Mundgeruch

Alles Wissenswertes zum Thema Mundgeruch (Halitosis)

Mundgeruch hausmittel

Mundgeruch ist ein ernst zunehmendes Problem, über das nur die wenigsten Menschen reden.
Oftmals wissen die Betroffenen gar nichts von Ihrem Mundgeruch oder aber sie neigen zu einer Selbstisolation, um sich den notwendigen Schutz zu bieten.

Mundgeruch basiert nur in den seltensten Fällen auf eine ernst zu nehmende Erkrankung und ist vielfach nur auf eine mangelnde Mundhygiene zurück zu führen.

In folgendem Ratgeber informieren wir Sie ausführlich zum Symptom Mundgeruch, seinen Ursachen, Behandlungsmethoden sowie Hausmitteln und vielem mehr.


Was ist Mundgeruch?

Von Mundgeruch spricht man immer dann, wenn die eigene Atemluft eine unangenehm bis übel riecht. Als Betroffener merkt man aber in der Regel nichts vom eigenen Atemproblem. Vielmehr sind es die Mitmenschen, die schnell in Mitleidenschaft gezogen werden.

Ein gegenüber stehender Gesprächspartner wird sich davor hüten, die betroffene Person darauf aufmerksam zu machen. Mundgeruch ist ein Tabu-Thema über das niemand reden möchte. Das liegt vor allem daran, dass sich der Betroffene dafür schämen würde und als Gesprächspartner möchte man ungern die Stimmung verderben.

Der Mundgeruch lässt sich in den meisten Fällen aber rasch wieder beseitigen. Nur selten verbirgt sich dahinter eine ernsthafte Erkrankung, die unbedingt behandelt werden sollte. Dazu ist es aber notwendig, der Ursache genauestens auf den Grund zu Gehen.

In Fachkreisen spricht man nämlich von zwei Arten des Mundgeruchs:

  • Halitosis
  • Foetor ex ore

Foetor ex ore wird beim Ausatmen durch den Mund wahrgenommen. Der Arzt stützt seine Untersuchungen dann auf die Mundhöhle und die Mandeln. Einen ausführlichen Ratgeber zum Thema Foetor ex ore finden Sie hier.

Halitosis hingegen ist eine ganz seltene Form des Mundgeruches, welcher sowohl beim Ausatmen durch den Mund als auch durch die Nase zu riechen ist. Hier ist nicht nur die Mundhöhle betroffen sondern zugleich der Nasen-Rachen-Raum.

Ursachen für Mundgeruch

Der Mundgeruch Foetor ex ore wird in der heutigen Zeit am häufigsten diagnostiziert und wird oftmals auf eine falsche oder schlechte Mundhygiene zurückgeführt. Ausgangspunkt der Untersuchungen sollte der Mund- und Rachenraum sein.

Faktoren für den Mundgeruch Foetor ex ore:

  • Bildung von Zahnbelag durch mangelnde MundhygieneHonig biene zahnpasta
  • Bakterienansammlung auf der Zunge
  • ungenügende Reinigung der Prothese
  • vermehrter Konsum von Knoblauch, Zwiebeln, Nikotin und Alkohol
  • ein zu geringer Speichelfluss im Mundraum, wodurch sich Essensreste ablagern können
  • Erkrankungen der Mundschleimhaut
  • Entzündungsherde in der Nase
  • Tumore im Mund- oder Rachenraum
  • eine Entzündung der Mandeln
  • eine unzureichende Mundhygiene, die wiederum zu Parodontitis, Karies, Abszesse und Zahnfleischentzündungen führen können
Der Mundgeruch Halitosis kommt recht selten vor und kann im schlimmsten Fall auf eine ernsthafte Erkrankung hindeuten. Neben dem Mund- und Rachenraum sollte vor allem auch die Nase untersucht werden. Hier können sich Tumore gebildet oder Fremdkörper angesammelt haben.

