Dysthymie

Steckbrief: Dysthymie

  • Name(n): chronische Depression; dysthymische Störung
  • Art der Krankheit: affektive Störung
  • Verbreitung: bei Kindern mehr Jungen als Mädchen; bei Erwachsenen mehr Frauen als Männer
  • Erste Erwähnung der Krankheit: späte 1970er Jahre
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: psychische Faktoren; eventuell Stress
  • Wieviele Erkrankte: ca. 105 Millionen Neuerkrankte pro Jahr
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Psychologen
  • ICD-10 Code(s): F34.1

Die oft übersehen Depression

Manche Menschen leiden unter einem andauernden Missmut beziehungsweise einer chronischen Trübseligkeit. Das hat nicht unbedingt etwas mit ihren Lebensumständen zu tun, sondern kann eine Erkrankung als Ursache haben, die sich „Dysthymie“ nennt.

Dabei handelt es sich um eine leichtere Form einer anhaltenden Depression. Sie ist problematisch, da ihre Symptome oft eher unscheinbar sind und die Zahl der Betroffenen so gering ist, dass es noch nicht ausreichende Fakten über die Krankheit gibt.

Definition einer Dysthymie

Die Dysthymie wird als eine leichte Form einer chronischen Depression beschrieben. Der Unterschied liegt darin, dass die Symptome nicht in periodischen Abschnitten auftauchen und verschwinden, sondern dass sie über einen Zeitraum von mehreren Monate oder sogar mehreren Jahren hinweg andauern.

Dabei wurde festgelegt, dass die Erkrankung mindestens zwei Jahre andauern muss, ehe sie als chronische Depression eingestuft werden kann. Obwohl die Krankheit auf den ersten Blick keine bedrohlichen Symptome aufweist, stellt sie für Menschen, die unter Dysthymie leiden, dennoch eine Einschränkung ihrer Lebensqualität dar.

Der Name „Dysthymie“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt soviel wie „Schwermut“ oder „Gemütsverstimmung“. Medizinisch wurde die Krankheit auch als „neurotische Depression“ bezeichnet. Da der Begriff der „Neurose“ heutzutage aber nicht mehr aktuell ist, wird sie stattdessen als „chronische Depression“ oder als „persistierende depressive Störung“ bezeichnet.

Was ist Dysthymie?

Die Dysthymie ist eine Verhaltensstörung, die einer Depression nicht unüblich ist. Menschen, die unter dieser Störung leiden, haben sehr häufig und sehr lange schlechte Laune. Sie sind traurig, antriebslos und sind für die meiste Zeit nicht in der Lage positive Emotionen zu erhalten. Wie bei einer normalen Depression haben auch Patienten, die unter einer Dysthymie leiden, „gute Phasen“. Im Vergleich zu den schwermütigen beziehungsweise depressiven Phasen halten sie aber nur für einige Wochen an.

Der Übergang zwischen den guten und den depressiven Phasen ist dabei fließend. In einem Moment kann ein Betroffener noch traurig sein und im nächsten schon über einen Witz lachen. Wenn dieser Wechsel der Phasen häufiger Auftritt, wird von einer „Zyklothymie“ gesprochen, die wiederum eine leichte Form einer bipolaren Störung darstellt.

Eine Dysthymie tritt in vielen Fällen nicht alleine auf, sondern wird durch eine andere psychische Störung begünstigt. So ist es zum Beispiel möglich, dass ein Patient sowohl an einer chronischen als auch an einer periodischen Depression erkrankt ist. Psychologen sprechen auch von einer „Doppeldepression“. Daneben sind aber auch Angststörungen, ein Alkoholleiden oder Persönlichkeitsstörungen in Verbindung mit einer Dysthymie häufig vertreten. Ca. 95% aller Dysthymie-Patienten haben innerhalb von zehn Jahren aber mindestens eine depressive Episode und es ist durchaus möglich, dass sich aus einer Dysthymie eine schwere Depression entwickelt.

Welche Ursachen gibt es für die Krankheit?

Wie viele psychologische Erkrankungen ist die Dysthymie bisher unzureichend erforscht, um genau bestimmen zu können, welche Ursachen zum Ausbruch der Störung führen können. Man geht allerdings davon aus, dass genetische Faktoren wie bei einer normalen Depression eine Rolle bei der Ausbildung der Krankheit spielen. Wenn ein Familienmitglied wie zum Beispiel ein Großvater unter einer Dysthymie leidet, dann besteht eine

Chance, dass auch seine Enkel diese psychische Störung ausbilden können. Biologische Faktoren sind dagegen noch keine bekannt, die eine Dysthymie begünstigen können. Wahrscheinlicher ist es, dass psychosoziale Faktoren wie Gewalt in der Kindheit oder ein Missbrauch in Verbindung mit einer genetischen Prävalenz zur Entstehung einer Dysthymie führt.

