Achillessehnenentzündung

Steckbrief: Achillessehnenentzündung

  • Name(n): Achillessehnenentzündung; Achillodynie; Tendinitis
  • Art der Krankheit: Entzündung
  • Verbreitung: vor allem bei Hobbyläufern
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 19. Jahrhundert
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: extreme oder ungewohnte sportliche Belastungen der Achillessehne
  • Wieviele Erkrankte: 25% aller Marathonläufer und Radfahrer
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Orthopäde
  • ICD-10 Code(s): m76.6

Wenn die Achillessehne sich entzündet

Die Achillessehnenentzündung, auch Achillodynie genannt, ist eine häufig auftretende Erkrankung der Achillessehne. Gemeinsam mit dem Tennisellenbogen und dem Golferellenbogen zählt sie zu der Gruppe der Insertionstendopathien.

Wird die Achillessehnenentzündung nicht behandelt, leidet der Betroffene nicht nur unter Schmerzen, sondern in manchen Fällen sogar unter einer akuten Form der Krankheit.

Typische Symptome für die Krankheit sind Anlaufschmerzen, welche bereits bei Beginn einer Belastung auftreten. Schon bei ersten Symptomen sollte ein Facharzt aufgesucht werden, damit der Heilungsprozess schnell begonnen werden kann.

Definition Achillessehnenentzündung

Die Achillessehnenentzündung, auch als Achillodynie genannt, ist eine schmerzhafte Entzündung, welche im Sehnengleitgewebe der Achillessehne auftritt. Zielgruppe für diese besondere Erkrankung im Fußbereich sind Sportler wie Radfahrer, Marathonläufer oder Fußballspieler.

Zudem leiden vermehrt Hobbyläufer, welche zu schnell, zu oft oder mit dem falschen Schuhwerk Laufen, unter der nicht selten auftretenden Erkrankung. In den meisten Fällen wird die Achillessehnenentzündung durch extreme oder ungewohnte sportliche Belastungen des Fußes verursacht, wobei häufig fehlendes bzw. mangelhaftes Aufwärmen sowie ein allgemein schlechter Trainingszustand als Hauptursache gelten.

Die Achillessehnenentzündung äußert sich zunächst durch Schmerzen beim Anlaufen. Bei anhaltender Belastung treten die Schmerzen weiterhin auf, wodurch nicht nur eine Überbelastung des Fußes, sondern gleichzeitig anhaltende Schmerzen auch im Ruhezustand vorliegen.

Die Ursachen für die Entzündung sind im Regelfall unterschiedlich, wobei Männer häufiger an ihr als Frauen erkranken. Bei dementsprechender Behandlung und rechtzeitiger Diagnose heilt die Achillessehnenentzündung binnen weniger Tage ab.

Ist die Achillessehnenentzündung jedoch bereits fortgeschritten, dauert der Heilungsprozess mehrere Wochen bis Monate. Während der Heilphase ist eine sportliche Betätigung der Füße gänzlich verboten, da der Heilungsprozess wesentlich beeinflusst bzw. gestört werden kann.

Was ist eine Achillessehnenentzündung?

Die Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie ist eine typische und häufig auftretende Erkrankung der Achillessehne und zählt somit zu den Erkrankungen des Fußbereichs. Typisch für die Achillessehnenentzündung ist ein krankhafter Zustand der Achillessehne, welche sich im Regelfall durch stechende Schmerzen im Fuß bemerkbar macht. Die Schmerzen sind sowohl im Ruhezustand wie unter Belastung omnipräsent, sodass die Betroffenen in manchen Krankheitsfällen dauerhaft Schmerzen verspüren.

Typisch für eine Achillodynie ist eine Verdickung sowie druckschmerzhafte Empfindlichkeit der Achillessehne, welche sich auch auf das Gleitgewebe ausweiten kann. Die tatsächlichen Ursachen für eine Achillodynie sind von Person zu Person unterschiedlich, da unter anderem das Geschlecht, eine Fehlstellung der Füße, falsches Schuhwerk oder eine bereits vorhandene Erkrankung der Achillessehnen als Ursache gelten.

Generell wird strikt zwischen Achillessehnenentzündung und Achillodynie getrennt, obwohl beide Erkrankungen dieselben Ursachen und Symptome aufweisen können. Die Achillessehnenentzündung tritt selten auf, wohingegen die Achillodynie als häufige Sportlerkrankheit gilt. Bei rechtzeitiger Diagnose heilt die Achillessehnenentzündung binnen vier bis sechs Wochen ab, wobei lediglich eine konservative Therapie zum Einsatz kommt. Die Achillodynie besitzt eine Heilungsdauer von drei bis sechs Monaten und muss bei Bedarf operativ behandelt werden.

Die Schmerzen bei beiden Erkrankungen der Achillessehne bleiben dauerhaft bestehen, wobei Betroffene einer Achillessehnenentzündung vor allem morgens und zu Belastungsbeginn die Schmerzen verspüren. Die stechenden Schmerzen bei einer Achillodynie treten dafür nahezu immer unter Belastung auf.

Bei der Behandlung beider Erkrankungen werden nicht nur die Schmerzen, sondern ebenfalls die Ursachen für die Entzündung behandelt. Nach der Heilung der Entzündung sollte auf einen verbesserten Trainingsplan sowie ausreichend Regenerationsphasen zurückgegriffen werden, um ein erneutes Auftreten der Krankheit zu verhindern.


Welche Ursachen gibt es?

Die Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie besitzt eine große Anzahl an verschiedenen Ursachen. Bis heute jedoch sind sich Ärzte und Sportwissenschaftler unklar, welche genauen Ursachen die Erkrankung hervorrufen. Jedoch zeigt der Großteil der Fälle, dass die Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie das Resultat bzw. der Folgeschaden einer Fehl- oder Überlastung während des Sports ist.

Diese Fehl- bzw. Überlastung muss auf einen langen Zeitraum hinweg vorhanden sein. Wird die Fehl- bzw. Überlastung beim Sport beibehalten, kommt es zu winzigen Verletzungen an der Achillessehne. Werden die Verletzungen nicht behandelt bzw. diagnostiziert und weiterhin Sport ausgeübt, entzündet sich im weiteren Krankheitsverlauf lokal die Achillessehne. Ebenfalls sind degenerative Veränderungen des gesamten Gewebes möglich.

