Mundfäule

Steckbrief: Mundfäule

  • Name(n): aphthöse Stomatitis; Stomatitis herpetica; primäre Gingivostomatitis herpetica
  • Art der Krankheit: Erkrankung der Munschleimhaut und des Zahnfleisches
  • Verbreitung: in erster Linie Kinder betroffen bis zu 17 Erkrankungen auf 100.000 Kinder bis 15 Jahre
  • Erste Erwähnung der Krankheit: frühes Mittelalter
  • Behandelbar: Symptome können medikamentös behandelt werden
  • Art des Auslösers: HerpesViren
  • Wieviele Erkrankte: je nach Region in Deutschland bis zu 4 Erkrankungen je 100.000 Einwohner
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Hausarzt oder Zahnarzt oder bei Kindern Kinderarzt
  • ICD-10 Code(s): B00.2 Gingivostomatitis herpetica und Pharyngotonsillitis herpetica

Mundfäule bei Kleinkindern

Allein schon der Name klingt unangenehm und genau das ist die Mundfäule auch. Doch was genau steckt hinter dem Begriff Mundfäule?

Lippenherpes kennen viele von uns, meist aus eigener Erfahrung. Doch die von dem gleichen Virus verursachte Entzündung der Mundschleimhaut und des Zahnfleisches ist weniger bekannt. Denn davon sind meist nur kleine Kinder bis zu einem Alter von 4 Jahren betroffen. Herpesbläschen, die wir ALS Erwachsener kennen, kommen meist erst bei Kindern ab dem Schulalter vor. Die Erstinfektion mit Herpes-Viren führt meist nur bei Babies und Kleinkindern zur Mundfäule, sofern es überhaupt zu einer Reaktion auf den Virus kommt.


Definition: Mundfäule

Mundfäule oder auch aphthöse Stomatitis genannt ist eine sehr schmerzhafte Entzündung im Mund und Rachenraum. Durch eine Erstinfektion mit dem Herpesvirus HSV-1 (Herpes simplex Typ1) kann bei Säuglingen und Kleinkindern die sogenannte Mundfäule ausgelöst werden. Es handelt sich hierbei um eine schmerzhafte Entzündung der gesamten Mundschleimhaut und des Zahnfleisches. Die Mundhöhle ist in vielen Bereichen geschwollen und mit Bläschen übersät.

Nur sehr selten erkranken ältere Jugendliche und Erwachsene an der Krankheit. Wie bei allen Herpes-Viren ist diese Krankheit hoch ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen. Aber auch wenn fast jeder sich im Laufe seines Lebens mit diesem Virus infiziert so löst der Herpes-Virus doch nur bei einem kleinen Bruchteil der Infizierten eine Mundfäule aus.


Was ist Mundfäule

Unser Mund ist als Verbindung zur Außenwelt vielen verschiedenen Reizen ausgesetzt. Wir nehmen nicht nur die Nahrung damit auf, sondern auch Mikroorganismen oder Viren. Die Mundschleimhaut ist aufgrund ihrer Beschaffenheit an sich gut gegen fremde Organismen gewappnet, aber manchmal kann es doch zu einer entzündlichen Verändeung kommen.

Kommt z.B. ein Kleinkind erstmals mit dem weit verbreiteten Virus Herpes labialis -Lippenherpes in Berührung, werden nicht die typischen Bläschen auf den Lippen als Symptom sichtbar. Bei Babies und Kleinkindern äußern sich die Symptome durch die Mundfäule. Der kleine Körper eines Kindes reagiert auf diesen bisher unbekannten Virus besonders intensiv.

Die Bläschen verteilen sich also nicht außerhalb des Mundraumes, wie bei Erwachsenen, sondern befallen die Mundschleimhaut, das Zahnfleisch bis hin zum Rachenraum. Die aphthenähnlichen Bläschen im Mundraum, sind für die betroffenen Kinder sehr schmerzhaft und können auch bei Berührung leicht bluten. Der gesamte Mundraum kann entzündlich geschwollen und stark gerötet sein. Da es sich hierbei um einen hoch ansteckenden Virus handelt, sollte man in der Krankheitsphase immer auf entsprechende Hygiene achten. Leider wird man den Virus nicht mehr los, wenn man einmal mit Herpes infiziert wurde.

Allerdings tritt die Mundfäule selbst, nur in sehr seltenen Fällen auch bei Erwachsenen auf. Im Allgemeinen sind Kinder zwischen dem 10. Lebensmonat und dem vierten Lebensjahr von der Mundfäule betroffen. Aber nicht jeder Erstkontakt mit dem Herpes-Virus führt zum Ausbruch der Mundfäule bei kleinen Kindern. Der gleiche Herpesvirus tritt im Erwachsenenalter bei geschwächtem Immunsystem meist als Lippenherpes auf.


