Cefuroxim

Cefuroxim ist ein Antibiotikum zur Therapie von Infektionen. Es hat ein breites Wirkungsspektrum gegen Bakterien. Viele Infektionskrankheiten sind ohne Antibiotika nicht heilbar.

Leider sind bakterielle Erreger in der Lage, Resistenzen gegenüber Medikamenten zu entwickeln. Erhalten Sie hier Informationen zu Anwendung und Wirkung. Vor der Einnahme des Präparates ist es unerlässlich, sich mit diesen Fakten zu beschäftigen.

Was ist Cefuroxim?Cefuroxim

Cefuroxim ist ein antibakterielles Mittel zum Abtöten von Bakterien. Es gehört zu den ß-Lactam-Antibiotika. Ihr Name leitet sich vom griechischen anti- „gegen“ und bios „Leben“ ab.

Als besonderes Merkmal enthält die chemische Verbindung einen Beta-Laktam-Ring. Dieser verhindert den Aufbau einer funktionsfähigen, überlebensnotwendigen Bakterienzellwand. Mit ihrer geringen Größe sind die Moleküle in der Lage, in Bakterienzellen einzudringen.

Welchen Zwecken dient dieser Wirkstoff?

Der wirksame Arzneistoff Cefuroxim zählt zu den Cephalosporinen. Aufgrund ihrer ähnlichen Struktur bilden sie eine Gruppe von Breitband-Antibiotika mit einem Wirkungsspektrum gegen folgende Erreger:


Allgemeines

Allgemeines
NameCefuroxim
Andere Namen(6R,7R)-4-(Carbamoyloxymethyl)-8-[(2Z)-(2-furyl)-2-methoxyimino-acetyl]amino-7-oxo-2-thia-6-azabicyclo[4.2.0]oct-4-en-5-carbonsäure
SummenformelC16H16N4O8S
Kurzbeschreibungweiße, kristalline Substanz

Wirkungsweise

So wirkt Cefuroxim

Cefuroxim schädigt während der Wachstumsphase die Bakterienzellwand. Dadurch laufen die Stoffwechselprodukte aus der Zelle aus und sie stirbt ab.

Zum Aufbau ihrer Zellwand benötigen Bakterien ein spezielles Enzym, die D-Alanin-Transpeptidase. Der Beta-Laktam-Ring bindet daran und verhindert das Zusammenfügen der Zellwandbestandteile.

Unter günstigen Bedingungen teilen sich Bakterien alle zwanzig bis dreißig Minuten. Cefuroxim wird als bakterizid eingestuft, weil es die Zellwand bei der Teilung zerstört.

Im Gegensatz dazu töten bakteriostatische Antibiotika nicht ab, sondern hemmen nur bakterielles Wachstum.

Aufnahme, Abbau und Ausscheidung von Cefuroxim

Wie wird der Wirkstoff ausgeschieden? Das Ausscheiden geschieht über die Nieren, wie bei den meisten anderen Antibiotika. Scheiden sie allerdings eingeschränkt aus (Niereninsuffizienz), konzentriert sich die Wirksubstanz im Blut.

Der erhöhte Gehalt kann zu unerwünschten Reaktionen führen. Zur Vermeidung ist die Tagesdosis zu verringern oder das Präparat muss in längeren Zeitabständen eingenommen werden.

Die untersuchten Blutwerte liefern die ausschlaggebenden Ergebnisse, um sich für eine der Vorgehensweisen zu entscheiden.


Anwendungsgebiete

Wann wird Cefuroxim eingesetzt?

Bei nachfolgend genannten Infektionen kommt Cefuroxim bei Erwachsenen und Kindern zum Einsatz:

Zur Behandlung einer Lyme-Borreliose sollte Cefuroxim nur eingenommen werden, wenn Doxycyclin oder Amoxicillin nicht in Frage kommen. Denn eine voreilige Therapie führt womöglich zu einer Widerstandsfähigkeit (Resistenz) der Bakterien.

Ob dies nur für Cefuroxim oder andere Cephalosporine gilt, ist derzeit nicht eindeutig. Denn es liegen zu wenig Testberichte bei Borreliose vor. Das Einnehmen von Tabletten ist im Frühstadium der Erkrankung angezeigt.