Die typische Zielgruppe für eine Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie sind Sportler, wobei alle Sportarten von ihr betroffen sein können. Vor allem Sportarten mit viel Laufen, Springen, Abbremsen und ständigem Beschleunigen sind bekannt dafür, dass bei ihnen die Krankheit häufig in Erscheinung tritt. Zu den Sportarten zählen unter anderem Springen, Tennis, Basketball, Fußball sowie Langstreckenlauf.

Personen mit wenig Bewegung können in seltenen Fällen die Krankheit erhalten, wenn sie längere Spaziergänge durchführen und hierbei ungeeignetes Schuhwerk tragen. Durch das falsche Schuhwerk wird die Achillessehne unbewusst überlastet, sodass eine Achillessehnenentzündung entsteht.

Da die Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie immer aus einer Überbelastung der Achillessehne hervorgeht, erhöhen jene Faktoren, welche die Belastbarkeit der Achillessehne herabsetzen, das Risiko einer Erkrankung. Beispielsweise sorgen Trainingsfehler wie etwa zu lange Laufstrecken oder ein zu hohes Tempo, Vorschäden an der Achillessehne, unzureichende Regenerationsphasen zwischen den einzelnen Trainingseinheiten, Stoffwechselstörungen in Form von erhöhten Blutfetten oder ein erhöhtes Cholesterin sowie bestimmte Antibiotika in Form von sogenannten Fluorchinolone wie etwa Ciprofloxacin für ein Vorkommen der Krankheit.

Bezüglich körperlicher Faktoren sorgen Fußfehlstellungen wie beispielsweise ein Senk-Spreizfuß, unterschiedlich lange Beine, eine verkürzte Wadenmuskulatur oder ein Ein- oder Auswärtsdrehen des Fußes für eine Überbelastung der Sehne. Auf das Geschlecht bezogen neigen Männer häufiger als Frauen dazu, an einer Achillessehnenentzündung zu erkranken. Ebenfalls belasten ungeeignete Sportschuhe sowie Übergewicht den Fuß unbewusst stark.

Die große Anzahl an Ursachen führt letztendlich dazu, dass die genauen Faktoren für Achillessehnenbeschwerden schwer feststellbar sind. Obwohl die Faktoren letztendlich für eine Entzündung der Achillessehne bzw. einer Achillodynie sorgen können, hilft nur eine Diagnose durch den Arzt für die tatsächliche Feststellung der Ursachen. Am wahrscheinlichsten ruft ein Zusammenspiel unterschiedlicher Risikofaktoren die Erkrankung hervor, sodass eine ärztliche Diagnose immer vorhanden sein muss.

Zusammenfassung der Ursachen für eine Achillessehnenentzündung

  • Folgeschaden einer Fehl- oder Überlastung während des Sports
  • winzige / Mikroverletzungen an der Achillessehne
  • Betreiben von „Risikosportarten“ wie Fußball, Tennis, Laufen und Basketball
  • Tragen von falschem Schuhwerk bei sportlicher Betätigung
  • Falsches Verhalten während des Sports
  • Körperliche Fehlbildungen

Symptome & Anzeichen

Bei der Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie muss strikt zwischen beiden Verlaufsformen unterschieden werden, da beide ähnliche Symptome besitzen, diese jedoch verschieden verlaufen. Die Achillessehnenentzündung gilt als Krankheit, welche sich meist schleichend entwickelt.

Zu Krankheitsbeginn macht sich ein leichtes Zwicken in der Achillessehne bemerkbar. Dieses Zwicken macht sich vor allem direkt morgens nach dem Aufstehen, zu Beginn des Lauftrainings oder nach einer längeren Sitzpause bemerkbar. Die ersten Schritte am Morgen sind besonders schmerzvoll, obwohl sie nach etwas Bewegung wieder vergehen. Manche Betroffene leiden zudem unter einer Morgensteifigkeit der Achillessehne, welche ebenso als typisches Symptom der Krankheit gilt.

Werden die Symptome nicht ernst genommen bzw. diagnostiziert, treten im weiteren Krankheitsverlauf verstärkte Schmerzen auf. Diese können auch nachts oder in einer Ruhephase spürbar sein. Trotz Schmerzen trainieren manche Menschen weiter, wobei die anfänglichen Schmerzen meist ignoriert werden. Werden die Symptome jedoch ignoriert, kann sich eine langfristige Achillodynie entwickeln, bei welcher die Schmerzen während der Belastung in Erscheinung treten.

Zusätzlich zu den Schmerzen besitzt die Achillessehnenentzündung ein sichtbares Symptom. Beim Auftreten der Krankheit schwillt, rötet und überwärmt sich die Achillessehne. Die Schwellung bzw. Entzündung lässt sich auch für Laien einfach ertasten. Hierzu muss lediglich mit dem Daumen und Zeigefinger entlang der Sehne gefahren werden. Beim Berühren der Stelle lassen sich kleine Knötchen oder ein reibender Widerstand erkennen.

Die Achillodynie hingegen tritt meist zwei bis sechs Zentimeter direkt über dem Fersenbein auf. Im Anfangsstadium der Krankheit sorgt eine Entzündung des Sehnengleitgewebes häufig für die Schmerzen. Gleich wie bei der Achillessehnenentzündung spüren die Betroffenen morgens bei den ersten Schritten bzw. der ersten Belastung der Füße die Schmerzen.

Im fortgeschrittenen Stadium treten die Schmerzen auch in Ruhephasen auf. Anders als bei der Achillessehnenentzündung vergehen die Schmerzen bei einer Achillodynie, sodass der Schmerz nach dem Einlaufen nachlässt. Wird eine Tempoverschärfung vorgenommen oder Bergläufe veranstaltet, können die Schmerzen wieder zunehmen. Ebenfalls typisch für die Achillodynie sind eine Morgensteifigkeit der Achillessehne.

