Gürtelrose (Herpes zoster)

  1. Gürtelrose (Herpes Zoster)

    Definition

    GürtelroseBei der Gürtelrose, die auch als Herpes Zoster bekannt ist, handelt es sich um eine virale Infektion, die sich in sehr schmerzhaften und auffällig roten Ausschlägen manifestiert.

    Obwohl sie überall auf der Hautoberfläche auftreten kann, erscheint sie zumeist in einer an einen Gürtel erinnernden Form auf Höhe der Taille. Dabei kann sie den Torso komplett umziehen oder nur eine Hälfte desselben umspannen.

    Die moderne Schulmedizin ist aber in der Lage, effektiv und schnell gegen diese Infektion vorzugehen, sodass dem Betroffenen einiges an Leid erspart bleibt.

    Steckbrief: Gürtelrose

    • Name(n): Gürtelrose; Herpes Zoster
    • Art der Krankheit: Viruserkrankung
    • Verbreitung: Weltweit
    • Erste Erwähnung der Krankheit: Bereits in der Antike
    • Behandelbar: Ja
    • Art des Auslösers: Viren
    • Wieviele Erkrankte: Bis zu 500.000 p.a. in Deutschland
    • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Hautarzt

  2. Was ist eine Gürtelrose?

    Was ist eine Gürtelrose?

    Die Gürtelrose ist eine Krankheit, von der vorwiegend Menschen im mittleren Alter betroffen sind, aber man kann sie grundsätzlich in jedem Alter bekommen. Auslöser ist das Virus Varicella zoster, das im Kindesalter schon für eine Infektion mit Windpocken verantwortlich ist. Gerade am in der fünften Dekade stecken Menschen besonders häufig mit diesem Virus an und bilden infolgedessen eine Gürtelrose aus.

    Es bleibt nach überstandener Windpockenerkrankung im Körper schlafend in den Nervenbahnen und kann unter bestimmten Bedingungen reaktiviert werden, z. B. durch ein geschwächtes Immunsystem oder Stress. Durch die Reaktivierung kann sich aus demselben Virus eine Gürtelrose entwickeln, im medizinischen Fachjargon auch Herpes zoster genannt. Die Gürtelrose ist also eine Zweitinfektion nach einer Infektion mit Windpocken. Der Ausschlag breitet sich in den Nervenbahnen der betroffenen Körperregion gürtelförmig aus, daher die Bezeichnung Gürtelrose.

    Interessanterweise kann eine Gürtelrose die Windpocken (Varizella) in einer Drittperson auslösen, insofern diese selbige noch nicht zuvor hatte. Das heißt, dass eine Person, die während ihrer Kindheit nicht an dieser Erkrankung litt, in Kontakt mit einem Gürtelrose-Patienten kommt und dadurch eine Übertragung der Erreger stattfindet, die zuvor unbelastete Person mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht ebenso eine Gürtelrose, sondern eben Windpocken ausbildet. Dieser Umstand ist aber nicht nur medizinisch interessant, sondern auch potentiell lebensbedrohlich. Gerade Erwachsene sind durch Varizella wesentlich stärker gefährdet als beispielsweise Kinder. Unfruchtbarkeit ist hierbei noch einer der harmloseren Nebeneffekte.

    Des Weiteren sollte man einführend erwähnen, dass die vorliegende Krankheit dank der modernen Schulmedizin relativ leicht in den Griff zu bekommen ist und man sich als Betroffener nicht allzu große Sorgen darüber machen muss, durch dieses Leiden massiv an Lebensqualität zu verlieren. Nichtsdestoweniger sollte man den teilweise horrenden Schmerz, den diese Erkrankung verursachen kann nicht leichtfertig unterschätzen und sich bei Befall mit den auslösenden Viren (Varizella-Zoster-Virus (VZV)) auf einige harte Wochen oder Monate einstellen.

  3. Ursachen

    Welche Ursachen führen zur Gürtelrose?

    Eine Gürtelrose wird in aller Regel durch das Varizella Zoster Virus verursacht, das gleichzeitig auch für die Entstehung von Windpocken verantwortlich zu machen ist. Da es sich hierbei zusätzlich um sog. „schlafendes Virus“ handelt, läuft jeder Mensch, der im Laufe seines Lebens an den Windpocken litt, Gefahr, ebenso eine Gürtelrose auszubilden. Dieser Umstand ergibt sich aus dem Faktum, dass der eben erwähnte Virus, nachdem die eigentlich durch ihn verursachte Erkrankung, in diesem Falle Windpocken, abgeklungen ist, sich in die Nervenbahnen des Betroffenen zurückzieht und dort über Jahre oder gar Jahrzehnte hinweg in sog. Dormanz verbringt. Ergo, er verbleibt mehr oder weniger „schlafend“ im Organismus und tritt wieder auf, wenn die Umstände für ihn günstig scheinen.

    Nichtsdestoweniger muss das vorliegende Virus nicht bei jedem ausbrechen, der es mit sich trägt. Die Gründe hierfür sind noch nicht zureichend geklärt. Es gilt in der Fachwelt aber allgemein als anerkannte These, dass starke Schwächungen des Immunsystems eine entscheidende Rolle im neuerlichen Ausbrechen dieser Viren spielen. Dies würde überdies den Umstand erklären, wieso primär ältere Menschen von einer Gürtelrose betroffen zu sein scheinen. Das Alter ist in aller Regel einer Hauptverantwortlichen für die Schwächung der Abwehrkräfte und des Immunsystems. Das soll jedoch nicht bedeuten, dass man nicht auch als junger Mensch an einer Gürtelrose erkranken könne – lediglich die Chancen hierfür sind wesentlich geringer, als bei Menschen, die ihr fünfzigstes Lebensjahr bereits erreicht haben.

    Einige Stimmen behaupten zudem, dass eine potentielle Ursache an einem generell eher schlechten Gesundheitszustand liegen könnten, der sich aus ungesunder Ernährung, zu wenig Bewegung und anderen Faktoren wie Alkoholkonsum und / oder Tabakrauchen ergibt. Die genauen Verbindungen gilt es jedoch in den kommenden Jahren noch wissenschaftlich aufzudecken.

