Erektile Dysfunktion

Steckbrief: Erektile Dysfunktion

  • Name(n): Erektile Dysfunktion (ED); Potenzstörung; Errektionsstörung; Impotenz
  • Art der Krankheit: Sexualstörung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Ende des 20. Jahrhunderts (als Impotenz bereits 9. Jahrhundert bei Hinkmar Erzbischof von Reims)
  • Behandelbar: Teilweise
  • Art des Auslösers: Diverse
  • Wieviele Erkrankte: Alterabhängig zwischen 2 und 40 %
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Urologe; Androloge; Endokrinologe; Sexualtherapeut
  • ICD-10 Code(s): n48.8; F52

Erektile Dysfunktion
Erektile DysfunktionUnter der erektilen Dysfunktion ist die Störung der Potenz des Mannes zu verstehen. Ausschlaggebend bei dieser Funktionseinschränkung ist, dass der Penis nicht mehr zu einer Erektion fähig ist, mit welcher der Geschlechtsverkehr normal möglich ist. Beinahe jeder Mann kennt Fälle, in denen die Schwellkörper des Gliedes nicht ausreichend mit Blut versorgt werden und aus diesem Grund der Penis nicht steif wird. Von erektiler Dysfunktion kann jedoch erst dann gesprochen werden, wenn in mehr als 70 % der Versuche sexueller Aktivität eine Erektion ausbleibt. Dieser Zustand muss darüber hinaus über einen längeren Zeitraum hinweg problematisch sein. Ärzte sprechen davon, dass nach etwa einem halben Jahr eine erektile Dysfunktion vorliegt.

Maßgeblich bei dieser Erkrankung ist, dass Betroffene durchaus sexuelles Verlangen verspüren und darüber hinaus zu einem Orgasmus fähig sind. Die Zeugungsfähigkeit bleibt daher erhalten. Lediglich die Erektionsfähigkeit ist eingeschränkt. Dies stellt folglich eine gravierende Einschränkung im normalen Leben dar, da kaum Geschlechtsverkehr vollzogen werden kann.

Zumeist basiert die erektile Dysfunktion auf diversen anderen Erkrankungen, die bewirken, dass der arterielle Zufluss zum Penis gehemmt ist beziehungsweise venöses Blut zu schnell abfließt und nicht in den Schwellkörpern gehalten wird. Nur in sehr seltenen Fällen ist die ED nicht organischen Ursprungs, sondern lässt sich auf eine psychosomatische Störung zurückführen. Ein Anzeichen hierfür ist beispielsweise, dass spontane oder nächtliche Erektionen auftreten.

Definition Erektile Dysfunktion

Die erektile Dysfunktion wird auch als Impotenz bezeichnet und beschreibt die Unfähigkeit des Mannes eine Erektion des Penis zu bekommen, die hart genug ist oder lang genug anhält, um Geschlechtsverkehr vollziehen zu können. Erektile Dysfunktion unterscheidet sich von anderen gesundheitlichen Bedingungen, die die männliche sexuelle Funktion einschränken, wie beispielsweise einen Mangel an sexueller Appetenz, einer Penisverkrümmung, Problemen bei der Freisetzung von Ejakulat oder einer orgasmischen Dysfunktion. Im Gegensatz zu diesen Leiden bringt die erektile Dysfunktion keine tatsächlichen Probleme mit dem sexuellen Verlangen oder der Zeugungsfähigkeit des Mannes mit sich.

Der Penis beinhaltet zwei zylindrische Röhren, die als Corpora Cavernosa oder Schwellkörper bezeichnet werden und sich entlang der Seiten des Penis ziehen. Diese beiden Zylinder sind im Wesentlichen an der Erektion beteiligt. Sie verfügen über ein schwammartiges Gewebe, welches kleine Hohlräume besitzt, die mit Blut aufgefüllt werden können und sich daher ausdehnen. Das Gewebe ist darüber hinaus von vielen Aterien und Venen durchzogen, die dafür Sorge tragen, dass Blut in die Schwellkörper gelangt, beziehungsweise nach der Erektion abtransportiert werden.

Erektionen sind neurovaskuläre Ereignisse, was bedeutet, dass Nerven und Blutgefäße in den gesamten Erektionsprozess involviert sind. Arbeitet nur ein Teil dieses Systems nicht funktionsgerecht, kann es bereits zu schwerwiegenden Problemen bei der Aufrechterhaltung einer Erektion kommen. Die Erektile Dysfunktion geht folglich auf einen physischen Schaden an den Blutgefäßen, den Nerven oder den Schwellkörpern zurück. Nur in sehr seltenen Ausnahmefällen ist die ED lediglich psychisch bedingt und wäre rein körperlich durchaus möglich.

Kurzum: Die Erektile Dysfunktion (kurz ED) ist die dauerhafte Unfähigkeit eine Erektion des Gliedes zu bekommen oder aufrechtzuerhalten. Sie tritt gehäuft als Symptom einer tiefer gehenden Erkrankung bei Männern im fortgeschrittenen Alter auf. Jüngere Männer sind vor allem in Zusammenhang mit einem psychischen Leiden betroffen. In unserem Krankheiten Ratgeber zum Thema Erektile Dysfunktion wollen wir Ihnen nun die Symtome, Ursachen, Behandlungsmethoden und viele weitere interessante Informationen bieten.

Was ist eine erektile Dysfunktion?

Eine Erektion beginnt in der Regel mit der sexuellen Stimulation des Mannes. Diese kann taktil sein, also durch eine Berührung des Penis erfolgen. Es ist aber auch möglich durch das Ansehen pornografischer Aufnahmen sowie mittels der Phantasie eine Erektion zu bekommen. In beiden Fällen bewirkt die sexuelle Stimulation einen Zustand der sexuellen Erregung, welche dazu führt, dass jene Nerven, die zum Penis reichen, die Chemikalie Stickoxid freisetzen. Stickoxid wiederum führt zum Ausschütten einer weiteren chemischen Substanz, welche im Muskel der Schwellkörper wirkt und diesen dazu zwingt, sich zu entspannen. Diese Entspannung sorgt dafür, dass vermehrt Blut in die Schwellkörper einfließen kann. Daraufhin füllen sich die Hohlräume der Corpora Cavernosa und lässt den Penis insgesamt expandieren. Die Schwellung wiederum drückt auf die Venen, welche im Normalfalle das Blut wieder aus dem Penis herausleiten würden. Die Blutabfuhr wird ergo verhindert. Dadurch entsteht eine harte Erektion. Nach einem Orgasmus wird schließlich eine weitere Chemikalie freigesetzt, welche den Muskel der Schwellkörper erneut anspannt. Dadurch reduziert sich der Druck auf die Venen, Blut wird abgeführt und die Erektion sinkt.

Eine erektile Dysfunktion liegt genau dann vor, wenn es dem Mann nicht mehr gelingt, eine Erektion zu bekommen oder diese über einen längeren Zeitraum aufrecht zu erhalten. Mediziner verweisen jedoch darauf, dass die Funktionen des Penis durchaus, beispielsweise durch Stress oder Zeitdruck, gestört sein können. Passiert dies hin und wieder, liegt keine ED vor. Lediglich dann, wenn über einen Zeitraum von 6 Monaten hinweg in weniger als 70 % der Versuche keine ausreichende Erektion zustande kommt, spricht man von dieser Erkrankung. Sie betrifft im Wesentlichen ältere Männer, da bei diesen durch eine Grunderkrankung oder Verschleiß der Arterien beziehungsweise Venen und des Schwellkörpers ein Erektionsaufbau erschwert sein kann. Nur wenige Männer jüngeren Alters sind hiervon betroffen.

Also, ist die Erektile Dysfunktion (im Volksmund oft auch als Impotenz bezeichnet) ist eine sehr häufige Sexualstörung des Mannes, bei der es zu einer nicht ausreichenden Erektion des Gliedes kommt. Hierfür gibt es zwei Ursachen: Zum einen zeichnet sich ein reduzierter arterieller Zufluss im Penis verantwortlich. Zum anderen fließt venöses Blut zu schnell. In beiden Fällen können die Schwellkörper des Penis nicht hinlänglich mit Blut gefüllt werden. Um tatsächlich als Erektile Dysfunktion anerkannt zu werden, muss die Störung in circa 70 Prozent der Versuche sexueller Aktivität und über einen längeren Zeitraum (etwa sechs Monate) auftreten. So ist ein ausfüllendes Sexualleben mit dieser Erkrankung nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Dessen ungeachtet ist Erektile Dysfunktion nicht mit Sterilität (Zeugungsunfähigkeit) gleichzusetzen. Obgleich die Möglichkeiten, den Beischlaf zu vollziehen, eingeschränkt sind, bleibt die Orgasmusfähigkeit in der Regel erhalten und es kann Ejakulat gebildet werden. Männer, die unter dieser Störung leiden, sind folglich durchaus in der Lage sich auf natürlichem Wege zu reproduzieren.

