Angina

Steckbrief: Angina

  • Name(n): Angina
  • Art der Krankheit: Beklemmung
  • Verbreitung: Weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: Seit jeher bekannt
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Diverse Faktoren
  • Wieviele Erkrankte: Rund 300.000 jährlich
  • Welhen Facharzt sollte man aufsuchen: Hautarzt; Internist; Kardiologe; HNO
  • ICD-10 Code(s): J03; J03.0; J03.8; J03.9; J35.0; A69; A69.1; I20; I20.0; I20.1; I20.8; I20.9; K55.1

Gefahr durch Beklemmung

Wenn das Herz schmerzt, es im Rachen eng wird oder häufig Bauchschmerzen auftreten, kann es sich in allen Fällen um das Krankheitsbild Angina handeln.

In der Medizin als Definition für eine allgemeine Beklemmung verwendet, beschreibt der Begriff Angina verschiedene Krankheitsbilder, bei denen die Ursache eine Enge im Körper ist.

Sowohl Rachen, Bauch, Darm als auch das Herz können von einer Angina betroffen sein. Von starken Schmerzen, über ein Brennen bis hin zu Fieber hat die Krankheit viele Symptome. Nicht immer ist es ernst, dennoch ist eine ärztliche Untersuchung in allen Fällen ratsam.

Definition von Angina

Angina steht als Überbegriff für eine Beklemmung im Körper. Dies schließt eine Verengung des Rachens sowie verschiedener Gefäße ein. Die herkömmlichen Beschwerden zeigen sich durch eine Entzündung, Fieber und Schmerzen.

Zudem tritt die Angina vermehrt als Begleiterscheinung von Infektionskrankheiten auf. Bereits Grippeviren können zu einer Entzündung der Mandeln führen und damit eine Angina auslösen.

Weiterhin ist es möglich, dass eine Angina zu einer weiteren führt, sofern keine ausreichende Behandlung stattfindet.

Die Einnahme von Medikamenten ist demnach bei bestimmten Angina-Typen ratsam. Auch eine Operation, meist bei einer Angina am Herzen, kann nötig sein, um die Beschwerden und die Krankheit selbst zu kurieren.


Was ist Angina?

Wenn von einer Angina die Rede ist, ist dabei keine einzelne Krankheit gemeint, sondern viel mehr eine Reihe verschiedener Krankheitsbilder, die jedoch alle eine ähnliche Ursache haben. Das Wort Angina kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt Beklemmung. Auch in der Medizin wird der Begriff für eine auftauchende Beklemmung jeglicher Art verwendet.

Die häufigsten Arten einer Angina machen sich im Rachenbereich und im Herzen bemerkbar. So führen beispielsweise Viren dazu, dass sich die Mandeln entzünden. Durch ein Anschwellen der Organe entsteht eine Enge im Rachen, was als Angina diagnostiziert wird. Eine ähnliche Erscheinung tritt bei der Angina pectoris auf. Hier entsteht die Verengung in den zum Herzen führenden Blutgefäßen.

Insgesamt unterscheidet man sechs verschiedene Angina-Typen, von denen einige, je nach Stadium und dem Wohlbefinden der Person, lebensbedrohlich sein können. Der Gang zum Arzt ist demnach nicht zwingend notwendig, jedoch ratsam.

Das Gefährliche einer Angina ist meist, dass sie chronisch werden kann. Patienten leiden in solch einem Fall sogar mehrere Jahre unter der Krankheit und sind auf eine ständige Einnahme von Medikamenten angewiesen. Eine OP kann hier zwar helfen, ist jedoch wie bei jeder anderen OP auch immer mit einigen Risiken verbunden.

Zudem kann eine Angina auch zu weiteren Beschwerden und Krankheiten führen. In einer Großzahl der Fälle tritt diese Krankheit schleichend als Nebenbeschwerde auf und wird zunächst nicht als Angina erkannt. Meist erst später, wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist, zeigen sich ernstere Symptome. Generell sind vorbeugende Maßnahmen sowie eine sofortige Behandlung anderer Leiden zu empfehlen, damit es erst gar nicht zur Entstehung einer Angina kommt.


Welche Angina Typen gibt es?

Man unterscheidet insgesamt sechs Formen einer Angina, die jeweils unterschiedliche Ausprägungen besitzen und dementsprechend unterschiedlich behandelt werden.


Angina pectoris

Bei der Angina pectoris handelt es sich um eine der koronaren Herzkrankheiten. Bei dieser Form tritt die Enge im Brustbereich auf und zeigt damit ähnliche Symptome wie bei einem Herzinfarkt. Der Unterschied hierbei liegt jedoch in der Häufigkeit der Beschwerden. So tritt eine Angina nur für einen kurzen Moment auf, eine ärztliche Untersuchung ist dennoch ratsam.

Eine Angina pectoris lässt sich in drei Kategorien unterteilen:

Die stabile Form
Die stabile Angina pectoris zeichnet sich durch nur geringe Beschwerden aus, die zudem immer unter denselben Umständen auftreten. Weiterhin unterteilt sich diese Form in mehreren Stadien, bei denen die Beschwerden entweder bereits bei leichter körperlicher Tätigkeit oder erst bei schwerer auftreten.

Die instabile Form
Die zweite Kategorie der Angina pectoris ist instabil. Die Instabilität ist damit zu erklären, dass sich der Zeitpunkt und der Grund der Beschwerden verändern. So kann eine instabile Angina pectoris zunächst nur bei schwerer körperlicher Betätigung auftreten und nach einer Zeit bereits bei der geringsten Bewegung oder direkt nach dem Aufstehen. Da es bei dieser Form ein rund 25-%-Risiko eines Herzinfarktes gibt, ist die Behandlung in den meisten Fällen stationär.

Die variable Form
Die letzte Kategorie ist die variable Angina pectoris. Hierbei treten unkontrollierbare Krämpfe der Muskelfasern auf, die auch zu einer Hohlraum-Vereengung führen können. Stress sowie Tabakkonsum sind die häufigste Ursache. Die Symptome können bei dieser Form selbst im Schlaf auftreten und führen dadurch mit der Zeit zu Herzrhythmusstörungen.

Ursachen einer Angina pectoris
Die Ursache bei dieser Form der Angina sind Verengungen der Herzkranzgefäße, die zur Störung der Durchblutung führen, wodurch der Körper und besonders das Herz mit zu wenig Sauerstoff versorgt werden. Eine Angina pectoris kann sowohl durch Stress, Bluthochdruck, in Folge von Übergewicht, Rauchen, Diabetes als auch durch eine Arteriosklerose ausgelöst werden.

Anzeichen einer Angina pectoris

Behandlung
Wenn die Ursachen einer Angina pectoris auftreten, ist der Gang zum Arzt ratsam, da die Wahrscheinlichkeit eines Herzinfarkts besonders hoch ist. Zudem sollte selbstständig mit einer Abstinenz zu Zigaretten, Alkohol und fettigem Essen gehandelt werden. Auch die Vermeidung von Stress ist wichtig. Bei sehr starken Beschwerden sollte der Körper in eine Ruheposition gebracht und für einen stabilen Kreislauf gesorgt werden.

Der Arzt wird den Patienten mittels einer Nasensonde mit zusätzlichem Sauerstoff versorgen sowie die Atmungs- und Blutdruckfunktion regelmäßig überprüfen. Auch die zusätzliche Verordnung von Medikamenten für die Schmerzen sowie zur Senkung des Bluthochdrucks gehört zur Standartbehandlung.

Vorbeugende Maßnahmen
Wer zum Kreis der sogenannten Risikopatienten gehört, der sollte regelmäßig zu einer ärztlichen Untersuchung gehen. Besonders bei bestehendem Übergewicht, Bluthochdruck sowie anderen Herzkrankheiten, ist das Risiko einer Angina pectoris groß. Auch bei Menschen mit beruflichem sowie privatem Stress ist ein gesunder Lebensstil zu empfehlen.


Angina tonsillaris

Bei der Angina tonsillaris besteht eine Entzündung der Gaumenmandeln. Bei dieser Form der Angina treten neben Schmerzen im Rachenbereich zudem Schluckbeschwerden auf. Eine ärztliche Behandlung ist unbedingt nötig, da sich die Krankheit sonst weiter im Körper ausbreiten kann.

Ursachen einer Angina tonsillaris
Für eine Angina tonsillaris sind schlicht Bakterien, sogenannte Streptokokken, verantwortlich, die sowohl im Darm als auch auf der Haut des Menschen zu finden sind. Die Ansteckungsgefahr ist besonders groß, da die Bakterien bereits durch Husten oder Niesen in die Luft geschleudert und beim Einatmen sofort aufgenommen werden. Eine weitere Übertragungsform ist mittels Berührungen von Türgriffen oder Geländern. Da die Streptokokken zwar resistent aber nicht besonders stark sind, genügen meist gute Abwehrkräfte, um sich vor einer Infektion zu schützen. Dennoch können Stress sowie Schlafmangel bereits ausreichen, um das Immunsystem zu schwächen.

