Raucherlunge

Steckbrief: Raucherlunge

  • Namen: Raucherlunge; Chronisch obstruktive Lungenerkrankung; COPD; Chronisch-obstruktive Bronchitis; Lungenemphysem
  • Art der Krankheit: Chronische Lungenerkrankung durch Gewebeschädigung; dadurch bedingte Folgeerkrankungen
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1965 als COPD durch Dr. William Briscoe
  • Behandelbar: in Teilen therapierbar
  • Art des Auslösers: langjährige Belastung der Lunge durch Schadstoffe und damit einhergehende Beeinträchtigung des Lungengewebes
  • Wieviele Erkrankte: weltweit circa 600.000.000
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Lungenfacharzt
  • ICD-10 Codes: J44.0; J44.1; J44.8;J44.9

COPD – Atemprobleme lebenslang

Die Raucherlunge betrifft – entgegen ihres Namens – nicht nur Raucher. Durch Umweltbelastungen, jahrelanges Inhalieren von Giftstoffen und Entzündungen im Lungenbereich, wird die Lunge mit der Zeit schwer beschädigt.
Husten, Atemprobleme und zerstörte Bereiche in der Lunge selbst folgen. Von diesem Leiden, das nicht heilbar ist, ist beinahe jeder zwölfte Mensch auf der Welt betroffen.

Das Krankheitsbild ist vielfältig, bedeutet aber immer eine lang anhaltende Verschlechterung der körperlichen Leistung des Betroffenen. Die Anzahl der Betroffenen nimmt zudem kontinuierlich zu.

Definition der Raucherlunge?

Die Raucherlunge bezeichnet eine geschädigte Lunge, wobei die Gewebeschäden schon äußerlich sichtbar sind. So ist das Gewebe dunkel verfärbt, in Teilen zusammengefallen und auch von innen stark beschädigt.
Dabei umfasst der Begriff der Raucherlunge umgangssprachlich alle Formen der chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD), die durch chronischen Husten mit Auswurf sowie Atemnot geprägt sind. Hierunter fallen alle Formen der chronischen Bronchitis, das Lungenemphysem und auch weitere Zustände, die die Lunge stark geschädigt haben.

Hauptsymptom einer Raucherlunge ist der sogenannte Raucherhusten, der vor allem morgens auftritt und unterschiedliche Formen von Auswurf kennt, die von der Art der Lungenschädigung und Lungenverschmutzung abhängen.

Atemnot bei Belastung und Probleme beim Ausatmen gehen mit einer Raucherlunge Hand in Hand. Die Strukturschäden lassen sich von einem Arzt dabei schnell feststellen.


Was ist die Raucherlunge?

Krankheiten Raucherlunge

Rauchen schadet der Lunge enorm
Shutterstock/ janews

Eine Raucherlunge bezeichnet eine Lunge, die in ihrer Struktur irreparabel geschädigt ist, was mit einer dauerhaften Einschränkung der Atmungsfunktion einhergeht. Die Raucherlunge ist dabei eingeschränkt in ihren grundlegenden Funktionen.

Die Flimmerhärchen, die normalerweise für einen Abtransport von Schmutz und Krankheitserregern aus der Lunge zuständig sind, sind beschädigt und abgestorben.

Die Bronchien (die großen verzweigten Atemwege in der Lunge) sind durch Entzündungserscheinungen verengt oder sogar zum Teil zusammengestürzt, weil das Gewebe durch den verringerten natürlichen Schutz der Lunge angegriffen wurde. Betroffene entwickeln über die Jahre mit steigender Belastung der Lunge immer stärkere Symptome.

Meist beginnt es mit Husten und Kurzatmigkeit und steigert sich dann durch den chronischen Verlauf bis hin zu nächtlichen Atemaussetzern und Atemstillständen im Allgemeinen.

Dabei ist die Raucherlunge synonym zu den Erscheinungsbilder der COPD zu betrachten. Die Gründe für diese chronischen Lungenleiden gehen dabei über das bloße Rauchen hinaus. Zwar ist die Belastung der Lunge durch Schadstoffe häufig ein Grund für eine sich manifestierende COPD, aber die Mechanismen, die dann zu einem chronischen Lungenleiden führen, sind vielfältiger.

Dabei können bestehende Leiden durch die Raucherlunge durch das richtige Handeln gelindert werden. Eine weitere Belastung einer Raucherlunge durch Tabakrauch, stark verschmutzte Luft usw. führt hingegen zu einer weiteren Verschlechterung der Lungenfunktion. Betroffene einer Raucherlunge haben dabei fast immer eine verringerte Lebenserwartung, können aber den schlimmsten Folgen einer Raucherlunge in vielen Fällen noch vorbeugen.

Das Vorhandensein einer Raucherlunge macht sich dabei bei Betroffenen immer bemerkbar. Ist die Lunge schon so stark angegriffen, dass die eigene Atmung dauerhaft beeinträchtigt ist und man mit Husten und Auswurf zu kämpfen hat, kann man davon ausgehen, dass man eine Raucherlunge hat.

Desto eher eine zu starke Schädigung der Lunge erkannt wird, desto besser sind aber im späteren Verlauf die Chancen, dass sich das Gewebe teilweise erholt. Es liegt also im Interesse des Einzelnen, bei Verdacht auf eine Raucherlunge sofort die Art und das Ausmaß der Schädigung feststellen zu lassen.


