Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen können oftmals mit einfachen Hausmitteln behandelt werden

Ohrenschmerzen fangen oft unauffällig an und bringen dabei tückische Beschwerden mit sich. Nicht selten strahlt der gedämpfte Schmerz auch in andere Körperregionen aus. Vor allem bei plötzlich auftretenden Schmerzen und Begleiterscheinungen wie Fieber kann allerdings eine ernste Ursache wie eine Mittelohrentzündung dahinter stecken.

Daher sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden. Wenn gefährliche Erkrankungen ausgeschlossen wurden, können Hausmittel gegen Ohrenschmerzen jedoch eine sehr effektive Wirkung zeigen. Ob einseitig oder beidseitig, bei einer Erkältung oder bei Kindern – Hier erfahren Sie, welche Hausmittel gegen Ohrenschmerzen wirklich helfen und was Ihnen schnelle Linderung verschaffen kann.

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Was hilft wirklich?

Ohrenschmerzen können verschiedene Ursachen haben, wobei jeweils ein anderes Hausmittel wirksamer ist. Nachfolgend finden Sie zunächst Tipps dazu, welche vorbeugende Maßnahmen gegen Ohrenschmerzen je nach Situation und Ursache hilfreich sind. Welche Hausmittel helfen, wenn die Ohren bereits schmerzen, erfahren Sie darauf anschließend.

Gehörgang schonen

und Ohrenschmerzen vorbeugen

Ohrenschmerzen können durch verschiedene, alltägliche Gegebenheiten begünstigt werden. Wer beispielsweise oft schwimmen geht, sollte Ohrenstöpsel oder Badekappen tragen. Anderenfalls wird der Gehörgang ständig durch das Chlor im Wasser gereizt.

Öl als Hausmittel

Ohren mit Öl eincremen und schützen

Ohrenschmerzen

Ohrenschmerzen können viele Ursachen haben und sollten entsprechend behandelt werden

Durch das im Badewasser enthaltene Chlor kann zudem die schützende Fettschicht des Gehörgangs beschädigt werden. Um das zu umgehen, ist es sinnvoll, die Ohren mit etwas Babyöl einzucremen.

Hinzu kommt, dass Bakterien in dem Badewasser schneller zum Ohr vordringen können. Daher ist es sinnvoll, die Ohren nach dem Kontakt mit Wasser behutsam mit einem Tuch trocken zu tupfen.

Kopfhörer & Ohrenschmerzen

Auch Kopfhörer können, vor allem wenn es sich um preiswerte und nicht-ergonomische Modelle handelt, zu Ohrenschmerzen führen. Wer oft In-Ear-Kopfhörer oder Ohrstöpsel verwendet, sollte die Stöpsel regelmäßig reinigen bzw. auswechseln. Die Ohrstöpsel sollten auch nie zu tief ins Ohr gedrückt werden.

Luftdruckveränderungen

Reisen & Fliegen

Um Ohrenschmerzen durch Luftdruckveränderungen zu vermeiden, können abschwellende Nasensprays verwendet oder Kaugummis gekaut werden. Auch das Nachahmen von Gähnen und das regelmäßige Schlucken können weiterhelfen.

Schmerzen bei Erkältung

Steckt eine Erkältung hinter den Schmerzen, so sollte diese schnellst möglichst behandelt werden. Anderenfalls kann die Regenerationszeit sehr viel länger betragen. Vor Erkältungen können Sie sich aber auch mit angemessener Kleidung wie z. B. einer Mütze schützen. Weitere vorbeugende Maßnahmen und Hausmittel gegen Ohrenschmerzen bei Erkältungen finden Sie außerdem weiter unten im Text.

Die falsche Pflege

Eine weitere, häufige Ursache für Ohrenschmerzen ist die falsche Pflege. Oft sind die Schmerzen einfach auf eine übermäßige Hygiene zurückzuführen. So kann ein zu häufiges Verwenden von Wattestäbchen schmerzliche Entzündungen im Ohr hervorrufen. Zudem besteht die Gefahr, dass der Ohrenschmalz zum Trommelfeld hin geschoben wird und schmerzhaft auf diesen drückt. Die Ohren können aber auch durch eine zu seltene Reinigung verstopfen und wehtun.

