Blasenkrebs

Steckbrief: Blasenkrebs

  • Name(n): Blasenkrebs; Blasenkarzinom; Harnblasenkarzinom
  • Art der Krankheit: Krebserkranung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Verschiedene Ursachen möglich
  • Wieviele Erkrankte: Circa 150 000 Neuerkrankungen jährlich
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Urologe; Gynäkologe; Onkologe
  • ICD-10 Code(s): C67; d09.0

Blasenkrebs
Blasenkrebs
Blasenkrebs, auch Blasenkarzinom genannt, ist eine der häufigsten Krebserkrankungen bei erwachsenen Menschen. Sie tritt bei Männern vergleichsweise häufiger auf als bei Frauen und kann prinzipiell in jedem Alter entstehen. In der Regel liegt das Patientenalter bei der Ersterkrankung jedoch bei etwa 65 Jahren.

Die Blase ist ein muskuläres Hohlorgan, das sich im Unterbauch befindet und den Urin speichert. Blasenkrebs beginnt meist in den Epithelzellen, die das Innere der Blase auskleiden. Hernach breitet er sich in der Blase selbst aus. Es ist jedoch ebenso möglich, dass andere Teile des Harntrakts von diesem Krebs befallen werden.

In den meisten Fällen zeigt sich Blasenkrebs anhand spezifischer Symptome wie Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen oder Unterbauchschmerzen. Dies führt dazu, dass die meisten Menschen einen Arzt aufsuchen und der Krebs vergleichsweise früh entdeckt wird. Dadurch ist oftmals eine schnelle Therapie möglich, welche die guten Heilungschancen des Blasenkrebses begründet. Doch obgleich die 5-Jahres-Überlebensrate bei weit über 90 % liegt, gilt Blasenkrebs als durchaus problematische Krebserkrankung. Gerade im Frühstadium neigt er dazu, erneut aufzutreten, weshalb Patienten eine oftmals jahrelang andauernde Nachsorgeuntersuchung benötigen.

Da Blasenkrebs aktuell recht häufig entsteht, handelt es sich hierbei um einen gut dokumentierten Krebs. Seine Ursachen konnten von der Forschung zu großen Teilen bereits ermittelt werden. Insgesamt zeigt sich dabei, dass vor allem äußere Faktoren bei der Entstehung eines Blasenkarzinoms eine Rolle spielen: Ernährung, Suchtmittel und diverse Krankheiten gelten dabei als wichtigste Einflussfaktoren.

Definition Blasenkrebs?

Blasenkrebs beginnt dann, wenn Zellen in der Harnblase abnorm zu wachsen anfangen. Wenn sich mehr Krebszellen entwickeln, dann bildet sich hernach ein Tumor, der sich über weitere Bereiche des Körpers ausbreiten kann.

Die Blase ist per se ein Hohlorgan im Becken des Menschen, das mit flexiblen und muskulösen Wänden ausgestattet ist. Die Hauptfunktion der Blase besteht darin, Urin zu speichern, bevor dieser aus dem Körper ausgeschieden wird. Der Urin wird in den Nieren gebildet und über die Harnleiter in die Blase geleitet. Beim Urinieren wird der Harn schließlich durch die sogenannte Harnröhre aus der Blase herausgedrückt. Theoretisch, und abhängig vom Stadium des Krebses, können alle an der Urinausscheidung beteiligten Organe von Blasenkrebs betroffen sein.

Die Blasenwand besteht aus mehreren Schichten, die jeweils aus verschiedenen Zellen zusammengesetzt sind. Die meisten Blasenkrebse beginnen in der inneren Wand. Je weiter der Krebs hernach durch die anderen Wandschichten wächst, desto schwieriger lässt er sich behandeln und desto größer wird sein Umfang. Zumeist dann, wenn alle Zellwände durchdrungen sind, bemächtigen sich die Krebszellen auch anderen Gewebes. Sie breiten sich darüber hinaus in die Lymphknoten sowie über die Blutbahn auch in entferntes Gewebe aus. Am häufigsten sind dann die Knochen, die Lunge und die Leber betroffen. Im medizinischen Fachjargon wird dann von Metastasen gesprochen. Befindet sich ob eines Blasenkrebses ein Tumor in der Leber, handelt es sich folglich nicht um Leberkrebs, sonder um Blasenkrebs, der in der Leber lediglich angesiedelt wurde.

Blasenkrebs wird auch als Blasenkarzinom bezeichnet. Hierbei handelt es sich um einen bösartigen Tumor, der in der Harnblase sitzt. Bisher ist noch unklar, warum Blasenkrebs entsteht. Ein wichtiger Faktor scheint aber das Rauchen zu sein. Darüber hinaus sind solche Menschen betroffen, die aus beruflichen Gründen häufig mit bestimmten chemischen Substanzen zu tun haben. In der Regel sind Männer viel häufiger vom Blasentumor betroffen als Frauen. Nicht unerwähnt bleiben soll, dass Blasenkrebs im Frühstadium kaum Beschwerden verursacht.

Der Blasenkrebs ist immer ein bösartiger Tumor, der von der Urothel, der Harnblasenschleimhaut ausgeht. Die Mediziner Sprechen in diesem Fall auch von sogenannten Urotheltumoren. Hierbei bilden sich veränderte Zellen, die sich schneller teilen als gesunde Zellen. Diese ausgeschwemmten und veränderten Zellen können auch andere Organe und Gewebeschichten befallen und dort Metastasen, also Tochtergeschwülste bilden.

Rauchen ist einer der Hauptrisikofaktoren und erhöht das Risiko um das Dreifache. Aber auch Passivrauchen ist gefährlich. Insgesamt macht der Tabakkonsum 30 bis 70 % aller Blasenkrebserkrankungen aus.

Wie das Robert-Koch-Institut festgestellt hat, erkranken jedes Jahr in Deutschland mehr als 29.000 Menschen an Blasenkrebs. Davon sind rund 21.000 Männer. Mit dem Alter kann das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken steigen. Dabei ist nur jeder fünfte Patient jünger als 65 Jahre, wenn die Diagnose gestellt ist. Durchschnittlich sind Männer im Alter von 72 Jahren betroffen und Frauen im Alter von 74 Jahren.

Arten von Blasenkrebs

Es gibt verschiedene Arten von Blasenkrebs. Am häufigsten tritt das Transitionalzellkrazinom (auch Übergangszellkarzinom oder Urothelkarzinom) auf. Dieser Krebs beginnt klassisch in der inneren Wand der Harnblase und breitet sich von hier in die anderen Blasenwände aus. Da sich die sogenannten Urothelzellen auch in anderen Gewebeteilen des Harntraktes, beispielsweise in den Nieren und dem Nierenbecken, befinden, ist es nicht ungewöhnlich, dass sich auch hier Tumore bilden.

Neben dem Transitionalzellkarzinom gibt es außerdem papilläre Blasenkarzinome, die sich von der inneren Wand ins Blaseninnere drücken, also wie eine Warze auf der Haut wachsen. Es handelt sich dabei zumeist um sehr langsam wachsende Krebsgeschwüre, die sich in der Regel gut behandeln lassen und nur wenig Gewebe schädigen.

Seltener hingegen tritt ein Plattenepithelkarzinom auf. Mediziner gehen davon aus, dass diese Krebsart nur circa 1 bis 2 % der Fälle ausmacht. Prinzipiell verhält sich das Plattenepithelkarzinom ähnlich dem papillären Blasenkrebs, mit dem Unterschied, dass es schneller wächst und deutlich mehr Gewebeschäden anrichtet.

Selten lässt sich auch das Adenokarzinom finden. Es handelt sich dabei um einen speziellen Krebs, bei dem Zellen gebildet werden, die Ähnlichkeit mit Drüsengewebe aufweisen. Eine Verwandtschaft zu Darmkrebszellen wird aktuell von der medizinischen Forschung diskutiert.

Auch kleinzellige Karzinome lassen sich in der Blase finden. Es handelt sich dabei um eine Krebsart, die als besonders gefährlich eingestuft wird, da sie die Nerven stark schädigt. Darüber hinaus wachsen kleinzellige Karzinome besonders schnell. Dieser Krebs lässt sich allerdings nur sehr selten finden. Statistiken zufolge haben lediglich unter 1 % der Blasenkrebspatienten ein kleinzelliges Karzinom. Noch seltener als diese Krebsart, ist lediglich das Sarkom, dass sich in den Muskelzellen der Blase ansiedelt.


Was ist Blasenkrebs?

Unter Blasenkrebs ist das abnorme Wachstum von Zellen zu verstehen, die sich in der menschlichen Harnblase befinden. Wie andere Krebserkrankungen auch, lässt sich dieser Krebs in verschiedene Arten unterteilen. Es finden sich beispielsweise kleinzellige Karzinome, Sarkome, papilläre Karzinome, am häufigsten jedoch Übergangszellkarzinome.

Genaue Gründe für das Entstehen eines Blasenkrebses gibt es aktuell noch nicht. Mediziner diskutieren eine Reihe Risikofaktoren, die zur Bildung von Tumorzellen führen können: Rauchen, verseuchtes Wasser oder Arsen gelten beispielsweise als mögliche Auslöser dieser Erkrankung. Exakte Angaben lassen sich hierzu jedoch nicht treffen. Klar ist lediglich, dass zumeist das Zellwachstum der inneren Blasenwand stark angeregt ist und in Folge fehlerhafte Zellen, also Krebszellen, bildet. Dadurch entstehen Geschwüre, die je nach Krebsart die Blasenwand komplett durchdringen oder ins innere des Hohlorgans hineinwachsen.

Hat sich ersteinmal ein Tumor gebildet, können Patienten verschiedene Symptome haben, die von Schmerzen beim Wasserlassen, Unterbauchschmerzen bis hin zu Müdigkeit oder Blutdruckschwankungen führen können. Da jedoch zumeist das Urinieren stark eingeschränkt ist und sich in vielen Fällen Blut im Urin zeigt, wird der Blasenkrebs nicht selten bereits im Frühstadium entdeckt. Dadurch sind die Heilungschancen bei dieser Krebsart besonders hoch. Aktuelle Statistiken sprechen davon, dass inzwischen mehr als 90 % aller Blasenkrebse geheilt werden können. Allerdings neigt dieser Krebs dazu, sich innerhalb von fünf Jahren erneut zu bilden. Das erfordert schließlich eine intensivere Nachsorge als bei anderen Krebsarten.

