Parästhesien

Steckbrief: Parästhesien

  • Name(n): Parästhesien; Missempfindungen
  • Art der Krankheit: Sensibilitätsstörung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Keine Angabe
  • Behandelbar: Stark von der Grunderkrankung abhängig
  • Art des Auslösers: Meist Nervenschäden
  • Wieviele Erkrankte: Mehrere 100.000 in Deutschland
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Neurologe; Hausarzt
  • ICD-10 Code(s): R20.2

Missempfindungen des Körpers

Missempfindungen des Körpers (Parästhesien) spiegeln sich anhand von Taubheitsgefühlen, Kribbeln sowie diversen anderen Empfindungen wieder. Sie können psychische aber auch körperliche Ursachen aufweisen. In den meisten Fällen treten sie ALS Folge von Nervenerkrankungen auf.

Die Therapiemöglichkeiten sind je nach Ausprägung jedoch sehr gut. In unserem Ratgebertext befassen wir uns ausführlich mit der Thematik Parästhesien und Gehen dabei unter anderem auch auf alternative Heilmittel ein. Somit sollten im Nachhinein keine Fragen unbeantwortet bleiben.

Definition Parästhesien

Bei Missempfindungen oder auch Parästhesien handelt es sich um ungewöhnliche Sinneswahrnehmungen. Dazu zählen beispielsweise Kribbeln, Stechen oder auch ein unangenehmes Brennen.

Im Großen und Ganzen fühlen sich die Missempfindungen wie Nadelstiche an, werden also für den Betroffenen sehr unangenehm. Meist treten sie durch eingeklemmte Nerven, durch Druck oder auch durch Schädigungen in den Nervenbahnen auf.

Das Vorkommen der Parästhesien beschränkt sich nicht auf einzelne Körperregionen. Sie können überall auftreten und richten sich vollkommen nach der Ursache. In den meisten Fällen treten die Missempfindungen jedoch in den Füßen sowie in den Händen auf.

Zu den bekanntesten Missempfindungen gehört das „eingeschlafene Bein“, welches wohl jeder einmal erlebt hat. Dieses tritt durch die Unterbrechung der Blutversorgung ein, da das Bein nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wurde. Auch ein Glucose-Mangel tritt ein, sobald die Blutversorgung unterbrochen wurde. Weitere Formen können ähnliche Ursachen aufzeigen, wie beispielsweise ein „eingeschlafener Arm„.

Was sind Parästhesien?

Die Parästhesie umfasst eine manchmal sehr schmerzhafte Körperempfindung, welche mit Kribbeln, Taubheit, Kälte- sowie Wärmewahrnehmensstörungen sowie Einschlafen der Glieder einhergehen kann. Adäquate Reize sind nicht der Auslöser von Parästhesien, sondern in erster Linie Unterbrechungen der Blutversorgung (durch Druck) sowie Schädigungen der Nervenbahnen.

  • Transiente (vorübergehende) Parästhesien
  • Chronische Parästhesien

Missempfindungen dieser Art können vorübergehend, aber auch chronisch auftreten. Beispielsweise zählt das klassische „eingeschlafene Bein“ in den meisten Fällen zu den vorübergehenden Parästhesien.

Betrachtet man hingegen die chronische Seite der Medaille, so trifft man auf Erkrankungen wie beispielsweise die Multiple Sklerose. Neben der neurologischen Systemerkrankung können jedoch auch Stoffwechselerkrankungen, Orthopädische Erkrankungen, Vergiftungen sowie Medikamente zu Missempfindungen des Körpers führen, welche im Endeffekt chronisch auftreten. Darauf gehen wir im späteren Verlauf unseres Ratgebers noch etwas genauer ein.

Kurz und knapp kann es an sich bei jeder Person zu einer Missempfindung kommen, wie beispielsweise einer „eingeschlafenen Gliedmaße“. Treten diese Empfindungen jedoch häufiger auf, so ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, um der Sache auf den Grund zu gehen.


Welche Ursachen gibt es?

 

  • Druckbelastungen
  • Unterbrechung der Blutversorgung
  • Unterbrechung von Nervenbahnen
  • Migräne
  • Hyperventilation
  • Myofaszialer Schmerz
  • Neuropathien und andere dauerhafte Störungen in den Nervenzellen
  • Diverse Stoffwechselerkrankungen
  • Neurologische Systemerkrankungen
  • Vergiftungen
  • Überdosierung von Antiepileptika
  • Verletzte oder erkrankte Nerven

Auf einige der Ursachen für die Parästhesie sind wir in unserem Text bereits eingegangen.
Druckbelastungen sind eine häufige Ursache für Missempfindungen, vor allem in den Armen und Beinen. Klassiker sind „eingeschlafene Gliedmaßen“, welche durch die Unterbrechung der Blutversorgung eintreten. Hier treten Mängel an Sauerstoff sowie Glucose auf.

