Fuchsbandwurm

Steckbrief: Fuchsbandwurm

  • Name(n): Fuchsbandwurm; Hundebandwurm; Echinocuccus multilocularis
  • Art der KrankheitWurmerkrankung; Zystenerkrankung
  • Verbreitung: Nordhalbkugel; gemäßigte bis kalt- gemäßigte Klimazone
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1855 durch Virchow
  • Behandelbar: Ja
  • Art des Auslösers: Fuchsbandwurm; Hundebandwurm
  • Wieviele Erkrankte: Etwa 13.000 Erkrankte
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Facharzt für Gastroenterologie; Hausarzt
  • ICD-10 Code(s): B67

Eine lebesnsgefährliche Erkrankung

Ein Befall mit dem Fuchsbandwurm endet in vielen Fällen tödlich, wenn keine Behandlung stattfindet. Mit Hilfe ausreichender Hygiene ist es jedoch möglich, eine Infektion zu vermeiden. Auch eine frühzeitige Diagnose kann dabei behilflich sein, die Krankheit erfolgreich oder zumindest deutlich einfacher zu therapieren.

Mit unserem Ratgeber zur Thematik Fuchsbandwurm gehen wir auf alles Wissenswerte ein, was man in diesem Bezug wissen sollte. Somit sollten im Endeffekt keinerlei Fragen mehr offen stehen.

Definition Fuchsbandwurm

Handelt es sich um eine Infektion mit dem Hundebandwurm (Echinococcus granulosus), so wird das klinische Bild der zystischen Echinokokkose hervorgerufen. Charakteristisch für die Erkrankung sind zystische Veränderungen unterschiedlicher Organe. Es handelt sich dabei um mit Flüssigkeit gefüllte Hohlräume, welche kindskopfgroß werden können und lebendes Wurmgewebe enthalten.

In den meisten Fällen ist die Leber von einer solchen Infektion betroffen. Es können jedoch auch das Herz, die Lunge sowie das Gehirn infiziert werden. Auch in diesen Fällen sorgt der Hundebandwurm dafür, dass solche Zysten entstehen.

Betrachtet man den Fuchsbandwurm, so findet die Infektion immer in der Leber statt. In erster Instanz werden durch das Keimgewebe des Wurmes Sprossen gebildet. Diese wachsen tumorartig in das Gewebe der Leber ein. Zu späteren Zeiträumen entstehen erst die Hohlräume. Ihr Äußeres ähnelt dem Aussehen von verzweigten Lungenbläschen. Aus diesem Grund nennt man die Infektion mit einem Fuchsbandwurm auch alveoläre Echinokokkose.

Was ist ein Fuchsbandwurm?

Bei einem Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocularis) handelt es sich um eine Art der Bandwürmer (Cestoda). In den häufigsten Fällen sind Füchse und ähnliche Tiere der Gattung Vulpes betroffen. Kleine Säugetiere wie Wühlmäuse gelten allerdings als idealer Zwischenwirt für die Fuchsbandwürmer. Beim Menschen löst er die bläschenartige alveoläre Echinokokkose aus, wobei es sich für den Menschen um eine lebensgefährliche Wurmerkrankung handelt.

Da es sich um die Gattung der Echinococcus handelt, ist auch der Fuchsbandwurm ein recht kleiner Vertreter der Bandwürmer, welche unter Umstände sogar mehrere Meter lang werden können. Er wiederum erreicht lediglich Längen zwischen ungefähr einem und 4 Millimetern. Der Hundebandwurm schafft Längen zwischen 2,5 und 6 Millimetern. Der Kopf des Fuchsbandwurmes (Scoles) weist vier Saugnäpfe auf. Weiterhin sind Haken vorhanden, mit denen sich der Wurm an dem jeweiligen befallenen Organ festsetzen kann. Ein Wurm weist jeweils 26 bis 68 Häkchen auf, welche auf zwei den Kopf umlaufenden Ringen angeordnet sich. Die äußeren Häkchen an dem Rostellum sind geringfügig länger als die inneren Haken.

Der Körper des Fuchsbandwurmes kann ich zwei bis sechs Segmente unterteilt werden. Meist jedoch handelt es sich um vier oder auch fünf Abteile. Diese segmentähnlichen Körperabschnitte werden auch als Proglottiden bezeichnet. Die letzte Proglottide des Fuchsbandwurmes ist allerdings stark vergrößert und bildet nahezu die Hälfte des gesamten Wurmes.

In jedem Proglottid findet sich ein Satz von Geschlechtsorganen wieder. In diesen werden zunächst Spermien und später auch Eier produziert. Der Genitalporus (die Geschlechtsöffnung) befindet sich im vorderen bishin zum mittleren Teil des Fuchsbandwurmes. Hunde- sowie Fuchsbandwürmer sind also Zwitter, welche im hinteren Segment die Befruchtung durchführt, in dem auch die Eier heranreifen. Dieser Teil wird später von dem Bandwurm abgeworfen.

Wissenswert: Die Eier sind sehr wiederstandsfähig und können sämtlichen Umwelteinflüssen trotzen. Per Kot werden sie ausgeschieden und können im Anschluss von einem neuen Wirt aufgenommen werden. Auch die Erbeutung eines infizierten Nagetieres oder über die Nahrungsaufnahme von infizierten Schlachtabfällen ist es möglich, sich zu infizieren. Weiterhin können sich die Eier auf Pflanzen und Pilzen befinden, welche im Wald gesammelt und im Anschluss verspeist werden.

