Klumpfuß

Steckbrief: Klumpfuß

  • Name(n): Klumpfuß; pes equinovarus
  • Art der Krankheit: Fehlstellung des Fußes
  • Verbreitung: Häufig Jungs
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Hippokrates von Kos (370 v.Chr.); Francisco Arceo (1547)
  • Behandelbar: Gipstherapie; Taping; Operation; Krankengymnastik
  • Art des Auslösers: Angeborene Fehlstellung; neurologische Erkrankung
  • Wieviele Erkrankte: Eins von tausend Kindern
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Orthopäde; Neurologe
  • ICD-10 Code(s): Q66

Häufige Fehlstellung vom Fuß

Zu den häufigsten angeborenen Fehlstellungen zählt der Klumpfuß.

Dieser entsteht, wenn sich Knochen, Muskeln und Gelenke nicht in der richtigen Position befinden bzw. nicht zueinander passen. In der Folge sind massive Einschränkungen der Mobilität sowie Schmerzen beim Gehen möglich.

Kinder kommen mit einem verdrehten oder stark ausgebeultem Fuß auf die Welt. Eltern sind zunächst besorgt und rechnen mit dem Schlimmsten. Doch oft lässt sich diese Erkrankung orthopädisch mit Erfolg behandeln.


Definition Klumpfuß

Ein Klumpfuß ist eine Fehlstellung des Fußes. Er wird auch krummer Fuß genannt. Manche Menschen haben ihn von Geburt an. Er ist oft genetisch bedingt. Andere Personen bekommen einen Klumpfuß als Folgeschaden eines Unfalls.

Bei einem Klumpfuß handelt es sich um eine Dysfunktion der Waden- und Fußmuskulatur. Dysfunktion meint immer eine mangelhafte oder nicht vorhandene Funktionstüchtigkeit eines Körperteils.

Im Falle eines Klumpfußes bezieht sie sich also auf die Extremitäten eines Menschen. Eine andere Ursache ist die lückenhafte Versorgung von Nervengewebe.

Menschen mit einem Klumpfuß besitzen häufig eine Fußsohle, die nach innen gedreht ist. Sie laufen also auf dem äußeren Rand ihres Fußes.


Was ist ein Klumpfuß?

Ein Klumpfuß zeichnet sich dadurch aus, dass Knochen, Muskeln und Gelenke deformiert sind. Der Knochenbau des Fußes ist nicht voll ausgereift. Muskeln sind verkürzt und stark verformt. Gelenke sitzen nicht richtig und verrutschen. Es ist also eine komplexe Erkrankung des Fußes.

Diese Fehlstellungen entstehen entweder bereits im Mutterleib oder werden durch neurologische Schäden hervorgerufen. Jungs sind von einem Klumpfuß doppelt so häufig betroffen wie Mädchen.

Die Ursache für einen angeborenen Klumpfuß ist häufig ein Platzmangel des Embryos im Mutterleib. Hier ist nicht die Rede von einer Fehlstellung, sondern von einer Fehlhaltung, die sich nach der Geburt gut und schnell behandeln lässt.

Eine Fehlstellung des Fußes allerdings betrifft Knochen, Muskeln, Gelenke und Sehnen. Betroffene benötigen auf jeden Fall eine langwierige orthopädische Behandlung.
Meistens zeigen die Fußsohlen nach innen oder außen und die Muskeln der Unterschenkel sind zudem deformiert und verkürzt.

Mediziner sprechen bei einem Klumpfuß von mehreren Komponenten:
Zum einen gibt es den Spitzfuß. Betroffene haben eine hochstehende Ferse, die sie nicht vollständig aufsetzen können.

Beim Hohlfuß ist der Fuß längs gewölbt. Unter einer Vorfußadduktion verstehen Ärzte im Allgemeinen eine Einwärtsstellung der Fußspitzen. Liegt eine Supination vor, dann stehen die Zehen nach außen.

Befindet sich die Ferse in der so genannten Varusstellung, dann ist sie stark nach außen gewölbt.

In höheren Lebensjahren ist das Gangbild von Betroffenen meist sehr wackelig. Einigen fällt das Gehen sehr schwer, da ihre Füße sehr stark verformt sind und sie kaum Fläche zum Auftreten haben. Viele haben mit Gleichgewichtsproblemen zu kämpfen.

Es ist möglich, einen Klumpfuß zu heilen. Hierfür bedarf es einer langwierigen und komplexen Behandlung. In manchen Fällen müssen Ärzte zu operativen Maßnahmen greifen.
Bei entsprechender Therapie entwickeln sich betroffene Kinder normal und sind im Erwachsenenalter körperlich voll belastbar.


Welche Ursachen gibt es?

Es gibt Klumpfüße, die bereits von Geburt an bestehen. Viele Betroffene hatten als Embryo im Mutterleib zu wenig Platz. Dadurch verdreht sich das ungeborene Kind und es kommt zu Verformungen der Extremitäten, häufig der Füße oder auch Hände.

Eine andere Ursache ist der Mangel an Fruchtwasser in der Gebärmutter. Die Folge hiervon ist eine Unterversorgung des Embryos mit entwicklungsfördernden Stoffen. Außerdem dient das Fruchtwasser der Polsterung und dem Schutz des gesamten Körpers.

