COPD

Definition COPD

COPDWas ist COPD? Die Abkürzung steht für „chronic obstructive pulmonary disease“; dies bedeutet chronisch-obstruktive Lungenerkrankung.
Außer der Lunge selbst sind auch die oberen Atemwege von der Erkrankung betroffen; bei fortschreitendem Krankheitsverlauf können auch andere Organe wie das Herz geschädigt werden (Cor pulmonale).

Die Krankheit ist gekennzeichnet durch teilweise reversible Verengung der Bronchien. Da COPD vor allem bei Rauchern auftritt, halten viele Betroffene die Krankheitssymptome für „normalen Raucherhusten“ und zögern den Arztbesuch hinaus.

Steckbrief: COPD

  • Name(n): COPD; Chronisch obstruktive Lungenerkrankung; Raucherlunge
  • Art der Krankheit: Chronische Erkrankung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Bereits seit der Antike bekannt
  • Behandelbar: Meist irreversibel
  • Art des Auslösers: Infektionen; Rauchen
  • Wieviele Erkrankte: 600 Millionen weltweit
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Pneumologe

Was ist die COPD?

Der Name COPD leitet sich, wie eingänglich bereits erwähnt, aus dem Englischen „Chronic obstructive pulmonary disease“ ab. Es handelt sich hierbei um eine chronische Entzündung der Lunge, die die Luftzufuhr hemmt, darüber hinaus kann sich aber auch das Ausatmen merklich erschweren. Alles in allem verschlechtert sich die Atmung oder die vielmehr die Fähigkeit korrekt zu Atmen. Des Weiteren kommen noch chronischer Husten, Auswurf von Sputum und ein sehr charakteristisches Keuchen oder Pfeifen dazu.

Verursacht wird dieses Leiden, das im Volksmund auch häufig als „Raucherlunge“ bekannt ist, allerdings nicht nur durch das Rauchen von Tabak. Jedwede Art von langanhaltender Lungenbelastung kann ein Entstehen dieses Leidens stark befördern. Dazu gehören Umweltgifte, Gase aus Auspuffen und Fabriken und so weiter.

Durch diese Krankheit steigt allerdings nicht nur die Belastung für die Lunge an, sondern auch das Risiko etwaiger Herzleiden erhöht sich teils drastisch. Lungenemphyseme und chronische Bronchitis sind hierbei die häufigsten Begleiter der COPD. Bei letzterer handelt es sich um eine ständige Entzündung der Bronchien, die die Alveolare mit Sauerstoff versorgen. Dieses ist nicht nur schmerzhaft, sondern schränkt auch die Mobilität und Lebensqualität von Betroffenen stark ein. Darüber hinaus ist die chronische Bronchitis auch der Hauptgrund für die besonders hohen Schleimabsonderungen, bzw. das hochfrequente aus Ausbringen des Auswurfs aus der Lunge.

Emphyseme treten in aller Regel durch Zigarettenrauchen auf, dennoch zeigen sie sich bisweilen auch noch aus anderen Gründen, wenngleich eher selten der Fall. Sie äußern sich in einer irreparablen Zerstörung gewisser Regionen der Lunge. Das sorgt folglich für eine Einschränkung der Lungenfunktion, die nicht zurückzugewinnen ist.

Nichtsdestotrotz ist eine COPD behandelbar. Zwar sind die Ursachen in aller Regel nicht auszumerzen, aber man kann mithilfe einer guten Behandlung die Symptome insoweit reduzieren, dass einem ein gewisses Maß an Lebensqualität erhalten bleibt. Darüber hinaus reduziert man dadurch gleichzeitig die Anfälligkeit für andere Krankheiten der Lunge oder des Atemapparates.

Welche Ursachen führen zur COPD?

Eine COPD entwickelt sich meist aus einer chronischen Bronchitis. Die wichtigste Ursache für beide Krankheiten ist das Inhalieren von Zigarettenrauch.

Das Erkrankungsrisiko steigt mit der Anzahl der täglich gerauchten Zigaretten und mit der Anzahl der als Raucher verbrachten Lebensjahre. Der Rauch löst eine Entzündung der Bronchialschleimhaut aus; die Anschwellung der Bronchialschleimhaut verengt die Bronchien. Zusätzlich wird ein Sekret gebildet, das die Bronchien verstopft und den Nährboden für eine bakterielle Superinfektion bildet. Daher ist COPD eine Lungenkrankheit mit fortschreitendem Verlauf, die unbehandelt wahrscheinlich zu einem Lungenemphysem führt.

