Dyspnoe

Steckbrief: Dyspnoe

  • Name(n): Dyspnoe; Atemnot
  • Art der Krankheit: Lungenerkrankung; Atemwegserkrankung
  • Verbreitung: Eher ältere Personen; Frauen etwas häufiger als Männer
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Unbekannt
  • Behandelbar: Medikamentös; Sauerstofftherapie
  • Art des Auslösers: Organische; skelletale; neuromuskuläre oder psychische Ursachen
  • Wieviele Erkrankte: 25 % aller Patienten mit ambulanten Beschwerden
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Pulmologe; Kardiologe
  • ICD-10 Code(s): R06

Wenn kein Durchatmen möglich ist

Ohne Sauerstoff kann der Mensch nicht leben. Von Sauerstoff hängen alle lebensnotwendigen Prozesse im Körper ab. Besteht ein Sauerstoffmangel, ist die Gesundheit und Leistungsfähigkeit eines Menschen massiv beeinträchtig – es kann zu lebensbedrohlichen Situationen kommen.

Um richtig zu funktionieren, benötigt die Lunge eines Menschen genug Atemluft. Diese belüftet die Lungenflügel und Sauerstoff gelangt vom Lungengewebe aus ins Blut.

Wenn jemand nicht richtig einatmen kann, versorgt die Lunge den Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff. Es besteht ein akuter Sauerstoffmangel, der negative Auswirkungen auch auf andere Organe hat. Wer nicht genug Luft bekommt, leidet an einer Dyspnoe.


Definition Dyspnoe

Der medizinische Begriff Dyspnoe setzt sich aus den Silben ,,Dys‘ und ,,Pnoe‘ zusammen. ,,Dys‘ bedeutet im Allgemeinen immer eine Fehlfunktion, ,,Pnoe‘ ist die Lunge. ,,Dyspnoe‘ steht also für eine Störung der Lungenfunktion.

Eine Dyspnoe lieg vor, wenn das Ein- und Ausatmen schwer fallen. Umgangssprachlich heißt Dyspnoe auch Atemnot oder Luftnot.

Betroffene empfinden das Atmen subjektiv als erschwert und unangenehm. Sie haben das Gefühl, nicht richtig durchatmen zu können. Bei einer Dyspnoe kommt es typischer Weise zu einer flachen, schnellen oder betont tiefen Atmung.

Häufig entwickeln Betroffene bei einer auftretenden Atemnot Panik oder haben sogar Todesangst. Wenn es zu einer Dyspnoe kommt, ist dies ein Hinweis darauf, dass der Körper nicht genug Sauerstoff erhält.

Was ist eine Dyspnoe?

Betroffene mit einer Dyspnoe weisen eine gesteigerte Atemtätigkeit auf. Parallel dazu erhöht sich auch entsprechend die Herzfrequenz.

Der Mensch atmet Luft durch Mund und Nase ein. Diese strömt durch die Luftröhre zur Lunge. In der Lunge befinden sich die Lungenbläschen. Dort findet der Gasaustausch statt. Sauerstoff aus der Atemluft diffundiert durch die Lungenbläschen in den Blutkreislauf. Kohlenstoffdioxid als Stoffwechselprodukt hingegen wird ausgeatmet.

Ist diese Lungenfunktion gestört, sprechen Mediziner von einer Dyspnoe. Es wird zu wenig Sauerstoff eingeatmet und es droht eine Unterversorgung des Körpers. Das Gehirn erhält darauf bestimmte Signale und schickt sofort Impulse an die Lunge. Diese reagiert mit einer gesteigerten Tätigkeit. Gleichzeitig pumpt das Herz schneller Blut in den Körper, um einer Unterversorgung entgegenzuwirken. Die Folge ist eine erhöhte Herzfrequenz.

Ärzte unterscheiden bei einer Dyspnoe zwischen eine Ruhe- und Belastungsdyspnoe. Außerdem ist entscheidend, wie sich eine Atemnot äußert, also plötzlich oder langsam.

Es gibt verschiedene Arten einer Lungenfunktionsstörung:
Bei der Ventilationsstörung sind die Atemwege nicht ausreichend belüftet, das heißt, die Lunge dehnt sich nicht vollkommen aus und es strömt nicht genug sauerstoffreiche Luft hinein. Doch auch Blockaden der Atemwege sind möglich.

Ist der Gasaustausch an den Lungenbläschen gestört, sprechen Mediziner von einer Diffusionsstörung.

Durchblutungsstörungen im Lungengewebe können ebenso zu einer Dyspnoe führen. In diesem Fall ist die Rede von einer Perfusionsstörung.

Besteht ein Ungleichgewicht zwischen Ventilation, Perfusion und Diffusion, handelt es sich um eine so genannte Verteilungsstörung.

Häufige Ursachen einer Dyspnoe sind Atemwegs, Herz- und Lungenerkrankungen. Die Grunderkrankung einer Atemnot entscheidet neben anderen Faktoren darüber, ob diese akut oder chronisch auftritt.


Welche Ursachen gibt es?

Ärzte müssen für eine genaue Diagnose eine Vielzahl von Ursachen in Erwägung ziehen. Da die Atmung von zahlreichen Faktoren abhängt, ist eine gründliche Untersuchung von Nöten.

Es gibt kardinale und pulmonale, also organische Ursachen, die das Herz oder die Lunge betreffen. Eine kardinale Grunderkrankung ist zum Beispiel eine Herzinsuffizienz oder ein Herz-Klappen-Defekt. Daraus ergibt sich eine stark verminderte Leistung des Herzens, genug Blut in den Körper zu pumpen.

