Augengrippe

Steckbrief: Augengrippe

  • Name(n): Augengrippe; Keratoconjunctivitis epidemica; epidemische Adenovirus-Keratokonjunktivitis; Keratoconjunctivitis nummularis
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: weltweit
  • Behandelbar: ausschließlich Symptombekämpfung
  • Art des Auslösers: Viren
  • Wieviele Erkrankte: bis zu 658 Fälle jährlich in Deutschland
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Augenarzt
  • ICD-10 Code(s): B30

Doch kein Fremdkörper im Auge!

Plötzlich beginnt ein Auge zu jucken. Scheinbar ist ein Fremdkörper eingezwickt. Man versucht durch Augenreiben das Problem zu lösen. Doch so einfach ist das nicht. Tränen kommen und wollen nicht mehr aufhören. Mit der Zeit gesellt sich zu den übrigen Kennzeichen auch noch ein schmerzhaftes Brennen hinzu.

 

Nun ist man sich sicher, dass es etwas anderes als ein Fremdkörper sein muss. Denn selbst nach Stunden vergehen die Symptome nicht. Im Gegenteil beginnen die Beschwerden nach einigen Tage scheinbar auf das andere Auge überzugehen. Das ist ein klarer Fall von Augengrippe. Von dieser erfahren Sie hier alles Wissenswerte zu Behandlung, Diagnostik und möglichen Spätfolgen.

 

Definition Augengrippe

 

Bei der Augengrippe handelt es sich um eine Viruserkrankung von Horn- und Bindehaut. Sie wurde häufig fälschlicherweise als indische Augenentzündung bezeichnet. Oft tritt sie nur einseitig auf. Die Inkubationszeit beträgt vier bis zwölf Tage. Das bedeutet, dass man nach der Ansteckung noch diese Zeit lang von Symptomen verschont bleibt. Danach brechen sie allerdings unerwartet auf einen herein.

 

So kommt man plötzlich von Rötung, über Brennen und Juckreiz zu Schwellungen, Sehschwäche und Hornhautentzündung. Außerdem kann die Augengrippe von grippeähnlichen Anzeichen begleitet werden. Kopfschmerzen, Fieber und Gliederschmerzen sind einige davon. Verursacht wird die Augengrippe von einem Virus, der Adenovirus genannt wird. Er überlebt sehr lange Zeit ohne Wirt auf Gegenständen.

 

Die Ansteckung, welche durch die lange Überlebenszeit des Erregers äußerst hoch ist, erfolgt über den Weg der Schmierinfektion. Jemand greift einen infektiösen Gegenstand an und fährt danach mit der Hand über das Auge. Somit ist der Erreger an seinem Ziel angekommen und die Inkubationszeit beginnt.

 

Was ist die Augengrippe?

 

Die Augengrippe ist eine Krankheit, welche ein hohes Maß an Hygiene verlangt, um nicht zur Epidemie zu werden. Der Betroffene und seine Umgebung sollten Wert auf häufiges Hände Waschen legen. Außerdem können Desinfektionsmittel zum Einsatz kommen. Denn selbst von Mensch zu Mensch kann die Ansteckung durch Händeschütteln und sonstigen Körperkontakt auftreten. Bei besonders engem Körperkontakt ist dieAnsteckung direkt von Auge zu Auge möglich. Durch folgende Gegenstände können Adenoviren beispielsweise übertragen werden:

 

  • Fotoapparate
  • Handtücher
  • Kosmetikartikel
  • Spülkästen
  • Tastaturen
  • Türklinken
  • Ferngläser
  • Geländer
  • Kopfkissen
  • Tropfpipetten
  • Untersuchungsgeräte
  • Waschlappen
  • Augentropfen
  • Sonnenbrillen
  • Spielzeuge zum Durchsehen
  • u.ä.

Die Augengrippe ist weltweit verbreitet und kommt in jeder beliebigen Jahreszeit vor. Es handelt sich hierbei um keine seltene Erkrankung. Sie kann allerdings nur unter Menschen kursieren. Denn Tiere werden von dem Adenovirus nicht befallen. Auffallend ist das gehäufte Vorkommen der Augengrippe, welches durch die hohe Ansteckungsgefahr verursacht wird. Es gibt außerdem keine bestimmten Risikogruppen. Die Krankheit kann Menschen allen Altern gleichermaßen treffen.

 

Die Augengrippe ist die häufigste aller Augeninfektionen. Als Spätfolge können Nummuli (Hornhauttrübungen) entstehen, welche die Sehfähigkeit vorübergehend einschränken. Durch die Nummuli wird das Auge zusätzlich noch lichtempfindlicher als bereits davor. Nachdem die Augengrippe meist einseitig beginnt, wird mit einer Verzögerung von ein paar Tagen normalerweise das zweite Auge ebenfalls infiziert.

Allerdings tritt die Krankheit im zweiten Auge abgeschwächt auf. Manche Betroffene merken die Zweitinfektion nicht einmal. Es gibt Medikamente, die den Zweck haben, die Ansteckung des zweiten Auges zu verhindern.