Schonend putzen

Ohren schonend putzen hilft gegen Ohrenschmerzen

Statt der Ohrstäbchen können die Ohren beim Duschen vorsichtig mit lauwarmem Wasser ausgespült werden. Wenn die Schmerzen durch einen Ohrenschmalzpfropf verursacht werden, hilft ein Spülen mit zimmerwarmem Salzwasser weiter. Alternativ ist es auch möglich, sogenannte Ohrenkerzen zu verwenden.

Ohrkerzen behandlung, Ohrenschmerzen

Bei verunreinigten Gehörgängen kann eine Ohrkerze Abhilfe verschaffen

Ohrenkerzen zur Reinigung

Ist der Gehörgang beispielsweise durch zu viel Ohrenschmalz verstopft, so kann eine Ohrenkerze weiterhelfen. Die Ohrenkerzen, auch Hopi-Kerzen genannt, bestehen aus einem hohlen Röhrchen, welches oben angezündet wird und somit einen Unterdruck erzeugt. Dadurch werden die Verunreinigungen sanft aus dem Ohr befördert. Diese Wirkung ist allerdings nicht medizinisch belegt.

Sie sollten zur Anwendung der Kerzen eine zweite Person hinzuziehen. Während Sie sich auf die Seite legen kann die Hilfsperson die Kerze mit vorsichtigen Drehbewegungen senkrecht in Ihr Ohr einführen. Sobald Ihr Ohr luftdicht verschlossen ist, kann die Kerze angezündet werden. Anschließend gelangt der warme Rauch in den Gehörgang und reinigt diesen.

Ohrenkerzen bestehen heutzutage meistens aus Baumwolle und Bienenwachs. In vielen Fällen werden sie zudem mit Kräutermischungen und ätherischen Ölen bereichert. Dadurch können sie zusätzlich eine desinfizierende und entzündungshemmende Wirkung haben.

Einseitig oder beidseitig

Was steckt hinter einseitigen oder beidseitigen Ohrenschmerzen?

Je nachdem, ob Sie beidseitige oder einseitige Ohrenschmerzen haben, kann dies auf eine andere Ursache hinweisen. Bei einseitigen Ohrenschmerzen handelt es sich zumeist um eine Entzündung, Verletzung oder Infektion. Aber auch Ursachen wie das Tragen von einer zu kleinen Brille oder ständiges Kaugummi-Kauen können zu einseitigen Ohrenschmerzen führen. Darüber hinaus kann das Ohr zum Beispiel beim Putzen verletzt worden sein.

Sowohl bei einseitigen als auch bei beidseitigen Ohrenschmerzen können darüber hinaus auch noch folgende Ursachen verantwortlich sein:

Achtung! Da insgesamt sehr viele Ursachen hinter einseitigen und beidseitigen Ohrenschmerzen stecken können, ist es empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen. Wird die zugrunde liegende Ursache nämlich nicht fachmännisch behandelt, kann es zu bleibenden Schäden kommen.

Schnelle Hilfe bei Ohrenschmerzen

Welche Hausmittel gegen Ohrenschmerzen helfen sofort?

Ist es trotz richtiger Reinigung und Pflege zu Ohrenschmerzen gekommen, so ist eine schnelle Linderung mehr als erwünscht. Viele Menschen greifen hierbei direkt zu Medikamenten. Je nach Ursache und nach Absprache mit dem Arzt, kann dies auch wirklich notwendig und hilfreich sein.

Arzneistoffe sind aber nicht immer die beste Lösung. Oft belasten die chemischen Stoffe den Körper eher, als dass sie ihm helfen. Das ist vor allem bei harmloseren Ursachen der Fall. Hierbei können stattdessen natürliche Hausmittel schonend weiterhelfen.