Ursachen für den Mundgeruch Halitosis:

  • Polypen oder Fremdkörper in der Nase
  • eine chronische Entzündung der Nasennebenhöhle
  • Tumore
  • strikte Diäten über einen längeren Zeitraum
  • Erkrankungen der Atemwege sowie chronischer Schnupfen
  • Medikamenteneinnahme
  • eine Vergiftung
  • Erkrankungen im Verdauungstrakt
  • fortschreitendes Versagen der Leber oder Niere
  • eine nicht behandelte Diabetes
  • Hormonveränderungen bei Frauen
  • rheumatisches Fieber

Zahnfleisch und Zähne

Zahnfleisch und Zähne sind der Hauptauslöser für schlechten Mundgeruch und sind auf eine mangelnde Mundhygiene zurück zu führen. Bereits ein vernachlässigen des regulären Zähne Putzens kann die Ansammlung von Bakterien begünstigen. Die Folge ist ein gelblicher Zahnbelag, der sich nicht mehr so einfach entfernen lässt. Ein beginnender Geruch aus dem Mund wird durch den Betroffenen in der Regel nicht festgestellt. Vielmehr müssen andere Personen ihn darauf aufmerksam machen.

Eine gute und regelmäßige Mundhygiene an den Zähnen und Zahnzwischenräumen kann bereits helfen, um übelriechenden Mundgeruch vorzubeugen. Sämtliche Essensreste und Zahnbeläge müssen nach jeder Mahlzeit gründlich entfernt werden. Zahnseide oder auch eine Zungenbürste können unterstützend verwendet werden.

Der Nasen-Rachen-Raum

Der Nasen-Rachen-Raum ist ein sehr empfindliches Organ, durch das täglich Frischluft geleitet wird. Außerdem ist es dafür verantwortlich, dass Schmutzpartikel und Bakterien durch die feinen Nasenhärchen aufgenommen und über den Magen wieder abgegeben werden. Sobald die Filterfunktion der Nase nur noch eingeschränkt tätig ist, können sich vermehrt schädliche Bakterien in der Nasenschleimhaut niederlassen.

Eine vorübergehende Erkältung, Giftstoffe oder auch zu trockene Luft können die Nase übermäßig reizen. Dazu zählt auch der Missbrauch von Drogen oder aber eine falsche Handhabung von Nasensprays. In Folge einer damit einhergehenden Bakterienansammlung wird gleichzeitig ein Zersetzungsprozess ausgelöst, welcher wiederum den Mundgeruch verursacht.

Mund und Rachen

Unmittelbar im Zuge der Nahrungsaufnahme gelangen Essensreste und Bakterien in den Rachenraum. Bei einer gesunden Mundflora wird mit Hilfe des ausreichend produzierten Speichels der Mundraum gesäubert, feucht gehalten und Stimmbänder geschmiert.

Ist die Speichelproduktion hingegen unzureichend, wie es z.B. im Schlaf oder bei schnarchenden Personen üblich ist, können die Nahrungsreste nicht vollständig aus dem Mund- und Rachenraum entfernt werden und bilden eine gute Basis für Bakterien. Bei der Vermehrung von Mikroorganismen werden Fäulnissprozesse ausgelöst, die wiederum den unangenehmen Mundgeruch verursachen.

Ein trockener Mund- und Rachenraum über den Tag verteilt, wird oftmals bei Rauchern festgestellt. Selbst eine zu geringe Flüssigkeitszufuhr kann Speichelmangel begünstigen.

Der Verdauungstrakt

Der Verdauungstrakt funktioniert im direkten Einklang mit dem Mund- und Rachenraum und kann ebenfalls Ursache für schlechten Geruch aus dem Mund sein. Nimmt man z.B. das Sodbrennen, so gelangen durch saures Aufstoßen etwaige Essensreste in den Rachenraum und können durch Mundgeruch begleitet werden.

Eine weitere Möglichkeit liegt in einem Defekt des Speiseröhrenmuskels, einer Entzündung der Speiseröhre, einem Speiseröhrentumor oder gar einem Fremdkörper im Verdauungstrakt. Sobald also die Magensäure wieder ungewollt in den Rachenraum gelangt kann gleichzeitig eine Geruchsbelästigung einhergehen. Im Verdauungstrakt des menschlichen Körpers gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Erkrankung, die nur sachgemäß durch einen Arzt festgestellt und behandelt werden kann.

