Akne inversa

Steckbrief: Akne inversa

  • Name: Akne inversa; (auch Acne inversa)
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1839
  • Behandelbar: ja; jedoch nicht wieder vollständig heilbar
  • Art des Auslösers: indirekt Bakterien; hauptsächlich aber unterschiedliche primäre; nichtbakterielle Faktoren
  • Wie viele Erkrankte: etwa 70 Millionen Menschen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Dermatologen – nach Möglichkeit Hautarzt mit Spezialisierung auf Akne bzw. Akne inversa
  • ICD-10 Code(s): L73.2

Anders ALS andere Aknetypen

Sehr viele Menschen haben mit unreiner Haut und verschiedenen Hauterkrankungen zu kämpfen. Den Namen „Akne“ kennt man daher hauptsächlich von der relativ harmlosen, meist in der Pubertät auftretenden „Akne vulgaris“. Die Akne inversa ist jedoch ein anderer und wesentlich ernster zu nehmender Typ der Akne-Erkrankungen.

Akne inversa wurde 1839 erstmals von dem französischen Chirurgen Alfred Armand Velpeau erwähnt, kurz darauf wurde als erste Bezeichnung der Begriff „Schweißdrüsenabszess“ eingeführt. Später wurde der Name zu Hidradenitis suppurativa geändert, was soviel wie Schweißdrüsenentzündung bedeutet. Diese Bezeichnung steht auch heute noch synonym für Akne inversa und ist auch in der ICD-10 Bezeichnung zu finden. Es wurde jedoch nachgewiesen, dass die Erkrankung von der Talgdrüse und der Haarwurzel ausgeht, und nicht von der Schweißdrüse, weshalb die Krankheit eigentlich nicht als Schweißdrüsenentzündung zu bezeichnen ist.

Der wesentliche Unterschied von der Akne inversa zur allgemein bekannten „Pubertätsakne“ (Akne vulgaris) besteht darin, dass Erstere in den allermeisten Fällen nicht heilbar ist, während Letztere in der Regel kaum einer bis gar keiner Behandlung bedarf und von selbst wieder vorbei geht. Zudem äußert sich Akne inversa in Schüben.

Außerdem wird Akne inversa, gerade aufgrund ihrer Unbekanntheit und der ähnlichen Symptome im Vergleich zu anderen Hauterkrankungen, relativ oft als eine andere Hauterkrankung falsch diagnostiziert. Umso wichtiger ist es daher, dass Akne inversa bekannter wird, da viele Betroffene aus verschiedenen Gründen eher im Stillen vor sich hin leiden: Entweder weil die Krankheit nicht korrekt diagnostiziert wurde, oder weil die mit der unheilbaren Krankheit verbundene psychische Belastung für die Betroffenen zu groß ist. Im Folgenden werden alle wichtigen Informationen zur Akne inversa detailliert dargestellt.

Definition Akne inversa

Akne inversa bzw. Hidradenitis suppurativa ist eine chronische, behandelbare, jedoch nicht vollständig heilbare Erkrankung der Haut. Akne inversa äußert sich in Abszessen, Fisteln und Steißbeinfisteln. Die Krankheit prägt sich am häufigsten in den Achseln, Leisten, dem Intimbereich und dem Brustbereich aus und verläuft in Schüben. Deutliche Anzeichen sind immer wiederkehrende Abszesse, Fisteln und/oder Steißbeinfisteln, auch wenn diese bereits einmalig oder mehrfach entfernt wurden.


Was ist Akne inversa?

Krankheiten Akne inversa

Die Symptome einer Akne inversa in der Armbeuge
Shutterstock/ guentermanaus

Akne inversa ist eine Entzündung der äußeren Wurzelscheide und Talgdrüse der Terminalhaarfollikel, also der Haarwurzeln. Durch eine Verhornungsstörung der Talgdrüse wird der Ausführungskanal verlegt, wodurch sich Haarwurzeln und Talgdrüsen immer mehr mit Hornmaterial anfüllen.

Dadurch entzündet sich schließlich die Talgdrüse, in der sich dann Eiter ansammelt. Im weiteren Verlauf zerreißt irgendwann die entstandene Talgdrüsenzyste. Dadurch breitet sich die Entzündung weiter aus. Es können Geschwüre, Abszesse und Fisteln entstehen.

Die Krankheit tritt hauptsächlich im Bereich der Genitalien, Achselhöhlen und der Leistengegend auf, kann aber auch andere Bereiche des Körpers befallen.

Besonders zu Beginn der Krankheit tritt selbige oft in Schüben auf, sie kann sich aber auch zu einer chronischen Krankheit weiterentwickeln.


Welche Ursachen gibt es?

Es gibt viele verschiedene Faktoren, die entweder Akne inversa hervorrufen oder zumindest zu deren Auslösung beitragen können:
Ein wesentlicher Faktor, vor allem was die Verschlimmerung der Akne inversa anbetrifft, stellt der Stress dar. Gerade für bereits betroffene Menschen ist es wichtig, dass Stress so gut wie möglich reduziert wird, da er sich negativ auf das Krankheitsbild auswirken kann.

