Bänderriss

Steckbrief: Bänderriss

  • Name(n): Bänderriss; Bandruptur; Supinationstrauma
  • Art der Krankheit: teilweise bis vollständige Durchtrennung von Gelenksbändern
  • Verbreitung: häufigste orthopädische Verletzung
  • Erste Erwähnung der Krankheit: unbekannt
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: unübliche Belastung eines Gelenkes
  • Wieviele Erkrankte: über 38% aller Unfallverletzungen
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Orthopäden; Unfallchirurgen
  • ICD-10 Code(s): M 24.3

Die häufigste Unfallverletzung

Der Bänderriss zählt zu den häufigsten Verletzungen im Alltag und im Sport. Nicht nur aktive Sportler, sondern auch Menschen, die sich weniger bis kaum betätigen, fallen dieser häufigen Verletzung zum Opfer. Unzählige Bänder in unserem Organismus sind großen Belastungen ausgesetzt, die bei falscher oder zu heftiger Beanspruchung gezerrt oder sogar gerissen werden können.

Ein Bänderriss kann heutzutage zwar gut behandelt werden, sodass im Nachhinein, fast bis gar keine Nebenerscheinungen mehr auftreten, jedoch sind auch Restschäden häufig der Fall. Bei Hochleistungssportlern ist es deshalb umso wichtiger, sofort eine gezielte professionelle Therapie nach einer derartigen Verletzung anzugehen und bedingungslos durchzuführen.

Definition Bänderriss

Unter einem Bänderriss oder Bandruptur wird eine teilweise oder gänzliche Durchtrennung der Fasern (Bindegewebe) eines Bandes verstanden, welche zur Stabilisierung von Gelenken dienen. Betroffen können ein oder mehrere Bänder in verschiedenen Bereichen des Körpers sein.

Die von Sportmedizinern bezeichnete Bandruptur wird aufgrund ihres Ausmaßes in drei Grade eingestuft. Es kann sich „nur“ um eine Bänderzerrung handeln, weiter auch um eine teilweise Durchtrennung eines oder mehrerer Bänder oder um eine vollständige Ruptur eines oder gleich mehrerer Bänder.

Ein Bänderriss tritt am häufigsten im Bereich des Fußes am Sprunggelenk auf. Die Verletzung kommt jedoch auch an Handgelenk, Ellbogen, Knie, Schulter oder im Bereich des Daumens vor. Bei Letzterem spricht man vom sogenannten Skidaumen. Diese muss nicht unbedingt nur beim Skisport auftreten. Z. B. im Volleyball tritt diese Verletzung häufig auf. Ein Riss von Bändern ist oft gefolgt von Schwellungen, Hämatomen (Blutergüssen) und Schmerzen und ist meist auch die Folge einer Verstauchung von Gelenken.

Was ist ein Bänderriss?

Eine Überdehnung, eine teilweise oder vollständige Durchtrennung von Fasern der Bandstrukturen um die Gelenke, haben meist erhebliche Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigungen des verletzten Bereiches zur Folge. Ausschlaggebend für die Intensität dieser, ist der Grad des Bänderrisses oder sogenannten Supinationstraumas.

Ein Bänderriss wird in drei Schweregrade unterteilt:

  • Erster Grad: eine Überdehnung der Bänder, auch Bänderzerrung genannt
  • Zweiter Grad: eine teilweise Durchtrennung eines oder mehrerer Bänder
  • Dritter Grad: eine komplette Durchtrennung eines Bandes

Beim ersten Grad eines Bänderrisses werden durch eine falsche, meist ruckartige Bewegung, die Fasern eines Bandes auf unübliche Art und Weise beansprucht und mehr als gewohnt gezogen. Dies kann z. B. beim Umknicken während des Gehens, beim Ausrutschen, oder durch ruckartige Bewegungen ohne vorherige Aufwärmung der Muskeln bei der Ausführung verschiedener Sportarten geschehen. Der erste Grad einer Bandruptur kann auch als Vorstufe bezeichnet werden. Das Gelenk bleibt bei einer Verletzung dieses Grades stabil.

Beim zweiten Grad eines Bänderrisses spricht man von einem Partialriss, einer teilweisen Ruptur eines oder mehrerer Bänder. Sind weniger als 50 % der Fasern eines Bandes gerissen bleibt das Gelenk stabil, bei einer Durchtrennung von mehr als 50 % des Bandes verliert das Gelenk an Stabilität. Dieser Grad der Verletzung wird deshalb auch in Grad 2a und 2b eingeteilt.

Beim dritten Grad einer Bandruptur ist das Band bzw. die Bänder vollständig gerissen und das Gelenk wird instabil. Dieser Schweregrad wird auch als Totalriss oder Abriss bezeichnet. Das Gehen, im Falle einer Verletzung am Fußgelenk, wird bei diesem Stadium unmöglich.

Da Bänder, in der Fachsprache auch Ligamente genannt, meist Gelenkkapseln im Körper umschließen, geht eine Beschädigung dieser Kapseln oft mit einer Verletzung der Bänder einher. Hier spricht man dann von einer Kapsel-Band-Verletzung.

Die Gelenkkapseln enthalten Gelenkflüssigkeit, welche als Schutz unserer Gelenke fungieren. Bei einer Verletzung derselben tritt die Flüssigkeit aus und sorgt so für mehr oder weniger schmerzhafte Schwellungen.

Welche Ursachen gibt es?

