Fibromyalgie

Steckbrief: Fibromyalgie

Fibromyalgie – Wenn alles wehtut
Fibromyalgie
Die Fibromyalgie ist eine Erkrankung, die sich durch ausgedehnte Schmerzen auszeichnet und darüber hinaus von starker Müdigkeit, Schlafproblemen, Gedächtnisengpässen und Stimmungsschwankungen gekennzeichnet ist. Forscher glauben, dass die Fibromyalgie schmerzhafte Empfindungen im Allgemeinen verstärkt, indem sie die Art und Weise beeinflusst, wie das Gehirn Schmerzsignale verarbeitet.

Die Symptome beginnen manchmal nach einem physischen Trauma, einer Operation, einer Infektion oder erheblichen psychischen Stress. In anderen Fällen sammeln sich die Symptome im Laufe der Zeit an, ohne dass ein einzelnes auslösendes Ereignis auftritt. Frauen entwickeln eher Fibromyalgie als Männer. Viele Menschen, die Fibromyalgie haben, haben auch Spannungskopfschmerzen, Kiefergelenksstörungen, Reizdarmsyndrom, Angstzustände und Depressionen.

Während es keine Heilung für Fibromyalgie gibt, kann eine Vielzahl von Medikamenten helfen, die entstehenden Symptome zu kontrollieren. Auch eine Psychotherapie kann helfen.

Definition Fibromyalgie

Fibromyalgie (FM) ist eine Erkrankung, die durch chronische, überall im Körper vorkommende Schmerzen und eine erhöhte Schmerzreaktion auf Druck gekennzeichnet ist. Andere Symptome sind unter anderem derart extreme Müdigkeit, dass auch andere Aktivitäten des Alltags dadurch eingeschränkt werden können, Schlafstörungen und Gedächtnisstörungen können darüber hinaus auch auftreten. Manche Leute berichten zusätzlich auch noch vom sogenannten Restless Legs Syndrom sowie von Darmleiden oder Blasenproblemen. Das Restless Leg Syndrom wird im Deutschen auch als Zappelphilipp Syndrom bezeichnet und zeichnet sich primär durch nicht kontrollierbares Wackeln und Wippen eines Beines oder beider Beine aus. Zudem können ebenso noch Taubheit und Kribbeln in den Gliedern und Empfindlichkeit gegenüber starkem Lärm, Licht oder Temperatur im Rahmen dieser Krankheit auftreten. Fibromyalgie ist häufig mit Depressionen, Angstzuständen und / oder posttraumatischen Belastungsstörungen verbunden. Andere Arten von chronischen Schmerzen sind ebenfalls häufig anzutreffen und können sich beinahe überall im Körper des Betroffenen etablieren.

Die genaue Ursache der Fibromyalgie ist bis dato noch unbekannt. Es wird jedoch angenommen, dass sie auf eine Kombination von genetischen und Umweltfaktoren zurückzuführen sei, wobei jede der beiden Komponenten eine nicht nicht korrekt einzuordnende aber dennoch vermutlich wesentliche Rolle bei der Entstehung des Leidens spielt. Die Erkrankung tritt familiär oftmals gehäuft auf und daher wird angenommen, dass die Entstehung des Leidens eventuell ebenso auf genetische Faktoren zurückzuführen sein könnte. Zudem können weitere potentiell auslösende Faktoren psychologischen Stress, Traumata und bestimmte Infektionen umfassen. Der Schmerz scheint sich aus nicht komplett nachvollziehbaren Prozessen im zentralen Nervensystem selbst zu ergeben. Fibromyalgie wird von WHO (Weltgesundheitsorganisation) als Störung anerkannt. Es gibt jedoch keinen spezifischen diagnostischen Test. Bei der Diagnose werden zunächst andere mögliche Ursachen für die auftretenden Schmerzen ausgeschlossen und es wird überprüft überprüft, ob die etwaigen auslösenden Faktoren beim Individuum zu beobachten sind.

Die Behandlung von Fibromyalgie kann sehr schwierig sein. Zu den Empfehlungen gehört oft, ausreichend viel zu schlafen, regelmäßig Sport zu treiben und sich allgemein gesund zu ernähren. Eine kognitive Verhaltenstherapie kann ebenfalls hilfreich sein, vorallem aber dann, wenn man psychologische Faktoren als Auslöser der Erkrankung annimmt. Die Medikamente Duloxetin, Milnacipran oder Pregabalin können verwendet werden, um die gröbsten Symptome zu lindern. Heilung versprechen sie jedoch nicht. Die Verwendung von starken Schmerzmitteln auf Opiumbasis ist umstritten, Nichtsdestoweniger werden sie immer wieder verschrieben. Einige Patienten sagen, dass sie ohne diese Wirkstoffe kaum mehr in der Lage dazu sind, um Alltag zu funktionieren. Ärzte jedoch waren häufig vor dem extremen Suchtpotential, dass Opioide haben. Nahrungsergänzungsmittel werden auch nicht selten empfohlen, um den Nährstoffhaushalt des Körpers wieder zu regulieren und zu optimieren. Der hieraus resultierende therapeutische Nutzen ist jedoch mehr als umstritten. Während eine Fibromyalgie eine sehr lange Zeit anhalten kann, führt sie nicht zum Tod oder zu bleibenden Gewebeschäden.

Die Fibromyalgie betrifft schätzungsweise 2 – 8% der Weltbevölkerung. Frauen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Männer. Die Raten erscheinen in verschiedenen Gebieten der Welt und in verschiedenen Kulturen ähnlich, es gibt also keine landesspezifischen oder kulturspezifischen Häufungen dieses Leidens. Die Fibromyalgie wurde erstmals 1990 definiert und gilt seit dem weltweit medizinisch als anerkannte Erkrankung.. Es gibt dennoch Kontroversen über die Klassifikation, Diagnose und Behandlung von Fibromyalgie. Alles in allem ist also noch sehr viel Forschung notwendig, um der Fibromyalgie auf den Grund zu kommen und ihre Mysterien zu entschlüsseln, um den Betroffenen die bestmögliche Behandlung garantieren zu können.


Was ist Fibromyalgie?

Trotz hoch entwickelter, fortschrittlicher Behandlungsmöglichkeiten können gegenwärtig noch nicht alle Krankheiten geheilt werden. Eine diese Erkrankungen ist die Fibromyalgie, die sich als sogenannte therapieresistente Erkrankungen einen Namen gemacht hat. Die Fibromyalgie ist zu dem durch äußerst vielschichtige, teil spezifische, teils nicht eindeutige Symptome gekennzeichnet.

Aus den Wortteilen „fibra“, „mys“ und „algos“ besteht der Begriff Fibromyalgie oder Fibromyalgie-Syndrom, der für eine häufig vorkommende Erkrankung verwendet wird. Früher wurde die Fibromyalgie als Generalisierte Tendomyopathie definiert. „Faser“, „Muskel“ und „Schmerz“ ermöglichen bereits einen ersten Eindruck vom entsprechenden Krankheitsgeschehen. Involviert sind vor allen Dingen die Muskeln und die Gelenke sowie die Nerven. Hinzu kommen psychosomatische und psychische Einschränkungen. Eine Fibromyalgie wird den Weichteilrheumatismen zugeordnet, weil weniger die Knochen, sondern eher die weichen Gewebestrukturen involviert sind. Die Fibromyalgie ist keine Rheumatoide Arthritis und keine entzündlich-rheumatische Krankheit. Bei der Rheumatoiden Arthritis sind ausschließlich die Gelenke betroffen.

