Bandwurm

Steckbrief: Bandwurm

  • Name(n): Bandwurmbefall; Parasitenbefall
  • Art der Krankheit: Infektionskrankheit
  • Verbreitung: weltweit
  • Erste Erwähnung der Krankheit: 1540 v. Chr.
  • Behandelbar: ja
  • Art des Auslösers: Infektion
  • Wieviele Erkrankte: genaue Anzahl unbekannt
  • Welchen Facharzt sollte man aufsuchen: Allgemeinmediziner
  • ICD-10 Code(s): B71.9

Der Kampf gegen den Parasit

Bandwürmer sind reife Endoparasiten, die im Darm von Menschen und Tieren leben können. Die Annahme, dass nur Tiere wie z. B. Hunde oder Katzen von Bandwürmern befallen sein können, ist falsch.

Es ist zwar tatsächlich so, dass Tiere anfälliger für diese Infektionskrankheit sind, aber Menschen können sich ebenso ganz leicht durch den Verzehr von halb durch gegartem Rindfleisch, Schweinefleisch und Fisch infizieren.

Bei Menschen laufen die Infektion und auch die Krankheit selber oft asymptomatisch ab. Erst, wenn die Larven aus dem Darm zu anderen Organen oder Geweben wandern, machen sich die gefährlichen Symptome bemerkbar und entwickeln sich sehr rasant fort.

Definition Bandwurm

Aufgrund der morphologischen Eigenschaften unterscheiden sich die Bandwürmer von anderen parasitären Würmern. Sie haben einen langen bandartigen Körper, der in viele kleine Segmente unterteilt ist. Skolex, das vordere Ende des Körpers (der sogenannte Kopf), ist mit einer speziellen Befestigungsstruktur ausgestattet. Es ermöglicht dem Bandwurm, sich im Darm anzuheften.

Da Bandwürmer einen parasitären Lebensstil führen, sind deren Organe des Verdauungssystems und das Nervensystem eher schwach entwickelt. Dafür ist aber das Fortpflanzungssystem sehr gut aufgebaut und findet in jedem Körpersegment statt. Genau diese Funktion sorgt für ihre gute Fruchtbarkeit und Widerstand.

Die Klasse der Bandwürmer besteht aus folgenden Vertretern: Rinderbandwurm, Schweinebandwurm, Breiter Bandwurm und Zwergbandwurm.

Was ist ein Bandwurmbefall?

Rinderbandwürmer sind die häufigsten Vertreter der Bandwurmklasse, die im Menschen parasitieren. Es gibt Hinweise darauf, dass der größte Rinderbandwurm eine Länge bis zu zehn Metern erreichte.

Die adulte Form des Bandwurms lebt im menschlichen Darm. Die Larven hingegen findet man in der quer gestreiften Muskulatur des Viehs. Der Parasit ist in der Lage, sich selbst zu befruchten.

Um die Eier „nach Draußen“ zu bringen, trennen sich die letzten vier oder fünf Segmente vom Körper und verlassen den menschlichen Organismus mit dem Kot. Es wurde geschätzt, dass ein Körpersegment bis zu 200 Eier beinhalten kann.

Ein Bandwurmbefall durch z. B. einen Rinderbandwurm wird durch die Infektion Rinder-Kette verursacht. Die Krankheit wird Rinderbandwurm-Infektion genannt. Ein Mensch kann durch den Verzehr von Rindfleisch mit der Krankheit infiziert werden, wenn das Fleisch nicht ausreichend erhitzt oder gar roh gegessen wurde.

Nach dem Eindringen in den menschlichen Verdauungstrakt fixieren sich die Bandwurm-Larven im Dünndarm. Dort haben sie die besten Lebensvoraussetzungen und nach drei Monaten erreichen sie ihr geschlechtsreifes Alter. Ein Bandwurm kann mehrere Jahre im menschlichen Körper leben.

Folgende Erscheinungen können auftreten:

Ein Bandwurmbefall kann häufig mit einer akuten Blinddarmentzündung verwechselt werden. Aber auch die Symptome einer entzündeten Bauchspeicheldrüse oder einer Gallenblasenentzündung sind sehr ähnlich, sodass ein Arzt bei Auftreten solcher Symptome immer auch eine Stuhlprobe nehmen wird, um ein Bandwurmbefall auszuschließen.


Welche Ursachen gibt es?

Das Gelangen eines Bandwurmes in den menschlichen Körper erfolgt asymptomatisch oder wird von sehr schwachen Symptomen begleitet, wie z. B. eine leichte Magen-Darm-Verstimmung oder Müdigkeit. Wenn die Larven andere Teile des menschlichen Organismus befallen, treten schwerwiegendere Symptome auf.

Bandwürmer gelangen in den menschlichen Körper durch den Verzehr von rohem Fisch oder Fleisch, die Larven oder Eier der Bandwürmer enthalten. Wenn die Fisch- oder Fleischprodukte bei der kulinarischen Verarbeitung nicht ausreichend erhitzt wurden, besteht ebenfalls die Gefahr, Bandwürmer zu bekommen.
Es gibt sehr viele Arten von Bandwürmern.

Rinderbandwurm
Rinder infizieren sich mit dem Bandwurm, wenn sie durch Fäkalien verunreinigtes Gras fressen und dort Helmintheneier vorhanden waren. Die Larven durchdringen die Darmwand und innerhalb von zwei Monaten, wenn die Larven sich in den Muskeln der Tiere befinden, fallen sie in das sog. Ruhestadium. Die Infektion des Menschen erfolgt durch den Verzehr von rohem oder nicht genug erhitzbarem Rindfleisch.