    Hierzu eine kurze Übersicht zu etwaigen Ursachen:

    • Infektion mit den korrespondierenden Viren
    • Abwehrschwäche
    • Vorbelastung durch Windpocken
    • Schwächung des Immunsystems
    • Kontakt zu Betroffenen

  4. Symptome & Anzeichen

    Symptome & Anzeichen

    Wird durch ein geschwächtes Immunsystem oder Stress der Virus wieder aktiviert, vermehren sich die in den Nervenzellen verborgenen Viren und dringen über die Nervenbahnen an die Hautoberfläche, wo sich im Gebiet des Nervs die Krankheit zunächst durch ein Jucken, Brennen und stechende Schmerzen bemerkbar macht. Etwa 1 bis 3 Tage später kommt es zu einem Hautausschlag mit fleckigen Rötungen und Bläschenbildung. Die Bläschen enthalten eine ansteckende Flüssigkeit mit dem Virus.

    Im akuten Krankheitsstadium kann es außerdem zu Kopfschmerzen, Fieber und Müdigkeit kommen. Ca. nach 3 bis 5 weiteren Tagen kommt es zu einer Öffnung der Bläschen und einer Krustenbildung, nach ca. 2 bis 3 Wochen fallen die Krusten in der Regel von allein ab. Eine Gürtelrose kann in verschiedenen Regionen des Körpers auftreten, es können auch Organe betroffen sein. Meistens heilt sie von allein wieder ab, ohne dass eine Behandlung erforderlich ist, in manchen Fällen ist aber eine Behandlung notwendig.

    Übersicht

    • Schmerzen, Taubheit, Brennen: Die durch die Herpes-Viren hervorgerufenen Bläschen sind meist nicht nur ein klar wahrzunehmender kosmetischer Makel, sondern darüber hinaus auch recht schmerzhaft. Die genaue Ausprägung des Schmerzes ist dabei aber jeweils sehr fallspezifisch und lässt sich darum nur mit sehr großen Schwierigkeiten allgemein darstellen. Nichtsdestoweniger kann man davon ausgehen, dass entweder brennender Schmerz, Taubheit, reibender Schmerz oder alle diese Varianten gleichzeitig auftreten. Ein Weiteres Proble, stellt in diesem Falle die Kleidung der Betroffenen dar, die sich durchaus als leidverstärkend präsentieren kann, indem die unangenehme Reibungen mit den belasteten Körperstellen verursacht.
    • Empfindlichkeit bei Berührungen: Bereits die kleinste Berührung der von Gürtelrose bedeckten Regionen kann immense Schmerzen auslösen. Darum ist jedem dazu geraten, der an dieser Erkrankung leidet, die Bläschen nicht direkt zu berühren. Dies verringert nicht nur die potentiellen Schmerzen, sondern steigert auch die Hygiene der Hände und hilft somit dabei, etwaige Übertragungen via Schmierinfektion zu verhindern.
    • Bläschen: Wie bereits erwähnt, manifestiert sich Herpes Zoster primär durch die Bildung von kleinen Bläschen und Beulen in der Gegend der Taille. Diese können sich mit Wundflüssigkeiten oder Eiter anfüllen, bisweilen sammelt sich in ihnen auch Blut oder eine Mischung der drei Flüssigkeiten an. Bei flüchtiger Betrachtung erinnern sie an starke Akne, haben aber nichts weiter mit dieser Erkrankung zu tun und sind deshalb nicht als solche wahrzunehmen. Dies kann insbesondere vorkommen, wenn sie die Gürtelrose auf Hals und / oder Gesicht ausdehnt.
    • Jucken: Die gerade erwähnten Bläschen weisen die unangenehme Eigenschaft auf, sehr stark zu jucken. Dennoch sollte man nach Möglichkeit davon absehen, dem Drang nachzugeben und sich zu kratzen. Dies ist nicht nur ein hygienisches Dilemma, sondern behindert auch den Heilungsprozess.
    • Fieber, Kopfschmerz, Müdigkeit: Herpes Zoster drückt sich nicht nur durch Ausschläge und Bläschenbildung aus, sondern kann ebenso andere Symptome bedingen, die man eher von einer Grippe erwarten könnte. Hierzu gehören unter anderem Fieber, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Abgeschlagenheit und bisweilen sogar Lichtempfindlichkeit. Diese Symptome treten jedoch nicht bei jedem auf. Man kann davon ausgehen, dass sie sich häufen, insofern das Immunsystem des Betroffenen besonders stark geschwächt ist.

  5. Diagnose & Krankheitsverlauf

    Diagnose & Krankheitsverlauf

    Generell ist der Verlauf einer Gürtelrose immer abhängig vom Alter, Immunsystem und Gesundheitszustand der Betroffenen. In den meisten Fällen heilt die Krankheit nach 14 Tagen bis 4 Wochen von allein ab, aber bei manchen Betroffenen ist eine antivirale Behandlung notwendig, um eine Ausweitung der Infektion zu verhindern. Wenn es zu starken Schmerzen kommt, kann ein Schmerzmittel verordnet werden.

    Manche Körperbereiche können während der akuten Krankheitsphase druckschmerzempfindlich sein und es sind u. U. besondere Maßnahmen notwendig, um die erkrankte Haut zu beruhigen und Beschwerden zu lindern. Gegen die Hautreizungen können antiseptische Lösungen helfen.

    Gürtelrosen am Körper - Bilder von Körperstellen mit Gürtelrose

    Gürtelrose im Gesicht (ausgeprägt)Im betroffenen Körperbereich, meistens Bauch oder Brust,bildet sich ein gürtelförmig entlang der Nervenbahn verlaufender, einseitiger, örtlich begrenzter Hautausschlag mit Bläschen.

    Betroffene fühlen sich krank, müde und können leichtes Fieber haben.

    Im akuten Stadium kommt es zur Bläschenbildung, es können Schmerzen auftreten und nach dem Aufplatzen der Bläschen verkrusten die offenen Stellen langsam und die Krusten fallen nach 14 Tagen bis 4 Wochen ab.


    Gürtelrose im Gesicht am KopfGürtelrose am Kopf bzw im Gesicht (Zoster ophthalmicus)

    Bei einer Gürtelrose am Kopf, auch Kopfrose genannt, ist immer Vorsicht geboten, weil im Bereich des Kopfes Folgeerkrankungen wie Augenschäden und Gesichtslähmungen auftreten können.Gürtelrose am Kopf

    Eine Gürtelrose am Kopf fängt mit leicht brennenden Schmerzen, Kopfschmerzen und einem Hautjucken an. Im Anschluss kommt es zu Hautrötungen und Bläschen im Gesicht, die nach ca. 14 Tagen abheilen.