Für die Behandlung von Blasenkrebs stehen verschiedene medizinische Therapien zur Verfügung. Einige Blasenkrebsarten, wie beispielsweise das papilläre Karzinom können schlicht operativ entfernt werden. Dies erfordert lediglich einen minimalinvasiven Eingriff, Andere Karzinome, gerade dann, wenn sie bereits weiter fortgeschritten sind, können mittels Strahlen- oder Chemotherapie behandelt werden. Die Erfolgsaussichten stehen aber insgesamt gut.

Welche Ursachen gibt es?

Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch, sind sich Mediziner bislang nicht einig darüber, was die genauen Ursachen für Blasenkrebs sind. Obgleich sich die Forschung intensiv darauf konzentriert, konnten bislang noch keine eindeutigen Studien jene Faktoren belegen, die zu einer Krebserkankung dieser Art führen. Es gibt allerdings eine Reihe von Risikofaktoren, die einen großen Anteil daran tragen, dass ein Mensch an Krebs erkrankt. Sie begünstigen die Entstehung eines Karzinoms und erhöhen das Risiko ein solches zu entwickeln.

Mögliche genetische Ursachen

Forscher wissen inzwischen, dass bestimmte Veränderungen in der DNA normale Blasenzellen zum abnormen Wachstum anregen können. Gene, die Zellen dabei helfen, zu wachsen, sich zu teilen oder abzusterben, werden Onkogene genannt. Fehler in der DNA sorgen hernach dafür, dass diese Prozesse nicht mehr korrekt gesteuert werden. Beispielsweise werden die Onkogene dazu angeregt, Zellteilung einzuleiten, obgleich hierzu keine Notwendigkeit besteht. Doch wie entstehen solche Fehler in der DNA? Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder wurde eine Genmutation vererbt oder sie wurde nachträglich erworben. Es ist davon auszugehen, dass es gewisse Genmutationen in der DNA gibt, die speziell zu Blasenkrebs führen. Allerdings konnten diese bislang noch nicht belegt werden. Statistiken zeigen allerdings, dass Blasenkarzinome familiär gehäuft auftreten, was stark für eine Vererbung spricht. Zumindest das Blasenkrebsrisiko sei, so der aktuellen Forschung zufolge, durch bestimmte vererbte Gene erhöht. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass sich innerhalb der DNA Gene befinden, die dafür sorgen, dass gewisse Chemikailen oder andere Substanzen nicht stimmig vom Körper abgebaut werden können. Dies könnte ebenfalls zur Folge haben, dass sich mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Blasenkrebs bildet. Tests, die eine solche Empfindlichkeit auf bestimmte Stoffe in Zusammenhang mit Blasenkrebs untersuchen, wurden bereits entwickelt. Sie gelten allerdings nicht als gesichert und aussagekräftig. Aus diesem Grund werden sie noch nicht standardmäßig eingesetzt.

Eine weitere Möglichkeit der DNA-Veränderung besteht darin, dass äußere Faktoren diese herbeiführen. Die meisten Genmutationen, die zu Blasenkrebs führen, zeigen sich nicht bereits von Geburt an, sondern entwickeln sich im Laufe eines Lebens. So kann beispielsweise erhöhte Strahlung oder starke Belastung mit Chemikalien dazu führen, dass sich Gene verändern. Gerade jene Stoffe, die von der Niere gefiltert werden, gelten als besonders belastend für jene Gene, welche die Blase betreffen.

Umwelteinflüsse

Umwelteinflüsse sind in der Regel starke Risikofaktoren, die bewirken, dass sich Gene verändern, welche für die Zellneubildung verantwortlich sind. Allerdings bedeutet dies nicht, dass die Krankheit tatsächlich ausbrechen wird. Viele Menschen, die einem erhöhten Risiko auf Blasenkrebs ausgesetzt sind, entwickeln diesen nie. Dennoch sollten die Risiken möglichst gering gehalten werden.

Der wichtigste Risikofaktor ist derzeit das Rauchen. Menschen, die Tabak konsumieren haben ein dreifach erhöhtes Risiko an Blasenkrebs zu erkranken. Dies liegt vor allem daran, dass sich in Zigaretten etliche Stoffe befinden, die als karzinogen eingestuft werden, die also nachweislich einen negativen Effekt auf die DNA des Menschen haben.

Neben dem Rauchen gelten diverse Chemikalien als besonders krebserregend. Hierzu gehören vor allem Industriechemikalen, wie Benzidin oder Beta-Naphthylamin. Aber auch gewisse Farbstoffe stehen in Verdacht, Blasenkrebs auszulösen. Das gilt in ähnlichem Maße auch für bestimmte Medikamente. Bislang konnte zum Beispiel untermauert werden, dass DiabetesMedikamente einen nicht unerheblichen Einfluss auf die Blasenzellen haben. Nahrungsergänzungsmitel mit Aristolochiasäure, wie sie aus diversen Kräutern hergestellt werden, gilt ebenfalls als wahrscheinlicher Blasenkrebsrisikofaktor. Sie werden insbesondere mit einem Übergangszellkarzinom in Verbindung gebracht.

In vielen Ländern der Welt ist der Gehalt an Arsen im Trinkwasser deutlich erhöht. Besonders in westlichen Ländern, wo Trinkwasser aus einem öffentlichen Wassersystem gespeist wird, ist der Arsengehalt eher niedrig und gesundheitlich irrelevant. Gerade da, wo Wasser jedoch mehr aus Brunnen bezogen wird, kann Arsen eine Bedrohung der Gesundheit sein. Das gilt auch für die Entstehung von Blasenkrebs, die durch die Arsenaufnahme deutlich begünstigt wird.

Krankheiten

Chronische Blasenreizung gilt als eine Ursache für die Entstehung von Blasenkrebs. Dies bedeutet, dass beinahe jede Krankheit, welche im Harntrakt auftreten kann, das Risiko für diese Krebsart steigen lässt. Diverse Harnwegsinfektionen, Nieren- oder Blasensteine sowie ein, über einen längeren Zeitraum hinweg eingesetzter Blasenkatheder führen unter Umständen dazu, dass die Blasenwände chronisch gereizt werden und Zellen akut neu gebildet werden müssen, um Schäden am Gewebe zu reparieren. Hierbei könnte es zu Fehlsteuerungen des Zellneuerungsprozesses kommen.

Als potentielle Gefahrenquelle gilt auch die sogenannte Schistosomiasis (beziehungsweise Bilharziose). Es handelt sich dabei um eine Infektion, die durch einen Wurm ausgelöst wird, der in die Blase gelangt. Dieser Parasit finde sich vor allem in den Ländern Afrikas sowie im nahen Osten. Interessant ist, dass durch diese Krankheit häufig ein Plattenepithelkarzinom ausgelöst wird. In den westlichen Ländern ist dies jedoch vergleichsweise selten.

Schließlich gilt auch eine Vorgeschichte mit Krebserkrankungen der Blase als ursächlicher Faktor für die Entstehung eines weiteren Blasenkarzinoms. Nicht selten bilden sich Übergangszellkarzinome auch an anderen Teilen des Harntraktes. Wurde beispielsweise ein Tumor aus der Blase entfernt, ist es durchaus möglich, dass sich nach kurzer Zeit ein neues Geschwür in der Niere oder dem Harnleiter bildet, da sich hier die gleichen Zellen befinden, wir an der inneren Blasenwand. Aus diesem Grund gilt es nach einer Blasenkrebserkrankung eine gründliche Nachsorge zu befolgen.

Weitere Risikofaktoren

Wenn Chemikalien längere Zeit in der Blase verbleiben, steigt das Risiko, dass diese einen Einfluss auf die Zellen der inneren Blasenwand ausüben. Daher gilt das Trinken von wenig Wasser und entsprechend seltenes Ausscheiden als Risikofaktor für Krebs in diesem Hohlorgan.Denn nur dadurch kann verhindert werden, dass Chemikalien und andere gefährliche Substanzen zu lang in der Blase bleiben.

Abhängig ist die Entstehung von Blasenkrebs auch von persönlichen Anlagen und Gegebenheiten. Die medizinische Forschung hat die Gründe hierfür noch nicht entschlüsselt. Es sei jedoch gesagt, dass Weiße etwa doppelt so häufig an Blasenkrebs erkranken, als Asiaten, Lateinamerikaner oder Afrikaner. Es ist durchaus möglich, dass die minimalen Unterschiede in der DNA hierfür verantwortlich sind.

Gut dokumentiert ist, dass Blasenkrebs geschlechtsspezifisch auftreten kann. So sind Männer überdurchschnittlich oft von dieser Krankheit betroffen. Mediziner geben das Verhältnis zu Frauen mit einem ungefähren Wert von eins zu zwei an, daher erkranken also etwa doppelt so viele Männer an dieser Krebsart als Frauen. Mediziner bringen dies mit der Vergrößerung der Prostata in Verbindung, die unter Umständen eine Blasenreizung hervorrufen kann und den Harntrakt insgesamt beeinflusst.

Aber auch das Alter des Betroffenen spielt bei der Entstehung des Blasenkrebses eine Rolle. Laut Statistik ist es denkbar ungewöhnlich in einem Alter unter 55 zu erkranken, da etwa 90 % der Fälle in einem höheren Alter auftreten. Dies kann unter anderem damit erklärt werden, dass eine recht lange Exposition der Blase mit Gefahrenstoffen notwendig ist, damit sich hier ein Krebs bilden kann.

Es gibt einige Möglichkeiten, die das Risiko einer Blasenkrebserkrankung erhöhen. Hierzu gehören zum Beispiel:

Rauchen
Ähnlich wie beim Lungenkrebs ist Rauchen ein erheblicher Risikofaktor für Blasenkrebs. Hierbei gelangen die Schadstoffe aus dem Zigarettenrauch direkt ins Blut. Die Niere nimmt diese auf und schwemmt sie über die Blase mit dem Urin aus. Leider entfaltet sich die schädliche Wirkung dann zunächst in der Blase, bevor die Schadstoffe ausgeschieden werden. Bis zu 70 % aller Blasenkrebserkrankungen Gehen auf das Rauchen zurück. Die Ärzte erklären, dass mit einem Rauchstopp auch das Risiko für Blasenkrebs sinkt.

Chemische Substanzen
Eine weitere Ursache für Blasenkrebs ist ein Kontakt mit bestimmten chemischen Substanzen. Hierzu gehören zum Beispiel aromatische Amine, die als besonders krebserregend gelten. Diese wurden in der chemischen Industrie, in der Gummi-, Leder- und Textilherstellung, aber auch im Malerhandwerk verwendet. Bei den Arbeitern, die mit diesen Stoffen arbeiten mussten und später an Blasenkrebs erkrankt sind, wurde diese Erkrankung als Berufskrankheit anerkannt.