Schweinebandwurm
Der Lebenszyklus des Schweinebandwurmes ist der gleiche wie beim Rinderbandwurm, nur dass der Zwischenwirt des Parasiten das Schwein ist. Die Infektion des Menschen tritt durch den Verzehr von schlecht verarbeitetem Schweinefleisch, auf.

Echinokokkose (Hundebandwurm)
Die Infektion mit dem Hundebandwurm tritt auf, wenn Lebensmittel verzehrt werden, die mit Hundekot, welcher die Eier des Bandwurmes enthält, verunreinigt wurden.

Fischbandwurm
Der Fischbandwurm ruft eine Krankheit namens Diphyllobothriasis hervor. Infizieren kann man sich durch den Verzehr von rohem oder Trockenfisch. Die Eier dieses Parasiten reifen im Wasser und bilden sich zu freilebenden Larven.


Symptome & Anzeichen

Rinderbandwurm
Folgende Symptome können beim Befall von Rinderbandwurm auftreten:

  • Nervenreizung
  • Unterleibschmerzen
  • Verstopfung
  • Schwindel und Erbrechen
  • Übelkeit

Fischbandwurm
Der Befall vom Fischbandwurm ist verantwortlich für die Krankheit Diphyllobothriasis.

Wenn der Fischbandwurm durch den Verzehr von Fisch in den menschlichen Darm gelangt, können folgende Symptome verursacht werden:

  • Bauchschmerzen
  • Symptome einer Lebensmittelvergiftung; Lethargie, Fieber, allgemeine Schwäche, Schwindel
  • Verdauungs- und Stoffwechselstörung
  • Erbrechen und Übelkeit
  • Einzelne Teile des Helminthen werden ausgeschieden

Schweinebandwurm
Wenn ein Bandwurmbefall vorliegt, ist es in der Regel so, dass nur ein einzelner Bandwurm im menschlichen Darm parasiert. Seine Lebenserwartung liegt bei etwa 20 Jahren.
Die Symptome sind ähnlich wie bei Rinderbandwurmbefall. Im Allgemeinen treten am häufigsten Verdauungsstörungen auf.

Der Befall vom Schweinebandwurm ruft die Krankheit Cysticercose hervor, wenn die Finnen des Schweinebandwurms eingelagert werden. Bei Cysticercose sind die Symptome auch schwerwiegender. Die Larven können in das Gehirn oder Skelettmuskulatur gelangen. Aufgrund dessen macht sich die Krankheit durch Muskelschmerzen und Schwäche bemerkbar. Nicht selten führt die Krankheit zu epileptischen Anfällen.
Durch den Blutfluss können die Larven in jedes menschliche Organ gelangen.

Zwergbandwurm
Den Zwergbandwurm kann man sich durch dreckige Haushaltsgegenstände, schmutzige Hände, Rohwasser und ungewaschenes Obst oder Gemüse einfangen. Die Krankheit ist durch Symptome wie Durchfall, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust gekennzeichnet.

Echinococcus
Echinococcus ist der gefährlichste Parasit für den Menschen.

Die ausgewachsene Form des Echinococcus parasiert bei einigen Säugetieren, wie z. B. Wölfe, Hunde, Füchse. Die Larven entwickeln sich in den Organismen der Zwischenwirte, wie Ziegen, Schafe, Pferde, Schweine, usw. Der Mensch dient ebenfalls als Zwischenwirt.

Die Larven entwickeln sich innerhalb einer Zyste, welche einen komplizierten Aufbau hat.

Die Enwicklung des Echinococcus lässt sich in vier Stufen aufteilen:

  • Stufe 1: Asymptomatisch oder latent
  • Stufe 2: Auftreten von schlecht definierten subjektiven Störungen
  • Stufe 3: Entstehung von starken objektiven Symptomen
  • Stufe 4: Ausweitung der Symptome

Die Symptomatologie ist davon abhängig, in welchem Organ sich die Zyste befindet.

In der Anfangsphase der Krankheit wird der Mensch folgende Anzeichen haben:

  • Allgemeine Schwäche
  • Erhöhte Ermüdbarkeit bei üblichen bzw. gewohnten Belastungen
  • Kopfschmerzen
  • Reizbarkeit
  • Periodischer Anstieg der Körpertemperatur
  • Punktueller Ausschlag am Körper

Diagnose & Krankheitsverlauf

Die Diagnose einer Infektion mit Bandwürmern wird auf der Grundlage der Koprologie (Untersuchung von Exkrementen) gestellt. Um genaue Daten bzw. Ergebnisse zu erhalten, ist es wichtig, dass die Stuhlprobe nicht später als eine Stunde nach dem Stuhlgang zur Untersuchung abgegeben wird.

Die Hauptaufgabe des Experten ist es, den Erreger genau zu definieren. Dies ist eine äußerst schwierige Aufgabe, da die Bandwürmer ziemlich lethargisch sind und es eine ganze Weile dauern kann, bis sie sich bemerkbar machen.

