Sodbrennen

Steckbrief: Sodbrennen

  • Name(n): Sodbrennen; Pyrosis
  • Art der Krankheit: Reflexstörung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Etwa 40% der Weltbevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; HNO-Arzt; Internist
  • ICD-10 Code(s): ICD-10-GM-2017 – k00-k93 – k20-k31 – K20

Wenn es im Hals brennt

Sodbrennen
als Sodbrennen wird ein brennender oder als ätzend wahrgenommener Schmerz bezeichnet, der etwa hinter dem Brustbein auftritt. Jedoch kann er sich auch vom Oberbauch bis in den Hals hinziehen.

Nur gelegentlich auftretendes Sodbrennen ist kein Grund zur Sorge und beinahe jeder leidet hin und wieder daran. Kritisch zu betrachten ist es erst, wenn es öfter vorkommt und einen bei der Erledigung der alltäglichen Aufgaben einschränkt. Diese Fälle sind aber glücklicherweise nur sehr selten.

Dabei kann potentiell jeder Betroffen sein. Selbst Kinder sind nicht ausgenommen. Darum sollten die Eltern auch auf eine gesunde Ernährung des Nachwuchses achten.

Definition Sodbrennen

Sodbrennen äußert sich sich durch einen brennenden oder sich ätzend anfühlenden Schmerz im Bereich der Brust. Genauer gesagt direkt hinter den Brustbein. Darüber hinaus verstärkt sich der Schmerz deutlich, wenn man liegt oder vorn übergebeugt ist.

Man sollte sich allerdings, insofern man nur ab und an an Sodbrennen leidet keine allzu großen Gedanken darum machen. Es ist vollkommen egal hin und wieder die mit der vorliegenden Krankheit in Verbindung gebrachten Symptome zu empfinden. Kritisch ist es erst, wenn man an einem mehr oder weniger chronischen Sodbrennen erkrankt. Dies kommt aber eher selten vor und ist meist auch dann keine eigenständige Krankheit, sondern viel mehr ein Symptom.

In den meisten Fällen ist davon auszugehen, dass man dieses Leiden selbst in den Griff bekommt. Hierzu dienen Hausmittel ebenso wie alternative Ansätze, ganzheitliche Methoden oder rezeptfreie Medikamente. Eine tatsächliche schulmedizinische Behandlung mit einhergehender Therapie ist ebenfalls nur bei chronischen Fällen notwendig.

Insofern man also nicht an konstantem Sodbrennen leidet, sollte man nicht allzu besorgt sein, wenn es doch mal dazu kommt. Chronisch kann man es dann nennen, wenn es täglich mehrmals auftritt und zudem immer in speziellen Situationen vorkommt. Beispielsweise direkt nach dem Essen oder dem Hinlegen.


Was ist Sodbrennen?

Unter Sodbrennen versteht man einen mehr oder weniger scharf definierten Schmerz, der durch das Austreten von Magensäure in die Speiseröhre verursacht wird. Die Gründe hierfür können sehr zahlreich sein. Manche Menschen leiden an chronischem Sodbrennen, wohingegen andere Personen nur sehr selten im Laufe ihres Lebens mit diesem Leiden konfrontiert werden. Vollends frei von Sodbrennen dürfte jedoch niemand sein. Dies stellt allerdings keinen Grund zur Besorgnis dar. Es handelt sich bei dem vorliegenden Leiden weniger um eine Erkrankung im klassischen Sinne, als vielmehr um eine natürliche Reaktion des Körpers auf gewisse beispielsweise durch Nahrungsaufnahme ausgelöste Prozesse.

Dennoch ist es ebenso möglich, dass sich bei manchen Personen ein krankhaftes Sodbrennen einstellt. Sollte dies der Fall ist das hervortreten des Magensaftes in die Speiseröhre jedoch nur das Symptom einer anderen Krankheit. Sodbrennen kann per se nicht als eigenständige Krankheit definiert werden.

Nicht immer sind nur Magen und Speiseröhre betroffen. In extremeren Fällen kann es soweit kommen, dass sich die Magensäure ihren Weg bis weit in den Mund hinein bahnt. Manche betroffenen Individuen spucken sogar Magensäure. Hierbei handelt es sich aber, wie gerade erwähnt, um Ausnahmefälle. Nichtsdestoweniger haben solche Personen oftmals mit auf lange Sicht sehr großen Problemen zu kämpfen. Insbesondere Zähne und Zunge werden massiv in Mitleidenschaft gezogen. Teilweise so stark, dass es notwendig sein kann, das gesamte Gebiss erneuern zu müssen. Auch kann die Speiseröhre im laufe der Jahre so stark verätzen, dass sich Narbengewebe bildet, dass das Individuum daran hindert zu schlucken und somit die Aufnahme von Nahrung nicht nur empfindlich stört, sondern teilweise auch unmöglich macht.

Zumeist allerdings sind die die Ursachen des Sodbrennens eher harmlos und können, insofern sie kein chronisches Problem darstellen, mit gutem Gewissen ignoriert werden. Faustregeln gibt es keine, wer aber beispielsweise mindestens einmal pro Woche mit Sodbrennen zu kämpfen hat, der sollte besser bei einem Mediziner vorstellig werden und sich auf eventuell tief sitzendere Magenprobleme oder Herzbeschwerden hin untersuchen lassen.

Tatsächlich nämlich rührt chronisches Sodbrennen nicht selten vom Herzen her. Etwa 1% aller Fälle lassen sich auf eine Koronare Herzkrankheit zurückführen. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass die englische Bezeichnung für Sodbrennen „Heartburn“ lautet. Häufig liegt dem Leiden allerdings auch eine Refluxösophagitis zugrunde. Hierbei handelt es sich wohl um das, was der Volksmund allgemein hin als „Sodbrennen“ bezeichnet. Im medizinischen Fachjaron wird diese Erkrankung auch als GERD bezeichnet – eine Abkürzung der englischen Bezeichnung „gastroesophageal reflux disease”.

Aber auch Herzinfarkte oder andere akute oder chronische Leiden des wichtigsten Organs können ein Sodbrennen bedingen. Oftmals vernachlässigen Ärzte diese Possibilität in ihrer Diagnose, wodurch gerade leichte Herzanfälle oftmals undiagnostiziert bleiben. Plötzliche starke Schmerzen in der brust, die von Übelkeit und Sodbrennen begleitet werden, sind ein sehr starker Indikator dafür, dass ein Herzinfarkt unmittelbar bevorsteht. Allerdings kann es sich auch genau andersherum verhalten. Menschen, die an einer Refluxösophagitis leiden, können im Laufe der Krankheit diverse Symptome entwickeln, die einer chronischen Herzerkrankung nahe kommen. Somit kann es bisweilen der Fall sein, dass Individuen, bei denen man Herzinsuffizienzen vermutet, tatsächlich „nur“ an GERD leiden. Nicht zuletzt darum ist es von größer Wichtigkeit, dem Arzt im Rahmen der Anamnese seine Krankengeschichte klar offenzulegen und keine Details auszusparen. Dadurch hilft man nicht nur sich selbst, sondern auch dem behandelnden Arzt.

In den meisten Fällen jedoch, geht dem Sodbrennen kein mittelbar festzustellenden medizinisches Leiden voraus und es handelt sich lediglich um eine körpereigene Reaktion auf die Aufnahme gewisser Speisen und oder Getränke. Zwar kommt es auch hierbei öfter bei Personen mit chronischen gereiztem Magen oder Damrtrakt zu Sodbrennen, als bei solchen, die über einen durchweg gesunden Verdauungsapparat verfügen, aber immun ist keine der beiden Gruppen. Man sollte sich dennoch darauf einstellen, dass, wenn man beispielsweise an einem Reizdarm leidet, man davon auszugehen hat, öfter einmal Opfer von Sodbrennen zu werden.

