Urologie

Die Urologie ist vielschichtig

Behandlung UrologieEin medizinisches Fachgebiet, das sich mit spezifischen Erkrankungen der Ausscheidungsorgane beschäftigt, ist die Urologie.

Die Urologie ist vorwiegend für die männlichen Patienten zuständig.

Darüber hinaus arbeiten die Urologen ebenfalls fachübergreifend mit anderen medizinischen Spezialbereichen zusammen.

In diesem Ratgeber informieren wir Sie umfassend zum Thema Urologie.

 

Was ist die Urologie?

 

Urologie ist die Lehre von den harnbildenden und den harnableitenden Organsystemen von Frauen und Männern und den Geschlechtsteilen des Mannes. Diese medizinische Disziplin ist sehr umfangreich, zumal es mehrere Organe sind, die die Bildung und die Ausfuhr von Harn oder Urin übernehmen.

 

Dazu gehören Komponenten wie:

 

  • Nieren als paarweise angelegte Organe (Niere = Ren)
  • Harnblase (Vesica urinaria)
  • Harnleiter (Ureter)
  • Harnröhre (Urethra)
  • Hoden (Keimdrüsen)
  • Nebenhoden (Epididymis)
  • Samenleiter (Vas deferens)
  • Samenbläschen (Vesicula seminalis)
  • Penis (Glied)
  • Prostata (Vorsteherdrüse)

In der Urologie (stammt vom griechischen Begriff ouron für Harn) arbeiten die Urologen, die bei Bedarf auch andere Disziplinen konsultieren. In der Praxis sind beispielsweise an der Diagnostik beziehungsweise der Erkennung von Krankheiten, an der Therapie beziehungsweise der Behandlung und an der Prävention oder der Vorsorge in der Urologie weitere Sektionen beteiligt.

 

Ursprung und Entwicklung der Urologie

 

Interessante geschichtliche Abschnitte, in denen bereits Ansätze der Urologie zu finden sind, beziehen sich auf das Altertum und die Antike, auf das Mittelalter und die medizinischen Verfahren in Arabien sowie auf das 16.bis 18. Jahrhundert und die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Besonders hervorzuheben sind Meilensteine wie der erste Blasenkatheter, der etwa 1.000 Jahre vor Christi verwendet wurde. In der frühen Neuzeit kam es zu Entdeckungen wie den Nierenkörperchen und den Nierenkanälchen. Mittels Mikroskop konnten sogar noch kleinere Strukturen die Harnblasentumoren und Spermien visuell erfasst werden.

Giovanni Battista Morgagni hat die Pathologie des Urogenitaltraktes begründet. Im 16. Jahrhundert wurden bereits Harnsteine ohne Narkose operativ entfernt. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Urologie durch den Einsatz von Narkosemitteln revolutioniert.

Mit einem neuartigen Blasenkatheter, dem Endoskop beziehungsweise dem Zystoskop und Wunddrainagen begann ein neues Zeitalter in der Urologie.

Die Entwicklung der Prostatachirurgie, bildgebende Verfahren wie das Röntgen mit Kontrastmitteln, die Pyelographie und die Strahlen- sowie die Chemotherapie waren weitere Meilensteine in der Urologie. Erst vor einigen Jahren wurden die Kinderurologie, die Gynäkologische Urologie und die Urogynäkologie als eigenständige Spezialgebiete der Urologie anerkannt.

 

Funktion, Wirkung und Ziele der Urologie

 

Von Bedeutung sind in diesem Kontenxt hauptsächlich:

 

  • die Gynäkologieoder die Frauenheilkunde
  • die Onkologieoder die Krebsheilkunde
  • die Chirurgieoder die Lehre von der operativen Eröffnung des Körpers
  • die Neurologieoder die Lehre von den Nerven
  • die Nephrologieoder die Lehre von den Nieren

Zwischen allen Sachbereichen gibt es enge Verbindungen, sodass sich für einen Austausch von Wissen und praktischen Kenntnissen die besten Voraussetzungen ergeben. Natürlich sind das nicht die einzigen medizinischen Genres, sondern für die Urologie ist beispielsweise ebenso die Innere Medizin oder die Internistik und die Hämatologie oder die Lehre vom Blut relevant.