Welche Ursachen gibt es?

Nachdem die mit Eiern gefüllten Proglottiden vom Hunde- sowie Fuchsbandwurm abgetrennt wurden, werden sie über den Kot vom Endwirt des Wurmes ausgesondert. Der Hundebandwurm wird von Hunden sowie hundeähnlichen Tieren ausgesondert, der Fuchsbandwurm hingegen von Füchsen, Katzen und ebenfalls Hunden.

Tipp: Das Vorkommnis bei Katzen ist jedoch ziemlich geringer. Deutlich häufiger treten infizierte Füchse auf.

Um die ausgesonderten Eier aufzunehmen, müssen andere Menschen oder auch Tiere infizierte Nahrung zu sich nehmen. Hauptsächlich stößt man auf Rinder, Schafe, Schweine und auch Kamele, die sich infizieren. Verzehrt ein Mensch hingegen eines dieser Lebewesen, so kann auch dieser sich auf diesem Weg infizieren.

Achtung: Tiere, welche sich über die Nahrungsaufnahme infiziert haben, sowie Menschen gelten als Zwischenwirte.

Die Eier, die über die Nahrungsaufnahme zu sich genommen wurden, schlüpfen im Anschluss kleine Larven (Onkosphären), welche sich im Darm ausbreiten. Sie arbeiten sich durch die Darmwand des Zwischenwirtes und gelangen in das Gefäßsystem und somit auch in die Organe des Menschen oder auch des Tieres. Ab diesem Moment treten charakteristische Veränderungen auf.

Neben dem Verzehr infizierter Tiere ist die Übertragung ebenfalls über im Wald gesammelte Pilze und Beeren möglich, auf denen sich Kot infizierter Füchse und Co. befindet. Somit können sie ebenfalls mit Eier besetzt sein, welche beim Verzehr in den menschlichen Organismus gelangen.

Tipp: Ein richtiges Waschen sowie Abkochen sorgt dafür, dass die Eier unschädlich gemacht oder zumindest abgewaschen werden und somit nicht in den Organismus gelangen.

Streichelt oder berührt man lediglich das Fell eines Hundes, so kann man bereits mit den Eiern in Kontakt kommen. Auch auf diesem Wege können sie in den Mund und folglich in den Organismus gelangen. Aus diesem Grund stellt auch dieser Weg eine mögliche Ursache einer Infektion dar.

  • Verzehr eines infizierten Tieres
  • Verzehr von mit Eiern besetzten Pilzen und Beeren
  • Berührung von kontaminiertem Fell

Symptome & Anzeichen

Die typischen Symptome des Fuchsbandwurmes sowie des Hundebandwurmes treten nicht umgehend in Erscheinung. Die Beschwerden können erst nach Jahren eintreten und auf eine Infektion schließen lassen. Inkubationszeiten des Hundebandwurmes liegen beispielsweise bei 15 Jahren.

Die Larven der Würmer setzen sich zunächst in der Leber des Wirtes fest. Treten Symptome erst nach Jahren ein, so ist diese bereits irreparabel beschädigt nach diesem Zeitraum. Weiterhin können jedoch Schmerzen sowie unangenehme Druckgefühle im Oberbauch eintreten.

  • Irreparable Leberschäden
  • Druckgefühl im Oberbauch
  • Schmerzen im Oberbauch

Mögliche Symptome des Fuchsbandwurmes

Da das stetige Larvenwachstum dafür sorgt, dass Gallengänge sowie Blutgefäße zusammengedrückt werden, kann es weiterhin zu Gallestau (Cholestase) mit einer einhergehenden Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten kommen.

Auch die Pfortader wird eingeengt, was zu einem Pfortader-Hochdruck führen kann. Die Entwicklung von Krampfadern in der Speiseröhre wird dadurch beispielsweise begünstigt.

Achtung: Der Fuchsbandwurm kann bis über weitere Gewebe und Organe bishin zum Gehirn ausweiten und kann letztendlich zum Tode führen, wenn dieser unbehandelt bleibt!

  • Gallestau
  • Gelbfärbung von Haut und Schleimhäuten
  • Pfortader-Hochdruck
  • Begünstigung von Krampfadern in der Speiseröhre
  • Kann zum Tode führen!

Mögliche Symptome des Hundebandwurmes

Betrachtet man den Hundebandwurm, so sind weitere Symptome häufige Müdigkeit und starke Bauchschmerzen. Allergische Reaktionen auf die Zystenflüssigkeiten sind ebenfalls möglich bishin zu einem allergischen Schock.

Wissenswert: Die Symptome dieses Parasiten treten meist erst nach mehreren Jahren auf!

Die Besiedelung des Hundebandwurmes heilt oftmals nach einiger Zeit von selbst wieder aus, sodass in vielen Fällen keine Behandlung notwendig ist.

  • Allergische Reaktionen
  • Allergischer Schock
  • Müdigkeit
  • Starke Bauchschmerzen

Diagnose & Krankheitsverlauf

Da der Befall der Würmer erst nach einigen Monaten bis Jahren Symptome aufzeigt, wird die Erkrankung in den meisten Fällen erst sehr spät erkannt. Bei beiden Erkrankungen mit den Erregern besteht jedoch eine Meldepflicht vom behandelnden Arzt beim Gesundheitsamt.

