Dellwarzen

Steckbrief: Dellwarzen

  • Name(n): Dellwarzen; Molluske
  • Art der Krankheit: Viruserkrankung
  • Verbreitung: Weltweit (in wärmeren Gegenden häufiger)
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 19. Jahrhundert
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Virus (Epithelioma molluscum)
  • Wieviele Erkrankte: Etwa 3% aller Personen leiden im Laufe ihres Lebens an Dellwarzen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Hautarzt; Kinderarzt
  • ICD-10 Code(s): b08.1

Dellwarzen – Warzen nur dem Namen nach
Dellwarzen
Dellwarzen gehören in die Gruppe der gutartigen Hautveränderungen. Sie werden durch eine Virusinfektion hervorgerufen, mit der sich überwiegend Kinder infizieren. Obwohl die Bezeichnung „Dellwarzen“ es vermuten lässt, handelt es sich nicht um Warzen im eigentlichen Sinne. Sie haben mehr mit anderen virusindizierten Hautveränderungen wie beispielsweise den Pocken gemeinsam.

Sie stellen glücklicherweise kaum eine medizinische Bedrohung dar und man muss als Erkrankter nicht mit Langzeitschäden oder anderen dauerhaften unangenehmen Folgen rechnen. Ohne medizinische Behandlung, kann eine Infektion bis zu einem Jahr andauern. Mit einer modernen schulmedizinischen Therapie lässt sich diese Dauer jedoch stark verkürzen.

Definition Dellwarzen

Nicht allzu viele Menschen haben schon einmal etwas von Dellwarzen gehört, gleichwohl jeder schon von „Warzen“ als allgemeinen Begriff gehört haben dürfte. Dabei handelt es sich bei Dellwarzen, die man in der Fachliteratur auch als Epithelioma molluscum oder schlicht Molluske findet, nicht um Warzen per definitionem. Lediglich erwecken sie den äußeren Anschein, dass es sich um Warzen handelt. Dabei kann man die Dellwarzen noch am ehesten mit Pocken oder etwa Masern vergleichen. Also mehr mit einer durch viren ausgelöste gutartige Veränderung auf der Haut.

Im anglophonen Sprachraum bezeichnet man Dellwarzen auch bisweilen als „Water Warts“, also „Wasserwarzen“. Diese Benennung geht auf den Umstand zurück, dass die im Rahmen einer Erkrankung entstehenden Pusteln mit einer klaren an Wasser erinnernden Wundflüssigkeit gefüllt sein können. Ansonsten erinnern Dellwarzen tatsächlich sehr an eine Mischung aus Pocken und Warzen. Auch der erste Bestandteil des Namens der Krankheit, sprich Delle, lässt sich durch das Erscheinungsbild dieser Krankheit erklären. Die Dellwarzen sind in der Regel kreisrund, sehr klein, rötlicher Farbe und weisen in der Mitte eine kleine Kuhle oder oder Delle auf. Dabei können Dellwarzen darüber hinaus alleine oder in Gruppen auftreten. Dies ist stark von der Art und Stärke der Infektion abhängig.

Die im Rahmen einer Infektion mit Dellwarzen auftretenden Symptome können von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sein und sind unter anderem sehr stark von der Leistungsfähigkeit des Immunsystems des Betroffenen abhängig. Überhaupt könnte man behaupten, dass Dellwarzen primär Menschen befallen, die über ein tendenziell eher schwaches Immunsystem verfügen, nicht zuletzt deswegen sind besonders häufig Kinder von diesem Leiden betroffen. Wie dem auch sei, bisweilen stellt sich zusätzlich zu der physischen Manifestation der Dellwarzen an sich auch ein gewisser Juckreiz ein. Dieser kann, insofern man ihm nachgibt, des Weiteren zu kleinen offenen Stellen führen. Diese sind für den Erkrankten sehr unangenehm und können über die gesamte Dauer des Bestehens hinweg Schmerzen verursachen.

Sie können überall am Körper auftreten. Nichtsdestominder sind sie zumeist an den Armen, den Beinen, dem Hals, dem Genitalbereich oder am Unterleib zu beobachten. Brust, Kopf und Hände bleiben in der Regel verschont. Dabei können Die Dellwarzen kaum auffallen, aber auch sehr extrem sein. Dies liegt, wie bereits erwähnt, am Immunsystem des jeweiligen Erkrankten selbst. Man sollte jedoch damit rechnen, dass eine Infektion mit Dellwarzen keine allzu gravierenden Ausmaße annimmt. Die meisten Fälle sind überschaubar und lassen sich relativ gut behandeln. Nur vergleichsweise selten kommt es zu tatsächlich massiven Ausbrüchen, die neben dem leichten Juckreiz auch noch starke kosmetische Probleme nach sich zögen,

Nach einer Infektion kommt es etwa zu einer 10 tägigen Inkubationszeit. Nach Ablauf dieses Zeitraums, brauchen die Dellwarzen in etwa noch einmal 7 Wochen, bis sie sich voll entwickelt haben. Hiernach kommt es immer zu einem sporadischen Absterben oder Neuwachsen derselben. Dieser Zyklus zieht sich im Mittel etwa über ein Jahr hin. Danach sollte man jedoch damit rechnen können, dass die Dellwarzen komplett verschwunden sind. Auch kann man an dieser Stelle beruhigt sein, denn Narben sind nicht zu erwarten. Gleichwohl diese nicht immer komplett auszuschließen sind, vorallem nicht in besonders schweren. Allerdings sind diese, wie bereits erwähnt, vergleichsweise selten.

Der auslösende Faktor ist für die vorliegenden Krankheit ist ein Virus. Um genauer zu sein ein Pockenvirus. Man bezeichnet diesen auch als Molluscum Contagiosum Virus, bisweilen als mcv abgekürzt. Die Übertragungswege dieses Virus können sehr unterschiedlich und darüber hinaus leider auch sehr zahlreich sein. Im Grunde kann es jederzeit jedermann treffen. Allerdings sollte man an dieser Stelle der Vollständigkeit halber erneut erwähnen, dass sich der Virus nur bei Menschen mit grundsätzlich geschwächtem Immunsystem etablieren kann. Bei Erwachsenen kommt es besonders durch Geschlechtsverkehr zu einer Ansteckung. Dennoch kann man die Dellwarzen nicht als klassische Geschlechtskrankheit deuten. Sicherlich teilt sich das vorliegende Leiden die Art der Ansteckung mit dieser Art von Krankheiten, aber alles in allem sind die Überschneideingen zu gering und die Definitionskriterien nicht ausreichend erfüllt, dass man die Dellwarzen als eine solche einordnen könnte. Durch das Tragen eines Präservativs während des Geschlechtsaktes lässt sich zumindest eine minimale Sicherheit gewährleisten. Da es allerdings während desselben auch anderweitig zu direktem Hautkontakt kommt, ist die schützende Wirkung eines Kondoms nicht allzu groß.

Andere Wege der Ansteckung bestehen vorallem in direktem physischen Kontakt mit bereits Erkrankten. Dabei können schon kleinste Berührungen ausreichen, um sich mit dem Virus zu infizieren. Besonders gefährlich wird es, wenn man sich jedoch Textilien mit Betroffenen teilt. Hierzu gehören vorallem Bettwäsche und Handtücher. Sollte beispielsweise darum ein Partner in einer Beziehung an Dellwarzen leiden, ist es weiser Schritt zwecks Vermeidung einer Ansteckung, für die Dauer der Krankheit auf ein Doppelbett zu verzichten und sich getrennte Schlafmöglichkeiten zu organisieren. Wer dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht zu bewerkstelligen imstande ist, sollte dann zumindest die Bettwäsche besonders häufig wechseln und waschen.

