Periorale Dermatitis

Steckbrief: Periorale Dermatitis

  • Name(n): Periorale Dermatitis; Mundrose
  • Art der Krankheit: ungefährliche Hautkrankheit; genauer Auslöser unbekannt
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: die Krankheit ist noch nicht so lange so verbreitet
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: unbekannt
  • Wieviele Erkrankte: weit verbreitet vor allem unter Frauen zwischen 20 und 45 Jahren; 6% aller Frauen und unter 1 % der Männer
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Hautarzt
  • ICD-10 Code(s): L71.0

Probleme mit der Mundrose

Mundrose ist der umgangssprachliche Name für die periorale Dermatitis. Dies ist eine harmlose Hautkrankheit, die vermutlich durch zu viel Pflege und ständiges wechseln der Pflegeprodukte hervorgerufen wird.

Für die Gesundheit sind die roten Flecken mit den Bläschen relativ ungefährlich, aber Betroffene leiden oft unter psychischen Problemen und trauen sich kaum noch vor die Tür.

Das Beste wäre komplett auf Make-Up zu verzichten. Aber Hand aufs Herz, wer traut sich schon mit unschönen roten Stellen und Pickeln im Gesicht aus dem Haus, ohne zumindest zu versuchen diese irgendwie abzudecken.

Die gute Nachricht ist aber, dass sich die periorale Dermatitis ganz ohne Narben und bereits nach vier Wochen Behandlung zurückbildet. Man muss nur konsequent bleiben und auf jegliche Art der Pflegeprodukte und Kosmetika an den betroffenen Stellen verzichtet. Die Geduld lohnt sich aber!


Definition der Perioralen Dermatitis

Die Periorale Dermatitis oder auch Mundrose genannt ist eine chronisch-entzündliche Krankheit. Sie tritt vor allem in der Mund-, Nasen und Augenpartie auf. Dabei entstehen rote Stellen mit Knötchen und Bläschen, die spannen und brennen können, auch Juckreiz kann manchmal auftreten.

Die Mundrose ist nicht ansteckend und wird vermutlich hauptsächlich durch übermäßigen Gebrauch von Gesichtspflegeprodukten verursacht. Manchmal hört man auch den Begriff „Stewardessenkrankheit“, das rührt daher, dass die Stewardessen das typische Bild einer für die Krankheit anfälligen Frau sind. Sie sind eher jung und legen großen Wert auf ihr Äußeres.

Was ist eine Periorale Dermatitis?

Die Periorale Dermatitis ähnelt in ihrem Erscheinungsbild einer Gürtelrose und tritt meist im Gesicht auf. Es bilden sich dabei Rötungen vor allem um den Mund, die Nase und die Augen. Die betroffenen Stellen können auch anschwellen und weitere typische Merkmale einer Mundrose sind die Bläschen und entzündliche Eiterbläschen, die sich rund um den Mund, die Nase oder die Augen anordnen. Meist bleibt aber ein dünner Rand rund um die Lippen frei, woran sich eine periorale Dermatitis sehr leicht erkennen lässt.

Sie ist völlig harmlos, ist für die Betroffenen aber äußerst unangenehm, weil die entzündeten Stellen oft spannen und brennen. Hinzu kommt noch, dass die Entzündungen das Selbstbewusstsein vieler beeinflussen und sich viele gerne einfach zu Hause verstecken würden. Die gute Nachricht ist aber, dass die Krankheit durch das Weglassen der Kosmetikartikel und Konsequenz relativ schnell behandelt werden kann und nach dem Abheilen auch keine Narben zurückbleiben.

Schafft man es nicht den Faktor auszuschalten, der die Mundrose auslöst, kann es sein, dass die Krankheit sehr langwierig wird und sich über Monate zieht. Daher ist es wichtig die vom Arzt angeordnete Therapie wirklich durchzuziehen. Was hart sein kann, wenn sich am Anfang die Symptome verschlimmern und man in Versuchung gerät wieder anzufangen mit irgendwelchen Cremes zu schmieren. Nach Abheilen der Mundrose kehrt sie eher selten wieder zurüCK, vorausgesetzt, man ist vorsichtig bei der Verwendung von Kosmetika.


Welche Ursachen gibt es?

Der genaue Auslöser für die Krankheit wird noch erforscht. Fest steht aber, dass zu häufiges Verwenden von Cremes und anderen Kosmetika zum Ausbrechen der Krankheit führen können. Von daher auch der Name Stewardessenkrankheit, denn diese Frauen legen natürlich großen Wert auf ihr Aussehen und experimentierten auch noch mit Kosmetika in denen Cortison enthalten war.

Die natürliche Schutzbarriere der Haut wird durch den übermäßigen Gebrauch von Pflegeprodukten zerstört und ist nicht mehr in der Lage die notwendigen Lipide und Fette herzustellen. Dadurch trocknet sie aus und beginnt Schuppen zu bilden. Sie ist durch die fehlende Schutzbarriere auch anfälliger für Bakterien und Reizungen, wodurch leicht Krankheiten wie die periorale Dermatitis auftreten können.