Ärzte sprechen auch davon, dass eine Unterversorgung der Mutter und des Embryos mit Folsäure die Entwicklung von Fehlstellungen begünstigt. Folsäuremangel Dkann zu einem Defekt des Neuralrohrs führen, auch Spina bifida genannt. Diese Fehlbildung ist eine Ursache für die Entstehung eines Klumpfußes.

Auch die Unterversorgung des Embryos mit Sauerstoff erhöht das Risiko einer Fehlstellung des Fußes.

Erworbene Klumpfüße entstehen häufig durch Verformungen von Muskeln. Diese lassen sich zum Beispiel auf Durchblutungsstörungen zurückführen, wodurch das betroffene Muskelgewebe unterversorgt ist und sich zurückbildet.

An Kinderlähmung Erkrankte sind ebenfalls eine Risikogruppe für Klumpfüße. Allerdings kommen diese Fälle immer seltener vor, da die meisten Kinder in Deutschland gegen Polio geimpft werden.

Andere Erkrankte entwickeln einen Klumpfuß in Folge eines schweren Unfalls, bei dem es zur Durchtrennung wichtiger Nerven kommt. Durch die Unterbrechung von Nervenbahnen sind Muskeln und Gelenke unterversorgt. Extremitäten deformieren sich.

Mögliche Ursachen zusammengefasst:

  • Platzmangel im Mutterleib
  • Mangel an Fruchtwasser in der Gebärmutter
  • Spina bifida
  • Unterversorgung des Embryos mit Sauerstoff
  • Durchblutungsstörungen
  • Kinderlähmung
  • Durchtrennung von Nerven

Symptome & Anzeichen

Die Schwere der Fehlstellungen richtet sich danach, um welche Ursachen es sich handelt bzw. wann eine Behandlung beginnt.
Eine Frühdiagnostik ist bei angeborenen Klumpfüßen wichtig, um lebenslange Folgeschäden zu vermeiden

Da die Füße vieler Betroffener stark gebogen sind, laufen diese auf dem äußeren Fußrand. Manche Füße sind so stark verformt und gebogen, dass Erkrankte sogar teilweises auf dem Fußrücken laufen – soweit dies überhaupt möglich ist.

Aufgrund von Fehlbildungen des Knochens, sehen Füße oft wie verrenkt aus. Hinzu kommen Fehlstellungen und Verformungen der Gelenke. Knochen sitzen nicht richtig in den für die vorgesehenen Gelenkpfannen.

Zudem haben Betroffene eine schwache und verkürzte Muskulatur. Dies betrifft vor allem die Waden. Des Weiteren sind Sehnen und Bänder zu kurz oder beschädigt, sodass es zu einer eingeschränkten Beweglichkeit kommt.

Neben dem Klumpfuß sprechen Mediziner auch von der Klumpfußwade. Die Wadenmuskulatur ist massiv verkrümmt. Außerdem ist die Achillessehne verkürzt. Der hintere Schienbeinmuskel befindet sich in einem Übergewicht.

Sobald Kinder ins Laufalter kommen, haben sie Probleme beim Gehen und Stehen. Das Gangbild ist sehr wacklig. Viele haben mit starken Gleichgewichtsstörungen zu kämpfen und benötigen Stabilisation von außen.

Ohne eine entsprechende Behandlung bekommen Erkrankte Schmerzen in Muskeln und Gelenken. Sie versteifen und verkrampfen zunehmend, bis kein Gehen und Laufen mehr möglich ist.
Die Folge sind lebenslange Schäden im Skelett und Gelenksystem sowie Fehlhaltungen, die auch andere Regionen des Körpers betreffen.

Mit einer intensiven und komplexen Behandlung ist ein Klumpfuß heilbar.

Symptome eines Klumpfußes zusammengefasst:

  • Gehen auf Fußrand oder Fußrücken
  • Fehlbildungen von Knochen
  • Verformungen von Gelenken
  • Verkrümmung von Muskeln
  • Versteifung von Gelenken und Muskeln
  • Verkürzung von Bändern und Sehnen
  • Klumpfußwade
  • Eingeschränkte Beweglichkeit
  • Schmerzen beim Gehen
  • Scheinbar verkürztes Bein
  • Humpeln
  • Gleichgewichtsstörungen
  • Fehlhaltungen

Diagnose & Krankheitsverlauf

Ärzte können bereits im Mutterleib erkennen, ob ein Embryo Fehlbildungen oder schwere Fehlstellungen entwickelt. Dies ist anhand eines Ultraschalls am Bauch einer Schwangeren möglich.

In der ersten bis zweiten Woche nach der Geburt eines Kindes wenden Mediziner weitere diagnostische Methoden an. Dazu gehört als erstes die Untersuchung mit einem Röntgengerät, um den Bau der Knochen genau zu erkennen. Diese Diagnostik kommt bei älteren Kindern und Erwachsenen auch zum Einsatz.

Außerdem eignen sich weitere Ulraschall-Untersuchungen, um zu erkennen, wie gut bestimmte Muskelregionen versorgt sind.