Ursachen für Mundfäule

Wenn sich bei dem ersten Kontakt eines Kleinkindes mit dem Herpes-Virus, dieser sich im der Mundhöhle einnistet, kann die Mundfäule entstehen. Da diese Mundfäule hochgradig ansteckend ist, erfolgt die Übertragung des Virus meist durch mit dem Herpes-Virus infizierte Personen. Die Übertragung erfolgt insbesondere in Kindertagesstätten und Schulen sehr schnell, da hier Kinder auf engem Raum zusammen spielen und die Hygiene in solch öffentlichen Einrichtungen nicht immer einfach zu beachten ist. Da die Übertragung über Tröpfcheninfektion erfolgt, sind Kinder die gleiche Spielsachen, Trinkbecher, Besteck oder Handtücher nutzen schnell infiziert.

Oft erfolgt auch die Übertragung der Krankheit von den Eltern oder dem Kind nahe stehende Personen (Geschwister, Großeltern) auf das Kind, z.B. durch Ablecken des Schnullers oder Nutzung des gleichen Bestecks.
Aber nicht jede erste Infektion mit den Herpesvirus führt zu typischen Symptomen und somit zur Mundfäule.

Bei weit über 90% aller mit HSV-1 infizierten Personen treten keinerlei oder nur unspezifische Krankheitssymptome auf. Wer den Virus in sich trägt, ist aber dennoch ein Überträger des Virus und somit ein Risiko für andere, sich zu infizieren. Mit zunehmendem Alter und steigender Hygiene reduziert sich die Übertragungsrate.

Hauptursache:

  • Erstkontakt mit Herpesviren

Symptome und Anzeichen

Viele verschiedenen Symptome können Hinweise auf Mundfäule geben. Nach einer Inkubationszeit von wenigen Tagen bis 4 Wochen treten die ersten Beschwerden auf. Die Symptome können sehr unterschiedlich stark auftreten. Zunächst steigt meist die Körpertemperatur auf über 38,5 Grad.

Die Kinder fühlen sich häufig abgeschlagen und leiden oft unter allgemeinem Krankheitsgefühl, häufig auch mit Kopfschmerzen verbunden. Auch Atemwegsinfektionen können im Zusammenhang mit der Mundfäule auftreten. Aufgrund der Schwellungen im Mundraum wollen die Betroffenen meist auch nichts essen und trinken. Vermehrter Speichelfluss und übelriechender, fauliger Mundgeruch können ebenfalls Anzeichen für Mundfäule bei Kleinkindern sein.

Ein Blick in den Mund wird starke Rötungen, Schwellungen und kleine Bläschen im Mundraum und eventuell auf den Lippen zeigen. Möglich ist auch eine leichte Blutung des Zahnfleisches.

Die Bläschen sind nur stecknadelkopfgroß und verursachen schmerzhafte Schäden auf der Schleimhaut wenn sie aufplatzen. Von der Mundfäule kann die gesamte Mundhöhle befallen sein, also Wangenschleimhaut, Gaumen und Zahnfleisch. Gelegentlich breiten sich die Bläschen bis in den Lippenbereich aus. In schweren Fällen kann sich die Mundfäule auch auf Rachen und Speiseröhre ausbreiten.

Hier noch mal eine kurze Übersicht über Die wichtigsten Symptome (diese müssen nicht alle auftreten)

  • hohes Fieber oft über mehrere Tage
  • gerötete Mundschleimhaut und Zahnfleisch
  • übel riechender, säuerlicher, fauliger Atem
  • hoher Speichelfluss
  • Kinder verweigern Essen und Trinken
  • Halsschmerzen und Schluckbeschwerden
  • Atemwegsinfektionen
  • schmerzhafte Schwellungen im Mundraum
  • Bläschen am Zahnfleisch, Gaumen, Wangenschleimhaut oder Zunge
  • geschwollene Lymphknoten am Hals
  • eventuell Übelkeit und Brechreiz
  • allgemeines Krankheitsgefühl mit Kopfschmerzen

Diagnose und Krankheitsverlauf

Zu Beginn der Krankheit leiden die Patienten meist unter hohem Fieber und verweigern die Nahrungsaufnahme. Aufgrund der Schmerzen im Mund sind die Kinder oft weinerlich und gereizt. Da die Schmerzen häufig vor den sichtbaren Symptomen (Bläschen, Rötungen, Schwellungen) auftreten, ist eine Diagnose der Mundfäule im Anfangsstadium schwierig.

Da die Schmerzen insbesondere für kleine Kinder sehr unangenehm sind, verweigern die Kinder oft auch das Essen und womöglich auch das Trinken. Jede Berührung des entzündeten Mundraumes ist mit Schmerzen verbunden. Zeigen sich dann aber nach einiger Zeit die typischen Herpesbläschen und Rötungen im Mund, kann man von Mundfäule ausgehen.

Eventuell kann sich die Virusinfektion auch auf andere Körperbereiche ausbreiten, wenn das Virus aus dem Mund durch Schmierinfektion (Finger ablecken) z.B. auf Lippe und Nasenschleimhaut übertragen wurde. Dann können auch dort Herpesbläschen entstehen.

Bei größeren Kindern und Erwachsenen verläuft die Krankheit mit meist weniger starken Symptomen. Bei einer Erkrankungen von Erwachsenen mit Mundfäule sollte eventuell ein Arzt genau untersuchen, ob hier eine Schwächung des Immunsystems vorliegt.