In einigen Fällen kann es auch zu einer chronischen Angina tonsillaris kommen. Diese geht mit einer konstanten Schwellung der Mandeln einher sowie einem ständig geschwächten Immunsystem. Demnach ist auch die Wahrscheinlichkeit weiterer Erkrankungen groß.

Anzeichen einer Angina tonsillaris

Behandlung
Bei einer Angina tonsillaris kommt es zunächst zu Schluckbeschwerden und im weiteren Verlauf zu stärken Schmerzen aufgrund geschwollener Mandeln und Lymphknoten. Die Gefahr einer Abszessbildung und Fieber ist groß. Zudem kann es besonders bei Kindern zum häufigen Verschlucken kommen. Damit sich die Krankheitserreger nicht weiter im Körper ausbreiten und in die Blutbahn geraten und dort das Herz angreifen, ist ein Gang zum Arzt unbedingt notwendig.

Dieser wird den Patienten dahin gehend untersuchen, ob es sich um eine Angina handelt und ob diese akut oder nur bereits fortgeschritten ist. Dabei wird ein Abstrich im Rachen vorgenommen, um die Anzahl der Bakterien herauszufinden. Bei einer geringen Ausbreitung können Pastillen, eine Mund- und Rachenspülung sowie ein spezielles Spray ausreichen. Gegen Schmerzen können feuchte Wickel helfen. Im fortgeschrittenen Stadion ist die Zugabe von Antibiotika notwendig, um die weitere Verbreitung der Streptokokken zu verhindern. Zudem sollte viel geschlafen und getrunken werden, um den Körper zu erholen und körpereigenen Abwehrkräfte aktiv zu halten und zu kräftigen.


Angina abdominalis

Bei der Angina abdominalis leiden Patienten unter einer Durchblutungsstörung des Darms. Diese ist meist schmerzhaft und tritt in Form von Krämpfen kurz nach der Nahrungsaufnahme auf. Da der Darm im Bauch lokalisiert ist, sind Schmerzen vermehrt in der Bauchregion zu verzeichnen.

Ursachen einer Angina abdominalis
Die Ursache ist eine Arteriosklerose. Diese sorgt dafür, dass die Blutgefäße verkalkt und dadurch verengt sind. Besonders nach dem Essen arbeitet der Darm auf Hochtouren und befördert die verdaute Nahrung in Richtung Ausscheidung und die Nährstoffe zur Leber. Für diesen Vorgang wird Sauerstoff und Blut benötigt. Sind die Gefäße nun verengt, kann nicht ausreichend Blut transportiert werden, eine Unterversorgung des Darms mit Sauerstoff ist die Folge und dies führt zu Schmerzen.

Anzeichen einer Angina abdominalis

Behandlung
Da die Symptome bei einer Angina abdominalis im Anfangsstadion gewöhnlichen Magen-Darm-Problemen gleichen, wird von den Betroffenen meist nichts unternommen. Im fortgeschrittenen Stadion jedoch, kann die Verkalkung der Blutgefäße die Darmwand beschädigen, was zu Funktionsstörungen führt. Mit der Zeit kann o zu Blut in den Kot geraten und selbst zu einem Herzinfarkt aufgrund einer schlechten Blutversorgung des Darms führen. Wer sich bei anbleibenden Beschwerden nicht schnellstmöglich zum Arzt begibt, kann zudem riskieren, dass der Darm so sehr geschädigt wird, dass er zerbricht und den kompletten Körper mit giftigen Substanzen belagert, was in den meisten Fällen zum Tod führt. Treten demnach nach dem Essen starke Bauchschmerzen auf, sollte sofort ein Arzt konsultiert werden.

Dieser wird eine genaue Untersuchung vornehmen, um andere Krankheiten ausschließen zu können. Ist eine Arteriosklerose die Ursache der Angina, zeigen sich zudem auch Schmerzen im restlichen Körper. Die Diagnose erfolgt dabei nach einer Blutabnahme sowie einer Herzkatheteruntersuchung, da dies auch die Ursache für Bauchschmerzen sein kann. In einem letzten Schritt gibt die Kontrastmitteluntersuchung Aufschluss darüber, in welchem Zustand sich die Blutgefäße befinden.

Dem Patienten werden zur Behandlung blutverdünnende Mittel verabreicht, um einen besseren Blutfluss zu gewährleisten und eine Verschließung der Gefäße zu verhindern. Bei akuten Fällen findet zudem eine Notoperation statt.

Vorbeugende Maßnahmen
Einer Arteriosklerose kann bereits durch den Verzicht von Zigaretten, Alkohol und fettigem Essen vorgebeugt werden. Auch die Vermeidung von Stress in Kombination mit einer regelmäßigen körperlichen Betätigung ist wichtig. Bei Personen mit bestehendem Bluthochdruck oder Diabetes stehen die Chancen an einer Arteriosklerose zu erkranken vergleichsweise hoch. Es ist deshalb wichtig, regelmäßigen zu einer ärztlichen Untersuchung zu gehen und verschriebene Medikamente nach Verordnung einzunehmen.


Angina Plaut-Vincenti

Die Angina Plaut-Vincenti kann als eine Unterart der Mandelentzündung angesehen werden, bei der eine Infektion zweier Bakterien vorhanden ist. Diese Form der Angina tritt nur selten auf und meist bei Jugendlichen.

Ursachen einer Angina Plaut-Vincenti
Anders als bei einer gewöhnlichen Mandelentzündung durch Streptokokken, werden Menschen nicht einfach mit der Angina Plaut-Vincenti angesteckt. Die Bakterien gelangen zwar bei Kontakt auf die Schleimhäute, jedoch ohne dem Körper zu schaden. Erst, wenn auch die zweite Bakterienart hinzustößt, entsteht die Angina. Eine unzureichende Mundhygiene, schlechten Ernährung sowie ein geschwächtes Abwehrsystem begünstigen die Verbreitung der Bakterien.

Anzeichen einer Angina Plaut-Vincenti

  • Mundgeruch
  • Belag auf der Zunge
  • Mandelentzündung
  • Schluckbeschwerden

Behandlung
Diese Angina-Form befällt meist nur eine Mandel, anders als die Angina tonsillaris, bei der beide Gaumenmandeln betroffen sind. Dennoch ist die Entzündung der Mandel sehr massiv und geht oft mit einem Geschwür einher. Zudem ist der Geruch der entzündeten Mandel besonders stark, was an dem grünlichen Belag liegt. In manchen Fällen können auch Blutungen entstehen. Wird nicht schnell gehandelt, können sich die Bakterien in der gesamten Mundhöhle ausbreiten und sogar zu Zahnausfall führen und das Zahnfleisch angreifen. In manchen Fällen kann die Angina Plaut-Vincenti auch chronisch werden und für Folgeerkrankungen im Körper sorgen. Selbst Knochen können dabei zerstört werden.

Sollten die Beschwerden somit stärker werden, ist der Gang zum Arzt zu empfehlen. Dieser untersucht den Rachen und die Mundhöhle, um andere Krankheiten oder Tumore auszuschließen. Neben Sprays und Mund- und Rachenspülungen werden dem Patienten auch Antibiotika verschrieben. Nur in sehr bösartigen Fällen werden die Mandeln entfernt.

Vorbeugende Maßnahmen
Um einer Angina Plaut-Vincenti vorzubeugen, ist eine regelmäßige und gründliche Zahn- und Mundreinigung wichtig. Zudem sollten auch kleinere Erkältungen oder Entzündungen im Rachenbereich ernst genommen und sofort behandelt werden. Auch regelmäßiges Trinken wirkt einem trockenen Mund und einer Verbreitung von Bakterien entgegen.


Seitenstrangangina

Eine Seitenstrangangina ist eine spezielle Form der Rachenentzündung. Da die Seitenstränge, die Lymphbahnen, die sich seitlich an der Rachenwand befinden, nah an der Eustachi-Röhre liegen, sind neben geschwollenen Lymphknoten auch Ohrenschmerzen eine Begleiterscheinung.

Ursachen einer Seitenstrangangina
Eine der häufigsten Ursachen einer Seitenstrangangina sind der fehlende Schutz durch die Mandeln. Somit leiden besonders Menschen, deren Mandeln operativ entfernt worden sind unter dieser Form der Angina. Zunächst kämpfen die Patienten nur mit einem leichten Schnupfen auf den dann eine Entzündung im Rachen folgt und oft mit Husten einhergeht. Daraufhin lagern sich Bakterien an den Seitenstränge an und führen zur Angina.

Anzeichen einer Seitenstrangangina

  • Halsschmerzen
  • Schluckbeschwerden
  • Schwellung der Lymphknoten
  • Fieber
  • Kopf- und Gliederschmerzen

Behandlung
Der Arzt wird zunächst den Rachenbereich als auch die Ohren untersuchen. Mittels eines Abstriches wird die Anzahl der Krankheitserreger festgestellt. Ein Otoskop bietet dem Arzt einen Einblick in das Ohr, um zu sehen, ob sich die Bakterien dort ausgebreitet haben. Sollte dies der Fall sein, wird meist eine Mittelohrentzündung diagnostiziert.