Bei einer Ausweitung der Infektion auf Haut, Nerven und Gelenke sind die Antibiotika per Infusion (intravenös) zu verabreichen.

Komplizierte Harnwegsinfekte sind ursächlich, d.h. nach der Art der Bakterien abzuklären. Sind die Erreger für den Wirkstoff empfindlich, ist das Antibiotikum einzusetzen, sonst nicht.

Bei unkomplizierten Infektionen der Harnwege ist Cefuroxim nicht das Mittel erster Wahl. Die medikamentöse Therapie dauert dann nicht fünf bis zehn Tage, sondern deutlich länger als mit einem geeigneteren Therapeutikum.

Nicht jede Harnwegsinfektion lässt sich wirksam bekämpfen. Erreger wie Enterokokken und Clostridium wachsen womöglich vermehrt, was zum Abbruch der Behandlung führen kann.

Bakterien, mit einer Resistenz gegen andere Cephalosporine entwickeln höchstwahrscheinlich auch eine Widerstandsfähigkeit gegenüber Cefuroxim. Daher ist die aktuelle Resistenzlage zu berücksichtigen.


Richtige Anwendung

So wird Cefuroxim angewendet

Die Einnahme nach einer Mahlzeit mit etwas Wasser fördert die Wirksamkeit der Behandlung. Denn der Körper nimmt die Wirkstoffe besser auf. Zu beachten ist, die Tabletten nicht zu zerkauen und zu zerteilen.

Im Blut ist ständig ein ausreichender und konstanter Wirkspiegel zu erzielen. Deshalb ist die Tagesdosis regelmäßige und in gleichen Zeitabständen einzunehmen.

Bei Unsicherheit ist mit dem Arzt oder Apotheker Rücksprache zu halten. Die Gebrauchsinformation für Patienten (Packungsbeilage) ist vor Beginn der Therapie sorgfältig durchzulesen. Denn die Anwendungsvorschriften weisen dosis- und anwendungsabhängige Unterschiede auf.


Medikamente

Welche Medikamente beinhalten den Wirkstoff Cefuroxim?

Antibiotika der Cefuroxim-Gruppe wirken besser gegen das bakterielle Enzym ß-Lactamase. Sie gehören somit in die zweite Generation der Cephalosporine.

Folgende Medikamente enthalten den Wirkstoff:

  • Cefurax
  • CefuHexal
  • Cefurox
  • Curocef
  • Cefuroxim Stada
  • Cefuroxim AL
  • Cefuroxim-CT
  • Cefuroxim-ratiopharm
  • Cefuroxim-ratiopharm TS
  • Elobact
  • Zinnat
  • Zinacef
  • Spizef

Die Medikamente sind als Filmtabletten, überzogene Tabletten, Suspensionen und Dosierbriefe erhältlich. Bei Dosierbriefen ist ein Granulat enthalten, welches mit Wasser angerührt wird.

Die Gebrauchsinformationen des Herstellers sind zu beachten. Denn die Tagesdosis kann in Abhängigkeit vom Schweregrad der Infektion verschieden sein.


Handelsnamen

Die geläufigsten Handelsnamen der Monopräparate sind

  • Cefurox, Cefurax, Curocef
  • Zinacef, Zinnat
  • Elobact

Indikationen

Mittelschwere Lungenentzündung, bakterielle Sinusitis und Otitis media werden in Deutschland häufig mit Cefuroxim behandelt.

Meist zeigen auch Penicilline eine Wirksamkeit gegen diese Infektionskrankheiten. Daher besteht die Möglichkeit, die Erkrankung zunächst mit einem Penicillin zu therapieren.

Zur Antibiotikagruppe der Cephalosporine gehörend, zeigt Cefuroxim eine stärkere Wirkung gegen stäbchen- (gramnegative) und kugelförmige (grampositive) Bakterien.

Bei einer unzureichenden Wirkung von Penicillinen oder einer Penicillin-Unverträglichkeit spricht die höhere Wirksamkeit für die Anwendung (Indikation) von Cephalosporinen.


Gegenanzeigen

Wann darf Cefuroxim nicht verwendet werden?