Einen weiteren Grund kann das Rauchen darstellen. In vielen Untersuchungen wurde relativ eindeutig belegt, dass weit über 80 % der Patienten, die unter Akne inversa leiden, rauchen.

Daher liegt es nahe, dass das Rauchen eine großen, negativen Einfluss auf die Erkrankung hat. Ebenso kann das in Zigaretten enthaltene Nikotin die Vermehrung des Bakteriums Staphylococcus aureus begünstigen. Staphylococcus aureus ist zwar als Bakterium kein direkter Verursacher der Krankheit, kann aber zu deren Ausbruch beitragen und die Schwere des Krankheitsverlaufes stark beeinflussen.

Auch Übergewicht kann einen Ausbruch oder eine Verschlimmerung von Akne inversa hervorrufen. Übergewicht führt oft zu vermehrter Feuchtigkeit und einem warmen Milieu auf der Haut. Darüber hinaus kann bei Übergewicht ein Aufweichen der Haut durch aufeinander liegende Hautschichten erfolgen, was die Erkrankung erleichtert. Hautfalten begünstigen einen Ausbruch der Akne inversa ebenfalls.

Weiterhin begünstigt eine vermehrte Schweißabsonderung eine Erkrankung.

Die Auswahl der getragenen Kleidung kann sich auch auf eine mögliche Erkrankung an Akne inversa auswirken: Besonders enge Kleidung ruft eine mechanische Reizung und oftmals auch oberflächliche Beschädigung der Hautzellen hervor, wodurch ein Ausbruch der Krankheit ebenfalls ausgelöst werden kann.

Auch andere Erkrankungen wie Zuckerkrankheit bzw. Diabetes können zu einer Erkrankung an Akne inversa führen. Diabeteserkrankte haben oft ein geschwächtes Immunsystem, wodurch eine Erkrankung begünstigt und ein Wiederausbruch erleichtert wird.

Darüber hinaus kann die Einwirkung von Hormonen eine Rolle bei einer Erkrankung an Akne inversa spielen. Männliche Hormone sorgen beispielsweise häufig für eine vermehrte Talgproduktion. Dies kann einen Ausbruch von Akne inversa hervorrufen, da die Krankheit sich unter anderem durch verstopfte Talgdrüsen, die sich dann entzünden, äußert.

Die Krankheit kann zudem auch vererbt bzw. innerhalb der Familie weitergegeben werden. Wenn sich Personen in der Familie befinden, die bereits an Akne inversa erkrankt sind, so ist die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass die Erkrankung an nächste Generationen weitergegeben wird.

Die Krankheit wird zwar nicht unmittelbar durch Bakterien ausgelöst, diese können dennoch eine wichtige Rolle spielen, da Bakterien den Verlauf der Krankheit maßgeblich beeinflussen und verschlechtern können.

Übersicht über die wichtigsten Faktoren

  • Stress
  • Rauchen
  • Übergewicht
  • Vermehrtes Schwitzen
  • (Zu) enge Kleidung
  • Diabetes oder andere das Immunsystem schwächende Erkrankungen
  • Hormoneinwirkung
  • Genetische Veranlagung
  • Bakterien

Symptome & Anzeichen

Zu Beginn der Krankheit entzünden sich in den betroffenen Bereichen die Haarwurzeln und die mit diesen verbundenen Talgdrüsen, wobei sich fühlbare Knoten und Verdickungen bilden. In manchen Fällen zählt auch unreine Haut zu den frühzeitigsten Symptomen, wobei diese natürlich keine Erkrankung bedeutet, da unreine Haut eine Vielzahl von Ursachen haben kann.

Im weiteren Verlauf entstehen zunächst Abszesse bzw. große Eiteransammlungen. Bleibt die Krankheit unbehandelt, folgen Fisteln. Diese können tief in das sie umgebende Gewebe reichen, die Eiteransammlungen können sich spontan entleeren und dabei Eiter, Talg oder andere Sekrete abgeben. Viele Menschen, die schon lange an der Krankheit leiden, sind zudem durch Narben in den früher betroffenen Körperregionen gekennzeichnet.

Übersicht über die wesentlichen Symptome

  • Entzündung von Haarwurzeln und Talgdrüsen
  • Knoten- und Verdickungsbildungen
  • Eiteransammlungen bzw. Abszesse
  • Fisteln
  • Narben

Diagnose & Krankheitsverlauf

Diagnose: Da die Erkrankung oft nicht bekannt ist, werden die Symptome gelegentlich als wiederkehrende Schweißdrüsenabszesse fehldiagnostiziert. Bei der Diagnose müssen zunächst einige andere Krankheiten mit anfangs ähnlichen Symptomen wie Akne inversa ausgeschlossen bzw. berücksichtigt werden.

Bei Verdacht auf Akne inversa wird der Betroffene an einen Dermatologen weitergeleitet, dabei kann die Diagnose beschleunigt werden, wenn der Betroffene alle Symptome und weitere Informationen über diese notiert, die ihm auffallen. Zudem werden von Arztseite einige Fragen an den Betroffenen gestellt werden, um andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen ausschließen zu können.

