Atherom

Steckbrief: Atherom

  • Name(n): Atherom; Weizengrütze; Trichilemmalzyste; Epidermoidzyste; Talgzyste; Grießknoten; Grützbeutel
  • Art der Krankheit: Zyste
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Antike
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Verstopfung der Talgdrüse
  • Wieviele Erkrankte: Unbekannt
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt; Hautarzt
  • ICD-10 Code(s): l72.1

Atherom – Beulen in der Haut
Atherome sind in erster Linie eine Form von Zysten. Es handelt sich dabei um kleine, nicht-kanzeröse Beulen unter der Haut, die überwiegend im Gesicht, am Hals und am Rumpf auftreten. Sie sind oftmals sehr langsam wachsend und schmerzlos. Aus diesem Grund werden sie nicht selten erst sehr spät bemerkt. Außerdem gelten sie als weitgehend unproblematisch und nur in den wenigsten Fällen müssen sie behandelt werden.
Abszess eiterblaseDie meisten Menschen wenden sich mit einem Atherom dann an einen Arzt, wenn kosmetische Gründe für eine Entfernung der Zyste sprechen. Es ist allerdings auch möglich, dass größere Exemplare rupturieren oder schmerzhaft an der Haut spannen. Dann ist eine Entfernung durchaus sinnvoll. Grundlegend gehen keine Gefahren von einem Atherom aus. In einigen Fällen ist es jedoch durchaus möglich, dass sich die Zyste infiziert und gerade beim Entfernen das umliegende Gewebe mit Keimen oder Bakterien verunreinigt.

Hernach kann der Einsatz verschiedener Medikamente notwendig werden. Überwiegend ist die Entfernung des Atheroms aber komplikationsfrei.

Definition Atherom?

Hinter den Begriffen Atherom, Grützbeutel oder Grießknoten verbergen sich zum einen die Trichilemmalzyste sowie die Epidermoidzyste. Sie werden auch als falsches und echtes Atherom bezeichnet.

Epidermoidzyste

Die Epidermoidzyste, das echte Atherom, bezeichnet eine gutartige Zellwucherung nahe des Haarfollikels. Sie ist als Knoten im oberen Teil des Körpers, vor allem im Gesicht- und Halsbereich zu finden. Gebildet wird diese Art des Atheroms dadurch, dass Epidermalzellen durch Verletzungen oder Entzündungen in tiefere Hautschichten verlagert werden und während der Wundheilung zu wuchern beginnen. Talg kann hernach nicht mehr abfließen. Gefährlich ist dies jedoch nicht.

Trichilemmalzyste

Der Name Trichilemmalzyste leitet sich vom medizinischen Begriff Trichilemm ab, welcher die äußere Haarscheide, also einen Teil des Haarfollikels, beschreibt. Oftmals findet sich hierzu auch die Bezeichnung “falsches Atherom”. Hierbei handelt es sich um eine Art Verstopfung der Talgdrüsen, welche an das Haarfollikel angeknüpft sind. Durch Ablagerung von abgestorbenen Zellen, Verhornung oder Schmutzeinlagerungen gelingt es jenen Talgdrüsen, welche das entsprechende Haar mit Talg umkleiden sollen, nicht, diesen abzusondern. Es bildet sich eine Art Talgstau, die sich hernach in Form einer pickelartigen Erhebung der Haut zeigt. Es handelt sich folglich nicht, wie beim echten Atherom, um neugebildete Zellen, sondern um eine Ausstülpung oder Ausdehnung des Haarganges beziehungsweise der Talgdrüsen selbst.


Was ist Atherom?

Das Atherom ist eine Art von Zyste. Darunter versteht man einen kleinen Hohlraum, der sich unter der oberen Hautschicht befindet und in welchem sich Talg oder Sekret sammelt, ohne die Möglichkeit abzufließen. Im Falle dieser speziellen Art Zyste, befindet sich die Ausstülpung im Bereich eines Haarfollikels, also eines Haargangs. Dieser ist stets an eine kleine Talgdrüse geknüpft. Aufgrund verschiedener Ursachen ist es möglich, dass ein solcher Haargang verstopft. Beispielsweise blockieren verhärtete Schweißkristalle oder Schmutzpartikel, aber auch kristallisierter Talg den Ausgang des Haargangs. Hernach fließt das gebildete Sekret nicht ab, sondern verbleibt im Gang und staut sich. Abhängig von der generellen Fettigkeit der Haut, handelt es sich dabei um verschiedene Talgmengen. Je mehr Sekret produziert wird, desto größer wird der gebildete Hohlraum.

Das Besondere bei einem Atherom ist, dass schließlich Hornzellen um die Talgansammlung herumwachsen und eine harte Blase bilden, welche im Haargang festsitzt und mit diesem verwächst. Dadurch hört die Zyste schließlich auf zu wachsen und zeigt sich als verhärtete Zellwucherung an der Hautoberfläche.

Ein Atherom (aus dem griechischen Wort für Weizengrütze) ist ein gutartiger und langsam wachsender Weichteiltumor, welcher sich in der Unterhaut angesiedelt hat und zumeist Zyste genannt wird. Hierbei unterscheidet die Medizin zwischen echten und falschen Atheromen, also Epidermoidzysten (Epidermis = Haut; Zyste = Aussackung) und Talgretentions- oder Talgzysten.
In der klinischen Praxis ist dieser Unterschied jedoch ohne Bedeutung, hier wird im Allgemeinen nur der Sammelbegriff Atherom verwendet. Auch besteht eine begriffliche Verwechslungsgefahr mit den bei einer Arterienverkalkung auftretenden Zellablagerungen, die ebenfalls Atherome genannt werden, aber abgesehen von der Namensgleichheit nichts mit den Zysten zu tun hat. Diese auch Arteriosklerose genannten Gefäß-Atherome korrelieren als herdförmige, inwendige Gefäßauflagerung.