Zusammenfassung der Symptome einer Achillessehnenentzündung

  • leichtes Zwicken in der Achillessehne
  • Schmerzen in der betroffenen Region bereits am Morgen bei Erstbelastung des Fußes
  • Morgensteifigkeit der Achillessehne
  • Schmerzen in Ruhephasen bei fortgeschrittenem Stadium
  • angeschwollene, gerötete und überwärmte Achillessehne
  • anhalten bzw. vergehen der Schmerzen je nach Verlaufsform

Diagnose & Krankheitsverlauf

Um eine Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie zu diagnostizieren, wird meist die Krankengeschichte bzw. Anamnese des Patienten als erster Hinweis genommen. Um eine genaue bzw. hinleitende Diagnose durch die Anamnese zu erhalten, stellt der Arzt spezifische Fragen. Diese können sich unter anderem auf die Dauer der Schmerzen bzw. den Eintrittszeitpunkt, Vorschäden der Achillessehne oder die Stärke der Schmerzen beziehen. Ebenfalls befragt der Arzt den Patienten, welche Sportarten in welchem Ausmaß betrieben werden, ob die Schmerzen bereits beim Sport auftreten und ob regelmäßig Dehnübungen vollzogen werden.

Nach der Anamnese erfolgt die körperliche Untersuchung. Hierfür wird die Achillessehne genau untersucht. Die Erstuntersuchung erfolgt mit bloßem Auge. Danach tastet der Arzt die betroffene Stelle ab. Liegt eine Achillessehnenentzündung vor, ist die Achillessehne schmerzhaft verdickt oder weist kleine Knötchen auf.

Manche Fälle bzw. Untersuchungen schließen ein Bewegen des Fußes mitein, damit der Arzt feststellen kann, ob bestimmte Bewegungen die Schmerzen verursachen. Zunächst wird der Fuß passiv bewegt, anschließend gebeugt und gestreckt. Typisch für eine Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie sind Schmerzen, welche auftreten, wenn die Fußspitzen angehoben wird.

Damit die Diagnose eindeutig auf Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie schließen lässt, erfolgt im Anschluss häufig eine Ultraschalluntersuchung. Mit diesem einfachen Verfahren ist der Arzt in der Lage, die Diagnose risikolos, schnell und schmerzfrei zu stellen.

Eine weitere Diagnose ist mittels MRT-Untersuchung möglich, da diese degenerative Veränderungen aufzeigt. Die MRT-Untersuchung bringt Mikrorisse sowie Entzündungen in der Achillessehne hervor, wobei diese Untersuchung in vielen Fällen beim Verdacht auf eine Achillodynie durchgeführt wird.

Eine Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie macht sich relativ früh bemerkbar. Die typischen Schmerzen treten bereits bei kleinen Verletzungen bzw. Belastungen auf, insofern die Entzündungen schon vorhanden ist. Werden die Schmerzen bzw. Entzündung ignoriert, kann die Krankheit nicht nur akut, sondern ebenfalls chronisch verlaufen. Die akute Achillessehnenentzündung tritt plötzlich auf.

Nach der Diagnose und Behandlung wie etwa Schonung und Maßnahmen in Form von Physiotherapie heilt die akute Entzündung nach ungefähr ein bis zwei Wochen aus. Schwere bzw. chronische Entzündungen hingegen benötigen in vielen Fällen eine konservative Therapie oder gar eine Operation.

Um das Bein nicht unnötig zu belasten, erhält der Patient eine Schiene. Die Ruhigstellung mittels Schiene hält ungefähr ein bis zwei Monate an. Danach erfolgt eine Rehabilitationsphase, welche circa drei Monate dauert. Während dieser Phase muss die Sehne weiterhin geschont werden. Gleichzeitig darf der Patient keine sportlichen oder belastenden Tätigkeiten ausüben.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie gilt als typische Sportlerkrankheit. Hobby- wie Profisportler sind zu gleichen Teilen von ihr betroffen. Jedoch tritt die Krankheit bei Hobbysportlern häufiger auf. Dies besitzt den Grund, da bei Hobbysportlern das notwendige Wissen bezüglich Trainings-, Aufwärm- und Ruhephasen fehlt.

Um eine Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie zu vermeiden, müssen die Muskeln und Sehnen vor dem Sport ordentlich gedehnt werden. Ebenfalls darf nicht auf ausreichend Ruhe- und Regenerationsphasen vergessen werden. Die Trainingsphasen verfügen gleichfalls über ein Limit. Wird dieses überschritten, tritt eine Überbelastung des Fußes auf, aus welcher die Entzündung resultieren kann.

Am häufigsten sind Sportler bzw. Sportarten betroffen, in denen stetig beschleunigt, gerannt, abrupt abgestoppt oder vor allem das Fußgelenk enorm belastet wird. Zu diesen Sportarten zählen unter anderem Fußball, Basketball, Marathonlaufen bzw. Laufen im Generellen sowie Tennis.

Eine Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie tritt sowohl bei Männern wie bei Frauen auf. Generell leiden Männer allerdings öfter unter ihr als Frauen. Ebenso erhöht Übergewicht, falsches Schuhwerk, eine Fußfehlstellung und eine Fehlbildung der Beine das Risiko, an ihr zu erkranken. Wird Sport nach einer langen Pause ohne ausreichend Aufwärmen betrieben oder falsches Schuhwerk bei langen Spaziergängen getragen, kann gleichfalls eine Entzündung in der Achillessehne eintreten.

Um die Entzündung bestmöglich verheilen zu lassen, müssen die Beschwerden sowie Ursachen abgeklärt werden. Je später die Achillessehnenentzündung diagnostiziert und behandelt wird, desto wahrscheinlicher ist eine Entwicklung zu einer langwierigen Achillodynie.

Da die Achillodynie die Achillessehne sowie das umliegende Gewebe degenerativ verändert, sodass unter anderem Mikrorisse oder Neubildungen von Nervenenden und Blutgefäßen auftreten, leiden die Betroffenen lange Zeit unter der Krankheit.

Ist eine Achillodynie vorhanden, wird eine mehrere Monate dauernde Therapie veranlasst, da die Erkrankung meist nur schwer behandelbar ist. Erst nach erfolgreicher Therapie ist der Betroffene wieder in der Lage, schmerzfrei zu trainieren.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie gilt als komplikationsarm, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Jedoch macht sich die Entzündung erst im fortgeschrittenen Stadium wirklich bemerkbar. Als eine der wesentlichen Komplikationen lassen sich die Schmerzen feststellen. Betroffene leiden morgens nach dem Aufstehen bzw. Erstbelastung unter Schmerzen im Fuß bzw. in der Sehne.