Potentielle Risikofaktoren

  • Rauchen und Asthma: Asthmatiker, die trotz ihres Leidens nicht vom Klimmstängel lassen können, laufen extrem hohe Gefahr eine COPD auszubilden. Daher wird nämlichen noch mehr als der restlichen Bevölkerung davon abgeraten, das Rauchen gänzlich zu unterlassen.
  • Berufsbedingte Belastung mit Schadstoffen: Manche Berufe erfordern es, dass man sich in einer teils sehr schädlichen Atmosphäre aufhält. Dazu gehören beispielsweise die Arbeit unter Tage sowie in Chemiewerken. Aber auch Schreiner, Steinmetze, Kanalbauer und alle Handwerker, die einer hohen Belastung mit Staub ausgesetzt sind, sind potentiell gefährdet.
  • Schlechte Entlüftung: Beim Kochen und Backen freigesetzte Gase können ebenso förderlich für die vorliegende Erkrankung sein, wie Zigarettenrauch. Darüber hinaus zählen hierzu auch Holzöfen. Dennoch ist zu erwähnen, dass es sich hierbei um ein problem handelt, das sich primär in Entwicklungsländern beobachten lässt. Besonders einfach Hütten ins Slums bieten bisweilen keine guten Lüftungsmöglichkeiten. In unseren Breiten genügt eine Dunstabzugshaube oder das Öffnen des Küchenfensters meist schon, um dem schlimmsten zu entgehen.
  • Alter: Das Alter selbst befördert die Krankheit nicht. Aber da selbige sich nur langsam entwickelt und aufbaut, bricht sie nur sehr selten vor dem 40. Lebensjahr einer Person aus.
  • Erbgut: Auch das Ergbut kann ein etwaiger Faktor sein, der das Entstehen dieses Leidens begünstigt. Hierzu gehört insbesondere der erbliche „Alpha-1-Antitrypsin-Mangel“, der bspw. Lungenemphyseme wahrscheinlicher macht.

Symptome & Anzeichen

Die Entwicklung erfolgt schleichend. Atemnot tritt zunächst nur bei Belastung, später auch in Ruhe auf. Typische Symptome sind Husten, Atemnot und Auswurf, eventuell auch Brustenge und Keuchen. Gefürchtet sind Phasen der Symptomverschlechterung, die mit starker Atemnot, Fieber, Übelkeit, Erschöpfung, Depression und Verwirrtheit einhergehen können.

Dazu hier noch einmal eine Übersicht der potentiellen Symptome:

  • Atembeschwerden, Kurzatmigkeit, Atemnot (vorallem bei physischer Aktivität)
  • Keuchen bzw. Pfeifen, bisweilen auch Röcheln
  • Engegefühl in der Brust
  • Das Bedürfnis die Kehle direkt nach dem Aufstehen säubern zu müssen (Dies liegt an der Überproduktion von Schleim)
  • Häufiger Auswurf von Sputum (Kann durchsichtig oder klar, grün, gelb oder schwarz-rot sein)
  • Blaues Anlaufen von Lippen und Fingernägeln (Zyanose)
  • Chronische und dauerhafte neue Infektionen des Atemapparates im Allgemeinen und / oder Lunge im Speziellen
  • Abgeschlagenheit, Abgeschlafftheit, Kraftlosigkeit
  • Gewichtsverlust ohne Zutun des Betroffenen
  • Schwellungen in Gelenken, Beinen und Füßen

Darüber hinaus stellt sich bei Betroffenen oftmals eine sog. Exazerbation ein. Diese bewirkt, dass sich die Symptome über einen gewissen Zeitraum hin immer mehr verschlimmern. Dies gilt nicht zu Unrecht als sehr gefürchtetes Phänomen unter den Betroffenen dieses Leidens. Hält eine solche systematische Verschlechterung des Zustandes länger als 24 Stunden an, sollte der Betreffende sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, da dies auf einen Lungeninfarkt hinweisen kann.

Diagnose & Krankheitsverlauf

Der Arzt erfragt vom Patienten das Auftreten von Husten, Schleim und Atemnot im Rahmen der Anamnese. Bei der körperlichen Untersuchung achtet der Arzt auf Atemgeräusche und eine Verlängerung der Ausatmung. Bei Verdacht auf COPD erfolgt eine Lungenfunktionsprüfung. Durch Spirometrie wird u.a. die Einsekundenkapazität getestet, also das Lungenvolumen, das maximal in einer Sekunde ausgeatmet werden kann. Eine verringerte Einsekundenkapazität ist typisch für obstruktive Atemwegserkrankungen.

