Zwischenblutung

Steckbrief: Zwischenblutung (Metrorrhagien)

  • Name(n): Zwischenblutung; Metrorrhagien
  • Art der Krankheit: Blutungen außerhalb der Regel
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: nicht bekannt
  • Behandelbar: Je nach Ursache ja
  • Art des Auslösers: Die Art des Auslösers ist individuell unterschiedlich
  • Wieviele Erkrankte: Fast jede Frau hat während ihres Lebens eine Zwischenblutung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Frauenarzt; (Gynäkologe)
  • ICD-10 Code(s): n93.8 u. a.

Zwischenblutung

Unabhängig von der normalen Menstruationsblutung kennen viele Frauen Zwischenblutungen, die außerhalb der normalen Regelblutung auftreten. Sie können sowohl harmloser als auch krankheitsbedingter Natur sein, je nach Ursache mit Schmerzen verbunden oder aber auch schmerzfrei sein. Zwischenblutungen, auch wenn sie noch so harmlos erscheinen, sollte jede Frau ernst nehmen und zeitnah einen Gynäkologen aufsuchen, damit die Ursache der Zwischenblutung geklärt werden kann.


Definition Zwischenblutung

Als Zwischenblutung werden Blutungen bezeichnet, die aus der Scheide austreten und zusätzlich zu der regulären Monatsblutung (Periode) auftreten. Diese Blutungen werden auch, da sie außerhalb der Menstruation vorkommt, als Zusatzblutung bezeichnet.


Was ist eine Zwischenblutung?

Bei der normalen Menstruation wird die Gebärmutterschleimhaut (lat. Mensis = Monat) über die Scheide ausgestoßen. Dieser Vorgang wiederholt sich etwa alle 28 Tage. Kommt es außerhalb (azyklisch) der Menstruation (Periode, Regel) zu weiteren Blutungen, spricht man von einer Zwischenblutung oder einer Zusatzblutung. Oft treten Zwischenblutungen als schwache Schmierblutungen auf, die in der Medizin auch als Spottings bezeichnet werden. Blutungen, die längerfristig vorliegen (Dauerblutungen), weisen hingegen auf Zyklusstörungen hin, die unterschiedliche Ursachen haben können.

Zwischenblutungen werden unterschieden in prämenstruelle Blutungen, Mittelblutungen sowie postmenstruelle Blutungen.

Prämenstruelle Blutung:
Bei einer prämenstruellen Blutung tritt die Zwischenblutung wenige Tage vor der normalen Monatsblutung auf. Bei dieser Blutung handelt es sich meist nicht um eine rote Blutung sondern um einen bräunlichen Ausfluss aus der Scheide. Diese prämenstruelle Zwischenblutung tritt bei manchen Frauen regelmäßig, bei manchen aber auch unregelmäßig auf. Sie kann mehrere Tage andauern, aber auch nur für ein paar Stunden.

Mittelblutung:
Die Mittelblutung, auch Ovulationsblutung genannt, tritt während des Eisprungs auf und kann mit ziehenden Schmerzen verbunden sein. Die Mittelblutung, die genau in der Mitte der letzten und der nächsten Periode auftritt kann Folge einer Gelbkörperschwäche sein.

Postmenstruelle Blutung:
Die postmenstruelle Blutung tritt hingegen nicht vor sondern nach der gewöhnlichen Menstruation auf. Die Ursachen können hier sehr unterschiedlich sein. Bei hormonellen Zwischenblutungen können z. B. die Wechseljahre oder eine Gelbkörperschwäche verantwortlich sein. Mechanische Verletzungen auf Grund der Entfernung einer Spirale oder beim Geschlechtsverkehr können ebenso Zwischenblutungen verursachen wie Geschwülste oder Myome an der Gebärmutter, die auf organische Leiden zurückzuführen sind.

Welche Ursachen gibt es?

Ovulationsblutung

Durch das Absinken des Östrogenspiegels nach dem Eisprung, führt dies bei einigen Frauen zu einer Hormonentzugsblutung. Da sie in der Mitte des Menstruationszyklus auftritt wird sie auch als Mittelblutung bezeichnet.

Gelbkörperschwäche
Produziert der Gelbkörper (Corpus luteum), der während des Eisprungs einer Eizelle entsteht, zu wenig Progesteron, kann dies zu Zwischenblutungen und zu einem verkürzten Zyklus führen.
Ein Progesteronmangel kann auf eine Schilddrüsenerkrankung hinweisen und ist die häufigste Ursache dafür, dass eine Schwangerschaft ausbleibt.

Hormonelle Verhütung
Verhüten Frauen mit Gestagen haltigen Präparaten wie z. B. die Dreimonatssprite, die Minipille oder das Verhütungsstäbchen, so leiden diese häufiger als andere Frauen an Zwischenblutungen. Zur Vermeidung von Zwischenblutungen verschreiben Frauenärzte deshalb oft Präparate in einer Kombination von Östrogen und Gestagen, da diese Hormonzusammenstellung weniger auf den weiblichen Zyklus eingreift. Auch sind Zwischenblutungen bei einem Wechsel der Pille möglich, wobei sich in der Regel nach ein paar Monate der Zyklus wieder normalisiert.