Das allergrößte Risiko einer Ansteckung besteht jedoch, wie nun bereits schon mehrfach erwähnt, für Personen, die an einem schwachen Immunsystem leiden. Die Gründe einer Schwächung können hier sehr vielfältig sein. Nicht zuletzt darum ist es von äußerster Wichtigkeit, dass man stets und stetig darauf bedacht ist, dasselbe so gut es geht zu stärken und zu erhalten. Hierzu stehen einem sehr viele Möglichkeiten zur Verfügung, aber dazu später mehr. Neben einem schwachen Immunsystem gibt es natürlich aber auch weitere Faktoren, die sich begünstigend auf eine Infektion mit dem verantwortlich zu machenden Virus auswirken können. Insbesondere sind an dieser Hautkrankheiten chronischer Natur zu nenne. Wie Beispielsweise Schuppenflechte, Dermatitis und dergleichen mehr. Durch solcherlei Leiden ist die Haut zumeist von vorneherein stark geschwächt und kann sich gegen Infektionen, welcher Art auch immer, nur sehr schwer schützen. Darüber hinaus kommt es vorallem dann zu rapiden Übertragungen, wenn die Wohnverhältnisse sehr beengt sind. Gerade deswegen trifft man auch viel öfter in den Slums und Elendsvierteln dieser Welt auf Dellwarzen und seltener in normalen Wohngegenden.

Auch sollte man nicht denken, dass man nach einer Überstandenen Infektion immun gegen dieses Leiden ist. Es kann einen immer wieder treffen. Ändert man nichts an seinen Wohnverhältnissen oder sorgt nicht für ausreichende Schutzmaßnahmen, so ist es sogar nicht vollends auszuschließen, dass man sich direkt wieder, nachdem die Krankheit abgeklungen ist, reinfiziert und nach Ablauf der Inkubationszeit neuerlich an Dellwarzen leidet. Dieses Umstands sollte man sich jederzeit bewusst sein. Wer jedoch aus seiner Infektion lernt und darum künftig potentielle Gefahrenherde vermeidet, insofern dies in der persönlichen macht steht, sollte keine besonders hohe Gefahr laufen, mehrfach und noch dazu kurz hintereinander an den Dellwarzen zu erkranken.

Eine Diagnose ist in aller Regel sehr schnell gestellt. Ein geübter Arzt erkennt Dellwarzen sofort al solche und es bedarf nur selten klinischen Testverfahren, um diese auch als exakt das bestätigen zu können, wofür man sie hält. Zur Rückversicherung ist eine Anamnese, sprich ein Patientengespräch, darüber hinaus sehr sinnvoll. Vorallem aber im Hinblick auf etwaige potentielle Gefahren, denen sich ein Erkrankter ausgesetzt hat. Sind die gegeben und können beidseitig nachvollzogen werden, ist eine Erkrankung zumeist bestätigt und muss nicht durch weitere Tests bewiesen werden. Ein glücklicher Umstand, der dem Patienten sowie dem behandelnden Arzt viel Zeit spart und dafür sorgt, dass es früher zu einer passenden Behandlung kommen kann.

Dabei ist die Kur für das vorliegenden Leiden immer noch Prävention! Eine Ansteckung lässt sich zwar nicht immer vermeiden, auch dann nicht, wenn man sich darum bemüht, potentiellen Risiken aus dem Wege zu gehen, aber alles in allem fährt man sehr sicher damit, wenn man sich etwas vorausschauend verhält. Wer dies tut, hat glücklicherweise nur eine verschwindend geringe Chance, an Dellwarzen zu erkranken. Vorallem häufiges Waschen der Hände ist sehr wichtig. Auch sollte man daran denken, keine kontaminierten Gegenstände zu berühren, ohne diese zuvor zu säubern oder zu desinfizieren. Nichtsdestotrotz sollte man es mit dem Desinfektionsmittel nicht übertreiben. Zu viel davon ist auch nicht gut und schwächt das Immunsystem.

Glücklicherweise ist eine medizinische Behandlung nur in den aller wenigsten Fällen tatsächlich notwendig. Dennoch entscheiden sich sehr viele Betroffene dazu, etwas gegen ihre Dellwarzen zu unternehmen. Dies geschieht dann aber zumeist aus rein kosmetischen Erwägungen und spiegelt keine tatsächliche Notwendigkeit wider. Es kann einzig sinnvoll sein, dass man die ersten Dellwarzen sofort mit minimalen Eingriffen komplett entfernt, um einer vermehrten Ausbreitung derselben entgegenzuwirken. Dieses Vorgehen trägt jedoch nicht immer Früchte und kann bisweilen schlicht nutzlos sein. Da es hier sehr stark auf den individuellen Fall ankommt, ist es ratsam, sich diesbezüglich mit seinem behandelnden Arzt kurzzuschließen und entsprechend dessen Expertise zu handeln.

Eine Entfernung von Dellwarzen ist auf verschiedene Arten und Weisen möglich. Man kann diese durch Einfrieren abtöten, mittels einer Lasertherapie zerstören oder sie ganz klassischen aufschneiden und ausschaben. Letztere Methode findet jedoch in jüngster Zeit kaum mehr Anwendung, da sie zur Bildung von Narben beitragen kann. Es wird tunlichst davon abgeraten, die Dellwarzen selbst aufzuschneiden und versuchen diese zu entfernen. Ein solches Vorgehen kann zwar bisweilen dafür sorgen, dass sie verschwinden, die hieraus entstehenden Risiken sind jedoch nicht überschaubar. Nicht selten kommt es bei solchen Eigenbehandlungen zu einer Sepsis oder schlimmerem. Darüber hinaus stehen auch einige Medikamente zur Verfügung, die nicht nur die Ausbreitung von Dellwarzen verhindern können, sondern zudem auch noch für einen Rückgang derselben sorgen. Diese können sowohl topisch als auch oral anzuwenden sein, sprich man kann ebenso Cremes und Salben verwenden, wie klassische Pillen und Tabletten.

Zahlen zur Verbreitung von Dellwarzen lassen sich nur schwer ermitteln. Dies liegt vornehmlich daran, dass oftmals besonders arme Menschen von diesem Leiden betroffene sind, die sich keinen Besuch beim Arzt leisten können. Somit fallen diese durch die internationalen Statistiken. Die wenigen Zahlen, die jedoch vorliegen deuten darauf hin, dass etwa zwischen 100 Millionen und 150 Millionen Menschen weltweit an Dellwarzen leiden. Tendenz steigend. Die steigende Tendenz lässt sich vorallem damit begründen, dass viele Personen einem regelrechten Sauberkeitswahn verfallen. Dabei schadet zu häufiges Waschen und zu häufiges Desinfizieren der Haut immens und schadet dem Immunsystem sehr. Es kann keine natürlichen Resistenzen gegenüber vielen Erregern aufbauen. Darum sind besonders häufig Kinder betroffen, die in übertriebenen hygienisch Verhältnissen aufwachsen. Nicht zuletzt deswegen erkrankten vorallem Kinder zwischen dem ersten und dem zehnten Lebensjahr sehr häufig an Dellwarzen. Erwachsene sind heutzutage noch deutlich seltener Betroffen. Allerdings ist damit zu rechnen, das die nachfolgenden Generationen bald wesentlich schlechtere Immunabwehrren besitzen und darum auch häufiger an Krankheiten wie Dellwarzen im Alter leiden werden.

Alles in allem lässt sich also zusammenfassend erwähnen, dass es sich bei den Dellwarzen zwar um eine Krankheit handelt, die recht unangenehm werden kann, vorallem in Bezug auf den Juckreiz und den daraus entstehenden Drang, sich permanent kratzen zu müssen, aber ansonsten ist das von der vorliegenden Erkrankung ausgehende Risiko auf Leib und Leben vergleichsweise gering. Viele Menschen jedoch fürchten sich vor den kosmetischen Konsequenzen, die die Dellwarzen verursachen können. Aber auch diese sind minimal und man sollte sie nicht allzu ernst nehmen.