Als Lungenkrankheiten lassen sich Lungenentzündung, Asthma oder ein Pleuraerguss nennen.

Daneben lässt sich eine Dyspnoe auch auf Auslöser zurückführen, die im Skelettbau eines Betroffenen liegen. Dazu gehören unter anderen Verletzungen von Rippen oder des Brustfells

Neuromuskoläre Ursachen, wie etwa Erkrankungen des Zentralen Nervensystems, können ebenso zu einer Dyspnoe führen, da sie den Atemantrieb unterdrücken.

Doch auch psychogene Faktoren begünstigen die Entwicklung einer immer wiederkehrenden Dyspnoe – beispielsweise eine Hyperventilation in Stresssituationen, Depressionen oder Angstzustände.

Leiden Personen an Blutarmut, haben sie nicht genug rote Blutkörperchen. Diese sind für den Transport von Sauerstoff durch den Körper verantwortlich. Der aus einer Anämie folgende Sauerstoffmangel führt somit unter Umständen auch zu einer Dyspnoe.

Gelangen Fremdkörper in die Atemwege, sind diese blockiert und Betroffene können kaum oder gar nicht einatmen.

Die häufigsten Grunderkrankungen einer Dyspnoe sind Bronchitis, Asthma bronchiale, Lungenentzündung, Herzinfarkt sowie Lungenödeme.

Ursachen zusammengefasst:


Symptome & Anzeichen

Leiden Personen unter einer Dyspnoe, weisen diese typischer Weise entweder eine schnelle, flache oder sehr tiefe Atmung auf. Ein richtiges Luftholen und Durchatmen ist hier kaum bis gar nicht möglich.

Die veränderte Atemtätigkeit führt häufig zu Begleitsymptomen, wie zum Beispiel Schwindelgefühl bis hin zum Kreislaufzusammenbruch.

Viele Betroffene klagen zudem über ein beengendes Gefühl im Bereich der Brust. Mitunter kommen Schmerzen hinzu.

Wer nicht richtig Luft bekommt, entwickelt automatisch ein Gefühl der Panik und Angst. Den meisten steht der Schweiß auf der Stirn und ihnen wird heiß. Das Herz ,,rast‘ und pumpt vermehrt Blut in den Körper. Die Herzfrequenz erhöht sich.

Bei anderen Betroffene tritt eine Blaufärbung in Gesicht und an Lippen auf. Diese ist durch einen akuten Mangel an Sauerstoff in bestimmten Körperbereichen zu erklären. Die Patienten sind zyanotisch.

Wenn Ärzte Patienten mit einer Dyspnoe untersuchen, stellen sie häufig Atemgeräusche fest, die sich als Rasseln äußern. Dies ist ein Zeichen dafür, dass sich Schleim im Lungengewebe gebildet hat, welches sich dadurch schwer entfalten kann.

Liegt ein Infekt oder eine Lungenentzündung als Grunderkrankung vor, steigt die Körpertemperatur über den Normalwert von 37 Grad Celsius. Auch Husten mit und ohne Auswurf können vor allem bei Asthmatikern auftreten.

Im Allgemeinen gelten Personen mit einer Dyspnoe, insbesondere mit einer chronischen, als weniger leistungsfähig. Besonders bei Bewegung und Belastung reagiert der Körper mit Atemnot.

Symptome zusammengefasst:

  • Flache Atmung
  • Schnelle Atmung
  • Tiefe Atmung
  • Hyperventilation
  • Herzrasen
  • Brustschmerzen
  • Starkes Schwitzen
  • Fieber
  • Husten mit und ohne Auswurf
  • Todesangst
  • Zyanose
  • Schwindel
  • Atemgeräusche

Diagnose & Krankheitsverlauf

Neben einem Gespräch über die Krankengeschichte und eventuelle Vorerkrankungen, beobachten Ärzte bei Verdacht auf eine Dyspnoe die Symptome ihrer Patienten. Zudem widmen sie sich der gründlichen Untersuchung von Herz, Lunge und der oberen Atemwege.

Teil der ersten oberflächlichen Diagnostik ist außerdem die Messung der Atemfrequenz sowie von Puls und Blutdruck.

Im Verlauf einer Differential-Diagnostik veranlassen Ärzte außerdem eine Untersuchung des Thorax mit einem Röntgengerät.

Bei der Elektrokardiografie (EKG) messen Mediziner zudem die elektrischen Ströme, die vom Herzmuskel ausgehen. Daraus ziehen sie Schlüsse auf dessen Tätigkeit und Funktionsstüchtigkeit.

Die Bronchioskopie dient der Untersuchung der Bronchien. Hierbei führen Ärzte ein Endoskop durch den Mund, bis hin zu den Bronchien ein. Unter Umständen erhalten Mediziner dadurch nicht nur einen besseren Einblick in das Lungengewebe, sondern können zusätzlich zähen Schleim aus den Bronchien entfernen und damit den Vorgang des Atmens erleichtern.

Um die Leistung der Lunge einschätzen zu können, wenden Mediziner bei einer Dyspnoe häufig einen Lungenfunktionstest an, auch Spirometrie genannt.

Zur Identifizierung infektiöser Ursachen für eine Dyspnoe dient ein Blutbild. Hierdurch erhalten Mediziner ein Bild über mögliche Erreger, wie Bakterien oder Viren, die zum Beispiel eine Lungenentzündung auslösen.