Das Antibiotikum darf nicht eingenommen werden bei einer Allergie gegen den Wirkstoff Cefuroxim. Da es weitere Medikamente der ß-Lactam-Wirkstoffgruppe gibt, muss der Arzt auf Kreuzallergien achten.

Durch den chemisch gleichartigen Aufbau kommt es auch bei der Anwendung anderer Antibiotika, zum Beispiel den Penicillinen, zu Unverträglichkeitsreaktionen.

Personen mit allergischem Asthma und Heuschnupfen haben ein erhöhtes Risiko, ebenfalls allergisch auf Cefuroxim zu reagieren. Trotzdem kann eine medikamentöse Behandlung mit Cephalosporinen im Einzelfall sinnvoll sein.

Dabei sind kleinste Anzeichen einer Allergie sehr ernst zu nehmen. Im Zweifelsfall ist der Patient im Krankenhaus engmaschig zu überwachen.

Durchfälle und Erbrechen verhindern, dass Cefuroxim ausreichend über das Blut aufgenommen wird. Anstelle von Tabletten ist der Wirkstoff in diesem Fall zu spritzen oder per Infusion zu verabreichen.

Was müssen Sie bei Schwangerschaft und Stillzeit beachten?

Schwangere sollten Cefuroxim nur einnehmen, wenn der therapeutische Nutzen die gesundheitlichen Risiken überwiegt. Bisher gibt es nur experimentelle Studien an Tieren, deren Ergebnisse sich nicht einfach auf den Menschen übertragen lassen.

Dennoch wird der Wirkstoff in der Schwangerschaft und Stillzeit verordnet. Dieser geht in die Muttermilch über und kann beim zu stillenden Baby Durchfall auslösen. Falls dies auftritt, darf der Säugling bis zum Ende der Behandlung nicht von der Mutter gestillt werden.

Was ist bei Kindern zu berücksichtigen?

Cefuroxim ist ein hochwirksames Antibiotikum für Erwachsene, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Es kommt sogar bei Kindern unter zwölf Jahren zum Einsatz, wenn sich die Infektion bereits auf die Nieren ausgebreitet hat.

Welches Antiinfektivum Anwendung findet, ist im Hinblick auf die Resistenz der Keime zu entscheiden. In Deutschland sind Cephalosporine mittlerweile Standardtherapeutika.

Sie haben Antibiotika aus der Gruppe der Aminopyrimidine verdrängt, da Bakterien eine hohe Widerstandsfähigkeit entwickelt haben, zum Beispiel gegen das frühere Standardmedikament Trimethoprim.

Kinder unter zwölf Jahren erhalten bei einem akuten Harnwegsinfekt ohne Fieber meist Cefaclor oder Cefadroxil. Erst bei der Beteiligung der Nieren wird auf Cefuroxim zurückgegriffen. Damit will man dessen hohe Wirkkraft bei Niereninfektionen bewahren.

Bei Jugendlichen und Kindern unter achtzehn Jahren unterscheiden sich folgende Altersgruppen:

  • Bei Kindern unter drei Jahren liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von Cefuroxim vor.
  • Kinder und Jugendliche zwischen drei und achtzehn Jahren erhalten den Wirkstoff in Abhängigkeit vom Körpergewicht und von dem Schweregrad der Infektion.
  • Kinder mit eingeschränkter Nierenfunktion bekommen Cefuroxim erst im Alter von drei Monaten. Hierbei ist die Tagesdosis zu reduzieren und der Einnahmeabstand zu verlängern.
  • Der erhöhte Stoffwechsel ist bei Kindern zwischen drei und neune Jahren zu berücksichtigen. Im Vergleich zum Erwachsenen scheiden sie die Wirkstoffe schneller über die Nieren aus. Daher ist die Festlegung der Dosis nach den Kriterien Kindesalter, Körpergewicht und Körperoberfläche zu treffen.
  • Das Präparat als Saft hat verschiedene Maße. Den Packungen sind aus diesem Grund unterschiedliche Messlöffel beigefügt, die unbedingt zu verwenden sind. Vorzugsweise erhalten Kinder Antibiotika als Saft. Dieser wird mit der Trockensubstanz hergestellt, die vorher genau abzumessen ist.
  • Neugeborenen widmet sich eine erhöhte Rücksichtnahme. Die Behandlung mit Cefuroxim ist speziell in der Kinderklinik durchzuführen, nicht ambulant.