Oft besteht auch eine genetische Anfälligkeit und die Krankheit bricht aus, wenn man auf einen bestimmten Inhaltsstoff allergisch reagiert. Aber auch Pilzbefall, fluoridhältige Zahnpasten, die längere Behandlung der Haut mit Cortisonpräparaten und Bakterien können Auslöser für die unangenehmen Rötungen sein.

Stress und andere psychische Belastungen führen auch oft zum Auftreten der Mundrose, gleich wie durch diese hohe Belastung auch Pickel oder Akne entstehen können. Auch eine Veränderung der Hormone, zum Beispiel wenn man die Pille absetzt, kann zum Ausbruch führen.

Dadurch, dass das Aussehen der Patienten durch die Krankheit stark beeinträchtigt wird, greifen sie dann erst recht zu Kosmetika und versuchen durch die noch zusätzliche Anwendung von Pflegeprodukten Herr der Krankheit zu werden. Leider führt dies nur dazu, dass die Haut noch stärker schuppt und auch die Rötungen werden so nur schlimmer. Zwar bessert sich der Ausschlag kurz, erlebt dann aber nur einen neuen Aufschwung und es beginnt ein Teufelskreis, den man nur durch konsequentes Weglassen der Produkte durchbrechen kann.


Symptome & Anzeichen

Die Mundrose tritt meist nur im Gesicht auf und beschert den Betroffenen trockene, brennende und spannende Haut. Es kann auch passieren, dass die betroffenen Stellen beginnen sich zu schuppen oder jucken.

Zusätzlich zu einem leicht geschwollenen und geröteten Gesicht treten auch oft kleine Bläschen (Papeln) oder auch entzündliche Eiterbläschen (Pusteln) vor allem um den Mund auf.

Um die Lippen bleibt ein schmaler nichtbefallener Bereich, was ein typisches Merkmal dieser Krankheit ist und sie von einer Gürtelrose oder Akne unterscheidet. Betroffen sein können aber auch die Falten bei den Nasenflügeln, Bereiche der Wangen, wo die Mundrose meist symmetrisch auf beiden Seiten des Gesichts auftritt, sowie die Zone um die Augen. Weiters kann die periorale Dermatitis am Kinn, auf der Stirn, an den seitlichen Augenwinkeln oder auf den Unter- und Oberlidern auftreten. Treten die Symptome rund um die Augen auf, wird die Mundrose auch häufig periokuläre Dermatitis genannt.

Bei einer Veränderung des Hormonspiegels, vor allem bei Frauen, können sich die Symptome verschlechtern. Vor allem vor Beginn der Regelblutung oder bei Absetzen der Pille klagen die Betroffenen über größere Beschwerden. Auch UV-Licht oder mechanische Reizung können den Ausschlag verschlimmern.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Meist genügt dem Arzt der Blick auf die für die Krankheit typischen geröteten Stellen rund um den Mund und im Gesicht, um die Diagnose zu stellen. Dabei wird im Gespräch auch erörtert, welche Pflegeprodukte und wie oft der Patient diese angewandt hat. Wobei dann meist sehr schnell die Ursache für das Auftreten des Hautausschlags gefunden werden kann.

Das so typische Krankheitsbild der perioralen Dermatitis, wobei schmale Streifen um die Lippen ausgespart werden und die Rötungen mit den kleinen Bläschen, macht eine eindeutige Diagnose meist sehr einfach. Es genügt in den meisten Fällen der Blick eines Facharztes auf den Ausschlag und ein Gespräch mit diesem, um die weiteren Behandlungsschritte setzen zu können.

Manchmal kann es aber sein, dass die Mundrose in ihrem Krankheitsbild anderen Krankheiten, wie zum Beispiel der chronischen Hauterkrankung Rosazea oder einer allergischen Reaktion in Form eines Kontaktekzems ähnelt. Ist dies der Fall, muss der Arzt weitere Untersuchungen anstellen, um die Diagnose zu sichern. Dabei wird meist das Blutbild untersucht oder eine kleine Hautprobe entnommen, um auch Krankheiten wie zum Beispiel Akne oder Neurodermitis ausschließen zu können.

Die Mundrose ist chronisch, oder chronisch-rezidivierend. Sie kann also auch immer wieder auftreten und wieder verschwinden. Der Ausschlag kann mehrere Wochen oder sogar Monate dauern, ist jedoch völlig ungefährlich, da die Haut nicht zerstört wird und da nur oberflächliche Hautschichten angegriffen werden, hinterlässt sie auch keine Narben.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Grundsätzlich kann jeder an einer Mundrose erkranken. Schuld daran sind meist die verwendeten Pflegeprodukte, die in der heutigen Konsumgesellschaft meist im Überfluss zur Anwendung kommen und so die natürliche Schutzbarriere der Haut zerstören. Auch ein ständiger Wechsel der Produkte kann ein Grund sein, warum die unangenehm spannenden roten Stellen mit den Bläschen auftreten.

Besonders betroffen von der perioralen Dermatitis sind Frauen zwischen 20 und 45 Jahren. In diesem Alter legen Frauen besonderen Wert auf ihr Aussehen und verwenden besonders viele Kosmetika jeglicher Art und schminken sich häufig und mit viel Make-Up. Auch bei Männern ist in der heutigen Zeit ein Ansteigen der Anzahl der Erkrankungen an der Mundrose zu verzeichnen, da auch Männer viel mehr Wert auf ihr Aussehen legen und auch öfter zu Pflegeprodukten greifen. In seltenen Fällen kann die Krankheit auch bei Kindern auftreten. Allgemein ist zu sagen, dass ungefähr 6% der Frauen und 0,3% der Männer an dieser Krankheit leiden. Genauere Daten sind leider nicht zu finden.

