Nierenkolik

Steckbrief: Nierenkolik

  • Name(n): Nierenkolik
  • Art der Krankheit: krampfartiger Schmerz im Bauchraum und der Lendengegend
  • Verbreitung: begünstigt durch einen Gendefekt oder eine ungesunde Lebensweise
  • Erste Erwähnung der Krankheit: unbekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Harnsteine / Nierensteine
  • Wieviele Erkrankte: rund 20% der deutschen Bevölkerung
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Allgemeinmediziner
  • ICD-10 Code(s): N20 / N23

Alles was man zur Nierenkolik wissen muss

Eine Nierenkolik tritt grundsätzlich nur im Zusammenhang mit Nierensteinen auf und kann bei den betroffenen einen lebensbedrohlichen Zustand hervorrufen. Auslöser der Erkrankung kann dabei ein Defizit am Harnleiter oder der Niere sein. Die häufigste Ursache sind aber die Nierensteine / Harnsteine die die Grundfunktion stark beeinträchtigen können.

Erste Anzeichen einer Nierenkolik sind extrem starke und langanhaltende Schmerzen im Bereich der Niere, um den Bauchraum oder dem Lendenbereich. Die Nierenkolik gilt zudem ALS eine akute Erkrankung, die sofort von einem Arzt behandelt werden muss. Im schlimmsten Fall kann eine Nierenkolik zum Tod des Patienten führen.

Definition zur Nierenkolik

Wenn man von einer Nierenkolik spricht, so betrifft dies grundsätzlich den kompletten Nieren Bereich. Die Niere besteht aus zwei Teilen, und zwar dem Ren und dem Nephros. Beide Teile bilden ein flügelartiges Organ, das fest die Wirbelsäule umschließt.

Im Bereich der 11. bis 12. Rippe ist die Niere links und rechts von der Wirbelsäule angeordnet. Die Hauptfunktion der Niere ist es, den Blutkreislauf auf Giftstoffe zu überprüfen und diese gegebenfalls aus dem Körper abzuleiten. Dies muss man sich als eine Art Filter vorstellen, durch den zwar Giftstoffe gelangen können, doch die lebensnotwendigen Körpersubstanzen aufgefangen werden. Körperflüssigkeiten und gewisse Mineralstoffe gelangen von dort aus wieder direkt in den Körperkreislauf. Außerdem steuert die Niere die allgemeine Harnausscheidung.

Durch die verschiedenen Aufgaben der Niere bleibt es nicht aus, dass sich dabei vereinzelt Harnsteine und Nierensteine bilden können. Die Entstehung beruht auf einen Kristallisierungsprozess zwischen Mineralstoffen und Salzen.

Als Ursprungsquelle ist hauptsächlich die Harnsäure zu benennen. Bei zunehmender Ausprägung der Nierensteine kann es zu einer Verstopfung der Nierengänge oder der Harnleiter kommen. Blockieren die Nierensteine die Zu- und Ableitungen der Niere, so spricht man von einer Nierenkolik, die zugleich mit extrem starken Schmerzen einhergeht.

Was ist eine Nierenkolik?

Wenn ein Patient schubweise über extrem starke Schmerzen im Flankenbereich klagt, so muss man unbedingt eine Nierenkolik in Betracht ziehen. Ursache der Schmerzen sind in diesem Fall blockierte Nierengänge oder Harnleiter, die durch entsprechende Nierensteine ausgelöst werden. Zur Schmerzlinderung kann der Arzt etwaige Schmerzmittel verschreiben und eine ständige Beobachtung anordnen. In der Regel ist jedoch ein operativer Eingriff notwendig, bei dem die Nierensteine entfernt werden.

Verstopfte Nieren- oder Harnwege sind extrem schmerzhaft. Absolut typisch sind jedoch nur kurzzeitig bedingte Begleitschmerzen, die nur stoßweise auftreten. Die Schmerzempfindung kann dann den Bauchraum, die Flanken und sogar den Genitalbereich umfassen. Weitere Symptome sind Schweißausbrüche und gegebenfalls Brechreiz.

Die damit einhergehende Nierenkolik kommt genau dann zustande, wenn der Harnstein bzw. Nierenstein den Blasengang blockiert. Allerdings ist die körpereigene Muskulatur so aufgebaut, dass durch Stimulationen die Körperflüssigkeiten unmittelbar zur Blase abtransportiert werden. Durch die Verstopfung beginnt sich die Muskulatur zu verkrampfen, wodurch der Patient wiederum heftige Schmerzen verspürt. Fachärzte Sprechen dann von einer Nierenkolik, die sofort ärztlich behandelt werden muss.

Welche Ursachen gibt es?

Damit es zu einer Nierenkolik kommen kann, müssen sich zuvor Harn- bzw. Nierensteine in den Harnwegen festsetzen und die Zugänge blockieren. Für eine totale Blockierung ist aber eher selten nur ein Stein verantwortlich sondern in der Regel haben sich schon mehrere Steine festgesetzt.