Die Atemwege

In Folge einer Atemwegserkrankung (Bronchitis) kann es häufig zu Mundgeruch kommen. Ganz gleich, ob es sich dabei um eine chronische oder Akute Bronchitis handelt, so sind doch stets die Schleimhäute gereizt und können rasch von einer bakteriellen Infektion begleitet werden.

Zusätzlich hat der Patient Schwierigkeiten beim Atmen, neigt zu starken Hustenattaken und wird geplagt von Kopf- und Gliederschmerzen. Durch das stark geschwächte Immunsystem sollte sich der Patient unbedingt einer ärztlichen Behandlung unterziehen. Nur so lässt sich eine weiterführende Lungenentzündung eingrenzen und entsprechend behandeln.

Der Stoffwechsel

Stoffwechselerkrankungen sind eine ernst zu nehmende Bedrohung und können unter Umständen sogar das Leben des Patienten gefährden. Absolut typisch ist ein begleitender Mundgeruch bei Diabetes Koma Patienten oder einem Leber-/Nierenversagen.

Ein diabetisches Koma setzt eine starke Überzuckerung voraus, die durch einen Insulinmangel ausgelöst wird. Der Atem des Patienten riecht dann nach Azeton, was wiederum mit einem Nagellackgeruch gleichzusetzen ist. Handelt es sich jedoch um ein baldiges Nierenversagen, so riecht der Atem extrem nach Urin. Bei einem Leberversagen wird ein süßlicher Mundgeruch wahrgenommen.

Diagnose und Verlauf

Etwaiger Mundgeruch lässt sich rasch über einen Riechtest feststellen. Trotzdem hat man noch nicht die Ursache dafür gefunden, so dass ein Arzt nach einem ersten Anfangsverdacht weitere Test anordnen wird. Am effektivsten ist der Mundgeruch Test, welcher sich in dreifacher Hinsicht ausführen lässt.

Der Speicheltest

Bei dem Speicheltest wird ein bisschen Spucke in einen verschließbaren Behälter gespuckt. Nach etwa 5 Minuten öffnet man diesen wieder. Wird ein unangenehmer Geruch wahrgenommen, so liegt tatsächlich Mundgeruch vor.

Der Luftbeutel Test

Dazu nimmt man am besten einen Gefrierbeutel und atmet mehrfach in den Beutel hinein. Nach dem Ausatmen drückt man den Beutel fest zusammen, so dass keinerlei Luft entweichen kann. Nun wird der Beutel in unmittelbarer Nähe zur Nase wieder geöffnet. Nimmt man einen komischen Geruch war, so gilt der eigene Mundgeruch als bewiesen an.

Ein Handgelenk Test

Der Handgelenk Test ist etwas unüblich, kann aber dennoch als Nachweis genutzt werden. Als erstes wird die Hand mit Seife gewaschen. Anschließend gibt man mit der Zunge etwas Speichel auf den Arm. Nachdem die Spucke getrocknet ist, riecht man daran. Handelt es sich tatsächlich um Mundgeruch, so würde man einen komischen Geruch auf der Haut verspüren.

 

Ein Atemluft Test

Eine professionelle Analyse des Mundgeruchs gelingt dem Arzt mit einem sogenannten Gas Test. Dabei wird die ausgeatmete Atemluft analysiert und auf Bakterien getestet. Bei einem positiven Ergebnis liegt nachweislich Mundgeruch vor, welcher nun effektiv behandelt werden kann.


Diagnosedaten und Häufigkeit

Kurzzeitig bedingter Geruch aus dem Mund kann bereits durch den Verzehr von bestimmten Speisen hervorgerufen werden. Allseits bekannt sind die Knoblauchzehe und die Zwiebelknolle. Bei einem übermäßigen Verzehr kann der übelriechende Atem über ein Zeitfenster von bis zu 72 Stunden wahrgenommen werden. Jedoch gibt es auch den Personenkreis, die dauerhaft von Mundgeruch verfolgt werden.

