Plötzlicher Kindstod

Steckbrief: Plötzlicher Kindstod

  • Name(n): Plötzlicher Kindstod; Krippentod; SIDS (Sudden infant death syndrome)
  • Art der Krankheit: Plötzlich eintretender Tod
  • Verbreitung: Weltweit; vor allem in Entwicklungsländern
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1969 in einer Studie in Seattle
  • Behandelbar: Nein
  • Art des Auslösers: Ersticken; Herzversagen; Infektion
  • Wieviele Erkrankte: Jährlich in etwa 300 tote Babys
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Kinderarzt; Pathologe; Gerichtsmediziner
  • ICD-10 Code(s): R95.-

Ein unvorhersehbares Phänomen

Für die Wissenschaft war der plötzliche Kindstod jahrelang ein unergründliches Phänomen, bei dem jährlich tausende von Säuglingen starben. Inzwischen sind allerdings die Risikofaktoren bekannt, wodurch Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden können. Somit ist es möglich, das Ausmaß dieses schrecklichen Ereignisses eindämmen zu können.

Doch auch heute ist der plötzliche Kindstod trotz Vorsichtsmaßnahmen die am häufigsten eintretende Todesart für Kinder unter einem Jahr. Jährlich fallen in etwa 300 Kinder dem plötzlichen Kindstod zum Opfer. Mit unserem Ratgebertext behandeln wir alles Wissenswerte zur Thematik, damit im Endeffekt keine Fragen mehr offen bleiben.

Definition des plötzlichen Kindstodes?

Bei einem plötzlichen Kindstod handelt es sich um das nicht erklärliche sowie unerwartete Versterben eines Säuglings. Dieses Phänomen tritt zumeist während der Schlafenszeit ein. Weiterhin gibt die anschließende Autopsie keinerlei Aufschluss über die Todesursache.

Der eintretende Tod des Kindes wird von den Eltern in den meisten Fällen erst nach einiger Zeit bemerkt, da sich der plötzliche Kindstod laut- sowie regungslos abspielt und das Kind als ursprünglich schlafend anerkannt wird.

Wissenswert: Der plötzliche Kindstod tritt in den meisten Fällen im ersten Lebensjahr auf, kann jedoch auch im zweiten Lebensjahr eine entscheidende Rolle spielen.

Um einen plötzlichen Kindstod vollends feststellen zu können, müssen jegliche Faktoren geklärt werden. Vorerkrankungen, Erstickungen, Unterkühlungen, Schütteltraumata, Stoffwechselerkrankungen, Infektionen und Co. müssen gänzlich untersucht werden. Erst wenn alle erdenklichen Faktoren, wie beispielsweise auch das Umfeld untersucht wurden, kann von einem Krippentod ausgegangen werden.

Was ist der plötzliche Kindstod?

Der plötzliche Kindstod wird keinesfalls als Krankheit gehandelt. Vielmehr kann man ihn als Art Diagnose bezeichnen, welche gestellt wird, wenn ein Kind ohne jegliche Anzeichen verstirbt und auch hinterher keine Todesursache nachweisbar ist. Auch familiäre Vorbelastungen sowie die Autopsie bleiben bei den Nachuntersuchungen nicht aus. Geben diese Faktoren keinen Aufschluss, so handelt es sich erst um den plötzlichen Kindstod.

Der plötzliche Kindstod ist die häufigste Todesursache bei Kindern unter einem Jahr. Jährlich unterliegen ihm in etwa 300 Babys in Deutschland. Durch Kampagnen sowie Aufklärung sind die Zahlen zwar deutlich gesunken, jedoch bleibt es ein gegenwärtiges Thema. Mit entsprechenden Vorsorge-Maßnahmen kann das Risiko des plötzlichen Kindstodes um etwa zwei Drittel gesenkt werden. Was bereits ein deutlicher Fortschritt ist, die Ursache jedoch noch nicht genau herausfiltert.

Die kinderpathologische Forschung sowie die Präventivmedizin in der Medizin tun sich mit dem plötzlichen Kindstod recht schwer, da 2014 das Sterberisiko von jungen Säuglingen bei 0,17 Prozent lag. Bei ca. 714.000 Kindern starben in etwa 100 Säuglinge an dem plötzlichen Kindstod. Zwar ist er somit lediglich noch die dritthäufigste Todesart in Deutschland, jedoch macht es die ganze Sache schwieriger, da man nicht genau weiß, wo man noch ansetzen kann, um das Risiko Richtung null lenken zu können.


Welche Ursachen gibt es?