Myome in der Gebärmutter
Häufig führen auch Myome zu lästigen Zwischenblutungen. Bei Myomen handelt es sich um gutartige Geschwüre von Muskelzellen, die bei Frauen ab 25 Jahren, häufiger jedoch zwischen dem 35 bis 45 Lebensjahr auftreten. Verantwortlich sind vor allem die weiblichen Geschlechtshormone speziell die Östrogene, die bei der Bildung von Myomen eine wesentliche Rolle spielen. Die kann familiär bedingt aber auch auf Grund eines hormonellen Ungleichgewichts als Hauptursache angesehen werden.

Polypen in Gebärmutterhals und Gebärmutter
Bei den Polypen handelt es sich um gutartige Schleimhautwucherungen, die in der Scheide am Gebärmutterhals sowie in der Gebärmutter vorkommen können. Sie entstehen durch das übermäßige Teilen der Schleimhautzellen. Sie können in jedem Alter auftreten, die Verbreitung ist jedoch besonders nach den Wechseljahren zu erkennen. Sie verursachen je nach Befall unregelmäßige bis andauernde Blutungen, die für die betroffenen Frauen sehr unangenehm sind.

Blutungsstörungen durch Endometriose im Genitalbereich
Bei der Endometriose wächst die Gebärmutterschleimhaut, nicht wie sonst üblich in der Gebärmutterhöhle, sie setzt sich häufig an den inneren Geschlechtsorganen, den Eileitern und Eierstöcken, im Bereich der Scheidewand, des Bauchfells oder dem Dick- bzw. Dünndarm ab. Da die Schleimhaut nicht abfließen kann, entstehen oft Blutansammlungen in der Bauchhöhle, die dann beim Platzen heftige Zwischenblutungen verursachen.

Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)
Das weibliche Sexualhormon Östrogen nimmt einen wichtigen Einfluss auf die Gebärmutterschleimhaut und gilt als eventueller Auslöser für Gebärmutterkrebs. Das Krebsrisiko ist umso erhöhter, je höher die Konzentration und je länger sich die erhöhten Östrogene sich im Körper befinden. Die Einnahme von Östrogenpräparaten über einen langen Zeitraum, das sehr frühe Einsetzen der Menstruation sowie die spät einsetzende Menopause erhöht das Risiko, an Gebärmutterkrebs zu erkranken.

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
Ursachen für Zwischenblutungen kann auch auf Eierstockkrebs zurückzuführen sein. Die bösartigen Ovarialtumore treten meist zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Deren Ursache kann auf Grund einer familiären Veranlagung, Kinderlosigkeit, längerer Östrogeneinfluss, Übergewicht aber auch auf Diabetes zurückzuführen sein.

Kontaktblutung

Manchmal entsteht eine leichte Zwischenblutung auch durch die mechanische Reizung der Gebärmutterschleimhaut oder der Scheidenschleimhaut. Diese sogenannte Kontaktblutung kann durch Geschlechtsverkehr ausgelöste werden oder aber auch, wenn eine Spirale eingesetzt oder entfernt wird. Auch ist eine Zwischenblutung nach einem operativen Eingriff wie z. B. bei der Ausschabung nach einer Fehlgeburt möglich, wenn die Regeneration der Gebärmutter länger andauert.

Zwischenblutung während der Schwangerschaft

Eine Zwischenblutung während einer Schwangerschaft kann sehr unterschiedliche Ursachen haben. Einerseits gibt es harmlose Ursachen, z. B. bei der sogenannten Einnistungsblutung die zu Beginn der Schwangerschaft auftreten und 2 Tage anhalten kann. Die weniger harmlosen Ursachen deuten unter Umständen auf eine drohende Fehlgeburt hin. Bei Zwischenblutungen während der Schwangerschaft sollte immer ein Gynäkologe aufgesucht und um Rat gefragt werden.

Mögliche Ursachen im Überblick

  • Ovulationsblutung
  • Gelbkörperschwäche
  • Hormonelle Verhütungsmittel
  • Myome in der Gebärmutter
  • Polypen in Gebärmutterhals und Gebärmutter
  • Portioektopie – gutartige Veränderung am Muttermund
  • Blutungsstörungen durch Endometriose im Genitalbereich
  • Entzündungen von Gebärmutterhals und Gebärmutter
  • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
  • Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom)
  • Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
  • Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom)
  • Kontaktblutung
  • Zwischenblutungen während der Schwangerschaft

Symptome und Anzeichen

Die Symptome einer Zwischenblutung erkennt man, wenn Blutungen außerhalb der eigentlichen Menstruation festgestellt werden. Beobachtet werden sollte hierbei, ob es sich um rötlich-braune sowie leichte Schmierblutungen handelt, die kurz vor der Menstruation einsetzen oder ob die Blutungen nach der Periode festgestellt werden. Je nach Art und Zeitpunkt der Zwischenblutung lassen sich Rückschlüsse über die möglichen Ursachen feststellen:

Ovulationsblutung
Bei leichten Schmierblutungen, die ein bis drei Tage während des Eisprungs, also in der Mitte des Menstruationszyklus auftreten und oft einen Mittelschmerz verursachen kann von einer Ovulationsblutung ausgegangen werden.

Gelbkörperschwäche
Bei der Gelbkörperschwäche können Zwischenblutungen sowohl einige Tage vor der Menstruation auftreten sowie nach dem Ende der Regelblutung

Myome in der Gebärmutter
Je nachdem, wo sich die Myome in der Gebärmutter befinden, leiden betroffene Frauen unter langanhaltenden Zwischenblutungen oder starke verlängerte Monatsblutungen. Symptome wie ziehende oder wehenartige Schmerzen im Unterbauch zeigen sich häufig bei stark wachsenden Myomen.