Das Nierenbecken sollte dann schon über einen längeren Zeitraum leichte Schmerzen verursachen, die aber bislang noch als unscheinbar angesehen wurden. Grundsätzlich muss man aber sagen, dass fast jeder Mensch schon den einen oder anderen Harnstein besessen hat.

Harnsteine sind nämlich in der Regel von kleinerem Ausmaß und werden ganz einfach über die Blase wieder ausgeschieden. Extrem anfällig für Nierensteine samt Nierenkolik sind all jene Patienten, die häufig unter einer Harnwegserkrankung leiden. Vorbeugend sollte man deshalb täglich ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.

Die Ursache für die Bildung von Harn- / Nierensteinen mit anschließender Nierenkolik ist vielfältig gehalten und kann auf die verschiedensten Auslöser zurückgeführt werden. Krankheitsbedingt kann es zum Beispiel schon im Säuglingsalter zu einer Fehlbildung bzw. Verengung des Harnleiters kommen, so dass auch hier die Wahrscheinlichkeit zu einer Nierenkolik extrem hoch ist.

Andere Faktoren sind z.B. eine Gewichtsreduzierung mit anschließender Nahrungsumstellung oder aber ein erhöhter Alkoholkonsum. Für die Bildung von Nierensteinen kommen viele Faktoren aufeinander, die bei einer ungünstigen Konstellation eine Nierenkolik begünstigen können.

Die wichtigsten Ursachen kurz zusammengefasst:

  • Nierensteine blockieren den Harnleiter
  • Harnwegsinfektion
  • eine unzureichende Flüssigkeitsaufnahme
  • Gewichtsreduzierung
  • Ernährungsumstellung
  • krankheitsbedingte Fehlbildung des Harnleiters
  • erhöhter Eiweiß- oder Kalziumkonsum
  • erhöhter Alkohol- und Kaffeegenuss
  • Blasenentzündung
  • Blutgerinnsel im Bereich der Niere

Symptome und Anzeichen

Eine Nierenkolik entsteht dann, wenn kleine Nierensteine in den Harnleiter gelangen. Damit einhergehen leichte bis starke Schmerzen, die nur kurzzeitig auftreten können. Die kleinen Steine wandern mit Hilfe der Muskulatur langsam durch die Harnröhre und können durch den Reibungsvorgang eine Nierenkolik auslösen.

Deutlich größere Nierensteine, die nicht in die Harnröhre passen verstopfen den Zugang und rufen die Nierenkolik hervor. Bei einer Nierenkolik handelt es sich stets um einen akuten Steinabgang, welcher je nach Steingröße und Lage unterschiedliche Symptome hervorrufen kann. Die wahrscheinlich ersten Anzeichen, die ein Patient wahrnimmt, sind extrem starke Schmerzen im unteren bauchraum und in der Flanke.

Im Zuge der Schmerzbildung verkrampft die Muskulatur und die Schmerzen werden zunehmend stärker. Liegen die Nierensteine bereits sehr tief im unteren Bauchraum, so können selbst im Genitalbereich Schmerzen empfunden werden. Zeitgleich tritt ein vermehrtes Verlangen zum Wasser ablassen ein, wobei sich die eigentliche Harnflüssigkeit lediglich auf ein Minimum beschränkt. Der Stuhlgang wird unkontrollierbar und einige Patienten klagen zugleich über Übelkeit und Erbrechen.

Bei einer Nierenkolik wird auch oftmals die innere Schleimhaut der Harnröhre geschädigt. Dadurch tritt Blut in den Stuhlgang über und führt zeitgleich zu einer extremen Reizung und einem bakteriellen Infekt. Fachärzte haben herausgefunden, dass selbst Nierensteine mit einem Durchmesser von 0,5 cm durch die Harnröhre des Menschen abwandern können. Dieser Vorgang kann sich über mehrere Stunden hinweg ziehen und sollte bestenfalls durch einen Arzt beobachtet werden.

Die Gefahr von wiederkehrenden Nierensteinen ist extrem groß, sofern man diese bereits 1-mal gehabt hat. Nierensteine kleineren Durchmessers werden ungehindert durch den regulären Harnabgang wieder ausgeschieden. Das Wasserlassen kann hierbei mit einem kurzen stechenden Schmerz einhergehen. Trotzdem kann es auch manchmal passieren, dass ein Nierenstein an der inneren Schleimhaut hängen bleibt. Ist dies der Fall, dann kann es mehrere Tage dauern, bis der Stein durch den Harnabgang ausgespült wurde.