Bei einer leichten Angina hilft die Einnahme von Antibiotika. Zudem sorgen Nasentropfen oder -sprays sowie eine Mund- und Rachenspülung für ein besseres Durchatmen und eine Desinfektion des Rachenbereichs. Weiterhin wird dem Patienten auch Bettruhe verordnet, damit sich das Immunsystem stärken kann. Auch Halswickel können zur Schmerzlinderung eingesetzt werden und verhindert zudem Fieber.

Vorbeugende Maßnahmen
Einer Seitenstrangangina kann nur schwer vorgebeugt werden, da sich die Ausbreitung der Bakterien im Rachenraum kaum verhindern lässt. Sollten jedoch bereits leichte Halsbeschwerden auftreten, empfiehlt es sich viel zu trinken und den Körper ruhig zu halten. Zudem kann eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung für starke Abwehrkräfte sorgen. Um die Verbreitung der Bakterien gering zu halten ist auch eine gründliche Körperhygiene und besonders Mundhygiene wichtig.


Herpangina

Es handelt sich bei der Herpangina um eine Infektionskrankheit, von der meist Kleinkinder und Babys betroffen sind. Dabei findet eine Infektion des Halses und Gaumens statt, die meist ungefährlich ist. Die Ausbreitung geschieht über die Luft und ist sowohl während der Herbst- als auch Sommermonate am wahrscheinlichsten. In seltenen Fällen können neben entzündeter Schleimhäute auch Fieber und stärkere Schmerzen auftreten.

Ursachen einer Herpangina
Bei einer Herpangina sind der Rachen und die Mundhöhle mit den sogenannten Coxackie-Viren infiziert worden. Aufgrund der Übertragung mittels Schmier- und Tröpfcheninfektion, ist das Ansteckrisiko erhöht. Auch die Ansteckung über den Stuhl kleiner Kinder und Babys, die an der Angina erkrankt sind, ist möglich.

Anzeichen einer Herpangina

  • Schwellung der Mund- und Rachenschleimhäute
  • Rote Bläschen
  • Schluckbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Übelkeit
  • Trägheit

Behandlung
Da die Symptome einer Herpangina auch auf andere Krankheiten passen, ist eine ärztliche Untersuchung nötig, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Generell ist die Erkrankung ungefährlich und heilt meist selbstständig nach ein bis zwei Wochen ab. Bei geringen Schmerzen und Schluckbeschwerden helfen feuchte Wickel. Zudem sollte den Kindern viel Flüssigkeit gegeben werden. Treten ernstere Beschwerden wie Fieber auf, können fiebersenkende Medikamente helfen. Auch Lutschtabletten sowie leichte Mundspülungen sorgen für eine schnelle Linderung der Beschwerden. Weiterhin ist viel Bettruhe sowie eine ausgewogene Ernährung wichtig. Um die entzündeten Schleimhäute zu beruhigen ist weiche Nahrung zu empfehlen.

Vorbeugende Maßnahmen
Um einer Herpangina vorzubeugen, sollte kein Kontakt zu infizierten Babys und Kindern gehalten werden. Zudem ist auch bei Kleinkindern auf eine gründliche Mundhygiene zu achten, um das Ansteckungsrisiko gering zu halten.


Welche Ursachen gibt es?

Da es mehrere Formen einer Angina gibt, unterscheiden sich auch die Ursachen. Dennoch zeigt sich, dass es bei jeder Form einen ähnlichen Ablauf von der Ansteckung mittels Bakterien bis zum Ausbruch der Krankheit gibt.

Angina pectoris
Hier zeigt sich, dass die Verengung der Herzkranzgefäße direkt von einer Durchblutungsstörung kommen. Das Resultat ist dabei eine Unterversorgung des Herzens bzw. des Herzmuskels mit Sauerstoff. Eine Durchblutungsstörung kann dabei verschiedene Gründe haben. Meist jedoch sind Übergewicht mit Bluthochdruck, Diabetes, Stress und ein Zigarettenkonsum schuld.

Angina tonsillaris
Bei dieser Form sind ausschließlich Bakterien die Ursache. Da die Übertragung besonders einfach über die Luft sowie den Kontakt entsteht, kann der Grund der Ansteckung meist nicht genau geklärt werden.

Angina abdominalis
Bei einer Angina pectoris liegt die Ursache an einer Verkalkung des Darms durch Arteriosklerose. Dabei entsteht eine Unterversorgung des Darms mit Blut und Sauerstoff.

Angina Plaut-Vincenti
Diese Angina-Form wird durch Bakterien in Mund und Rachen verursacht. Dort lösen diese eine Mandelentzündung aus. Der Grund für die Bakterien ist meist eine unzureichende Hygiene sowie eine schlechte bzw. falsche Ernährung. Bei einer Ansteckung ist ein geschwächtes Immunsystem die Ursache.

Seitenstrangangina
Die häufigste Ursache bei einer Seitenstrangangina sind fehlende Mandeln, die normalerweise als Schutzfunktion dienen. Ohne sie gelangen Bakterien ungehindert in den Rachenbereich und lösen dort Entzündungen aus. Neben den Seitensträngen findet auch eine Beschädigung der Schleimhäute statt.

Herpangina
Die Ursachen bei einer Herpangina sind die Coxackie-Viren. Diese sorgen im Rachenbereich für eine Infektion. Grund für das Auftreten sind entweder eine ungenügende Mundhygiene oder eine simple Ansteckung.

Zusammenfassung aller Ursachen einer Angina

  • Durchblutungsstörung
  • Unterversorgung der Gefäße mit Sauerstoff
  • Unterversorgung von Organen mit Blut
  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Stress
  • Zigarettenkonsum
  • Bakterielle Infektion
  • Verkalkung des Darms
  • Arteriosklerose
  • geschwächtes Immunsystem
  • unzureichende Mundhygiene
  • falsche Ernährung
  • fehlende Mandeln
  • Vireninfektion

Symptome & Anzeichen

Die Symptome und Anzeichen sind bei den verschiedenen Formen der Angina besonders vielseitig und ähneln sich untereinander sowie den Symptomen anderer Krankheitsbilder stark. So können bestimme Symptome sowohl auf ernstere als auch harmlosere Beschwerden hindeuten. Eine genaue Diagnose kann hier nur ein Arzt stellen. Bei einigen Formen sind die Anzeichen zwar direkt zu Beginn des Krankheitsausbruchs zu erkennen, jedoch meist so harmlos, dass sie kaum wahrgenommen werden, wie beispielsweise ein simpler Schnupfen oder leichte Schluckbeschwerden. Manche Formen zeigen im Anfangsstadion gar keine Symptome und werden demnach nicht bemerkt. Hier kann der Patient wochenlang bereits unter einer Angina leiden und bemerkt dies erst, wenn es ernst wird.

Angina im Rachenbereich
Bei den Angina-Formen, die im Rachen auftreten, sind meist Schmerzen im Hals- und Rachenbereich, Schluckbeschwerden sowie ein Anschwellen von Mandeln und Lymphknoten die Folgen. In einigen Fällen sind zudem Begleiterscheinungen wie Fieber, Schwäche und Kopfschmerzen vorhanden. All diese Anzeichen ähneln auch denen einer gewöhnlichen Erkältung. Bei anbleibenden Beschwerden kann ein Gang zum Arzt Klarheit schaffen.

Angina im Herz- und Darmbereich
Die Symptome der anderen Angina-Formen sind meist ernstzunehmender. Hier treten besonders Schmerzen im Brust- und Bauchbereich auf. Atemnot, Übelkeit sowie Schweißausbrüche sind ebenfalls keine Seltenheit. Zudem sind im fortgeschrittenen Stadion auch Anzeichen ernsterer Krankheiten wie die eines Herzinfarkts erkennbar. Auch hier sollte eine sichere Diagnose vom Arzt gestellt werden.

Zusammenfassung aller Symptome einer Angina

  • Beklemmung
  • Angst
  • Atemnot
  • Übelkeit
  • Schweißausbrüche
  • Schmerzen in verschiedenen Bereichen
  • Gestörtes Gefühlsempfinden
  • Entzündungen im Mund- und Rachenbereich
  • Schwellungen der Mandeln und Lymphknoten
  • Schluckbeschwerden
  • Mundgeruch
  • Fieber
  • Schwächegefühl
  • Ausschlag / rote Bläschen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Abgeschlagenheit
  • Geschwüre

Diagnose & Krankheitsverlauf

Besteht der Verdacht einer Angina ist der Gang zum Arzt zu empfehlen, damit dieser eine eindeutige Diagnose stellen kann. Nur so ist eine gezielte Behandlung und eine schnelle Heilung möglich.

Angina pectoris
Der Krankheitsverlauf ist bei der Angina pectoris in mehrere Kategorien und Stadien unterteilt.

  • Kategorie Nr. 1 – die stabile Angina pectoris
    Die erste Kategorie bezeichnet die stabile Angina pectoris bei der die Beschwerden eher leicht und unter denselben Bedingungen auftreten.