Das „Standard“-Atherom wird umgangssprachlich auch Grützbeutel, Grießknoten, Weizengrütze oder Balggeschwulst genannt und kann einen sehr unterschiedlichen Umfang annehmen, angefangen von einem Stecknadelkopf bis hin zum Tennisball, in ganz seltenen Fällen erreichen sie sogar Apfelgröße. Verantwortlich für das Entstehen eines Atheroms zeichnen verstopfte Talgdrüsen. Daher besteht eine Zyste im Inneren auch aus Talg und Hautzellen, welche am Abfließen gehindert wurden. Atherome sind zwar ungefährlich, aber dennoch erscheint es oftmals angebracht, sie operativ zu entfernen, etwa zur prophylaktischen Vermeidung von Infektionen oder aus kosmetischen Gründen.

Atherome entstehen zumeist in den stärker behaarten Hautbereichen, insbesondere der Kopfhaut und Nacken sowie dem Hals, Gesicht und im Schamhaarbereich. Zu erkennen sind sie aufgrund eines gewissen Hautspannungsgefühls im betroffenen Bereich, welches aber erst im fortgeschrittenen Stadium des Atheroms feststellbar ist. Auch halten viele Betroffene das Atherom zunächst für einen Pickel und versuchen diesen auszudrücken. Insbesondere dadurch können Infektionen mit einhergehender intensiver Rötung, Schwellung, Schmerzen, Eiterbildung und dem Gefühl einer Überwärmung der betroffenen Stellen entstehen, die stark an die Symptome eines Abszesses Erinnern, mit diesen aber nicht verwechselt werden sollten. Denn im Unterschied zu den gefährlicheren Abszessen sind Zysten stets lokal auf die Hautschichten begrenzt.

Hat sich ein Atherom erst einmal entzündet, muss es operativ entfernt werden. Dazu wird es ähnlich wie ein Abszess nach lokaler Betäubung aufgeschnitten, um Talg und Eiter zu entfernen und den Infektionsherd mit einem Desinfektionsmittel auszuspülen. In seltenen Fällen kann auch die Verabreichung von Antibiotika erforderlich erscheinen. Erst nach dem Abklingen der Entzündung kann das Atherom dann vollständig operativ entfernt werden.

Welche Ursachen gibt es?

Ein Atherom entsteht zumeist an einer Stelle, an welcher sich ein Haarfollikel in der Haut befindet. Die Haarwurzel sitzt dabei in einem schmalen Gang, welcher mit einer kleinen Talgdrüse verbunden ist. Diese gibt regelmäßig Talg ab, welcher das Haar geschmeidig hält. Hierdurch ist es beispielsweise möglich, dass das Haar normal wächst und dabei keine Schäden an der Haut verursacht. Die Talgproduktion bildet jedoch auch eine Gefahrenquelle. Es kann durchaus vorkommen, dass ein verhärteter Talgkristall, aber auch Schmutzpartikel oder Schweißreste, den Follikelgang blockieren. Anschließend kann Talg nicht mehr abfließen und dehnt die Haut immer mehr aus. Das besondere an einem Atherom ist, dass sich um den hierdurch gebildeten Hohlraum Hornzellen bilden. Solche Zellen entstehen normalerweise, wenn Nägel oder Haare gebildet werden. In der Haut bewirken sie jedoch, dass sich der Hohlraum verdichtet und verhärtet. Eingeflossenes Talg und unter Umständen auch bereits gewachsene Haare werden somit verkapselt. Es lässt sich also festhalten, dass die Atherombildung zweistufig verläuft: Zuerst gibt es einen Verschluss und Talgeinfluss, danach entstehen Verhärtungen, die den Talg umschließen.

Bislang ist noch nicht abschließend geklärt, welche Bedingungen notwendig sind, damit sich tatsächlich ein Atherom bildet. Einige Faktoren stehen allerdings im Verdacht, die Entstehung dieser Zyste zu begünstigen. Hierzu gehören im Prinzip alle Umstände, welche den Verschluss des Haarganges bewirken. In erster Linie sei hier das Rauchen genannt. Es ist bekannt, dass sich Tabakkonsum insgesamt negativ auf das Hautbild auswirkt. Dies hängt jedoch nicht allein mit schädlichen Inhaltsstoffen zusammen. Durch die Verbrennung, welche in Gesichtsnähe stattfindet, kommt es zu einem hohen Feinstaubaufkommen. Winzige Schmutzpartikel lagern sich hernach auf der Gesichtshaut ab und können eine Verstopfung von Poren und Haargängen bewirken. Als Risikofaktoren können darüber hinaus auch dauerhafte Anwendung von Kosmetika sowie bestimmten Cremes gelten. Gerade beim dichten Auftragen dieser, kann es zu Verstopfungen und Blockaden der Haargänge kommen. Eine Gefahrenquelle bildet auch die Rasur im Gesichtsbereich. Gerade trockenes Rasieren kann dazu führen, dass Haargänge stark gereizt werden. Auch das “Umstülpen” einer Talgdrüse ist hierdurch möglich. Ablagerungen und Einschlüsse von Schmutzpartikel sind hierdurch möglich.

Verantwortlich für das Entstehen eines Atheroms sind die in den Hautschichten befindlichen Talgdrüsen. Diese produzieren eine aus Fetten, Hautzellen und Säuren bestehende Flüssigkeit, das sogenannte Talgdrüsensekret. Bei einem Atherom kann dieses Sekret aufgrund von Verstopfungen in den Ausführungsgängen der Talgdrüsen nicht mehr abfließen. Diese Verstopfungen können etwa durch eingetrockneten Talg oder verkrustete Hautzellen innerhalb des Sekrets entstehen. Sie lagern sich innerhalb der Talgdrüse an deren Ausführungsgängen ab und verstopfen sie. Dadurch kann die Talgdrüse nicht mehr ihrer eigentlichen Tätigkeit, nämlich der kontinuierlichen Hauteinfettung nachkommen. Dieser auch Sebum genannte Talg wird normalerweise über einen schmalen Talgdrüsenausgang auf die Haut abgegeben und sorgt für deren kontinuierliche Einfettung.