Welche Ursachen gibt es?

Es gibt verschiedene Formen der Raucherlunge mit unterschiedlichen Ursachen. Besonders häufig ist allerdings – dem Namen nach – das Rauchen die Hauptursache für eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

Hauptursache für die geschwächten Lungen sind immer Schädigungen des Gewebes, die weiteren Krankheiten und Folgeschäden freie Bahn bereiten. Es beginnt in der Regel mit dem Absterben und Gelähmtwerden der Flimmerhärchen, die in den Bronchien sitzen und Schmutz und Keime aus der Lunge transportieren sollen. Sich bildender Schleim durch die Bronchienschleimhaut wird nicht mehr richtig abtransportiert und staut sich. Dadurch verbleiben Dreck und Keime in der Lunge und führen zu Folgeschäden.

Sind die Flimmerhärchen erst einmal durch Verschmutzung und Entzündungen in ihrer Aufgabe behindert, ist die Lunge andauernder Belastung ausgesetzt.

Weitere Entzündungen der Bronchien (akute und später chronische Bronchitis) und der Lunge mehren sich und sorgen für eine Zerstörung der Schleimhäute durch andauerndes Reizen. Dadurch wird die Selbstreinigungsfunktion der Lunge noch weiter zunichte gemacht.

Gründe hierfür sind:

  • Tabakrauch
  • Dauernder Kontakt zu Feinstaub und anderen Substanzen in der Luft
  • Eine schlechte Luftqualität
  • Häufige Infektionen (Bronchitis usw.) der Atemwege

Auch das Lungenemphysem ist eine mögliche Ausformung der Raucherlunge. Hierbei handelt es sich um eine Strukturschädigung der Alveolen (Lungenbläschen). Diese sitzen in hoher Zahl an den Endpunkten der verzweigten Atemwege und sind für den Gasaustausch zuständig. An ihren Membranen wird Sauerstoff ins Blut abgegeben und Kohlenstoffdioxid aufgenommen. Frische Luft gelangt also über sie in den Körper, während verbrauchte Luft durch Kontraktion der Lunge ausgeatmet wird.

Im Falle eines Lungenemphysems sind die Alveolen zum Teil in ihrer Funktion gestört, weil die elastischen Fasern der Lunge angegriffen sind. Die Ausatmung ist behindert, was einen Rückstau von verbrauchter Luft in den Alveolen bewirkt. Sie werden überbläht und funktionslos. Im schlimmsten Falle verschmelzen beisammen liegende Alveolen zu sogenannten Emphysemblasen, die nur noch stark eingeschränkt am Gasaustausch – und damit an der Atmung – beteiligt sind.

Neben den Belastungen durch Schadstoffe, die die Alveolen auch von innen bedecken, kommen auch entzündungsbedingte Proteine als Auslöser infrage. Sie verändern das Lungengewebe krankhaft und führen so zu einem Lungenemphysem.

Die meisten Auslöser einer COPD – mit Ausnahme der akuten Bronchitis – sind vermeidbar.


Symptome & Anzeichen

Das Hauptsymptom einer Raucherlunge ist der sogenannte Raucherhusten. Er tritt vor allem morgens auf. Nach dem Erwachen hat der Betroffene einen unterschiedlich stark ausgeprägten Hustenanfall mit oder ohne Auswurf. Nach diesem Prozess, der dem Körper zur Reinigung dient, bleibt der Betroffene oftmals über viele Stunden vom Husten verschont.

Krankheiten Raucherlunge

Rauchen kann zur Erkrankung COPD führen

Die Art des Auswurfs verrät dabei viel über die zugrundeliegende Krankheit der COPD. Während bräunlicher Auswurf auf eine starke Belastung durch Schmutz hindeutet, deuten Blut im Sputum und auch trockener (also unproduktiver) Husten auf Schäden der Lungenbläschen und des restlichen Lungengewebes hin. Dabei kann die Menge und Art des Auswurfs über den Tag hinweg variieren.

Ein weiteres prominentes Symptom ist Kurzatmigkeit bei Belastung. Das Treppensteigen und Laufen fällt mit der Zeit immer schwerer. Viele Betroffene verharmlosen dies, aber situationsbedingt auftretende Kurzatmigkeit ist ein Symptom. Dabei ist jede Form von akuter körperlicher Belastung ein möglicher Auslöser.

Die Symptome Atemnot, Husten und Auswurf werden als „AHA“-Symptome bezeichnet und dienen oftmals der Diagnose einer COPD.

Werden all diese Anzeichen eisern ignoriert und die Lungenschädigung wird drastischer, kommen im Verlauf der COPD noch weitere Symptome hinzu. Eine Belastungsdyspnoe stellt eine besonders gravierende Form der Atemnot bei Belastung dar. Betroffene können eventuell irgendwann überhaupt keine körperliche Belastung mehr auf sich nehmen und werden immobil.

Bei chronischem Sauerstoffmangel kann auch eine Zyanose auftreten. Lippen und die Spitzen der Extremitäten färben sich blau, weil Sauerstoff im Blut fehlt. Nägel an Fingern und Zähen verändern sich krampfhaft und wölben sich.