Eine genaue Diagnose der Mundfäule kann häufig nur eine Laboruntersuchung bringen. Es gibt einige Erkrankungen im Mundraum, die ähnliche Symptome hervorrufen. Die Krankheitsdauer der Mundfäule beträgt je nach Ausprägung der Symptome ca. ein bis drei Woche.

Nach Abheilung der Infektion verbleiben die Erreger im Körper und verharren sozusagen im Ruhezustand. Aus diesem Ruhezustand können sie jederzeit wieder aktiviert werden und wieder eine Herpesinfektion mit Bläschen hervorrufen. Eine Erkrankung an Mundfäule wird dann aber nicht mehr erfolgen, denn daran kann man nur einmal in seinem Leben erkranken. Die Herpesinfektion wird sich dann meist nur noch als lästiger Lippenherpes bemerkbar machen.

Krankheitsverlauf

  • hohes Fieber
  • Verweigerung der Nahrungsaufnahme
  • Mundgeruch
  • geschwollene Mundschleimhaut
  • starke Rötungen und Bläschen auf der Mundschleimhaut

Häufigkeit und Diagnosedaten

Im Schnitt sind in Deutschland ca 2 Personen von 100.000 betroffen. Die Häufigkeit ist jedoch je nach Bundesland sehr unterschiedlich. Während im Saarland, Thühringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg die Häufigkeit je 100.000 Einwohner bei 4 liegt, erkranken in Niedersachsen und Baden-Württemberg nur 2 von 100.000 Personen. Die restlichen Fläschen-Bundesländer haben eine Häufigkeit von 3. Am geringsten ist die Ansteckungsgefahr in Berlin und Bremen, hier liegt die Häufigkeit nur bei 1.

Altersspezifisch sind die Unterschiede jedoch erheblich. Bei Kindern unter 15 Jahren liegt diese bei 17, während bei jungen Erwachsenen und Personen über 65 Jahre die Häufigkeit je 100.000 Personen gerade mal bei 1 liegt. im Alter zwischen 45 und 65 Jahre ist quasi niemand von Mundfäule betroffen.

Bei der Geschlechterverteilung gibt es keine Unterschiede: männliche und weibliche Personen sind gleich häufig betroffen.

Der altersspezifische Unterschied ergibt sich daraus, dass nur eine Erstinfektion bei Kleinkindern zur Mundfäule führen kann, während Erwachsene auf Infektionen mit dem Herpesvirus meist nur mit Lippenbläschen reagieren.

Beruhigend ist jedoch, dass rund 95% aller Menschen den Herpesvirus in sich tragen, ohne dass das Virus Symptome entwickelt.

Komplikationen bei der Krankheit

Die Mundfäule selbst führt im Krankheitsverlauf eher selten zu Komplikationen. Problematisch kann es werden, wenn Babies und Kleinkinder aufgrund der Schmerzen nichts essen und trinken wollen. Hier sollte man möglichst auf harte, scharfe, heiße und saure Lebensmittel verzichten.

Kleinkindern am besten kalte Getränke anbieten, da diese den Schmerz etwas lindern. Die erschwerte Nahrungsaufnahme kann bei Kleinkindern schnell zur Unterernährung und Dehydrierung führen. Es ist daher wichtig hier immer auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten und wenn notwendig flüssige Nahrung zur Deckung des Kalorienbedarfs anzubieten.

ei länger anhaltender Nahrungsverweigerung wird schlimmstenfalls ein kurzer stationärer Klinikaufenthalt notwendig sein. Somit kann eine weitere Schwächung des Immunsystems verhindert werden, was sonst zu einem schweren Verlauf der Mundfäule führen könnte.

In sehr seltenen Fällen nimmt die Krankheit einen besonders schweren Verlauf, welche Ärzte dann als Aphthoid Pospischill-Feyrter bezeichnen. Hiervon sind meist nur Kinder und Jugendliche mit bereits vor der Infektion sehr stark geschwächtem Immunsystem betroffen. In einem solchen Fall breitet sich die Entzündung nicht nur im Mundraum aus, sondern betrifft dann auch Rachen, Speiseröhre und die Gesichtshaut um den Mund. Selten sind auch die Genitatlien betroffen.

Besonders kritisch ist eine Erstinfektion bei Neugeborenen. Hier kann in den ersten zwei Wochen nach der Geburt eine Herpesinfektion zu einem schweren Verlauf führen und eine Entzündung des Gehirns hervorrufen und somit schwere Folgeerkrankungen hervorrufen.

Bei Kindern mit einer Immunschwäche wie z.B. Leukämie, kann die Mundfäule auch innere Organe befallen. Es kann schweren Folgeerkrankung wie Entzündungen der Leber, Lunge oder Hirnhaut kommen.

Besonders gefährdet sind auch Kinder, die an Neurodermitis leiden. Durch die Vorschädigung der Haut kann eine Infektion mit dem Herpes-Virus zu schweren Ekzemen führen.