Ein direkter Zusammenhang zwischen Chemikalien und Blasenkrebs ist schon länger bekannt. Aus diesem Grund sind viele der verantwortlichen Chemikalien gegen ungiftigere Stoffe ersetzt worden. Wenn es nicht anders geht, kommen hohe Sicherheitsvorkehrungen zum Einsatz. Zu berücksichtigen ist aber, dass sich Blasenkrebs nur sehr langsam entwickelt. Zwischen einer Einwirkung einer Chemikalie und der Entwicklung des Tumors können sogar bis zu 40 Jahre vergehen. Bei betroffenen Personen muss daher auch festgestellt werden, in welchem Beruf sie vor langer Zeit tätig gewesen sind und ob sie mit solchen Stoffen hantiert haben.

Chronische Blasenentzündungen
Ein weiterer Risikofaktor für Blasenkrebs kann eine chronische Blasenentzündung sein. Sehr häufig ist diese bei Menschen anzutreffen, die
einen Blasenkatheter bekommen haben.

Medikamentenmissbrauchn
Nicht unerwähnt bleiben soll der Risikofaktor des Schmerzmittelmissbrauchs. Blasenkrebs kann bei den Personen zum Beispiel auftreten, die über einen bestimmten Zeitraum stärkere Dosen mit dem Wirkstoff Phenazetin einnehmen mussten.

Infekte
Eine langjährige Infektionskrankheit kann in Zusammenhang mit Blasenkrebs stehen. Als Beispiel kann eine Infektion mit Schistosomen, sogenannten Pärchenegel, bezeichnet werden. Diese kommen in den Subtropen und Tropen vor und verursachen die Krankheit Bilharziose. Dadurch können die Harnblase und die Harnröhre befallen werden. Einige Medikamente, die während einer Chemotherapie verabreicht werden, können ebenfalls Blasenkrebs verursachen. Diese Zytostatika auf Cyclophosphamid-Basis werden zum Beispiel bei Eierstockkrebs, Brustkrebs oder Leukämie eingesetzt.


Symptome & Anzeichen

In den meisten Fällen wird Blasenkrebs recht früh von einem Arzt entdeckt. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass sich deutliche Symptome einstellen, welche einen Patienten dazu veranlassen, sogleich einen Arzt aufzusuchen.

Das häufigste Symptom bei einer Blasenkrebs Erkrankung ist die sogenannte Hämaturie. Das bedeutet, dass sich Blut im Urin findet. Manchmal entsteht dabei genug Blut, um die Farbe des Urins entscheidend zu verändern. So tritt beispielsweise oranger oder rosa und sogar dunkelrot gefärbter Urin auf. In anderen Fällen erscheint die Farbe des Urins hingegen als gewöhnlich, es lassen sich aber kleine Blutungen erkennen. Ein abschließendes Urteil darüber, ob tatsächlich Blut im Urin vorhanden ist, kann jedoch erst durch einen entsprechenden Labortest gegeben werden. Immerhin ist es auch möglich, dass die Aufnahme eines bestimmten Nahrungsmittels die Farbveränderung bewirkt hat.

Wichtig ist, die Farbe des Urins stets im Auge zu behalten. So kann es unter Umständen vorkommen, dass sich an einem Tag Blut in den Ausscheidungen findet, der Urin sich am nächsten Tag jedoch wieder normal einstellt.

Bei einer nur wenig fortgeschrittenen Blasenkrebserkrankung sind Schmerzen häufig nicht das auffälligste Symptom. Zwar können durchaus beim Wasserlassen Schmerzen entstehen, diese sind allerdings nicht besonders stark ausgeprägt. Insgesamt kann ein Druck im Unterbauch wahrgenommen werden, der sich nicht zwangsläufig der Blase zuordnen lässt. Dies ändert sich jedoch mit zunehmendem Voranschreiten der Krankheit. Bei einem deutlich angewachsenen Tumor treten durchaus starke Schmerzen auf, die nicht nur bei Blasenbewegung wahrgenommen werden.

Ein weiteres Anzeichen dafür, dass sich ein Blasenkrebs gebildet hat, ist die Veränderung der Blasengewohnheiten. Häufig handelt es sich dabei um Reizsymptome. Es kann sich eklatant gehäuft ein Harndrang einstellen, der nicht in allen Fällen mit dem tatsächlichen Wasserlassen einhergehen muss. In einigen Fällen drückt der Tumor auf empfindliche Bereiche des Harnleiters, wodurch beim Betroffenen das Gefühl entsteht, er müsse Urinieren, obgleich die Blase leer ist. Darüber hinaus zeigt sich in vielen Fällen ein schwacherer Harnstrahl als üblich. Dies hängt unter anderem auch damit zusammen, dass die Blase als Muskel zu schwach ist, um sich zusammen zu drücken.

Bei einem weit fortgeschrittenen Blasenkrebs zeigen sich noch einige weitere Symptome. Hier tritt oftmals eine Beeinträchtigung des gesamten Organismus auf: Patienten fühlen sich müde und schwach, Appetitlosigkeit stellt sich ein und führt zu einem mehr oder minder ausgeprägten Gewichtsverlust. Auch ein Harnstau und die generelle Unfähigkeit Urin abzulassen, gilt als spätes Symptom für ein Blasenkarzinom. Hinzu kommen starke Schmerzen, die auch über den Rücken des Patienten ausstrahlen können.

Im Folgenden sind die Symptome für Blasenkrebs noch einmal im Überblick gegeben:

  • Blut im Urin
  • Verfärbung des Urins
  • vermehrter Harndrang
  • schwacher Harnstrahl
  • Unfähigkeit zu Urinieren
  • Schmerzen (im Unterbauch bis hin zum Rücken)
  • Müdigkeit
  • Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust
  • Schwellung der Gelenke

Leider gibt es auch wie bei den meisten bösartigen Tumoren auch beim Blasenkrebs keine spezifischen Symptome. Hinter einer normalen Erkrankung des Harntraktes kann daher auch ein Blasenkrebs stecken. Falls Sie entsprechende Blasenkrebs-Symptome bei sich feststellen, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Ein Hinweis und gleichzeitig ein Warnsignal für einen Tumor in der Harnblase ist eine rötliche bis brauen Verfärbung des Urins. Hierbei kommt es durch eine geringe Blutbeimengung im Urin. Diese Farbveränderung ist bei rund 80 % aller Patienten mit Blasenkrebs festzustellen und daher auch häufig das erste Anzeichen für einen bösartigen Tumor.

Blutbeimengungen im Urin sind aber kein charakteristisches Anzeichen für ein Blasenkrebs-Symptom. Es können auch andere Harnwegs- und Nierenerkrankungen vorliegen. Meistens suchend die Patienten erst dann einen Arzt auf, wenn der Urin deutlich blutig ist. Leider ist der Blasenkrebs dann schon sehr weit fortgeschritten. Beim Blasenkrebs muss der Urin auch nicht immer und dauerhaft Blut aufweisen. Häufig verschwindet die Blutung nach einiger Zeit wieder, obwohl die Erkrankung dennoch besteht.

Ein weiteres Symptom sind Beschwerden beim Wasserlassen. Zum Beispiel ist ein verstärkter Harndrang mit einer häufigen Entleerung von nur geringen Mengen Harns, sogenannte Pollakisurie, abklärungsbedürftig. Dies kann ein Hinweis auf einen Tumor in der Blase sein. Darüber hinaus gibt es noch weitere Störungen der Blasenentleerung, eine sogenannte Dysurie. Das Wasserlassen ist hierbei erschwert und erfolgt nur tröpfchenweise. Manchmal ist dies auch mit Schmerzen verbunden. Die meisten interpretieren diese Symptome fälschlicherweise nur als Blasenentzündung. In manchen Fällen treten auch Schmerzen in den Flanken ohne erkennbaren Grund auf. Schmerzen sind meistens ein Anzeichen für einen weit fortgeschrittenen Blasenkrebs. Beschwerden machen sich bemerkbar, wenn der Blasentumor die Harnleiter oder die Harnröhre verlegt. Es gibt aber auch chronische Blasenentzündungen, die auf Blasenkrebs hindeuten. Vorsicht ist geboten, wenn eine Behandlung einer Blasenentzündung mit Antibiotika erfolglos verläuft.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Blasenkrebs wird in den meisten Fällen dadurch ermittelt, dass ein Patient entsprechende Beschwerden hat und aus diesem Grund einen Arzt aufsucht. Dieser unternimmt schließlich verschiedene Tests, um zunächst andere Krankheiten ausschließen und schließlich ein Blasenkarzinom diagnostizieren zu können.

Die Untersuchung auf Blasenkrebs erfolgt in aller Regel zunächst durch eine gründliche Anamnese sowie eine umfangreiche körperliche Untersuchung. Dabei erfragt der Arzt zum einen die Symptome sowie mögliche Vorerkrankungen, die als Risikofaktoren für ein Blasenkarzinom gewertet werden. Dazu gehören unter anderem eine Schistosomiasis und eine vorherige Blasenkrebserkrankung. Außerdem spielen bei dieser Befragung auch Krebserkrankungen eine Rolle, die in der Familie aufgetreten sind. Haben andere enge Verwandte bereits ein Karzinom in der Blase, liegt die Vermutung nahe, dass dies möglicherweise erblich bedingt ist. Für eine detaillierte Familienanamnese sollte sich der Patient also damit auseinandersetzen, wer bereits welche Krebsleiden im verwandtschaftlichen Umfeld gehabt hat.

Bei der körperlichen Untersuchung werden zunächst alle relevanten Faktoren für ein mögliches Blasenleiden gecheckt. Hierfür ist zumeist auch eine einfache rektale Untersuchung notwendig, bei welcher der Arzt einen Finger ins Rektum des Betroffenen einführt. Dies dient dazu, zu ermitteln, ob eventuell eine Prostatavergrößerung vorliegt, die bei Männern durchaus zu einem Blasenkrebs beitragen kann. Bei Frauen wird äquivalent eine gynäkologische Untersuchung vorgenommen. Beide Untersuchungen lassen es zu, dass ein Arzt bereits einen Tumor erfühlen kann.