Die eindeutigen Auslöser für eine Fibromyalgie sind heutzutage noch nicht erforscht. Vermutungen liegen jedoch dahingehend vor, dass das Fibromyalgie-Syndrom (bei einem Syndrom bestehen mehrere Symptome gleichzeitig) durch das Zusammentreffen verschiedener Aspekte zustande kommt.

Solche Einflüsse sind:

  • psychische und physische Faktoren
  • Veranlagung und genetische Disposition
  • Umwelt

Leiden die Betroffenen unter einer Grunderkrankung, die eine Fibromyalgie ausgelöst hat, wird von einer sekundären Fibromyalgie gesprochen. Sind die Auslöser jedoch nicht diagnostizierbar, dann handelt es sich um eine primäre Fibromyalgie.

Eine sekundäre Fibromyalgie kann durch

hervorgerufen werden.

Als Ausgangspunkt für die chronischen Schmerzen, die eine Fibromyalgie begleiten, kommt ein ständiger Schmerzreiz im Gehirn in Frage. Daraus resultiert ein nicht richtig funktionierendes Schmerzgedächtnis, das die Sensitivität der Schmerzstellen aktiviert. Daher stehen vor allen Dingen die quälenden chronischen Schmerzen im Vordergrund, die eine massive Einschränkung der Lebensqualität darstellen. Darüber hinaus muss festgestellt werden, dass nicht alle Symptome der Fibromyalgie bei allen Betroffen in gleicher Art und in gleicher Stärke ausgeprägt sind. Dieser Punkt ist die Voraussetzung für die Unterteilung der Beschwerden in mehrere Grade.

Die zentralen Symptome der Fibromyalgie sind:

Bei der Fibromyalgie ist es typisch, dass die Beschwerden am ganzen Körper wahrgenommen werden oder sich abwechselnd lokalisieren. Sie betreffen hauptsächlich die Extremitäten sowie den Rücken und den Kopf. Die Schmerzen können heute an der rechten Hand und im linken Fuß und morgen im rechten Bein und im rechten Arm auftreten. Die Fibromyalgie ist im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen mit einem schleichenden, häufig recht unauffälligen Verlauf verbunden. Die Diagnose durch den Facharzt erfordert ein relativ hohes Maß an Erfahrung. Nicht immer sind die diagnostischen Untersuchungen eindeutig, sodass eine gesicherte Diagnostik nicht immer realisiert werden kann. Gerade bei der Differentialdiagnostik, die eine Abgrenzung zu anderen Erkrankungen gewährleisten soll, wird daher mit einem sogenannten Punktesystem gearbeitet. In der Regel ist es so, dass die endgültige Diagnose erst nach etwa 8 Jahren erfolgen kann, weil die Krankheit dann komplett ausgeprägt ist.

Aktuell wird von mehreren Einzelkriterien ausgegangen, die folgendermaßen aussehen: spontane Muskelschmerzen über mindestens 90 Tage hinweg auch an Sehnen und Sehnenansätzen
Druckschmerzen an bestimmten Körperpunkten oder „tender points“ vegetative und funktionelle Einschränkungen wie Herz-, Atem- und Kreislaufbeschwerden, trockener Mund, Schwindel. Die ersten Hinweise beinhalten Schlafstörungen, Übelkeit, Abgeschlagenheit. Diese Symptome nehmen im Laufe der Zeit zu und werden durch schmerzhafte Beeinträchtigungen im Lenden- oder Halswirbelsäulenbereich erweitert. Im weiteren Verlauf manifestieren sich die Schmerzen in den Beinen und in den Armen. Sie werden zudem häufiger. Nunmehr treten in zunehmendem Umfang zu starke Schmerzattacken auf, denen wieder Zeiten ohne Schmerzen folgen. Diese werden allerdings immer kürzer.
Nach etwa sechs bis acht Jahren ist die Erkrankung voll ausgeprägt. Plötzlich auftretende Schübe und akute Krankheitsphasen wechseln sich unregelmäßig ab. Mittlerweile kommen zu den körperlichen Leiden diverse psychische Beschwerden hinzu. Diese zeigen sich auch in Form von Versagensängsten, mangelndem Selbstvertrauen und Zukunftsangst. An dieser Stelle noch ein Wort zu den „tender poinds“. Dahinter verbergen sich 18 auf dem Körper verteilte Druckpunkte. Diese befinden sich hauptsächlich auf den Sehnen und Sehnenansätzen sowie auf den Muskeln an verschiedenen Positionen. Durch das Tasten beziehungsweise Drücken dieser Punkte kann der Arzt Rückschlüsse auf die Schmerzempfindlichkeit ziehen. Das Feststellen einer Fibromyalgie ist ohne eine Laboruntersuchung nicht gegeben.

In die klinisch-chemischen Tests sind eingeschlossen:

  • die Blutsenkungsgeschwindigkeit und die Kreatinkinase
  • das C-reaktive Protein
  • der Kalziumgehalt
  • das Schilddrüsenhormon tsh (Thyreoideal-stimulierendes Hormon)

sowie ein Blutbild mit Ermittlung des Hämoglobingehaltes, der Leukozyten– und Erythrozytenzahl sowie der Thrombozyten. Das sind die weißen und die roten Blutzellen sowie die Blutplättchen. Der Hämoglobingehalt beschreibt die Konzentration des roten Blutfarbstoffes, der für den Transport von Kohlendioxid und Sauerstoff zuständig ist.

Bei einer Fibromyalgie ist eine Krankheitsdauer von bis zu acht Jahren nicht auszuschließen. Die entsprechenden Symptome entwickeln sich sehr langsam, sodass die Krankheit erst nach mehreren Jahren ihre volle Ausprägung erreicht hat. Einer Fibromyalgie kann nicht präventiv entgegen gewirkt werden. Da die Ursache der Fibromyalgie nicht hinlänglich bekannt sind, gibt es keine wirksame Prophylaxe. Positiv ist in diesem Zusammenhang aber, dass es trotz Verlaufs über mehrere Jahre hinweg keinerlei bleibende oder schwere Einschränkungen der Funktion von Organen zu befürchten ist. Diese können trotz fortgeschrittenen Erkrankungsbildes zusätzlich durch aktive Bewegung erhalten bleiben. Dennoch ist es wichtig, sich auf eine gesunde Lebensweise zu konzentrieren. Ein normales Körpergewicht, kein Missbrauch von Nikotin und Alkohol sowie etwa zwei bis dreimal wöchentlich für eine halbe Stunde Ausdauersport dürfte die Symptome der Fibromyalgie in die Schranken weisen. Eine generelle Impfung als Immunisierungsmöglichkeit gegen Fibromyalgie existiert nicht.