Auch traumatische Erlebnisse wie eine schwere Erkrankung, ein Todesfall oder eine berufliche Veränderung werden als mögliche Faktoren betrachtet. Es gibt bisher allerdings keine Studien, die die Zusammenhänge zwischen psychosozialen Faktoren und einer Dysthymie eindeutig aufklären konnten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Dysthymie aus folgenden Ursachen resultieren kann:

  • psychosoziale Faktoren (Stress, Missbrauch, Gewalt und ähnliches)
  • genetische Vorveranlagung (Dysthymie-Fälle in der Familie)

Symptome und Anzeichen einer Dysthymie

Eine Dysthymie macht sich auf verschiedene Arten bemerkbar, was es schwierig macht, die Krankheit zu erkennen.

Zu häufigen Symptomen zählen:

  • anhaltende Traurigkeit
  • geringes Selbstwertgefühl
  • häufige Suizidgedanken
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Schlafstörungen
  • hohe Tendenz zum Weinen
  • Hoffungslosigkeit
  • Probleme beim Umgang mit Stress
  • Lustlosigkeit
  • sozialer Rückzug

Nicht alle Symptome müssen bei einer Dysthymie auftreten. Betroffene, die unter dieser psychischen Störung leiden, bemerken häufig gar nicht, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Sie nehmen die Symptome als Teil ihrer Persönlichkeit hin, selbst wenn sie dadurch Einschränkungen in ihrer Lebensqualität hinnehmen müssen.

Da eine Dysthymie nicht punktuell auftritt, sondern sich über einen langen Zeitraum erstreckt, ist es sehr schwierig, sie zu bemerken. Hinzu kommt auch, dass die Faktoren so unterschwellig auftreten können, dass Betroffene oder ihre Mitmenschen es nicht direkt bemerken. Dementsprechend lassen sich die Personen nur sehr selten von einem Psychologen untersuchen, sondern leben stattdessen über längere Zeiträume mit der Krankheit. Erst, wenn es zum Auftreten deutlicherer Symptome wie einer drastischen Verhaltensveränderung kommt, wird die Hilfe von Ärzten in Anspruch genommen.

Aber selbst dann wird eine Dysthymie in einigen Fällen nicht erkannt. Erschwerend hinzu kommt nämlich die Tatsache, dass sich die Symptome der Krankheit häufig mit denen anderer psychischer Krankheiten wie beispielsweise einer Angststörung überlagern können. Dementsprechend kann die Dysthymie schlicht bei einer Untersuchung übersehen oder als eine Folge der anderen Störung verwechselt werden. Nur, wenn eine gründliche Krankengeschichte aufgestellt wird, besteht überhaupt die Möglichkeit, dass ein Arzt die chronische Depression erkennt und eine entsprechende Behandlung verordnen kann.

Möglichkeiten der Diagnose

Um eine Dysthymie zu diagnostizieren, müssen verschiedene Faktoren gegeben sein. Diese Faktoren werden in der Anamnese mithilfe des Patientengesprächs ermittelt. Ein Arzt muss folgendes in Erfahrung bringen:

  1. Die Dauer:
    Da eine Dysthymie als eine psychische Störung eingestuft ist, die mindestens zwei Jahre bestehen muss, ist es wichtig zu ermitteln, wie lange ein Patient bereits unter der Erkrankung leidet. Liegt die Dauer der Störung unter zwei Jahren, besteht die Möglichkeit, dass der Patient nicht unter einer Dysthymie leidet, sondern eine andere psychologische Störung vorliegt. Ebenso ist es aber auch möglich, wenn auch eher unwahrscheinlich, dass die Dysthymie sehr früh erkannt wurde.
  2. Häufigkeit der Symptome:
    Ebenfalls wichtig ist die Frage, wie häufig die Symptome einer chronischen Depression auftreten. Man spricht von einer Dysthymie, wenn in mehr als der Hälfte der ersten zwei Jahre ein leicht depressives Verhalten bei einem Patienten erkennbar war beziehungsweise er es selbst so angibt. Außerdem müssen von dem im vorherigen Abschnitt beschrieben Symptome mindestens drei Symptome in wiederkehrender Häufigkeit auftreten.
  3. Fehlende Vorerkrankungen:
    Es liegt keine eindeutige Vorerkrankung oder Störung wie Schizophrenie oder eine dissoziative Persönlichkeitsstörung vor, die eine depressive Stimmung bedingen könnte.
  4. Depressive Perioden:
    In den ersten zwei Jahren treten keine Phasen der periodischen Depression auf.
  5. Keine Drogen- oder Suchtvorgeschichte:
    Der Patient leidet nicht durch eine durch Substanzen ausgelöste Vorerkrankung beispielsweise durch langjährigen Medikamenten- oder Drogenmissbrauch.
  6. Fehlende Hypomanie:
    Es treten keine Perioden von Hypomanie, also plötzlicher Fröhlichkeit auf.
  7. Hohe Gereiztheit:
    Kinder und Jugendliche, die unter einer chronischen Depression leiden, sind oft durch eine hohe und anhaltende Reizbarkeit auffällig.