Aber nicht nur Blutbahnen unterliegen der Unterbrechung, sobald Druck auf eine bestimmte Stelle ausgeübt wird. Nervenbahnen können ebenso durch Druck unterbrochen oder gar geschädigt werden.

Weitere Ursachen können Migräne, Hyperventilation oder auch myofaszialer Schmerz (die Muskeln oder auch Faszien betreffend) sein. Dauerhafte Störungen in den Nervenzellen führen ebenfalls zu Parästhesien. Hierzu zählen beispielsweise Neuropathien. Diese treten chronisch auf und können durch Stoffwechselerkrankungen wie Diabetis mellitus, Diabetische Neuropathie und Hypotheryose ausgelöst werden.

Neurologische Systemerkrankungen, wie beispielsweise die multiple Sklerose oder auch Vergiftungen durch Schwermetalle, Alkohole oder manche Medikamente, können zu einer Parästhesie führen.

Wissenswert: Dosiert man Antiepileptika zu hoch, so kann es ebenfalls zu einer Parästhesie kommen.

In einigen Fällen sind nur bestimmte Hautstellen betroffen. In diesem Fall wurden bestimmte Nerven verletzt oder sind erkrankt. Vorteilhaft ist es, einen Arzt aufzusuchen.


Symptome & Anzeichen

 

  • Kribbeln
  • Taubheitsgefühle
  • Stechen
  • Brennen
  • Allgemeine Gefühlsstörungen
  • Sensibilitätsstörungen

Die Symptome von Parästhesien können sich in vielerlei Hinsicht wiederspiegeln. Am bekanntesten ist wohl das sogenannte Einschlafen des Beines, welches durch eine Mangelzufuhr von Sauerstoff und Glucose eintritt, sobald die Blutversorgung unterbrochen wird. Dies geschieht durch Druck, indem man beispielsweise unvorteilhaft sitzt. Dasselbe kann in den Armen und Händen, sowie lediglich in den Füßen passieren.

Doch neben dem Kribbeln und unangenehmen Schmerz von eingeschlafenen Gliedmaßen kann das Kribbeln auch anderweitig eintreten. Aber auch Brennen sowie Stechen gehören zu den Symptomen, welche eine Parästhesie mit sich bringt. Im Großen und Ganzen handelt es sich um Gefühls- sowie Sensibilitätsstörungen, welche durch körperliche und psychische Irritationen eintreten.


Diagnose & Krankheitsverlauf

 

  • Anamnese
  • Röntgen– sowie CT-Untersuchungen
  • Reflexionstest bei Verdacht chronischer Nervenschäden
  • Unterschiedliche Vibrationstests
  • Nerven-Leitgeschwindigkeit
  • Untraschalluntersuchungen
  • Impulsübertragungen der Nerven
  • Test der Sensibilitätsfunktionen
  • Gewebeproben

Die Ermittlungen einer Parästhesie bedarf etwas Zeit. In erster Linie führt der behandelnde Arzt mit dem Betroffenen ein Vorgespräch durch (Anamnese). Dort werden die Beschwerden geschildert. Auch die Körperregionen, in denen sie auftreten sowie die Häufigkeit sowie Regelmäßigkeit der Schübe werden ermittelt und festgehalten.

Wissenswert: Auch CT- sowie Röntgenuntersuchungen können hinzugezogen werden!

Liegt der Verdacht auf einer chronischen Nervenschädigung, so prüft der Arzt die Reflexe des Betroffenen. Auch die Nervenleitgeschwindigkeit wird geprüft. Weiterhin werden unterschiedliche Vibrationstests durchgeführt. Wird während des persönlichen Gespräches eine Verletzung als Ursache ermittelt, so besteht weitestgehend der Verdacht, dass die Nervenschädigung von Dauer ist.

Um die dauerhafte Nervenschädigung bestätigen zu können, werden die Pulsübertragungen des Nerves gemessen. Auch Sensibilitätsfunktionen des Nerves werden getestet.

Achtung: Ist das Hauptempfinden des Nerves gänzlich verschwunden, so liegt das Risiko eines Tumors oder auch eines Geschwülst nahe. In diesem Fall sollte der Arzt Ultraschalluntersuchungen vornehmen. Weiterhin werden Gewebeproben entnommen und im Labor untersucht.

Es kann sich um eine Durchblutungsstörung handeln, sofern die Störungen lediglich in den Extremitäten auftreten. Auch hier wird ein ausführliches Gespräch durchgeführt. Weiterhin folgt eine Ultraschalluntersuchung der betroffenen Stellen.

Wissenswert: Der gesamte Verlauf der einzelnen Missempfindungen hängt stark davon ab, welche Ursachen sie mit sich bringen.

Solch eine Erkrankung kann in einigen Fällen sogar tödlich verlaufen. Werden die Parästhesien durch einen Tumor ausgelöst, so ist es relevant, diesen schnellstmöglich zu entdecken und zu beseitigen. Handelt es sich jedoch um Missempfindungen, welche durch Durchblutungsstörungen ausgelöst werden, so verschwinden die Symptome meist wieder von selbst.