Wer also an Dellwarzen erkrankt ist, sollte einen Arzt aufsuchen und dessen Anweisungen befolgen. Ansonsten gibt es nichts, was man von dieser Krankheit zu befürchten hat.


Was sind Dellwarzen?

Unter Dellwarzen versteht man eine Virusinfektion der Haut mit dem sogenannten Molluscum contagiosum-Virus. Er bewirkt, dass auf den oberen Hautschichten erhöhte, knotenartige Geschwülste entstehen, die in der Mitte eine kleine Delle haben. In der Regel sind diese Knoten gutartig, schmerzfrei und neigen nicht zur Narbenbildung. Oft heilen sie nach einigen Monaten oder Jahren von allein wieder ab. Folglich ist eine Behandlung oftmals nicht vonnöten, obgleich Medikamente und minimalinvasive Verfahren vorhanden sind. Lediglich bei immunschwachen Patienten können sie zum Einsatz kommen.

Der Molluscum contagiosum-Virus gehört zu den Schmierinfektionen und wird sowohl über Kontakt mit einer betroffenen Person als auch mit infizierten Kleidungsstücken oder Gegenständen übertragen. Warzen entstehen immer durch eine Virusinfektion und es wird angenommen, dass ein geschwächtes Immunsystem Voraussetzung für ihre Entstehung ist. Warzen unterscheidet man zum einen nach ihrer Form, z.B. Dornwarzen, Feigwarzen oder nach ihrer Lokalisation, z.B. Genitalwarzen. Typischerweise ist der humane Papillomvirus Auslöser von Warzen. Das ist wie bereits erwähnt, bei Dellwarzen nicht der Fall. Aus diesem Grund stellen sie keine tatsächlichen Warzen dar, obgleich sie ähnlich behandelt werden. Sie unterschieden sich darüber hinaus im Grad der Verhornung und durch die Menge an Flüssigkeitseinschluss von den anderen Warzenarten.

Welche Ursachen gibt es?

Das Virus kommt weltweit vor und gehört (wie das Pockenvirus) zur Gruppe der Poxviren. Bei Druck auf die Dellwarze kann der Inhalt austreten, der hauptsächlich aus diesen Viren besteht. Bereits die bloße Berührung der kleinen Geschwülste kann also eine Infektion mit dem Molluscum contagiosum-Virus nach sich ziehen. Oft stecken sich Kinder in der Krippe, im Schwimmbad oder auf dem Spielplatz im Kontakt mit gleichaltrigen Infizierten an. Das ist zum Teil auch möglich, wenn ein Spielzeug gemeinsam genutzt wird. Erwachsene stecken sich häufig bei den eigenen Kindern oder beim Benutzen kontaminierter Gegenstände an. Dellwarzen übertragen sich auch beim Geschlechtsverkehr und entwickeln sich dann zu einer Geschlechtskrankheit.

Als Risikofaktoren gelten eine geschwächte Immunabwehr, Kortisonbehandlung und Neurodermitis. Überhaupt sind gerade jene Menschen besonders stark gefährdet, die immer schon mehr oder minder große Probleme mit ihrer Haut hatten. Hierunter fallen nicht nur Schuppenflechte, Neurodermitis und Co., sondern auch Akne, fettige oder trockene Haut und sonstige Anfälligkeiten. Gerade darum sollten diese Person besonders vorausschauend handeln und sich keinen unnötigen Gefahren aussetzen. Auf diese Art und Weise lassen sich die meisten Ansteckungen bereits im Vorfeld verhindern.

Ebenso kommt es sehr oft zur Ansteckungen, während man eine Person mit Dellwarzen pflegt. Dabei ist der Begriff der Pflege jedoch nicht überzubewerten. Menschen, die an der vorliegenden Erkrankung leiden bedürfen keiner besonderen Pflege und sind auch nicht bettlägerig oder dergleichen. Sollte man also mit einer solchen Person im selben Haushalt leben oder sonst sehr nah mit ihr zu tun haben, so ist die Chance einer Ansteckung sehr hoch. Direkter physischer Kontakt sollte deswegen ebenso vermeiden werden, wie der Tausch kontaminierter Objekte.

Besonders in Schulen und Kindergärten kann sich das ganze jedoch recht kompliziert gestalten. Nicht selten halten sich die kleinsten der Kleinen trotz eindringlicher Warnungen nicht an die ihnen auferlegte Anfasssperre. Infektionen breiten sich darum gerade in diesem Umfeld sehr schnell aus. Nichtsdestominder liegen mehrere Gerichtsurteile vor, die klar sagen, dass eine Infektion mit Dellwarzen kein ausreichender Grund dafür ist, ein betroffenes Kind nicht zur Schule oder zum Kindergarten zu schicken. Und dem ist tatsächlich so. Vorallem wenn man bedenkt, wie lange die Krankheit vorhalten kann.

Alles in allem aber sollte man den Kindern in der Kindergartengruppe oder der Schulklasse erklären, wieso es notwendig ist, direkten Körperkontakt mit dem Betroffenen nach Möglichkeit zu vermeiden. Hierbei ist allerdings diplomatisches Geschick gefordert, um den Erkrankten auch nicht zu isolieren oder zum Gespött zu machen. Denn gerade Hauskrankheiten werden heutzutage auch in unseren Breiten immer noch fälschlicherweise mit mangelnder Hygiene gleichgesetzt. Dabei ist es oftmals genau anders herum. Aber wie dem auch sei, Dellwarzen stellen keinen Grund dar, der Schule dauerhaft fernzubleiben.

Ansonsten liegen kaum mehr weitere Ursachen vor, die zu einer Ansteckung führen könnten. Wer sich also anschickt, die gerade eben erwähnten Risikofaktoren so gut es geht zu vermeiden, wird wahrscheinlich niemals allzu große Probleme mit Dellwarzen haben.


Symptome & Anzeichen

Die durchschnittliche Inkubationszeit einer Infektion mit dem Molluscum contagiosum-Virus beträgt in etwa sechs Wochen. Demzufolge bleibt eine Ansteckung zunächst einmal unentdeckt. Ist das Virus jedoch einmal in den Körper eingedrungen, wird es durch Kratzen oder das Berühren kleiner Verletzungen in alle Bereiche des Körpers weitergetragen. Daraufhin entstehen stecknadelkopfgroße bis erbsengroße warzenähnliche Geschwüre mit einer Delle in der Mitte. Sie sind hautfarben oder rosa, haben eine glatte Oberfläche und sondern bei Druck eine weiße wachsartige Masse ab. Gewöhnlich werden sie nicht größer als circa fünf Millimeter.

Kinder sind vor allem im Gesicht, am Hals, an den Augenlidern, im Genitalbereich oder unter den Achseln von Dellwarzen betroffen. Bei Erwachsenen manifestieren sie sich lediglich als Symptom einer Geschlechtskrankheit und sind somit auf den Genitalbereich sowie die Afterregion beschränkt. Die Lage gestaltet sich anders bei immunsupprimierten Personen (beispielsweise bei Neurodermitis und hiv-Infektion): Hier verteilen sich die Dellwarzen großflächig über den gesamten Körper und sind zudem im Durchmesser größer (circa 15 Millimeter).


Diagnose & Krankheitsverlauf

Ein Arzt stellt die Diagnose anhand des typischen Erscheinungsbildes der Dellwarzen. Eine Biopsie und mikroskopische Untersuchung der Gewebeprobe kann die Diagnose bestätigen und andere Hautveränderungen wie Warzen, Windpocken oder bösartige Geschwüre ausschließen.