Häufigkeit einer Dysthymie

Die Wahrscheinlichkeit an einer Dysthymie zu erkranken, beträgt ungefähr 6%. Die psychische Störung beginnt bei ca. 75% aller Patienten vor der Volljährigkeit. Es ist aber auch möglich, dass eine Dysthymie bei Menschen auftritt, die bereits deutlich älter oder noch deutlich jünger sind.

Bei Kindern verteilt sich das Verhältnis der Erkrankungen noch gleichmäßig auf Jungen und Mädchen. Es kommt allerdings mit dem Älterwerden zu einer leichten Verschiebung der Häufigkeiten, sodass die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung bei erwachsenen Frauen ca. 1,8% beträgt, bei erwachsenen Männern dagegen nur bei 1,3% liegt.

Untersuchungen aus dem Jahr 2008 zufolge beläuft sich die Zahl der bekannten Dysthymie-Fälle weltweit auf ungefähr 105 Millionen Menschen pro Jahr. Das entspricht ungefähr 1,5% der Weltbevölkerung.

Komplikationen einer Dysthymie

Wie bereits erwähnt, ist eine Dysthymie in vielen Fällen keine allein gestellte Erkrankung. Die gleichen Faktoren, die die chronische Depression hervorgerufen haben, können ebenso im Laufe der Zeit dazu führen, dass weitere Störungen auftreten.

Eines der größten Risiken hierbei ist die Entwicklung von der eher schwächeren, dafür aber lange anhaltenden Depression zu schwer depressiven Perioden. Die Suizidgefahr steigt während solcher Perioden deutlich an, sodass das Risiko hoch ist, dass ein Patient sich selbst das Leben nimmt, wenn seine chronische Depression sich verschlimmert.

Das Risiko der Selbstbehandlung

Ein anderes Risiko besteht dagegen, wenn sich Betroffene selbst zu „therapieren“ versuchen, indem sie beispielsweise Medikamente oder illegale Substanzen zu sich nehmen. Das Ziel ist es in der Regel, ein Symptom wie eine akute Schlafstörung zu beheben oder eine depressive Phase durch Alkohol oder Drogen zu überwinden. Kurzzeitig können die Symptome dadurch behoben werden.

Die Konsequenz ist allerdings, dass die Medikamente oder andere Mittel auf der einen Seite zu einer Suchtentwicklung führen können, weil die Patienten immer wieder Tabletten nehmen, Alkohol trinken oder ihre Stimmung durch Drogen verändern wollen. Das kann sich derart verstärken, dass die Betroffenen ihre vermeintlichen Hilfsmittel unbeabsichtigt überdosieren und daran sterben. Auf der anderen Seite können falsche Präparate aber auch eine Dysthymie verstärken und zu weiteren Erkrankungen wie zur Entwicklung von Psychosen führen.

Wann sollte ein Arzt aufgesucht werden?

Es ist schwer zu sagen, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um einen Arzt aufzusuchen. Generell lässt sich aber festhalten, dass Personen mit dem Verdacht auf eine Dysthymie lieber früher als später einen Facharzt zu Rate ziehen sollten.

Der Arzt kann anhand des Patientengesprächs ein besseres Bild davon bekommen, wie die Krankengeschichte des Patienten aussieht und eine Diagnose erstellen, ob es sich wirklich um eine Ausprägung der chronischen Depression handelt oder ob der Patient unter einer anderen psychischen Störung wie zum Beispiel einer Erschöpfungsdepression im Zuge eines drohenden Burn-Outs leidet.

Der Besuch beim Arzt ist allerdings verfrüht, wenn man mal eine schlechte Phase hat und ein paar Tage oder Wochen schwermütige Stimmung hat, ansonsten aber keinerlei Anzeichen einer möglichen Depression gezeigt hat.

Therapien für die Dysthymie

Eine Erkrankung wie Dysthymie lässt sich nicht allein mit Medikamenten oder einer Therapie behandeln. Ärzte verschreiben deshalb eine kombinierte Behandlung, bei der der Patient auf der einen Seite therapeutisch betreut wird und auf der anderen Seite Medikamente verschrieben bekommt.

Bei den Medikamenten handelt es sich meistens um sogenannte Serotoninwiederaufnehmer, auch SSRI abgekürzt. Sie haben den Vorteil, dass sie weniger Nebeneffekte als Beispielsweise trizyklische Antidepressiva haben und somit eine bessere Verträglichkeit aufweisen. Die Präparate bewirken, dass der Botenstoff Serotonin besser von den Synapsen aufgenommen und verarbeitet werden kann. Das wiederum bewirkt, dass sich die Stimmung eines Dysthymie-Patienten verbessert.