Noch heute wirft der plötzliche Kindstod mehr Fragen auf, als es Antworten gibt. Klare Ursachen sind bisher nicht erkannt, da eine anschließende Untersuchung keinerlei Anzeichen darüber gibt, woran das Kind plötzlich verstorben ist. Jedoch wird angenommen, dass eine Ursache eine Abweichung im Körper des Kindes (vermutlich sogar im Gehirn) darstellen kann. Durch dieses Phänomen wäre es möglich, dass die Atmung des Säuglings aussetzt oder auch die Regulierung des Blutdruckes stoppt.

Wissenswert: Weiterhin kann für diese Punkte eine Entwicklungsstörung verantwortlich sein. Somit sind Atmung oder auch die Regulierung des Blutdruckes noch nicht auf jenem Level, welches benötigt wird.

Die beiden genannten Probleme der Abweichung und der Entwicklungsstörung könnten bei einigen Situationen, beispielsweise wenn das Kind auf dem Bauch schläft, lebensgefährlich werden, sodass es zum plötzlichen eintreten des Todes kommt. Kohlendioxid sowie Zigarettenrauch stellen zudem eine Gefahr da, genauso wie jener Aspekt, wenn der Blutdruck im Schlaf absinkt.


Symptome & Anzeichen

Symptome sowie Anzeichen, welche auf einen plötzlichen Kindstods hinweisen, gibt es nicht. Er tritt ganz unwillkürlich und ohne Vorhersage ein, sodass man ihn in seinem Risiko lediglich mit einigen Tipps und Tricks verringern kann. Weiterhin gibt es im Anschluss keinerlei Anzeichen, die auf den Krippentod hinauslaufen. Erst wenn überhaupt keine Todesursachen herausgefiltert werden können, dann handelt es sich um den plötzlichen Kindestod.

Für die hinterbliebenen Eltern und Verwandten können jedoch einige Symptome für psychoziale Defekte auftreten. Regelmäßige Schweißausbrüche und Alpträume sind nur ein Teil davon. Jedoch weisen diese Anzeichen bereits darauf hin, dass man mit der Situation nicht klar kommt und mit einem Spezialisten daran arbeiten sollte.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Eine eindeutige Diagnose des plötzlichen Kindstodes kann erst dann gestellt werden, wenn alle möglichen Todesursachen ausgeschlossen werden konnten. Hierfür treten meist mehrere Sachverständige wie Kinderärzte, Pathologen sowie auch in einigen Fällen Gerichtsmediziner in das Spiel, um genaue Ursachen ausschließen zu können. Gerichtsmediziner kommen aus dem Grund zum Einsatz, da Verbrechen nicht von vornherein ausgeschlossen werden können.

Kurz und knapp: Verstorbene Säuglinge müssen auf alle erdenklichen Todesursachen untersucht werden, bevor eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann! Sobald alle Fakten sowie die Vorgeschichte des Kindes durchleuchtet wurden, liegt der plötzliche Kindstod vor, sofern keine anderen Aspekte gefunden werden konnten!

Einen Krankheitsverlauf hingegen gibt es nicht. Es kann zwar nach etlichen Untersuchungen eine eindeutige Diagnose gestellt werden, jedoch ist der Tod etwas endgültiges, der keinen Platz für einen weiteren Verlauf lässt. Weiterhin handelt es sich um keine Krankheit, sondern um einen plötzlich eintretenden Grund, welcher keine klare Ursache aufwirft.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Männliche Babys sind mit einem Prozentsatz von 60 Prozent deutlich häufiger betroffen als ihre weiblichen Mitstreiterinnen. Weiterhin ereignen sich zwei Drittel der gesamten Anzahl des Krippentodes in den Wintermonaten. Weltweit gilt der plötzliche Kindstod als häufigste Todesursache für Säuglinge unter einem Jahr, in Deutschland hingegen ist sie inzwischen die dritthäufigste Todesursache, da ausreichend Aufklärung für einen deutlichen Rückgang der betroffenen Kinder gesorgt hat.

  • Weltweit häufigste Todesursache für Säuglinge unter einem Jahr
  • In Deutschland die dritthäufigste Todesursache für Säuglinge
  • Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen
  • Zwei Drittel spielen sich in den kalten Wintermonaten ab

Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen bei der Krankheit liegen nicht direkt vor, da es sich um keine Krankheit handelt. Es handelt sich um einen plötzlich eintretenden Tod, welcher keine klare Ursache aufwirft. Durch dieses unvorhersehbare Ableben treten jedoch Komplikationen bei den Elternteilen auf, welche zu ernsten Problemen werden können.