Stattdessen sammelt sich bei einem Anthiom der kontinuierlich produzierte Talg in den Talgdrüsen an und lässt diese und damit den umliegenden Bereich langsam anschwellen. Aufgrund der relativ geringen Talgproduktion bildet sich auf diese Weise ein derb-elastischer Knoten, welcher stetig anwächst und in aller Regel von ganz alleine auch nicht mehr verschwindet.

Man unterscheidet dabei einzeln stehende, solitäre Atherome und multiple Atherome, wenn mehrere alleinstehende Atherome gleichzeitig an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten. Ein Atherom ist immer unschön und lästig, aber schmerzhaft wird es in aller Regel erst bei einer Entzündung, die etwa beim Versuch, es wie einen Pickel auszudrücken entstehen kann. Dies geschieht, wenn Bakterien in den Grützbeutel der Talgdrüse einwandern, wenn man das Sekret ausdrückt. Eine selbst vorgenommene Desinfektion der Austrittswunde etwa durch medizinischen Alkohol kann entscheidend dazu beitragen, eine solche Infizierung zu vermeiden.

Der letztlich verantwortliche Auslöser eines Atheroms lässt sich nur sehr selten ermitteln. Oftmals ist auch nur eine familiäre Veranlagung dafür verantwortlich, genetisch bedingte aber medizinwissenschaftlich noch nicht erfasste erbliche Faktoren können die Entstehung eines Atheroms begünstigen. Auch soll der Hauttyp einen gewissen Einfluss auf die Entstehung von Atheromen zu haben. Menschen mit fettiger Haut scheinen häufiger von Atheromen betroffen zu sein als solche mit trockener Haut. Dies ist jedoch zurzeit nur ein empirisch noch unbelegter Verdacht.


Symptome & Anzeichen

Es gibt im Grunde genommen kaum Symptome, welche spezifisch auf ein Atherom zurückzuführen sind. Hat sich eine solche Zyste gebildet, wird der Betroffene dies lediglich optisch feststellen beziehungsweise kann er die Erhärtung ertasten. Nur in den wenigsten Fällen äußert sich ein Atherom durch Schmerzen. Diese werden lediglich durch Infektionen hervorgerufen. Sammelt sich innerhalb des Grützbeutels Eiter, dann spricht man jedoch nicht mehr von einem Atherom, sondern von einem Abszess.

Abgesehen von den bereits vorhandenen dickeren Hautstellen wie etwa an den Fußsohlen kann jede Verdickung der Haut ein Anzeichen für ein sich entwickelndes Atherom sein. Denn selbst eine leichte, abnorme Hautverdickung deutet zumeist auf eine Entzündung oder zumindest auf eine Hautreaktion auf wiederholte Entzündungen hin wie etwa bei der Neurodermitis oder der Schuppenflechte. Insektenstiche sind damit natürlich nicht gemeint, sie gelten als Schwellung, die nach einigen Tagen ohne jegliches Zutun wieder verschwindet.

Zu den für Atherome typischen Symptomen gelten daher jeweils bezogen auf die betroffenen Hautbereiche:

  • Rötungen
  • Lokale Schmerzen
  • Hautspannungsgefühle
  • Schwellungen
  • Gefühl der Überwärmung
  • Eiter

Diagnostiziert wird das Atherom durch den Hausarzt, der die betroffenen Stellen durch Abtasten sorgfältig untersucht. Schon durch einfaches Abtasten kann der Arzt in den meisten Fällen die Zyste diagnostizieren und eingrenzen.

Nur falls dabei der berechtigte Verdacht auf einen bösartigen (maligen) Tumor entsteht, sollte ein Dermatologe hinzugezogen werden. Um diesen Verdacht auszuschließen, kann es erforderlich sein, das verdächtige Gewebe nach dessen operativer Entfernung feingeweblich (histologisch) daraufhin zu untersuchen. Dies ist aber der absolute Ausnahmefall, in aller Regel sind Atherome gutartig und die Heilungsprognose ganz ausgezeichnet. Auch ist es zwar durchaus möglich, aber doch eher unwahrscheinlich, dass operativ entfernte Zysten erneut an der gleichen Hautstelle auftauchen. Etwas heikler sind infektiöse Atherome im Gesichtsbereich. Hier besteht die Gefahr, dass sie bis in das Gehirn streuen.


Diagnose & Krankheitsverlauf

Das spezifische Äußere eines Atheroms macht die Bestimmung im Grunde genommen recht leicht. Zumeist befindet sich diese Zyste im Bereich des Gesichts, des Kopfes oder des Rumpfes und lässt sich in aller Regel einem Haargang zuordnen. Obgleich es hinsichtlich der Größe einige Unterschiede gibt, sind die meisten Atherome ähnlich aufgebaut. An der Oberseite zeigt sich oftmals ein dunkler Punkt. Dieser entsteht durch eine Erweiterung des Haarganges, welche hernach wie eine verstopfte Pore wirkt. Je größer die einzelne Zyste, desto größer schließlich auch der jeweilige Haargang und der sichtbare Punkt.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Derzeit gibt es keine Angaben darüber, wie häufig Atherome auftauchen. Dies liegt in erster Linie daran, dass die meisten Atherome keine Schmerzen auslösen. Unter Umständen wissen Betroffene nicht einmal, dass sie einen Grützbeutel haben. Lediglich wenn diese besonders groß sind, werden sie optisch relevant. Allerdings wird die Entfernung aktuell nicht von der Krankenkasse übernommen. Aus diesem Grund werden nur etwa 10 % der diagnostizierten Atherome tatsächlich operativ entfernt. Dies gilt selbstverständlich nicht in jenen Fällen, in denen eine Infektion oder Eiteransammlung innerhalb des Talgbeutels vorliegt.