Zur Diagnose der Krankheit reicht meist eine sogenannte Blickdiagnose aus, also nur eine Untersuchung eines Facharztes, da sich die Mundrose leicht an ihren typischen Symptomen erkennen lässt. Dadurch wird der Umgang mit den Diagnosedaten eher nebensächlich. Nur in einzelnen Fällen, wenn das Krankheitsbild Akne, oder einem Kontaktekzem ähnelt, müssen Bluttests durchgeführt, oder Hautproben genommen werden, um diese Krankheiten ausschließen zu können.


Komplikationen bei der Krankheit

Die periorale Dermatitis ruft keine schlimmen Komplikationen hervor, da sie nur im Gesicht auftritt und dabei die Haut auch nicht zerstört und nur sehr oberflächlich Schäden anrichtet. Die Krankheit ist außerdem leicht behandelbar und nur bei schweren Entzündungen werden vom Arzt Antibiotika verschrieben. Um einen langwierigen Verlauf der Krankheit zu vermeiden, sollte man sich aber an die Anweisungen des Arztes halten.

Man sollte auch darauf verzichten selbst mit Cremes oder Cortisonpräparaten herumzuexperimentieren. Die Beschwerden werden zwar während der Anwendung besser, aber nach Absetzen der Präparate flammt die Entzündung erneut auf und meist sind die Symptome dann noch schlimmer ALS vorher. Damit sich die Krankheit nicht über Monate hinzieht und sich die Beschwerden nicht verschlechtern, empfiehlt es sich auf Pflegeprodukte jeglicher Art zu verzichten und die Stellen nur mit Wasser zu reinigen.

Die einzigen Komplikationen, die durch die Mundrose hervorgerufen werden können sind psychischer Natur. Viele Betroffene schämen sich so sehr für ihr Aussehen, dass sie ihr Selbstbewusstsein verlieren und sich am liebsten gar nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen würden. Leider muss man bei der Behandlung etwas Geduld haben, denn bei der üblichen Behandlung durch völliges Verzichten auf Pflegeprodukten dauert es circa vier bis sechs Wochen, bis die Rötung zurück geht und eine erste Besserung sichtbar wird.


Wann sollte man zum Arzt Gehen?

Es empfiehlt sich gleich nach dem Bemerken von rötlichen Stellen, die spannen oder brennen und sich unangenehm anfühlen einen Arzt aufzusuchen. Damit man ausschließen kann, dass es sich um eine schlimmere Hauterkrankung, als die Mundrose handelt. Selbstständiges herumexperimentieren mit etwaigen Pflegeprodukten und Cremes kann die Krankheit nur unnötig in die Länge ziehen.

Außerdem sind bei sehr schweren Symptomen manchmal auch Antibiotika zur Unterstützung der Heilung notwendig. Der Arzt kann einem auch verträgliche medizinische Cremes empfehlen, die die Beschwerden dann mildern und das Abheilen beschleunigen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Eine periorale Dermatitis kann zum Glück leicht behandelt werden und hinterlässt nach dem Abheilen auch keine Narben. Betroffene sollten die Haut langsam von fettenden Hautcremes abgewöhnen und die entzündeten Stellen nur mit Wasser reinigen. Hat man ein Gefühl von starker Trockenheit der Haut und spannt diese, kann man milde Basiscremen verwenden.

Hier ist es aber empfehlenswert beim Arzt nachzufragen, welche aufgetragen werden können, ohne dass sich die Symptome wieder verschlechtern. Oft genügt diese „Nullbehandlung“, also das völlige Weglassen von Pflegeprodukten schon aus, um die Mundrose wegzubekommen.

Jedoch kann es am Anfang der Behandlung durchaus sein, dass die Haut mehr brennt und spannt, dann heißt es stark bleiben und nur ja nicht wieder zu einer fettigen Creme greifen. Mit etwas Geduld und Durchhaltevermögen verschwinden die trockenen und roten Stellen nach vier bis sechs Wochen.

Man sollte aber nach dem Abheilen der Mundrose nicht wieder anfangen übermäßig viele Pflegeprodukte auf die Haut aufzutragen. Denn dann ist das Risiko, dass die Beschwerden wiederkommen groß.

Grundsätzlich entscheidet der Hautarzt wie die Behandlung erfolgt und ob milde Basiscremes verwendet werden können. Nur in mittelschweren Fällen werden antibiotikahaltige Salben auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Ist die Mundrose stark ausgeprägt, müssen die Antibiotika mit Wirkstoffen wie Tetracyclin oder Erythromycin über Tabletten direkt eingenommen werden.