Ursachen für eine Beschädigung bzw. einen Riss der Bänder sind über das normale Maß hinausgehende Krafteinwirkungen auf dieses Bindegewebe. Dies kann verschiedene Gründe haben. Am häufigsten wird diese Verletzung durch Umknicken – einem ungünstigen Abknicken nach außen des Fußes – beim Gehen, Laufen oder Springen auftreten. Häufig geschieht ein Bänderriss auch aufgrund der Verdrehung eines bestimmten Gelenkes, wie z. B. des Knies.

Ursache für eine Zerrung oder einen Riss von Bändern kann auch die Auswirkung eines Schlages von außen auf die betroffene Stelle sein. Meistens ist dies bei verschiedenen Sportarten der Fall. Bänderriss gilt auch als die häufigste Sportverletzung.

Sportarten wie Fußball, Basketball und Volleyball tragen ein erhöhtes Risiko für diese Verletzung in sich, aufgrund der vielen notwendigen Start-, Stopp- und Drehbewegungen. Der sogenannte Skidaumen hat seine Bezeichnung aufgrund des häufig auftretenden ungünstigen Abstützens mit der Hand bei Stürzen oder dem Verfangen des Daumengrundgelenkes in der Schlaufe eines Skistockes.

Die Ursachen für einen Bänderriss sind vielfältig und passieren nicht nur Sportlern, sondern oft auch Personen, deren Gelenke und Muskeln untrainiert sind. Die Gefahr, dass weniger trainierte Menschen dieser Verletzung zum Opfer fallen, ist aufgrund der Vielzahl von möglichen plötzlichen Bewegungen und unvorhergesehenen Auswirkungen von außen im Alltag ebenso erhöht. Hier reicht oft eine zu schnelle ungewohnte Bewegung beim Gehen oder Treppensteigen aus, um eine schmerzhafte Verletzung hervorzurufen.

Da das Gelenk auf die genannten Arten in eine nicht vorhergesehene Position gebracht wird, ist mit verschiedenen Folgen wie Dehnung oder Riss der Bänder, gefolgt von Schwellungen, Blutergüssen und vor allem mit Schmerzen zu rechnen.

Symptome & Anzeichen

Anzeichen und Symptome einer Verletzung bzw. Ruptur der Bänder können sein:

  • Druckempfindlichkeit
  • Schmerzen
  • Schwellungen
  • Rötung, Bluterguss
  • Belastungsschmerz beim Gehen, Stehen oder Bewegen des betroffenen Gelenkes
  • Instabilität des betroffenen Gelenkes

Zu den Leitsymptomen gehören auf jeden Fall Schmerzen, eine schnelle Schwellung und ein Bluterguss an der betroffenen Stelle des Körpers. In unserem leistungsorientierten und schnelllebigen Alltag werden Anzeichen wie Druckempfindlichkeit oder leichte Schmerzen leider oft nicht sofort erkannt, ernst genommen und deshalb bewusst ignoriert.

Die Stelle wird dann meist leicht einer weiteren Belastung ausgesetzt und das Leiden somit verschlimmert. Sportler kennen ihren Körper meist besser und reagieren achtsam auf verschiedene Auswirkungen dieser Art. Ebenso sorgen sie deshalb auch umgehend für eine sofortige Behandlung, um weitere Schäden einzudämmen oder auszuschließen. Sie sind sich des Schweregrades der Verletzung meist auch sofort bewusst.

Nicht-Sportler sind oft erst in einem zweiten Moment in der Lage, die Beschwerden wirklich wahrzunehmen und etwas zur Linderung derselben vorzunehmen. Bei Auftreten von starken Schwellungen, Blutergüssen, Belastungsschmerz oder sogar Beeinträchtigung der Stabilität eines Gelenkes ist die Verletzung jedoch auch für Nicht-Sportler offensichtlich. Der Schweregrad ist dann erhöht und bedarf intensiverer Behandlung und einer längeren Schonungs- und Genesungszeit.

Nichtsdestotrotz sind Anzeichen für eine Bänderzerrung oder einen Bänderriss nicht zu verharmlosen und sollten auch bei Nichteindeutigkeit umgehend beachtet und versorgt werden.

Ein nicht Ernstnehmen auch leichter Symptome kann sich sehr schnell unangenehm auswirken und eine bleibende Beeinträchtigung mit sich ziehen. Auch die Genesungsdauer ist davon betroffen.

Symptome wie Druckbeschwerden, Schwellungen, Rötungen und Gelenksinstabilität können von jedermann erkannt werden und notwenige weitere Schritte, z. B. nach der PECH-Regel, eingeleitet und befolgt werden. Auch wenn Menschen mit einer gut trainierter Muskulatur Beschwerden oft nicht sofort wahrnehmen, da die Muskulatur die Aufgabe der verletzen Bänder vorübergehend übernimmt und somit das Problem verschleiert.

Diagnose und Krankheitsverlauf

Eine erste Diagnose ist meist durch die/den Betroffene/n selbst umgehend nach dem Auftreten der Verletzung möglich. Selbst zu erkennen, um welchen Grad des Bänderrisses es sich handelt, ist jedoch meist nicht eindeutig möglich.

Erste Selbstmaßnahmen, wie die Befolgung der PECH-Regel, können gleich anschließend Linderung verschaffen und ein Verschlimmern vorbeugen. Es ist ratsam, in jedem Fall so bald wie möglich einen Arzt zur genaueren Untersuchung und Erstellung einer handfesten Diagnose aufzusuchen.

Der Arzt stellt bei einer Vermutung auf Bänderriss oder -zerrung vorerst einleitende Fragen, um das Bild der Verletzung so weit als möglich einzugrenzen. Anschließend wird ein sogenannter Schubladentest vorgenommen. Hier handelt es sich um einen manuellen Test des Arztes, bei dem untersucht wird, in wieweit ein Gelenk bewegt werden kann.