Ist die Diagnose erfolgt, so kann, je nach Krankheitsbild, eine Operation oder anderweitige Behandlung bzw. Therapie erfolgen. In Deutschland kann Akne inversa zudem sozialrechtlich als Behinderung geltend gemacht werden, der Grad der Behinderung hängt dabei von der Schwere der Krankheit ab.

Krankheitsverlauf: Die Schwere des Krankheitsverlaufes hängt maßgeblich von dem sonstigen gesundheitlichen Zustand des Patienten ab. Der Verlauf der Krankheit wurde im Wesentlichen drei Stadien eingeteilt, diese Einteilung ist nach wie vor in Gebrauch.

Im ersten Stadium weist die Haut der erkrankten Person einzelne, abgegrenzte Abszesse auf, die durch die Verhornung, Entzündung und Verstopfung der Talgdrüsen entstehen; Abszesse sind umkapselte Eiteransammlungen. Ebenso kommt es zu einer weiteren Ausbreitung der Entzündung, wenn nicht medizinisch gegen diese vorgegangen wird. Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass Akne inversa sich zu einem chronischen Leiden entwickelt.

Im darauf folgenden, zweiten Stadium entstehen immer mehr, weit auseinander liegende Abszesse und Fistelgänge. Fisteln bzw. Fistelgänge sind nicht natürlich vorbestehende Verbindungen (oft röhrenartig) zwischen inneren Organen und/oder der Körperoberfläche. Ebenso kommt es im zweiten Stadium bereits zur Narbenbildung an Stellen früherer Entzündungsherde.

Wird die Krankheit weiterhin nicht behandelt oder therapiert, so verschlimmert sich die Ausbreitung der Entzündungen immer weiter. Die erkrankte Person weist schließlich einen mehr oder weniger flächigen Befall von Abszessen, Fistelgängen und Narben, oder sogar Narbenzügen auf.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Grundsätzlich ist Akne inversa auf der ganzen Welt verbreitet. Die weltweite Anzahl an erkrankten Personen wird dabei auf etwa 70 Millionen Menschen geschätzt. In Deutschland bewegt sich die Anzahl der Erkrankten zwischen 225.000 und 3,1 Millionen Menschen. Die breite Spanne ist dadurch zu erklären, dass es durch relativ viele Fehldiagnosen bei an Akne inversa erkrankten Menschen eine hohe Dunkelziffer in Deutschland gibt.

Die Krankheit kann beide Geschlechter gleichermaßen befallen, sie tritt bei Männern jedoch meist im perianalen Bereich auf. Die Erstinfektion mit der Krankheit kann sowohl in der Pubertät, als auch noch in hohem Alter erfolgen.


Komplikationen bei der Krankheit

Zusätzlich zur Erkrankung selbst besteht die Gefahr, dass durch Akne inversa Komplikationen hervorgerufen werden: es können beispielsweise Effloreszenzen auftreten. Dabei handelt es sich um aus krankhaften Prozessen in der Haut entstandene Veränderungen, die im Rahmen der Akne inversa oft schmerzhaft sind.

Darüber hinaus treten bei größeren Entzündungen gelegentlich Lymphknotenschwellungen Fieber und Kopfschmerzen auf. Erfolgt durch die Entzündungen eine Zerstörung von Blutgefäßen, kann es zu Einblutungen kommen.

Sollten Bakterien aus der betroffenen Region in die Blutgefäße der Unterhaut gelangen, kann dies zu einer Sepsis (Blutvergiftung) mit hoher Letalität, also hoher Tödlichkeit, führen.

Dadurch, dass Akne inversa häufig in Form einer chronisch-rezidivierenden, also lange andauernde und in wiederkehrenden Schüben auftretenden Krankheit auftritt, kann sie für die erkrankte Person eine erhebliche Psychische Belastung mit sich bringen. Dazu kommen die abhängig vom Verlauf auftretenden Vernarbungen die Belastung erhöhen, da sie die Krankheit dauerhaft nach außen sichtbar machen.

Zusammenfassung der Komplikationen & Begleiterscheinungen

  • schmerzhafte Effloreszenzen
  • Lymphknotenschwellungen
  • Fieber
  • Kopfschmerzen
  • Zerstörung von Blutgefäßen -> Einblutungen
  • Im Extremfall: Sepsis
  • Psychische Belastung für Betroffene

Wann sollte man zum Arzt Gehen?

Fallen übermäßige Pickelbildung, viele Mitesser oder starke Unreinheiten der Haut auf, sollte ein Arzt hinzugezogen werden. Außerdem sollte ein Arzt kontaktiert werden, wenn schmerzhafte Hautveränderungen, Rötungen oder ein Spannungsgefühl im Gesicht auftreten, ebenso wenn es zu Juckreiz oder ungewolltem Kratzen im Gesicht kommt.

