Schmierblutung

Steckbrief: Schmierblutung

  • Name(n): Schmierblutung
  • Art der Krankheit: Blutung innerhalb oder in Zusammenhang mit dem Zyklus
  • Verbreitung: oft den ersten drei Schwangerschaftsmonaten
  • Erste Erwähnung der Krankheit: nicht bekannt
  • Behandelbar: meist leicht mit Hormonen
  • Art des Auslösers: hormonell; organisch; mechanisch
  • Wieviele Erkrankte: viele Frauen weltweit meist zu Beginn der Schwangerschaft
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Frauenarzt
  • ICD-10 Code(s): N93.8

Oh Schreck: Es blutet!

Es passiert immer mal wieder einer Frau, dass unerwartet Blutungen aus der Vagina auftreten. Das kann unabhängig von der Regel erfolgen, also dazwischen, aber auch abhängig und sich in gleichen Abständen wiederholen.

Die unabhängige Blutung tritt auf:

in der Schwangerschaft

während der Wechseljahre oder später

nach einer Ausschabung

ALS Folge des Geschlechtsverkehrs

bei Nutzung einer Spirale

bei einer Hormonbehandlung

zusammen mit unterschiedlichen Erkrankungen

Seltener kommt es vor, dass sie Regelblutung so schwach ist, dass de Schmierblutung sie als Folge einer Menstruationsstörung ersetzt.

Definition Schmierblutung

Eine Schmierblutung ist eine Blutung die unplanmäßig und zusätzlich auftreten kann zur Regelblutung. Das Blut ist meistens bräunlich sowie dunkel und kann so besonders auffallen. Während der Schwangerschaft sowie in und nach den Wechseljahren kommt es zu Schmierblutungen. Diese ist meist nur schwach und wird dann, auch Spotting genannt. Manchmal dauert sie auch mehrere Tage an.

Eine Schmierblutung verunsichert viele Frauen beim Auftreten stark, weil die Gründe zur Zeit der unerwartet auftretenden Blutung nicht klar erkennbar sind. Deshalb sollte ein Arzt die Ursachen klären. Schmierblutungen haben viele Ursachen. Sie sind oft harmlos und machen keinen Grund zur Sorge. Manchmal können auch ernsthafte Erkrankungen für eine Schmierblutung verantwortlich sein.

Was ist eine Schmierblutung?

Der Arzt bezeichnet als Schmierblutung eine schwache, bräunliche genitale Blutung der Frau. In den meisten Fällen sind es Zusatzblutungen, die außerhalb der normalen Menstruation auftreten sowie verschiedene Ursachen haben können.
Abhängige Formen der Schmierblutungen in Zusammenhang mit der Menstruation:

  • Vorblutungen zwei bis drei Tage bevor der Menstruation
  • Nachblutungen zusätzlich ein bis drei Tage nach der Regelblutung
  • Ovulationsblutung zum Zeitpunkt des Eisprungs

Abhängige Schmierblutungen sind in der Regel zyklisch, sie wiederholen sich monatlich. Manchmal, aber selten, ersetzt die Schmierblutung eine Monatsblutung. Diese Menstruationsstörung ist allerdings schwach und äußert sich nur als Schmierblutung. Schmierblutungen werden auch in der Menstruation, zum Beispiel durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille, durch Infektionen sowie durch eine Fehlgeburt ausgelöst.
In der frühen Schwangerschaft ist bei der Einnistung der Eizelle eine leichte Schmierblutung möglich. Da diese Blutung meist mit der Menstruationsblutung zusammenfällt, klärt ein Schwangerschaftstest ab, ob die Periode einsetzt oder eine Schwangerschaft vorliegt.
Eine Beobachtung sowie Analyse der Basaltemperatur bestimmt nur die Blutungsart, wenn die Frau keine hormonelle Empfängnisverhütung nutzt, weil dann die Messung der Basaltemperatur keine Aussagekraft besitzt.

Unabhängig von der Menstruation kann es zu auch Schmierblutungen kommen, zum Beispiel in der Schwangerschaft oder nach den Wechseljahren oder nach einer Ausschabung, einem Geschlechtsverkehr, bei einer Spirale oder einer Hormonbehandlung.

Zusätzlich können Krankheiten die Ursache sein, beispielhaft die Endometriose, das falsche Wachstum von Gebärmutterschleimhaut oder eine Endometritis (Gebärmutterentzündung), ein Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) oder Gebärmutterkrebs (Krebs der Gebärmutterschleimhaut).
Die von der Periode unabhängigen Schmierblutungen treten nicht regelmäßig auf.


Welche Ursachen gibt es?

Eine Schmierblutung hat normalerweise drei unterschiedliche Ursachen. Sie ist:

  • hormonell
  • organisch oder
  • mechanisch

Oft ist der Auslöser für die Schmierblutung hormonell, häufig in Zusammenhang mit der Menstruationsblutung. Zyklische Schmierblutungen stehen in Zusammenhang mit dem Zyklus und treten zum gleichen Zeitpunkt auf, haben manchmal aber verschiedene Ursachen:

  • Vorblutungen, die zwei bis drei Tage vor der Menstruation auftreten
  • Folgen einer Gelbkörperschwäche (Corpus-luteum-Insuffizienz)

Beim weiblichen Zyklus spielen die Gelbkörper (Corpus luteum)eine große Rolle. Sie produzieren unter anderem das Gelbkörperhormon (Progesteron). Ist die Konzentration des Progesterons zu schwach, kann der Zyklus zu kurz sein (Polymenorrhoe) und Schmierblutungen auftreten.
Die Schwäche kann Folge einer Schilddrüsenerkrankung sein. Sie ist meist die Ursache für weibliche Unfruchtbarkeit. Seltener ist der Grund für Schmierlbutungen ein Östrogenmangel in der zweiten Zyklushälfte.

Durch eine Ovulations- sowie Mittelblutung wird möglicherweise ebenfalls eine Gelbkörperschwäche ausgelöst. Sie tritt auf beim Eisprung und bringt einem ziehenden Schmerz mit sich.