Allerdings sollte man sich hierbei keine allzu großen Gedanken machen. Sicherlich ist Sodbrennen sehr unangenehm und kann mitunter auch schmerzhaft sein, alles in allem aber stellt es nur wenige Probleme dar und sorgt nur sehr selten dafür, dass es zu längerfristigen Schäden kommt.

Aufgrund dieser Ambivalenz die Entstehung des vorliegenden Leidens betreffend kann es sehr schwer sein, die genauen Gründe für ein häufig auftretendes Sodbrennen zu ermitteln. Darum ist es wichtig, dem behandelnden Arzt Vorerkrankungen ebenso offenzulegen wie auch Gewohnheiten das Essen und Trinken betreffend. Alles kann eine Rolle spielen und als Indiz dafür gelten, woher das Sodbrennen rührt. Sollten keine behandelbaren Gründe vorliegen, sprich sollte nämliches durch die Aufnahme bestimmter Viktualien ausgelöst werden, so kann man den Ausbruch einer Attacke zumeist einfach dadurch verhindern, indem man auf gewisse Lebensmittel verzichtet. Ansonsten ist es dem behandelnden Arzt meist möglich, gegen das zugrunde liegende Leiden medikamentös oder operativ vorzugehen und somit die Frequenz, mit der das Sodbrennen auftritt, merklich zu senken. Nur in den seltensten Fällen sind dem zuständigen Mediziner dahingehen die Hände gebunden.

Eben angesprochene Behandlungen hängen stark davon ab, welche Ursache dem immer wiederkehrenden Sodbrennen zugrunde liegt. Sollte es sich um eine Unverträglichkeit gegenüber gewissen Lebensmitteln handeln, so ist es am besten, auf diese Verzicht zu üben. Damit sollte das Problem oftmals schon merklich abgeschwächt werden können. Bei chronischen Herzproblemen oder GERD erfolgen anderen auf diese speziellen leiden abgestimmte Behandlungsmethoden. Zumeist erfolgt eine medikamentöse Behandlung, seltener auch eine operative.

Auch eine schnelle Hilfe gegen Sodbrennen ist möglich. Hierbei können nicht nur Hausmittel helfen, sondern auch Medikamente. Beide Mittel sind ähnliche probat. Allerdings sollte man tunlichst auf die Aufnahme von Backpulver zur Bekämpfung von Sodbrennen verzichten. Zwar lindert dieses umgehend den Schmerz, nimmt dem austretenden Magensaft aber nichts von seiner ätzenden Wirkung und sorgt somit dafür, dass die Magensäure ungestört und vorallem unbemerkt in der Speiseröhre und im Mundraum wüten kann. Es ist besser, gar nichts einzunehmen, als sich mit Backpulver weiterzuhelfen, gleichwohl wie weit verbreitet und angeblich hilfreich diese Methode sein mag.

Abschließend lässt sich zusammenfassen erwähnen, dass es sich bei Sodbrennen zwar um ein medizinisches Leiden handelt, das durchaus für größere Probleme sorgen kann, man sich aber in aller Regel keine allzu großen Gedanken machen sollte, wenn es einen einmal erwischt. Wahrscheinlich hat man schlicht und einfach etwas falsches gegessen oder getrunken. Kritisch wird die Situation erst, wenn man in höhere Frequenz an Sodbrennen leidet.

Welche Ursachen gibt es?

Die Ursache für Sodbrennen ist das Zurückfließen von Magensaft in die Speiseröhre. Nach sehr fettem Essen oder zu viel Kaffee ist Sodbrennen ganz normal – fast jeder kennt dieses Gefühl.

Auch zu viel Alkohol oder Zigaretten können übrigens Sodbrennen auslösen. Empfindliche Personen reagieren sogar auf Äpfel oder Zitrusfrüchte mit Sodbrennen. Die Ernährung spielt also bei der Entstehung dieses Symptoms eine bedeutende Rolle, doch auch Stress oder zu hastiges Essen können schnell zu Sodbrennen führen. Erst wenn die Symptome häufig auftreten, sollte man einen Arzt aufsuchen. Vor allem in der Schwangerschaft ist Sodbrennen besonders häufig, da durch die wachsende Gebärmutter der Druck auf den Bauch bzw. den Magen ansteigt.

Alles in allem sind die Ursachen und Symptome, die einem Sodbrennen zugrunde liegen können also relativ überschaubar. Allein die Gründe für chronisches Sodbrennen sind zumeist schwerwiegenderer Natur. Meist liegt dann eine Refluxösophagitis vor. Diese kann diverse Ursachen haben. Darunter auch Magenkrebs oder Tumore in der Speiseröhre. Nicht zuletzt deswegen sollten Patienten, die dauerhaft oder zumindest sehr regelmäßig an der vorliegenden Krankheit leiden, ihren behandelnden Arzt darauf ansprechen.

Herzprobleme
Wie bereits einführend erwähnt, sind Herzprobleme oftmals ein Grund für die Etablierung eines chronischen Sodbrennens. Nichtsdestoweniger kann es auch genau andersherum sein. Wer häufig Schmerzen im Brustbereich fühlt, muss nicht zwingend herzkrank sein, sondern kann auch schlicht an einer Refluxösophagitis leiden, die seitens des Patienten fehlinterpretiert wurde. Nicht zuletzt darum ist es bisweilen notwendig, etwas Detektivarbeit zu leisten und verschiedene Symptome zusammenzuführen und gegeneinander auszuwerten.

Ebenso ist es durchaus möglich, dass beide Erkrankungen vorliegen und / oder sich gegenseitig bedingen. Es kann also durchaus diffizil sein, zu ermitteln, ob das Herzproblem für das Sodbrennen verantwortlich ist oder das Sodbrennen für das Herzproblem oder ob beide gar wechselseitig aufeinander Einfluss nehmen.

Auch kann man ein sehr plötzliches und heftiges Sodbrennen begleitet von Schmerzen in der Brust als ein Warnsignal für einen sich anbahnenden Herzinfarkt verstehen. Darum sollte man diesbezüglich möglichst tätig werden und ggf. einen Krankenwagen verständigen, bevor es zu spät ist.

Ernährung
Es dürfte nicht überraschend sein, dass Sodbrennen auch durch eine schlechte Ernährung ausgelöst werden kann. Hierbei ist der Begriff „schlecht“ jedoch relativ zu betrachten. Die aufgenommene Nahrung muss nicht schlecht oder ungesund im Allgemeinen sein, sondern nur für den Körper des konsumierenden Individuums im Speziellen ungeeignet. Jeder Mensch reagiert anders auf gewisse Lebensmittel. Darum sollte man darauf achten, welche Speisen und Getränke bei einem selbst Sodbrennen verursachen und diese nach Möglichkeit vermeiden. Damit ist einem zumeist schon sehr geholfen und die Frequenz, mit der es zu Sodbrennen kommt, reduziert sich merklich.

Wer sich diesbezüglich schwertut kann sich ganz einfach selbst helfen, indem er entweder ein Ernährungstagebuch führt oder einen Diätologen aufsucht.

Auch sollte man an dieser Stelle noch einmal Nikotin und Alkohol erwähnen. Sicherlich handelt es sich hierbei nicht um Nahrungsmittel im klassischen Sinne, das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass sie oftmals als solche gebraucht und angesehen werden. Wer also Verzicht auf diese Suchtstoffe übt, dasselbe gilt übrigens auch für Kaffee, verringert nicht nur die Häufigkeit, mit der sich Sodbrennen einstellt, sondern wirkt gleichzeitig auch vorbeugend auf das vorliegenden Leiden und viele andere Leiden ein.