    1. Stadium
      Im ersten Stadium der stabilen Angina pectoris entstehen die Beschwerden zunächst nur dann, wenn der Patient unter schwerer körperlichen Anstrengung steht, beipielsweise wenn viel gearbeitet wird. In Ruhe, während des Schlafens und in allen anderen Lebensbereichen gibt es bis zu diesem Zeitpunkt keinerlei Symptome.
    2. Stadium
      Im zweiten Stadium machen sich erste, leichte Symptome im täglichen Leben bemerkbar, jedoch nur, wenn diese in erhöhtem Maß stattfinden. So sind Anzeichen bei schnellem Gehen oder Treppensteigen sichtbar. Auch während des Einkaufens und der Reinigung der Wohnung können leichte Beschwerden auftreten. Ebenfalls direkt nach der Nahrungsaufnahme sowie bei Unwetter und Kälte.
    3. Stadium
      Im dritten Stadium findet bereits eine größere Einschränkung im Tag statt. So wird Treppensteigen nach bereits einer Etage in normaler Geschwindigkeit zur Last. Hausarbeit ist nun nur noch geringfügig möglich.
    4. Stadium
      Im vierten und letzten Stadium der stabilen Angina pectoris sind die Beschwerden nahezu ständig vorhanden. Die Angina hat das tägliche Leben so sehr vereinnahmt, dass die Betroffenen ständige Ruhe benötigen.
  • Kategorie Nr. 2 – die instabile Angina pectoris
    Die zweite Kategorie stellt die instabile Form der Angina pectoris dar. Bei dieser Form kommt es nun zu einer Veränderung des Auftreten der Symptome. So tauchen diese nicht mehr zur selben Zeit bzw. nach denselben Tätigkeiten auf, sondern auch ganz plötzlich ohne Vorwarnung. Aus diesem Grund zeigt sich auch ein erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt.
  • Kategorie Nr. 3 – die variable Angina pectoris
    Die letzte Kategorie der Angina pectoris ist in ihrer Form variabel. Dies bedeutet, dass die Symptome mittlerweile unkontrollierbar sind und sich auch in Krämpfen zeigen. Zusätzlicher Stress und Angst verschlimmern die Angina. Zudem tauchen die Symptome erstmals auch nachts auf und können zu Herzrhythmusstörungen führen.

Bei einer ärztlichen Untersuchung muss zunächst ausgeschlossen werden, dass es sich um einen Herzinfarkt handelt. Dies geschieht mittels eines EKG sowie einer Blutuntersuchung. Handelt es sich nicht um einen Infarkt erfolgt als Nächstes die Befragung de Patienten sowie die Analyse der Symptome. Auch die Werte des Blutdrucks, des Zuckers sowie des Cholesterins sollen dabei helfen die Ursache der Beschwerden zu klären. In manchen Fällen wird der Patient auch mittels Ultraschall und einem Kardio-MRT untersucht.

Angina tonsillaris
Im Anfangsstadium der Angina tonsillaris zeigen sich nur leichte Schluckbeschwerden. Auf diese folgen geringfügig Schmerzen während der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme. Hinzu führen die Bakterien zu einem geschwächten Immunsystem was zu einem Schwächeempfinden führt. Im weiteren Verlauf schwellen die Mandeln und Lymphknoten an und Fieber entsteht. Die Schwellung führt zudem zu starkem Mundgeruch.

Bei der Diagnose findet zunächst eine ärztliche Untersuchung der Mundhöhle, des Rachens, des Kehlkopfes und der Zunge statt. In diesem Zusammenhang werden auch die Mandeln auf eine Entzündung hin untersucht. Die Lymphknoten können von außen durch ein simples Abtasten inspiziert werden. Ist dieses mit Schmerzen verbunden liegt eine Entzündung vor. Oft spüren die Patienten keinerlei Schmerzen, trotz einer sichtbaren Schwellung. In solch einem Fall ist die Mandelentzündung meist bereits chronisch.

Der Arzt übt dann einen leichten Druck auf die Mandeln auf, um zu schauen, ob diese eitrig sind. Im weiteren Verlauf wird ein Streptokokken-Test mittels eines Abstriches des Rachenbereichs durchgeführt.

Angina abdominalis
Die Angina abdominalis hat oft einen wochen- und sogar monatelangen Krankheitsverlauf. Die Symptome treten dabei kurzzeitig nach dem Essen auf und verschwinden ebenfalls schnell wieder. Die Krankheit verschlimmert sich dabei schleichend, ohne dass der Patient viel davon mitbekommt. Mit der Zeit kommt es zu einem Fortschreiten der Verkalkung der Blutgefäße und einer kaputten Darmwand. In manchen Fällen führt dies sogar zum Tod, da bei starken Beschädigungen der Darmwand selbst ein chirurgischer Eingriff keinen Erfolg mehr bringt.

Bereits die Symptome und Beschwerden genügen einem Arzt, um eine eindeutige Diagnose zu stellen. Da vor allem ältere Menschen mit einer Arterienverkalkungen sowie Diabetes Mellitus von dieser Form der Angina betroffen sind, kann hier bereits nach einem Gespräch mit dem Patienten entschieden werden, ob es sich um eine Angina abdominalis handelt. Zusätzlich finden jedoch meist noch Laboruntersuchungen statt, um die Angina auch im Blut feststellen zu können. In einigen Fällen helfen auch ein Ultraschall sowie ein Röntgen des Patienten.

Angina Plaut-Vincenti
Die Angina Plaut-Vincenti tritt bereits zu Beginn des Ausbruchs mit massiven Symptomen auf. Meist ist nur eine Mandel betroffen, jedoch besonders stark. So ist sie extrem vergrößert und verfügt über ein Geschwür. Zudem ist die betroffene Mandel mit einem Belag übersehen der zu starkem Mundgeruch führt. Ein Bluten nach dem Abstreichen vom Arzt ist nicht ungewöhnlich. Dieser stellt mittels Laboruntersuchung fest, ob sich die betroffenen Bakterien im Rachenraum des Patienten befinden.

Seitenstrangangina
Im Anfangsstadion besitzt die Seitenstrangangina die gleichen Symptome wie eine Erkältung. Leichte Schluckbeschwerden sowie Schmerzen bei Berührung der Halsregion. Nach einer Weile jedoch haben Patienten mit einer stärkeren Schleimbildung zu kämpfen sowie mit einem Kratzen im Hals und einem starken Hustenreiz. Nach wenigen Tagen sollte die Seitenstrangangina wieder verschwunden sein. In einigen selteneren Fällen kann die Angina jedoch in Verbindung mit einem geschwächten Immunsystem zu Komplikationen führen. Folgeerkrankungen wie Fieber und Gliederschmerzen entstehen.

Bei einer ärztlichen Untersuchung werden zunächst Rachen und Ohren ausgiebig untersucht. Auch die Lymphknoten werden von außen abgetastet. Mittels eines Spiegels und einer Stirnlampe sind die Seitentstränge im Rachen für den Arzt sichtbar. Die Ohren werden bei bestehenden Schmerzen mit einem Otoskop genauer untersucht, um Entzündungen des Innenohrs festzustellen. Zuletzt wird noch ein Abstrich des Rachenbereiches vorgenommen, und Laboruntersuchung veranlasst, um die Bakterien im Mund und Rachen erkenntlich zu machen.

Herpangina
Die Herpangina hat eine Inkubationszeit von rund zwei bis sechs Tage. In dem Anfangsstadion machen sich zunächst nur Beschwerden an den Gaumenmandeln bemerkbar. Nach einer kurzen Zeit entstehen jedoch Ausschlag sowie Fieber. Weitere Folgen sind Appetitlosigkeit und Abgeschlagenheit. Nach rund zwei Wochen heilt die Herpangina für Gewöhnlich von alleine ab.

Der Arzt kann die Diagnose bereits aufgrund der Symptome stellen. Zusätzlich wird zudem eine Stuhlprobe untersucht, um die Krankheitserreger nachweisen zu können.

Zusammenfassung der Diagnostik

  • Anamnese
  • EKG
  • Blutuntersuchung
  • Stuhluntersuchung
  • Blutdruckmessung
  • Zucker- und Cholesterinmessung
  • Ultraschall
  • Röntgen
  • Kardio-MRT
  • Abstrich des Rachens und der Mundhöhle
  • Abtasten der Lymphknoten
  • Innenohruntersuchung

Häufigkeit & Diagnosedaten

Immer mehr Menschen leiden unter einer Angina. Dabei richtet sich die Häufigkeit sowohl nach Form der Angina als auch Land und Region, in der die Krankheit auftritt. Besonders die Angina-Formen bei denen eine unzureichende Hygiene die Grundursache ist, erkranken weit mehr Menschen in der dritten Welt. Hier sind nicht nur die Hygienestandards anders, auch die ärztliche Behandlung findet nicht oder nur mäßig statt. So kann es bei schlechten Lebensumständen durchaus zu Todesfällen einer Angina kommen.

Die Angina pectoris, bei der die Ursache eine Brustenge dargestellt, ist jedoch auf der ganzen Welt stark verbreitet. Allein in Deutschland sterben rund 2,5 % der Bevölkerung jährlich an dieser Form der Angina. Trotz ausreichender ärztlicher Behandlung sind manche der Fälle so akut, dass selbst ein chirurgischer Eingriff nicht hilft. In allen Fällen ist jedoch nicht die Angina selbst die Todesursache. Vielmehr sind es die Folgeerkrankungen. So starben an der chronische ischämische Herzkrankheit 2014 rund 8 % der Menschen in Deutschland. Die Zahl der Todesfälle einer Herzinsuffizienz lag bei immerhin 5,1 % im selben Jahr. Auch die Zahl der Opfer eines Herzinfarkts, welcher durch eine Angina ausgelöst wird, steigt.

