Erektile Dysfunktion

Definition Erektile Dysfunktion

Erektile Dysfunktion

Erektile Dysfunktion (kurz ED) ist die dauerhafte Unfähigkeit eine Erektion des Gliedes zu bekommen oder aufrechtzuerhalten.

Sie tritt gehäuft ALS Symptom einer tiefer gehenden Erkrankung bei Männern im fortgeschrittenen Alter auf.

Jüngere Männer sind vor allem in Zusammenhang mit einem psychischen Leiden betroffen.

In unserem Krankheiten Ratgeber zum Thema Erektile Dysfunktion wollen wir Ihnen nun die Symtome, Ursachen, Behandlungsmethoden und viele weitere interessante Informationen bieten.

Steckbrief: Erektile Dysfunktion

  • Namen: Erektile Dysfunktion (ED); Potenzstörung; Erektionsstörung; (allgemein auch Impotenz oder Impotentia coeundi)
  • Art der Krankheit: Organische
  • seltener psychogene Sexualstörung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Ende des 20. Jahrhunderts (als Impotenz schon wesentlich früher bekannt; z. B.: 9. Jahrhundert bei Hinkmar; Erzbischof von Reims)
  • Behandelbar: Abhängig von der ursächlichen Erkrankung
  • Art des Auslösers: Körperliche Erkrankungen; psychische Belastungen; Pharmazeutika
  • Wieviele Erkrankte: Altersabhängig zwischen 2 Prozent (unter 40) und 40 Prozent aller Männer (über 60)
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Urologe; Sexualberater; Androloge
  • ICD-10 Code(s):N48.8(bei organischem Ursprung); F52 (bei psychosomatischem Ursprung)

Was ist Erektile Dysfunktion?

Die Erektile Dysfunktion (im Volksmund oft auch als Impotenz bezeichnet) ist eine sehr häufige Sexualstörung des Mannes, bei der es zu einer nicht ausreichenden Erektion des Gliedes kommt. Hierfür gibt es zwei Ursachen: Zum einen zeichnet sich ein reduzierter arterieller Zufluss im Penis verantwortlich. Zum anderen fließt venöses Blut zu schnell. In beiden Fällen können die Schwellkörper des Penis nicht hinlänglich mit Blut gefüllt werden. Um tatsächlich als Erektile Dysfunktion anerkannt zu werden, muss die Störung in circa 70 Prozent der Versuche sexueller Aktivität und über einen längeren Zeitraum (etwa sechs Monate) auftreten. So ist ein ausfüllendes Sexualleben mit dieser Erkrankung nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.
Dem ungeachtet ist Erektile Dysfunktion nicht mit Sterilität (Zeugungsunfähigkeit) gleichzusetzen. Obgleich die Möglichkeiten, den Beischlaf zu vollziehen, eingeschränkt sind, bleibt die Orgasmusfähigkeit in der Regel erhalten und es kann Ejakulat gebildet werden. Männer, die unter dieser Störung leiden, sind folglich durchaus in der Lage sich auf natürlichem Wege zu reproduzieren.
Erektile Dysfunktion ist in häufigen Fällen ein Symptom schwerwiegender Erkrankungen. Gesetzt den Fall es treten normale nächtliche oder spontane Erektionen auf, kann sie aber auch psychogenen Ursprungs sein.

Welche Ursachen führen zu Erektiler Dysfunktion?

Die Auslöser einer Erektilen Dysfunktion können vielfältig sein. Da mangelnde sexuelle Appetenz und Orgasmusstörungen oft gemeinsam mit der erektilen Dysfunktion unter dem Begriff Impotenz zusammengefasst werden, verbreitete sich die Auffassung, ED sei vorwiegend psychisch begründet. Entgegen diesen Annahmen ist sie aber meistens nicht psychogener, sondern organischer Ätiologie. Oft besteht dabei ein Zusammenhang mit neurologischen, hormonellen, arteriellen oder venösen Erkrankungen. Zum Teil spielt in dieser Beziehung freilich der natürliche Alterungsvorgang eine Rolle. Aber auch diverse Genussmittel (Tabak, Alkohol) und Medikamente wirken sich ungünstig auf die Erektionsfähigkeit aus. Hierbei ist jedoch nicht immer klar zu unterscheiden, ob die jeweilige Grunderkrankung oder das entsprechende Pharmazeutikum ausschlaggebend ist (so zum Beispiel bei der Einnahme von Diuretika bei Niereninsuffizienz). In einigen Fällen, vor allem wenn jüngere Männer betroffen sind, lässt sich Erektile Dysfunktion auch auf psychische Faktoren zurückführen.

Körperliche Grunderkrankungen als Ursache der Erektilen Dysfunktion

Erkrankungen, die sich für Erektile Dysfunktion verantwortlich zeichnen, stehen in erster Linie in Zusammenhang mit der Blutzirkulation. Daher spielen vor allem Krankheiten eine Rolle, die eine Verengung der Arterien oder Vergrößerung der Venen zur Folge haben. Ist das zentrale Nervensystem durch Verletzungen oder eine komplexe Systemerkrankung beeinträchtigt, ist ebenfalls eine ED möglich.
Zu den häufigsten ätiologischen Erkrankungen gehören:

Psychische Belastung als Ursache der Erektilen Dysfunktion

Neben schwerwiegenden psychischen Erkrankungen und deren Medikation, führen vor allem negative psychologische Denkmuster zu einer Erektilen Dysfunktion. Diese können durch eine entsprechende Erziehung oder gesellschaftliche Normen hervorgerufen werden. Verstärkend wirkt sich zudem eine Fixierung auf Erektionsfähigkeit aus.
Typische psychogene Ursachen für Erektile Dysfunktion sind vor allem:

Pharmazeutika als Ursache der Erektilen Dysfunktion

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass in vielen Fällen nicht festgelegt werden kann, ob eine Erkrankung oder die Medikation eine ED bewirken. Im Folgenden sind einige Medikamente aufgezählt, welche die Erektionsfähigkeit wesentlich beeinträchtigen können:

  • Diuretika
  • Antihypertensiva (blutdrucksenkende Mittel)
  • Antiandrogene (z. B.: Flutamid)
  • Antidepressiva
  • Neuroleptika
  • Sedativa
  • Antiepileptika
  • Appetitzügler (z. B.: Mazindol)
  • Antirheumatika
  • Spasmolytika (krampflösende Medikamente)
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