Polypen in Gebärmutterhals und Gebärmutter
Bei Frauen, die an Polypen im Gebärmutterhals oder der Gebärmutter leiden, haben oft andauernde oder unregelmäßige Zwischenblutungen, die zudem wehenartige Bauchschmerzen verursachen. Manchmal zeigt sich ein schleimiger hell- bis dunkelbraunen Ausfluss

Blutungsstörungen durch Endometriose im Genitalbereich
Zu den typischen Symptomen einer Endometriose zählen starke krampfartige und unregelmäßige Blutungen. Vor allem treten oft wenige Tage vor Beginn der Menstruation Schmerzen im Rücken sowie Unterbauch auf, häufig haben Betroffene auch Schmerzen beim Wasserlassen, manchmal blutigen Stuhlgang sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr.

Gebärmutterhalskrebs

Im Anfangsstadion verursacht Gebärmutterhalskrebs keine Beschwerden. Erst im fortgeschrittenen Stadium können vaginaler Ausfluss, Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr, Blutungen nach den Wechseljahren und auch Blutungen außerhalb der Menstruation Symptome für Gebärmutterhalskrebs sein.

Gebärmutterkrebs

Auch hier sind die Symptome ähnlich wie beim Gebärmutterhalskrebs. Die ersten Anzeichen für Gebärmutterkrebs machen sich durch Blutungen aus der Scheide außerhalb der Regelblutung oder nach den Wechseljahren (Menopause) bemerkbar. In manchen Fällen kommt es zusätzlich noch zu Schmierblutungen sowie eitrigem Ausfluss. Weitere Symptome können Schmerzen im Rückenbereich, in der Beckengegend sowie wehenartige Schmerzen im Unterbauch sein.

Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
Auch beim Eierstockkrebs zeigen sich die Symptome als Blutungen außerhalb der regulären Monatsblutung (Menstruation) sowie Blutungen nach den Wechseljahren (Menopause).


Diagnose und Krankheitsverlauf

Die Diagnose und der Krankheitsverlauf einer Zwischenblutung verlaufen nicht immer gleich. Je nach Zeitpunkt der Zwischenblutung, ob kurz vor oder nach der Menstruation, aber auch je nach Beschwerden wie z. B. starke Unterleibsschmerzen, Ziehen im Unterbauch oder Rückenschmerzen, haben Zwischenblutungen sehr unterschiedliche Gründe und ebenso einen unterschiedlichen Krankheitsverlauf.

Diagnose und Krankheitsverlauf einer Endometriose

Bei der Endometriose sind folgende Untersuchungsmethoden für eine Diagnose nötig: Zunächst findet ein ausführliches Gespräch mit dem Frauenarzt statt, ob es Vorbelastungen in der Familie gibt. Er tastet die Genitalien durch die Scheide ab und prüft die Bauchdecke. Mit dem Ultraschallgerät werden Eierstöcke, Enddarm und Gebärmutter untersucht. Je nach Lokalisierung der Beschwerden oder des Befundes ist eine Bauchspiegelung (Laparoskopie), eine Blasenspiegelung (Zystoskopie) oder eine Darmspiegelung (Koloskopie) notwendig. Durch eine Blutanalyse sowie Gewebeproben unter dem Mikroskop lässt sich die Endometriose-Diagnose sichern.
Der Krankheitsverlauf einer Endometriose ist meist sehr lang. Viele Frauen haben auf Grund dieser Erkrankung sehr starke Schmerzen und gehen davon aus, dass diese zu den normalen Menstruationsbeschwerden gehören. Deshalb bleibt diese Krankheit zunächst über einen langen Zeitraum unentdeckt. Meist wird erst bei einem unerfüllten Kinderwunsch ein Frauenarzt aufgesucht, der dann oftmals eine Endometriose als Ursache diagnostiziert. Oft führt eine Endometriose zu chronischen Schmerzen, die mitunter zu depressiven Stimmungen führen, so dass eine Schmerztherapie hilfreich sein kann.

Diagnose und Krankheitsverlauf von Myomen

Je nach Art der Zwischenblutung lassen sich bestimmte Rückschlüsse einer möglichen Ursache schließen. Bei Verdacht eines bestehenden Myoms wird zunächst in einem Gespräch nach evtl. vorhandenen Beschwerden wie z. B. Rücken-, Darm- oder Blasenbeschwerden gefragt. Bei der anschließenden Tastuntersuchung der Gebärmutter zeigt sich diese häufig, sofern Myome vorhanden sind, vergrößert und härtere als normalerweise. Mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung lassen sich Myome eindeutig diagnostizieren und können je nach Art und Umfang der Beschwerden, hormonell oder operativ entfernt werden.

Diagnose und Krankheitsverlauf von Polypen

Durch eine Tastuntersuchung lassen sich Polypen am äußeren Muttermund feststellen. Innen liegende Wucherungen hingegen können mit einem Ultraschallgerät erkannt werden. Polypen, die aus dem Muttermund heraustreten, lassen sich mit Hilfe der Kolposkopie (griech. „Kolpo“ = Scheide und „skopie“ = betrachten) betrachten. Durch eine Spiegelung (Hysteroskopie)im Inneren der Gebärmutter können Polypen genauer bestimmt werden und von Myomen abgegrenzt werden.
Eine eindeutige Diagnose liefern ein Zellabstrich sowie Gewebeproben.