Andere Angina-Formen, die ebenfalls zu vielen Erkrankungen führen, finden sich im Bereich des Rachen. Grund dafür ist eine schnelle Ausbreitung aufgrund einer einfachen Ansteckung mittels Tröpfen oder Hautkontakt. Auch bei dieser Form zeigt sich eine vergleichsweise höhere Rate an Opfern in Regionen mit mangelnder oder unzureichender Hygiene.

Das Risiko an einer Angina abdominalis zu erkranken, von der besonders ältere Menschen betroffen sind, ist bei einer bestehenden Vorerkrankung ebenfalls besonders hoch.


Komplikationen bei der Krankheit

Wie bei jeder anderen Erkrankung, kann es auch bei einer Angina zu Komplikationen kommen. Die Wahrscheinlichkeit ist dabei je nach Form der Angina als auch von der Person sowie den Lebensumständen abhängig.

Komplikationen bei einer Angina pectoris
Eine gewisse Enge im Brustbereich zu spüren ist bei einer Angina pectoris normal. Gefährlich wird es jedoch dann, wenn das beklemmende Gefühl lange anhält und es zudem zu Atembeschwerden und Herz-Rhythmus-Störungen kommt. Hierbei ist die Ursache nämlich ein Sauerstoffmangel, der zu einem Herzinfarkt führen kann. Es ist in solch einem Fall wichtig, sofort den Arzt zu konsultieren, da die Angina sonst zu einem chronischen Zustand werden kann. Ebenfalls möglich ist, dass sich die Angina plötzlich von einer stabilen zu einer instabilen Form verändern kann.

Komplikationen bei einer Angina tonsillaris
Bei einer Angina tonsillaris kann es passieren, dass sich aufgrund der entzündeten und geschwollenen Mandeln, ein Abszess an der Rachenwand bildet. Dieser bildet Eiter und führt meist auch zu Fieber beim Patienten. Eine weitere Komplikation die bei der Mandelentzündung entstehen kann ist, dass die Krankheitserreger in die Blutbahn geraten und dadurch entweder zu einer Blutvergiftung oder einer Entzündung weiterer Organen führt. Besonders gefährlich wird es, wenn das Herz angegriffen wird. Dies zieht eine Herzschwäche sowie Herzrhythmusstörungen mit sich und kann sogar einen Herzinfarkt auslösen.

Komplikationen bei einer Angina abdominalis
Das Gefährliche bei einer Angina abdominalis ist, dass diese zunächst zweideutige Symptome sendet. Werden diese nicht richtig gedeutet und die Angina nicht erkannt, kann sich das Darmgewebe entzünden und dadurch zu chronischen Bauchschmerzen führen. Eine weitere Folge kann ein Darminfarkt sein, bei dem es zu besonders starken Schmerzen kommt. Eine der schlimmsten Komplikationen ist ein Absterben des Darms. Dadurch kann der Körper mit Giften überschwemmt werden, was auch mit einer Not-OP zum Tod führen kann. Ein zerstörte Darmwand kann zudem zu Verdauungsstörungen und einem Nährstoffmangel führen, wodurch weitere Krankheiten entstehen.

Komplikationen bei der Angina Plaut-Vincenti
In den Industrieländern sind keine größeren Komplikationen bei einer Angina Plaut-Vincenti zu befürchten. Sind die Hygienezustände jedoch nur mäßig, können sich die Krankheitserreger bis in den gesamten Mund ausbreiten. Dies führt im schlimmsten Fall zu einer Beschädigung des Zahnfleischs und der Zähne. Besonders in Entwicklungsländern bildet sich häufig eine chronische Angina Plaut-Vincenti. Dadurch können weitere Krankheitsbilder entstehen, wie Darmgeschwüre und selbst die Lungen und das Herz können beschädigt werden. Findet keine sofortige ärztliche Behandlung statt, können die Bakterien den gesamten Körper besudeln und sogar zum Tod führen.

Zusammenfassung möglicher Komplikationen

  • Atembeschwerden
  • Herzschwäche
  • Herz-Rhythmus-Störungen
  • Sauerstoffmangel
  • Herzinfarkt
  • chronische Angina
  • Entstehung von Abszessen
  • Eiterbildung
  • Fieber
  • Ausbreitung der Krankheitserreger
  • Blutvergiftung
  • Entzündung des Darmgewebes
  • Absterben des Darms
  • Verdauungsstörungen
  • Nährstoffmangel
  • Beschädigung des Zahnfleischs
  • Absterben der Zähne

Wann sollte man zum Arzt gehen

Auch wenn es sich bei einer Angina um eine ernst zu nehmende Krankheit handelt, ist es nicht immer nötig einen Arzt zu konsultieren. Oftmals genügt es dem Körper ausreichend Ruhe zu geben. Manche Formen einer Angina können jedoch bereits im Anfangsstadion zu extremen Beschwerden führen, die ernste Auswirkungen haben. In solch einem Fall ist es nötig sofort zum Arzt zu gehen.

Angina pectoris
Bei einer Angina pectoris verspürt der Patient zunächst nur eine Enge im Brustbereich. Sollte jedoch zudem ein Druckgefühl im Brustbereich vernommen werden, ist es ratsam sofort zum Hausarzt- oder Kardiologen zu gehen. Bei zudem starken Schmerzen oder sogar Atemnot sollte sofort der Notarzt gerufen werden. Oft nämlich können sich aus der Angina schnell Symptome eines Herzinfarkts bildet. Der Arzt kann zudem auch feststellen, ob nur ein Bluthochdruck oder eine ernste Herzkrankheit die Angina auslösten.

Angina tonsillaris
Bei einer Angina tonsillaris kommt es am Anfang meist nicht zu lebensbedrohlichen Symptomen. Sollte sich jedoch der Krankheitszustand des Patienten nicht nach zwei Tagen bessern, sollte auch hier ein Hausarzt oder besser direkt ein HNO aufgesucht werden. Es ist in solch einem Fall nämlich wahrscheinlich, dass plötzliche akute Symptome wie hohes Fieber, ein starkes Anschwellen der Lymphknoten und selbst Atemnot entstehen.

Angina abdominalis
Zu Beginn der Angina treten nur leichte Bauchschmerzen auf. Bedrohlich wird es jedoch dann, wenn diese selbst nach einigen Tagen nicht verschwunden sind. Dann ist es ratsam sofort zum Hausarzt zu gehen. Dieser nimmt eine genaue Untersuchung vor und überweist den Patienten bei ernsten Symptomen zu einem Spezialisten. Zudem ist es wichtig, dass keinesfalls selbst zu rezeptfreien Schmerzmitteln gegriffen wird. Diese nämlich können dazu führen, dass die Symptome unterdrückt werden.


Behandlungsmethoden & Therapie

Die verschiedenen Angina-Formen müssen unterschiedlich behandelt werden. So kann es bei manchen Typen genügen ausreichend Bettruhe zu halten und viel zu trinken, während bei anderen Anginas sogar eine Operation nötig ist.

Angina pectoris
Die Behandlung einer Angina pectoris ist davon abhängig, was sie ausgelöst hat. Der Arzt untersucht demnach zunächst das Blut des Patienten. Besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt wird dem Patienten sofort Nitroglycerin verabreicht. Andere Probleme am Herzen werden mittels Antibiotika und gegebenenfalls Schmerzmitteln behandelt. Auch eine gestörte Schilddrüse kann Schuld an einer Angina pectoris sein. Diese kann mittels Hormonen, beispielsweise L-Thyroxin, oder Jod behandelt werden.

Im Falle einer psychische Ursache der Angina, müssen spezielle Maßnahmen ergriffen werden. Hier können Gespräche aber auch Medikamente helfen. Zudem ist es in solch einem Fall ratsam den Stress in seinem Leben zu minimieren.

Angina tonsillaris
Bei einer Angina tonsillaris werden meist Antibiotika verschrieben. Ist die Erkrankung bereits weiter fortgeschritten oder verursacht starke Schmerzen, können auch schmerzlindernde sowie fiebersenkende Medikament helfen. Zudem ist es bei einer Mandelentzündung wichtig ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und viel zu schlafen. Entstehen Komplikationen und wird die Angina chronisch ist auch eine operative Entfernung der Mandeln möglich.

Angina abdominalis
Die Behandlung hängt davon ab, wie schwer die Erkrankung ist. Bei akuten Fällen wird eine Gefäßuntersuchung vorgenommen. Auch eine Operation durch einen Eingriff am Bauch hilft, damit der Arzt eine genaue Behandlung vornehmen kann. In vielen Fällen werden dabei die Arterien geweitet, um einen besseren Blutfluss zu gewährleisten. Sollten Teile des Darms zudem bereits abgestorben sein, müssen diese entfernt werden. Auch eine Bypass-Operation, bei der die Arterien geweitet werden, kann helfen, um den Darm zu retten.