Ein Bronchospasmolysetest, bei dem vor und nach Inhalation eines bronchienerweiternden Mittels eine Spirometrie durchgeführt wird, dient zur Abgrenzung gegen Asthma. Zur Diagnose kann der Arzt auch eine Blutgasanalyse, d.h. die Messung des Sauerstoff- und Kohlenstoffdioxidgehalts des Blutes, und Röntgen der Lunge anordnen. Anhand der Ergebnisse der Spirometrie unterscheidet man nach dem GOLD-Standard verschiedene Schweregrade der Erkrankung. GOLD steht hier für „Globale Initiative für chronisch-obstruktive Lungenerkrankungen“. Diese Schweregrade bestehen aus der Risikogruppe, bei der die Spirometrie normale Werte liefert, und aus den leichtgradigen, mittelgradigen, schweren oder sehr schweren COPD-Stadien. Die medikamentöse Behandlung orientiert sich an diesen Schweregraden.

Innerhalb der modernen Schulmedizin gibt es zwei Einteilungssysteme, die dazu dienen den Schweregrad einer COPD zu bestimmen. Diese sind die neue und die alte „Gold-Leitlinie“. Zwar gilt die neuere als genauer, nichtsdestotrotz findet auch die alte Variante noch Anwendung und den Vorzug mancher Mediziner. In aller Regel kann man aber davon ausgehen, dass die neuere Leitlinie zur Bestimmung zum Einsatz kommt.

Diese unterteilt das vorliegende Leiden, wie ihr Vorgänger, in vier Stufen, denen wiederum verschiedene Werte zugeordnet sind. Es handelt sich hierbei um FEV („forciertes exspiratorisches Volumen“ auch bekannt als „Einsekundenkapazität“), den CAT-Wert und der mMRC-Grad (Modified British Medical Research Council).

Es gilt nun, diese in Einklang zu bringen, woraus sich wiederum der Schweregrad der vorliegenden COPD bemisst. Hierbei geht man von A bis D, wobei A die schwächste und D die Stärkste Ausprägung repräsentiert.

Die exakte Ermittlung dieser Werte ist mit sehr viel Aufwand verbunden und darüber hinaus für Laien nur schwer zugänglich. Dennoch kann man sich als Laie auf die diesbezügliche Kompetenz seines behandelnden Arztes verlassen.

Die Ermittlung des Schweregrades ist nicht für den zuständigen Mediziner wichtig, sondern weist auch dahingehend den Weg, inwiefern eine etwaige Behandlung zu konzipieren ist, um sie möglichst wirkungsvoll zu gestalten. Ebenso lässt sich anhand der gewonnen Daten entdecken, ob die Krankheit normativ oder außergewöhnlich verläuft.

Kurzzusammenfassung der einzelnen Schweregrade:

  • A od. I: Geringes Exazerbationsrisiko, ggf. leichter Husten mit od. ohne Auswurf
  • B od. II: Geringeres bis mittleres Exazerbationsrisiko, mit Husten, Auswurf und evtl. Atemnot
  • C od. III: Mittleres bis hohes Exazerbationsrisiko, mit Husten, Auswurf, Atemnot
  • D od. IV: Hohes Exazerbationsrisiko, mit Husten, Auswurf, Atemnot und chronischen Lungenproblemen (Bronchitis usw.)

Häufigkeit & Diagnosedaten

Glücklicherweise ist die COPD weltweit eher rückläufig. Dahinter vermutet man, das geschwundene Interesse an Tabakwaren, das durch Aufklärungskampanien, Steuererhöhungen oder Verbote von Rauchen in öffentlichen Gebäuden usw. vorangetrieben wurde. Dennoch sind die Zahlen Betroffener immer noch alarmierend hoch. In Deutschland geht man von 4 bis zu 9 Millionen Betroffenen aus, weltweit sollen es bis zu einer Milliarde Menschen sein. Die Tendenzen in Entwicklungsländern sind nach wie vor steigend. Hierfür lassen sich die schlechten Arbeitsbedingungen sowie die ärmlichen Wohnverhältnisse verantwortlich machen. Des Weiteren gilt es aber auch zu beachten, dass der Tabakkonsum gerade in Ländern der sog. Dritten Welt nach wie vor sehr hoch ist.