Andere Vorerkrankungen
Auch Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes können dafür sorgen, dass es zu einem vermehrten Auftreten von Sodbrennen kommt. Insbesondere (chronische) Entzündungen der Magenschleimhaut oder des Darms sind an dieser Stelle zu nennen. Aber auch einige Allergien und Unverträglichkeiten können Sodbrennen mitunter begünstigen. Nicht zuletzt darum sollten Personen, die dergestalt vorbelastet sind, auf die Aufnahme gewisser Speisen verzichten, um ihren Magen oder ihren Darm nicht noch mehr zu strapazieren.


Symptome & Anzeichen

Patienten, die unter Sodbrennen leiden, müssen häufig sauer aufstoßen. Dabei gelangt nicht selten Magensaft in den Rachen- oder Mundraum, was sehr unangenehm sein kann.

Darüber hinaus kann es durchaus der Fall sein, dass sich ein stark brennender Schmerz einstellt. Es ist sogar möglich, dass der Betroffene sich fühlt, als habe er eine Flasche Säure getrunken und selbige stünde nun in seiner Speiseröhre. Zudem sollte man auch darauf achten, ob die Schmerzen sich verschlimmern, sobald man sich niederlegt oder sich überbeugt. Ist dies der Fall ist beinahe immer von einem Sodbrennen auszugehen und alle anderen Erkrankungen sind häufig auszuschließen.

Darüber hinaus sei an dieser Stelle erwähnt, dass man in diversen Studien herausfinden konnte, dass Menschen Sodbrennen oftmals sehr verschieden wahrnehmen. Zwar beschreiben alle einen initial ätzenden oder brennenden Schmerz, dieser verändert sich aber von Fall zu Fall oftmals sehr stark im laufe der Attacke. Hierfür konnte die Wissenschaft noch keine zufriedenstellende Antwort finden. Vermutet wird unter anderem, dass die Intensität und die genaue Art des Sodbrennens stark vom kurrenten Mageninhalt des betroffenen Individuums abhängig ist. Aber auch dies gilt lediglich als Vermutung konnte noch nicht bestätigt werden.

Auch könnte man die etwaig auftretenden Spätfolgen einer chronischen Sodbrennen-auslösenden Erkrankung durchaus als Symptome werten. Hierzu gehören neben permanenten Verätzungen der Speiseröhre und damit einhergehender Narbenbildung auch ein unverhältnismäßiger Verschleiß der Zähne und der Zunge. Besonders wohl aber der Zähne. Bei extrem gearteten Fällen ist es darum nicht selten der Fall, dass eine vollkommene Rekonstruktion des Gebisses erforderlich ist. Der Zahnschmerz ist sehr anfällig gegenüber Säure, insbesondere gegenüber Magensäure.

Ebenso kann die Nasenschleimhaut sehr stark in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies ist dann der fall, wenn das Sodbrennen häufig im Liegen auftritt. Bei einem liegenden Individuum ist es durchaus möglich, dass die austretende Magensäure sich einen Weg bis in die Nase bahnt und dort regelrecht wütet. Hierdurch kann es zu einer Austrocknung der Schleimhaut kommen. Das ist nicht nur sehr unangenehm und schmerzhaft, sondern kann auch zu vielen weiteren Gebrechen und Leiden führen, unter anderem zur berühmten Stinknase.

Nichtsdestotrotz sollte man sich aufgrund der soeben gemachten Ausführungen nicht verunsichern lassen. Alles in allem ist Sodbrennen zumeist sehr harmlos und stellt keine Gefahr für das betroffene Individuum dar.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Da häufiges Sodbrennen die Schleimhaut in der Speiseröhre verändern kann, sollte man dies bei häufigem Auftreten von einem Arzt untersuchen und abklären lassen. Nur in seltenen Fällen steckt eine ernsthafte Erkrankung, die sogenannte Gastroösophageale Refluxkrankheit, kurz GERD genannt, hinter Sodbrennen. Diese bezeichnet eine Schwäche des unteren Schließmuskels der Speiseröhre.

Bei dieser treten neben dem Sodbrennen auch Magenkrämpfe nach dem Essen sowie Blähungen und Völlegefühl auf. Eine Spiegelung von Speiseröhre und Magen gibt schnell Aufschluss darüber, ob es sich tatsächlich um die Refluxkrankheit handelt oder doch nur um gewöhnliches Sodbrennen.

Darüber hinaus gelten dem Arzt auch bildgebende Verfahren als diagnostische Mittel, insbesondere aber das Röntgen. Hierdurch kann der zuständige Mediziner Aufschlüsse darüber gelangen, ob der Magen eventuell durch ein Geschwür oder ähnliches vorbelastet ist.

Ein neuartiges diagnostisches Mittel ist der sog. „AAPT“ (Ambulatory acid probe tests). Hierbei setzt man dem Patienten einen Kleinstapparat direkt in die Speiseröhre ein und misst mithilfe desselben die Intensität der aus dem Magen austretenden Säure und deren Verweildauer. Die hieraus gewonnenen Daten können sehr aufschlussreich sein.

Ansonsten ist dem behandelnden Arzt am besten damit geholfen, wenn man sich ihm gegenüber vollkommenen offen verhält und keine Details auslässt. Insbesondere nicht solche, die sich auf die Aufnahme von Nahrung und Flüssigkeiten beziehen. Auch der Konsum von Rauchwaren, Alkoholika und Kaffee sowie sonstigen Drogen ist nicht zu verschweigen. Diese können oftmals einen nicht zu unterschätzenden Faktor bei der Entstehung von Sodbrennen darstellen. Wer also den diagnostischen Prozess beschleunigen und vereinfachen möchte, der sollte sich selbst einen Gefallen tun und den Arzt so ausführlich wie möglich über das eigene Verhalten in Kenntnis setzen.

Ansonsten ist in aller Regel nicht mit einer allzu langwierigen Diagnose zu rechnen. Sicherlich kann sich der gesamte Prozess etwas verzögern, weil es mitunter recht kompliziert sein kann, die zugrundeliegende Krankheit zu ermitteln und ggf. Differentialdiagnosen auszuschließen, aber alles in allem sollte man nicht allzu lange Wartezeiten befürchten, bis die Diagnose steht.

Verlauf der Krankheit
Der Verlauf der Krankheit ist meist sehr typisch. Kurz nach dem Essen, dem Konsum von Alkohol oder Tabakwaren oder kurz nach dem Sport kommt es zu einer Attacke. Diese äußert sich in einem brennenden oder ätzenden Schmerz und hält etwa 5 bis 20 Minuten an.

Bei manchen Personen verstärken sich die Attacken im Laufe der Zeit zwar, aber mehr als 95% aller Betroffenen bemerken im Lauf ihres Lebens keine Steigerung in der Intensität von Sodbrennen.

Der Verlauf ist also alles in allem sehr stringent und man kann damit rechnen, dass eine Attacke sehr schnell wieder vorbei geht. Dennoch kann es auch hier von Fall zu Fall zu graduellen Unterschieden kommen. Schließlich ist jeder Organismus individuell und somit lässt es sich nur schwer voraussagen, inwieweit das Individuum von Sodbrennen betroffen ist oder nicht.

Manche Personen sind darüber hinaus nur dann betroffen, wenn sie sich in bestimmte Positionen begeben. Beispielsweise im Liegen. Dieses Personen ist zu raten, mit verschiedenen Schlafpostionen zu experimentieren und jene zu finden, die am wenigstens zum Entstehen einer Sodbrennen-Attacke beiträgt. Denn gerade Sodbrennen im Liegen ist sehr unangenehm und kann mitunter zu heftigem Würgereiz, Erbrechen, Atemnot und anderen Symptomen führen. Hierbei ist es zumeist sehr stark davon abhängig, auf welcher Seite der Patient liegt.