Werden die Herpesviren mit dem Auge in Kontakt gebracht kann es hier zu einer Schädigung der Hornhaut kommen.

Übersicht der Komplikationen

  • Nahrungsverweigerung
  • Dehydrierung / Mangelernährung
  • bei Neugeborenen Entzündung des Gehirns möglich
  • schwerer Verlauf bei Kindern mit geschwächtem Immunsystem
  • Schädigung der Augenhornhaut, wenn Viren ins Auge gelangen

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Bei kleinen Kindern sollte man bei Verdacht auf Mundfäule auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen. Auch wenn die Krankheit normalerweise problemlos verläuft, kann sie bei sehr kleinen Kindern doch zu Folgeschäden führen. Außerdem gibt es auch andere Krankheiten wie Mundsoor oder Aphthen, die ähnliche Symptome hervorrufen. Nur ein Arzt kann dann die genaue Diagnose stellen.

Je früher ein Kind bei Verdacht auf Mundfäule zum Arzt gebracht wird, um so eher kann dieser eventuell durch ein virenhemmendes Mittel den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen.

Insbesondere bei starken, lang anhaltenden Schmerzen und wenn Kinder keine oder zu wenig Flüssigkeit und Nahrung zu sich nehmen, sollte immer ein Arzt aufgesucht werden. Dieser wird gegen die Schmerzen ein Schmerzmittel verordnen, damit die Nahrungsaufnahme gewährleistet wird.

Bei Neugeborenen mit einer Herpesinfektion muss immer ein Arzt aufgesucht werden, denn hier besteht ein erheblich größeres Risiko für Komplikationen und Folgeschäden aufgrund der Virusinfektion.

Grundsätzlich gilt, dass die Krankheit schneller verschwindet, je früher eine Mundfäule behandelt wird.

Behandlungsmethoden und Therapie

Eine medikamentöse Behandlung findet häufig nicht statt, zumal sich die ärztliche Behandlung nur auf die Symptome bezieht nicht auf die Ursache. Lediglich bei einem schweren Verlauf der Krankheit kann eine Behandlung mit einem Virustatikum angezeit sein.

Geht man frühzeitig zum Arzt kann dieser, falls notwendig, ein antivirales Mittel namens Aciclovir (Handelsname Zovirax) verschreiben. Dieses Mittel lässt die schmerzhaften Bläschen schneller abklingen.
Gegen die Schmerzen helfen lokale Schmerzmittel wie betäubende Sprays, Gels und Cremes, die auf die betroffenen Stellen im Mund aufgetragen werden. Zur lokalen Schmerzlinderung sind auch MundspüLungen mit dem Wirkstoff Chlorhexidin möglich.

Bei kleinen Kindern können auch Mundspülungen mit Kammillentee hilfreich sein. Dieser kann auch gut gekühlt getrunken werden und sorgt so noch für Flüssigkeitszufuhr.

Hohes Fieber kann durch fiebersenkende Mittel wie Ibuprofen oder Paracetamol behandelt werden. Die darin enthaltenden Wirkstoffe sind auch schmerzlindernd und wirken somit auch auf die Schmerzen im Mund.

Da der Körper durch die Viren und geringe Nahrungsaufnahme geschwächt wird, ist für Kinder meist Bettruhe angesagt.

Um den Kalorienbedarf und Flüssigkeitsbedarf zu decken ist weiche, flüssige Kost wichtig. Milde Speisen wie Reis und Gemüsebrei reizen die entzündeten Schleimhäute nicht noch weiter. Kalter Joghurt, Milch oder ähnliches sorgen noch für Kühlung und somit leichte Schmerzlinderung.

Eventuell kann das Trinken mit Strohhalm für die betroffenen Kinder schmerzfreier sein.

In schweren Fällen von Mundfäule kann der Arzt intravenös ein Virostatikum gegen Herpesviren verabreichen

Übersicht über Bahandlungsmethoden

  • lokale Schmerzmittel (Gels, Cremes)
  • fiebersenkende Mittel
  • Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol
  • Bettruhe
  • Mundspülung
  • flüssige, milde, möglichst kühle Speisen
  • Aciclovir (antivirales Mittel)

Vorbeugung – Impfung und Prävention

Eine Vorbeugung vor einer Infektion mit Herpesviren ist schwierig, da der Virus weit verbreitet ist und sich die Betroffenen meist durch Eigenverschulden anstecken. Sind Fälle von Mundfäule und Lippenherpes bekannt, sollte der Kontakt mit infizierten Personen möglichst vermieden werden. Schon das Benutzen gleicher Besteckteile oder Trinkgefäße können zur Übertragung der Herpesviren führen.

Häufig wird die Krankheit auch von einem Kind auf das nächste übertragen, z.B. durch Spielzeug, dass von verschiedenen Kindern in den Mund genommen wird. Die Flüssigkeit in den Bläschen im Mund sind hoch ansteckend. Erst wenn die Bläschen austrocknen, besteht keine Ansteckungsgefahr mehr.