Betroffene, bei denen vermehrt Nierensteine festgestellt wurden, sollten im Nachhinein versuchen, die eigenen Nierensteine in einem Labor untersuchen zu lassen. Dazu hat man beim Ausscheiden der Nierensteine ein kleines Sieb griffbereit, durch das der Urin einfach gefiltert werden kann. Nierensteine verbleiben dann einfach im Sieb und geben später Aufschluss darüber, wodurch die Nierensteine samt Nierenkolik überhaupt verursacht werden.

Bei nachfolgenden Symptomen kann eine Nierenkolik vorliegen:

  • extrem starke Schmerzen die insbesondere einseitig auftreten
  • die Schmerzen erstrecken sich über den Bauch und können auch den Genitalbereich betreffen
  • der Bauch reagiert druckempfindlich
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Fieber
  • Übelkeit
  • Nierenschmerzen
  • extreme Schweißausbrüche
  • Blut im Urin
  • veränderter Stuhlgang mit häufigem Harndrang

Diagnose und Krankheitsverlauf

Ob es sich tatsächlich um eine Nierenkolik handelt kann im Grunde genommen nur ein entsprechender Facharzt feststellen. Dabei wird speziell der Bauchraum des Patienten näher untersucht, die durch entsprechende Klopfuntersuchungen und eine Amnese begleitet wird.

Bei der Diagnose ist es von enormer Wichtigkeit, die Nierensteine in ihrer Größe zu bestimmen und die Lage gezielt zu ermitteln. Nur so kann das Ausmaß der Nierenkolik näher bestimmt und behandelt werden. Wichtige Hilfsmittel sind hier das CT oder der normale Ultraschall. Durch beide Untersuchungsvarianten kann sich der Arzt ein besseres Bild vom Zustand des Patienten verschaffen und konsequente Behandlungsschritte einleiten.

Sofern die erste Diagnose nicht ganz aussagekräftig ist, kann der Arzt noch auf ein spezielles Untersuchungsverfahren zurückgreifen. Bei der Ausscheidungsurographie werden die Harnwege mit einem Kontrastmittel eingefärbt und die Lage des Steines bzw. der Steine wird besser sichtbar.

Zeitgleich erfolgt noch eine Urin- und Blutanalyse, damit sich etwaige Harnwegsinfektionen oder Nierenschäden ausschließen lassen. Eine Nierenkolik kann nämlich die verschiedensten Auslöser haben. Nur eine gezielte Behandlung der Nierenkolik kann beim Patienten den erhofften Erfolg bringen und für Linderung sorgen.

Obwohl man in erster Linie davon ausgehen mag, dass einer Nierenkolik immer Nierensteine voraus Gehen, so ist doch der erste Behandlungsschritt des Arztes, die Schmerzen des Patienten zu Lindern. Das Gleiche gilt für Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, Blut im Stuhl oder Krampfanfälle. Erst wenn die Symptome der Nierenkolik erfolgreich bekämpft wurden, versucht man die eigentlichen Ursachen der Nierenkolik zu beseitigen.

Für die Ursachenbeseitigung der Nierenkolik gibt es drei grundsätzliche Behandlungsmaßnahmen: der operative Eingriff, die Behandlung durch Medikamente oder eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Die Wahl der Behandlung ist natürlich vom Zustand des Patienten und dem Schweregrad der Erkrankung abhängig.

Der operative Eingriff

Ein operativer Eingriff ist immer dann sinnvoll, wenn die Nierensteine eine Größe von ca. 2 cm angenommen haben. Kleinere Nierensteine lassen sich gezielt über den Urin wieder ausscheiden. Bei einer OP kann man den Ausgangspunkt der Nierenkolik mit einer Laserbehandlung beseitigen. Die Nierensteine werden mittels Laser zertrümmert oder aber mit Hilfe einer Endoskopschlinge direkt aus der Harnröhre entfernt. Manche Ärzte bevorzugen hingegen die sogenannte Harnleiterschiene. Die Entfernung der Nierensteine gestaltet sich einfach und schnell, zumal je nach Patientenvorgeschichte Verwachsungen oder Vernarbungen möglich sind.

Der medikamentöse Behandlungsansatz

Eine Nierenkolik verursacht beim Betroffenen unangenehme und starke Schmerzen. Zur Linderung werden deshalb gern krampflösende Medikamente verschrieben. Die Muskulatur kann sich wieder entspannen und die Schmerzen der Nierenkolik gehen langsam zurüCK. Liegt zudem ein bakterieller Infekt oder eine Entzündung vor, so ist die Einnahme von Antibiotika unabdingbar. Ohne derartige Medikamente könnte sich die Nierenkolik nur noch weiter verschlimmern und für den Patienten sogar lebensbedrohlich werden.

Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr

Kleine Nierensteine samt geringer Nierenkolik lassen sich leicht mit der entsprechenden Flüssigkeitszufuhr verbessern. Durch eine vermehrte Flüssigkeitsaufnahme steigert man den Harndrang und somit auch die Urinausscheidung. Das ist eine gute Möglichkeit, um die kleinen Nierensteine einfach auszuschwemmen. Unterstützend und gegebenfalls zur Schmerzlinderung sollte man den betreffenden Bereich wärmen. Wärme entspannt die Muskulatur, regt die Durchblutung an und löst leichte Krampfanfälle.

Der Faktor Zeit bei einer Nierenkolik

Die Dauer einer Nierenkolik hängt im Grunde genommen davon ab, wie ernst der Zustand des Patienten ist und ob eine sofortige Behandlung erfolgt ist. Eine verschleppende Nierenkolik kann die Behandlungsdauer stark verlängern. Das Gleiche gilt bei einem operativen Eingriff. Eine OP setzt immer eine gewisse Genesungszeit voraus, bevor der Patient sein alltägliches Leben wieder voll und ganz aufnehmen kann. Jede Nierenkolik, ganz gleich ob auf kleinen Nierensteinen basierend oder nicht, sollte ernst genommen werden. Unbehandelt kann sie im schlimmsten Fall sogar eine Blutvergiftung hervorrufen oder zu einem ganzen Nierenversagen führen.

Häufigkeit und Diagnosedaten

Eine Nierenkolik kann grundsätzlich nur im Zusammenhang mit Nierensteinen auftreten. Bei mindestens 5% der gesamten deutschen Bevölkerung wurden bereits einmal im Leben Nierensteine diagnostiziert. Trotzdem muss nicht immer gleich eine Nierenkolik daraus entstehen. Geht ein Betroffener frühzeitig zum Arzt, so kann eine Nierenkolik im Vorfeld abgewendet werden.

In sogenannten Industrieländern soll die Wahrscheinlichkeit zu einer Nierenkolik aber deutlich höher ausfallen. Experten gehen von rund 20% der deutschen männlichen Bevölkerung aus. Die Frauenquote liegt nur bei ca. 10%. Ist man einmal an Nierensteinen erkrankt, so bleibt es nicht aus, dass sich erneut Nierensteine samt Nierenkolik bilden können. Maßgeblich ist es, die Steine zu entfernen und den Ursprung der Entstehung zu beseitigen. Nur so kann man sicher sein, dass eine erneute Nierenkolik eher als unwahrscheinlich gilt.

Komplikationen bei der Krankheit

Obwohl eine Nierenkolik eine ernst zu nehmende Erkrankung ist, so kann sie bei einer rechtzeitigen Diagnose doch gut behandelt werden. Mit etwaigen Komplikationen ist erst dann zu rechnen, wenn die Nierenkolik über einen längeren Zeitpunkt verschleppt und nicht therapiert wird. In der Niere kann sich ein Harnrückstau bilden und die Bildung von weiteren Nierensteinen noch begünstigen.

Die Gefahr einer Verstopfung ist dann extrem hoch und kann die Nieren gegebenfalls auf lange Sicht hin stark schädigen. Das Endresultat ist dann eine Niereninsuffizienz, die auf ein akutes oder chronisches Nierenversagen hindeuten kann. Ohne entsprechende Behandlung durch Medikamente kommt es weiterhin zu einem Infekt der Harnröhren und der Nieren. Die Nieren tragen dann entweder eine Nierenbeckenentzündung davon oder führen langfristig zu einem kompletten nierenversagen.

Um derartige Folgeerkrankungen ausschließen zu können, sollten Patienten eine Nierenkolik nicht auf die leichte Schulter nehmen. Bereits bei den ersten Anzeichen ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen, damit die beginnende Nierenkolik rechtzeitig behandelt werden kann.

Die wichtigsten Komplikationen in der Zusammenfassung:

  • Harnrückstau bis in die Niere
  • Bildung von weiteren Nierensteinen
  • Verstopfung der Harnröhren
  • Infekt der Harnwege
  • Nierenbeckenentzündung
  • komplettes Nierenversagen
  • unkontrollierte Blutungen im Körper

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Nierensteine bleiben bei vielen betroffenen Patienten lange unbemerkt. Anfängliche leichte Schmerzen werden nicht ernst genommen, da sie bereits nach kurzer Zeit wieder abklingen. Dieser unbehandelte Zustand ist auf lange Sicht extrem gefährlich, zumal man den Umfang der Nierensteine ohne ärztlichen Rat nicht genau abschätzen kann.

Tritt im Zuge des normalen Alltags plötzlich eine Nierenkolik auf, so kommt es für den Patienten auf jede Minute drauf an. Am besten wählt man den Notdienst und lässt ein Ärzteteam zu sich kommen. Die Nierenkolik muss nämlich unverzüglich behandelt werden, damit es zu keinerlei Begleiterkrankungen kommt. Liegt das nächste Krankenhaus ganz in der Nähe, so kann man sich von einem bekannten auch direkt dorthin fahren lassen.