Ist ein Kind im Laufalter, wenden Ärzte eine dynamische Fußdruckmessung (Pedografie) an. Hierbei stellen sie fest, an welchen Stellen der Fuß wie stark belastet wird. Diese Methode kommt besonders zum Einsatz, wenn es um die Anpassung orthopädischer Schuhe geht.

Bei komplexen Fehlstellungen erfolgt zudem eine Sonografie der Blutgefäße, um eine mögliche Unterversorgung von Muskelgewebe auszuschließen.

Alle Diagnoseverfahren dienen der Ursachenforschung, warum und wie stark der Fuß eines Betroffenen verdreht und verformt ist. Entscheidend für einen Klumpfuß ist auch das Verhältnis von Füß- und Wadenlänge.

Erfolgt keine frühzeitige Behandlung, kann das Wachstum von Knochen, Muskeln und Gelenken zur Verstärkung der Fehlstellung führen. Gelenke werden immer instabiler, Knochen verformen sich weiter und Erkrankte bekommen Schmerzen.

In vielen Fällen hilft eine Therapie mit Gipsverbänden. Manchmal jedoch bedarf es einer zusätzlichen Operation.

Des Weiteren nennen Mediziner eine Hüftgelenksdysplasie als weitere Folge eines unbehandelten Klumpfußes. Hierbei handelt es sich um eine Fehlbildung des Hüftgelenks, das mit einer Instabilität dessen einhergeht.

Auch Rezidive sind möglich. Es gibt Fälle, bei denen Betroffene trotz ausreichender Behandlung nach zwei oder drei Jahren erneut einen Klumpfuß bekommen. Hier bedarf es weiterer Operationen.

Grade eines Klumpfußes

Grad I – ,,Klumpfußhaltung‘:

  • Die Achillessehne ist nur gering verkürzt
  • Heilung durch Erfolgreiche Gips- und Bewegungstherapie

Grad II – ,,Milder Klumpfuß:

  • Erfolgreiche konservative Therapie
  • Heilung

Grad III – Fixierter Spitzfuß:

  • Fehlstellung des Sprungbeins
  • Operation ist meist nötig
  • Heilung wahrscheinlich

Grad IV – Schwerer Klumpfuß:

  • Keine Gips- und Bewegungstherapie möglich
  • Operation notwendig
  • Trotz OP sind Rückfälle möglich

Häufigkeit & Diagnosedaten

Ab der dreizehnten Schwangerschaftswoche ist für Mediziner bereits ersichtlich, ob der ungeborene Embryo einen Klumpfuß hat oder nicht. Ein Klumpfuß gehört mit zu den häufigsten Fehlstellungen.

Männer trifft es eher als Frauen – im Verhältnis 2,5:1. Bei knapp fünfzig Prozent der Betroffenen wächst auf beiden Seiten ein Klumpfuß.

Die Häufigkeit eines Klumpfußes ist von Region zu Region unterschiedlich. In Deutschland gibt es keine Erfassung von Personen mit einem Klumpfuß.

International betrachtet kommt ein Klumpfuß in orientalischen Ländern sehr selten vor. Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt lediglich bei 0,57 auf 1000 Geburten jährlich.

Sehr häufig hingegen kommen Kinder in Polynesien mit einem Klumpfuß zur Welt – etwa 6,81 auf 1000 Geburten im Jahr. Die Wahrscheinlichkeit bei Familienangehörigen im ersten Verwandtheitsgrad ist circa zwanzig bis dreißig Prozent höher als bei anderen Teilen der Bevölkerung.

Die Häufigkeit von Geburten mit einem angeborenen Klumpfuß steigt vor allem bei Schwangerschaften mit Zwillingen an – das Risiko ist um drei Prozent höher als bei Geburten von nur einem Kind. Deformationen sind möglich, da sich zwei Embryonen den begrenzten Platz im Mutterleib teilen.

Kinder mit neurologischen Syndromen oder Defekten des Neuralrohrs sind ebenfalls eine Risikogruppe.

In Deutschland kommt pro Jahr ungefähr ein Kind pro tausend Geburten mit der Erkrankung Spina bifida zur Welt. Andere Studien sprechen von 8.000 bis 12.000 Patienten jährlich.

Die Anzahl der Kinder in Deutschland, die an Kinderlähmung erkranken und in der Folge einen Klumpfuß bekommen, ist schwindet in der heutigen Zeit. Vor ein paar Jahrzehnten gab es wesentlich mehr solcher Fälle in Europa, da zu dieser Zeit noch kein allgemeiner Impfschutz gegen Polio bestand.

Fünf bis zehn Prozent der Kinder, die mit einem Klumpfuß auf die Welt kommen, behalten diesen trotz Operation.


Komplikationen bei der Krankheit

Liegt bei einem Klumpfuß der vierte Grad vor, handelt es sich um die schwerste Form der Fehlstellung. Betroffene Personen werden trotz Gipstherapie oder mehrerer Operationen nicht geheilt. Sie leiden ihr Leben lang unter Beeinträchtigungen der Beweglichkeit.

Doch auch bei milderen Formen eines Klumpfußes sind Komplikationen möglich. So wirkt sich dieser beispielsweise negativ auf das Hüftgelenk aus. Dieses ist geprägt durch eine hohe Instabilität. Die Hüftknochen rutschen wiederholt aus den Gelenkpfannen und erschweren somit das Gehen.

