zusammenhang beispielsweise eine erhöhte Infektanfälligkeit. Neben der ausreichenden Zufuhr von Vitaminen und anderen Nährstoffbestandteilen können auch andere Gewohnheiten dazu führen, dass man nicht so anfällig für Infekte ist. Im Bereich der Hydrotherapie werden Wechselduschen empfohlen, was nicht nur zu einer Stärkung des Herz-Kreislauf-Systems führt, sondern auch zu einer Stärkung des Immunsystems. Auch regelmäßige Besuche in der Sauna können zu dieser Stärkung beitragen. Schlussendlich ist auch ein ausreichender Teil an Bewegung wichtig, da so Stoffwechselvorgänge besser ablaufen können, die Durchblutung steigt und das Immunsystem besser arbeiten kann.

Sind Patienten bereits an einer Grippe mit Schnupfen erkrankt, die sich aber noch nicht auf die Nasennebenhöhlen ausgeweitet hat, gibt es eine wichtige Regel zu befolgen. Beim Nase Putzen sollte dringend darauf geachtet werden, nicht zu viel Druck beim Schnäuzen aus zu üben. Sonst würde das mit Erregern befallene Nasensekret womöglich erst recht in den Bereich der Nasennebenhöhlen gelangen. Damit sich eine Entzündung der Nasenschleimhaut also nicht auf die Schleimhäute der Nasennebenhöhlen ausweitet, sollten sich Betroffene vorsichtig die Nase putzen und wenn möglich immer nur ein Nasenloch auf einmal putzen. Dafür kann das andere Nasenloch, das nicht geputzt werden soll, einfach seitlich zugehalten werden. Hat der Betroffene im Liegen das Gefühl, dass das Nasensekret nicht richtig aus der Nase ablaufen kann, ist es angeraten, den Oberkörper, und vor allem den Kopf, etwas höher zu lagern. Dadurch werden bessere Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Nasenschleim ausgeführt werden kann.

Einer chronischen Sinusitis kann vor allem dann gut vorgebeugt werden, wenn die akute Form richtig auskuriert wird. Häufig verschwinden die Beschwerden dann und kehren höchstens bei einer neuen Infektion wieder. Sollten andere Faktoren zur chronischen Sinusitis geführt haben, werden diese meist erst als Reaktion darauf und nicht präventiv entfernt. Teilweise kann es sich dann anbieten, kleine Eingriffe durch zu führen, um beispielsweise störende Polypen in der Nase zu entfernen.

Es gibt viele Mittel und Wege, die einem dabei behilflich sein können, einer Ansteckung mit einer Sinusitis präventiv vorzugreifen. Dazu gehören unter anderem:

  • Mit dem Rauchen aufhörenRaucher gehören zu der wohl größten Risikogruppe, wenn es um Nasennebenhöhlenentzündungen geht. Dabei kann der Verzicht auf diese Angewohnheit binnen weniger Jahre das Risiko einer Ansteckung mit der vorliegenden Krankheit merklich senken, teilweise um bis zu 70%. Das sollte es einem durchaus wert sein. Darüber hinaus ist ebenso zu bedenken, dass nicht nur Konsumenten von Zigaretten verstärkt gefährdet sind, sondern auch die Raucher von Zigarren, Pfeifen, Shishas, Vapes und Zigarillos.
  • Impfung gegen Grippe – Da eine Sinusitis zumeist aus einer Grippe heraus resultiert, ist es bisweilen förderlich, wenn man sich gegen eben jene impfen lässt. Der Impfstoff bietet eine gute Sicherheit und hilft in vielen Fällen das schlimmste zu vermeiden. Insbesondere Kinder und ältere Menschen sollten von dieser Impfung Gebrauch machen, um sich bereits Präventiv gegen die Sinusitis zu schützen.

Prognose zur Heilung

Die Ausheilung einer akuten Sinusitis verläuft meist komplikationsfrei. Bei bis zu 80% der Fälle verschwinden sämtliche Beschwerden innerhalb der ersten drei Wochen. Problematisch ist es dann, wenn der Infekt nicht ausreichend auskuriert wird. Dann ist es möglich, dass die akute Verlaufsform in die chronische Form übergeht und über einen längeren Zeitraum Beschwerden bereitet. Doch auch chronische Formen können mit Beseitigung der Ursache für die längere Erkrankung häufig relativ gut behandelt werden. Die Prognose für die chronische Sinusitis richtet sich dabei nach der Ursache und kann dementsprechend nur vom behandelnden Mediziner gemacht werden.