Anschließend werden zur Sicherheit Röntgenaufnahmen vorgenommen, um eventuelle Knochenverletzungen auszuschließen. In schwerwiegenderen Fällen wird auch eine Kernspintomografie (Magnetresonanztherapie) durchgeführt. Hiermit können zudem auch Fettgewebe und Knorpel untersucht werden. Der behandelnde Arzt im Bereich der Bänder ist der Orthopäde.

Der Krankheitsverlauf eines Bänderrisses hängt stark vom Zeitpunkt der Erkennung desselben und infolge mit dem Beginn der Behandlung zusammen. Je früher die Diagnose erstellt und etwas für die Genesung unternommen wird, desto besser sind die Ergebnisse. Ebenso ausschlaggebend für die Heilung sind das Alter und die übliche Aktivität der/des Verletzten. Im Regelfall heilt eine Verletzung der Bänder bei rechtzeitiger Erkennung und Behandlung gut aus.

Notwendig ist jedoch eine sorgfältige Behandlung und Geduld. Es kann sich aufgrund des Grades der Ruptur um eine Genesungsdauer zwischen vier und zwölf Wochen handeln. Bei einem Kreuzbandriss kann es sich auch um bis zu sechs bis acht Monate für eine vollständige Rehabilitation handeln. Das Gelenk kann anschließend jedoch wieder voll belastet werden.

Eine zu frühe Belastung der verletzten Stelle kann den Krankheitsverlauf bzw. den Genesungsprozess sehr schnell beeinträchtigen. Eine Verschlechterung ist dann meist der Fall. Bei Nachlassen von Schwellungen und Schmerzen ist deshalb die Einhaltung des ärztlichen Rates und Befolgung der Therapie zwar oft schwierig, aber unter allen Umständen empfehlenswert.

Wird z. B. das Fußgelenk oder das Knie wieder zu früh belastet – was vor allem häufig bei Nicht-Sportlern geschieht – tritt bald eine erhebliche Verschlimmerung des Bänderrisses ein und kann bleibende Schäden mit sich ziehen.

Häufigkeit und Diagnosedaten

Bänderriss gilt als die häufigste Unfallverletzung überhaupt. Auch bei den Sportverletzungen kommen Zerrung und Riss der Gelenksbänder am öftesten vor. Die Orthopädie in der Ersten Hilfe wird hauptsächlich für Unfallverletzungen dieser Art aufgesucht.

In Deutschland zählen laut Gesundberichterstattung des Bundes Bänderriss und -zerrung mit durchschnittlich fast 40 % zu den meist auftretenden und zu behandelnden orthopädischen Leiden.

20 % aller Sportverletzungen sind Bänderzerrung bzw. -riss. Der sogenannte Skidaumen ist mit einem Anteil von 70 % Spitzenreiter bei den Wintersportverletzungen.

Frauen verletzen sich an den Bändern laut Statistik häufiger im Haushalt als Männer. Im sportlichen Bereich hält es sich geschlechterspezifisch ungefähr die Waage. Mit zunehmendem Alter sind Frauen öfter mit Verletzungen dieser Art konfrontiert als Männer.

Personen über 60 Jahre sind anfälliger für Verletzungen an den Bändern als jüngere Menschen. Regelmäßige Bewegung und sportliche Aktivitäten können hier jedoch vorbeugend wirken, da Muskeln und Bänder auch im Alter dadurch stabiler und belastungsfähiger bleiben.

Eine Verletzung der Ligamente (Bänder) ist aufgrund von auftretenden stechenden Schmerzen, hervorgerufen durch einen Schlag oder plötzliches Verdrehen oder Umknicken eines Gelenkes, durch die betroffene Person selbst gut erkennbar. Folgen bald darauf ein Anschwellen der betroffenen Stelle und vielleicht sogar ein Bluterguss, handelt es sich mit Sicherheit um einen Bänderriss.

Die genaue Diagnose sollte definitiv durch einen Sportmediziner oder Orthopäden erfolgen, da für eine korrekte Auswahl der Therapie der genaue Grad der Bandruptur festgestellt werden muss. Ausschlaggebend sind auch weitere mögliche Verletzungen von Knorpeln oder Knochen im Bereich des Gelenkapparates. Der Facharzt kann somit auch feststellen, ob eine Operation notwendig ist oder nicht.

Komplikationen bei der Krankheit

Die Wahrscheinlichkeit, dass Komplikationen auftreten können, ist leider immer gegeben. Um diesen vorzubeugen, sollte jeder ärztliche Rat strikt befolgt werden. Wird ein Bänderriss aufgrund von Nichtbeachtung der Symptome nicht festgestellt und behandelt sind Komplikationen und Folgeerscheinungen meistens der Fall.

Da die Bänder nicht korrekt verheilen, ist die Stabilität des Gelenkes meist nicht mehr vollständig gegeben und es tritt wiederholt ein Umknicken des Fußes auf. Im Bereich des Kniegelenkes sind wiederholte Schmerzen bis hin zu Verschlechterung der Stabilität beim Gehen. Wird z. B. eine Zerrung oder ein Riss der Bänder am Daumen nicht beachtet bzw. nicht richtig kuriert, kommt es meist zu Krafteinbußen beim Verwenden des Daumens.

Um Komplikationen auszuschließen, ist es auch bei leichten Anzeichen eines Bänderrisses deshalb wichtig, dies von einem Facharzt kontrollieren zu lassen. Werden Symptome nicht ernst genommen oder auf die lange Bank geschoben, kann es zu schweren Folgeschäden kommen, die bis hin zu einer notwendigen Operation führen können.