Es kann ebenfalls passieren, dass die Missempfindungen bestehen bleiben. Hier kann es sich beispielsweise um Schädigungen der Nerven handeln, welche durch eine Verletzung einhergehen. In einigen Fällen können sich die Beschwerden sogar verschlimmern.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Auswertungen zufolge sind ungefähr zwei Drittel aller Betroffenen Frauen. Diese weisen meist ein Alter zwischen 15 und 45 Jahren auf. Das geringste Risiko zeigen Jungen mit einem Alter unter 15 Jahren auf. Ab dem 45. Lebensjahr nimmt das Risiko einer Parästhesie wieder ab.

Wird ein Blick auf Deutschland geworfen, so haben Auswertungen ergeben, dass in den Bundesländern Berlin, Sachsen sowie Baden-Württemberg die wenigsten Erkrankungen dieser Art auftreten. Besonders hoch liegt der Wert der Betroffenen hingegen im Saarland, gefolgt von Hessen und Bayern.

  • Frauen häufiger betroffen als Männer im gleichen Alter
  • Höchstes Risiko zwischen 15 und 45 Jahren
  • Zahl der Erkrankungen im Saarland am höchsten
  • Zahl der Erkrankungen in Berlin sowie in Sachsen am geringsten

Komplikationen bei der Krankheit

Treten Parästhesien auf, so kann meist von einer Minderung der Lebensqualität für den Betroffenen ausgegangen werden. Die Patienten werden stark in ihrem Alltag eingeschränkt. Dazu zählen Lähmungen sowie Störungen in der Sensibilität. Auch das typische Kribbeln der Erkrankungen bleibt bei vielen Betroffenen nicht aus. Dies geschieht meist, wenn die betroffene Region stark beansprucht wird. In einigen Fällen reicht es jedoch auch schon aus, die Stelle lediglich zu nutzen.

Die Folge des Kribbelns oder auch der Störungen in puncto Sensibilität führen oftmals dazu, dass bestimmte Tätigkeiten im Haushalt nicht mehr verrichtet werden können. Aber nicht nur der Haushalt leidet darunter, sondern der gesamte Alltag.

Achtung: Es kann sogar dazu kommen, dass Gefahren nicht mehr richtig eingeschätzt werden können. Somit kann es rasch zu gefährlichen Situationen kommen, in die Betroffene nichtsahnend geraten.

Im Großen und Ganzen treten solche Komplikationen dann auf, wenn Nerven beschädigt wurden und nicht geheilt werden können. Somit können die Parästhesien nicht vollkommen behandelt werden. In einigen Fällen ist es sogar möglich, dass keine Behandlung mehr durchgeführt werden kann. Dies nimmt keinen positiven Krankheitsverlauf an. Im Endeffekt sind die Betroffenen oftmals auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen. Viele Tätigkeiten können nicht mehr selbstständig durchgeführt werden.

Wissenswert: Handelt es sich um einen Tumor, so besteht letztendlich die Möglichkeit, dass doch noch ein positiver Krankheitsverlauf eintritt, sofern der Tumor rechtzeitig entdeckt und entfernt wird.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

 

  • Bei Symptome, die mehrere Tage oder auch Wochen andauern
  • Bei Symptomen, die sich im Organismus ausbreiten
  • Bei Begleiterscheinungen wie Sprachprobleme, Probleme beim Sehen oder Hören sowie Beeinträchtigungen des Bewusstseins
  • Symptome wie Angst, Depressionen und Stimmungsschwankungen in Begleitung der Missempfindungen

Handelt es sich um ein eingeschlafenes Bein oder eine eingeschlafene Hand, so ist es natürlich nicht notwendig, einen Arzt aufzusuchen. Meist löst sich das Missempfinden von selbst in Luft aus, sobald die Durchblutung in den Blutbahnen wieder einsetzt und die zuständige Körperstelle wieder mit Sauerstoff sowie Glucose versorgt wird.

Ebenfalls können Parästhesien nach einer körperlichen Überanstrengung auftreten. Auch berufliche Überanstrengungen können die Ursache für Missempfindungen sein. In diesen Fällen muss jedoch ebenfalls kein Arzt aufgesucht werden. Oftmals reicht es, sich zu entspannen. Die Linderung tritt meist wie von selbst ein, ähnlich wie bei einem eingeschlafenen Bein. Jedoch können auch Durchblutungsstörungen schwerwiegende Folgen aufweisen. Hierzu zählt beispielsweise ein Schlaganfall oder auch Herzinfarkt.

Schon gewusst: Missempfindungen des Körpers können Mangelerscheinungen im Organismus zum Vorschein bringen!