Etwa 25 Prozent der gesamten Menschheit muss sich mit dem Problem herum schlagen. Ältere Menschen, die bereits einen Zahnersatz haben, müssen deutlich mehr für die Mundhygiene tun. Denn künstliche Zähne sind ein hervorragender Angriffspunkt für Mundbakterien, die sich rasch vermehren können. Das Gleiche gilt für die Mundgeruch Form Halitosis. Bei rund 11 Prozent aller Betroffenen wird diese Form der Erkrankung festgestellt und bedarf einer langwierigen Behandlung.

Komplikationen beim Symptom

Wenn man von Mundgeruch betroffen ist, sollte man den Tatbestand keinesfalls leichtfertig ansehen. Beim dauerhaften Geruch aus dem Mund ist es wichtig, die Ursache zu erkunden. Denn gerade bei schwerwiegenden Erkrankungen, wie einem Leber- oder Nierenversagen, kann es um Leben und Tod gehen.

Aber auch die psychischen Komplikationen wie Scham oder soziale Isolation sollten nicht unterschätzt werden. So bemerkt der Betroffene womöglich, dass andere Personen sich beim Gespräch von ihm abwenden, weiß aber nicht wieso. Doch auch wenn einem der eigene Mundgeruch bewusst ist, leidet die soziale Interaktion.

Doch so unangenehm der Mundgeruch auch sein mag, in vielen Fällen genügen bereits einfache Hausmittel, um der Geruchsbelästigung entgegen zu wirken.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arztbesuch ist immer dann sinnvoll, wenn man den Mundgeruch nicht selber in den Griff bekommt. Allerdings ist es in den meisten Fällen so, dass man selber erst viel zu spät etwas davon bemerkt.

Zahnarzt

Gesprächspartner müssen die Betroffenen darauf aufmerksam machen, was ihnen in keinster Weise leicht fallen wird. Mundgeruch ist ein unangenehmes Thema, über das niemand reden möchte.

In erster Instanz kann der Betroffene selber versuchen, den Übeltäter auf den Grund zu gehen. Eine Professionelle Zahnreinigung, eine verstärkte Mundhygiene oder gar die Benutzung von sogenanntem Mundwasser kann den Mundgeruch bereits bekämpfen.

Gleichzeitig ist es aber auch wichtig, auf geruchsintensive Speisen gänzlich zu verzichten und die Ernährungsgewohnheiten umzustellen. Sollte der Mundgeruch trotz eigener Bemühungen dennoch nicht weggehen, so ist ein Arztbesuch stets der nächste Weg.

Eine Mandelentzündung, Verdauungsstörungen oder gar Tumore können nur mit speziellen Untersuchungen festgestellt und bekämpft werden.


Behandlung und Therapie

Ansprechpartner für Mundgeruch ist sowohl der Hausarzt als auch der Zahnarzt. Eine Erkrankung im Mund- oder Rachenraum lässt sich rasch optisch erkennen. Vergrößerte Mandeln oder gar eine Anhäufung von Karies sind für den Arzt direkt sichtbar. Gleichzeitig wird der Arzt versuchen, den Geruch in bestimmte Gebiete einzuordnen.

Betrifft es die Leber oder Niere, so ist der Atem des Patienten unverkennbar. Zusätzlich erkundigt sich der Arzt auch nach der Vorgeschichte des Patienten. Liegen Vorerkrankungen vor oder gibt es andere körperliche Auffälligkeiten. Eine Ganzkörperuntersuchung ist in jedem Fall ratsam.

Eine Erkrankung im Mundbereich wird oftmals auf mangelnde Zahnhygiene zurückgeführt. Zur Bekämpfung des Mundgeruchs genügt oftmals schon eine professionelle Zahnreinigung, die Entfernung von Zahnstein oder die Behandlung einer Zahnfleischerkrankung.