 

Aber warum heißt die Augengrippe eigentlich so? Sie ist doch eine ganz andere Erkrankung als die herkömmliche Grippe. Das schon, aber sie weist trotzdem gewisse Ähnlichkeiten auf. Zum einen ist die Augengrippe eine von Viren verursachte Erkrankung, genau wie die durch Influenzaviren verursachte Grippe. Zum anderen gibt es gegen die Erreger der Augengrippe, wie auch der normalen Grippe, keine Medikamente. Der Betroffene ist darauf angewiesen, seine Symptome zu lindern bis der Körper den Virus besiegt hat.

 


Welche Ursachen gibt es?

 

Die Adenoviren, welche die Augengrippe verursachen, treten in vielen verschiedenen Typen auf. Drei davon gelten als tatsächliche Erreger der Augengrippe. Es sind die Typen 8, 19a und 37. Diese Viren zeichnen sich durch ihre enorme Widerstandsfähigkeit aus. Sie können wochenlang ohne einer Wirtszelle überleben und sind immer noch infektiös. Selbst viele der handelsüblichen Desinfektionsmittel machen den Adenoviren nichts aus.

 

Man sollte sich in öffentlichen Gebäuden besonders in Acht nehmen. Denn dort wird niemand auf eine desinfizierte Umgebung Wert legen. Hautsächlich Schulen, Kindergärten, Schwimmbäder, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen sind Brutnester für Infektionskrankheiten.

 

Vorhanden sind die Viren großteils in der Tränenflüssigkeit von Erkrankten. Von dort aus verbreiten sie sich über Hände, Körperkontakt und Gegenstände mittels Schmierinfektion weiter.

 

Adenoviren bestehen aus einer doppelsträngigen DNA und einem Kapsid aus Proteinen. Hülle ist keine vorhanden. Die verschiedenen Typen dieses Virus enthalten unterschiedliche Antigene und lösen viele Krankheiten aus. Diese Erreger gehören der Gruppe der Adenoviridae an. Diese Gruppe umfasst 130 Virentypen.

Hygienefehler

Natürlich ist die ursprüngliche Ursache der Augengrippe der Adenovirus. Allerdings kommt häufig auch Selbstverschulden dazu, wenn man grobe Fehler in der Hygiene gemacht hat. Des passiert auch in Arztpraxen. Abgesehen von der erhöhten Ansteckungsgefahr im Wartezimmer, können ebenfalls kontaminierte Untersuchungsgeräte zur Übertragung beitragen.

 

Aber auch zu Hause lauern viele Gefahren. Ist eine Person im Hauhalt erkrankt, sollten alle anderen bewusst darauf achten sich nicht mehr mit den Fingern in die Augen zu fahren. Handtücher sollten häufig gewaschen und konsequent getrennt verwendet werden.

 

Türklinken, Tastaturen oder Knöpfe, die häufig von verschiedenen Personen betätigt werden, sei es eine Fernbedienung, eine Alarmanlage oder der Spülkasten im Badezimmer, sollten regelmäßig desinfiziert werden. Dazu muss man sich allerdings in der Apotheke erkundigen, welche Desinfektionsmittel Adenoviren auch wirklich abtöten. Denn auch hier können grobe Fehler passieren.

 


Symptome & Anzeichen

 

Anfangs wird man die Augengrippe nicht als solche erkennen. Man glaubt, etwas im Auge zu haben. Meistens ist zu diesem Zeitpunkt nur ein Auge betroffen. Das Auge beginnt zu tränen. Es juckt und/oder brennt. Manche Betroffene entwickeln außerdem eine Scheu gegen grelles Licht. Zuerst ist, wie bereits erwähnt, bloß ein Auge in den meisten Fällen betroffen. Allerdings zieht das andere nach wenigen Tagen nach.

 

Die Nickhaut ist eine Falte in der Bindehaut. Sie liegt seitlich am Auge, dort, wo sich der Nasenwinkel befindet. Diese Nickhaut ist bei der Augengrippe häufig gerötet. Die Karunkel schwellen an. Bei einem Lidödem handelt es sich um eine Schwellung der Augenlider, welche durch vermehrten Ausfluss von Flüssigkeit hervorgerufen wurde. Die Symptome treten sehr abrupt auf und verschlimmern sich in rasantem Tempo. Sogar das Sehvermögen verringert sich in der Zeit der Krankheit.

 

Die Chemose bezeichnet eine Schwellung (Ödem) der Bindehaut. Diese hebt sich in Form einer Blase von der Lederhaut ab. Ab dem siebenten Tag nach Ausbruch der Krankheit schwellen die Lymphknoten vor den Ohren an. Am Spaltlampenbild können münzförmige Infiltrationen erkannt werden.

 

Infiltration beschreibt die Einlagerung von, in diesem Fall, Entzündungszellen. Eine Hornhautentzündung entsteht. Die Entzündung klingt nach zwei bis drei Wochen wieder ab. Dies gilt nicht für die Infiltrate. Diese bleiben gewöhnlich noch einige Zeit länger, sollten bei normalem Verlauf allerdings auch wieder verschwinden.