Werden die Bänder bzw. das Gelenk zu früh nach einer Verletzung wieder beansprucht, können Komplikationen auftreten, welche dann nicht mehr umkehrbar sind und dauerhafte Schäden zur Folge haben. In weiterer Folge kann durch eine nicht vollständig verlaufene Schon- und Rehabilitationszeit sogar verfrühte Arthrose die Folge sein.

Ein Auftreten von Arthrose ist mit Schmerzen und einer bleibenden Einschränkung der Beweglichkeit des Gelenkes verbunden. Dieser Zustand ist nicht mehr reversibel, bestenfalls können die Schmerzen gelindert werden. Es empfiehlt sich also auch leichte Symptome genau unter die Lupe zu nehmen und sich zu vergewissern, dass keine Zerrung oder Riss der Bänder vorliegt.

Wann sollte man zum Arzt gehen

Da die Unterscheidung zwischen Zerrung und Riss oft nicht eindeutig ist, da die/der Betroffene sich weiterhin bewegen kann, ist die Aufsuchung eines spezifischen Arztes auch bei ersten Anzeichen ratsam. Somit kann Schlimmeres frühzeitig erkannt und versorgt werden.

Nimmt die Schwellung und/oder der Schmerz nach einer kühlenden Behandlung nicht ab und wenn die betroffene Stelle trotz der Erstmaßnahmen nicht belastet werden kann, sollte immer ein Arzt – am besten gleich ein Orthopäde – aufgesucht werden.

Auch wenn leichte Symptome oft nicht gleich ernst genommen werden, kann es sehr hilfreich sein, sicherheitshalber so bald wie möglich einen Arzt zurate zu ziehen. Bleibenden Schäden jeglicher Art kann somit vorgebeugt werden.

Ob eine Operation notwendig ist, kann vom behandelnden Arzt bald erkannt werden. Dies ist jedoch seltener der Fall und notwendig und kann auch erst nach Monaten der Verletzung durchgeführt werden.

Behandlungsmethoden und Therapie

Als Erstbehandlung gilt die sogenannte PECH-Regel. Die Befolgung dieser Akutbehandlung wirkt sich in den meisten Fällen in kurzer Zeit positiv aus und mindert das Leiden.

Diese lautet wie folgt:

  • P – Pause
  • E – Eis
  • C – Compression
  • H – Hochlagern

Pause: Die Aktivität soll unterbrochen und eine Pause eingelegt werden. Die verletzte Stelle sollte umgehend in den Ruhezustand versetzt werden. Unwohlsein und Schmerz aushalten, ist niemals ratsam und kann die Verletzung verschlimmern.

Eis: Um ein Austreten von Flüssigkeit im Gewebe zu verringern oder sogar zu stoppen, ist es empfehlenswert, die Stelle zu kühlen. Die Gefäße ziehen sich dadurch zusammen und verhindern Flüssigkeitsaustritt. Schwellungen gehen deshalb zurück. Entzündungen werden bereits im Vorfeld gehemmt und Schmerzen werden verringert.

Eis bzw. kühlende Elemente sollten nicht länger als zehn Minuten am Stück aufgelegt werden, dann erst wieder nach einer zehnminütigen Pause. Wird die Stelle zu lange durchgehend gekühlt, kann der wohltuende Effekt ins Gegenteil umschlagen.

Compression: Aufgrund beschädigter Blutgefäße tritt ein Hämatom (Bluterguss) auf. Um dies zu verringern oder zu stoppen, empfiehlt sich auf die Stelle Druck von außen auszuüben. Dies kann mit einem Druckverband gut in den Griff bekommen werden. Schwellungen und Schmerz werden gelindert.

Hochlagern: Durch die Hochlagerung der betroffenen Stelle können durch die Verletzungen auftretenden Flüssigkeiten über die Lymphbahnen ausgeschieden werden. Schwellungen und Schmerzen werden dadurch ebenfalls verringert. Der verletzte Bereich sollte eben gelagert werden und über der Herzhöhe.

Diese Maßnahmen gelten für die Erste Hilfe in der Akutphase. Zu beachten ist, dass bei nicht Abklingen von Schmerzen und Schwellungen sofort ein Arzt zurate gezogen werden soll. Die PECH-Regel gilt als Grundregel bei Sportverletzungen und ist für jedermann leicht zu merken.

Nach den Erstmaßnahmen folgt die Behandlung. Die sogenannte konservative Behandlung (Behandlung ohne notwendige Operation) wird dann meist vom Arzt angewandt, hängt jedoch vom Schweregrad der Verletzung ab. Hier wird die verletzte Stelle mithilfe einer Stütze versehen, damit erneutes Umknicken verhindert wird.

Durchgesetzt hat sich im Bereich der konservativen Behandlungen in der Zwischenzeit das Kinesio-Taping. Es dient wie ein Stützverband der Stabilisierung. Taping hat die Wirkung eines leichten Druckverbandes. Bewegungen können trotzdem ungehindert ausgeführt werden.

Bei Verletzungen am Fuß handelt es sich meist um eine Gehschiene, die ein Abrollen des Fußes beim Gehen ermöglicht, Umknicken jedoch vermeidet. Vorteilhaft ist diese Therapiemethode, um einem Abbau der Muskeln entgegenzuwirken. Die Dauer, in der eine Schiene getragen werden muss, hängt ebenfalls vom Schweregrad des Bänderrisses ab und wird durch den behandelnden Arzt bestimmt – meistens sind es jedoch mindestens sechs Wochen.