    Es können Narben entstehen. Komplikationen, die im Kopfbereich auftreten können, sind eine Trigeminusneuralgie, verzogene Gesichtszüge, hängende Augenlider, Augenprobleme als Folgeerkrankung, Schmerzen im Ohr und Hörprobleme.

    Übersicht der Symptome von Zoster ophthalmicus

    • Virales Prodrom
    • Ausschläge mit Bildung von Papulae (Bläschen, Pusteln)
    • Keratoconiunctivitis sicca (Austrocknung des Auges)
    • Nummulare keratitis (Irreguläre Wundbildung im Auge)
    • Disciforme keratitis (Vernarbung des Auges)

    Mann kann den gerade angeführten potentiellen Symptomen des Zoster ophthalmicus entnehmen, dass es sich hierbei um eine äußerst ernste Angelegenheit handelt, die bisweilen zur völligen Erblindung führen kann. Darum sollte man einen Arztbesuch keinesfalls scheuen.


    Gürtelrose am Bein

    Gürtelrose am Bein (Detailaufnahme)Am Bein tritt eine Gürtelrose meistens im Oberschenkelbereich auf, weil dort die Nerven des Rückenmarks verlaufen. Auch am Bein beginnt die Gürtelrose mit Brennen und Hautausschlägen, die gürtelförmig verlaufen. Die erkrankten Hautstellen sind meistens druckempfindlich und vertragen das Reiben von Stoffen nicht.

    Es empfiehlt sich deshalb weitere Kleidung mit weichen Stoffen, um die Hautpartien nicht unnötig zu reizen. Die Schmerz- und Druckempfindlichkeit kann Schlafstörungen verursachen und muss evtl. medikamentös behandelt werden, um einen erholsamen Schlaf zu ermöglichen.

    Nichtsdestotrotz kommt es relativ häufig zu Verzögerungen des Heilungsprozesses bei Gürtelrose an den Beinen. Insbesondere dann, wenn der Erkrankte zudem übergewichtig ist. Dies kann zur Folge haben, dass die Oberschenkel beim Gehen aneinander reiben und damit die Pustulae immer wieder aufreißen. In diesem Falle bieten sich spezielle Liegekuren oder die Gabe starker Salben an. Geht man auf dieses Problem nicht ausreichend ein, kann dies dazu führen, dass sich eine pseudo-chronische Erkrankung aus dem vorliegenden Leiden entwickelt. Die gilt es nach Möglichkeit zu vermeiden.


    Gürtelrose am Hals

    Gürtelrose am HalsIn den meisten Fällen verläuft eine Gürtelrose am Hals unproblematisch, aber auch am Hals kann sie gefährlich werden, wenn die Schleimhäute und Gesichtsnerven betroffen sind. Dann kann es nämlich zu Nervenlähmungen im Halsbereich und sogar zu Sprachstörungen kommen.

    Menschen über 50 Jahre sind anfälliger für eine Gürtelrose am Hals als jüngere Menschen. Das bedeutet allerdings nicht, dass jüngere Menschen immun gegen diese Krankheit sind. Darüber hinaus entsteht durch eine Herpes Zoster-Erkrankung am Hals stets eine besondere Gefahr.

    Viele Menschen nehmen einen hier entstehenden Ausschlag nicht als Gürtelrose war, sondern halten ihn für eine allergische Reaktion auf Kosmetika, Rasierseife oder ähnliches. Aus diesem Grunde sehen sie meist von einer ärztlichen Untersuchung ab und bemerken zu spät, worum es sich bei dieser Krankheit in Wirklichkeit handelt. Bisweilen kann man eine hier auftretende Gürtelrose, besonders in der Frühphase derselben, auch mit einer normalen Akne verwechseln.

    Es empfiehlt sich also, wenn man dem Verlust der Sprechfähigkeit entgehen will, selbst bei geringfügigen Verdachtsmomenten einen Arzt zu konsultieren. Durch die Varizella verursachten Nervenschäden sind in aller Regel nicht kurierbar. Deshalb ist ein dauerhafter Verlust der Stimme und der Schluckfähigkeit nicht auszuschließen.


    Gürtelrose am Rücken

    Gürtelrose am RückenWenn sich die Viren an den Nervenknoten der Wirbelsäule einnisten, kann es zu einer Gürtelrose am Rücken kommen.

    Meistens beginnt sie an den Lendenwirbeln und es bildet sich auch am Rücken der typische Hautausschlag mit Bläschen. Im Bereich des Rückens ist besonders die Nierengegend empfindlich und es kann zu einer Überreizung der Nerven kommen.

    Im Bereich der Lendenwirbelsäule können starke Schmerzen auftreten, die behandlungsbedürftig sind. Um die Haut zu schonen, empfiehlt sich, dass Betroffene im akuten Stadium eher auf der Seite oder auf dem Bauch schlafen. Ungefähr 60 % der Gürtelroseerkrankungen treten am Rücken auf.

    Dennoch sollte man sich durch diese hohen Zahlen nicht über den Umstand hinweg täuschen lassen, dass Varizella am Rücken immense Schäden verursachen können. Zwar ist die Chance auf Langzeitfolgen statistisch gesehen eher gering, aber nichtsdestotrotz sollte man dahingehend auf der Hut sein.

    Es kann bei besonders schweren Fällen zu Schädigungen des Rückenmarks kommen, die wiederum Lähmungen zu bedingen imstande sind. Diese können sowohl akut als auch chronisch sein. Zugegebenermaßen sind diese extremen Fälle sehr rar, aber spaßen sollte man dennoch nicht. Ein frühzeitiger Arztbesuch kann den Betroffenen im Zweifelsfalle vor einem Leben im Rollstuhl bewahren.


    Gürtelrose am Arm

    Gürtelrose am ArmEine Gürtelrose am Arm tritt meistens nur auf einer Seite auf und fängt mit den üblichen Krankheitssymptomen an. Wie an anderen Körperbereichen kommt es auch hier zum charakteristischen Hautausschlag mit Bläschenbildung. Der Ausschlag juckt stark und der Arm kann mehrere Wochen schmerzen. Ist dies der Fall, sollte der Arm etwas ruhiggestellt werden.