Zwiebel können helfen

Ein altbewährtes Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Das bekannteste Hausmittel gegen Ohrenschmerzen ist wahrscheinlich die Zwiebelkompresse. Die in der Zwiebel enthaltenen ätherischen Öle wirken antibakteriell, lösen festgesetzten Schleim und regen den Stoffwechsel an. Hierbei sind die Senföle besonders hervorzuheben, da diese desinfizierend sind und der Entzündung im Ohr entgegenwirken. Außerdem wird durch die Wärme der Schmerz gelindert.

Um die Wickel herzustellen, sollte zunächst eine Zwiebel kleingeschnitten und erhitzt werden. Danach werden die Stückchen in ein sauberes Geschirrhandtuch eingewickelt. Das Tuch sollte im warmen aber nicht heißen Zustand auf das schmerzende Ohr gelegt werden.

Anschließend kann es zum Beispiel mit einer Mütze oder einem Tuch fixiert werden. Der Wickel sollte etwa 30 Minuten einwirken. Statt des Geschirrhandtuchs kann auch ein ausgemusterter Strumpf mit den erhitzten Zwiebelstücken gefüllt werden. Gegen eine Entzündung hilft zudem ein Wasser-Essig-Gemisch im Verhältnis 1:10.

Natürliche Ohrentropfen

Mit Knoblauch oder Zwiebeln selber machen

Neben dem Zwiebelwickel kann das Gemüse auch zu Ohrentropfen weiterverarbeitet werden. Hierfür werden rohe Zwiebelstücken in einer Knoblauchpresse ausgequetscht. Der Saft kann dann zum Beispiel in ein Pipettenfläschchen abgefüllt werden. Bei Bedarf kann dann etwa ein Teelöffel des Safts in das zu behandelnde Ohr geträufelt werden.

Abschließend wird das Ohr mit einem Stück Watte abgedichtet, um ein Ausdringen des Zwiebelsafts zu verhindern und das Ohr zusätzlich vor Zugluft zu schützen. Die Ohrentropfen können alternativ auch mit Knoblauch zubereitet werden.

Wärme hilft

Besonders anfänglich ist bei Ohrenschmerzen der Bedarf nach Wärme groß, da diese den Schmerz lindert. Es ist zu empfehlen, die Ohren auch in der Wohnung vor Kälte und Zugluft zu schützen. Hierfür kann ein Stirnband oder eine Mütze genutzt werden. Auch die Wärmetherapien der Naturheilkunde können sehr wirksam sein.

Ohrendampf

Für chronische Schmerzen wird Ohrendampf empfohlen. Dafür wird zunächst Wasser in einem Kessel erhitzt und ein Gummischlauch über dessen Tülle gezogen. Anschließend wird der Dampf, der aus dem anderen Ende des Schlauches austritt, mit einem sicheren Abstand an das entsprechende Ohr gehalten. Der Wasserkessel bleibt während der gesamten Durchführung auf dem angeschalteten Herd.

Umschläge

Mit Senfmehl, Kamille oder Leinsamen

Auch ein warmer Umschlag mit Senfmehl lindert die Ohrenschmerzen effektiv. Dafür wird das Mehl fein gemahlen, mit etwas Wasser zu einem Brei verarbeitet und auf ein Stück Zellverbandsstoff oder ein Tuch aufgetragen. Da die im Senfmehl enthaltenen ätherischen Öle zu starken Hautreizungen führen können, sollte der Umschlag nur einmal täglich für eine viertel Stunde auf das erkrankte Ohr aufgelegt werden. Der Senfumschlag sollte aber auch vorzeitig entfernt werden, wenn ein starkes Brennen auftritt.

Darüber hinaus lindern Kamillen- oder Leinsamenaufschläge Ohrenschmerzen. Auch Auflagen mit warmem Bockshornklee oder Öl eignen sich für die Behandlung.

Öl als Hausmittel

Öle können sowohl in Kombination mit einem anderen Hausmittel als auch eigenständig gegen Ohrenschmerzen helfen. So können Sie etwa mit purem Olivenöl gegen Entzündungen vorgehen und auch einen verhärteten Ohrenschmalz aufweichen. Auch Infektionen und Ohrgeräusche lassen sich mithilfe des Olivenöls behandeln.