Häufigkeit und Diagnosedaten

Fast jede Frau hat im Laufe ihres Lebens Zwischenblutungen. Die Häufigkeit lässt sich durch die umfangreiche Vielzahl unterschiedlichster Ursachen nicht eindeutig bestimmen. Manche Frauen bekommen Zwischenblutungen weil sie psychischem Stress ausgesetzt sind, andere Frauen neigen zu Zwischenblutungen auf Grund hormoneller Veränderungen wie beispielsweise durch die Einnahme der Anti-Baby-Pille. Ebenfalls können Myome, Polypen oder aber auch Eierstock- oder Gebärmutterkrebs Zwischenblutungen auslösen.
Statistiken zeigen, dass jährlich rund 11.700 Frauen in Deutschland an einem Karzinom (bösartiger Tumor) in der Gebärmutter erkranken. Bei 9600 Frauen wird jährlich Eierstockkrebs diagnostiziert, der allerdings oft erst nach den Wechseljahren zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr festgestellt wird. Ebenso wird bei rund 6200 Frauen Gebärmutterhalskrebs festgestellt, wobei das mittlere Erkrankungsalter bei Gebärmutterhalskrebs bei 52 Jahren liegt. Bei etwa einem Drittel aller Frauen in Deutschland werden über dem 30. Lebensjahr Myome festgestellt, an einer Endometriose hingegen leiden etwa 10 Prozent aller Frauen, rund 40.000 Frauen erkranken Deutschlandweit jährlich an dieser Krankheit

Überblick über jährliche Krebserkrankungen

  • 11700 Frauen erkranken jährlich an einem Karzinom in der Gebärmutter
  • 9600 Frauen erkranken jährlich an Eierstockkrebs
  • 6200 Frauen erkranken jährlich an Gebärmutterhalskrebs
  • 40.000 Frauen erkranken jährlich an Endometriose
  • Ein Drittel aller Frauen über 30 Jahren leiden an Myomen

Komplikationen bei der Krankheit

Bei Blutungen außerhalb der Menstruation handelt es sich oft um Störungen des Hormonhaushalts, bei denen keine nennenswerten Komplikationen auftreten. Bei Frauen, die regelmäßig ihren Gynäkologen zwecks Vorsorgeuntersuchung aufsuchen, ist die Gefahr, einen gefährlichen Tumor zu entwickeln eher gering. Frauen, die ihren Arzttermin jedoch vernachlässigen kann es zu bösen Überraschungen kommen. Zunächst bleiben tumoröse Veränderungen im Frühstadium, da sie keine Schmerzen verursachen meist unbemerkt. Wird der Tumor jedoch größer, kann er je nach Umfang und Lage anfangen zu bluten oder andere Gewebestrukturen so reizen, dass diese die gleichen Beschwerden verursachen. Besonders tragisch ist der Befund von bösartigem Krebs wie z. B. Gebärmutterhalskrebs Zervixkarzinom), Gebärmutterkrebs (Endometriumkarzinom) oder Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom). Meist muss bei dieser Diagnose die Gebärmutter oder die Eierstöcke entfernt werden. Für Frauen im gebärfähigen Alter und mit einem Kinderwunsch ist dies besonders dramatisch. Abgesehen von den Risiken, die eine solche Operation mit sich bringt, sind auch erhebliche psychische Belastungen nicht zu unterschätzen, die eine Therapie mit einem Psychologen oft erforderlich werden lässt. Werden Tumore operativ entfernt besteht immer, wie bei allen Operationen, auch die Gefahr eines Gerinnsels in den Blutgefäßen (Thrombose), Komplikationen während der Narkose oder aber auch in der anschließenden Wundheilung.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei jeder Art von Zwischenblutungen, auch wenn sie noch so unbedeutend erscheinen, ist es wichtig, herauszufinden, was der Auslöser bzw. der Grund für eine Nebenblutung ist.
Bei einer ärztlichen Untersuchung wird der Gynäkologe zunächst, um organische Ursachen zu erkennen oder sie auszuschließen, wichtige Punkte abfragen. Diese Fragen beziehen sich beispielsweise auf eine mögliche Schwangerschaft, die Einnahme hormoneller Verhütungsmittel oder ob psychische Belastungen vorliegen:

Anschließend wird der Frauenarzt (Gynäkologe) durch spezielle Untersuchungen wie z. B. mit dem Ultraschallgerät, mit Hilfe eines Urin- und/oder Bluttests versuchen herauszufinden, weshalb azyklische Nebenblutungen auftreten. Je nach Ergebnis kann auch eine Bauchspiegelung im Falle einer vermuteten Endometriose oder eine Biopsie auf Grund des Verdachts bzw. des Ausschlusses eines Zervixtumors vorgenommen werden. Nur durch eine Klärung der Ursache kann gezielt behandelt und eventuelle Beschwerden gemildert oder behoben werden. Bei organischen Ursachen leitet der Arzt entsprechende Therapien ein. Liegen hormonelle Schwankungen als Auslöser für die Zwischenblutungen vor, können diese mit Hormonpräparaten behandelt werden. Hierzu werden häufig Kombipräparate verwendet, die aus Gestagenen und Östrogen besteht.