 

  • Fremdkörpergefühl
  • Rötung der Nickhaut
  • starkes Tränen
  • eiförmig abzeichnende Follikel in der Bindehaut
  • Lidödem
  • Schwellung der Karunkel
  • geringe Chemose
  • Hornhautentzündung
  • Schwellung der Lymphknoten vor dem Ohr
  • Juckreiz
  • münzförmige Infiltrationen
  • Verschlechterung der Sehleistung
  • Augenbrennen
  • Lichtempfindlichkeit

Diagnose & Krankheitsverlauf

 

Der Augenarzt nimmt zur Hilfestellung bei der Diagnose meist nur den Bericht des Patienten und die Symptome, die er möglicherweise zusätzlich erkennt. Um die Diagnose des Arztes zu verifizieren, wird häufig ein Nukleinsäurenachweis eingesetzt. Dabei handelt es sich aber um einen Schnelltest, der niemals so genau sein wird, wie eine Laboruntersuchung. Selten wird ein Bindehautabstrich vorgenommen und im Labor untersucht.

 

Problematisch ist die Diagnosestellung einer Augengrippe insofern, dass die Symptome denen einer herkömmlichen Bindehaut stark ähnelt. Der Erreger, sowie der weitere verlauf der Krankheit sind allerdings anderer Natur. Augenärzte neigen häufig dazu vorschnell ein Antibiotikum zu verschreiben, was zwar gegen Bakterien, aber keinesfalls gegen Adenoviren wirkt. Als Patient ist es also ratsam mit dem Arzt darüber zu sprechen und einen Bindehautabstrich, oder zumindest einen Nukleinsäurenachweis zu veranlassen.

 

  • ärztliche Untersuchung
  • Nukleinsäurenachweis
  • Bindehautabstrich

Im Verlauf der Krankheit können zu den Augenbeschwerden, die in kurzer Zeit auftreten, grippeähnliche Symptome die Augengrippe begleiten. Gliederschmerzen und ein starkes Schwächegefühl sind weitere Beschwerden, die dazu kommen können. Das körpereigene Immunsystem hat schwer gegen die Erreger zu kämpfen. Sind die Abwehrkräfte bereits mobilisiert, merkt man Schwellungen an den Lymphknoten, die vor den Augen liegen. Durch die schweren Angriffe des Immunsystems, kann das umliegende Gewebe zusätzlich auch geschädigt werden. Aus diesem Grund entzündet sich nach einigen Tagen in vielen Fällen die Hornhaut. Diese Entzündung ist durch kleine Punkte bald zu erkennen.

 

Mit der Zeit können diese Entzündungspunkte wachsen und zu Hornhauttrübungen werden. Dadurch kann der Patient schlechter sehen und ist überdurchschnittlich empfindlich auf Lichtreize. Nach drei bis sechs Wochen klingen Augengrippe mitsamt der Hornhautentzündung wieder ab. Entstandene Trübungen der Hornhaut können allerdings bis zu Monaten andauern. Nach der Ausheilung der letzten Beschwerden kann eine besondere Trockenheit der Augen auftreten.

 


Häufigkeit & Diagnosedaten

 

  • Zwischen 82 und 658 Fälle von Augengrippe werden in Deutschland seit 2001 jährlich registriert.
  • Dabei ist weder das Geschlecht, der Sozialstatus, die Ernährung oder die ethnische Zugehörigkeit der Betroffenen von Bedeutung.
  • Die Hälfte der Krankheitsfälle macht einen Verlauf mit Entzündung der Hornhaut durch.
  • Bei 25 % der Erkrankten entstehen Spätfolgen in Form von Hornhautrübungen.

Ist eine Epidemie möglich?

Durch die hohe Ansteckungsgefahr kann es natürlich früher oder später zu Epidemien kommen. Aus diesem Grund versucht man möglichst die Betroffenen von gesunden Menschen fern zu halten. Wer an Augengrippe erkrankt, wird in der Regel für zwei Wochen krank geschrieben. Denn am Arbeitsplatz könnte er ansonsten seine Kollegen anstecken und eine nie enden wollende Kette von Augengrippe-Fällen auslösen.

 

Denn ist der Erste wieder gesund, so ist der nächste bereits eine Ansteckungsgefahr. Besser ist es also die Kranken mehr oder weniger in Quarantäne zu halten. Zumindest sollten sich Gesunde und Kranke keinesfalls ein Handtuch oder andere Hygieneartikel teilen. Auch Spielzeuge, mit denen man am Auge ankommen könnte, sollten für erkrankte Kinder entweder alleine da sein, oder, noch besser, während der Krankheitsphase als Tabu gehandhabt werden.