Die Beschwerden der Akne inversa treten wiederholt auf und sind in den meisten Fällen nicht ohne Unterstützung reduzierbar. Zudem sollte ein Arzt darüber informiert werden, wenn eine brennendes Gefühl im Gesicht oder übermäßige Schweißbildung auftreten, damit entsprechende Maßnahmen zur Behandlung ergriffen werden können.

Auch betroffene sollten regelmäßig zum Arzt gehen, wenn sich Knoten im Gesicht bilden oder Narben entstehen. Bei starken psychischen Belastungen oder durch die Krankheit negativ verändertem sozialem Verhalten ist ein Arztbesuch ebenfalls zu empfehlen, um Psychische Erkrankungen und Angststörungen zu vermeiden.


Behandlungsmethoden & Therapie

Bei der Therapierung bzw. Behandlung von Akne inversa gibt es entsprechende Leitlinien: eine deutsche und eine europäische Leitlinie, zudem ist die Art der Behandlung von der Schwere der Krankheit abhängig.

Liegt eine eher leichte Form der Akne inversa vor, so kann diese mittels Diclofenac- oder clindamycinhaltigen Lösungen und Cremes behandelt werden.

Krankheiten Akne inversa

3D-Darstellung des Botenstoffs TNF-α. Medikamente, die diesen Stoff hemmen, können bei Akne inversa helfen.
Shutterstock/ibreakstock

Liegt dagegen eine mittelschwere oder schwere Ausprägung der Krankheit vor, kann eine Behandlung mittels TNF alpha (im Folgenden TNFa) Inhibitoren erfolgen, auf die die Krankheit häufig gut anspricht. TNFa ist ein Signalstoff des Immunsystems, der bei Entzündungen beteiligt ist.

Seine hauptsächliche Funktion liegt dabei in der Steuerung der Aktivität verschiedener Immunzellen.

Daneben besteht die Möglichkeit, Erkrankte mit Clindamycin, Rifampicin oder Doxycylin langfristig zu therapieren, da diese neben ihrer antibiotischen auch eine gute antientzündliche Wirkung erzielen.

Des Weiteren wird bei ausgeprägtem Befund und/oder einem zu geringen Ansprechen der Krankheit auf Medikamente eine operative Behandlung in Erwägung gezogen. Diese erfolgt entweder mit Teilverschluss der Wunden oder mit offener Wundheilung. Bei kleineren Befunden hingegen erfolgt die operative Behandlung mittels Deroofing. Deroofing bezeichnet die oberflächliche Abdeckung der durch die Krankheit entstehenden entzündlichen Knoten.

Zudem gibt es mehrere klinische Studien mit Erfolgen bei Behandlungen durch verschiedene Lasermethoden.

Überblick über die Behandlungsmethoden

  • Bei leichten Formen: Behandlung mit Cremes oder Lösungen
  • Behandlung mit TNF alpha Inhibitoren
  • Behandlung mit antientzündlichen Medikamenten
  • Operative Interventionen, Deroofing

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt verschiedene Methoden zur Vorbeugung von Akne inversa. Eine Impfung existiert allerdings nicht. Ebenso ist es nicht direkt möglich, die genetische Veranlagung, an Akne inversa zu erkranken, zu beeinflussen.

Das Auftreten oder Wiederauftreten der Krankheit lässt sich vor allem dadurch verhindern, dass die Krankheit fördernde Faktoren abgestellt werden. So wirkt es vorbeugend, mit dem Rauchen aufzuhören, bei höherem Gewicht eine Reduktion desselben anzustreben oder darauf zu achten, dass die Haut nicht geschädigt wird und diese zu pflegen.

Da männliche Hormone eine erhöhte Talgbildung hervorrufen können, die die Krankheit begünstigt, kann in Einzelfällen bei Frauen eine Behandlung mit gegen männliche Hormone gerichteten Medikamenten eine vorbeugende Wirkung haben, die ein Wiederauftreten der Krankheit eindämmen können.


Prognose zur Heilung

Eine vollständige Heilung unter völligem Ausschluss eines Wiederausbrechens der Krankheit gibt es bisher nicht. Generell ist es sehr wichtig, dass die Krankheit so früh wie möglich erkannt und auch diagnostiziert wird, da die am Anfang noch relativ schwach ausgeprägten Symptome besser unter Kontrolle gehalten werden können.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass bereits betroffene Hautstellen regelmäßig gründlich gereinigt werden, da so eine Ausbreitung vermieden werden kann, zudem sollte eine erkrankte Person natürlich darauf achten, Akne inversa fördernde Gewohnheiten oder Kleidung zu vermeiden, denn diese machen die Krankheit sonst noch schlimmer.

Das Ausheilen operierter Hautstellen dauert oft mehrere Wochen oder sogar Monate, in denen der Betroffene solche krankheitsfördernden Faktoren besonders vermeiden sollte, um kein erneutes Aufflammen der Krankheit zu riskieren.