Die Prognose einer Heilung ist, was eine Nasennebenhöhlenentzündung angeht, in aller Regel sehr gut. Die Sterblichkeitsrate in Deutschland liegt bei weitaus unter einem Prozent, damit ist die Krankheit mehr oder weniger in beinahe allen Fällen behandelbar.

Darüber hinaus kommt es bisweilen vor, dass gewisse ungewollte Begleiterscheinungen auftreten, die die Chancen auf Heilung verschlechtern, auch die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe kann die Prognose deutlich verschlimmern. Starke Raucher, ältere Menschen und Personen mit allgemein schlechtem Gesundheitszustand leiden statistisch gesehen wesentlich häufiger an einer Sinusitis, als sonst gesunde Menschen.

Somit muss man sich als Betroffener in aller Regel keine besonderen Gedanken machen, wenn man an diesem Leiden erkrankt ist.


Wie verhalte ich mich?

Wie aus dem Text bereits hervorgegangen ist, kann es bisweilen notwendig sein, besondere Schutzmaßnahmen zu treffen und dafür zu sorgen, seine ohnehin schon stark geschundene Nase keinen unnötigen Strapazen auszusetzen. Hierzu gehört nicht nur eine sorgsame Planung des Alltages, sondern auch eine der freizeitlichen Aktivitäten.

Insbesondere von Besuchen im Schwimmbad sollte man nach Möglichkeit absehen, dasselbe gilt für Flugreisen. Das Eindringen von Wasser in die Nase ist bei Besuchen in Badeanstalten nicht zu vermeiden. Dieses Wasser ist zumeist sehr stark mit Chemikalien versetzt, die weiterdings dafür sorgen, dass es zu zusätzlichen Reizungen der Nasenschelimhaut kommt, die einen Heilungsprozess nicht nur verlangsamen, sondern auch komplett aufhalten kann. Dasselbe gilt auch für Untertauchen in der Badewanne. Nicht zuletzt deswegen sollte man sich während des Andauerns der Krankheit besser duschen als baden.

Flugreisen sind ebenfalls, wie erwähnt, zu vermeiden. Die Druckunterschiede in der Flugkabine üben einen immensen Einfluss auf die Nase und auf den Atemapparat im Allgemeinen aus. Es kann dazu kommen, dass die Nase unkontrolliert zu laufen beginnt und man gezwungen ist, sich konstant zu reinigen. Das ist nicht nur unangenehm, sondern auch höchst unhygienisch. Wenn es also nicht absolut notwendig ist, sollte man von einer Flugreise absehen, solange die vorliegenden Krankheit nicht vollends auskuriert ist.

Überhaupt und generell sollte man sich die Zeit nehmen, die man braucht, um wieder komplett zu gesunden. Wenn man sich zu schnell in den Alltag zurück stürzt kann es durchaus geschehen, dass man die Krankheit nur verschleppt und sie immer wieder spontan zum Vorschein kommt und somit zu einem ständigen Begleiter wird. Das sollte in niemandes Interesse liegen. Insbesondere Eltern betroffener Kinder sind an dieser Stelle dazu aufgerufen, sich diesbezüglich ärztlichen Rat zu holen und nicht überstürzt zu reagieren.


Alternative Behandlungsmethoden

Ebenso wie Hausmittel, gibt es auch eine große Bandbreite an erprobten und angesehenen alternativen Heilansätzen für die Sinusitis, die unterstützend zu einer medizinischen Behandlung anzuwenden sind. Diese können unter anderem sein:

  • Inhalation – Das Inhalieren von Wasserdampf kann dem Betroffenen das Leben mit Sinusitis sehr stark erleichtern. Hierzu erhitzt man einfach Wasser in einem Topf, wartet bis es beginnt zu verdampfen und atmet den aufsteigenden Dampf ein. Bisweilen ist es ratsam, wenn man Kopf und Topf mit einem Handtuch abdeckt, um möglichst viel Dampf nutzen zu können. Dabei kann man verschiedenste Zusätze in das Wasser geben. Inzwischen gibt es auch spezielle Geräte zum Inhalieren in der Apotheke zu kaufen. Diese wirken ähnlich wie der klassische Topf mit Wasser. Es bleibt hier der Präferenz des Patienten zu überlassen, für welche Methode er sich entscheidet.
  • Eukalyptus-Kuren – Das Eukalyptus gut für die Atemwege ist, sollte keine Überraschung mehr sein. Darum gibt es vielerlei Präparate und Anwendungen zur Heilung des Atemapparates, die sich auf Eukalyptus verlassen. Diese können sowohl äußerlich als auch innerlich Anwendung finden und überraschen stets durch ihre Wirksamkeit.

Etwaige alternative Behandlungsmethoden sind unter anderem:

  • Atemübungen
  • Inhalieren
  • Auflagen und Aufgüsse
  • Nasenduschen

Welche Hausmittel können helfen?

Es gibt einige einfache und doch sehr wirkungsvolle Hausmittel, die zusätzlich zu einer medizinischen Behandlung der Nasennebenhöhlenentzündung oder vorbeugend gegen eine solchen anzuwenden sind:

  • Ruhe: Sich selbst Ruhe zu gönnen ist gerade bei einer Nasennebenhöhlenentzündung das A und O. Man sollte nichts tun, was einen aufregt und / oder Stress verursacht. Der Körper braucht viel Zeit und Entspannung, um mit einer Sinusitis fertig zu werden. Selbst wenn man denkt, dass sich die Symptome abschwächen, sollte man nicht gleich wieder voll in den Alltag einsteigen, sondern sich immer noch Zeit nehmen.
  • Ausreichend viel Flüssigkeit: Es ist ein generell guter Ratschlag, immer genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Doch gerade bei einer Sinusitis-Erkrankung fördert ausreichender Konsum von klarem Wasser das Abhusten des Sputums und ist darum in seiner therapeutischen Funktion nicht zu unterschätzen.
  • Das Immunsystem stark halten: Spaziergänge, eine gesunde Ernährung, ausreichend Bewegung und vieles mehr helfen dabei, dass das Immunsystem konstant auf hohem Niveau arbeitet. Hierdurch beugt man automatisch der vorliegenden und vielen anderen Krankheiten vor.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Weide
  • Campher
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Lupine
  • Mistel

Die gerade aufgezählten Heilpflanzen oder Heilkräuter sind besonders in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen. Hierzu trockne man diese oder gebe diese gleich frisch in ein Glas oder eine Kanne und überbrühe sie mit heißem Wasser. Anschließend filtere man sie heraus und trinke den daraus entstandenen Tee oder Aufguss. Des Weiteren kann man sie aber auch in Form anderer Präparate anwenden. Es empfiehlt sich hierbei jedoch eine Rücksprache mit dem behandelnden Arzt, um etwaige Allergien bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Des Weiteren sollte man sich des Umstands bewusst sein, dass diese Mittel die allgemeine Gesundheit lediglich unterstützen. Deswegen sollte man sie in ihrer Wirkung jedoch nicht unterschätzen. Die hier genannten Kräuter sind durchaus für ihre positive Wirkung auf den menschlichen Organismus bekannt.

Bezugsquellen und Dosierung erfragt man bei seinem Heilpraktiker oder Händler.

Ätherische Öle

  • Nelke
  • Zimt
  • Rosmarin
  • Fenchel
  • Anis
  • Campher

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle der Nasennebenhöhlenentzündung sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Darüber hinaus gilt zu beachten, dass man die Öle nicht allzu stark dosiert. Die ohnehin schon stark belastete Nase kann durch eine Überdosierung noch zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen werden, was wiederum dazu führt, dass sich die Krankheit verlängert, verschlimmert oder beides. Darüber hinaus sollte man vor Einer Anwendung Rücksprache mit einem Mediziner halten, um ggf. etwaigen allergischen Reaktion vorbeugen zu können.