Eine Operation in weiterer Folge wird nur bei vollständigem Abriss mehrerer Bänder und großer Instabilität des Gelenkes in die Wege geleitet. Personen mit erhöhtem Belastungsanspruch der Gelenke, wie z. B. Berufssportler, werden eher operiert als Nicht-Sportler.

Eine Nichtbehandlung eines Bänderrisses kann Spätfolgen wie z. B. eine verfrühte Arthrose mit sich bringen.

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Präventiv kann einem Bänderriss nicht mit Sicherheit vorgebeugt werden. Die Möglichkeit einer Verletzung der Bänder wird jedoch durch regelmäßige Bewegung und Sport entscheidend verringert. Die richtige Ausführung von Bewegungen bei diversen Sportarten ist ein weiterer Punkt, der als Prävention eingestuft werden sollte. Dazu ist auch das Aufwärmen von Muskeln und Gelenken vor dem Sport zu rechnen.

Die Begleitung beim Erlernen und Durchführen verschiedener Bewegungen beim Sport durch geschulte Trainer ist hier sehr von Nutzen. Der Aufbau von Muskeln rund um die Gelenke unterstützt die Fasern der Bänder und stabilisiert den Gelenksapparat zusätzlich. Koordinations- und Kräftigungsübungen sind dafür vorgesehen. Auch das Bandagieren mithilfe von Kinesio-Tapes kann vorbeugend für Verletzungen wirken.

Gestärkte Muskeln und Bänder rund um die Gelenke wirken plötzlichen unnatürlichen Bewegungen entgegen, da sie belastbarer sind. Beim Sport ist es zudem ratsam, auf die richtige Sportausrüstung zu achten. Läufer sollten z. B. andere Schuhe verwenden als Basketballspieler, da ihre Fußgelenke beim Sport anderen Belastungen ausgesetzt sind. Eine gute Fachberatung beim Kauf von Sportausrüstung ist deshalb sehr wichtig, ersetzt jedoch nicht das korrekte Ausführen des Sportes selbst.

Regelmäßige Bewegung, Achtsamkeit und gezieltes Training liegen letztendlich im Ermessen eines jeden Einzelnen. Profisportler haben hier den Vorteil stets von einem professionellen Fachteam an Trainern, Physiotherapeuten und Ärzten betreut zu werden. Hobby- und Nicht-Sportlern bleibt es indes selbst überlassen, inwieweit sie sich mit präventivem Training befassen, um Verletzungen entgegenwirken zu können.

Prognose zur Heilung

Die vom Orthopäden erstellte Prognose in Bezug auf die Verletzung variiert nach Grad und Art derselben. Ebenso ist der physiologische Zustand eines jeden Menschen verschieden, was zudem entscheidend für die Dauer und Qualität einer vollständigen Heilung ausschlaggebend ist.

Eine leichte Zerrung z. B. kann in der Regel bereits nach zwei Wochen ausgeheilt sein. Bei schwerwiegenderen Verletzungen der Bänder ist es ratsam, erst nach einer Ruhigstellung von mindestens sechs Wochen die betroffene Stelle langsam wieder zu belasten, um die Ligamente vorsichtig an die gewohnte Belastung heranzuführen.

Nach Operationen, wie z. B. nach einem Kreuzbandriss, soll bereits kurz nach dem Eingriff mit Bewegungen wie Radfahren oder vorsichtigem Gehen begonnen werden. Dies ist notwendig, um die behandelten Bänder geschmeidig und funktionstüchtig zu machen. Voll belastet sollte das Knie jedoch erst – je nach Intensität der Verletzung – erst nach ca. drei Monaten. Belastungsintensive und risikoreiche Sportarten sollten erst nach sechs bis zehn Monaten wieder voll ausgeführt werden.

Bei einer Bänderruptur z. B. des Sprunggelenkes ist die Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung der Gelenksknorpel sehr groß. Ist Letzteres der Fall, sind meist Restbeschwerden der Fall. Leistungssport sollte hier frühestens nach vier bis fünf Monaten wieder betrieben werden.

Kreuzbandriss

Ein Kreuzbandriss zählt nicht nur bei Sportlern zu der am meisten gefürchteten Art eines Bänderrisses. Es kann das vordere oder das hintere Kreuzband am Kniegelenk gerissen sein, im schlimmsten Fall beide. Die Form der Therapie hängt davon ab, ob die/der Verletzte Berufs- oder Amateursportler oder nicht ist. Das Alter spielt auch eine entscheidende Rolle für die Form der Behandlung.

In den meisten Fällen wird ein Kreuzbandriss operativ behandelt, vor allem bei Sportlern. Eine Operation kann kurz nach dem Unfall oder zu dem Zeitpunkt durchgeführt werden, wenn die Entzündung abgeklungen ist. Das Knie kann und soll gleich nach dem Eingriff wieder sanft und schonend bewegt werden, um die Rehabilitation zu fördern. Die gesamte Heilungs- und Rehabilitationsdauer ist bei einem Kreuzbandriss, der operativ behandelt wurde, sehr lange und kann mindestens 16 Wochen dauern.

Wenn diese lange Zeitdauer gewissenhaft eingehalten und gezielt mithilfe von Physiotherapie gearbeitet wird, kann der ursprüngliche Belastungs- und Bewegungsstand der/des Betroffenen in 80 % der Fälle wiederhergestellt werden.

Skidaumen

Beim sogenannten Skidaumen handelt es sich um eine Verletzung der Bänder am Daumengelenk. Diese Verletzung tritt nicht nur sehr häufig im Wintersport auf, sondern auch bei verschiedenen Ballsportarten, wie Volleyball und Basketball.