Dieser Effekt kann aber – abhängig von der Verfassung eines Patienten – zwischen 6 und 8 Wochen andauern. Darum ist es wichtig, dass ein Betroffener gerade in der Anfangszeit zusätzlich zu seiner medikamentösen Behandlung auch eine therapeutische Betreuung erhält. Häufig wird hierbei die kognitive Verhaltenstherapie angewendet, bei der die möglichen Ursachen einer depressiven Störung ergründet werden sollen.

Im Rahmen der Therapie wird auch eine sogenannte Psychoedukation durchgeführt, bei der dem Patienten genau erläutert wird, was eine Dysthymie ist und worauf er selbst achten muss, um mit dieser Erkrankung besser umgehen zu können. Diese Form der Aufklärung ist wichtig, da die Patienten lernen sollen, ihre negativen Emotionen und Gedanken zu erkennen und ihre Verhaltensweisen möglichst ins Positive umzukehren.

Vorbeugung zur Dysthymie

Da eine Dysthymie sich schleichend entwickelt, gibt es kaum effektive Möglichkeiten, um sich gegen die chronische Depression vorzubeugen. Es gibt keine Impfungen oder dergleichen, mit denen sich ein Ausbruch der Erkrankung verhindern ließe.

Wenn allerdings in einer Familie ein oder mehrere Fälle von Dysthymie bereits bekannt sind, können Eltern ihre Kinder zumindest psychologisch begutachten lassen, sollten sie den Verdacht haben, dass die Kinder verhaltensgestört sind. Wenn der Verdacht besteht, dass ein Kind tatsächlich unter einer psychischen Störung wie Dysthymie leidet, kann mit einer entsprechenden Behandlung begonnen werden, um dem Kind ein möglichst normales Leben zu ermöglichen.

Außerdem kann man sich bei einem Facharzt oder Psychologen beraten lassen, wie man typische Risikofaktoren einer Dysthymie wie zum Beispiel chronischen Stress vermeiden kann. Auf diese Weise kann zwar nicht unbedingt verhindert werden, dass die psychische Erkrankung ausbricht, aber man kann die Patienten zumindest frühzeitig aufklären, worauf sie achten müssen und was es zu vermeiden gilt, um nicht in eine Depression zu verfallen.

Prognosen zur Heilung

Eine Dysthymie ist eine Erkrankung, die nicht heilbar ist. Ähnlich wie Alkoholismus können Betroffene zwar lernen mit ihr zu leben, sie aber nicht komplett beheben. Je nachdem, wie lange ein Patient bereits unter der chronischen Depression gelitten hat und welche möglichen weiteren psychischen Erkrankungen sich ausgebildet haben, fallen die Therapien und Behandlungen langwierig aus und können oft mehrere Jahre in Anspruch nehmen.

Dennoch besteht eine sehr hohe Chance, dass Betroffene mit einer Dysthymie ein vergleichsweise normales Leben führen können, wenn sie das umsetzen, was sie in ihren Therapiesitzungen lernen, mögliche Risikofaktoren wie Stress vermeiden und ihre Medikamente regelmäßig zu sich nehmen.

Risiko bei der Behandlung

Mit der richtigen Therapie und der richtigen Einstellung der Medikamente ist möglich, dass Patienten nahezu ohne depressive Phasen leben können. Das setzt aber voraus, dass sich die Betroffenen strickt an ihre Pläne und Richtlinien halten und nicht davon abweichen. Wenn ein Patient seine Medikamente zu einem vorgesehen Zeitpunkt nicht nimmt, weil er sich zum Beispiel im Urlaub befindet oder weil er zu einer Feier eingeladen ist und da nicht seine Präparate einnehmen möchte, kann das bereits die Grundlage für eine depressive Phase sein.

 

Auch wenn der Betroffene es selbst nicht bemerkt, reicht schon eine Unregelmäßigkeit in seinem Medikamentenplan aus, um die Aufnahme von Serotonin im Gehirn zu verringern. Da die Patienten den Unterschied selbst nicht unbedingt bemerken, kann sich der Irrglaube einstellen, dass sie die Krankheit besiegt hätten und nun ihre Medikamente komplett weglassen können. Ein Rückfall in eine Dysthymie ist dann unausweichlich und es benötigt im Durchschnitt wieder 6 bis 8 Wochen, um den Patien medikamentös und mit entsprechender Therapie richtig einzustellen

Behandlungsresistenzen

Je nach Ausbildung der Krankheit beziehungsweise weiterer psychischer Störungen und der körperlichen Verfassung der Patienten besteht eine geringe Chancen, dass es zu einer Resistenz gegen die SSRI kommt. Die gewollten positiven Effekte stellen sich auch nach mehrwöchiger Einnahme der Präparate nicht ein. In solchen Fällen werden andere Medikamente verschrieben, um die Aufnahme des Serotonins auf andere Weise zu gewährleisten. Es empfehlen sich hierbei unter anderem Medikamente auf Lithium-Basis, Präparate zur Erhöhung der Schilddrüsenhormone oder Buspiron.