Traumas sowie Depressionen sind keine Seltenheit. Der Tod des eigenen Kindes muss verarbeitet werden und gilt oftmals als langwidriger Prozess über mehrere Jahre. Findet keine Behandlung statt, so kann das gesamte Leben auf Dauer stark belastet werden. Es ist also zwingend eine Therapie notwendig.

Achtung: Bei unzureichender Behandlung kann es bei ohnehin bereits labilen Hinterbliebenen zum Suizid kommen!


Wann sollte man zum Arzt gehen?

An sich sollten regelmäßige Vorsorgemaßnahmen vollzogen werden, sowie eine Vorsorgeuntersuchung, welche eventuelle Komplikationen aufzeigen kann. Jedoch gibt es keinerlei Anzeichen, die darauf hinweisen, dass es zu dem Krippentod kommen kann. Aus diesem Grund gibt es keinen Zeitraum, der besagt, dass man jetzt besser zum Arzt gehen sollte.

Sobald der plötzliche Kindstod eingetreten ist, treten sämtliche Ärzte wie Pathologen, Kinderärzte und in einigen Fällen auch Gerichtsmediziner in das Geschehen ein, um das verstorbene Kind auf Herz und Nieren untersuchen zu können. Kann keine Todesursache gefunden werden, so liegt der plötzliche Kindstod vor.


Behandlungsmethoden & Therapie

Jegliche Behandlungen für das verstorbene Kind sind sinnfällig. Wichtiger jedoch ist die Therapie für die Eltern, welches ihr Neugeborenes verloren haben. Psychosoziale Folgen sind keine Seltenheit, bringen jedoch gravierende Folgen mit sich.

Natürlich ist die Trauer enorm, aber auch Schuldfragen können die Hinterbliebenen zerfressen. Es kann oftmals nicht akzeptiert werden, dass es keine Ursache dafür gibt. Auch jener Aspekt, dass man nichts für diese fatale Folge kann, bleibt in vielen Fällen unbegreiflich.

Wichtig ist es, über die Situation sowie das Passierte zu reden. Hierbei reicht oftmals nicht das Gespräch mit dem Partner, sondern geschulte Psychologen müssen in das Geschehen eingreifen. Ebenfalls gibt es spezialle Initiativen wie beispielsweise die „Gemeinsame Elterninitiative Plötzlicher Säuglingstod e.V. Deutschland (kurz GEPS), welche einem ausreichend Halt bieten können, um gemeinsame gegen die Trauer anzukämpfen.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Mit ausreichend Vorsorge ist es möglich, das Risiko des plötzlichen Kindstodes sehr gering zu halten. Einige Dinge können eine optimale Vorsorge darstellen, um das Kind umfassend schützen zu können. Um welche Aspekte es sich dabei handelt, zeigen wir in diesem Abschnitt unseres Ratgebertextes.

Das Baby unbedingt in eine bequeme Rückenlage legen!

Bei der Rückenlage handelt es sich um die wichtigste sowie erste Vorsorgemaßnahme, die das Risiko des plötzlichen Kindstodes deutlich einschränkt. Alternativ ist auch eine Seitenlange geeignet, bei der der untere Arm ausgestreckt ist, damit der Säugling nicht aus das Gesicht rollen kann, ist deutlich vorteilhafter und sicherer als die Bauchlage. Diese gilt es also unbedingt zu vermeiden!

Wissenswert: Forscher haben herausgefunden, dass das Risiko des plötzlichen Kindstodes verdoppelt wird, sobald eine Bauchlage angestrebt wird.

Weiterhin ist es wichtig, das Baby mit den Füßen soweit an das Bettende zu legen, wie möglich. Somit kann vermieden werden, dass es in das Bettzeug rutscht und darin erstickt. Werden Babyschlafsäcke gekauft, so sollte diese nicht zu groß gewählt werden. Andererseits dürfen sie jedoch auch nicht einschnüren.

Tipp: Arzt, Hebamme sowie weitere Fachmänner stehen für die Beratung der richtigen Nachtwäsche stets zur Verfügung! Weiterhin sollte man keine Schlafsäcke kaufen, die mitwachsen!

Rauchen sowie Drogenkonsum während der Schwangerschaft ist untersagt!

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass nicht nur der Konsum während der Schwangerschaft das Risiko hebt, sondern jeder weitere Raucher im Haushalt eine wahre Bedrohung darstellt. Zudem kommt der Zeitraum, in dem das Kind dem Rauch ausgesetzt wird.

Wichtig: Das Kind sollte in einer raucherfreien Zone platziert werden!