Somit ist eine Diagnose für einen erfahrenen Hausarzt oder Kinderarzt keine besondere Herausforderung. Vorallem dann nicht, wenn die Warzen bereits sichtbar an die Oberfläche der Haut getreten sind. Oftmals reicht es dem zuständigen Mediziner aus, wenn er eine reine Blickdiagnose anwendet. Das heißt, er betrachtet sich das Leiden einfach nur und stellt auf dieser Grundlage eine Diagnose. Sollte man dieses Vorgehen als Patient als unzureichend empfinden kann man darauf pochen, dass der Arzt weitere klinische Tests durchführt. Diese sind allerdings in aller Regel unnötig und verursachen lediglich zusätzliche Kosten und unnötigen Aufwand. Darum sollte man sich als Patient mit der Diagnose abfinden.

Während der Patient sich noch in der Inkubationszeit befindet ist es sehr herauszufinden, ob eine Ansteckung erfolgt ist oder nicht. Es handelt sich hierbei zumeist nur um zufällige Funde, die äußersten Seltenheitswert haben. Auch sollte man sich von einem solchen Glücksfund, wenn er denn gemacht wird, nicht allzu viel versprechen. Denn tatsächlich nutzt dies dem Patienten in aller Regel nur sehr wenig. Auch mit diesem Wissen ist es oftmals nicht möglich, den Ausbruch der Krankheit zu verhindern oder sonst wie dafür zu sorgen, dass es zu einem deutlich milderen Verlauf kommt. Darum ist Prädiagnostik bei der vorliegenden Erkrankung eher unnütz.

Alles in allem also ist eine Diagnose nicht nur sehr schnell gestellt, sondern auch in der überwiegenden Mehrheit der Fälle korrekt und zutreffend. Aufgrund des charakteristischen Aussehens der Dellwarzen an sich kommt es nur sehr sehr selten zu einer Verwechslung, auch ohne die Anwendung tiefer gehender klinischer Testverfahren. Das erspart dem Patienten sowie dem behandelnden Arzt nicht nur eine Menge Zeit, sondern auch einiges an Stress und Strapazen und führt darüber hinaus dazu, dass es sehr schnell und also möglichst zeitnahe zu einer Behandlung der Dellwarzen kommen kann.

Der Verlauf des Leidens ist meist von Fall zu Fall recht unterschiedlich. Allerdings lassen sich dennoch viele gemeingültige Aussagen treffen. Zumeist beginnt die Krankheit mit einer einzigen Dellwarze. Zu dieser gesellen sich nach und nach mehr dazu, bis es schließlich zu einer größeren Dichte kommt, die mitunter an die von Akne oder Windpocken erinnern kann. Dies ist allerdings sehr stark davon abhängig, inwieweit das Immunsystem Hilfe zu leisten imstande ist. Als Faustregel kann man sich an dieser Stelle merken, dass je schwächer das Immunsystem, desto schwerer der Verlauf der Erkrankung. Dennoch gibt es auch hier Feinheiten, die zu beachten sind. Darum handelt es sich lediglich um eine Faustregel und nicht etwa um ein eindeutiges diagnostisches Mittel.

Wie dem auch sei die Diagnose ist also sehr schnell gestellt und der Verlauf ist zwar von Fall zu Fall unterschiedlich, nicht aber besonders gefährlich. Darum muss man als Betroffener glücklicherweise nicht mit besonders hohen Einschränkungen oder langen Aufenthalten bei einem Arzt rechnen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Dellwarzen können weltweit auftreten. Ein ungünstiges Klima, das die Ansteckungsgefahr fördert, herrscht vor allem in tropischen Gebieten. Aus diesem Grund treten Dellwarzen hier häufiger auf. Generell sind Kinder und Jugendliche mit bis zu 30 Prozent überdurchschnittlich oft betroffen. Bei Erwachsenen liegt die Häufigkeit von Mollusken lediglich bei 3 Prozent.

In den letzten Jahren konnte ein geringer Zuwachs an Infektionen verzeichnet werden. Da es sich um keine gefährliche Krankheit handelt, ist das allerdings wenig problematisch. Das Geschlecht spielt bei der Verbreitung des Leidens kaum eine Rolle. Dennoch scheinen die statistischen Daten darauf hinzudeuten, dass Männer, sprich Jungen, öfter betroffen sind als Frauen oder Mädchen. Hierbei könnte es sich allerdings auch schlicht um eine irrelevante Anomalie in den statistischen Erhebungen selbst handeln. Weitaus interessanter ist das Alter. Denn wie bereits schon schon mehrfach erwähnt, handelt es sich bei der vorliegenden Erkrankung um eine solche, die zwar nicht ausschließlich, aber dennoch vorwiegend bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Erst mit Vollendung des 15. Lebensjahres sinkt die Chance auf eine Infektion mit dem vorliegenden Leiden wieder auf das eines Erwachsenen. Die Gründe hierfür sind nicht nicht vollkommen geklärt. Allerdings spekulieren viele Wissenschaftler und Mediziner, dass es mit dem im Vergleich zu erwachsenen Menschen eher schwachen Immunsystem von Kindern und Jugendlichen zu tun hat. Dieses ist weitaus anfälliger für viele Erreger und damit auch öfter Opfer einer Erkrankung. Nicht zuletzt darum wirken viele Kinder oftmals überdurchschnittlich oft krank.

Die Prävalenz schwankt weltweit. In wärmeren Ländern kommt es unwesentlich häufiger zu Fällen von Dellwarzen, während es in kälteren Gefilden nicht allzu oft dazu kommt. Aber die allgemeine Temperatur ist dennoch kein valider Indikator dafür, wie hoch die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung tatsächlich ist. Nichtsdestominder sollte man sich als Reisender und Tourist in wärmere Gegenden darauf einstellen, dass eine Infektion mit Dellwarzen dort etwas wahrscheinlicher ist als hierzulande. Somit ist insbesondere darauf zu achten, allzu engen Körperkontakt nach Möglichkeit zu vermeiden und zu versuchen auch sonst die notwendigen hygienischen Schutzmaßnahmen zu ergreifen.


Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen treten vor allem bei immunsupprimierten Patienten auf. Hier können Dellwarzen nicht nur zahlreich und in enormer Größe entstehen, sondern auch der Virus kann sich als äußerst resistent erweisen.

Alles in allem sind die Komplikationen, die im Rahmen einer Erkrankung mit Dellwarzen zu erwarten sind sehr geringfügiger Natur und kaum der Rede wert. Oftmals sind die sozialen Stigmata, denen man ausgesetzt ist, sollten sich die Dellwarzen allzu sichtbar über den Körper ausbreiten, wesentlich gravierender, als die direkt aus der Krankheit resultierenden medizinischen Komplikationen.

Zwar sind die kosmetischen Einschränkungen oftmals nicht besonders schlimm, aber dennoch kommen einige Erkrankte nur sehr schwer damit zurecht. Gerade dann, wenn die Dellwarzen sich bis ins Gesicht ausbreiten. Viele Menschen sind nicht mit Dellwarzen im Gesicht vertraut und können sich darauf oftmals keinen Reim machen. Das führt zu Vorurteilen und anderen Repressionen gegenüber dem Erkrankten und schließlich auch zu gesellschaftlichem Ausschluss. Zumindest für die Dauer der Erkrankung selbst. Aber auch danach noch haftet dem ehemals Erkrankten noch lange Zeit das Stigma des Unreinen an.

Besonders schlimm hiervon betroffen sind oftmals erkrankte Kinder. Dies liegt primär daran, dass diese im Klassenverband Mitschülern ausgesetzt sind, die nur sehr schwer oder gar nicht zu belehren sind und ihre negative Meinung nicht nur laut kund tun, sondern auch anderen Kinder damit anstecken. Es kann darum durchaus zu Mobbing kommen. Vorallem, wenn das erkrankte Kind ohnehin keinen besonders hohen Status im Klassenverband hatte, auch schon vor der Erkrankung nicht, so sollte man sich als Elternteil desselben auf jeden Fall mit dem Lehrkörper in Verbindung setzen und versuchen, eine Lösungsstrategie zu entwickeln. Medizinische Aufklärung im Rahmen einer Sonderlehrstunde kann beispielsweise dazu beitragen, bei den Kindern ein besseres Verständnis für Dellwarzen zu etablieren und somit Mobbingattacken bereits im Vorfeld auszuschließen.