Homöopathie & Globuli

  • Lac caninum
  • Hydrastis canadensis
  • Dioscorea villosa
  • China officinalis
  • Asarum europaeum
  • Magnesium chloratum

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Es sind bei einer Nasennebenhöhlenentzündung keinerlei Tipps zur Ernährung zu beachten, da dieselbe in keinem nachweislichen Zusammenhang mit einem potentiellen Ausbruch steht. Dennoch ist eine grundsätzlich gesunde Ernährung immer empfehlenswert. Hierzu informiere man sich bei einem Ernährungswissenschaftler oder seinem behandelnden Arzt.

Eine allgemeine Übersicht, über zu empfehlende und zu vermeidende Lebensmittel sieht wie folgt aus:
Lebensmittel, die zu vermeiden sind:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Lebensmittel, die bedenkenlos zu konsumieren sind:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

FAQ – Fragen & Antworten

Meine Tochter, 6 Jahre ALT, hat seit zwei Tagen eine Erkältung mit Schnupfen und Halsschmerzen. Heute Morgen wollte sie ihre Schuhe binden, und als sie den Kopf runter gebeugt hat meinte sie, dass es links neben der Nase ganz doll drücken würde. Ich habe sie dann schnell wieder ins Bett gelegt und Fieber gemessen. Die Temperatur ist jetzt bei 37,8°C. Kann ich ihr schon mal Ibuprofen gegen die Schmerzen und das Fieber geben?

Es kann sehr gut sein, dass es sich bei den Beschwerden Ihrer Tochter um eine beginnende Sinusitis handelt. Da ihr Kind noch jung ist, ist es sinnvoll, das vom Kinderarzt untersuchen zu lassen, um Komplikationen aus zu schließen. Gleichzeitig kann der Arzt Ihnen sagen, welche Mittel geeignet sind, um die Beschwerden Ihrer Tochter zu lindern. Nicht alles, was wir Erwachsenen ohne größere Probleme einnehmen, ist auch für Kinder geeignet. Oftmals gibt es Präparate, die speziell auf Kinder abgestimmt sind. Wirkstoffe, Dosis und Verabreichungsform sind dabei oftmals anders als in Medikamenten für Erwachsene. Insofern sollten Sie Ihrem Kind ohne Rücksprache mit dem Arzt nicht selbst Medikamente verabreichen, weil es oftmals bessere Alternativen gibt. Sollte sich der Verlauf bis dahin nicht akut verschlechtern, müssen Sie sich keine Sorgen machen bis sie den Arzttermin haben. Wichtig ist auch bei Kindern, dass sie auch während Krankheitsphasen ausreichen Flüssigkeit zu sich nehmen. Oftmals trinken auch Kinder während einer Erkältung gerne Tee, weil er bereits eine erste Linderung verschaffen kann. Grundsätzlich können Sie sich auch in der Apotheke erkundigen, welche anderen Hausmittel oder nicht verschreibungspflichtigen Medikamente für Ihre Tochter in Frage kommen würden.

Verursacht eine Sinusitis Langzeitschäden?
Nicht immer. Aber bisweilen kann es vorkommen, dass es zu einem dauerhaften oder zumindest temporären Verlust des Geschmackssinnes kommt, auch der Geruchssinn kann komplett oder teilweise ausfallen. Sollte dies auch nach Abklingen der Krankheit an sich noch der Fall sein, so ist es notwendig, sich diesbezüglich behandeln zu lassen.

Kann man während einer Nasennebenhöhlenentzündung rauchen?
Können schon … natürlich ist dieses Verhalten sich selbst und seinem Umfeld gegenüber unverantwortlich. Zudem verringern sich hierdurch die Heilungschancen sehr stark und Langzeitschäden sind nicht auszuschließen. Man sollte eine Sinusitis eher als Sprungbrett für einen Entzug ansehen, als eine Herausforderung auch trotz dieser Krankheit weiterzurauchen.

Wie lange dauert eine Nasennebenhöhlenentzündung?
Hierzu lassen sich verschiedene Angaben machen. Eine solche kann von zwei Wochen bis hin zu mehreren Monaten dauern. Es kommt immer ganz auf den Einzelfall, das betroffene Individuum sowie die begleitenden Umstände an. Nichtsdestoweniger sollte man in etwa einen 7 bis 10 Tage für eine normale Sinusitis ansetzen. Bei chronischem Verlauf wesentlich länger.

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