Die Diagnose des Fuchsbandwurmes

Bei Untraschalluntersuchungen der Leber oder auch bei Abklärungen von erhöhten Leberwerten werden Fuchsbandwürmer-Infektionen meist zufällig diagnostiziert. Auch erhöhte Entzündungswerte können zu einer Diagnose führen.

In erster Instanz findet eine ausführliche Diagnose statt. Besteht ein Verdacht auf einen Fuchsbandwurm, so findet eine umfassende Untersuchung vom behandelnden Arzt statt. Hierbei wird zunächst der untere Bauch gründlich abgetastet.

Im Anschluss kann eine Ultraschall-Untersuchung (die Sonografie) für mehr Aufschluss in puncto Leber, dem am häufigsten betroffenen Organ sorgen.

Achtung: Der Befall des Fuchsbandwurmes ist meist weniger auffällig als beispielsweise der Zystenbefall bei einem Hundebandwurm.

Weitere Untersuchungen sind das Röntgen, eine Computertomographie (CT) sowie eine Kern-Spin-Tomographie (MRT). Möchte man zusätzlich die Aktivität des vorhandenen Parasiten einschätzen, so eignet sich ein PET-CT (eine Positronen-Emissions-Tomopraphie in Kombination mit einer Computertomographie).

Auch eine Blutuntersuchung kann sich als sehr hilfreich erweisen. Hierbei handelt es sich um die sogenannten Echinokokken-Serologie. Über den Abwehrstoff kann beispielsweise der direkt Erreger diagnostiziert werden. Diese werden vom menschlichen Organismus zur Abwehr gegen den Parasiten gebildet.

  • Anamnese
  • Ultraschall
  • Blutuntersuchung
  • Röntgen
  • Computertomographie (CT)
  • Kern-Spin-Tomographie (MRT)
  • Positronen-Emissions-Tomographie in Verbindung mit einer Computertomographie (PET-CT)

Die Diagnose des Hundebandwurmes

Große Zysten der Leber können in manchen Fällen vom behandelnden Arzt ertastet werden. Bei einer bildgebenden Untersuchung fällt die Infektion jedoch häufig zufällig auf. Nachweisbar sind die gebildeten Zysten per Ultraschall (Sonographie), Röntgen-Untersuchungen, Computertomographie (CT) sowie Kern-Spin-Tomographie (MRT).

Entnimmt man Gewebe für eine Biopsie, so kann es zur Ausstreuung von Bandwurm-Finnen führen. Treten weiterhin Flüssigkeiten aus den Zysten aus, so kann es zu schweren allergischen Reaktionen führen. Sinnvoll hingegen ist die gesteuerte Feinnadelpunktion, welche mit einer sehr dünnen Nadel durchgeführt wird und für die Gewebe-Entnahme geeignet ist.

Weiterhin ist die Blutentnahme eine gute Alternative, um den Erreger beispielsweise an den gebildeten Abwehrstoffen des Mechanismus erkennen zu können. In 20 Prozent der Fälle sind jedoch keine Abwehrkörper nachweisbar.

  • Ertasten
  • Computertomographie (CT)
  • Kern-Spin-Tomographie (MRT)
  • Ultraschall (Sonograhie)
  • Röntgen-Untersuchungen
  • Feinnadelpunktion
  • Bluttests

Die Krankheitsverläufe

Neben der Fortpflanzung und Ausscheidung der Eier treten Organschädigungen auf. Beim Hundebandwurm sind es neben der Leber oftmals noch das Herz, die Lunge sowie das Gehirn. Bei dem Fuchsbandwurm hingegen ist lediglich die Leber betroffen, wo bläschenartige Verzweifungen durch gebildete Sprossen des Wurmes entstehen. Ähneln tut das ganze Gebilde den Verzweigungen der Lunge. In diesem Fall bilden sich erst später mit Flüssigkeiten gebildete Hohlräume.

Betrachtet man den Hundebandwurm, so sieht man bereits, dass sich gleich am Anfang Zysten bilden, welche langsam heranwaschen und mit lebendem Wurmgewebe sowie Flüssigkeiten gefüllt sind. Es handelt sich um Hohlräume, welche kindskopfgroß werden können. Aus diesem Grund sind sie oftmals von außen ertastbar.

Achtung: Beide Fälle müssen rechtzeitig erkannt werden, da es ansonsten zu irreparablen Schädigungen der Organe bishin zum Tode kommen kann.

Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Krankheitserreger treten in gemäßigten sowie kalt-gemäßigten Klimazonen auf der Nordhalbkugel auf. Für Europa liegt der Verbreitungsschwerpunkt in Teilen der Schweiz und in Teilen von Deutschland. Aber auch in vielen Teilen von Russland sowie in Zentralasien von China bis Japan kann man die Parasiten antreffen. Auch etliche andere Länder wie beispielsweise die Türkei können unter dem Fuchsbandwurm leiden.

In Mitteleuropa kann man verbuchen, dass weniger als 5 von 10.000 Menschen an der alveolären Echinokokkose erkranken. Jedoch liegt der Gesamtwert weltweit dennoch bei ungefähr 15.000 Erkrankten. Männer oder auch Frauen sind nicht häufiger betroffen als das andere Geschlecht.