Symptome einer COPD sind also:

  • Morgendlicher Husten mit und ohne Auswurf
  • Chronischer Husten
  • Kurzatmigkeit
  • Schwere Atemnot (fortgeschrittene COPD)
  • Zyanose (fortgeschrittene COPD)

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose einer Raucherlunge ist relativ simpel. Sind Beschwerden erst einmal vorhanden und wird ein Arzt aufgesucht, kann häufig nur noch die Schwere der Schäden in der Lunge festgestellt werden. In den seltensten Fällen sind die Symptome einer Raucherlunge durch eine chronische Infektion bedingt, die unter Umständen heilbar ist.

Durch eine Anamnese wird beurteilt, welche Belastungen die Lunge geschädigt haben. Ungefähr 90 Prozent aller COPD-Patienten waren oder sind dabei Raucher.

Aber auch die Arbeitssituation und Hobbys kommen als Quelle der schädigenden Substanzen in Betracht.
Mittels bildgebender Verfahren wird der Arzt sich ein Bild der Lunge machen. Es kann dadurch festgestellt werden, welche Bereiche beschädigt sind. Dabei gibt es klar definierte Einstufungen der Schwere einer COPD.

Da Gewebeschädigungen meist nicht reparabel sind, kann im Folgenden die Lunge nur noch dabei unterstützt werden, sich vom Dreck zu befreien. Auch kann man die eventuell verkrampften Bronchien entlasten.

Wird den Symptomen entgegen gewirkt, gibt es eine gute Chance, dass der Zustand stabil bleibt, oder sich bessert. Dies ist aber nur möglich, wenn aus der Diagnose einer Raucherlunge sofort Konsequenzen erfolgen.

Ist die Schädigung der Lunge zu weit voran geschritten oder der Patient nicht fähig, seine Lebensumstände der Diagnose anzupassen, ist eine Verschlechterung des Zustandes zu erwarten.
Die anfänglichen Beschwerden – Atemnot bei Belastung und Husten – können sich immer weiter steigern, bis der Betroffene ständig abhusten muss. Dabei kann der Husten sich zu einem trockenen, quälenden Husten entwickeln, oder immer äußerst produktiv sein. Die Situationen, indem er kurzatmig wird, häufen sich.

Ist die Lunge durch ein Emphysem oder komplett zerstörte Bronchien nicht mehr fähig, ausreichend Sauerstoff aufzunehmen und ausreichend verbrauchte Luft abzugeben, ist oft eine künstliche Beatmung notwendig. Diese bleibt dann ein Leben lang bestehen.

Insgesamt verkürzt eine COPD das Leben des Patienten um circa acht Jahre. Dies ist stark davon abhängig, wie stark die Raucherlunge ausgebildet ist. Dennoch kann Betroffenen durch die richtigen Maßnahmen immerhin ermöglicht werden, die Symptome zu lindern. Es sind sogar Besserungen des Zustandes möglich, wenn das Problem eher ein Problem der massiven Verschmutzung der Lunge als ein Problem der Gewebeschädigung ist.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Zahlen zur Häufigkeit einer diagnostizierten COPD schwanken und sind zum Teil davon abhängig, wie man die Raucherlunge definiert. Manchmal gelten Lungenemphyseme beispielsweise als eigenständige Krankheiten.

Betrachtet man aber die Menge der Menschen, die an den Symptomen einer Raucherlunge leiden und entsprechende Einbußen in ihrer Lebensqualität zu verzeichnen haben, ergibt sich für Deutschland, dass zwischen drei und fünf Millionen Menschen eine Raucherlunge haben. Dabei ist der Großteil der Betroffenen über 40 Jahre alt. Neun aus zehn der Betroffenen, bei denen eine schwere Form der COPD vorliegt, waren oder sind Zigarettenraucher.

Dennoch ist weltweit (circa 600 Millionen Betroffene) festzustellen, das ungefähr ein Drittel von ihnen noch nie geraucht hat. Passivrauchen, Abgase und Feinstaubbelastungen bei der Arbeit sind ebenfalls treibende Risikofaktoren.

Eine Belastung der Atemluft liegt vor allem in Entwicklungsländern durch die vermehrte Verbrennung organischen Materials vor. In Industriestaaten sind vor allem Autos (nebst Zigarettenkonsum) für eine Verschmutzung der Atemwege verantwortlich.

Auch Patienten mit einem geschwächten Immunsystem sind anfälliger für eine spät auftretende COPD. Ständige Infektionen der Atemwege zerstören nach und nach das Gewebe und sorgen für die Folgeerscheinungen, die schließlich in einer Raucherlunge münden. Die Betroffenen sollten Belastungen der Lunge deshalb besonders meiden.

Lungenerkrankungen stellen in vielen Industriestaaten die viert- bis dritthäufigste Todesursache dar. Unter diesen Lungenerkrankungen finden sich oftmals die möglichen Formen einer Raucherlunge.
Insgesamt waren Männer über die letzten Jahrzehnte hinweg häufiger betroffen als Frauen. Mittlerweile gleichen sich die Fallzahlen an, wobei sie bei Männern nicht rückläufig sind. Raucherlungen werden insgesamt immer häufiger diagnostiziert. Es ist aber anzunehmen, dass dies im Zuge des steigenden Desinteresses an Zigarettenkonsum von jüngeren Menschen rückläufiger wird.