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Auch Öle können gegen Ohrenschmerzen helfen

Erwärmen Sie dafür einfach ein paar Tropfen Olivenöl und Wasser und tropfen Sie es anschließend in das scherzende Ohr. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass das Gemisch nicht zu heiß ist. Das Öl sollte anschließend für etwa zehn Minuten einwirken.

Danach können Sie Ihren Kopf seitlich neigen, damit das Öl wieder abfließen kann. Das Ohr sollte abschließend mit einem Tuch sanft gereinigt werden. Sie können die Anwendung ein bis zwei Mal am Tag durchführen.

Um Verletzungen zu vermeiden können das warme Öl aber auch einfach auf ein Tuch geben. Das Tuch kann dann für etwa eine viertel Stunde auf das schmerzende Ohr gelegt werden.

Wer seine Ohren schonen will (z. B. im Schwimmbad) kann sie auch mit Babyöl eincremen. Öle eignen sich aber auch hervorragend in Kombination mit anderen Hausmitteln gegen Ohrenschmerzen. Hierzu zählen etwa Ingwer oder auch Knoblauch.

Ingwer bei Schmerzen

Ein ebenfalls beliebtes und hilfreiches Hausmittel gegen Ohrenschmerzen ist Ingwer. Dieses Allheilmittel besitzt nämlich stark entzündungshemmende und schmerzlindernde Stoffe. So sollen die Inhaltsstoffe der Ingwer das gleiche Körperenzym hemmen wie das bekannte Schmerzmittel Acetylsalicylsäure (ASS). Sowohl die Entzündung-eindämmende als auch die schmerzstillende Wirkung von Ingwer wurden auch schon in diversen Studien bestätigt.

Für die Anwendung kann einfach ein Teelöffel der frisch geriebenen Ingwer-Knolle mit zwei Esslöffeln Olivenöl vermischt werden. Lassen Sie diese Mischung dann zehn Minuten ziehen und erwärmen Sie sie anschließend ein wenig. Nun können Sie das Gemisch mithilfe eines Leintuchs abseihen und das Ingweröl in Ihr Ohr tropfen. Das Öl sollte ca. 10 Minuten einwirken und kann dann durch ein zur Seite Neigen des Kopfes wieder abfließen. Sie können diese Anwendung bis zu zwei Mal am Tag durchführen.

Tipp: Trinken Sie zusätzlich auch Ingwertee! So können Sie Ihren Körper auch von innen gegen die feindlichen Erreger wappnen. Für eine Tasse Tee reicht ein daumengroßes Stück Ingwer aus. Die Ziehzeit beträgt 10 Minuten.

Knoblauch hilft

Ein altes Hausmittel gegen die Schmerzen im Ohr

Gerade bei Infektionen als Ursache, kann auch Knoblauch hervorragend helfen. Dieses natürliche Hausmittel gegen Ohrenschmerzen wirkt nämlich entzündungshemmend und antibiotisch. So hilft es dabei, die Schmerzen zu lindern und den Auslöser schnell zu bekämpfen. Knoblauch kann sowohl innerlich als auch äußerlich gegen die Ohrenschmerzen eingesetzt werden.

Äußerlich eignet sich Knoblauch vor allem – wie weiter oben beschrieben – zur Herstellung von Ohrentopfen. Pressen Sie dafür einfach zwei Teelöffel Knoblauch und vermischen Sie es mit zwei Esslöffeln eines Trägeröls (z. B. Olivenöl oder Sesamöl). Danach kann es wie beschrieben erhitzt, abgeseiht und in die Ohren getropft werden.

Aber auch innerlich wirkt die Knolle sehr gut gegen Ohrenschmerzen. Wer täglich etwa zwei frische Knoblauchzehen zu sich nimmt, kann sein Immunsystem effektiv unterstützen. So können Sie Ohrenschmerzen sowohl vorbeugen als auch behandeln.