Festes, flaches Bettzeug nutzen & Kuscheltiere vermeiden

Weiche Schlafmöglichkeiten erscheinen ist erster Linie sinnvoll und bequem für das Kind, jedoch werden sie in einigen Studien mit dem erhöhten Risiko des SIDS gleichgesetzt. Aus diesem Grund sollte man alternativ eine flache sowie feste Matratze für sein Kind nutzen. Daunenfell, Schafsfell sowie Kissen unter dem Säugling sollten weggelassen werden.

Tipp: Ein Schlafsack, welcher dem Kind nicht über den Kopf rutschen kann, stellt eine gute Alternative dar.

Kuschelige Spielsachen sowie Stofftiere sollten nicht zu dem Kind gepackt werden. Weiterhin gelten Sitzsäcke und weitere weiche Unterlagen nicht als idealer Untergrund für einen Säugling.

Die Überhitzung des Säuglings vermeiden

Zu warmes Bettzeug oder eine zu hohe Zimmertemperatur können ebenfalls Auslöser für den plötzlichen Kindstod sein. Die Temperatur im Zimmer sollte stets 18 Grad Celsius betragen.

Es können folgende Anzeichen genutzt werden, die darauf hinweisen, dass dem Kind zu heiß ist:

Tipp: Der Bauch sowie der Nacken des Kindes können durch Ertasten aufzeigen, ob dem Kind kalt oder warm ist.

Das Kind stillen, sofern es möglich ist

Etliche Studien haben bewiesen, dass das Risiko des plötzlichen Kindstodes deutlich geringer ist, wenn das Kind gestillt wird. Natürlich ist es nicht jeder Mutter möglich, das Kind zu stillen. Sofern es jedoch die Option gibt, sollte sie dankend genutzt werden.

Tipp: 3 Monate stillen ist beispielsweise ein guter Zeitraum. Natürlich kann er bei Bedarf auch ausgedehnt werden.

Vorsorge-Untersuchungen

Vorsorge-Untersuchungen beinhalten Impfungen, welche nachweislich das Risiko des plötzlichen Kindstodes senken. Somit sollten bereits Säuglinge alle für dieses Alter relevanten Impfungen erhalten. Weiterhin ist es ratsam, einen ärztlichen Rat einzuholen, sobald es dem Säugling nicht so gut geht. Regelmäßige Vorsorge-Untersuchungen können ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei Säuglingen darstellen.

Einen Schnuller verwenden

Einige Studien besagen, dass Säuglinge, welche mit einem Schnuller im Mund einschlafen, ein deutlich geringeres Risiko des Kindstodes aufweisen. Das renommierte „British Medical Journal“ besagt sogar, dass das Risiko dadurch um 90 Prozent sinkt. Das liegt daran, dass die Schnuller die Luftzufuhr des Kindes freihalten sollen.

Der recht große Griff des Schnullers sorgt weiterhin dafür, dass sich die Kinder nicht mit dem Gesicht nach unten drehen können, wodurch eine enorme Erstickungsgefahr entstehen würde. Ebenfalls gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass die Schnuller dafür sorgen sollen, dass die Entwicklung der Bahnen im Hirnstamm deutlich verbessert wird.

  • Kind zum Schlafen stets in der Rückenlage positionieren!
  • Keine Zigaretten sowie Drogen während der Schwangerschaft!
  • Dem Kind eine rauchfreie Zone einrichten!
  • Festes sowie flaches Bettzeug nutzen!
  • Kuscheltiere nicht in der Krippe platzieren!
  • Überhitzung des Säuglings vermeiden!
  • Bei Möglichkeit mindestens 3 Monate stillen!
  • Vorsorge-Untersuchungen!
  • Alle wichtigen Impfungen durchführen lassen!
  • Dem Kind einen Schnuller zum Einschlafen geben!

Prognose zur Heilung

Da es sich um einen plötzlichen Kindstod handelt, ist eine Heilung folglich nicht möglich. Dementsprechend kann keine Prognose zur Heilung des Kindes gestellt werden.

Spricht man jedoch über die möglichen psychosozialen Folgen der Hinterbliebenen, so ist in vielen Fällen eine gute Heilungschance geboten. Mit ausreichend Gesprächen und Aufarbeitungen kann eine solide Basis zurückgeholt werden, die es den Eltern und weiteren Verwandten ermöglicht, deutlich besser weiterleben zu können.


Die Risikowahrscheinlichkeit

Bei welchen Babys liegt das Risiko am höchsten?

