Bipolare Störung

Steckbrief: Bipolare Störung

  • Name(n): Bipolare Störung; manische Depression; BAS
  • Art der Krankheit: Psychische Störung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Seit jeher bekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse Faktoren
  • Wieviele Erkrankte:
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Psychiater

Definition Bipolare Störung – Zwischen Himmel und Hölle

Die bipolare Störung, auch ALS manisch-depressive Erkrankung bekannt, ist eine psychische Erkrankung.

Sie ist gekennzeichnet durch wiederkehrende extrem starke Schwankungen von Antrieb, Stimmung und Aktivität in Richtung Depression und Manie.

Der Betroffene befindet sich also in einem konstanten Wechsel zwischen „himmelhochjauchzend“ und „zu Tode betrübt“, ohne dabei ein gesundes Mittelmaß zu finden.

Was ist eine bipolare Störung?

Bipolare Störung

Unter einer bipolaren Störung, die landläufig ebenso als „manische Depression“ bekannt ist, versteht man ein psychologische Erkrankung des Menschen, die sich darin äußert, dass der Betroffene in ständigem Wechsel zwischen manischen oder hypomanischen und depressiven Phasen gefangen ist. Dabei kann er das Auftreten selbiger nicht willentlich beeinflussen. Darüber hinaus befindet er sich mental auch niemals in einem neutralen Mittelmaß, sondern ist stets in einem der beiden Extreme gefangen.

Die Schwankungen zwischen den beiden Phasen können sehr schnell von Statten Gehen, sodass Außenstehende zunächst keine manische Depression, sondern eher Stimmungsschwankungen vermuten könnten. Nichtsdestoweniger sind diese meist Symptom und nicht Ursache.

Hierbei gilt es jedoch zu erwähnen, dass die Häufigkeit der Schwankungen sehr stark vom individuellen Fall abhängt. Manche Personen, die an einer bipolaren Störung leiden, durchlaufen nur eine große Gemütsänderung pro Jahr, wohingegen sie bei schlimmeren Fällen durchaus mehrmals täglich wechseln kann. Darüber hinaus kann man auch während einer manischen oder depressiven Phase jeweils depressive oder manische Episoden beobachten. Diese sind aber nur von kurzer Dauer.

Des Weiteren können ebenso die Phasen des Übergangs von Manie zu Depression oder andersherum von emotionalen Auffälligkeiten begleitet werden. Dazu gehören beispielsweise Weinerlichkeit, Unlust, geistige Abwesenheit oder grundlose Traurigkeit. Aber auch diese Erscheinungen sind stark fallabhängig und richten sich in aller Regel nach dem Charakter des Betroffenen aus.

Welche Ursachen führen zu einer bipolaren Störung?

bipolare störung

Die bipolare Störung tritt familiär gehäuft auf. Bei erkrankten Personen wurden Veränderungen der Chromosomen 4, 18 und 21 beobachtet. Daher wird eine genetische Disposition für die Erkrankung angenommen, die durch psychosoziale Faktoren ausgelöst werden kann. Als Auslöser kommt ein Trauma in Frage (z.B. Trennungen, Verlust von nahestehenden Bezugspersonen, Mobbing, sexueller Missbrauch, Vergewaltigung, Folter) aber auch ein gestörter Tag-Nacht-Rhythmus wie bei Schichtarbeitern oder Missbrauch von Alkohol/Drogen.

Viele Erkrankte berichten, dass sie vor Auftreten der Krankheitssymptome stark unter Stress standen. Auf molekularer Ebene wird die bipolare Störung durch eine mengenmäßige Veränderung bestimmter Neurotransmitter verursacht. Neurotransmitter sind Botenstoffe, die für die Übertragung von Informationen zwischen Nervenzellen im ZNS (Zentrales Nervensystem) verantwortlich sind.

Während einer depressiven Phase ist ein Mangel der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin nachweisbar; während einer manischen Episode dagegen sind die Neurotransmitter Dopamin und Noradrenalin erhöht. Auch haben Erkrankte einen erhöhten Spiegel an Stresshormonen (Cortisol und Adrenalin).