Nachblutungen kommen als Zusatzblutungen nach der Menstruation zwei bis drei Tage. Mögliche hormonelle Ursachen sind:

  • durch eine Gelbkörperschwäche zu niedrige Östrogenkonzentration am Zyklusbeginn
  • späte Regeneration der Gebärmutterschleimhaut

Ist nach 24 Stunden nach dem Eisprung noch keine befruchtete Eizelle eingenistet, bildet sich der Gelbkörper zurüCK. Der Progesteronspiegel sinkt und die Gebärmutterschleimhaut baut sich ab und scheidet sich zum größten Teil mit der Menstruationsblutung aus. Störungen des Vorgangs können zu einer postmenstruellen Schmierblutung führen.

Es gibt auch organische Ursachen für Nachblutungen:

  • Entzündung der Gebärmutterschleimhaut
  • Falsches Aufwachsen der Gebärmutterschleimhaut
  • Polypen
  • Gebärmutterhypoplasie (Verkleinerung der Gebärmutter und Muskelschwächung sowie geringere Blutstillung

Zyklusabhängige Schmierblutungen treten auch als Nebenwirkung hormoneller Verhütung auf oder werden durch Hormonbehandlung ausgelöst. Der Hormonhaushalt kann nach einer Geburt oder während oder nach der Stillzeit teilweise aus dem Gleichgewicht kommen und eine Schmierblutungen auslösen.

Seltener ist eine Krebserkrankung die Ursache für die zyklusabhängige Schmierblutung wie

  • Gebärmutterkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs oder
  • Scheidenkrebs

Zyklusunabhängige Schmierblutungen

kommen nicht in Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus. Sie treten auf:

  • in der Schwangerschaft,
  • nach den Wechseljahren sowie
  • nach mechanischer Reizung

Sind die Gebärmutterschleimhaut sowie die Scheidenschleimhaut mechanisch gereizt, sind möglicherweise kleine Gefäße (Kapillaren) verletzt, löst das eine leichte Schmierblutung auslösen. Das passiert beim Einsetzen oder Entfernen einer Spirale oder beim Geschlechtsverkehr und löst eventuell ebenfalls eine leichte Blutung durch diese mechanische Reizung aus, eine Kontaktblutung. Nach unvollständiger Ausschabung kann sich die Gebärmutterschleimhaut nicht richtig regenerieren und das führt zu Schmierblutungen.

Schmierblutungen sind nach den Wechseljahren ein Anzeichen für Gebärmutterkrebs und sind beim Arzt abzuklären. Eine Hormonbehandlung in den Wechseljahren und medikamentöse Behandlungen sind auch für Schmierblutungen verantwortlich.

Weitere Ursachen zyklusunabhängiger Schmierblutungen:

  • spezielle Form der Fehlgeburt
  • Scheidenentzündung
  • Gebärmutterentzündung
  • Gebärmuttergeschwulste
  • Zysten

Wenn zum Zeitpunkt der gewohnten Menstruation eine Schmierblutung auftritt, ist die meist harmlos. Es sollte doch vom Frauenarzt geklärt werden, ob es Anzeichen für eine Fehlgeburt oder eine Eileiterschwangerschaft sind.

Eine Schmierblutung in der Schwangerschaft kann durch stärkere Durchblutung und erhöhten Druck auf den Beckenboden ausgelöst werden. So platzen unter Belastung kleine Blutgefäße (Kapillaren). Klären Sie aber, dass der Muttermund geschlossen ist, aber keine anderen Ursachen vorliegen für die Schmierblutung. Blutungen in der Schwangerschaft sind keine Menstruationsblutungen, sie haben andere Ursachen.


Symptome & Anzeichen

Die Schmierblutung kommt bei sehr vielen Frauen vor und sollte kein Grund sein zur Sorge. Die Symptome dazu sind:

  • eine sehr leichte Periode oder leichte Blutungen zwischen Zyklen
  • Schmierblutungen zwischen zwei Zyklen

Ein bräunlicher Ausfluss, der oft am Tag vor sowie nach einer Periode auftritt, ist ganz normal. Etliche Frauen haben die braunen Schmierblutungen auch zwischen zwei Zyklen. Wenn dies öfter passiert, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Die Schmierblutung ist normalerweise eindeutig zu erkennen. Es handelt sich um einen bräunlichen Ausfluss, erheblich schwächer als die Periode ist. Schmierblutungen meist harmlos, sollten aber von einem Arzt geklärt werden, damit ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen werden.. Das ist besonders wichtig bei häufiger auftretenden Schmierblutungen.
Neben Schmierblutungen vor der Regel gibt es auch Nachblutungen. Diese postmenstruellen Schmierblutungen kommen bis zu drei Tage später nach der Regelblutung. Der Grund ist oft ein Hormonproblem: Es ist ein Mangel an Östrogen zum Zyklusanfang, wobei sich die Regeneration der Gebärmutterschleimhaut verlangsamt.

Zudem kann es auch in Ihrer Zyklusmitte zu ein- bis dreitägiger Schmierblutung kommen Sie setzt zum Zeitpunkt des Eisprungs ein und heißt deshalb auch Mittelblutung oder Ovulationsblutung. Das kurzfristige Absinken des Östrogenspiegels bewirkt diese Blutung.
Schmierblutungen können auch Anzeichen einer Schwangerschaft sein.

Allerdings sind die meisten Blutungen harmlos in der Frühschwangerschaft. Werden sie allerdings stärker, sind sie ein Alarmsignal. Sie brauchen dann sofort medizinische Hilfe, damit die Ursache schnell gefunden wird sowie Schäden für Sie beide abgewehrt werden können.

Seien Sie vorsichtig, wenn:

  • die Blutung stark ist oder schmerzt
  • der Ausfluss braun ist oder übel riecht, kann eine Fehlgeburt drohen
  • Ihr Unterleib heftig und einseitig schmerzt: Verdacht einer Eileiterschwangerschaft, die zu beenden ist

Vor allem, wenn diese Blutung Jahre nach den Wechseljahren kommt, kann das ein Hinweis auf einen Tumor sein. Auch Schwangere müssen gerade bei plötzlich auftretenden Blutungen sehen, dass sie die Ursachen klären lassen vom Frauenarzt.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Wenn Sie bei sich eine Schmierblutung beobachten oder häufiger Schmierblutungen haben, lassen Sie diese auf jeden Fall von Ihrem Frauenarzt abklären. So kann er schwerwiegende Erkrankungen ausschließen oder rechtzeitig erkennen. Ihr Arzt wird eine Anamnese erstellen, das heißt, genau erfragen, wann die Schmierblutungen aufgetreten sind oder ob sie zyklisch erfolgen.