Umschläge mit Schwarztee oder zinkhaltige Cremes können den Heilungsprozess auch unterstützen, zur Sicherheit empfiehlt es sich aber alles genau mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

Hier noch einmal alle schulmedizinischen Behandlungsmethoden im Überblick:

  • Therapie der Mundrose durch völliges Weglassen von Pflegeprodukten. Diese Methode kann am Anfang dazu führen, dass die Beschwerden schlimmer werden, ist aber sehr wirksam. Nach vier bis sechs Wochen klingt die Entzündung ab und die Rötung der Haut geht zurück.
  • Basiscremen, die vom Arzt empfohlen werden, um die Beschwerden während der Behandlung zu mildern.
  • Bei mittelschweren oder schweren Fällen können antibiotikahlatige Salben oder Antibiotika in Tablettenform zum Einsatz kommen. Meist enthalten sie die Wirkstoffe Tetracyclin oder Erythromycin.
  • Umschläge mit Schwarztee oder zinkhaltige Cremes können den Heilungsprozess zusätzlich unterstützen.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Impfungen gegen die ungefährliche periorale Dermatitis gibt es keine, die Vorbeugung ist aber relativ einfach.

Grundsätzlich kann jede Pflegecreme eine Mundrose hervorrufen. Der genaue Auslöser für den Ausschlag ist noch nicht erforscht, jedoch weiß man, dass gewisse Inhaltsstoffe wie Cortison einen Ausbruch der Krankheit begünstigen. Meist tritt die Mundrose aber auf, wenn der oder die Betroffene sowieso anfällig für Trockene Haut ist und genetisch bedingt sehr empfindlich ist, was die Pflege der Haut betrifft.

Zur Vorbeugung gegen die Mundrose sollte man einfach auf zu viele Pflegeprodukte verzichten. Denn bei zu starkem Gebrauch dieser, helfen sie nicht die Haut zu verschönern und zu stärken, sondern verhindern, dass die nötigen Fette und Lipide produziert werden können. Dadurch wird die natürliche Hautbarriere geschädigt und es kann zu ebensolchen Erkrankungen wie der Mundrose kommen.

Cortisoncremes sollte man keinesfalls im Gesicht verwenden, da diese das Auftreten des Ausschlags besonders begünstigen. Um die passenden Pflegeprodukte für die eigene Haut zu finden kann man sich von einem Hautarzt oder in einer Apotheke beraten lassen. Wie bereits gesagt ist es aber am wichtigsten es nicht zu übertreiben, die Haut kann sich auch alleine schützen.

Die Möglichkeiten, die eine Mundrose auslösen können, sind sehr vielfältig und es gilt vor allem viel Stress zu vermeiden und auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, um zu vermeiden, dass man Probleme bekommt.


Prognose zur Heilung

Die periorale Dermatitis ist eine völlig unbedenkliche Krankheit und bildet sich ohne Narben zurück. Hält man sich an die Anweisungen des Arztes und verzichtet auf etwaige Pflegeprodukte oder verwendet nur jene, die einem verschrieben wurden, verschwinden die Pusteln und die roten Stellen im Gesicht bereits nach vier bis sechs Wochen wieder. Aufpassen sollte man nur, dass man keine cortisonhaltigen Cremes verwendet und die unverträglichen Stoffe einfach weglässt. Es kann auch sein, dass man die Anti-Babypille absetzen muss, da die Mundrose auch durch Veränderungen im Hormonspiegel hervorgerufen werden kann.

Versucht man selbst mit Salben und Lotionen die Mundrose zu behandeln, kann es sein, dass man dadurch die Krankheit in die Länge zieht und man über Monate unter den Symptomen nicht nur physisch, sondern auch psychisch leidet. Die Betroffenen haben oft mit ihrem Aussehen zu hadern, da die Haut durch die roten geschwollenen Flecken mit den Bläschen ungepflegt aussieht.

Aber wie gesagt, hält man sich an die Anweisungen und verzichtet wirklich völlig auf Pflegeprodukte, stehen die Heilungschancen sehr gut und bereits nach wenigen Wochen wird eine Besserung eintreten. Ein Wiederkehren der Mundrose ist auch eher unwahrscheinlich, außer man beginnt nach dem Abheilen erneut mit einem übermäßigen Gebrauch an Pflegeprodukten.


Die Mundrose und Frauen

Warum vor allem Frauen an der Mundrose erkranken ist leicht zu erklären, denn eben gerade Frauen verwenden viele Cremes und andere Kosmetikartikel, um ihr Aussehen und das Hautbild zu verschönern. Viele verwenden morgens eine Tagescreme mit UV-Schutz, um die Zeichen der Zeit aufzuhalten und extra noch eine Creme für die empfindliche Haut um die Augen.

Abends kommen dann Abschminktücher und eine extrafettige Creme zum Einsatz, um der Haut eine große Portion an Feuchtigkeit zu geben. Oft wechselt man auch zwischen verschiedenen Pflegeprodukten hin und her und weiß eigentlich gar nicht so genau was die Haut braucht. Hier ist es empfehlenswert den Hauttyp bei einem Hautarzt auszutesten, um die Pflege genau auf die Bedürfnisse der eigenen Haut abstimmen zu können.

Treten dann erste Anzeichen der Krankheit auf, greifen Frauen gerne zu Make-up, um die unschönen Stellen abzudecken. Das verschlechtert aber die Entzündung nur weiter. Aber ganz besonders für eine Frau ist das Aussehen sehr wichtig, es ist in allen Bereichen des Lebens wichtig und meist haben schöne und gepflegte Frauen viele Vorteile gegenüber anderen, die nicht so sehr Wert auf ihr Erscheinungsbild legen.