Kamille als Hilfe

Kamillendampfbäder helfen besonders gut bei einer leichten Mittelohrentzündung. Die ätherischen Öle der Pflanze wirken wundheilend und schmerzlindernd. Für die Anwendung werden zwei Esslöffel der Blüten in kochendes Wasser gegeben. Der Sud sollte ca. fünf Minuten lang abgedeckt ziehen. Anschließend wird das schmerzende Ohr für ein paar Minuten über den Wasserdampf gehalten.

Salz: Omas Tipp

Omas Hausmittel gegen Ohrenschmerzen

Fragen Sie die Oma nach einem guten Hausmittel gegen Ohrenschmerzen, bekommen Sie sicherlich auch das Salzsäckchen oder Ohrentopfen mit Salzwasser zu hören. Zu einer Zeit, als Ärzte noch nicht so leicht erreichbar waren, konnte Salz aus der Not helfen. Dieses Ohrenschmerzen Hausmittel wirkt einerseits nämlich entzündungshemmend und schmerzlindernd und kann andererseits auch verhärteten Ohrenschmalz auflösen.

Salzsäckchen selber machen

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Salz zählt zu den besten Ohrenschmerzen Hausmitteln aus Omas Zeiten

Um ein Salzsäckchen selber zu machen, benötigen Sie zunächst ein kleines Säckchen aus Baumwolle und etwas handelsübliches Kochsalz. Die Salzmenge ist dabei von der Größe des Säckchens und dem Anwendungsbereich abhängig. Bei einer Ohrenentzündung reicht in etwa eine Tasse Salz aus.

Nachdem Sie das Salz in das Säckchen gefüllt haben, können Sie das Salzsäckchen aufwärmen. Sie können das es dafür auf eine heiße Heizung oder aber für etwa 20 Minuten in den 50 bis 60 ° C warmen Ofen legen. Auf ein Aufwärmen in der Mikrowelle sollten Sie verzichten, da dies die positiven Eigenschaften des Salzes zerstören kann. Die Temperatur des Säckchens sollte gerade so warm sein, dass Sie es ohne Verletzungsgefahr auf Ihre Haut legen können.

Nun können Sie das Säckchen auf das schmerzende Ohr legen, bis es wieder abgekühlt ist. Sie können den Vorgang mehrmals am Tag wiederholen. Lagern Sie das Säckchen jedoch an einem trockenen Ort, da Salz bekanntermaßen Feuchtigkeit zieht.

Ohren frei bekommen

Mit Salzwasser

Verstopft verhärteter Schmalz die Ohren, so kann Salzwasser weiterhelfen. Geben Sie dafür einfach einen Teelöffel Kochsalz in etwa 10 Milliliter warmes Wasser. Tröpfeln Sie anschließend eine kleine Menge davon in Ihr schmerzendes Ohr. Sie können zur Hilfe zum Beispiel einen Löffel oder eine Pipette verwenden.Wenn Sie das Salzwasser in eine kleine Sprühflasche füllen, ist die Anwendung noch leichter.

Neigen Sie Ihren Kopf dabei zur Seite und lassen Sie das Salzwasser für etwa 10 bis 15 Minuten im Ohr. Danach können Sie das Wasser durch ein entsprechendes Neigen des Kopfes wieder abfließen lassen und das Ohr mit einem sauberen Tuch abwischen. Falls nötig, können Sie die Anwendung wiederholen, bis das Ohr wieder frei ist.

Tipp: Eine noch effektivere Lösung ist 3 prozentiges Wasserstoffperoxid. Das Mischverhältnis beträgt hierbei 1:1 und die Einwirkzeit nur wenige Minuten.

Ohrenschmerzen & Erkältung

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen bei einer Erkältung

Handelt es sich beim Auslöser der Ohrenschmerzen um einen Infekt, sind Bettruhe und ausreichend Schlaf unerlässlich. Dadurch werden die Abwehrkräfte unterstützt und die Genesung beschleunigt.

Um den Körper bei der Abwehr bestmöglich zu unterstützen, ist es empfehlenswert, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn die Ohrenschmerzen von Fieber begleitet werden. Durch das Schwitzen verliert der Organismus nämlich zusätzliche Flüssigkeit, sodass der Wasserhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten kann.