Zeigen sich bei der rektalen beziehungsweise gynäkologischen Untersuchung diverse abnorme Anzeichen, wird der Arzt einen Abstrich nehmen und weitere Labortests einleiten. Hierzu gehört auch die Urinanalyse, für die der Patient eine Probe bereitstellen muss. Hernach wird der Urin auf verschiedene Faktoren hin überprüft. Zum einen wird getestet, ob sich Blut in ihm befindet. Es wird aber auch eine Urinzytologie durchgeführt. Mit einem Mikroskop wird dabei überprüft, ob sich Krebszellen im Urin befinden. Die Zytologie kann unter Umständen eine Blasenspülung verlangen, die Krebszellen aus der Blase heraustreiben soll. Mit der normalen Urinprobe wird hingegen eine Urinkultur angelegt. Dadurch lassen sich Infektionserkrankungen der Blase und des Harntraktes ausschließen. Viren und Bakterien würden hierbei in der Petrischale wachsen. Bei einem Blasenkrebs beleibt die Urinkultur in der Regel hingegen unauffällig.

Konnten Infektionserkrankungen ausgeschlossen werden, wird der Urin hinsichtlich diverser Tumormarker analysiert. Es hat sich dabei gezeigt, dass diverse Substanzen ausschließlich von Krebszellen freigesetzt werden und dadurch Werte für bestimmte Substanzen im Urin stark ansteigen.

Laboruntersuchungen und Urinanalysen gelten weithin als Standardverfahren bei der Diagnose von Blasenkrebs. Einige Ärzte halten jedoch die sogenannte Zystoskopie für die beste Untersuchung, um ein Karzinom zu ermitteln. Bei dieser Untersuchung legt ein Urologe ein Zystoskop, also ein dünnes Röhrchen mit Kamera und Lampe in die Harnröhre und geleitet es bis zur Blase. Die Blase wird hernach mit Salzwasser aufgefällt, damit sie sich erweitert und gute Einsicht gewährleistet. Durch diese Untersuchung, die sowohl in Vollnarkose als auch mit lokaler Betäubung erfolgen kann, ist es dem Arzt möglich, Veränderungen innerhalb der Blase zu beobachten. Zumeist wird bei der Zystoskopie auch Gewebe entnommen (Biopsie), welches anschließend auf Krebszellen hin analysiert werden kann.

Zeigt sich bei der Zystoskopie bereits deutlich ein Tumor, kann dieser auch mittels transuretheraler Resektion entfernt werden. Dabei wird das Blaseninnere geradezu ausgeschabt. Hernach wird das Gewebe zu einem Labortest geschickt. Bei der Resektion können auch größere Gewebestücke entnommen werden. Beispielsweise tritt nicht selten der Fall ein, dass Teile des Blasenmuskels herausgenommen werden müssen.

Ist bereits klargestellt, dass ein Blasenkarzinom vorliegt, müssen manchmal noch weitere Tests durchgeführt werden. Dies dient vor allem dazu, die Ausmaße des Tumors zu überblicken. Hierfür werden verschiedene Geräte eingesetzt. Beispielsweise kann eine Computertomographe eingesetzt werden. Dabei werden durch einen Scan des Körpers Querschnittbilder erzeugt, die Aufschluss darüber geben, welche Schichten ein Karzinom bereits durchdrungen hat. Hierfür ist die Einnahme eines Kontrastmittels notwendig, das die Krebszellen von anderen, normal ausgebildeten Zellen farblich unterscheidet.

Neben dem CT ist auch ein sogenannter MRT-Scan möglich, der mit einem Magnetresonanztomographen durchgeführt wird. Hierbei fungieren Magnetwellen ähnlich einer Röntgenstrahlung und zeigen generelle Veränderungen am Weichgewebe des Menschen. Diese Methode kommt in der Regel dann zum Einsatz, wenn Metastasen vermutet werden, die im gesamten Körper, also entfernten Organen und Lymphknoten, auftreten können.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Blasenkrebs gehört zu den vergleichsweise häufig auftretenden Krebsarten. Es wird aktuell davon ausgegangen, dass alle Arten von Karzinomen in der Blase etwa Rang fünf der Krebskrankheiten belegen. Dies bedeutet, dass auf etwa 100 000 Menschen jährlich rund 40 Neuerkrankungen kommen. Dabei lässt sich ein deutlicher Unterschied hinsichtlich der Geschlechter erkennen. Männer sind überdurchschnittlich häufig von dieser Krebsart betroffen. Es wird davon ausgegangen, dass sie etwa doppelt so häufig an Blasenkrebs leiden als Frauen. Als Auslöser hierfür gilt zum einen die Prostata. Gerade im Alter kann diese stark vergrößert sein und dadurch die Blase empfindlich beeinträchtigen. Nicht selten wird eine starke Gewebereizung hierdurch hervorgerufen. Sind dazu noch andere Risikofaktoren, beispielsweise eine Exposition mit diversen Umweltgiften oder eine genetische Prädisposition vorhanden, dann entwickelt sich diese Krebsart häufig. Zum anderen konnte bislang noch nicht ausgeschlossen werden, dass männliche Sexualhormone zur Entstehung dieses Krebses beitragen. Valide Studien hierzu stehen allerdings noch aus.

Blasenkrebs tritt überwiegend bei älteren Menschen auf. Risikobelastet sind in der Regel Personen, die das 55. Lebensjahr bereits abgeschlossen haben. Im Durchschnitt sind jedoch Menschen im Alter von etwa 65 bis 70 Jahren betroffen. Dass die Krankheit jüngere Menschen befällt, ist sehr selten. Es wird davon ausgegangen, dass sie lediglich in einem Prozent der Fälle bei unter 50Jährigen zu finden ist. Dann handelt es sich zumeist um spezielle Blasenkrebsarten, wie etwa um ein Sarkom.

Theoretisch kann jeder Mensch an Blasenkrebs erkranken. Es hat sich allerdings gezeigt, dass überwiegend Weiße und Menschen europäischer Abstammung einen solchen entwickeln. Bei Asiaten ist er hingegen am seltensten anzutreffen. Über die Gründe hierfür kann nur spekuliert werden. Einige Ärzte vermuten, dass eine genetische Vorbelastung, also eine Genmutation dazu führt, dass einige Menschen einem größeren Blasenkrebsrisiko unterliegen als andere. Andere Forscher suchen die Gründe hingegen in veränderten Umweltbedingungen und der Ernährung. Die tofu- und gemüselastige Ernährung, die im asiatischen Raum üblich ist, könnte beispielsweise dazu beitragen, dass Blasenkrebsrisiko zu senken. Für einige andere Krebserkrankungen, wie beispielsweise Prostatakrebs, liegen hierzu schon einige valide Studien vor.

Insgesamt gesehen gehört Blasenkrebs zu den häufigsten, gleichzeitig aber auch zu den am besten behandelbaren Krebserkrankungen. Die Heilungsprognose sieht bei diesem Krebs vergleichsweise positiv aus. Wird das Karzinom im Frühstadium entdeckt, können etwa 90 % der Fälle geheilt werden. Lediglich bei der 5 bis 8 % der zeigt sich bei der Erstdiagnose bereits ein erheblicher Fortschritt der Krankheit und haben sich bereits erste Metastasen gebildet.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen ergeben sich bei Blasenkrebs vor allen Dingen dann, wenn der Krebs schnell und stark angewachsen ist. Dann kann ein Tumor vielerlei Probleme verursachen, die in erster Linie die Harnausscheidung, insgesamt aber auch andere Bereiche des Körpers betreffen können. Ein papilläres Blasenkarzinom beispielsweise gilt zwar als relativ leicht behandelbar, birgt allerdings eine Reihe von Risiken. Da der Krebs hier ins innere der Blase wächst, kommt es nicht selten zu Verschlüssen der Harnleiter oder der Harnröhre. Dadurch staut sich Urin unter Umständen in der Blase. Dies ist nicht nur sehr schmerzhaft, sondern kann zum eklatanten Ausweiten der Blasenwände führen. Sogar eine Blasenruptur ist möglich. Dadurch wird einerseits die Harnblase selbst zerstört, es ergießen sich dabei aber auch gefilterte Giftstoffe in den Körper. Das könnte bei fehlender Behandlung für den Betroffenen lebensbedrohlich werden. Ist es dem Körper andererseits nicht möglich, die Ausscheidungsprodukte von den Nieren über den Harnleiter in die Blase zu geleiten, verbleiben Giftstoffe in den Nieren. Dadurch wird hier Gewebe stark geschädigt. Nierenprobleme und sogar komplettes Nierenversagen sind hernach möglich. Auch dies kann im ungünstigsten Fall den Tod des Patienten bewirken.

Ist die Blase durch den Krebs oder dessen Folgen zu stark beschädigt beziehungsweise muss sie entfernt werden, ist es notwendig einen künstlichen Harnausgang zu schaffen. Dies birgt allerdings eine Reihe von Nebenwirkungen. So haben externe Katheder beispielsweise Infektionen zur Folge und können darüber hinaus sehr belastend für den Körper werden.

Eine weitere Problematik bei Blasenkrebs besteht darin, dass auch dieser Metastasen bilden kann. Es handelt sich dabei um Krebszellen, die über das Blut in andere Bereiche des Körpers transportiert werden. Hiervon sind zunächst die nahegelegenen und später entfernte Lymphknoten betroffen. In einem späteren Erkrankungsstadium können jedoch auch andere Organe, beispielsweise die Leber, die Lunge oder das Herz, von Blasenkrebs betroffen sein. Das erschwert die Behandlung, da kein gezielter Eingriff mehr vorgenommen werden kann. In diesen Fällen wird nicht selten auf eine medikamentöse Behandlung des Krebses mit Chemotherapie zurückgegriffen. Diese tötet einerseits die Krebszellen ab, bewirkt aber auch eine Schädigung der gesunden Zellen im Körper und gilt daher als schwerer medizinischer Eingriff, der nur dann erfolgen sollte, wenn alle anderen Mittel bereits ausgeschöpft sind. Nicht selten tritt hernach der Tod nicht aufgrund des Krebses selbst sondern durch die Nebenwirkungen der Medikamente ein.

Insgesamt gesehen, ist der Blasenkrebs jedoch gut behandelbar und zumeist nicht mit Komplikationen verbunden. Gerade bei einer rechtzeitigen Diagnose gestaltet sich die Behandlung zumeist problemlos.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Blasenkrebs gehört zu jenen Krebserkrankungen, die von Ärzten als vergleichsweise gut behandelbar eingestuft werden. In mehr als 90 % der Fälle kann bei einem Harnblasenkarzinom eine Heilung in Aussicht gestellt werden. Dies gilt allerdings nur dann, wenn der Krebs entsprechend frühzeitig behandelt wird. Aus diesem Grund muss selbstverständlich rechtzeitig ein Arzt aufgesucht werden, der hernach den Krebs diagnostiziern und eine geeignete Behandlung einleiten kann. Dafür sollte der Patient seinen Körper gut kenne. Denn jede Auffälligkeit könnte prinzipiell ein Hinweis auf Zellveränderungen innerhalb der Harnblase sein. Das fällt gerade jenen Menschen leicht, die eine geregelte Ernährung befolgen. Eine Farbveränderung des Urins beziehungsweise Änderungen im Harnverhalten sind dann zumeist Marker einer Erkrankung.