Nicht selten ist überdies eine Häufung psychischer Leiden bei Patienten zu beobachten. Dabei muss die bipolare Störung nicht immer die primär zugrunde liegende Erkrankung darstellen, sondern kann auch als sog. Begleiterkrankung in Erscheinung treten.

Typische begleitende psychologische oder physiologische Störungen sind:

Symptome & Anzeichen

Depression und Manie treten im Wechsel auf. Zwischen den Episoden wirken die Erkrankten äußerlich normal, fühlen sich aber meist innerlich zerrissen und verloren.

Während einer depressiven Episode verhalten sich die Erkrankten apathisch und sind lustlos. Suizidgedanken können auftreten. Während einer manischen Episode fallen die Erkrankten durch übermäßige Aktivität, Rastlosigkeit und stark gehobene oder gereizte Stimmung auf.

Symptome wie Kaufsucht, Alkohol- und Drogenmissbrauch, übermäßige Steigerung der sexuellen Aktivität oder ein übermäßiger Rededrang können auftreten. Auch Misch-Episoden sind möglich, z.B. gesteigerte Aktivität bei gleichzeitig gedrückter Stimmung.

Erkennung der manisch-depressiven Phasen

Es gilt also für den zuständigen Mediziner zunächst zu determinieren, in welcher Phase sich der Erkrankte befindet. Hierfür kann man sich an den typischen Symptomen der einzelnen Phasen orientieren:
Manische Phase:

  • Megalomanie, Hybris und damit einhergehender Realitätsverlust (wird von Außenstehenden oftmals als besonders unangenehm empfunden)
  • Schlafrhythmus verschiebt sich (weniger Schlaf nötig als zuvor)
  • Drang danach ständig zu reden
  • Zügellosigkeit und Maßlosigkeit in allen Belangen (Gesellschaftlich, sexuell und persönlich)
  • Gesteigerte Produktivität

Depressive Phase:

  • Dauerhafte depressive Verstimmung (kann sich je nach Charakter aus durchaus aggressiv äußern)
  • Immense Lustlosigkeit und Desinteresse an allem (Arbeit, Schule, Nahrungsaufnahme, sonstige Aktivitäten. Der Betroffene ist am liebsten für sich alleine und tut nichts)
  • Veringertes Selbstwertgefühl, Schuldwahn, Affektstörungen, suizidale Gedanken oder Suizidversuche
  • Kraftlosigkeit und schnelle Erschöpfung durch an sich geringfügige Tätigkeiten
  • Außer Stande klare Gedanken zu fassen und / oder Zwangsgedanken über depressive Themen wie Tod, Verlust, Angst usw.

Hypomanische Phase:

  • Depressive Verstimmung bei gleichzeitig gesteigerter Aktivität
  • Impulskontrollstörungen insbesondere beim Einkaufen, sexuellen Aktivitäten oder freizeitlichen Unternehmungen)
  • Unegahltenheit und Unkontrolliertheit gegenüber anderen Personen
  • Außer Stande seine Gedanken zu ordnen
  • Erholung wird zugunsten von Aktivität aufgegeben

Mischphase:

  • Während dieser Phase sind sowohl die Kriterien für eine Manie als auch für eine Depression zu beobachten
  • Glücksgefühle und Traurigkeit in schnellem Wechsel
  • Zurückfahren der Leistung am Arbeitsplatz, dafür Steigerung der Aktivitäten im privaten Bereich
  • Oftmals stark von der Wirklichkeit abweichende Selbsteinschätzung

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose erfolgt anhand eines Kriterienkatalogs, z.B. des von der WHO herausgegebenen ICD-10, der eine Auflistung von Symptomen enthält. Wenn mehrere dieser Symptome über längere Zeit auftreten, gilt die Diagnose als gesichert. Dabei ist der diagnostizierende Arzt auf seine Beobachtungen und die Angaben der Erkrankten angewiesen.

Die Anamnese des Patienten ist die wichtigste Diagnosemethode. Während einer manischen Phase können psychotische Symptome auftreten, daher kann die bipolare Störung als Schizophrenie fehldiagnostiziert werden. Auch die Abgrenzung von Borderline, einer durch Impulsivität gekennzeichneten Persönlichkeitsstörung, ist zu beachten.