Spürt man des Öfteren ein unangenehmes Kribbeln oder auch Brennen sowie Stechen, so ist es eher ratsam, einen zuständigen Arzt aufzusuchen. In erster Linie wendet sich der Betroffene an einen Hausarzt, welcher die Anamnese durchführt und letztlich entscheidet, welche Untersuchungsformen angewandt werden, um die Ursache ermitteln zu können.

Achtung: Weiterhin ist es zwingend erforderlich, einen Arzt zu kontaktieren, sobald Begleiterscheinungen wie die Beeinträchtigung des Bewusstseins, Sprachprobleme sowie Störungen des Hörens oder auch Sehens auftreten. Bei diesen Begleitsymptomen handelt es sich um lebensbedrohliche Warnhinweise des Körpers!

Treten die Beschwerden mehrere Tage oder auch Wochen auf, so ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen. Weiterhin sollte dies getan werden, sobald sich die Beschwerden im Mechanismus ausbreiten. Dies kann oftmals auf eine Schädigung der Nerven hinweisen. Bleibt dies jedoch unbehandelt, so können irreparable Schäden auftreten. Im schlimmsten Fall kann es sogar passieren, dass der beschädigte Nerv abstirbt.

Tipp: Leidet der Betroffene zudem unter Angst, Depressionen oder auch Stimmungsschwankungen, so ist es ebenfalls ratsam, einen Arzt zu kontaktieren.


Behandlungsmethoden & Therapie

Das Körperteil spielt eine wesentliche Rolle dabei, wie die Störung diagnostiziert und letztendlich behandelt wird. Auch der Verlauf ist stark von der betroffenen Stelle abhängig. Im Nachfolgenden gehen wir auf einzelne Stellen der Gefühlsstörungen ein und auf deren Ursachen. Anhand dieser „Problemzonen“ beschreiben wir, welche Behandlungen möglich sind und in der Regel angewandt werden.

Veränderungen der Halswirbelsäule

Missempfindungen an den Fingern, Armen sowie Händen können durch die Veränderung der Halswirbelsäule hervorgerufen werden. Übermäßige Knochenneubildungen sowie Verschleiß gehören zu den typischen Veränderungen dieser Region. Diagnotiziert werden diese meist per CT- oder auch Röntgenaufnahmen. Die Behandlung hingegen erfolgt operativ oder auch mit Hilfe einer Krankengymnastik.

Nervenschäden

Brennen, Taubheitsgefühle sowie Kribbeln sind oftmals Anzeichen von Nervenschädigungen. Diese machen sich in erster Linie in Händen und Füßen bemerkbar, breiten sich zu einem späteren Zeitraum jedoch auch in die Arme sowie Beine aus.

Wissenswert: In diesem Fall sind meist mehrere Nerven betroffen. Aus diesem Grund spricht man häufig auch von einer Polyneuropathie (Viel-Nerven-Erkrankung).

Um die Nervenschäden diagnostizieren zu können, werden unter anderem Reflexe geprüft, Vibrationstests via Stimmgabel durchgeführt sowie die Leitgeschwindigkeit der Nerven gemessen. Auch Auswertungen in Laboren führen zu einer eindeutigen Diagnose.

Liegen der Polyneuropathie Diabetes zu 30 Prozent sowie Alkoholmissbrauch zugrunde, so werden genau diese Ursachen während der Therapie behandelt.

Das Karpaltunnel-Syndrom

Verspürt der Betroffene Schmerz in den Fingern und Händen, welche mit Taubheitsgefühlen und einem Kribbeln einhergehen, so kann es sich dabei um einen eingedrückten Nerven am Handgelenk handeln. Der Nerv, welcher durch das Handgelenk verläuft, verläuft ebenfalls durch den Karpaltunnel. Aus diesem Grund wird oft von dm Karpaltunnel-Syndrom gesprochen.

Um eine Diagnose stellen zu können, werden die Finger– sowie Handsensibilitäten geprüft. Weiterhin betrachtet man die Leitgeschwindigkeit des Nerves. Auch Röntgenaufnahmen können eine gute Einsicht bieten.

Möchte man das Karpalsyndrom und dessen Missempfindungen letztendlich heilen, so empfiehlt sich die Ruhigstellung der betroffenen Hand. Mit Hilfe von Medikamenten wird zusätzlich der Schmerz behandelt, welcher mit dem Syndrom einhergeht. Alternativ wird in einigen Fällen Kortison genutzt, welches direkt in den Karpaltunnel gespritzt wird.

Achtung: Sind die angewandten Methoden hilflos, so ist es nötig, eine Operation einzuleiten.

Missempfindungen anhand von Verletzungen

Unfälle, Verbrennungen sowie weitere Verletzungen können ebenfalls zu Parästhesien führen. Ist die Verletzung bereits verheilt, jedoch nach wie vor ein Taubheitsgefühl zu verspüren, so kann davon ausgegangen werden, dass es sich um eine dauerhafte Beeinträchtigung der Nervenfunktionen handelt. Ausführliche Gespräche, Messungen von Impulsübertragungen sowie Tests der Sensibilitäts-Funktionen führen zu einer eindeutigen Diagnose.