Wer unter einer Fibromyalgie leidet, wendet sich mit Sicherheit erst einmal an den zuständigen Hausarzt, um eine diagnostische Erhebung einzuleiten und um die Beschwerden zu lindern. Danach werden die Patientinnen und Patienten in Abhängigkeit von ihren Beschwerden meist zu einem spezialisierten Facharzt überwiesen. Das kann ein Orthopäde oder Neurologe, ein Psychiater oder Kieferorthopäde sein. Aber auch Termine bei den Physiotherapeuten und den Psychologen sowie Schmerztherapeuten sind sinnvoll. Für die Behandlung der Fibromyalgie stehen den Patienten unterschiedliche therapeutische Fachgebiete zur Verfügung. In erster Linie wird der chronische Verlauf beachtet, für den in der Regel geeignete Medikamente unabdinglich sind. Dabei wird nicht ausschließlich auf eine medikamentöse Behandlung geschaut, weil sich viele Arzneistoffe ungünstig auf den Krankheitsverlauf auswirken. Oftmals benötigen Menschen, die unter einer Fibromyalgie leiden, eine weiterführende Behandlung als multimodale Therapie und eine Langzeitbetreuung.

Die Heilungschancen bei der Fibromyalgie sind in der Gegenwart begrenzt. Die Mehrheit aller Erkrankten profitieren durch die therapeutischen Maßnahmen, in dem sie mehr Lebensqualität gewinnen. Da die Diagnosestellung sehr schwierig ist und eine komplette Arbeitsunfähigkeit verursacht wird, erhalten die Betroffenen keine Renten. Dieser Sachverhalt trifft ebenso auf Pflegegeld zu. Deshalb leiden die Patienten nicht nur unter ihrer Erkrankung, sondern auch unter finanziellen und sozialen Problemen. Abgesehen davon gilt die Fibromyalgie nicht als tödlich. Sie ist aber beim jetzigen Stand der Medizin noch nicht heilbar.

Welche Ursachen gibt es?

Fibromyalgie schaubild nervendruckpunkte

Die auslösenden Ursachen der Fibromyalgie sind weiterhin unbekannt. Es wurden jedoch mehrere Hypothesen entwickelt, einschließlich jene der „zentralen Sensibilisierung“. Diese Theorie schlägt vor, dass Menschen mit Fibromyalgie aufgrund der erhöhten Reaktivität von schmerzempfindlichen Nervenzellen im Rückenmark oder Gehirn eine niedrigere Schmerzschwelle haben als die Mehrheit der nicht betroffenen Menschen. Neuropathischer Schmerz und Depressionen treten oft gemeinsam mit Fibromyalgie auf. Der Grund für diese Überschneidungen scheint auf gemeinsamen genetischen Anomalien zu beruhen, die zu Beeinträchtigungen bei monoaminergen, glutamatergen, neurotrophen, opioiden und proinflammatorischen Zytokinsignalen führen. Bei diesen als besonders verletzlichen Personen kann psychischer Stress oder eine Krankheit Anomalien in den Systemen des Organismus verursachen, die Stimmung und Schmerz regulieren. Schließlich kommt es in bestimmten Neuronen zu einem ungewollten Sensibilisierungseffekt, der wiederum zur Entstehung von Fibromyalgie und manchmal zu einer affektiven Störung, wie beispielsweise eine rmanischen Depression, führt.

Die bisher gesammelten Beweise deuten darauf hin, dass der Schmerz bei Fibromyalgie hauptsächlich von abnormal funktionierenden Schmerzbehandlungswegen herrührt. Vereinfacht ausgedrückt kann man sagen, dass das Volumen der Neuronen zu hoch angesetzt ist und diese Übererregbarkeit von Schmerzverarbeitungswegen und Unteraktivität von inhibitorischen Schmerzwegen im Gehirn dazu führt, dass das betroffene Individuum Schmerz erfährt. Einige neurochemische Anomalien, die bei Fibromyalgie auftreten, regulieren auch die Stimmung, den Schlaf und die Energie, was erklärt, warum Stimmungsprobleme, Schlafprobleme und Müdigkeitsprobleme oftmals gemeinsam mit Fibromyalgie einhergehen.

Hier noch einige andere Beispiel:

  • Glutenunverträglichkeit: Glutenunverträglichkeit ist definiert als eine klinisch ermittelbare Störung, induziert durch die Aufnahme von Gluten, die zu Beschwerden in oder auch aus Außerhalb des Verdauungsapparates führt, die sich jedoch prompt verbessern, sobald das glutenhaltige Nahrungsmittel aus der Ernährung entfernt wird.Die Pathogenese von Glutenunverträglichkeit ist noch nicht gut verstanden. Es gibt Hinweise darauf, dass nicht nur Gliadin, sondern auch andere Proteine, die in Gluten und glutenhaltigen Getreiden (Weizen, Roggen, Gerste und deren Derivate) enthalten sind, eine Rolle bei der Entwicklung von Symptomen spielen können. Aus diesen Gründen ist die Glutenunverträglichkeit ein umstrittener gesundheitlicher Zustand und einige Autoren stellen dessen Existenz immer noch komplett in Frage. Viele Menschen, die behaupten, sie leiden an Glutenunverträglichkeit, sind oftmals nur Opfer einer modernen Massenhysterie, die es schick macht, sich diese Erkrankung einzureden. Also im wahrsten Sinne des Wortes eine Modeerkrankung. Sicherlich trifft das nicht auf jeden zu, aber die überwiegende Mehrheit, der angeblich betroffenen Personen, leidet an keiner tatsächlich klinisch nachvollziehbaren Unverträglichkeit.Da kein Biomarker für die Diagnose dieser Erkrankung zur Verfügung steht, wird die Diagnose durch den Ausschluss anderer glutenbedingter Erkrankungen gestellt, nämlich durch den Ausschluss von Zöliakie und Weizenallergie. Viele Menschen wurden nicht nach strengen und vorallem korrekten Kriterien untersucht und es gibt darüber hinaus noch die eben bereits erwähnte Modeerscheinung, die die Popularität der glutenfreien Diät in letzter Zeit erhöht. Dies führt zu Diskussionen über den Beweis für die eigentliche Existenz dieser Erkrankung, ihren Zusammenhang mit Zöliakie und dem Reizdarm Syndrom. Menschen mit nicht-zöliakischer Glutenunverträglichkeit werden gewohnheitsmäßig nicht als krank oder erkrankt von Fachärzten anerkannt und es fehlt ihnen daher an adäquater medizinischer Versorgung und Behandlung. Die meisten dieser Menschen können auf eine lange Geschichte von Gesundheitsbeschwerden und erfolglosen Beratungen mit zahlreichen Ärzten zurückblicken und das ist auch der Grund, warum die Mehrheit dieser Menschen lieber auf eine glutenfreie Diät und eine zurückgreift. Über Richtigkeit und Notwendigkeit dieser Maßnahmen lässt sich jedoch streiten.
  • Schlafstörungen: Menschen, die an Fibromyalgie leiden, haben oftmals mit sehr starken Schlafbeschwerden zu kämpfen und kommen nachts kaum noch oder nur sehr stark eingeschränkt zur Ruhe. Es ist schwer für sie, überhaupt einzuschlafen oder aber schlafend zu bleiben. Das hat letzten Endes zur Folge, dass Betroffene dauerhaft übermüdet sind und dadurch in ihrem Alltag nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt funktionieren können. Kleinste Aufgaben überfordern sie und sie sind sehr gereizt.Selbst Schlafmittel und Co. helfen in diesen Fällen nur sehr wenig bis gar nicht. Weitere therapeutische Maßnahmen sind also auf jeden Fall notwendig, um den Schlaf des Leidenden wieder zu regulieren.
  • Genetische Faktoren: Ob genetische Faktoren bei der Fibromyalgie eine Rolle spielen ist derzeit unbekannt, aber höchstwahrscheinlich. Die Forschung hat darüber hinaus auch gezeigt, dass Fibromyalgie möglicherweise mit Polymorphismen von Genen im serotoninergen, dopaminergen und katecholaminergen System in Zusammenhang steht. Diese Polymorphismen sind jedoch nicht spezifisch für Fibromyalgie und stehen im Zusammenhang mit einer Vielzahl von verwandten Störungen (z. B. chronisches Müdigkeitssyndrom, Reizdarmsyndrom usw.) und ebenso mit Depressionen. Es wurde überdies festgestellt, dass Individuen mit bestimmten Genkombinationen ein erhöhtes Risiko aufweisen, Fibromyalgie zu entwickeln.
  • Allgemeine Lebensführung: Stress kann ein wichtiger Auslöser für die Entwicklung von Fibromyalgie sein. Fibromyalgie ist häufig mit stressbedingten Störungen wie dem chronischen Erschöpfungssyndrom, posttraumatischer Belastungsstörung, Reizdarmsyndrom und Depression verbunden. Eine systematische Überprüfung fand darüber hinaus einen signifikanten Zusammenhang zwischen Fibromyalgie und körperlichem sowie sexuellem Missbrauch im Kindesalter und auch im Erwachsenenalter. Die allgemeine Qualität dieser Studien wurde jedoch von vielen Forschern bemängelt.Schlechte Lebensangewohnheiten wie Rauchen, Übergewicht und mangelnde körperliche Aktivität können das Risiko erhöhen, dass ein Individuum Fibromyalgie entwickelt. Eine Meta-Analyse ergab, dass ein psychologisches Trauma mit der vorliegenden Erkrankung assoziiert werden kann, wenn auch nicht so stark wie beispielsweise beim chronischen Erschöpfungssyndrom.Zwei Studien, die eine Form der Magnetresonanztherapie verwendeten, berichteten von metabolischen Abnormitäten innerhalb des Hippocampus bei Menschen mit Fibromyalgie. Da der Hippocampus eine entscheidende Rolle bei der Aufrechterhaltung der kognitiven Funktionen, der Schlafregulation und der Schmerzwahrnehmung spielt, wurde vermutet, dass eine metabolische Dysfunktion des Hippocampus am Auftreten dieser Symptome beteiligt sein könnte.

    Einige Forscher haben vorgeschlagen, dass die Entwicklung von Fibromyalgie aus einer stressinduzierter Störung herrühren könnte, da die Exposition gegenüber stressigen Bedingungen die Funktion der Hypophysen verändern könnte. Diese Theorie konnte jedoch noch nicht stichhaltig belegt werden.

  • Neurologische und psychologische Faktoren: Es gibt deutliche Hinweise darauf, dass eine schwere Depression oftmals mit einer Fibromyalgie assoziiert werden kann, obwohl die genauen kausalen Zusammenhänge noch unklar sind. Eine umfassende Überprüfung der Beziehung zwischen Fibromyalgie und Depressionen fand wesentliche Ähnlichkeiten in neurologischen Anomalien, psychologischen Eigenschaften und körperlichen Symptomen. Es gilt zwar noch, bessere Beweise dafür zu finden, dennoch geht die Forschung inzwischen davon aus, dass zwischen der Fibromyalgie und Depressionen ein klarer Zusammenhang besteht.In der Tat hat das Schmerzempfinden mindestens zwei Dimensionen: eine sensorische Dimension, die die Größe und den Ort des Schmerzes verarbeitet und eine affektive Dimension, die den Schmerz selbst anzeigt. Dementsprechend fand man im Rahmen einer Studie heraus, die eine funktionelle Magnetresonanztomographie zur Bewertung von Gehirnantworten auf experimentell zugefügte Schmerzen bei Menschen mit Fibromyalgie verwendete, dass Depressionen und Fibromyalgie nicht nur im selben Bereich des Gehirns verarbeitet werden, sondern auch auch sehr ähnliches Krankheitsbild zeichnen. Somit müssen diese in irgendeinem Zusammenhang zueinander stehen. Was genau dieser Zusammenhang ist, wird noch zu klären sein. Die Fibromyalgie wurde auch mit einer bipolaren Störung, insbesondere der Hypomanie-Komponente, in Verbindung gebracht.

Symptome & Anzeichen

Es gibt kaum allgemeingültige Symptome, die im Rahmen einer Erkrankung mit der Fibromyalgie auftreten. Grob jedoch kann man sich merken, dass folgende Symptome bei den meisten Patienten zu finden sind:

Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine sehr kleine Übersicht der Symptome. Die Bandbreite ist immens. Nicht zuletzt deswegen ist es für Ärzte und Mediziner so schwer, die Krankheit als das zu anzusprechen, was die wirklich ist.

Dennoch sollte man, wenn man einige dieser Symptome verspürt und auch sonst einer Risikogruppe angehört, beispielsweise, wenn man an Depressionen leidet, besser einmal durchchecken lassen. Schaden kann es auf jeden Fall nicht.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine Diagnose ist nicht einfach durchzuführen, dies liegt vorallem daran, dass es keine ausgewiesenen klinischen Tests gibt, die speziell nur für Fibromyalgie entwickelt wurden. Dies liegt aber nicht daran, dass man es nicht versucht hätte, sondern daran, dass es schlicht noch nicht möglich war. Viele der Betroffenen sind darum gleich zu Beginn ihrer vermeintlichen Krankheit in einer besonders misslichen Lage und wissen oftmals nicht, was alles auf sie zukommt. Denn es gibt zwar Mittel und Wege, die Mediziner Anwenden, um die Diagnose Fibromyalgie entweder zu bestätigen oder zu negieren, aber alles in allem ist dieser Prozess sehr langwierig und kompliziert.