Hymenolepiasis – Reisekrankheit
Der Erreger dieser Krankheit ist der Zwergbandwurm, der bis zu 5 cm groß wird und aus einem Kopf, Hals und einem Segmentkörper besteht. Wenn seine Eier in den menschlichen Darm gelangen, bilden sich daraus Larven, die sich an die Darmwand heften. Hier durchlaufen die Parasiten das Cysticercoid-Stadium. Das ist die Zwischenstufe der Larvenentwicklung zum ausgewachsenen Wurm.

Die Larven zerstören die Darmzotten. Dadurch entzündet sich die Darmschleimhaut oder es bildet sich eine Darm-Erosion. Gleichzeitig leider der menschliche Körper unter Blutarmut (Anämie) und das Saugvermögen des Darmes wird verletzt.

Sobald der Bandwurm ausgewachsen ist, fängt er schließlich an, Eier abzulegen. Die Körpersegmente des Bandwurmes können vom Parasiten abgetrennt werden. Beim „Bruch“ der Körperteile werden die Eier „gelöst“, welche sodann mit dem Kot aus dem menschlichen Organismus ausgeschieden werden.

Allerdings bleibt ein Teil der Eier im menschlichen Darm und entwickelt sich weiter zu Helminthen.

Appetitlosigkeit ist ebenfalls ein Merkmal der Krankheit. Der Mensch verliert dadurch an Gewicht, hat Bauchschmerzen und einen weichen Stuhl.

Um den Parasiten identifizieren zu können, benötigt man eine Laboranalyse des frischen Kots.

Teniarinhoza – Rinderbandwurm
Verursacher dieser Krankheit ist der Rinderbandwurm.

Die Larven des Rinderbandwurmes bewegen sich entlang des Magen-Darm-Traktes und befestigen sich im Dünndarm. Nach drei Monaten verwandelt er sich in einen erwachsenen Bandwurm. Der erwachsene Bandwurm kann mehrere Jahre überleben, in dem er in die verschiedene Abschnitte des Darmes durchdringt.

Teniarinhoza wird von Übelkeit, Schwindel, Erbrechen und verzörtem Stuhlgang begleitet. Weitere Anzeichen sind Bauchschmerzen. Oft erinnern die Schmerzen an eine Blinddarmentzündung, Gallenblasenentzündung oder Bauchspeicheldrüsenentzündung.
Die infizierte Person ist sehr oft reizbar. Das offensichtlichste Merkmal sind die mit dem Kot ausgeschiedene Körpersegmente des Bandwurmes.

Taeniasis und Zystizerkose
Dies sind zwei verschiedene Formen einer Krankheit, welche durch den Schweinebandwurm hervorgerufen wird.
Taeniasis wird durch erwachsene Würmer, die im menschlichen Darm parasieren, verursacht und Zystizerkose wird durch die im Gewebe eingelagerten Larven hervorgerufen.

Wenn ein Mensch den Schweinebandwurm in sich trägt, ist in der Regel der menschliche Körper nur von einem erwachsenen Bandwurm befallen. Dieser hat allerdings eine Lebenserwartung von bis zu 25 Jahren und kann eine Länge von etwa drei Metern erreichen.


Häufigkeit & Diagnosedaten

Die Diagnose von Wurminfektionen ist komplex und basiert ausschließlich auf einer umfassenden Untersuchung des Betroffenen. Dafür wird eine Vielzahl von Labortechniken angewendet.

Alle Untersuchungsmethoden, die angewendet werden, um eine Wurminfektion nachzuweisen, werden in drei Grupen unterteilt:

  • Morphologische Diagnostik – Mikroskopische Untersuchung von Gewebestücken durch Biopsie oder Entnahme durch Einstich
  • Klinische, serologische und immunologische Diagnostik – Ultraschal verschiedener Organe, Tomographie und Röntgen
  • Parasitologische Diagnostik – Untersuchung von Kot, Urin, Blut, Magensaft, Galle, Erbrechen, Darmschleim usw.

Morphologische Diagnostik wird in den seltensten Fällen durchgeführt. Nur, wenn der Verdachta auf Helmithiasis besteht.
Allgemein klinische, immunologische und serologische Diagnostik wendet man an, um Helminthen in den inneren Organen (z. B. Lunge, Leber, Gehirn) zu lokaliesieren und identifizieren.
In allen anderen Fällen wird die parasitologische Diagnostik angewandt. Diese Methode ermöglicht das Feststellen der Art des Wurmes, welche die Krankheit provoziert hat.

Um das Vorhandensein der Helminthen, deren Fragmente, Eier und Larven zu diagnostizieren, bedarf es einer Analyse des biologischen Materials. Biologisches Material ist Kot, Urin, Inhalt des Zwölffingerdarms, Galle, Schleim, rektaler Schleim und perianale Schleimhaut, Blut, Muskelgewebe.
Das biologische Material wird unter einem Mikroskop untersucht.

In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Bandwürmer in der Regel im Magen-Darm-Trakt befinden, wird am häufigsten der Stuhl untersucht.
Mikroskopische Methoden werden angewendet, um die Helminthen und deren Fragmente zu erkennen.

Das Ziel der mikroskopischen Untersuchung ist es, die Eier und Larven der Würmer zu erkennen.

Bei der primären Untersuchung wird in der Regel immer mit der parasitologischen Diagnostik begonnen. Wenn allerdings der Verdacht besteht, dass der Patient mit einem Parasiten infiziert ist, werden zusätzlich weitere Diagnostika durchgeführt.