    Darüber hinaus zeigt sich bei Gürtelrose an den Armen dieselbe Problematik wie bei Gürtelrose an den Beinen. Durch die konstante Reibung von Haut auf Haut und die darüber hinaus sehr frequente Benutzung und Belastung des erkrankten Körperteils, die sich zumeist nicht vermeiden lässt, kann es zu Verzögerungen in der Wundheilung kommen. Des Weiteren platzen die Bläschen meist immer wieder auf und entleeren ihren Inhalt in die Kleidung des Betroffenen. Das macht die Kleidung nicht nur zu einer potentiell gefährlichen Ansteckungsgefahr, sondern meist auch völlig unbrauchbar. Blut ist sehr schwer aus Kleidung zu entfernen.

    Es bietet sich daher aus medizinischer sowie auch aus hygienischer Sicht an, möglichst Kleidungsstücke mit sehr weiten oder gar keinen Ärmeln zu tragen und die Bewegungen des Betroffenen Armes auf ein Minimum zu beschränken. Insbesondere sportliche Tätigkeiten wie das Heben von Gewichten usw. sollten für die Dauer der Infektion unterlassen werden, um eine möglichst schnelle und nachhaltige Heilung zu unterstützen.


    Gürtelrose an der Hand bzw am Finger

    Gürtelrose am Finger Gürtelrose an den Händen und den Fingern ist vergleichsweise selten. Im Falle eines Ausbruchs dieser viralen Erkrankung an den genannten Regionen, kommt es zu oftmals sehr großen Schmerzen, die das Niveau anderer Gürtelrosenerkrankungen deutlich überschreiten.

    Darüber hinaus entstehen bisweilen nicht nur sehr schmerzhafte, sondern auch sehr empfindliche Hämatome (blaue Flecken) an den Gelenken der Finger oder am Handgelenk selbst. Diese tragen deutlich zur Einschränkung der ewegungsfähigkeit bei und können die einzelnen Finger für die Dauer ihres Daseins vollkommen nutzlos machen.

    Ansonsten stellen sich die gewöhnlichen Symptome einer Gürtelrose, wie Hautjucken, Gürtelrose an der HandBlasenbildung usw., ein. Damit ist es aber meist leider nicht getan. Die Hände und vornehmlich die Finger eines Menschen sind in ständiger Bewegung und darüber hinaus für beinahe alle Bereiche des täglichen Lebens unabdingbar. Deshalb ist es, ihnen die Ruhe zu gönnen, die sie für eine komplette Ausheilung brauchten. Das zögert nicht nur den Heilungsprozess per se in die Länge, sondern verstärkt auch die ohnehin schon überproportional starken Symptome. Des Weiteren können ebenso Folgeerkrankungen, wie partielle Lähmung der Fingerglieder oder Sehnenscheidenentzündungen auftreten.

    Alles in allem gehört diese Form der Gürtelrose zu den gefährlichsten. Zudem sollte man noch erwähnen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine an dieser Sonderform der Varizella-Erkrankung leidende Person andere Personen mittels einer Schmierinfektion ansteckt, sehr hoch ist. Darum sollte man als Betroffener tunlichst darauf achten, so wenig wie möglich zu berühren und vorallem keinen direkten Körperkontakt zu anderen Personen suchen.

    Im besten Falle ist eine solche Erkrankung nach etwa einem Monat abgeklungen. Bisweilen kann es sich allerdings, wegen den oben genannten Gründe, etwas länger hinziehen.


    Gürtelrose am Auge (Zoster ophtalmicus)

    Gürtelrose am AugeWie bereits erwähnt, ist eine Gürtelrose am oder im Auge von besonderer Gefährlichkeit. Dies ergibt sich daraus, dass es nicht selten zu einer teilweisen oder vollständigen Erblindung des Betroffenen kommen kann. Darum sollte man insbesondere die Ausprägung der Krankheit nicht auf die leichte Schulter nehmen.

    Typische Symptome, die auf eine Infektion mit Herpes Zoster in oder am Auge hinweisen, sind u.a.:

    • Stechender, pulsierender und / oder ziehender Schmerz im betroffenen Auge
    • Schmerzen in den Lidern, der Nase oder der Stirn
    • Fieber, Müdigkeit, Schüttelfrost
    • Ausbildung der Papulae in Augennähe - (Diese können etwaig austretende Wundflüssigkeit oder Blut direkt ins Auge des Betroffenen absondern. Das führt nicht nur zu zusätzlichen Schmerzen, sondern schwächst das ohnehin schon angegriffene Auge noch mehr)
    • Anschwellen der Lider
    • Gerötete und wässrige Augen
    • Lichtempfindlichkeit
    • Eingeschränktes Sehvermögen - (Unscharfes oder verschwommenes Sehen)

    Darüber hinaus kann es bisweilen vorkommen, dass manche Betroffenen keinerlei Papulae oder Bläschen ausbilden und lediglich die gerade erwähnten Symptome direkt am Auge aufweisen. Dieser Umstand ist zwar dahingehend begrüßenswert, dass dem Patienten einiges an Leid erspart wird, ändert aber nichts an dem Umstand, dass es sich nach wie vor um eine sehr ernste Angelegenheit handelt. Zusätzlich dazu kann es ohne die Bildung der für die Gürtelrose typischen Bläschen sehr leicht zu Fehldiagnosen kommen, die wiederum den Heilungsprozess entschleunigen oder die Erkrankung ggf. sogar verschlimmern.

    Es ist daher von äußerster Wichtigkeit, dass man potentielle Herpes Zoster Infektionen in Augennähe nicht auf die leichte Schulter nimmt und sich sofort einem Mediziner zuwendet. Alles andere ist vollkommen verantwortungslos. Zwar verlaufen diese Sonderformen der vorliegenden Erkrankung in den meisten Fällen harmlos, nichtsdestotrotz können sie bei unzureichender Betreuung im Verlust des Augenlichtes enden.


    Gürtelrose am Ohr / Ohrmuschel bzw Gehörgang (Zoster oticus)

    Gürtelrose am Ohr / Ohrmuschel bzw Gehörgang (Zoster oticus)Die Ohren sind nicht nur zum Hören da. In ihnen finden viele wichtige Prozesse statt, ohne die ein Mensch nicht dazu in der Lage wäre, sein Leben wie gewohnt fortzusetzen.