Bei einer Achillessehnenentzündung können die Schmerzen nach einiger Zeit vergehen, sodass Betroffene die Erkrankung lange ignorieren. Gleichzeitig können die Schmerzen aber anhalten und den gesamten Tag über bemerkbar sein. Ein deutliches Auftreten der Schmerzen verspüren die Patienten bei sportlichen Aktivitäten, wodurch diese maßgeblich eingeschränkt werden.

Generell lässt sich die Achillessehnenentzündung leicht behandeln und heilt binnen weniger Tage bzw. Wochen ab. Erfolgt allerdings keine Diagnose oder keine ordnungsgemäße Therapie, kann sich die akute Achillessehnenentzündung in eine chronische weiterbilden.

Bei der Achillessehnenentzündung ist die Sehne deutlich überwärmt, gerötet und schmerzt. Die Schwellung lässt sich mittels Finger leicht ertasten. In manchen Fällen bilden sich zugleich kleine Knötchen in der Sehne. Die Weiterentwicklung zur Achillodynie schließt die Schmerzen und Knötchen mitein.

Gleichzeitig erfolgt eine degenerative Veränderung der Sehne mitsamt des sich umgebenden Gewebes. Das veränderte Gewebe benötigt deutlich mehr Zeit, bis der Heilungsprozess abgeschlossen ist. Je nach Härtegrad der Krankheit erfolgt die Heilung nicht nur mit einer herkömmlichen Therapie, sondern ebenfalls mittels Operation.

Während der Heilphase der Erkrankung ist eine Belastung bzw. Überbelastung des Fußes und der Sehne gänzlich verboten. Bei einer operativen Therapie kann dies bereits ein Treppensteigen sein, wodurch der operierte Fuß immer mit einer Schiene gestützt wird. Diese verhindert zugleich ein Belasten für ein bis zwei Monate.

Die Achillessehnenentzündung hingegen verbietet kein übermäßiges Belasten der Sehne, jedoch eine sportliche Betätigung während der Heilphase. Erst nach der Abheilung der Krankheit darf wieder langsam mit Sport begonnen werden. Hierzu muss der Betroffene ausreichend Regenerationsphasen einplanen und seinen Trainingsplan anpassen.


Wann sollte man zum Arzt Gehen?

Schon beim ersten Auftreten von Schmerzen im Bereich der Achillessehne sollte der Arzt aufgesucht werden. Werden Erstschmerzen ignoriert, gelten eine gerötete, geschwollene bzw. überwärmte Achillessehne als nächstes Warnzeichen. Befindet sich die Krankheit in diesem Stadium, können die Schmerzen nicht nur bei einer Erstbelastung am Morgen auftreten, sondern über den Tag verteilt beständig bleiben.

Bei anhaltenden Schmerzen ist ein Gang zum Arzt unvermeidbar, da die Achillessehnenentzündung sich möglicherweise bereits zu einer schwieriger behandelbaren Achillodynie weitergebildet hat. Als erste Anlaufstelle kann der Hausarzt gelten. Eine fachgerechte Therapie erfolgt allerdings beim Orthopäden. Der Orthopäde bietet zahlreiche verschiedene Therapieformen an, welche unter anderem die Korrektur des Schuhwerks bzw. des Fußes vorsehen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Bezüglich Therapie wird zwischen einer Achillessehnenentzündung und einer Achillodynie unterschieden, da bei einer Achillodynie bereits degenerative Veränderungen der Achillessehnen auftreten. Beide Krankheitsformen allerdings erhalten nicht nur eine Therapie, welche die Schmerzen behandelt, sondern ebenfalls ihre Ursachen. Die Behandlung von Schmerzen und Ursachen verhindert ein erneutes Auftreten der Krankheit.

Die Ursache wird mittels Anamnese ermittelt. Bei Trainingsfehlern als Ursprungsgrund sollte beispielsweise das eigene Trainingspensum reduziert und durch die Hilfe eines Trainers ein neuer Trainingsplan aufgestellt werden. Bei Fußfehlstellungen, welche eine vermehrte Belastung auf die Sehe ausüben, helfen hingegen orthopädische Einlagen.

Die Therapie der Achillessehnenentzündung ist konservativ, da nur in äußerst seltenen Fällen eine Operation notwendig ist. Als erster Schritt wird die Achillessehne selbst entlastet. Dazu gehört ein reduziertes Sportpensum, wobei auch gänzlich auf Sport verzichten werden kann. Spezielle Fußbandagen helfen zusätzlich, die Sehne zu entlasten.

Eine medikamentöse Behandlung der Entzündung erfolgt über nicht-steroidale Antirheumatika bzw. NSAR. Die Medikamente enthalten kein Kortison, wirken aber schmerzlindernd und entzündungshemmend. Helfen NSAR und eine Sportpause nicht, werden kortisonhaltige Salben und in seltenen Fällen lokale Kortisoninjektionen eingesetzt.

Bei einer Achillodynie kommen keine entzündungshemmenden Medikamente zum Einsatz, da hier standardmäßig keine Entzündung vorliegt. Um eine Achillodynie zu behandeln, werden zunächst spezielle Dehnübungen verwendet. Diese werden vom Therapeuten gezeigt und können selbständig zuhause durchgeführt werden.

Das sogenannte exzentrische Training der Achillessehne dehnt die Achillessehne und kommt bei harmlosen bzw. leichten Fällen zum Einsatz. Eine schwere Achillodynie hingegen lässt sich mit diesen wichtigen physiotherapeutischen Maßnahmen nicht behandeln.

Die Behandlung der Achillodynie mittels Dehnübungen erfolgt als tägliches Trainingsprogramm mit je zwei Einheiten morgens und abends. Die Patienten sollten die Übungen drei bis sechs Monate hinweg konsequent durchziehen, um einen Therapieerfolg zu erzielen. Werden die Dehnübungen nicht konsequent durchgezogen oder der Zeitraum verkürzt, können die Schmerzen in der Achillessehne wieder auftreten. Liegt eine Entzündung der Achillessehne vor, dürfen die Übungen dafür nicht durchgeführt werden. Die Übungen sorgen im schlimmsten Fall für eine Zunahme der Schmerzen in der Achillessehne.