Außerdem muss er wissen, ob Sie schwanger sind oder vor kurzem eine Geburt hatten, ob Sie stillen oder gestillt haben bis vor Kurzem. Zudem spielt Ihr Alter eine Rolle: Sind Sie ein Mädchen in der Pubertät oder im fruchtbaren Alter oder in sowie nach den Wechseljahren?

Wenn eine Patientin im fruchtbaren Alter ist und bisher nur eine Schmierblutung auftrat sechs Wochen nach der regulären Menstruation, ist das für den Arzt ein Hinweis, es könnte sich um eine Eileiterschwangerschaft handeln.

Bei einer Schmierblutung stellt in erster Linie der Gynäkologe die Diagnose. Bei Frauen im fruchtbaren Alter schließt der Arzt zuerst eine Schwangerschaft aus. Mittels einer gynäkologischen Untersuchung sowie Ultraschalluntersuchungen können vorliegende Erkrankungen festgestellt werden an den Geschlechtsorganen.
Hormonell bedingte Ursachen sind durch Blutuntersuchungen diagnostizierbar. Einer bestehenden Schwangerschaft muss vor der endgültigen Diagnose genauer untersucht werden. Besonders während der Frühschwangerschaft sind Schmierblutungen normal und meist harmlos.

Eine mögliche Eileiterschwangerschaft ist bei einer Ultraschalluntersuchung feststellbar. Hat der Arzt einen Verdacht auf psychische sowie andere körperliche Ursachen müssen weitere Untersuchungen beim Internisten durchgeführt werden oder es ist eine psychologische Beratung erforderlich, die Ursache zu finden.

In der Regel dauert die Schmierblutung kurz, maximal 2 bis 3 Tage auf. Ist der Auslöser nicht sofort zu ermitteln, kann zu einer weiteren Schmierblutung kommen.

Die Ovulationsblutung ist leicht und kurz zur Zeit des Eisprungs. Beim normalen Zyklusverlauf sinkt der Östrogenspiegel kurz und deutlich ab und kann eine Blutung auslösen. Schmierblutungen bei der Antibabypille sind häufiger, wenn die Pille wenig Östrogen beinhaltet. Blutungen aus einem verletzten Gefäß während sowie nach dem Geschlechtsverkehr sind meist hellrot.

Die Einnistungsblutung (Implantationsblutung) kommt durch die Einnistung des Embryos in der Schleimhaut. Die Blutung ist oft unbemerkt und findet meist anstelle der nächsten Menstruation statt. Meist ist sie in Stärke und Dauer aber kürzer sowie schwächer als in der Periode.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Weltweit bekommt fast jede Frau Schmierblutungen in ihrem Leben. Weil die ursachen so vielfältig und unterschiedlich sind, kann man die Häufigkeit nicht eindeutig bestimmen.

Vor allem die nichtorganischen Ursachen sind in ihrer Häufigkeit kaum erfasst wie Schmierblutungen durch Stress oder hormonellen Veränderungen durch die Anti-Bay-Pille. Organische Erkrankungen sind statistisch besser festgehalten wie bei Myomen, Polypen sowie Krebserkrankungen.

Jährlich erkranken in Deutschland 11.700 Frauen an einem Gebärmutterkrebs. Rund 9.600 Frauen bekommen Eierstockkrebs im Jahr, meist erst nach den Wechseljahren und am häufigsten im 60. bis 70. Lebensjahr. Der hoch aggressive Krebs macht häufig erst im fortgeschrittenen Wachstum Beschwerden. 6.200 Frauen haben im Jahr Gebärmutterhalskrebs.

Der Gebärmutterhalskrebs wird am häufigsten diagnostiziert bei Frauen zwischen Mitte 30 bis zu Mitte 50, dann wieder ab etwa 70 Jahren. Oft sind humane Papilloma-Viren (Warzenviren) die Ursache. Die Frau kann sich bereits in früheren Jahren angesteckt haben und hat es nicht bemerkt.

Weil die Viren sich nach einer Erstinfektion mitunter einnisten und in den Gebärmutterhalszellen über viele Jahre dort unerkannt aktiv sind.

Nicht alle Virentypen verändern die Zellen bösartig. Auch muss eine Infektion mit Hochrisikotypen nicht unbedingt Krebs auslösen. Die Mediziner glauben, dass bereits vorhandene Entzündungen im Genitalbereich oft einen ungünstigen Verlauf fördern. Weitere Risikofaktoren sind unter anderem Rauchen und Therapien, die das Immunsystem schwächen.

Der Scheidenkrebs ist relativ selten. Er betrifft vor allem Frauen im späteren Lebensalter, zwischen 60 bis 65 Jahren.

Jede dritte Frau über 30 in Deutschland hat Myome, an einer Endometriose leiden nur etwa 10 Prozent der Frauen, das sind allerdings rund 40.000 Frauen Deutschlandweit


Komplikationen bei der Krankheit

Während der Schwangerschaft ist eine Schmierblutung immer verbunden mit der Angst vor einer Fehlgeburt. Vor allem am Anfang der Schwangerschaft will jeder, dass es Mutter und Baby gut geht sowie die keine Komplikation in den ersten drei Monaten auftreten.

Im Ernstfall sind Schmierblutungen besorgniserregend, wenn es Anzeichen einer drohenden oder beginnenden Fehlgeburt sind, weil die Blutungen meist zeitnah und sehr stark kommen, manchmal deutlich intensiver als die normale Regelblutung. Gehen Sie dann sofort ins Krankenhaus.

Dort können qualifizierten Fachärzte das weitere Vorgehen entschieden. Sie prüfen, wieweit die Schwangerschaft besteht und versuchen durch Gabe von Magnesium und Medikamenten und viel Ruhe für die Schwangere, Schlimmeres zu verhindern. So kann ein Aufenthalt im Krankenhaus durchaus erforderlich sein.