Sollte der betroffene Patient über Schüttelfrost und Fieber klagen, so besteht neben der Nierenkolik zugleich die Gefahr nach einer Blutvergiftung. Der Zustand ist extrem ernst. Bis der Arzt eintrifft sollte der allgemeine Gemütszustand genau beobachtet werden. Schon kleine Auffälligkeiten geben später Aufschluss über die weitere Behandlungsmethode.

Wichtig ist eine gleichmäßige Atmung, auch wenn es dem Patienten aufgrund der Schmerzen sehr schwer fallen wird. Sobald ein Notarzt alarmiert wurde, gilt es einfach Ruhe zu bewahren und den betroffenen keinesfalls allein zu lassen. Im Beisein von Familienangehörigen oder Freunden vergeht die Wartezeit wie im Fluge und der Patient kann die Nierenkolik besser überstehen.

Behandlungsmethoden und Therapie

Die Nierenkolik wird grundsätzlich durch Nierensteine ausgelöst, die die Harnwege blockieren oder gar verstopfen. Die eigentliche Zusammensetzung der Nieren- oder Harnsteine gestaltet sich dabei sehr unterschiedlich. Erwiesen ist jedoch, dass sich Harnsteine bei einem zu hohen Eiweißkonsum leicht bilden können.  Das gleiche gilt bei einem extrem hohen Kaffee- oder Alkoholkonsum, wobei auch eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr über den Tag verteilt die Bildung der Nierensteine begünstigen kann.

Leiden Patienten hingegen oft unter einen Blasen- oder Harnwegsentzündung, so sind Nierensteine langfristig die Folge. Eine Nierenkolik wird aber nicht nur durch einen Nierenstein ausgelöst. Denn hier gilt die Devise, wo ein Stein ist, da sind die anderen Steine nicht weit weg. Löst sich ein Nierenstein von der Niere ab, so wandert er durch die Gefäße zwangsläufig in Richtung Blase.

Da die Harnleiter aber extrem eng sind, können größere Steine starke Probleme verursachen. Feste Körper oder auch Flüssigkeiten werden durch die Muskelbewegung vorwärts bewegt. Der Nierenstein kann dadurch die innere Schleimhaut reizen und die Muskulatur beginnt sich langsam zu verkrampfen. Die Folge sind kurzzeitig bedingte starke Schmerzen, die absolut typisch für eine Nierenkolik sind.

Der Arzt kann bereits anhand der Schmerzdiagnostik feststellen, dass es sich um eine Nierenkolik samt Nierensteinen handelt. Zur Diagnose Bestätigung wird ein Ultraschall der Nieren- und Blasenregion angeordnet. Dabei wird die genaue Position der Steine bestimmt. Unterstützend kann ein spezielles Kontrastmittel angewendet werden. Im weiteren Verlauf erfolgt eine Urin- und Blutuntersuchung, damit Folgeerkrankungen der Nieren und Harnleiter ausgeschlossen werden können. Die zahlreichen Voruntersuchungen sind vor allem dann sinnvoll, wenn es sich um Patienten handelt, die immer wieder mit Nierensteine samt Nierenkolik zu kämpfen haben. Anschließend müssen die betroffenen Harn- und Nierensteine sorgfältig entfernt werden.

1. Bekämpfung der Schmerzen

Bevor sich der Arzt den Nierensteinen zuwendet, geht es hauptsächlich darum, dem Patienten die Schmerzen zu nehmen. Die durch die Nierenkolik heftig ausgelösten Begleitschmerzen können nur mit Hilfe von bestimmten Medikamenten gelindert werden. Wichtig bei der Verordnung ist die Abklärung einer Unverträglichkeit gegenüber speziellen Inhaltsstoffen.

Gleichzeitig bekommt der Betroffene entzündungshemmende Tabletten verabreicht, damit es zu keinen weiteren Beeinträchtigungen der Nieren kommt. Sobald die Schmerzmittel beginnen zu wirken, sollte sich der Patient übermäßig viel bewegen und sehr viel trinken. Durch die Anregung der Harnproduktion können so Nierensteine bis zu einer Größe von 0,5 cm einfach aus dem Körper ausgeschwemmt werden. Über den Urin gelangen die Steine in die Blase und werden bei der nächsten Notdurft einfach ausgeschieden.

2. Die Steinentfernung im Krankenhaus

Sobald die Nierensteine ein zu groß für den Harnleiter sind, kommt nur noch eine chirurgische Entfernung in Frage. Dafür stehen gleich zwei Methoden zur Verfügung: die Zertrümmerung und die endoskopische Entfernung.

Die Zertrümmerung

Die Steinzertrümmerung oder auch extrakorporale Stoßwellenlithotripsie (ESWL) genannt, wird bei 90% der Patienten erfolgreich angewendet. Dabei muss sich der Patient auf einen ganz besonderen Behandlungstisch legen, in dessen Mitte eine Aussparung eingearbeitet wurde. Nun wird eine Verbindung zwischen dem menschlichen Körper und einer Behandlungseinheit hergestellt.