Der Krankheitsverlauf einer Dyspnoe ist davon abhängig, welche Ursachen dazu führen. Ebenso entscheidet der Schweregrad der Erkrankung und ob sie sich akut oder chronisch äußert. Ältere Personen haben meist schlechtere Heilungschancen als jüngere – erst recht, wenn bei diesen einen Kombination aus mehreren Beschwerden vorliegt. Ein gesunder Lebensstil trägt zur Heilung bei. Raucher sollten ihre Nikotin-Sucht aufgeben, um ihre Genesungschancen zu erhöhen.

Diagnose zusammengefasst:

  • Anamnesegespräch
  • Krankengeschichte
  • EKG
  • Atemfrequenz
  • Puls
  • Blutdruck
  • Bronchioskopie
  • Lungenfunktionstest
  • Pulsoxymetrie
  • Mediastinoskopie
  • Labordiagnostik
  • Blutbild
  • Blutgasanalyse

Häufigkeit & Diagnosedaten

Eine allgemeine Aussage über die Häufigkeit einer Dyspnoe lässt sich schwer treffen, da es hierfür eine Vielzahl von Ursachen gibt. Diese wiederum hängen von verschiedenen gesundheitlichen, aber auch Umwelt-Faktoren ab.

Bevölkerungsgruppen, die in Regionen mit einer hohen Schadstoffbelastung leben, sind in der Regel häufiger von Atemnot betroffen.

Pauschal gesagt tritt eine Dyspnoe in sechs bis siebenundzwanzig Prozent aller ambulanten Beschwerden auf. Andere Statistiken sprechen von exakt fünfundzwanzig Prozent.

Mediziner und Statistiker sprechen davon, dass Frauen etwas häufiger von Atemnot betroffen sind als Männer.

Das Risiko einer Dyspnoe steigt mit dem Alter. Ältere Menschen leiden meist an ein oder mehreren Grunderkrankungen. Diese sind häufig pulmonaler oder kardinaler Natur und gehen mit einer Dyspnoe einher.

Mit zunehmendem Lebensalter sinkt häufig das Maß an Bewegung. Wenig Bewegung und kaum frische Luft tragen dazu bei, dass sich die Lunge nicht richtig ausdehnt und kaum belüftet wird. Damit steigt das Risiko einer Dyspnoe.
Viele von Atemnot Betroffene sind über sechszig Jahre alt.

Beim Verdacht auf eine Dyspnoe ist eine genaue Ursachenforschung von Nöten. Dies bestätigen folgende Zahlen: Bei dreißig bis fünfzig Prozent aller Patienten reicht eine oberflächliche Anamnese nicht aus, um den genauen Auslöser zu finden.

Etwa sieben Prozent aller Patienten, die eine Notaufnahme aufsuchen, klagen über Atemnot. In Hausarztpraxen geben zehn Prozent der Patienten eine Dyspnoe an, die beim langsamen Gehen auftritt. Dagegen klagen fünfundzwanzig der Betroffenen über Luftnot bei größerer Belastung. Dazu zählt beispielsweise Treppensteigen oder das Tragen von vollen Einkaufstüten.

Rettungssanitäter haben es in etwa zwölf Prozent aller Notrufe mit Dyspnoe zu tun. Bei der Hälfte davon handelt es sich um Patienten, die stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden müssen. Zehn Prozent der stationären Patienten versterben in Folge von Luftnot.


Komplikationen bei einer Dyspnoe

Erfolgt bei einer akuten Dyspnoe keine Diagnose und Behandlung, kann sich diese auch zu einer chronischen Luftnot ausweiten. Die Lunge wird dauerhaft nicht richtig belüftet und ihre Leistung lässt nach. Mediziner sprechen dann von einer Lungeninsuffizienz. Dies wirkt sich auch auf andere Organe aus. Es entstehen zum Beispiel Herzprobleme.

Viele Patienten, die regelmäßig an Luftnot leiden, entwickeln dabei Angstzustände. Sie haben das Gefühl zu ersticken. Panik allerdings führt in vielen Fällen dazu, dass Betroffene hyperventilierten und die Kontrolle über ihre Atmung verlieren.
Die Folge sind starke Kreislaufprobleme, die hin und wieder auch in einem Kollaps.

Die Folge von Kreislaufzusammenbrüchen sind oft Stürze. Viele Betroffene können sich nicht mehr halten und verletzen sich durch einen unglücklichen Aufprall beispielsweise am Kopf. Daraus resultieren dann eventuelle Schädigungen anderer Organe.

Sind Atemwege durch Fremdkörper blockiert, besteht Lebensgefahr – erst recht, wenn Betroffene in Ohnmacht fallen und der Körper sich zum Beispiel nicht mehr Husten wehren kann.

Wenn kein richtiges Einatmen mehr möglich ist, haben Betroffene ernsthafte Probleme, einen Notruf abzusetzen. Sie besitzen keine Kraft mehr zum Schreien.

Reagieren Personen allergisch auf bestimmte Stoffe, ist ebenso Atemnot möglich. Im schlimmsten Falle erleiden sie einen allergischen Schock, der auch tödlich enden kann.

Beim Auftreten einer Dyspnoe bekommen Betroffene nicht richtig Luft, wodurch der Körper und insbesondere das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Dauert die Unterversorgung mehrere Minuten an, sind schwere Langzeitschäden, bis hin zum Hirntod die Folge.