Durchführung und Wirkungsweise der Urologie

 

Die Urologie hat sich zur Aufgabe gemacht, Erkrankungen des Urogenitalsystems zu erkennen, zu behandeln und den Patienten eine entsprechende Nachsorge zuteil werden zu lassen. Außerdem konzentriert sich die Urologie auf die Vorbeugung und die Früherkennung von speziellen Krankheitsbildern. Diese kann auch im Zusammenhang mit einer Vorsorgeuntersuchung für bestimmte Risikogruppen erfolgen.

 

Urologie hilft gegen

 

In der Urologie werden unter anderem folgende Krankheiten behandelt:

 

  • Akutesoder plötzliches Nierenversagen
  • Renale Anämiedurch den Verlust von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) durch die Nieren
  • Blasenkarzinomoder Blasenkrebs
  • Vergrößerung der Vorsteherdrüse oder Benigne Prostatahyperplasie
  • Entzündungen der Harnblase und der Harnröhren
  • Harnblasenkrebs, Harnblasensteine
  • Chronische Niereninsuffizienzoder anhaltender Funktionsverlust der Nieren
  • Erektile Dysfunktionoder Erektionsstörung
  • Entzündung der Vorhaut
  • Glumerulonephritisoder Nierenentzündung
  • Pyelonephritisbeziehungsweise Nierenbeckenentzündung
  • Hodenentzündung, Hodenkrebs und Hodenhochstand
  • Entzündung der Eichel und der Nebenhoden
  • Nierenkrebs, Nierenzyste und Nierensteine
  • Zeugungsunfähigkeit und Phimoseoder Vorhautverengung
  • Orchitisoder Hodenentzündung
  • Zystitisoder Blasenentzündung

​​​​​​​Das Behandlungsspektrum innerhalb der Urologie bezieht sich nicht nur auf typische Erkrankungen wie Entzündungen und Infekte, sondern ebenso auf den Funktionsverlust von Organen, Fehlbildungen und Unfruchtbarkeit von Frau und Mann.

 

Urologie fördert und stärkt

 

Den Urologen steht eine umfassende Auswahl an therapeutischen Lösungen zur Verfügung:

 

  • Extrakorporale Stoßwellenlithotripsieist eine nicht invasive, schonende Zertrümmerung von Harnsteinen durch mechanische Einwirkung
  • Urodynamikbei erschlaffter Harnblase mit Harnverhalt
  • Interstim-Therapie
  • topische und systemischeImmun- und Chemotherapie (lokale und komplexe Behandlung)
  • fokalebeziehungsweise herdförmige Behandlung bei Vorsteherdrüsenkrebs
  • Endoskopieoder Untersuchung von Körperhohlräumen mit einer Kamera
  • Laparoskopie(Einführen eines Endoskops durch die Bauchdecke)
  • Reparation von Hernien(Rückverlegung des Bauchfells bei einem Bruch)
  • Varikozelenresektion(Verödung von Varizen beziehungsweise verdickten Venen)
  • Nephrektomie und Tumornephrektomie(operative Entfernung der Niere und von Krebsgeschwüren)
  • Inkontinenzchirurgie
  • Sakrale Neurostimulationmit einem Darm- oder Blasenschrittmacher
  • Harnblasensphinkteroder künstlicher Schließmuskel
  • Vaginal- beziehungsweise Scheidenplastiken bei Urininkontinenz der Frau (Zystozelenkorrektur)
  • ​​​​​​​Kolposakropexieoder Einsatz eines Implantats bei Scheidensenkung
  • chirurgische Therapie bei Impotenzoder Zeugungsunfähigkeit durch Implantation

 

sowie klassische chirurgische Maßnahmen:

  • transperitoneale und lumbale Tumorephrektomie
  • Nierenbeckenplastik
  • operativer Verschluss von Harnleiter- oder Blasenfisteln
  • Resektion oder Entnahme von Lymphknoten
  • Zystektomie oder Entfernung der Harnblase mit Blasenersatz
  • Transurethrale Harnröhrenchirurgie (Operation an der Harnblase durch die Harnröhren)

 

 

Konventionelle Behandlung bei urologischen Symptomen:

 

In diesem Zusammenhang soll auch die medikamentöse Behandlung und eine Vielzahl an alternativen Therapieverfahren nicht vergessen werden. Die pharmazeutische Industrie hält eine enorme Bandbreite an Arzneimitteln für die verschiedenartigsten urologischen Beschwerdebilder bereit.