Insgesamt sollte jeder einen Arzt aufsuchen, der Blut im Urin bemerkt. Dieser kann sich durch einen deutlichen Bluteinschuss aber auch durch eine dunkle Verfärbung des Urins zeigen. Ist der Urin beispielsweise Orange oder Rosa sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden. Dies gilt auch dann, wenn Unterschiede beim Urinieren selbst festgestellt werden. Tritt regelmäßig ein schmerzhaftes Gefühl oder Brennen beim Wasserlassen auf, kann dies bereits ein Hinweis auf bösartige Veränderungen der Blase sein. Aber auch, wer einen verstärkten Harndrang verspürt, ohne dass tatsächlich Urinieren notwendig ist, sollte einen Arzt kontaktieren. Andersherum sollte auch ein Verhinderter Harnablass untersucht werden. Hier blockiert möglicherweise ein Tumor die Harnröhre. Auch wer Schmerzen im Unterbauch wahrnimmt, die häufig gleichermaßen mit Rückenschmerzen einhergehen muss umgehend einen Arzt aufsuchen.

Da Blasenkrebs überwiegend ab einem Alter von circa 55 Jahren auftritt, empfiehlt es sich, ab diesem Alter regelmäßig Routineuntersuchungen vornehmen zu lassen. Gerade bei Männern ist dies notwendig, da sie doppelt so häufig von Blasenkrebs betroffen sind wie Frauen. Bei diesen Untersuchungen kann ein Krebs auch schon dann diagnostiziert werden, bevor er beginnt Probleme zu bereiten und sich erste Symptome noch nicht gezeigt haben. Dies steigert natürlich die Chancen auf eine Heilung.

Behandlungsmethoden & Therapie

Wurde bei einem Patienten Blasenkrebs diagnostiziert, wird er in der Regel an einen Onkologen überwiesen, der im Hinblick auf den Fortschritt der Krebserkrankung eine geeignete Therapie verordnen wird. Dabei spielt nicht nur das spezifische Krebsstadium, sondern auch die körperliche Verfassung des Patienten eine Rolle. In aller Regel wird jedoch zuerst ein chirurgisches Verfahren eingeleitet. Gerade im Frühstadium der Erkrankung lassen sich dabei Karzinome zielsicher entfernen. Ist lediglich die innere Blasenwand betroffen wird, häufig direkt bei einer Zytoskopie, die Wand ausgeschabt, wodurch alle Krebszellen entfernt werden. Wurde bereits mehr Gewebe angegriffen, kann auch ein Teil des Muskelgewebes entfernt werden, ohne dass dem Patienten hieraus eine gravierende Einschränkung entsteht. Anders gestaltet sich die Situation selbstverständlich, wenn große Teile der Blasenwand von Krebszellen durchsetzt sind oder ein Blasenkrebs immer wieder auftritt. Dann bleibt unter Umständen nur die Möglichkeit, die Blase komplett zu entfernen. Dieses Verfahren wird als Zystektomie bezeichnet. Es handelt sich dabei um einen intensiven Eingriff, der nach Möglichkeit von der Medizin vermieden werden soll. Denn eine Zystektomie stellt nach wie vor einen gravierenden Einschnitt in den Ausscheidungsapparat des Menschen dar. In solchen Fällen wird häufig versucht, den Krebs anderweitig zu behandeln, beispielsweise mit Medikamenten oder Strahlung.

Bei der Strahlungstherapie werden Krebszellen gezielt mit Strahlung zerstört. Es gibt dabei verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann Strahlung von Außen auf den Tumor gerichtet werden. Das erfordert eine regelmäßige Wiederholung der Behandlung, ist jedoch vergleichweise schmerzfrei. Die Strahlendosis ist dabei an das jeweilige Karzinom angepasst.Zum anderen kann die Strahlung auch im Inneren der Blase abgegeben werden. Hierfür wird ein Implantat in die Blasenwand eingeführt, welches in regelmäßigen und gleichmäßigen Dosen Strahlung absondert. Gerade dieses Vorgehen gilt als optimal, da keine aufwendige Strahlungssitzung notwendig ist. Nebenwirkungen treten bei der Strahlungsbehandlung mit Sicherheit auf. Sie reichen von Übelkeit bis hin zu größeren Gewebeschäden. Im Vergleich zu anderen Behandlungsmethoden, zeigt sich die Strahlentherapie jedoch als guter Kompromiss zwischen chirurgischem Eingriff und Chemotherapie.

Die Chemotherapie kommt zumeist dann zur Anwendung, wenn andere Behandlungsarten erfolglos geblieben sind. Grund hierfür kann ein stets wiederkehrender Tumor sein. In den meisten Fällen ist allerdings eine rasche Ausbreitung des Krebses verantwortlich. So gilt die Chemotherapie zumeist dann als gesetzt, wenn keine Behandlungsoptionen ob der bereits eingesetzten Metastasierung bestehen. Bei der Chemotherapie werden dann spezifische Medikamente verabreicht, welche bösartige Zellen abtöten sollen. Die Schwierigkeit bei dieser Behandlung besteht jedoch in erster Linie darin, dass die eingesetzten Medikamente natürlich nicht zwischen gesunden und kranken Zellen unterschieden. Dadurch kann es geschehen, dass viel gesundes Gewebe beschädigt wird. Darüber hinaus ist das Immunsystem des Menschen während der Behandlung beinahe inaktiv. Der Organismus wird dadurch sehr anfällig für Krankheiten, welche auch dann lebensbedrohlich werden können, wenn sie ansonsten als eher harmlos gelten.

Welche Therapie zum Einsatz kommt, entscheidet der Patient mit dem Arzt gemeinsam. Sie ist auch davon abhängig, wie schnell ein Krebs sich ausbreitet und wie Alt der Patient bei der Erstdiagnose ist. Häufig entscheiden sich gerade ältere Betroffene dazu, auf eine radikale Therapie gänzlich zu verzichten und nur lebensverlängernde Maßnahmen in Anspruch zu nehmen. Immerhin kann eine drastische Therapie selbst auch zu Schäden des Organismus führen. Am wichtigsten ist hier also eine gezielte und umfangreiche Beratung. Gerade bei drastischen Eingriffen ist es zudem ratsam, sich eine Zweitmeinung einzuholen. Zudem kann der Besuch bei einem Psychotherapeuten sinnvoll sein.

In aller Regel verursacht Blasenkrebs keine oder nur wenige Beschwerden. Falls Probleme beim Wasserlassen oder eine Verfärbung des Urins auftreten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Die ideale Adresse wäre in diesem Fall der Urologe. Je früher der Blasenkrebs diagnostiziert wird, desto besser ist er auch therapierbar.

Der Arzt wird zunächst eine Anamnese, also eine Befragung nach den Beschwerden, vornehmen. Hierbei sollte der Patient auch etwas über seinen Lebensstil erzählen und ob er gerne raucht. Bei einer anschließenden Urinuntersuchung wird festgestellt, ob sich dort Blut im Harn nachweisen lässt. Mitunter wird auch eine körperliche Untersuchung durchgeführt, wobei jedoch nur sehr große Tumore über die Bauchwand ertastet werden können.

In den meisten Fällen bringt eine Röntgenuntersuchung des Harntraktes weiteren Aufschluss. Ebenso kann auch eine Ultraschalluntersuchung etwas über den Zustand der Nieren, des Nierenbeckens, der Harnleiter und der Blase aussagen.

Falls der Verdacht auf Blasenkrebs begründet ist, wird eine Blasenspiegelung durchgeführt, die jedoch nur über eine Lokal- oder Vollnarkose möglich ist. Über ein Zystoskop kann das Innere der Blase begutachtet werden. Meistens erfolgt hierbei auch gleich eine Biopsie, eine Gewebeprobe. Die untersuchten Zellen geben Aufschluss über mögliche Tumore. Auch der Urin wird im Labor auf Tumorzellen hin untersucht. Hat sich der Verdacht bestätigt, werden sicherheitshalber auch alle umliegenden Organe auf mögliche Metastasen hin untersucht. Für die weitere Behandlung müssen Chirurgen, Urologen, Onkologen und notfalls Psychologen eng zusammenarbeiten. In erster Linie hängt es vom Stadium der Erkrankung ab. Hierbei wird eine Art Steckbrief des Tumors entwickelt.

Bei mehr als 70 % aller Betroffenen handelt es sich um einen oberflächlichen Tumor, der mithilfe einer endoskopischen Operation entfernt werden kann. Wichtig ist, dass der Tumor noch nicht die Blasenschleimhaut durchstoßen und in die Blasenmuskulatur eingedrungen ist. Per Elektroschlinge wird der Tumor abgetragen.

Um ein erneutes Auftreten zu vermeiden, erhalten die Patienten im Anschluss meistens noch eine örtliche Chemotherapie. Das Mittel wird vom Arzt direkt in die Blase eingespritzt und wird anschließend über den Harn ausgespült. Bei Patienten mit Rückfallrisiko wird eine örtliche Immuntherapie vorgenommen. Hierbei wird häufig der Tuberkuloseimpfstoff BCG in die Blase eingebracht. Der Stoff löst im Körper eine besondere Immunreaktion aus.

Ist der Blasenkrebs tiefer in die Wand eingewachsen, kommt mitunter eine teilweise oder komplette Entfernung der Harnblase in Betracht. Dabei werden auch alle umliegenden Lymphknoten entfernt. Bei Männern werden dabei sicherheitshalber auch die Prostata und die Samenblasen entfernt. Notfalls muss noch die Harnröhre entfernt werden. Bei Frauen müssen dagegen häufig die Gebärmutter, die Eierstöcke und Teile der Scheidenwand sowie die Harnröhre entfernt werden. In diesem Fall muss später ein künstlicher Ausgang gelegt werden, sodass die Betroffenen immer einen Urinbeutel mit sich tragen müssen.

Bei jüngeren Patienten kann über einen ausgeschalteten Darmteil eine neue Blase geformt werden. Auf diese Weise ist wieder ein ganz normales Wasserlassen möglich. Schließlich gibt es noch die Möglichkeit, die beiden Harnleiter vom Nierenbecken mit dem letzten Teil des Dickdarms zu verbinden. In diesem Fall läuft der Urin während des Stuhlgangs ab.