Sind Erwachsene von einem akuten Lippenherpes betroffen, sollten Sie den Kontakt mit Kleinkindern meiden. Von Lippenherpes betroffene Eltern oder Personen, die kleine Kinder betreuen, sollten die Bläschen mit Pflaster oder Creme abdecken. Kontakt des Kindes mit den Lippen ist zu vermeiden und regelmäßiges Händewaschen versteht sich von selbst, wobei das benutzte Handtuch nicht für das Kind verwendet werden darf.

Wird das Baby noch gestillt, ist das kein Problem, sofern sich keine Herpesbläschen im Bereich der Brust befinden und ein Kontakt mit den Lippenbläschen der Mutter vermieden wird. Die Brust sollte dann vor dem Stillen gründlich gereinigt werden, damit sich hier keine Herpesviren befinden.

Erkrankte Kinder sollten zu Hause bleiben, um eine Verbreitung der Infektion auf andere Kinder in Kindergarten oder Schule zu vermeiden.

Die meisten Menschen tragen das Virus in sich und können es, auch ohne dass Sie an einer Herpes-Erkrankung leiden das Virus ausscheiden und somit anderen anstecken. Letztendlich gibt es keine Möglichkeit ein Kind dauerhaft von einer Infektion mit dem HSV 1 zu schützen. Je später im Leben allerdings der Erstkontakt stattfindet, um so risikoloser verläuft die Infektion

Eine Impfung gegen das Virus gibt es nicht.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Mundfäule

  • auf Hygiene achten
  • Sauger und Schnuller von Babys und Kleinkindern nicht ablecken
  • Brustwarzen vor dem Stillen reinigen
  • Schmutzflecken von Kindern im Gesicht nicht mit Spucke entfernen
  • Jeder nutzt sein eigenes Taschentuch. Nicht die Nase des Kindes mit einem gebrauchten Tuch reinigen
  • nicht das selbe Besteck und Trinkgefäß bei den Mahlzeiten nutzen
  • erkrankte Kinder zu Hause lassen
  • eigenes Handtuch verwenden
  • engen Körperkontakt mit an Herpes erkrankten Menschen meiden

Prognose zur Heilung

Die Mundfäule verläuft im allgemeinen recht problemlos und heilt nach rund zwei bis drei Wochen komplett ab. Es ist zwar für alle Beteiligten eine sehr unangenehme und oft auch anstrengende Krankheit aber Folgeschäden sind normalerweise nicht zu erwarten. Positiv ist, dass, wer einmal an Mundfäule erkrankt ist, sein Leben lang dagegen immun ist. Ein Kind erkrankt also nicht zweimal an Mundfäule.

Nur in seltenen Fällen, bei z.B. schon vorher geschwächtem Immunsystem oder bei Neugeborenen kann eine Mundfäule zu Komplikationen und Folgeerkrankungen an anderen Organen führen. Da Mundfäule selbst nur selten auftritt, sind eventuelle negativen Folgen der Krankheit noch weit seltener.

Trotz der sehr guten Heilungschancen gibt es leider keine vollständige Heilung von dem Virus. Wer einmal den Herpesvirus im Körper hat, wird ihn leider auch nicht mehr los.

In Stress-Situationen oder bei geschwächtem Immunsystem, z.B. nach einem grippalen Infekt kann der Herpesvirus immer wieder als Lippenherpes auftreten.

Genital-, Lippenherpes und Aphthen
Der Herpesvirus, der für die Mundfäule verantwortlich ist, ist der gleiche, der auch Lippenherpes verursacht. Bei manchen Menschen können die Herpesbläschen auch an anderen Stellen des Körpers auftreten. Häufig ist hier auch der Genitalbereich betroffen.

Umgekehrt führen diese beiden Herpes-Erkrankungen im Akutfall zur Mundfäule beim Kleinkind.

Herpesbefall im Genitalbereich
Dieser ist für Schwangere besonders problematisch, da der Virus auf das Ungeborene übertragen werden kann und somit zu Fehlbildungen des Ungeborenen oder gar zu einer Fehlgeburt führen kann.

Unter der Geburt kann ein Genitalherpes auf das Neugeborene übertragen werden und zu einer Blutvergiftung führen. Diese Form der Infektion tritt allerdings nur sehr selten auf.

Der weit verbreitete Lippenherpes hat sich bei fast allen Erwachsenen eingenistet und Untersuchungen ergaben, dass auch 80% der Kinder bis zu ihrem zweiten Geburtstag mit diesem Erreger infiziert werden. Der Lippenherpes zeigt sich meist durch schmerzhafte Bläschen an den Lippen. Oftmals verspüren Betroffene schon vor Ausbruch der Bläschen ein Spannungsgefühl in diesem Bereich. Wer einmal Lippenherpes hatte, bekommt diesen bei Auftreten bestimmter Umstände (Krankheit, Stress, …) immer wieder.

Aphthen
Vorausgehend wurde auch schon mehrfach der Begriff Aphthen verwendet. Bei den Aphthen, die immer wieder einmal als kleine Bläschen auf der Mundschleimhaut und Zahnfleisch vorkommen, handelt es sich nicht um Herpesbläschen. Sie erinnern zwar aufgrund Ihres Aussehens an Herpesbläschen, haben aber mit der zur Mundfäule führenden Herpesinfektion nichts gemein.