Sobald ein Teil der parasitären Würmer im biologischen Material gefunden wird, wird die Diagnose der Helminthiasis bestätigt. Wenn anhand des Aussehens der Eier, Larven oder der Körpersegmente die Möglichkeit besteht, die Art des Wurmes festzustellen, ist eine weitere Diagnostikmethode nicht notwendig.

Für die parasitologische Diagnostik müssen die biologischen Flüssigkeiten, außer der Galle und Inhalt des Zwölffingerdarms, drei mal, mit einem Abstand von 3 bis 4 Tagen, zur Kontrolle abgegeben werden.

Die dreifache Abgabe des biologischen Materials in einem Abstand von vier Tagen hat folgenden Grund: Da sich die Eier und Larven der Helminthen nicht ständig, sondern periodisch bilden, ist es notwendig mehrmals das biologische Material zu entnehmen.

Da sich die Würmer in verschiedenen Organen und Geweben befinden können, ist es für die Diagnose wichtig, die verschiedenen biologischen Flüssigkeiten zu untersuchen. Hierfür wird in der Regel die biologische Flüssigkeit aus dem Organ zur Analyse abgegeben, das vom Wurmbefall verdächtigt wird. Das heißt, wenn der Verdacht besteht, dass Darmparasiten vorhanden sind, dann ist es notwendig, den Kot zu untersuchen. Wenn die Würmer in der Leber vermutet werden, wird die Galle oder der Inhalt des Zwölffingerdarms untersucht, usw.

Wenn es jedoch nur einen Verdacht auf das allgemeine Vorhandensein der Parasiten im Körper gibt, sollte man immer mit der Untersuchung des Stuhls beginnen, da sich die Würmer am häufigsten im Darm oder im Magen-Darm-Trakt ansiedeln.

Allerdings wird angeraten, danach auch alle anderen Organe untersuchen zu lassen, um sicher zu gehen, dass keine weiteren Parasite im Körper vorhanden sind.

Wenn ein Verdacht auf Paragonimiasis (Lungenegelkrankheit) besteht, wird der Sputum (ausgehustete Absonderung der Atemwegsschleimhaut) untersucht. Bei der Annahme der Schistosomiasis-Krankheit (tropische Infektionskrankheit) wird der Urin analysiert.
Filariose wird durch die Blutuntersuchung festgestellt und Onchozerkose durch das Entfernen der gebildeten Hautanhängsel.
Die Blutproben werden sowohl zur Tages- als auch zur Nachtstunden genommen, da sich die Parasiten zur keiner bestimmten Zeit bilden.

Bei Verdacht auf Helminthen im Gewebe (Echinokokkose, Zystizerkose, Trichinose, Toxocariasis) wird die serologische Blutuntersuchung angewandt. Ein positives Ergebnis dieser Analyse, ist die Bestätigung der Anwesenheit der Parasiten im Körper. Um die genaue Lokalisierung der Parasiten festzustellen, wird ein Ultraschall der inneren Organe, Röntgen, Tomographie oder endoskopische Untersuchung durchgeführt.

Aufgrund des ausgeglichenen Klimas und der guten hygienischen Bedingungen, ist ein Wurmbefall in Mitteleuropa ein eher seltenes Problem. Es kommen Madenwürmer, Spulwürmer und einige Bandwürmer vor. Die anderweitigen Wurmarten sind in der Regel ein Mitbringsel aus dem Urlaub in ferne Länder.


Komplikationen bei der Krankheit

Probleme, die aufgrund vom Wurmbefall auftreten können, sind:

  • Verdauungsprobleme
  • Bauchschmerzen
  • Schwäche
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Durchfall
  • Übelkeit

Sollten diese Symptome auftreten, ist es nicht immer zwingend ein Bandwurmbefall. Dies können auch Symptome für eine andere Krankheit sein. Es ist wichtig, sich vor Augen zu halten, dass parasitäre Infektionen nicht immer Symptome aufweisen, sondern durchaus asymptomatisch verlaufen können.

In seltenen Fällen kann die Infektion mit Bandwürmern folgende Erscheinungen mit sich bringen:

  • Fieber
  • Zysten oder Tumore
  • Allergische Reaktionen auf Wurmlarven
  • Bakterielle Infektionen
  • Neurologische Anzeichen und Symptome
  • Verlust des Sehvermögens

Diese Anzeichen treten bei einer fortgeschrittenen Wurminfektion auf. Deshalb ist es überaus wichtig, die Krankheit bereits bei den kleinsten Symptomen behandeln zu lassen.

Wenn sich die Wurmlarven im zentralen Nervensystem des Menschen fixieren, verursachen sie damit eine Reihe neurologischer Symptome, wie Schlaflosigkeit, ständige Müdigkeit, Reizbarkeit, Angst, usw.

Bei Echinokokkenzysten besteht die Problematik darin, dass sich die Zysten sehr langsam entwickeln. Es kann z. B. passieren, dass die ersten Leiden erst in 5 bis 20 Jahren nach der Infizierung auftreten. In der Regel wird so eine Zyste zufällig bei einer anderen Behandlung festgestellt, z. B. bei einem Ultraschall.

Je später ein Bandwurm erkannt wird, desto größer wird dieser. Die Infektion schreitet weiter voran und das menschliche Immunsystem wird immer labiler. Der Bandwurm greift sodann die inneren Organe an, wobei es z. B. zu Darmverschluss, Blinddarmentzündung oder Gallenblasenentzündung kommen kann.