Insgesamt ist Akne inversa eine chronische und nicht vollständig heilbare Hauterkrankung. Wird die Krankheit jedoch früh erkannt, so können die Symptome schnell und wirksam unter Kontrolle gehalten werden. Darüber hinaus kann eine weitere Ausbreitung der Krankheit bei richtiger Vorgehensweise (reinigen, regelmäßige Kontrolle insbesondere nach Operationen, etc.) einen erneuten Ausbruch der Krankheit oder ein Ausbreiten auf eine größere Hautfläche vermeiden.


Psychische Belastung bei Akne inversa

Da es sich bei Akne inversa um eine durchaus ernstzunehmende, unheilbare und in Schüben immer wiederkehrende Krankheit handelt, kann sie verschiedene psychische Belastungen mit sich bringen:

Diagnose „unheilbare Krankheit“:

Allein das mit der Diagnose der Hautkrankheit wachsende Bewusstsein dessen, dass die Krankheit unheilbar ist und der Patient von nun an mit ihr leben muss, kann für den Betroffenen gerade in der Anfangszeit nach der Diagnose eine psychische Belastung und Herausforderung darstellen. Je nach allgemeiner psychischer Verfassung des Betroffenen kann es auch zu Panik und Angst kommen.

Ansätze zum Umgang mit der Diagnose:

Wird die Diagnose zu einem relativ Frühen Krankheitszeitpunkt gestellt und auch entsprechende Maßnahmen schnell ergriffen, können die meist noch relativ schwach ausgeprägten Symptome meist gut unter Kontrolle gehalten und ein weiteres Ausbreiten der Krankheit verhindert werden.

Dazu kommt, dass sich der Betroffene nach Möglichkeit nicht nur mit der Unheilbarkeit der Krankheit befassen sollte, da dies im schlimmsten Falle zu Depression führen kann. Stattdessen ist ein Abfinden mit der Unheilbarkeit und der Aufbau einer positiven Lebenseinstellung anzustreben, da diese sich bei manchen Menschen sogar lindernd auf die Krankheit auswirkt.

Eine negative Einstellung macht die Krankheitsausprägung oft durch erzeugten Stress noch schlimmer, was einen Teufelskreis erzeugen kann. Daher ist das beste Mittel gegen die Angst oder gar Panik nach einer Diagnose ein möglichst schnelles Abfinden mit der Unheilbarkeit der Krankheit, auch wenn dies oft leichter gesagt als getan ist.

Angst vor Einschränkung der Lebensqualität:

In Verbindung mit Akne inversa kann es passieren, dass die Betroffene Person befürchtet, durch diese eine Wesentliche Einschränkung ihrer Lebensqualität zu erleiden. Die lässt sich in mehrere Ursachen aufteilen:

Optische Sichtbarkeit:

Die Tatsache, dass die Krankheit sich im Wesentlichen durch Abszesse (bei operativen Eingriffen auch durch Narben) äußert, kann sich negativ auf die Psyche mancher Betroffener auswirken, da sie möglicherweise eine Art „Stigmatisierung“ durch diese äußeren Merkmale befürchten.

Ebenso kann sich die Sichtbarkeit unter Umständen mindernd auf das Selbstwertgefühl des Patienten auswirken, da er bzw. sie sein bzw. ihr Äußeres durch die Abszesse für weniger Attraktiv hält.

Ansätze zum Umgang mit der optischen Sichtbarkeit:

Zunächst einmal tritt die Krankheit oft in selbst unter Sommerkleidung nicht direkt sichtbaren Bereichen des Körpers auf wie beispielsweise Achselhöhlen oder dem Bereich um die Genitalien. In diesem Fall sollte darauf geachtet werden, dass sich die Krankheit nicht auf weitere, möglicherweise sichtbarere Bereiche ausweitet.

Falls bereits sichtbare Bereiche betroffen sind, kann es in manchen Situationen helfen, einfach offen damit umzugehen. Dies mag natürlich nicht jeder, aber oft erzeugt der offene Umgang mit einer Erkrankung in vielen Fällen eher Verständnis und Mitgefühl als Stigmatisierung, da der Erkrankte ja nichts für die Krankheit kann.

Wird hingegen mit Gewalt versucht, betroffene Stellen zu verstecken, kann dies sehr viel seltsamer wirken. Ein offener Umgang kann außerdem zu einem Großteil zur Bewältigung des Problemes führen, dass der Erkrankte sein Äußeres durch die Krankheit für weniger attraktiv halten könnte.

Angst vor Rückgang von sozialer Bindung bzw. eigener sozialer Rückzug:

Manche Betroffene haben durch Akne inversa und/oder deren Symptome Angst davor, wegen ihrer Krankheit aus ihrem sozialen Umfeld ausgeschlossen oder zumindest anders behandelt zu werden als zuvor. In manchen Fällen beginnen Patienten auch ganz von selbst, sich aus ihrem sozialen Umfeld zurückzuziehen, da sie einen Ausschluss bzw. eine geringer Akzeptanz aufgrund ihrer Krankheit befürchten.