Das Risiko eines frühzeitigen Kindstodes kann in vielerlei Hinsicht erhöht werden. Hierzu gehören beispielsweise schon allein Säuglinge, welche auf dem Bauch schlafen. Aber auch Kinder, welche zu früh geboren wurden, weisen ein deutlich höheres Risiko auf. Weiterhin zählen Kinder dazu, welche ein zu niedriges Geburtsgewicht aufzeigen (weniger als 2.500 Gramm).

Wissenswert: Männliche Säuglinge weisen ein deutlich höheres Risiko als weibliche Säuglinge auf. Der Wert liegt bei ungefähr 60 Prozent. Aber auch Zwillinge und Mehrlinge weisen einen höheren Wert auf als Einzelgeburten.

Eltern, die rauchen oder auch eine Mutter, welche während der Schwangerschaft geraucht oder gar Drogen genommen hat, gefährden das Kind ebenfalls. War die Mutter während der Schwangerschaft unter 20 Jahre alt, so ist auch hier das Risiko erhöht. War die Schwangerschaftsvorsorge unzureichend oder gar nicht vorhanden, so tritt deutlich häufiger der plötzliche Kindstod auf.

Werden die Säuglinge gestillt, so iat das Risiko wesentlich geringer als jenes bei Kindern, die die Milch ausschließlich über eine Flasche erhalten. Es gibt etliche Beweise, die diesen Aspekt bestätigen.

Achtung: Sind Geschwister bereits dem plötzlichen Kindstod unterlegen, so ist auch hier ein gesteigertes Risiko vorhanden. Auch lebensbedrohende Zustände wie Atemnot stellen ein großes Problem dar.

  • Auf dem Bauch schlafende Babys
  • Frühchen (vor der 37. Woche geboren)
  • Ein zu niedriges Geburtsgewicht (unter 2.500 Gramm)
  • Männliche Babys
  • Zwillinge sowie Mehrlinge
  • Wenn die Mutter während der Schwangerschaft geraucht oder auch Drogen konsumiert hat
  • Rauchende Eltern
  • Schlechte oder gar keine Schwangerschaftsvorsorge
  • Lediglich Milchnahrung aus der Flasche statt das Stillen an der Brust
  • Geschwister die bereits dem SIDS erlegen sind
  • Lebensbedrohliche Zustände wie Atemnot

Alternative Behandlungsmethoden

Alternative Behandlungsmethoden sind sehr beliebte Formen, die bereits vor tausenden von Jahren praktiziert wurden. Welche speziell zur Vorbeugung des plötzlichen Krippentodes angewandt werden können, zeigen wir in diesem Teil unseres Gesundheitsratgebers.

Akupunktur

Per Akupunktur können Blockaden gelöst und Energien wieder zum Fließen gebracht werden. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass der Vorgang durch einen Fachmann/ eine Fachfrau durchgeführt wird. Ebenfalls ist dies eher für Erwachsene geeignet, welche an den Folgen des plötzlichen Kindstodes leiden.

Aromatherapie

Aroma-Essenzen werden Oral eingenommen. Dieser Vorgang sollte stets von einem Arzt oder anderen Fachmann begleitet werden! Weiterhin stellt sich die Frage, ob dieser Akt bei Säuglingen sinnvoll ist. Beruhigend wirkt es jedoch für die Hinterbliebenen.

Fußreflexzonenmassage

Eine Fußreflexzonenmassage wirkt nicht nur entspannend, sondern auch angenehm ausgleichend. Somit ist sie eine gute Option für die Hinterbliebenen.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel sind aus Omas Zeiten bekannt, wurden jedoch schon deutlich länger angewandt. Es handelt sich um einfache Dinge, die großes bewirken können. Welche Punkte wir rund um den Krippentod empfehlen können, zeigt dieser Abschnitt.

Kühle Wickel

Wenn man bereits merkt, dass das Kind schwitzt, so sollte man kühle Wickel anfertigen, sodass die Temperatur sinkt oder auch etwas Kühle eintritt. Man sollte aufpassen, dass das Kind nicht vereist wird. Weiterhin muss die Temperatur in regelmäßigen und kurzen Abständen überprüft werden, damit auch Unterkühlungen vermieden werden können.

Senf

Für viele gilt Senf als jener Punkt, der die Kinder vom Schnuller abgewöhnen soll. Jedoch fahren die meisten Kinder darauf ab, sodass es vor allem bei jenen Säuglingen sinnvoll ist, die den Schnuller ablehnen. Ein bisschen Senf und schon kann er ideal genutzt werden, vor allem zum Einschlafen.