Bei Verdacht auf einen Skidaumen gilt ebenso die PECH-Regel für die Erstbehandlung: Pause einlegen, Stelle kühlen, einen Druckverband anlegen und hochlagern. Erst nach der Feststellung des genauen Ausmaßes der Verletzung (Zerrung oder Riss) entscheidet der Arzt über die Art der Behandlung. Ein Riss des seitlichen Daumenbandes mit zusätzlichen Knochenverletzungen wird fast immer mit einem chirurgischen Eingriff korrigiert, um die Stabilität des Daumengrundgelenkes wiederherzustellen.

Eine konservative Therapie wird bei Dehnung und Riss (nur des Bandes) angewandt. Hier wird die Stelle mithilfe einer Stützhalterung (Tape oder Daumenschiene) stabilisiert, damit das Seitenband heilen und der Daumen wieder bewegt werden kann. Die Versorgung dieser Verletzung ist besonders wichtig, um Spätfolgen, wie die Unbeweglichkeit des Daumens, auszuschließen. Die Genesungsdauer kann variieren, beträgt jedoch, wie bei Bänderrissen an anderen Gelenken, mehrere Wochen.

Alternative Behandlungsmethoden

Für jedes Leiden wird schon lange auch mithilfe alternativer Behandlungsmethoden Linderung gesucht und erzielt. Das Spektrum ist breit gefächert und geht über Akupunktur, Homöopathie, Aromatherapie, Heilkräuter, Schüssler-Salze und andere.

Meist werden Methoden aus den genannten Bereichen zur Verbesserung des Heilungsprozesses nach einer eingehenden Erstbehandlung gewählt. Diese Methoden eignen sich auch besonders gut zur Schmerzlinderung, wenn anstatt chemischer Schmerzmittel die natürliche Variante ohne Nebenwirkungen bevorzugt wird.

Ebenso werden durch einige Methoden aus der Alternativmedizin die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert, wie z. B. bei der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Akupunktur, die bewährte Technik aus der TCM, ist eine der Techniken, welche gerne zur Unterstützung der Heilung angewandt wird, da die Selbstheilungskräfte des Patienten angeregt werden. Eine Therapie ausschließlich durch Akupunktur ist jedoch im Falle eines Bänderrisses nicht ausreichend.

Dies gilt auch bei Einnahme von Globuli, Schüssler-Salzen, Massagen und Wickeln. Diese Methoden sind als Ergänzung und zur Förderung des Rehabilitationsprozesses empfehlenswert.

Yoga z. B. kann beim Wiedereinstieg in den Bewegungsalltag sehr hilfreich sein. Dazu gibt es unzählige sanfte Bewegungen, welche den gesamten Gelenksapparat sanft und wirkungsvoll wieder stärken. Durch Yogatrainer begleitet, können hier altbewährte Techniken, gezielt und zielführend angewandt werden.

Aus der Ayurveda-Medizin wiederum sind diverse Generika aus Ayurvedakräutern und -wurzeln erhältlich. Diese gelten als unterstützende Präparate für eine sanfte Linderung und zur Unterstützung der Rehabilitation der verletzten Stelle. Die Volksmedizin aus Südasien erfreut sich zunehmender Beliebtheit, da auch diese in Kombination mit anderen Methoden ausgezeichnete Ergebnisse in der Heilung vorweisen.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel gibt es nahezu für alle Beschwerden. Diese sind universell bis vielseitig verwendbar und können zur schnellen Linderung vor allem zur Erstbehandlung verwendet werden. Sollte auch nur die Vermutung auf einen Bänderriss bestehen, kann mit diesen Mitteln nichts falsch gemacht werden. Hausmittel gelten als gute und kostengünstige Alternative zu diversen Medikamenten.

Zu nennen sind:

  • Eis
  • Arnika (Tinktur, Salbe, Tee)
  • Beinwell (Tee)
  • Quark

Als einfachstes Hausmittel für eine Akutbehandlung sollte allen voran das gute alte Eis genannt werden. Jederzeit gefrorenes Wasser im Kühlfach bereitzuhaben, ist für jeden Haushalt kinderleicht und kostenlos. Eis ist zur Kühlung als Erstbehandlung unerlässlich und hat dieselbe Wirkung wie Eissprays, Trockeneis und andere kühlende Mittel, welche chemisch hergestellt und in jeder Apotheke zu erwerben sind.

Arnika in verschiedenen Formen wie Tinkturen, Salben oder eingelegt in Schnaps, sind Bestandteil vieler Hausapotheken, da vielseitig verwendbar. Im Falle eines Bänderrisses können mithilfe eines Baumwolltuches Wickel und Umschläge mit Arnika zur Beschleunigung des Heilungsprozesses und zur Schmerzlinderung beitragen.

Beinwell gilt bei orthopädischen Verletzungen, wie einer Dehnung oder Ruptur der Bänder, angewandt als Tee fördernd für den Heilungsprozess. Das Trinken von 1 Liter Beinwelltee über den Tag verteilt, reguliert den Organismus und bewirkt eine Steigerung der Selbstheilungskräfte des Körpers für orthopädische Leiden.

Zur Kühlung sind besonders Quarkwickel als altbewährtes Hausmittel bekannt. Quark ist als Wickel vielseitig verwendbar, da seine Wirkung kühlend, abschwellend und schmerzlindernd wirkt. Zudem wird Quark aufgrund des enthaltenen Kaseins eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt.