    Hierzu gehört vornehmlich der Gleichgewichtssinn.

    Dieser sitzt im Ohr. Darum ist es nicht weiter verwunderlich, dass Erkrankungen des Innenohres sehr oft mit Schwindel einhergehen. Nämliches ist ebenso der Fall, wenn es um eine Gürtelrose am oder im Ohr geht.

    Insofern dieselbe ausschließlich äußerlich, das heißt an der Ohrmuschel auftritt, ist die eher weniger gefährlich. Ihr größtes Gefahrenpotential entfaltet sie erst dann, wenn sie ebenfalls auf das Innenohr übergeht. Dies ist nicht nur aufgrund der relativen Nähe zum Gehirn schon ein unabsehbares Risiko, sondern auch weil Behandlungen innerhalb des Ohres zumeist sehr kompliziert und tendenziell mit vielen ungewollten Nebeneffekten verbunden sind. Dies liegt unter anderem an dem sehr feinen Aufbau des menschlichen Ohres und dessen Empfindlichkeit.

    Stellen sich also die typischen Bläschen der Gürtelrose am und vorallem im Ohr ein, so sollte man äußerste Vorsicht walten lassen und ohne zu zögern sofort einen Arzt aufsuchen. Früherkennung ist auch hier das A und O.

    Spezifische Symptome für eine Gürtelrose am Ohr sind:

    • Anschwellen der Ohren
    • Ohrensausen
    • Empfindlichkeit gegenüber lauten Geräuschen
    • Blutungen im und am Ohr
    • Teils extremer Schwindel
    • Teilweiser oder vollständiger Hörverlust

    Mittels statistischer Erhebung konnte zudem ermittelt werden, dass tatsächlich 50% aller Betroffenen unter dauerhaftem partiellen oder vollständigen Hörverlust infolge der Krankheit litten. Dies ist nur durch eine frühzeitige Erkennung und Behandlung zu vermeiden. darum sollte man nach Möglichkeit sofort einen Arzt aufsuchen, wenn sich Anzeichen einer solchen Erkrankung zu erkennen geben.


    Gürtelrose im Genitalbereich / Intimbereich (Zoster genitalis)

    Zoster genitalis Gürtelrose im GenitalbereichDiese Art der Gürtelrose ist sehr selten, aber dennoch nicht ausgeschlossen. Es handelt sich hierbei in den meisten Fällen nicht um eine sexuell übertragbare Krankheit, sondern vielmehr lediglich um eine weitere Sonderform des Herpes Zoster, ähnlich den oben genannten auch.

    Das speziell durch Koitus übertragene Äquivalent hierzu wäre „Herpes Genitalis“, das nicht durch Herpes Zoster, sondern durch Herpes Simplex ausgelöst wird.

    Obgleich diese beiden Ausprägungen miteinander verwandt sind, handelt es sich dennoch um grundlegend unterschiedliche Erkrankungen. Dennoch kann es einem schwer fallen, die beiden zu unterscheiden, was insbesondere bei der Diagnosestellung zu Problemen führen und gleichzeitig falsche Behandlungsmethoden nach sich ziehen kann.

    Typische Symptome einer Gürtelrose im Intimbereich sind:

    • Anschwellen von Penis oder Vagina
    • Stechender Schmerz und Hitzebildung
    • Blasenbildung (Wundflüssigkeit kann direkt auf die Geschlechtsorgane austreten)
    • Erektionsstörungen
    • Probleme beim Urinieren und / oder Defäkieren
    • Zusätzliche Entzündungen

    Zwar handelt es sich, wie bereits erwähnt, nicht um eine sexuell übertragbare Krankheit, dennoch ist man gut damit beraten, wenn man während der Zeit der Infektion von dem Vollziehen des Geschlechtsaktes absieht. Dieses wäre aufgrund der Blasenbildung trotzallem hochgradig unhygienisch und könnte darüber hinaus den Heilungsprozess verlangsamen. Diesen sollte man mit etwa einem Monat ansetzen.

    Außerdem ist Betroffenen davon abzuraten aufgrund von Scham einen Arztbesuch zu vermeiden. Bei unzureichender Behandlung kann es bei Männern durchaus zu einer dauerhaften erektilen Dysfunktion kommen.

  6. Häufigkeit & Diagnosedaten

    Häufigkeit & Diagnosedaten

    Die Angaben zur Häufigkeit und zur Verbreitung der Gürtelrosen schwanken stark. Die liegt primär daran, dass viele Fälle auf eigene Faust behandelt werden und den Statistiken deshalb entkommen. Nichtsdestotrotz lassen sich einige Zahlen für die Häufigkeit bereitstellen. So geht man davon aus, dass allein in Deutschland jährlich zwischen 300.000 und 500.000 Menschen an einer Form der Gürtelrose erkranken. Hierbei leiden in etwa 60% aller Betroffenen an einer Gürtelrose im Bereich des Rückens. Die anderen Ausprägungen des Herpes Zoster teilen sich die restlichen 40%, wobei Ausbrüche an den Händen und im Genitalbereich zu den seltensten Phänomenen gehören.

    Darüber hinaus lässt sich den statistischen Daten entnehmen, dass viele der Erkrankten (ca. 90%) mindestens 50 Jahre oder älter sind. Die 40 bis 50-Jährigen sind die am zweithäufigsten erkrankte Gruppe mit etwa 7%. Die restlichen 3% sind jünger als 40 Jahre.

    Zusätzlich gilt es abermals anzuführen, dass Personen, die noch nicht an Windpocken litten, in aller Regel keine Gürtelrose ausbilden werden, sondern besagte Windpocken. Das schränkt die Zahl potentieller Opfer der Krankheit abermals ein.

    Mit der immer stärker ansteigenden Lebenserwartung der Menschen steigt zudem auch die Chance auf eine Herpes Zoster-Erkrankung. Darum zeigen alle Statistiken und Erhebung stetig ansteigende Werte und Tendenzen, was die vorliegende Krankheit betrifft.