Eine vollkommene Heilung ist nicht möglich. Jedoch kann versucht werden, anhand physiotherapeutischer Behandlungen den Schaden zu minimieren und somit auch die Missempfindungen zu reduzieren.

Gewebeveränderungen (Tumore)

Taubheitsgefühle, Missempfindungen oder gänzlich fehlende Hautempfindungen können Aufschluss darüber geben, dass es sich um einen Tumor oder auch um ein Geschwulst handeln könnte. Diese können wiederum einen Nerv abdrücken, sodass die Funktion eingeschränkt wird oder gänzlich ausbleibt.

Befragungen, Betasten, Röntgen, Testen des Hautempfindens, Ultraschall sowie Gewebeproben können in diesem Fall zu einer Diagnose führen. Die Behandlung kommt einer Krebstherapie nach.

Durchblutungsstörungen

An Armen, Beinen sowie an den Fingern können Missempfindungen ein Zeichen davon sein, dass Durchblutungsstörungen vorhanden sind. Vor allem eingeschlafene Arme und Beine geben Aufschluss darüber.

Um eine eindeutige Diagnose stellen zu können, werden gezielte Fragen gestellt. Hierzu zählen beispielsweise Fakten in puncto Kälteempfindung. Mit Hilfe von Kontrastmitteln werden Gefäße mittels Röntgen oder auch Ultraschall untersucht.

Für die Therapie können beispielsweise Blutfettwerte abgesenkt werden. Hierfür nutzt man spezielle Medikamente. Auch ein mechanisches Weiten der Blutgefäße ist möglich (Ballon-Dilatation). Vorhandene Blutfettverengungen werden operativ abgefräst. Handelt es sich um verschlossene oder auch verete Gefäße, so können diese ebenfalls umgangen werden (Bypass).


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Spezielle Prophylaxen gibt es in dem Sinne nicht, da es etliche Gründe für Missempfindungen gibt. Es kann lediglich vorbeugend gegen die Auslöser vorgegangen werden. Man kann sich cholesterinarm ernähren, sowie gesund und ausgewogen. Um Schäden der Halswirbelsäule entgegenwirken zu können, ist ausreichend Bewegung notwendig. Dies gilt auch für Personen, die sitzenden Tätigkeiten nachgehen. Auch der Verzicht auf Nikotin kann von großen Vorteil sein, genauso wie ein gemäßigter Alkoholkonsum.

Impfungen im Großen und Ganzen gibt es für diese Bereiche nicht, sodass in dem Fall keine Vorsorgemaßnahme erzielt werden kann.


Prognose zur Heilung

Eine Verallgemeinerung kann im Vorfeld nicht vorgenommen werden, da die Ursachen für die Missempfindungen recht unterschiedlich sind. Somit muss die Grunderkrankung in Augenschein genommen werden, um den weiteren Verlauf der Missempfindungen erahnen zu können. Parästhesien treten in etlichen Fällen dauerhaft auf. Hierzu zählen vor allem Schädigungen der Nerven sowie Schlaganfälle. Eine Behandlung ist hier nicht möglich. Der Betroffene ist gezwungen, sein gesamtes restliches Leben mit den Missempfindungen zu leben.

Die Behandlungschancen stehen hingegen sehr gut, sollte es sich um einen eingeklemmten Nerven handeln. Werden die Missempfindungen durch starken Drogen sowie Alkoholkonsum hervorgerufen werden, so lassen diese meist nach, sobald der Konsum eingestellt wird. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass der gesamte Krankheitsverlauf positiv verläuft. Auch in Falle einer Tumorerkrankung ist es nicht immer möglich, eine vollständige Heilung zu erzielen.


Parästhesien in der Gesellschaft

Wie gut können sich Betroffene integrieren?

Missempfindungen müssen nicht immer für die Gesellschaft sichtbar sein. Wirken die Parästhesien jedoch stark belastend und schränken den Betroffenen ein, so wird auch das Umfeld aufmerksam.

Druck auf den Betroffenen

Bis dato konnten alle Aufgaben selbst erledigt werden, doch plötzlich wird man aufgrund einer Vorerkrankung stark eingeschränkt. Dies wirkt oftmals einen enormen Druck auf die Betroffenen aus. Zusätzlich kommt der Leidendruck durch die Missempfindungen, die durch falsche Kältegefühle sogar lebensbedrohlich werden können. Alles in allem können die einzelnen Punkte gemeinsam zu psychischen Komplikationen führen, da die Person dem gewohnten Alltag entzogen wird und sich in einigen Fällen nicht mehr richtig in die Gesellschaft integrieren kann.

Klare Strukturen

Wichtig ist es, sich ein stabiles Umfeld zu schaffen, welches über die Missempfindungen Bescheid weiß. Somit lernen die Menschen besser damit umzugehen, was auch dem Betroffenen zu gute kommt. Letztendlich ist es jedoch nicht möglich, der gesamten Gesellschaft aus dem Weg zu gehen.

