Die wichtigsten Symptome

Jede Krankheit hat ihre Symptome, aber nicht jede Unpässlichkeit muss auf eine Erkrankung hinweisen. Dennoch sollten Warnzeichen des Körpers immer ernst genommen werden! Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Symptome und deren mögliche Ursachen.

Blut im Stuhl

Tritt Blut im Stuhl auf, sollte der Weg immer zum Arzt führen. Oft ist die Ursache harmlos, es können sich aber auch ernsthafte Erkrankungen dahinter verbergen.

Helles Blut stammt aus den unteren Darmabschnitten, meist sind Hämorrhoiden oder kleine Schleimhauteinrisse am After (Analfissuren) die Übeltäter. Auch Darmpolypen oder Ausstülpungen der Dickdarmschleimhaut (Divertikel) können sich entzünden und anfangen zu bluten.

Gelangt Blut aus dem oberen Magen-Darm-Trakt in den Stuhl, so ist dieser durch die lange Verweildauer des Blutes im Darm schwarz verfärbt – man spricht dann vom sogenannten „Teerstuhl“. Schwarzer Stuhl deutet auf ein blutendes Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür hin und sollte umgehend abgeklärt werden.

Spuren von Blut sind mit freiem Auge oft nicht sichtbar, können aber mit einem „Haemoccult-Test“ nachgewiesen werden. Mittels Darmspiegelung, Magenspiegelung und Kontrastmittelröntgen können Blutungsquellen aufgespürt und auch bösartige Darmerkrankungen frühzeitig erkannt werden.

Fieber

Fieber ist eine Abwehrreaktion des Organismus gegen Krankheitserreger wie Viren, Bakterien oder Parasiten. Durch die Temperaturerhöhung versucht der Körper krankmachende Keime, die an die normale Körpertemperatur angepasst sind, zu schwächen oder abzutöten. Auch eine Überhitzung durch extreme körperliche Anstrengung, hohe Außentemperatur oder zu lange und intensive Sonnenbestrahlung kann zu einer Erhöhung der Körpertemperatur führen.
Erst ab 38,0 °C spricht man von Fieber, behandlungsbedürftig ist nur sehr hohes Fieber ab 40 °C. Ansonsten ist Fieber eine natürliche Reaktion des Organismus, die nicht durch Medikamente unterbunden werden sollte: Bettruhe, viel Flüssigkeit und Hausmittel wie Wadenwickel helfen dem Körper am besten, die Infektion wirksam zu bekämpfen.

Schmierblutung

Als Schmierblutung wird bräunlicher Ausfluss bezeichnet, der außerhalb des normalen Menstruationszyklus auftritt. Die Blutung ist meist nur schwach ausgeprägt und verschwindet nach kurzer Zeit wieder, manchmal ähnelt sie aber auch einer normalen Regelblutung.

Ursache für eine Schmierblutung ist häufig ein hormonelles Ungleichgewicht, wie es in der Pubertät, in den Wechseljahren und bei der Einnahme hormoneller Verhütungsmittel vorkommen kann. Auch psychische Belastungen und Stress können eine Schmierblutung zur Folge haben.

Nicht-hormonelle Ursachen für eine Zwischenblutung können Entzündungen, gutartige Tumore (Myome) oder Polypen der Gebärmutter sein. Auch Gebärmutterkrebs kann sich durch eine Blutung bemerkbar machen, Schmierblutungen nach den Wechseljahren deuten auf Gebärmutterkrebs hin.

In der Regel sind Zwischenblutungen harmlos: Sehr häufige, schmerzhafte oder starke Blutungen sowie Schmierblutungen in der Schwangerschaft und nach den Wechseljahren sollten aber umgehend vom Frauenarzt abgeklärt werden.

Herzrasen

Ein beschleunigter Herzschlag mit Herzklopfen, das bis in den Hals hinein spürbar ist, tritt meistens als Reaktion auf Angst oder Aufregung auf und verschwindet von selbst wieder, sobald die Situation vorüber ist. Auch bei körperlicher Anstrengung ist ein Ansteigen der Herzfrequenz völlig normal.