    Der Umgang mit den Diagnosedaten ist im Vergleich zu anderen Krankheiten eher nebensächlich. Dies liegt daran, dass eine Diagnose mithilfe klinischer Tests meist ausbleibt, da sie unnötig ist. So reicht in der Regel schon, wie erwähnt, eine sog. Blickdiagnose und ein begleitendes Gespräch zur Erhebung der Anamnese. Nur in unklaren fällen, kann es vorkommen, dass Sekretproben oder Abstriche notwendig sind. Dies gilt insbesondere für die genitale Gürtelrose, da diese leicht mit Genital Herpes zu verwechseln ist. Ansonsten sind Diagnosen auch ohne weiterführende Tests zumeist sehr eindeutig und bedürfen keiner weiteren Untersuchungen.

  7. Komplikationen

    Komplikationen bei der Krankheit

    In seltenen Fällen kann es zu Komplikationen kommen, vor allem bei einem Befall von Gehirnnerven, Auge oder Ohr. Im Auge können sich bei schwereren Verläufen Sehstörungen bis hin zu einer Erblindung entwickeln und durch eine Infektion des Ohres kann eine Lähmung der Gesichtsnerven auftreten. Wenn das Immunsystem sehr geschwächt ist, kann sich eine Gürtelrose auch auf die ganze Haut und innere Organe ausweiten. In diesem Fall kann sie lebensbedrohlich werden.

    In einigen seltenen Fällen kann es zu einer Gehirnhautentzündung (Meningitis) und Gehirnentzündung (Enzephalitis) kommen. Die durch die Infektion bedingte Nervenentzündung kann Schmerzen verursachen, die manchmal in einen chronischen Zustand übergehen können (postzosterische Neuralgie). Das Risiko einer postzosterischen Neuralgie steigt bei einer Gürtelrose im Bereich des Kopfes und mit höherem Lebensalter.

    Potentielle ungewollte Nebeneffekte sind also:

    • Post-Zoster-Neuralgie (PZN) - Hierbei handelt es sich um einen aus einer Gürtelrose hervorgehenden chronischen Schmerz der die Nerven des gesamten Körpers betreffen kann. Dieser kann entweder dauerhaft, schubweise oder bei direkter Berührung auftreten.
    • Erblindung
    • Hörverlust
    • Lähmungen
    • Konzentrationsschwächen
    • Muskelzuckungen
    • Gleichgewichtsstörungen
    • Narbenbildung
    • Änderungen in der Physiognomie
    • Nekrose (Absterben des Gewebes)

  8. Wann zum Arzt?

    Wann sollte man zum Arzt gehen?

    Es ist immer empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen, wenn man eine Gürtelrose, welcher Ausprägung diese auch immer sei, bei sich vermutet. Um Spätfolgen zu entgehen, ist eine frühzeitige Erkennung und eine damit einhergehende rechtzeitige Behandlung oftmals der einzige gute Weg. Darum sei jedem nachdrücklich geraten, selbst bei geringstem Verdacht auf eine etwaige Gürtelrose sofort einen Termin beim zuständigen Mediziner zu vereinbaren und dies nicht aufzuschieben.

    Besonders frappante Gründe einen Arzt aufzusuchen sind hierbei:

    • Der ausgelöste Schmerz und der typische Ausschlag stellen sich in der Nähe des Auges ein. Hieraus kann eine potentielle Erblindung erfolgen.
    • Wenn man 70 Jahre oder älter ist, sollte man im Rahmen der Routineuntersuchung auch gesondert auf Gürtelrosen achten.
    • Das Immunsystem ist aufgrund anderer Krankheiten, Gebrechen oder Leiden bereits geschwächt.
    • Ein atypischer Ausschlag, der über die Maßen schmerzvoll ist.

  9. Behandlung & Therapie

    Behandlung & Therapie

    Gürtelrose - Symptome und BehandlungUm mögliche Komplikationen zu vermeiden, sollte die Gürtelrose möglichst früh behandelt werden. Wird diese bei Menschen über 50 Jahren mit Gürtelrose im Kopf- und Halsbereich versäumt, können monatelang anhaltende Schmerzen drohen.

    Die Haupttherapiemaßnahmen im akuten Krankheitsstadium einer Gürtelrose bestehen aus 2 Behandlungssäulen:

    • antivirale Therapie durch Medikamente
    • Schmerzbehandlung

    Die Hautsymptome können durch Auftragen von antiseptischen und austrocknenden Medikamenten gelindert werden, damit Betroffene nicht an den juckenden Stellen kratzen und dadurch weitere Infektionen verursachen. Weitere Medikamente in Form von Infusionen in die Vene oder Tablettenform hindern das Virus daran, sich weiter auszubreiten. Diese Virustatika enthalten die Wirkstoffe Aciclovir, Famciclovir, Valaciclovir oder Brivudin und sorgen dafür, dass die Bläschen schneller abheilen. Dadurch wird das Risiko einer postzosterischen Neuralgie reduziert.

    Die medikamentöse Therapie sollte 1 bis 2 Tage, nachdem sich die ersten Symptome gezeigt haben, einsetzen. Bei Patienten unter 50 Jahren, die nur leichte Symptome haben und bei denen der Kopf- und Halsbereich nicht beteiligt ist, muss nicht immer eine antivirale Therapie durchgeführt werden. Bei Patienten über 50 Jahren mit Beteiligung des Kopfbereiches sollte eine antivirale Therapie über die Vene erfolgen, weil auf diese Weise Schmerzen schneller abklingen und besser Komplikationen verhindert werden können.

  10. Vorbeugung & Prävention

    Vorbeugung - Impfung & Prävention

    Zur Vorbeugung stehen einem glücklicherweise zwei Impfstoffe bereit. Diese können im Zweifelsfalle bereits im Vorfeld verhindern, dass es überhaupt zu einem Ausbruch der Krankheit kommt.

    Impfung gegen Windpocken
    Hierbei handelt es sich um den sog. Varizellen-Impfstoff (auch als Varivax bekannt). Dieser wird den meisten Kindern im Rahmen der üblichen Untersuchungen und Impfungen gespritzt, um sie gegen die Windpocken zu immunisieren und zu schützen.

    Darüber hinaus ist der vorliegende Impfstoff auch für Erwachsene geeignet, die noch nicht an den Windpocken litten. Man sollte jedoch im Hinterkopfe behalten, dass eine solche Impfung keinen 100%igen Schutz gegen Windpocken oder Herpes Zoster bietet, sondern „lediglich“ die Chance einer Infektion senkt. Dies aber drastisch. Des Weiteren führt eine solche Impfung dazu, dass selbst im Falle eines Krankheitsausbruchs, der zu erwartende Verlauf nur sehr schwach ausgeprägt sein wird. Zumindest im direkten Vergleich mit ungeimpften Personen.