Es ist darum besonders wichtig, einen Mediziner zu finden, der mit der Diagnose Fibromyalgie bereits Erfahrungen sammeln konnte. Ansonsten kommt es oftmals zu fehlerhaften Diagnosen, die dann eine Behandlung verlangsamen und unwirksam werden lassen. Darüber hinaus sollte man auch nicht unerwähnt lassen, dass es immer noch einige Ärzte gibt, die die vorliegende Erkrankung nicht als tatsächliche Erkrankung anerkennen, sondern als mehr oder minder starke Einbildung. Darum kann es sein, dass man sich als Patient, der diesbezüglich nach Hilfe sucht, etwas verloren und ausgeliefert fühlt. Dies kann vorallem aber dann der Fall sein, wenn man sich bereits selbst etwas informiert hat und für sich selbst vermutet, dass man an Fibromyalgie leiden könnte. Hört man dann von einem Arzt, dass dieses Leiden reine Einbildung sei, so kann dies sehr niederschmetternd und entmutigend sein.

Die einzige Art und Weise, mittels der es möglich ist, die Krankheit als Fibromyalgie zu identifizieren, ist ein Ausschlussverfahren. Hierzu muss man, wie es bereits im Namen steckt, alle möglichen und etwaigen anderen Erkrankungen, die die vorliegenden Symptome hervorrufen könnten systematisch und kategorisch ausschließen. Dann bleibt oftmals nur die Fibromyalgie als Krankheit übrig. Darüber hinaus kann es sehr hilfreich sein, wenn man den behandelnden Arzt von etwaigen Depressionen oder anderen seelischen Verstimmungen berichtet, da diese oftmals mit der vorliegenden Erkrankung einhergehen.

Alles in allem muss man sich also auf ein weder besonders unkompliziertes noch besonders schnell Diagnoseverfahren einstellen, sondern Zeit und Geduld mitbringen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Es gibt kaum Daten, die sich mit der Häufigkeit der Fibromyalgie beschäftigen, Dies liegt vorallem daran, dass die meisten Menschen entweder keinen Arzt aufsuchen, sich nicht entsprechend behandeln lassen oder eine falsche Diagnose erfahren.

Es gibt nur einige wenige statistische Fakten, die genaue Daten liefern, diese sagen unter anderem aus, dass vorallem Frauen betroffen sind. Das Alter dagegen scheint keine Rolle zu spielen. Selbst Kinder können betroffen sein. Oftmals geht die Krankheit mit einer Depression einher, darum häufen sich die Fälle von Fibromyalgie im psychiatrischen Bereich besonders.

Alles in allem aber ist die Datenlage eher schlecht, wenngleich sie sich in den letzten Zeit etwas verbessert hat. Somit ist davon auszugehen, dass der medizinischen Forschung in absehbarer Zukunft bessere und vorallem auch genauere Daten zu Verfügung stehen werden.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikationen, die im Rahmen der Fibromyalgie auftreten können, sind von Individuum zu Individuum sehr unterschiedlich und kaum über einen Kamm zu scheren. Sie gehen darüber hinaus auch sehr stark auf die möglichen auslösenden Faktoren, wie Depressionen und dergleichen mehr, zurück. Diese können unterschiedliche Komplikationen nach sich ziehen.

Da die Krankheit selbst aber weder das Gewebe noch andere Teile des Organismus aktiv angreift, muss man glücklicherweise nicht mit Langzeitschäden oder ähnlichem rechnen, die eventuell durch die Krankheit ausgelöst werden könnten.

Die oftmals im Rahmen der Erkrankung auftretende extreme Müdigkeit jedoch kann ein massiven Problem darstellen und dafür sorgen, dass das betroffene Individuum nicht mehr dazu in der Lage ist, normal am täglichen Leben teilzunehmen. Vorallem im Autoverkehr ist man dadurch sehr gefährdet, aber auch die Arbeitsleistung im Allgemeinen nimmt sehr stark ab. Tatsächliche organische Schäden muss man jedoch nicht erwarten.

Auch können durch die eventuell aufgrund der Therapie verabreichten Medikamente dafür sorgen, dass es zu mehr oder weniger schweren Nebenwirkungen und Komplikationen kommt. Insbesondere aber dann, wenn Psychopharmaka gereicht werden. Diese können unter anderem für eine Zunahme von Gewicht sorgen. Da überschüssige Pfunde aber eine Fibromyalgie noch zusätzlich verschlimmern können, sollte man hier ein gesondertes Augenmerk auf die Sache haben. Auch können manche der gereichten Medikamente süchtig machen. Insbesondere aber Opiate. Auch hier gilt es also, besonders vorsichtig zu sein und sein eigenes Verhalten laufend zu überprüfen, um schlimmeres zu vermeiden und etwaigen negativen Konsequenzen und Komplikationen bereits im Vorhinein aus dem Wege zu gehen.

Alles in allem also muss man wohl eher nicht befürchten, dass auf aufgrund der vorliegenden Erkrankung nennenswerte Symptome auf einen zukommen oder man damit rechnen muss, dass man sich auf mittlere oder lange Sicht noch mit anderen Leiden herumschlagen muss, die direkt auf die Fibromyalgie zurückzuführen seien. Dennoch kann es, wie bereits erwähnt, aufgrund der gereichten Medikamente, immer wieder zu Komplikationen kommen. Diese muss man dann mit dem behandelnden Arzt besprechen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wie aus den Ausführungen ersichtlich wurde, ist es nicht immer leicht oder gar möglich, die Fibromyalgie auch als solche zu erkennen. Die Symptome sind eher unspezifisch und somit nur relativ schwer konkret einzuordnen oder zu verorten. Das macht die Sache weder für den behandelnden Arzt noch für den leidenden besonders einfach oder angenehm. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, sich so früh als irgend möglich in der Praxis des Hausarztes einzufinden und sich untersuchen zu lassen, wenn man derartige Symptome an sich bemerkt, die eventuell auf eine Fibromyalgie hindeuten könnten. Nicht zuletzt deswegen, weil die Diagnose sehr viel Zeit in Anspruch nehmen kann und ebenso die Therapie. Wer also keine Zeit verlieren will, der sollte nicht zögern und sofort einen Arzt aufsuchen.

Sind darüber hinaus familiäre Vorbelastungen mit der vorliegenden Erkrankung bekannt, so ist es abermals sehr wichtig, dass man sich dementsprechend untersuchen lässt und bereits kleinste Verdachtsmomente als Anlass dafür nimmt, seinem Arzt einen Besuch abzustatten. Alles andere ist wenig zielführend und kann darüber hinaus dafür sorgen, dass eine Therapie viel zu spät einsetzt und nicht mehr den gewünschten Nutzen erbringt. Dies ist vorallem dann der Fall, wenn das betroffene Individuum nachweislich an psychologischen Erkrankungen leidet, die es zunächst zu therapieren gilt. Eine psychologische Therapie ist eine oftmals sehr langwierige Angelegenheit, die nicht mit ein paar Sitzungen abgetan ist. Auch das sollte man nicht vergessen. Des Weiteren kann es praktisch sein, sollte man sich ohnehin schon in einer Psychotherapie befinden, seinen Psychologen oder Psychiater auf das etwaige Vorhandensein einer Fibromyalgie anzusprechen. Diese können einem oftmals weiterhelfen und praktische Tipps geben, bevor man bei seinem Hausarzt deswegen vorstellig wird.