Obwohl erkrankte Personen eine intensive Therapie erhalten, sind bei einigen Formen des Klumpfußes auch Rückfälle möglich. Meistens treten diese nach zwei oder drei Jahren einer Behandlung auf. Hier ist häufig eine erneute Operation von Nöten, bei der die Achillessehne verlängert wird.

Eine unzureichende oder nicht erfolgte Behandlung führt bei Erkrankten zu massiven Folgeschäden der Knochen und Gelenke. Diese belasten sie ein Leben lang. Es entstehen Fehlhaltungen, die mit Schmerzen einhergehen.

Kommt es zu einer Operation, besteht auch hier das Risiko von Komplikationen. Während des Eingriffs treten zum Beispiel Blutungen auf. Manchmal bluten Operationswunden nach oder infizieren sich. Außerdem können Wundheilungsstörungen die Genesung von Betroffenen erschweren.

Bei Operationen von Klumpfüßen behandeln Mediziner sehr empfindliches Gewebe. Nerven können beschädigt oder zertrennt werden – trotz langjähriger Erfahrung und professionellen Verhaltens des agierenden Arztes. Manche Patienten besitzen zudem eine Unverträglichkeit mit bestimmten Narkosemitteln.

Das Sudeck-Syndrom ist eine besondere Form von Komplikation bei Klumpfüßen. Hierbei bauen Knochen im Fuß stark ab. Zusätzlich entwickelt sich eine schmerzhafte Entzündung im Knochengewebe.

Eine weitere Folge ist der Verschleiß von Gelenken. Diese bauen an Beweglichkeit ab.

Komplikationen zusammengefasst:

  • Schwerste Form des Klumpfußes
  • Hüftgelenksdysplasie
  • Rezidive
  • Folgeschäden an Knochen und Gelenken
  • Lebenslange Einschränkung der Beweglichkeit
  • Blutungen und Nachblutungen bei Operationen
  • Infektionen
  • Wundheilungsstörungen
  • Beschädigung oder Zertrennung von Nervengewebe
  • Unverträglichkeit mit Narkosemitteln
  • Verschleiß von Gelenken
  • Sudeck-Syndrom

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Handelt es sich um einen angeborenen Klumpfuß, empfiehlt sich eine Behandlung bereits in den ersten zwei Lebenswochen. Voraussetzung hierfür ist die frühzeitige Erkennung im Mutterleib durch eine Ultraschalluntersuchung.

Selbst bei leichten Verformungen des Fußes nach der Geburt sollten Eltern mit dem behandelnden Kinderarzt sprechen und über Möglichkeiten einer Behandlung beraten, da sich die Fehlbildungen sonst verstärken.

Entwickelt ein Kind ein ungewöhnliches Gangbild, ist dies ebenfalls ein Hinweis auf einen Klumpfuß. Weitere Anzeichen sind Gleichgewichtsstörungen oder Schmerzen in den Extremitäten, die sich nicht auf andere Ursachen zurückführen lassen.

In jedem Fall gilt, dass eine frühzeitige und komplexe Diagnostik von Nöten ist, um Langzeitschäden vorzubeugen und Betroffenen vollkommende Beweglichkeit zu ermöglichen.

Je nach Ursache sind Orthopäden und Neurologen die besten Ansprechpartner, wenn es um eine geeignete Therapie geht.


Behandlungsmethoden & Therapie

Bei der Behandlung von Klumpfüßen greifen Mediziner zuerst auf konservative Methoden zurück. Diese beinhalten Manipulationen am Knochen- und Muskelgewebe der Betroffenen sowie eine Bewegungstherapie.

Nach erstellter Diagnose tragen Kinder über etwa drei Monate einen Gips um den erkrankten Fuß. Oft ist dieser bis auf das Bein ausgeweitet, da auch die Muskeln des Unterschenkels und Oberschenkels in Mitleidenschaft gezogen sind.

Die Gipsverbände bringen den Klumpfuß in eine geeignete Position. Zudem wenden Ärzte und Physiotherapeuten Druck aus – sowohl auf Knocken als auch auf Gelenke. Somit manipulieren sie die Stellung des Fußes. Kleinkindern empfinden dabei selten Schmerzen, da ihre Knochen und Gelenke noch sehr weich und formbar sind.

Bei der Krankengymnastik unterziehen sich die Betroffenen einer speziellen Bewegungstherapie, die die Ausbildung von Muskeln und Gelenken unterstützt. Außerdem werden durch verschiedene Übungen Sehnen und Bänder gedehnt.

Für eine ausreichende Stabilität fixieren Physiotherapeuten den betroffenen Fuß mit besonderen Klebebändern. Die Therapie nennt sich Taping.

Kinder mit einem stark ausgeprägten Klumpfuß tragen in der Wachstumsphase zudem orthopädische Schuhe oder/und Schienen. Für Schuhe gibt es außerdem Einlagen.

Wenn eine konservative Behandlung nur zu geringen oder gar keinen Erfolgen führt, ist eine Operation unumgänglich. Hierbei durchtrennen Ärzte die Achillessehne und verlängern diese anschließend. Dabei erhalten Patienten meist eine Vollnarkose.