 

Diese betreffen Anwendungsgebiete wie:

 

  • Venenschwäche und Inkontinenz
  • Bettnässen beim Kind
  • Entzündungen der harnableitenden und harnbildenden Organe
  • Unfruchtbarkeit und weitere Erkrankungen
  • Inkontinenz
  • ​​​​​​​Schmerzen
  • Harnsteine
  • Krebsleiden
  • Gewebezunahme
  • ​​​​​​​Infektionen

Die Ärzte können je nach Diagnose:

 

  • Diuretikazur Ausschwemmung von Gewebswasser bei Ödemen beziehungsweise Wasseransammlungen im Gewebe
  • Spasmolytikabeeinflussen das Nervensystem
  • Androgeneoder Geschlechtshormone
  • Medikamente für eine antiandrogene Behandlungbei fortgeschrittenem Krebs der Vorsteherdrüse
  • Urge-Inkontinenzmittelwirken gegen Dranginkontinenz
  • Medikamente gegen eine radiogene Zystitis(Harnblasenentzündung als Nebenwirkung einer Strahlenbehandlung)
  • Medikamente gegen eine erektile Dysfunktion
  • Alpha-Blockergegen zu hohen Blutdruck (Hypertonie)
  • 5-Alpha-Reduktasehemmergegen Vergrößerung der Prostata
  • Analgetikaoder Schmerzmittel
  • Medikamente gegen eine Reizblase
  • Antibiotika(zerstören Bakterien)
  • Anticholinergika(Hemmung des Überträgerstoffs Azetycholin bei Nervenreizen)
  • Chemotherapeutika(wirken gegen Krebs)
  • Hormone​​​​​​​ (bei Unfruchtbarkeit)

verschreiben.

 

Die Therapie von urologischen Erkrankungen lässt heute alle möglichen Maßnahmen und Methoden zu. In Abhängigkeit von der Indikation oder Begründung und den Kontraindikationen oder den Gegenanzeigen können die Fachärzte daher für jeden Patienten eine bedarfsgerechte, symptombezogene Behandlung anbieten. Diese kann mit einem stationären Aufenthalt in einer urologischen Klinik oder mit einem Besuch einer ambulant tätigen Arztpraxis verbunden sein.

Diagnose und Behandlungsmethoden in der Urologie

 

Nachdem sich die Patienten und Patientinnen wegen verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden zum Hausarzt begeben und dieser eine Überweisung zum Urologen ausstellt, können die Betroffenen zunächst ihre Krankengeschichte erzählen.

Behandlung UrologieIm Rahmen einer Diagnostik oder Befundung sind gezielte Fragen zur Beschreibung der Symptome und zur Lebensweise sowie zu anderen Erkrankungen für die Anamnese oder Krankengeschichte unentbehrlich.

Nicht in jedem Fall lässt sich gleich ein Rückschluss auf einer urologische Erkrankung anhand der Krankheitsgeschichte zu. Deshalb schließt sich bei Unklarheiten eine Differentialdiagnostik an.

Diese hat zum Ziel, einzelne Krankheiten deutlich voneinander abzugrenzen und diese zu identifizieren.
Wenn sich die Beschwerden ähneln, kann das ohne „Unterscheidungsdiagnostik“ zu einer Falschbehandlung führen.

 

Weitere diagnostischen Mittel in der Urologie sind:

 

Die körperliche Untersuchung einschließlich spezifischer urologischer Begutachtung von:

  • Nieren, Harnblase und Harnleiter
  • Penis und Hoden
  • Mastdarm oder Rektum(digital-rektale Vorgehensweise) und Vagina oder Scheide

 

Außerdem:

  • klinisch-chemische Untersuchungen von Blut und Urin im Labor
  • Einsatz der Ultraschalltechnik (einfache und Dopplersonografie)
  • Röntgenaufnahmen
  • Übersichtsbilder vom Abdomen oder Bauch
  • Ausscheidungsurografie
  • Miktionszystourethrographie = Darstellung von Blase und Harnröhre während des Leerungsvorganges der Blase
  • Retrograde Urethrographie = Darstellung des Harnleiters mit Kontrastmittel
  • Retrograde Pyelographie = Darstellung der Nieren mit Kontrastmittel
  • Computertomographie)
  • Gewinnung von Gewebe aus den Nieren durch Punktion
  • Stanzbiopsie der Prostata
  • Magnetresonanztomographie
  • Nierenszintigraphie (nuklearmedizinische Technologie)
  • Positronen-Emissions-Tomographie (unter Einsatz radioaktiver Substanzen)
  • Untersuchungen der Funktionsfähigkeit des Urogenitaltraktes
  • Zystometrie oder Messung des Harnblasendruckes
  • Druckprofil der Harnröhre
  • Messung des Harnstrahls

Die Möglichkeiten in der Differentialdiagnostik sind überaus modern und aussagekräftig. In der Regel werden mehrere Verfahrensweisen miteinander kombiniert, sodass sich eine Ausschlussdiagnostik realisieren lässt.