Seitenstrangangina
Eine Seitenstrangangina wird für gewöhnlich mit Antibiotika behandelt. Zusätzlich kann auch eine Mundspüllösung dabei helfen, die Krankheitserreger im Mund zu bekämpfen. Um die Schmerzen zu lindern werden meist Lutschtabletten sowie Schmerzmittel verschrieben. In seltenen Fällen haben die Patienten auch mit Fieber zu kämpfen. In solch einem Fall kommen fiebersenkende Medikamente zum Einsatz. Weiterhin ist der Verzicht auf schleimbildende Nahrungsmittel wie Milch und Käse zu empfehlen.

Herpangina
Da die Herpangina meist nur bei Kindern und Babys auftritt, werden keine schweren Medikamente verabreicht. Neben fiebersenkenden Mittel genügen zur Behandlung meist viel Ruhe sowie Wadenwickel. Bei Schmerzen im Hals können Lutschtabletten sowie eine Mundspülung helfen. Weiterhin ist es bei einer Herpangina wichtig viel zu trinken.

Zusammenfassung aller Behandlungsmethoden

  • Blutuntersuchung
  • Behandlung der Schilddrüse
  • Antibiotika
  • fieber- und schmerzlindernde Medikamente
  • Operative Entfernung der Mandeln
  • Gefäßuntersuchung
  • Bypass-Operation
  • Mundspülungen
  • Nasensprays

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Einer Angina kann in den meisten Fällen durch verschiedene Maßnahmen vorgebeugt werden. Dies kann sowohl durch ein aktives Tun als auch ein Unterlassen verschiedener Lebensgewohnheiten geschehen.

Vorbeugung einer Angina pectoris
Da es sich bei dieser Form der Angina um eine Verengung der Gefäße handelt kann bereits eine regelmäßige körperliche Betätigung der Angina vorbeugen. Auch eine ausgewogene Ernährung ist wichtig, da meist fettiges Essen für verstopfte Arterien sorgt. Auch der Verzicht auf Zigaretten sowie die Minimierung von Stress senken das Risiko an einer Angina pectoris zu erkranken. Nur wenn eine Stoffwechselerkrankung die Ursache und diese angeboren ist, kann selbst nicht viel unternommen werden. Medikamente können hierbei jedoch für Stabilität sorgen, um Schlimmeres zu verhindern.

Vorbeugung einer Angina tonsillaris
Bei einer Mandelentzündung hilft es bereits, wenn man für stärkere Abwehrkräfte sorgt. Dies kann sowohl mittels Sport, guter Ernährung als auch der zusätzlichen Einnahme von Vitaminen geschehen. Zudem ist auch eine ausreichende Mundhygiene wichtig, um den Bakterien im Mund keine Möglichkeit zur Ausbreitung zu geben. Stress ist ein weiter Risikofaktor und sollte nach Möglichkeit vermieden werden.

Vorbeugung einer Angina abdominalis
Die Ursache einer Angina abdominalis ist die Verkalkung der Gefäße. Wenn diese bereits besteht, kann einer Angina dennoch vorgebeugt werden, indem auf Alkohol und Nikotin verzichtet wird, um die Gefäße nicht noch weiter zu verengen. Um für eine bessere Verdauung zu sorgen ist auch eine ausgewogene Ernährung wichtig.

Vorbeugung einer Seitenstrangangina
Einer Seitenstrangangina kann bereits mit einem kräftigen Immunsystem vorgebeugt werden. Es gilt dabei den Körper vor jeglichem Befall von Bakterien sowie einer Schwächung der Abwehrkräfte zu schützen. In den kalten Jahreszeiten sollten Sie sich deshalb warm anziehen und die Region an Hals und Dekolleté bedecken. Auch ausreichend Schlaf, die Einnahme von genügend Vitaminen und möglichst wenig Stress können helfen.

Herpangina
Einer Herpangina kann am besten vorgebeugt werden, wenn kein Kontakt zu erkrankten Patienten gehalten wird. Da es keine Impfung gegen Coxsackie-A-Viren gibt, kann nur eine gute Hygiene das Risiko vor einer Infektion mindern.


Prognose zur Heilung

Eine Angina kann in mehreren Stadien ablaufen und auch unterschiedlich schwere Ausmaße annehmen. Besonders die Angina pectoris besitzt verschiedene Kategorien, in denen die Erkrankung unterschiedlich schwer verläuft. Damit ist keine eindeutige Prognose über die Chancen einer Heilung zu stellen. Hinzu kommt es auch auf den Patienten selbst an, die körperliche Beschaffenheit sowie die Lebensumstände.

Bei einer Angina im Bereich der Mandeln ist im Normalfall eine gute und schnelle Heilung zu erwarten. Grund dafür ist, dass diese Formen der Angina zwar auch mit Komplikationen einhergehen können, diese jedoch nur selten stattfinden und meist aufgrund einer zu späten Behandlung basieren. Wenn eine Erkrankung der Gefäße vorliegt, liegt die Todesrate bei rund 4 %. Zwei-Gefäßerkrankungen führen doppelt so oft zum Tod und Drei-Gefäßerkrankungen dreimal so oft. Dies sind jedoch meist seltene Fälle, bei denen die Patienten entweder bereits unter einer Vorerkrankung litten oder sich zu spät medizinisch behandeln ließen. Eine Angina ist demnach in den meisten Fällen immer heilbar.

Heilungschancen in der Zukunft

Die Medizin arbeitet ständig daran neue Behandlungsmethoden zu entwickeln, die sowohl schonender als auch erfolgversprechender sind. Besonders das Krankheitsbild Angina ist für eine Reihe von Folgeerkrankungen verantwortlich, die mitunter tödlich enden können. Es wird demnach zurzeit versucht für Patienten mit einer Herzkrankheit oder einer bestehenden Herzschwäche Möglichkeiten zu finden, diese noch schneller und mit erfolgversprechenderen Maßnahmen behandeln zu können. Auch im Bereich der Medikamentenforschung wird versucht neue Präparate zu entwickeln, damit chirurgische Eingriffe nicht mehr so oft nötig sind, da diese auch mit einem großen Risiko verbunden sind. Der Schwerpunkt der Forschungen ist hier neben dem Herzen auch auf den Darm und die Arterien gelegt.

Was eine Angina im Rachen- und Mundbereich betrifft können zukünftig schnellere und höhere Heilungschancen erwartet werden. Es zeigt sich, dass in einer Vielzahl der Fälle bereits vorsorglich etwas für die Resistenz der Bakterien unternommen werden kann. Hier wird versucht Medikamente zu entwickeln, die zwar stärker gegen die Krankheitserreger wirken, den Körper jedoch nicht oder nur gering belasten.


Alternative Behandlungsmethoden

Die Medizin funktioniert mit ihren Medikamenten, Therapien und Operationen in den meisten Fällen. Dennoch gibt es neben der Medizin noch weitere Möglichkeiten, um eine Angina zu behandeln. Oft wird auch gerne zu Alternativen gegriffen, da diese meist schonender für den Körper sind und keine oder nur sehr wenige Nebenwirkungen besitzen.

Phytotherapie
Bei der Behandlung mittels Phytotherapie wird auf die Heilungskräfte von Pflanzen gesetzt. Dabei gibt es zwar nicht immer wissenschaftlich Nachweise, dennoch zeigen sich bei vielen Menschen Erfolge, wenn ganz auf die Behandlung mittels Pflanzen und Kräutern gesetzt wird. Die Phytotherapie wirkt dabei meist nicht direkt auf die Krankheit, sondern lindert die Ursachen. Im Fall eines mit Angina erkrankten Patienten, können die richtigen Pflanzen beispielsweise zu einer besseren Durchblutung führen.

Horvi-Enzym-Therapie
Bei der Horvi-Enzym-Therapie wird auf die Zugabe von Enzymen gesetzt. Diese werden aus Tiergiften extrahiert und zu Medikamenten verarbeitet. Die Enzyme können dabei sowohl die Durchblutung als auch den Stoffwechsel des Herzens verbessern.

Ernährungstherapie
Bei der Ernährungstherapie wird gezielt auf die richtige Nahrung gesetzt, um eine Heilung der Krankheit zu unterstützen. Diese Therapieform kann bei einer Angina beispielsweise dafür sorgen, dass sich die Symptome nicht verschlimmern. Zudem kann auch eine bessere Durchblutung gewährleistet werden, die zu einer Heilung der Angina beiträgt.

Welche Hausmittel können helfen?

Fischöl
Ein geeignetes Hausmittel gegen Angina ist Fischöl. Dieses kann dabei direkt durch eine fischreiche Ernährung aufgenommen werden oder mittels Kapseln. Fischöl hat eine schützende Wirkung auf die Blutgefäße und des Herzens und wird demnach auch von vielen Ärzten bei bestehenden Herzproblemen empfohlen.

Knoblauch
Auch Knoblauch kann bei der Heilung einer Angina helfen. Knoblauch ist dafür bekannt die Fettwerte im Blut zu senken. Wem frischer Knoblauch nicht bekommt kann auch zu Präparaten greifen.