Auch sollte man bedenken, dass Attacken zwar in aller Regel sehr kurz sind, sie es aber nicht sein müssen. Manche Patienten haben sehr lange mit einer einzigen Attacke zu kämpfen, während eine solche für einen anderen nur wenige Sekunden dauert. Nicht zuletzt darum ist es wenig sinnvoll vom Verlauf bei anderen Personen auf den eigenen zu schließen.

Alles in allem lässt sich also bemerken, dass die Majorität der Bevölkerung wohl die gleichen Symptome während einer Attacke verspürt, es aber dennoch einige Ausnahmen gibt und man diese nicht vernachlässigen sollte oder sich dieser erhaben denkt. Es ist besser sich mental darauf einzustellen, dass es auch zu einem länger anhaltenden Sodbrennen kommen kann und es eben nicht nach kürzester Zeit wieder vorbei ist.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Beinahe jeder Mensch auf diesem Planeten leidet an einem Punkt in seinem leben unter Sodbrennen. Viele auch häufiger. Es gibt kaum Ausnahmen. Statistiken gehen von einer Ratio von 99,9% der gesamten Weltbevölkerung aus. Dabei trifft es alle Personen gleichermaßen stark und es ist ein zu vernachlässigender Faktor, ob Mann oder, ob alt oder jung, ob dick oder dünn. Sicherlich sind einige Leute und / oder Personengruppen häufiger betroffen als andere. Das ändert aber nichts an dem Umstand, dass trotzdem alle Personen betroffen sind. Es ändert sich also nicht das „Das“, sondern nur das „Wie oft“.

Zu diesen Risikogruppen gehören vorallem übergewichtige Personen, sowie Menschen, die zu viel Alkohol konsumieren und / oder sich schlecht ernähren. Darüber hinaus lässt sich beobachten, dass Menschen mit voranschreitendem Alter immer häufiger an Sodbrennen leiden. Dies ist auf die erhöhte allgemeine physische Schwäche im Alter zurückzuführen.

Überhaupt kann man sehr viel dagegen unternehmen an Sodbrennen zu leiden, wenn man seine Lebensführung etwas anpasst und verbessert. Sicherlich ist es nicht möglich, dem Leiden vollends zu entgehen, aber es ist sehr wohl möglich, die Chancen merklich zu senken.

Auch die Prävalenz von Sodbrennen in Kulturen, die sich traditionell eher fleischlos und gesund ernähren, wie beispielsweise die indigenen Stämme Ostasiens und Südamerikas, ist sehr gering. Teilweise ist dieses Phänomen dort sogar vollends unbekannt. Zwar lässt sich Sodbrennen nicht in der Riege der Kulturkrankheiten einstufen, dennoch ist es klar zu beobachten, dass es sich hierbei um ein Leiden handelt, das vermehrt in soziokulturellen Strukturen auftritt, die einen sehr laxen Umgang mit Lebensmitteln und Genussgiften pflegen und darüber hinaus sehr wenig wert auf Gesundheit ihrer Viktualien legen.

Wer als junger Mensch bereits an chronischem Sodbrennen leidet, sollte auf jeden Fall darauf aus sein, seinen Lebenswandel grundsätzlich zu ändern. Ansonsten ist es zu erwarten, dass die jahrelang andauernde Belastung der Speiseröhre durch die Magensäure früher oder später ihren Tribut fordert. Schluckbeschwerden sind hierbei noch das geringste Übel. Manche Personen sind kaum mehr in der Lage selbstständig zu schlucken und müssen sich künstlich ernährne oder künstlich ernährt werden. Ein Schicksal, das man sich nicht selbst aufladen sollte, wenn es zu vermeiden ist.

Diagnosedaten
Die mittels einer Diagnose gewonnenen Daten dienen im Falle des Sodbrennens lediglich dazu, um zu determinieren, ob es sich „nur“ um Sodbrennen oder einer tiefer gehende Erkrankung handelt, infolge derer das vorliegende Leiden als Symptom erscheint.

Die wenigstens Menschen gehen wegen eines sporadisch auftretenden Sodbrennens zu einem Mediziner. Daher sind auch die diagnostischen Mittel eher beschränkt. Dies ändert allerdings nichts an der Tatsache, dass die zur Verfügung stehenden Mittel beinahe immerzu ausreichend sind, um eine Diagnose stellen zu können.

Wie bereits erwähnt, sind Diagnosen in der Frühphase der Erkrankung oftmals sehr schwer zu stellen und es kommt nicht selten zu fehlerhaften Interpretationen der vorhandenen Daten. Dies liegt unter anderem daran, dass die auftretenden Symptome zumeist sehr unspezifisch sind. Sie könnten ebenso für eine vollkommen andere zugrunde liegende Krankheit sprechen. Hierdurch fällt es selbst erfahrenen Ärzten nicht immer ganz leicht festzustellen, was sich hinter dem ständigen Sodbrennen verbirgt.

Diese Schwierigkeiten machen es umso wichtiger, dass sie spärlich zur Verfügung stehenden Daten umso genauer und gewissenhafter ausgewertet werden. Allerdings lösen sich diese Probleme mit einem Voranschreiten der Krankheit meist von selbst. Dies ist darauf zurückzuführen, dass sich die Symptome nach und nach immer mehr verdeutlichen und somit gezielter auf die vorliegende Krankheit hinweisen.

Darum ist es für den behandelnden Arzt sowie für die zuständigen Laboranten von aller größter Wichtigkeit, absolute Sorgfältigkeit und Professionalität im Umgang mit den zu bearbeitenden Proben an den Tag zu legen. Alles andere verlangsamt den Prozess der Identifikation der Krankheit nur.

Es geht also für den zuständigen Mediziner zunächst hauptsächlich darum, eine etwaig vorliegende chronische Erkrankung, die ständiges Sodbrennen auslösen kann, von anderen Krankheiten mit ähnlichen Symptomen zu unterscheiden. Ist dies gelungen, steht der Diagnose an sich nichts mehr im Wege. Alles in allem lässt sich also sagen, dass der Weg zur Diagnose bei Sodbrennen nicht immer ganz einfach ist, jedoch auch nicht unmöglich. Ein erfahrener Arzt sollte keinerlei Probleme damit haben, eine solche mithilfe der gängigen Methoden festzustellen.

Der Patient kann also durchaus davon ausgehen, dass er im Falle einer Erkrankung eine schnelle, effiziente und korrekte Diagnose gestellt bekommt. Dies ist ein Luxus, den nicht jede Krankheit bieten kann. Dieser Umstand erspart nicht nur dem Patienten Stress und Zeit, sondern nimmt auch den Druck vom behandelnden Arzt. Im Umkehrschluss bewirkt das, dass mehr Zeit für die Planung einer geeigneten Therapie zur Verfügung steht. Dies sollte im Interesse eines jeden Patienten und eines jeden Arztes liegen.


Komplikationen bei der Krankheit

Die durch Sodbrennen verursachten Komplikationen sind überschaubar. Handelt es sich darüber hinaus nur um die sporadisch auftretende Form, sind die sogar vollends zu missachten.

Lediglich wenn es sich um den bereits erwähnten GERD handelt, sollte man mit einigen Einschränkungen rechnen. Hierzu gehören partielle Zerstörungen der Speiseröhre, sowie Verätzungen derselben oder des Mundraumes. Aber wie bereits erwähnt: Diese Symptomatiken und oder Komplikationen sind imgrunde nicht Teil eines einfachen Sodbrennens, sondern gehören zu einem komplett anderen Befund.