Erektile Dysfunktion ist in häufigen Fällen ein Symptom schwerwiegender Erkrankungen. Gesetzt den Fall es treten normale nächtliche oder spontane Erektionen auf, kann sie aber auch psychogenen Ursprungs sein.

Welche Ursachen gibt es?

Ein Mann muss körperlich zu verschiedenen Abläufen in der Lage sein, um eine Erektion zu erreichen und aufrecht zu erhalten: Ein gesundes Nervensystem ist erforderlich, das Impulse zwischen dem Penis sowie dem Rückenmark und dem Gehirn übertragen kann. Darüber hinaus bedarf es gesunder Arterien, welche die Blutversorgung im Schwellkörper gewährleisten können. Der Schwellkörper selbst sowie die an ihn angrenzenden Muskeln und Fasern müssen intakt sein. Schließlich müssen auch die Venen gesund sein. Letztlich sollten auch keine psychischen Störungen Vorliegen und der Mann in stabiler mentaler Verfassung sein. Ist nur eine dieser Komponenten gestört, kann es zur erektilen Dysfunktion kommen.

Ein wesentlicher Punkt bei der Entstehung einer ED ist das Alter des Patienten. Es gibt zwei Gründe, warum ältere Männer eher erektile Dysfunktion haben als jüngere Männer. Erstens entwickeln ältere Männer eher Krankheiten wie Herzinfarkt, Angina, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfälle, Diabetes mellitus und Bluthochdruck. Diese gehen nicht selten mit erektiler Dysfunktion einher. Zweitens kann der Alterungsprozess bei manchen Männern erektile Dysfunktion verursachen, indem er Veränderungen im Muskel und Gewebe im Penis verursacht.

Erektile Dysfunktion tritt bei diabetischen Männern tendenziell 10 bis 15 Jahre früher auf als bei Männern, die nie an Diabetes litten. Das erhöhte Risiko einer erektilen Dysfunktion bei Männern mit Diabetes mellitus kann auf den früheren Beginn und die größere Schwere der Atherosklerose (Arterienverkalkung) zurückgeführt werden. Hierbei verengen sich die Arterien und dadurch wird die Blutversorgung des Penis verringert. Atherosklerose beeinflusst folglich maßgeblich die Arterien im Penis, wodurch dessen Schwellkörper nur unzureichend gefüllt wird. Diabetes verursacht aber auch erektile Dysfunktion durch die Schädigung von Nerven, die in den Penis münden. Eine ähnliche Wirkung von Diabetes auf die Nerven lässt sich auch in anderen Bereichen des Körpers beobachten. Dies wird als diabetische Neuropathie bezeichnet. In manchen Fällen kann Diabetes auch die Muskeln im Penis beeinflussen. Können diese nur unzureichend angespannt und entspannt werden, ist es nicht mehr möglich eine Erektion über einen längeren Zeitraum hinweg aufrecht zu erhalten, obgleich der Penis genügend Blutzufluss hat. Rauchen von Zigaretten, Fettleibigkeit, schlechte Kontrolle des Blutzuckerspiegels sowie ein langer Krankheitsverlauf der Diabetes mellitus erhöhen das Risiko einer erektilen Dysfunktion bei Diabetikern noch weiter.

Männer mit Hypertonie, also hohem Blutdruck, haben ein erhöhtes Risiko, erektile Dysfunktion zu entwickeln. Bluthochdruck kann Probleme mit Erektionen im Zusammenhang mit Atherosklerose oder einem niedrigen Stickoxidspiegel aus den Arterien im Penis verursachen. Ursächlich für eine ED können auch diverse Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Die häufigste Ursache von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist ebenfalls Atherosklerose, die Verengung und Verhärtung von Arterien, die den Blutfluss reduziert. Atherosklerose ist hernach eine Art von Gefäßerkrankung und betrifft typischerweise Arterien im ganzen Körper. Sie wird durch Bluthochdruck, einen hohen Cholesterinspiegel im Blut, Zigarettenrauchen und Diabetes mellitus verstärkt. Verhärtung der Arterien zu den Penis- und Beckenorganen verursacht ergo einen unzureichenden Blutfluss in den Penis. Es besteht eine enge Korrelation zwischen der Schwere der Atherosklerose in den Koronararterien und der erektilen Dysfunktion. Zum Beispiel neigen Männer mit schwerer Herzarterien-Arteriosklerose auch dazu, öfter eine erektile Dysfunktion zu haben als Männer mit leichter oder keiner Koronararterien-Atherosklerose. Einige Ärzte schlagen deshalb vor, dass Männer mit neu aufgetretener erektiler Dysfunktion auch auf Koronararterienerkrankungen hin untersucht werden.

Wesentlich bei der Entstehung einer ED ist zudem der Konsum verschiedener schädlicher Substanzen. Unter anderem Zigarettenrauchen verschlimmert Atherosklerose und kann Krämpfe der Arterien, sogenannte Gefäßkrämpfe, verursachen und dadurch das Risiko für erektile Dysfunktion zum Teil ganz erheblich erhöhen. Andere Drogen können eine ähnliche Wirkung haben. Marihuana, Heroin, Kokain, Methamphetamine, Crystal Meth, sowie Alkoholmissbrauch tragen ergo zur erektilen Dysfunktion bei. Besonders Alkoholismus kann zu Nervenschäden führen, welche die Impulsübertragung vom Hirn zum Penis verhindern. Darüber hinaus entsteht durch häufigen Alkoholkonsum nicht selten eine Verkümmerung der Hoden und ein niedriger Testosteronspiegel.

Eine Schädigung des Rückenmarks und der Nerven im Becken kann zu erektiler Dysfunktion führen. Nervenschäden können auf Krankheiten, Traumata oder chirurgische Eingriffe zurückzuführen sein. Beispiele sind Verletzungen des Rückenmarks durch Autounfälle, Verletzungen der Beckennerven durch Prostataoperationen bei Krebs (beispielsweise Prostatektomie) und diverse Operationen bei Kolorektalkrebs, Bestrahlung der Prostata, Operation bei gutartiger Prostatavergrößerung oder Multiple Sklerose.

Das primäre Sexualhormon, welches die Libido des Mannes steuert und zudem den Stickoxidspiegel im Penis reguliert ist das Testosteron. Selbstverständlich gehören auch weitere Hormone zum Sexualsystem des Mannes. Jedoch sollte Testosteron deutlich dominieren. Ein niedriger Spiegel dieses Stoffes beeinflusst zum einen den Sexualtrieb und kann darüber hinaus eine erektile Dysfunktion bewirken. Überwiegt beispielsweise Östrogen im Hormonhaushalt, kann dies eine Verweiblichung des männlichen Körpers, beispielsweise in Form von Gynäkomastie, bewirken. Oftmals treten neben der ED bei Testosteronmangel noch weitere Schäden auf.

Viele gängige Medikamente führen zur erektilen Dysfunktion als Nebenwirkung. Medikamente, die eine ED verursachen, werden im Wesentlichen zur Behandlung von Bluthochdruck eingesetzt. Aber auch Antihistaminika, Antidepressiva, Beruhigungsmittel und Appetitzügler können diese Wirkung haben. Beispiele für übliche Medikamente, die erektile Dysfunktion verursachen können, sind Propranolol sowie andere Betablocker, Hydrochlorothiazid, Digoxin, Amitriptylin, Famotidin, Cimetidin, Metoclopramid, Indomethacin, Lithium, Verapamil, Phenytoin, Gemfibrozil, Amphetamin, Dextroamphetamin und Phentermin.

In vergleichsweise seltenen Fällen sind keine körperlichen Faktoren für die Entstehung einer erektilen Dysfunktion verantwortlich. Hier können verschiedene Ursachen vorliegen. Beispielsweise gehören Stress, Angst, Schuldgefühle, Depressionen, ein geringes Selbstbewusstsein oder posttraumatische Belastungsstörungen zu den auslösenden Ursachen. Diese müssen in besonders drastischer Form vorhanden sein, damit sie eine ED bewirken können. Gerade dann, wenn eine mangelnde sexuelle Aufklärung das Bild von Sexualität verzerren, können extremer Leistungsdruck oder Scham eine ED auslösen. Hier ist der Körper durchaus in der Lage eine Erektion zu bilden, diese kann jedoch nicht aufrecht erhalten werden, da diverse chemische Stoffe im Körper ausgeschüttet werden, die zum Abschwellen des Schwellkörpers führen.