Organische Erkrankungen, wie Schilddrüsenüberfunktion, sollten ausgeschlossen werden. Betroffene können einen einfachen Test, den Goldberg-Test, durchführen, der aus 18 Fragen zur Selbstprüfung besteht. Diese „Fragen“ dienen sowohl der Selbsteinschätzung des Patienten und fungieren ebenso als diagnostisches Mittel für den behandelnden Arzt. Die Antworten sind vorgeschrieben und variieren von „überhaupt nicht“ bis hin zu „in sehr hohem Maße“ mit vier Zwischenstufen.

 

Diese Fragen sind:

1) Ich verrichte meine Aufgaben nur langsam.
2) Meine Zukunft erscheint mir hoffnungslos.
3) Beim Lesen kann ich mich nur schwer konzentrieren
4) Mein Leben ist Freudlos und ohne Vergnügen.
5) Ich kann keine Entscheidungen fällen.
5) Dinge, die früher für mich interessant waren, sind jetzt uninteressant.
7) Ich bin oft unglücklich, traurig und niedergeschlagen.
8) Ich finde keine Ruhe, bin rastlos.
9) Ich bin immer müde.
10) Schon kleinste Aufgaben sind für mich eine große Anstrengung.
11) Ich fühle mich schuldig und habe es verdient, bestraft zu werden.
12) Ich bin ein Versager.
13) Ich habe eine Leere in mir, eher tot als lebendig.
14) Ich kann nicht Schlafen, nicht einschlafen oder durchschlafen.
15) Ich habe schon überlegt, wie ich Selbstmord begehe.
16) Ich fühle mich gefangen.
17) Selbst über schöne Dinge kann ich mich nicht freuen.
18) Ich habe einfach so stark zu- oder abgenommen.

Beantworten Probanden mehr als drei Fragen mit „in sehr hohem Maße“ deutet dies stark in Richtung einer bipolaren Störung.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Die bipolare Störung ist ein weltweit auftretendes Phänomen mit einer wohl nicht zu überschauenden Menge an Betroffenen. Viele Menschen sind darüber hinaus von dieser psychischen Erkrankung betroffen, ohne es zu wissen. Besonders mildere Formen dieses Leidens werden vom Umfeld als bloße Eigenschaften des zur Debatte stehenden Individuums interpretiert und nicht als psychische Störung wahrgenommen.

Tatsächlich äußerten sich diesbezüglich in letzter Zeit immer mehr Psychologen und Psychiater, die die bipolare Störung für „überbehandelt“ halten. Nach deren Aussage ist die vorliegende Erkrankung eine grundsätzliche menschliche Eigenschaft und sollte nicht künstlich zu einer Krankheit stilisiert werden. Darüber hinaus bemängelte man, dass viele Personen sich auf ihrer „ausruhen“ würden. Diese Thesen scheinen zwar zunächst radikal, finden aber eine immer größer werdende Anhängerschaft. Nichtsdestoweniger ist nicht zu leugnen, dass eine bipolare Störung eine real existierende mentale Beeinträchtigung darstellt, die das Leben der Betroffen stark beschränken kann.

Auch die aus einer Diagnose gewonnenen Daten sind meist recht diskutabel. Zwar lassen sich manische Depressionen im Vergleich zu anderen psychischen Störungen relativ leicht als solche identifizieren, aber dennoch ist auch dieses Leiden, wie alle mentalen Beeinträchtigungen, leicht falsch zu diagnostizieren. Insbesondere einige Formen schizoider Störungen weisen ähnliche Symptome auf. Darüber hinaus sollte man nicht Vergessen, dass eine Krankheit wie die vorliegende meist nicht alleine auftritt, sondern weitere Begleiterkrankungen bedingt oder selbst „nur“ als solche in Erscheinung tritt. Auch das kann die gewonnenen Diagnosedaten verfälschen und schwammig erscheinen lassen.