Dennoch sollte man abermals erwähnen, dass man die zu erwartenden Komplikationen nicht leichtfertig abtun sollte. Sicherlich wird man sich nicht viel dabei denken, wenn man hin und wieder an Sodbrennen leidet und man sollte sich darum wirklich nicht das Herz schwer machen, nichtsdestoweniger kann es nach Jahren immer wieder auftretenden Sodbrennens durchaus dazu kommen, dass sich massive negative Veränderungen einstellen. Wie bereits nun schon mehrfach erwähnt, sind oftmals die Zähne betroffen.

Zwar kommt es nur recht selten dazu, dass eine komplette Erneuerung des Gebisses notwendig wird,. Gänzlich auszuschließen ist aber auch dies nicht,. Das ist nicht nur sehr kostenintensiv, sondern auch grundsätzlich vermeidbar. Auch der schleichende Verlust des Geschmackssinnes ist ein möglicher Nebeneffekt, der im Rahmen eines chronischen Sodbrennens auftauchen kann. Dieser stellt sich zumeist erst nach einigen Jahren ein. Der Geschmackssinn nimmt, aufgrund von Verätzungen der Zunge, gradual ab und verschwindet schließlich ganz. Diese Einschränkung wird von vielen Menschen als sehr belastend empfunden. Aber auch hierbei handelt es sich um ein grundsätzlich vermeidbares Problem

Ebenso ist eine Vernarbung der Speiseröhre oftmals eine Komplikation bei Patienten mit sehr starken Attacken von Sodbrennen. Diese kann harmlos sein, führt aber auch nicht selten dazu, dass es dem Patienten sehr schwer fällt selbstständig zu schlucken und der somit ggf. auf eine künstliche Nahrungsaufnahme angewiesen ist. Daran sollte niemandem gelegen sein.

Nichtsdestotrotz handelt es sich bei den soeben gemachten Ausführungen tatsächlich um sehr extreme Beispiele – die meisten Menschen tragen von Sodbrennen keine dauerhaften Einschränkungen davon und sollte sich darum auch keine allzu großen Gedanken machen. Selbst wenn man relativ häufig an Sodbrennen leidet.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Im Grunde ist es nur selten notwendig, des vorliegenden Leidens wegen einen Arzt zu konsultieren. Man sollte es dennoch in Erwägung ziehen, wenn einer oder mehrere der vorliegenden Aussagen zutreffen:

  • Man leidet über einen Zeitraum von einem Monat häufiger als zwei mal pro Woche an Sodbrennen
  • Die Symptome bleiben trotz rezeptfreier Medikamente bestehen
  • Die Fähigkeit zu Schlucken ist (stark) eingeschränkt
  • Es hat sich zusätzlich zum Sodbrennen eine dauerhafte Übelkeit mit Brechreiz eingestellt
  • Unfreiwilliger Gewichtsverlust, der direkt mit dem Sodbrennen korreliert

Leidet man mehr als einmal oder zweimal pro Woche an Sodbrennen, sollte man einen Termin beim Hausarzt vereinbaren. Insbesondere dann, wenn man in seiner Familie mehrere Fälle von chronischem Sodbrennen vorzuweisen hat.

Zwar ist eine frühe Erkennung der zugrunde liegenden Krankheit, wie bereits erwähnt, mitunter nur schwer möglich, aber davon sollte man sich nicht abhalten lassen. Denn auch hier gilt der Vorsatz: Je früher desto besser. Denn gerade am Anfang einer Sodbrennen verursachenden Erkrankung kann man noch viel bewegen.

Ein Arzt ist also selbstverständlich sofort dann aufzusuchen, wenn man eines oder mehrere der oben genannten Symptome bei sich ausmachen konnte. Sodbrennen als Symptom ist teilweise gut behandelbar und darüber hinaus auch relativ unkompliziert und zeitnah zu diagnostizieren. Darum sollte man einen Arztbesuch auf keinen Fall unnötigerweise hinauszögern und sich sofort in Behandlung begeben, wenn es einem notwendig erscheint.

Eine frühe Erkennung ist generell sehr hilfreich und bei jedweder Erkrankung anzuraten. Aber gerade bei nur weitläufig definierten Erkrankungen wie Sodbrennen ist eine gute Früherkennung das A und O. Schließlich ist eine Behandlung hier dann am effektivsten, wenn sie beginnt, bevor die zugrundeliegenden Leiden imstande dazu waren, die Speiseröhre und den Mundraum dauerhaft zu schädigen. Sind beispielsweise die Zähne erst einmal zerstört, kann man sie nicht mehr reparieren. Betroffene müssen in diesen Fällen lernen mit vollkommen verschlissenen Zähnen zu leben, bis sie entweder das Kapital für ein künstliches Gebiss zusammen haben oder sie eines gestellt bekommen. Das ist kein leichtes Unterfangen. Auch dann nicht, wenn es sich „nur“ um ein paar Zähne handelt.

Besonders angesprochen sind hierbei Personen, die erblich vorbelastet sind oder aufgrund ihrer Ernährung zu einem erhöhten Säureproduktion neigen. Hier kann es auch sehr nützlich sein, sich prophylaktisch untersuchen zu lassen, um bereits im Vorfeld Risiken zu minimieren.

Alles in allem bleibt also zu sagen, dass ein Arztbesuch grundsätzlich immer zu empfehlen ist. Dies gilt selbst dann, wenn auch nur ein leiser Verdacht auf chronisches Sodbrennen besteht.

Behandlungsmethoden & Therapie

Sodbrennen ist unangenehm, jedoch kann man dies meist recht gut selbst behandeln. Es gibt einige Hausmittel, welche gut gegen das unangenehme Gefühl in der Speiseröhre helfen. Milch und Kamillentee haben sich hier am besten bewährt. Auch das Kauen von Nüssen oder Mandeln aber soll eine Hilfe gegen Sodbrennen sein.

Grundsätzlich reicht es aber meist, die Ernährung umzustellen. Auch sollte man spät abends nicht mehr zu üppig essen. Tritt das Sodbrennen auch nachts auf, kann es helfen, das Kopfende des Bettes ein wenig höher zu stellen, damit der Magensaft nicht so schnell in die Speiseröhre fließen kann.

Bei häufigem Sodbrennen wird der Arzt Medikamente verschreiben, die eine Entzündung der Speiseröhre verhindern.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine Vorbeugung gegen Sodbrennen vorzunehmen ist nicht immer ganz einfach. Es kann einen jederzeit treffen. Darüber hinaus bringt man es zwar häufig mit der falschen Ernährung in Kontakt und das mag auch richtig sein, aber es kann dennoch auch mehr oder weniger spontan auftreten.

Wer aber auf Nummer sicher gehen will, dem sei dazu geraten, besonders stark auslösende Nahrungsmittel nicht zu konsumieren. Darunter befinden sich Kaffee, Tee, Alkohol, Zitrusfrüchte, Tomaten sowie stark gewürzte Speisen und viele mehr.

Ansonsten gibt es noch die Möglichkeit, seine Schlafposition anzupassen, sodass es der Magensäure nicht mehr möglich ist, aus dem Magen auszulaufen. Hierdurch kann allerdings die Qualität des Schlafes leiden. Darum gilt es diesbezüglich abzuwägen.

Darüber hinaus kann es auch empfehlenswert sein, sich mit einem Diätologen auseinanderzusetzen oder sich anderweitig professionelle Hilfe zukommen zu lassen. Auf diese Weise ist es durchaus möglich, dass man die Frequenz, mit der Sodbrennen auftritt, stark herabschraubt. Zudem stehen sehr viele Medikamente zur Verfügung, die präventiv eingenommen werden können, um Sodbrennen a priori zu verhindern. Die Sinnhaftigkeit hiervon ist jedoch zweifelhaft.