Insgesamt zielen die besten Hausmittel gegen Ohrenschmerzen bei einer Erkältung auf die Stärkung und Unterstützung des Immunsystems ab. Wird die Erkältung effektiv behandelt, so verschwinden in der Regel auch die Ohrenschmerzen. Weitere Informationen hierzu finden Sie daher auch im Ratgeber Hausmittel gegen Erkältungen.

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen bei Erkältungen sind:

  • Vorbeugen: Zu den besten Maßnahmen, um erkältungsbedingten Ohrenschmerzen vorzubeugen, zählen eine angemessene Bekleidung (z. B. Ohren mit Mütze schützen), ausreichende Bewegung an der frischen Luft sowie eine gesunde Ernährung (z. B. Vitamin C)
  • Öle: Bei Erkältungen als Ursache können SIe Ihre Ohren auch wie zuvor Beschrieben mit Öl behandeln
  • Ingwer: Diese Knolle ist ein wahres Allheilmittel und kann Krankheitserreger effektiv behandeln und die Schmerzen schnell lindern.
  • Knoblauch & Zwiebeln: Ohrtopfen oder Kompressen mit Zwiebeln oder Knoblauch wirken ebenfalls feindlichen Erregern und auch den Schmerzen im Ohr entgegen

Fasten & Entgiften

Bei Erkältungen und Ohrenschmerzen

Liegt den Ohrenschmerzen eine Erkältung zu Grunde, so kann auch ein Fasten weiterhelfen. Durch den Verzicht auf Nahrung können Sie Ihren Körper nämlich entlasten und vor Giften befreien. Während der ersten Tage sollten Sie nur bestimmte, verdünnte Säfte und Tees trinken. So ist etwa ein mild zubereiteter Sennesblätter-Tee ideal. Es gibt insgesamt verschiedene Formen des Fastens, bei denen jeweils andere Regeln befolgt werden müssen.

Ohrenschmerzen bei Kindern

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen bei Kindern

Leidet ein Kind an Ohrenschmerzen, so sollten Sie sicherheitshalber einen Arzt aufsuchen. Kinder können nämlich einerseits ihre Symptome nicht ausreichend beschreiben. Andererseits kann es, je nach Ursache, zu ernsten und anhaltenden Folgebeschwerden kommen.

Wenn eine ernste Ursache ausgeschlossen werden konnte und nach Absprache mit dem Kinderarzt können jedoch auch Hausmittel gegen Ohrenschmerzen bei Kindern eingesetzt werden. Achten Sie dabei jedoch stets auf eine schonende Durchführung.

Die besten Hausmittel gegen Ohrenschmerzen bei Kindern sind:

Ohrenschmerzen bei Kindern sollten immer von einem Arzt untersucht werden

  1. Zwiebeln: Wie bei Erwachsenen, so zählen auch bei Kindern Zwiebeln zu den bestbewährten Ohrenschmerzen Hausmitteln. Führen Sie die Anwendung wie oben beschrieben durch und achten Sie darauf, dass die Zwiebeln ausreichend abgekühlt sind.
  2. Kartoffeln eignen sich ebenfalls für Ohrenwickel. Die Kartoffeln sollten dafür zunächst gekocht und zerdrückt werden. Dann können Sie genau wie die Zwiebeln verwendet werden.
  3. Ohrenkerzen: Gerade bei Kindern kann die richtige Reinigung der Ohren sich schwierig gestalten. Daher helfen womöglich schonende Verfahren wie die Ohrenkerzen.
  4. Rotlichtbehandlung: Ebenfalls schonend ist die Behandlung mit einer Rotlichtlampe. Dafür sollte die Lampe in einem ausreichenden Abstand zum Ohr des Kindes aufgestellt werden. Die Wärme hilft dabei schonend gegen allerlei Ohrenleiden.
  5. Ätherische Öle können auch sehr hilfreich sein, sollten aber nur bedingt bei Kindern angewandt werden. Unverdünnt eignen sie sich grundsätzlich nicht für Säuglinge und Kleinkinder. Die starken Öle können bei Kindern nämlich zu Nebenwirkungen wie Reizungen von Haut und Schleimhäuten oder auch Erbrechen und Atemproblemen führen. Aber auch unverdünnt bergen vor allem starke ätherische Öle wie Menthol oder Kampfer Risiken.