Die Diagnosedaten, sprich die aus der Diagnose gewonnenen Erkenntnisse sind darüber hinaus, wie bereits erwähnt, für die Behandlung von immenser Wichtigkeit. Das beinhaltet die oben genannte Einstufung des Schweregrades ebenso wie die Feststellung der Krankheit selbst. Dies ist nicht zuletzt darum der Fall, da sich die Therapie primär an der Schwere des Falles orientiert und nicht allgemein anzusetzen ist.

Überhaupt sind Lungenkrankheiten trotz einer allgemeinen oberflächlichen Gleichheit meist sehr fallspezifisch und von vielen individuellen Faktoren geprägt und abhängig. Ein Grund mehr, die Diagnosedaten gezielt zu nutzen und daraus die perfekte Behandlung abzuleiten.

Komplikationen bei der Krankheit

Die COPD kann sehr viele Komplikationen zur Folge haben, darunter u.a.:

  • Gehäufte Infekte des Atemapparates – Betroffene weisen ein größeres Risiko auf, sich Krankheiten wie die Grippe oder eine Lungenentzündung zuzuziehen. Dies liegt an der allgemeinen Schwächung ihrer Lungen. Darüber hinaus zeigen sich solche zusätzlichen Infektionen oder Entzündungen als besonders gefährlich, da sie das ohnehin schon stark angegriffene Lungengewebe noch mehr schädigen.
  • Probleme mit dem Herzen – Auch noch teilweise unbekannten Gründen, wirkt die vorliegende Krankheit sich negativ auf die Gesundheit des Herzens aus. Auch das Risiko von Herinfarkten wird erhöht.
  • Lungenkrebs – Es besteht für Betroffene eine allgemein höhere Chance, an Lungenkrebs zu erkranken. Eine Rauchentwöhnung kann dem ggf. entgegenwirken.
  • Hoher Blutdruck (in den Lungengefäßen – Durch COPD kann es zu einem erhöhten Blutdruck in der Lunge kommen, man spricht in diesem Falle von einer sog. Pulmonale Hypertonie.
  • Depressionen – Neben all den bereits erwähnten physischen Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen, kann sich bei Betroffenen auch eine Depression einstellen. Diese wird insbesondere dadurch verstärkt, dass man aufgrund der oftmals auftretenden Atemnöte seinem gewohnten Alltag nicht mehr wie gehabt nachgehen kann. Darüber hinaus ist man in allen Belangen des täglichen Lebens teils massiv eingeschränkt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Natürlich böte es sich an, wie es sich bei jeder anderen Krankheit ebenso anbietet, einen Besuch beim Arzt möglichst frühzeitig anzusetzen, damit nämlicher imstande ist, die vorliegende Erkrankung möglichst an der Wurzel packen zu können. Das ist im Falle der COPD aber leichter gesagt als getan.

Diese Erkrankung entsteht nicht von heute auf morgen, sondern ist ein schleichender Prozess, der teils Jahrzehnte braucht, um sich voll zu entfalten. Die dabei lediglich in leichter Ausprägung verspürten Symptome lenken oftmals nur von dem eigentlich zugrunde liegenden Leiden ab. Dadurch können weder Arzt noch Patient viel damit anfangen.

Zumeist denkt man, dass man schlicht an einem Husten oder einer Raucherlunge leide, obschon man in Wirklichkeit eine handfeste COPD entwickelt. Darum ist es sicherlich nicht schadhaft, wenn man seinen Arzt direkt auf die etwaige Krankheit anspricht. Dies bietet sich besonders dann an, wenn man zu einer Risikogruppe gehört.

Behandlung & Therapie

COPD-Erkrankte haben eine – je nach Schweregrad der Erkrankung – verringerte Lebenserwartung. Durch Therapie und gesunde Lebensführung kann die Lebenserwartung erhöht werden. Das Behandlungsziel ist eine Linderung der Beschwerden und eine Verhinderung des Fortschreitens der Erkrankung. Zur Behandlung gehört das Vermeiden der Krankheitsauslöser.