Komplikationen zusammengefasst:

  • Angstzustände
  • Hyperventilation
  • Kreislaufkollaps
  • Ohnmacht
  • Stürze
  • Allergischer Schock
  • Langzeitschäden
  • Geistige Behinderung
  • Hirntod

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Die Notwendigkeit, zum Arzt zu gehen, hängt zum einen von der Schwere einer Dyspnoe und von deren Umständen ab. Bekommt Jemand keine Luft und befindet sich in einer lebensbedrohlichen Situation, ist auf jeden Fall der Notarzt zu rufen,

In leichteren Fällen, die meist psychisch bedingt sind, reichen häufig Beruhigung durch andere Personen oder Atemübungen aus, Betroffene zum richtigen Durchatmen zu bewegen.
Asthmatiker haben für akute Luftnot ein Asthmaspray bei sich. Es enthält ein Mittel zur Erweiterung der Bronchien und wirkt schnell und effektiv.

Menschen mit einer Lungenentzündung befinden sich im besten Falle bereits in Behandlung, am besten in einem Krankenhaus. Dort überwachen Ärzte und Pflegepersonal eine aufkommende Dyspnoe und können sofort eingreifen.

Bestehen bei einem Betroffenen zusätzlich zur Dyspnoe Herzprobleme, besteht bei aufkommender Atemnot der Verdacht auf einen Herzinfarkt. Auch zählt schnelle Hilfe durch einen Notarzt.

Leiden Personen mit psychischen Problemen hin und wieder unter Atemnot, ist es empfehlenswert, zunächst alle eventuellen organischen Ursachen abzuklären. Sind diese ausgeschlossen, gehen Psychotherapeuten mentalen und emotionalen Auslösern für eine Dyspnoe auf den Grund.

Entwickelt sich eine akute und erklärliche Dyspnoe zu einer dauerhaften Luftnot, ist die Lebensqualität und Leistungsfähigkeit Betroffener massiv eingeschränkt. Diese sollten für eine gründliche Diagnose zunächst ihren Hausarzt aufsuchen. Je nachdem, welche Grunderkrankung diagnostiziert wird, kann ein Kardiologe, Pulmologe, Neurologe oder Psychologe weiterhelfen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Die Art der Behandlung einer Dyspnoe hängt von ihrer Ursache ab. Ist eine bestimmte Grunderkrankung diagnostiziert, leiten Ärzte eine dementsprechende Therapie an.
Entscheidend sind außerdem alle auftretenden Symptome. Mediziner achten darauf, wann, wie und unter welchen Umständen sich diese äußern – also ob es sich zum Beispiel um eine Ruhe- oder Belastungsdyspnoe handelt.

Handelt es sich bei der Grunderkrankung beispielsweise um eine Lungenentzündung, haben Betroffene meist Anzeichen eines Infekts. Dazu gehören Schlappheit, Fieber, Schmerzen und Husten. Auslöser für eine Lungenentzündung können Bakterien und Viren sein. So verordnen Ärzte entweder Antibiotika oder Virostatika, um die Erreger zu bekämpfen. Hinzu kommen Schmerz- und Fiebermittel. Viele Ruhe und Schlaf fördern zudem die Genesung.

Leiden Personen mit einer Dyspnoe auch an Herzproblemen, erhalten sie spezielle Medikamente. Diese senken zum Beispiel den Blutdruck und unterstützen das Herz dabei, genug sauerstoffreiches Blut in den Körper zu pumpen.

Diagnostizieren Ärzte Asthma, erhalten Patienten eine Inhalierhilfe. Damit atmen Betroffene in akuten Situationen so genannter ,,Reliever‘ ein, die ihnen das Atmen erleichtern.

Personen mit chronischer Dyspnoe erhalten oft eine Sauerstofftherapie. Dabei erhalten sie hochkonzentrierten Sauerstoff über eine Atemmaske. Diese findet häufig Anwendung bei erkrankten Rauchern und älteren Menschen mit Lungenerkrankungen.

Bei einer Dyspnoe in Kombination mit psychischen Störungen empfehlen Psychotherapeuten häufig autogenes Training, das eine bewusste und konzentrierte Atmung ermöglicht. Außerdem lernen Betroffene, mit äußeren Faktoren umzugehen, die eine Atemluft auslösen. Mithilfe von Atemübungen trainieren sie, wie sie sich in bestimmten Situationen selbst beruhigen und zu einer gesunden Atmung zurückfinden.

Bei Menschen, die eine allergische Reaktion und dadurch Luftnot erleiden, zählt schnelle Hilfe. Andernfalls droht ein allergischer Schock mit lebensbedrohlichen Folgen. In den meisten Fällen helfen Medikamente, die Kortison enthalten. Ansonsten gilt es, bestimmte Stoffe zu entfernen, die eine allergische Reaktion auslösen.

Befinden sich Fremdkörper in der Luftröhre, führt dies ebenfalls zu Atemnot. Geschulte Personen oder Rettungssanitäter nutzen hier den ,,Heimlich-Griff‘. Dabei umgreifen sie den Betroffenen von hinten mit Armen und Händen. Damit üben sie kontrollierten Druck auf den Brustbereich aus und befördern den Fremdkörper so aus der Luftröhre.

In lebensbedrohlichen Situationen können Anwesende außerdem eine Mund-zu-Mund-Beatmung anwenden. Diese sollte allerdings geübt sein.

Lösen Tumore oder Geschwüre eine Dyspnoe aus, hilft häufig eine Operation, bei der schädliches Gewebe entfernt wird.