Es ist sehr wichtig, dass ein Bandwurmbefall so schnell wie möglich diagnostiziert wird. Nur so kann eine vollständige Genesung herbeigeführt werden, ohne dass es irgendwelche Folgeschäden gibt.

Wenn man eine ungesunde Lebensführung hat oder die hygienischen Bedingungen nicht erfüllt sind, steigt das Risiko für Folgekomplikationen.


Wann sollte man zum Arzt gehen?

Wenn Sie merken, dass Sie ein geschwächtes Immunsystem haben und die bereits erwähnten Symptome aufzeigen, ist es wichtig, einen Arzt aufzusuchen.

Bei folgenden Punkten, ist es ebenfalls ratsam, sich ärztlich untersuchen zu lassen:

  • Wenn Sie vor kurzem in ferne Länder verreist sind. Vor allem, wenn Sie in Afrika oder Asien waren
  • Wenn Sie Blut in Ihrem Stuhl finden
  • Bei Durchfall
  • Wenn Sie sehr schnell an Gewicht verloren haben
  • Wenn die Haut um den Anus reizbar ist
  • Wenn Sie bereits gegen Wurmbefall behandelt wurden, allerdings die Parasiten wieder da sind
  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, da einige Medikamente gegen Wurminfetkion nicht geeignet sind

Diese Ärzte können aufgesucht werden:

  • Allgemeinmediziner
  • Kinderarzt
  • Helminthologe
  • Parasitologe
  • Institut für Tropen- oder Infektionskrankheiten

Behandlungsmethoden & Therapie

Teniarinhoza – Rinderbandwurm
Die Behandlung beinhaltet die Beseitigung des Wurms aus dem menschlichen Körper und die damit verbundenen Verdauungsstörungen. Im Rahmen der Therapie werden entsprechende Medikamente verordnet, die man einnehmen muss.
Da die Parasiten schwere allergische Reaktionen hervorrufen können, wird im Rahmen der Behandlung häufig Antihistaminika verschrieben.

Breiter Bandwurm – Fischbandwurm
Um diesen Bandwurm aus dem menschlichen Körper zu vertreiben, muss sich der Patient einer spezifischen Behandlung unterziehen.
Normalerweise wird der Wurm nach der Einnahme von Fenasal, Praziquantel und deren Analoga vertrieben.

Schweinebandwurm
Therapeutische Maßnahme, die angewendet wird, nachdem ein Schweinebandwurm im menschlichen Körper identifiziert wurde, ist die Einnahme von den Substanzen Praziquantel und Niclosamid.

Wenn der Arzt allerdings nach der Behandlung Zystizerkose diagnostiziert hat, wird dieser vermutlich Albendazol und Antiepileptika verordnen.

Zwergbandwurm
Die Infektion durch einen Zwergbandwurm wird mit Fenasal behandelt.

Echinococcus
Echinokokkose kann nur chirurgisch behandelt werden, ganz egal, wo sich die Zysten im menschlichen Körper befinden. Ganz wichtig ist, dass nach einer gestellten Diagnose, die Behandlung dringend zu erfolgen hat, da in jedem Augenblick eine der folgenden Komplikationen auftreten kann:

  • Durch Kapselbruch massiver Befall des Echinococcus in die Bauchhöhle
  • Eiterbildung direkt in der Zyste
  • Aufbrechen der Zyste, wobei der Inhalt in die nahen Organe gelangt

Diese Komplikationen sind lebensgefährlich, deshalb bedarf es eines sofortigen chirurgischen Eingriffs.

Allerdings sollte beachtet werden, dass ein chirurgischer Eingriff bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei schweren Funktionsstörungen der Leber, kontraindiziert ist.

Die Behandlung bei einer Infektion durch Bandwürmer sollte in einer angemessenen Art und Weise durchgeführt werden, da diese Parasiten eine echte Bedrohung für das menschliche Leben darstellen.

Sobald eine Vermutung besteht, dass man mit einem Parasiten infiziert ist, sollte sofort professionelle ärztliche Hilfe aufgesucht werden.

Einige Arten der Bandwürmer, wie z. B. Echinococcus, sind sehr schwer aus dem menschlichen Körper zu vertreiben. Wenn der menschliche Organismus mit dem Rinderbandwurm befallen ist, kann es sogar sein, dass ein operativer Eingriff notwendig ist.

Die Behandlung der Wurminfektion wird oft folgendermaßen behandelt:

  • Medikamente. Es ist nennenswert, dass Medikamente, die zur Vertreibung von Würmern eingenommen werden, sehr viele Nebenwirkungen haben. Der Arzt versucht, für den Patienten die möglichst optimalste und risikoloseste Medikamentenzusammenstellung zu verordnen. Für eine erfolgreiche und vollständige Behandlung benötigt man ein Medikament für Heilung, Wiederherstellung und ein Anthelminthikum. Jedes Präparat sollte die Symptome und Beschwerden von Helmithiasis entfernen.
  • Diät. Die Bandwürmer benötigen Ressourcen für ihre Existenz. Die Parasiten bevorzugen die „ungesunden“ Lebensmittel. Gesunde Ernährung, wie Obst, Gemüse, Getreide usw., sorgt dafür, dass sich die Würmer nicht ernähren können.