Risiken & Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen hat Cefuroxim?

Es kann zu Beginn der Behandlung zu einem allgemeinen Unwohlsein kommen. Die Beschwerden vergehen kurze Zeit später oder nach Beenden der Therapie. Weitere, mögliche Gesundheitsprobleme sind:

Antibiotika töten nicht bloß die bakteriellen Erreger der Infektion ab, sondern ebenso nützliche Darmbakterien. Das Absterben dieser förderlichen Enterobakterien geht oft mit leichten Durchfällen einher.

Nach dem Ende der Therapie liefert die Stuhluntersuchung Hinweise auf den Zustand der Darmflora. In der Regel regeneriert sich diese wieder.

Wird die Diarrhö heftig und blutig, ist unverzüglich der Arzt aufzusuchen. Es können auch Fieber und Bauchkrämpfe hinzutreten. Das Erscheinungsbild deutet womöglich auf eine Infektion mit dem Bakterium Clostridium difficile hin.

Clostridien scheiden ein Gift ab, das eine schwere, lebensbedrohliche Darmentzündung auslöst. Bei dieser Symptomatik darf man kein Mittel gegen Durchfall einnehmen.

Allergien, Pilze und Urinprobleme bedürfen der ärztlichen Behandlung

Eventuell reagiert der Organismus allergisch auf Cefuroxim. Dies zeigt sich äußerlich durch verstärktes Jucken und Röten der Haut. Die Ursache ist vom Arzt abzuklären.

Danach entscheidet sich, ob eine Allergie vorliegt und das Präparat ersatzlos abzusetzen ist oder alternativ ein zusätzliches Medikament benötigt wird. Die Anzeichen können gleich zu Beginn der Behandlung oder erst nach wenigen Tagen auftreten. Sie sind in jedem Fall ernst zu nehmen und erfordern eine Abklärung.

Der Mensch ist mit vielen nützlichen Bakterien besiedelt. Sie halten das Gleichgewicht von Organsystemen aufrecht. Cephalosporine richten sich auch gegen diese nutzbringenden Bakterien.

Die Bakterienflora der Mukosa im Mund– und Rachenraum sowie im Genitalbereich stirbt in Folge hoher, langanhaltender Dosierung allmählich ab.

Die schädlichen Erreger und Pilze nehmen überhand. Diese zeigen sich in entzündeten Schleimhäuten, die mit einem weißen Belag einhergehen. Vor allem Frauen sind davon betroffen.

Häufig führt die Pilzinfektion zu einem weißlichen Ausfluss aus der Scheide und starkem Juckreiz im Schambereich. Fieber und Abgeschlagenheit weisen darauf hin, dass eine Immunschwäche besteht und innere Organe befallen sind.

Folgende Anzeichen (Symptome) geben Hinweise auf eine Funktionsstörung der Nieren. Sie müssen untersucht und ärztlich behandelt werden:

  • Verminderte oder vermehrte Urinproduktion
  • Uringeruch der Haut
  • Wasseransammlungen (Ödeme) in den Beinen treten neu auf oder nehmen zu.

Bei Schmerzen in der Nierengegend sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen und gezielt die Nieren untersuchen lassen.

Bei diesen Anzeichen den Arzt sofort aufsuchen:

Anaphylaktischer Schock

Das Medikament kann einen lebensbedrohlichen, allergischen (anaphylaktischen) Schock auslösen. Anzeichen dafür sind Erscheinungen, die sich sehr rasch, oft in wenigen Minuten entwickeln.

Sie treten gemeinsam oder einzeln auf und bedürfen der sofortigen Behandlung durch den Notarzt (Telefon 112):

Schwerwiegende Hautreaktionen sind möglich

Eine weitere, schwere Reaktion ist ein Hautausschlag mit Blasenbildung, der sich meist großflächig ausdehnt. Dabei besteht die Möglichkeit, dass sich die Haut abschält oder das Allgemeinbefinden stark gestört ist, wie bei einer fiebrigen Grippe.

Die Symptome entwickeln sich häufig nach Tagen bis Wochen während der Einnahme von Cefuroxim. Sie können sich lebensbedrohlich verschlimmern.