Komplikationen bei der Krankheit

Gewöhnlich geht von einem Atherom keinerlei Gefahr aus. Dadurch, dass es verhärtet und nicht rasant anwächst, ist es darüber hinaus nicht mit Schmerzen oder Funktionseinschränkungen verbunden. Probleme ergeben sich bei dieser Art von Zyste lediglich dann, wenn die Außenhaut derselben verletzt wird und eine Öffnung entsteht, durch welche Flüssigkeit dringen kann. Dies birgt die Gefahr, dass sich Bakterien im Zystenhohlraum sammeln und schließlich Infektionen hervorrufen. Wie diese schließlich beschaffen sind, ist selbstverständlich von der Art des Bakteriums abhängig. Im schlimmsten Fall sind hernach Blutvergiftungen möglich. Mit Antibiotika kann dies jedoch umgangen werden.

Bei der Entfernung eines Atheroms besteht stets die Gefahr, dass die Zyste aus Versehen geöffnet wird und der eben beschriebene Infektionsfall eintritt. Ein gut ausgebildeter Hausarzt wird allerdings stets darauf achten, dass dies nicht geschieht. Darüber hinaus wird er ausschließlich sterile Werkzeuge einsetzen und die betroffene Hautregion vor einem Eingriff gründlich desinfizieren. Hierdurch wird ein Infektionsrisiko natürlich gesenkt.

Komplikationen können sich bei einem Atherom schließlich im kosmetischen Bereich ergeben. Zum einen ist es natürlich nicht ausgeschlossen, dass der Grützbeutel sehr groß wird und hernach gut sichtbar wird. Gerade, wenn sich ein Atherom im Gesicht bildet, kann dies als sehr störend wahrgenommen werden. Dann wird in der Regel eine Entfernung dieser Zystenart angestrebt. Leider ist es durchaus möglich, dass an jener Stelle nach einem erfolgreichen Eingriff eine Narbe bildet, die ebenfalls das Gesamtbild eines Betroffenen beeinflussen kann.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Im Grunde genommen ist es nicht nötig, bei Vorliegen eines Atheroms einen Hautarzt aufzusuchen. In aller Regel ergibt sich aus der Zyste keine Einschränkung für den Betroffenen. Schmerzen sind ebenfalls kaum zu erwarten. Das bedeutet aber selbstverständlich nicht, dass kein Arzt aufgesucht werden darf oder sich ein Betroffener scheuen sollte, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Hautwucherungen können natürlich im ersten Augenblick erschreckend sein und auch ein Atherom kann unter Umständen vom Patienten selbst als gefährlich erachtet werden. Das gilt vor allen Dingen, wenn es sich an einer Stelle befindet, die nicht zu sehen ist, beispielsweise im Haaransatz des Nackens. Wucherungen oder Hautveränderungen von einem Facharzt abklären zu lassen, schadet folglich nicht.

In jedem Falle sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn sich ob des Atheroms Schmerzen einstellen. Dies kann auf eine Infektion hindeuten. Liegt eine solche vor, ist eine schnelle Behandlung wichtig. Aus diesem Grund gilt es, nicht zu zögern, wenn Hautveränderungen mit Problemen einhergehen. In gleichem Maße gilt dies, wenn ein Betroffener, durch Selbstbehandlung oder aus Versehen, die Zyste aufgekratzt oder aufgestochen hat und Flüssigkeit aus dem Atherom austritt. Auch hier ist eine Infektion des Gewebes möglich. Ein Arzt sollte dann zumindest abklären, ob nicht Antibiotika zur Vermeidung einer solchen eingesetzt werden sollten.

Nicht zuletzt kann auch ein kosmetischer Grund den Besuch bei einem Arzt rechtfertigen. Atherome können durchaus im Gesichtsbereich auftreten und das Aussehen einer Person stark beeinflussen. Das gilt vor allem dann, wenn die Zyste eine entsprechende Größe eingenommen hat. Sollte hierdurch ein psychischer Leidensdruck entstehen, kann es ebenfalls sinnvoll sein, sich an einen Hautarzt zu wenden und die Entfernung des Atheroms zu diskutieren.

Behandlungsmethoden & Therapie

In den meisten Fällen bedarf es keinerlei Behandlung eines Atheroms: Sie verursachen keinerlei Schmerzen und führen nicht zu Einschränkungen, insofern sie nicht auf bestimmte sensible Bereiche drücken. Aufgrund der optischen Komponente, die bei dieser Zyste durchaus eine Rolle spielen kann, neigen einige Betroffene dazu, sich selbst zu behandeln und versuchen durch Drücken oder Quetschen des Atheromes, die Zyste zu öffnen. Hierdurch entstehen allerdings häufig Infektionen, welche es tunlichst zu vermeiden gilt.

Wer folglich Schmerzen durch das Atherom erleidet oder mit den ästhetischen Gegebenheiten zutiefst unzufrieden ist, der kann sich bei einem Hautarzt über eine Entfernung beraten lassen. Das Verfahren verläuft in der Regel folgendermaßen: Die betroffene Region wird zunächst mittels Lokalanästhetikum betäubt. Anschließend wird die Haut gründlich desinfiziert. Das größte Risiko bei der Zystenentfernung liegt immerhin in einer Infektion der Haut sowie des darunterliegenden Gewebes. Aus diesem Grund gilt bei der Entfernung von Zysten generell, dass möglichst hygienisch beziehungsweise steril gearbeitet wird. Nachdem das Atherom vorbereitet wurde, wird es mit einem Skalpell aus der Haut herausgeschnitten. Wichtig ist hierbei, dass der Arzt auf Vollständigkeit achtet. Immerhin kann sich dann, wenn Teile der Zyste in der Haut verbleiben, an dieser Stelle schnell ein neues Atherom bilden. Darüber hinaus sollte keine Flüssigkeit aus dem Zystenbeutel austreten, da sich hierdurch leicht das umliegende Gewebe infizieren kann.