Auch operative Korrekturen der Wadenmuskulatur sind möglich, um die Herausbildung eines gesunden Gleichgewichts zu fördern.

Bei Klumpfüßen, die sich erst später im Leben entwickeln, hilft häufig nur noch eine Operation mit anschließender Krankengymnastik.

Gegen anschließende Schmerzen helfen Schmerzmittel und Massagen.

Behandlungsmethoden zusammengefasst:


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt kaum bis gar keine Maßnahmen, um einem Klumpfuß vorzubeugen. Bei frühzeitiger Diagnose hilft nur der sofortige Beginn einer entsprechenden Behandlung.

Allerdings existieren Annahmen, dass Rauchen in der Schwangerschaft die Entstehung von Fehlbildungen bzw. Fehlstellungen begünstigt. Denn hierdurch kommt es zu einer Unterversorgung des Embryos mit Sauerstoff. Dies betrifft unter Umständen auch das Knochen- und Muskelgewebe von Extremitäten ungeborener Kinder.

Außerdem sprechen Mediziner von einem erhöhten Risiko für neurologische Schäden, wenn Mütter in der Schwangerschaft zu wenig Folsäure zu sich nehmen. Folsäuremangel kann aber auch genetische Ursachen haben.

Schwangere sollten in jedem Fall eine ausreichende Menge des Spurenelements aufnehmen, um neurologische Defekte beim Kind zu vermeiden. Dazu gehört beispielsweise die Spina bifida – ein möglicher Grund für die Entstehung eines Klumpfußes.

Zur Früherkennung eines Klumpfußes und zur Vorbeugung stärkerer Verformungen eignen sich Ultraschall-Untersuchungen.

Liegt ein Klumpfuß bereits vor, ist es wichtig, Therapiepläne innerhalb der angeordneten Krankengymnastik einzuhalten. Denn durch unzureichende Bewegung verkürzen sich Sehnen und Bänder weiter. Muskeln verhärten und der Klumpfuß verstärkt sich.

Eltern sollten ihre Kinder auf jeden Fall gegen Polio impfen lassen, um dem Risiko von Folgeschäden der Kinderkrankheit in Form eines Klumpfußes vorzubeugen.


Prognose zur Heilung

Erfolgt bei einem angeborenen Klumpfuß in den ersten Lebenswochen keine Behandlung, führt
dies zur Verstärkung der Fehlstellung. Muskeln versteifen zunehmend und Sehnen nehmen immer mehr an Länge ab.

Die Folgen sind Schmerzen und Fehlhaltungen, die zu einem erschwerten Gangbild führen.
Hinzu kommen Störungen des Gleichgewichts.

Bei Anwendung einer komplexen und intensiven Therapie stehen die Heilungschancen bei einem Klumpfuß gut.

Der behandelte Fuß erscheint im Erwachsenenalter etwas kleiner als der andere. Außerdem ist die Unterschenkelmuskulatur nicht vollständig ausgeprägt. Es entsteht der Eindruck eines verkürzten Beins.

Erwachsene, die in ihrer Kindheit einen Klumpfuß hatten, aber ausreichend behandelt wurden, sind in späteren Lebensjahren voll beweglich. Auch sportliche Aktivitäten sind möglich.

Handelt es sich allerdings um eine schwere Form des Klumpfußes, besteht das Risiko von Rückfällen. Hier gibt es jedoch die Möglichkeit einer erneuten Behandlung mit Operationen und Bewegungsübungen.

Nach einer langwierigen Therapie mit Beinschienen, orthopädischen Schuhen und Schuheinlagen, ist in späteren Lebensjahren auch der Kauf von handelsüblichen Schuhen möglich.


Was ist Spina bifida?

Umgangssprachlich heißt Spina bifida auch offener Rücken. Das Spinalrohr eines Embryos im Mutterleib verschließt sich während der dritten oder vierten Schwangerschaftswoche nicht richtig. Aus dem Spinatrohr entwickelt sich im Regelfall die Wirbelsäule sowie das Rückenmark.

Bei der Erkrankung Spina bifida handelt es sich also um einen angeborenen Defekt am Spinalrohr. Eine mögliche Ursache hierfür ist ein Mangel an Folsäure in der Schwangerschaft. Dieser lässt sich entweder auf eine genetische Veranlagung oder auf eine unausgewogene Ernährung zurückführen.

Ebenso wirkt sich die Einnahme von Neuroleptika während der Schwangerschaft negativ auf die Entwicklung des Embryos aus. Die Einnahme von Neuroleptika ist zum Beispiel bei Epilepsie erforderlich.

Auch Diabetis mellitus führt unter bestimmten Umständen zu einer Spina bifida.

Symptome einer Spina bifida

Es gibt Fälle, in denen Betroffen kaum Symptome aufweisen. Andere hingegen entwickeln eine leichte Gehbehinderung.

Schwere Formen der Erkrankung beinhalten Lähmungen von Muskel-, Magen– und Darmfunktionen oder sogar eine Querschnittslähmung.
Betroffene haben oft ein vermindertes Schmerzempfinden.