Warmer Umschlag bei Atemnot

Ein warmer Umschlsg kann bei Atemnot sehr hilfreich sein. Hierfür wird ein Tuch in warmes Wasser getränkt und im Anschluss gut ausgedrückt. Die Temperatur des Tuches sollte überprüft werden. Zu warme Gradzahlen können das Kind verbrühen. Ist die Temperatur angenehm war, so kann das Tuch auf der Brust des Kindes platziert werden. Man sollte den Säugling dabei beaufsichtigen, dass das Tuch nicht verrutscht. Weiterhin ist es notwendig, regelmäßig die Temperatur des Babys zu überprüfen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Die Natur hält viele wundersame Dinge bereit. Dazu gehört ihre enorm vielfältige Pflanzenwelt. Viele dieser Exemplare bringen angenehme Wirkungen für den menschlichen Organismus mit. Welche rund um den plötzlichen Kindstod relevant sein können, verrät dieser Teil unseres Gesundheitsratgebers.

  • Lavendel
  • Minzblätter
  • Mexikanisches Teekraut
  • Melisse
  • Gänsefingerkraut

Bei Atemnot können die aufgelisteten Kräuter und Heilpflanzen für Linderung sorgen. Diese können als Umschlag, als Dampfbad oder auch als Tee genutzt werden.

Tipp: Auch Kamillendampf kann für Linderung sorgen, indem er die Schleimhäute befeuchtet und die Bronchien entspannt.

  • Knoblauch
  • Buchenrinde
  • Moorkreuzblume
  • Spargel

Knoblauch sorgt für eine umfassende Gesundheit des Menschen, aber auch Buchenringe, Moorkreuzblumen sowie Spargel können wahre Wunderhelfer sein. Neben der Linderung bei Atemproblemen schaffen sie einen gesunden Blutdruck, stabilisieren den Kreislauf und bieten viele weitere positive Aspekte im Bezug auf das Blut, die Knochen und das Gehirn.

Ätherische Öle

Ätherische Öle sollten bei Kleinkindern sowie Säuglingen unter keinen Umständen angewandt werden. Sie können für Atemnot sorgen und führen nicht selten zum Ersticken. Für Erwachsene, die Opfer des plötzlichen Kindstodes geworden sind, kann solch ein Öl jedoch für Entspannung sorgen.

Bei Atembeschwerden sind beispielsweise folgende Öle sinnvoll:

  • Ackerminze
  • Anis
  • Cajeput
  • Minze
  • Eukalyptus
  • Niaouli
  • Sassafras
  • Zimt
  • Ysop
  • Thymian

Etliche dieser natürlichen Duftöle können auch ausreichend Entspannung mit sich bringen. Jedoch sollte man sie niemals ohne Beratung anwenden, da ätherische Öle starke Nebenwirkungen mit sich bringen können. Der Rat des Arztes oder auch des Apothekers ist sinnvoll, um keine Risiken eingehen zu müssen!

Homöopathie & Globuli

 

  • Drosea rotundifolia
  • Ipecacuanha
  • Arsenicum album
  • Aconitum napellus

Drosea rotundifolia und die weiteren aufgelisteten homöopathischen Mittel sorgen dafür, dass man bei Atemnot eine schnelle Linderung erhält. Natürlich sollten sie keinesfalls ohne ärztlichen Rat angewandt werden. Besser jedoch ist es auch, mit dem Kind den Kinderarzt oder die Notaufnahme aufzusuchen, sobald Atembeschwerden sowie Atemnöte erkannt werden!

  • Kalium carbonicum D6
  • Spongia D3
  • Carbo vegetabilis D4
  • Acidum hydrocyanicum D4

Kalium carbonicum: Dieser Stoff wirkt sich besonders positiv auf die Muskeln, den Nasen- sowie Rachenbereich, auf das zentrale Nervensystem, auf die Sinnesorgane sowie auf die Geschlechtsorgane von Mann und Frau aus. Somit bietet dieses homöopathische Mittel eine gute Basis für jegliche Erkrankungen sowie Beschwerden.

Spongia: Bei einem hohlen, bellenden, trockenen oder auch stark festsitzenden Husten ist dieses Meerschwamm, welcher in der Homöopathie angewandt wird, eine gute Option.

Carbo vegetabilis: Bei diesem Globuli handelt es sich um Holzkohle, welches Menschen mit geringer Lebenskraft hilft. Weiterhin ist es jedoch auch ideal bei Atembeschwerden anwendbar.

Wissenswert: Carbo vegetabilis wird aus verkohltem Birken- sowie Buchenholz gewonnen!