Vitamine
Vitamine sind dafür bekannt viele positive Eigenschaften zu besitzen und den Körper und die Organe zu schützen. Bei einer Angina sollte besonders zum Vitamin B12 gegriffen werden. Dieses kann einer Blutgerinnung entgegen wirken und ist damit vor allem bei einer bestehenden Angina pectoris wirkungsvoll. Vitamin B12 findet sich sowohl in Fleisch, Fisch und Eiern als auch in Zitrusfrüchten. Zusätzlich gibt es verschiedene Präparate mit einem hohen Vitamin-B12-Anteil.

Wickel
Ob Waden- oder Halswickel, beide Methoden sind dafür bekannt Entzündungen entgegen zu wirken und zudem eine fiebersenkende Eigenschaft zu besitzen. Bei einer Angina pectoris helfen besonders kalte Wickel. Diese nämlich fördern eine Erweitung der Blutgefäße, was zu einer besseren Durchblutung führt. Auch bei einer Angina abdominalis ist ein besserer Blutfluss entscheidend bei der Heilung. Ganzkörperwickel sind dann hilfreich, wenn mehrere Organe von einer Angina betroffen sind oder sogar zwei Angina-Formen zeitgleich ausgebrochen sind.

Um die Kraft der Wickel zu verstärken können auch Heilpflanzenextrakte, ätherische Öle oder andere wirkungsvolle Lebensmittel wie Quark im Wickel platziert werden.

Heilkräuter & Heilpflanzen

Die heilende Wirkung von Pflanzen und Kräutern ist seit jeher bekannt. Auch bei einer Angina können bestimmte Heilpflanzen die Heilung unterstützen.

Gänseblümchen
Die Blüten und Blätter mehrerer Gänseblümchen werden in reichlich siedendem Wasser platziert. Der Aufguss sollte dabei mindestens 15 Minuten ziehen. Nach dem Sieben kann der Tee sowohl getrunken als auch als Mundspülung verwendet werden.

Klatschmohn
Beim Klatschmohn werden rund 2 gehäufte Löffel des getrockneten Produktes in ein Liter siedendes Wasser gegeben. Nach 10 Minuten wird die Mischung gefiltert. Klatschmohn ist lediglich zum Gurgeln geeignet, nicht als Tee.

Weißdorn
Eine Mundspülung mit Weißdorn sollte für beste Ergebnisse mehrmals täglich verwendet werden. Zur Zubereitung werden einige der Blüten der Pflanze für rund 10 Minuten in siedendes Wasser gegeben. Anschließend wird die Flüssigkeit gefiltert.

Beinwell
Beinwell ist eine Wurzel die ebenfalls täglich mehrmals zum Gurgeln verwendet werden kann. Dafür werden ca. 30 g in einen Liter kaltes Wasser gegeben. Die Wurzel sollte einen halben Tag im Wasser ziehen.

Ruprechtskraut
Die Sprossen der Ruprechtskraut werden in siedendes Wasser gegeben und nach einer Ziehzeit von 15 Minuten entfernt. Mit dem Aufguss sollte mehrmals täglich gegurgelt werden.

Schwarzer Maulbeerbaum
Die getrockneten Blätter des schwarzen Maulbeerbaums kommen für rund 15 Minuten in siedendes Wasser. Danach wird der Aufguss gefiltert und getrunken.

Odermennig
Ca. 50 g der getrockneten Blätter genügen und kommen für rund drei Minuten in kochende Wasser. Nach einer Ziehzeit von fünf Minuten wird die Flüssigkeit gefiltert und zum Gurgeln verwendet.

Frauenmantel
Der Frauenmantel gehört zur Familie der Rosengewächse und eignet sich hervorragend zum Gurgeln. Dafür wird etwas vom getrockneten Gewächs für 5 Minuten in Wasser gekocht. Nach einer Ziehzeit von 10 Minuten wird der Aufguss gefiltert.

Schwarzerle
Bei der Schwarzerle werden nur die Rinden verwendet. Diese sollten für 15 Minuten in Wasser gekocht und anschließend gefiltert werden. Die Ziehzeit beträgt fünf Minuten. Der Aufguss ist nur zum Gurgeln geeignet und wird nicht getrunken.

Schlangenknöterich
Die Wurzel des Schlangenknöterich eignet sich ebenfalls zum Gurgeln. Dafür werden 50 g in einen Liter Wasser für rund 10 Minuten gekocht.

Wolliger Schneeball
Vom wolligen Schneeball kommen 10 g für rund fünf Minuten in kochendes Wasser. Die anschließende Ziehzeit beträgt 10 Minuten. Nach dem Filtern wird mit dem Aufguss mehrmals täglich gegurgelt.

Ätherische Öle

Angelikawurzel
Die Angelikawurzel kann sowohl bei einer Angina als auch Nebenerkrankungen wie Angst und Verspannung helfen. Die Anwendung kann auf mehrere Arten erfolgen.

  • Als Duftlampe
    Einige Tropfen der Angelikawurzel reichen bereits für die Duftlampe. Dies hilft dabei den Schleim im Rachen zu lösen und die Abwehrkräfte anzuregen. Zudem beruhigt der Duft der Angelikawurzel und kann dadurch besonders bei Angstzuständen während einer Angina Pectoris helfen.
  • Als Riechöl
    Weiterhin ist die Wurzel auch als Riechöl geeignet. Sie spendet Energie und beruhigt dabei zugleich. Dafür werden einige Tropfen auf den Händen verteilt. Der Duft wird daraufhin inhaliert.
  • Zur Inhalation
    Für eine noch intensivere Wirkung können einige Tropfen der Angelikawurzel in eine Schüssel mit siedendem Wasser gegeben werden. Darüber wird der Kopf gelegt und mit einem Handtuch bedeckt. Bereits eine Inhalation von 10 Minuten genügt, um eine gute Wirkung zu erzielen.
  • Zum Einreiben
    Bei einer Angina im Rachenbereich eignet sich die Wurzel gut als Öl zum Einreiben. Die Angelikawurzel kann dabei noch mit anderen Ölen vermengt werden. Hals- und Brustbereich werden dann sanft mit dem Öl massiert.

Cajeput
Cajeput wirkt schleimlösend und belebend und ist damit besonders gut bei einer Angina tonsillaris sowie einer Seitenstrangangina geeignet.

  • Zur Inhalation
    Für eine Inhalation werden 15 Tropfen des Öls in eine Schüssel mit heißem Wasser gegeben. Danach wird der Dampf unter einem Handtuch eingeatmet.
  • Zum Einreiben
    Zusätzlich kann das Öl auch zur Massage im Hals- und Brustbereich genutzt werden.
  • Als Duftlampe
    Wenn Bettruhe verordnet wurde kann der Dampf des Cajeputs auch über eine Duftlampe eingeatmet werden.
  • Als Wickel
    Bei allen Formen einer Angina sind Wickel gut zur schnellen Heilung geeignet. Dafür kommen einige Tropfen des Öls auf die Innenseite eines feuchten Wickels, der danach um die betroffene Stelle gewickelt wird.
  • Als Badezusatz
    Besonders zur Entspannung und Schmerzlinderung kann auch ein Bad genommen werden. Dafür kommen einige der Tropfen ins warme Badewasser.

Eukalyptus
Eukalyptus ist ebenfalls bestens geeignet, wenn eine Infektion der Atemwege vorliegt. Auch bei Krämpfen, die oft mit einer Angina pectoris einhergehen hilft Eukalyptus. Eine weitere positive Eigenschaft des Öls ist, dass es die Sauerstoffaufnahme der Zellen erhöhen kann.

Als Duftlampe
Besonders bei Atemwegsentzündungen während einer Angina kann eine Duftlampe helfen. Es werden nur wenige Tropfen benötigt, um eine gute Wirkung zu erzielen. Die Duftlampe kann den ganzen Tag über verwendet werden.

Geranium
Geranium eignet sich am besten im Badewasser und zur Massage betroffener Stellen. Es wirkt stimulierend auf die inneren Organe und kann damit den Stoffwechsel und die Blutzirkulation anregen.

Ingwer
Ingwer kann bei Magenbeschwerden helfen, die bei einer Angina abdominalis auftreten. Dafür werden einige Tropfen entweder ins warme Wannenbad gegeben oder direkt als Massageöl auf dem Bauch angewendet.

Lavendel
Lavendel ist besonders für seine Wirkung gegen Infektionen im Hals-, Nasen- und Ohrenbereich bekannt.

  • Als Duftlampe
    Für eine besonders gute Wirkung sollten fünf Tropfen der Lavendel mit zwei Tropfen Kamille vor dem Einschlafen auf die Duftlampe gegeben werden.
  • Zum Einreiben
    Auch bei Beschwerden im Brustbereich während einer Angina kann Lavendel helfen. Hierfür einfach einige Tropfen direkt auf die betroffene Stelle einmassieren.

Salbei
Salbei beruhigt sowohl das Gemüt als auch gezielt Krämpfe im Bereich des Bauches und kann auf verschiedene Arten angewendet werden.