Ebenso werden etwaige Indikatoren oftmals durch Sucht- und Konsumfaktoren verwaschen. So sind Drogen, Alkohol, Tabak und sogar Koffein alle mögliche Auslöser einer manischen Depression. Dieser Umstand kann eine Diagnose stark verfälschen und den behandelnden Arzt zu falschen Schlussfolgerungen veranlassen.

Komplikationen bei der Krankheit

Komplikationen der bipolaren Störung sind meist nicht physisch, wie bei anderen Krankheiten, sondern ebenso psychischer Natur. Dazu betreffen sie meist das Umfeld des Betroffenen mehr als den Betroffenen selbst. Dies liegt daran, dass eine manisch-depressive Gemütskrankheit eine große Belastungen für nahestehende Personen darstellt. Diese Belastung kann ebenso so schwerwiegend sein wie die Krankheit an sich. Das sollte man niemals unterschätzen.

Typische destruktive Verhaltensweisen, die ein manisch Depressiver auslebt, können sein:

Während einer depressiven Phase:

  • Verunsicherung des Umfeldes durch Suizidgedanken oder Suizidversuche. Selbsttötung ist oft integraler Bestandteil einer Depression. Die Magnitude der Belastung, die solches Verhalten auf das Umfeld ausübt, ist den Erkrankten oftmals nicht bewusst.
  • Finanzielle Nöte durch Unfähigkeit zu arbeiten.
  • Vernachlässigung der Familie und der Freunde und damit einhergehende Isolation.
  • Autodestruktives Verhalten, wie bspw. ritzen kann das Umfeld ebenso belasten
  • Vermittlung des allgemeinen Gefühls der Hilflosigkeit.

Während einer manischen Phase:

  • Einschüchterung des Umfeldes durch überschwängliches Verhalten und Größenwahn.
  • Verschrecken von Freunden und Familie durch gesteigerte Aggressivität und überhöhtes Geltungsbedürfnis
  • Als peinlich empfundene Unternehmungen, die den Betroffenen als „verrückt“ stigmatisieren betreffen auch die ganze Familie.
  • Überforderung des Umfeldes damit, den Manischen in Zaum zu halten.

 

Hieraus lässt sich klar erkennen, dass eine bipolare Störung nicht nur eine Herausforderung für den Betroffenen selbst, sondern auch sein nächstes Umfeld ist. Das sollten beide Seiten stets im Hinterkopf behalten.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Sicherlich ist es nicht notwendig, einen Arzt aufzusuchen, nur weil man sich einmal außer der Reihe besonders fröhlich oder besonders traurig fühlt. Halten diese Gemütszustände aber über längere Zeiträume hinweg und dazu ohne ersichtlichen Grund an, so kann es hilfreich sein, sich professionelle Hilfe zu besorgen.

Zu Beginn hilft einem oft der Hausarzt weiter und überweist einen an einen befähigten Kollegen. Dieser beginnt darauf hin eine Reihe von Tests, um zu determinieren, welche etwaige psychologische Störung für die Tief- oder Hochstimmungen des Betroffenen verantwortlich sein könnten.

Viele Menschen mit einer manisch-depressiven Verstimmung realisieren oftmals nicht, dass sie an einer solchen leiden. Daher ist es für potentielle Patienten oftmals ratsam, auch dahingehende Feststellungen und Beobachtungen aus dem näheren Umfeld zu Rate zu ziehen und sich selbst die Frage zu stellen, ob das eigene Verhalten normal ist. Dies erleichtert den Weg in die Praxis oft sehr stark. Denn auch Scham und Furcht halten viele Personen mit psychischen Erkrankungen zurüCK.

Aber es sollte hier, wie bei allen anderen Erkrankungen, immer der Leitspruch gelten: Lieber einmal zu viel zum Arzt gegangen, als einmal zu wenig.

Behandlung & Therapie

Die Behandlung der Bipolaren Störung erfolgt als Langzeittherapie. Während der depressiven und manischen Episoden ist medikamentöse Behandlung erforderlich. Während einer depressiven Phase können Antidepressiva verordnet werden, während einer manischen Phase Neuroleptika.