Depression und Angst: Psychische Faktoren können für erektile Dysfunktion verantwortlich sein. Zu diesen Faktoren gehören Stress, Angst, Schuldgefühle, Depression, Witwer-Syndrom, geringes Selbstwertgefühl, posttraumatische Belastungsstörung und Angst vor sexuellem Versagen (Leistungsangst). Es ist auch erwähnenswert, dass viele Medikamente zur Behandlung von Depressionen und anderen psychiatrischen Störungen Erektionsstörungen oder Ejakulationsprobleme verursachen können.

Es existieren ergo diverse Risikofaktoren, die eine erektile Dysfunktion bewirken können. Zu diesen gehören unter anderem:

  • Fortgeschrittenes Alter
  • Hypertonie
  • Drogenkonsum
  • Herzkreislauferkrankung
  • Diabetes mellitus
  • Hoher Cholesterinspiegel
  • Becken-Strahlung, wie für Prostatakrebs und einige kolorektale Karzinome
  • Trauma des Beckens (Beckenfraktur)
  • Fraktur von Penis oder Perineum
  • Zigaretten rauchen
  • Depression oder andere psychiatrische Erkrankungen
  • Beckenoperation, einschließlich radikaler Prostatektomie und kolorektaler Chirurgie

Weitere etwaige Ursachen

Die Auslöser einer Erektilen Dysfunktion können vielfältig sein. Da mangelnde sexuelle Appetenz und Orgasmusstörungen oft gemeinsam mit der erektilen Dysfunktion unter dem Begriff Impotenz zusammengefasst werden, verbreitete sich die Auffassung, ED sei vorwiegend psychisch begründet. Entgegen diesen Annahmen ist sie aber meistens nicht psychogener, sondern organischer Ätiologie. Oft besteht dabei ein Zusammenhang mit neurologischen, hormonellen, arteriellen oder venösen Erkrankungen. Zum Teil spielt in dieser Beziehung freilich der natürliche Alterungsvorgang eine Rolle. Aber auch diverse Genussmittel (Tabak, Alkohol) und Medikamente wirken sich ungünstig auf die Erektionsfähigkeit aus. Hierbei ist jedoch nicht immer klar zu unterscheiden, ob die jeweilige Grunderkrankung oder das entsprechende Pharmazeutikum ausschlaggebend ist (so zum Beispiel bei der Einnahme von Diuretika bei Niereninsuffizienz). In einigen Fällen, vor allem wenn jüngere Männer betroffen sind, lässt sich Erektile Dysfunktion auch auf psychische Faktoren zurückführen.

Körperliche Grunderkrankungen als Ursache der Erektilen Dysfunktion
Erkrankungen, die sich für Erektile Dysfunktion verantwortlich zeichnen, stehen in erster Linie in Zusammenhang mit der Blutzirkulation. Daher spielen vor allem Krankheiten eine Rolle, die eine Verengung der Arterien oder Vergrößerung der Venen zur Folge haben. Ist das zentrale Nervensystem durch Verletzungen oder eine komplexe Systemerkrankung beeinträchtigt, ist ebenfalls eine ED möglich.
Zu den häufigsten ätiologischen Erkrankungen gehören:

Psychische Belastung als Ursache der Erektilen Dysfunktion

Neben schwerwiegenden psychischen Erkrankungen und deren Medikation, führen vor allem negative psychologische Denkmuster zu einer Erektilen Dysfunktion. Diese können durch eine entsprechende Erziehung oder gesellschaftliche Normen hervorgerufen werden. Verstärkend wirkt sich zudem eine Fixierung auf Erektionsfähigkeit aus.
Typische psychogene Ursachen für Erektile Dysfunktion sind vor allem:

Pharmazeutika als Ursache der Erektilen Dysfunktion

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass in vielen Fällen nicht festgelegt werden kann, ob eine Erkrankung oder die Medikation eine ED bewirken. Im Folgenden sind einige Medikamente aufgezählt, welche die Erektionsfähigkeit wesentlich beeinträchtigen können:

  • Diuretika
  • Antihypertensiva (blutdrucksenkende Mittel)
  • Antiandrogene (z. B.: Flutamid)
  • Antidepressiva
  • Neuroleptika
  • Sedativa
  • Antiepileptika
  • Appetitzügler (z. B.: Mazindol)
  • Antirheumatika
  • Spasmolytika (krampflösende Medikamente)

Symptome & Anzeichen

Die Symptome einer erektilen Dysfunktion liegen auf der Hand: Symptom ist, wenn ein Mann keine Erektion erzeugen kann beziehungsweise diese nicht aufrecht gehalten werden kann. Doch was bedeutet dies? Maßgeblich für die ED ist, dass der Penis des Patienten nicht voll aufgerichtet wird oder die Steifheit nicht so lange bestehen bleibt, dass Geschlechtsverkehr möglich ist. In der Regel gelingt folglich kein sexueller Verkehr, obgleich ein Orgasmus sowie ein Samenerguss möglich sind. Für das Einführen des Gliedes in die Vagina fehlt es jedoch an Festigkeit.

Dass der Penis trotz sexueller Stimulation nicht aufgerichtet werden kann, ist durchaus situationsbedingt und je nach Tagesform möglich. Beispielsweise kann der Genuss von Alkohol dazu führen, dass keine Erektion mehr möglich ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine ED vorliegt. Ausschlaggebend ist, dass die Mehrheit der Versuche in mehr als sechs Monaten nicht zum gewünschten Ergebnis, also zu keiner Erektion, führen. Zudem bleiben spontane und nächtliche Erektionen aus. Lediglich bei der psychisch bedingten ED treten unter Umständen noch Spontanerektionen auf. Hier ist oftmals lediglich die Interaktion mit einem Partner betroffen.

Da verschiedene Krankheiten eine ED bewirken können, treten nicht selten zusätzlich weitere Symptome auf. Herzrasen, Unwohlsein, Müdigkeit oder Schmerzen im Unterleib können dazugehören. Abhängig sind die Symptome selbstverständlich von der spezifischen Krankheit selbst.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose der erektilen Dysfunktion scheint zunächst vergleichsweise simpel. Der Arzt ermittelt über Fragen nach der Sexualität und den spezifischen Problemen hierbei, welche Art der Einschränkung vorhanden ist: Leidet der Patient unter Erektionsstörungen, Libidoverlust oder einer Störung der Ejakulation (beispielsweise einer vorzeitigen Ejakulation), Orgasmusstörungen oder einer Penisverkrümmung? Wird hierbei festgestellt, dass über einen Zeitraum von mehr als einem halben Jahr hinweg in über 70 % der Versuche keine Erektion zustande gekommen ist beziehungsweise nicht aufrecht erhalten werden konnte, dann liegt eine erektile Dysfunktion vor. Allerdings können die Gründe hierfür vollkommen verschieden sein. Der wesentliche Kern der Diagnose beruht schließlich darauf, die spezifischen Ursachen ausfindig zu machen. Das ist besonders wichtig, da erektile Dysfunktion selbst ein Symptom einer ernsten Krankheit sein kann.

Obgleich nur in den wenigsten Fällen eine psychische Störung ausschlaggebend für die ED ist, wird dies bereits zu Beginn der Diagnose vom Arzt überprüft. Hierfür werden auch intime Fragen gestellt, die die persönliche Einstellung zum Sexualverkehr betreffen. Auch Probleme innerhalb der Partnerschaft oder zum allgemeinen Wohlbefinden werden überprüft. Darüber hinaus können Schlafprobleme, Angstgefühle, Neurosen und Stress ein Hinweis darauf sein, dass das Problem psychischer Natur ist. Werden jedoch auf dieser Ebene keine Probleme festgestellt, müssen körperliche Untersuchungen stattfinden. Auch hierfür hilft die gründliche Anamnese: Eine Vorgeschichte mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Zigarettenabhängigkeit, Schlaganfällen, Übergewicht, Operationen im Beckenbereich oder Atherosklerose verweist bereits auf mögliche Ursachen. Wichtig ist aber auch, ob diverse Medikamente beziehungsweise Drogen eingenommen werden.