Bei einer leichten und akuten Atemnot reichen manchmal auch einfache Handgriffe aus. Zum Beispiel hilft eine entsprechende Lagerung des Betroffenen mit Kissen, um ihm das Atmen zu erleichtern. Es gibt Personen, denen es in einer aufrechten Sitzposition besser geht. Andere bevorzugen es zu liegen.

Behandlungsmethoden zusammengefasst:

  • Blutdrucksenkende Medikamente
  • Reliever
  • Sauerstofftherapie
  • Antibiotika
  • Virostatika
  • Autogenes Training
  • Atemübungen
  • Antiallergika
  • Kortison
  • ,,Heimlich-Griff‘
  • Mund-zu-Mund-Beatmung
  • Operation
  • Lagerung

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die eine Dyspnoe begünstigen. Dazu gehören zum Beispiel Schadstoffe, Umweltfaktoren, Rauchen sowie eine ungesunde Lebensweise.

Wer bereits unter Herz- oder Lungenerkrankungen leidet, sollte regelmäßig einen Arzt aufsuchen und die von ihm verordneten Medikamente stets einnehmen. Andernfalls droht eine Verschlechterung des Gesundheitszustands.

Wer sich gesund ernährt und kein Übergewicht entwickelt, hat gute Chancen, keine Stoffwechsel– oder Herzerkrankungen zu bekommen. Diese begünstigen eine immer wieder kehrende Atemnot. Aus diesem Grund sind viel Bewegung und eine ausgewogene Ernährung wichtig.

Mithilfe von bestimmten Ausdauer-Sportarten, wie Fahrradfahren, Joggen oder Schwimmen, können Herz und Lunge trainiert werden.
Bewegung in der Natur fördert die Belüftung der Lunge und stärkt das Immunsystem.

Personen mit einer chronischen Atemnot, wie sie beispielsweise bei Asthmatikern der Fall ist, sollten Stresssituationen meiden, um einer Luftnot vorzubeugen.

Allergikern empfehlen Ärzte, bestimmte Reize, die eine allergische Reaktion und Luftnot auslösen, zu meiden. Zudem zählt die regelmäßige Einnahme von Antiallergika.


Prognose zur Heilung

Die Chancen auf Heilung bei einer Dyspnoe hängen davon ab, ob es sich um akute oder chronische Luftnot handelt. Atemnot bei einer einzelnen allergischen Reaktion beispielsweise lässt sich schneller behandeln als bei einer chronischen Lungenentzündung in Kombination mit anderen Begleiterkrankungen (Lungeninsuffizienz, Herzinsuffizienz). So bestimmten daraus folgende Symptome auch über die Genesung von Betroffenen.

Wer aufgrund von Herz- oder Lungenerkrankungen dauerhaft medikamentös eingestellt ist, sollte sich an die Verordnungen des zuständigen Arztes halten. Sonst drohen Rückfälle und schwere Atembeschwerden.

Das Lebensalter beeinflusst ebenfalls die Heilungschancen von Betroffenen. Ältere Personen mit einer Dyspnoe haben meist ein schwächeres Immunsystem und sind weniger belastbar. Hier ist das Risiko einer chronischen Dyspnoe höher.

Wer trotz diagnostizierter Dyspnoe und verordneter Therapie raucht, belastet seine Lunge weiterhin und nimmt die Gefahr in Kauf, sich nie wieder vollständig zu erholen.

Erhalten Personen mit akuter Luftnot im Falle eines allergischen Schocks beispielsweise keine schnelle Hilfe, drohen Langzeitschäden oder sogar der Tod.

Was ist ein Lungenfunktionstest?

Bei einem Lungenfunktionstest untersuchen Mediziner, wie belastbar und funktionstüchtig die Lunge eines Patienten ist. Der medizinische Fachbegriff für einen Lungenfunktionstest ist Spirometrie.

Die Spirometrie erfolgt in mehreren Schritten: Testen Ärzte die Vitalkapazität einer Lunge, dann erhalten sie Informationen darüber, welches Volumen nach maximaler Einatmung ausgeatmet wird.

Mediziner unterscheiden bei der Vitalkapazität zwischen dem Atemzugsvolumen (AZV), dem inspiratorischen Reservevolumen (IRV) und dem exspiratorischen Reservevolumen (ERV).
Inspiratorisch bedeutet nach dem Einatmen und exspiratorisch nach dem Ausatmen.
Im Normalfall atmet der Mensch ein Volumen von 0,5 Liter an Luft aus. Kommt es zu Abweichungen von diesem Normalwert, handelt es sich um eine Dyspnoe.

Außerdem konzentrieren sich Ärzte bei einem Lungenfunktionstest auf die Einsekundenkapazität. Dabei atmen Patienten ein, halten kurz die Luft an und atmen sofort stoßartig aus. Der Normalwert für die Einsekundenkapazität beträgt fünfundsiebzig Prozent.

Zusätzlich liefert ein Lungenfunktionstest ein genaues Bild über den so genannten Peak flow. Es handelt sich dabei um die maximale Geschwindigkeit, mit der Luft beim forcierten Ausatmen aus der Lunge strömt.

Während des gesamten Tests überwachen Ärzte bei ihren Patienten die Herzfrequenz, den Blutdruck und den Sauerstoffgehalt im Blut.


Alternative Behandlungsmethoden

 

Bei Luftnot handelt es sich um ein ernst zu nehmendes Symptom, das zu lebensbedrohlichen Situationen führen kann. In vielen Fällen einer Dyspnoe ist eine Behandlung mit klassischer Medizin unabdingbar.