In der Spätschwangerschaft treten nach der 20. Schwangerschaftswoche Blutungen bei Schwangeren meist als Kontaktblutungen auf, wobei denen kleine Blutgefäße bei Tastuntersuchungen oder Geschlechtsverkehr verletzt werden.
Ihre Hebamme sowie Ihr Arzt kann Sie beruhigen und erklärt Ihnen, dass kein Grund zur Sorge vorliegt. Leichte Verletzungen der Venen sorgen in der Scheide bei der Spätschwangerschaft für Blutungen..

Gegen Ende der Schwangerschaft geht der Schleimpfropf ab, ein Schleimabgang mit vermengtem Blut. Einige werdende Mütter sind dadurch unsicher, aber es kommt dazu bei der Öffnung des Muttermundes, die durch Vorwehen beeinflusst wurde und den Beginn der Wehen anzeigt.

Ernsthafte Komplikationen mit Blutungen während der Schwangerschaft betreffen meist die Plazenta. Ein schlimmer Fall ist eine Plazentaablösung, die der Arzt schnell versorgen muss. Wenn Blutungen auftreten, die Wehen verursachen, versuchen die Ärzte, die drohende Frühgeburt zu verhindern. Das ist manchmal leider nicht möglich. Auch verantwortlich für Blutungen während der Schwangerschaft können Bluthochdruck oder eine Vergiftung sein.

Bei etwa der Hälfte der Fälle können Ärzte nicht die genaue Ursache einer Schmierblutung in einer Spätschwangerschaft diagnostizieren. Wenn Sie sowie Ihr Baby gesund sind und Sie sich wohl fühlen, brauchen Sie sich nicht zu sorgen.

Betreut Ihr Frauenarzt Sie zeitnah und engmaschig und ebenso Ihre Hebamme und die Fachärzte in Krankenhäusern stehen in Bereitschaft, haben Sie im Zweifel immer medizinischen Rat zur Seite. Sie können die Schrecksituation meistern sowie sie bewältigen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Fast jede Frau machte bereits Erfahrung mit überraschenden Schmierblutungen. Wenn sie einmal auftreten, sind sie meist nicht besorgniserregend. Kommt es aber im Verlauf einiger Zyklen zu Blutungen oder sie treten kurz hintereinander auf, suchen Sie Ihren Frauenarzt auf.

Neben harmlosen Ursachen sind natürlich auch bösartige Geschwulste sowie Entzündungen verantwortlich für die Schmierblutung. Schwangere müssen besonders vorsichtig sein, sie sollten plötzlich auftretende Blutungen sofort vom Frauenarzt sowie in einer Frauenklinik klären lassen.

Eine Zwischenblutung lange Zeit nach Wechseljahren ist ein Zeichen auf bösartige Tumoren. Sie müssen allerdings nicht bei der kleinsten Schmierblutung den Frauenarzt konsultieren. Bei Eintritt der folgenden Faktoren gehen Sie zu Ihrem Arzt:

  • mehrere Zwischenblutungen nacheinander
  • häufige Schmierblutungen
  • Zwischenblutung nach Ende der Wechseljahre
  • starke sowie langanhaltende Blutungen
  • Schmierblutung in der Schwangerschaft
  • Schwächegefühl, Ohnmacht
  • starke Schmerzen

Wenn Sie starke Blutungen zwischen den Zyklen haben, ist in jeden Fall ein Arztbesuch sinnvoll. Auch Spotting und Schmierblutungen während der Schwangerschaft oder Blutung nach dem Sex sollte unbedingt einen Arzttermin nach sich ziehen.


Behandlungsmethoden & Therapie

Die Behandlung einer Schmierblutung erfolgt immer angepasst an die Ursache. Der Frauenarzt berät dabei seine Patientin über mögliche Optionen. Ist die Ursache eine Eisprungs- sowie Kontaktblutung, ist oft keine weitere Behandlung norwendig.
Liegt ein hormonelles Problem oder ein Problem mit der Schilddrüse zugrunde, wird der Frauenarzt das mit einer medikamentösen Therapie (Hormonersatz- oder Schilddrüsenhormontherapie angehen, zur Linderung der Beschwerden. Gegebenenfalls geht bei hormonellen Problemen auch die Anti-Baby-Pille, solange aktuell kein Kinderwunsch besteht.

Bei Schmierblutungen während der Schwangerschaft kann ebenfalls eine hormonelle Therapie helfen und körperliche Schonung sowie hochdosierte Magnesiumgabe. Bei Myomen, falschen Verwachsungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose), Polypen oder Tumoren, ist neben der hormonellen Therapie eine Operation erforderlich.

Bei der operativen Entfernung von Wucherungen wird allerdings immer versucht, die Geschlechtsorgane zu erhalten, besonders, wenn noch ein Kinderwunsch besteht. Bei Krebs steht die übliche Krebstherapie zur Verfügung und die operative Entfernung, die Chemotherapie und die Bestrahlung.

Bei einer Stoffwechselerkrankung wie Diabetes sowie organische Probleme wie Leber- oder Nierenprobleme, muss gegebenenfalls an einen Facharzt überwiesen werden, der die Erkrankungen, die der Schmierblutung zugrunde liegen, weiterbehandelt.

Die Therapie richtet sich also danach, ob eine organische Erkrankung sowie ein dauerhaftes Hormonungleichgewicht vorliegen, die entsprechend behandelt werden müssen. Zyklusabhängige Blutungen müssen nicht unbedingt behandelt werden.

Vor allem Schmierblutungen in Folge einer Geburt sowie während und nach der Stillzeit und zu Beginn hormoneller Verhütung, sind häufig von selbst verschwunden, wenn der Hormonhaushalt sich normalisiert. In der Pubertät unterliegt der Hormonhaushalt meist größeren Schwankungen, die können zu Schmierblutungen führen, brauchen aber meist keine Therapie.

Der Hormonhaushalt ist mit Medikamenten zu regeln, wenn:

  • die Schmierblutungen länger auftreten
  • die Schmierblutungen während der Schwangerschaft und das Risiko einer Fehlgeburt besteht
  • die Schmierblutungen als Ursache eine Gelbkörperschwäche haben und noch ein unerfüllter Kinderwunsch besteht

Bei anhaltenden Schmierblutungen kann eine Gestagen- oder Östrogentherapie erfolgen. Die Frau nimmt während bestimmter Tage während des Zyklus die erforderlichen Hormone ein und stabilisiert damit den Zyklus. So nutzen viele Frauen die Pille einerseits zur Schwangerschaftsverhütung, andererseits den Zyklus zu stabilisieren in Absprache mit dem Arzt.