Ein fortgeschrittener Blasenkrebs bietet verständlicherweise die schlechteste Prognose. Bei etwa 76 % der männlichen und 70 % der weiblichen Patienten mit der Diagnose Blasenkrebs geht man von einer Überlebensrate von 5 Jahren aus.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Bislang gibt es noch keinen eindeutigen Weg, um einen Blasenkrebs absolut zu vermeiden. Impfungen oder ähnliches konnten also bisher noch nicht entwickelt werden. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die genauen Ursachen, welche mit Sicherheit zum einem Karzinom führen, von der medizinischen Forschung noch nicht ermittelt werden konnten. Es gibt allerdings eine Reihe von Risikofaktoren, die zum Teil vermieden werden können.

Als gesichert gilt, dass Blasenkrebs durch Rauchen hervorgerufen werden kann. Ärzte nehmen an, dass sogar die Hälfte aller Blasenkrebskarzinome auf Tabakkonsum zurückzuführen sind. Daher gilt es als wichtigste Maßnahme der Prävention, mit dem Rauchen aufzuhören beziehungsweise gar nicht erst zu beginnen. Für viele Menschen stellt dies unter Umständen ein schwerwiegendes Problem dar. Rauchen ist, gerade auch in Deutschland, oftmals gesellschaftlich akzeptiert und Zigaretten lassen sich allerorts legal erwerben. Das kann eine Rauchentwöhnung durchaus erschweren. Es ist Rauchern aus diesem Grund zu empfehlen, eine entsprechende Suchtberatung in Anspruch zu nehmen. Hier können geschulte Berater gute Hinweise dazu liefern, wie sich ein rauchfreier Alltag gestalten lässt und der Rückfall unter Umständen verhindert werden kann. Insgesamt ist ein Rauchstopp zu empfehlen, da sich hierdurch nicht nur die Risiken für Blasenkrebs, sondern auch für andere Krebsarten und Krankheiten senken lassen.

Eine weitere Möglichkeit das Blasenkrebsrisiko zu senken, ist die Vermeidung des Kontakts mit diversen Chemikalien. Da gerade Industriechemikalien als ursächlich für ein Blasenkarzinom sind, sollte bei der Arbeit entsprechende Schutzkleidung getragen werden. Wer in der Gummi-, Leder-, Textil- oder Druckindustrie tätig ist oder anderweitig Kontakt zu Färbemitteln hat, muss besonders darauf achten, dass die Atemwege und die Haut vor Kontakt mit Farbstoffen geschützt ist. Diese gelten immerhin als stark karzinogen. Arbeitsschutz sollte daher vom Arbeitgeber in speziellen Schulungen jedem Mitarbeiter erläutert werden. Das gilt auch bei Berufen, in denen kosmetische Färbemittel eingesetzt werden: Friseure und Kosmetiker sollten bei der Arbeit nach Möglichkeit Handschuhe tragen. All jene, die sich selbst die Haare färben, müssen ebenfalls darauf achten, nicht zu intensiv mit der Farbe in Kontakt zu kommen. Es kann allerdings davon ausgegangen werden, dass eine erhebliche Exposition mit bestimmten Farbstoffen notwendig ist, um das Krebsrisiko zu steigern. Gewöhnliches Färben sollte daher unproblematisch sein. Lediglich täglicher Kontakt kann das Risiko auf ein Karzinom steigern.

Letztlich stellt regelmäßiges Trinken von Wasser eine günstige Prävention dar. Es hat sich gezeigt, dass durch Nahrungsaufnahme oder die Atmung Chemikalien in der Blase ablagern können, die hernach für eine Irritation der inneren Blasenwände verantwortlich sind. Werden diese Chemikalien schnell aus der Blase herausgeschwemmt, sinkt das Risiko, dass gravierende Schäden angerichtet werden. Daher sollte entsprechend viel Wasser aufgenommen werden, wodurch die Blase zu einer regelmäßigen Aktivität angeregt wird. Einen ähnlich positiven Effekt hat ach die regelmäßige gesunde Ernährung mit frischem Obst und Gemüse.

Einige Maßnahmen sind günstigerweise zu treffen, wenn Reisen ins Ausland erfolgen. In einigen Ländern gibt es keine sichere Versorgung mit Trinkwasser. Gerade in manchen afrikanischen, südamerikanischen und asiatischen Ländern erfolgt die Trinkwasserversorgung über Brunnen, die nicht selten mit Arsen belastet sind. Hier sollte auf Wasserkonsum aus Flaschen zurückgegriffen werden. Brunnenwasser gilt es eher zu vermeiden.


Prognose zur Heilung

Blasenkrebs

In der Regel gehört Blasenkrebs zu jenen Krebserkrankungen, die bereits im Frühstadium leicht entdeckt werden. Der Grund hierfür liegt darin, dass sich gleich zu Beginn eines entstehenden Karzinoms erste Symptome zeigen, die eine Störung des Harntraktes vermuten lassen. Deshalb gehen viele Betroffene rechtzeitig zum Arzt. Die Blase wird darüber hinaus bei der urologischen Routineuntersuchung beziehungsweise bei der regelmäßig stattfindenden gynäkologischen Untersuchung mit überprüft. Dieser Umstand führt dazu, dass Blasenkrebs frühdiagnostiziert, schnell behandelt und somit leichter geheilt werden kann. Aktuelle Statistiken belegen, dass weit mehr als 90 % der Blasenkarzinome heilbar sind. Dieser Umstand ist natürlich auch der Art des Krebses geschuldet. In den meisten Fällen treten vergleichsweise langsam wachsende Karzinome auf. Es gibt jedoch auch einige Arten von Blasenkrebs, die deutlich schwieriger zu behandeln sind. Hierzu gehören kleinzellige Karzinome. Diese Krebsart wächst sehr schnell und breitet sich rasch über den gesamten Körper des Menschen aus. Aus diesem Grund enden solche Krebserkrankungen häufig mit dem Tod des Patienten. Allerdings handelt es sich beim kleinzelligen Karzinom um eine eher seltene Erkrankung. Es ist davon auszugehen, dass nur circa 1 % der Blasenkrebsfälle auf diese Krebsart zurückgeht. Weniger erfolgreich gestaltet sich die Behandlung außerdem, wenn im ungünstigen Falle der Krebs erst spät entdeckt wurde. Dann haben sich unter Umständen bereits Metastasen in Lymphknoten und anderen Organen gebildet. Das erschwert die Behandlung dahingehend, dass starke Medikamente eingesetzt werden müssen, um alle Blasenkrebszellen im Körper anzugreifen. Eine gezielte Behandlung ist dann kaum mehr möglich. Allerdings hat die medikamentöse Behandlung entscheidende Nachteile. Eine Chemotherapie bewirkt schließlich die Schädigung aller Zellen. Sie unterscheidet nicht zwischen gesunden und kranken Zellen. Dadurch können Gewebeschäden auftreten, die den Körper soweit schwächen, dass keine Krankheitsabwehr mehr möglich ist. Dadurch kann es ebenfalls zum Tod des Patienten kommen.

Insgesamt gesehen, stellt Blasenkrebs also eine weniger problematische Krebserkrankung dar. Allerdings handelt es sich dennoch um eine schwere Krankheit, die entsprechen durch einen Facharzt behandelt werden muss. Andernfalls endet auch ein Blasenkarzinom immer tödlich.


Leben mit Blasenkrebs

Die Diagnose Blasenkrebs kann einen gravierenden Einschnitt im Leben eines Menschen darstellen. Oftmals ist sie Auslöser für starken Stress und psychische Probleme. Die Behandlung der Krankheit kann darüber hinaus zu körperlichen Einschränkungen führen, die ebenfalls stark belastend für den Patienten sein können. Und da der Blasenkrebs in vielen Fällen auch nach der Behandlung erneut auftritt, stellt oftmals auch das Behandlungsende keine Erleichterung dar.

Am wichtigsten ist es, nicht vor dem Blasenkrebs davonlaufen zu wollen. Patienten sollten sich der Diagnose stellen. Nur so kann sichergestellt werden, dass eine Behandlung optimal verläuft. Immerhin müssen eine Menge an Untersuchungen erfolgen. Auch die Behandlung, die zum Teil mit Nebenwirkungen einhergeht, erfordert, dass der Betroffene stets mitarbeitet: Termine zu Untersuchungen sollten dringlichst wahrgenommen und Medikamente nach Plan eingenommen werden. Hierfür hilft es, das nähere Umfeld über die Krankheit zu informieren. Dies kann für einige Patienten belastend sein. Es ist daher möglich, einen Termin mit dem behandelnden Arzt oder einem Therapeuten zu vereinbaren, der nicht nur den Betroffenen, sondern auch die Angehörige über die Krankheit, die Behandlung und alle Folgen aufklärt. Dabei sollte Ehrlichkeit stets an erster Stelle stehen. Es nützt weder dem Patienten selbst noch den Mitbetroffenen, wenn Folgeschäden oder gar ein baldiges Versterben verschwiegen werden. Ehrlichkeit führt im Gegenteil dazu, dass sich die Menschen entsprechend vorbereiten können.

Gerade dann, wenn die Prognose bei Blasenkrebs ungünstig steht, kann es helfen, sich an einen Psychotherapeuten zu wenden. Dieser kann dabei helfen, die Diagnose zu verarbeiten. Vielen Patienten ist es zudem ein Anliegen alle rechtlichen Dinge frühzeitig zu klären. Der Besuch bei einem Anwalt kann dabei hilfreich sein. Hier kann ein Testament genauso diskutiert werden, wie eine Patientenverfügung. Betroffene sollten sich darüber im Klaren sein, ob lebenserhaltende Maßnahmen erwünscht sind oder nicht. Natürlich können solche Angelegenheiten auch Angehörige regeln. In der Regel ist es jedoch recht sinnvoll all dies selbst zu entscheiden.

Konnte ein Krebs erfolgreich behandelt werden, so gilt es die angesetzten Nachuntersuchungstermine unbedingt wahrzunehmen. Nur hierdurch kann gewährleistet werden, dass ein Krebs frühzeitig entdeckt wird, wenn er erneut auftritt. Außerdem sollten unbedingt alle Präventionsmaßnahmen ergriffen werden, die im Bezug auf Blasenkarzinome als sinnvoll erachtet werden. Hierzu gehört beispielsweise, dass Betroffene mit dem Rauchen aufhören beziehungsweise sich keiner Umgebung aussetzen, in der viel geraucht wird. Unter Umständen bedeutet dies, dass bestenfalls auch Familienangehörige das Rauchen aufgeben. Eine Suchttherapie kann in beiden Fällen sehr hilfreich sein, da der Nikotinentzug oftmals als besonders schwierig empfunden wird. Darüber hinaus sollte eine gesunde Ernährung eingehalten werden. Ein Trinktagebuch kann außerdem dabei helfen, genügend Flüssigkeit aufzunehmen. Auch hier kann unter Umständen ein Fachmann zurate gezogen werden. Ernährungsberater und Diätologen sind zum Teil darauf geschult, eine günstige Ernährungsweise für Krebspatienten zu finden. Sie können auch den Einsatz diverser Nahrungsergänzungsmittel erwägen, welche sich positiv auf die Blasengesundheit auswirken können.