Ebenso kann es sein, dass sie befürchten, dass sich manche Personen über ihre Krankheit lustig machen. Wird dagegen nichts unternommen, kann sich aufgrund der zunehmenden Vereinsamung sogar eine Depression entwickeln.

Ansätze zum Umgang mit der Angst vor sozialem Ausschluss:

Zunächst einmal ist die Angst vor dem Ausschluss aus dem sozialen Umfeld bzw. vor einer Andersbehandlung durch Bekannte oft unbegründet, die Angst davor, dass sich andere stets darüber lustig machen ist ebenfalls oft unbegründet. Zudem ist die Krankheit nicht ansteckend.

Zudem wird man oft in seinem Umfeld für mehr als nur sein Erscheinungsbild geschätzt, das durch Akne inversa in Mitleidenschaft gezogen werden kann. „Nur“ weil man an Akne inversa erkrankt ist, bedeutet dies schließlich nicht, dass einen Freunde beispielsweise nicht mehr mögen. Darüber hinaus kann es auch passieren, dass Freunde oder Bekannte Mitgefühl empfinden und den Erkrankten im Umgang mit der Krankheit unterstützen möchten. Zieht sich dieser jedoch immer weiter zurüCK, macht er sich für solche Unterstützung sehr schwer zugänglich.

Geht er bzw. sie hingegen eher offen mit der Krankheit um oder zieht sich zumindest nicht aus seinem Umfeld zurück, kann es sein, dass er bzw. sie auf besagte Unterstützung bei der Bewältigung der Krankheit trifft. Diese Unterstützung und das damit verbundene Gefühl, trotz Krankheit weiterhin akzeptiert zu werden tut vielen Betroffenen gut, kann sich aber nur einstellen, wenn der Betroffene sich nicht aus seinem (bisherigen) sozialen Umfeld zurückzieht.

Bei zu großer psychischer Belastung professionelle Hilfe zu Rate ziehen

Egal ob Panik nach der Diagnose oder Angst vor rückläufiger sozialer Akzeptanz besteht – wird die psychische Belastung zu groß, sollte der Betroffene definitiv auf professionelle Hilfe, beispielsweise durch einen Psychologen, zurückgreifen.

Auch wenn die Ängste unbegründet wirken, sollten sie ernst genommen werden, da sich sonst schlimmere Probleme wie beispielsweise eine Depression, einstellen können, was besonders schlimm ist, da der Betroffene ohnehin schon mit der unheilbaren Akne inversa-Erkrankung zu kämpfen hat.

In der heutigen Zeit mag der Gedanke vielleicht abschreckend wirken, sich wegen solcher Ängste an einen Psychologen zu wenden, doch bleiben die Ängste über einer längere Zeit bestehen oder werden mit dem Verlauf der Krankheit sogar schlimmer, sollte diese Option wirklich in Erwägung gezogen werden, da sich ständige Angst, sonstige psychische Belastungen oder sogar eine daraus erwachsende Depression negativ auf den Verlauf Akne inversa auswirken können.

Im schlimmsten Falle kann die betroffene Person beim weiteren Verzicht auf professionelle Hilfe sogar in eine Art Teufelskreis geraten, in der die psychischen Belastungen und der Stress durch die Krankheit die Krankheit selbst verschlimmern. Daher sollte beim Verdacht auf zu große Last ein Psychologe kontaktiert werden, um Schlimmeres zu verhindern.

Alternative Behandlungsmethoden

Gegen viele (Haut-)Krankheiten gibt es wirksame alternative Heilmethoden.
Akne inversa ist unheilbar und daher auch nicht mit alternativen Heilmethoden dauerhaft zu verhindern, doch neben den operativen und konservativen Therapie- bzw. Behandlungsmethoden von Akne inversa gibt es auch verschiedene alternative Behandlungsmöglichkeiten, die gegen die Krankheit helfen können.

Zum einen bietet die Traditionelle Chinesische Medizin Therapien gegen Akne inversa an.
Auch kann die Krankheit auch mittels „Thuja occidentalis“, einem pflanzlichen Homöopathikum, behandelt werden. Darüber hinaus kann die Krankheit auch mit Hepar sulfuris calcareum gelindert werden.

Generell gilt, dass Akne inversa eine durchaus ernstzunehmende Erkrankung darstellt und daher keine Therapieart, egal ob konservativ, operativ oder alternativ, ausgeschlossen werden sollte.

Ebenso sollte aber beachtet werden, dass zwar viele alternative Heilmethoden gegen verschiedene Arten der Akne (wie beispielsweise die in der Pubertät oft auftretende Akne vulgaris) existieren, diese jedoch nicht zwingend auch gegen die Symptome der von der Akne vulgaris sehr verschiedenen Akne inversa helfen. Daher sollte in jedem Fall fachkundige Beratung hinzugezogen werden. Zudem ist eine homöopathische Behandlung stets sehr individuell und daher nicht für alle Betroffenen gleich gut geeignet.

Übersicht der möglichen alternativen Behandlungsmethoden

  • Traditionelle Chinesische Medizin
  • Pflanzliche Heilmittel
  • Ätherische Öle
  • Homöopathische Mittel, Globuli
  • Schüssler-Salze

Welche Hausmittel können helfen?