Zusätzlich zu allen schulmedizinischen Behandlungsmethoden existieren einige alternative Therapien. Sie dienen dazu, den Körper eines Betroffenen bei seiner Genesung zu unterstützen. Viele alternativen Therapien zielen darauf hinaus, die inneren Selbstheilungskräfte eines Patienten zu mobilisieren.

Die Homöopathie vertraut auf die heilende Kraft natürlicher Mittel, also von Heilkräutern, Heilpflanzen und anderen organischen Substanzen. Beliebte homöopathische Mittel sind zum Beispiel Globuli, Tropfen und Salben.

Im Bereich der Naturheilkunde existiert außerdem ein spezielles Verfahren. Es ist unter der Bezeichnung ,,Airnergy‘. Dabei bereiten Naturheilkundler die Atemluft energetisch auf. Damit erhalten Patienten laut Naturheilkundler ,,besseren‘ Sauerstoff als über eine übliche Sauerstofftherapie.

Alternative Therapeuten wenden bei der Behandlung einer Dyspnoe auch Akupunktur an. Dabei setzen sie mithilfe von dünnen Nadeln Reize an bestimmten Körperstellen und bringen damit innere Energien zum Fließen.

In der Krankenpflege gibt es verschiedene Methoden, sie sich gut in den Pflegealltag integrieren lassen. Dazu gehören unter anderen Massagen. Mithilfe dieser stimulieren pflegende Personen die Atemwege ihrer Klienten.

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Schleimlösende Tees
  • Massagen
  • Kalte oder warme Wickel
  • Kartoffelwickel
  • Hustenlöser
  • Zwiebelsaft
  • Regelmäßiges Lüften
  • Dampfbäder
  • Nasendusche

Hausmittel sind alltagstauglich und meist leicht anwendbar. Allerdings sollten sich Verwender darüber im Klaren sein, dass eine Behandlung ernstzunehmender Symptome, wie einer Dyspnoe, allein mit Hausmitteln nicht zu heilen ist. Sie dienen lediglich als zusätzliche Methode zur klassischen Mediziner. Auf diese sollte Personen mit Luftnot Betroffene zu allererst zählen.

Geeignete Hausmittel sind zum Beispiel Tees, die sich leicht herstellen lassen. Zutaten sind entweder bereits im Haushalt vorhanden oder an vielen Stellen erhältlich. Bestimmte Pflanzenstoffe sind dazu in der Lage, Schleim, der sich im Lungengewebe festgesetzt hat, zu lösen und damit das Atmen zu erleichtern.

Dampfbäder tragen ebenso zur Schleimlösung bei und haben einen durchblutungsfördernden Effekt.

Wer unter akuter Atemnot aufgrund von Infekten leidet, kann zu leicht Herstellern Hustenlösern greifen. Dazu zählt zum Beispiel Zwiebelsaft.

Eine verstopfte Nase führt häufig zu einer flachen Atmung. Neben Dampfbädern hilft auch eine Nasendusche, die lästigen Schleim herausspült.

Kalte oder warme Umschläge auf der Brust oder dem Rücken fördern die Durchblutung und lösen ebenfalls festsitzendes Sekret in den Bronchien.

Bei Husten mit Auswurf hilft auch ein Kartoffelwickel, den sich Betroffene auf die Brust legen. Ein Kartoffelwickel wirkt entspannend und löst Schleim.

Des Weiteren sorgen Massagen mit Ölen und Salben dafür, dass sich die Atemwege entspannen und ein besseres Durchatmen möglich ist.

Wer lange Zeit krank ist, zum Beispiel bei schweren Infekten oder einer Lungenentzündung, hat meist Bettruhe einzuhalten und bewegt sich deshalb kaum.
Aus diesem Grund ist es wichtig, Betroffenen auf anderem Weg genug Sauerstoff zu ermöglichen. Regelmäßiges Lüften erhöht den Sauerstoffgehalt in geschlossenen Räumen und wirkt sich positiv auf das Immunsystem aus.

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Lavendel
  • Kamille
  • Minze
  • Alant
  • Fenchel
  • Gänsefingerkraut
  • Holunder
  • Huflattich
  • Pestwurz
  • Sonnentau
  • Spitzwegerich
  • Thymian
  • Wasserdost
  • Senf

Die Naturheilkunde vertraut auf die heilenden Kräfte der Natur. Deshalb bieten Naturheilkundler viele pflanzliche Mittel an, die die Heilung bei verschiedenen Krankheiten unterstützen. Dazu gehört auch die Dyspnoe.

Viele alternative Therapeuten verwenden Heilkräuter und Heilpflanzen, die sie vor allem zu Tees oder als Mittel für Dampfbäder weiterverarbeiten.

Zum Beispiel eignet sich Lavendel für einen schleimlösenden und beruhigenden Tee.
Doch auch Kamille oder Minze sind beliebt.

Diese machen sich auch als Zusatz für Dampfbäder und Vollbäder gut. Daneben gelten Alan, Holunder, Sonnentau als Mittel zum Inhalieren. Andere geeignete Heilkräuter sind Fenchel, Gänsefingerkraut, Huflattich, Pestwurz, Thymian, Wasserdost und auch Spitzwegerich.

Für kalte oder warme Umschläge empfehlen Naturheilkundler häufig Senf.

Ätherische Öle

 

  • Kiefernnadel
  • Myrrhe
  • Weihrauch
  • Lavendel

Die Verwendung von ätherischen Ölen bei Dyspnoe ist mit Vorsicht zu genießen. Denn viele ätherische Öle wirken sich sogar negativ auf die Atemwege aus und können unter Umständen sogar Atemnot provozieren.