Als Zusatz zum exzentrischen Training erfolgt eine extrakorporale Stoßwellentherapie, falls der Arzt diese veranlasst. Im Rahmen dieser Therapie dringen von außen bzw. extrakorporal hoch energetische kurze Schallwellen in den Körper ein. Die ambulante Therapie muss jedoch selbstständig finanziert werden, da die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten nicht übernimmt. Helfen die Therapieformen nicht, wird im Ausnahmefalle eine Operation veranlasst. Bei dieser wird der Fuß mit einer Schiene für ein bis zwei Monate stillgehalten. Anschließend erfolgt eine eigene Physiotherapie mitsamt monatelangem Sportverbot.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine Achillodynie bzw. Achillessehnenentzündung lässt sich leicht vorbeugen. Hierbei sollten Betroffene vor allem Fehl- und Überlastungen während sportlicher Betätigungen vermeiden und gutes Schuhwerk tragen.

Als erster Schritt sollte das eigene Training behutsam gesteigert werden. Während Profisportler einem strikten Trainingsplan mit ausreichend Regenerations- und Ruhephasen besitzen, neigen Freizeit- und Hobbysportler dazu, während des Trainings viel zu schnell zu laufen. Der Steigerungsfehler tritt in den ersten Wochen noch nicht negativ auf. Wird das Lauftempo allerdings beibehalten, führt dies zu einer anhaltenden Überbelastung mit verschiedenen Beschwerden wie einer Achillessehnenentzündung. Durch ein behutsames Steigern der Intensität während des Lauftrainings wird den Beschwerden vorgebeugt.

Beim Kauf von Laufschuhen ist ausgiebige Beratung notwendig. Da beim Laufen meist ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts auf die Achillessehnen einwirkt, ist ein richtiges Schuhwerk ein Muss. Fachgeschäfte bieten eine umfangreiche Beratung für jeden Sportler an. Auf Wunsch kann sogar eine Laufanalyse auf einem Laufband durchgeführt werden, durch welche der Sportler bestimmen kann, wie passend die Schuhe für ihn sind.

Nach dem Kauf der Laufschuhe müssen die Sportler immer auf die Lebensdauer der Schuhe achten. Selbst teure Laufschuhe nutzen sich nach einiger Zeit ab, sodass sich die Sohle verändert. Die veränderte Sohle führt in manchen Fällen zu einer Fehlbelastung, aus welcher eine Achillessehnenentzündung oder Achillodynie resultieren kann. Laut Laufexperten sollten Laufschuhe nach ungefähr 500 Kilometern ausgewechselt werden. Als Obergrenze für einen Austausch alter Laufschuhe gilt eine Strecke von 1.000 Kilometer. Je nach Körpergewicht und Modell kann ein Austausch der Schuhe bereits nach deutlich weniger Kilometer notwendig werden.

Die Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie macht sich schon vor einem akuten Fall durch Schmerzen in der Achillessehne bemerkbar. Schmerzen in der Region rund um die Achillessehne gelten als Warnsignal. Nicht alle Schmerzen deuten sofort auf eine Entzündung, da sie unter anderem als Resultat von zu intensivem Training auftreten können. Häufige bzw. anhaltende Schmerzen allerdings sind ein deutlicher Hinweis auf eine Entzündung bzw. Veränderung der Achillessehne, wodurch unbedingt der Arzt konsultiert werden sollte.


Prognose zur Heilung

Die Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie zählt zu den therapierbaren Erkrankungen des Fußes. Eine vollständige Heilung allerdings ist nur mittels dementsprechender Therapie gegeben. Schmerzen bzw. Veränderungen der Achillessehne oder des Fußes, welche eigenständig behandelt werden, sorgen für einen deutlich längeren Heilungsprozess. Jedoch muss zwischen einmalig auftretenden Schmerzen, welche unter anderem das Resultat eines zu intensiven Trainings am Vortag sein können, und anhaltenden Schmerzen unterschieden werden. Einmalig auftretende Schmerzen lassen sich mit Kälte- bzw. Wärmepads und speziellen Bandagen einfach lindern.

Anhaltende Schmerzen, welche ein typisches Anzeichen für eine Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie sind, können nur durch eine Therapie beseitigt werden. Bei einer Achillessehnenentzündung werden schmerzhemmende und entzündungslindernde Medikamente verabreicht. Seltene Fälle hingegen bedürfen der Injektion von Kortisonspritzen. Eine Achillodynie sieht die Verwendung von Schmerzmitteln bzw. Entzündungshemmer nicht vor, da selten eine Entzündung die Ursache der Erkrankung ist. Hier erfolgt die Behandlung mittels Physiotherapie oder in Ausnahmefällen mit einer Operation.

Die Achillessehnenentzündung heilt binnen ein bis zwei Wochen nach Beginn der Therapie ab. Die Achillodynie hingegen besitzt durchschnittlich eine Heilphase von vier bis sechs Wochen. Im Falle einer Operation kann sich der Heil- und Schonungsprozess auf ein bis zwei Monate Ruhephase nach der Operation sowie weiteren drei Monaten Belastungsverbotsphase ausweiten.


Sport während der Entzündung

Sport ist im Großteil der Fälle der Hauptauslöser für Probleme der Achillessehne und somit mitverantwortlich für das Entstehen einer Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie. Während Sportler, welche ihre Füße nicht unnötig belasten, selten von der Krankheit betroffen sind, leiden vor allem Läufer unter der Krankheit. Die Entzündung äußert sich durch Schmerzen beim Sport, wobei der sogenannten Anlaufschmerz auftritt. Die betroffenen Personen spüren die ziehenden Schmerzen häufig nur bei erstmaliger Belastung während des Sports. Während der restlichen Sporteinheit vergehen die Schmerzen meist wieder. Manche Betroffene klagen allerdings auch über Schmerzen, wenn der Fuß in einer Ruhephase gehalten wird.

Treten Schmerzen bzw. eine Überwärmung oder Anschwellung der Achillessehne auf, sollte die sportliche Betätigung augenblicklich abgebrochen oder gänzlich pausiert werden. Nur durch eine ausreichende Ruhephase kann die Entzündung abheilen. Wird jedoch während einer Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie weiterhin Sport betrieben, kann sich der Zustand des Patienten deutlich verschlimmern. Meist liegt ein akuter Fall einer Entzündung vor. Durch Betreiben von Sport kann sich die Entzündung in eine chronische Form weiterentwickeln, wodurch die Behandlung wesentlich langwieriger und schwieriger wird.