Vorbeugung – Impfung & Prävention

Um eine Wurminfektion vorzubeugen, sollte man kein rohes Fleisch verzehren. Rinder, Schweine, Fische, Schafe, Ziegen und Kaninchen können Träger von Bandwurmlarven sein.
Der beste Weg, die Infektion zu vermeiden, ist es, rohes und halbrohes Fleisch komplett aus der Ernährung zu streichen.

Es gibt zwar auch Vogelbandwürmer, allerdings kommen diese eher selten in landwirtschaftlichen Betrieben vor, da der Lebenszyklus dieser Parasiten einen Zwischenwirt bedarf, z. B. eines Regenwurmes.

Das Fleisch muss kulinarisch korrekt zubereitet werden. Wenn größere Stücke Fleisch, wie z. B. Steak oder Koteletts, zubereitet werden, muss darauf geachtet werden, dass die Innentemperatur des Fleisches mindestens 63° C erreicht. Bei Zubereitung von Hackfleisch, müsste die Innentemperatur auf mindestens 71° C kommen.

Das Einfrieren von Fleisch und Fisch bei -10° C für mindestens zwei Tage, sorgt ebenfalls dafür, dass die Eier und Larven der Bandwürmer absterben.

Wenn Sie in Länder reisen, wo eine hohe Inzidenz der Wurminfektionen herrscht, sollten Sie das Obst und Gemüse vor dem Verzehr entweder desinfizieren oder mit abgekochtem Wasser reinigen.

Waschen Sie sich immer vor dem Kochen gründlich die Hände und nach der Verarbeitung von rohem Fleisch oder Fisch. Somit vermeiden Sie, dass Eier oder Larven auf andere Lebensmittel kommen könnten und Sie oder andere damit infiziert werden.
Die Hände sollten mindestens 20 Sekunden gewaschen werden.

Prognose zur Heilung

Rinderbandwurm
Die Diagnose bezüglich einer Rinderbandwurm-Infektion wird aufgrund von entsprechenden Beschwerden und analysierten Körpersegmenten oder Eier im Stuhl, gestellt. Die Behandlung führt in der Regel der Hausarzt durch. Eine vollständige Genesung nach einer Behandlung wird prognostiziert.

Schweinebandwurm
Die Diagnose basiert auf Patientenbeschwerden und den Ergebnissen der serologischen Untersuchung. Manchmal ist es notwendig, Muskeln unter einem Mikroskop (Biopsie) untersuchen zu lassen.

Bei der Infektion mit einem Schweinebandwurm ist manchmal eine Operation erforderlich. Eine Prognose ist bei dieser Krankheit schlecht, da eine Genesung schwierig zu erreichen ist.

Echinococcus
Die Diagnose wird durch Röntgenuntersuchungen, Ultraschall und serologischen Tests bestätigt.

Echinokokkose bedarf einer chirurgischen Behandlung. Die Prognose ist ernst.

Fischbandwurm
Die Diagnose beruht auf der Erfassung der Patientenbeschwerden sowie der Stuhlganganalyse, bei der Eier und Körpersegmente des Wurmes bestätigt wurden.

Die Prognose ist günstig, nach einer erfolgten Behandlung, folgt die vollständige Genesung.


Haustiere und die Wurminfektion

Kann man sich vom Hund oder Katze mit einer Wurminfektion anstecken?

Laut Statistiken sind rund 70 % aller Menschheit mit verschiedenen Parasiten infiziert. Etwa die Hälfte von ihnen wurde durch die eigenen Haustiere angesteckt. Dies sind nur die offiziellen Zahlen, von denen man was weiß. Es ist unnötig zu erwähnen, dass aufgrund der „inoffiziellen“ Fälle, die Statistik weitaus höher ausfallen würde.
Am häufigsten „belohnen“ die Haustiere ihre Herrchen mit der parasitären Krankheit Echinokokkose.

Der Mensch kann sich mit dieser Krankheit nicht nur aufgrund ungewaschenem Obst oder Gemüse infizieren, sondern auch wegen des direkten Kontaktes mit dem Haustier (berühren, kuscheln, küssen).

Die Wurmeier, die für das bloße Auge unsichtbar sind, gelangen so in den Magen-Darm-Trakt des Menschen, wo sie sich in Larven verwandeln. Die Larven können nun durch die Blutgefäße in die inneren Organe, wie Leber oder Lunge, des Menschen gelangen.

Die Echinococcus-Larven wachsen sehr schnell und verursachen Zysten im menschlichen Körper, die sodann die typischen Symptome fördern. Diese Zysten bilden sich am häufigsten in der Leber (75 % der Fälle) und Lunge (20 %). Niere, Milz, Muskeln und andere innere Organe sind seltener betroffen.


Alternative Behandlungsmethoden

Heilmittel der alternativen Medizin haben keine Zertifikate. Das ist Medizin, die Zeit und Erfahrung überstanden hat. Es gibt viele bewährte und sichere Rezepte gegen die Wurminfektion. Viele von den Rezepten sind per Mundpropaganda weitergegeben worden.

Ganz egal, wie stark die Angst gegen Parasiten ist, die Mittel zur Behandlung sollten sorgfältig ausgewählt werden. Wenn es nur den geringsten Zweifel gibt, sollte die alternative Medizin nicht angewandt werden, sondern ein Arzt konsultiert.