Nicht immer sind die Diagnosevarianten einfach umsetzbar und für den Patienten wenig belastend. Insbesondere Herstellung von Gewebepräparaten ist mit einer zusätzlichen Belastung durch die Punktion verbunden. Bei der Nierenpunktion wird beispielsweise eine unter örtlicher Betäubung Hohlnadel in das Organ eingeführt.

 

Vorbeugende Maßnahmen gegen Erkrankungen des Urogenitalsystems

 

Das Themengebiet „Prophylaxe in der Urologie“ beschäftigt sich mit folgenden Krankheiten:

 

  • Blasenentzündung, Blasenkrebs und Blasenschwäche mit Harninkontinenz
  • Entzündung der Prostata, Prostatakrebs und Vergrößerung der Prostata durch gutartige Geschwulst
  • Nierenbeckenentzündung, Niereninsuffizienz(Funktionsverlust einer oder beider Nieren) oder Nierenversagen, Nierenkrebs
  • Hochstand der Hoden (Hodenfehllage), Entzündung der Hoden, Hodenkrebs
  • Phimoseoder Vorhautverengung, Peniskarzinom oder Peniskrebs
  • andrologischeoder „Männerkrankheiten) wie Unfruchtbarkeit, erschwerte Versteifung des Gliedes oder erektile Dysfunktion, Mangel an Testosteron
  • sogenannte Harnsteinleiden
  • Geschlechtskrankheiten

Für alle diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen gelten einheitliche präventive Möglichkeiten. Darüber hinaus können die interessierten Patientinnen und Patienten eine Vielzahl an vorbeugenden Vorkehrungen treffen, die sich auf die Vermeidung ganz bestimmter urologischer Krankheiten beziehen.

 

Allgemeine prophylaktische Grundaspekte sind:

 

  • ausgewogene Ernährungsweise
  • kein Nikotin und keine Drogen
  • viel körperliche Bewegung
  • Schutzimpfungen in Anspruch nehmen
  • Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen
  • starke Sonnenbestrahlung vermeiden
  • kein Übergewicht aufbauen
  • Alkohol in Maßen genießen

Im Speziellen empfehlen die Urologen, das gesamte Programm an einzelnen Untersuchungen für eine Krebsfrüherkennung des Mannes auszunutzen.

Die entsprechende Prozedur, die ab einem Lebensalter von 45 Jahren angeraten wird, besteht lediglich aus dem Betasten der Prostata durch das Einführen eines Fingers in den Enddarm in Kombination mit der Untersuchung der äußeren Geschlechtsteile.

Erweitert wird diese Vorsorgebehandlung durch einen Ultraschall der Nieren und der Harnblase. Es folgt ein Spezialultraschall der Vorsteherdrüse transrektale Sonografie), ausgehend vom Enddarm beziehungsweise Rektum.

Anhand einer Blutprobe kann der PSA-Wert, ein für die Prostata zuständiges Antigen ermittelt werden. Dieses Eiweiß, das eine wichtige Bedeutung innerhalb des Abwehrsystems einnimmt, ist bei Prostatakrebs nachweisbar.

Eine frühzeitige Erkennung von Gefährdungen ist durch die Polymorphismusdiagnostik und die Proteomdiagnostik sowie den PCA3-Test realisierbar.

 

Risiken und Nebenwirkungen der Urologie

 

Die Urologie als Teildisziplin der Medizin ist mit allgemeinen und mit speziellen Risiken und Komplikationen verbunden.