Alles in allem sei also erwähnt, dass es durchaus möglich ist, gegen eine Sodbrennen-Attacke vorzubeugen, dies aber nicht immer unbedingt empfehlenswert ist. Es kommt sehr stark auf die angewandten Mittel an. Am besten ist wohl eine dauerhafte Umstellung der Lebensgewohnheiten zu einem allgemein gesünderen Lebensstil, der grundsätzlich weniger Spielraum für etwaige Erkrankungen bietet, die Sodbrennen auslösen können.

Auch kann es sinnvoll sein, wenn man sich beispielsweise in einen Entzug begibt. Denn gerade die häufige Aufnahme von alkoholhaltigen Getränken steigert die Chance auf hochfrequentes Sodbrennen immens. Diese Gefahr sollte man nicht unterschätzen. Denn gerade unter Alkoholkern ist chronisches Sodbrennen geradezu die Norm. Eine gefährliche Entwicklung.

Abschließend also sei bemerkt, dass man Sodbrennen zwar nicht immer verhindern kann, es aber oftmals doch in der eigenen Hand liegt, ob es tatsächlich zu einer Attacke kommt oder nicht. Dieses Umstands sollte man sich stets und stetig bewusst sein, um sich selbst die nötige Kraft zu geben, positive Veränderung des Lebenswandels auch dauerhaft beizubehalten.


Prognose zur Heilung

Die Prognose ist gut. Die zur Verfügung stehenden und meist rezeptfreien Medikamente tun in aller Regel das was sie sollen. Auch die guten, alten Hausmittel halten zumeist, was sie versprechen. Darum muss man sich als hin und wieder Betroffener keine ernsthaften Gedanken darum machen, dass dieses Gebrechen einem auf lange Sicht Lebensqualität entreißen könnte.

Wer sein Sodbrennen bei zu langem Anhalten untersuchen lässt, ist zumeist sehr schnell und sehr effektiv medikamentös zu behandeln und es bleibt dem Betroffenen kaum Grund zur Sorge. Selbst Sodbrennen bei Kleinkindern und Säuglingen, obschon diese sehr viel seltener sind, als bei Erwachsenen, kann schonend behandelt werden.

Aber alles in allem sieht die Prognose sehr gut aus und man muss als gesunder Mensch nicht mit mehr als einer Attacke pro Monat rechnen, insofern keine tiefer gehende Ursache vorliegt versteht sich.

Man hat also als Betroffener eher wenig zu fürchten. Sollte man allerdings zu den wenigen Unglücklichen gehören, die es besonders stark erwischt hat, so bleibt einem immer die Möglichkeit, sich vertrauensvoll an einen Arzt zu wenden.

Darüber hinaus geht für nicht vorbelastete Personen durch Sodbrennen an sich keine Gefahr für Leib und Leben aus. Alte Menschen, Herzkranke und Magenkranke jedoch sollten davon ausgehen, dass die vorliegende Erkrankung ihnen einiges mehr abfordert, als ihren gesunden Mitmenschen. Darum ist diesen Personengruppen tunlichst anzuraten, im Falle eines Chronischwerdens sofort einen Arzt aufzusuchen, um schlimmeres zu vermeiden.

Damit bleibt abermals zu bemerken, dass die Prognosen für Sodbrennen allgemein hin sehr gut sind. Es kommt nur in den seltensten Fällen zu bleibenden Schäden und beinahe jedem Erkrankten ist gut, schnell und effektiv zu helfen.

Es ist seitens des Erkrankten von einer etwa 30 Sekunden bis 5 Minuten lang anhaltenden Phase des akuten Schmerzes auszugehen. Viele Menschen nehmen sich nach einer Attacke nicht genügend Zeit, um sich davon zu erholen. Hierdurch verbleibt der Organismus stets und stetig in einem leicht angeschlagen Zustande und es ist dem betroffenen Individuum unmöglich, volle Leistung zu vollbringen.

Selbst wenn sich wider Erwarten gravierendere Nebenerscheinungen einstellen sollten, sieht die Prognose immer noch relativ gut aus. Dennoch muss man in diesen Fällen damit rechnen, dass die Krankheit ungleich länger anhält und einem somit auch länger Unannehmlichkeiten bereitet. Auch die Behandlung ist in diesen Fällen etwas komplizierter und erfordert mehr Einsatz seitens des Arztes. Am besten ist es, sich diesbezüglich beraten zu lassen und dann entsprechend der Empfehlung des Arztes zu agieren.

Alles in allem also sieht die Prognose sehr gut aus und man braucht sich keine Gedanken zu machen, selbst bei einem hochfrequenten Sodbrennen kann einem sehr schnell und effektiv geholfen werden. Es besteht also kein Grund zur Panik in Bezug auf das vorliegende Leiden.


Herz, Magen und Sodbrennen

Wie bereits mehrfach erwähnt, stehen Magenleiden sowie Herzleiden oftmals in einem direkten Zusammenhang mit Sodbrennen und können sich sogar gegenseitig bedingen. Darum ist es gerade für chronisch betroffene Menschen oftmals sehr gut, sich auch diesbezüglich zu bilden und sich nicht einfach mit der Diagnose Sodbrennen abzufinden.

Darum im Folgenden eine Übersicht über Krankheiten des Magens und des Herzen, die in direktem Zusammenhang mit Sodbrennen stehen können.

  • Herzrhythmusstörungen: Herzrhythmusstörungen kommen tatsächlich häufiger vor, als man denkt und vor allem als man sie tatsächlich bemerkt.
    In einigen Fällen dienen sie der Regulierung der Funktionsfähigkeit bei irritierenden Einflüssen von außen, in schlimmeren Situationen behindern sie gerade diese Funktionsweise und somit auch die Versorgung des Körpers und aller wichtigen Organe. Herzrhythmusstörungen an sich bezeichnen eine veränderte Herzschlagfolge aufgrund einer Störung. Diese Arrhythmie wird durch einzelne Einflüsse in der Bildung der für den Herzschlag notwendigen Erregungen provoziert und kann diverse Ursachen haben.

    Zudem kann ebenso die Weiterleitung der Erregung einer Blockade oder einem beeinflussenden Impuls gestört werden. In unterschiedlichen Regionen des Herzens auftretend, werden die Herzrhythmusstörungen dementsprechend unterschieden. Als Entstehungsorte sind der Vorhof des Herzens, die Herzkammer an sich beziehungsweise das Leitungssystem zu benennen. Wird die Herzrhythmusstörung im Vorhof erzeugt, zeigt sich die Krankheit in Form von Vorhofflimmern oder -flattern beziehungsweise mit Extrasystolen.
    Kammerflattern oder -flimmern, ventrikuläre Tachykardie oder der akzelerierte idioventrikuläre Rhythmus mit feststellbaren drei aufeinander folgenden Herzschlägen mit Frequenzen zwischen 50 und 120 Schlägen in der Minute präsentieren sich dem Mediziner bei einer Beeinflussung in der Herzkammer. Im Leitsystem der Erregung stellt der Arzt vorwiegend Blockaden, Ersatzrhythmen oder ein Sick-Sinus-Syndrom fest. Gerade der Sinusknoten ist als Taktgeber für den Kreislauf ein unersetzliches Werkzeug des menschlichen Lebens.
    Des Weiteren kann solch eine Arrhythmie aufgrund einer Änderung der Geschwindigkeit betroffener Herzschläge charakterisiert werden – eine verlangsamte bradykarde oder eine beschleunigte tachykarde Erkrankung kann folglich diagnostiziert werden. Zusätzlich obliegt die Unterscheidung ebenso in der Bedrohlichkeit. So können Herzrhythmusstörungen paradoxerweise als gute Varianten und logisch als Böse Form eingestuft werden. Insbesondere lebensbedrohliche Versionen der Arrhythmie sollten stationär längerfristig sowie eingehender untersucht und behandelt werden. Wird der Herzrhythmus durch physiologische Veränderungen gewandelt, dann spricht der Mediziner hingegen von einer Herzfrequenzvariabilität.