Nach dem Auftreten der Entzündung sowie Therapiebeginn muss der Sportler zudem sensibilisiert werden. Dies bedeutet, er muss unbedingt vor den Trainingseinheiten sorgfältige Aufwärmübungen durchführen, um ein erneutes Auftreten der Erkrankung vorzubeugen. Zudem muss die Wadenmuskulatur regelmäßig gedehnt werden, da die Achillessehne durch die verkürzte Wadenmuskulatur zusätzlich belastet wird.

Nach der Ausheilung der Entzündung darf zugleich nicht sofort wieder mit dem Sportprogramm begonnen werden. Ein schonendes Programm mitsamt minimaler Belastungen ist allerdings nach Einverständnis von Arzt und Trainier erlaubt. Vor allem Laufsportarten und Tätigkeiten, welche die Achillessehne stark belasten, sind nach einer Achillessehnen- bzw. Achillodynieerkrankung verboten.


Alternative Behandlungsmethoden

 

  • gelenkschonende Sportarten
  • Einlagen, Bandagen und Fersenerhöhungen
  • exzentrisches Training

Eine Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie kann bei Bedarf alternativ behandelt werden. Am geeignetsten bewährt sich eine Kombination aus verschiedenen Maßnahmen, welche sowohl sportliche Betätigung wie gesundheitliche Schritte miteinbezieht. Um die Achillessehne weiterhin dehnbar zu erhalten, bietet sich das Betreiben von gelenkschonenden Sportarten an.

Die Patienten sollten stets sportlich aktiv bleiben, um den Fuß nicht wieder unnötig und ungewohnt nach der Heilphase zu belasten. Als Sportarten kommen sämtliche Aktivitäten in Frage, welche nicht nur den Fuß, sondern sämtliche Beingelenke entlasten. Dies sind unter anderem Aqua-Jogging, Schwimmen und Radfahren. Ausdauerläufe, Fußball oder Tennis hingegen sollten erst nach einigen Monaten nach Therapie- bzw. Heilungsende wieder betrieben werden.

Weich gepolsterte Einlagen sowie Fersenerhöhungen helfen, die Belastung von Fuß und Achillessehne zu reduzieren, da sie den Zug von der Achillessehne nehmen. Als zusätzliche Stütze fungieren Bandagen. Diese werden um die Sehne gewickelt, sodass sie einen massierenden Effekt auf die betroffene Stelle ausüben. Einlagen, Bandagen und Fersenerhöhungen können in Alltags- wie Sportschuhen getragen werden. Die Kosten für die Anschaffung der Therapiemittel übernimmt die Krankenkasse.

Mit dem sogenannten exzentrischen Training werden des Weiteren nachhaltige Effekte erzielt. Die besonderen physiotherapeutischen Maßnahmen werden vor allem bei einer Achillodynie eingesetzt. Um die Übung durchzuführen, stellen sich die Patienten mit den Zehen auf einen Absatz oder eine Stufe. Die Fersen müssen hierbei frei in der Luft hängen. Nun wird der Zehenstand für etwa zwei Sekunden ausgeübt, sodass die Ferse gestreckt wird. Anschließend wird die Ferse wieder gesenkt. Dies führt zu einer maximalen Dehnung der Sehne. Die Position wird ebenfalls für zwei Sekunden gehalten.

Durch das exzentrische Training erhält die Wadenmuskulatur eine umgehende Dehnung, wobei gleichzeitig eine Entlastung der Achillessehne eintritt. Im Normalfall wird die Übung zweimal täglich, jeweils morgens und abends, durchgeführt werden. Der Patient wird angehalten, dreimal 15 Wiederholungen pro Bein zu machen. Hierbei sollte das Kniegelenk leicht gebeugt sein. Das Training dauert ungefähr zwölf Wochen, wobei ein konsequentes Durchziehen eine Schmerzlinderung von 40 bis 50 Prozent veranlassen kann.

Welche Hausmittel können helfen?

 

Eines der gängigsten Mittel bei Schmerzen bei einer Achillessehnenentzündung sind warme Wickel und elastische Binden. Diese werden um die schmerzende Stelle gewickelt, um dort Druck auf die betroffenen Muskeln auszuüben. Die Belastung wird an den eingewickelten Stellen wesentlich reduziert, sodass eine Schmerzlinderung eintritt. Ebenfalls schwillt die Sehne schneller ab, wodurch der Behandlungsprozess beschleunigt wird.

Als natürliches Schmerzmittel gilt Vitamin E. Der pflanzliche Wirkstoff lindert Schmerzen und Entzündungen gleichermaßen und setzt dabei freie Radikale frei. Vitamin E ist unter anderem in Olivenöl, Mandeln, Erdnüssen, sonnengetrockneten Tomaten sowie Sonnenblumenkernen enthalten. Als weiteres natürliches Mittel gilt Apfelessig. Seine entzündungshemmenden Eigenschaften sorgen für eine bessere Heilung.

Um die Achillessehnenentzündung mit Apfelessig zu behandeln, wird eine Tasse ungefilterter Apfelessig in eine kleine Wanne gegeben und mit heißem Wasser vermengt. Im Anschluss erfolgt ein Fußbad für ungefähr 30 Minuten. Die Behandlung erfolgt einmal täglich. Alternativ kann der Apfelessig mit Honig vermengt werden. Hierbei werden ungefähr ein bis zwei Teelöffel Apfelessig mit einem Teelöffel Honig zu einer Paste vermischt und anschließend in ein Glas Wasser gegeben. Diese Lösung wird zweimal täglich getrunken.

Ingwer ist bekannt dafür, dass es eine entzündungshemmende Eigenschaft besitzt und Schmerzen lindern kann. Ebenfalls regt er die Durchblutung an. Ingwer wird standardmäßig als Tee angesetzt. Hierfür muss der Ingwer in dünne Scheiben geschnitten werden. Anschließend wird ungefähr ein Esslöffel dieser Scheiben in eine Tasse gegeben und mit heißem Wasser für ungefähr zehn bis zwölf Minuten angesetzt. Für zusätzliche Süße kann ein bisschen Hönig beigemengt werden. Der Tee wird täglich im Ausmaß von zwei bis drei Tassen getrunken. Als Alternative kann das Bein mit Ingweröl mehrmals täglich einmassiert werden.