Im Anschluss an die Befragung beginnt eine körperliche Routineuntersuchung. Hier wird der Arzt beispielsweise auch danach schauen, ob eine Gynäkomastie vorliegt. Es handelt sich dabei um eine zunehmende Verweiblichung des männlichen Brustgewebes, die auf einen gesenkten Testosteron- beziehungsweise einen gesteigerten Östrogenspiegel hinweist. Zeigt sich hingegen ein recht normales Körperbild, konzentriert sich die weitere Untersuchung auf den Penis und die Hoden des Mannes. Der Arzt untersucht dabei, ob harte Bereiche in den Hoden vorliegen und ob der Penis theoretisch funktionstüchtig wäre, also weder eine Krümmung noch eine Verengung der Vorhaut vorliegt. Auch die Arterien der Leiste und der Beine werden durch Reflex– und Impulstests kontrolliert.

Unabhängig davon, ob bei der körperlichen Untersuchung bereits Marker für eine spezifische Ursache entdeckt wurden, wird ein umfassender Labortest durchgeführt. Die Blut- und Urinentnahme dient vor allem dazu, den Testosteronspiegel zu messen und den Blutzuckerwert zu kontrollieren. Immerhin gilt Diabetes mellitus als wesentlicher Auslöser der ED. Aber auch der Cholesterinspiegel ist aufschlussreich. Eine Erhöhung kann beispielsweise ein Hinweis auf das Vorliegen von Arteriosklerose sein.

Wichtig bei der Messung des Testosterons ist, dass die Überprüfung an mehreren Tagen zu etwa der selben Uhrzeit stattfindet. Denn täglich schwankt das Sexualhormon des Mannes und ist zu bestimmten Zeiten besonders niedrig beziehungsweise stark erhöht. Ist der Testosteronspiegel auffällig niedrig, wird hernach untersucht, ob eventuell eine Leberzirrhose beziehungsweise eine andere Erkrankung der Leber ausschlaggebend ist. Das Hormon kann aber ebenso durch eine Schilddrüsenerkrankung, Probleme mit den Nebennieren oder durch Prostatakrebs beeinflusst sein.

Abhängig von den Ergebnissen des Bluttests sowie der körperlichen Untersuchung können weitere Tests veranlasst werden. Maßgeblich hierfür ist, welche Ursprungserkrankung der zuständige Arzt vermutet. Standardtests gibt es hier jedoch nicht.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Genaue Daten zur erektilen Dysfunktion liegen nicht vor. Ärzte vermuten eine vergleichsweise hohe Dunkelziffer. Da Fragen der Potenz für viele Menschen mit Scham behaftet sind, wenden sich vermutlich nicht alle Betroffenen an einen Arzt. Abhängig ist die Häufigkeit der erektilen Dysfunktion jedoch nachweislich vom Alter der Betroffenen. Das bedeutet, dass die Häufigkeit der Erkrankung im Alter zunimmt. So sind Schätzungen zufolge nur 2 % der Männer unter 40 betroffen. Zwischen dem 40. Und dem 50. Lebensjahr entwickeln etwa 10 % und zwischen 50 und 60 etwa 20 % eine ED. Ab dem Alter von 60 Jahren sind vermutlich knapp 40 % von erektiler Dysfunktion betroffen. Jedoch begeben sich hiervon nur etwa ein Drittel der Betroffenen aufgrund der ED in Behandlung. Dies ist besonders aus dem Grund dramatisch, da Erektionsstörungen auf andere Erkrankungen verweisen können, die dringlichst behandelt werden müssen. Betroffenen sei deswegen empfohlen, sich unbedingt an einen Arzt zu wenden. Scham oder Angst sind hier unnötig, zumal es sich kaum um ein peinliches, sondern sogar um ein häufiges, medizinisch relevantes Problem handelt.

Die Prävalenz der Erektilen Dysfunktion ist entscheidend vom Alter der betroffenen Patienten abhängig. Grundlegend steigt das Risiko mit zunehmenden Alter. So sind lediglich etwa 2 Prozent der unter 40-Jährigen betroffen. Im Alter zwischen 40 und 50 leiden jedoch bereits 10 Prozent, zwischen 50 und 60 16 Prozent und über 60 sogar 37 Prozent aller Männer an ED. Einer Studie zufolge beträgt die Prävalenz im Schnitt 19 Prozent aller Männer, wobei nur etwas mehr als ein Drittel eine Behandlung wünscht.

Der essenzielle Zusammenhang zwischen Alter der Betroffenen und Häufigkeit der ED lässt sich von den ebenfalls altersbedingten ätiologischen Erkrankungen herleiten. So steigt beispielsweise mit der Wahrscheinlichkeit einer Arteriosklerose auch das Risiko für Erektile Dysfunktion. Männer unter 40, die nicht zur Risikogruppe gehören, leiden hingegen in 50 Prozent der Fälle unter einer psychisch bedingten ED.

Diagnosedaten
Die ED an sich kann relativ schnell von einem Facharzt mittels Fragebogen abgeklärt werden. Wie bereits erwähnt, ist Erektile Dysfunktion jedoch meist Folge unterschiedlicher Erkrankungen und Medikation sowie psychischer Leiden auftreten. Aus diesem Grund führt eine schlichte Befragung zum Sexualverhalten durch den Arzt oft nicht zu einer genauen Diagnose. Je nach Ausprägung der Beschwerden müssen weitere Untersuchungen vorgenommen und mögliche zugrunde liegende Krankheiten abgeklärt werden. Alter und körperliche Konstitution eines Patienten unterstützen dabei die Diagnose.


Komplikationen bei der Krankheit

Das Vorliegen einer erektilen Dysfunktion bewirkt vor allen Dingen Komplikation in psychischer Hinsicht. Die Potenzkraft ist nicht selten identitätsstiftend für Männer. Das bedeutet, dass die Selbstwahrnehmung und das Selbstbewusstsein entscheidend von der Erektionsfähigkeit abhängen. Ist diese eingeschränkt, kann dies folglich zu Depressionen, zu Stress und einem enormen Leidensdruck führen. Dies ist ganz besonders der Fall, wenn vom jeweiligen Sexualpartner kein rücksichtsvolles Verhalten zu erwarten ist und stattdessen Druck aufgebaut wird. Aus diesem Grund empfehlen Ärzte auch dann, wenn keine psychische Ursache auslösend für die ED ist, eine Psycho- oder eine Paartherapie.

Weitere Komplikationen hängen nicht mit der Sexualität an sich, sondern mit den zugrundeliegenden Krankheiten zusammen. Für diese ist die erektile Dysfunktion lediglich selbst ein Symptom.

Potenz und sexuelle Leistungsfähigkeit gelten für die Mehrheit der Männer als identitätsstiftend. Eine positive Selbstwahrnehmung kann zum Teil sehr stark an die Erektionsfähigkeit gebunden sein. Aus diesem Grund erweist sich die Erektile Dysfunktion besonders bezüglich der Psyche als kompliziert. Sind beispielsweise Stress, Angst oder ein vermindertes Selbstwertgefühl die Ursache, führt das Ausbleiben einer Erektion oftmals in einen Teufelskreislauf: Der Betroffene fühlt sich noch stärker unter Druck gesetzt, wodurch wiederum Versagensängste ausgelöst werden. Doch auch, wenn organische Grunderkrankungen Auslöser sind, ist der psychische Leidensdruck der Patienten hoch. Er kann zu depressiven Verstimmungen und enormer Frustration führen. Es kann folglich hilfreich sein, während der Behandlung unterstützend einen Psychologen oder Sexualtherapeuten hinzuzuziehen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arzt sollte bei erektiler Dysfunktion auch dann aufgesucht werden, wenn durch den Mangel an sexueller Appetenz sowie fehlende sexuelle Aktivität kein persönlicher Leidensdruck entsteht. Der Grund hierfür ist, dass die ED ein Symptom für eine andere Erkrankung sein kann, die durchaus ernst und lebensbedrohlich sein kann. So verweisen Erektionsstörungen nicht selten auf Herzkrankheiten, Diabetes oder Arteriosklerose. Andererseits muss nicht jede ausbleibende Erektion auf eine ED und somit eine andere Erkrankung hinweisen. Eine ED liegt erst dann vor, wenn das Problem permanent auftritt. Wer, gerade im Alter, hin und wieder keine Erektion aufrecht erhalten kann, muss deshalb noch lange keinen Arzt aufsuchen. Dies ist auch nicht der Fall, wenn sexuelle Kontakte lediglich mit einer Person scheitern, mit einer anderen jedoch sehr wohl möglich sind. Dann wird vermutlich eher ein partnerschaftliches, denn ein medizinisches Problem vorliegen. Hier hilft jedoch unter Umständen der Besuch bei einem Therapeuten.