Alles in allem also sollte man bei der Fibromyalgie, sowie bei allen anderen Erkrankungen auch, nicht allzu viel Zeit verstreichen lassen, sondern sich möglichst zeitnahe nach dem ersten Auftreten der Symptome einem Arzt zuwenden.

Behandlungsmethoden & Therapie

Wie bei vielen anderen medizinisch noch nicht erforschten Syndromen gibt es keine allgemein akzeptierte Behandlung oder Heilung für Fibromyalgie und die Behandlung besteht typischerweise lediglich aus dem Symptommanagement. Entwicklungen im Verständnis der Pathophysiologie der Störung haben zu Verbesserungen in der Behandlung geführt, die verschreibungspflichtige Medikamente, Verhaltensintervention und Sport umfassen. In der Tat haben sich integrierte Behandlungspläne, die Medikamente, Patientenschulungen, sportliche Übungen und kognitive Verhaltenstherapie enthalten, als wirksam bei der Linderung von Schmerzen und anderen fibromyalgiebezogenen Symptomen erwiesen.

Medikamentöse Maßnahmen
Der Verband der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland, die European League Against Rheumatism und die Canadian Pain Society veröffentlichen derzeit Richtlinien für die Diagnose und das Management von Fibromyalgie. Diese sind jedoch noch nicht allgemein anerkannt und es könnte noch etwas dauern, bis sie sich komplett durchsetzen. Dass sie sich jedoch komplett durchsetzen werden, daran besteht fachlich kein Zweifel.

Antidepressiva sind wegen der davon ausgehenden Verbesserungen bei Schmerzen, Depressionen, Müdigkeit, Schlafstörungen und gesundheitsbezogener Lebensqualität bei Menschen mit Fibromyalgie in Verwendung. Das Ziel von Antidepressiva sollte die Verringerung der Symptome sein. Eine längerfristige Anwendung kann jedoch zu teilsgravierenden Nebenwirkungen führen und sollte deshalb immer von einem Mediziner überwacht werden. Eine kleine Anzahl von Menschen profitiert signifikant von den sogenannten trizyklischen Antidepressiva wie beispielsweise Amitriptylin. Viele Menschen haben im Endeffekt jedoch mehr Nebenwirkungen als Nutzen von diesen Medikamenten. Während Amitriptylin als Erstlinienbehandlung eingesetzt werden kann, ist die Qualität der Wirksamkeit dieser Anwendung faktisch eher schlecht schlecht. Es kann bis zu drei Monate dauern, bis manche Antidepressiva einen messbaren Effekt erzielen. Und dieser fällt oftmals dennoch eher geringfügig aus. Einige Medikamente haben darüber hinaus das Potenzial, Entzugssymptome zu verursachen, wenn sie abgesetzt werden, so dass ein schrittweises Absetzen insbesondere notwendig ist.

Auch krampfhemmende Medikamente, wie Gabapentin und Pregabalin, können zur Schmerzlinderung eingesetzt werden. Es gibt vorläufige Beweise dafür, dass Gabapentin bei etwa 18% der Fibromyalgiepatienten von Nutzen sein kann. Es ist jedoch nicht möglich vorherzusagen, wer letzten Endes tatsächlich davon profitiert und eine kurze Vorabprobe beim Patienten ist oftmals notwendig, um die Wirksamkeit dieser Art von Medikamenten zu testen. Ungefähr 6 von 10 Personen, die Gabapentin einnehmen, um Schmerzen im Zusammenhang mit Fibromyalgie zu behandeln, haben unangenehme Nebenwirkungen wie Schwindel, abnormales Gehen oder Schwellungen in den Beinen durch Ansammlung von Flüssigkeit. Pregabalin zeigt nur etwa einen Nutzen bei ca. 9% der Menschen. Damit sind auch krampfhemmende Medikamente nicht die Lösung, nach der viele Menschen mit dem vorliegenden Leiden suchen.

Der Einsatz von Opioiden kann auch ein Mittel zur Linderung der Symptome sein, ist jedoch umstritten. In den USA beispielsweise wurde die Verwendung von opiathaltigen Medikamenten bei der Behandlung von Fibromyalgie komplett verboten. Die WHO erklärte in den frühen 2010er Jahren, dass es Mangel für die Wirksamkeit von Opiaten bei der Behandlung gebe und man darum besser darauf verzichten sollte. Der Verband der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften in Deutschland hat im Jahr 2012 keine Empfehlung für oder gegen die Verwendung von schwachen Opioiden ausgesprochen, da die wissenschaftliche Forschung zu ihrer Anwendung in der Behandlung von Fibromyalgie nur begrenzt verfügbar ist. Sie raten jedoch dringend davon ab, starke Opioide zu verwenden. Ein kanadisches Forscherteam empfahl, dass Opiate, die aus einem schwachen Opioid bestehen, nur für Personen mit mäßigen bis starken Schmerzen als Medikament in Frage kommen sollten. Sie rieten von der Verwendung starker Opioide ebenfalls komplett ab. Gesundheitsdienstleister sollten Menschen auf Opiaten auf tatsächlich anhaltende Wirksamkeit, etwaige Nebenwirkungen und möglicherweise unerwünschtes Drogenverhalten hin überwachen.

Die Europäische Liga gegen Rheuma empfiehlt schwache Opiate gegen Schmerzen einzusetzen. Eine Überprüfung ergab, dass die Verwendung von schwachen Opiaten dann zu genehmigen ist, wenn andere Medikamente nicht wirken. Alles in allem jedoch, sind Opiate nur mit sehr großer Vorsicht zu genießen. Ob schwach oder stark dosiert, besteht die Gefahr, dass man sehr schnell von ihnen abhängig wird. Dieses Risiko sollte man auf keinen Fall unterschätzen.

Eine Überprüfung vor einigen Jahren ergab, dass in der Regel ein Zeitraum von neun Monaten erforderlich war, um Fibromyalgie Symptome mit Hilfe von Medikamenten zu reduzieren. Einige Dopamin-Agonisten führten zu einer gewissen Verbesserung bei einer Minderheit von Betroffenen, aber Nebenwirkungen, einschließlich des Auftretens von Impulskontrollstörungen, wie zwanghaftes Spielen und Einkaufen, könnten für manche Menschen ein Problem darstellen, denn das sind durchaus zu erwartende Nebenwirkungen einer solchen Behandlung.

Alles in allem also muss man sagen, dass man nicht weiß, welches Mittel am besten gegen dieses Leiden hilft und alle Medikamente dienen lediglich der Linderung der Symptome, nicht aber der Bekämpfung der Ursache. Was daran liegt, dass nämlich unbekannt sind. Man muss sich als Betroffener daher auf eine nur schleppend anlaufende Therapie vorbereiten, die darüber hinaus eventuell nicht die gewünschten Effekte nach sich zieht.