In einigen Fällen kann sich der Blasenkrebs auch negativ auf das Berufsleben eines Menschen auswirken. In Deutschland sind Menschen, die ob einer Erkrankung lange krankgeschrieben sind, nicht kündbar. Dennoch kann ein langer Kuraufenthalt oder eine lange Krankschreibung zu finanziellen Problemen führen. Hier sollte der Gang zum Sozialamt nicht gescheut werden. In den meisten Fällen wird Blasenkrebs allerdings chirurgisch behandelt. Dadurch können Patienten schon bald nach dem Eingriff ihrem Alltag wieder nachgehen und benötigen keine längerfristige Behandlung die Arbeiten unmöglich macht. Anders gestaltet sich die Situation selbstverständlich dann, wenn die Arbeit in Zusammenhang mit der Krankheit stehen. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Betroffene mit Substanzen arbeiten, die als karzinogen gelten. Dann sollte mit dem behandelnden Arzt ein Berufswechsel diskutiert werden.

Insgesamt gesehen lohnt es sich, während und nach der Behandlung Menschen zu kontaktieren, die auf die Arbeit mit Krebspatienten geschult sind. In vielen Bereichen des Lebens können Therapeuten sinnvolle Hinweise geben und das Leben eines Betroffenen dadurch entscheidend positiv beeinflussen.


Alternative Behandlungsmethoden

In den vergangenen Jahren hat sie alternative Medizin viele Bereiche der konventionellen Medizin durchsetzt und konnte bei einigen Erkrankungen sogar eine Vorreiterstellung gewinnen. Dies gilt gerade dann, wenn leichte Krankheiten vorliegen, bei denen auf den Einsatz starker Medikamente verzichtet werden kann. Darüber hinaus gestalten sich einige alternative Behandlungsmethoden als günstige Ergänzung der Krankheitsprävention, bei der Pflege oder der Behandlung von Stress. In der Krebstherapie spielen sie jedoch eine eher untergeordnete Rolle. Krebs gehört zu den sehr schweren Erkrankungen des Menschen und verlangen in der Regel eine aggressive Therapie. Das bedeutet, dass neben operativen Verfahren vor allem Chemotherapie und Strahlentherapie eingesetzt werden, um das abnorme Zellwachstum eindämmen zu können. Obgleich Blasenkrebs zu jenen Krebserkrankungen gehört, die vergleichsweise gut heilbar sind, kann auch hier ein alternativer Behandlungsansatz nur mäßig zum Erfolg der Therapie beitragen. Als Ersatz zur konventionellen Behandlung dient er zudem gar nicht.

Insgesamt gesehen ist die alternative Medizin bei Blasenkrebs eine sinnvolle Ergänzung, wenn es darum geht ihn zu vermeiden. Welche Maßnahmen dabei ergriffen werden, hängt vor allem vom Betroffenen selbst ab. Häufig anzutreffen sind beispielsweise verschiedene Kuren mit harntreibenden Tees oder Kräutern. Aber auch als Hilfe bei anderen Präventionsmaßnahmen eignet sich die alternative Medizin. Beispielsweise gilt Rauchen als einer der Hauptgründe für die Entwicklung eines Tumors in der Harnblase. Die Rauchentwöhnung stellt für die meisten Betroffenen jedoch ein großes Problem dar. Nikotinsucht zählt zu den ausgeprägtesten Süchten und lässt sich nur schwer kontrollieren. Dies gilt gerade für Menschen, die schon sehr lange rauchen und den Tabakkonsum fest in den Alltag integriert haben. Hier können diverse alternative Behandlungsmethoden gezielt ansetzen. Es ist beispielsweise möglich eine Hypnotherapie, Akkupunktur oder weitere Antirauchtherapien auszuprobieren. Ein negativer Effekt wird hierdurch nicht gefördert. Und prinzipiell gilt: Alles was nicht als unangenehm empfunden wird und hilft, sei erlaubt.

Insgesamt gesehen können diverse Maßnahmen ergriffen werden, die keinen negativen Einfluss auf die konventionelle Behandlung von Blasenkrebs haben. Aus diesem Grund sollten Therapien stets mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Selbstverständlich gibt es kein Hausmittel, mit dem ein Krebs geheilt oder allein behandelt werden kann. Hausmittel können höchstens dazu beitragen, eine Behandlung zu erleichtern, Schmerzen erträglich zu machen oder das allgemeine Befinden eines Patienten zu stärken. Dies geschieht in der Regel durch Bettruhe, gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf und Bewegung. Eine übergeordnete Rolle kommen den Hausmitteln jedoch im Bezug auf die Krebsprävention zu. Hier kann allerlei unternommen werden, um die Blasengesundheit zu stärken. Empfehlenswert sind unter anderem verschiedene Tees und Säfte, welche harntreibend wirken. Dadurch wird die Blase zu einem gesteigerten Ausscheiden von Urin bewegt. Giftstoffe können dadurch schneller und effizienter aus dem Körper und dem Hohlorgan selbst herausgetrieben werden. Es ist allerdings hierfür notwendig, dass genügend Flüssigkeit aufgenommen wird.

Viele Naturheilkundler schwören auf eine regelmäßige Entgiftung des Körpers mit Tees und Kräutern. Dabei werden dem Körper in hohem Maße Wasser und bestimmte Tees zugeführt, welche die Blase ausspühlen sollen. Solche Entgiftungen sind beispielsweise unter dem Namen Frühjahrskur oder Entschlackung bekannt. Wird eine solche Kur vorschriftsmäßig durchgeführt, kann sie durchaus gesundheitsförderlich sein. Es gilt jedoch dabei, dass genügend Nahrung und Wasser aufgenommen wird.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Heilpflanzen und Kräuter sind selbstverständlich mitnichten dazu geeignet, eine Krebserkrankung zu therapieren oder gar zu heilen. Sie können lediglich als unterstützende Maßnahme genau dann herangezogen werden, wenn sie dem allgemeinen Wohlbefinden eines Patienten dienen. Dies kann in Zeiten starken Stresses beispielsweise durch den Einsatz von Beruhigungstees mit Baldrian oder bei Schlafstörungen durch einen Hopfen-Passionsblumentee geschehen. Insgesamt jedoch verzeichnen Tees eher Erfolge bei der Krebsprävention, denn bei der Behandlung selbst.

Die Prävention bezieht sich in erster Linie darauf, dass einige Pflanzen die Blasengesundheit erhalten sollen. Das gilt in gehobenem Maße für all jene Pflanzen, die eine harntreibende Wirkung haben. Birke oder Brennessel zählen beispielsweise dazu. Diese Kräuter und Pflanzen sollen dem Körper in Form von Tees zugeführt werden, was zu einer erhöhten Urinausscheidung führt. Dadurch wird die Blase regelmäßig entleert. Es ist jedoch dringlichst darauf zu achten, dass gleichermaßen Wasser zugeführt wird. Denn nur dadurch kann der Körper vor einer Austrocknung bewahrt werden. Einige Ärzte gehen sogar davon aus, dass prinzipiell auf auf den Einsatz der Kräuter komplett verzichtet werden könnte und lediglich ein gesteigerter Wasserkonsum zu einem ähnlichen positiven Effekt kommen könnte, wie dies mit harntreibenden Mitteln der Fall ist.

Dennoch sind im Folgenden jene Kräuter und Pflanzen genannt, die zur Blasengesundheit beitragen sollen:

  • Bärentraube
  • Brennnessel
  • Birke
  • Kamille
  • Hauhechel
  • Löwenzahn
  • Eberesche
  • Gartenkresse
  • Hopfen
  • Pfefferminze

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Ätherische Öle

Ätherische Öle können auf verschiedene Weise eingesetzt werden. Unter anderem sind mit ihnen Sitzbäder, Kompressen oder eine Aromatherapie möglich. Die Öle sollen hernach Schmerzen lindern, Bakterien bekämpfen oder ganz allgemein Stress abbauen. Dies kann unter Umständen eine sinnvolle Ergänzung der Behandlung gegen Blasenkrebs sein. Gerade dann, wenn dem Patienten Erleichterung oder Schmerzlinderung verschafft wird, stellen ätherische Öle eine gute Alternative zu schmerzstillenden oder nervenberuhigenden Psychopharmaka dar. Dies ist selbstverständlich in höchsten Maße davon abhängig, ob der Patient ätherische Öle als angenehm empfindet. Einige Menschen neigen bei Kontakt mit Ölen zu Atmenbeschwerden. Dann sollte selbstverständlich auf den Einsatz dieser Mittel verzichtet werden. Darüber hinaus können Öle natürlich keinen Ersatz für eine konventionelle Krebstherapie bilden. Sie gelten vielmehr als Therapieergänzung oder als Präventionsmaßnahme.

Im Folgenden finden sich einige ätherische Öle, denen eine positive Wirkung auf die Blase und den Harntrakt nachgesagt wird:

  • Cajeput
  • Wacholder
  • Thymian
  • Kiefer
  • Lavendel
  • Myrte
  • Zeder
  • Sandelholz
  • Eukalyptus

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Homöopathie & Globuli

Die Homöopathie ist inzwischen dank der medizinischen Forschung gut dokumentiert und hinsichtlich der Wirksamkeit überprüft. Dabei hat sich herausgestellt, dass in den meisten Fällen durch Globuli keine Wirkung erzielt werden kann. Hierfür muss zunächst die Zusammensetzung der meisten Mittel betrachtet werden. Bei den sogenannten Globuli handelt es sich oftmals um Zuckerperlen, die mit geringsten pflanzlichen Bestandteilen versetzt sind. Diese Bestandteile sind zumeist derart gering, dass keine Wirkung auf den menschlichen Körper erzielt werden kann. Die Einnahme der Globuli ist dann schlicht unbedenklich für die Gesundheit, hat allerdings auch keinerlei Effekt. Zu den homöopathischen Mitteln gehören aber auch andere, rein pflanzliche Mittel, die durchaus eine Wirkung erzielen können. Bei einer Krebserkrankung wie dem Blasenkarzinom können sie allerdings nicht den gleichen Effekt erzielen, wie dies bei konventionellen Medikamenten oder gar operativen Verfahren möglich ist. Aus diesem Grund sollte eine Krebsbehandlung unter keinen Umständen allein mit Homöopathie erfolgen. Außerdem gilt es vor der Einnahme solcher Mittel mit dem behandelnden Arzt zu sprechen, da die pflanzlichen Präparate durchaus mit anderen notwendigen Medikamenten in Wechselwirkung treten können, was zum Teil deren Wirksamkeit beeinträchtigt aber auch zu schweren Nebenwirkungen führen kann.