Potenz und sexuelle Leistungsfähigkeit gelten für die Mehrheit der Männer als identitätsstiftend. Eine positive Selbstwahrnehmung kann zum Teil sehr stark an die Erektionsfähigkeit gebunden sein. Aus diesem Grund erweist sich die Erektile Dysfunktion besonders bezüglich der Psyche als kompliziert. Sind beispielsweise Stress, Angst oder ein vermindertes Selbstwertgefühl die Ursache, führt das Ausbleiben einer Erektion oftmals in einen Teufelskreislauf: Der Betroffene fühlt sich noch stärker unter Druck gesetzt, wodurch wiederum Versagensängste ausgelöst werden. Doch auch, wenn organische Grunderkrankungen Auslöser sind, ist der psychische Leidensdruck der Patienten hoch. Er kann zu depressiven Verstimmungen und enormer Frustration führen. Es kann folglich hilfreich sein, während der Behandlung unterstützend einen Psychologen oder Sexualtherapeuten hinzuzuziehen.

Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung einer erektilen Dysfunktion richtet sich in erster Linie danach, welche Erkrankung ursächlich für die Entstehung sexueller Probleme sind. So erfolgt selbstverständlich die Therapie einer psychisch motivierten ED gänzlich anders als jene Therapie, die auf die Behandlung körperlicher Erkrankungen ausgerichtet ist. Bei Psychotherapien, die durchaus auch von einem Sexualtherapeuten durchgeführt werden können, liegt der Schwerpunkt darauf, zu erkennen, welche Probleme ursächlich für die Erektionsstörungen sind. Hernach werden diverse Methoden erlernt, um beispielsweise Stress, Frust oder Angst abzubauen oder zu vermeiden und vom Sexualleben abzukoppeln. Die therapeutischen Methoden sind hier vergleichsweise vielfältig und richten sich zum einen nach den spezifischen Wünschen des Patienten sowie nach der Ausbildung des Therapeuten. Oftmals wird jedoch eine Gesprächs- oder Paartherapie angestrebt.

Liegt eine körperliche Ursache für die Entstehung der erektilen Dysfunktion vor, gibt es eine Reihe wirksamer Behandlungsmöglichkeiten. Diabetes kann beispielsweise durch das Einhalten eines gesunden Lebensstils sowie durch die Einnahme von Insulin unter Kontrolle gehalten werden. Ist der Blutzuckerspiegel stabil, wird auch die Erektionsfähigkeit wieder hergestellt sein. Das Aufgeben von ungesunder Ernährung, Rauchen oder Drogenmissbrauch ist also eine wesentliche Maßnahme gegen eine bestehende ED. Liegen Erektionsprobleme vor, weil Patienten bereits im fortgeschrittenen Lebensalter sind, kann die Einnahme bestimmter Medikamente helfen: Sildenafil, Vardenafil, Tadalafil oder Avanafil sind Wirkstoffe, die sich als potenzsteigernd und erektionsfördernd erwiesen haben.

Welche spezifische Behandlung vom Arzt erwogen und angeordnet wird, richtet sich folglich nach der spezifischen Gesundheit des Patienten. Leider bewirken einige Medikamente, die Ursprungserkrankungen einer ED behandeln wiederum selbst Erektionsprobleme. Hierzu zählen beispielsweise Mittel gegen Bluthochdruck. Daher kann es unter Umständen sinnvoll sein, Medikamente zu wechseln. Dies sollte jedoch stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

In der Therapie haben sich heute die Phosphodiesterase-Hemmer (PDE-Hemmer wie Viagra, Cialis oder Levitra) durchgesetzt. Diese sind einfach anzuwenden, zeigen eine effektive Wirkung und weisen überschaubare Nebenwirkungen auf. Allerdings liegen einige Kontraindikationen und bekannte Wechselwirkungen (zum Beispiel mit Nitraten, in Kombination sind bedrohliche Blutdruckabfälle und Herzinfarkte beschrieben) vor, sodass die Anwendung mit einem Arzt abgesprochen werden sollte. Ist die medikamentöse Therapie nicht möglich, dann kommen Vakuumpumpen zum Einsatz, welche rein mechanisch das Glied passiv versteifen. In Kombination mit einem Penisring kann die Erektion dann gehalten werden. Wirkstoffe aus der Gruppe der Prostaglandine können auch in die Harnröhre gegeben oder direkt in den Schwellkörper gespritzt werden (Autoinjektionstherapie). Durch eine Erweiterung der Blutgefäße kommt es dann zu einer erhöhten Blutfülle.

Eine weitere Möglichkeit ist das Einsetzen von sogenannten Schwellkörperimplantaten. Es handelt sich dabei um künstliche Schwellkörper, in die mit einer im Hoden befestigten Pumpe Flüssigkeit aus einem im Bauchraum befestigten Tank gefüllt wird. Bei diesem operativen Verfahren können einerseits erhebliche Nebenwirkungen (Schmerzen, Fibrose) auftreten, andererseits sind die meisten Patienten durch den dauerhaften Erfolg der Behandlung mit dieser zufrieden. In seltenen Fällen werden operativ Mängel der Arterien oder Venen des Penis behoben. Diese Operationen führen aber häufig nicht zum gewünschten Ergebnis und gehören daher nicht zur standarisierten Therapie.

Ergänzend zu den genannten Verfahren können eine krankengymnastische Behandlung (hier vor allem das Beckenbodentraining) und eine psychische Begleittherapie sinnvoll sein.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, einer erektilen Dysfunktion vorzubeugen und das Risiko einer solchen zu mindern. Hierzu gehört in erster Linie das Einhalten eines gesunden Lebensstils. Gesunde Ernährung, der Verzicht auf Drogen, Alkohol und Zigaretten sowie regelmäßige sportliche Betätigung können daher als wesentliche Präventionsmaßnahmen genannt werden. Es kann zudem helfen, regelmäßig Beckenbodentraining durchzuführen. Hierdurch wird jene Muskulatur gestärkt, die zum Aufbau einer Erektion notwendig ist. Die Beckenbodenmuskeln sind im Grunde genommen jene Muskeln, die zu spüren sind, wenn Urin zurückgehalten wird. Bei sexueller Erregung wird die betreffende Muskelgruppe automatisch angespannt. Beim Training geht es vor allem darum, eine Anspannung und Entspannung ohne sexuelle Reize zu erzeugen. Hierbei wird das Zurückhalten von Urin simuliert. Es gibt jedoch noch eine Reihe weiterer Übungen, die durchgeführt werden können. Ärzte empfehlen ein Beckenbodentraining circa dreimal wöchentlich etwa 20 Minuten lang durchzuführen.

Da also die Gründe für Potenzschwierigkeiten verschieden sein können, gibt es keine universellen Präventionsmaßnahmen allein diese Störung betreffend. Generell gilt jedoch, dass eine gesunde Ernährung, Verzicht auf Tabak sowie übermäßigen Alkoholgenuss und ausreichende körperliche Bewegung dazu beitragen, auch das Risiko der Grunderkrankungen zu minimieren und gleichwohl der Erektilen Dysfunktion vorzubeugen. Eine Studie der Harvard Medical School von 2017 zufolge können regelmäßiges Spazierengehen und ein stabiles Normalgewicht das ED-Risiko sogar erheblich reduzieren. Regelmäßiges Beckenbodentraining, zur Vorbeugung von Gefäßveränderungen, kann sich ebenfalls positiv auf die Potenz auswirken.

Um einer psychisch bedingten Erektilen Dysfunktion vorzubeugen, sollte auf eine allgemeine psychische Gesundheit geachtet werden. Oftmals verhindert eine richtige Aufklärung von Heranwachsenden die Entstehung falscher Vorstellungen, welche sich im Erwachsenenalter zu starken Ängsten ausweiten können. Eltern und Lehrer sollten in der Erziehung also darauf achten, dem Thema Sexualität mit einer angemessenen Offenheit zu begegnen. Ähnliches gilt für die Partner der Betroffenen: Bauen Sie keinen unnötigen Leidensdruck durch überhöhte Erwartungen oder Unverständnis auf.


Prognose zur Heilung

Aktuell gibt es kein Heilmittel gegen die erektile Dysfunktion selbst. Selbstverständlich kann eine Erektion mit verschiedenen Hilfsmitteln beziehungsweise mit Medikamenten unter guten Bedingungen erzeugt werden. Dies löst jedoch keine ursprünglichen Probleme. Ist es möglich die auslösende Krankheit zu behandeln und den Patienten zu heilen, wird die erektile Dysfunktion ebenfalls verschwinden. Sie selbst ist jedoch nicht Gegenstand der Therapie und wird in der Medizin überwiegend als Symptom, nicht jedoch als eigenständige Krankheit behandelt.