Es kann erforderlich sein, bei Nachblutungen eine Ausschabung durchzuführen, um Reste der Gebärmutterschleimhaut zu entfernen, die mit der Menstruation nicht ausgeschwemmt wurden. Später ist noch eine Hormontherapie möglich.

Dann bleiben weiterhin Schmierblutungen, die über einen längeren Zeitraum auftreten als Nebenwirkung hormoneller Verhütung. Es ist sinnvoll, dann die Verhütungsmethode zu wechseln in Absprache mit Ihrem Frauenarzt.

Eine Eileiterschwangerschaft muss beendet werden. Wenn die Schmierblutung eine Folge einer nicht erkannten und unvollständigen Fehlgeburt ist, leitet der Arzt die Fehlgeburt vollständig medikamentös einleiten und nimmt anschließend eine Ausschabung vor.

Liegt bei den Schmierblutungen eine Krebserkrankung vor, muss ganz gezielt behandelt werden, mit Chemotherapie oder Strahlentherapie. Eine Endometriose als Ursache für Schmierblutungen, wird meist durch eine Hormonbehandlung oder eine Bauchspiegelung gelöst.

Bei Schmierblutungen als Folge einer Ausschabung, muss der behandelnde Arzt die Ausschabung wiederholen, wenn nötig.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Um einer Schmierblutung vorzubeugen, ist vor alem eine gesunde Lebensweise empfehlenswert. Frauen sollten Übergewicht vermeiden und nicht rauchen, sowie sich gesund ernähren und dabei viel Sport treiben.

Die regelmäßigen Check-Ups beim Frauenarzt helfen, Veränderungen im Unterleib frühzeitig zu bemerken und eine passende Therapie einzuleiten. Schwangere Frauen sollten sich körperlich schonen, wenn sie die zu Schmierblutungen neigen, sowie Stress vermeiden.
Vorbeugen können Sie bei einer Schmierblutung ansonsten wenig. Gehen Sie aber rechtzeitig zum Arzt und lassen die Ursachen abklären, verhindern Sie gut, dass die Blutungen sich häufen. Wirksam gegen eine Schmierblutung sind bekannte Hausmittel wie Hirtentäschel sowie Mönchspfeffer.
Stress ist eine häufige Ursache für Schmierblutungen und Unregelmäßigkeiten in einer Periode. Vor oder nach einem anstrengenden, vollen Tag bauen Sie besser eine Regelmäßigkeit im Essens- und Schlafrhythmus ein. Das ist wichtig für einen ausgeglichenen Hormonspiegel und beugt Schmierblutungen vor.

Benutzen Sie Tampons oder Binden an normalen Tagen zur Vorbeugung gegen Schmierblutung, kann das zu Irritationen führen, sowie unangenehm sein, da Tampons austrocknen. Eine Menstruationstasse fängt Blut auf, statt aufzusaugen. Sie ist aus hochwertigem sowie gesundem Material. Für unerwartete Schmierblutungen sowie Spotting Kopfschmerzen halten Sie vorteilhaft einen Menstruationcup bereit und fühlen sich den ganzen Tag sicher sowie selbstbewusst.


Prognose zur Heilung

Die Prognose zur vollständigen Heilung oder Linderung einer Schmierblutung hängt von der Form sowie der Ursache der Blutung ab.

Bei der Endometriose, einer chronischen Erkrankung mit einer Versprengung der Gebärmutterschleimhaut, wird eine medikamentöse Therapie bei der Erkrankten die Beschwerden zeitweise lindern, aber die Erkrankung nicht heilen. Selbst die Adenomyose (Befall der Gebärmutterwand) ist medikamentös-hormonell nicht zu beseitigen.
Tritt die Schmierblutung wiederkehrend auf, ist gynäkologisch abzugeklären, ob ein Gebärmutterhals- oder ein Gebärmuttermundkrebs sowie ein Gebärmutterschleimhautkrebs vorliegt.

Bei der Schmierblutung wegen Eileiterschwangerschaft bleiben nach medikamentöser Behandlung die Eileiter bei etwa 95 Prozent der Frauen passierbar und sind damit bei späterer Schwangerschaft in Ordnung für die Eizelle.

Das Risiko ist trotzdem erhöht für eine erneute Eileiterschwangerschaft. Selbst wenn die Eileiter nach der Operation erhalten worden sind, gibt es bei 30 Prozent der Schwangerschaften eine Eileiterschwangerschaft. Dann werden bei einer Operation allerdings in 30 – 40 Prozent die Eileiter teilweise sowie vollständig entfernt.

Das Wiederholungsrisiko einer Eileiterschwangerschaft liegt bei 15 Prozent bei einer, bei zwei Eileiterschwangerschaften bereits bei 70 %. Das spricht nicht unbedingt gegen eine weitere Schwangerschaft, aber die folgenden Schwangerschaften sind genau zu überwachen sowie bei Beschwerden sofort zu reagieren.

Nach Ende der Behandlung einer Tumorerkrankung fängt die Nachsorge an, die der Sicherung Ihres Heilerfolgs dient sowie der Lebensqualität.

Die Nachsorge hat die Aufgabe:

  • ein erneutes Auftreten der Krebskrankheit rechtzeitig festzustellen sowie zu behandeln
  • Begleiterkrankungen zu erkennen, zu behandeln sowie gegebenenfalls zu lindern
  • der Patientin bei körperlichen, seelischen sowie sozialen Problemen zu helfen
  • Nachsorgeuntersuchungen haben Sie bei Ihrem niedergelassenen Frauenarzt oder -ärztin

Nach einer erfogreichen Tumorbehandlung werden folgende Nachsorgeintervalle empfohlen:

  • ¼ jährlich in den ersten 2 Jahren
  • ½ jährlich in den Jahren 3-5

Schmierblutungen durch Tumore

Sind die Schmierblutungen durch Tumore ausgelöst, muss der Arzt die Therapie je nach dem Stadium und Wachstum des Tumors anpassen. Es gibt Vorstufen, die sich sich mit einem kleinen Eingriff wie beispielhaft einer Konisation am Gebärmutterhals beseitigen lassen, wobei der Arzt das erkrankte Gewebestück kegelförmig entnimmt.