Bittersalz lässt sich effektiv bei der Behandlung einer Achillessehnenentzündung verwenden, da das enthaltene Magnesium die Heilung vorantreibt und zugleich die Muskeln stimuliert. Die Behandlung mittels Bittersalz erfolgt mittels Fußbad. Hierzu wird eine halbe Tasse Bittersalz in einer Wanne lauwarmen Wasser aufgelöst. Das verletzte Bein wird nun in das Bad für ungefähr 30 Minuten gegeben. Die Behandlung mittels Bittersalzbad erfolgt zwei- bis dreimal wöchentlich über mehrere Wochen hinweg.

Als einfaches Hausmittel gilt die kalte Kompresse. Sie lindert Schmerzen und Schwellungen, welche im Zuge der Achillessehnenentzündung auftreten. Um eine kalte Kompresse zu erhalten, müssen lediglich ein paar Eiswürfel in ein dünnes Tuch gewickelt werden. Das Tuch wird danach gut zugebunden und auf die betroffene Stelle gedrückt. Der Vorgang dauert ungefähr zwölf bis 15 Minuten sollte mehrmals täglich durchgeführt werden. Damit keine Erfrierungen auftreten, dürfen die Eiswürfel nicht direkt auf die Haut gelegt werden. Als Alternative zu Eiswürfel funktioniert auch ein Beutel Gefriergut wie etwa Erbsen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

 

  • Kurkuma
  • Kamille
  • Schwarzwurzel
  • Beinwellwurzel
  • Zinnkraut

Kurkuma wird häufig bei der Behandlung einer Achillessehnenentzündung verwendet. Das enthaltende Curcumin wirkt äußerst entzündungshemmend, sodass Schwellungen und Schmerzen leicht gelindert werden. Kurkuma wird am besten in Pulverform verwendet. Ein Teelöffel Kurkuma wird ein eine Tasse Milch gegeben. Die Kurkuma-Milch-Mischung wird nun für drei bis fünf Minuten aufgewärmt. Für etwas Süße darf Honig beigemengt werden. Die Kurkuma-Milch wird nun zweimal täglich getrunken. Alternativ kann der Arzt die Einnahme von Curcumin-Tabletten veranlassen.

Auch Kamille verfügt über schmerzlindernde und heilungsfördernde Wirkstoffe. Am besten kommt Kamille bei einer Achillessehnenentzündung als Tee zum Einsatz. Täglich werden zwei bis drei Tassen Kamillentee getrunken. Die Behandlung erfolgt eine gesamte Woche.

Schwarzwurzel bietet sich als Salbe am besten an. Schwarzwurzelsalbe ist in der Apotheke erhältlich. Die entzündende Stelle wird mir mehrmals täglich mehrere Tage lang eingerieben. Beinwellwurzel hingegen wird zu einem Brei verarbeitet. Dieser lässt sich ebenfalls wie eine Salbe auf die verletzte Stelle auftragen.

Zinnkraut wird in Form von Auflagen verwendet. Ein Teelöffel Kraut wird mit ungefähr 250 kochenden Wasser übergossen. Im Anschluss darf der Sud zehn Minuten ziehen, bevor er abgegossen wird. In die gereinigte Lösung wird nun ein Tuch gedrückt. Dieses leicht ausdrücken und mehrmals täglich als Auflage auf die betroffene Stelle geben.

Ätherische Öle

 

  • Rizinusöl
  • Kamillenöl
  • Thymianöl
  • Teebaumöl
  • Fichtennadelöl

Rizinusöl ist bekannt dafür, die typischen Symptome einer Achillessehnenentzündung zu reduzieren. Im entzündungshemmenden Mittel ist Capsaicin enthalten, welches gleichzeitig pro-inflammatorisch wirkt. Die entzündende Stelle wird zwei- bis dreimal täglich mit ein paar Tropfen Rizinusöl eingerieben.

Ebenfalls kann die Achillessehne täglich zwei bis dreimal mit Kamillen- oder Thymianöl eingerieben werden. Beide Öle besitzen entzündungshemmende, schmerzlindernde und heilungsfördernde Wirkstoffe.

Teebaumöl hingegen wird mit etwas Wasser vermischt. Die Wasser-Teebaumöllösung wird mittels Tuch auf die Stelle gedrückt. Das Tuch wird hierbei in die Lösung getränkt. Die Behandlung erfolgt mehrmals täglich.

Für Fußbäder eignet sich Fichtennadelöl optimal. Die Fußbäder werden zwei- bis dreimal täglich angerührt. Das Öl wird direkt in das warme Wasser gegeben und gut vermengt. Im Anschluss muss der Fuß ungefähr eine halbe Stunde darin baden. Dies funktioniert ebenso mit Kamillentee.

Homöopathie & Globuli

 

  • Bryonia
  • Arnica
  • Apis mellifica
  • Rhus toxicodendron
  • Rua graveolens
  • Rhododendron

Bryonia hilft vor allem bei roten Schwellungen und brennend ziehenden Schmerzen, welche bei einer Achillessehnenentzündung auftreten. Damit das Mittel wirken kann, muss der Patient seine Ruhephasen aufrechterhalten, da Bewegung den Zustand verschlechtert. Zusätzlich können kalte Umschläge aufgelegt werden.

Arnica zeigt seine Wirkung bei Überbeanspruchung der Gelenke. Auch berührungsempfindliche Sehnen, Muskeln und Gelenke lassen sich mit dem Mittel behandeln. Auch Arnica benötigt ausreichend Ruhephasen, da Bewegung den Allgemeinzustand verschlimmert. Globuli bzw. homöopathische Mittel mit Arnica können äußerlich wie innerlich angewandt werden.

Apis mellifica sorgt bei stechend-brennenden Schmerzen, Rötungen und Schwellungen für eine Linderung. Kalte Umschläge helfen, den Gesundheitszustand wesentlich zu verbessern.

Oft nach einer Überbeanspruchung bietet Rhus toxicodendron für eine Besserung. Der Patient wird angehalten, sich fortlaufend zu bewegen und die betroffene Region warm zu halten. Kälte, Ruhe sowie Nässe hingegen verschlechtern die Schmerzen.

Nach Überbeanspruchung dient Rua graveolens als äußerliche Anwendung für eine Besserung des Zustands. Berührungs- und wetterempfindliche Stellen verbessern sich dafür mit Rhododendron. Da Ruhe den Gesundheitszustand verschlechtert, muss der Patient in Bewegung bleiben.