Fallbeispiel Bonn

2016 war das Jahr der Augengrippe in Bonn. Mediziner merkten Anfang November einen überdurchschnittlich hohen Wert an Augengrippe-Infektionen. Über 100 Fälle wurden in weniger als zwei Wochen registriert. Allerdings war allen Fachleuten bewusst, dass viel mehr infizierte Personen vorhanden sind, als bei der Behörde gemeldet wurden. Ebenfalls 2011 und 2012 waren die Fälle an Augengrippe besonders häufig in Deutschland.

 

Zwei Drittel aller Krankheitsfälle traten aber bereits damals schon in Nordrhein-Westfalen auf. Während der Epidemie 2016 gab es sogar einen Augenarzt, der seine Praxis für diese Zeit zur Gänze auf diese Krankheit umgestellt hat. Er behandelte nur mehr bereits infizierte Augengrippe-Patienten. Nach seiner Ansicht greift der Virus fast immer auf die Mitbewohner oder Familienmitglieder einer betroffenen Person über.

 


Komplikationen bei der Krankheit

 

Im Zuge eines normalen Verlaufs kommt es bei der Augengrippe zuerst zu einer Entzündung der Bindehaut, worauf in der Hälfte der Fälle ebenfalls eine Hornhautentzündung hinzukommt. Die Augenlider hängen auf Grund der Entzündung bei vielen betroffenen hinunter. Durch die stetige Symptombekämpfung kommt es selten zu Komplikationen oder bleibenden Schäden. Entstehen allerdings Komplikationen, bei denen die Entzündung auf andere Körperbereiche übergreift, können

 

betroffen sein. Die meisten Komplikationen werden dadurch begünstigt, dass die Therapie gar nicht oder deutlich zu spät einsetzt. Eine Iridozyklitis ist die Entzündung von Iris und Ziliarkörper. Sie äußert sich durch Schmerzen und Lichtscheu. Sie kann durch Infektionen ausgelöst werden und muss unbedingt Behandlung finden. Die Therapie erfolgt bei bakteriellen Infektionen mit Antibiotika. Bei viralen Entzündungen helfen diese allerdings nicht. In solchen Fällen kommen Corticosteroiden und Augentropfen mit Antropin zum Einsatz. Weiters als Komplikation gelten bleibende Infiltrate in der Hornhaut, also bleibende Trübungen der Hornhaut, welche operativ entfernt werden müssen.

 

Die Gefahr einer Panikattacke steigt durch die stark einschränkenden Symptome dieser Krankheit. Besonders psychisch belastete und labile Menschen sind von dieser Folge gefährdet.

 

Dauer der Augengrippe

Eine normal verlaufende Augengrippe dauert in etwa zwei Wochen lang. Allerdings verlängert sich die Krankheit immens, wenn Hornhauttrübungen auftreten, die nicht mehr sofort von selbst verschwinden. In so einem Fall kann die Augengrippe bis zu einigen Monaten dauern, bis sie komplett überstanden ist.

 

In dieser Zeit ist die Fähigkeit zu sehen deutlich beeinträchtigt. Möglicherweise sind bestimmte Alltagshandlungen, wie zum Beispiel Autofahren, in dieser Zeit nicht möglich. Im Verlauf der Krankheit dauert es drei bis vier Tage bis das zweite Auge auch betroffen ist. Die Ansteckung des zweiten Augen muss demnach in der noch symptomfreien Zeit passiert sein, wenn man bedenkt, dass die Inkubationszeit fünf bis zwölf Tage beträgt.

 


Wann sollte man zum Arzt gehen?

 

Generell ist ein Arztbesuch bei einer Augengrippe nicht nötig. Allerdings kann sich dieser Zustand durch bestimmte Ereignisse ändern. Einerseits kann es sich um einschränkende Symptome handeln. Werden rezeptpflichtige Medikamente erwünscht, muss ein Arzt besucht werden. Außerdem sollte man zum Arzt gehen, wenn man unter Angstzuständen leidet.

 

Angeschwollene Augenlider können ebenfalls erfordern, dass ein Arzt das Auge und die geschwollenen Lider untersucht. Merkt der Kranke, dass sein Sehvermögen eingeschränkt wird, sollte er unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Ursache zu ermitteln. Denn Unfälle sind in so einem Fall wahrscheinlicher. Deshalb sollte jedenfalls eine Lösung gefunden werden, die die ursprüngliche Sehkraft möglichst bald wiederherstellt.

 

In der Regel sollten Augen nicht schmerzen, wenn sie weder überanstrengt, noch überdurchschnittlich viel Licht ausgesetzt waren. Treten ohne diesen starken Reizen trotzdem Beschwerden auf, ist ein Besuch beim Arzt durchaus gerechtfertigt. Die Hautstruktur des Augen sollte außerdem unverletzt bleiben. Der Kopf sollte nicht schmerzen und die Lymphknoten nicht allzu stark anschwellen. Aber auch grippeähnliche Symptome, gekoppelt mit Augenbeschwerden, sind Gründe einen Augenarzt aufzusuchen.