Eine häufige Fehlbildung im Rahmen einer Spina bifida ist der Klumpfuß.

Aufgrund einer Sina bifida ist es zudem möglich, dass die Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit nicht richtig zirkulieren kann. Eine Folge dessen ist der so genannte Wasserkopf durch den verstärkten Rückstrom der Flüssigkeit zum Gehirn. Daraus resultieren meist epileptische Anfälle.

Betroffene einer Spina bifida entwickeln im Laufe ihres Lebens oft Teilleistungsstörungen. Dazu gehören zum Bespiel eine Lese-Rechtschreib-Schwäche oder eine Rechenschwäche.

Wie sich ein erkranktes Kind geistig entwickelt, hängt vom Schweregrad und eventuellen Fehlbildungen des Gehirns ab.


Alternative Behandlungsmethoden

Eine alternative Behandlungsmethode ist die Therapie nach Ponsetti. Diese findet immer häufiger Anwendung unter Medizinern.

Bei der Ponseti-Methode erfolgt eine Gipspression des Klumpfußes. Dabei wird der betroffene Fuß durch Gipsverbände nach und nach in eine korrekte Stellung gebracht.
Der Gipsverband zieht sich meist bis über das Knie und wird aller fünf bis sieben Tage gewechselt. Ingesamt sind ungefähr sechs Gipse nötig.

Im Falle einer hochstehenden Ferse behandeln Ärzte diese durch einen sehr kleinen Schnitt durch die Achillessehne. Darüber hinaus tragen Betroffene in der Nacht spezielle Schienen, bis sie das dritte Lebensjahr erreicht haben.

Eine weitere Therapieform ist die nach Dimeglio. Diese zeichnet sich vor allem durch die Anwendung einer Tape-Technik aus. Erkrankte tragen Tag und Nacht Schienen.

Die so genannte Nancy-Hilton-Einlage in Schuhen kommt zum Einsatz, wenn Betroffene auf der Außenkante des Fußes laufen.

Zusätzlich zur Ponseti- und Dimeglio-Methode eignen sich Akupunkturen als alternative Therapie. Diese gewährleisten jedoch keine Heilung und sind lediglich zur Linderung von Symptomen bestimmt.

Bei einer Akupunktur üben Therapeuten mithilfe von Nadeln gezielte Reize auf Füße und Beine aus. Sinn und Zweck ist das Mobilisieren von körpereigenen Energien. Dabei spüren Patienten an den behandelten Stellen Wärme und ihre Muskeln entspannen sich.

Auch Kräuter der chinesischen Medizin finden zur Linderung von Schmerzen Anwendung. Therapeuten empfehlen außerdem eine Umstellung der Ernährung. Dabei stehen vor allem Lebensmittel basischer Natur auf dem Speiseplan, die den Säure-Basen-Haushalt des Körpers ausgleichen. Laut chinesischer Medizin fördern zu viele Säuren im Stoffwechsel die Entstehung von Gelenkschmerzen, die auch bei einem Klumpfuß wahrscheinlich sind.

Alternative Behandlungsmethoden zusammengefasst:

  • Ponseti-Methode
  • Dimeglio-Methode
  • Akupunkturen
  • Kräuter der Chinesischen Medizin
  • Massagen

Welche Hausmittel können helfen?

 

  • Kalte Kompressen
  • Kühle Auflagen mit Quark
  • Wärme
  • Warmes Vollbad
  • Warme Körnerkissen
  • Ingwer
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Wirsingblätter
  • Muskat
  • Basische Lebensmittel
  • Wechselduschen mit warmem und kaltem Wasser
  • Rollbretter

Hausmittel sind nicht dazu in der Lage, einen Klumpfuß zu heilen. Sie dienen lediglich der Behandlung von Symptomen.

Kalte Kompressen zum Beispiel tragen zur Linderung von Schmerzen bei. Denn Kälte verengt die Blutgefäße in den betroffenen Extremitäten und verringert den Blutfluss an schmerzenden Stellen.
Wickel aus Quarks und Baumwolltüchern sind ebenfalls beliebt gegen Schmerzen in Gelenken und Muskeln.

Um die Durchblutung zu fördern, helfen auch Wechselduschen. Dabei duschen Betroffene Beine und Füße für jeweils eine halbe Minute abwechselnd mit warmem und kaltem Wasser ab.

Rollbretter ermöglichen eine sanfte Massage von Füßen und regen ebenfalls die Durchblutung an. Diese sind in Reformhäusern käuflich zu erwerben.

Doch nicht nur Kälte, sondern auch Wärme ist ein schmerzlinderndes Mittel. Hierfür eignen sich unter anderem Vollbäder oder aufgewärmte Körnerkissen, die auf schmerzende Stellen gelegt werden.

Frisch geriebener und aufgegossener Ingwer in einem Baumwollbeutel wärmt und entspannt Muskeln. Zudem greifen Viele zu Oregano-Kraut, das sie als Badezusatz verwenden. Oder sie legen frische Wirsingblätter auf schmerzende Stellen.

Muskat ist ebenfalls hilfreich. Dieser wird mit einer handelsüblichen Creme vermengt und auf der Haut über einem schmerzenden Gelenk verteilt. Auch eine Tinktur aus hochkonzentriertem Alkohol und frischem Rosmarin gilt als natürliches Schmerzmittel.