Die Behandlung erfolgt dann mit einem gesonderten schallleitenden Gel, das den Stein lokalisiert und gezielt zertrümmern kann. In Kombination mit einer Röntgen-Ultraschall-Kontrolle wird also nur der Teil des Körpers behandelt, in dem sich die Nierensteine befinden. Es gilt jedoch zu bedenken, dass der Zertrümmerung der Nierensteine mehrere Behandlungen bedürfen. Denn erst, wenn die Steine klein genug sind, können sie einfach über den Urin ausgeschieden werden.

Der endoskopische Eingriff

Sobald die Nierensteine mehr als 2 cm groß sind, ist eine Stoßwellenlithotripsie nicht mehr sinnvoll. Hier kommt nur noch eine endoskopische Entfernung in Frage, die sich wie folgt gestaltet: Durch die Harnblase und die Harnröhre wird unter Narkose ein Endoskop bis hin zum Nierenstein eingeführt. Ein zusätzlicher Laser soll dann die Steine im Harnleiter zerkleinern, bis sie sich mit Hilfe einer Schlinge bzw. Zange entfernen lassen.

Sollte der Weg durch die Harnröhre als zu schwierig erscheinen, so kann der Arzt auch einen Schnitt durch die Haut machen. Dieser wird dann auf Höhe der Harnsteine angesetzt und bietet dem Chirurgenteam eine bessere Sicht. Welche Vorgehensweise letztendlich wirklich zum Tragen kommt, kann der Arzt nur unmittelbar während der Operation entscheiden.

3. Die Steinentfernung mit Medikamenten

Eine Nierenkolik samt Nierensteinen lässt sich in bestimmten Ausnahmefällen auch mit Medikamenten erfolgreich behandeln. Allerdings darf es sich dabei nur um Harnsteine handeln, die überwiegend aus Kalziumzitrat bestehen. Mit Hilfe des Wirkstoffs Blemaren kann man z.B. die Bildung von Harnsäure reduzieren und für den Verfall der harnsäuresteine sorgen. Diese Form der Behandlung ist allerdings sehr langwierig und kann sich über mehrere Monate hinweg ziehen.

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Grundsätzlich kann man eine Nierenkolik vorbeugen, bevor sie überhaupt zustande kommt. In erster Linie ist dafür zu sorgen, dass sich Nierensteine oder Harnsteine überhaupt nicht bilden können. Wichtig ist eine Flüssigkeitszufuhr von 2-3 Litern pro Tag um die punktuelle Ansammlung von Mineralstoffen zu verhindern.

Bei einer unzureichenden Flüssigkeitsaufnahme können sich die Mineralstoffe aus der Niere zu einem Stein bündeln und so für Verstopfungen sorgen. Weiterhin kann auch eine ausgewogene und gesunde Ernährung der Nierenkolik vorbeugen. Fleisch bzw. Innereien sollten nur in Maßen genossen werden, da sie für eine gesteigerte Produktion der Harnsäure verantwortlich sind. Ähnliches gilt für Alkohol und schwarzen Tee, die dem Körper wiederum die Flüssigkeit entziehen.

Sollte man trotz vorbeugender Maßnahmen dennoch öfters unter Nierenkoliken leiden, so ist einerseits die Untersuchung der Nierensteine anzuraten und andererseits können auch spezielle Medikamente zur Senkung des PH-Spiegels verschrieben werden.

Das Wichtigste im Detail:

  • 2-3 Liter Flüssigkeit pro Tag (Wasser, Kräutertee, Fruchtsäfte)
  • Fleisch / Innereien nur in Maßen konsumieren
  • Rhabarber, Schokolade und Spinat vermeiden
  • Alkohol und schwarzer Tee nur in Maßen
  • Einnahme von PH-Senkenden Medikamenten
  • ausgewogene und gesunde Ernährung

Prognose zur Heilung

Speziell Patienten, die schon einmal unter Nierensteinen samt Nierenkolik gelitten haben, neigen häufig zu einer widerkehrenden Erkrankung. Verantwortlich dafür kann ein genetischer Defekt sein oder aber eine schlechte Lebensweise. Vorbeugend kann man zu einer Steinmetaphylaxe raten, die die Gefahr einer Nierenkolik drastisch senken können.

Absolut wichtig beim Heilungsprozess ist eine gesunde und ausgewogene Lebensweise, die nicht durch Kurzzeit-Diäten geprägt wird. Die Lebensumstellung muss langfristig erfolgen und vom Patienten ernst genommen werden. Eine Nierenkolik ist grundsätzlich heilbar, nur sollte man es gar nicht erst soweit kommen lassen. Bei den kleinsten Nierenschmerzen oder aber Blut im Urin ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Bei einer rechtzeitig therapierten Nierenkolik können ernst zu nehmende Folgeschäden meist ausgeschlossen werden.