Da der Mundgeruch jedoch zahlreiche Ursachen haben kann, ist die Diagnose in bestimmten Fällen auch sehr schwer. Steckt eine ernstere Krankheit dahinter, muss natürlich erst diese diagnostiziert und dann entsprechend behandelt werden.

Nachfolgend finden Sie alle wichtigen Informationen (z. B. Symptome, Ursachen und Behandlungsmethoden) zu den Erkrankungen, die häufig zu Mundgeruch führen:


Vorbeugung und Prävention

Ein schlechter Atem steht oftmals in Verbindung mit einer mangelnden Mundhygiene. Zur Vorbeugung kann eine spezielle Zahnpasta oder Mundspülung verwendet werden. Hilfreich sind auch sogenannte Zahnpflegekaugummis, die gezielt der Ansammlung von Bakterien entgegen wirken sollen.

Vorbeugung ist stets besser als Nachsorge, damit ein unangenehmer Mundgeruch gar nicht erst entstehen kann. Achten Sie auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung, bei der Knoblauch, Zwiebel und Co. nur in geringen Mengen bzw. garnicht gegessen wird. Das Gleiche gilt für eine großzügige Flüssigkeitszufuhr, damit ausreichend Speichel produziert werden kann. Übermäßiger Alkohol-, Nikotin- oder Kaffeegenuss kann ebenfalls Mundgeruch verursachen.

Gehen Sie regelmäßig zum Zahnarzt und nutzen Sie etwaige Voruntersuchungen. Neben der Zahnpflege darf aber die Zunge nicht Vergessen werden. Ein Zungenschaber kann etwaige Bakterien gründlich entfernen. Zusätzlich gibt es zahlreiche MundspüLungen, die ebenfalls antibakteriell wirken sollen.

In die Rubrik der Naturheilmittel fällt:

  • der Zitronensaft (regt die Speichelproduktion an)
  • das Kauen einer Kaffeebohne (hilft gegen saures Aufstoßen)
  • Fenchelsamen kauen (sorgt für frischen Atem)
  • das Kauen von frischer Petersilie (neutralisiert den Knoblauchgeruch)

Hausmittel gegen MundgeruchMundgeruch

Mundgeruch ist ein hartnäckiger Gegner, welcher nicht so leicht in Schach gehalten werden kann. Trotzdem sagt man einigen Hausmitteln eine heilende Wirkung voraus, die den Übeltäter auf einfachste Weise bekämpfen kann. Dazu zählen z.B.:

  • heißer Zitronensaft
  • der Genuss von frischen Wacholderbeeren
  • Chlorophyll, wirkt Gerüchen entgegen
  • der Verzehr von Joghurt, in denen aktive Bakterien nachzuweisen sind
  • Pfefferminzkaugummis

Im nachfolgenden Ratgeber finden Sie weitere hilfreiche Hausmittel gegen Mundgeruch:


Alternative Behandlungen und Heilmittel

Auch in der Alternativmedizin gibt es einige Heilmittel, die zur Behandlung vom Mundgeruch eingesetzt werden können. Da jedoch auch sehr ernste Erkrankungen hinter dem Symptom stecken können, ist es wichtig, einen Schulmediziner aufzusuchen. Die Naturheilkunde kann dann je nach Ursache als alleinige Therapie oder aber ergänzend zur Schulmedizin eingesetzt werden.

Im Bereich von Mundgeruch scheint Chlorophyll der wahre Retter zu sein. Der Botenstoff sorgt eigentlich in der Pflanzenwelt für eine strahlend grüne Farbe und hat zusätzlich die positive Eigenschaft, Gerüche zu neutralisieren.

Das bedeutet aber nicht, dass man Blätter essen soll, sondern hier kann man getrost auf spezielle Chlorophyll Tabletten zurückgreifen. Dennoch sollte es keinesfalls aus Dauerheilmittel eingesetzt werden. Bei langanhaltendem Geruch aus dem Mund ist stets der Auslöser zu suchen, damit das Symptom dauerhaft bekämpft werden kann.