Eine deutliche Verringerung der Krankheit ist mit Hausmitteln allein nicht möglich, jedoch kann ein Erfolg beim Eindämmen der Symptome erzielt werden. So ist es von Vorteil, wenn die betroffenen Stellen regelmäßig gereinigt werden. Zudem ist in vielen Fällen eine gesunde bzw. gesündere Ernährung unabdingbar, da die Krankheit mit der Zeit das Immunsystem immer mehr beansprucht.

Eine Verschlimmerung kann auch zu Hause vermieden werden durch

Heilkräuter & Heilpflanzen

Je nach Patient und schwere der Krankheit kann das lokale Auftragen von Mitteln der Pflanze Thuja occidentalis die Symptome und charakteristischen Hautveränderungen lindern. Allgemein gibt es bei Akne inversa kaum Behandlungsmöglichkeiten, die hauptsächlich auf heilenden Pflanzen oder Kräutern beruhen. Auch Aloe Vera hilft gegen viele Hauterkrankungen.

Gegen Akne inversa können unter anderem

  • Thuja occidentalis
  • Aloe Vera
  • Heilsalben mit pflanzlichen Inhaltsstoffen

helfen

Ätherische Öle

Gegen generelle Aknebeschwerden helfen verschiedene Mischungen Ätherischer Öle, wie beispielsweise Zusammensetzungen aus Teebaumöl, blauem Kamilleöl und Lavendelöl. Die jeweiligen Mischungen werden dann mit einem feuchten Wattepad auf die Pickel getupft. Ebenso kann in Verbindung mit der Nutzung ätherischer Öle ein Gesichtsbad oder auch ein Gesichtsdampfbad als Linderungsmöglichkeit in Erwägung gezogen werden.

Ist der Intimbereich von Akne inversa befallen, ist jedoch nicht unbedingt zu einer Behandlung mit ätherischen Ölen zu raten. Generell sollte die Therapie immer an die konkreten Eigenschaften des Patienten, die betroffene(n) Hautregion(en) und die schwere der Krankheit angepasst sein.

Es stehen Behandlungsmöglichkeiten, die zumindest die Symptome lindern können zur Verfügung. Allgemeine Aussagen über deren Nutzen und mögliche Gefahren können jedoch nicht gemacht werden.

Die tatsächliche Wirksamkeit sollte aber immer zuvor mit einem Fachmann abgeklärt werden, da jeder individuelle Erkrankte anders auf verschiedene Behandlungsvarianten anspricht.

Unter anderem bei diesen Ölen wird von einer gute Wirksamkeit berichtet

  • Teebaumöl
  • Kamille (blau)
  • Lavendel (fein)

Homöopathie & Globuli

Auch im Bereich der Homöopathischen Behandlung bzw. der Anwendung von Globuli ist eine allgemeine Aussage schwierig. Gegen Akne inversa wurden mit „Hepar sulfuris calcareum“ bei manchen Patienten Behandlungserfolge erzielt. Auch das pflanzliche Mittel „Thuja occidentalis“ kann eine heilende Wirkung haben.

Es gibt zudem einige Globuli, die gegen verschiedene Arten von Akne eingesetzt werden können und meistens auch zu einem Erfolg und einer Linderung der jeweiligen Krankheit führen. Dies heißt aber nicht zwangsläufig, dass sie auch gegen Akne inversa wirken.

Es ist daher unbedingt mit einem Arzt bzw. Fachmann abzuklären, ob auch bei Akne inversa eine Behandlung mit homöopathischen Mitteln oder Globuli sinnvoll ist, oder überhaupt eine heilende Wirkung hervorrufen kann, da sich Akne inversa beispielsweise von der oft in der Pubertät auftretenden Akne vulgaris unterscheidet.

Mögliche homöopathische Mittel gegen Akne inversa

  • Hepar sulfuris calcareum
  • Thuja occidentalis
  • Globuli Belladonna C5 gegen Eiterbildung
  • Globuli Pyrogenium C9

Schüssler-Salze

Im Allgemeinen können Schüssler-Salze gegen viele verschiedene Hautkrankheiten helfen. Erfolge erzielen. Daher ist eine erfolgreiche Behandlung mit Schüssler-Salzen nicht ausgeschlossen. Allerdings sind die Informationen zu diesem Thema sehr widersprüchlich, besonders was die spezielle Akneform Akne inversa betrifft. Daher kann bezüglich der Behandlungsmöglichkeiten mit Schüssler-Salzen keine allgemeingültige Aussage gemacht werden. Bei folgenden Salzen wird oft über gute Ergebnisse berichtet:

Schüssler-Salze gegen Akne Inversa

  • Nr. 3, 4 und 9 gegen Entzündungen
  • Nr. 11 und 12 gegen Eiter

Fazit zu den alternativen Behandlungsmöglichkeiten:

Es gibt sehr viele alternative Therapiemöglichkeiten gegen verschieden Hautkrankheiten und auch gegen Akne inversa. Aufgrund fehlender oder widersprüchlicher Informationslage lässt sich jedoch in vielen Fällen keine allgemeingültige Aussage dazu treffen, welche Methoden konkret für Akne inversa geeignet sind.