Aphthen treten nur vereinzelt oder in kleinen Gruppen auf. Sie zeigen sich als kleine, stecknadelkopfgroße, mit Flüssigkeit gefüllte Bläschen, deren Rand oftmals entzündlich rot ist. Was genau Ursache für die Entstehung von Aphthen ist, ist bislang nicht bekannt. Aphten sind für den Betroffenen zwar sehr schmerzhaft und unangenehm, aber sie sind ansonsten harmlos und nicht ansteckend.

Alternative Behandlungsmethoden

Zur oben genannte schulmedizinischen Behandlung mit schmerzlindernden und fiebersenkenden Medikamenten gibt es verschieden alternative Heilmethoden, die je nach schwere der Erkrankung gute Linderung der Symptome schaffen.

Hausmittel

ein gut bewährtes Hausmittel bei Mundfäule sind Aufgüsse aus Kamille. Diese vor Anwendung abkühlen lassen, damit die Spülung des Mundraumes nicht durch die Wärme unnötig gereizt wird. Der Kamillenaufguss kann auch einfach getrunken werden oder wird nach der Mundspülung ausgespuckt. Aber gerade Kindern fällt das Ausspucken oftmals schwer. Ein kalter Aufguss kühlt außerdem den Mundraum und wirkt somit zusätzlich schmerzlindernd auf die entzündenden Schleimhäute.

Generell sind alle kalten Getränke und Speisen (Joghurt, Eis, usw.) hilfreich bei Mundfäule, um die Schmerzen zu lindern.

Vermieden werden sollte alles, was zu weiteren Reizungen der Entzündungen führen würde. Also heiße Speisen und Getränke, trockene Lebensmittel, scharf gewürzte Speisen, saure und salzige Lebensmittel.

Heilkräuter und Heilpflanzen

Auch können verschiedene Heilkräuter und Heilpflanzen in Form von Tinkturen oder Tees Linderung bei Mundfäule bringen. Hier am besten in Rücksprache mit einem Heilpraktiker die richtige Auswahl treffen.
Schwedenbitter oder auch Schwedenkraut genannt ist ein vielseitige Heilmittel.

Als Tinktur werden Schwedenkräuter in Wasser verdünnt eingenommen und soll so bei Entzündungen und Schmerzen helfen.

Ebenfalls entzündungshemmend wirkt das von Bienen hergestellte Propolis. Dieser Kitharz aus dem Bienenstock wirkt auch als Mittel zur Immunsteigerung. Es kann als Bonbon oder verdünnte Tinktur eingenommen werden.

Der für seine anregende Wirkung bekannte Teepilz Kombucha kann ebenfalls als Heilmittel bei Mundfäule positive Wirkung zeigen.
Bei schlecht heilenden Wunden hat sich auch Tee oder Tinktur aus Eiche (Eicheln, Rinde) bewährt, da auch diese entzündungshemmende Wirkung haben.

Tees und Mundspülungen aus Kamille wirken beruhigend und schmerzlindernd und sind auch gut für Kinder geeignet.

Ein gutes Mittel gegen Herpes allgemein ist Melisse als Tee oder Tinktur angewendet.

Wer öfter unter Zahnschmerzen leidet hat sicherlich auch schon davon gehört, das Nelken dagegen helfen. Die adstringierende Wirkung der Nelke wirkt sich als Tee oder Tinktur auch schmerzlindernd auf die Entzündungen bei Mundfäule aus.

Salbei als Mundspülung ist bekannt wenn man unter Halsentzündungen leidet und hat sich daher auch gut bei Mundfäule bewährt, da es eine lindernde Wirkung auf die Herpesbläschen im Mund hat.

Thymian wirkt ebenfalls schmerzstillend und kann als Tee oder Tinktur angewendet werden.

Übersicht über Heilkräuter und Heilpflanzen bei Mundfäule

  • Schwedenkräuter (innerlich und äußerlich gegen Schmerzen und Entzündungen)
  • Propolis (innerlich und äußerlich angewendet gegen Krankheitserreger aller Art)
  • Kombucha (wirkt blutreinigend)
  • Eiche (antibakteriell, entzündungshemmend)
  • Kamille (hilft bei Wunden und Entzündungen)
  • Melisse (beruhigende Wirkung)
  • Nelkenwurz (antibakteriell)

Das Einatmen von ätherischen Ölen kann sich ebenfalls positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Diese wirken meist beruhigend und antibakteriell. Hier finden insbesondere die ätherischen öle folgender Kräuter Anwendung.

  • Melisse (beruhigend, antibakteriell)
  • Salbei (antibakteriell)
  • Thymian (entzündungshemmend)

Homöopathie

Auch mit homöopatischen Mitteln lässt sich die Mundfäule häufig gut behandeln. Bei der Auswahl des richtigen Mittels ist allerdings immer die Gesamtkonstitution des Kindes zu berücksichtigen. Eine Beratung durch einen Homöopathen ist daher sinnvoll.