Behandlungsmethoden und Therapie

Bei der Behandlung von Zwischenblutungen ist die Therapie je nach Diagnose sehr unterschiedlich. Bei manchen Zwischenblutungen genügt die Einnahme von Tabletten, bei anderen wiederum muss operiert werden. Auch die Kombination von beidem ist möglich. Frauen die bei psychischem Stress an Zwischenblutungen leiden eignet sich unter Umständen eine Psychotherapie. Mitunter sind auch keine therapeutischen Maßnahmen nötig wie z. B. bei der Ovulationsblutung bei jungen Frauen zum Zeitpunkt des Eisprungs.

Behandlungsmethoden von Zwischenblutungen die durch Myome verursacht werden

Verursachen Myome Zwischenblutungen und erhebliche Probleme, so können diese operativ (Myomenukleation) oder aber auch durch eine Hormontherapie entfernt werden. Bei der Auswahl des Operationsverfahrens spielt vor allem die Lage des Myoms eine entscheidende Rolle. Liegt z. B. ein einzelnes Myom außen auf der Gebärmutter auf, so kann dieses in einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) ausgeschält werden. Liegt ein Myom unterhalb der Gebärmutterschleimhaut vor, so wird dies über eine Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) entfernt. Ein Bauchschnitt (Laparotomie) wird erforderlich, wenn sich ein Myom in der Gebärmutterwand befindet. In den meisten Fällen führt eine Myomen-Operation zu einem dauerhaften Erfolg, nur in etwa 15 % wächst ein Myom nach der Entfernung nach.

Frauen, bei denen das Myom starke Blutungen verursacht, können mit einer Hormonspirale, der Minipille oder der normalen Antibabypille behandelt werden. Eine weitere Hormontherapie wird erforderlich, wenn diese Anwendungen nicht den gewünschten Erfolg bringen. Hier werden gerne die Wirkstoffe GnRH sowie Ulipristal angewandt, die die Bildung der wachstumsfördernden Hormone hemmen. Eine weitere Möglichkeit zur Myomenbehandlung bietet das MRT-gelenkte fokussierte Ultraschallverfahren. Hier können Myome mit unter 8 cm Umfang behandelt werden.

Behandlungsmethoden von Zwischenblutungen, die durch eine Endometriose verursacht werden

Verursacht eine Endometriose Zwischenblutungen, so wird je nach Lage der Endometrioseherde, dem Ausmaß der Endometriose, dem Alter sowie bei eventuell bestehendem Kinderwunsch die Behandlungsmethode auf die Patientin abgestimmt. Je nach Ausmaß der Erkrankung und Ziel der Behandlung können sowohl Medikamente verabreicht werden, ebenso ist eine operative Endometriose-Behandlung möglich. Kleine Endometrioseherde können während einer Bauchspiegelung (Laparoskopie) mit dem Laser abgetragen werden. Ebenso besteht die Möglichkeit das Gewebe elektrochirurgisch veröden zu lassen. Bei größeren und ungünstig gelegenen Endometrioseherden wird oftmals ein Bauchschnitt notwendig. Durch die Einnahme von Hormonpräparaten wie z. B. Östrogen und Gestagen wird bewirkt, dass die Endometrioseherde ruhig gestellt werden. Um eine langfristige Wirkung dieser Therapie zu erzielen, müssen die Medikamente über einen Zeitraum von 3 bis 6 Monaten eingenommen werden.

Therapien im Überblick

  • Hormonbehandlung mit Östrogen und Gestagen
  • Operationen
  • medikamentöse Einstellung von Stoffwechselstörungen
  • Elektrochirurgische Verödung
  • Chemotherapie und Bestrahlung bei Tumoren
  • Psychotherapie und Kuren bei psychischer Belastung

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Was viele Frauen nicht wissen: Die Psyche hat einen großen Einfluss auf den Menstruationszyklus. Wer großen Belastungen ausgesetzt ist, sei es starke körperliche Arbeit oder auch bei Problemen im sozialem Umfeld wie z. B. Stress in der Beziehung, Ängste den Arbeitsplatz zu verlieren, neigt vermehrt zu Zwischenblutungen und Zyklusstörungen. Ein ausgeglichenes, seelisches Wohlbefinden hilft, Zwischenblutungen vorzubeugen. Frauen, die bei diesen Belastungen zu Zwischenblutungen neigen sollten versuchen, stressverursachende Faktoren abzubauen und für einen seelischen Ausgleich sowie Entspannungsphasen sorgen.

Zudem tragen regelmäßige körperliche Bewegungen, frische Luft und eine abwechslungsreiche gesunde Ernährung sowie der Verzicht auf Alkohol und Nikotin dazu bei, körperlich fit zu bleiben. Ebenfalls kann auch das Erlernen von Entspannungstechniken wie z. B: Autogenes Training, progressive Muskelrelaxation nach Jakobson oder auch Yoga vorbeugend gegen Zwischenblutungen wirken.