Die Einnahme basischer Lebensmittel, wie Obst, Vollkornprodukte oder Fisch, verhindert eine Übersäuerung des Körpers und beugt somit Gelenk- und Muskelschmerzen vor.

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Arnica
  • Lavendel
  • Beifuß
  • Afrikanische Teufelskralle
  • Weihrauch
  • Heilpilze
  • Shiitake-Pilz
  • Pleurotus-Pilz

Es gibt zahlreiche Salben, die Heilkräuter enthalten. Diesen wird eine schmerzlindernde Wirkung nachgesagt.

Die Afrikanische Teufelswurzel zum Beispiel wirkt Entzündungen und daraus folgenden Schmerzen entgegen. Meist ist die Heilpflanze in Form von Tabletten oder Tees erhältlich. Tees eignen sich nicht nur zur Einnahme, sondern auch zum Auftragen auf betroffene Stellen.

Weihrauch gilt als Mittel zur Linderung von Schmerzen an Gelenken. Zudem lässt es Schwellungen abklingen.

Häufig sind Bestandteile der Arnica-Pflanze in Salben, Cremes, Ölen oder Tinkturen enthalten. Arnica ist ebenfalls ein gutes Schmerzmittel auf natürlicher Basis.

Zur Behandlung von Infektionen und Schmerzen greifen viele naturverbundene Patienten auch zu Lavendel.

Sogar manche Pilze haben eine heilsame Wirkung auf schmerzende und verdickte Gelenke. Hierzu zählt zum Beispiel der Shiitake-Pilz. Der Pleurotus-Pilz unterstützt die Funktionstüchtigkeit von Sehnen, Bändern und Muskeln.

Ätherische Öle

 

  • Teebaumöl
  • Lavendelöl
  • Cajeput
  • Kampfer
  • Wacholder
  • Eukalyptus
  • Rosmarin
  • Lorbeer
  • Fichte
  • Kiefer
  • Zimt
  • Niaouli

Wer auf die heilsamen Kräfte der Natur vertraut, findet unter ätherischen Ölen sicher auch geeignete Mittel zur symptomatischen Behandlung eines Klumpfußes.

Zur Therapie von Gelenkschmerzen eignen sich Öle mit Cajeput, Kampfer und Wacholder.
Diese ätherischen Ölen wirken besonders gut als Massage-Öl. Betroffene reiben dieses mehrmals täglich auf schmerzende Stellen.

Cajeput wirkt zum Beispiel schmerzstillend, antimikrobiell und stimulierend auf Muskelgewebe.

Ätherisches Öl aus Fichteblättern entspannt Muskeln und fördert die Durchblutung. Außerdem eignet es sich als natürliches Mittel gegen Versteifung von Gelenken – ebenso wie Kiefer, Zimt und Niaouli.

Eukalyptus-, Rosmarin- und Lorbeer-Öl sind für die Massage von Muskeln bestimmt.

Homöopathie & Globuli

 

Globuli und andere homöopathische Mittel wie Tabletten, Tropfen oder Tinkturen sind keine Heilmittel für einen Klumpfuß. Denn es handelt sich hier eindeutig um eine Erkrankung, die einer orthopädischen Behandlung bedarf.

Homöopathie eignet sich vor allem zur Behandlung leichter Beschwerden. Erfolgreich sind Globuli und andere Mittel eher bei einem Klumpfuß ersten Grades und daraus folgenden leichten Symptomen.

Bei der Verwendung homöopathischer Mitteln gelten bestimmte Regeln: Globuli, Tabletten und Tropfen sind mal mehr, mal weniger potenziert. Potenzierung meint die Verdünnung einer natürlichen Ausgangssubstanz. Der Potenzierungsgrad eines homöopathischen Mittels gibt Aufschluss darüber, wie viel von der Ursubstanz in einem Mittel noch vorhanden ist.

Tief potenzierte Medikamente eignen sich zur Selbstbehandlung, da sie sanft wirken. Hoch potenzierte Globuli hingegen besitzen eine stärkere Wirkkraft und sollten von einem erfahrenen Therapeuten verordnet werden.

Homöopathen greifen bei steifen und schmerzenden Gelenken gern zu Streukügelchen mit der Bezeichnung Aconitum Nepellus mit einem Potenzierungsgrad von D12.

Zur Behandlung leichter Muskelschmerzen eigenen sich Globuli wie etwa Bryonia D12.
Auch Calcium Carbonicum Hannemanni D12 ist als Mittel zur Förderung des Muskelapparats beliebt.

Schüssler-Salze

 

  • Schüssler Salz Nr.2
  • Schüssler Salz Nr.3
  • Schüssler Salz Nr.7
  • Schüssler Salz Nr.12

Ebenso wie Hausmittel, ätherische Öle und homöopathische Medikamente gelten Schüssler Salze auch lediglich als sanftes und natürliches Mittel, um leichte und akute Beschwerden zu behandeln. Chronische Symptome an Muskeln, Gelenken und Knochen im Rahmen eines Klumpfußes sind eindeutig ein Fall für den Orthopäden oder Neurologen.