Auch die Behandlung mit Cannabinoiden hat einen positiven Effekt in solchen Fällen. Bei Letzterem besteht allerdings das Problem, das Präparate auf Cannabis-Basis in Deutschland streng reguliert sind und darum noch nicht allzu häufig eingesetzt werden oder – wenn ein Patient sie erhalten darf – sie sehr teuer sind und die Behandlung oft von der Krankenkasse nicht übernommen wird.

Alternative Medizin gegen Dysthymie

Alternative Behandlungsmethoden können nicht direkt gegen eine chronische Depression helfen. In der Regel werden aber Symptome wie zum Beispiel Schlafstörungen oder Gereiztheit durch verschiedene Behandlungsmethoden angesprochen und lassen sich kurzzeitig oder über einen längeren Zeitraum hinweg durchaus dämpfen. Folgende alternative Behandlungsmethoden haben sich als effektiv gegen diverse Symptome der Dysthymie erwiesen:

  1. Akupunktur:
    Die alte chinesische Heilkunst der Akupunktur zielt darauf ab, bestimmte Körperzentren zu aktivieren, um so eine natürliche Heilung des Körpers zu erzeugen. Nach der Auffassung der traditionellen chinesischen Medizin sind es solche Knotenpunkte, welche beispielsweise für depressive Schübe, Schlafstörungen oder Angststörungen verantwortlich sind.
    Je nach dem, welche akuten Symptomen einer Dysthymie vorliegen, müssen bei einer Akupunktur-Behandlung verschiedene Zentren gelöst werden. Dabei ist es das Ziel, den Patienten möglichst in einen entspannte Stimmung zu versetzen, Anspannungen zu lösen und Stress abzubauen. Da solche Faktoren als mögliche Auslöser von Depressionen und Angststörungen gelten, verringert eine Akupunktur auch bei Dysthymie-Patienten die eigentlichen Symptome für einen gewissen Zeitraum.
    Ebenfalls wichtig ist auch die Aktivierung der Serotoninproduktion und ihre Verarbeitung im Gehirn. Gezielte Akupunktur-Anwendungen im Bereich der Stirn sollen dafür sorgen, dass der Körper auf natürlichem Wege die gewünschten Botenstoffe wieder ausschüttet und verarbeitet, um dadurch die allgemeine Stimmung des Patienten für einen Zeitraum von mehreren Tagen zu verbessern.
  2. Ayuverda:
    Das aus Indien stammende Ayuverda lässt sich unterschiedlich zur Behandlung von Dysthymie-Patienten einsetzen. Eine Möglichkeit sind Ayuverda-Massagen, bei denen nicht nur verspannte Muskel-Partien gelockert werden, sondern auch die Energiezentren des Körpers geöffnet werden sollen. Eine andere Anwendungsmöglichkeit besteht im Yoga, wobei die Betroffenen sich durch gezielte Übungen derart entspannen sollen, dass sie ihre Ängste und Einschränkungen vergessen und Stress abbauen können. Der Vorteil hierbei ist, dass die Patienten viele Übungen auch zuhause oder auf der Arbeit ausführen können, um ihre chronische Depression vorübergehend auszuschalten und beispielsweise eine bessere Konzentration zu erzielen. Aber auch Ayuverda-Kräutermischungen haben sich als sehr effektiv erwiesen, um für einen geregelten Schlaf zu sorgen, Ängste zu lösen oder akuten Stress abzubauen. Die Wirkungen von solchen Kräutermischungen hält in der Regel für mehrere Stunden an.
  3. Eine Kur gegen Dysthymie
    Eine Kur kann einigen Symptomen einer Dysthymie entgegen wirken. Eine Luftveränderung wirkt allgemein entspannend und bietet die Möglichkeit, angestauten Stress abzubauen oder sich mit den Ursachen einer Angststörung auseinander zu setzen. Die verschriebene Ruhe dient wiederum dazu, mehr auf die eigenen Körpersignale zu achten und sie besser deuten zu können. Ein umfangreiches Wellness-Programm rundet eine Kur zudem ab und lockert angestaute Verspannungen wieder auf.
    Das Problem einer Kur ist allerdings, dass der Effekt der Genesung meistens eher kurzweilig ist. Die Phasen der Entspannung halten während der Kur in der ruhigen Umgebung an. Wenn die Patienten allerdings wieder in ihren Alltag zurückkehren, können sie schnell wieder mit den gleichen Problemen konfrontiert werden, die sie auch vor der Kur hatten. Entsprechend verschlechtert sich die Stimmung wieder und es treten die gleichen Symptome auf. Darum ist es notwendig, dass eine Kur entweder regelmäßig wiederholt wird, um sich immer wieder in eine entspannte und ruhige Gemütsverfassung zu versetzen oder die Patienten müssen während der Kur Methoden lernen, wie sie mögliche negative Einflüsse in ihrem Alltag vermeiden oder verringern, um damit mögliche Auslöser von depressiven Stimmungsphasen soweit wie möglich zu beseitigen.
  4. Reiki
    Das aus Japan stammende Reiki wird als eine Alternative zu klassischen Meditationen und Massagen angesehen. Die Kunst des Handauflegens und der Symbollehre zielt darauf ab, Störungen im körperlichen Energiefeld zu finden und diese auflösen. Reiki sucht zum Beispiel bei einem Dysthymie-Patienten nach den Ursachen seiner Traurigkeit oder seiner Suizidgedanken, indem der Fluss der körpereigenen Energieströme geprüft wird. Werden Stellen festgestellt, an denen die Energie nicht so fließen kann, wie es normalerweise müsste, sollen diese Blockaden durch ein Handauflegen gelöst werden. Dabei leitet der Reiki-Praktizierende seine eigenen Energien durch seine Hände in den Körper des Patienten.
    Reiki soll aber nicht nur dazu dienen, Energieblockaden zu lösen, sondern auch Energieströme in eine bestimmte Richtung zu lenken und dadurch beim Patienten ein anderes Körpergefühl zu erzeugen. Konkret wird Reiki nachgesagt, dass es positive Gefühle erzeugen kann, wenn bestimmte Zentren eines Körpers besser mit Energie versorgt werden.
    Die Wirkungsdauer einer Reiki-Behandlung kann von Mensch zu Mensch stark variieren. Manche Patienten spüren einen sofortigen Effekt und können diesen auch für mehrere Tage noch wahrnehmen. Bei anderen Patienten hält eine Behandlung dagegen nur ein oder zwei Tage, ehe die Symptome der chronischen Depression sich wieder verstärkt bemerkbar machen.