Da Zysten oftmals keiner bestimmten Form unterliegen und durchaus ungewöhnliche Ausmaße annehmen können, passiert es hin und wieder, dass der Arzt einen fehlerhaften Schnitt setzt und dadurch die Zyste öffnet. In diesen Fällen ist es nicht selten unumgänglich eine prophylaktische Antibiotikakur durchzuführen, um eine Infektion zu vermeiden.

Gerade dann, wenn das Atherom eher klein gewachsen ist, wurde bis vor einigen Jahren das Aufstechen und abfließen lassen der Zystenfüllung als Behandlungsmaßnahme in Betracht gezogen. Von dieser Methode wird inzwischen aber häufig abgesehen. Denn hierdurch bleibt ein kleiner Hohlraum in der Haut zurück, der sich jederzeit wieder mit Talg, aber auch mit Bakterien oder Eiter füllen kann. Aus diesem Grund wird aktuell eine komplette Zystenentfernung angesrebt. Hierdurch entsteht allerdings eine kleine Narbe. Es sollte also stets abgewogen werden, ob eine Entfernung aus kosmetischen Gründen tatsächlich notwendig ist.

Atherome bilden sich in aller Regel nicht von alleine zurück, sondern wachsen zwar langsam, aber ständig an. Die Homöopathie oder gar selbst angewandte Methoden bleiben wirkungslos bis kontraproduktiv: durch das versuchte Ausdrücken eines Atheroms können äußerst schmerzhafte und für einen längeren Zeitraum andauernde Entzündungen zur Folge haben. Auch ist es zwar unwahrscheinlich, aber dennoch nicht auszuschließen, dass es sich dabei eben doch um kein harmloses Atherom, sondern um einen bösartigen Tumor handelt. Aus diesen Gründen gehört die Behandlung von Atheromen trotz ihrer potentiellen Harmlosigkeit in die Hände von Fachleuten. Und dies ist zumeist der Hausarzt, der den Betroffenen in ganz seltenen Ausnahmefällen an den Dermatologen überweist.

Ein Atherom erfordert einen kleinen, chirurgischen Schnitt, zumeist ambulant und unter örtlicher Betäubung. Nur bei außergewöhnlich großen Atheromen ist eine Vollnarkose erforderlich. Die Zyste wird aufgeschnitten, ausgespült und desinfiziert. Danach gibt es zumeist ein Pflaster und nach ein paar Tagen ist die Sache Vergessen. Nur in seltenen Ausnahmefällen ist eine Nachbehandlung erforderlich, in aller Regel verschwindet das Atherom damit auf Nimmerwiedersehen.

Soweit zur Behandlung eines nicht-infizierten Atheroms. Etwas komplizierter wird es, wenn es sich um ein infiziertes Atherom handeln sollte, das etwa durch den vorab unternommenen, vergeblichen Versuch des Betroffenen entstand, das Atherom wie einen Pickel auszudrücken. Bei einem eitrigen oder infizierten Atherom besteht die Gefahr, dass sich während des chirurgischen Eingriffs Bakterien im Körper verteilen.

Um dies zu verhindern, darf nur der Inhalt des Atheroms entfernt werden, eine vollständige Entfernung der Kapsel ist vorerst nicht möglich. Stattdessen entspricht der Eingriff dem einer Abszess-Operation. Das Atherom wird vereist und anschließend aufgeschnitten. Dann wird das Sekret entfernt und die Wunde desinfiziert. Um zu verhindern, dass sich dabei Bakterien im Körper ausbreiten, werden je nach Schwere der Entzündung nachträglich Antibiotika verabreicht.

Der geleerte Atherom-Sack füllt sich zwar danach wieder mit Fett auf und es besteht so die Gefahr der erneuten Atherom-Bildung, dafür braucht es aber in etwa vier bis sechs Wochen. Sollte sich das Atherom in dieser Zeit neu bilden, so kann es vor einer erneuten Infizierung durch einen dann vollständig durchgeführten chirurgischen Eingriff problemlos entfernt werden. Bei besonders ausgeprägten Atheromen kann manchmal nach der Operation eine entstellende Hautdelle zurückbleiben. Diese muss dann durch eine weitere Operation, bei der das Unterhautfettgewebe verschoben wird, beseitigt werden.


Vorbeugung – Impfung & Prävention

Zunächst einmal sei gesagt: Atherome können bei jedem Menschen auftreten. Selbst wenn alle nötigen Präventionsmaßnahmen getroffen werden, gibt es keine Garantie, dass sich nicht doch ein Grützbeutel bildet. Im Grunde genommen reicht das reine Vorliegen eines Haarganges aus, um anfällig für ein Atherom zu sein. Hieran ändert auch eine Haarentfernung nichts. Diverse Präventionsmaßnahmen können das Risiko eines Atheroms jedoch senken.

Rauchentwöhnung
Tabakkonsum stellt in jedem Falle eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit dar. In Zigaretten sind eine Vielzahl gefährlicher Substanzen enthalten, die sich äußerst schädlich verhalten und Gewebe auf unterschiedliche Weise schädigen können. Darüber hinaus beeinflussen sie auch das äußere Erscheinungsbild eines Menschen. Bekannt ist den meisten Betroffenen, dass sich die Zähne verfärben. Aber auch das Hautbild leidet unter der hohen Feinstaubbelastung sowie der Trockenheit, welche durch die Verbrennung sowie die Rauchentwicklung entsteht. In Bezug auf Atherome lässt sich erkennen, dass die Austrocknung der Haut grundlegend die Abwehrmechanismen derselben hemmen. Die Talgproduktion ist folglich eingeschränkt, wodurch Schmutzpartikel weniger erfolgreich abgetragen werden können. Verstopfungen und Blockaden sind hier vorprogrammiert. Darüber hinaus ist die Haut generell mehr mit Partikeln belegt, als dies bei Nichtrauchern der Fall ist. Es lohnt sich folglich, nicht nur ob gesundheitlicher Probleme, sondern auch für das Hautbild, mit dem Rauchen aufzuhören.