 

Risiken der allgemeinen Art sind:

 

  • Blutungen und Nachblutungen nach Untersuchungen und Behandlungen durch Störungen der Gerinnung oder durch die mechanische Verletzung von Blutgefäßen
  • Verzögerungen der Wundheilung nach operativen Eingriffen
  • Narbenbildung
  • Fehldiagnosen

Risiken der speziellen Art sind:

 

  • Anlage eines dritten Samenleiters nach überstandener Vasektomie
  • Infektionen der Wunden (Eindringen von bakteriellen Keimen)
  • Reizungen der Harnröhre und der Harnblase durch einen Blasenkatheter
  • entzündliche Reaktionen der Harnröhre und der Harnblase durch einen Dauerkatheter
  • Schmerzen in der Blase durch eine Positionsveränderung eines transurethralen Blasenkatheters
  • übliche Operationsrisiken
  • Unverträglichkeit von Narkosemitteln, Gummi (bei Blasenkathetern) und Kontrastmitteln

So groß das Feld der Urologie ist, so vielgestaltig sind die Nebenwirkungen und Gefährdungen, die bei Therapien und diagnostischen Untersuchungen auftreten können.

Aus diesem Grund werden die Patientinnen und Patienten bei umfangreichen Eingriffen hinsichtlich dieser Aspekte informiert und aufgeklärt. Außerdem erfordert das Risikomanagement von den Ärzten ein gründliches Abwägen jeder einzelnen Maßnahme.

 

Gegenanzeigen und Wechselwirkungen in der Urologie

 

Diese Kontraindikationen sind nur eine begrenzte Auswahl bei bestimmten Erkrankungen:

 

  • bei der extrakorporalen Stoßwellenlithotripsie (durchgeführt bei Nieren- und Blasensteinen): Schwangerschaft, krankhafte Störungen der Blutgerinnung und nicht behandelte Infektionen der Harnwege
  • beim Blasenkatheter: Abriss der Harnröhre, unerwartet auftretende Entzündung der Vorsteherdrüse, stark verengte Harnröhre
  • bei der Blasenspülung: Urethritis oder Entzündung der Harnröhre, Prostatitis oder Entzündung der Vorsteherdrüse, Riss in der Harnröhre, Verdacht auf einen Einriss in der Harnblase, Schrumpfblase; Harnröhrenstriktur oder unpassierbare Verengung der Harnröhre
  • bei der Nephrektomie: Störungen der Blutgerinnung
  • bei der urologischen Laparoskopie: Verletzungen des Darmes und umliegender Blutgefäße und innere Blutungen

​​​​​​​

Bei jeder Behandlungs- und Untersuchungsart müssen die Ausführenden verschiedene Gegenanzeigen berücksichtigen. Das können Vorerkrankungen, die körperliche Verfassung der Patienten und sonstige gesundheitliche Beeinträchtigungen sein. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass eine Gegenüberstellung von Kontraindikationen und Nutzen vorgenommen wird.

Nicht selten kommt es vor, dass Patienten mit einer unheilbaren Erkrankung diese oder jene Therapie nicht mehr wünschen. Dieses Einsehen wird auch von den Medizinern verlangt. Sie verfügen über das notwendige Fachwissen, um den Patienten teilweise zusätzliche und sinnlose Maßnahmen zu ersparen.

Mit den gegenwärtigen fortschrittlichen Anwendungen sind relativ wenige Komplikationen verbunden. Alle Eingriffe sind mit einer großen Sicherheit verbunden, sodass die Kontraindikationen ebenfalls immer geringer werden. Das hat für die Erkrankten den Vorteil, dass sie beinahe in jedem Zustand von den medizinischen Eingriffen profitieren können.

 

Behandler in der Urologie sind

 

  • Urologen oder Fachärzte für Urologie
  • Assistenzärzte der Urologie
  • urologisch spezialisierte Chirurgen
  • ​​​​​​​Radiologen

Alle Fachleute arbeiten Hand in Hand mit verschiedenen externen und internen Fachrichtungen sowie mit den Urologen und den Hausärzten, die in ihren eigenen Arztpraxen tätig sind.

 

Unser Fazit zur Urologie

 

Im Laufe der vielen Jahrhunderte hat sich die Urologie zu einem essenziellen medizinischen Wissensgebiet entwickelt. Die beinahe unüberschaubare Fülle an vorbeugenden, diagnostischen und behandlungsorientierten Mitteln sichert eine optimale Versorgung aller Patientinnen und Patienten mit Krankheiten des Urogenital- und Geschlechtssystems. Das gilt auch für Problemstellungen wie unerfüllter Kinderwunsch und eine eingeschränkte Zeugungsfähigkeit.

 

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