Teilweise kann auch eine hormonelle Therapie, zum Beispiel bei den Vorstufen von einem Gebärmutterkrebs erfolgreich sein. In einem frühen Stadium bei einem Gebärmutterhalskrebs hat der Arzt manchmal die Möglichkeit, die Gebärmutter noch zu erhalten. Ist der Krebs fortgeschritten und bei Gebärmutterkrebs, entfernen die Ärzte die Gebärmutter oft zusammen mit den anderen inneren Fortpflanzungsorganen und manchmal mit bestimmten Lymphknoten.

Je Krebsform und Stadium gibt es unterschiedliche geeignete chirurgische Maßnahmen für die Fachärzte. Sie setzen Strahlen- und Chemotherapien gezielt und dosiert ein und haben jeweils die Lebensplanung ihrer Patientinnen immer im Fokus. So können sie deren Wünsche am besten kombinieren mit den erforderlichen und möglichen Therapien.

Alternative Behandlungsmethoden

Eine konventionelle Hormontherapie lässt die Symptome verschwinden, weil die Hormongaben den Zyklus unterbinden für einen gewissen Zeitraum. Wird das Schleimhautgewebe operativ entfernt an falscher Stelle wie meist in einem Rutsch mit den Eierstöcken wie das oft bei beiden Therapien kombiniert passiert, steigt das Risiko starker Nebenwirkungen wie bei der Hormontherapie.

Werden die Hormone abgesetzt, kommt die Endometriose gegebenenfalls zurück. Das spricht für eine zunächst alternative und weniger radikale und möglicherweise ganzheitliche Behandlungsmethode zu bevorzugen.

Die Alternativmediziner raten zum Beispiel zu Entsäuerung, Entgiftung sowie Darmreinigung und zu einer Ernährungsumstellung. Ein Ansatzpunkt bei einer Endometriose ist die starke Östrogendominanz sowie der Mangel an Progesteron. Den Hormonüberschuss kann die Leber abbauen. Das kann sie besser, wenn sie weniger Gifte als sonst verarbeiten muss.

Neben anderen Heilpflanzen macht sich der Mönchspfeffer einen guten Namen bei Endometriose. Sein Einfluss ist unbestritten auf ausgeglichenen Zyklus sowie Hormonhaushalt. Er hilft starke Menstruations-Probleme sowie Progesteron-Mangel nachhaltig auszugleichen.

Die Endometriose erfordert eine Behandlung auf jeder Ebenen: Körper, Geist und Seele. Mit Hilfe der naturheilkundlichen Therapie und einer naturbelassenen basischen Ernährung sowie einem aktiven, gesunden Lebensstil werden an Endometriose erkrankte Frauen beschwerdefrei und bleiben es auch langfristig.

Zusammen mit der Ernährungs-Umstellung sowie guter Nahrungsergänzung, mit der Sie Vitamin– und Mineralstoffmangel ausgleichen, haben Sie mit sind Mönchspfeffer und Hirtentäschelkraut optimale Alternativen für die nachhaltige Behandlung der Endometriose.

Weil sich die Probleme der Schmierblutungen über den über den Körper ausdrücken, ist es eine gute Idee, sie über den Körper zu lösen. Das Becken können Sie zum Beispiel mit bestimmten Yogaübungen sowie mit Beckenbodenübungen entspannen und die die Organe in Ihrem Becken so positiv beeinflussen.

Zudem kann die Stimulation von Akupressurpunkten Linderung verschaffen: Punkte in der Leistengegend unterhalb des Nabels und ein Bereich ein bis zwei Zentimeter über dem Schambein sowie Punkte an der Innenseite des Knies können massiert oder gedrückt werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Wärme fördert die Durchblutung, dabei löst sie auch Muskelverkrampfungen. Also versprechen eine Wärmflasche sowie ein Wärmekissen eine wohltuende Entspannung, beispielhaft aus Kirschkernen oder Dinkelkörnern.

Ebenso kann ein Vollbad mit beruhigenden, entspannenden Zusätzen Erleichterung verschaffen. Das Vollbad mit Lavendelblüten und Melisse ist genauso entspannend wie ein Kurzurlaub. Warmes Wasser lockert die verspannten Muskeln, die Nerven beruhigen sich, der Stress löst sich auf im Badeschaum. Das Wasser darf nicht zu heiß sein, um Haut und Kreislauf nicht unnötig zu belasten, die Temperatur ist gut zwischen 35 bis 38 Grad und das Bad bis zu 20 Minuten.

Wärme von innen mit einer Tasse warmen Tees hilft bei Unterleibsschmerzen. Tee können Sie selbst gut zubereiten. Zum Beispiel können Sie aus Heilpflanzen, die entkrampfend wirken wie Kamille oder Melisse, Schafgarbe oder Gänsefingerkraut einen leckeren Tee zubereiten und den Tag über verteilt trinken.

Rotklee ist eine Pflanzenart der Schmetterlingsblüter. Er hilft bei Wechseljahresbeschwerden und ist auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich.

Das altbekannte Hausmittel Hirtentäschelkraut bekommen Sie in der Apotheke. Es wirkt blutungsstillend auf die Gebärmutter. Brühen Sie einen Teelöffel des Krauts in einer Kanne auf und dann trinken Sie über den Tag verteilt drei bis vier Tassen.

Besonders bei starken Monatsblutungen und Schmierblutungen verwenden Sie Hirtentäschel. Es enthält als natürliches Heilmittel blutstillende Wirkstoffe. Sie bekommen es als Tell, in Tropfen, Tabletten und Dragees.

Im Mönchspfeffer sind Flavonoide, die den weiblichen Menstruationszyklus beruhigen können. Damit werden etliche Störungen im Zyklus, wie beispielhaft die Schmierblutung, etwas eingedämmt. Viele Frauen sprechen auf eine Behandlung mit Mönchspfeffer gut an und eine weitere Therapie mit Medikamenten der Schulmedizin wird nicht mehr erforderlich.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Über die Wirkung und Risiken von pflanzlichen Mitteln, die eine Östrogen ähnliche Wirkung aufweisen, die Phytoöstrogene oder Isoflavone gibt die wissenschaftliche Forschung nur wenige Erkenntnisse her.
Doch hat es sich in der Praxis gezeigt, dass die Heilkräuter und Heilpflanzen sehr wirksam sein können und Beschwerden während der Wechseljahre beispielhaft lindern sowie bei Schmierblutungen helfen.