Das Risiko eines vorzeitigen Todes ist durch Atemnot und mögliche Folgeerkrankungen stark erhöht. Durchschnittlich stirbt ein COPD-Patient circa acht Jahre vor dem Erreichen seiner durchschnittlichen Lebenserwartung. Einige besonders schwere Fälle raffen einen Patienten binnen weniger Jahre dahin – trotz unterstützender Maßnahmen bei der Atmung. Andere Betroffene leben noch Jahrzehnte mit den Beeinträchtigungen und sterben aufgrund anderer Ursachen.


Komplikationen bei der Krankheit

Die Komplikationen, die aufgrund einer Raucherlunge auftreten, sind vielfältig. Im Prinzip ist die Raucherlunge – definiert durch die Symptome – bereits eine Komplikation anderer Leiden. Schließlich ist eine Raucherlunge bereits die Beschreibung eines irreparabel beschädigten Organs.

Krankheiten Raucherlunge

3D-Darstellung: Eine gesunde und eine Raucherlunge
Shutterstock/Nerthuz

Die meisten Folgekomplikationen entstehen durch Verschleppung der Krankheit. Wird der COPD nicht entgegen gewirkt, drohen Folgeinfektionen aufgrund der zerstörten Selbstreinigungsmechanismen der Lunge.

Durch die verschlechterte Sauerstoffzufuhr drohen Muskelbeeinträchtigungen, die bis zu einem Herzstillstand führen. Die erhöhte Belastung bei Bewegung führt zu Stressreaktionen und damit einhergehend zu erhöhtem Blutdruck, Fetteinlagerung und Verstimmungen.

Schreitet die Raucherlunge so weit voran, dass die Alveolen den eingeatmeten Fremdstoffen und Erregern schutzlos ausgeliefert sind, werden sie nach und nach zerstört. Spätestens jetzt und mit der Ausbildung eines Emphysems werden die Atemprobleme so gravierend, dass häufig Unterstützung durch Sauerstoffgabe nötig wird.

Betroffene werden im schlimmsten Fall völlig immobil, weil jede Bewegung zu einer Belastung wird, die nicht mehr zu stemmen ist. Mangelnde Bewegung führt zu Übergewicht und Verdauungsproblemen. Herz und Blut werden angegriffen und das Risiko für Herzkreislauferkrankungen steigt enorm.

Weiterhin bildet der Körper vermehrt Entzündungsproteine, wenn die Brochienschleimhäute und das restliche Gewebe häufiger von Krankheitserregern befallen werden. Diese Proteine sorgen für eine Störung des Aufbaus der Lunge. Abbauprozesse und Aufbauprozesse kommen durcheinander und das Gewebe kann sich selbst regelrecht verdauen. Gerade die feinsten Membranen der letzten Verästelungen der Bronchien und die Alveolen sind besonders anfällig. Hier findet allerdings auch der Gasaustausch statt, was das Problem gravierend macht.

Nächtliches Aussetzen der Atmung kommt ebenfalls vor. Manchmal bleibt dies ohne Folgen, weil die Atmung nach ein paar Sekunden wieder einsetzt. Auf Dauer wird so aber das Herz geschädigt. In einigen Fällen ersticken COPD-Patienten auch im Schlaf, wenn nicht gehandelt wird.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Zum Arzt sollte man spätestens dann gehen, wenn der Hustenreiz täglich auftritt. Aber auch Atemnot, die man bei sich feststellt, sowie eine empfundene Verschlechterung der Atemleistung sind Warnzeichen. Zudem kann ein Blick auf die eigenen Gewohnheiten genügen, um einzuschätzen, ob man ein erhöhtes Risiko für eine COPD hat. Raucher und Menschen, die einer erhöhten Schadstoffrexposition ausgesetzt sind, sollten bei kleinsten Anzeichen einen Lungenfacharzt aufsuchen, damit andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen (Bronchitis, Asthma usw.) entweder ausgeschlossen oder diagnostiziert werden.

Der Gang zum Lungenfacharzt ist dabei zu empfehlen, weil dieser ein genaues Bild vom Grad der Schädigung gewinnen kann. Er gibt dann entsprechende Prognosen und Handlungsanweisungen ab.

Stellt man bei sich also Symptome fest, die über eine empfundene Erkältung u.ä. hinausgehen und die länger als ein paar Tage anhalten, ist der Gang zum Arzt empfehlenswert. Dennoch verschleppen viele Menschen ihre COPD. Möglicherweise Betroffenen im Umfeld sollte deshalb bei Verdacht auch der Gang zum Arzt nahegelegt werden.


Behandlungsmethoden & Therapie

Ist eine COPD diagnostiziert, erschöpfen sich die Behandlungsmethoden in dem Aufhalten des Voranschreitens der Krankheit. Auch können einige Symptome durch unterstützende Mittel gelindert werden. Dabei steht ein Aufrechterhalten der Atemleistung und Selbstreinigungsfunktion der Lunge im Vordergrund.
Eine schwach verschmutzte Lunge kann sich binnen circa acht Jahren selbst reinigen.