Psychologische Heilungsansätze
Aufgrund der Ungewissheit über die Entstehung von Fibromyalgie konzentrieren sich derzeitige Behandlungsansätze auf das Management von Symptomen, zwecks einer Verbesserung der Lebensqualität. Mit der Verwendung integrierter pharmakologischer und nicht-pharmakologischer Ansätze, lassen sich wohl die besten Ergebnisse erzielen. Es gibt keine einzige Intervention, die für alle Patienten nachgewiesen wirksam wäre. Eine multimodale / multidisziplinäre Therapie wird empfohlen, um mehrere zugrunde liegende Faktoren auf einmal anzusprechen. Bei einer Metaanalyse von knapp 2.000 Probanden fand man einen starken Beweis dafür, dass die Mehrkomponentenbehandlung positive kurzfristige Auswirkungen auf die wichtigsten Symptome der Krankheit hat. Sprich, dass man hier nicht alle Eier in einen Korb legen, sondern diese geschickt verteilen sollte.

Nicht-pharmakologische Komponenten umfassen unter anderem die kognitive Verhaltenstherapie sowie Bewegungstherapie und Psychoedukation (insbesondere im Bereich Schlafhygiene). Eine Verhaltenstherapie und andere verwandte psychologische Formen von Verhaltenstherapien haben eine kleine bis mäßige Wirkung bei der Verringerung der Symptome der Fibromyalgie. Die Effektstärken sind in der Regel gering, wenn nur allein eine solche Therapie zur eigenständigen Behandlung von Patienten eingesetzt wird. Die Wirkung verbessert sich jedoch oftmals signifikant, wenn die Psychotherapie Teil eines breiteren multidisziplinären Behandlungsprogramms ist. Der größte Vorteil tritt dann auf, wenn eine Psychotherapie zusammen mit praktischen Übung angewandt wird. Auch lassen sich mit diesem Mittel die oftmals gleichzeitig auftretenden depressiven Verstimmungen mehr oder weniger erfolgreich behandeln. Man schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe.

Auch eine in Neudeutsch als „Mind-Body-Therapie“ bezeichnete Form der Behandlung, kann dabei helfen, der Fibromyalgie entgegenzuwirken. Hierbei konzentrieren sich die therapeutischen Ansätze auf Interaktionen zwischen Gehirn, Geist, Körper und Verhalten des Betroffenen. Man definiert diese Form der Therapie in der Fachwelt als Behandlung nach dem ganzheitlichen Prinzip, dass Geist und Körper miteinander verbunden sind und dass durch die Behandlung das psychische und physische Wohlbefinden verbessert wird und der Patient eine aktive Rolle bei seiner eigenen Behandlung spielen kann. Es gibt verschiedene Therapien wie beispielsweise Bewegungstherapie (Yoga, Tai Chi), psychologische Therapieformen und Biofeedback, die hier zur Verwendung kommen können. Zwar sind die Beweise, dass eine solche Therapie tatsächlich hilft, eher spärlich, dennoch lassen sich bisweilen bei einigen Patienten merkliche Verbesserungen feststellen. Daher ist es zumindest einen Versuch wert.

Es gibt darüber hinaus deutliche Hinweise darauf, dass Bewegung und Fitness den Schlaf verbessert und Schmerzen und Müdigkeit bei manchen Menschen mit Fibromyalgie lindern kann. Insbesondere gibt es deutliche Hinweise darauf, dass Herz-Kreislauf-Training für die meisten Menschen besonders effektiv ist. Studien über verschiedene Formen von Aerobic Übungen für Erwachsene mit Fibromyalgie zeigen, dass Aerobic Übungen die Lebensqualität deutlich verbessern, Schmerzen lindern, die körperliche Fitness leicht verbessern und etwas gegen die bleierne Müdigkeit helfen können. Langfristige Auswirkungen sind jedoch unsicher. Ein empfohlener Ansatz für ein abgestuftes Übungsprogramm beginnt mit kleinen, häufigen Übungszeiten und baut sich von dort auf. Bei Kindern wird Fibromyalgie häufig mit einem intensiven körpertherapeutischen und ergotherapeutischen Programm für muskuläre Schmerzsyndrome in Angriff genommen. Diese Programme beinhalten auch eine tiefergehende Beratung, Kunsttherapie und Musiktherapie. Diese Programme sind evidenzbasiert und zeigen langfristige Gesamtschmerzauflösungsraten von bis zu 88%. Dennoch sind sie nicht ganz unumstritten.

Fazit
Wie man den soeben gemachten Aufführungen entnehmen konnte, gibt es keine allgemeingültigen Ansätze, die eine Heilung vom vorliegenden Leiden garantieren würden. Dennoch gibt es einige Medthoden, die zumindest ein gewisses Maß an Schmerzfreiheit versprechen und somit dafür sorgen, dass der Patient zumindest einiges seiner Lebensqualität zurückbekommt.

Alles in allem also ist es notwendig, sich möglichst schnell Hilfe zu suchen, um den langwierigen Prozess der Heilung nicht unnötig hinauszuzögern.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Da es keinen medizinischen Konzens darüber gibt, wie die Krankheit überhaupt erst entsteht, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es keine allgemein anerkannten Maßnahmen gibt, denen man eine besondere Schutzwirkung einräumt.

Somit ist eine klassische Prävention nicht möglich. Man kann sich lediglich an allgemeine Tipps halten und viel Sport treiben, sich gesund ernähren und Stress vermeiden. Wer diese Vorgaben beherzigt, ist zwar nicht geschützt gegen die Krankheit, aber es ist dennoch möglich, das Risiko einer Entstehung der Erkrankung etwas zu reduzieren.

Alles in allem also sollte man versuchen, sich gesund zu halten und möglichst nichts tun, was die eigene Gesundheit verringert, auch ist es empfehlenswert, auf die Gesundheit seiner Psyche und nicht nur auf die des Körpers zu achten.


Prognose zur Heilung

Obwohl die Erkrankung weder degenerativ noch tödlich ist, ist der chronische Schmerz der Fibromyalgie den ganzen Körper durchdringend und anhaltend. Die meisten Menschen mit Fibromyalgie berichten, dass ihre Symptome im Laufe der Zeit nicht besser werden. Eine Auswertung von mehreren Personen mit Fibromyalgie ergab, dass krankheitsbedingte Faktoren wie Schmerzen und weitere psychologische Faktoren wie Arbeitsstatus, Hilflosigkeit, Bildung und Bewältigungsfähigkeit eine unabhängige und signifikante Beziehung zur Symptomschwere hatten.

Kurzum bedeutet das, dass eine Heilung nicht möglich ist. Zumindest noch nicht. Das mag sich jedoch in der absehbaren Zukunft noch ändern. Somit ist die Prognose weder gut noch schlecht. Man muss schlicht damit lernen, mit der Erkrankung zu leben. Bisweilen kommt es zu spontanen Heilungen, diese sind jedoch eher selten und darum sollte man sich als Betroffener nicht allzu große Hoffnungen darauf machen.


Eine anerkannte Krankheit?