Anders gestaltet sich die Situation bei der psychisch bedingten ED. Es gibt verschiedene Sexualmediziner und Sexualtherapeuten, die speziell auf die Behandlung von Erektionsproblemen ausgerichtet sind. Sie bieten geeignete Therapien, um auch gegen die erektile Dysfunktion vorzugehen. Maßgeblich für den Erfolg einer solchen Behandlung ist zum einen der Wille und die Mitarbeit des Patienten, aber auch des Partners. Dennoch kann eine Therapie sehr anstrengend sein und führt nicht immer zum Erfolg. Auch hier ist wesentlich, wie weit die psychische Erkrankung des Patienten bereits fortgeschritten ist.

Insgesamt gilt, dass eine ED gut geheilt wird, wenn die Ursprungserkrankung ebenfalls behandelbar ist. Dies ist zumeist der Fall, wenn sie nicht sonderlich weit fortgeschritten ist. Je drastischer die Grunderkrankung und je älter der Patient selbst, desto eher ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass eine erektile Dysfunktion nicht behoben werden kann.

Die Heilungschancen der Erektilen Dysfunktion können stark variieren. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Diesbezüglich können folgende Fragen relevant sein: Welche Grunderkrankung liegt vor. Wie steif kann der Penis noch werden? Ist eine Erektion überhaupt noch möglich? Wie lange besteht die Erektile Dysfunktion bereits? Insgesamt bestätigen mehrere Studien, dass die Behandlung der ED mit Phosphodiesterase-5-Hemmern (beispielsweise Viagra, Cialis oder Levitra) bei circa 80 Prozent der Betroffenen Erfolge erzielt.


Das Witwersyndrom

In den vergangenen Jahren wurde immer wieder ein Phänomen in der Medizin diskutiert, dass unter dem Namen Witwersyndrom bekannt geworden ist. Es handelt sich dabei um ein Syndrom, das bei Männern auftritt, die über längere Zeit hinweg keine sexuellen Beziehungen pflegen und darüber hinaus auf Masturbation verzichten. Gerade durch die sogenannte “No-Fap”-Bewegung ist das Vermeiden von Selbstbefriedigung vor allem im Internet diskutiert worden. Es handelt sich hierbei um eine Gruppe von Menschen, die sich von Pornografie und sexueller Abhängigkeit befreien möchte. Gerade bei Pornosucht kann es durchaus zu positiven Ergebnissen führen, eine Zeit lang auf sexuelle Handlungen und den gleichzeitigen Pornokonsum zu verzichten. Bei Männern, die nicht von einer Sucht betroffen sind und dennoch jegliche sexuelle Aktivitäten über einen langen Zeitraum hinweg vermeiden, sei dies aufgrund persönlicher Einstellung oder eines traumatischen Erlebnisses, kann dies zu einem Verlust der sexuellen Triebkraft sowie der Libido führen. Dies wird hernach als Witwersyndrom bezeichnet.

Doch wo liegen die Gründe dafür, dass beim Verzicht auf sexuelle Handlungen inklusive der Masturbation, die Sexualität beeinträchtigt wird? Mediziner sehen vor allen Dingen den Hormonhaushalt des Mannes gefährdet. Testosteron ist im Grunde genommen der Initiator für die Sexualität des Mannes. Es müssen jedoch auch verschiedene Bedingungen erfüllt werden, damit dieser Stoff produziert werden kann. Die körperliche Konstitution sowie Anlagen sind hierfür nicht allein entscheidend. Trauer, Stress, Hemmungen und negative Gefühle sowie ein fehlender erotischer Stimulus sorgen dafür, dass eine erhöhte Menge Cortisol im Körper freigesetzt wird. Dies wiederum hemmt die Testosteronproduktion. Bei Trauernden und gestressten Menschen führt oftmals ein äußerer Anlass zum Ausschütten von Cortisol. Bei Menschen, die freiwillig auf Sex verzichten, kann dieser Stoff durch einen immanenten psychischen Druck freigesetzt werden und den Testosteronspiegel senken. In jedem Falle entwickelt sich hieraus ein Absinken des Testosterons und zum Teil ein Überwiegen von Östrogen. Dadurch fällt es Betroffenen schließlich schwer, eine Erektion zu bekommen. Zum einen fehlt es hierfür an Sexualtrieb, zum anderen an den notwendigen chemischen Stoffen, die durch jenen freigesetzt werden.

Ein weiteres Problem, das sich bei fehlenden sexuellen Handlungen ergibt, ist die fehlende Übung des Schwellkörpers, sich mit Blut zu füllen. Den meisten Menschen ist nicht bewusst, dass er Schwellkörper im unausgefüllten Zustand mit Sauerstoff unterversorgt wird. Erst durch den Einschuss von Blut erhält er genügend Sauerstoffzufuhr. Aus diesem Grund ist eine Erektion für die Gesundheit des Schwellkörpers absolut notwendig. Der Körper sorgt vor allem durch spontane Erektionen dafür, dass der Schwellkörper mit Blut gefüllt wird. Doch vor allem im Alter sowie bei einem niedrigen Testosteronlevel ist eine spontane Erektion immer seltener. Hier hilft bei einem fehlenden Sexualpartner vor allem die Selbstbefriedigung. Dadurch wird regelmäßig Blut in den Schwellkörper gepumpt und hernach gesund erhalten.

Letztlich hat der Verzicht auf sexuelle Handlungen zur Folge, dass ein enormer Druck beim Betroffenen aufgebaut wird. Hierdurch können Depressionen, Einsamkeit sowie Stress aufgebaut werden, die wiederum dazu führen, dass die sexuelle Funktionsfähigkeit beeinträchtigt ist. Das Witwersyndrom setzt sich folglich sowohl aus physischen, als auch psychischen Faktoren zusammen. Insgesamt bewirkt es bei vielen Betroffenen eine erektile Dysfunktion, die selbst dann noch erhalten bleibt, wenn die sexuelle Enthaltsamkeit beendet werden soll. Sexualmediziner raten aus diesem Grund nicht dazu, sich selbstständig eine absolute sexuelle Enthaltsamkeit aufzuerlegen. Bei einer Pornografiesucht sollte ein Entzug von einem Therapeuten begleitet werden. Trauernde und gestresste Menschen sollten, zumal sich der psychische Zustand auf die Sexualität auswirkt, ebenfalls in therapeutische Betreuung begeben.


Alternative Behandlungsmethoden

Es gibt eine Reihe von alternativen Ansätzen, die bei der Behandlung einer erektilen Dysfunktion herangezogen werden können. An dieser Stelle sei jedoch darauf hingewiesen, dass oftmals eine ED lediglich ein Symptom einer anderen Erkrankung ist. Aus diesem Grund sollte keine selbstständige Behandlung erfolgen. Selbst dann, wenn für Betroffene das Thema Erektionsstörung mit Scham und Peinlichkeit behaftet ist, sollte nicht im Selbstversuch dagegen vorgegangen werden. Hierdurch kann das Problem sogar noch verschlimmert werden. Es sollte folglich bei andauernden Potenzproblemen ein Arzt aufgesucht werden.

Mit diesem kann hernach auch der Einsatz von diversen alternativen Mitteln abgesprochen werden. So ist es unter Umständen möglich, anstelle von Viagra oder anderen potenzsteigernden Mitteln auf Penisringe oder Penispumpen zurückzugreifen. Aber auch ätherische Öle können zum Stressabbau genutzt werden und für eine Atmosphäre sorgen, in der es Patienten leichter fällt, eine Erektion zu bekommen. Abgesehen hiervon können auch diverse Entspannungsübungen helfen, sich zu entspannen. Dies ist vor allem bei psychisch motivierten Erektionsproblemen hilfreich. Sind die Störungen jedoch allein körperlicher Natur, helfen solche Übungen und Stressabbau hingegen wenig. Hier richten sich alternative Ansätze danach, welche Grunderkrankung vorliegt.

Welche Hausmittel können helfen?

Es existieren verschiedene Hausmittel, die Anwendung finden können, wenn die Erektionsfähigkeit des Mannes gemindert sind und keine Möglichkeit mehr gefunden werden kann, medizinisch gegen diese vorzugehen. Das betrifft beispielsweise Menschen höheren Alters. Liegt beispielsweise eine altersbedingt ED vor, die darauf zurückzuführen ist, dass Blut zu schnell aus dem Penis abfließt, kann ein Penisring dabei helfen, dass Blut manuell im Penis zu stauen und so eine Erektion zu halten. Selbstverständlich ist die Voraussetzung hierfür, dass der Penis überhaupt noch mit Blut gefüllt werden kann.