In Zeiten psychischer Anspannung kann der beschleunigte Herzschlag auch in Ruhe auftreten, hält aber ebenfalls nur kurze Zeit an und hat meist keine krankhafte Ursache. Ebenso können Nikotin, Koffein und bestimmte Medikamente das Herz vorübergehend zu Höchstleistungen antreiben.

Grundloses und dauerhaftes Herzrasen, bei dem das Herz beständig über 100 Mal in der Minute schlägt, bedarf allerdings ärztlicher Abklärung: Dahinter verbergen sich möglicherweise Durchblutungsstörungen oder Störungen der Erregungsleitung des Herzens, die lebensbedrohlich sein können und behandelt werden müssen.

Druck auf den Ohren

Unangenehmer Druck im Ohr wird häufig durch einen Luftdruckunterschied zwischen Mittelohr und Umgebung ausgelöst. Beim Überwinden großer Höhenunterschiede – zum Beispiel im Flugzeug bei Start und Landung – kann der unterschiedliche Luftdruck durch Gähnen oder Schlucken leicht ausgeglichen werden.

Auch eine gestörte Nasenatmung durch Polypen oder Schnupfen ist häufig Ursache für einen Unterdruck im Mittelohr.

Ist ein Ohr durch Ohrenschmalz verstopft (Ohrpfropf), macht sich das ebenfalls durch ein unangenehmes Druckgefühl bemerkbar. Weitere Ursachen können eine Mittelohrentzündung oder durch eine Erkältung bedingte Schwellungen im Ohr sein. Bei einem Hörsturz ist die Durchblutung im Ohr gestört, auch das kann ein Druckgefühl auslösen. Liegen Abnutzungserscheinungen oder Verspannungen im Kieferbereich vor, treten neben dem Druck im Ohr meist auch Kopfschmerzen und Schwindel auf.

Kreislaufprobleme

Kreislaufprobleme äußern sich durch Schwindel, Kopfschmerzen und Müdigkeit. Ursache hierfür ist ein zu niedriger Blutdruck, durch den das Gehirn nicht ausreichend durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird. Diese Hypotonie ist entweder dauerhaft vorhanden oder macht sich nur in bestimmten Situationen bemerkbar.

Unmittelbar nach dem Aufstehen kommt es häufig zu einer „orthostatischen Hypotonie“, bei der durch das Absacken des Blutes in die Beine eine kurzzeitige Blutleere im Gehirn auftritt. Schwindel und das typische „Schwarzwerden“ vor Augen sind die Folge. Auch nach körperlicher Anstrengung, die abrupt beendet wird, kann dieses Phänomen auftreten.

Eine kurzzeitige Kreislaufschwäche hat meistens eine harmlose Ursache, es können aber auch ernsthafte Erkrankungen wie eine Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) oder ein akuter Herzinfarkt dahinter stecken. Ein starker Blutverlust führt durch das Absinken des Flüssigkeitsvolumens im Körper ebenfalls zu Kreislaufproblemen und muss umgehend ärztlich behandelt werden.

Beinschmerzen

Schmerzen in den Beinen können vielfältige Ursachen haben. Nach ungewohnter sportlicher Betätigung tritt häufig Muskelkater auf, der nach wenigen Tagen von selbst wieder verschwindet. Krampfadern verursachen oft ein Schweregefühl in den Beinen, das sich bis zur Schmerzhaftigkeit steigern kann. Auch Venenentzündungen oder eine Beinvenenthrombose sind mit Schmerzen verbunden.

Durchblutungsstörungen in den Beinen (arterielle Verschlusskrankheit) lösen Schmerzen während des Gehens aus, die in Ruhe wieder verschwinden – die Erkrankung wird deshalb auch „Schaufensterkrankheit“ genannt. Durch Abnutzungserscheinungen wie Kniegelenksarthrose verursachte Schmerzen werden dagegen durch Bewegung meist gemildert.