 


Behandlungsmethoden & Therapie

 

Es sind keine Medikamente vorhanden, die den Adenovirus bekämpfen würden. Deshalb richtet sich die Therapie von Augengrippe der Symptomlinderung aus. Augenärzte empfehlen auch ein altes Präparat, das die Ansteckung des zweiten Auges und weiteren Vermehren der Krankheit verhindern soll. Es handelt sich um 1,25-prozentige Jod-Augentropfen in Polyvinylpyrrolidon.

 

Antivirale Medikamente zeigen bei diesem Virentyp keine ausschlaggebenden Wirkungen. Dagegen können Tränenersatzmittel zumindest die Beschwerden lindern. Bei drastischen Verläufen der Krankheit werden häufig Antibiotika verordnet. Allerdings ist dies nur sinnvoll, wenn eine weitere Infektion durch Bakterien auftritt, oder ausgesprochen wahrscheinlich ist. Ansonsten wird das Antibiotikum den Patienten lediglich in seiner Resistenz gegen spätere Bakterienbefälle schwächen.

 

Ein Augenmittel, welches, zumindest am Tier, bereits die Anzahl von Viren in der Tränenflüssigkeit reduziert hat, ist Glanciclovir. Es verhindert somit die Ansteckung. Clicosporin-A-Augentropfen wurden ebenfalls an Tieren getestet. Sie vermindern das Risiko Hornhauttrübungen zu erleiden. Allerdings wirkten sich diese Augentropfen negativ auf das Gewebe rund um das Auge der Tiere aus.

 

Aktuell laufen Untersuchungen zu Steroiden und Cyclosporinen. Man weiß noch nicht, ob deren Einnahme nach der akuten Phase hilfreich ist. Steroide verbessern den Zustand von Patienten, denen Nummuli zurückgeblieben sind. Allerdings kommen die Symptome häufig nach dem Absetzen des Medikaments wieder zurück. Auch erneute Infektionen sind möglich. Der Virus zeigt sich über längere Zeit vital als ohne Steroiden. Nebenwirkungen bleiben außerdem nicht aus, während der Patient eine Sucht entwickeln kann.

 

Eine andere Möglichkeit ist der Gebrauch eines Kalzineurin-Inhibitors. Im Test zeigte sich diese Option positiv durch teilweise wiederhergestelltes Sehvermögen bei einigen Personen. Häufig muss versucht werden das Immunsystem des Patienten zu schwächen. Denn die Nummuli bestehen aus Antigenen, sowie Antikörpern.

 

Diese Kombination verringert die Sehfähigkeit des Betroffenen, anstatt ihm zu helfen. Selbst wenn unser Abwehrsystem in den meisten Fällen sinnvoll ist, schadet es im Zuge dieser Krankheit ab einem gewissen Punkt. Bei bleibenden Hornhauttrübungen, werden Ärzte mithilfe des Excimerlasers eine Behandlung durchführen.

 

  • Augensalben
  • Augentropfen
  • Excimerlaser
  • Clicosporin-A-Augentropfen
  • Glanciclovir
  • Tränenersatzmittel
  • Kalzineurin-Inhibitors

Vorbeugung – Impfung & Prävention

 

Impfung gegen Augengrippe gibt es keine. Aus diesem Grund beziehen sich alle Maßnahmen des der Vorsorge gegen diese Krankheit auf praktische Vorsichtsmaßnahmen im Alltag. Der Großteil bezieht sich außerdem auf eine besondere Achtung auf Hygiene. Kennt man jemanden, der akut von einer Augengrippe betroffen ist, sollte man sich häufig die Hände waschen.

 

Man sollte der Person nicht zu nahe kommen und keine Gegenstände mit ihr teilen oder nacheinander benutzen. Es ist eine weitere wichtige Maßnahme sich selbst davon abzuhalten, mit den Händen die Augen zu reiben. Unbewusst geschieht dies im Durchschnitt vierzehn Mal pro Tag und Mensch. Nun, in einer ansteckungsgefährdeten Zeit ist dies allerdings die letzte Handbewegung vor der Infektion. Deshalb wäre es besser, sie zu unterlassen!

 

Merkt man die Handbewegung zum Auge rechtzeitig, so sollte man sich danach unverzüglich die Hände unter fließendem Wasser mit Seife waschen. Vor dem Hände waschen sollten weder Personen noch Gegenstände berührt werden. Hygieneartikel müssen von dem Erkrankten unbedingt alleine verwendet werden. Die Handtücher des Betroffenen dürfen nicht einmal in Berührung mit anderen Handtüchern kommen, um diese nicht zu infizieren.

 

Handtücher müssen häufig ausgetauscht und bei mindestens 60 °C gewaschen werden. Papiertaschentüchern sind solchen aus Textilien vorzuziehen und müssen im Restmüll landen, keinesfalls im Papierkorb. Wie mit Hygieneartikeln verhält es sich auch mit Kosmetika. Damit sind etwa Gesichtcremes, Puder oder Pinsel gemeint. Diese strengen Regelungen sind auch bei Medikamenten wie etwa Augentropfen unbedingt zu beachten.