Im Folgenden sind einige homöopathische Mittel aufgelistet, die eine günstige Wirkung auf die Gesundheit der menschlichen Blase haben sollen:

  • Apis mellifica
  • Nux vomica
  • Causticum Hahnemanni
  • Belladonna
  • Petroselinum

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Schüssler-Salze

Im Bezug auf Schüssler Salze gilt ähnliches wie bereits für die Homöopathie: Sie sollten unter gar keinen Umständen eine konventionelle Krebsbehandlung ersetzen. Es gibt eine Reihe von Studien, die belegen konnten, dass Schüssler Salze keinen relevanten positiven Effekt auf die menschliche Gesundheit haben. Andere Studien wiederum belegen einen eher negativen Einfluss, da dem Körper beispielsweise unnötige Spurenelemente und Mineralien zugeführt werden. Es gibt sogar Salze, die als durchaus gesundheitsbeeinträchtigend angesehen werden können. Aus diesem Grund sollte der Einsatz solcher Medikamente nicht nur mit einem Heilpraktiker sondern auch einem erfahrenen Onkologen erfolgen. Dieser kann abwägen, welche Mittel als günstige Ergänzung oder zumindest als ungefährlich eingestuft werden können. Zudem können auch durch Schüssler Salze diverse Wechselwirkungen mit Pharmazeutika auftreten, die bei der Krebsbehandlung eingesetzt werden.

Im Folgenden finden sich jene Schüssler Salze, die von Heilpraktikern oftmals im Bezug auf die Blasengesundheit genannt werden:

Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.

Diät & Ernährung

Ernährung spielt bei allen Krebserkrankungen eine zum Teil übergeordnete Rolle. Es konnte durch verschiedene Studien nachgewiesen werden, dass eine ungesunde Ernährungsweise Karzinome begünstigt und im und schlimmsten Falle sogar hervorrufen kann. Im Bezug auf die Blase betrifft dies überwiegend die Flüssigkeitsaufnahme. Hierfür soll noch einmal kurz erläutert werden, welche Funktion die menschliche Blase erfüllen muss: Werden Lebensmittel und Flüssigkeiten konsumiert, dann trennen sich im Verdauungstrakt Feststoffe von Flüssigstoffen. Alle Flüssigkeiten werden schließlich in die Nieren geleitet, wo sich wiederum Schadstoffe und Ausscheidungsprodukte herausgefiltert werden. Diese werden hernach gemeinsam mit überschüssiger Flüssigkeit in die Blase geleitet und gesammelt. Ist die Harnblase schließlich voll, entsteht Druck auf die Harnröhre und die Blase zieht sich zusammen. Dadurch wird der Urin aus dem Körper gedrückt. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass bei einer zu geringen Aufnahme von Flüssigkeiten, alle Schadstoffe sehr lange in der Blase verbleiben, da nicht genug Wasser vorhanden ist, um die Harnblase zu füllen. Es ist dadurch möglich, dass bestimmte Chemikalien längere Zeit in der Blase festsitzen und Gewebeschäden hervorrufen könne. Wird hingegen viel Wasser konsumiert, erfolgt die Blasenentleerung in regelmäßigen und kürzeren Abständen, wodurch Schadstoffe und Chemikalien bereits nach kurzer Zeit aus der Blase herausgeschwemmt werden. Bei der Ernährung ist folglich auf eine ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit zu achten.

Es reicht jedoch nicht, wenn dem Körper Flüssigkeit in rauen Mengen zugeführt wird. Es sollte sich dabei auch um geeignete Getränke handeln. Zuckerhaltige Limonaden sowie Kaffee beispielsweise sind ungeeignet, da sie dem Körper mehr Wasser entziehen, als zugeführt wird. Auch Enegrydrinks sind als ungünstig einzustufen, da sich in ihnen viele Chemikalien und gesundheitlich fragwürdige Inhaltsstoffe befinden. Positiv hingegen ist die Aufnahme von Wasser, ungesüßten Tees sowie verdünnten Fruchtsäften zu werten.

Insgesamt sollte bei der Ernährung darauf geachtet werden, dass der Körper genügend mit Flüssigkeit versorgt wird. Frisches Obst und Gemüse enthält beispielsweise nicht nur viele Vitamine, sondern trägt insgesamt auch zu einer Regulierung des menschlichen Flüssigkeitshaushaltes bei. Alle Speisen hingegen, die überwiegend trocken sind, müssen zusätzlich im Körper mit Wasser vermengt werden, damit sie verdaut werden können. Sehr salzige oder zuckerhaltige Speisen entziehen dem Körper sogar mehr Wasser. Hierauf sollte folglich nach Möglichkeit verzichtet werden.

Insgesamt ist es ratsam, sich gesund zu ernähren, da hierdurch viele Krankheiten vermieden werden können. Das bedeutet, dass Lebensmittel frisch für den Verzehr zubereitet werden, nicht zu fettig sind und sich leicht verdauen lassen. Darüber hinaus sind kleinere, über den Tag verteilte Mahlzeiten großen und üppigen Speisen vorzuziehen. Der Körper sowie der Verdauungstrakt sollten gleichmäßig arbeiten.

Nicht alle Menschen wissen genau, wie sie sich gesund ernähren können. Gerade übergewichtige sowie untergewichtige Menschen, beziehungsweise all jene, die an einer Erkrankung leiden, welche den Verdauungsapparat beeinflusst, wissen nicht genügend über eine gesunde Ernährung Bescheid. Ihnen sei an dieser Stelle angeraten, sich mit einem speziellen Ernährungsberater oder einem Diätologen hierüber zu informieren.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist Blasenkrebs vererbbar?

Die genauen Ursachen für eine Blasenkrebserkrankung sind von der Medizin bislang noch nicht exakt bestimmt wurden. Es zeigt sich allerdings, dass Blasenkrebs familiär gehäuft auftritt. Das ist ein Hinweis darauf, dass aller Wahrscheinlichkeit nach erbliche Faktoren hierbei eine Rolle spielen. Einige Theorien besagen beispielsweise, dass bestimmte Gene in der DNA, die für die Teilung von Körperzellen zuständig sind, eine Mutation aufweisen können, welche an den Nachwuchs weitergegeben werden. Treten hernach verschiedene Umweltfaktoren hinzu, werden schließlich die mutierten Genteile aktiviert und bilden in gesteigertem Maße fehlerhafte beziehungsweise übermäßig viele Zellen eines bestimmten Gewebetyps. Daraus entsteht schließlich ein Karzinom. Ist ein Körper jedoch, obgleich ein entsprechend mutiertes Gen vorhanden ist, nicht mit diversen Umweltfaktoren oder Substanzen belastet, bleibt das Gen inaktiv oder produziert in normalem Maße Zellen. Dann tritt keine Krebserkrankung ein. Wer an Blasenkrebs leidet und sich darüber ängstigt, die Krankheit vielleicht vererbt zu haben, sollte eher darauf achten, dass die Nachkommen nicht mit den gleichen gefahrbringenden Substanzen in Berührung kommen, die als eventuelle Ursache in Frage kommen könnten. Andersherum sei es jedem, der Blasenkrebsfälle in der Familie ausmachen kann, angeraten, sich einer regelmäßigen Routineuntersuchung zu unterziehen, bei der ein Blasenkarzinom bereits frühzeitig entdeckt werden kann.

Führt Haarefärben tatsächlich zu Blasenkrebs?
Vor einigen Jahren wurde in den Medien publik, dass Haarefärben als krebserregend eingestuft werden kann. Dies wurde vor allem davon abgeleitet, dass industrielle Farbstoffe als karzinogen gelten. Und tatsächlich kann eine starke Exposition mit diesen Mitteln dazu führen, dass ein Blasenkarzinom entsteht. Allerdings sind hierfür große Mengen an Farbstoff notwendig, die bei einem normalen Färbevorgang nicht eingesetzt wird. Lediglich jenen Menschen, die beruflich mit Haarfarbe zu tun haben, also Friseuren sowie Kosmetikern, sei angeraten, entsprechende Schutzkleidung zu tragen. Dadurch kann ein intensiver Kontakt mit den gefährlichen Substanzen der Haarfarbe vermieden und das Krebsrisiko gesenkt werden. Im privaten Rahmen ist vom Färben eher nicht von Gefahren auszugehen. Dennoch sollten sicherheitshalber beim Auftragen der Farbe Schutzkleidung beziehungsweise Handschuhe getragen werden, die große Teile der Haut schützen. Darüber hinaus ist es natürlich günstiger niemals oder nur sehr selten zu färben. Insgesamt gesehen ist das Risiko beim privaten Auftragen von Farbe ins Haar als gering einzustufen. Es muss allerdings darauf hingewiesen werden, dass abschließende Studien hierzu noch nicht vorliegen und sich alle Angaben auf Schätzungen von Ärzten beziehen.

Macht Blasenkrebs impotent?
Blasenkrebs tritt bei Männern insgesamt wesentlich häufiger auf als bei Frauen. Dies liegt vor allem daran, dass eine vergrößerte Prostata auf das Blasengewebe drücken kann und dadurch Gewebeschäden entstehen, die ein Karzinom begünstigen. Nicht auszuschließend ist außerdem eine Beteiligung der männlichen Sexualhormone am Entstehen eines Krebses. Allerdings bewirkt ein Harnblasenkarzinom noch keine Impotenz. Es ist allerdings möglich, dass ein Tumor große Ausmaße einnimmt und dadurch auf bestimmte Bereiche drückt, welche die Sexualität beziehungsweise die Potenz des Mannes beeinflussen. Andererseits kann aber auch die vergrößerte Prostata selbst zu Potenzproblemen führen. Wer folglich eine Einschränkung hinsichtlich des Stehvermögens des menschlichen Penis bemerkt, sollte schließlich einen Arzt aufsuchen, obgleich Impotenz kein typisches Symptom eines Blasenkrebses ist.

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