  • Herzinfarkt: So wie zum Fahren eines Kraftfahrzeuges ein Motor gebraucht wird, benötigt unser Kreislauf das Herz. Durch seine stetige Pumptätigkeit versorgt es den Körper mit allen lebensnotwendigen Stoffen. Obwohl dieses bei Erwachsenen nur etwa faustgroß ist, erbringt es eine fantastische Leistung. Das Herz ist ein Muskel, welcher aus zwei Hälften besteht mit je einem Vorhof (Atrium) und einer Kammer (Ventrikel).
    Mehrere Herzklappen verhindern den Rückfluss des Blutes. Dieses wird zunächst über die Venen in die Lunge gepumpt, dort findet die Anreicherung mit Sauerstoff statt. Hernach geht es zur Versorgung der inneren Organe, Muskulatur und des Gehirnes weiter und kehrt nunmehr sauerstoffarm ins Herz zurück und der Vorgang wiederholt sich. Unser Herz-Kreislauf-System ist sehr flexibel. Neben der zu transportierenden Blutmenge kann sich – je nach Bedarf – auch die Herzfrequenz auf wechselnde Begebenheiten einstellen. So steigt beispielsweise bei harter körperlicher Arbeit die Herzleistung bis zum Fünffachen an.

    In nur wenigen Stunden stirbt das betroffene Muskelgewebe ab und der Tod tritt ein. Aus diesem Grunde steht bei einem Herzinfarkt Schnelligkeit an erster Stelle, denn dann hat ein Arzt die Möglichkeit, das verschlossene Gefäß rechtzeitig wieder zu öffnen. Die weiblichen Geschlechtshormone (Östrogene) schützen Frauen recht gut vor einem Myokardinfarkt. Da sich diese jedoch in den Wechseljahren stark verringern, steigt damit auch das Erkrankungsrisiko. Warum Männer einen Herzinfarkt häufiger überleben als Damen liegt zum einen an der Tatsache, dass Frauen bei auftauchenden Problemen oftmals weitaus später einen Arzt aufsuchen, zum anderen treten bei diesen eher untypische Symptome auf, so dass die Krankheit zunächst nicht erkannt wird.

  • Reizdarm: Unter dem Begriff Reizdarm werden eine Reihe chronischer gastrointestinaler Störungen (den Magen-Darm-Trakt betreffende Störungen) zusammengefasst, die sich nicht auf eine andere Erkrankung zurückführen lassen. Im Wesentlichen handelt es sich um eine gesteigerte Sensitivität der Darmregion, die den normalen Verdauungsvorgang stört und unterschiedliche Symptome hervorrufen kann. Unterteilt wird der Reizdarm in vier verschiedene Typen:
    – Reizdarm mit überwiegend Verstopfung
    – Reizdarm mit überwiegend Durchfall
    – Gemischter Typ mit Durchfall und Verstopfung im Wechsel
    – Reizdarm mit Schmerzen im Unterbauch normalem Stuhlgang

    Die die Krankheit definierenden Symptome können über einen kurzen oder langen Zeitraum auftreten. Hierbei sind einige Jahre lang dauernde Krankheiten durchaus keine Seltenheit. Zusätzlich zu den ohnehin schon sehr stark die Lebensqualität einschränkenden Symptomen dieses Leidens, kommen auch noch andere Auswirkungen dazu, die dafür sorgen können, dass dem Betroffenen das Leben ungleich schwerer wird, als nicht-betroffenen Personen. Aufgrund der vorliegenden Erkrankung kommt es nämlich nicht selten vor, dass man nicht mehr dazu in der Lage ist, die Schule oder den Arbeitsplatz regelmäßig zu besuchen. Häufige Fehlzeiten sind einzurechnen, die sich wiederum negativ auf das allgemeine Leistungsprofil auswirken dürften.

    Im Rahmen dieser negativen Entwickelungen kann es darüber hinaus auch dazu kommen, dass soziale Ängste oder Phobien entstehen, die wiederum in einer Depression oder einer anderen seelischen Missstimmung münden. Somit lässt sich klar bemerken, dass das vorliegende Leiden nicht nur den Darm angreift, sondern oftmals auch die Psyche.

    Nach dem derzeitigen Stande der Schulmedizin gibt es noch keine Kur für diese Erkrankung. Die behandelnden Ärzte richten ihre Therapie hauptsächlich darauf aus, die entstehenden Symptome zu lindern. Die Ursachen selbst können im Rahmen einer solchen Behandlung jedoch nicht effektiv bekämpft werden. Dies ist unter anderem einer zahlreichen Gründe, die zu einer recht langen durchschnittlichen Dauer dieses Leidens führen.

    Alles in allem sollten sich Betroffene also darauf einstellen, dass sie im Laufe dieses Leidens viele Probleme entwickeln, die nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Psyche angreifen.


Alternative Behandlungsmethoden

Ängstlichkeit, Stress und seelischer Druck können die Symptome von Sodbrennen verstärken und zudem für ein häufigeres Auftreten desselben sorgen. Darum ist es gut, diese Faktoren zu vermeiden. Hierzu gibt es spezielle Techniken, die einem helfen können, eben jenes zu bewerkstelligen. Darunter unter anderem:

  • Leichte sportliche Übungen – Hierzu gehören Walken, Radfahren, Joggen usw. Allzu kräftezehrende Übungen sollten jedoch ausbleiben, da sich durch diese die Gefahr für Sodbrennen nur erhöht.
  • Hypnose – Manche Personen konnten Erfolge mithilfe einer Hypnosetherapie verbuchen.
  • Entspannungstherapien
  • Massagen

Typische alternative Behandlungen bei Sodbrennen sind:

  • Ayurveda
  • Traditionelle Chinesische Medizin (tcm)
  • Massagen
  • Aromatherapie
  • Bewegungstherapien
  • Hypnose
  • Yoga, Meditation, autogenes Training

Welche Hausmittel können helfen?

Sodbrennen plagt die Menschen schon seit ewigen Zeiten, darum gibt es auch viele nützliche Ratschläge und Hilfestellungen, derer man sich bedienen kann, um sich im häuslichen Umfeld Heilung zu verschaffen.
Oft verwendete Hausmittel