Verzicht auf flächendeckende Kosmetika
Make-up und dichte Cremes mögen in vielerlei Hinsicht aus kosmetischen Gründen nutzbringend sein. Sie bergen bei unsachgemäßer Anwendung allerdings auch Gefahren. Gerade dann, wenn die Haut komplett von Produkten bedeckt ist, können Haargänge und Poren verstopfen. Dies gilt in besonderem Maße, wenn die Haut nicht regelmäßig gereinigt wird. Atherome sind hernach leicht möglich. Die Haut täglich gründlich zu reinigen und Kosmetikprodukte zu entfernen ist daher sehr wichtig. Besonders nachts ist es günstig, wenn die Poren atmen können. Falls dies möglich ist, empfiehlt sich sogar, komplett auf Make-up zu verzichten.

Nassrasur
Diese Präventionsmethode betrifft in erster Linie selbstverständlich Männer. Sie sollten ihren Bart stets nass und mit ausreichend Rasierschaum trimmen. Trockene Rasur ist schließlich dafür bekannt, die Haut empfindlich zu reizen. Darüber hinaus kann hierdurch Schmutz in die Haargänge geschoben werden, was wiederum zu Blockaden derselben führt. Darüber hinaus sind Umstülpungen von Talgdrüsen möglich, wodurch der gebildete Talg nicht etwa nach Außen, sondern ins Innere abfließt. Eine gründliche Nassrasur und der Einsatz von Aftershave ist folglich auch zur Prävention von Atheromen günstig.


Prognose zur Heilung

Hat sich ein Atherom gebildet, bedeutet dies noch lange nicht, dass es weiter wachsen oder sich in irgendeiner Form verändern muss. Besonders ein echtes Atherom wird seine Größe kaum ändern. Es bleibt schlicht als Hautveränderung bestehen und wird in den meisten Fällen niemals Schmerzen bereiten. Es muss allerdings bedacht werden, dass es sich um eine Zyste handelt, die beim Aufkratzen oder Einstechen zu Infektionen führen kann. Hierauf folgen natürlich Schmerzen, die eine Entfernung des Atheroms veranlassen. Als Folge können dadurch Narben entstehen, die durchaus auch sichtbar sind. Lebensgefährlich wird das Atherom allerdings nicht. Lediglich in sehr seltenen Fällen, wenn ein besonders großes Atherom aufplatzt und infizierte Flüssigkeit das umliegende Gewebe schädigt, da keine Behandlung erfolgt, können Gefahren drohen. Mit der Gabe eines Antibiotikums ist dies aber leicht in den Griff zu bekommen.

Insgesamt gesehen stehen die Aussichten nach einer Entfernung des Atheroms nicht schlecht. Problematisch werden neben Infektionen höchstens fehlerhaft durchgeführte Entfernungen. Sollte die Zystenwand nicht sorgfältig abgetragen werden, entsteht unter der Haut eine hohle Kammer, in welcher sich nicht nur Talg und Bakterien einnisten können. Es ist hierdurch auch möglich, dass sich innerhalb kürzester Zeit ein neues Atherom bildet. Dann muss erneut eine Entfernung durchgeführt werden.

Problematisch kann sich das Zystenabtragen darüber hinaus gestalten, wenn das Atherom besonders groß ist, jedoch aus kosmetischen Gründen eine Entfernung gewünscht wurde. Größere und sichtbare Narben sind hernach möglich. Das bedeutet für einige Patienten, dass kein zufriedenstellendes Ergebnis möglich ist. Durch entsprechende Narbenpflege sollte dieser Aspekt jedoch leicht in den Griff zu bekommen sein.


Aufbau eines Atheroms

Um zu verstehen, wie ein Atherom entsteht und sich formt, lohnt sich ein genauer Blick auf den Aufbau der Haut beziehungsweise des Haarganges:

Insgesamt hat die menschliche Haut drei relevante Schichten. Sie besteht aus der Oberhaut, der dickeren Lederhaut sowie dem darunter liegenden Fettgewebe. An der Grenze von Fettgewebe und Lederhaut liegt zumeist die Wurzel eines Haarfollikels. Diese ist mit einer kleinen Talgdrüse verbunden, die beim Haarwachstum ein öliges Sekret absondert, welches das Haar geschmeidig halten soll und darüber hinaus den Haargang von Schmutzpartikeln befreit.

Verschlüsse des Haargangs entstehen meist an der Oberhaut. Des bedeutet, dass die Talgdrüse per se weiter arbeiten kann, ihre Absonderungen jedoch nicht aus dem Haargang herausfließen können. Hieraus ergibt sich, dass mehr und mehr Talg in den Gang gepresst wird. Schließlich beginnt sich die Lederhaut zu dehnen und es entsteht eine Art Ballon oder Blase innerhalb des Gangs. Dieser bewirkt, dass sich die Unterseite der Oberhaut nach innen wölbt. Dadurch wird das Zellwachstum angeregt und der Körper beginnt schließlich damit, keratinhaltige Oberhautzellen um die Blase herum zu bilden. Hierdurch entsteht ein verhärteter Knoten, der zum einen in der Talgdrüse mündet und zum anderen in der Oberhaut entspringt. Aus diesem Grund kann man die Form eines Atheroms am ehesten mit einer Glühbirne vergleichen. Der obere Teil, der sich knapp unter dem Verschluss in der Oberhaut befindet, bleibt relativ schmal. Hierunter jedoch sitzt eine Blase, deren Größe vor allem dadurch beeinflusst ist, wieviel Talg die entsprechende Drüse bildet. Menschen mit sehr fettiger Haut werden beispielsweise schneller ein großes Atherom bilden, als jene Betroffenen, die keine übermäßige Talgproduktion haben.

Insgesamt gesehen, bleibt der Aufbau eines Atheroms, unabhängig von Talgmenge und Verschlussart, gleich. Problematisch werden lediglich kleinere Ausstülpungen, die bei einer operativen Entfernung des Atheroms verletzt werden können. In den meisten Fällen gelingt es einem Arzt jedoch, den Grützbeutel ohne Schäden herauszuschneiden.