Acidum hydrocyanicum: Hierbei handelt es sich normalerweise um eine hochgiftige Blausäure, welche jedoch in der Homöopathie zu einem sanften Heilmittel mutiert. Vor allem bei Atembeschwerden kann dieses Mittel für Linderung sorgen.

Achtung: Keines der aufgelisteten Mittel sollte ohne ärztlichen Rat und anschließender Aufsicht eingenommen werden!

Schüssler – Salze

Schüssler-Salze gehören inzwischen in vielen Haushalten in die Haus-Apotheke. Das liegt daran, dass sie in richtiger Kombination sowie Dosis wahre Wunder bewirken können. Welche Produkte rund um den plötzlichen Kindstod sinnvoll sind, zeigen wir in diesem Abschnitt unseres Ratgebers.

Die drei bereits aufgezählten Schüssler-Salze sind ideal bei Atembeschwerden. Ist zusätzlich ein Sauerstoffmangel bekannt, so kann das Ferrum phosphoricum mit dem Kalium sulfuricum oder dem Magnesium phosphoricum kombiniert angewandt werden. Weiterhin wirken sie entspannend auf die Muskeln und Nerven, sodass auch hier Vorteile entstehen können.

Achtung: Man sollte stets mit dem Arzt oder einem anderen Fachmann abklären, ob die Einnahme sinnvoll ist. Weiterhin sollte besprochen werden, welche Salze und wie oft sie verwendet werden. Für Kinder sowie Säuglinge sollte die Einnahme untersagt werden!

Diät & Ernährung

Ein Kind sollte natürlich keinesfalls auf Diät gesetzt werden. Eine umfangreiche Ernährung ist wichtig. Für Säuglinge kommt jedoch meist nur das Stillen in Frage. Ist das Abstillen nicht möglich, so wird Milch per Flasche verabreicht. Deutlich besser ist jedoch das Stillen, da dies den Kindstod in seinem Risiko deutlich verringert.

Für Eltern, die ihr Kind auf diesem Wege verloren haben, gilt es jedoch, ausreichend Nahrung sowie Nährstoffe zu sich zu nehmen, um keine Krankheiten zu erhalten und den eigenen Körper unnötig zu schädigen. Oftmals ist es natürlich gerade in Trauerphasen schwierig, Nahrung zu sich zu nehmen. Dennoch sollte man sich überwinden und zumindest regelmäßig Kleinigkeiten zu sich nehmen.


FAQ – Fragen & Antworten

Wird das Risiko vermindert, wenn das Kind mit in das Elternbett genommen wird?

Einige Experten sind der Meinung, dass das Co-Sleeping (wenn das Kind mit im Elternbett schläft), das Risiko des plötzlichen Kindstodes deutlich senkt. Das liegt daran, dass die Schlafgewohnheiten der Eltern und des Kindes verändert werden sollen. Der Schlaf wird deutlich leichter. Somit ist es den Müttern oder auch Vätern möglich, deutlich schneller auf Veränderungen und Bewegungen des Kindes zu reagieren.

Wissenswert: Es gibt keine eindeutige Studie, die besagt, dass das Co-Sleping das Risiko des frühzeitigen und plötzlichen Kindstodes senkt.

Einige Studien belegen jedoch, dass es für Kinder unter 8 Wochen sogar gefährlicher ist, zu den Eltern in das Bett geholt zu werden. Man kann die Krippe jedoch direkt neben das Ehebett stellen und das Kind zu sich nehmen, sobald es älter als sechs Monate ist.

Hat man Alkohol getrunken, so sollte man den Säugling keinesfalls in das Elternbett holen! Bereits beim Mittagsschlaf könnte ein höheres Risiko entstehen, sobald der Elternteil müde wird. Somit sollte man spätestens an diesem Punkt so agieren, dass das Kind in die Krippe oder auch in die Babytrage gelegt wird.

Ist es möglich, mit ausreichender Vorsorge den plötzlichen Kindstod gänzlich zu umgehen?

In vielen Fällen ist es möglich, mit ausreichend Vorsorge den plötzlichen Kindstod zu umgehen. Dennoch treten einige Fälle auf. Somit ist es nie möglich, ausreichend Vorsorge zu schaffen. Erstickungstode und Co. werden jedoch deutlich eingeschränkt, sodass beispielsweise der Kindstod dieser Art in Deutschland auf ein Drittel gesunken ist. Das ist ein deutlicher Fortschritt. Somit bringen die Vorsorgemaßnahmen auf jeden Fall eine Menge und sollten stets beachtet werden, um das Kind keinem Risiko auszusetzen.