  • Auf das Gewicht achten – Ein zu hohes Gewicht, insbesondere wenn dieses mit viel Bauchfett einhergeht, ist als verstärkendes Element anzusehen, was Sodbrennen betrifft. Durch die zusätzlichen Pfunde erhöht sich der Druck auf den Magen und es ist wahrscheinlicher, dass die Magensäure hinaus gedrückt wird und in die Speiseröhre läuft.
  • Vermeidung von problematischen Lebensmitteln – Manche Lebensmittel lösen bei manchen Menschen ein Sodbrennen aus. Diese Lebensmittel sollten sofort nach der Identifikation aus dem Ernährungsplan zu streichen sein. Hierbei sind die verantwortlich zu machenden Lebensmittel sehr stark von der Person abhängig. Dennoch handelt es sich nicht selten um stark säurehaltige Lebensmittel, wie bspw. Zitrusfrüchte oder Tomaten.
  • Nicht zu spät essen – Eine alte Regel besagt, dass man ein Abendessen nach 18 Uhr vermeiden sollte. Und tatsächlich ist das keine Binsenweisheit, sondern ein probater Tipp. Wer kurz vor dem Schlafengehen noch einmal zuschlägt, der erhöht damit seine Gefahr auf nächtlich auftretendes Sodbrennen ungemein. Darum lieber vom Mitternachtssnack Abstand nehmen und zwei bis drei Stunden vor der Schlafenszeit nichts mehr essen.
  • Aufhören zu Rauchen – Rauchen ist nachweislich für viele Fälle von chronischem Sodbrennen verantwortlich zu machen. Starke Raucher, die unter dauerhaftem Sodbrennen leiden sollten daher tunlichst davon absehen, weiterhin ihrem Laster nachzugehen und versuchen zu entziehen.
  • Erhöhte Schlafposition – Personen, die oftmals in der Nacht von Sodbrennen geplagt werden, ist zu raten, dass sie ihre Kopfposition etwas erheben. Hierzu können Kissen sowie Matratzen dienen. Darüber hinaus verfügen auch einige Betten über einen verstellbaren Lattenrost, der ggf. passend zu justieren ist.
  • Kein Natron oder Backpulver essen! – Ja, es stimmt zwar, dass Natron und Backpulver die Schmerzen während eines Aufsteigens der Magensäure lindern, aber gut ist die Einnahme desselben trotzdem nicht. Es ist eine kurzfristige Lösung für ein langfristiges Problem und das ist nie gut. Also besser Finger weg.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Brennnessel
  • Gelber Enzian
  • Gerste
  • Kartoffel
  • Süßholz
  • Wacholder
  • Wermut
  • Zwiebeln

Im Falle von Sodbrennen ist es besonders empfehlenswert, wenn man die hier erwähnten Kräuter und Pflanzen im Form eines Tees oder Aufgusses einnimmt. dazu gebe man nämliche in ein Glas oder eine Kanne und überbrühe sie mit heißem Wasser, filtiere im Anschluss Schwebstoffe heraus und trinke es. Natürlich is dies nicht pauschal auf alle hier genannten Pflanzen anwendbar. Besonders Kartoffeln und Zwiebel ergeben zumeist keinen guten Tee.

Die Weiterverarbeitung zu Salben und Pillen empfiehlt sich hier eher nicht. Der Heilpraktiker der Wahl verkauft darüber hinaus auch oftmals bereits fertige Produkte und Präparate. Auch das Internet bietet eine gute Bezugsquelle für natürliche Heilmittel. Dennoch sollte man vor einer solchen Anwendung nicht vergessen, Rücksprache mit dem zuständigen Arzt zu halten, um ggf. allergische Reaktion bereits im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Kamille
  • Schafgarbe

Die Verwendung ätherischer Öle im Falle des Sodbrennens ist eher weniger effektiv. Eine Aromatherapie kann nicht direkt gegen das Leiden wirken, sondern dient nur zur allgemeinen beruhigung. Von einer äußerlichen oder innerlichen Anwendung der ätherischen Öle ist im Falle der vorliegenden Krankheit komplett abzusehen.

Für den größten Nutzen, gebe man einige Tropfen der ätherischen Öle in eine Duftlampe und halte sich nach Möglichkeit im selben Raum auf, während die Wirkstoffe der Öle durch die Luft diffundieren.

Eine Rücksprache mit dem Arzt ist auch hier empfehlenswert, um allergische Reaktion zu vermeiden.

Homöopathie & Globuli

  • Chamomilla
  • Bismutum subnitricum
  • Robinia pseudoacacia
  • Nux vomica
  • Iris versicolor
  • Lycopodium

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Es gibt einige Lebensmittel, auf die man verzichten sollte, um das Risiko von Sodbrennen zu senken. Diese sind unter anderem:

  • Alkohol
  • Nikotin
  • Kaffee
  • Schwarzer oder grüner Tee
  • Limonaden
  • Gebäck
  • Süßigkeiten
  • Fertiggerichte
  • Stark gewürzte Kost
  • Zu stark erwärmte oder zu stark gekühlte Nahrung (z.B. Grillgut oder Eiscreme)
  • Hülsenfrüchte
  • Kohl
  • Hartgekochte Eier
  • Frittierte Nahrung
  • Stark säurehaltige Lebensmittel (Zitronen, Organgen, Tomaten usw.)

Die oben genannten Lebensmittel sind nur eine kleine Auswahl der empfohlenen Vertreter ihrer Gattung. Bei genauerem Interesse, bietet es sich an, einen Diätologen oder Ernährungswissenschaftler zu konsultieren. Diese können einem dabei helfen, einen perfekt zugeschnittenen und individuellen Ernährungsplan zu erstellen.

Es gibt darüber hinaus noch weitere Maßnahmen, die ergriffen werden können, um die Symptome des vorliegenden Leidens mittels Ernährung zu lindern. Dafür muss zunächst das eigene Essverhalten genau untersucht werden. Schlechte und ungesunde Gewohnheiten abzubauen, fällt vielen Menschen jedoch schwer. Hier hilft eine professionelle Ernährungsberatung. In dieser wird zudem ermittelt, welche Lebensmittel im Einzelnen Probleme verursachen. Häufig handelt es sich dabei um Nahrungsmittelallergene wie zum Beispiel Nüsse, Eier, Senf oder Milch.

Item lassen sich einige Vorkehrungen treffen, die allgemeingültig sind: Essen Sie langsam und kauen Sie die Nahrung gut durch. Zudem sollten die Mahlzeiten nicht zu üppig ausfallen, denn große Portionen können leicht zur erneuten Überreizung führen. Das gilt ebenso für sehr fette Speisen. Einige Lebensmittel sind zwar gesund und reich an Vitaminen, lassen sich allerdings nur schwer verdauen. Hierzu gehören unter anderem Pilze, Oliven oder Zwiebeln. Besonders wer zu Magenverstimmungen neigt, vermeidet besser auch Kohl und Hülsenfrüchte, da diese besonders säurebildend sind. Vorteilhaft ist es des Weiteren, über den Tag verteilt viel zu trinken, auf koffeinhaltige, gezuckerte und alkoholische Getränke dabei aber zu verzichten. Experten empfehlen circa eineinhalb bis drei Liter Wasser am Tag.

Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Organismus darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob er durch Krankheiten belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seinen Darm keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können, wie bereits erwähnt, einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Kann Sodbrennen wirklich alleine stressbedingt auftreten?

Ja, das ist durchaus im Rahmen des Möglichen. Durch zu viel Stress oder Druck, wird die Produktion der Magensäure angeregt. Dies erhöht ganz natürlich die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Sodbrennen kommt. Zudem erschlafft bei Stress auch der Schließmuskel des Magens, wodurch wiederum das Risiko eines ungewollten Ausflusses steigt.

Gibt es ein schnelles Mittel bei Sodbrennen?
Im Grunde sind alle verfügbaren Medikamente darauf ausgerichtet, dass sie schnell helfen. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Sodbrennen so oder so nicht allzu lange vorhält. Darum ist es bei schwächeren Attacken auch eher empfehlenswert, wenn man komplett auf Medikamente verzichtet und die drei Minuten einfach so zu überstehen versucht. Das entlastet den Körper auf lange Sicht ungemein.

Können auch Kinder Sodbrennen haben?
Sicherlich, können auch die Kleinsten unter uns mit diesem Umstand zu kämpfen haben. Da es aber nur sehr selten auftritt, nehmen viele Erwachsene fälschlicherweise an, dass Kinder gegen Sodbrennen immun seien. Das ist grundsätzlich falsch. besonders übergewichtige Kinder leiden nicht selten unter diesem brennenden Schmerz hinter dem Brustbein. Sollte das eigene Kind jedoch zu oft an Sodbrennen leiden, ist es äußerst empfehlenswert, einen Arzt zu Rate zu ziehen, um etwaige tiefer gehende Ursachen ausschließen zu können.

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