 

Prognose zur Heilung

 

In den meisten Fällen heilt eine Augengrippe nach einigen Wochen von selbst wieder aus. Der Betroffene hat eine Strategie zu entwickeln, wie er mit den unangenehmen Symptomen umgeht. Selbst länger bleibende Nummuli sollten sich von selbst wieder zurückbilden. Es kann lediglich passieren, dass Komplikationen auftreten oder eine Lasertherapie bei bleibenden Trübungen an der Hornhaut notwendig wird. Die Lebenserwartung des Betroffenen wird in der Regel von dieser Krankheit nicht beeinflusst.

 


Meldepflicht

 

Die Augengrippe zählt, wie die Lebensmittelvergiftung, zu den meldepflichtigen Krankheiten in Deutschland. Allerdings existiert besonders bei dieser Krankheit eine große Dunkelziffer. Denn es werden nur solche Fälle gemeldet, welche einen positiven Bindehautabstrich aufweisen. Dieser wird aber nicht oft durchgeführt.

 

Allerdings gibt es Ausnahmen. Denn sollten in einer Augenarztpraxis gehäuft Patienten mit den Symptomen der Augengrippe behandelt werden, ist dieser Zustand trotzdem meldepflichtig. Tritt ein meldepflichtiger Fall auf, muss dieser innerhalb von 24 Stunden dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

 

Die Augengrippe wird durch die starke Rötung der Bindehaut sichtbar. Dieser klinische Befund reicht allerdings noch nicht zur Meldung. Es müssen entweder ein Nukleinsäurenachweis, Erregerisolierung oder ein Antigennachweis vorhanden sein, um die Krankheit auf die geforderte Art und Weise zu diagnostizieren.

 

Erfasst werden in der Meldung allerdings nur labordiagnostisch erfasste Fälle, die ebenfalls die deutliche Rötung der Bindehaut aufweisen. Asymtomatische Infektionen werden also nicht gemeldet. Genauso werden Fälle, bei denen zwar die labordiagnostische Daten vorhanden sind, aber die klinischen Daten nicht dokumentiert wurden, nicht in der Meldung erfasst.

 

Bestimmte Krankheitsfälle, Todesfälle, sowie Nachweise von Erregern werden vom Gesundheitsamt an die zuständige Landesbehörde weitergeleitet. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden gibt es zudem ergänzende Verordnungen, welche die Meldepflicht bestimmter Krankheiten betrifft.

Ungemeldete Fälle

Da die Symptomatik einer Augengrippe der einer anderen Bindehautentzündung so stark ähnelt, erkennen viele Betroffene ihre Krankheit überhaupt nicht. Möglicherweise lassen sie sich von ihrem Hausarzt Antibiotika verschreiben ohne überhaupt den Augenarzt aufzusuchen. Bindehautentzündungen können viele Ursachen haben, so zum Beispiel Bakterien, Viren, Pilze oder weitere andere.

 

Da zahlreiche Entzündungen wirklich von Bakterien ausgelöst werden, ist der Zugang Antibiotika zu nehmen nicht grundsätzlich falsch. Allerdings sollten Betroffene einer Bindehautentzündung, wenn sie Medikamente brauchen, unbedingt einen Augenarzt aufsuchen und auf eine labordiagnostische Maßnahme bestehen. Denn nur so kann eine Augengrippe erkannt und in weiterer Folge auch gemeldet werden. Ebenso kann erst dann die Behandlung an die Krankheit zugeschnitten sein.

 


Alternative Behandlungsmethoden

 

Bei äußerst vielen Krankheiten haben Schulmedizin und Alternativmedizin wunderbar ergänzende Eigenschaften. Häufig stärkt die alternative Behandlung das Immunsystem, während die Schulmedizin mit synthetischen Mitteln forsch gegen Erreger und Symptome vorgeht. Aber bei der Augengrippe entfällt die Behandlung gegen den Erreger.

 

Auch das Immunsystem ist nicht unbedingt zu stärken. Denn ein zu starkes Immunsystem führt bei dieser Krankheit eher zu Spätfolgen, als zu einer baldigen Heilung. Es ist also nicht leicht eine Palette an Behandlungsmethoden bei dieser Erkrankung aufzustellen. Folgend wurde genau das aber trotzdem soweit es möglich ist, probiert. In einem der vorigen Kapitel konnte man bereits etwas über die schulmedizinische Behandlung lesen. Nun folgen einige alternative Möglichkeiten.

 

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Augenbad
  • kühle Lappen
  • Zistrose
  • Kurkumasud
  • Schwarzteebeutel
  • Quark (Topfen)
  • Kartoffel
  • Vermeidung von Zugluft

Problematisch bei der Augengrippe ist die fehlende Möglichkeit zur ursächlichen Behandlung. Weder die Schulmedizin, noch Hausmittel oder Homöopathie bieten Möglichkeiten zur Heilung. Was alle von ihnen deshalb zum Ziel haben, ist die Linderung der Symptome. Die Schulmedizin bietet Augetropfen, die Homöopathie verschiedene Globuli.