Wirkt ein Kind mit Mundfäule kraftlos und schlapp, kann Ammonium chloratum hier als Mittel eingesetzt werden. Zumal Ammonium chloratum auch angesagt ist bei Halsschmerzen und Entzündungen des Zahnfleisches. Ammonium chloratum ist ein eher selten eingesetztes Mittel und wird sich daher nicht unbedingt in der homöopathischen Hausapotheke befinden.

Bei Aphthen und Entzündungen im Mund hat sich auch Borax veneta bewährt. Dieses Mittel wird in der Homöopathie häufiger eingesetzt. Symptomatisch für Borax ist, dass das Zahnfleisch des Kindes geschwollen und dunkelrot ist. Es befinden sich viele eventuell leicht blutende Aphthen im Mund des Kindes. Vom Wesen her sind die Kinder eher ängstlich und geräuschempfindlich, das Kind möchte getragen werden und auf keinen Fall hingelegt werden.

Als weitere Möglichkeit gibt es Arsenicum album. Ist das Kind sehr anhänglich und will viel kaltes Wasser trinken, kann dieses Mittel angesagt sein. Der Atem riecht unangenehm und auf der Zunge kann sich mittig ein roter Streifen befinden.

Ist ein Kind mit Mundfäule, trotz vieler blutender Aphthen eher ruhig und will alleine gelassen werden, kann Muriaticum acidum hier als homöopathisches Mittel eingesetzt werden. Das Kind leidet unter großer Schwäche und möchte eher nicht berührt werden.

Da es sich bei der Mundfäule um eine Herpesinfektion handelt, die häufig bei geschwächtem Immunsystem als Krankheit ausbricht, kann eine grundsätzliche Konstitutionsbehandlung des Kindes auf homöopathischer Basis sinnvoll sein.

Homöopathische Mittel bei Mundfäule von Kindern

  • Borax
  • Arsenicum Album
  • Muriaticum acidum
  • Ammonium chloratum

Die Globuli werden entweder direkt in den Mund des Kindes gegeben, damit der Wirkstoff bereits von der Schleimhaut im Mund aufgenommen werden kann.

Für kleinere Kinder und Säuglinge können die Globuli auch in Wasser aufgelöst und dann mit einen Plastiklöffel verabreicht werden

Schüsslersalze

Im Bereich der Therapie mit Schüssler-Salzen ist Mundfäule eine Krankheit des Verdauungssystems.

Daher findet mit erster Priorität das Schüssler Salz Nr 5 (Kalium phosphoricum) Anwendung. Es wird innerlich angewendet und wirkt auf die Nerven und fiebersenkend.

Das Schüssler Salz Nr. 4 (Kalium chloratum) kann ebenfalls bei Mundfäule eingesetzt werden, da es als Entgiftungsmittel dient und Kalium Chloratum für die Funktion der Nerven wichtig ist.

Positiv auf die Beschaffenheit der Schleimhäute wirkt sich Natrium chloratum, also Schüssler Salz Nr. 8, aus. Es unterstützt die Zellneubildung und wirkt ebenfalls positiv auf die Nerrven.

Bei Mundfäule haben sich je nach Farbe und Art des Belages im Mund folgende Schüsslersalze bewährt

  • Schüßler Salz Nr. 4 (Kalium chloratum) D6: bei weißem oder weißgrauem Belag
  • Schüßler Salz Nr. 5 (Kalium phosphoricum) D6: bei Belägen mit hellrotem Rand
  • Schüßler Salz Nr. 8 (Natrium chloratum) D6: bei Bläschen in den Mundwinkeln, Zunge nicht belegt

Je nach Alter und Größe des Kindes werden 3 mal täglich 1/2 bis 2 Tabletten im Mund langsam zergehen lassen.

Diät und Ernährung

Sobald die Mundfäule auftritt, wird der Patient aufgrund der Schmerzen im Mund, die Nahrungsaufnahme und auch das Trinken meist verweigern. Es ist daher wichtig während der Krankheit die Flüssigkeits- und Kalorienzufuhr zu beachten.

Kühlend und somit schmerzlindernd wirken alle kalten Speise und Getränke. Diese sollten allerdings mild im Geschmack sein, da auch Gewürze die entzündeten Schleimhäute reizen. Besonders gut eignen sich hier Joghurt, gekühlter Pudding und Milch. Eventuell kann auch Speiseeis bei Kindern die Lust auf Essen erhöhen und die kühlende Wirkung auf die Schwellungen ist für die Kinder ebenfalls angenehm und erleichtern die Nahrungsaufnahme.

Gekochter Reis, weich gekochte Nudeln ohne Tomatensoße, Brei und milde Suppen sind als Nahrungsmittel bei Mundfäule ebenfalls gut geeignet.

Zum Trinken empfehlen sich alle gekühlten Getränke. Besonders geeignet ist gekühlter Kamillentee, zumal die Kamille auch noch beruhigend auf die gereizte Schleimhaut im Mund wirkt. Stark gesüßte Getränke und Obstsäfte sind eher ungeeignet, da diese die entzündete Schleimhaut zusätzlich reizen.