Besonders bei Babys, Kleinkindern und älteren Personen ist die Gefahr einer Dyspnoe durch ätherische Öle groß. Die davon ausgehenden Düfte können die Atemwege reizen und diese in manchen Fällen sogar zu schwellen lassen. Andere Personen reagieren allergisch auf ätherische Öle und bekommen deshalb Atemnot. Unter Umständen führen ätherischen Öle zu lebensbedrohlichen Situationen.

Die Grunderkrankung einer Dyspnoe entscheidet außerdem darüber, wie empfindlich Betroffene auf ätherische Öle reagieren.

Im Allgemeinen gibt es aber bestimmte Öle, die stimulierend oder beruhigend wirken. Dazu gehören unter anderen Kiefernnadelöl, Myrrhe und Weihrauch.

Homöopathie & Globuli

 

  • Bryonia alba C5
  • Aconitum napellus C5
  • Spigelia anthelmia C5
  • Sulfur C9

Eine ausgeprägte Dyspnoe behandeln Homöopathen gern mit Carbo vegetabilis C15 und zusätzlich mit dem Globuli Hydrocyanicum acidum C9.
Die Homöopathie bietet eine Vielzahl an Mitteln auf natürlicher Basis, die eine Heilung begünstigen. Homöopathische Medikamente haben aber auch ihre Grenzen. Sie sind in vielen Fällen nicht dazu in der Lagen, Krankheiten zu heilen. Wer auf die heilenden Kräfte der Natur vertraut, sollte trotzdem nicht ganz von schulmedizinischen Methoden absehen.

Homöopathische Arznei gibt es in verschiedenen Darreichungsformen. Dazu gehören zum Beispiel Globuli, Tabletten, Salben und Tropfen. Diese enthalten stark verdünnte organische Substanzen. Der Verdünnungsgrad, oder unter Homöopathen auch Potenzierungsgrad genannt, gibt Aufschluss darüber, wie schnell und effektiv die Mittel wirken.
Aufklärung über die Herstellung und richtige Anwendung der natürlichen Medizin bieten erfahrene Homöopathen.

Im Bereich der Homöopathie gibt es einige Mittel, die dazu beitragen, die Atmung zu erleichtern. Sie finden Anwendung zur Linderung von Luftnot. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten: Betroffene sollten eine Dyspnoe ernst nehmen und einschätzen können, wann andere Methoden von Nöten sind, um eine Lebensbedrohung zu vermeiden.

Bekannte Mittel zur ergänzenden Behandlung von Dyspnoe sind zum Beispiel Bryonia alba C5 und Aconitum napellus C5. Sie machen das Atmen angenehmer und leichter.

Bei einer erschwerten Atmung in Kombination mit Schmerzen im Brustraum helfen beispielsweise Spigelia anthelmia C5 und Sulfur C9.

Eine ausgeprägte Dyspnoe behandeln Homöopathen gern mit Carbo vegetabilis C15 und zusätzlich mit dem Globuli Hydrocyanicum acidum C9.

Schüssler-Salze

 

  • Nr. 4 Kalium Chloratum
  • Nr. 5. Kalium Phosphoricum
  • Nr. 7. Magnesium Phosphoricum
  • Nr. 6. Kalium Sulfuricumind
  • Nr. 8. Natrium Chloratum
  • Nr. 13. Kalium arsenicosum
  • Nr. 19. Cuprum arsenicosum
  • Nr. 25. Aurum chloratum natronatum

Auch Schüssler Salze gelten als natürliche Ergänzung bei der Therapie von verschiedenen Symptomen. Sie versprechen allerdings keine Heilung – erst recht, wenn es sich um schwere Erkrankungen handelt. In vielen Fällen bedarf es einer schulmedizinischen Behandlung.

Schüssler Salz eignen sich sowohl zum Einehmen als auch als Zusatz für Dampfbäder oder Vollbäder. Ihre Wirkung liegt vor allem darin, das Immunsystem zu stärken und die inneren Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Außerdem dienen sie dazu, Schleim zu lösen und die Bronchien zu erweitern.

Alternative Therapeuten greifen gern zum Schüssler Salz Nr. 4. mit dem Namen Kalium Chloratum. Doch auch die Salze Nr. 5. Kalium Phosphoricum, Nr. 6. Kalium Sulfuricum sowie Nr. 7. Magnesium Phosphoricum sind beliebt.

Die Verwendung von Schüssler Salzen erfolgt im besten Fall unter Aufsicht eines geschulten und erfahrenen Naturheilkundler. Sie geben Auskünfte über die genaue Zusammensetzung und Anleitung zur Dosierung.

Weitere Schüssler Salzer, die sich zur symptomatischen Behandlung einer Dyspnoe eignen, sind Nr. 8. Natrium Chloratum, Nr. 13. Kalium arsenicosum, Nr. 19. Cuprum arsenicosum und
Nr. 25. Aurum chloratum natronatum.

Diät & Ernährung

 

  • Kein Übergewicht
  • Viel Obst und Gemüse
  • Wenig Salz
  • Keine blähenden Lebensmittel
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Kalzium
  • Viel Flüssigkeit

Auch, wenn sich Viele nicht im Klaren darüber sind – die Ernährung hat ebenso einen Einfluss auf die Funktionstüchtigkeit der Atemorgane. Eine falsche Ernährung kann die Atmung dauerhaft erschweren oder einschränken. Mitunter führt sie zu ernsten Erkrankungen, die vor allem den Stoffwechsel und das Herz-Kreis-Lauf-System betreffen.