Alternative Behandlungsmethoden

Einige Parästhesien können mit Hilfe der alternativen Behandlungsmittel therapiert werden. Zumindest verschaffen sie in erster Linie Linderung, was gerade bei schmerzenden Parästhesien sehr erholsam sein kann. Alternative Heilmittel wurden bereits vor tausenden Jahren praktiziert, erhalten jedoch auch heute noch ein großes Augenmerk.

Massagen:

Massagen verleihen dem Bindegewebe neue Kraft und gehören zudem zu den ältesten Heilmethoden. Natürlich wurden sie nicht speziell entworfen, um Parästhesien zu lindern, jedoch bieten sie eine hervorragende Grundlage. Es muss jedoch auf die Ursache der Missempfindung geachtet werden, denn nicht immer eignet sich die beliebte Massage.

Akupunktur:

Bei einer Akupunktur werden Nadeln an verschiedene Punkte des Körpers angebracht, um das Immunsystem ideal stimulieren zu können. Schmerzen werden oftmals gelöst. Auch hier ist die Methode wohl nicht für alle Formen der Parästhesien geeignet, jedoch deckt sie eine große Spanne ab.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel waren nicht nur zu Omas Zeiten sehr beliebt. Auch heute greifen immer wieder Menschen zu den beliebten Hausmitteln, um der Pharmaindustrie gezielt entfliehen zu können. Welche Mittel speziell bei Parästhesien in Frage kommen, verraten wir in diesem Teil unseres Ratgebers.

Warme Kompressen:

Starke Muskelverspannungen werden gesenkt. Weiterhin unterstützen warme Kompressen die Durchblutung im Körper. Somit werden vor allem Taubheitsgefühle ideal behandelt. Betroffene Nerven können ideal durchblutet werden. Somit wird die Nrvenfunktion gesteigert.

Handelt es sich um einen eingeklemmten Nerv im Halswirbel, so wird auch hier die Möglichkeit geboten, eine warme Kompresse zu nutzen. Die Feuchtigkeit der Kompresse kann ideal in das Gewebe eindringen und hilft enorm dabei, einklemmende Muskelfasern zu entspannen.

Tipp: Auch warme Duschen sowie Heiz- und Körnerkissen können zur Linderung beitragen. Weißt der Betroffene eine Sensibilitätsstörung auf, so sollte auf die Temperatur des Wassers geachtet werden, um Verbrühungen vermeiden zu können.

Ausreichend Sport:

Wer viel Sport betreibt, verbessert zudem die Sauerstoffversorgung im Körper deutlich. Beweglichkeit und Durchblutung werden gesteigert, Faszienverklebungen von Muskeln, Bindegewebe und Nerven hingegen verringert. Kribbelgefühle in den Händen und Füßen werden deutlich verringert, da die Nerven gut versorgt werden.

Tipp: Weiterhin verringert ein regelmäßiges Training das Risiko einer Fehlfunktion der Nerven. Es können bereits einfache Fuß- sowie Handübungen durchgeführt werden. Etwa 15 Minuten am Morgen sind vollkommen ausreichend.

Treten durch die Übungen Schmerzen auf, so sollten sie nicht weiter durchgeführt werden. Weiterhin sollten bei Taubheitsgefühlen Übungen mit starken Gewichten vermieden werden.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Heilkräuter und Heilpflanzen werden schon seit Jahrtausenden genutzt, um Unstimmigkeiten im Körper zu behandeln. Auch bei Parästhesien treten einige dieser Wundermittel in Aktion. Um welche es sich dabei handelt, verraten wir in diesem Abschnitt des Gesundheitsratgebers.

Kurkuma:

Kurkuma ist ideal bei Nervenreizungen. Es reduziert Schmerzen, wirkt entzündungshemmend und fördert zudem die Durchblutung im Körper. Im Großen und Ganzen werden die Funktionen der Nerven somit deutlich verbessert.

Knoblauch:

Auch Knoblauch fördert die Durchblutung und reinigt zudem das Blut. Überschüssige Cholesterinansammlungen in den Blutgefäßen werden verringert. Weiterhin werden Blutgerinnsel verhindert.

Achtung: Knoblauch wirkt stark blutverdünnend. Wer blutverdünnende Medikamente zu sich nimmt, sollte im Vorfeld einen Arzt befragen, bevor Knoblauch eingenommen wird.

Zimt:

Zimt wirkt ideal gegen Taubheitsgefühle, da es etliche unterschiedliche Nährstoffe enthält, welche eine gute Wirkung erzielen. Der Blutfluss in die kleinsten Gefäße des Körpers werden dadurch unterstützt, dass Zimtaldehyde eine starke blutverdünnende Wirkung aufweisen. Weiterhin werden Entzündungen verringert, sowie das Verklumpen von Blutplättchen.