Sofortige Maßnahmen umfassen:

  • Das Ausschalten von Belastungsfaktoren (vor allem des Rauchens)
  • Das Anstreben einer saubereren Lunge durch Bewegung und Atmung an frischer Luft
  • Eventuell das Beseitigen von heilbaren Nebeneffekten (Infektionen) der beschädigten Lunge durch Medikamentengabe

Ist die COPD erkannt und der Patient ändert seinen Lebensttil entsprechend, wird ein Voranschreiten der Krankheit meist gebremst. Hierfür ist es nötig, dass der Betroffene konsequent in der Einhaltung der empfohlenen Maßnahmen ist. Jede Zigarette und jeder unnötige weitere Belastung durch Schadstoffe können das Krankheitsbild verschlechtern.

Von den einzelnen Symptomen abhängig, werden vor allem inhalierbare Medikamente eingesetzt. Dabei ist eine exakte Einweisung in die korrekte Handhabung des Gerätes wichtig, weil eine Vielzahl an Patienten die Inhalatoren falsch bedient. Weiterhin werden noch andere Mittel häufig verabreicht.

Diese umfassen zum Beispiel:

  • Akute Bronchodilatoren (Mittel, die die Bronchien kurzfristig weiten)
  • Sonstige Bronchodilatoren (weiten die Bronchien über längere Zeiträume und sind zur langfristigen Therapie gedacht)
  • PDE-4-Hemmer (bei Entzündungen)
  • Antibiotika (bei bakterieller Bronchitis)
  • Kortison-Präparate

Bei fortschreitender Beeinträchtigung der Atmungsfähigkeit müssen andere Maßnahmen ergriffen werden. Beispielweise kann durch Atemtrainer die Lungenfunktion angeregt und die Atmungsaktivität verbessert werden. Andauerndes Training mit der Maschine kann zu einer verbesserten selbstständigen Atmung führen.

Bei stärkerer Beeinträchtigung kann die Gabe von Sauerstoff notwendig werden. Hierfür gibt es verschiedene Geräte mit unterschiedlicher technischer Ausstattung. Einige Patienten werden nur nachts beatmet, andere ständig. Dabei beeinflusst die Art des Gerätes die Mobilität des Patienten maßgeblich. Es sollte auf die Aufrechterhaltung der Mobilität geachtet werden, weshalb transportable Geräte vorzuziehen sind.

Sind alle Maßnahmen zur Unterstützung der Lungenfunktion erschöpft, bleiben häufig nur operative Maßnahmen. Wenn die Bronchien verkrampft und zusammengefallen sind, kann man sie unter Umständen operativ weiten. Es werden hierfür Rohrstücke eingesetzt, die die Sauerstoffzufuhr in die Alveolen ermöglichen sollen.

Auch die Reduzierung des Lungenvolumens kann Linderung bringen, weil die verringerte Atemaktivität (Muskelleistung) dann weniger Gewebe versorgen muss. Die Wege zu den Alveolen können dadurch verkürzt oder das zu versorgende Gewebe verringert werden. Dies bringt allerdings nicht immer eine Linderung.

Letzte Maßnahme ist ein Lungentransplantat. Ist die Erkrankung schon so weit voran geschritten, dass dies notwendig wird, steht es allerdings schlecht um den Patienten. Eine Lungentransplantation ist eine invasive und schwer zu realisierende Maßnahme. Dank der Fortschritte in der Medizin werden die Überlebenschancen von Transplantationsempfängern allerdings kontinuierlich besser.

Während aller Stadien der COPD ist es für den Patienten wichtig, Veränderungen in seiner empfundenen Gesundheit und auch Veränderungen seiner faktischen Gesundheit zu erfassen. Therapiemaßnahmen sollten regelmäßig mit einem Arzt abgestimmt werden.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Eine Impfung gegen die Raucherlunge gibt es nicht. Schutzimpfungen gegen virale Infektionen (der Atemwege) existieren allerdings. Zur Vorbeugung kann man hingegen einiges tun.

Krankheiten Raucherlunge

Um einer Racuherlunge wahrhaftig vorzubeugen, ist es unerlässlich, mit dem Rauchen aufzuhören
Shuttertsock/namtipStudio

Da das Rauchen der wichtigste Risikofaktor für eine spätere COPD ist, sollte es – auch aus diversen anderen medizinischen Gründen – unterlassen werden.

Möglichkeiten, das Rauchen einzustellen, gibt es diverse. Auch gut für die Instandhaltung der Lunge ist es, regelmäßig leichten Ausdauersport zu treiben.

Beispielsweise können das (langsame) Laufen, Schwimmen und Radfahren die Lunge auf Dauer trainieren, wenn man sich an empfohlene Atemtechniken hält und sich nicht überlastet.

Aber auch ausgedehnte Spaziergänge bei guter Luft sorgen für eine saubere Lunge. Ein naher Wald kann regelmäßig zur Frischluftkur aufgesucht werden.

In der eigenen Wohnung sollten Schadstoffquellen (Farbe, Staub, Chemikalien usw.) gut verschlossen oder nicht vorhanden sein. Regelmäßiges Lüften sorgt für eine sauerstoffreichere Luft.
Bei Arbeiten unter möglicher Schadstoffbelastung sollte eine Form von Mundschutz unbedingt getragen werden, um das Einatmen von Substanzen zu verhindern.