Homöopathie und Globuli

Mundgeruch kann, je nach Ursache, auch mithilfe der Homöopathie behandelt werden. Neben dem möglichen Auslöser sind weitere Faktoren zur Wahl des richtigen Mittels wichtig. Daher empfiehlt es sich, hierfür ein Heilpraktiker zu Rate zu ziehen. Gewisse Globuli haben sich jedoch zur Behandlung des Symptoms bewährt. Einen Ratgeber zu hilfreichen Homöopathika bei Mundgeruch finden Sie hier.

Schüssler-Salze

Zur Behandlung von Mundgeruch mit Schüssler-Salzen kommt in erster Linie Kalium phosphoricum, das Schüssler-Salz Nr. 5, in Betracht. Liegt nämlich ein Mangel an Kaliumphosphat vor, so kann es zu diversen Begleitsymptomen kommen, darunter auch Mundgeruch. Hierbei kommt es auch oft zu Symptomen wie Muskelschwäche, Herzrasen und / oder Depressionen.

Darüber hinaus kann auch Calcium phosphoricum, das Schüssler-Salz Nr. 2, weiterhelfen. Bei einem Mangel an diesem Salz kommt es neben Mundgeruch häufig zu Symptomen wie Blutgerinnungsstörungen, Wadenkrämpfen und / oder Schlafstörungen.


Fragen und Antworten

Was ist Mundgeruch?

Bei Mundgeruch riecht der Atem des Betroffenen unangenehm. Die Ursache liegt meist im Mund- und Rachenraum und wird auf eine mangelnde Mundhygiene zurückgeführt. Die Ansammlung von Bakterien (z.B. Karies) verursacht eine Geruchsbelästigung, die jedoch rasch wieder beseitigt werden kann.

Ist Mundgeruch schlimm?

Mundgeruch ist vor allem für den gegenüberstehenden Gesprächspartner schlimm. Außerdem kann sich in den seltensten Fällen hinter dem Mundgeruch eine ernsthafte und lebensbedrohliche Krankheit verbergen, die unbedingt behandelt werden muss. Neben einer einfachen Zahnverunreinigung oder angeschwollenen Mandeln können Leber oder Niere ernsthaft erkrankt sein. Als Begleiterscheinung wird dann Mundgeruch festgestellt.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Ein Arztbesuch ist dann sinnvoll, wenn man den Mundgeruch in Eigenregie nicht bekämpfen kann und dieser über einen längeren Zeitraum andauert. Dafür sollte man sich auch keinesfalls schämen. Denn bevor man sich selbst in eine Art der Isolation begibt kann ein Arztbesuch die schnellere Alternative sein.

Was macht der Arzt?

Der Arzt untersucht den Mund- und Rachenraum auf Veränderungen und kann so bereits erste Erkrankungen ausschließen. Zusätzlich werden ein Atem-Test und eine Ganzkörperuntersuchung durchgeführt. Je nach Ergebnis können weitere Untersuchungen veranlasst oder Antibiotika verschrieben werden.

Ist Mundgeruch heilbar?

Grundsätzlich ja. Es kommt aber immer darauf an, um welche Form von Mundgeruch es sich handelt und welche Auslöser es dafür gibt. Speziell ältere Menschen leiden aufgrund einer Zahnprothese unter wiederkehrendem Mundgeruch. Die Ursachen dafür sind vielfältig gehalten und müssen sorgfältig abgearbeitet werden.

Wie lässt sich Mundgeruch bekämpfen?

Für den Mundbereich sollte man eine professionelle Zahnreinigung anstreben. Dazu gehört eine umfassende Entfernung von Karies und Paradontisit. Auch Zahnseide, Mundwasser oder einfach nur eine andere Zahncreme kann erste Erfolge erzielen. Wichtig ist jedoch, dass man stets die Ursache des Mundgeruchs bekämpft. Diese muss also zuerst diagnostiziert werden, bevor eine Bekämpfung des Mundgeruchs beginnen kann.

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