Prognose zur Heilung

Zwischenblutungen sind nicht selten. Blutungen außer der Reihe treten bei vielen Frauen auf deren Ursache meist harmloser Natur ist. Manche Frauen, die während des Eisprungs zu Zwischenblutungen neigen lässt sich diese gut mit Hormonpräparaten in den Griff bekommen. Frauen, die auf Grund einer niedrig dosierten Mikropille mit Zwischenblutungen reagieren ist der Wechsel auf eine höher dosierte Pille hilfreich. Bei manchen Frauen treten Probleme beim Tragen einer Kupferspirale auf, bei der es durch den mechanischen Reiz ebenfalls zu Zwischenblutungen kommen kann. Hier lässt sich durch das Entfernen der Spirale meist die Blutung abstellen. Seltener lösen organische Ursachen wie z. B. Myome oder Polypen Zwischenblutungen aus. Fast jede dritte Frau hat Myome, jedoch verursachen diese nicht immer Zwischenblutungen.

Die meisten von diesen gutartigen Geweben lassen sich jedoch gut behandeln, so dass anschließend keine Beschwerden mehr auftreten. Gefährlich wird es erst bei bösartigen Tumoren wie beispielsweise dem Gebärmutterhalskrebs, der ebenfalls häufig für Zwischenblutungen verantwortlich sein kann.

Bei Frauen, die an den jährlichen Früherkennungsuntersuchungen teilnehmen, ist das Krebsrisiko eher gering, da der Gynäkologe schon bei den ersten Zellveränderungen die entsprechenden Maßnahmen einleiten wird, so dass erst gar kein Krebs entstehen kann.


Zwischenblutungen in einer Schwangerschaft

Zwischenblutungen können während eines normalen Menstruationszyklus hin und wieder auftreten und tragen bei den meisten Frauen keine gravierenden gesundheitlichen Nachteile mit sich. Dennoch sollte eine Zwischenblutung außerhalb der Menstruation immer ernst genommen und vorsichtshalber ein Arzt konsultiert werden.
Treten Zwischenblutungen während einer Schwangerschaft auf, sind diese jedoch als ernstzunehmende Anzeichen einer drohenden Fehlgeburt einzustufen, so dass umgehend ein Gynäkologe oder ein nahegelegenes Krankenhaus aufgesucht werden sollte. Bei einer Abstoßung der Frucht und der damit verbundenen Zwischenblutung handelt es sich um eine Fehlgeburt, die unbedingt untersucht und durch eine eventuelle Ausschabung behandelt werden muss.


Alternative Behandlungsmethoden

Körpereigene Östrogene haben einen großen Einfluss bei der Bildung von Gebärmuttertumoren und den daraus oftmals resultierenden Zwischenblutungen. Nicht immer müssen diese gutartigen Tumore operativ oder hormonell behandelt werden. Wucherungen von Myomen und auch Polypen an der Gebärmutter hatten noch vor wenigen Jahren oftmals die Entfernung der Gebärmutter zur Folge. Heutzutage werden jedoch wesentlich sanftere Heilmethoden eingesetzt. Kleine Myome werden z. B. mit homöopathischen Mitteln behandelt werden. Auch wirken chinesische Arznei-Tees oder Mönchspfeffer-Extrakte auf den Hormonhaushalt der Eierstöcke, wodurch das Wachstum der Myome deutlich reduziert werden kann. Zwischenblutungen, die psychisch bedingt sind lassen sie oftmals mit Entspannungsübungen wie z. B. Yoga oder Tai-Chi behandeln. Auch die Akupunktur soll nach traditioneller chinesischer Medizin helfen, den gestörten Energiefluss mit Hilfe feiner Nadeln wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Je nach Erkrankung und Situation ist auch der Aufenthalt in einer Kurklinik für mehrere Wochen sinnvoll.

Alternative Behandlungsmethoden im Überblick

Welche Hausmittel können helfen?

Wärmebehandlung

Manchmal helfen auch die altbekannten Hausmittel wie z. B: Wärmeanwendungen aus, um spürbare Linderungen bei Zwischenblutungen zu erzielen. Ob nun als wohltuendes Wannenbad, mit Hilfe einer Wärmflasche oder als Wärmepackung: Wärme wirkt entspannend, krampflösend und beruhigend.

Moorvollbäder
Moorvollbäder oder Sitzbäder werden ebenfalls gerne als Hausmittel verschrieben, um das seelische und körperliche Wohlbefinden und damit vor allem den hormonellen Kreislauf zu stabilisieren.

Koriandersamen
Ebenso ein Tee mit Koriandersamen kann helfen starke Blutungen zu stoppen, da sie helfen, die weiblichen Hormone wieder in ein Gleichgewicht zu bringen und die Gebärmutterfunktionen verbessern. Hierzu gibt man 1 Teelöffel Koriandersamen in einen Topf mit 300 ml Wasser und bringt es zum Kochen bis sich die Flüssigkeit um die Hälfte reduziert hat. Je nach Geschmack kann mit etwas Honig gesüßt werden, Um eine spürbare Wirkung zu erzielen, sollten bei anhaltenden Blutungen 2 bis 3 Tassen täglich getrunken werden.

Apfelessig
Auch hilft Apfelessig, Krämpfe, Kopfschmerzen sowie Müdigkeit zu lindern, da es Giftstoffe aus dem Körper spült und die Alkalität im Körper erhöht. Täglich 1 bis 2 Teelöffel ungefilterter Apfelessig in einem Glas mit Wasser vermischt getrunken, unterstützt ebenfalls den Hormonhaushalt.

Magnesium
Starke Blutungen lassen sich häufig auch mit einer erhöhten Gabe an Magnesium deutlich reduzieren, da die Stärke der Blutung meist auf einen Magnesiummangel zurückzuführen ist.
Magnesium entspannt nicht nur die Muskulatur, Magnesium zählt zu den essentiellen Mineralstoffen und ist unter anderem dafür zuständig, um die weiblichen Hormone wie Progesteron und Östrogen auszugleichen.