Bein Anzeichen einer akuten Bronchitis sollte ein Arzt aufgesucht werden. Eine chronische Bronchitis sollte konsequent therapiert werden, um ein Voranschreiten der Lungenschädigung (vor allem der Bronchienschleimhaut) zu verhindern.

Die menschliche Lunge ist ein Organ, das bei völliger Gesundheit eher selten für den Tod verantwortlich ist. Entsprechend robust bleibt die Lunge, wenn sie keinen übermäßigen Belastungen ausgesetzt ist.


Prognose zur Heilung

Eine vollständige Heilung einer Raucherlunge ist nicht zu erwarten. Ist das Lungengewebe bereits geschädigt, erfolgt häufig eine Kettenreaktion aus Folgeschäden und Infektionen, die weiteres Gewebe zerstören. Lediglich eine sehr leichte Form der Raucherlunge (Husten, Auswurf, aber kaum Schädigung des Gewebes) kann sich zurückbilden.

Es lässt sich bei Patienten, die an einer schwachen COPD leiden, häufig feststellen, dass sich ihre Symptome schnell lindern lassen, wenn entsprechende Maßnahmen befolgt werden. Der Hustenreiz lässt nach, die Menge und Art des Auswurfs ändern sich und die empfundene Belastung beim Atmen wird verringert. Durch die Verbesserung der Lebensqualität kann sich die Gesundheit ebenfalls steigern. Schließlich hat auch die Psyche einen Einfluss auf die körperliche Gesundheit.

Bei einer gravierenderen COPD ist es das oberste Ziel, eine Verschlechterung des Zustandes zu verhindern. Dies ist gelingt in den meisten Fällen auch für einige Zeit. Allerdings kann eine auftretende akute Überlastung der Lunge (Infektion, das Einatmen von Chemikalien usw.) die Situation dann auch rapide verschlechtern.

Viele Patienten mit einer Raucherlunge sterben an den Folgeschäden der Krankheit. Dabei ist die dauerhafte Belastung des Körpers (vor allem des Herzens) durch immer wiederkehrenden Sauerstoffmangel die Hauptursache.


Heilung durch Transplantation

Ist eine Transplantation erst einmal notwendig, ist die Lunge offensichtlich komplett zerstört worden. Die betroffenen Patienten werden bis zum Erhalt des Transplantats künstlich beatmet. Während dieser Zeit ist das Mortalitätsrisiko stark erhöht.

Erfolgt die Transplantation, wird die Raucherlunge ersetzt. Dabei kann eine Teiltransplantation ebenso erfolgen wie eine vollständige Transplantation. Da das beschädigte Organ hauptverantwortlich für die Beschwerden des Patienten war, kann ein Transplantat die Situation erheblich verbessern. Allerdings besteht bei einem empfangenen Organ oftmals das Problem von Abstoßungsreaktionen. Auch ist das Immunsystem nach einer Transplantation geschwächt.

In einigen Fällen wird die transplantierte Lunge vollständig vom Körper aufgenommen. In einigen wird sie aber auch – manchmal erst nach einiger Zeit – abgestoßen. Die Patienten müssen ihren Gesundheitszustand also im Blick behalten.

Es gibt weniger Spenderorgane als Patienten, die auf ein Spenderorgan warten. Eines von einem passenden Spender zu erhalten, ist also schon ein Glücksfall.


Alternative Behandlungsmethoden

Neben der Gabe von Medikamenten, kommen noch eine Reihe physiotherapeutischer Maßnahmen infrage. Hierbei wird die Atemtechnik geschult und die Lunge trainiert.

Ansonsten können die Symptome einer Raucherlunge (vor allem jene einer chronischen Bronchitis) durch verschiedene Maßnahmen gelindert werden. Dies umfasst Wickel, Tinkturen, Beeinflussung des Körpers durch Temperatureinflüsse und vieles mehr.

Dabei ist auch durch alternative Heilmethoden keine Heilung einer ausgeprägten COPD zu erwarten.

Atemtechnik und Unterstützung der Lungenfunktion

Atemtechniken sind eine besonders einfache Methode, die Lunge zu unterstützen. Es gibt hier zum Beispiel die Möglichkeit der Lippenbremse (das Ausatmen gegen den Widerstand der Lippen) und die simple Methode, aufrecht zu sitzen und die Arme auf die Knie zu legen. Dadurch kann die Lunge sich besser füllen und entleeren.

Geräte zum Lungentraining gibt es ebenfalls einige. Sie alle arbeiten damit, die Lunge durch maschinelle Mitarbeit zu mehr Arbeit zu bringen, sodass sie in einen besseren Atemrhythmus findet.

Einfluss von Wärme und Kälte

Bei einer COPD mit starken Symptomen einer Bronchitis, kann es helfen, den Körper bei der Durchblutung zu unterstützen. Hierfür können Saunagänge, das Erleben von Kälte und Wärme an den Extremitäten und verschieden temperierte Wickel auf Brust und Nacken verwendet werden.