Alternative Behandlungsmethoden

Atherome sind meist schmerzlos und haben keinen Einfluss auf die Gesundheit eines Menschen. Aus diesem Grund bedarf es keiner speziellen Behandlung dieser Zystenart. Oftmals ist lediglich das äußere Erscheinungsbild der ausschlaggebende Grund dafür, dass ein Atherom entfernt werden soll. Dies ist allerdings lediglich mittels Skalpell durch einen Hautarzt beziehungsweise den Hausarzt möglich. Es wird dringlichst davon abgeraten, einen solchen Eingriff selbst vorzunehmen. Auch das Öffnen der Zyste sollte unterlassen werden. Zum einen drohen hierdurch erhebliche Gefahren, die von Entzündungen und diversen Bakterien ausgehen. Zum anderen verhindert eine Öffnung nicht, dass sich erneut ein Atherom an jener Stelle bildet. Immerhin besteht dadurch, dass nicht auch die harte Außenhaut der Zyste entfernt wurde, weiter ein Hohlraum im Inneren der Haut. Dieser wird sich wieder mit Talg und Schmutzpartikeln füllen.

In jenen Fällen, in denen sich ein Atherom mit Bakterien infiziert hat, sollte ein Facharzt aufgesucht werden. Dann sind in der Regel Antibiotika nötig. Hier können Kräutersalben, Tees oder Globuli unterstützend herangezogen werden. Ausgewählte Maßnahmen müssen jedoch unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Welche Hausmittel können helfen?

Im Grunde genommen bedarf es keiner Behandlung eines Atheroms. Ganz im Gegenteil: Es wird sogar davon abgeraten, diese Art der Zyste selbstständig zu behandeln. Unter gar keinen Umständen sollte der Grützbeutel selbst geöffnet werden. Hierdurch entstehen vielfach Infektionen, die das Hautgewebe schädigen können. In besonders schweren Fällen sind lebensbedrohliche Entzündungen und Bakterienansammlungen möglich. Sogar Blutvergiftungen können durch eine unsachgemäß geöffnete Zyste hervorgerufen werden.

Heilkräuter & Heilpflanzen

  • Arnica
  • Aloe vera
  • Beinwell
  • Schwarzkümmel
  • Mistel
  • Sauerklee
  • Zinnkraut
  • Wegerich
  • Bärenklau

Alle der gerade erwähnten Heilkräuter und Heilpflanzen sind entweder als Tee oder in Form eines Aufguss, getrocknet oder frisch oder zu Pulver zerrieben bzw. in Form einer Tablette darzureichen. Hierbei sind die Arten der Einnahme oftmals nur als geringfügig auf die Wirkung einzustufen. Auch eine Salbe ist aus den diesen Kräutern und Pflanzen zu erzeugen. Eine solche ist besonders im Falle von Hautkrankheiten zu empfehlen, da sie direkt auf die Haut aufzutragen ist. Zur Herstellung einer solchen gebe man die erwähnten Kräuter in zerlassenes Schmalz, wobei es egal ist, ob die Kräuter frisch oder getrocknet sind und lasse diese Mischung auskühlen und verfestigen. Insofern man eine stärkere oder feinere Salbe oder Creme haben will, ist dieser Prozess beliebig oft zu wiederholen. Darüber hinaus kann man oftmals bereits fertige Präparate bei dem Heilpraktiker der Wahl beziehen und spart sich damit die Arbeit. Auch das Internet bietet so einige gute Quellen für den Bezug von Heilprodukten aus der Natur.

Es empfiehlt sich zudem, vor der Anwendung Rücksprache mit dem zuständigen Mediziner zu halten um etwaige allergische Reaktion schon im Vorfeld ausschließen zu können.

Ätherische Öle

  • Teebaumöl
  • Zitrusöl
  • Zypresse
  • Kamille
  • Bergamont
  • Lavendel
  • Weihrauch
  • Pfefferminze
  • Angelikawurzel

Ätherische Öle sind entweder im Rahmen einer Aromatherapie oder äußerlich sowie seltener auch innerlich anwendbar. Im Falle des Atheroms sollte man jedoch lediglich von ersterer Form Gebrauch machen, also der Aromatherapie. Dieser Umstand ergibt sich daraus, dass diese Form der Anwendung am wenigsten belastend für die Gesundheit anzusehen ist. Hierzu gebe man die Öle in eine Duftlampe, entzünde eine Wärmequelle, am besten ein Teelicht und lasse die Öle in die Raumluft verdampfen. Die ätherischen Öle setzen auf diese Weise ihre Wirkstoffe frei und dienen zur Beruhigung der Patienten und bauen somit Stress und folglich Schmerz ab. Aber auch hier gilt, wie bei den Heilkräutern, dass eine solche Behandlung ein schulmedizinisches Vorgehen nicht ersetzen kann. Darüber hinaus ist der Effekt lediglich beruhigend und stressabbauend, nicht aber heilend.

Eine gute Bezugsquelle für ätherische Öle ist das Internet oder der Heilpraktiker des Vertrauens. Letzterer gibt auch Auskünfte über Anwendung und Dosierung.

Homöopathie & Globuli

  • Crotalus horridus
  • Carbo vegetabilis
  • Lachesis
  • Mercurius arsenicum
  • Hypericum

Globuli und andere homöopathische Heilmittel sollten nicht als eigenständige therapeutische Maßnahme bei Erkrankungen angesehen werden, sondern dem Patienten lediglich als Unterstützung zusätzlich zu einer schulmedizinischen Therapie dienen. Darum ist es darüber hinaus notwendig, dass das zu behandelnde Individuum sich vor einer Anwendung homöopathischer Mittel mit seinem behandelnden Arzt abspricht, um etwaige negative Nebeneffekte mit etwaiger anderer gegebener Medikation zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man nicht vergessen, dass die Wirksamkeit von Globuli und Co. wissenschaftlich nur schwer oder gar nicht nachzuweisen ist. Das soll diese Produkte nicht schlechtreden, sondern einen lediglich dafür sensibilisieren, dass man auf eine begleitende schulmedizinische Behandlung nicht verzichtet.