Hausmittel gegen Dysthymie

Wie schon bei den alternativen Behandlungsmethoden gibt es keine Hausmittel, die gegen eine Dysthymie an sich helfen können. Es gibt allerdings ein paar Mittel, die gegen einige Beschwerden der Krankheit durchaus helfen können.

Dazu gehören:

  • Bitterschokolade
  • Zucker mit Baldrian
  • Warme Wickel
  • Sport

Die Bitterschokolade als solche wird gerne verwendet, um Endorphine im Körper freizusetzen. Endorphine sorgen für eine Aufhellung der Stimmung und können somit gegen eine Schwermut zumindest für kurze Zeit etwas ausrichten. Ein Stück Würfelzucker mit einem Tropfen Baldrian ist dagegen ein bekanntes Hilfsmittel, das gegen Anspannungen, Nervosität, Stress und auch in einigen Fällen gegen Schlafstörungen genommen wird.

Warme Wickel, eine Wärmflasche oder auch ein Heißgetränk wie ein Früchtetee sind wiederum ein Hausmittel, das gegen Verspannungen und gegen Stress gerne genutzt wird. Die Wärme hat einen beruhigenden Effekt sowohl auf den Körper als auch auf den Geist und erlauben es dem Patienten auf diese Weise, Stress leichter abzubauen oder allgemein ruhiger zu werden.

Sport als Hausmittel

Der Sport ist als Hausmittel nicht allzu verbreitet, aber seine positiven Effekte auf die Stimmung sind weitreichend bekannt. Denn die körperliche Anstrengung fördert nicht nur den Abbau von überflüssigem Körpergewicht und die Stärkung von Herz und Muskulatur. Es werden auch Endorphine und Serotonin in großen Mengen ausgeschüttet.

Es ist eine Art natürlicher Belohnung dafür, dass man seinem Körper etwas Gutes tut. Nach einer ausreichend anstrengenden Sporteinheit fühlt man sich deshalb erschöpft, aber verspürt meistens auch ein Gefühl der Leichtigkeit und Zufriedenheit. Diese positiven Gefühle können über mehrere Stunden hinweg anhalten und lassen sich vergleichsweise leicht wieder erzeugen, wenn man eine weitere Sporteinheit einlegt. Das Problem ist allerdings, dass gerade Anfänger es mit dem Sport oft übertreiben, frei nach dem Motto „Viel hilft viel“.

Diese Annahme ist falsch, da das beschriebene Hochgefühl schnell umschlägt, wenn man sich und seinem Körper mehr zumutet, als man tatsächlich vertragen kann. Die Folgen sind dann oft ein Überanstrengung in Kombination mit einem schmerzhaften Muskelkater, was einen eher negativen Effekt auf die Stimmung hat. Darum sollten Patienten, die Sport machen wollen, es lieber langsam angehen und die Anstrengungen erst nach und nach steigern.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Es gibt eine Handvoll Heilkräuter beziehungsweise Heilpflanzen, die zur Linderung von Depressionen – sowohl der akuten als auch der chronischen Form – angewendet werden können. Hierbei ist zunächst das Johanniskraut zu erwähnen.