Die geförderte Durchblutung kann helfen, die Bronchien zu weiten und dadurch das Atmen erleichtern. Auch wird die Schleimproduktion angeregt und Schleim kann besser abgehustet werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Wirklich einfache Hausmittel gegen die Raucherlunge gibt es nicht. Bei den Hausmitteln, die man im Falle einer COPD anwenden kann, gilt, dass sie nur ergänzend zu schulmedizinischen Maßnahmen angwendet werden sollten und das Krankheitsbild COPD nicht vollständig erfassen. Einzelne Symptome können hingegen gelindert werden. Dabei ist vor allem Therapieren des reizenden Hustens und damit einhergehender Schmerzen möglich.

Gegen Hustenreize und festsitzenden Schleim helfen zum Beispiel:

  • Inhalieren (besonders von Eukalyptus in heißem Wasser)
  • Das Trinken von Kräutertees
  • Salbei (als Bonbon, Tee oder Spray)

Gegen Entzündungen, die mit der COPD einhergehen können, helfen unter anderem:

  • Knoblauch (vor allem roh gegessen)
  • Die Aufnahme von Vitaminen
  • Ingwer (als Tee oder zum Lutschen)
  • Verschiedene Suppen (möglichst dünn und wenig gesalzen. Zum Beispiel Zwiebelsuppe und Fischsuppe)

Das einfachste Hausmittel zur Reinigung einer Raucherlunge ist wohl Bewegung an der frischen Luft. Schon regelmäßiges Spazierengehen ohne größere Anstrengung sorgt ganz nebenbei für eine Reinigung der Lunge. Zudem wird der gesamte Körper durch Bewegung gestärkt. Das unterstützte Herzkreislaufsystem wirkt sich nach und nach auf die Sauerstoffverteilung im Körper aus, indem es sie effizienter macht.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Hustensäfte können bei Raucherhusten und Auswurf gute Dienste leisten. Statt der üblichen Pharmazeutika können auch pflanzliche Mittel angewendet werden:

  • Hustensaft aus Thymian
  • Hustensaft aus Efeublätterextrakt

Aus anderen Pflanzen lassen sich hingegen Tees zubereiten, oder die Wirkstoffe lassen sich direkt als Kapsel aufnehmen.

Darunter fallen zum Beispiel:

  • Kamille (Tee)
  • Salbei (Tee)
  • Zwiebel (Tee, roh verzehrt)
  • Anis (Tee, als Wirkstoff)
  • Huflattich (als Wirkstoff
  • Sonnenhut (als Wirkstoff)
  • Spitzwegerich (als Wirkstoff)
  • Süssholz (als Wirkstoff)
  • Veilchen (als Wirkstoff)

Es gibt dazu noch einer Reihe anderer Pflanzen, die in Frage kommen und auch Wirkstoffkombinationspräparate. Die Auswahl hängt vor allem von den Hauptsymptomen der COPD ab.

Ätherische Öle

Zur Linderung von Schmerzen beim Atmen und zur Reinigung der Bronchien durch das Anregen des Abhustens und der Schleimbildung, stehen viele ätherische Öle bereit. Sie können aus einer Schüssel mit heißem Wasser inhaliert werden oder einem Bad zugegeben werden.

Bei den Beschwerden durch eine Raucherlunge können angewendet werden:

  • Myrte
  • Anis
  • Fenchel
  • Kiefer
  • Fichte
  • Ysop
  • Zypresse
  • Basilikum

Die Liste ist zum Teil deckungsgleich mit den empfohlenen pflanzlichen Wirkstoffen. Die Darreichungsform kann also häufig als Tee, Öl oder Wirkstoff erfolgen. Dabei ist die entspannendste Möglichkeit die eines warmen Bades. Dabei wird auch die Durchblutung angeregt, was die Bronchien weitet und das Einatmen von ätherischen Ölen erleichtert.

Homöopathie & Globuli

In den Potenzen D6 und D12 werden ein paar Wirkstoffe als Tropfen oder Globuli verwendet, die dem Körper helfen sollen, mit den Symptomen einer Raucherlunge umzugehen.

  • Acidum formicicium (wird gespritzt, vor allem gegen Asthmaleiden)
  • Antimonikum tartaricum (bei Husten und Atemproblemen)
  • Coccos cacti (gegen krampfhaften Husten)
  • Phosphorus (bei Entzündungen)

Als Tropfen werden die Mittel dabei dreimal täglich zu je 10-20 Tropfen eingenommen. Als Globuli verabreicht man sich täglich je fünf Stück. Dabei sind die homöopathischen Mittel vor allem auf die Bekämpfung der Symptome einer COPD ausgelegt. Sie vermögen es nicht, beschädigtes Gewebe zu reparieren. Das Leiden durch die COPD kann aber gelindert werden.

Homöopathische Mittel sollten daher zusätzlich zu sonstigen Maßnahmen erfolgen. Vor allem sollte auf eine Säuberung der Lunge durch Bewegung und gute Luft geachtet werden. Bei Schäden, die schulmedizinische Handgriffe erfordert, sollte nicht gezögert werden, diese in Anspruch zu nehmen.