Gerade weil das Aussehen bei Frauen so wichtig ist und sie oft auch noch in der heutigen Zeit nur darauf reduziert werden, ist eine Mundrose für Damen besonders belastend. Schnell gerät man in einen Teufelskreis, denn man will die Pusteln und Pickeln so bald wie möglich wieder wegbekommen und versucht auch diese so gut wie es geht abzudecken und beginnt zu schmieren und versucht alles Mögliche.

Leider ist aber genau das das schlechteste und mit Cortisoncremes werden die Symptome zwar kurzzeitig besser, nach absetzen der Creme, kommt die periorale Dermatitis aber wieder in voller Stärke zurück und das Spiel beginnt von vorne. Das konsequente Weglassen von allen Kosmetika ist wirklich schwer, denn auch mit normaler Haut geht eine Frau ungern ungeschminkt außer Haus und sind dann da noch diese roten Flecken mit den Bläschen im Gesicht würde man sich am liebsten verstecken.

Alternative Behandlungsmethoden

Mit Hilfe der alternativen Medizin können Hauterkrankungen wie die periorale Dermatitis sehr gut behandelt werden. Dabei kommen oft Zink– und Selenpräparate zum Einsatz, die das Immunsystem stärken sollen. Zink und Selen müssen über die Nahrung aufgenommen werden, um die Aufnahme zu erleichtern, gibt es Kapseln, in denen beide Stoffe enthalten sind.

Die Kapseln sollen helfen das Immunsystem zu stärken und außerdem die Zellen vor oxidativem Stress schützen. Oxidativer Stress bedeutet, dass die Zelle zu viel an reaktiven Sauerstoffverbindungen produziert, was zu einem Ungleichgewicht führt und in weiterer Folge die Zelle schädigen kann. Sie kann sich dann nicht mehr selbst entgiften oder reparieren.

Des Weiteren werden zur Behandlung der Mundrose Pflanzenauszüge aus Walnuss, Hamamelis, Kamille oder Stiefmütterchen verwendet. Die Pflanzen enthalten Stoffe, die entzündungshemmend wirken und die Hautoberfläche verdichten, also der Haut helfen wieder zu Kräften zu kommen. Dadurch wird der Heilungsprozess gefördert und die Mundrose kann leichter abheilen. Verwendet man Präparate mit Kamille, sollte man aber achtsam sein, ob nicht weitere Hautreizungen auftreten, da die Pflanze viele Stoffe enthält, auf die manche Menschen allergisch reagieren können.

Auch Linolsäure kommt in der Alternativmedizin oft zum Einsatz, um Mundrosen zu behandeln. Die zweifach ungesättigte Fettsäure hilft der Haut widerstandsfähiger zu werden und unterstützt außerdem die Heilung.

Die Vitamine K und D helfen auch die periorale Dermatitis zu behandeln. Dabei verhindert Vitamin K eine Schwächung der Gefäßwände und somit wird auch die Haut stärker und widerstandsfähiger. Vitamin D hilft gegen die Entzündung und mindert auch die Beschwerden in dem es reizmindernd wirkt.

Für Patienten, die nicht gerne Medikamente einnehmen kann eine Hypnotherapie auch sehr hilfreich sein, um die Mundrose wieder los zu werden. Vor allem bei Betroffenen, bei denen die periorale Dermatitis durch Stress, oder andere psychische Probleme hervorgerufen wurde, kann diese Form der Therapie sehr wirkungsvoll sein. Jedoch sollte man sich dabei einen erfahrenen Therapeuten zur Seite ziehen und die Therapien von diesem durchführen lassen.

Weiterführend wird in der Alternativmedizin auch oft eine Analyse der Darmflora empfohlen, da Hauterkrankungen, wie die periorale Dermatitis, oft durch ein Ungleichgewicht im Darmmilieu hervorgerufen werden können, da dadurch das Immunsystem geschwächt wird.
Manchmal wird die Mundrose auch durch einen Pilzbefall, vor allem durch den Hefepilz Candida albicans hervorgerufen. Kann der Pilz entfernt werden, verbessert sich auch meist das Hautbild wieder.

Hier noch einmal alle alternativmedizinischen Behandlungsmethoden im Überblick:

  • Zink- und Selenpräparate zur Stärkung des Immunsystems
  • Pflanzenauszüge aus Kamille, Hamamelis, Walnuss oder Stiefmütterchen zur Entzündungshemmung
  • Linolsäure zur Stärkung der Haut
  • Vitamine K und D zur Verbesserung der Wundheilung und Reizmilderung
  • Hypnotherapie zur Beseitigung psychischer Probleme
  • Analyse der Darmflora zur Verbesserung des Hautbilds

Welche Hausmittel können helfen?

Zur Behandlung der Mundrose und zur Beruhigung der Haut durch Hausmittel helfen vor allem Umschläge mit grünem oder schwarzem Tee. Durch die Gerbstoffe, die im Tee enthalten sind, beruhigt sich die Haut. Wichtig dabei ist, den Tee vor dem Auflegen auf das Gesicht abkühlen zu lassen, da die Wärme die Entzündung eher fördert.