Komplikationen bei der Krankheit

Viele Bandwürmer sind unschädlich für den menschlichen Organismus. Dennoch gibt es den Hunde- sowie Fuchsbandwurm, welche starke Schädigungen hervorrufen können. Zum Einen handelt es sich um die Schädigung der Leber, welche nach Jahren irreparabel ist. Zum Anderen kann es so weit führen, dass der Betroffene stirbt. Herz, Lunge und Gehirn sind weitere Organe, die mit der Zeit befallen werden können. Somit drohen Herzstillstände, Gehirnschädigungen sowie Erstickungsgefahren. Die Behandlung ist dringend notwendig. Leberfunktionen können eingeschränkt werden. Auch ein Ikterus kann dadurch auftreten.

Weiterhin sorgt ein Infektionsherd im Gehirn in einigen Fällen zu neurologischen Ausfallserscheinungen.

Aber auch bei der Entfernung einer Zyste, welche mit Wurmgewebe gefüllt ist, kann eine weitere Infektion erfolgen, indem dieses verstreut wird. Somit können nach Jahren Rezidive (Rückkehrungen) der Krankheit auftreten. Eine regelmäßige Nachkontrolle ist also sehr sinnvoll, um das Schlimmste vermeiden zu können.

  • Erstickungsgefahr
  • Hirnschäden
  • Herzstillstand
  • Organschädigungen
  • Leberschäden
  • Rezidive (Neuauftreten/ Rückkehren der Krankheit) durch Verstreuung bei der OP
  • Ausfall von Leberfunktionen
  • Neurologische Ausfallserscheinungen

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Natürlich sucht man nicht bei den kleinsten Bauchschmerzen einen Arzt auf, dennoch ist es ratsam, bei anhaltenden Magenschmerzen oder auch Druckgefühlen im Oberbauch seinen Hausarzt aufzusuchen. Auch wenn man merkt, dass man eine Zyste ertasten kann, ist es zwingend ratsam, zum Arzt zu gehen.

Meist werden die Symptome erst nach langer Zeit sichtbar beziehungsweise bringen Symptome zum Vorschein. Somit können die Erkrankungen relativ spät erkannt werden. Die meisten Befälle werden durch Zufall entdeckt, indem man einen Ultraschall macht oder auch erhöhte Leberwerte abdeckt.

Treten Infizierungen mit eines der Würmer auf, so wird man zu einem Internisten weitergeleitet, welcher sich mit den Organen beschäftigt. Gründliche Untersuchungen sind notwendig sowie eine behutsame Behandlung.

Behandlungsmethoden & Therapie

Therapie des Fuchsbandwurmes

Nach der Entdeckung eines Fuchsbandwurm-Befalls ist es oftmals zu spät, eine Operation durchzuführen, da dieser sehr spät entdeckt wird. Das Larvengewebe wächst tumorartig im Körper und sollte lediglich operativ behandelt werden, wenn ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Bei einem Tumor geht man ebenfalls so vor. Das bedeutet, dass der eigentlich Wurmherd inklusive zwei Zentimeter des umgebenen Gewebes entfernt werden müssen. In den meisten Fällen ist dies jedoch nicht möglich.

Entfernt man das befallene Gewebe komplett, so wird eine Nachbehandlung mit Medikamenten notwendig. Hierbei werden Benzimidazole angewandt, welche das eventuell verbliebene Parasitengewebe abtöten soll.

Wissenswert: In etwa können 70 Prozent aller Betroffenen nicht operativ behandelt werden. In diese Fall erfolgt eine lebenslange Therapie mit den Benzimidazolen. Das Wachstum des Parasiten kann mit Hilfe dieser Arznei verhindert werden. Eine gänzliche Tötung des Wurmes ist jedoch nur selten möglich.

Möchte man den Verlauf kontrollieren, so wird ein PET-CT angewandt. Mit Hilfe dieser Untersuchungsform ist es möglich, die Aktivität des unerwünschten Parasiten zu überprüfen.

Tipp: Bleibt die Aktivität des Fuchswandwurmes aus, so ist es ebenfalls möglich, die Medikamenten-Therapie zu pausieren.

Die betroffene Person sollte eine Schwangerschaft gänzlich ausschließen, bevor das Medikament angewandt wird. Es ist also eine sichere Verhütung notwendig, da das Kind mit Benzimidazolen geschädigt werden kann. Auch in diesem Fall sind begleitende Kontrolluntersuchungen notwendig.

Wichtig ist, dass man die Benzimidazole mit fetthaltigen Mahlzeiten einnimmt. Weiterhin kann es zu Haarausfall, Lebewert- sowie Blutveränderungen kommen. Eine ausreichende Überwachung der Therapie ist sehr relevant. Dazu gehören beispielsweise regelmäßige Untersuchungen der Blutwerte.

Wissenswert: Mit Blutuntersuchungen sowie der Messung des Blutspiegels ist es möglich, die Dosis der Medikamente individuell anzupassen. Somit werden die möglichen Nebenwirkungen deutlich reduziert.

  • OP nur in 30 Prozent der Fälle möglich
  • Medikamentöse Behandlung mit Benzimidazolen
  • Regelmäßige PET-CT-Untersuchungen
  • Schwangerschaft muss vermieden werden
  • Regelmäßige Blutuntersuchungen

Behandlung des Hundebandwurmes

Tritt eine Infektion des Hundebandwurmes auf, so können unterschiedliche Therapieformen gewählt werden. Treten in erster Linie keine Symptome auf, so ist es oftmals ratsam, abzuwarten. Das liegt daran, weil eine Erkrankung mit dem Erreger oft von selbst ausheilt. Es ist jedoch auch möglich, den Hundebandwurm mit dem Wirkstoff Benzimidazol zu therapieren.