Wie dem auch sei: Komplikationen im Rahmen einer Erkrankung mit Dellwarzen sind entweder nicht existent oder sehr geringfügiger Natur. Sehr selten kann es dazu kommen, dass sich kleine Narben bilden, wenn die Warzen abheilen. Das ist allerdings ein sehr rares Phänomen, das bei kaum 2% der Erkrankten auftritt. Zwar kann man nicht sagen, dass diese Krankheit vollkommen ohne Komplikationen auftritt, aber dennoch beinahe komplett von diesen frei ist. Das macht es zwar nicht besser, wenn man daran erkrankt, kann einem aber etwas Angst nehmen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Dellwarzen können vollkommen selbstständig und ohne Behandlung wieder abklingen. Falls sie über einen längeren Zeitraum hinweg bestehen, lohnt sich dennoch ein Arztbesuch zur genaueren Abklärung. Das gilt auch, wenn die Dellwarzen sich hinsichtlich Größe und Form verändern.

Einige Ärzte raten e contrario zum sofortigen Handeln und der mechanischen Entfernung der Mollusken, da diese ein Ansteckungsrisiko bergen. Darüber hinaus kann eine Selbstdiagnose auch fehlerhaft sein und schwerwiegendere Krankheiten bleiben so unbehandelt. Im Zweifelsfalle sollte also ohnehin zumindest der Haus- oder Kinderarzt kontaktiert werden.

An dieser Stelle stellt sich darüber hinaus die Frage, ob man bereits schon einmal mit Dellwarzen zu tun hatte oder ob es sich um eine Erstinfektion handelt. Sollte man bereits im Umgang mit diesem Leiden kundig sein, so ist es bisweilen ausreichend, wenn man sich einer Eigenbehandlung unterzieht. Nichtsdestominder ist es immer besser, wenn man einen Arzt konsultiert. Bei einer Erstinfektion dagegen sollte man immer in einer Praxis vorstellig werden. Dies gilt insbesondere für Eltern, deren Kinder erkrankt sind. Und sei es auch nur, um den Eltern die etwaige Sorge zu nehmen. Denn oftmals sind es gerade besorgte Eltern, die aus einer Mücke einen Elefanten machen und sehr viel mehr in eine Erkrankung ihres Nachwuchses hineininterpretieren, als tatsächlich notwendig ist. Dabei ist dies gerade bei Dellwarzen immens unnötig. Es handelt sich hierbei schlicht und einfach nicht um eine besonders gefährlich Erkrankung. Darum ist es auch nicht notwendig, sich über Gebühr darüber zu besorgen. Damit hilft man weder sich selbst noch seinen etwaig betroffenen Kindern.

Darüber hinaus empfiehlt sich ein Besuch beim Arzt auch dann, wenn man ungeschützten Geschlechtsverkehr mit einer Person hatte, die man nicht gut kennt und über deren Gesundheitszustand man sich nicht im Klaren ist. Es kann immer passieren, dass man sich mit einer Geschlechtskrankheit ansteckt. Eine schnelle Behandlung ist in diesem Falle das A und O. Aber wie dem auch sei, bei den Dellwarzen handelt es sich nicht nur nicht um eine typische Geschlechtskrankheit, auch muss man davor nicht allzu viel Furcht haben. Auch dann nicht, wenn sie mittels Geschlechtsverkehrs übertragen wurde. Das ändert nichts daran, dass es sich bei diesem Leiden um eine in aller Regel sehr milde Erkrankung handelt.

Somit lässt sich zusammenfassend erwähnen, dass ein Besuch in manchen Fällen zwar eher optional ist, man aber dennoch nicht darauf verzichten sollte, wenn man auf Nummer sicher gehen will. Denn Vorsicht ist an dieser Stelle, wie bei allen anderen Erkrankungen auch, besser als Nachsicht.

Behandlungsmethoden & Therapie

Ein gesunder Erwachsener mit stabilem Immunsystem wird im Allgemeinen keine Behandlung benötigen. Es sollte aber sichergestellt sein, dass die Dellwarzen nicht berührt werden, um eine Wiederansteckung zu vermeiden. Aus kosmetischen Gründen ist eine Behandlung jedoch manchmal erwünscht. Besonders dann, wenn es sich um Mollusken im Gesicht handelt. Auch bei resistenten Dellwarzen wird eine Therapie empfohlen.

Schulmedizinisch erfolgt die Warzenentfernung durch Abschaben mit dem „scharfen Löffel“ (Kürettage) oder durch Anstechen und Ausquetschen der Warze; auch durch Kryotherapie (vereisen) und Lasertherapie können Dellwarzen entfernt werden. Medikamentös kann man Zytostatika wie Verrumal gegen Warzen einsetzen. Zur Selbstbehandlung ist ein Vereisungsstick erhältlich. Außerdem kann man Warzen mit Salben und Gels auf Vitamin-A-Säure-Basis (z.B. Airol) entfernen. Die Behandlung kann bei großflächigem Befall oder in schmerzempfindlichen Körperzonen mit Anästhesie durchgeführt werden. In einigen schwer verlaufenden Fällen wird darüber hinaus die Vergabe von Virostatika angeordnet.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Zur Prävention von Dellwarzen gehört zunächst, dass ein enger Kontakt (beispielsweise Geschlechtsverkehr) mit Infizierten vermieden wird. Des Weiteren sollten Wäsche und Handtücher sowie Gegenstände, die mit dem Körper in Berührung kommen (z. B.: Seife oder Sexspielzeuge) nicht geteilt werden, da auch über diese Viren übertragen werden. Regelmäßiges Händewaschen kann ebenfalls einer Ansteckung mit Schmierinfektionen vorbeugen. Sind Sie bereits infiziert, achten Sie darauf, die Infektion nicht weiter zu verbreiten. Kratzen und Berühren der Dellwarzen sowie Rasieren in den betroffenen Bereichen sollte unterlassen werden, da Sie sich mit dem Rasierer und Ihren Fingern erneut selbst anstecken können.

Alles in allem also kann man sich hier sehr leicht behelfen und muss von keiner allzu starken Gefahr einer Ansteckung ausgehen. Vorallem dann nicht, wenn man sich vorausschauend verhält und sich selbst sowie andere Personen nicht leichtfertig einer vermeidbaren Gefahr aussetzt. Hierzu im Folgenden noch einmal eine Zusammenfassung der zu vermeidenden Aktionen:

  • Verhütung mit einem Kondom: Es handelt sich bei den Dellwarzen nicht, wie bereits erwähnt, um eine klassische Geschlechtskrankheit. Nichtsdestoweniger ist eine Ansteckung während des Aktes, insofern einer der beiden Partizipanten an dem vorliegenden Leiden erkrankt ist, sehr wahrscheinlich. Das Tragen eines Kondoms kann an dieser Stelle etwas Abhilfe leisten. Dennoch sollte man sich keinen Illusionen hingeben. Eine komplette Sicherheit bietet es auf keinen Fall. Eine Ansteckung bleibt nach wie vor sehr wahrscheinlich. Dieser Unglückliche Umstand lässt sich vorallem darauf zurückführen, dass es während des Geschlechtsaktes zumeist zu exzessivem Hautkontakt kommt. Dieser kann eine Ansteckung begünstigen.In diesem Falle wäre es tatsächlich am besten, sich komplett zu enthalten. Dies sollte auch nicht allzu schwierig sein, vorallem schon darum nicht, da man Dellwarzen visuell sehr gut erkennen kann und damit auch einen Erkrankten. Sollte dieser Fall eintreten ist man am besten damit beraten, davon abzusehen, den Akt zu vollziehen.
  • Ausreichende Hygiene: Dellwarzen übertragen sich sehr schnell mittels einer sogenannten Schmierinfektion, das heißt, dass wenn man als nicht erkranktes Individuum in Kontakt mit einem kontaminierten Objekt kommt, so ist es nicht unwahrscheinlich, dass es infolgedessen zu einer Ansteckung kommt. Leider weiß man natürlich nicht immer, welches Objekt kontaminiert sein könnte und welches nicht. Nicht zuletzt deswegen ist es immer entscheidend, nach direktem Hautkontakt mit unbekannten Objekten, die Hände oder andere Hautpartien, mit denen ein Kontakt stattfand, gründlich zu reinigen. Wer unterwegs ist, kann für eine schnelle Reinigung zwischendurch auch Hygienetücher oder Desinfektionsmittel verwenden. Allerdings sollte man damit möglichst sparsam umgehen. Zu viel davon schädigt und schwächt die Haut.Insbesondere aber ist eine solche Reinigung dann notwendig, wenn man wissentlichen und / oder willentlichen Kontakt mit einem bereits infizierten hatte. Hiernach sollte man auf keinen Fall auf eine gründliche Reinigung verzichten und darüber hinaus davon absehen, sich die Augen zu reiben, sich in den Mund oder die Nase zu fassen oder seine Hände anderen Leuten zum Gruß zu reichen. Zuerst müssen dieselben gewaschen werden. Nur auf diese Weise, lässt sich einer Ansteckung effektiv vorbeugen.
  • Vorausschauendes Verhalten: Bei den Dellwarzen liegt es nicht allein nur am noch gesunden Individuum darauf zu achten, dass es zu keiner Ansteckung kommt, sondern auch am Erkrankten selbst, seine Umwelt nicht durch fahrlässiges Verhalten zu gefährden. Denn viele Erkrankte sind durchaus in der Lage dazu, das Risiko einer Ansteckung anderer Personen massiv einzuschränken. Hierzu sollten sie zunächst bewusst auf einige Dinge verzichten. Dazu gehört die Vermeidung von direktem Körperkontakt, das unnötige Berühren von Objekten, von denen man weiß, dass auch unbeteiligte Dritte sie benutzen werden sowie der komplette Verzicht auf Umgang mit Personen, deren Immunsystem bekannterweise nur mangelhafte Leistungen vollbringt.Darüber hinaus kann es sehr hilfreich sein, andere Personen im Vorfeld über sein leiden zu informieren. Das kann anfangs zwar als unangenehm wahrgenommen werden, hilft aber dabei, die Verbreitung des Leidens bereits a priori einzuschränken und sorgt somit effektiv für eine geringere Zahl an Infizierten.

    Auch sollten Eltern, die erkrankte Kinder haben, auf jeden Fall den Lehrer oder die Lehrerin darüber informieren. Diese können daraufhin die notwendigen Schritte einleiten und somit eine Ansteckung innerhalb der Klassengemeinschaft so gut es eben geht verhindern. Schließlich und endlich stellen Dellwarzen keinen Grund dar, das betroffene Kind von der Schule fernbleiben zu lassen. Es handelt sich zwar um eine potentiell ansteckende Erkrankung, die von diesem Leiden ausgehende Gefahr wurde jedoch aber von Medizinern als so geringfügig eingestuft, dass nicht dies nicht als anzureichender Grund dafür gelten kann, das Kind über Gebühr zuhause zu behalten. Vorallem dann nicht, wenn man einmal bedenkt, dass das Leiden teilweise mehr als ein Jahr breuacht, um wieder von alleine abzuklingen. Ein derart langes Fernbleiben von der Schule ist aufgrund der Krankheit auf keinen Fall zu rechtfertigen.

  • Immunsystem stark halten: wie nun bereit schon mehrfach erwähnt, betreffen die Dellwarzen hauptsächlich Menschen, die über ein besonders stark geschwächtes Immunsystem verfügen. Darum sind besonders oft Kinder vom vorliegenden Leiden betroffen. Erwachsene trifft es besonders dann recht häufig, wenn sie bereits an einer Erkrankung leiden oder erst kürzlich eine überstanden haben. Das Immunsystem ist dann im Keller und oftmals nicht mehr dazu in der Lage, den Erreger abzuwehren. Schließlich kommt es dann nach der Inkubationszeit zum Ausbruch des Leidens.Darum ist es sehr wichtig dafür zu sorgen, dass die Immunabwehr immer auf hohem Niveau funktioniert. Es kann aber individuell sehr verschieden sein, welche Maßnahmen dazu führen, dass das Immunsystem dauerhaft fehlerfrei und effektiv arbeitet. Dennoch gibt es einige Faustregeln, die man sich merken kann. Hierzu gehören viel Bewegung, eine gesunde Ernährung, Stress möglichst vermeiden, viel Frische Luft, ausreichenden Genuss von Sonnenlicht sowie ausreichend Schlaf und Erholung. Wer diese Regeln beherzigt wird bald schon feststellen, dass er wesentlich seltener krank wird und aus sonst mehr Energie und Leistungsfähigkeit hat.

Prognose zur Heilung

Meist verschwinden die Dellwarzen innerhalb eines Jahres vollständig und ohne Narben zu hinterlassen. Die vormals betroffene Haut ist dann auch nicht mehr ansteckend. Jedoch werden, anders als beispielsweise bei Windpocken, keine Antikörper gebildet, die eine erneute Infektion verhindern. Bei Erregerkontakt kann es also erneut zur Warzenbildung kommen.

Alles in allem aber gilt es zu erwähnen, dass die Prognose auf keinen Fall schlecht ist. Tatsächlich ist beinahe in 99% der Fälle davon auszugehen, dass die Erkrankung nach spätestens einem Jahr vollkommen und ohne Rückstände oder Folgeschäden abgeheilt sein wird. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass es während der Dauer der Erkrankung durchaus zu massiven kosmetischen Einbußen kommen kann, die der Betroffene oftmals als große Einschränkung wahrnimmt. Vorallem dann, wenn diese Person einen Beruf ausübt, der sehr viel Kontakt mit Kunden oder generell anderen Menschen erfordert. Denn viele Personen, die nicht mit dem vorliegenden Leiden vertraut sind, tendieren dazu. Die Dellwarzen als etwas wahrzunehmen, was sie nicht sind. Sie überinterpretieren das Leiden und assoziieren es darüber hinaus sehr häufig mit einer gewissen Unsauberkeit oder mangelnder Hygiene. Das ist ist zwar grundsätzlich falsch, aber das ändert nichts daran, dass viele Menschen dennoch davon überzeugt sind.

Nicht zuletzt darum kommt es immer wieder zu Repressionen gegenüber Betroffenen. Diese sind oftmals weitaus schlimmer, als die Erkrankung an sich. Einige soziale Stigmata lassen sich auch nicht allzu schnell wieder abschütteln. Besonders dann nicht, wenn der Nachwuchs betroffen ist. Jeder kennt den Ausspruch: Kinder können grausam sein. Und genau so ist es es bisweilen leider auch. Ein erkrankter Klassenkamerad wird gemieden und verunglimpft. Auch oftmals dann noch, wenn das Leiden als solches bereits schon lange verklungen ist. Gerade darum ist es seitens der Lehrer wichtig, mit der Klassengemeinschaft in einen Dialog zu treten und dafür zu sorgen, dass die anderen Schüler die Erkrankung verstehen und diese nicht als Ausrede dafür nutzen können, einen anderen Mitschüler schlecht zu behandeln oder gar zu mobben. Letzteres findet nämlich besonders häufig dann statt, wenn die Dellwarzen sich bis ins Gesicht ausbreiten.