Für den Umschlag einfach heißes Wasser über einen Teebeutel mit schwarzem oder grünen Tee gießen und mindestens fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, damit möglichst viele Gerbstoffe freigesetzt werden können. Dann abkühlen lassen und ein Wattepad in den Tee tauchen und auf die betroffenen Stellen auflegen. Der Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden, so oft es als angenehm empfunden wird.

Jedoch sollte man die periorale Dermatitis nicht nur mit den Schwarzteeumschlägen behandeln sondern auch trotzdem auf alle Kosmetikartikel und Cremes verzichten. Die Umschläge dienen nur dazu die Haut zu beruhigen und die Beschwerden zu mildern. Damit die Mundrose völlig verschwindet braucht man leider auch etwas Geduld.

  • Umschläge mit schwarzem oder grünem Tee
  • Zusätzlich trotzdem auch die Nulltherapie anwenden

Heilkräuter & Heilpflanzen

Das Johanniskraut in Form von Öl soll eine beruhigende Wirkung auf die Haut haben und zur Abheilung der Mundrose beitragen. Das Johanniskrat-Rotöl lässt sich auch mit relativ einfachen Mitteln selbst herstellen. Die Pflanze hilft Darm und Magen zu regenerieren, was sehr hilfreich sein kann bei der Behandlung der perioralen Dermatitis, da diese ja auch durch ein Ungleichgewicht in der Darmflora hervorgerufen wird.

Zur Behandlung der Hautprobleme wird es direkt eingenommen, kann aber auch mit Hilfe von Umschlägen direkt auf die Haut aufgetragen werden und beruhigt so die Haut und wirkt außerdem Entzündungshemmend und mildert die Beschwerden.

Das Johanniskraut kann bei der Mundrose doppelt helfen, denn es hilft nicht nur das Hautbild wieder zu verschönern, sondern hat auch eine beruhigende Wirkung auf die Psyche. Betroffene der perioralen Dermatitis fühlen sich oft unwohl und sind eingeschüchtert durch ihr Aussehen, hier hilft die Pflanze durch ihre beruhigende Wirkung auf die Nerven weiter.

Hier noch eimal die wichtigsten Funktionen des Johanniskrauts im Überblick:

  • Johanniskraut in der Form von Öl zur äußeren Anwendung, um die Haut zu beruhigen und um Entzündungen zu hemmen
  • Johanniskrautöl zum Einnehmen, um Magen und Darm zu regenerieren
  • Bei direkter Einnahme hilft es auch die Nerven zu beruhigen

Ätherische Öle

Mit ätherischen Ölen kommt man bei der perioralen Dermatitis leider nicht weit. Nach Erfahrungen von Betroffenen hilft wirklich am aller besten eine Nulldiät für die Haut, also der völlige Verzicht auf Pflegeprodukte. Außerdem kann man es mit Heilerde probieren, die in allen Drogeriemärkten zu finden ist.

Man rührt die Erde mit kaltem Wasser zu einer dünnflüssigen Masse an und trägt diese auf die betroffenen Stellen auf. Dann wartet man bis die Masse getrocknet ist und wäscht sie mit lauwarmem Wasser ab. Heilerde hat eine entzündungshemmende und beruhigende Wirkung und ist daher sehr gut für die Behandlung der Mundrose geeignet.

Homöopathie & Globuli

Um die Mundrose mit homöopathischen Mitteln zu behandeln, wird empfohlen diese durch Globuli direkt einzunehmen. Zur Auswahl der Mittel mit denen behandelt wird, sollte man sich in die Hände eines erfahrenen Homöopathen begeben, da die Stoffe, die wirklich wirksam sind, von Mensch zu Mensch verschieden sind und die Globuli daher individuell zusammengestellt werden müssen.

Homöopathen gehen davon aus, dass eine Mundrose durch eine Amalgamintoxikation hervorgerufen wird. Amalgam ist eine Metallmischung aus Zink, Zinn, Kupfer, Quecksilber und Silber, diese Mischung ist in vielen Zahnauffüllungsmassen beinhaltet und ist Ursache für viele chronische Erkrankungen. Aufgrund der Annahme der Homöopathen, dass dieser Stoff Schuld am Ausbrechen der Mundrose ist, wird in einem großen Teil der Literatur Antimodium Crudum D6, das drei Mal täglich eingenommen werden soll, als hilfreiches Medikament angeführt.

Bei schweren Fällen können zur Unterstützung der Heilung auch Salben auf homöopathischer Basis direkt auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden. Als hilfreich bei der Behandlung der perioralen Dermatitis haben sich die Halicar-Salbe und die Alpis D1-Salbe erwiesen.

Um die Wirkung der homöopathischen Medikamente zu ermöglichen, ist es meist auch erforderlich das Gleichgewicht des Immunsystems herzustellen, was in den meisten Fällen mit einer Reinigung der Darmflora einhergeht. Allein dieser Schritt der Behandlung kann schon zu einer Verbesserung der Mundrose führen, da diese , wie oben beschrieben, auch durch ein Ungleichgewicht in der Darmflora ausgelöst werden kann.