Diät & Ernährung

Bei Akne inversa ist grundsätzlich eine gesunde Ernährung anzustreben, da die Krankheit das Immunsystem sehr belastet. Somit ist, falls die Ernährung bisher eher ungesunder Art ist, eine Ernährungsumstellung zu einer gesünderen Ernährung erstrebenswert. Ganz allgemein lässt sich natürlich keine „Akne inversa-Diät“ aufstellen, jedoch wirken sich manche Lebensmittel besser auf die Krankheit aus als andere.

Krankheiten Akne inversa

Bei Akne inversa sollten unter anderem Vollkornprodukte, Gemüse und zuckerarmes Obst bevorzugt werden

Empfohlen wird bezüglich der Ernährung das bevorzugen von Vollkornprodukten, diese sollten aber in Maßen genossen werden.
Zudem ist eine gemüsereiche Ernährung wichtig, dazu zuckerarmes Obst wie beispielsweise Kiwis.

Ebenfalls vorteilhaft bei der Ernährung sind Lebensmittel, die Omega-3-Fettsäuren enthalten. Darunter fallen unter anderem Pflanzenöle, Nüsse und Fisch, wobei fettreiche Seefische bevorzugt werden sollten.

Darüber hinaus stellen Milchprodukte einen guten Ernährungsbestandteil bei Akne inversa dar. Alkohol sollte nicht in übertriebenen Maßen konsumiert werden.

Bei einer Erkrankung an Akne inversa sollte darüber hinaus nach Möglichkeit auf Weißmehlprodukte, Süßigkeiten, Trockenfrüchte und gesüßte Getränke verzichtet werden, da diese eine starke Einwirkung auf den Blutzucker haben. Ebenso sollten tierische Fette und Omega-6-Fettsäurehaltige Produkte wie Eier, fettreiches Schweinefleisch oder Schweineschmalz vermieden werden. Zudem sollten Betroffene auf häufige Pausensnacks und Zwischenmahlzeiten nach Möglichkeit verzichten.

Falls der Betroffene an Übergewicht leidet ist eine generelle, langfristige Ernährungsumstellung ohnehin empfehlenswert.


FAQ – Fragen & Antworten

Ich habe Akne inversa. Muss ich Angst haben, jemanden anzustecken?

Nein, bei Akne inversa besteht keine Ansteckungsgefahr, die Krankheit ist nicht übertragbar. Sie resultiert aus einer Verhornung und Entzündung, welche nicht ansteckend sind. Lediglich die bei der Krankheit vorkommenden Eitererreger Staphilococcus aureus können bei Kontakt Entzündungen bei der anderen Person hervorrufen.

Ich habe etwas von offener Wundheilung gelesen. Was bedeutet das?
Bei offener Wundheilung heilt die Wunde von innen nach außen und wird nicht zugenäht. Dies ist oft bei Abszess und Fistelwunden der Fall. Das liegt daran, dass diese Wunden keimbelastet sind und sich dadurch leicht entzünden könnten, wenn sie per Naht verschlossen werden. Bei offener Wundheilung hingegen können Wundsekrete abfließen und die Keime entfernt werden. So heilt die Wunde in der Regel ohne Komplikationen.

Werden die Kosten für Verbandmittel nach einer Operation von der Krankenkasse gezahlt?
Dies ist in vielen Fällen der Fall. Allerdings kann es sein, dass Ihr Arzt eventuell Verbandmaterial wie spezielle Verbände oder Salben empfiehlt, die Sie selbst zahlen müssen. Am besten Sprechen Sie einfach vorher schon ab, welche Mittel verwendet werden und welche dieser Mittel von der Krankenkasse übernommen werden.

Wer macht die Verbandwechsel nach einer Operation?
Am einfachsten ist es, wenn der Verbandwechsel von Angehörigen oder dem Lebenspartner übernommen werden kann. Meistens weist das behandelnde Krankenhaus die Person entsprechend ein. Sollten Sie diese Möglichkeit nicht haben, können Sie sich auch an einen Ambulanten Pflegedienst wenden der sogar, wenn er vom Arzt angeordnet wird, von der Krankenkasse bezahlt wird.

Ich habe OP-Wunden. Muss ich diese ausduschen?
Zu dieser Frage gibt es unterschiedliche Ansichten. Einerseits werden durch das Ausduschen natürlich Bakterien, Wundsekrete und Keime ausgespült. Andererseits kann aber der Duschstrahl das umliegende Gewebe dazu anregen zu wachsen und das Wundinnere etwas dehnen, wodurch sich Verklebungen in der Wunde wieder Lösen können. In vielen Fällen trägt das Ausduschen zur besseren Wundheilung bei, allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie spezielle Wasserfilter benutzen, um keine Keime in die Wunde zu spülen.

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