Alles in allem aber sieht die Prognose, beschränkt man sich auf rein medizinische Aspekte und lässt soziale Faktoren einmal außer acht, vollkommen gut aus. Es gibt keine bekannten Todesfälle, die sich direkt auf Dellwarzen zurückführen ließen, auch muss man nicht befürchten persistente Langzeitschäden davonzutragen, abgesehen von etwaig entstehenden Narben. Diese sind aber in aller Regel sehr klein und stellen sich darüber hinaus auch nur dann ein, wenn sie die Dellwarzen unsachgemäß entfernt wurden. Kurzum lässt sich also zusammenfassend erwähnen, dass man von der vorliegenden Erkrankung als Betroffener nicht wirklich viel zu befürchten hat, außer kosmetische Einbußen. Mit diese kann man aber in der Regel wesentlich besser umgehen, als mit großen Schmerzen oder dauerhaften Minderfunktionen von Gliedmaßen.


Wie mit Dellwarzen umgehen?

Viele Menschen werden von Dellwarzen regelrecht überrascht. Sie kommen aus der Perspektive des Betroffenen mehr oder weniger plötzlich und oftmals fällt es Erkrankten schwer, den Ursprung dieses Leidens für sich zu ermitteln. Eine Ansteckung kann nämlich sehr subtil verlaufen und oftmals nicht als bewusstes Ereignis. Insbesondere, wenn es mittels einer Schmierinfektion zu einer Übertragung kam. Auch diese teilweise recht lange Inkubationszeit lässt die Grenzen verschwimmen und es für Erkrankte sehr schwer machen, das Ereignis, das zu einer Infektion führte, aktiv ermitteln zu können.

Kommt es dann schließlich zu einem Ausbruch, sind viele Menschen zunächst einmal etwas vor dem Kopf gestoßen. Das liegt allein schon an der Beschaffenheit der Dellwarzen selbst. Diese mögen zwar zunächst so scheinen wie Warzen, fühlen sich aber nicht so an und weisen auch sonst kaum physische Eigenschaften von Warzen auf. Deswegen sind viele Betroffene, die zum ersten Mal mit diesem Leiden in Kontakt kommen, etwas verwirrt, was genau sie denn da nun überhaupt befallen hat. Darüber hinaus ist es auch keine Seltenheit, dass ein erkranktes Individuum überhaupt nicht auf die Dellwarzen reagiert und sie schlicht als Blase oder ähnliches einstuft. Erst wenn es zu einem vermehrten Auftreten dieser Pusteln kommt, dämmert es den meisten Menschen, dass es sich wohl doch nicht um Blasen oder Warzen, sondern um etwas anderes handeln muss.

Hierdurch sollte man sich jedoch nicht verunsichern lassen. Vorallem dann nicht, wenn größere Areale betroffen sind. Panik ist hier vollkommen Fehl am Platze. Schließlich und endlich handelt es sich bei den Dellwarzen um eine durch und durch harmlose Erkrankung, die primär kosmetische Nachteile mit sich bringt, nicht aber dazu führt, dass es zu einer Gefährdung von Leib und Leben kommt. Dennoch ist man natürlich am aller besten damit beraten, so schnell es geht, bei einem Mediziner vorstellig zu werden. Vorallem dann, wenn man mit der Diagnose Dellwarzen noch nichts zu tun hatte und sich darum unsicher darüber ist, was genau gerade mit einem passiert. Der Arzt kann einem die Angst nehmen und man kann beruhigter mit der Therapie beginnen. Zudem ist es in aller Regel ausreichend, seinen Hausarzt zu bemühen. Eine Besuch beim Spezialisten, sprich dem Hautarzt, ist nicht unbedingt notwendig. Kann aber natürlich im Bedarfsfall auch sinnig sein.

Personen, die sich bereits mit Dellwarzen auskennen, können sich einen Besuch beim Arzt bisweilen auch komplett sparen. Sie wissen, womit sie rechnen müssen und mit welchen Mitteln man dem Leiden Herr werden kann. Dennoch sollte man, gerade dann, wenn beispielsweise Kinder betroffen sind, auch trotz Erfahrung, einen Besuch beim Arzt nicht scheuen. Vorsicht ist hier, wie bei jeder anderen Erkrankung auch, besser als Nachsicht.

Einige Personen fühlen sich durch das Vorhandensein von Dellwarzen kosmetisch stark eingeschränkt. Das ist vorallem dann nachvollziehbar, wenn diese im Gesicht auftreten. Es gibt jedoch diverse Mittel und Wege, wie man diese Erscheinungen bekämpfen kann. Man sollte hierbei aber nicht vergessen, dass es sich um einen operativen Eingriff handelt, gleichwohl wie klein dieser sein sollte. Und ein jeder Eingriff birgt Gefahren. Zugegebenermaßen jedoch ist das Maß an zu erwartenden Gefahren im Falle der Dellwarzen recht überschaubar.

Auf keinen Fall jedoch sollte man Dellwarzen selbst behandeln, indem man sie aufsticht oder gar aufschneidet. Selbst wenn man dabei peinlichst genau auf Sauberkeit achten sollte, so ist das Risiko einer Verunreinigung dennoch sehr viel höher als in der Praxis oder im Krankenhaus. Darüber hinaus sollte man auch nicht vergessen, dass man als medizinischer Laie sehr einfach vermeidbare Fehler begehen kann und diese zu weitaus gravierenderen Nebenerscheinungen führen, als sie eigentlich im Rahmen einer Erkrankung mit Dellwarzen auftreten sollten. Trotz dieser allgemein bekannten Gefahren passiert es immer wieder, dass manche Menschen selbst Hand anlegen und die Dellwarzen privat zu Hause entfernen. Nicht selten kommt es im Rahmen dieses Fehlverhaltens zu einer Sepsis oder zur Bildung dauerhafter und sichtbarer Narben. Darum also ganz klar: Finger weg und keine Selbstversuche! Der eigene Körper wird es einem danken.

Auch sollte man ein Kind aufgrund einer Erkrankung mit Dellwarzen nicht aus der Schule zuhause lassen. Zumindest nicht länger als einen oder zwei Tage nach dem ersten Sichtbarwerden der Pusteln. Zwar sind Dellwarzen ansteckend, allerdings nicht so stark, dass die Klassenkameraden dadurch gefährdet wären. Nichtsdestominder täte man nicht schlecht daran, darauf zu achten, dass es nicht zu einem allzu engen Körperkontakt zwischen dem erkrankten und den gesunden Kindern kommt. Und sei es auch einfach nur, um auf Nummer sicher zu gehen. Bisweilen kann es darum nützlich sein, das Lehrpersonal zu kontaktieren und über die Erkrankung des Kindes in Kenntnis zu setzen. Auf diese Weise können die Lehrer und Kindergärtner Strategien entwickeln, wie sie das erkrankte Kind optimal in die Gruppe integrieren können, ohne diese jedoch zu gefährden.

Alles in allem also gibt es nicht viel, das man im Umgang mit Dellwarzen beachten muss. Man sollte sich vorausschauend verhalten und auch die Gesundheit anderer Menschen und nicht nur die eigene im Kopfe haben. Dies gilt insbesondere in Bezug auf Geschlechtsverkehr. Wer an Dellwarzen leidet, sollte, solange sie sichtbar vorhanden sind, schlicht auf Koitus verzichten. Soviel Achtung und Selbstbeherrschung sollte man sich selbst und anderen Menschen gegenüber aufbringen können. Auch sollte man an dieser Stelle nicht außer Acht lassen, dass ein Kondom nur eine sehr geringe Schutzwirkung darstellt, da es dennoch zu starkem Hautkontakt kommt.

Je nach Stärke des Immunsystems hält das Leiden zwischen 6 Monaten und einem Jahr an. Danach ist der Zauber zu Ende. Nichtsdestominder sollte man nicht etwa dem Irrglauben verfallen, dass man danach immun gegen Dellwarzen wäre. Man kann immer wieder daran leiden. Nicht zuletzt deswegen ist vorausschauendes Verhalten besonders wichtig. Wer sich aber an diese Regeln hält, wird nichts zu befürchten haben.