 

Im Bereich der Hausmittel sind kühle Lappen, die man sich auf die Augen legt, oftmals eine Möglichkeit für Entspannung zu sorgen. Viele Betroffene schwören auf Zistrose. Seien es Tee oder aufgekochte Zistroseblätter. Jedenfalls legt man sie sich auch aufs Auge. Hausmittel sollten trotzdem in jedem Fall mit dem behandelnden Augenarzt abgesprochen werden.

 

Um einen Fremdkörper im Auge wirklich auszuschließen, ist es empfehlenswert ein sogenanntes Augenbad durchzuführen. Dazu braucht man ein kleines, an den Kanten abgerundetes Gläschen. Dieses wird nun randvoll mit lauwarmen Wasser gefüllt, sodass man das geschlossene Auge in das Wasser tauchen kann. Anschließend wird das betreffende Auge geöffnet und wieder geschlossen, wodurch etwaige Fremdkörper aus dem Auge herausgespült würden.

 

Kurkumasud eignet sich außerdem ausgezeichnet für Augenspülungen. Kalte Schwarzteebeutel können auf die Augen gelegt werden. Denn die Gerbstoffe wirken beruhigend auf das Gewebe. Dagegen sollte keinesfalls Kamillentee verwendet werden, welcher das Auge weiter reizen könnte. Ebenfalls während akuten homöopathischen Behandlungen ist es nicht empfehlenswert Kamillentee zu trinken.

 

Zimmerwarmer Quark wird auf ein Tuch gestrichen, welches im Anschluss zusammengefaltet wird. Dies kann auf das entzündete Auge gelegt werden, da Quark entzündungshemmende Eigenschaften aufweist. Rohe, geriebene Kartoffeln können das gereizte Auge beruhigen. Dazu schält man die Kartoffeln, reibt sie und legt sie in ein sauberes Tuch. Dieses wird wiederum auf die Augen gelegt.

 

Zugluft ist im Falle einer Augengrippe, genau wie bei jeder anderen Bindehautentzündung, keine gute Idee. Man sollte unbedingt versuchen ihr so gut wie möglich zu entkommen. Das bedeutet, dass bei Auto- und Zugfahrten die Fenster nach Bedarf geschlossen werden sollten. Außerdem sollten Cabriofahrten vermieden werden. Ebenfalls bei Durchlüften der Wohnung sollte man sich nicht genau in den Zug begeben, denn ansonsten würde das Auge nur noch mehr gereizt.

 

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Augentrost (Euphrasia)
  • Petersilie
  • Ringelblume

Man übergieße Augentrost mit 250 ml heißem Wasser. Der Aufguss wird ausgekühlt und anschließend werden saubere Kompressen darin getränkt. Diese legt man für zehn Minuten auf das betroffene Auge. Ebenso kann man auch Aufgüsse aus Ringelblumen für Kompressen verwenden.

 

Diese Kompressen sind allerdings warm. Dazu nimmt man einen Teelöffel Ringelblumenblüten und gießt sie mit 250 ml heißem Wasser auf. Nach fünfzehn Minuten Ziehzeit wird der Aufguss abgeseiht und etwas überkühlt. Anschließend werden die Kompressen getränkt und aufgelegt. Sind sie kalt, so werden sie ein zweites Mal getränkt.

 

Petersilie darf ausschließlich innerlich angewandt werden! Besonders gut eignet sie sich als Tee gegen Bindehautentzündung. Dieser Tee wird zwei Mal täglich getrunken und muss jeweils zehn Minuten lang ziehen. Jedes Mal muss der Petersilientee frisch zubereitet werden.

 

Ätherische Öle

 

Bei ätherischen Ölen sei Vorsicht geboten. Denn diese scharfen Auszüge können dem Auge erheblichen Schaden zufügen. Zusätzlich kann die Entzündung gar noch verschlimmert werden. Von Kamilleextrakten ist bei dieser Krankheit generell abzusehen. Ansonsten sollten ätherische Öle eher in Duftlampen zur Entspannung angewandt werden und auf keinen Fall mit dem Auge direkt in Berührung kommen.

 

Homöopathie & Globuli

 

Die Schulmedizin kann bei einer Augengrippe nur bedingt helfen, denn in der Regel wird dort versucht den Erreger direkt zu bekämpfen. Es sind aber keine Mittel gegen Adenoviren vorhanden. Das ist der Grund, weshalb man vor allem bei einer Augengrippe auf Homöopathie zurückgreifen sollte. Denn in dieser Heilmethode werden nicht die Erreger, sondern die Symptome behandelt.

 

Aus diesem Grund sollte man unbedingt wissen, welches symptomatische Bild auf welches homöopathische Mittel passt. Sind die Augen gerötet, ist eine Bindehautentzündung, sowie eine Hornhautentzündung vorhanden, so kann Euphrasia officinales hilfreich sein. Weitere Symptome, die für die Anwendung von Euphrasia officinales sprechen, sind brennender Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit, Augentrübungen, Einschränkungen des Sehvermögens, geschwollene Lider, Schmerzen im Augenwinkel, Jucken im Auge und Verklebungen der Augen, welche über Nacht entstehen.