Sind Zysten vorhanden, so ist oftmals eine Operation möglich. Die Zyste wird mit Teilen der Leber sowie der Kapsel entnommen. Vorbereitend können die vorhandenen Zysten mit Alkoholen und anderen desinfizierenden Mitteln ausgespült werden. Somit wird ein Ausstreuen der Hundebandwurm- Finnen vermieden. Im Nachhinein kommt erneut eine Therapie mit Benzimidazolen in das Spiel.

Das Anstechen der Zyste mit einer Nadel ist eine weitere Möglichkeit. Der Inhalt wird abgezogen. Weiterhin wird eine Substanz in die Zyste eingespritzt, welche abtötend wirkt. Im Anschluss wird auch diese wieder abgezogen.

Wichtig: Eine gleichzeitige Behandlung mit Medikamenten ist notwendig!

  • Abwarten, ob die Erkrankung von allein abheilt
  • Operation
  • Anstechen der Zyste so Verabreichen einer abtötenden Flüssigkeit
  • Medikamentöse Behandlung

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Der beste Schutz vor beiden Bandwurmarten ist die persönliche Hygiene. Auch Fleisch sollte regelmäßig sowie gründlich begutachtet werden. Um sich nicht über den eigenen Hund infizieren zu können, sollte dieser eine regelmäßige Wurmkur erhalten. Weiterhin ist es ratsam, diesen nach langen Spaziergängen im Wand gründlich abzuduschen.

Wichtig: Bei diesen Spaziergängen sollten tot aufgefundene Füchse nicht berührt werden!

Das Händewaschen vor dem Zubereiten von Speisen ist ebenfalls ein guter Aspekt, um auf Nummer sicher zu gehen. Vor allem nach der Gartenarbeit spielt dieser Vorgang eine entscheidende Rolle. Bei einem Anbau von Früchten und Co. ist eine Umzäunung ratsam.

Weiterhin sind Pilzesammler und Co. aufgerufen, ihr erworbenes Essen gründlich abzuwaschen, sodass auch auf diesem Weg keine Infektion möglich ist!

  • Vor dem Kochen Hände waschen
  • Händewaschen nach der Gartenarbeit
  • Pilze und Co. gründlich abspülen
  • Regelmäßige Wurmkur für den Hund
  • Hund nach langen Waldspaziergängen gründlich abspülen
  • Umzäunung bei angebauten Lebensmitteln

Prognose zur Heilung

In einigen Fällen ist eine vollständige Heilung sowie Beseitigung der Parasiten möglich. Wichtig ist, dass man den Erreger frühzeitig erkennt. Sind jedoch Leberschäden und Co. vorhanden, so können sie in den meisten Fällen nicht mehr rückgängig gemacht werden.

In puncto Fuchsbandwurm ist eine gänzliche Heilung nicht mehr möglich, sobald der Erreger zu spät erkannt wurde. Hierbei wird ein Leben lang mit Medikamenten behandelt, um das Wachstum des Wurmes zu stoppen. Nur in seltenen Fällen kann auf diesem Weg eine vollständige Heilung eintreten.

Ein chirurgischer Eingriff kann zur vollständigen Heilung führen, indem befallenes Gewebe sowie gebildete Zysten entfernt werden. Bei Ausstreuung ist es jedoch möglich, dass die Rezidive eintritt. Somit treten nach einigen Monaten oder Jahren erneute Komplikationen auf. Es ist also wichtig, eine regelmäßige Untersuchung anzustreben, um diese gänzlich ausschließen zu können oder eine frühzeitige Behandlung einzuschlagen.

Achtung: Bei etwa 15 Prozent aller zystischen Erkrankungen dieser Art tritt eine Wiederkehr (Rezidive) auf.

Witterungen und Fuchsbandwürmer

Welche Witterungen können Fuchsbandwürmer überstehen?
Hunde- sowie Fuchsbandwürmer haben keine Probleme damit, einige Tage außerhalb eines Wirtes überleben zu können. Jedoch haben sie Probleme mit Hitze sowie Austrocknung. Aus diesem Grund findet man sie lediglich in gemäßigten bis kalt-gemäßigten Klimazonen wieder. Ideal ist es also, Lebensmittel vor dem Verzehr ausreichend abzukochen.

Eingefrorene Lebensmittel können ebenfalls dafür sorgen, dass Erreger dieser Art abgetötet werden. Es gibt Studien, bei denen Hunde- sowie Fuchsbandwürmer nach einigen Tagen bei minus 80 Grad abgetötet wurden.

Tipp: An sich sind die Bandwürmer sehr resistent. Aus diesem Grund sollte man stets auf Nummer sicher gehen und einige der bereits genannten Vorgänge durchführen. Ein gründliches Abspülen kann jedoch oftmals ausreichend sein.

  • Gefriertruhe für mehrere tage bei -80 Grad Celsius
  • Erhitzen über 60 Grad Celsius für wenige Minuten
  • Trocknen bei 25 Grad Celsius mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 25 Prozent (wenige Tage)
  • Für einige Stunden auf 45 Grad Celsius erwärmen mit einer relativen Luftfeuchtig von 85 Prozent

Alternative Behandlungsmethoden

Auch die Alternative Medizin kann ideale Behandlungsmethoden aufzeigen, wenn ein Wurmbefall dieser Arten vorhanden ist. Hierbei wird auf Mittel zurückgegriffen, welche bereits vor tausenden von Jahren praktiziert wurden. Der Hunde- sowie Fuchsbandwurm wurde zwar erst vor wenigen Jahrzehnten entdeckt, jedoch können einige dieser Behandlungsmethoden eine hohe Effizient aufzeigen.