Johanniskraut gilt als ein natürliches Antidepressivum, da die Einnahme Serotonin und Noadrenalin freisetzen kann, was wiederum zu einer Aufhellung der allgemeinen Stimmung wie auch zu einem Entspannungseffekt führt. Allerdings hat Johanniskraut auch Nebenwirkungen wie beispielsweise eine Photosensibilität, also eine Empfindlichkeit auf Licht. Darum ist die Einnahme dieses Heilkrautes nur nach ärztlicher Absprache empfehlenswert.

Andere Heilkräuter sind Pflanzenprodukte wie Baldrian oder Lavendel. Beide haben eine beruhigende Wirkung auf den Körper und fördern unter anderem einen natürlichen Schlaf. Der Vorteil dieser Präparate im Vergleich zum Johanniskraut besteht darin, dass es keine bekannten Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen gibt. Dysthymie-Patienten können sich also ohne Probleme in einer Apotheke Baldrian, Melisse oder Lavendel-Präparate kaufen, wenn sie nach einer Möglichkeit der Entspannung suchen oder unter akuten Schlafstörungen leiden.

Ätherische Öle bei Dysthymie

Ätherische Öle finden ihre Anwendung meistens als Unterstützung zu Entspannungs- oder Konzentrationsübungen, welche sich für Patienten empfehlen, die unter einer chronischen Depression leiden. Die Öle haben den Vorteil, dass sie beruhigend auf den Körper wirken und beispielsweise Angstzustände lösen können. Die Öle können sowohl in Form von Wasserdampf eingeatmet werden oder man trägt sie auf die Haut auf, was neben den positiven Effekten für die Psyche auch das allgemeine Hautbild verbessern kann.

Empfohlene ätherische Öle bei einer Dysthymie sind unter anderem:

Es ist aber noch zu erwähnen, dass die einzelnen Öle unterschiedlich bei verschiedenen Menschen wirken. Während ein Patient zum Beispiel durch ein Lavendelöl Ruhe findet und besser damit schlafen kann, hilft einem anderen Patienten womöglich ein Mandelöl eher. Darum sollten Betroffene im Vorfeld abklären, welche ätherischen Öle sich für ihre Symptome eignen und ob sie sie überhaupt verwenden können.

Da die Öle aus Pflanzen gewonnen werden besteht nämlich ein Risiko für Allergiker, dass es beim Kontakt mit den Ölen zu einer allergischen Reaktion kommt. Deshalb sollte man im Vorfeld abklären, ob Allergien bestehen und wenn ja, welche, um die Öle ausklammern zu können, die für einen Patienten eventuell schädlich sein könnten.

Homöopathie und Globuli

Gegen die einzelnen Symptome einer Dysthymie lassen sich gezielt Globuli und homöopathische Präparate einsetzen, um diese zu lindern. Die Präparate sind dabei oft als eine kurzzeitige Lösung zu sehen und sollen nur für wenige Stunden Linderung verschaffen, bis ein Patient sich seinen eigentlichen Entspannungsübungen widmen kann.

Es ist auch wichtig zu wissen, dass die Präparate unter verschiedenen Voraussetzungen unterschiedlich wirken. Wenn beispielsweise akuter Stress besteht, man sich kalt und müde fühlt, dann wirkt ein Globuli eventuell nicht so effektiv wie in einer warmen, weniger stressigen Umgebung.

Geeignete Präparate bei depressiven Symptomen sind unter anderem:

  • Ambra
  • Pulsatallis
  • Lycopodium
  • Cimcifuga

Der Vorteil liegt darin, dass man sich bei den Globuli und anderen homöopathischen Produkten nicht wie bei einem klassischen Medikament „überdosieren“ kann. Man nimmt eine geringe Menge, wenn sich die Symptome aktuell zeigen. Klingt die Wirkung der Präparate wieder ab, kann man eine weitere kleine Portion zu sich nehmen. Auch zu Wechselwirkungen kommt es nicht, sodass Globuli vergleichsweise bedenkenlose Präparate sind, um die Symptome einer Dysthymie zumindest für einen kurzen Zeitraum etwas abzuschwächen.

Schüssler-Salze bei Dysthymie

Die chronische Dysthymie lässt sich nach den Lehren von Wilhelm Schüssler wie alle Krankheiten und Störungen auf ein Ungleichgewicht im Mineralhaushalt des Körpers zurückführen. Dementsprechend lassen sich einzelne Symptome wie Gereiztheit, Schlaflosigkeit oder anhaltende Nervosität durch die Einnahme von Schüssler-Salzen für einen gewissen Zeitraum verringern.