Cayennepfeffer
Cayennepfeffer ist bekannt für seine entspannende Wirkung auf die Muskulatur sowie die Linderung von schweren Blutungen. Ein halber Teelöffel Cayennepfeffer in einem Glas mit warmem Wasser und etwas Honig hilft bei einer Anwendung von 2 bis 3 mal täglich außerdem, Schmerzen besser zu kontrollieren und das Hormongleichgewicht zu verbessern.

Zimt
Zimt hat durch seinen hohen Mangangehalt blutstillende, entzündungshemmende und krampflösende Eigenschaften. Bei starken Blutungen sollte 2 x täglich eine Tasse Zimttee getrunken werden. Hierzu wird 1 Teelöffel Zimtpulver mit einer Tasse Wasser ein paar Minuten zum Köcheln gebracht.

Hausmittel im Überblick

  • Wärmebehandlung
  • Moorvollbad
  • Koriandersamen
  • Apfelessig
  • Magnesium
  • Cayennepfeffer
  • Zimt

Heilkräuter und Heilpflanzen

Medizinische Studien belegen, dass viele Heilpflanzen und Heilkräuter einen großen Einfluss auf die Genesung bzw. die Heilung von Krankheiten haben. Vor der Anwendung von Heilkräutern und Heilpflanzen sollte jedoch immer Rücksprache mit einem Facharzt gehalten werden.

Schachtelhalm
Hierzu zählt vor allem der Schachtelhalm, der sehr viel Kieselsäure enthält, die eine blutreinigende und blutstillende Wirkung erzielt.

Kriechender Günsel
Ebenso beliebt bei Blutungen ist der Kriechende Günsel, der eine leicht tonische sowie adstringierende (zusammenziehende) und wundheilende Wirkung hat. Mit 20 g blühenden Sprossspitzen lässt man diese in 1l kochendem Wasser 10 Minuten ziehen, der dann als Tee oder als Aufguss verwendet werden kann.

Hirtentäschelkraut
Das Hirtentäschelkraut galt bereits im 16. Jahrhundert als wirksame Heilpflanze gegen Blutungen. Sie besitzt die Wirkstoffe Cholin, Acetylcholin, Gerbstoff, organische Säuren, Kalium, Tyramin sowie Flavonglykosid. Zur Linderung der Beschwerden wird aus dem Hirtentäschelkraut ebenfalls Tee zubereitet.

Essigrose
Die Essigrose ist bekannt für ihre blutstillende, wundheilende und adstringierende Wirkung, die sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt werden kann. Bei der Zubereitung werden 30 g Früchte der Essigrose in 1 Liter Wasser für 2 Minuten gekocht.

Heilkräuter & Heilpflanzen im Überblick

  • Schachtelhalm
  • Kriechender Günsel
  • Hirtentäschelkraut
  • Essigrose

Ätherische Öle

Ätherische Öle, die durch Auspressen, Wasserdampfdestillation oder Extraktion aus Pflanzen oder Pflanzenteile gewonnen werden, verwendet man häufig als medizinische Wirkstoffe. Besonders bedeutend sind ätherische Öle in der Pflanzenheilkunde bei der Aromatherapie, um Patientinnen mit Duftstoffen zu behandeln. In der Regel führen solche Therapien Heilpraktiker durch, die je nach Art der Beschwerden unterschiedliche Duftstoffe anwenden. So kann beispielsweise Menschen, die unter Depressionen, Stress oder Angst leiden und die durch diese Umstände unter Zwischenblutungen zu leiden haben, mit Hilfe von Aromastoffen spürbare Linderung geschaffen werden.
Die ätherischen Öle Zeder, Neroli, Rose sowie Weihrauch setzen Heilpraktiker gerne zur Behandlung von Angstzuständen ein, während bei Patientinnen, die unter großem Stress leiden, eine Therapie mit Mandarine, römische Kamille sowie Narde angewandt wird. Bei depressiven Verspannungen helfen Bergamotte, Grapefruit und Zeder, während zur Stabilisierung der Psyche häufig die Iriswurzel genutzt wird.

Massagen wirken in Kombination mit ätherischen Ölen stressabbauend und beruhigend. Aus einer Mischung aus 100 ml Johanniskrautöl, 5 Bergamotte, 5 Römische Kamille, 5 Neroli sowie 5 Lavendel lässt sich eine beruhigende Massageölmischung herstellen, deren Düfte und Inhaltsstoffe sich während einer Massage besonders gut entfalten sowie einwirken können.

Homöopathie und Globuli

Zu den azyklischen Gebärmutterblutungen bzw. Zwischenblutungen, die auch in der Fachsprache als Metrorrhagie bezeichnet werden, zählen vor allem Hormonstörungen, verursacht durch sehr starke Östrogenproduktion als häufigste Auslöser für diese Beschwerden. Diese erhöhte Östrogenproduktion führt zu einer Verdickung des Endometriums. Bei diesen Störungen helfen oft homöopathische Behandlungsmethoden wie die Einnahme von Globuli Bovista C9 oder alternativ Globuli Ambra grisea C 9. Blutungen, die mit Schmerzen im Unterbauch verbunden sind lassen sich gut mit Ustilago C 4 und C 6 stoppen. Bei Beschwerden, die wegen einer eingesetzten Spirale entstehen, können mit Globuli Arnica montana C 9 behandelt werden. Die Metrorrhagie kann grundsätzlich alle Frauen betreffen und ihren Organismus durch diese Beschwerden schwächen. Durch die positive Wirkung der Homöopathie mit natürlichen Heilmitteln können die meisten Blutungen auf sanfte Art behoben werden.