Schüssler-Salze

 

Die Schüssler-Salze Nr. 1 Calcium Fluoratum, Nr. 3 Ferrum Phosphoricum sowie Nr. 4 Kalium Chloratum wirken nicht explizit bei einer Achillessehnenentzündung. Jedoch sorgen sie dafür, dass Entzündungen leichter und schneller abklingen. Ihre Wirkung zeigen sie innerlich. Die Salze können getrennt voneinander oder gemeinsam eingenommen werden. Jedoch sollten maximal drei Salze gleichzeitig als Heilmittel eingesetzt werden.

Calcium fluoratum, Ferrum Phosphoricum und Kalium Chloratum werden täglich im Ausmaß von ein bis drei Tabletten eingenommen. Die Dosis darf nicht überschritten werden. Die Einnahme erfolgt über den Tag verteilt drei- bis sechsmal. Liegt eine Hochdosierung vor, erfolgt die Einnahme einer Tablette alle ein bis zehn Minuten. Kinder gelten hier als Ausnahme. Diesen werden täglich eine halbe bis maximal zwei Tabletten drei- bis sechsmal verabreicht. Die Dosis ist hierbei alters- und körpergrößenabhängig.

Die drei Schüssler-Salze helfen gezielt, die Entzündung der Achillessehne zu bekämpfen. Bei der Einnahme wird jeweils eine einzelne Tablette in den Mund gegeben. Dort zergeht sie anschließend langsam. Erfolgt eine parallele Einnahme aller drei Schüssler-Salze, müssen die Tabletten immer einzeln eingenommen werden.

Diät & Ernährung

 

  • Grüne Blattgemüse
  • Knochenbrühe
  • Walnüsse
  • Kreuzblütler
  • Rote Beete

Grünes Blattgemüse in Form von Grünkohl, Mangold, Spinat und Pak Choi besitzt eine Vielzahl an Flavonoiden. Die pflanzenbasierten Antioxidantien fördern den Zellaufbau, sodass Entzündungen leichter gestoppt werden können. Zusätzlich helfen die enthaltenen Vitamine A, C und K, oxidativen Stress zu reduzieren und den Körper vor ihm zu schützen.

Besonders leicht verträglich und gleichzeitig lecker ist Knochenbrühe. Die Knochen von Geflügel und Rind werden hierbei mehrere Stunden lang aufgekocht, sodass eine Brühe mit einer großen Anzahl an Collagen entsteht. Die Brühe besitzt zugleich viel Chondroitinsulfat und Glucosamin, wodurch Gelenkschmerzen gelindert werden. Die Wirkstoffe sind ebenfalls als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Durch ihre große Anzahl an Omega 3 Fettsäuren und Mineralspurelementen gelten Wallnüsse als Gehirnfutter. Sie beruhigen nicht nur ein überaktives Immunsystem, sondern reduzieren gleichzeitig Entzündungen.

Kreuzblütler wie Brokkoli, Weißkohl, Rosenkohl und Blumenkohl verfügen über Flavanoiden, Antioxidantien, Carotinoiden sowie zahlreiche Schlüsselvitamine. Gemeinsam bekämpfen die Wirkstoffe oxidativen Stress und chronische Entzündungen.

Das in der Roten Bete enthaltene Antixodant Betalain hilft, jene Zellen zu reparieren, welche durch die Entzündung angegriffen wurden. Gleichzeitig fördert Rote Bete die Durchblutung im gesamten Körper.


Fragen zur Achillessehnenentzündung

Wie lange heilt eine Achillessehnenentzündung aus?

Eine harmlose Achillessehnenentzündung benötigt durchschnittlich ein bis zwei Wochen, bis sie vollkommen verheilt ist. Hat sich jedoch eine Achillodynie gebildet, kann der Heilungsprozess vier bis sechs Wochen andauern. Im Falle einer Operation bei einer Achillodynie benötigt der Patient eine Heilphase von ungefähr fünf Monaten.

Muss bei einer Achillessehnenentzündung immer der Arzt aufgesucht werden?

Da sich eine Achillessehnenentzündung zu einer Achillodynie weiterbilden kann, sollte bei ersten Anzeichen der Krankheit immer der Arzt aufgesucht werden. Dieser kann mittels genauer Diagnose feststellen, ob eine Entzündung bzw. Achillodynie vorliegt und dementsprechende Behandlungsschritte einleiten.

Welche Folgen kann eine Achillessehnenentzündung haben?

Bei einer Achillessehnenentzündung herrscht Sportverbot für die Dauer der Entzündung, da die Entzündung ausheilen muss. Nach der Entzündung sollte der Trainingsplan überarbeitet und das Schuhwerk kontrolliert werden, um weitere Vorfälle zu verhindern. Eine Achillodynie hingegen verursacht degenerative Veränderungen der Achillessehne sowie des sie umgebenden Gewebes. Hier können längerfristige Folgen wie ein monatelanges Sportverbot auftreten.

Wie wichtig ist richtiges Schuhwerk als Prävention bei einer Achillessehnenentzündung?

Viele Achillessehnenentzündungen beruhen auf falschem Schuhwerk beim Sport. Falsches Schuhwerk belastet den Fuß mitsamt seiner Gelenke, seinem Gewebe und seiner Sehnen immens, sodass Entzündungen und andere Erkrankungen leichter auftreten können. Um eine Achillessehnenentzündung bzw. Achillodynie zu verhindern, sollte deshalb immer auf gutes und passendes Schuhwerk geachtet werden. Fachgeschäfte bieten hierfür eine ausführliche Beratung an.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, an einer Achillessehnenentzündung zu erkranken?

Vor allem Sportler besitzen ein verstärktes Risiko, an einer Achillessehnenentzündung zu erkranken. Dies liegt einerseits an falschem Schuhwerk, andererseits an falschem Trainingsverhalten mitsamt zu hohem Trainingspensum und zu wenig Ruhephasen. Hobbysportler ohne Trainer erkranken hierbei deutlich häufiger an der Entzündung als Profisportler. Im Alltag können Personen, welche selten bis gar nie Sport betreiben, nach ersten Trainingseinheiten oder längeren, häufigen Spaziergängen mit falschen Schuhwerk ebenfalls an einer Achillessehnenentzündung leiden.

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