Reinigungskuren:

Reinigungskuren werden seit tausenden von Jahren praktiziert und haben bis heute nicht an Bedeutung verloren. Da es sich um einen Parasiten handelt, welcher im inneren des menschlichen Organismus haust, bieten diese Kuren einen interessanten Standpunkt für die Behandlung.

Akupunktur:

Bei der Akupunktur handelt es sich um eine chinesische Heilkunst, bei der Nadeln gezielt gesetzt werden. Bei Übelkeit, Schmerzen sowie Erbrechen kann diese alternative Behandlungsmethode sinnvoll sein. Auch bei allergischen Reaktionen kann eine Akupunktur sehr hilfreich erscheinen.

Schamanische Übungen:

Mit Hilfe von schamanischen Übungen ist es möglich, ein mögliches „Zuviel“ des Menschen herauszufiltern. Dies kann sich im Beruflichen, im Zwischenmenschlichen oder auch in den Glaubenssätzen wiederfinden. Dinge, die einem nicht gut tun, gelten beseitigt zu werden, um eine gute Leberhygiene auch in dieser Hinsicht beibehalten zu können.

Welche Hausmittel können helfen?

Hausmittel kennt man noch aus Omas Zeiten, jedoch sind sie auch heutzutage noch sehr beliebt. Welche Mittel aus dieser Sparte bei einer Fuchs- oder auch Hundebandwurm-Erkrankung sinnvoll sein können, zeigen wir in diesem Abschnitt.

Warmes Wasser mit Zitrone

Warmes Wasser mit Zitrone hat eine reinigende Wirkung auf den Körper. Ein morgendliches Glas kann somit Gold wert sein und solle vor allem bei einem Wurmbefall beherzigt werden. Es wirkt antibakteriell und kann somit den Würmern die Stirn bieten.

Auch das Immunsystem wird auf Dauer gestärkt, sowie die Verdauung, welche bei Wurmbefall beeinträchtigt sein kann.

Tipp: Zusätzlich bietet das Zitronenwasser einen wahren Energiekick, welche vor allem in Kombination mit einer Diät sehr wertvoll sein kann.

Krebszellen können weiterhin in ihrem Wachstum gehemmt werden, somit auch die Ausbreitung der Zysten. Zu guter Letzt wirkt es entzündungshemmend.

Bäder mit Saathafer:

Bei Leberbeschwerden kann ein Bad mit Saathafer (normalem Hafer) für Linderung sorgen. Dazu nimmt man lediglich einen Kilogramm des Hafers und übergießt ihn mit 3 Liter heißem Wasser. Dieser Überguss wird 15 Minuten zogen gelassen. Nach der Siebung kann das Wasser dem Badewasser beigefügt werden.

Heilkräuter & Heilpflanzen

In puncto Leberbeschwerden haben sich einige Heilkräuter sowie -pflanzen bewährt, welche stärkend sowie entgiftend wirken. Die Anwendungszwecke können recht unterschiedlich sein, daher können etliche Mittel dieser Kategorie gemeinsam eingenommen werden.

Boldo Tee

Bei Boldo Tee wird die Heilpflanze Boldo verwendet, welche vor allem in medizinischer Hinsicht sehr wertvoll ist. Früher wurde es sogar zur Wurmabtötung angewendet, heutzutage ist es jedoch sinnvoller, einen Facharzt um Rat zu fragen, ob eine Einnahme sinnvoll ist.

Achtung: Bei schweren Leberleiden sollte Boldo Tee nicht anwendet werden!

Heilpflanzen für die Entgiftung:

  • Löwenzahn (Taraxacum officinale)
  • Mariendistel (Cardui mariae)
  • Artischocke (cynarae folium)

All diese Mittel dienen der Entgiftung der Leber, sodass sie nicht in ihren Funktionen eingeschränkt wird oder neue Kraft fassen kann. Sie können so oder als Tee eingenommen werden. Auch Kapseln sind möglich.

Stärkende Heilpflanzen:

  • Leberblümchen
  • Angelikawurzel
  • Gelber Ampfer
  • Kurkuma
  • Schöllkraut
  • Schafgarbe
  • Tausendgüldenkraut
  • Gänseblümchen
  • Wegwarte
  • und viele weitere

Um der Leber Kraft in schweren Zeiten geben zu können, eignen sich all die genannten Heilkräuter. Sie werden in den meisten Fällen als Tee eingenommen und können zusätzlich kombiniert werden, um die Wirkung noch besser zu entfalten.

Ätherische Öle

Ätherische Öle haben sich über einen langen Zeitraum in der alternativen Medizin bewährt. Aus diesem Grund finden sie auch in unserer Thematik einen wichtigen Platz.

Boldo:

Da die Boldo-Pflanze ätherische Öle aufzeigt, kann auch in dieser Hinsicht mit ihr gearbeitet werden. Aber auch in diesem Bezug wird erneut die Beratung von einem Facharzt notwendig!

Rosmarinöl:

Rosmarinöl wirkt regulierend auf Galle und Leber. Somit hat sie eine gute entgiftende Eigenschaft auf die Leber, wodurch falsche Ernährungen, Rauchen sowie Alkohol, Stress und viele weitere Faktoren, welche die Lunge belastet haben, reguliert werden können. Warme Bauch– sowie Leberwickel mit Rosmarinöl werden empfohlen.