Weiterhin sollte auf Darmgesundheit geachtet werden. Viel Obst, wenig tierische Fette, Weizen- und Milchprodukte helfen, die Darmflora zu stärken, was die gesunde Schleimproduktion in den Bronchien fördern soll. Dadurch wird die Selbstreinigungsfähigkeit der Lunge verbessert und Schmutz kann entfernt werden.

Schüssler-Salze

Folgende Schüssler-Salze werden innerlich bei einer COPD angewendet:

Nr. 4 und 8 helfen vor allem der Schleimproduktion. Nr. 6 und 10 werden vor allem dann wirksam, wenn es darum geht, Schadstoffe aus dem Körper auszuleiten. Sie sollten daher auch zusammen eingenommen werden. Nr. 7 wirkt entkrampfend bei gereizten Bronchien. Ebenso wirkt Nr. 14 entlastend. Nr. 20 sollte bei besonders krampfendem Husten angewendet werden. Nr. 21 unterstütz den Zellstoffwechsel, was der Schleimhaut zuträglich ist.

Alle Schüssler-Salze wirken symptomlindernd. Vor allem der Flüssigkeitshaushalt kann mit ihrer Hilfe verbessert werden. Die Anwendung erfolgt in der Regel drei- bis sechsmal täglich mit je einer bis drei Tabletten, die man im Mund zergehen lässt.

Welche Schüssler-Salze man anwendet und welche man kombiniert, ist von den Symptomen abhängig. Eine starke Kur mit Schüssler-Salzen ist auch denkbar. Alle paar Minuten wendet lässt man dafür eine Tablette im Mund zergehen. Dies sollte aber nicht länger als einen Tag praktiziert werden.

Diät & Ernährung

Der wichtigste Teil der Diät bei einer COPD besteht im Verzicht. Neben dem Verzicht auf Zigaretten, ist es dabei auch wichtig, auf ein gesundes Gewicht zu achten. Schließlich sorgt Übergewicht nur für eine weitere Belastung der Lunge und des Herzkreislaufsystems.

Auch sollte auf ausreichendes Trinken Wert gelegt werden, damit die Schleimhäute effektiv arbeiten können. Gerade zu Anfang einer Regenerationsphase der Lunge ist es wichtig, dass der Körper nicht dehydriert.

Maßnahmen in der Ernährung, die sich positiv auf Verdauung, Stoffwechsel und damit das Gewicht auswirken, sind:

  • Weniger Fett
  • Weniger Zucker
  • Viel Obst und Gemüse
  • Weniger Weizenprodukte
  • Genügend Wasser, Tees und Fruchtschorlen
  • Das Zuführen von Vitaminen, zur Not über Nahrungsergänzungsmittel

Schlafdysapnoe (nächtliche Atemaussetzer) wird durch Alkoholkonsum begünstigt. Die Entspannung durch den Alkohol kann den Kehldeckel vor die Luftröhre fallen lassen, was ebenfalls zu einer kurzen Dysapnoe führt. In Kombination mit sonstigen Atemaussetzern durch eine COPD ist dies gefährlich. Es sollte der Alkoholkonsum reduziert und ein paar Stunden vor dem Schlafen nichts mehr getrunken werden.


FAQ – Fragen & Antworten

Wie hoch ist der Risikofaktor Passivrauchen einzuschätzen?
Genaue Studien dazu, wie riskant das andauernde Passivrauchen ist, gibt es nicht. Fest steht, dass das Passivrauchen aber immer auch negativ für die eigene Lunge ist. Raucher sollten in geschlossenen Räumen durchaus für die Dauer ihres Rauchens gemieden werden.

Wie lange dauert es, bis sich eine Lunge wieder gereinigt hat?
Dies hängt vom Grad der Verschmutzung ab. Aber nach eine mehrjährigen Phase des Rauchens spricht man circa acht bis zehn Jahren, die die Lunge braucht, um den Schmutz wieder loszuwerden. Eine Reinigung der Lunge bedeutet aber keine Heilung einer COPD.

Was ist beim Anwenden alternativer Heilmethoden zu beachten?
Sie alle bekämpfen die Symptome einer Raucherlunge. Eine Heilung sollte man nicht erwarten und nicht erhoffen. Verschlechtern sich die Symptome und die empfundene Gesundheit, muss ein Lungenfacharzt aufgesucht werden.

Ist eine Raucherlunge immer sichtbar, wie man es von den dazu bekannten Bildern kennt?
Ja. Schon nach wenigen Zigaretten (oder sonstiger Schmutzbelastung, die sich direkt in der Lunge ablagert) lässt sich die Verfärbung sehen. Dies ist auch nicht rückgängig zu machen.

Ich bin viele Jahre Raucher und symptomfrei. Muss ich Angst vor einer COPD haben?
Das Risiko einer COPD steigt mit dem Alter und jeder konsumierten Zigarette. Gerade Personen ab einem Alter von 40 Jahren sind betroffen und sollten sich, wenn sie Raucher sind, Gedanken machen. Dass man symptomfrei ist, bedeutet nicht, dass die Lunge gesund ist. Versteckte Schäden können aufgrund einer anderen Erkrankungen (Bronchitis usw.) erst richtig problematisch werden.
Ein Lungenfunktionstest beim Arzt und eine Untersuchung können aber Aufschluss darüber geben, wie gut es wirklich noch um die eigene Lunge steht.

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