Für Raucher bedeutet dies vollständigen Verzicht auf Rauchen. Nikotinpflaster oder Selbsthilfegruppen können den Entzug erleichtern. Die medikamentöse Therapie wird an den Schweregrad der Erkrankung angepasst und erfolgt durch Inhalation von bronchienerweiternden Medikamenten (Bronchodilatatoren). Zu diesen gehören Beta-2-Mimetika und Anticholinergika. Die Inhalation von Kortison wirkt anti-entzündlich. In schweren Fällen kann Theophyllin eingesetzt werden; auch eine Sauerstoff-Langzeittherapie, bei der täglich 16 Stunden lang Sauerstoff eingeatmet wird, kann angezeigt sein. Selbstmanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Therapie. COPD-Kranke sollten auf ihr Gewicht achten und mit Ausdauersport und Atemgymnastik ihre Lunge stärken.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Man sollte sich des Fakts bewusst sein, dass der Großteil der COPD-Fälle leicht zu vermeiden wäre, wenn man sich an einige Vorsichtsmaßnahmen hielte. Allerdings kann dies bisweilen schwer sein. Insbesondere in Entwicklungsländern bleibt Personen oft keine andere Wahl, als ihre krankheitsfördernden Lebensbedingungen zu akzeptieren und mit dem Konsequenzen zu leben.

In unseren Breiten jedoch müsste es nur selten zu der Entwicklung der vorliegenden Krankheit kommen. Im folgenden eine Liste mit Maßnahmen zur Prävention:

  • Das Rauchen aufgeben: Das Rauchen aufzugeben oder besser rst gar nicht damit anzufangen, ist der wohl wirksamste Mechanismus, der anzuwenden ist, um die COPD effektiv anzugehen. Dazu tragen weltweit geführte Kampagnien schon seit einiger Zeit bei. Darüber hinaus ist zu erwähnen, dass sich die Chance eine COPD zu entwickeln, nach Aufgabe des Rauchens, um etwa 40% absenkt. Man kann zwar niemals das Niveau eines Nicht-Rauchers erreichen, aber dennoch ist die Aufgabe dieser Angewohntheit sehr förderlich zur Gesundung und Gesunderhaltung der Lungen.
  • Wechsel des Arbeitsplatzes: Insofern man beruflich von sehr viel Staub und Chemikalien umgeben ist, die auf die Lunge schlagen, kann es ratsam sein, seinen Beruf zu wechseln. Das ist sicherlich leichter gesagt als getan, dennoch ist es in extremeren Fällen durchaus eine Überlegung wert. Auch sollte man im Hinterkopf behalten, dass das Arbeitsamt krankheitsbedingte Umschulungen manchmal bezahlt.
  • Impfungen: Bereits von der Krankheit Betroffenen kann es helfen, wenn sie sich gegen Grippeviren impfen lassen. Das schließt eine Überlastung der Lunge im Vorfeld aus.

Prognose zur Heilung

Die Prognose zur Heilung der COPD ist nicht allzu schlecht – insofern sie rechtzeitig also solche angesprochen werden kann. ZWar lässt sich die Funktion der Lunge niemals zu 100% regenerieren, aber ein großteil der auftretenden Symptome kann medikamentös gut behandelt werden.

Bei erst recht späten Entdeckungen dieses Leidens kommt manchmal leider alle Hilfe zu spät. Zwar sind die Symptome auch in diesen Fällen noch medikamentös zu lindern, aber der Tod des Patienten ist meist nicht mehr abzuwenden. Darum ist es im Interesse jedes potentiell gefährdeten, so früh wie möglich Hilfe zu suchen und auch kleinste Verdachtsmomente nicht als bloßen Husten abzutun.

Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel für Lungenkrankheiten sind sehr zahlreich. Dies liegt daran, dass dieses lebensnotwendige, aber sehr empfindliche Organ im Laufe der Geschichte immer wieder schwer zu leiden hatte. Sei es in den staubigen und rußverseuchten Städten der industriellen Revolution, den von Fabrikdämpfen und Auspuffgasen verschmutzten Straßen des letzten Jahrhunderts oder in den beißenden und ätzenden Nebelschwaden der mittelalterlichen Gerbereien – die Lunge stand seit Menschen Gedenken unter starken Belastungen aus der Umwelt.

Deswegen gibt es für ihre Stärkung sehr viele probate und gute Hausmittel. Zwar gibt es speziell für COPD keine solchen, aber hier gilt als Grundsatz, dass alles, was für die allgemeine Stärkung der Lunge gut ist, auch bei der Bekämpfung von COPD hilft.


Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

Zu sehr häufig verwendeten alternativen Behandlungsmethoden gehören:

  • Atemübungen – Stärken die Lunge und erleichtern das Luftholen aus Ausatmen
  • Blasrohrschießen – Der regelmäßige Umgang mit dem Blasrohr ist wie Krafttraining für die Lunge. Teilweise ließ sich das Lungenvolumen von Patienten hierdurch um bis zu 20% steigern
  • Sportliche Ertüchtigung – Sport und Fitness helfen der Lunge auch dabei, sich zu erholen und zudem stärkt eine stärke Physis auch das Immunsystem

Darüber hinaus gibt es noch einige weitere alternative Behandlungsmethoden. Diese sind am besten mit dem zuständigen Arzt oder Heilpraktiker zu erörtern.


Behandlungen

Viele regnionale Alternativmedizinen kennen speziell auf die Lunge ausgelegte Behandlungen. Sowohl Ayurveda, als auch die traditionelle chinesische Medizin, wie europäische Heilpraktik weisen solche auf.

Sowohl Aromatherapien, Massagen, Akupunkturen als auch Liegekuren, Saunieren uvm. sind hierbei prinzipiell zu empfehlen.


Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Alant
  • Fenchel
  • Primel
  • Sonnentau
  • Veilchen
  • Ysop

Alle hier genannten Heilpflanzen sind entweder in frischer Form einzunehmen oder zuvor in einem Mörser zu zerkleinern, darüber hinaus kann man sie auch mit heißem Wasser übergießen und als Tee oder Aufguss reichen. Diese können von einem Heilpraktiker vorbereitet sein oder privat.


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Eykalyptus
  • Lavendel
  • Fichte
  • Ackerminze
  • Salbei
  • Wachholder

Ätherische Öle sind in aller Regel nur als Aromatherapie, d.h. in einer dafür vorgesehenen Duftlampe, zu gebrauchen. Besonders im Falle der COPD sollte man eher vorsichtig mit ätherischen Ölen umgehen, um ggf. unerwünsche Nebenreaktionen zu vermeiden.

Die Mischung in der Duftlampe hängt vom persönlichen Befinden und der gewünschten Wirkung ab und kann bei Bedarf näher mit einer sachkundigen Person geklärt werden.


Homöopathie

  • Antimonium tartaricum
  • Arsenicum album
  • Ipecacuanha
  • Carbo vegetabilis
  • Sambucus niger
  • Phosphorus

Dosierung und Anwendung sind aus der Packungsbeilage zu entnehmen oder beim zuständigen Heilpraktiker anzufragen.


Schüssler-Salze

Dosierung und Anwendung sind aus der Packungsbeilage zu entnehmen oder beim zuständigen Heilpraktiker anzufragen.


Diät & Ernährung

Es gibt keine speziellen Diäten, die gegenüber einer COPD besonders hilfreich wären. Dennoch kann eine allgemeine gesunde Diät immer zur Stärkung des Immunsystems und des allgemeinen Wohlbefindens beitragen.

Allerdings ist es ratsam, ggf. gewicht zu verlieren. Denn starkes Übergewicht belastet die Lunge zusätzlich sehr.


Alternative Behandlungen

Zunächst sind alle Behandlungen nützlich, solange diese der Lunge keinen Schaden zufügen, wie beispielsweise besonders extreme sportliche Übungen usw. Darüber hinaus halte man sich an die bereits oben genannten therapeutischen Maßnahmen zwecks eines Überblickes.

FAQ – Fragen & Antworten

Ich habe aufgehört zu rauchen – geht meine COPD jetzt weg?
– Nein. Ganz verschwinden wird sie nicht. Aber die Symptome verbessern sich merklich und man kann ein freieres und selbstbestimmteres Leben führen, als zuvor. Dazu spart man Geld, wenn man aufhört zu rauchen, das man beispielsweise in eine unterstützende Kur investieren kann.

Kann eine COPD durch Passivrauchen ausgelöst werden?
– Nein, alleine durch passive Rauchaufnahme ist dies nicht möglich. Dennoch kann das Zusammenleben mit einem Starkraucher die eigene Lunge belasten und schädigen. Daran ist aber nicht das Nikotin, sondern der Rauch selbst schuld.

Wie lange kann ich mit einer COPD überleben?
– Das kommt ganz auf den Schweregrad an. Bisweilen haben Menschen mit einer leichten Variante dieser Krankheit normale Lebenserwartungen. Bei stärker Betroffenen kann es dennoch recht schnell zu Ende gehen.

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