Hausmittel sind nicht nur für die Erstbehandlung eines Bänderrisses geeignet, sondern auch während des gesamten Rehabilitationsprozesses. Da ihre Wirkung schon lange bestätigt ist, werden Hausmittel meist zusätzlich auch in Kliniken angewandt.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Gegen jedes Leiden ist ein Kraut gewachsen. Auch dies ist schon allzeit bekannt. Heilkräutern finden heute wieder mehr Verwendung und werden auch zur Begleitung bei medikamentösen Behandlungen gerne eingesetzt.

Am häufigsten verwendet werden:

  • Arnika
  • Beinwell
  • Kamille

Der absolute Spitzenreiter bei Verletzungen von Fasern, Bändern und Gelenken ist Arnika. In Form einer Tinktur können wohltuende Wickel angewandt werden. Arnika wird auch, eingelegt in Schnaps oder Branntwein, zum Einreiben der betroffenen Stelle gerne verwendet. Es kühlt, wirkt abschwellend und entzündungshemmend.

Auch Beinwell wirkt entzündungshemmend und reduziert Schwellungen. Die Blätter können, am besten nicht getrocknet, direkt mithilfe eines Baumwolltuches auf die schmerzende Stelle aufgelegt werden. Begleitend wird das Trinken von Beinwelltee während der Genesungszeit empfohlen, da die Selbstheilungskräfte dadurch aktiviert werden. Beinwell ist nicht nur bei Verletzungen von Bändern und Sehnen sehr zu empfehlen, sondern auch bei Knochenverletzungen und anderen orthopädischen Leiden.

Die altbewährte Kamille gilt als Allzweckmittel und hilft bei unzähligen Beschwerden. Umschläge mit Kamillentee oder -tinktur sind schmerzlindernd und wirken regenerierend. Der Tee kann auch zur Unterstützung für das eigne Wohlbefinden täglich getrunken werden.

Ätherische Öle

Auch mithilfe der Aromatherapie können diverse Öle zur Linderung von Schmerzen und der Beschleunigung des Heilungsprozesses angewandt werden. Ätherische Öle sind nicht wasserlöslich und wirken in erster Linie durch ihren Duft, welcher im Gehirn Stimmungen beeinflusst.

In zweiter Linie kann die Wirkung von Ölen, welche direkt auf die Haut aufgetragen werden, bedeutend für den Genesungsprozess bei einem Bänderriss sein. Ätherische Öle durchdringen die Hautschichten und entfalten ihre Wirkung somit auch unter der Haut. Im Falle einer Verletzung können Öle Schmerzen und Blutergüsse lindern und den allgemeinen Heilungsprozess beschleunigen, da sie auch zellregenerierend wirken können.

Zur Linderung und Förderung des Heilungsprozesses bei einem Bänderriss empfehlen sich ätherische Öle aus Pfefferminz, Lavendel und Nelken. Pfefferminzöl kühlt und wirkt schmerzstillend bei Schwellungen. Lavendelöl gilt fördernd bei Wundheilung. Nelkenöl wirkt betäubend und entzündungshemmend.

Ähterische Öle sind zur äußerlichen Anwendung gedacht. Es wird empfohlen, ätherische Öle als Wickel anzuwenden. Die positive Wirkung dieser Öle ist wissenschaftlich erwiesen.

Homöopathie und Globuli

Für eine Behandlung einer Dehnung bzw. eines Risses von Bändern empfehlen sich folgende homöopathische Mittel:

  • Arnika
  • Rhus toxicodendron
  • Symphytum

Arnika in Form von Globuli ist Grundbestandteil jeder homöopathischen Unfallerstversorgung. Diese sollten so bald wie möglich nach der Verletzung in der Potenz C30 eingenommen werden. Am besten 1-3 Globuli sofort, anschließend ca. alle sechs Stunden jeweils 3 Globuli für weitere drei Tage einnehmen.

Rhus toxicodendron zählt zu den grundlegenden homöopathischen Mitteln eines jeden Sportlers, da es angefangen bei Überanstrengung bis hin zu Zerrungen und ähnlichen Verletzungen des gesamten Bewegungsapparates hilft. Rhus toxicodendron ist auch für unzählige andere Beschwerden geeignet. Für einen Bänderriss ist die Einnahme der Globuli in der Potenz D12 alle zwei bis sechs Stunden bis zur nachhaltigen Besserung der Beschwerden empfehlenswert.

Symphytum wird hingegen vorrangig meist für alle möglichen Leiden in Zusammenhang mit den Knochen eingenommen. Dieses homöopathische Mittel wird direkt aus der Pflanze Beinwell gewonnen und ist für eine förderliche Genesung unter anderen auch für verletzte Sehnen und Bänder bekannt. Zur Unterstützung der Heilung sollen Globuli in der Potenz D6 alle zwei bis sechs Stunden eingenommen werden.

Schüssler-Salze

Zur Linderung bzw. Unterstützung der Heilung eines Bänderrisses kann das Schüssler-Salz Nr. 1 Calcium floratum (Calciumfluorid) eingenommen werden. Dieses ist bekannt dafür, als Stabilisator und für Halt zu sorgen. Dieses Salz kommt im menschlichen Körper vor allem an oberen Zellstrukturen von Zahnschmelz, der Oberfläche von Knochen und eben in Bändern, Sehnen und Gefäßen vor.

Bei einem Mangel von Calciumfluorid kann die Geschmeidigkeit und Elastizität des menschlichen Organismus darunter leiden und ist auch meist bereits durch äußerliche Erscheinungen wie dunkle Augenringe, graue Fingernägel, schuppige bis rissige Haut und Krampfadern zu erkennen.