  • Als Badezusatz
    Da Salbei eines der leichteren Öle ist, können bis zu 30 Tropfen für ein Bad verwendet werden. Das Wasser sollte zu Beginn sehr heiß sein, um eine maximale Wirkung zu erzielen.
  • Zum Gurgeln
    Salbei wirkt als Mundspülung antibakteriell und kann dabei die Heilung einer Angina tonsillaris unterstützen. Dafür werden vier Tropfen des Öls auf eine Tasse warmes Wasser gegeben.
  • Zum Einreiben
    Um das Salbeiöl zum Einreiben zu verwenden, können zwei bis drei Tropfen in den Handinnenflächen verrieben und damit die betroffene Stelle massiert werden.

Thymian
Thymian wirkt besonders entspannend und beruhigend und ist damit besonders gut zur Heilung einer Angina pectoris geeignet.

  • Zum Einreibung
    Einfach einige Tropfen in den Händen verteilen und damit die betroffene Körperstelle einreiben. Da Thymian eine starke Wirkung hat aber dennoch vergleichsweise mild im Geruch ist, kann das Öl mehrmals täglich verwendet werden.
  • Als Duftlampe
    Besonders abends vor dem Schlafengehen kann eine Duftlampe mit einigen Tropfen Thymianöl beruhigend bei starkem Husten aufgrund einer Angina wirken.
  • Zur Inhalationen
    Um eine maximale Wirkung des Öls zu erreichen empfiehlt sich eine Inhalation. Dafür werden rund drei Tropfen in kochendes Wasser gegeben. Anschließen wird der Kopf über das Wasser gehalten und mit einem Handtuch bedeckt. Bereits 10 Minuten genügen.

Homöopathie & Globuli

Welche homöopathische Mittel eingesetzt werden sollen, hängt von den einzelnen Symptomen sowie dem Patienten selbst ab. Bei einer Angina tonsillaris helfen beipielsweise Mercurius solubilis C5 sowie da Globuli Belladonna C5. Diese sollten alle zwei Stunden in dreifacher Menge eingenommen werden. Unterstützend kann statt Wasser zu verdünnter Phytolacca-Tinktur gegriffen werden. Schmerzen können mittels Tees gelindert werden. Daneben gibt es auch die Möglichkeit zu homöopathische Arzneimitteln zu greifen wie Arum triphyllum oder Capsicum annuum.

Bei besonders starken Schmerzen helfen Mercurius solubilis C4 bis C7 und Mercurius cyanatus C7 bis C15. Stündlich eingenommen wirkt es besonders schnell. Zudem sind diese Mittel auch bei einer starken Entzündung im Rachenbereich hilfreich. Handelt es sich um eine Entzündung der linken Rachenseite hilft zudem Mercurius bi-jodatus, bei einer Entzündung der rechten Seite sollte Mercurius proto-jodatus eingenommen werden. Der Vorteil homöopathischer Mittel ist, dass diese problemlos auch neben medizinischen Mittels wie Antibiotika eingenommen werden können und dadurch unterstützend wirken.

Schüssler-Salze

Es handelt sich bei Schüssler-Salzen um alternative Mineralien, die für einen ausgeglichenen Mineralhaushalt im Körper sorgen sollen.

Bei der Angina pectoris hilft Nr. 7. Magnesium Phosphoricum in Tablettenform. Je nach Schweregrad der Beschwerden sollten bis zu sechs mal am Tag eine bis drei Tablette eingenommen werden. Es sollte jedoch maximal eine alle 10 Minuten verabreicht werden. Bei Kindern ist die halbe Menge ausreichend. Die Tabletten sollten ohne Wasser im Mund zergehen lassen werden.

Bei einer Angina tonsillaris können die Kalium chloratum Nr. 3 sowie Nr. 4 abwechselnd eingenommen werden. Sie sorgen dafür festsitzenden Schleim zu lösen und Halsschmerzen zu lindern. Beide Präparate sowie die Nr. 5 sind auch bei einem chronischen Anginaleiden hilfreich. Bei Kindern mit einer Angina tonsillaris kann eine Kombination mehrer Salze helfen. Dabei sollten gemäß Dr. Schüßler eine Mischung nach folgendem Schema verabreicht werden:

Diät & Ernährung

Auch die Ernährung spielt bei einer Angina eine entscheidende Rolle, sowohl was die Verschlimmerung als auch Linderung der Symptom betrifft. Demnach ist es bereits möglich mit einer entsprechenden Diät eine Besserung zu erreichen.

Low-Carb-Diät
Bei einer Low-Carb-Diät werden dem Namen nach wenige bis nahezu keine Kohlenhydrate zu sich genommen. Dies bedeutet, dass auf Brot, Nudeln, Mehl und Reis verzichtet wird. Der Grund hinter dieser Ernährungsweise erklärt sich mit der Auswirkung der Kohlenhydrate auf den Körper. Auch wenn diese Energie liefern, führt eine zu hohe Menge zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Dies senkt den Stoffwechsel und sorgt für Übergewicht. Beides ist direkt an einer Angina pectoris beteiligt. Mit einer kohlenhydratarmen und zeitgleich eiweißhaltigen Ernährung wird der Stoffwechsel beschleunigt und Fett abgebaut. Dadurch wird der Blutdruck gesenkt und ein besserer Blutfluss gewährleistet.

Vitaminreiche Kost
Vitamine haben eine besondere Wirkung auf den Körper, da bereits eine geringe Einnahme die Organe positiv beeinflussen kann. Einige Vitamine, wie das Vitamin B12, können zudem eine Blutgerinnung verhindern. Vitamin C beispielsweise wird benötigt, um Enzyme herzustellen. Trotz der wichtigen und starken Wirkung von Vitaminen sollten diese nur unterstützend neben medizinischen Maßnahmen eingenommen und nicht allein auf ihre Wirkung vertraut werden.

Ausgewogene und vollwertige Nahrung
Ein weiterer Risikofaktor in puncto Ernährung ist zu viel schlechtes Fett. Dadurch können die Arterien mit der Zeit verstopfen und eine Angina begünstigen sowie eine bestehende sogar verstärken. Es ist demnach zur Vorsorge sowie bei einem Krankheitsausbruch mehr auf Ballaststoffe zu setzen und kein Fast Food zu sich zu nehmen. Zudem sollten alle Nahrungsgruppen abgedeckt werden.

FAQ – Fragen & Antworten

Darf man wenn man Angina hat Sport treiben?
Ja und nein. Generell ist eine körperliche Betätigung sowohl zur Vorbeugung einer Angina als auch zur Linderung der Symptome bei einer bestehenden Erkrankung, wie der Angina pectoris, ratsam. Bei manchen Angina-Formen jedoch sowie im fortgeschrittenen Stadion ist es oft wichtig den Körper auszuruhen und sich nur minimal zu bewegen. Es empfiehlt sich deshalb unabhängig vom eigenen Empfinden professionellen Rat einzuholen. Ein Arzt kann genau sagen, in welchem Ausmaß Sport während einer Angina möglich ist.

Kann man eine Angina mehrmals im Jahr bekommen?
Ja. Da es mehrere Formen einer Angina gibt und diese unterschiedliche Ursachen haben, ist auch eine mehrfache Infektion in einem Zeitraum von 12 Monaten möglich. Besonders bei einer Angina im Rachenraum sind meist Bakterien und Viren schuld. Eine Infektion mit diesen Erregern ist ständig möglich.

Können Babys auch Angina bekommen?
Ja. Die Herpangina beispielsweise tritt nur bei Babys und Kleinkindern auf. Dass Babys bereits eine Angina pectoris bekommen, ist jedoch eher unwahrscheinlich. Da das Immunsystem bei Kleinkindern und Säuglingen oft noch nicht so stark ist, besitzen sie zudem eine größere Infektionschance.

Muss man bei Angina zum Arzt gehen?
Dies kommt immer auf den konkreten Fall an. Bei manchen Formen einer Angina hat der Patient lediglich mit etwas Husten und leicht geschwollenen Mandeln oder Lymphknoten zu tun. Hier ist der Gang zum Arzt erst bei akuten Symptomen notwendig. Anders bei einer Angina pectoris. Da diese eine Enge im Brustbereich beschreibt und die Chancen an einem Herzinfarkt zu erkranken oft groß sind, sollte bei den ersten Anzeichen ein Arzt aufgesucht werden. Gleiches gilt für die Angina abdominalis. Hier sollten Betroffene auch bei ganz leichten Symptomen nicht zögern professionellen Rat einzuholen, da sich der Zustand schlagartig verschlechtern kann.

Ist eine Angina tödlich?
Unter bestimmten Umständen ja. Generell kann jede Form einer Angina bei unzureichender Behandlung oder einem schlechten Abwehrsystem des Patienten tödlich enden. Dies betrifft jedoch nur wenige Fälle. Generell ist es somit möglich jede Angina erfolgreich zu heilen, sofern schnell gehandelt wird und keine größeren Komplikationen entstehen.

Bitte empfehlt diese Seite oder verlinkt uns:

Bitte bewerten Sie diesen Artikel
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (112 Stimmen, Durchschnitt: 4,33 von 5)
Loading...

 Rechtliche Hinweise