Homöopathie & Globuli

Die Homöopathie ist heutzutage sehr beliebt, jedoch eine alte Heilkunst, die in der alternativen Medizin wiederzufinden ist. Wie sie bei Beschwerden des Fuchsband- oder auch Hundebandwurmes helfen kann, zeigen wir in diesem Abschnitt.

  • Carduus marianus
  • Eichhornia crassipes
  • Lycopodium
  • Myrica cerifera
  • Nux vomica
  • Okoubaka
  • Petroselinum crispum
  • Podophyllum peltatum

Bei Carduus marianus handelt es sich erneut um die Mariendistel, die zur Entgiftung und Regulierung der Leberfunktionen geeignet ist. Sie ist ein ideales Mittel zur Leberpflege.

Die Eichhornia crassipes gehört zu den Top 5 in puncto Leberpflege. Verdauungsschwächen werden ideal beseitigt.

Lycopodium ist eines der am häufigsten eingesetzten Mittel in der Homöopathie. Es gilt bei Verdauungsproblemen, Leberbeschwerden sowie bei Infektionen in den Luftwegen.

Myrica cerifera ist ein ideales Mittel, damit Niedergeschlagenheit und Müdigkeit der Vergangenheit angehören. Auch Entzündungen und Gelbsucht können mit diesem Mittel behandelt werden.

Nux vomica gilt beispielsweise als Brechnuss und entspannt die Nerven. Außerdem hilft es bei akuten Verdauungsproblemen. Verstopfungen sind ebenfalls ein Punkt, bei dem Nux vomica zum Einsatz kommen kann. Weiterhin reguliert es im besonderen Maße die Milchsäureproduktion.

Okoubaka ist ein Entgiftungsmittel, welches in der Homöopathie eine entscheidende Rolle spielt. Auch diese Anwendung ist bei Leberbeschwerden sinnvoll.

Petroselinum crispum ist die Petersilie. Handelt es sich um eine akute Zystitis, so kommt dieses Mittel zum Einsatz.

Podophyllum peltatum wirkt sich positiv auf den Verdauungstrakt sowie bei Leberbeschwerden aus. Auch dieses Mittel kann aus diesem Grund zum Einsatz kommen.

Schüssler-Salze

Schüssler-Salze sind sehr beliebte Produkte aus der alternativen medizinischen Richtung. Immer mehr Menschen verschreiben sich ihrer Wirkung. Welche Produkte für die Infektion mit Fuchsbandwürmern in Frage kommen, zeigen wir in diesem Abschnitt unseres Gesundheitsratgebers.

Schüssler Salz Nummer 6 Kalium sulfuricum:

Dieses Schüssler Salz regt den Stoffwechsel an und wirkt gleichzeitig entgiftend. Ebenfalls wird der Fettstoffwechsel angeregt. Weitere Optionen sind der verbesserte Zuckerstoffwechsel sowie die Ausscheidung von Giftstoffen über die Haut.

Tipp: Hierbei handelt es sich um das klassische Produkt in puncto Leberstoffwechsel. Es ist ebenfalls ein perfektes Produkt bei Diäten, Fasten– sowie Entgiftungskuren.

Schüssler Salz Nummer 9 Natrium phosphoricum:

Säureregulation sowie die Anregung des Fettstoffwechsels gehören zum Aufgabenbereich des Natrium phosphoricum. Somit spielt das Salz ebenfalls einen wichtigen Aspekt bei der Entgiftung der Leber.

Schüssler Salz Nummer 10 Natrium sulfuricum:

Hierbei handelt es sich um das klassische Ausscheidungsmittel unter den Schüsslersalzen. Giftstoffe können deutlich leichter aus dem Körper abtransportiert werden. Somit ist das Salz Nummer 10 in Kombination mit einem Entgifungsprodukt eine gute Sache.

Wissenswert: Das Gegenprodukt dazu ist Glaubersalz, jedoch bringt dieses unangenehme Nebenwirkungen wie teilweise ein heftiges Erbrechen mit sich. Das Schüssler Salz Nummer 10 ist die sanfte Variante dazu und sehr beliebt.

Schüssler Salz Nummer 3 Ferrum phosphoricum:

Die Blutzirkulation wird verbessert, indem das Schüssler Salz Nummer 3 dafür sorgt, das die Sauerstoffbindung an die roten Blutkörperchen verbessert wird. Somit profitiert auch die Leber von der besseren Blutzirkulation, sowie andere wichtige Organe, welche von dem Befall des Parasiten betroffen sein können.

Diät & Ernährung

Wird eine Behandlung mit Benzimidazolen durchgeführt, so ist eine fetthaltige Ernährung notwendig. Weiterhin sollte eine Diät durchgeführt werden, welche sich auf lediglich eine einzige Frucht pro Tag beschränkt. Hierbei handelt es sich um Obst, welches nicht nur nahrhaft und gesund ist, sondern gleichzeitig antioxidative Eigenschaften aufweist.

Tipp: Auch Entzündungen wird entgegengewirkt!

Nahrungsergänzungsmittel sowie gedünstetes Brot sind während der Diät empfehlenswert, um alle notwendigen Stoffe im Körper zu erhalten und keine Mangelerscheinungen erleiden zu müssen.