Alternative Behandlungsmethoden

Thuja occidentalis ist als Warzenmittel aus der Homöopathie bekannt. Thuja kann eingenommen, aber auch auf die Warzen getupft werden. Causticum und Acidum nitricum sind zwei weitere homöopathische Mittel, die häufig gegen Warzen eingesetzt werden. Causticum wird bei sanften, mitfühlenden Menschen verwendet, während der Acidum nitricum-Typ nachtragend und negativ sein kann.

Zur homöopathischen Selbstbehandlung sollte man die Mittelbeschreibung immer genau lesen und das Mittel wählen, welches am besten zur eigenen Situation passt. Im Zweifel kann ein Heilpraktiker weiterhelfen. Außerdem empfiehlt sich die Verwendung niederer Potenzen (D3 bis D12).

Welche Hausmittel können helfen?

Zur Warzenbehandlung werden viele Hausmittel empfohlen. Dazu gehört Betupfen der Warzen mit Teebaumöl oder verdünnter Kalilauge (Kaliumhydroxid). Gegen Dellwarzen kann auch Betupfen mit Schöllkrautsaft (Apotheke) helfen. Schöllkrautsaft ist giftig, sollte nur äußerlich angewendet und nicht in Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Hauswurz
  • Knoblauch
  • Kamille
  • Ringelblume
  • Warzenkraut
  • Wolfsmilch
  • Sonnenhut
  • Löwenzahn
  • Zitrone
  • Rosmarin

Alle der gerade erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Tablette darzureichen. Hierbei sind die Arten der Einnahme oftmals nur als geringfügig auf die Wirkung einzustufen. Auch eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen. Eine solche ist besonders im Falle von oberflächlichen Krankheiten zu empfehlen, da sie direkt auf die Haut aufzutragen ist. Zur Herstellung einer solchen gebe man die erwähnten Kräuter in zerlassenes Schmalz, wobei es egal ist, ob die Kräuter frisch oder getrocknet sind und lasse diese Mischung auskühlen und verfestigen. Insofern man eine stärkere oder feinere Salbe oder Creme haben will, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Teebaumöl
  • Zitronenmyrtenöl
  • Zitronenöl
  • Knoblauchöl

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle von Dellwarzen sollte kann man von beiden Formen Gebrauch machen, also der Aromatherapie und der medikamentösen Therapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass beide Formen der Anwendung wenig belastend für die allgemeine Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische Behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 5 und 8
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 3 – 6 Globuli

Oder man entnehme die genauen Dosierungshinweise jedoch der Packungsbeilage oder halte Rücksprache mit dem zuständigen Heilpraktiker.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Eine spezielle Ernährung verhindert keine Ansteckung mit dem Molluscum contagiosum-Virus. Allerdings schützt eine gesunde Ernährung das Immunsystem. Folglich sollte man – denn per aspera ad astra – auf ungesunde Fette sowie übermäßigen Alkoholkonsum und Rauchwaren verzichten. Auch stark zuckerhaltige Lebensmittel sollten selten verzehrt werden. Wer nicht auf Süßes verzichten möchte, kann bedenkenlos bei Obst wie zum Beispiel Apfel oder Sternfrucht zugreifen.

Eine spezielle Diät oder Ernährungsweise in Bezug auf die Dellwarzen gibt es nicht. Wie bei den meisten Krankheiten kann jedoch eine gesunde und ausgewogene Ernährung zur generellen Gesunderhaltung des Körpers beitragen. Hierzu gehört, dass überwiegend Gemüse, nur fettarmes Fleisch und möglichst keine künstlichen Zuckerprodukte konsumiert werden. Außerdem sollte auf den übermäßigen Konsum von Alkohol verzichtet werden.

Probleme im Bezug auf Nahrung zeigen sich bei einem starken Befall des Organismus und damit einhergehenden Beschwerden vor allem darin, dass diese teilweise mit einer merklichen Gewichtsabnahme einhergehen. Dies schwächt den Körper insgesamt. So sollte bei der Nahrungsaufnahme darauf geachtet werden, dass dem Körper genügend Kalorien zugeführt werden. Dafür eignet sich der Konsum von Vollkornprodukten, Nüssen und fettreichem Seefisch. Abhängig ist dies aber selbstverständlich davon, was ein Betroffener verträgt. Abzuraten ist aber generell von einer veganen oder vegetarischen Ernährung, wenn eine starke Erkrankung vorliegt. Diese ermöglicht in der Regel nicht die Kalorienmenge, welche für den Patienten während der Therapie notwendig ist. Auch sollte die entsprechende Energie nicht aus ungesunden, also stark fettigen oder gezuckerten Lebensmitteln gewonnen werden, da hierdurch weitere Probleme bezüglich der Verdauung eintreten können.

Bei genereller Appetitlosigkeit sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten eingenommen werden. Dadurch erhält der Körper genug Energie, ohne dass der Patient mit einem Mal üppige Speisen verzehren muss.

Es gibt also keine Diäten oder Ernährungspläne, die speziell für Dellwarzen-Patienten erstellt worden sind. Eine allgemeine gesunde Ernährung kann überdies sehr förderlich sein und darüber hinaus noch vorbeugend wirken.
Allgemeine Tipps sind daher:
Bedenkenlos konsumieren kann man:

  • Obst und Gemüse (insofern keine Allergien vorliegen)
  • Meeresfrüchte
  • Milchprodukte (jedoch auf den Fettgehalt achten)
  • Hülsenfrüchte
  • Klares Wasser und Kräutertee (Limonaden usw. sind zu vermeiden)
  • Vollkornprodukte

Bei folgenden Lebensmitteln, sollte man eher aufpassen:

  • Rotes Fleisch
  • Tabakwaren
  • Raffinierter Zucker
  • Stark fetthaltige Speisen
  • Fertiggerichte
  • Alkoholika
  • Weißes Mehl
  • Fast Food

Man sollte außerdem stets im Hinterkopfe behalten, dass Übergewicht eine immense Belastung für den Körper darstellt. Dabei spielt es keine Rolle, ob dieser durch eine Krankheit belastet ist oder nicht. Darum ist es wichtig darauf zu achten, stets ein angemessenes Gewicht zu halten, um seine Organismus keinen überflüssigen Strapazen auszusetzen. Wer sich zudem an eine solche Ernährung hält, kann nicht nur sein Immunsystem dadurch stärken, sondern wirkt auch noch prophylaktisch auf eine ganze Reihe potentieller Krankheiten ein, die aufgrund der gesunden Ernährung erst gar nicht ausbrechen.

Ein Diätologe oder ein Ernährungswissenschaftler können einem zusätzlich dabei helfen, einen perfekten und individuell maßgeschneiderten Ernährungsplan für einen zu erstellen. Es lohnt sich daher immer, einen solchen zu konsultieren, wenn man dauerhaft etwas an seiner Ernährung verändern will.


FAQ – Fragen & Antworten

Sind Dellwarzen wirklich Warzen?

Tatsächlich nicht. Zwar sehen sie so aus, es handelt sich hierbei aber nicht um Warzen im eigentlich Sinne, sondern vielmehr um kleine Knötchen, bzw. Bläschen, die den Pocken und ähnlichen Erkrankungen wesentlich näher sind, als besagten Warzen. Darum sollte man sich aufgrund des Namens nichts verwirren lassen und auch nicht dieselben Behandlungsmethoden anwenden, wie bei normalen Dornwarzen usw.
Kann man Dellwarzen zuhause selbst behandeln?
Ja, das kann man. Allerdings ist es dieses Vorgehen nicht besonders ratsam. Es ist besser, wenn man sich als von diesem Leiden Betroffener an einen Hautarzt wendet und sich professionelle Hilfe zukommen lässt. Alles andere wäre zu gefährlich.

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