Tipp: Um welche Vorsorgemaßnahmen es sich dabei handelt, wurde bereits ausreichend in unserem Gesundheitsratgeber behandelt.

Gänzlich kann der plötzliche Kindstod jedoch zur heutigen Zeit nicht verhindert werden. Somit besteht trotz aller Vorsorge immer ein Risiko. Der Risikowert wird lediglich eingeschränkt und gemindert, umso mehr Vorsorgemaßnahmen getroffen werden.

Welche Kleidung sollte das Kind beim Schlafen tragen?

Da Babys die Körpertemperatur über ihren Kopf regulieren, sollte dieser stets frei sein. Das Kind wird idealerweise in Rückenlage gebettet. Man sollte darauf achten, dass das Gesicht und der gesamte Kopf während der Nacht nicht verdeckt werden kann. Somit schützt man den Säugling ideal vor Überhitzung und vor dem Ersticken!

Wissenswert: Genau aus diesen Gründen ist ein Babyschlafsack sehr empfehlenswert, welcher für Sommer- und auch für Wintermonate erworben werden kann.

Wichtig ist, dass man die Bekleidung des Kindes der Raumtemperatur anpasst. In vielen Fällen ist ein Body oder auch ein leichter Schlafanzug vollkommen ausreichend. Man kann sich beispielsweise daran orientieren, wie viel man selbst anziehen würde. Dies zieht man dem Säugling ebenfalls an. Hierbei sollte man sich weder zu kalt noch zu warm einkleiden. Es sollte einfach wohlig warm sein.

Um die Kleidung notfalls zu überprüfen, ist es möglich, die Temperatur des Kindes an der Brust zu ertasten. Auch zwischen den Schulterblättern ist dies möglich, jedoch ist es an der Brust einfacher, wenn das Kind bereits gebettet wurde.

Tipp: Die Brust sowie der Bereich zwischen den Schulterblättern sollten angenehm warm sein. Man muss nicht erschrecken, wenn sich die Hände oder auch die Füße des Kindes etwas kühler anfühlen. Dies ist vollkommen normal.

Wie erkennt man eine für das Kind sichere Babymatratze?

Eine sichere und gute Babymatratze zeichnet sich heutzutage keinesfalls nur durch eine möglichst geringe Schadstoffbelastung aus, sondern zusätzlich auch durch eine maximale Verringerung der möglichen CO2-Rückatmung des Babys. Dabei handelt es sich um das Wiedereinatmen der ausgestoßenen Luft des Kindes.

Neben diesen Punkten sollte eine gute Matratze für Säuglinge nicht allzu weich ausfallen. Weiterhin darf sie nicht höher als 10 Zentimeter sein. Ein trittfester Rand verhindert Unfälle, wenn sich das Baby in einem späteren Moment an den Gitterstäben hochzieht und stehen auf eigenen Beinen stehen kann.

Achtung: Schonbezüge oder auch Gummiauflagen auf den Matratzen gelten vermieden zu werden! Weiterhin sollte man wert auf eine neue Matratze legen, um mögliche Bakterien, Viren und Co. vermeiden zu können!

Wann handelt es sich besonders um ein Risikokind?

Es gibt immer Kinder, welche ein höheres Risiko aufweisen als andere. Dazu gehören beispielsweise Säuglinge, deren Mütter drogenabhängig sind oder auch während der Schwangerschaft geraucht haben. Aber auch Raucherhaushalte können mit jedem Raucher das Risiko erhöhen. Aus diesem Grund sollte man das Neugeborene in einer rauchfreien Zone platzieren und diese auch beibehalten.

Frühgeborene oder auch Kinder mit drastischem Untergewicht unter 2.500 Gramm weisen weiterhin ein erhöhtes Risiko auf, genauso wie Zwillinge und auch Mehrlinge. Ist bereits ein Geschwisterkind an dem plötzlichen Kindstod verstorben, so ist auch für das weitere Kind ein deutlich höheres Risiko vorhanden.

Schweißausbrüche, wiederholtes Blau- oder auch Blasswerden und auch allgemeine Atembeschwerden erhöhen das Risiko drastisch. Bei all diesen Anzeichen sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen, um sie schnellstmöglich in den Griff bekommen zu können.

Tipp: In regelmäßigen Vorsorge-Untersuchungen im Krankenhaus kann ermittelt werden, ob das eigene Kind zu den sogenannten Risikokindern des frühzeitiges Kindstodes zählt.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (44 Stimmen, Durchschnitt: 4,66 von 5)
Loading...

 Rechtliche Hinweise