FAQ – Fragen & Antworten

Wie oft kommt eine Fuchsbanderkrankung beim Menschen vor?

Jährlich kann man bundesweit mit etwa 20 bis 30 Infektionen rechnen. Somit ist der Fuchsbandwurm auch in jenen Ländern, in denen er deutlich häufiger vorkommt, für den Menschen eine seltene Erkrankung. Steigt jedoch die Anzahl der Füchse an, so kann sich auch die Infektionszahl schnell steigern. Wenn die Füchse vermehrt in städtische Gegenden vordringen und zudem die Infektionszahlen jener steigen, dann ist auch das Risiko einer Infektion deutlich erhöht.

Ist es ungefährlich, Brombeeren direkt vom Busch zu essen, welche sich nicht auf dem Boden befinden?

Wenn die Anzahl der Füchse in einem Gebiet sehr hoch ist, dann sollte man Früchte, Beeren und Co., welche am Boden wachsen, nur dann verzehren, wenn diese umzäunt wurden und der Fuchs keinen Zugang erhält. Je höher die Früchte allerdings wachsen, desto unwahrscheinlicher wird das Risiko einer Infektion mit dem Fuchsbandwurm. Allerdings sollte man die Früchte dennoch gründlich mit Wasser reinigen, wodurch es sich empfiehlt, diese nicht direkt vom Buchs zu essen.

Das Risiko sinkt deutlich, wenn man Brombeermarmelade kocht, da die Erreger bei dem Abkochen über 60 Grad absterben. Weiterhin können sich die Eier nicht von selbst bewegen, sodass sie nicht vom Boden auf einen Busch oder gar auf einen Baum klettern können. Somit sind Äpfel und Co. gänzlich unbedenklich, solange sie nicht auf den Boden fallen.

Welche Inkubationszeiten können entnommen werden?

In erster Linie können 5 bis 15 Jahre vergehen, bis die ersten Symptome einer Infektion sichtbar beziehungsweise spürbar werden. Das liegt daran, dass sich die Parasiten sehr langsam vermehren. Sobald das Parasitengewebe eine größere Verdrängung des Lebergewebes erzielen konnte, entstehen die ersten symptomatischen Reaktionen. Es entstehen Schmerzen im Oberbauch, die Patienten verlieren an Kraft und Gewicht, auch eine Gelbsucht ist nicht ausgeschlossen.

Genau aus diesem Grund sollte man sich alle 1 bis 2 Jahre vorsorglich untersuchen lassen, denn nach 5 bis 15 Jahren ist es meist zu spät, die Leber zu reparieren. Auch eine komplette Heilung ist in 70 Prozent der Fälle nicht mehr möglich. Aus diesem Grund ist meist die einzige Chance, die Erkrankung rechtzeitig zu erkennen, bevor ein zu hohes Ausmaß entstanden ist.

Wo ist das Risiko einer Hundebandwurm-Infektion am höchsten?

Der Hundebandwurm kommt in Deutschland nicht mehr so oft vor, wie der Fuchsbandwurm. Aber in südlichen Ländern, wie beispielsweise im Mittelmeerraum, in Ostafrika, Ostindien, Südamerika, China, Australien sowie im nahen Osten. Begiebt man sich in diese Gebiete, so sollte man sich vorsorglich nach einigen Monaten per Ultraschall der Leber untersuchen lassen. Auch Jägern wird eine regelmäßige Kontrolle empfohlen, da bei dieser Berufsgruppe das Risiko deutlich höher liegt.

Ist es ratsam, eine OP auszuschlagen?

Manche Menschen schlagen Operationen gänzlich aus, jedoch ist das in diesem Fall nicht die beste Variante. Zysten können zwar in einigen Fällen auch anders beseitigt werden, in manchen Fällen heilen sie von selbst ab und oftmals reicht die Behandlung mit Medikamenten. Jedoch sind Operationen in vielen Fällen auch die einzige Option, um eine vollständige Linderung zu schaffen. Aus diesem Grund ist es wichtig, diese so frühzeitig wie möglich anzutreten, da die Erkrankung in schlimmen Fällen auch tödlich enden kann.

Wichtig: Wer die Möglichkeit, eine Operation durchführen lassen zu können, sollte diese auf jeden Fall nutzen. Für viele ist diese nicht mehr möglich, sobald die Krankheit erkannt wurde. Hier ist eine lebenslängliche Medikation notwendig, um das Wachstum der Parasiten zu stoppen!

Wie kann man sich vor der Übertragung von Katzen und Hunden schützen?

Katzen und Hunde fressen gerade bei Spaziergängen durch den Wald viele Beeren und Gräser. Auch tote Mäuse sind bei Katzen keine Seltenheit. Aus diesem Grund ist es in erster Linie ratsam, alle 2 Monate eine Wurmkur durchzuführen. Infizierte Haustiere stellen für den Menschen ein erhöhtes Risiko dar. Hauskatzen zählen nicht mit hinein. Erst wenn sie zu Jägern auf dem Freiland werden, sollte man auf die Infektion achten.

Hunde sollte zudem regelmäßig gründlich abgespült werden. Dies bietet sich nach Spaziergängen in dem Wald und weiteren Fuchsgebieten an. Nur so wird ein ausreichender Schutz vor Fuchsbandwürmern gewährleistet. Ebenso wird auch hier eine Wurmkur fällig.

Achtung: Wurmkuren empfehlen sich für Jungtiere nicht. Hierzu sollte man seinen Tierarzt befragen!

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