Allerdings gibt es bestimmte Schüssler Salze, die gegen Schmerzen im Bewegungsapparat helfen. Schüssler Salze bestehen aus Mineralien. Es gibt sie meist in Form von Tabletten. Sie werden ähnlich wie Globuli potenziert und entsprechend verschrieben.

Im Allgemeinen gilt: Mehr als drei Tabletten pro Tag sollten Nutzer nicht einnehmen. Die Art der Dosierung richtet sich jedoch stets nach den Symptomen und dem Potenzierungsgrad der Salze.

Das Schüssler Salz Nummer Zwei ist vor allem bei der Behandlung von Knochenschmerzen beliebt.
Bei Schmerzen in Gelenken eignet sich das Schüssler Salz Nummer Drei – vor allem bei Schmerzen, die sich im Zuge von Bewegung verstärken.

Tabletten aus dem Salz Nummer Sieben helfen bei Verkrampfungen und Schmerzen in den Muskeln, die plötzlich und stechend auftreten.

Für die Therapie von Gelenkschmerzen und zunehmendem Verschleiß verschreiben Homöopathen oft das Schüssler Salz Nummer Zwölf.

Diät & Ernährung

 

Allgemein gültige Vorschriften zur Ernährung bei einem Klumpfuß gibt es nicht. Denn die Ursachen für diese Fehlstellung sind neurologischer oder anderer Natur. Doch im Rahmen einer Vorbeugung gibt es Möglichkeiten, die Entwicklung eines ungeborenen Kindes über die Ernährung zu fördern.

Säuglinge mit einem angeborenen Klumpfuß trinken im besten Falle Muttermilch. Andernfalls bieten sich verschiedene Mittel als Muttermilch-Ersatz an. Muttermilch enthält wichtige Nährstoffe, die ein Kind zur gesunden Entwicklung braucht.

Bei älteren Kinder oder Erwachsenen mit einem Klumpfuß empfehlen manche Therapeuten eine Ernährung mit vielen basischen Lebensmitteln, um einer Übersäuerung des Körpers vorzubeugen und Gelenkbeschwerden zu mildern.

Die Gliedmaßen von Personen mit Adipositas sind aufgrund des erhöhten Gewichts einer größeren Belastung ausgesetzt. Damit steigt auch die Belastung für eine Klumpfuß. Deshalb ist es wichtig, Übergewicht durch eine gesunde Ernährung vorzubeugen.


FAQ – Fragen & Antworten

Kann ein Kind mit Klumpfuß normal gehen?

Kinder mit einem angeborenem Klumpfuß brauchen eine komplexe Therapie, um Folgeschäden zu vermeiden. Bei erfolgreicher Anwendung spezieller Methoden ist eine Korrektur der Fußstellung wahrscheinlich. Betroffene sind in späteren Lebensjahren voll belastbar und haben ein gesundes Gangbild.

Mögliche Nachwirkungen sind höchstens ein etwas kürzerer Fuß und eine schwächere Wadenmuskulatur.

Kann Rauchen in der Schwangerschaft die Entstehung eines Klumpfußes begünstigen?

Die Annahme, dass der Konsum von Tabak in der Schwangerschaft einen Klumpfuß beim Embryo fördert, ist umstritten. Allerdings ist eine verminderte Sauerstoffversorgung des ungeborenen Kindes durch Rauchen bekannt. Diese erhöht die Wahrscheinlichkeit der Unterentwicklung bestimmter Körperregionen. Das Risiko hierfür liegt bei etwa zwanzig Prozent.

Ist das Tragen einer Beinschiene schmerzhaft?

Kinder, die zur Behandlung eines Klumpfußes eine Beinschiene tragen, empfinden meist keine Schmerzen. Denn diese werden vom Orthopäden individuell angepasst.

Hin und wieder kann es zu einem leichten Druckgefühl oder Reiben kommen, wenn der betroffene Fuß wächst und teilweise anschwillt.

Diese leichten Beschwerden geben sich jedoch mit der Zeit.

Können werdende Mütter einem Klumpfuß beim Embryo vorbeugen?

Im Allgemeinen gibt es keine vorbeugenden Maßnahmen, die Mediziner Schwangeren raten.
Allerdings empfiehlt sich immer die Einnahme von viel Folsäure während der Schwangerschaft, um einem neurologischen Defekt beim ungeborenen Kind vorzubeugen, wie etwa die Spina bifida.

Zu den Lebensmitteln mit einem hohen Anteil an Folsäure gehören unter anderem Spinat, Grünkohl und Hülsenfrüchte. Aber auch Getreidegerichte und Obst, wie etwa Kirschen, eignen sich für eine folsäurehaltige Ernährung.

Gibt es auch Klumphände?

Ja, es gibt neben Klumpfüßen auch angeborene Klumphände. Es handelt sich dabei um angeborene Fehlbildungen des Unterarms. Betroffene Kinder haben einen verkürzten Arm, der meist nach innen oder außen gedreht ist. Bei vielen fehlen zudem Finger oder vorhandene Fingergelenke sind verdreht.

Klumphände haben in der Regel genetische Ursachen. In den meisten Fällen hilft eine konservative Therapie oder Operation.

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