Zimt weist Kalium, Mangan sowie viele wichtige B-Vitamine auf. Diese unterstützen die Durchblutung in den Armen und Beinen. Somit können sie ideal bei Taubheitsgefühle helfen.

Achtung: Auch hier sollte aufgrund der stark blutverdünnenden Wirkung eine Beratung beim Arzt eingeholt werden.

Ätherische Öle

Betrachtet man die Alternative Medizin, so haben sich in den Jahren ebenfalls die ätherischen Öle bewährt. Ihre Wirkungsweisen sind noch nicht gänzlich geklärt, jedoch weisen sie bei richtiger Anwendung eine nachweislich positive Wirkung auf den Körper auf. Welche ätherische Öle bei Missempfindungen auftreten, erfährt man in diesem Teil des Textes.

  • Cajeput
  • Eukalyptus
  • Fichte
  • Kampfer
  • Kiefer
  • Minze
  • Rosmarin
  • Wacholder
  • Zypresse

Cajeput

Cajeput wirkt muskelentspannend sowie schmerzlindernd und ist somit eine ideale Option, sobald es sich um Missempfindungen des Körpers handelt.

Tipp: Cajeput wirkt nervenstärkend und reinigt zudem das Blut

Kampfer

Durchblutungsstörungen können ideal mit Kampfer behandelt werden. Weiterhin wirkt es schmerzlindernd und herzstärkend, sodass der Mechanismus gänzlich gestärkt werden kann.

Kiefer

Wer sich für Kiefer entscheidet, trifft auf ein blutreinigendes sowie entschlackendes Mittel. Der Körper kann besser mit Sauerstoff und Blut versorgt werden, sodass Taubheitsgefühle deutlich seltener auftreten oder gut behandelt werden können.

Minze

Minze wirkt entblähend, durchblutungsfördernd und krampflösend. Somit ein ideales Mittel, um Missempfinden behandeln oder gar vorbeugen zu können.

Rosmarin

Rosmarin ist anregend und durchblutungsfördernd. Weiterhin zeigt es die seelische Wirkung auf, bewusstseinsfördernd sowie ausgleichend zu sein.

Tipp: Vor allem für Frauen bietet sich Rosmarin an, da dieser ebenfalls mentruationsfördernd wirkt.

Homöopathie & Globuli

Von Jahr zu Jahr werden Globuli und Homöopathien beliebter. Welche Produkte in puncto Parästhesien in Frage kommen, verrät dieser Teil des Ratgebers.

  • Ambra
  • Cedron
  • Gnaphalium
  • Mandragora e radice

Ambra

Ambra ist das gängigste Mittel in der Homöopathie und somit ein wahrer Allrounder. Es wirkt bei Muskelschwäche sowie bei Taubheitsgefühlen und kann somit bei einigen Formen von Parästhesien angewandt werden.

Cedron

Cedron wird vorwiegend bei Taubheitsgefühlen sowie Schmerzen in Händen und Füßen verwendet. Vorrangig wird Cedron bei Neurolgien angewandt. Somit eignet sich das Produkt gut für Parästhesien.

Gnaphalium

Auch Gnaphalium wird bei Taubheitsgefühlen gern angewandt. Weiterhin eignet sich das homöopatische Mittel bei Nervenentzündungen.

Mandragora e radice

Auch Mandragora e radice ist ebenfalls ein guter Stoff gegen Taubheitsgefühle.

Tipp: Um das bestmögliche Produkt zu wählen, istes vorteilhaft, einen Fachmann in dem Gebiet zu befragen.

Schüssler – Salze

Viele nutzen Schüssler-Salze für ihre persönliche Haushaltsapotheke. Welche Produkte sich bei Parästhesien bewähren, zeigt dieser Teil des Ratgebers.

Nr. 2. Calcium Phosphoricum

Das Schüssler-Salz Nummer 2 dient zur Durchblutungsförderung und wirkt zudem regenerierend. Somit tankt der Körper neue Energie und kann seinen Aufgaben wieder voll und ganz nachgehen.

Nr. 17. Manganum sulfuricum

Wer sein Nervensystem stärken möchte, greift bestenfalls zu diesem Produkt. In Kombination mit dem Salz Nummer 2 können noch bessere Ergebnisse erzielt werden.

Nr. 18. Calcium sulfuratum

Wer unter Parästhesien als Folge von Vergiftungen leidet, kann zu diesem Produkt greifen. Für eine Rundumbehandlung eignen sich alle drei genannten Produkte in Kombination.

Achtung: Bevor Schüssler-Salze eingenommen werden, sollte das Gespräch mit einem Fachmann aufgesucht werden. Nur so wird die optimale Dosierung ermittelt. Auch die einzelnen Produkte sollten abgeklärt werden.

Diät / Ernährung

Entschlackungen sowie eine gesunde Ernährung sind hilfreich, um Parästhesien vorzubeugen oder gar zu behandeln. Der Körper braucht bestimmte Nährstoffe, um die einzelnen Funktionen fehlerfrei durchführen zu können.