Dies kann ausprobiert werden, indem die Peniswurzel mit der Hand bei der Entstehung einer Erektion fest umschlossen wird. Wird der Penis dadurch praller und fester, kann ein Penisring die Hand ersetzen. Es ist jedoch darauf zu achten, dass ein Ring getragen wird, der sich leicht wieder abnehmen lässt. Mit Ringen aus Stahl oder anderem, sehr harten Material, ist es möglich, dass der Penis anschwillt und festklemmt. Dies kann für Betroffene sehr schmerzhaft und peinlich werden.

Einige Mediziner empfehlen auch eine Penispumpe. Es handelt sich dabei um ein Gerät, welches Vakuum erzeugt und dadurch Blut in den Penis saugt. Menschen, bei denen zu wenig Blut in den Penis fließt, kann dies dabei helfen, mechanisch einen Blutfluss zu bewirken. Studien haben ergeben, dass etwa 80 % der Männer, die aufgrund von Problemen mit den Arterien keine ausreichende Erektion haben können, eine solche mit der Penispumpe erzeugen und hernach sexuellen Verkehr vollziehen können.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Unter dem Begriff Impotenz ist die erektile Dysfunktion bereits seit dem Mittelalter bekannt. Zur damaligen Zeit wurde sie überwiegend mit pflanzlichen Mitteln behandelt. Gegen schwere Grunderkrankungen können diese Mittel selbstverständlich nichts ausrichten. Dennoch wissen Mediziner, dass einer Reihe von Pflanzen durchaus eine potenzsteigernde Wirkung zukommt und empfehlen einige Pflanzen für die Prävention oder zur zusätzlichen Behandlung einer ED. Hierfür eignen sich unter anderem folgende Heilpflanzen und Kräuter:

  • Ingwer
  • Ginseng
  • Liebstöckel
  • Petersilie
  • Knoblauch
  • Brennnessel
  • Kalmus
  • Spargel
  • Kürbis
  • Ginko biloba

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

Der Einsatz von ätherischen Ölen richtet sich bei einer erektilen Dysfunktion vor allem an jene Patienten, deren Erkrankung psychischer Natur ist. Hier können einige Öle bewirken, dass Stress gemindert und Ängste abgebaut werden. Als Unterstützung einer Psychotherapie sind ätherische Öle folglich durchaus geeignet. Patienten können je nach Geschmack folgende Öle ausprobieren:

  • Iris
  • Chinesischer Zimt
  • Ingwer
  • Pfefferminze
  • Sandelholz
  • Siamholz
  • Citrus
  • Sesam
  • Kardamom

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

Homöopathische Mittel und Globuli sind in der Vergangenheit immer wieder für verschiedene Krankheiten und physischen Probleme von Heilpraktikern empfohlen wurden. Allerdings gibt es aktuell noch keine wissenschaftliche Studie, welche die Wirksamkeit solcher, oftmals auf pflanzlichen Wirkstoffen basierenden, Mittel belegt. Eine alleinige Behandlung mit Globuli ist aus diesem Grund nicht angeraten. Als ergänzende Präparate können nach Absprache mit dem behandelnden Arzt aber folgende Mittel in entsprechender Dosierung eingenommen werden:

  • Panax Ginseng: Ginseng ist dafür bekannt, den Blutfluss zu beförern. Darum wird es häufig gegen Leiden wie demenz und erektile Dysfunktion gereicht.
  • Caladium Seguinum: Der Lateiner wird erkennen, dass bei diesem Mittel das „Blut“ bereits im Namen steckt. Und ebens jenes ist es, was dieses Mittel tut. Es befördert die Durchblutung und somit auch die Manneskraft, wenn es mal nicht so klappt, wie es soll.
  • Acidum picrinicum: Hierbei handelt es sich um ein recht allgemeines Mittel, dass nicht nur den Blutfluss, sondern auch die allgemeine Leibeskraft stärkt und somit dafür sorgt, dass wieder alles so funktioniert, wie es soll.
  • Agnus Castus: Mittel mit diesem Wirkstoff werden schon seit der Antike bei erektiler Dysfunktion gereicht. Dem Wirkstoff wird nachgesagt, er könne selbst die gravierendsten Probleme mit der Standhaftigkeit kurieren. Wissenschaftlich jedoch, konnte dies nicht bestätigt werden.
  • Acidum phosphoricum: Dieses Mittel befördert die allgemeine Stärkung des Organismus und sorgt darüber hinaus dafür, dass der Körper im Allgemeinen leistungsfähiger wird. Dies wirkt sich auch positiv auf die Manneskraft aus.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Die sogenannten Schüssler Salze wurden im ausgehenden 19. Jahrhundert entwickelt und verfolgten einen damals gänzlich neuen Ansatz in der Medizin. Diesem zufolge seien Krankheiten nicht auf körperliche Schäden per se oder Keime und Bakterien, sondern auf ein Ungleichgewicht im Mineralhaushalt des Menschen zurückzuführen. Jede Krankheit verweise daher auf das Fehlen eines bestimmten Minerals. Inzwischen ist bekannt, dass der Mineralhaushalt nur bei wenigen Erkrankungen tatsächlich eine Rolle spielt und zudem oftmals auf eine körperliche Funktionsbeeinträchtigung zurückzuführen ist. Die Einnahme von Mineralien kann folglich kaum eine Krankheit an sich heilen. Lediglich eine Symptombekämpfung kann bei einigen Krankheiten möglich sein. Wissenschaftlich sind die Schüssler Salze also nicht anerkannt. Aus diesem Grund wird an dieser Stelle auch die Behandlung der erektilen Dysfunktion mit diesen Mitteln nicht empfohlen. Wird sie dennoch angestrebt, sollte dies unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden. Für die Einnahme kommen hernach folgende Präparate infrage:

  • Nr. 5 Kalium phosphoricum: Kalium ist ein wichtiger Wirkstoff, der dafür sorgen kann, dass man sich kräftiger und leistungsfähiger fühlt. Dies kann auch insbesondere dann hilfreich sein, wenn es einem etwas an Standfestigkeit gebricht.
  • Nr. 10 Natrium sulfuricum:Salze sind wichtig für den Körper und den Organismus. Manchmal steckt lediglich der Mangel derselben hinter einer erektilen Dysfunktion. Ist dies der Fall, dann ist dieses Mittel der perfekte Ausgleich, der dafür sorgt, den Salzhaushalt des Körpers zu regulieren.
  • Nr. 6 Magnesium phosphoricum: Dieses Mittel ist besonders für Personen geeignet, deren erektile Dysfunktion altersbedingt ist. Es hilft dabei, den Organismus und also auch die Manneskraft jung zu erhalten.
  • Nr. 1 Calcium fluoratum: Zwar wird Calcium eher mit Knochen in Verbindung gebracht, dennoch aber kann es auch dabei helfen, die Manneskraft wiederherzustellen oder zu befördern. Dass es darüber hinaus auch gut für die Knochen ist, sollte als ein zusätzlicher Bonus betrachtet werden.
  • Nr. 3 Ferrum phosphoricum: Ferrum, sprich Eisen, ist gut für die Blutbildung und auch für die Gesundheit des Blutes im Allgemeinen, das bedeutet kurzum, dass Personen, die an einer erektilen Dysfunktion leiden von einer Anwendung dieses Mittels profitieren.

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Erektile Dysfunktion wird in nicht unerheblichen Maße auch von der Ernährung beeinflusst. So hat sich gezeigt, dass ein erhöhter Cholesterinspiegel sowie ein zu hoher Blutzucker und Übergewicht zu Krankheiten führen können, die wiederum Potenzprobleme und Erektionsstörungen bewirken. Es ist also unabdingbar, bereits vor Entstehung der ED auf eine geeignete, gesunde Ernährungsweise zu achten. Hierfür gilt es vergleichsweise einfache Regeln zu beachten: Es sollte täglich frisches Obst und Gemüse verzehrt werden. Darüber hinaus ist es wichtig und ratsam, dass Speisen selbst zubereitet werden. In Fertigprodukten finden sich vermehrt Fette und Zucker, die einen negativen Einfluss auf die Gesundheit haben können. Nicht immer ist für Konsumenten absehbar, dass ein Fertigprodukt enorm viel Zucker enthält. Ernährungsberater sind sich daher einig, dass selbst zu kochen eine der wesentlichsten Maßnahmen zur Erhaltung der Gesundheit darstellt.