    Impfung gegen Gürtelrose
    Um eine Gürtelrose zu vermeiden, steht zusätzlich noch ein Impfstoff für diesen speziellen Zweck zur Verfügung. Es handelt sich hierbei um einen Varizellen-Zoster-Stoff (auch als Zostavax) bekannt. Ähnlich dem oben genannten Varivax-Impfstoffes, kann auch dieser keine 100%ige Immunität gegen die vorliegende Krankheit gewährleisten. Nichtsdestotrotz mindert er die Symptome im Falle einer Erkrankung und senkt das allgemeine Risiko, dass es überhaupt so weit kommt drastisch ab.

    Empfohlen ist dieser Wirkstoff besonders für Personen jenseits der 60. Dabei ist es irrelevant, ob sie bereits zuvor an Gürtelrose oder Windpocken litten. Personen die jünger sind als 60 sollten eine Impfung mit diesem Stoff jedoch meiden.

    Zu den Nebenwirkungen gehören direkt nach der Impfung ein windpockenartiger Ausschlag sowie leichtes Jucken und ziehen in der Nähe der Einstichstelle. Man sollte nicht vergesse, dass es sich hierbei lediglich um eine präventive Maßnahme handelt und nicht um eine Möglichkeit zur Behandlung bereits erkrankter Personen.

  11. Prognose zur Heilung

    Prognose zur Heilung

    Die Prognose zur Heilung ist in der Regel sehr gut. Es kommt nur in den wenigstens Fällen zu tatsächlichen gravierenden Nebeneffekten, die die Lebensqualität des Betroffenen merklich einschränken würden. Dabei muss allerdings vorausgesetzt werden, dass überhaupt eine medizinische Behandlung erfolgt.

    Die Heilungschancen sinken stark ab, wenn man davon absieht einen Arzt zu konsultieren. Nichtsdestoweniger kann die Krankheit auch von alleine problemlos abheilen. Dennoch ist dies eher selten der Fall.

    Besonders schwere Fälle führen oftmals zu Narbenbildung. Ein Nebeneffekt, der sich auch trotz einer Behandlung durch einen Mediziner nicht immer vermeiden lässt. Was sich aber glücklicherweise vermeiden lassen kann, sind Erblindung, Hörverlust und Störungen des Gleichgewichtes. Ein Grund mehr, einen Arzt zu konsultieren.

    Abschließend lässt sich also sagen, dass die Chancen auf eine vollständige Heilung sehr günstig sind und man sich im Vorfeld der Behandlung keine allzu großen Sorgen machen muss.

  12. Alternativmedizin

    Alternative Medizin & Hausmittel

    Welche Hausmittel können helfen?

    Die Gürtelrose ist den Menschen schon seit der Antike bekannt, darum hatten sie viel Zeit, Hausmittel dagegen zu entwickeln und zu erproben. Nichts zuletzt deswegen steht uns heute eine große Palette wirksamer Hausmittel zur Verfügung, derer man sich im Bedarfsfall ohne große Bedenken bedienen kann.

    Insbesondere Salben aus Kräutern oder Behandlungen mit ätherischen Ölen sind ein oft angewandtes und probates Mittel gegen dieses Hautleiden. Aber auch Waschungen mit speziellen Stoffen haben sich als gut und wirkungsvoll bewährt.


    Alternative Behandlungsmethoden

    Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

    Auch an alternativen Heilmethoden mangelt es einem die Gürtelrose betreffend nicht. So bieten sowohl die traditionelle chinesische Medizin (TCM), das aus Indien stammende Ayurveda, die europäische Heilpraktik sowie diverse Kuren einen wertvollen Beitrag zur Heilung des vorliegenden Leidens an.

    Dennoch sollte man sich nicht sofort in eine alternative Behandlung stürzen, ohne zuvor einen Mediziner zu konsultieren. Dies liegt daran, dass auf diese Art und Weise etwaige unnütze Doppelbehandlungen auszuschließen sind und man im Vorfeld sicher gegen potentielle allergische Reaktion usw. ist. Gibt der behandelnde Arzt jedoch grünes Licht, so kann man unbeschwert die alternativen Heilmethoden in Anspruch nehmen.


    Behandlungen

    Die alternativen Behandlungen, die bei einer Gürtelrose helfen können, ergeben sich aus den oben genannten bereits. Hier dazu nochmals eine kurze Übersicht:

    • Traditionelle chinesische Medizin (Akupunktur uvm.)
    • Reflexzonenmassage
    • Ayurvedische Ölmassagen
    • Waschungen mit Aufgüssen oder Absuden von Heilkräutern
    • Aromatherapie
    • Liegekuren, Schwämmkuren, Wasserkuren
    • Schlammbehandlungen

    Heilkräuter & Heilpflanzen

    • Beinwell
    • Gartenrose
    • Hauswurz
    • Himbeere
    • Kamille
    • Lavendel
    • Quendel
    • Salbei
    • Schafgarbe
    • Teufelskralle
    • Thymian
    • Wasserdost
    • Weinrebe

    Die oben genannten Heilkräuter sind in getrockneter oder frischer Form zu beziehen und anschließend entweder als Aufguss oder Tee zu sich zu nehmen. Darüber hinaus kann man sie auch in einem Mörser zu einem Pulver zerstoßen und sie in Form von Pillen drücken. Zumeist jedoch hat der zuständige Heilpraktiker bereits vorbereitete Präparate zur Verfügung, die von selbigem zu erwerben sind.

    Dabei lassen sich auch gleichzeitig die Dosierung und die Art der Anwednung erörtern. Zusätzlich hierzu kann man aus einigen der angeführten Heilpflanzen auch noch Mittel gewinnen, die sich zu einer Art Lotion weiterverarbeiten lassen und somit als Mittel zur Waschung der Gürtelrose anzuwenden sind. Auch hier steht der zuständige Heilpraktiker beratend zur Seite.