Als Schutz vor einer Erschlaffung der Gefäße, als Stärkungsmittel für die Haut und vor allem für die Sehnen und Bänder kann das Schüssler-Salz Nr. 1 bereits vorbeugend eingenommen werden. Die Einnahme von 5-10 Tabletten, nach einigen Wochen reduziert auf 1-3 Tabletten täglich, über mehrere Monate bis hin zu einem Jahr, versprechen erst Erfolg. Dieses Salz wirkt langsam und nur nach langer konstanter Einnahme.

Diät und Ernährung

Nahrung gilt schon seit Jahrtausenden als Medizin. Dies wird heute wieder mehr und mehr erkannt und angewandt. Auch bei Verletzungen der Bänder ist die bewusste Einnahme verschiedener Lebensmittel wohltuend für den gesamten Organismus. Der Heilungsprozess wird somit unterstützt, da der Körper die Nährstoffe erhält, die für die Genesung förderlich sind.

Einige davon sind:

  • Omega-3-Fettsäuren
  • Hochwertiges Eiweiß
  • Wasser

Omega-3-Fettsäuren wirken entzündungshemmend. Dadurch wird einer Verbreitung von Entzündungen entgegengewirkt und die Regeneration kann früh genug beginnen. Diese Fettsäuren sind vor allem in Lebensmittel wie Fisch, Leinsamen (und Öl) und Walnüssen enthalten.

Eiweiß enthält Aminosäuren, welche einen Abbau der Muskeln entgegenwirken. Vor allem in der Schonzeit wird weniger Bewegung gemacht als üblich, was sich negativ auf die gesunden Muskeln auswirkt. Mithilfe einer Kombination verschiedener Lebensmittel wird die Einnahme von genügend hochwertigem Eiweiß erleichtert. Kartoffeln, Eier, Linsen, Fisch, Reis, Brot, Wurst, Käse und Quark sind nur einige der Nahrungsmittel für eine gezielte Eiweißzufuhr.

Nicht zu vergessen ist die ausreichende Einnahme von Wasser. Der menschliche Körper besteht selbst zum Großteil aus Wasser. Für die Zellerneuerung und Anregung des Kreislaufes ist Wasser unerlässlich. Das Blut bleibt dünnflüssig und ist in der Lage die Nährstoffe im Körper besser zu verteilen. Es gelangt zudem auch genügend Sauerstoff in das Gehirn, was ein Ermüden während der Schonungszeit verringert oder sogar ausschließt. Mindestens zwei Liter täglich sollten getrunken werden. Anstatt Wasser sind auch ungesüßte Tees zu empfehlen.

FAQ – Fragen und Antworten

Kann ein Bänderriss selbst erkannt werden?
Ja, ein Bänderriss kann von der betroffenen Person selbst erkannt werden. Wenn ein Gelenk schmerzt, anschwillt, ein Bluterguss auftritt kann von einem Bänderriss ausgegangen werden. Es müssen aber nicht unbedingt alle genannten Anzeichen auftreten. Es sollte dann gleich die Erstversorgung beachtet werden (Pause, Eis, Compression und Hochlagern) und anschließend für die genaue Diagnose ein Arzt aufgesucht werden.

Kann ein Bänderriss ohne Behandlung verheilen?
Insofern die Verletzung nicht schwerwiegend ist und die PECH-Regel für eine erste Selbstbehandlung befolgt wird, kann ein Bänderriss auch ohne weitere Behandlung verheilen. Die Qualität der zukünftigen Belastungs- und Funktionsfähigkeit der verletzten Stelle ist jedoch meistens bei nicht spezifischen Behandlungen gering. Komplikationen, wie eine bleibende Belastungseinschränkung oder Unbeweglichkeit der betroffenen Stelle ist dann fast immer der Fall.

Was ist die PECH-Regel?
Die PECH-Regel gehört zu den Grundregeln im Sportbereich, ist jedoch auch für Nicht-Sportler ratsam. Bei Unfällen, wie Überdehnung und Verzerrung oder Schlägen von außen auf ein Gelenk, wirkt diese Regel für eine schnelle Linderung und stoppt die Verschlimmerung der Verletzung. Nach dem Unfall sollte sofort eine Pause eingelegt, die Stelle gekühlt, mit einem Druckverband versehen und hochgelagert werden. Die Regel hat den praktischen Nebeneffekt, dass sie für jedermann leicht zu merken ist.

Ist ein operativer Eingriff beim Bänderriss notwendig?
Ob ein operativer oder chirurgischer Eingriff bei einem Bänderriss notwendig ist, wird vom Facharzt beurteilt. Handelt es sich um schwerwiegendere Risse von gleich mehreren Bändern mit zusätzlicher Verletzung von Gelenkskapsel, Knorpeln und Knochen, wird meistens eine Operation durchgeführt. Auch bei Berufssportlern wird häufiger eine Operation durchgeführt, da diese später wieder erhöhten Belastungen ausgesetzt sind. In den anderen Fällen kann die konservative Methode ohne Operation angewandt werden.

Können nach einem Bänderriss Folgeschäden auftreten?
Ja, es können nach einem Bänderriss Folgeschäden auftreten. Dies ist meist der Fall, wenn die vorgeschriebene Therapie nicht eingehalten wird und die Bänder zu früh zu viel belastet werden. Auch bei Nichtbeachtung einer leichten Zerrung oder eines leichten Bänderrisses können Folgeschäden wie geringere Belastbarkeit, Unbeweglichkeit und verfrühte Arthrose auftreten. Wird die vorgeschriebenen Therapie und die Schonungszeit gewissenhaft eingehalten, sind Komplikationen jedoch meist ausgeschlossen.

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