 

Bei plötzlich auftretenden Beschwerden, welche sich in heißem Brennen im Auge, Rötung mit deutlicher Zeichnung der Gefäße, Fremdkörpergefühl, starkem Tränenfluss, Lichtempfindlichkeit und Angst äußern können, ist Aconitum empfehlenswert. Bei der Lage, die diese Globuli erfordern, sieht der Betroffene außerdem wie durch einen Schleier.

 

Zuerst wird das homöopathische Mittel in der C30 Potenz eingenommen. Häufig geschieht dies in Form von Globuli. Es werden zuerst fünf von den kleinen Kügelchen auf der Zunge zergehen gelassen. Anschließend werden fünf weitere in einem halben Glas Wasser aufgelöst. Von diesem Wasser werden alle zwei Stunden drei Teelöffel eingenommen. Dies wird so lange wiederholt bis das Glas leer ist.

 

Häufig verschlimmern sich die Symptome kurzzeitig, um danach in eine deutliche Besserung über zu gehen. Ist dies nicht ansatzweise geschehen, wenn das Glas mit der Lösung leer ist, sollte man ein anderes Mittel probieren, welches besser auf den eigenen klinischen Befund passt. Nach der Lösung mit den fünf Globuli kann einmalig als Abschluss der Therapie eine C200 Dosis eingenommen werden. Dabei kommen wiederum fünf Globuli direkt auf der Zunge zum Einsatz.

 

Schüssler-Salze

 

Die Schüssler Salze Nummer eins, sechs, neun, dreizehn, sechzehn und 24 eignen sich am besten zur Behandlung von Bindehautentzündungen. Das Salz Nummer fünfzehn ist eher für die Behandlung einzusetzen, wenn sich bereits die Hornhaut entzündet hat.

 

Diät & Ernährung

 

Eine bestimmte Diät zur Linderung der Beschwerden bei Augengrippe gibt es nicht. Natürlich soll man sich gesund ernähren und das gilt auch für die Zeit der Krankheit. Aber eine „besonders gesunde“ Ernährung wird trotzdem keinen direkten Einfluss auf die Heilung haben.

 


FAQ – Fragen & Antworten

Muss ich mir wegen einer Augengrippe Sorgen machen?

Meist kann man von einer vollständigen Heilung ausgehen. Nur wenn ernsthafte Komplikationen auftreten, muss mit Hornhauttrübungen oder ähnlichen Spätfolgen gerechnet werden.

Wie lange bin ich nach meiner Augengrippe ansteckend?

In Wirklichkeit müsste man zur Beantwortung dieser Frage eine Tränenprobe untersuchen lassen. Denn die Ansteckungsgefahr ist erst gänzlich gebannt, wenn der Virus in dieser nicht mehr nachweisbar ist. Allerdings gilt man nach ungefähr zwei Wochen nach dem Ausbruch der Krankheit als nicht mehr ansteckend. Die Gefahr, die die der Betroffene für andere darstellt, wird allerdings nicht sofort wahrgenommen, sondern erst ab Beginn der Symptome.

Kann man öfters hintereinander die Augengrippe bekommen?

Der Virustyp, der die erste Augengrippe verursacht hat, hinterlässt eine Immunität im Körper. Allerdings gibt es mehrere Adenovirus-Typen. Man kann an allen Typen erkranken, die man noch nicht hatte. Das bedeutet, dass man zwar immun wird, aber trotzdem folgend noch einmal oder sogar öfter eine Augengrippe erleiden kann.

Was sind Adenoviren?

Adenoviren bestehen aus doppelten DNA-Strängen, die von einem Eiweißapsid umgeben sind und keine Hülle haben. Es gibt 130 Typen dieses Virus, die verschiedenste Krankheiten auslösen. Neben der Augengrippe gehören auch Erkrankungen der Atemwege und des Magen-Darm-Traktes zu den Folgen von Adenoviren. Für die Augengrippe ursächlich sind 8, 19a und 37. Je nach Typ und Untergruppe enthalten die Viren verschiedene Antigene. Besonders auszeichnend sind die Adenoviren durch ihre lange Resistenz. Sie können bis zu 50 Tage außerhalb eines Wirts verbringen, ohne ihre infektiösen Eigenschaften zu verlieren.

Woran erkenne ich die Augengrippe?

Zuerst einmal äußert sich die Augengrippe in Form einer harmlosen Bindehautentzündung. Das bedeutet, dass die Augen gerötet sind, vermehrt tränen und häufig außerdem zu brennen beginnen. Die ersten Warnsignale sind gleichzeitig auftretende grippeähnliche Symptome. Außerdem wird sich bei einer Augengrippe kein Eiter bilden, da keine Bakterien an der Krankheit beteiligt sind. Die austretende Flüssigkeit ist also vollkommen klar.

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