Eine Psychotherapie, wie kognitive Verhaltenstherapie, kann die Betroffenen beim Umgang mit ihrer Krankheit unterstützen und Rückfälle verhindern. Die Art der angewendeten Psychotherapie hängt von der Schwere der Erkrankung ab. In schweren manischen Zuständen mit fehlender Krankheitseinsicht und bei Suizidgefahr kann Zwangsbehandlung in einer Klinik erfolgen. Die Erkrankten können einer Vertrauensperson eine Vollmacht erteilen, die ihre Interessen vertritt, wenn sie selbst nicht in der Lage dazu sein sollten.

Ein regelmäßiger Lebensstil mit Medikamenteneinnahme, ausreichend Schlaf, körperlicher Bewegung und gesunder Ernährung erlaubt den Betroffenen ein weitgehend normales Leben. Selbsthilfegruppen für Betroffene und für Angehörige können ebenfalls stabilisierend wirken.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Zur Prävention stehen einige Mittel zur Verfügung, die zwar keinen 100%igen Schutz vor einer manisch-depressiven Verstimmung bieten, aber einer solchen dennoch hilfreich entgegenwirken und somit schlimmeres verhindern können.

  • Strukturierter Tagesplan: Hierzu ist es nicht notwendig, sein leben mit militärischer Genauigkeit vorzuplanen, aber das Schaffen fester Abläufe und Strukturen wirkt sich stabilisierend auf die Psyche aus.
  • Gesunde Ernährung: Viel Obst, Gemüse, rotes Fleisch und Nüsse sowie Beeren haben sich als hilfreich erwiesen.
  • Soziale Interaktion: Auch wenn man sich nicht danach fühlt, sollte man sein Sozialleben nicht zu kurz kommen lassen.
  • Kein Selbstmitleid: Manchmal ist einem schon dadurch geholfen, wenn man sich etwas zusammenreißt und sich nicht selbst leid tut. Das ist auch nicht leichter gesagt als getan. Viele Betroffene nutzen ihre Depression als eine Art Ruhekissen. Das ist ein grundsätzlich falscher Ansatz und sollte vermieden werden.

Prognose zur Heilung

Nach kurrentem Stand der Wissenschaft ist eine bipolare Störung (noch) nicht vollends auszumerzen. Nichtsdestotrotz kann man sie effektiv angehen und mithilfe von Psychotherapie und Medikamenten in den Griff bekommen.

Betroffene werden dieses Leiden also niemals ganz los, können aber dank schulmedizinischer Erkenntnisse ein, im Vergleich zu anderen mentalen Störungen, relativ sorgenfreies Leben führen. Dazu bedarf es allerdings einer regelmäßigen psychologischen Evaluation.

Alternative Medizin & Hausmittel

Welche Hausmittel können helfen?

Die bipolare Störung ist so ALT wie die Menschheit selbst. Daher gibt es auch eine Vielzahl an potentiell wirksamen Hausmitteln, die sich um laufe der Jahrtausende bewähren konnten. Aber auch neue Methoden kommen immer zum Vorschein.

Hier muss jeder für sich entscheiden, was ihm hilft oder nicht. Der Pool an möglichen Angeboten ist auf jeden Fall sehr groß und man kann sich und seiner Seele mithilfe der richtigen Beratung so einiges Gutes tun.


Alternative Behandlungsmethoden

Welche alternativen Heilmittel sind zu empfehlen?

Zu empfehlende alternative Methoden sind, wie bereits erwähnt, zahlreicher Natur. Dazu gehören Aromatherapien, ebenso wie Massage, Akupunktur, Kräutermedizin, TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Ayurveda und diverse andere Vorgehensweisen.


Behandlungen

Um die o.g. Behandlungsmethoden noch einmal zu spezifizieren, hier die exakten praktischen Anwendungen:

  • Massage und Akupunktur: Beide Therapien helfen dabei, den Körper und also auch den Geist zu entspannen. Das hat einen positiven Effekt auf das gemüt und baut Stress effektiv ab, der oftmals ein Auslöser für eine bipolare Störung sein kann.
  • TCM und Ayurveda: Diese Heilmethoden aus Fernost blicken auf eine lange Geschichte zurück. Darüber hinaus warten beide mit einer Kombination aus Aromatherapie, Heilkräutern und Massagen auf. Alles dies kann Körper und Seele entspannen und dabei helfen, das psychische Leid unter Kontrolle zu kriegen.
  • Aromatherapie und Heilkräuter: Auch diese Techniken können dabei helfen, depressive Phasen entspannt und manische Phasen beruhigt durchzustehen.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Baldrian
  • Johanniskraut
  • Bergamotte
  • Melisse
  • Rosmarin
  • Kardobenedikte