Neben dem Verzicht auf Fertigprodukte sollten auch zuckerhaltige Getränke und Speisen sowie viel Fett vermieden werden. Auch das Ersetzen von Weizenmehl durch Vollkorn ist ratsam. Darüber hinaus kann die Ernährung je nach Geschmack variiert werden. Jedoch sollte sie ausgewogen und abwechslungsreich sein.

Verzichtet werden sollte aber absolut auf Alkohol sowie Tabakwaren. Diese sind für den Körper, beispielsweise die Leber und das Herz, schädlich. Nicht nur in Hinblick auf eine ED sollten daher solche Substanzen komplett vermieden werden.


FAQ – Fragen & Antworten

Führt der Konsum von Pornografie zur erektilen Dysfunktion?

In den vergangenen Jahren wurde zunehmend darüber diskutiert, dass der Konsum von pornografischen Material zu sexuellen Funktionsstörungen führen kann. Studien haben inzwischen ergeben, dass dies tatsächlich der Fall ist. Ausschlaggebend ist eine Gewohnheit an visuelle erotische Stimuli. Häufiges Ansehen von Pornografie führt folglich dazu, dass sich das Gehirn an diese Bilder gewöhnt und nicht mehr angemessen auf diese reagiert. Die sexuelle Stimulation ist hernach nur noch durch aufregendere Bilder möglich. Werden diese ebenfalls durch Pornos zugeführt, mündet dies in einer Aufwärtsspirale, bei der zunehmend drastischeres Material konsumiert werden muss, damit noch Erregung erzeugt werden kann. In schweren Fällen kann dies eine Impotenz oder erektile Dysfunktion erzeugen. Der Patient ist hernach nicht mehr in der Lage, sexuell stimuliert zu werden. Hier liegt folglich eine Form der psychisch manifestierten ED vor.

Selbstverständlich tritt nicht bei jedem Menschen, der Pornografie ansieht, eine ED auf. Allerdings raten Sexualtherapeuten dazu, den Pornokonsum entsprechend einzuschränken. Um das Risiko einer ED sowie einer Pornosucht zu mindern, gilt es, die Sexualität nicht allein auf Pornos zu konzentrieren. Menschen, die bemerken, dass das regelmäßige Ansehen von pornografischen Material die Erregbarkeit beeinträchtigt hat, sollten zumindest eine Zeit lang auf diese verzichten.

Kann Viagra bei erektiler Dysfunktion helfen?

Der Wirkstoff Sildenafil, auf welchem Viagra basiert, ist dafür bekannt, die Potenz anzuregen und eine Erektion zu bewirken. Gerade dann, wenn die Erektionsfähigkeit im Alter nachlässt, kann dieses Mittel durchaus hilfreich sein. Es handelt sich hierbei allerdings um kein grundsätzliches Heilmittel gegen eine erektile Dysfunktion. Diese kann mannigfaltige Ursachen haben. Eine psychisch motivierte ED ist beispielsweise nicht durch den Einsatz von Viagra zu heilen. Auch bei bestimmten körperlichen Grunderkrankungen wie Prostatakrebs oder Diabetes ist dieses Medikament nicht zielführend. Hier können jedoch andere Behandlungsmöglichkeiten gefunden werden.

Insgesamt raten Ärzte davon ab, sich selbst bei Erektionsproblemen mit Viagra zu behandeln. Das Mittel ist in Deutschland rezeptpflichtig und sollte nur nach vorheriger Kontrolle durch einen Arzt eingenommen werden. Es kann bei Bestehen verschiedener ursächlicher Erkrankungen sogar negative Effekte erzielen. Patienten sollten also unter keinen Umständen eine dieser Tabletten von Bekannten ausprobieren oder sich den Wirkstoff im Internet kaufen.

Bekommen auch jüngere Männer erektile Dysfunktion?

Erektile Dysfunktion ist besonders bei älteren Männern häufiger anzutreffen. Jüngere Männer sind vergleichsweise selten anzutreffen. Die Statistik spricht beispielsweise von lediglich 2 % Betroffenen im Alter unter 40. Allerdings ist auch hier eine ED nicht ausgeschlossen. Beispielsweise können verschiedene Krankheiten, wie Diabetes mellitus oder Herzkreislaufstörungen genauso wie psychische Leiden oder Krebserkrankungen ebenfalls in Erektionsproblemen münden. Sollte eine ED auftreten, gilt es folglich sogleich einen Arzt aufzusuchen.

Ist erektile Dysfunktion erblich?

Es ist nach aktuellem Stand nicht davon auszugehen, dass eine erektile Dysfunktion selbst vererbt wird. Jedoch können diverse Anlagen vererbt werden, die im späteren Verlauf zu bestimmten Krankheiten und in Folge auch zu einer ED beitragen können. Hier sind beispielsweise Anlagen zu nennen, die Bluthochdruck, einen erhöhten Cholesterinspiegel, Süchte oder Übergewicht bewirken. Tritt in der Familiengeschichte erektile Dysfunktion gehäuft auf, sollten also alle Maßnahmen zur Risikominderung ergriffen werden. Hierdurch ist es möglich, die ED selbst zu vermeiden.

Handelt es sich bei der erektilen Dysfunktion um ein natürliches mit dem Alter auftretendes Phänomen?
Kurz gesagt: Nein. Nicht jeder Mann entwickelt mit voranschreitendem Alter zwingend eine Erektile Dysfunktion. Zwar ist es nicht zu verschweigen, dass ältere Semester zumeist stärkerer Stimuli bedürfen, um eine Erektion zu bekommen, wie beispielsweise Streicheln, Liebkosen usw., aber eine Versteifung des Gliedes per se ist trotzdem nicht grundsätzlich mit dem Alter auszuschließen.

Nichtsdestoweniger sollte man der Vollständigkeit halber anführen, dass das Alter dennoch eine entscheidende Rolle bei der Entstehung einer erektilen Dysfunktion spielt. Zwar können auch junge Männer an diesem Leiden erkranken, rein statistisch betrachtet jedoch scheint es klar zu sein, dass das Auftreten der vorliegende Krankheit wahrscheinlicher und wahrscheinlicher wird, je älter das potentiell betroffene Individuum wird.
Wie soll ich das Problem bei großer Scham ansprechen?
Tatsächlich verbleibt dieses Leiden oftmals unbehandelt. Dies liegt nicht etwa daran, dass die schulmedizinischen oder die alternativen Heilmethoden nicht ausreichen, sondern daran, dass viele Betroffene sich schämen, ihre erektile Dysfunktion anzusprechen. Sei es nun im privaten Bereich oder gegenüber einem Arzt. Hierdurch kommt es nicht zu unnötigen Verzögerungen, sondern auch bisweilen zu einem vollkommenen Ausbleiben eines medizinischen Eingreifens. Hierdurch entsteht dem Patienten allerdings kein Vorteil. Er wird sich nach wie vor mit dem Leiden herumschlagen und die daraus resultierenden Einschränkungen die Lebensqualität betreffend akzeptieren müssen.

Darum ist jedem Erkrankten tunlichst zu raten, seine Scham hinten anzustellen und sich selbst einen Gefallen zu tun, indem man sich für einen kurzen Moment zusammenreißt und Ross und Reiter nennt. Geschieht dies nicht, bleibt das Gebrechen vorhanden und man muss schlicht damit leben. Alles in allem liegt es also am Individuum selbst, inwieweit man Hilfe erfahren kann oder nicht.
Wie verhalte ich mich als Partnerin eines Betroffenen?
Sollte der eigene Partner an einer erektilen Dysfunktion leiden ist das oftmals nicht nur eine Belastung für den Betroffenen selbst, sondern auch für die Frau in der Beziehung. Schließlich und endlich geht beiden Seiten aufgrund der Krankheit ein essentieller Teil der Partnerschaft verloren. Bis sich jedoch eine Besserung des Problems einstellt, sollte man auch als Partner davon absehen, allzu großen Druck aufzubauen und / oder gar abfällige Bemerkungen über die schwindende Manneskraft des Gegenübers zu machen. Ein solches Verhalten stärkt den psychischen Druck und führt im Endeffekt nur dazu, dass die erektile Dysfunktion sich in ihrer Intensität verstärkt.

Darum sind die Schlüsselelemente im Umgang mit diesem Leiden für Partner: Verständnis, Ruhe und Besonnenheit.

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