    Ätherische Öle

    Folgende Ätherische Öle können angewendet werden:

    • Lavendel
    • Melisse

    Diese ätherischen Öle sind ähnlich anzuwenden, wie die bereits erwähnten Heilkräuter. Des Weiteren kann man sie natürlich auch im Rahmen einer Aromatherapie verwenden. Hierzu sind besagte ätherische Öle in eine Duftlampe zu geben und verdampfen zu lassen. Die Dosierung ist dabei vom persönlichen Geschmack abhängig, sollte jedoch nicht übertrieben sein.

    Bei der äußeren Anwendung von ätherischen Ölen sollte man stets den Faktor Allergie im Hinterkopfe behalten und dahingehend vorsichtig sein.


    Homöopathie

    • Mezereum
    • Rhus toxicodendron
    • Ranunculus bulbosus
    • Arsenicum album
    • Nux vomica
    • Belladonna

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


    Schüssler-Salze

    Die genauen Daten zur Dosierung und zur Art der Anwendung sind der Packungsbeilage zu entnehmen oder mit dem zuständigen Heilpraktiker abzuklären.


    Diät & Ernährung

    Es gibt keine Diäten, die speziell für oder gegen eine Gürtelrose oder Herpes Zoster entwickelt wurden. Nichtsdestoweniger gilt hierbei, wie bei allen anderen Krankheiten ebenso, dass eine grundsätzlich gesunde und ausgewogene Ernährung förderlich für den Organismus ist.

    Eine Stärkung des Immunsystems und der allgemeinen Abwehrkräfte sind hierbei zu begrüßende Nebeneffekte. Dennoch ist jeder gut damit beraten, die Aufnahme von raffiniertem Zucker deutlich zurückzufahren. Hierdurch erhöht nicht nur die allgemeine Gesundheit, sondern auch die der Haut im Speziellen.


    Alternative Behandlungen

    Für einen genauen Überblick über alternative Behandlungen bietet es sich an, die oben schon angeführten abermals unter die Lupe zu nehmen.

  13. Fragen & Antworten FAQ

    FAQ - Fragen & Antworten

    Ist eine Gürtelrose ansteckend?

    Eine Gürtelrose wird zwar durch dieselben Viren wie eine Windpockeninfektion verursacht, aber sie wird im Gegensatz zu Windpocken nicht durch Tröpcheninfektion übertragen, sondern durch schlummernde Viren im Körper reaktiviert und ist nur dann ansteckend, wenn sich jemand, der noch keine Windpocken hatte, mit der Flüssigkeit in den Bläschen infiziert (Schmierinfektion). Diese Menschen können sich aber nicht direkt mit Gürtelrose anstecken, sondern nur mit Windpocken.

    Wer schon einmal Windpocken hatte, braucht keine Ansteckung durch eine Gürtelrose zu befürchten. Schwangere Frauen, die noch keine Windpocken hatten, sollten den Kontakt mit Menschen mit einer Gürtelrose lieber vermeiden, bis die Bläschen abgeheilt sind, weil enger Kontakt mit Menschen mit Gürtelrose bei ihnen eine Windpockeninfektion auslösen kann, die beim ungeborenen Kind Komplikationen auslösen kann. In den meisten Fällen wird eine Gürtelrose aber durch eine Sekundärinfektion von innen ausgelöst.

    Wie lange dauert eine Gürtelrose?

    Im Durchschnitt dauert eine Gürtelrose ca. 14 Tage, aber der Verlauf kann bei verschiedenen Menschen je nach Alter und Gesundheitszustand variieren. In den ersten 3 Tagen kommt es im Körperbereich der Nervenbahnen, in denen das Virus ruhte, zu Hautrötungen und Schmerzen. In den darauffolgenden 3 bis 5 Tagen bilden sich die typischen juckenden Bläschen. Nach 5 bis 7 Tagen beginnen die Bläschen aufzuplatzen und entstehen offene Wunden, die langsam verkrusten.

    Je nachdem, wie umfangreich der Ausschlag ist, kann die Verkrustung ca. 2 Wochen lang dauern. Nach ca. 2 bis 4 Wochen ist die Gürtelrose in der Regel ausgeheilt, wobei es auf den Gesundheitszustand der betroffenen Menschen ankommt und evtl. länger dauern kann. Nach dieser Zeit fällt der Schorf meistens ab oder die Bläschen bilden sich von allein zurück.

    Kann eine Gürtelrose tödlich sein?

    In den meisten Fällen verläuft die Gürtelrose harmlos und ist nicht gefährlich. Bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann sie aber aggressiver verlaufen. Risikofaktoren sind auch Lungenentzündungen, Rippenfell- und Leberentzündungen. Nistet sich der Herpes-Zoster-Virus in den Nervenbahnen ein, kann es im betroffenen Körperbereich zu chronischen Schmerzen kommen, die manchmal erst Jahre später auftreten, eine postzosterische Neuralgie.

    Wenn es zu Komplikationen im Gehirn, Rückenmark und zentralen Nervensystem kommt, kann eine Gürtelrose auch tödliche Folgen haben. Auch bei Menschen mit einer Immunschwäche wie z. B. Leukämiekranken kann die Gürtelrose tödlich verlaufen, wenn sie sich von der Haut auf die inneren Organe ausweitet.

  14. Bilder zur Krankheit

    Bilder

Videos zur Gürtelrose

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Einen Kommentar

  1. 1

    Peter P.

    Hallo zusammen,

    gestern morgen wurde bei mir Gürtelrose diagnostiziert. Das erste Ziehen und Stechen begann an Brust und Rücken am Sonntag, Montag abend bemerkte ich den ersten Ausschlag an der Wirbelsäule. Gestern kam unterhalb dieses Ausschlags eine ähnliche Stelle (ca. 2cm in Höhe und Breite) dazu.

    Nach inzwischen 24-stündiger Einnahme wurden die Schmerzen in der letzten Nacht an der Stelle des Ausschlags allerdings derart heftig, dass ich ohne Einnahme von Ibuprofen nicht mehr auskam.

    In vielen Beiträgen las ich, dass man bereits nach wenigen Stunden Einnahme von Aciclovir schmerzfrei sei.

    Ich hab jetzt Bedenken, dass sich aufgrund der unverändert vorhandenen Schmerzen Komplikationen (Post-Zoster-Neuralgie) ergeben könnte.

    Sind die auch nach 24h Einnahme kaum veränderten Symptome ein Hinweis darauf?

    Ich bin 38 Jahre alt.

    Vielen Dank im Voraus.

    Gruß Peter

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