Diese Kräuter sind entweder in Form eines Tees oder Aufgusses einzunehmen oder in getrockneter Reinform. Auch weiterverarbeitete Präparate auf Basis dieser Heilpflanzen sind eine Möglichkeit. Die Variante, sowie die Dosierung hängen vom persönlichen Befinden ab und sollten darüber hinaus mit dem zuständigen Heilpraktiker sowie dem behandelnden Arzt abgesprochen werden, um ggf. Mischreaktionen oder Allergien im Vorfeld ausschließen zu können.


Ätherische Öle

Folgende ätherische Öle können angewendet werden:

  • Schafgarbe
  • Rose
  • Muskat
  • Ylang Ylang
  • Geranie
  • Lavendel

Ätherische Öle sind grundsätzlich im Rahmen einer Aromatherapie, d.h. in einer dafür eigens konstruierten Duftlampe, anzuwenden. Bisweilen können sie auch äußerlich Anwendung finden. Man sollte allerdings zuvor etwaige Allergien ausschließen, um ein böses Erwachen zu vermeiden.

Die Mischung in der Duftlampe hängt vom persönlichen Befinden ab, darf aber besonders bei schweren Depressionen auch stärker sein.


Homöopathie

Dosierung und Anwendung sind aus der Packungsbeilage zu entnehmen oder beim zuständigen Heilpraktiker anzufragen


Schüssler-Salze

Dosierung und Anwendung sind aus der Packungsbeilage zu entnehmen oder beim zuständigen Heilpraktiker anzufragen


Diät & Ernährung

Allgemeine Tipps zu einer gesunden Ernährung können unter Berücksichtigung zu einer Steigerung des Wohlbefindens führen und dem Individuum dabei helfen, Depression und Manie besser durchzustehen.

Hierbei gilt es besonders viel Obst und Gemüse zu verzehren, aber auch sog. „Power Food“, wie Blaubeeren sind eine gute Wahl. Auf Süßigkeiten und raffinierten Zucker sollte verzichtet werden, ebenso auf weißes Mehl und Fertigprodukte.


Alternative Behandlungen

Zusätzich zu den oben genannten Möglichkeiten der alternativen Behandlung, werden oftmals auch kostenlose Gruppentherapien oder Selbsthilfegruppen angeboten. Diese bieten den Betroffenen selbst sowie den Angehörigen eine gute Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und Hilfe jenseits der Kliniken zu erhalten.

Auch Kuren und Aufenthalte in Sanatorien haben sich in der Vergangenheit als probate Mittel erwiesen, um einer bipolaren Störung effektiv entgegenzuwirken.

FAQ – Fragen & Antworten

Ist eine bipolare Störung vererbbar?

– Grob: Ja. Die genauen Mechanismen sind zwar noch nicht geklärt, dennoch lassen sich interfamiliäre Häufungen dieses Leidens beobachten.

Kann ich der Krankheit auch ohne Medikamente entkommen?
– Sicherlich. Nichtsdestotrotz sind Antidepressiva und Co. als ein Medium anzusehen, das es einem erleichtert, die Krankheit zu bezwingen. Personen mit schwächer ausgeprägten Variationen oder solche mit einer starken Persönlichkeit, können die Krankheit aber auch ohne pharmazeutische Präparate gut bekämpfen.

Hört eine bipolare Störung irgendwann auf?
– Nein. Das heißt, in sehr seltenen Fällen schon, aber in aller Regel nicht. Man leidet sein leben lang an dieser psychologischen Störung. Das muss aber nicht heißen, dass die Lebensqualität dauerhaft gesenkt ist. Bei richtiger Behandlung und diszipliniertem Umgang mit dem Leiden, lässt es sich gut regulieren.

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