Die Phytoöstrogene sind allerdings nur unbedenklich im Rahmen alltäglicher Ernährung, zum Beispiel als Tee getrunken sowie als Lebensmittel gegessen werden. Konzentrierte Formen, die als Dragee, Tablette, Pulver oder Tropfen als Nahrungsergänzungsmittel oft auf Basis von Rotklee sowie Soja verkauft werden, sind noch nicht ausreichend erforscht, sie können durchaus unerwünschte Nebenwirkungen haben.

Der Frauenmantel hat die Fähigkeit, Wunden zu heilen, wie im Mittelalter bereits die Kräuterkundigen schätzten. Das Heilkraut wirkt stark adstringierend, stillt den Blutfluss stillen und beschleunigt damit einen Heilungsprozess.

Frauen können von dieser adstringierenden Wirkung profitieren, wenn sie unter starken Blutungen bei ihrem Menstruationszyklus leiden oder zwischendurch Schmierblutungen erleiden. Der Frauenmantel reguliert außerdem den Menstruationszyklus. Auch bei Myomen sowie einer Endometriose ist der Frauenmantel oft hilfreich.

Bereiten Sie sich eines Rotklee-Tee zu: Sie benötigen vier Teelöffel der frischen Rotklee-Blüten oder Sie nehmen getrocknete Blüten einen gehäuften Teelöffel. Übergießen Sie sie mit kochendem Wasser und lassen sie zehn Minuten abgedeckt ziehen. Seihen Sie den Tee und genießen vom Rotklee-Tee bis zu vier Tassen täglich.

Sie können zur inneren Einnahme zusätzlich den Pflanzensud auch für Sitzbäder verwenden.

Wenn bei einem Besuch beim Frauenarzt die organische, behandlungsbedürftige Störung ausgeschlossen ist, greifen Sie zu ausgewählten Heilpflanzen. Viele Heilpflanzen wirken beruhigend sowie ausgleichend auf Hormonschwankungen. Aber auch Mittel, die eine blutstillende Wirkung haben, sind gegen überraschende Schmierblutungen gut geeignet.

Das Hirtentäschel ist blutstillend und wirkt zusammenziehend auf die Gebärmutter, es eignet sich bei langanhaltenden sowie azyklischen Blutungen. Die Eiweißstoffe helfen blutstillend und dazu die Flavonoide und Saponine. Ein Teelöffel zum Tee trinken Sie zwei bis drei Tassen täglich.

Johanniskraut wirkt antidepressiv und gleicht Stimmungsschwankungen aus, erhöht aber die Sonnenempfindlichkeit und kann die Wirksamkeit anderer Hormonmedikamente wie die Pille beeinträchtigen.

Der Mönchspfeffer hilft bei Zyklus-Unregelmäßigkeiten wie Schmierblutungen. Die Ursachen können mechanisch, organisch oder hormoneller Natur sein.
Wirksam ist der Mönchspfeffer bei Schmierblutungen, wenn sie ausgelöst werden durch hormonelle Schwankungen. Das ist dann der Fall, wenn regelmäßig die Schmierblutungen vor der eigentlichen Menstruation wie mitten im Zyklus und kurz nach dem Eisprung sowie nach der beendeten Periode auftreten.

Die vorgezogene Blutung weist hin auf einen Progesteron-Mangel oder eine Gelbkörperschwäche hin. Dadurch verkürzt sich der Zyklus und eine Schwangerschaft wird verhindert. Manchmal fehlt in der zweiten Zyklushälfte auch Östrogen. Bei beiden Fällen hilft Mönchspfeffer gegen Schmierblutungen helfen. Bei einer Schilddrüsenerkrankung reicht nicht die Einnahme von Mönchspfeffer.

Die Gelbkörperschwäche zeigt sich auch mit Schmierblutungen mittig im Zyklus mit dem Eisprung mit einem ziehenden Schmerz. Blutungen, die Sie einige Tage nach der Periode haben, gehen meist auf einen Östrogenmangel zurück sowie ein langsames Absinken des Progesterons.

Ätherische Öle

Die ätherischen Öle sind natürlich gut anwendbar in Voll- und Sitzbädern. Sie müssen nur dafür sorgen, Öl und Wasser zu mischen. Dazu brauchen sie Emulgatoren (Tenside und Gliceride). Zum Baden geben Sie ein paar Tropfen Spülmittel in eine Tasse mit Wasser und tropfen das ätherische Öl hinein, dann ab ins Badewasser.

Die Öle sind in Parfüm oder als Riechfläschchen in Alkohol gelöst. Hirtentäschel, Melisse und Lavendel bekommen Sie in der Apotheke auch als ätherisches Öl.

Als Trägersubstanz ist beispielsweise für Riechfläschchen Jojobawachs angesagt. Es ist hautfreundlich mit Vitamin E und fördert die Hautelastizität und ist heilungsfördernd, optimal zur Verdünnung als Naturparfüm.

Neben dem Riechfläschchen tropfen Sie das Öl morgens ins Waschwasser, 10-prozentig als Parfüm oder tragen drei Tropfen oder zehn Tropfen mit Jojobawachs auf die Innenseite Ihrer Oberschenkel.

Machen Sie einen Aromawickel: Drei Tropfen des ätherischen Öls oder der Aromamischung
mit einem Teelöffel Salz sowie Honig vermischt in einen Aromawickel.
Neben den genannten können Sie die folgenden Öle verwenden:

  • Linaloeholz ist ausgleichend und entspannend
  • Myrte ist adstringierend und entstauend
  • Pfefferminze erfrischend, belebend und kreislaufanregend sowie kühlend

Homöopathie & Globuli

In der Homöopathie werden die Globuli verwendet. Sie werden hergestellt in einer Verdünnung des Ausgangsstoffes mit Wasser oder Alkohol. Niedrigpotenzen reichen bis D12 und Hochpotenzen ab D30, die nicht von Laien verwendet werden sollten. D- und C-Potenzen haben die Größe 3: 110 bis 130 Kügelchen per Gramm Zucker.