Hier ein Überblick über die hilfreichen homöopathischen Mittel:

  • Einnahme durch Globuli, Auswahl der Mittel erfolgt nach individuellen Bedürfnissen mit der Hilfe eines Homöopathen
  • Antimodium Crudum D6
  • Salben auf homöopathischer Basis zur äußerlichen Anwendung
  • Herstellung des Gleichgewichts des Immungsystems, durch Sanierung der Darmflora

Schüssler-Salze

Mit Schüssler-Salzen kann man Hauterkrankungen allgemein sehr gut behandeln. Hier sind die Nummern der geeigneten Schüssler-Salze zur Behandlung der perioralen Dermatitis:

  • Nummer 1 Calcium Fluratum: Calcium Fluratum kommt im Körper vor allem im Bindegewebe vor, da die Haut zu diesem Gewebe zählt, hilft dieses Präparat ausgezeichnet, wenn es darum geht das Hautbild zu verbessern und die natürliche Schutzbarriere wiederherzustellen und zu stärken.
  • Nummer 3 Eisenphosphat: Eisenphosphat hilft bei der Behanldung von Entzündungen und ist daher gut für den Heilungsvorgang einer Mundrose, da auch diese eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung ist.
  • Nummer 5 Kaliumphosphat: Dieses Schüssler-Salz hilft vor allem bei psychischen Problemen, denn es wirkt beruhigend und hilft gegen Nervosität, Melanchonie oder Schlaflosigkeit. Da die Mundrose auch durch sehr viel Stress ausgelöst werden kann, ist das Kaliumphosphat sicher hilfreich im Kampf gegen die Beschwerden. Außerdem hilft es Betroffenen trotz des Aussehens ihrer Haut nicht den Kopf zu verlieren.
  • Nummer 8 Natriumchlorid: Das Natriumchlorid ist nichts anderes als unser herkömmliches Speisesalz, es ist im Körper wichtig, um den Wasserhaushalt zu regulieren. Als Schüssler-Salz kann es deshalb gegen Trockene Haut und gegen brennende Ausschläge jeglicher Art eingesetzt werden. Die Nummer acht gibt es auch als Salbe, die man noch unterstützend zu den Tabletten äußerlich auftragen kann.
  • Nummer 11 Kieselsäure (Silicea): Silicea wird sowohl zur Stärkung der Haare und des Bindegewebes, als auch um eine schöne elastische Haut zu erhalten, eingesetzt. Aber die Kieselerde stärkt nicht nur die äußere Haut, sondern hilft auch innerlich das Bindegewebe zu stärken und hilft gegen Krampfadern und Hämorrhiden. Als Salbe kann dieses Schüssler-Salz gegen Falten, Orangenhaut und Schwangerschaftsstreifen eingesetzt werden.

Wichtig ist aber trotz der Einnahme der Schüssler-Salze einen Arzt aufzusuchen und sich von einem erfahrenen Homöopathen beraten zu lassen. Nebenbei sollte man auch mindestens zwei Liter Wasser am Tag trinken, um Schadstoffe ausschwemmen zu können.

Um die Mundrose auch äußerlich und unterstützend zu den Schüssler-Salzen in Pastillenform zu behandeln, kann man diese auch als Salben kaufen oder selber eine Paste anrühren, indem man die Tabletten zerdrückt und mit Wasser aufgießt. So wird die Heilung noch zusätzlich unterstützt und unangenehme Nebeneffekte der Nulltherapie, wie spannende und brennende Haut können gemildert werden.

Diät & Ernährung

Zur Heilung der Mundrose ist es wichtig auch auf die Ernährung zu achten. Man sollte aufpassen nicht zu viel Zucker oder tierische Fette zu sich zu nehmen, da dies Stoffe sind, die Entzündungen nur noch mehr anfachen. Auch auf Alkohol sollte man während der Behandlung und auch wenn möglich danach weitgehend verzichten, denn auch alkoholische Getränke können durch ihre entzündungsfördernde Wirkung die Mundrose verschlechtern.

Ansonsten ist es wichtig sich ausgewogen und gesund zu ernähren, damit der Körper alle notwendigen Mineralstoffe und Vitamine erhält, die er benötigt. In der Homöopathie ist man der Meinung, dass alle Krankheiten durch Mangel an Mineralstoffen ausgelöst werden.

Mit der dietätischen Behandlung kann die periorale Dermatitis verschwinden, weil die falsche Ernährung einer der vielen Auslöser für die Krankheit sein kann. Jedoch sollte man trotzdem auch auf Kosmetika verzichten und auch einen Arzt kontaktieren und mögliche andere Behandlungsschritte festsetzen, damit sich die Krankheit nicht über Monate hinwegzieht.


FAQ – Fragen & Antworten

Ist es unbedingt notwendig einen Arzt aufzusuchen?