Wenn die Nierenkolik bereits akut ist

Eine Nierenkolik ist schon schlimm genug und wird oftmals durch eine ungesunde Lebensweise oder einen genetischen Defekt begünstigt. Die Nierenkolik erkennt man in der Regel an starken Schmerzen im Bereich der Niere, welcher sogar über den bauchraum bis in die Oberschenkel und die Genitalien reichen kann.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme bekommen die Patienten Schmerzmittel verschrieben, damit die Nierenkolik erträglich wird. Handelt es sich jedoch um eine akute Nierenkolik, bei der die Nieren- oder Harnsteine die Harnröhre verstopfen oder blockieren, so kann man sogar von einem lebensbedrohlichen Zustand sprechen.

Schmerzmittel scheinen dann keine Linderung mehr zu bringen und die Nierensteine können Folgeerkrankungen auslösen. Jede Nierenkolik sollte unbedingt durch einen Arzt abgeklärt und behandelt werden. Andernfalls kann es zu einer schweren Entzündung der Harnröhre und Blase kommen, die wiederum eine Blutvergiftung auslösen kann.

Nach ersten Untersuchungsmaßnahmen lässt sich die Steingröße und Lage schnell bestimmen. Der Arzt muss nun die für den Patienten bessere Entscheidung treffen. Können die Nierensteine über die Blase selber ausgeschieden werden oder ist gar ein operativer Eingriff die letzte Möglichkeit? Kleine Steine lassen sich mit einer vermehrten Flüssigkeitszufuhr einfach ausschwemmen. Größere Steine hingegen können die Harnröhre verstopfen bzw. blockieren und eine extrem schmerzhafte Nierenkolik verursachen.

Was kann schlimmstenfalls passieren?

  • es bilden sich Risse in der Harnröhre bzw. der Blase
  • Urin kann in den Bauchraum austreten
  • Blutvergiftung
  • Vergiftung der inneren Bauchhöhle durch Abfallstoffe

Alternative Behandlungsmethoden

Wenn ein Patient Symptome einer Nierenkolik hat, so sollte am besten sofort ein Arzt konsultiert werden. Unter einer entsprechenden ärztlichen Behandlung kann dann rasch festgestellt werden, ob es sich um kleine oder große Nierensteine handelt.

Bei kleinen Gesteinsgebilden wartet man grundsätzlich darauf, dass diese eigenständig vom Körper über den Urin ausgeschieden werden. Unterstützend und auch gegebenenfalls als Schmerzbehandlung kann man auf verschiedene alternative Behandlungsmethoden zurückgreifen. Dazu zählen z.B. spezielle Teegemische, die die Ausschwemmung der Nierensteine beschleunigen sollen oder aber all jene Heilkräuter, die für die Schmerzreduzierung verantwortlich sind.

Sowohl in der Naturheilkunde als auch in der Homöopathie lassen sich unterschiedliche Ansätze zur Nierenkolik finden, die allesamt den erhofften Erfolg versprechen sollen. Man darf aber nicht vergessen, dass jeder Mensch anders auf bestimmte Inhaltsstoffe reagiert und nicht jedes Mittel den erhofften Erfolg verspricht.

Welche Hausmittel können helfen?

Die Nierenkolik ist grundsätzlich als Endstadium zu betrachten, welche durch sogenannte Nierensteine ausgelöst wird. Dabei können sich Harn- oder Nierensteine in den Harnleitern oder der Niere festsetzen und für starke Schmerzen sorgen.

Um die Nierenkolik zu lindern kann man nur dafür sorgen, dass die Nierensteine schnellstmöglich aus dem Körper ausgeschwemmt werden. Hierzu kann man einen Tee aus Eibisch Blättern bzw. Stranddisteln herstellen um das Ausspülen der Nierensteine zu beschleunigen. Eine weitere Alternative ist der Birken-Blätter-Tee, welcher zugleich die Steine aufspalten und verkleinern kann.

Es gibt viele Hausmittel, um die Ausscheidung zu beschleunigen. Das geht allerdings nur dann, wenn die Nierensteine auch recht klein sind und leicht durch den Harnkanal wandern können.

Folgende Hausmittel begünstigen die Ausschwemmung:

  • mindestens 2-3 Liter Wasser pro Tag
  • Birken-Blätter-Tee
  • Eibisch Blätter Tee
  • Schnaps aus Knoblauchzehen und Rotwein
  • Zitronensaft mit Olivenöl vermengt
  • Apfelessig
  • Granatapfel Saft
  • Rettich

Heilkräuter und Heilpflanzen

Die Nierenkolik wird aufgrund von Nierensteinen ausgelöst, die den Harnleiter blockieren können. Der Allgemeinzustand ist extrem ernst und sollte nicht als Selbstheilung behandelt werden. Unterstützend zur Schmerzregulierung lassen sich dennoch gewisse Heilkräuter anwenden, die gern als Tee angereichert werden können.