Trinken bei Mundfäule ist sehr wichtig, da insbesondere kleine Kinder aufgrund der Schmerzen das Trinken oft verweigern und es schnell zur Dehydrierung kommt

Auf jeden Fall vermeiden sollte man alle Speisen und Getränke, die heiß sind, scharf oder salzig gewürzt sind oder von Ihrer Beschaffenheit hart und trocken sind, wie Knäckebrot oder Kekse. Auch stark gezuckerte oder saure Getränke (Limo, Obstsäfte) und Speisen (Obst)sind Lebensmittel, die die entzündeten Stellen im Mundraum weiter reizen.

Empfehlenswerte Lebensmittel bei Mundfäule

  • Kamillentee
  • gekühlte Milchprodukte (Joghurt, Pudding, Eis)
  • weiche Nudeln ohne Soße
  • gekochter Reis
  • milde Suppe
  • Milch- und Gemüsebreie

Lebensmittel, die vermieden werden sollten

  • heiße Nahrungsmittel
  • scharf gewürzte Speisen
  • salzige Speisen
  • saure Speisen und Getränke
  • stark gezuckerte Speisen und Getränke
  • trockene Lebensmittel (Kekse, Knäckebrot)
  • Obstsaft
  • saure Füchte

FAQ – Fragen und Antworten

Woran erkenne ich Mundfäule?

Verweigert Ihr Kind die Nahrungsaufnahme oder schreit beim Essen und Trinken kann ein Blick in den Mund eventuell Gewissheit über Mundfäule geben. Stark geschwollenes, druckempfindliches Zahnfleisch mit Bläschen und faulig riechender Mundgeruch sind Hinweise auf Mundfäule.

Leidet das Kind noch unter Fieber, ist die Wahrscheinlichkeit der Mundfäule sehr hoch.

Kann mein Kind mit Mundfäule in den Kindergarten / Schule?

Ein an Mundfäule erkranktes Kind sollte am besten zu Hause bleiben. In den meisten Fällen wird es auch aufgrund des Fiebers und der Schmerzen auch nicht in der Lage sein eine Kita oder Schule zu besuchen.

Außerdem ist die Flüssigkeit aus den Bläschen im Mund hoch ansteckend und es besteht die Gefahr, dass ein erkranktes Kind andere Kinder infiziert. Zum Schutz der anderen Kinder sollte also der Kontakt mit anderen Kindern gemieden werden. Schulen und Kitas werden kranke Kinder meist auch erst nach Abheilen der Entzündungen und eventuell nur mit ärztlichem Attest wieder aufnehmen.

Was hilft gegen die Schmerzen im Mund?

Um dem kleinen Patienten die Schmerzen etwas zu lindern, hilft zunächst alles was kühlt. Gerne also mal das Kind mit kaltem Pudding oder Eis verwöhnen, wenn es das essen möchte. Wichtig ist auch, dass das Kind trinkt.

Gekühlter Kamillentee wirkt noch zusätzlich beruhigend auf die entzündeten Stellen. Eventuell kann der Arzt Sprays, Gels oder Tinkturen mit schmerzlindernder Wirkung verschreiben. Fiebersenkende und schmerzlindernde Mittel mit Ibuprofen oder Paracetamol können ebenfalls für Linderung sorgen.

Wie kann ich eine Infizierung mit Herpes-Viren verhindern?

Falls jemand in der Familie an Lippenherpes erkrankt ist, sollte auf besondere Hygiene geachtet werden. Es sollten keine gleichen Besteckteile und Trinkgefäße benutzt werden. Babys und Kleinkinder sollten nur ihr eigenes Handtuch verwenden. Eine stillende Mutter mit Herpes kann problemlos weiter stillen, sofern sich keine Herpesbläschen auf der Brust befinden. Die Brust dann vorher gründlich reinigen. Das Küssen des Kindes während der Dauer der Bläschenbildung sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Da allerdings die meisten Menschen den Herpesvirus in sich tragen, ist die Wahrscheinlichkeit sich im Laufe des Lebens mit dem Virus zu infizieren ziemlich hoch. Allerdings ist der Anteil der Kinder, die nach dem ersten Kontakt mit Herpes-Viren an Mundfäule erkranken recht gering.

Wie oft kann man Mundfäule bekommen?

Das ist das einzig Positive an dieser Krankheit. An der klassischen Mundfäule, ausgelöst durch den Erstkontakt mit dem Herpes-Virus, mit den starken Entzündungen im Mundraum und der Bläschenbildung auf den Mundschleimhäuten und Zahnfleisch, erkrankt ein Kind nur einmal im Leben.

Es gibt allerdings Krankheiten im Mundraum, die ähnliche Symptome wie Mundfäule hervorrufen.
Ein Kind, das einmal an Mundfäule erkrankt war, wird später eher an den klassischen Lippenbläschen erkranken, wenn der Herpesvirus bei geschwächtem Immunsystem mal wieder ausbricht.

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