LM-Potenzen sind in der Größe 1 hergestellt, 500 Kügelchen per Gramm Zucker. Sie haben so einen Durchmesser von 0,5 bis 1,5 mm.

Bei Schierblutungen nehmen Sie viermal am Tag 5 Globuli Bovista C9, bis die Blutungen aufhören. Alternativ sind 5 Globuli Ambra grisea C9 zu nehmen, falls Sie B

bauch mit Schmerzen stoppen Sie je nach Blutmenge mit Einnahme von Ustilago C4 bis C6.

Wird die Blutung durch eine eingesetzte Spirale ausgelöst, nehmen Sie 5 Globuli von Arnica montana C9.

Des Weiteren werden Bursa pastoris und Badiaga und Erigeron canadensis oder Fluoricum acidum, Argentum nitricum sowie Hamamelis virginiana immer wieder empfohlen für die Behandlung von Schmierblutungen.

Wenn Sie fest daran glauben, sollen die Kügelchen helfen.

Schüssler-Salze

Schüßler-Salze sind pharmakologisch unwirksam, sagt die Stiftung Warentest: Biochemie nach Schüßler sei nicht zur Behandlung von Krankheiten geeignet. Edzard Ernst, Professor der Alternativen Medizin, urteilt seit 2007: Die Kostenübernahme durch deutsche Krankenkassen ändere nicht, dass diese Behandlung unwirksam ist. Eine Übernahme der Kosten durch gesetzliche Krankenkassen sei ein Verstoß gegen die WANZ-Kriterien, dem Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenkassen nach § 12 SGB V und somit rechtswidrig.

Nr. 1. Calcium fluoratum (Calciumfluorid, Flussspat), für Verbesserung des Bindegewebes, Entspannung der Muskeln und Straffung der Haut. Eingesetzt in der Potenz D12 ist es vor allem das Salz des Bindegewebes.

Nr. 7. Magnesium phosphoricum (Magnesiumphosphat , Phosphorsaures Magnesium), hilft bei Schmerzen, Krämpfen und Blutungen in der Potenz D6. Sie nehmen zehn Tabletten in heißem Wasser aufgelöst und trinken es schluckweise.

Nr. 11. Silicea (Kieselsäure, Kieselerde), stärkt in der Potenz D12 vor allem das Bindegewebe und das Gewebe innerhalb des Körpers. In der Schulmediin nutzt man die Kieselerde pur.
Nr. 25. Aurum chloratum natronatum (Gold-Natriumchlorid, Gold-Salz) ist als Frauensalz bekannt und in der Potenz D12 zu verwenden. Es ist ein Ergänzungsmittel, das bei Eierstocks- und Gebärmutterproblemen eingesetzt wird.

Diät & Ernährung

Unterscheiden Sie Folgen einer radikalen Ernährungsumstellung, Schmierblutungen während einer Diät und die Umstellung der Ernährung, um Schmierblutungen zu vermeiden.

Eine naturbelassene basischen Ernährung sowie der aktive, gesunde Lebensstil helfen in jedem Fall bei Problemen nicht organischer Natur bei Schmierblutungen.

Die Basische Ernährung versorgt Sie mit leicht aufzunehmenden basischen Mineralstoffen und allen Nähr- sowie Vitalstoffen, die Ihr Körper braucht, um ein gesundes Gleichgewicht zu bekommen. Gleichzeitig verhindert die basische Ernährung die sauren Stoffwechselrückstände, die bei der „normalen“ Ernährungsweise im Körper entstehen.

Etwa 80 Prozent der Nahrung sollten basischsein. Der restliche Anteil sind neutrale und säurebildende Lebensmittel. Das ist wie folgt einfach umzusetzen:

  • essen Sie viel frisches Obst und Gemüse
  • verzehren Sie frisch zubereitete Salate mit kaltgepresstem Öl
  • kochen Sie mit frischen Zutaten
  • schränken Sie Weißmehlprodukte, Süßigkeiten und Zucker ein
  • wenig Genussmittel wie Kaffee, Schwarztee und Alkohol
  • nehmen Sie sich Zeit zum Essen und Genießen
  • mehrere, kleine Mahlzeiten
  • ausreichend Flüssigkeit trinken: 2-3 Liter pro Tag
  • Entlastungstage mit nur Gemüse oder Kartoffeln
  • Sport fördert Muskel- und Bindegewebe
  • Stress vermeiden mit gezielten Entspannungsmaßnahmen

Sie entspannen Ihre Muskulatur mit Magnesium in Vollkornprodukten, Mineralwässern und frischem Obst und Gemüse und verringern Beschwerden.
Phytoöstrogene sind in Sojabohnen, -mehl, und -sprossen enthalten sowie in Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten, Sonnenblumenkerne und Leinsamen. Auch als Tee in üblichen Mengen sind die pflanzlichen Mittel unbedenklich.


FAQ – Fragen & Antworten

Welche Ursachen gibt es für Schmierblutungen?

Meist ist die Ursache für die Schmierblutung hormonell und in Zusammenhang mit der Menstruationsblutung bedingt. Es gib auch mechanische Ursachen wie bei der Untersuchung oder dem Geschlechtsverkehr oder organische Gründe wie Tumore oder Entzündungen.

Was unterscheidet eine Schmierblutung von einer Zwischenblutung?

Zwischenblutungen sind meist stärker und in kräftiger, roter Farbe. Schmierblutungen sind bräunlich sowie dunkler als die Zwischenblutung.

Ist eine Schmierblutung gefährlich?

Mechanisch ausgelöst ist sie normalerweise ungefährlich. In der Schwangerschaft, nach den Wechseljahren und im Wiederholungsfall ist ein immer ein Arzt zu konsultieren.

Wie hoch ist das Krebsrisiko?

Bei Nutzung der vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen sind Anzeichen von Tumoren frühzeitig erkennbar und zu behandeln.

Wie gut sind Hausmittel?

Die meisten Hausmittel können gut Schmerzen lindern und für Entspannung sorgen. Blutstillende Mittel können gut helfen. Bei organischen Ursachen können Hausmittel zumindest etwas lindern.

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