Was Würmer nicht mögen…
Die Rezepte der traditionellen Medizin basieren auf der Einnahme von Lebensmitteln, die die Würmer gar nicht „ausstehen“ können. Das sind Zwiebel, Knoblauch, Rettich, Grapefruit, frischer Meerrettich, Gurken, Kürbiskerne, Apfelessig, Granatapfel und Kokosnuss.

Den Parasiten wird es gar nicht gefallen, wenn Sie frische Karotten essen oder Ananassaft ohne Zuckerzusatz trinken.

Welche Hausmittel können helfen?

Kürbiskerne zählen schon seit Langem als ein gutes Hausmittel gegen Würmer. Hierfür müssen 300 g Kürbiskerne geschält und in einem Mörser zermahlen werden. Unter Rühren vorsichtig 10 – 15 Tropfen Wasser hinzufügen. Auf diese Weise sollten insgesamt 50 – 60 ml Wasser eingerührt werden. Um die Mischung etwas zu süßen, kann ein bisschen Zucker, Honig oder Marmelade zugemischt werden.

Das Gemisch muss teelöffelweise auf nüchternen Magen eingenommen werden. Auf diese Weise sollte alles ca. 1 Stunde vor dem Frühstück aufgegessen werden. Drei Stunden nach der Einnahme des Kürbiskerngemisches wäre ein Einlauf wünschenswert.

Knoblauch ist auch sehr wirksam, um den Bandwurm zu vertreiben. Hierfür müssten 8 – 10 Zehen Knoblauch durch die Knoblauchpresse gepresst werden, eine Tasse warmes Wasser darüber gießen und damit einen Einlauf machen.

Außerdem zählen grüne Wallnüsse ebenfalls als ein wirksames Mittel gegen Würmer. Die Nüsse mahlen und mit kochendem Salzwasser übergießen. Die Nüsse sollten so eine halbe Stunde ziehen. Danach durch ein Sieb abgießen. Das Nusswasser über den ganzen Tag verteilt, in Verbindung mit Abführmittel, trinken.

Nachfolgende Hausmittel sind ebenfalls gute Helfer gegen Bandwürmer:

  • Zwiebel
  • Kräuterbad: Minze und Wallnussblätter, Kamillenblüten, Thymian, Schafgarbe, Kalmuswurzel und Wurzel, Echter Alant
  • Kürbiskerne
  • Cognac

Heilkräuter & Heilpflanzen

Typischerweise haben diese Pflanzen einen scharfen, würzigen oder bitteren Geschmack. Die Pflanzen werden entweder einzeln oder in einer Mischung verwendet. Somit werden die Komponenten ergänzt oder verbessert.

Wie sich die Pflanzen auf die Parasiten auswirken, wird nach dem Geschmack beurteilt:

  • Scharfe Pflanzen. Diese Pflanzen erhöhen das Niveau der inneren Körpertemperatur. Dies wirkt sich schädlich auf die Parasiten und deren Larven aus. Hier spricht man von Cayennepfeffer, Ingwer, Knoblauch, Nelken.
  • Bittere Pflanzen. Diese Pflanzen reduzieren den Feuchtigkeitsgehalt im Körper, wodurch Bakterien getötet und die Würmer gelähmt werden. Aufgrund der Lähmung, lösen sich die Würmer von der Darmwand und werden ausgeschieden. Dafür eignet sich Wermutkraut.
  • Würzige Pflanzen. Die meisten Würmer können in einer säuerlichen Umgebung nicht überleben. Rhabarber, Sauerampfer, sauere Früchte und Beeren zerstören die Parasiten.

Ätherische Öle

Die Verwendung von ätherischen Ölen bei der Bekämpfung der Parasiten hat viele Anhänger auf der ganzen Welt. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die ätherischen Öle sorgen nicht nur für eine sanfte „Entwurmung“, sondern haben auch eine positive Wirkung auf den Patienten.

  • Nelkenöl hat eine schädliche Wirkung auf den Parasiten, ihr Larvenstadium und die Eier. Die biologisch aktiven Substanzen stimulieren die Darmbeweglichkeit, wodurch den Würmern erschwert wird, sich an der Darmwand zu fixieren.
  • Wermutöl enthält Terpenoide, die eine hohe anthelminthische und entzündungshemmende Wirkung haben. Dieses Mittel wird für das Vertreiben von Spul- und Bandwürmern verwendet.
  • Tansy Öl enthält Thujon, was die Würmer, die sich an der Darmwand verankert haben, lähmt. Dies führt zum Tod der Parasiten.

Homöopathie & Globuli

Die homöopathische Behandlung ist in der Regel nicht in Kinder- und Erwachsenenbehandlungsschema unterteilt. Die Spezialisten machen den Behandlungsverlauf nur auf Grundlage der Gesundheitssituation des Patienten abhängig.

Alle homöopathische Mittel, die für das Abtöten und Ausscheiden der Parasiten verantwortlich sind, sind universell. Der Unterschied der Mittel liegt nur in der Konzentration. Es ist unmöglich selber eine optimale Dosierung zu berechnen, deshalb ist es wichtig, sich diesbezüglich eine professionelle Beratung einzuholen.

Richtig ausgewählte homöopathische Mittel helfen dabei, den Körper von den Parasiten zu befreien und von den Symptomen zu genesen. Die Mittel reinigen den Körper nicht nur von den Parasiten, sondern verhindern auch einen erneuten Befall.