Schädigung der Leber

Im Einzelfall tritt eine schwere Schädigung der Leber auf. Bei Auftreten von nur einem dieser charakteristischen Anzeichen ist sofort der Arzt aufzusuchen. Typische Symptome des Leberschadens sind:

  • helle Verfärbung des Stuhlgangs
  • dunkler Urin
  • Gelbsucht (an gelb verfärbter Augenbindehaut zu erkennen)
  • starker Juckreiz am ganzen Körper

Wechselwirkungen

Welche Wechselwirkungen zeigt Cefuroxim?

Die gleichzeitige Einnahme von Arzneimitteln zur Senkung des Magensäuregehaltes kann zu einer Störung der Resorption von Cefuroxim führen. Möglicherweise ist dadurch der Wirkstoffgehalt im Körper zu niedrig.

Während der Behandlung kann es durch das Einnehmen von Medikamenten gegen Gicht zu einem erhöhten Wirkstoffspiegel von Cefuroxim im Blutserum kommen. Daher ist die Verabreichung von Probenecid in dieser Zeit nicht zu empfehlen.

Gerinnungshemmende Mittel (Antikoagulantien) verursachen bei einer Therapie mit Cephalosporinen eventuell einen Anstieg des inr-Wertes. Dieser gibt Aufschluss über die Blutgerinnungszeit. Ein zu hoher inr-Messwert bedeutet, dass das Blut zu lange braucht, um zu gerinnen. Daher ist die Blutgerinnung häufiger zu kontrollieren.


Wichtige Hinweise

Was ist bei der Einnahme von Cefuroxim zu beachten?

Frauen, die mit der Pille verhüten, sollten die zerstörende Wirkung von Antibiotika auf die Bakterienflora im Darm berücksichtigen. Häufig resultieren daraus Durchfälle, die zu einer verminderten Aufnahme von vorverdauten Nahrungsbestandteilen und Wirksubstanzen führen.

Dazu gehören auch Wirkstoffe aus der Pille. Daher ist nicht auszuschließen, dass es trotz medikamentöser Empfängnisverhütung zum Eisprung kommt.


Abgabevorschriften

So erhalten Sie Medikamente mit Cefuroxim

Antibiotika sind nur bei Vorlage eines Rezepts in Apotheken erhältlich. Dieses stellt der Arzt aus, der damit das Medikament verordnet.

Eine Liste verschreibungspflichtiger Präparate steht auf den Internetseiten des Bundesinstitutes für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zum Herunterladen bereit.


Geschichte

Seit wann ist Cefuroxim bekannt?

Cefuroxim ist ein Cephalosporin der zweiten Generation. Erstmals wurde das Cephalosporin C 1945 vom sardischen Mediziner und Politiker Giuseppe Brotzu an der Universität Cagliari entdeckt und von Edward Penley Abraham 1955 in reiner Form gewonnen.

Seit der Aufklärung ihrer chemischen Struktur 1953, entwickelt die Forschung immer wirksamere Cephalosporine für den Arzneimittelmarkt. Einige deutsche Hersteller haben für Cefuroxim die Zulassung 2001 beantragt.


Warnhinweise

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Parabene sind Medikamenten zur Haltbarkeit (Konservierung) beigefügt. So auch zu einigen Cefuroxim-Präparaten. Wegen der Eigenschaft der Parabene, allergische Reaktionen auszulösen, sollten Allergiker in diesem Fall das Mittel nur nach vorheriger Rücksprache mit dem Arzt anwenden.

Ist eine Allergie gegen Parabene bekannt, ist es zu unterlassen, das Medikament einzunehmen. Cefuroxim darf nicht über fünfundzwanzig Grad Celsius gelagert und nach Ablauf der Haltbarkeit nicht mehr zugeführt werden.


Quellen

  • Schneider, D. & Richling, F.: Checkliste Arzneimittel A – Z, Georg Thieme Verlag, 2013
  • Lüllmann, H. et al.: Pharmakologie und Toxikologie, Georg Thieme Verlag, 2010
  • Smollich, M. & Jansen, A.C.: Arzneimittel in Schwangerschaft und Stillzeit, Georg Thieme Verlag, 2011
  • ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände: www.abda.de (Abruf: 23.12.2013)

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