Mediziner und Therapeuten empfehlen Personen mit Dyspnoe vor der Einnahme von Mahlzeiten erst Schleim in den Bronchien abzuhusten, um die Gefahr des Verschluckens zu reduzieren. Dies betrifft vor allem Patienten mit Bronchitis, Lungenentzündung und anderen Atemwegserkrankungen.

Viel Flüssigkeit trägt außerdem zum Abtransport von lästigen Sekreten bei und ermöglicht einen schnellen Blutfluss in lebenswichtigen Gefäßen.

Beim Essen sollten Betroffene darauf achten, in Ruhe zu essen und mundgerechte Bissen zu sich zu nehmen. Somit ist das Risiko geringer, dass Nahrung in die Luftröhre gelangt und es zu akuter Atemnot kommt.

Des Weiteren gilt zu viel Salz als weiterer Risikofaktor einer Dyspnoe, da Salz die Atmung erschwert.

Bestimmte Lebensmittel sind ebenfalls kontraproduktiv, wenn es um die Atmung geht. Dazu gehören zum Beispiel Salami, Schinken und Würstchen. Sie bilden im Körper toxische Stickstoffverbindungen, die die Lunge belasten.

Mediziner empfehlen außerdem geringe Mengen an blähenden Lebensmitteln. Blähungen sind ein Zeichen für zu viel Luft im Thoraxbereich. Die angestaute Luft drückt unter anderem auf das Zwerchfell und den Brustraum und erschwert damit die Atmung.

Übergewicht begünstigt die Entstehung von gefährlichen Stoffwechsel- und Herzkrankheiten, die unter Umständen mit einer Dyspnoe einhergehen.

Viel Obst und Gemüse stärken zudem das Immunsystem und beugen Infekte vor.


FAQ – Fragen & Antworten

Können Menschen mit Atemnot Sport treiben?

Ob Menschen mit einer Dyspnoe Sport treiben können, hängt vom Schweregrad der Grunderkrankung und der Belastbarkeit eines Patienten ab. Doch generell gilt, dass Bewegung die Belüftung der Atemwege und Lunge fördert.

Im Rahmen einer Behandlung von Atemnot ist sanfte Bewegung und leichter Sport durchaus möglich – am besten unter Aufsicht von Ärzten und Therapeuten.
Wer mit einer Dyspnoe Sport betreibt, sollte dabei seine Vitalwerte überwachen und sein eigenes Körperempfinden achten, um einer Überbelastung vorzubeugen.

Wie geht eine Mund-zu-Mund-Beatmung?

Erste Hilfe ist bei Atemnot wichtig. Handelt es sich um eine lebensbedrohliche Situation und ist ein Notarzt nicht gleich vor Ort, leiten Anwesende am besten eine Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung ein.

Eine Mund-zu-Mund-Beatmung ist nötig, wenn die Nase aufgrund von Verletzungen oder Verstopfung nicht zugänglich ist.

Als Erstes gilt es, den Hals des Betroffenen zu überstreichen. Der Ersthelfer verschließt mit Daumen und Zeigefinger die Nase. Danach ist der Mund des Betroffenen etwas zu öffnen.
Anschließend atmet der Ersthelfer tief ein, legt seinen eigenen weit geöffneten Mund auf den des Betroffenen – und zwar so, dass keine Luft mehr entweicht.

Der Ersthelfer pustet die eingeatmete Luft in die Atemwege des anderen. Anschließend hebt er dessen Kopf und dreht ihn zur Seite. Es ist wichtig, darauf zu achten, ob sich der Brustkorb des Betroffenen senkt und ob Atemgeräusche zu hören sind.

Bei einer Mund-zu-Mund-Beatmung besteht die Gefahr, dass eventuell Luft in den Magen gelangt und der Betroffene sich übergibt.

Kann Singen bei Atemnot helfen?

Singen kann bedingt bei Atemnot helfen. Es ist besser zu sagen, dass sich Singen als Atemtraining eignet. Denn beim Singen atmet der Körper kontrolliert Luft ein und wieder aus. Mithilfe einer so genannten Luftsäule fokussiert ein Sänger seine Atmung.

Singen begünstigt außerdem die Ausweitung der Lungenflügel und fördert die Belüftung aller Atemorgane. Zudem trainiert Singen das Zwerchfell und stärkt laut einiger Studien auch das Immunsystem.

Ist eine Dyspnoe erblich?

Eine Dyspnoe ist an sich nicht vererbbar. Es gibt allerdings beispielsweise Lungen- und Herzerkrankungen, die eine Dyspnoe auslösen und vererbbar sind. Außerdem treten hin und wieder genetische Defekte auf, aufgrund dessen das Lungengewebe nicht vollständig entwickelt. Ebenso sind Defekte am Herzen möglich, die zu einem Sauerstoffmangel und schließlich zu Atembeschwerden führen.

Kann eine Atemnot durch Sodbrennen entstehen?

Bestimmte Lebensmittel rufen Sodbrennen und auch zusätzlich Blähungen hervor. Bei Sodbrennen produziert die Galle und der Magen zu viel Magensäure, die den Thoraxbereich stark reizen kann. Diese unangenehmen Symptome übertragen sich mitunter auch auf die Atmung.

Zu viel angestaute Luft im Thoraxraum übt Luft auf Atemorgane aus und erschwert somit das Einatmen.

Sodbrennen gilt aber auch als ein Anzeichen für einen Herzinfarkt. Dieser geht mit einer Dyspnoe einher.

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