Nein, es muss nicht um jeden Preis ein Arzt kontaktiert werden, um die Mundrose zu behandeln. Man sollte sich dann aber selber gut mit der Behandlung auskennen und wissen, was man tut und welche Medikamente und Cremes man verwenden kann, damit die Entzündung nicht schlimmer wird. Wie im Artikel beschrieben gibt es neben der herkömmlichen Methode der Nulltherapie, also dem völligen Verzichten auf jegliche Kosmetika und Pflegeprodukte, auch noch viele andere Wege die Mundrose zu behandeln. Wichtig ist nur, nicht auf eigene Faust beginnen zu schmieren und herumzuexperimentieren, wenn man sich nicht gut auskennt. Dann ist es besser einen Arzt aufzusuchen, oder wenn man mit homöopathischen Medikamenten behandeln will, einen erfahrenen Homöopathen zur Seite zu ziehen.

Wenn man die Mundrose schon sehr lange hat, muss man dann mit einer nachhaltigen Schädigung der Haut oder Narben rechnen?
Nein, normalerweise bleiben nach dem Abheilen keine Narben zurück, da die periorale Dermitis die Haut nur sehr oberflächlich angreift. Was aber bei sehr langer Dauer der Entzündung sein kann, ist dass man auch noch längere Zeit danach rote Flecken an den betroffenen Stellen sehen kann. Diese verschwinden aber nach einiger Zeit und stellen auch bei weitem kein so großes Problem, wie die Mundrose selbst mehr dar. Die Flecken sind außerdem leicht abzudecken und sollten nicht zu einer großen Belastung werden. Sie sind auch das einzige Mahl, das man normalerweise von der Mundrose zurückbehält und, wie gesagt, sie verschwinden irgendwann auch wieder ganz.

Kann ich nach abheilen der Mundrose die Haut wieder ganz normal pflegen?
Wenn man eine Mundrose hatte, sollte man mit der Wahl der Pflegeprodukte sehr vorsichtig sein und es nicht wieder übertreiben. Die Haut ist noch immer sehr empfindlich und wenn man gleich weitermacht wie vorher und die Haut überpflegt, kann es leicht passieren, dass die Entzündung wieder aufflammt. Außerdem sollte man auch möglichst versuchen, dass nicht zu viel Sonne auf die Haut kommt, dies kann auch ein Grund sein, warum die Mundrose wiederkehrt.

Am besten ist es, wenn man seinen Arzt fragt, welche Pflegeprodukte man verwenden kann und welche besser nicht. Zu empfehlen sind Produkte mit natürlichen Inhaltsstoffen, bei denen auf Zusatzstoffe, wie Duftstoffe, Parabene oder Konservierungsmittel verzichtet wird. Übertreiben sollte man es aber trotzdem nicht, die Haut produziert von selbst ihre schützenden Fette und eine übermäßige Pflege mit diversen Cremes und anderen hautverfeinernden Produkten führt nur wieder zu Problemen.

Muss ich damit rechnen, dass die Krankheit immer wieder kommt?
Ob die periorale Dermatitis völlig verschwindet, oder nicht, hängt ganz davon ab, ob man all die Faktoren ausschalten kann, die die Entzündung auslösen. Wenn man herausfinden kann, was der Auslöser ist, sei es nun die Ernährung, zu viel Stress, die Hautpflege oder ein anderer Störfaktor, dann steht es gut, dass die Entzündung relativ schnell abklingt. Jedoch sollte man danach nicht wieder in alte Muster verfallen und unzählige Pflegeprodukte anwenden, sondern eher daran denken, dass weniger mehr sein kann. Außerdem sollte man nach dem Abheilen auch sehr vorsichtig sein, was man an das Gesicht lässt, denn auch Chlorwasser und zu viele Sonnenstrahlen auf der Haut können dafür verantwortlich sein, dass die Mundrose wiederkehrt.

Es ist natürlich schwer unter den vielen möglichen Auslösern den zu finden, der bei einem selbst für die Entstehung der Mundrose verantwortlich ist. Während man auf der Suche ist, muss man leider immer wieder damit rechnen, dass die Entzündung mal weggeht und dann wiederkommt. Irgendwann kommt man aber dahinter und dann stehen die Heilungschancen sehr gut und ein Wiederkehren ist mit etwas Sorgfalt bei der Wahl der Pflegeprodukte vermeidbar.

Woran kann ich eine periorale Dermatitis erkennen und sie von anderen Hautkrankheiten unterscheiden?
Charakteristisch für das Krankheitsbild der Mundrose sind die roten und entzündeten Stellen mit Bläschen oder Pickeln und Knötchen. Oft brennen und spannen die betroffenen Stellen unangenehm und können auch schuppen und trocken werden. Die entzündeten Stellen sind im Gegensatz zur Gürtelrose nur im Gesicht rund um den Mund, in den Falten an den Nasenflügeln oder um die Augen verteilt und breiten sich normalerweise nicht im ganzen Gesicht oder auf den Hals aus. Oft sind sie auch auf beiden Gesichtshälften symmetrisch verteilt und können auch auf den Wangen oder der Stirn auftreten. Typisch für die Mundrose ist auch, dass um die Lippen ein schmales Band frei von der Rötung und den Bläschen bleibt.

Manchmal können die Symptome aber nicht eindeutig von denen anderer Hautkrankheiten, wie zum Beispiel einer Akne oder Rosazea abgegrenzt werden. Dann muss der behandelnde Arzt weitere Untersuchungen anstellen und das Blutbild analysieren oder Hautproben nehmen, um eindeutig feststellen zu können um welche Krankheit es sich handelt und wie sie behandelt werden kann.

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