Heilpflanzen bei einer Nierenkolik:

  • Gänsefingerkraut
  • Berberitze
  • Goldmohn

Ätherische Öle

Eine Nierenkolik ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, bei der unverzüglich der Notarzt verständigt werden muss. Mit ätherischen Ölen kann man in diesem Zusammenhang keine Heilung erzielen. Sie dienen lediglich Unterstützend zur Verbesserung des Allgemeinzustandes. Möglich wäre z.B. die Herstellung einer Duftlampe aus Fenchel-Öl, Kardamon-Öl und Kamillen-Öl, welche einfach mit heißem Wasser übergossen werden.

Ätherische Öle zur Sinnesregulierung:

  • Lavendel
  • Kamillen-Öl
  • Kardamon-Öl
  • Fenchel-Öl

Homöopathie und Globuli

Zahlreiche Menschen haben sich der Homöopathie verschrieben und möchten auch mit nichts anderem behandelt werden. Gegen den Rat von vielen Fachärzten versuchen Betroffene die Nierenkolik mit homöopathischen Mitteln zu mildern. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass jeder Mensch anders auf bestimmte Inhaltsstoffe reagiert und ein positiver Effekt nicht immer erzielt werden kann.

Nachfolgende Mittel lassen sich bei einer Nierenkolik anwenden:

  • Belladonna
  • Bryonia alba
  • Chamomilla
  • China officinalis
  • Colocynthis
  • Nux vomica
  • Staphisagria

Schüssler-Salze

Schüssler Salze lassen sich vielfältig gegen Krankheiten einsetzen und können frei verkäuflich in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen erworben werden. Bei einer Nierenkolik kann man auf das Magnesium phosphoricum Nr. 7 zurückgreifen. Dieses ist speziell zur inneren Anwendung gegen Nierenkolik einzusetzen. Bevor man mit der Einnahme beginnt, sollte die Behandlung unbedingt mit einem Arzt abgesprochen werden. Denn je nach Umfang der Nierensteine kann das Schüssler Salz wirkungslos sein und die Nierenkolik verschlimmert sich.

Schüssler Salz:

Diät und Ernährung

Eine Nierenkolik wird durch Nierensteine begünstigt. bereits eine Flüssigkeitsaufnahme von 2-3 Litern Wasser pro Tag verhindert die Ansammlung von Mineralstoffen, aus denen wiederum Nierensteine entstehen. Abzuraten ist auch ein vermehrter Schweinefleisch Konsum, da dieses die Produktion der Harnsäure zunehmend anregt. Selbst der Alkohol- und Kaffeekonsum sollte in Grenzen gehalten werden. Kaffee entzieht dem Körper nämlich das Wasser, was kontraproduktiv zur Nierenkolik ist.

FAQ – Fragen und Antworten

Was ist eine Nierenkolik?

Eine Nierenkolik ist ein extrem schmerzhafter Zustand, der durch Nierensteine oder Harnsteine verursacht wird. Die Steine können den Harnleiter blockieren oder gar verstopfen und lösen dann eine Nierenkolik aus.

Wodurch wird eine Nierenkolik ausgelöst?
Einer Nierenkolik gehen Harn- oder Nierensteine voran, die bis zur Blase abwandern möchten. Je nach Größenordnung kann es zu einer Verstopfung einzelner Gefäße kommen.

Wann sollte man zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist immer dann sinnvoll, wenn ein Patient unerträgliche Schmerzen hat und nicht weiß wodurch sie verursacht werden. Schmerzen im Bereich der Niere, dem Bauchraum, den Oberschenkeln oder im Genitalbereich können sehr stark auf eine Nierenkolik hindeuten. Im Extremfall befindet sich auch Blut im Urin. Der Gang zum Arzt sollte nicht weiter aufgeschoben werden.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Als erstes bekommt der Patient eine Schmerzbehandlung mit entsprechenden Medikamenten und Entzündungshemmern. Danach müssen die Nierensteine entfernt werden. Entweder können diese mit einer vermehrten Flüssigkeitszufuhr über den Urin selbständig ausgeschwemmt werden oder aber es ist ein operativer Eingriff notwendig. Der Arzt entscheidet dann zwischen einer endoskopischen Entnahme der Steine oder einer Zertrümmerung.

Kann man einer Nierenkolik vorbeugen?
Vorbeugend zu einer Nierenkolik sollte man eine ausgewogene und gesunde Lebensweise führen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Selbst die regelmäßige sportliche Betätigung kann der Bildung von Nierensteinen entgegenwirken und somit eine Nierenkolik vermeiden.

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