Die genauen Dosierungen für die oben genannten Präparate sind stark vom vorliegenden Fall abhängig. Im Groben kann man aber von folgender Dosierung ausgehen:
Tropfen: Zw. 3 und 15
Tabletten: 1 Tablette
Globuli: 5 – 7 Globuli

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze werden zunehmend populärer in Bevölkerung und viele Menschen schwören auf deren Heilkräfte. Nichtsdestotrotz konnte eine tatsächlich Heilwirkung solcher Präparate wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden. Das soll nicht heißen, dass die Schulmedizin grundsätzlich von einer Anwendung abrät, sondern lediglich, dass man diese Mittel nur unterstützend zu einer regulären schulmedizinischen Behandlung anwendet und sich nicht alleine auf deren Heilkraft verlässt, wenn es darum geht, eine Krankheit zu bekämpfen.

Auch ist es absolut notwendig, dass man vor und während der Anwendung der Schüssler-Salze darüber Rücksprache mit dem behandelnden Arzt hält, um etwaige negative Überschneidungen mit regulärer Medikation bereits im Vorfeld ausschließen zu können. Auch etwaige Unverträglichkeiten sollten zuvor aufgeklärt werden.

Bei weiteren Fragen empfiehlt es sich darüber hinaus, sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker zu wenden. Dieser hilft einem sicherlich gut und mit fundierten Fachkenntnissen weiter.

Zwecks Dosierung der Schüssler-Salze bleibt zu erwähnen, dass man in der Regel von jedem Präparat eine Pille täglich einnimmt. Dabei sind im Grunde alle Kombinationen möglich. Es gibt keine Präparate, die sich gegenseitig abstoßen würden, dennoch ist es empfehlenswert, sich im Vorhinein fachmännisch beraten zu lassen, um auf Nummer sicher zu gehen. Von einer Selbstmedikation wird abgeraten.

Diät & Ernährung

Im Grunde genommen verlangt die Bildung eines Atheroms keine besondere Diät oder Ernährung. Allerdings kann das bewusste Ernähren durchaus als Präventionsmaßnahme gesehen werden, die eine Entstehung von Atheromen wirksam verhindern kann. Als wesentlicher Faktor gilt hierbei: Speisen sollten möglichst gesund sein, da vor allem ungesunde fettige und zuckerhaltige Speisen leicht die Talgproduktion der Haut anregen. Süßigkeiten, Vollmilchprodukte, Weizenmehlspeisen oder dickes Fleisch sollten demnach nicht auf dem Speiseplan stehen. Hingegen verbessert der Konsum von frischen Obst und Gemüse merklich das Hautbild. Als besonders empfehlenswert sind darüber hinaus Hülsenfrüchte, wie beispielsweise Linsen, Erbsen und Bohnen. Generell sollten Produkte verzehrt werden, die reich an Biotin, Zink und Folsäuren sind. Walnüsse, Karotten und Kürbiskerne sind hier unter anderem zu nennen.

Als wichtiger Punkt bei der Vermeidung von Atheromen ist eine ausreichender Flüssigkeitszufuhr. Ohnehin hat regelmäßiges Trinken etliche positive Auswirkungen auf die Gesundheit eines Menschen. Neben der genügenden Nierenspülung und der Unterstützung der Verdauung, wird auch die Haut genügend durchfeuchtet. Es bilden sich hernach weniger verfestigtes Material, welches die Haargänge verstopfen kann. Genügend Trinken unterstützt die Haut folglich bei der Schmutzbeseitigung. Hier sei jedoch noch einmal hervorgehoben, dass dieser Effekt lediglich in Bezug auf den Genuss von Wasser oder Tee erreichbar ist. Limonaden und gesüßte Fruchtsäfte enthalten oft soviel Zucker, dass dem Körper gar Flüssigkeit entzogen wird. Dies gilt in gleichem Maße für jene Getränke, die insgesamt als entwässernd gelten. Hier sind beispielsweise Kaffee oder alkoholische Getränke zu nennen. Auf sie sollte eher verzichtet werden.


FAQ – Fragen & Antworten

Kann sich aus einem Atherom Krebs entwickeln?

Ein Atherom ist in erster Linie eine Zyste. Es handelt sich hierbei also um gutartiges Gewebe beziehungsweise einen Talgeinschluss, der nicht als gefährlich gilt. Allerdings ist in diesem speziellen Fall die Zystenbildung mit einer Wucherung von Hornzellen verbunden. Die Möglichkeit, dass diese Zellen sich fehlerhaft in Hinblick auf ihre Vermehrung verhalten und einen größeren Tumor bilden ist prinzipiell gegeben. Theoretisch ist es auch möglich, dass sich maligne Zellen aus diesem heraus entwickeln. Dies kommt allerdings nur in sehr seltenen Fällen. Zumeist handelt es sich bei Atheromen um grundlegend ungefährliche Wucherungen, die keinerlei Probleme oder Schmerzen verursachen. Wer hieran jedoch Zweifel hat, kann dies von einem Arzt leicht überprüfen lassen.

Sind Atherome vergrößerte Grießkörner?
Theoretisch kann das Atherom als großer Bruder des Grießkorns (sogenannte Milien) gesehen werden. Zwischen diesen beiden Talgansammlungen besteht jedoch ein Unterschied. Atherome bilden sich in erster Linie in einem Haargang. Hingegen kann der Grießknoten überall auf der Haut auftauchen. Auch hinsichtlich der Größe gibt es markante Unterschiede. Das Grießkorn ist wesentlich kleiner als der Grützbeutel. Das liegt vor allem daran, dass in letzteren beständig Talg einfließt. Grießkörner hingegen sind abgeschlossene, verhärtete Talgansammlungen. Aus ihnen kann sich folglich kein Atherom bilden.

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