Gesunde Ernährung:

Die menschlichen Nerven benötigen etliche Nährstoffe, um einwandfrei zu funktionieren. Aus diesem Grund ist eine ausgewogene Ernährung notwendig. Nerven brauchen vor allem die wertvollen B-Vitamine, welche ideal in die Ernährung integriert werden sollten. Weiterhin empfehlen sich Magnesium, zellschützende Antioxidatien sowie ungesättigte Fettsäuren. Die einzelnen Nährstoffe schützen einzelne Nerven, helfen dabei, Nervensignale schnell übertragen zu können und sorgen zudem für eine reibungslose Funktion.

Folgende Lebensmittel sind für die Nerven sehr empfehlenswert:

  • Beeren
  • Kaltwasserfische
  • Eier
  • Bohnen
  • Banane
  • Roher Kakao
  • Dunkelgrünes Blattgemüse
  • Avocados
  • Samen
  • Nüsse
  • Haferflocken
  • Gerstengras

Eine gesunde Ernährung kann auch lecker sein!

Oftmals ist es deutlich einfacher, gesunde Rezepte in den Alltag zu integrieren, als man glaubt. Es ist wichtig, gesunde und nährstoffreiche Lebensmittel ideal zu kombinieren, jedoch muss dies nicht immer schlecht schmecken. Das Essen sollte schmecken, Kraft spenden und vor allem glücklich machen.

Tipp: Im Internet findet man etliche gesunde und schnelle Rezepte, die den Alltag verschönern können.


FAQ – Fragen & Antworten

Wirken Parästhesien lediglich störend oder können sie auch sehr unangenehm werden?

Parästhesien können in der Tat sehr unangenehm werden. Wenn starke Schmerzen auftreten oder auch enorme Taubheitsgefühle, so wird der Alltag sehr beeinträchtigt. Weiterhin können diese Missempfindungen sehr unangenehm werden. Eingeschlafene Beine sind nach wenigen Minuten wieder „geheilt“, jedoch sind beispielsweise Begleiterscheinungen von Multipler Sklerose sehr einschränkend, sodass der Betroffene meist Unterstützung benötigt und stark unter dem Eintreten der Parästhesien leidet.

Missempfindungen als ernstzunehmende Erkrankung?

An sich handelt es sich bei Parästhesien um keine Erkrankung, sondern eine Begleiterscheinung anderer Erkrankungen oder Störungen im Körper. Jedoch sollten die Symptome stets ernst genommen werden, sobald sie länger als 3 Tage andauern. Oftmals weisen sie auf ein starkes Defizit hin, welches über die Missempfindungen diagnotiziert werden kann.

Bei wem liegt das Risiko der Erkrankung am höchsten?

Das Risiko ist vor allem bei Frauen sehr hoch. Im Alter zwischen 15 und 35 Jahren liegt das Erkrankungsrisiko bei Frauen am höchsten. Bei bestimmten Vorerkrankungen ist das Eintreten der Missempfindungen sogar sehr wahrscheinlich. Aber auch Männer, die bestimmte Vorerkrankungen aufzeigen, können betroffen sein und ein hohes Risiko aufweisen.

Weiterhin liegt das Risiko sehr hoch bei Menschen, die mit Schwermetallen arbeiten und eine Vergiftung erleiden. Auch der Genuss von Alkohol und Drogen kann zu Missempfindungen führen. Hier ist das Risiko ebenfalls sehr hoch.

Können sich Parästhesien unentwegt ausbreiten?

Eine unentwegte Ausbreitung ist natürlich nicht möglich, da auch der menschliche Körper begrenzt Platz bietet. Meist breitet sich die Störung lediglich in den betroffenen Bereichen aus. Somit können Missempfinden in der Hand in den Arm wandern. Spätestens ab diesem Zeitraum sollte ein Arzt konsultiert werden, denn die Ausbreitung zeugt davon, dass sich die Störung verschlimmert.

Welche Medikamente können zu Parästhesien führen?

  • Acetazolamid
  • Buspiron
  • Mirtazapin
  • Oxilaplatin
  • Paroxetin
  • Antiepileptika

Die aufgelisteten Wirkstoffe können oftmals zu Missempfindungen führen. Jedoch sind dies bei weitem nicht alle Stoffe, die zu solch einer Störung führen können. Meist hören die Parästhesien auf, sobald das Medikament wieder abgesetzt wird. Jedoch müssen einige Medikamente durchgängig eingenommen werden, wie beispielsweise Antiepileptika. Somit bleiben die Begleiterscheinungen erhalten.

Tipp: Es ist oftmals möglich, das Medikament zu wechseln oder zusätzlich ein anderes Mittel einzunehmen, um die Ungleichheiten im Körper auszugleichen. Hierzu informiert man sich am besten beim zuständigen Arzt.

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