Homöopathische Mittel im Überblick:

  • Bovista C9
  • Ambra grisea C 9
  • Ustilago C 4
  • Ustilago C 6
  • Arnica montana C 9

Schüssler-Salze

Oftmals helfen auch die sogenannten Schüssler Salze bei Zwischenblutungen. Schüssler Salze werden in Tablettenform durch langsames Zergehen Lassens auf der Zunge eingenommen. Empfohlen wird das Salz Calcium fluoratum Nr. 1, welches auch das Salz des Bindegewebes, der Haut und der Gelenke bezeichnet wird. Durch das Calcium fluoratum wird das Bindegewebe gefestigt. Ebenso wird das Schüssler Salz Nr. 7 – Magnesium phosporium empfohlen, welches für die Muskeln und Nerven gut ist. Zu guter Letzt wird bei Blutungen außerhalb des Menstruationszyklus gerne das Schüssler Salz Nr. 11Silicea verabreicht, welches u. a. ebenfalls das Bindegewebe festigt. Bei der Anwendung mit Schüssler Salzen ist die gleichzeitige Anwendung dreier Schüssler Salze möglich, jedoch wird die Einnahme eines einzelnen Salzes empfohlen. Je nach Art und Umfang der Beschwerden sollten betroffene Frauen 3 bis 6 Tabletten täglich einnehmen.

Die Schüssler Salze im Überblick

Diät und; Ernährung

Die Ernährung hat, zusammen mit ausgewogenen sportlichen Aktivitäten, der Sonne sowie einem zufriedenen Seelenleben mitunter den größten Einfluss auf unser Gesundheit. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, viele Faktoren, die eine Zwischenblutung begünstigen, zu vermeiden. Eine ausgewogene Ernährung beinhaltet vor allem die regelmäßige Einnahme an essentiellen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Frisches Obst und Gemüse, Ballaststoffe, pflanzliche Fette, Fisch und Hülsenfrüchte sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Besonders wichtig ist eine regelmäßige Zufuhr von Magnesium und Eisen. Magnesium ist vor allem wichtig, um die weiblichen Hormone Progesteron und Östrogen auszugleichen, die Muskulatur zu entspannen und eine ausreichende Menge an Energie zu liefern.
Ein ausreichender Vorrat an Eisen ist vor allem wichtig für die Sauerstoffzufuhr. Bei starkem Blutverlust verringert sich auch der Eisenanteil im Blut, so dass Luftknappheit, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen typische Symptome für einen Eisenmangel darstellen.

Auch Übergewicht führt, wenn es über einen längeren Zeitraum besteht, zu einem doppelt so hohem Risiko, an Gebärmutterkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Sexualhormonstörungen, Arthrose zu erkranken, wie bei normalgewichtigen Menschen. Diese Krankheiten können sich dann vorab durch Zwischenblutungen bemerkbar machen. Menschen die an Übergewicht leiden sollten versuchen, durch eine Diät sowie sportliche Aktivitäten ihr Gewicht zu reduzieren um Krankheiten zu vermeiden, aber auch um ihre Lebenserwartung zu erhöhen.


FAQ -Fragen & Antworten

Welche Untersuchungen führt der Gynäkologe bei einer Zwischenblutung durch?

Zunächst stellt der Arzt einige Fragen über die Blutungsdauer, den Zeitpunkt der letzten Menstruation und ob weitere Beschwerden z. B. Schmerzen vorliegen. Des Weiteren tastet er unter Umständen den Bauchraum ab und führt eine Ultraschalluntersuchung durch. Es werden außerdem ein Hormonstatus, ein Blutbild sowie ein Urintest gemacht, um die genaue Ursache der Zwischenblutung bestimmen zu können.

Ist die Menstruationsblutung nach einer Zwischenblutung schwächer?
Das kommt darauf an, um welche Art der Zwischenblutung es sich handelt. Wenn mit der Zwischenblutung eine große Menge Schleimhaut abgebaut wurde, ist die anschließende Periode tatsächlich wesentlich abgeschwächter.

Welche Ursachen gibt es für Zwischenblutungen?
Zwischenblutungen können viele Ursachen haben. Es gibt hormonelle Störungen, sie sind lästig aber nicht gefährlich, es gibt jedoch auch Zysten an den Eierstöcken, Myome, Karzinome oder blutende Polypen. Wichtig ist, Zwischenblutungen ernst zu nehmen und einen Gynäkologen zu Rate zu ziehen, damit die Ursache geklärt werden kann.

Was unterscheidet eine Zwischenblutung von einer Schmierblutung?
Zwischenblutungen sind oft stärker und in der Farbe kräftiger als Schmierblutungen. Schmierblutungen sind meist bräunlich und dunkler als die Zwischenblutung.

Wie lange dauert eine Zwischenblutung?
Bei der Dauer einer Zwischenblutung kommt es auf die Ursache der Beschwerden an. Eine Zwischenblutung kann wenige Stunden, sie kann aber auch mehrere

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