Alternative Heilmittel

Die Alternativmedizin bei Ohrenschmerzen

Ob Heilpflanzen, ätherische Öle oder Homöopathie – es gibt zahlreiche Alternative Behandlungsmethoden und Naturheilverfahren, die bei Ohrenschmerzen weiterhelfen können. Nachfolgend finden Sie die besten Mittelchen aus der Alternativmedizin.


Heilpflanzen und Heilkräuter

Naturheilkunde als Ohrenschmerzen Hausmittel

Ebenso ist es möglich, etwas Petersilie in kleine Stücke zu hacken, diese auf ein Tuch und anschließend auf das Ohr zu legen. Die Einwirkzeit beträgt hier ebenfalls etwa 30 Minuten. Stattdessen können Sie auch frisches Senfmehl zusammen mit etwas Wasser zu einer Paste verrühren und  anschließend auf ein Tuch streichen. Danach können Sie das Tuch für ungefähr 15 Minuten lang hinter das betroffene Ohr legen.

Hier ist darauf zu achten, dass der Umschlag nur einmal am Tag angewendet werden sollte. Fängt die Haut zu brennen an, ist der Umschlag schnellstmöglichst zu entfernen.

Hilfreiche Heilpflanzen und Heilkräuter sind:

  • Petersilie
  • Senfmehl
  • Anis
  • Hauswurz
  • Holunder
  • Huflattich
  • Knoblauch
  • Lavendel
  • Schafgarbe
  • Spitzwegerich
  • Veilchen
  • Ysop

Aromatherapie und ätherische Öle

Heilpflanzen & Heilkräuter, Nierenschmerzen, Nervenschmerzen

Auch Heilkräuter & ätherische Öle können gegen Ohrenschmerzen helfen

Eine Aromatherapie mit Hilfe von ätherischen Ölen kann bei Ohrenschmerzen ebenfalls erfolgreich sein. Ohrmassagen mit beispielsweise Lavendel-Öl oder Kamillenöl entspannen eine verkrampfte Muskulatur. Weiterhin können Sie warmes Sesamöl in den Gehörgang tröpfeln.

Weitere wirksame ätherische Öle sind:

  • Bohnenkraut
  • Cajeput
  • Lavendel
  • Niaouli

Homöopathie und Globuli

Es gibt eine Reihe von homöopathischen Mitteln bzw. Globuli, die bei Ohrenschmerzen Linderung verschaffen können. Da jedoch neben der Ursache noch weitere Faktoren eine Rolle spielen, empfiehlt es sich einen Heilpraktiker aufzusuchen. Insgesamt haben sich jedoch bestimmte Globuli besonders bewährt.

Folgende Homöopathika können gegen Ohrenschmerzen eingesetzt werden:

  • Aconitum, wenn die Schmerzen plötzlich auftreten
  • Hepar sulfuris, wenn zusätzlich Eiter ausfließt
  • Pulsatilla pratensis und Calcium jodatum, wenn der Patient häufiger erkrankt
  • Belladonna, wenn zusätzlich hohes Fieber einsetzt

Auch folgende Globuli kommen bei Ohrenschmerzen oft zum Einsatz:

Ausführliche Informationen zu den hilfreichen Globuli finden Sie im Ratgeber Homöopathie bei Ohrenschmerzen.


Schüssler-Salze

Auch Schüssler-Salze finden zur Behandlung von Ohrenschmerzen Anwendung. Je nach zugrunde liegender Ursache und Begleitsymptomen kann ein anderes Schüssler-Salz besser geeignet sein. Zur Anwendung sollten Sie die Tabletten langsam in Ihrem Mund zergehen lassen.


Weitere Ratgeber

Weitere Informationen rund um das Thema Ohrenschmerzen Hausmittel finden Sie außerdem in folgenden Ratgebern:

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