Chronische überall im Körper auftrtende Schmerzen waren bereits in der Literatur des 19. Jahrhunderts beschrieben worden, aber der Begriff Fibromyalgie wurde erstmals 1976 verwendet, um diese Symptome zu beschreiben. Namen wie Muskelrheumatismus, Fibrositis, psychogener Rheumatismus und Neurasthenie wurden historisch auf Symptome angewendet, die denen der Fibromyalgie ähnelten. Der Begriff Fibromyalgie wurde einem amerikanischen Forscger als Synonym für Fibrositis geprägt und erstmals 1981 in einer wissenschaftlichen Publikation verwendet. Fibromyalgie ist von der lateinischen Fibra (Faser) und den griechischen Wörtern myo (Muskel) und algos (Schmerz) abgeleitet.

Historische Perspektiven auf die Entwicklung des Konzepts der vorliegenden Erkrankung bemerken die zentrale Bedeutung eines 1977 erschienenen Beitrags über die damals noch als Fibrositis bezeichnete Erkrankung. Die erste klinische, kontrollierte Studie der Merkmale der Fibromyalgie wurde 1981 veröffentlicht, die die Symptomassoziationen mit anderen Erkrankungen unterstützt. 1984 wurde eine Verbindung zwischen dem Fibromyalgiesyndrom und anderen ähnlichen Erkrankungen vorgeschlagen und 1986 wurden Studien mit den ersten potentiell hilfreichen Medikamenten gegen Fibromyalgie veröffentlicht. Ein Artikel aus den 1980er Jahren verwendete dabei erstmals den Begriff Fibromyalgie in einem diagnostischen Sinne. Allerdings blieb die Verwendung kontrovers uns ist es auch teilweise heute noch.

Nichtsdestotrotz es immer noch Zweifler und Spötter gibt, ist doch der allgemeine Konzens, dass es sich bei der Fibromyalgie um eine tatsächlich existierende Erkrankung handelt, die nicht eingeredet ist, wie einige Stimmen immer wieder behaupten. Das gab den Patienten eine ganz neue ebene der Glaubwürdigkeit und nahm diesem Leiden den Anschein der Geisteskrankheit. Dennoch lässt sich ebenso nicht bestreiten, dass viele der Symptome durchaus idiopathisch oder psychosomatisch sein können und nicht immer auf einen physisch und / oder diagnostisch nachvollziehbaren Auslöser zurückgehen. Auch das sollte man im Hinterkopfe behalten,

Alles in allem aber kann man heutzutage davon ausgehen, dass es sich bei der Fibromyalgie um eine weitestgehend anerkannte Erkrankung handelt, die darüber hinaus auch immer wieder Gegenstand der Forschung ist und somit in Zukunft wohl besser verstanden werden kann, als noch heute der Fall.


Alternative Behandlungsmethoden

Darüber hinaus hält die Homöopathie eine Fülle an Verfahren und Zubereitungen bereit, die den Alltag mit Fibromyalgie leichter machen:

Günstig sind außerdem Entspannungstechniken wie Yoga und die Akupunktur.

Welche Hausmittel können helfen?

Mit einer Fibromyalgie leben, das heißt, seinen Alltag darauf abzustimmen. Nicht in jedem Fall sind nur Medikamente angebracht.

Außerdem heißt es: „Achte auf dich“:

  • sich jeden Tag entspannen, eigene Rituale und Entspannungstechniken finden
  • sich ausgewogen ernähren
  • ausreichend Schlafen
  • inneres Gleichgewicht herstellen
  • seine Erkrankung akzeptieren – niemand ist perfekt

Um diese Zielstellungen zu erreichen, sind nebenwirkungsfreie, sanfte pflanzliche Naturheilmittel eine perfekte Lösung. Sie belasten den Körper nicht zusätzlich und haben sich wegen ihrer ausgezeichneten Nebeneffekte bewährt.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Minze
  • Schlafmohn
  • Wilder Spargel
  • Zitronengras
  • Walderdbeeren
  • Huflattich
  • Spitzwegerich

Die hier erwähnten Kräuter kann man entweder getrocknet oder frisch anwenden, auch ist es möglich, diese in der Form eines Aufguss oder eines Tees zu sich zu nehmen. Man sollte hier allerdings auf Allergien achten und nicht nichts auf den Zufall ankommen lassen.

Auch eine Creme ist aus den diesen Pflanzen herzustellen kann gut und hilfreich sein. Eine solche ist besonders im Falle von Schmerzkrankheiten zu empfehlen, da sie direkt auf die Haut aufzutragen ist. Oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Eine komplette Heilung ist aber mit den Kräutern nicht zu erreichen.

Ätherische Öle

  • Lavendel
  • Weihrauch
  • Majoran
  • Rose
  • Geranie
  • Orange
  • Limone

Ätherische Öle sind am besten iM Rahmen einer Aromatherapie zu benutzen. Eine äußere oder gar innere Anwendung ist eher kritisch zu sehen, da sie teilweise sehr starke allergische Reaktion auslösen können.

Für eine Aromatherapie braucht man eine Duftlampe, etwas Wasser und ein Teelicht. Danach lässt man das Öl in die Raumluft verdampfen. Dies trägt zur Entspannung bei und hilft somit, seine Symptome etwas besser auszuhalten.

Homöopathie & Globuli

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische Behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 3 und 10
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 15 Globuli

Oder man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

  • Nr. 14 Kalium bromatum: Dieses Mittel hilft gegen Schlaflosigkeit, ist also bei der Fibromyalgie bestens geeignet.
  • Nr. 23 Natrium bicarbonicum: Dieser Wirkstoff hilft dem Körper dabei, sich zu entsäuern. Da bei der vorliegenden Erkrankung besonders oft die Muskeln leiden, kann ein solcher Wirkstoff dabei helfen, diese zu entspannen.

Schüssler Salze sind sehr populär, dennoch gibt es keine medizinischen Studien, die eine tatsächlich Wirksamkeit dieser Mittel bestätigen. Sie wirken eher psychosomatisch, das heißt, sie lösen einen Placebo-Effekt aus. Da die Fibromyalgie selbst aber auch oft psychosomatischer Natur ist, können Schüssler Salze durchaus als probates Mittel angesehen werden, um die Symptome zu lindern und den Patienten das Leben etwas zu erleichtern.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf Fibromyalgie gibt es nicht. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Es gibt also keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Fibromyalgie-Patienten erstellt worden sind. Eine allgemeine gesunde Ernährung kann überdies sehr förderlich sein und darüber hinaus noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch eine Krankheit belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist die Krankheit tödlich?

Zum Glück nicht. Dennoch sollte man damit rechnen, immensen Einschränkungen ausgesetzt zu sein, die durchaus nicht ohne sind.

Ist die Fibromyalgie heilbar?
Nein, leider nicht. Zumindest nicht mit modernen Heilmitteln. Dennoch wird zur Zeit daran geforscht, diese Situation zu verbessern. Eine Therapie heutzutage zielt mehr darauf ab, die Symptome zu lindern und der betroffenen Person, das Leben so angenehm wie möglich zu machen, trotz der Erkrankung.

Wie kann ich mich schützen?
Leider gar nicht. Die Krankheit kann grundsätzlich jeden treffen und tatsächlich wirksame Präventivmaßnahmen gibt es nicht. Dennoch kann man mit einer guten und gesunden Lebensführung dafür sorgen, dass sich das Risiko eines Ausbruchs verringert.

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