Noch nicht genau geklärt ist die Ursache des Restless-Legs-Syndroms, das durch Unruhegefühl und Missempfindungen in den Beinen in Ruhe gekennzeichnet ist.

Weiters können Beinschmerzen auf Verletzungen oder Bandscheibenvorfälle zurückzuführen sein, in manchen Fällen kann sich auch ein Tumor dahinter verbergen.

Rückenschmerzen

Von Rückenschmerzen ist beinahe jeder Mensch im Laufe seines Lebens betroffen. Akute Rückenschmerzen treten meist nach einer Überbeanspruchung oder nach einer falschen Bewegung auf („Hexenschuss“) und klingen nach kurzer Zeit von selbst wieder ab.

Chronische Rückenschmerzen dagegen werden häufig durch Muskelverspannungen, Bandscheibenvorfälle oder entzündlich-rheumatische Erkrankungen ausgelöst. Zur Therapie kommen nach genauer Abklärung der Ursache Physiotherapie, chiropraktische Behandlung, Schmerztherapie oder eine Operation in Frage.

Muskelverspannungen treten oft infolge einer Fehlhaltung durch einen nicht auf die ergonomischen Bedürfnisse abgestimmten Arbeitsplatz oder bei anhaltender psychischer Belastung auf. Eine Verbesserung der Körperhaltung sowie des Arbeitsumfeldes, Entspannungsübungen, Massagen und Wärmebehandlung schaffen Abhilfe.

Schnarchen

Das charakteristische „knatternde“ Geräusch beim Schnarchen wird durch eine Verengung der oberen Atemwege hervorgerufen, häufig ausgelöst durch Schnupfen, Nasenpolypen oder eine Verkrümmung der Nasenscheidewand.
Schnarchen ist normalerweise harmlos, wenn auch sehr störend – insbesondere für den Partner.

Geschnarcht wird meist in Rückenlage, in vielen Fällen kann schon eine andere Schlafposition die unangenehmen Geräusche verhindern. Bei Übergewicht kann eine Gewichtsreduktion Linderung verschaffen. Spezielle Nasenpflaster weiten die Nasenflügel und erleichtern insbesondere bei Schnupfen die Nasenatmung.

Treten neben dem Schnarchen auch immer wieder Atemaussetzer auf, spricht man von der sogenannten „Schlafapnoe“. Durch den Sauerstoffmangel während der Nachtruhe treten tagsüber nicht nur Konzentrationsstörungen und Müdigkeit auf, auch das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt an. Eine Schlafapnoe sollte daher in einem Schlaflabor abgeklärt und ärztlich behandelt werden.

Tinnitus

Unter Tinnitus versteht man störende Ohrgeräusche wie Pfeifen, Brummen oder Summen, die auf keine äußere Schallquelle zurückzuführen sind und nur vom Betroffenen wahrgenommen werden können.
Tinnitus geht häufig mit Mittelohrentzündungen, Altersschwerhörigkeit oder einem Hörsturz einher. Auch Durchblutungsstörungen der Kopf- und Halsgefäße, Verspannungen im Kiefergelenk oder der Halswirbelsäule sowie Stress können anhaltende Ohrgeräusche auslösen. Eine extreme Lärmbelastung kann ebenfalls einen Tinnitus verursachen.
Das andauernde „Klingeln in den Ohren“ kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen und Schlafstörungen, Schwindel, Konzentrationsstörungen und depressive Verstimmungen nach sich ziehen – dennoch sind die Ursachen meist harmloser Natur.

Die Therapiemöglichkeiten sind vielfältig und zielen in erster Linie darauf ab, das ursächliche Problem zu beseitigen. In manchen Fällen kann eine psychologische Betreuung helfen, mit dem Tinnitus besser umzugehen und damit die Lebensqualität deutlich zu steigern.

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