Das Ziel der homöopathischen Mittel ist es, das Immunsystem sowie die angegriffenen inneren Organe wieder herzustellen. Dank der homöopathischen Mittel wird die Darmflora sowie die Funktion der inneren Organe wieder hergestellt, was bei der Behandlung gegen Bandwürmer sehr wichtig ist.

Schüssler-Salze

Die Bandwürmer mögen es, wenn im menschlichen Körper eine Übersäuerung vorliegt. Deshalb ist es empfehlenswert, vorerst den Säurehaushalt im menschlichen Organismus zu regulieren, um den Würmern das positive Umfeld zu „nehmen“. Dafür eignet sich das Schüssler-Salz Nr. 9 (Natrium Phosphoricum). Einfach 2-3 Salze täglich (abends) im Mund zergehen lassen. Um eine positive Entwicklung zu erhalten, empfiehlt es sich, die Salze über einen längeren Zeitraum einzunehmen.

Das Schüssler-Salz Nr. 5 (Kalium Phosphoricum) lindert starken Juckreiz (z. B. im Anusbereich). Außerdem erhöht das Salz die Abwehrkräfte im menschlichen Körper, sodass sich der Organismus besser gegen die Parasiten wehren kann.

Ferner hat sich auch das Schüssler-Salz Nr. 8 gegen die Schädlinge bewährt. Das Natrium-Chloratum ist für den Wasserhaushalt im menschlichen Körper zuständig. Damit sich der Körper von den Parasiten befreien kann, müssen die Ausscheidungsprozesse gefördert werden. Hierfür empfiehlt sich das Schüssler-Salz Nr. 8.
Um ein erfolgreiches Ergebnis zu erlangen, sollten hier ebenfalls 2-3 Salze abends eingenommen werden.

Diät & Ernährung

Abhängig davon, welcher Parasit im menschlichen Körper haust, ist die Dauer der Behandlung und die Verschreibung der Medikamente. Man kann allerdings mit entsprechender Ernährung unterstützend dabei helfen, die Parasiten loszuwerden.

Die Kokosnuss ist eines der Lebensmittel, die als Wunderwerk gegen Darmwürmer bekannt ist. Mithilfe der Kokosnuss kann man alle Arten des Darmwurms aus dem Körper vertreiben. Hierbei ist es egal, ob man die ganze Kokosnuss nimmt oder nur das Öl verwendet. Die Frucht besitzt sehr starke antiparasitäre Eigenschaften.

Es sollte täglich zum Frühstück ein Esslöffel zerkleinerte Kokosnuss gegessen werden. Nach ungefähr drei Stunden sollte ein Gemisch aus 200 ml warmer Mandelmilch sowie 2 Esslöffel Rizinusöl getrunken werden.

Diese Anwendung sollte so lange wiederholt werden, bis man von dem Bandwurm befreit ist.

Gewürznelken sollten ebenfalls in die Ernährungsliste aufgenommen werden, wenn man an einem Bandwurmbefall leidet. Die Gewürznelken töten den Bandwurm und zerstören die Eier.

Über einen Zeitraum von einer Woche sollte drei Mal täglich ein Gewürznelken-Tee getrunken werden. Hierfür wird einfach ein Teelöffel Nelken (Pulver) mit heißem Wasser übergossen. Das Ganze ca. 20 Minuten ziehen lassen und austrinken.


FAQ – Fragen & Antworten

In letzter Zeit habe ich im Stuhl immer wieder weiße Fäden (ca. 20 cm lang). Was soll ich tun?
Sie müssen sich ärztlich untersuchen lassen, da es wichtig ist, erst mal zu diagnostizieren, um welche Art Parasit es sich hierbei handelt, um eine entsprechende Behandlung zu verordnen. Dafür wird Ihre Stuhlprobe im Labor untersucht.

Kann man wegen eines Bandwurmes sterben?
An sich, bringt der Bandwurm einen nicht um. Allerdings können die Komplikationen bzw. Schäden, die ein Bandwurm anrichtet, so schwerwiegend sein, dass das Leben in Gefahr sein kann. Bandwürmer können mehrere Jahre im menschlichen Körper überleben, sodass man bei einer symptomfreien Existenz, vorerst nichts von den Schäden bemerkt.

Welche Medikamente kann man zur Vertreibung vom Bandwurm nehmen?
Es ist immer vorteilhafter, sich bei Verdacht von einem Arzt untersuchen zu lassen. Dieser weiß nach einer Untersuchung und Analyse, ob es sich tatsächlich um einen Bandwurm handelt und welche Behandlung bzw. welches Medikament verschrieben werden soll.

Wenn allerdings jemand aus bestehenden Gründen, sich selber behandeln möchte oder aber auf natürliche Heilmittel zurückgreift, gibt es auch da zahlreiche Möglichkeiten, den Parasiten zu „vertreiben“.

Yomesan sind z. B. Kautabletten, welche man in jeder Apotheke bekommt (rezeptfrei). Diese Tabletten sollen sehr gut helfen.

Wie lange hält sich ein Bandwurm im Menschenkörper auf?
Bandwürmer sind sehr widerstandsfähig und können sogar bis zu mehreren Jahren unbemerkt im menschlichen Körper überleben.

Gibt es Parasiten, die von Mensch zu Mensch übertragen werden können?
Ja, die Madenwürmer können von einem Menschen zum anderen übertragen werden. Hierbei ist sehr penibel auf Hygiene zu achten.

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