Hierbei sind zu erwähnen:

Es wird empfohlen, bei der Auswahl der Salze immer nur drei Stück zur gleichen Zeit einzunehmen, um zu vermeiden, dass eine zu hohe Salzkonzentration dem Körper zugeführt wird. Bei der Häufigkeit der Einnahme unterscheiden sich die Angaben, aber im Durchschnitt werden 3 bis 6 Einnahmen pro Tag empfohlen, um die Symptome der Dysthymie so gut wie möglich abzuschwächen.

Diäten und Ernährung

Diäten werden bei einer Dysthymie in der Regel nicht empfohlen. Die drastische Einschränkung und die verringerte Nahrungsaufnahme kann nämlich bestehende Symptome wie eine Antriebslosigkeit, Schlafstörung und Gereiztheit noch verstärken. Das wird auf die Absenkung des Blutzuckerspiegels zurückgeführt, die bei Diäten meistens eine unvermeidbare Konsequenz ist.

Eine Umstellung der Ernährung ist dagegen eine gute Empfehlung, da eine zu einseitige oder zu ungesunde Ernährung – in der Regel bezogen auf den Verzehr von zu hohen Mengen an Kohlenhydraten – häufig eine Ursache von Beschwerden wie Lustlosigkeit oder Konzentrationsproblemen ist. Patienten, die ihre Ernährung umstellen wollen, können zum Beispiel Paleo oder Low Carb ausprobieren.

Diese Ernährungsformen reduzieren Kohlenhydrate auf ein notwendiges Minimum und konzentrieren sich stattdessen auf Eiweiß und Fett in Verbindung mit Ballaststoffen, um den Kreislauf zu stärken, die Verdauung zu fördern und die Produktion von Noadrenalin zu unterstützen. So eine Ernährungsumstellung vermittelt nicht nur ein besseres Körpergefühl, sondern sorgt auch dafür, dass der Körper unter anderem Nachts besser zur Ruhe kommen und man selbst so besser schlafen kann.

FAQ zur Dysthymie

 

  1. Kann eine Dysthymie durch meine Lebensumstände ausgelöst werden?
    Ja, das ist möglich. Wenn im Arbeitsumfeld häufig stressige Situationen auftreten, wenn ein allgemein schlechtes Arbeitsklima besteht oder man sich in einer eher angespannten Beziehung befindet, kann das durchaus einen Auslöser einer chronischen Depression darstellen. Besonders, wenn die Stressfaktoren nicht punktuell sind, sondern über einen längeren Zeitraum anhalten, steigt das Risiko, dass sich eine depressive Störung entwickelt.
  2. Woran kann ich eine Dysthymie erkennen?
    Wenn die Menge an negativen Stimmungsphasen die der positiven Phasen überwiegt oder wenn die Zeiträume der „guten Tage“ kürzer sind, kann das bereits ein Anzeichen von Dysthymie sein. Aber auch häufige Gereiztheit in Verbindung mit Schlafstörungen, häufiger Traurigkeit oder wiederkehrenden Selbstmordgedanken sollten als Alarmsignale dienen und zumindest den Anstoß liefern, dass man sich selbst einmal auf eine mögliche psychische Erkrankung untersuchen lässt.
  3. Ist Dysthymie heilbar?
    Nein, Dysthymie ist eine Krankheit, mit der Betroffene ihr Leben lang auskommen müssen. Mit Hilfe der richtigen Therapien und Medikamente ist es aber durchaus möglich, ein normales Leben mit nahezu keinen Einschränkungen zu führen.
  4. Ist Dysthymie gefährlich?
    Die Frage lässt sich nicht so pauschal beantworten. Die einzelnen Symptome mögen auf den ersten Blick ungefährlich erscheinen. Aber zum Beispiel die anhaltende Schlafstörung kann durchaus körperliche Veränderung nach sich ziehen. Besonders bedenklich ist es, wenn ein Patient unter häufigen Suizidgedanken leidet, da ein nicht geringes Risiko besteht, dass er diese Gedanken auch irgendwann in die Tat umzusetzen versucht.
  5. Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht habe, dass jemand Dysthymie hat?
    Der erste Schritt sollte ein Gespräch sein, in dem man erfragt, wie es dem Betreffenden geht. Es nützt nichts, ihn oder sie direkt zu einem Arzt mitzunehmen, da die Patienten sich aus Unverständnis oder Schamgefühl gegen jegliche Form von Hilfe sperren könnten. Wenn man jedoch in einem Gespräch die Möglichkeit erwähnt, dass jemand aufgrund bestimmter Leiden unter einer chronischen Depression leiden könnte, stehen die Chancen besser, dass der oder die Betroffene von sich aus die Hilfe eines Arztes in Anspruch nimmt.
Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (44 Stimmen, Durchschnitt: 4,43 von 5)
Loading...

 Rechtliche Hinweise